Transcription
Ja, heute geht es um das Thema unkaputtbare Hoffnung, was auf den ersten Blick oder auf den ersten Ton ein bisschen speziell klingt.
Wir werden gleich erklärt bekommen, dass wir in Jesus eine Hoffnung haben wie keine andere. Eine Hoffnung, die alle Zeiten und alle Stürme überstehen wird und dich bis in die Ewigkeit trägt.
Ich freue mich, dass ich da etwas erzählen darf. Aber bevor wir in die Message reingehen, möchte ich euch mitnehmen, weil wir als Church, als ICF online und in der Micro Church natürlich auch hier in Zürich, auf einer Reise sind.
Wir gehen bald Richtung Ostern. Wenn Weihnachten vorbei ist, kann sich langsam im Januar der Bauch erholen und dann kommt bald Ostern. Aber vor Ostern fasten und beten wir gemeinsam. Leo hat uns eine Message, die er uns extra aufgenommen hat.
Wir alle haben Themen, wo wir merken, wir brauchen Durchbrüche. Wir haben vielleicht Sünden, Gewohnheiten oder große Themen, wo wir merken, einfach ohne Fasten und Beten, sagt schon die Bibel, werden gewisse Dämonen oder auch Verhaltensmuster sich nicht ändern.
Für mich war das Thema Fasten immer ein Thema, ich hatte keinen Zugang, bis ich gemerkt habe, ich habe wirklich Herausforderungen, die ich seit Jahren mit mir rumschleppe. Ich habe dann Bücher gelesen, Podcasts gehört und habe mit meiner Frau zusammen ein Buch zusammengestellt: „Gott leben wie niemals zuvor“.
Es geht darum, wie man fasten kann. Der erste Teil braucht ein bisschen Vorbereitung, z.B. wie kann ich fasten, mit wem soll ich fasten, was sind die Themen, wozu und auch wie kann ich konkret fasten. Man kann z.B. auf Kaffee verzichten oder Social Media.
Die einen sagen, ich esse nichts und ich trinke nur noch Wasser. Es gibt ganz verschiedene Möglichkeiten. Wir haben 50 Optionen reingeschrieben, wie man fasten kann, sodass es für jede Person ein Erlebnis ist.
Und dann braucht man während der Fastenzeit eigentlich so einen Schritt, wo man jeden Tag für etwas Konkretes beten kann. Wir haben die Stiftsüze ausgewählt. Man beginnt eigentlich vor dem Vorrang und sagt, man ist getrennt von Gott. Man hat diese Themen von Süchten, von Gewohnheiten, vielleicht auch von Familienmustern, die man mitbringt.
Und dann in den 21 Tagen geht man Schritt für Schritt hin zur Allerheiligsten. Dann steht man vor diesem Gott im Himmel und legt diese Themen nieder. Man erlebt da eigentlich einen Durchbruch, ein Wunder.
Ich bin so dankbar, dass wir dieses Buch zusammen entwickeln konnten mit dem ganzen Team, wo es wirklich darum geht, wie können wir alle zusammen an das Herz von Jesus kommen und Gott erleben wie niemals zuvor.
Ich möchte dich herausfordern, ein Teil dieser Fastenkampagne zu sein. Es geht nicht um die Church, es geht eigentlich um dich, damit du in deiner Familie, in deiner Krankheit, in deinen Finanzen, in deiner Sexualität Durchbrüche leben kannst, die eben nur mit Fasten und Beten möglich sind.
Ja, Applaus! Die einen, die sich motiviert fühlen, klatschen und denken: „Yes, jetzt geht's wieder an den nächsten Schritt.“ Die anderen denken: „Nee, kann ich nicht, ich kann doch einfach mal ein Jahr aussetzen, Jesus, bei dir auf dem Schoß ein bisschen warten.“
Egal wie du tickst, ich möchte dich herausfordern, mach dich auf für das Reden von Gott auch heute Morgen. Mach dich auf, dass der Heilige Geist etwas hineinsprechen kann.
Wir müssen verstehen, wenn Jesus sagt, wir sollen ihm ähnlicher werden, dann geht es nicht darum, dass du dir selbst entfremdet wirst. Sondern wenn du Jesus ähnlicher wirst, dann wirst du die beste Version von dir selbst. Amen.
Okay, ich habe euch ein Thema mitgebracht, das heißt unkaputtbare Hoffnung. Eine Hoffnung, die nicht kaputt geht, egal wie lange.
