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Bodo Schäfer, Money Coach und Gründer des VIP 7 Jahresclubs. Und mit diesem Kurs kannst du, wenn du dabei bist, in nur 7 Jahren deine finanzielle Freiheit erreichen. Wahrscheinlich hast du schon davon gehört, dass du dir Ziele visualisieren solltest und dass du Affirmationen sprechen solltest. Du sagst dann z.B.: „Ich will reich werden“, oder „Ich will abnehmen“, oder „Ich will nicht mehr so viel essen“. Aber Achtung: Wenn wir die Affirmationen nicht richtig machen, wenn wir nicht richtig visualisieren, dann kann es sein, dass wir sogar genau das verstärken, was wir nicht mehr tun wollen. Wir essen dann vielleicht sogar mehr, obwohl wir abnehmen wollen. Wir schauen dann vielleicht sogar mehr Fernsehen, obwohl wir eigentlich mehr Bücher lesen wollen.
Lass uns heute darüber reden, welche drei großen Fehler wir besonders vermeiden sollten, bzw. wie wir richtig visualisieren sollten und wie wir Affirmationen richtig sprechen. Ja, und lass uns am Ende auch darüber sprechen, warum die zehn Gebote gar nicht funktionieren können, zumindest nicht so, wie sie übersetzt sind. Du weißt schon, die zehn Gebote aus der Bibel: Du sollst nicht töten, du sollst nicht lügen, du sollst nicht stehlen. Und immerhin sind diese zehn Gebote jetzt schon paar tausend Jahre auf der Welt. Und ganz ehrlich: Hast du den Eindruck, es hat geklappt? Haben die Leute aufgehört zu stehlen, zu lügen, fremdzugehen? Nicht wirklich. Und das hat damit zu tun, dass wir Affirmationen richtig sprechen sollten und auch richtig visualisieren sollten.
Erstens: Wir verwechseln das Ziel mit dem Weg dahin. Klingt jetzt ein bisschen kompliziert, ist aber ganz einfach. Sagen wir, dein Ziel ist es, dass du nur noch 85 kg wiegen willst, während du jetzt vielleicht 115 kg wiegst. Wenn du jetzt sagst: „Ich will 30 kg abnehmen“, dann beschreibst du den Weg. 30 kg abnehmen ist nicht nur ein Weg, sondern ist auch ein echt schwieriger Weg. Also, der Weg ist nicht so angenehm. Wir können uns das Ganze sehr viel angenehmer machen, indem wir mit unseren Affirmationen nicht den Weg beschreiben, abnehmen, sondern das Ziel: 85 kg, leicht wie eine Feder, oder so wie ein Fitnessrainer es einmal gesagt hat: „Abgerechnet wird am Strand.“ Wir haben also dann eine gute Strandfigur. Wir müssen dann nicht mehr unbedingt das T-Shirt anlassen. Nimm dir also vor, dass du mit deinen Affirmationen über das Ziel sprichst, nicht über den Weg. Noch mal: Der Weg ist dann eher unangenehmer.
Es gibt aber noch einen wichtigen Grund, warum du das Ziel bestimmen solltest und nicht den Weg. Denn wenn du den Weg nimmst, dann musst du ja – also in deinen Affirmationen den Weg nimmst – da musst du ja immer wieder abnehmen, um deine Affirmationen wahrzumachen. Das heißt, du musst ja, um die Affirmation weiter sprechen zu können, wieder zunehmen, damit du wieder abnehmen kannst. Wenn du also sagst: „Ich will 30 kg abnehmen“, musst du dir vorher wieder ein Pölsterchen zulegen, damit diese Affirmation wahr werden kann. Das ist offen gesagt ziemlich blöd, und trotzdem machen das die meisten Menschen. Ich habe es auch gemacht, mit 26, als ich pleite war. 26 Jahren, ich weiß nicht, ob ich es dir erzählt habe, aber ich war nicht nur pleite, ich war auch stark übergewichtig. Und wenn ich auf mein Bankkonto und in den Spiegel geschaut hatte, dann hatte ich zwei gute Gründe, um sehr, sehr unzufrieden zu sein mit mir. Und in der Folge tat ich mir dann selber leid, und ich war auch ein bisschen weinerlich. Und dann wollte ich das ändern, und ich habe mir gesagt: „Ich muss jetzt abnehmen, ich muss jetzt weniger ausgeben.“ Ayayay, wieder nur eine Wegbeschreibung: Weniger ausgeben, abnehmen – eine fiese Wegbeschreibung. Aber du weißt jetzt: Wenn du das Ziel beschreibst, ist die Chance viel größer. Das Ziel beschreiben.
