Transcription
Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Lehrervideo!
Wir schauen uns heute eines der fünf Sinnesorgane an, und zwar den Geschmack. Es geht um den Sinn Schmecken. Wenn wir vom Sinnesorgan sprechen, dann reden wir eigentlich direkt von der Zunge, denn dort läuft der Schmecken-Prozess ab.
Warum das so ist? Dafür müssen wir uns den Aufbau der Zunge angucken.
Wir haben einmal eine Oberseite und eine Unterseite. Die Oberseite wird als Zungenrücken bezeichnet und die Unterseite als Zungengrund. Zur Oberseite gehört einmal die Zungenspitze und dann auch noch die Zungenränder, also links und rechts. Diese sind beweglich.
Dann haben wir noch ein Netz von Nerven, das sich mit der Zunge befindet. Auf dem Zungenrücken befinden sich natürlich auch sogenannte Papillen. Das sind kleine Erhebungen, die unterschiedlich gestaltet sein können, je nachdem, wo sie lokalisiert sind.
Es gibt Papillen, die weiter hinten liegen, und solche, die einfach weiter vorne, zum Beispiel auf der Zungenspitze, liegen. Vom Aussehen her unterscheiden wir dann einmal die Pilzpapillen, die Blätterpapillen und die Wallpapillen.
Diese Partien haben wir gerade durchgegangen. Sie sind vom Aussehen her zu unterscheiden, aber es gibt auch funktionale Unterschiede. Es gibt nämlich einmal mechanische Papillen und einmal Geschmacks-Papillen.
Die mechanischen Papillen nehmen die Tasten aufgenommene Nahrung wahr, und die Geschmacks-Papillen leiten die Informationen über die aufgenommene Nahrung ans Gehirn weiter, damit wir wissen, was wir überhaupt gegessen haben.
Die Unterseite haben wir schon behandelt. Jetzt kommen wir zu den Geschmacksrichtungen. Es gibt fünf Geschmacksrichtungen: süß, salzig, sauer, bitter und umami.
Sicherlich kennst du vier davon. Vielleicht hast du umami noch nicht gehört. Das ist eine Geschmacksrichtung, die gerne vergessen wird. Es handelt sich um einen fleischigen, herzhaften Geschmack, der ebenfalls zu den fünf Geschmacksrichtungen zählt.
Man sagt, dass man sich darüber streitet, ob die Geschmacksrichtungen an jeder Stelle wahrgenommen werden können oder ob es sogenannte Bereiche gibt. Zum Beispiel, dass man hinten eher bittere Nahrung schmeckt und vorne eher süße Nahrung.
Das wurde jedoch widerlegt. Man kann sagen, dass es keine Geschmacksbereich gibt. Richtig ist, dass wir an jeder Stelle unserer Zunge dieselben Geschmäcker wahrnehmen können.
Wir können vorne an unserer Zungenspitze alle fünf Geschmacksrichtungen wahrnehmen, genauso wie hinten, rechts und diagonal.
Das ist die Information, die du mitnehmen solltest: Es gibt keine Geschmacksbereiche, sondern man kann an jeder Stelle alle fünf Geschmacksrichtungen gleich stark wahrnehmen.
Damit sind wir auch schon am Ende dieses Lernvideos. Im Lerntext kannst du gerne noch einmal alles Weitere nachlesen und auch noch einmal durchlesen, wie der Prozess des Schmeckens abläuft.
In den Übungsaufgaben kannst du dann natürlich auch dein Wissen testen und anwenden.
Dabei wünsche ich dir ganz viel Spaß und Erfolg, und ich würde sagen, wir sehen uns in einem neuen Lernvideo. Bis bald!