Ich weiß nicht, was bei dir so kaputt geht. Bei mir gehen immer die Autos kaputt, weil wir immer so sehr günstige Autos gekauft haben. Mein Garagist schmunzelt bereits schon, wenn ich dann nach Z.D. Jahren so mein Auto reinrolle, so ein Rad hängt schief runter.
Das ist so eigentlich mein Friedhof bei ihm und der darf dann entsorgen. Das geht dann kaputt, weil es einfach die Strecke gefahren kann. Manchmal fühlt sich das Leben auch so an. Du gehst mit letzter Kraft, schleppst dich nochmals in die Small Group, schleppst dich nochmals irgendwo vor den Thron vor Gott.
Aber ich möchte dir etwas sagen: Du hast in Gott eine unkaputtbare Hoffnung. Dein Leben wird nicht zerstört werden. Der Teufel hat begrenzte Macht in deinem Leben. Das werden wir gleich sehen und die Hoffnung von Jesus ist immer größer. Amen.
Okay, letztens, ihr müsst wirklich da sein, weil das Thema ist ein bisschen schwer, auch für mich sehr persönlich, ehrlich gesagt. Aber macht einfach ein bisschen mit und lasst uns zusammen wirklich unsere Herzen öffnen für Gott.
Letzten Sonntag haben wir Psalm 91 miteinander durchgenommen mit Tom Dominik. Könnt ihr euch erinnern? Wenn ihr das noch nicht gesehen habt, dann schaut unbedingt die Message an. Dort geht es um den Schirm von Gott.
Gott hat einen Schirm aufgespannt für dich. Psalm 91 spricht davon, dass wer unter dem Schirm des Höchsten wohnt, der findet bei ihm Schutz und kein Stein wird deinen Fuß stoßen. Er sendet seine Engel aus und der schaut für dich. Was für eine krasse Verheißung!
Jetzt habe ich eine Frage, lieber Dominik. Ich weiß nicht, wie dein Leben ist, aber für mich fühlt es sich nicht so an. Obwohl ich meine Wohnung auch gesalbt habe, hat es bis jetzt nur ein bisschen was gebracht.
Ich provoziere ein bisschen, natürlich hat es was gebracht, weil Gott ist auch am Werk, wenn wir es nicht sehen. Amen. Er ist auch am Werk, wenn wir es nicht sehen.
Aber es scheint mir doch so, dass Psalm 91 irgendwie nicht ein Rezept ist für „Ich habe keine Probleme mehr im Leben“. Wenn du so einen Psalm findest und wenn du so ein Rezept findest, bitte schick es mir.
Martin Luther hat folgenden Satz gesagt: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen.“
Dieser Quote ist recht bekannt und hat mich immer leicht getriggert, weil ich so denke, das macht niemand. Entschuldigung, lieber Martin, niemand pflanzt ein Bäumchen, wenn er weiß, morgen geht die Welt unter. Das macht keinen Sinn.
Im Gegensatz zu dem, was uns ein bisschen näher liegt, vielleicht, das Leben ist voller Leid, Krankheit, Schmerz und so kurz ist es übrigens auch. Ja, das ist mein einziger Schmerz, wenn ich was sagen könnte, dass ich bereue oder was ich gern möchte: Ich hätte gern mehr Leben auf dieser Welt, weil ich habe so viele Ideen und ich kann nicht alle umsetzen.
Leiden ist ein Teil unserer Welt. Das ist sehr offensichtlich. Wir müssen nicht weit schauen und du musst nicht lange warten, bis irgendwo Leid in deinem Leben anklopft.
Du kannst in die Medien schauen: Israel, Krieg in Gaza, Ukraine, kaputte Familien, Krankheiten und Unfälle in unseren eigenen Reihen, Umweltkatastrophen, Ungerechtigkeit, Unterdrückung. Es hört nicht auf.
Wenn du diese Bilder dir anschaust und vielleicht auch genau in deinem eigenen Leben weißt: „Ja, das ist genau der Punkt bei mir auch“, dann merkst du, da kommt diese Spannung rein.
Von Gott, der gute Gott, unter dem Schirm des Höchsten können wir bleiben und dann doch all das, Jesus, was läuft, was läuft?