Die zweite große Sache ist: Wähle die richtige Zeit. Viele Menschen sagen: „Ich will 85 kg wiegen“, oder „Ich will reich werden“. Das sind ja ehrenwerte Wünsche, ja, aber leider funktionieren sie nicht als Affirmation, und leider funktionieren sie auch nicht zum Visualisieren. Warum nicht? Weil diese Formulierungen die Zukunft ausdrücken, etwas, dass wir irgendwann mal gerne haben möchten, wer wir gerne sein möchten, was wir gerne haben möchten und wie viel wir haben möchten, wie viel oder wie wenig wir wiegen möchten. Wo ist das Problem? Das Problem ist, dass wir immer das anziehen, was wir sind und nicht das, was wir möchten. Das ist noch mal richtig in deinem Gedanken zergehen lassen, was ich gerade gesagt habe: Wir ziehen das an, was wir sind, nicht das, was wir möchten. Wenn wir jetzt sagen: „Ich möchte 85 kg wiegen“, dann sagen wir automatisch auch: „Aber jetzt wiege ich viel mehr.“ Und dieses „viel mehr“, das zielen wir an, denn das ist das, was wir jetzt sind, ziehen wir an in Form von leckeren Speisen oder von zu viel Essen, von sehr coolen Drinks. Also, wie machen wir das richtig? Wir formulieren das Ganze in der Vergangenheit. Wenn du sagst: „Ich möchte…“, formulierst du es in der Zukunft. Wenn du es in der Vergangenheit formulierst, dann ist der Gedanke abgeschlossen. Wir sagen dann: „Seit einiger Zeit bin ich viel näher an meinem Idealgewicht. Ich bin seit einiger Zeit sehr nah an meiner ersten Million angekommen.“ Sage bitte nicht: „Ich wiege 85 kg und ich bin reich“, was in einigen Büchern steht. Ich sag dir was die Wahrheit ist: Dein Unterbewusstsein sagt dann: „Du bist nicht nur übergewichtig und pleite, jetzt bist du auch noch vollkommen übergeschnappt.“ Es muss schon etwas Wahres darin sein, dass du es auch für dich glauben kannst, und das erfordert tatsächlich etwas Überlegung, wenn du es wirklich richtig machen willst. Und es wird dir wahrscheinlich, wenn es dir so geht wie mir, nicht im Kopf gelingen. Also, schreib dir die Formulierungen auf. Schreib auf: Erstens das Ziel – Ziel, nicht den Weg. Du änderst dich und dann schon abgeschlossen – also Vergangenheit, nicht Zukunft.
Und lass uns jetzt noch darüber sprechen, warum die zehn Gebote nicht funktionieren. Das hat einen ganz einfachen Grund: Sie sind negativ formuliert. Aber Zieldefinitionen und Affirmationen sind Anweisungen an unseren Geist, und unser Geist kann nicht verstehen, wenn du sagst: „Du sollst nicht Ehebrechen.“ Unser Geist versteht das Wort „nicht“ nicht. Unser Geist versteht dann also: „Du sollst Ehe brechen.“ Er kontraproduktiv. Wenn deine Mutter zu dir sagt: „Du sollst deine Sachen nicht herumliegen lassen“, dann wird sie das noch sehr, sehr oft sagen müssen, weil sie genau das Verhalten verstärkt, was sie eigentlich abstellen möchte. Wir müssen also die zehn Gebote positiv formuliert haben, damit sie dir helfen, bestimmte Werte zu leben. Du sollst ehrlich sein, du sollst treu sein. Übrigens gilt das auch für Führungskräfte: Wenn du irgendwo etwas durchsetzen möchtest, erteile keine negativen Anweisungen, sonst verstärkst du genau das Verhalten, dass du eigentlich vermeiden möchtest. Sogar noch krasser: Mit negativen Formulierungen schaffen wir Schuldige. Bitte schreibt dir diesen Satz vielleicht mal auf: Immer wenn du negative Formulierungen gebrauchst, schaffst du Schuldige. Und Affirmationen sind nichts anderes als Anweisungen an unseren Geist. Auch sie sollten wir unbedingt positiv formulieren. In manchen Städten haben sie schon gelernt – du kennst das klassische, das mit dem Rasen, ob man da drauf soll oder nicht – und dann steht da nicht mehr: „Rasenbetreten verboten“, was nachweislich – nachweislich, Wissenschaftler haben das gemessen – dazu geführt hat, dass die Menschen jetzt erst recht auf dem Rasen herumgetrampelt sind. In fortschrittlichen Städten steht jetzt: „Bleibe auf den Wegen.“ Wenn du also visualisierst, wenn du Affirmationen sprichst, dann beschreibe erstens das Ganze als Ziel, nicht den Weg dahin. Formuliere zweitens das so, als wäre es bereits geschehen, dass du schon Erfolge erzielt hast. Das ist der schwierigste Punkt, aber er ist sehr wichtig, dass du das dir dann darum schriftlich überlegst. Und drittens: Beschreibe deine Affirmationen positiv. Beschreibe das Verhalten, dass du erreichen willst, und nicht das Verhalten, dass du abstellen möchtest, denn das, worauf wir uns fokussieren, das wächst. Yeah.