Ich möchte mit uns ein bisschen in das hineingehen, denn wenn du danach fragst, das ist ja die ganz bekannte Frage: „Warum lässt Gott Leid zu? Warum lässt Gott, wenn er doch gut ist, Leid zu?“
Dann gibt es keine einfache Antwort auf diese Frage, glaube ich. Manchmal wird das den Christen so um die Ohren geschlagen: „Ihr habt ja auch keine gute Antwort.“
Ja, dann möchte ich gerne wissen, wer hat eine bessere Antwort auf das Leiden der Welt als unser Jesus Christus? Wer hat eine bessere Hoffnung als das, was Jesus bringt?
Wenn du eine komplizierte Frage stellst, dann erwarte keine Antwort für ein Kind von 6 Jahren. Schau, wir leben in einer gefallenen Welt und seit die Sünde ihr Unwesen treibt, ist die ganze Welt davon betroffen, wie vor einem Krebsgeschwür.
Der Teufel ist der temporäre Herrscher der Welt, sagt die Bibel, und hat Einfluss in unser Leben, obwohl wir natürlich geschützt sind und mit Gott aus dem Sieg heraus beten und agieren und glauben.
Aber der Teufel hat trotzdem Einfluss in unserem Umfeld und unserem Leben. Und dann gibt es auch noch die schlechten Entscheidungen.
Nicht alles Leid in deinem Leben hat etwas mit der Sünde oder der gefallenen Schöpfung zu tun. Sondern wenn du einfach dein Leben lang rauchst, dann kann es durchaus sein, dass du eine chronische Krankheit entwickelst oder an Krebs stirbst.
Das hat mit einer schlechten Entscheidung zu tun und nicht damit, dass Gott dich strafen will oder dass der Teufel mega viel Macht hätte in deinem Leben.
Sondern auch schlechte Entscheidungen bewirken durchaus Schlimmes in unserem Leben.
Mir ist wichtig festzuhalten und ich glaube, ich spreche da auch für unsere E-Leaderschaft: Wir sagen nicht, alles, was passiert auf der Erde, ist Gottes Wille.
Es ist nicht einfach per se alles Gottes Wille. Gott lässt es zu, warum auch immer. Seine Gedanken sind höher als unsere, aber es ist nicht der Wille Gottes, dass du leidest.
Weißt du, warum ich das weiß? Die Bibel sagt, dass Jesus gekommen ist, um die Werke des Satans zu zerstören und Leben zu bringen. Amen.
Der Dieb kommt, um zu stehlen, Johannes 10,10, zu schlachten und zu vernichten. Das sind ziemlich derbe Worte: zu stehlen, zu schlachten, zu vernichten.
Ich aber bringe Leben und das in Überfluss. Das Reich Gottes ist angebrochen, als Jesus auf die Erde kam.
Das ist ähnlich wie im Zweiten Weltkrieg. Ich habe das Bild schon mal gebracht: Als die Alliierten in Frankreich gelandet sind, war der Sieg eine Tatsache.
Aber die Alliierten mussten das Land einnehmen und haben immer noch Widerstand von den letzten Kämpfern in Deutschland, von den Nazis, erfahren.
Irgendwann kam der D-Day, der Decision Day, der Victory Day. Entschuldigung, der D-Day ist, als sie gelandet sind. Der Victory Day kam, als die Deutschen kapituliert haben.
Genauso ist es, wenn Jesus wiederkommt und da kommen wir später noch hin: kein Schmerz mehr, kein Leid mehr, kein Krieg mehr, alles ist weg.
Und bis dann, im Gegensatz zu Psalm 91, finden wir im Psalm 34,20: „Vieles muss der Gerechte leiden, doch Jahwe reißt ihn aus allem heraus.“
So die Geschichte, an der wir uns orientieren können in der Bibel, wenn es um Leiden geht, ist der Hiob.
Der Hiob hatte alles. Der war gesegnet mit vielen Kindern, der war gesegnet mit viel Vieh und Reichtum. Der hatte es richtig gut.
Er hat sich auch Mühe gegeben, es nicht zu verkacken bei Gott. Er hat immer Opfer gebracht, er hat für seine Kinder gebetet, er hat gerecht gelebt.
Die Bibel sagt, er war ein gerechter Mensch. Heute würdest du sagen, das ist ein guter Mann, ein Mann, der gut lebt.
Das würde niemand ein böses Wort über den Hiob sagen. Und dann passiert etwas Spezielles. Du kannst das nachlesen im Buch Hiob.
Der Teufel und Gott treffen sich, irgendwie sehr mysteriös. Gott sagt: „Hey, hast du gesehen, der Hiob, der ist ein Mann, der ist ein richtig guter Mann nach meinem Herzen.“
Dann sagt der Teufel: „Ja, ist ja kein Wunder, dem geht's auch nur gut. Nimm mal ein bisschen das weg, was du ihm geschenkt hast und schau mal, ob er dich dann nicht verflucht und sagt: ‚Mit dir will ich nichts mehr zu tun haben, weil jetzt funktioniert der Glaube nicht mehr.‘“
Irgendwie interessanterweise steigt Gott auf diese Wette ein und sagt: „Okay, du kannst Einfluss nehmen in sein Leben, setzt ihm aber eine Grenze: Du darfst ihn nicht töten.“
Das ist eine Grenze. Also verliert der Hiob alles und bekommt plötzlich eines Tages die Nachricht: „Deine Kinder sind gestorben, dein Vieh ist gestorben, alles ist weg, alles ist weg.“
Nur die Frau durfte er noch behalten und ihr seht auch, warum. Denn die Frau sagt im Hiob: „Ja, sag doch diesem Gott ab.“
Der Teufel hat schon gewusst, wen er nicht anrühren muss. Denn es gibt gewisse Leute in deinem Leben, nichts gegen deine Frau oder gegen deinen Mann, gell?
Nicht, dass du jetzt nach links oder rechts guckst, aber manchmal lässt der auch Leute in deinem Leben schön gesund bleiben und nah bei dir bleiben und gute Freunde bleiben.
Aber in echt machen sie deinen Geist und deinen Glauben kaputt und vergiften dich.
Also auch da hat der Teufel ganze Arbeit geleistet. Und es ist einfach crazy, wie der Hiob am Boden liegt.
Dann kommen seine drei Freunde und wollen ihn beraten. Das lieben wir ja, wenn wir Schmerzen haben, wenn wir nicht mehr wissen, wenn wir in der Not sitzen.
Auch als Christen lieben wir es, wenn alle dann die Bibelverse schicken. Wir lieben es, wenn dann alle sagen: „Vielleicht musst du das machen.“
Ich habe mich auch schon oft in dieser Situation befunden, dass ich anderen dann die Tipps gegeben habe, die gerade im Moment nicht so hilfreich waren.
Und dann klagt Hiob Gott seine Dinge und sagt: „Gott, was soll das? Ich verfluche den Tag meiner Geburt.“
Also er will wirklich nicht mehr. Das sind keine schönen Worte. Da können wir was lernen von Hiob: Du darfst dich auskotzen bei Gott.
Und dann, nach 37 Kapiteln Geheule, Gejammer und Drama, antwortet Gott Hiob aus dem Sturm.
Dann aber redete der Herr mit Hiob und antwortete ihm aus dem Sturm: „Wer bist du, dass du meine Weisheit anzweifelst mit Worten ohne Verstand? Trete mir gegenüber wie ein Mann und gib mir Antwort auf meine Fragen.“
Egal wie lieb ich es versuche zu lesen, da ist ein Ton drin: „Wo warst du, als ich das Fundament der Erde legte? Sag es doch, wenn du so viel weißt. Wer hat ihr ihre Maße festgelegt und die Messschnur über sie gespannt? Du weißt es doch, oder etwa nicht?
Worin sind die Pfeiler der Erde gesenkt und wer hat ihren Grundstein gelegt? Damals sangen alle Morgensterne und die Gottessöhne jubelten vor Freude.
Wo warst du eigentlich? Hast du gewusst, dass Gott einen guten Plan über deinem Leben hat? Dass er eine Meinung über deinem Leben hat, bevor du überhaupt geboren wurdest?
Jeremia sagt: „Gott, hey Jeremia, bevor du auf die Erde kommst, im Mutterleib habe ich dich wunderbar gebildet.“
Bevor du den ersten Atemzug getan hast, hat Gott bereits einen Mitredeanspruch auf dein Leben. Mich beruhigt das ungemein.
Und Hiob wird so berührt von dem, was Gott ihm sagt, dass seine Antwort folgende ist: „Du hast gefragt: Wer bist du, dass du meine Weisheit anzweifelst und mit Worten ohne Verstand redest? Ja, es ist wahr, ich habe von Dingen geredet, die ich nicht begreife. Sie sind zu hoch für mich und übersteigen meinen Verstand.
Du hast gesagt: Hör mir zu, jetzt rede ich. Ich will dich fragen und du sollst mir antworten. Herr, ich konnte dich nur vom Hörensagen. Jetzt aber habe ich dich mit eigenen Augen gesehen.
Darum widerrufe ich meine Worte, ich beruhige mich in Staub und Asche.“
Das klingt sehr poetisch und ein bisschen religiös, aber ich glaube, bei Hiob kommt was zur Ruhe, weil er Gott begegnet ist.
Bei Hiob kommt was zur Ruhe, obwohl noch alles gleich war, die gleichen Geschwüre auf seiner Haut, nichts war in Ordnung. Aber er hat Gott gesehen, er hat Gott erlebt.
Und das ist mein erster Punkt: Gott ist bei dir im Leiden.
Dr. Richard Wurmbrand, das ist ein Pastor, der in der Zeit, als die UdSSR bestand, in Rumänien gedient hat. 1948 wurde er von der Straße gekidnappt und ins Gefängnis geworfen.
Er hat 14 Jahre in Haft verbracht, drei davon in Einzelhaft. Oft wurde er eingesperrt in einer engen Zelle oder mit Nägeln gespickt von allen Seiten, sodass du aufrecht stehen kannst.
Ihr könnt die Geschichte nachlesen. Er hat ein Buch darüber geschrieben, wo du dich weder nach links, rechts, vorne, hinten bewegen konntest, ohne dass die Nägel sich in deinem Fleisch bohren.
Seine Füße wurden so blutig geschlagen, dass er nie mehr richtig würde gehen können. Und auch nach seiner Befreiung ist er oft noch zusammengezuckt, wenn er irgendwo Polizeibeamte gesehen hat, auch in Amerika, und gedacht hat: „Jetzt gehe ich wieder zurück ins Gefängnis.“
Seine Frau wurde ebenfalls in ein Arbeitslager gesteckt und sein Sohn als Waise zurückgelassen.
Seiner Frau haben sie dann gesagt: „Dein Mann ist tot.“
Die Geschichte von Hiob und Richard Wurmbrand lehrt uns eins: Gott ist bei uns im Leiden.
Wir müssen mal gucken, was Richard gesagt hat. Dr. Richard, als er verhaftet wurde, erzählt in einem Interview, als sie ihn fragten, warum er lächelte, sagte er: „Wegen dem Versprechen, das ich habe.“
Sie fragten: „Welches Versprechen?“ Und ich sagte: „Wir haben dieses Versprechen, dass wir uns nicht fürchten müssen. Jesus ist ein Gentleman und hat uns gesagt, dass wir uns nicht fürchten brauchen und er hält seine Worte.“
Er ging ins Gefängnis und hat die Hölle auf Erden erlebt, aber die Hoffnung nie verloren.
Hast du gewusst, dass Jesus, dass Gott in der Höhe wohnt, aber dass er einen zweiten Wohnsitz hat in deinem zerbrochenen Herzen?
Ich bin der Hohe und Erhabene, der ewige und heilige Gott. Ich wohne in der Höhe im Heiligtum, doch ich wohne auch bei denen, die traurig und bedrückt sind.
Ich gebe ihnen neuen Mut und erfülle sie wieder mit Hoffnung. Das ist dein Gott, das ist deine Hoffnung, die du hast.
Richard beschreibt diese Umstände eher als Hölle auf Erden, aber er und die mit ihm inhaftierten Christen wussten, dass sie trotz der unbeschreiblichen Umstände einen Auftrag hatten.
Und das bringt mich zum zweiten Punkt: Sie haben ihre Ketten gebraucht als Musikinstrumente, um Gott anzubeten.
Das ist Apostelgeschichte. Wir reden doch immer davon, von Erweckung und Apostelgeschichte. Das ist Apostelgeschichte, meine Damen und Herren.
Sie haben mit ihren Ketten Gott gelobt. Dr. Richard Wurmbrand sagt in dem Interview, im gleichen Interview: „Leiden gibt dir zwei Möglichkeiten. Im Leiden kannst du bitter oder besser werden.
Darum vergeude deinen Schmerz nicht, vergeude deine Krise nicht. Warte nicht, bis du durch bist mit zusammengezogenem Kopf und hoffe, dass alles an dir vorbeigeht oder Vogelstrauß-Taktik, dass du deinen Kopf in den Sand steckst.
Warte nicht darauf, dass die Krise vorbeigeht, sondern vergeude deine Krise nicht.
Im Psalm 27,14 steht: „Hoffe auf den Herrn, sei stark und dein Herz fasse Mut. Hoffe auf den Herrn.“
Dieses Wort, das hier gebraucht wird, ist „quava“. Ich weiß nicht, ob ich das richtig ausspreche, aber es schaut so aus für mich wie ein Frosch: „quaa“.
Und das Wort beschreibt nicht einfach nur hoffen oder warten. Es hat diese Spannung drin, wie ein Seil aus drei Schnüren, das sich dreht und verdreht.
Und du denkst: „Wie lange hält wohl noch dieses Seil?“ Kennst du dieses Gefühl? Wie lange hältst du wohl noch durch in deiner Ehe, in deiner Gesundheit, an deinem Job?
Wie lange hältst du wohl noch durch? Aber schau, ich glaube ganz fest, dass wir eine Hoffnung haben, die unkaputtbar ist.
Ich erkläre dir, warum. Wir alle sind ein bisschen wie Orangen. Wenn du Jesus nicht kennst und nicht hast, dann bist du wie diese Orange ohne Haut. Dir fehlt was.
Und wenn du in den Umständen und im Zeitgeist und im was auch immer in dein Leben kommst, eintauchst, und wir alle tauchen ein in dieses Becken, wir alle müssen den Kelch trinken, dann wirst du untergehen.
Weil dir fehlt diese Haut, die dich umspannt und die dich schützt. In der Bibel steht, dass wir in Christus sind.
Und wenn du in Christus bist, bist du geborgen. Du bist in derselben Welt, aber du wirst nicht sinken. Du bist in derselben Situation und wirst nass, aber du wirst nicht sinken und du wirst nicht daran zerbrechen.
Denn ich bin ganz sicher: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder gegenwärtiges noch zukünftiges, noch irgendwelche Gewalten, weder hohes noch tiefes oder sonst irgendetwas auf der Welt kann uns von der Liebe Gottes trennen, die er uns in Jesus Christus geschenkt hat. Amen.
Unsere Hoffnung ist nicht in einem „Wenn“. Unsere Hoffnung ist in einem „Ja“. Unsere Hoffnung ist in Jesus.
Unsere Hoffnung ist nicht, dass du weißt: „Es geht, meine Krise hört dann auf.“ Das wäre nämlich viel einfacher.
Sondern unsere Hoffnung ist in dieser Person, die jeden Moment bei dir ist. Das ist dieser Jesus.
Und schau, wir sind in einer Season, wo wir unseren Glauben stärken wollen als ICF. Wir wollen lernen, auf die Wunder Gottes zu hoffen und zu glauben.
Wir wollen vertrauen, dass Gott noch mehr für uns bereit hält. Und diese Message klingt ein bisschen wie das Gegenteil von „Glaube“.
Ich möchte dir sagen, es ist Glaube. Weißt du, warum? Ich weiß es aus meinem persönlichen Leben.
Was ich erzähle, habe ich noch nie hier oben erzählt, aber ich mache es jetzt trotzdem, weil es mir wichtig ist, dass du weißt, dass was wir hier auf der Bühne machen, ist nicht eine Show.
Es ist nicht eine Theorie, es ist aus dem Leben gegriffen. Meine Frau und ich, wir haben geheiratet 2003 im April und wir waren noch sehr jung und dumm.
Ich war 21, meine Frau war 19. Nein, sie musste keine Unterschrift von den Eltern haben, aber wir waren trotzdem sehr jung und dumm.
Aber ich bin sehr dankbar, dass wir geheiratet haben, weil wir haben viele schöne Stunden und Sachen miteinander erlebt und haben die Welt bereist.
Wir haben zwei wunderbare Kinder. Ich darf dieses Jahr 25 Jahre angestellt sein im ICF. Ich habe so viel Schönes in meinem Leben.
Und auch meine Frau, wir haben so viel Schönes erlebt. Jetzt kommt das: Aber 2003 im April haben wir geheiratet, am 12. April, und im August hat sie die Diagnose MS bekommen.
Das heißt, wir sind jetzt, wenn ich genau rechnen kann, 22, 23 Jahre verheiratet. Passt mir nicht so mal mit den Zahlen.
Und seitdem ist meine Frau krank. Wenn du hier in den Gottesdienst kommst, dann fällt dir auf, dass sie schon seit Wochen und Monaten nicht mehr hier ist.
Das hat nicht damit zu tun, dass sie euch nicht cool findet, sondern hat damit zu tun, dass sie kaum gehen kann.
Sie bewegt sich mit zwei Stöcken zu Hause. Sie kann manchmal tagelang nicht aufstehen. Ich mache ca. 80 bis 90% von den Haushaltsarbeiten.
Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Sie kann kein geschaltetes Auto mehr fahren. Darum haben wir auch ein neues Auto gekauft.
Wir haben unser Bad umbauen lassen, damit sie einen einfacheren Einstieg hat. Und wir sind ständig daran, neue Therapien zu suchen, damit es ihr besser geht.
Wir sind ständig daran zu glauben, zu beten, Abendmahl zu nehmen, zu salben. Bald kein Olivenöl mehr im Mikro, weil wir alles gebrauchen.
Es ist nicht so, dass wir die Hoffnung aufgegeben hätten, dass Gott ein Wunder tut. Aber schau, seit über 20 Jahren kämpfe ich diesen Kampf.
Und ich sage dir jetzt eins: Jesus ist treu. Ich sage dir eins: Jesus verhütet, sagen wir in der Schweiz.
Und meine Frau würde dasselbe sagen. Sie hat mich ermutigt, das zu erzählen. Sie hat es lange verstecken wollen, weil es unangenehm ist und man will den Glauben nicht abgesprochen kriegen.
Weil jeder Christ hat dann eine gute Nachricht parat. Drum sei vorsichtig, was du uns schreibst. Wir haben schon alles gehört.
Wenn du was tun willst, dann bete. Aber schau, Gott ist gut.
Und ich freue mich so, heute Morgen hier stehen zu dürfen und diese Message an euch zu richten, weil ich rede nicht von einer Theorie aus, sondern ich rede von dem, dass Gott immer wieder neue Hoffnung gibt.
Und es ist nicht eine Hoffnung, wie soll ich das beschreiben? Es ist nicht, ich habe das jemandem erzählt letzte Woche, der Atheist ist, und hat gesagt: „Ja, dieser Jesus kann nichts mehr mit dem Evangelium anfangen.“
Ich habe ihm erklärt, dass Gott meine Hoffnung ist, mich durchträgt und diese Situation mit meiner Frau. Dann hat er gesagt: „Ich verstehe das, das ist mega schön und super für dich, dass das für dich funktioniert.“
Es gibt auch kleine Jungen in Afrika, die träumen davon, eines Tages Fußballstar zu werden. Diese Hoffnung bringt sie jeden Tag auf die Beine.
Ich rede nicht von so einer Hoffnung. Ich rede von einer Hoffnung, die davon lebt, dass Gott alles in der Hand hat.
Ich lebe von einer Hoffnung, die davon lebt, dass ich weiß, und das ist mein letzter Punkt: Unser Leiden ist zeitlich begrenzt.
Schau, wir haben hier eine Liste mitgebracht. Du kannst noch eins zurück. Von all diesen Dingen, die wir heute angeguckt haben.
Vielleicht machst du ein Foto und einen Screenshot von diesen Bibelstellen. Und wenn du darüber nachforschen willst, was Gott uns sagt über Leiden, dann schau dir diese Bibelstellen an.
Unser Leiden ist zeitlich begrenzt. Er wird ihnen alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben, kein Leid, keine Klage und keine Schmerzen. Denn was einmal war, ist für immer vorbei.
Unser Leiden ist zeitlich begrenzt und darum haben wir eine unkaputtbare Hoffnung.
Und ich weiß, diese Message ist nicht so sexy und ich habe auch jetzt nicht die besten, vielleicht die besten Worte gefunden.
Aber ich weiß, dass der Geist hier wirkt, jetzt, weil es ist aus einem Leben geboren, das den Glauben gezeigt hat.
Und ich schäme mich nicht. Ich schäme mich nicht für meine Tränen. Ich schäme mich nicht für meine Geschichte.
Aber was ich möchte, ist, dass es etwas auslöst in deinem Leben, dass wir lernen zu sagen: Auch wenn du im Leid bist und im tiefsten Schmerz, dass du sagst: „Jetzt erst recht, jetzt gehe ich erst recht zu Jesus. Ich gebe ihn nicht auf.“
Als Petrus eines Tages gefragt wird von Jesus: „Ja, wollt ihr auch noch gehen?“, als alle von Jesus weggehen, weil sie Zweifel haben, sagt der Petrus: „Ja, du hast uns Worte des ewigen Lebens gegeben. Wo sollen wir denn sonst hin?“
Es gibt nichts Besseres. Und meine Antwort ist das gleiche. Im Fall ist es nicht, weil ich angestellt bin. Ich habe keine anderen Zukunftsperspektiven, dass ich das immer noch mache, dass ich immer noch auf die Bühne gehe und Worship leite.
Es hat nichts mit dem zu tun. Es hat damit zu tun, dass ich weiß: Die Kraft von Gott trägt. Es hat damit zu tun, dass ich weiß: Wir haben eine unkaputtbare Hoffnung in Jesus.
Und jetzt zeige ich euch noch mal diesen Quote von Martin Luther: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch mein Apfelbäumchen pflanzen.“
Warum machen wir das? Warum höre ich nicht auf zu glauben, zu hoffen, zu planen in meiner Ehe, für Freizeit, für Ferien, immer wieder mich einzustellen?
Aber warum gebe ich die Hoffnung nicht auf? Warum sagt Martin Luther: „Ja, lass uns noch ein Bäumchen pflanzen, wenn morgen die Welt untergeht?“
Weil Hoffnung ist zutiefst in der DNA Gottes drin. Paulus sagt am Schluss: „Bleibt Glaube, Liebe, Hoffnung.“
Was soll das mit der Hoffnung? Wenn alles erfüllt ist, brauchst du doch gar keine Hoffnung mehr.
Aber Hoffnung ist so tief in der DNA Gottes drin. Er kann nicht anders, als zu erneuern. Er kann nicht anders, als Wunder zu tun.
Er kann nicht anders, als das, was tot erscheint, zum Leben zu erwecken. Er kann nicht anders, als eine Beziehung, der du keine Chance mehr gibst, wieder zum Leben zu erwecken.
Er kann nicht anders, als dein Kind, das du bereits abgeschrieben hast, wieder herzuziehen und die Umstände so zu richten, dass der Himmel aufgeht und ein Kind wieder erkennt, wer Gott ist.
Er kann nicht anders, als das Zerbrochene wiederherzustellen. Das ist unser Gott und das ist die Hoffnung, die wir in ihm haben. Amen.
So, wir werden jetzt dann bald in einen Song reingehen und dieser Song geht eigentlich einfach um Jesus.
Schau, Hebräer 12 steht Folgendes: Und dieser Vers kommt nach all diesen Glaubenshelden, die die Bibel aufzählt, die auch Schreckliches erfahren haben.
Und schau, die Leute, die theologisch so unterwegs sind, dass sie sagen: „Ja, eigentlich als kranker Christ, da gibt's immer einen Weg zum Wunder.“
Weil, ich weiß nicht, du musst einfach noch was erkennen oder das richtige Gebet beten.
Glaube ich ehrlich gesagt nicht. Ich glaube, dass Gott jederzeit eingreifen kann, aber es spielt nicht so eine Rolle, was deine persönliche Überzeugung ist.
Ich glaube, dass deine Augen auf Jesus sein müssen. Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.
Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, ihr wisst, der uns bestimmt ist. Nicht jeder hat den gleichen Kampf und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens.
Richte deine Augen auf den Anfänger und Vollender, auf den Champion, auf den, der den ultimativen Preis bezahlt hat.
Jesus ist selbst der ultimativ Leidende, ungerecht behandelt, zum Tod verurteilt für dich. Er ist den Weg vorausgegangen und du wirst ihm folgen.
Schau auf Jesus.
Schön, dass du dabei warst. Ich hoffe, dass dir das geholfen hat und du viele Dinge auf deinen Alltag umsetzen kannst.
Wir würden wirklich gerne mehr von dir hören. Vielleicht hast du Fragen, was beschäftigt dich? Dann besuch uns doch auf unserer Homepage ef.ch/connect.
Dort erfährst du auch, was uns als Community eigentlich ausmacht. Alles, was du hier siehst, hat zu tun mit vielen Volontären. Sie haben ihre Talente investiert, ihre Zeit investiert, auch ganz konkret Finanzen, denn ohne Finanzen ist das alles gar nicht möglich.
Ja, und das hier ist unsere Einladung an dich, Teil von diesem Großen zu werden, was Gott tut, auch mit deinen Finanzen.
Denn es ist so viel Technik, es sind so viele Investments, die wir machen, dass es alles möglich ist. Und mit deinen Finanzen kannst du dann einen Unterschied machen.
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Wir wollen ja die beste Botschaft rausbringen an Menschen, die noch nie von diesem Gott gehört haben.
Also bis zum nächsten Mal!