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Die drei wichtigsten Fragen im Vorstellungsgespräch. Die drei wichtigsten Tipps, die Sie kennen müssen, um erfolgreich zu sein. Und die vier wichtigsten Checklisten, um sich vorzubereiten. Das alles biete ich Ihnen in diesem Video. Mein Name ist Martin Wehrle. Sie kennen mich vielleicht als Deutschlands bekanntesten Karrierecoach, noch Karrierebuchautor. Und gleich geht's los.
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Ja, ich bin ich wieder. Beginnen wir mit den drei wichtigsten und häufigsten Fragen. Frage Nummer eins: Warum haben Sie sich bei uns beworben? Diese Frage hat es ganz schön in sich. Denn wenn Sie jetzt nur sagen, na ja, Sie sind bekannt, dass ein Arbeitgeber, der sichere Arbeitsplätze bietet, der gute Fortbildungsmöglichkeiten schafft und so weiter, dann sprechen Sie ja nur von Ihrem eigenen Vorteil. Der Firma geht es aber nicht darum, dass Sie den Vorteil haben, sondern die Firma will den Vorteil selber haben. Also müssen Sie bei dieser Frage unbedingt sagen, wie Sie diese Firma voranbringen. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich habe gesehen, Sie suchen jemanden, der ein neues Servicegebiet aufbaut. Und ich habe mich erinnern, dass ich selbst diese Tätigkeit in einer anderen Firma mit sehr viel Erfolg durchgeführt habe. Damals habe ich es, erzähle ich ein bisschen, und deshalb glaube ich, dass ich für Sie eine gute Wahl wäre, dass ich für Sie noch mehr Kunden an Land holen könnte und dass Sie vielleicht auch profitieren könnten von meiner Erfahrung im Umgang mit Key-Account-Kunden. Das hat alles sehr gut gepasst. Deshalb würde ich es sehr gut finden, wenn wir miteinander ins Geschäft kommen. Haben Sie es beachtet? Bei meiner Antwort war ich sehr sie-orientiert. Ich habe sehr viel von den Vorteilen der Firma gesprochen und am Ende bin ich sogar in die Wir-Form gegangen. Da habe ich mich als Bewerber und die Firma in einem Boot gesehen. Mit einer solchen Antwort können Sie punkten bei der Frage: Warum haben Sie sich bei uns beworben?
Der zweite Klassiker der Fragen, die fast in jedem Vorstellungsgespräch kommen: Was sind Ihre Schwächen? Viele Bewerber nennen etwas, was unglaubwürdig ist, was nicht authentisch ist. Ich finde, Sie sollten, wenn es möglich ist, auch mit realen Schwächen arbeiten, aber nicht mit Schwächen, die eine Relevanz für die Position haben. Ich empfehle Ihnen folgenden Kompromiss: Wählen Sie eine Schwäche, die Sie lange Jahre oder früheren Jahren hatten, aber die Sie jetzt weitgehend überwunden haben. Dann können Sie eine Entwicklungsgeschichte erzählen, bei der Sie ganz gut dastehen. Und Sie sprechen aber zugleich über eine tatsächliche Schwäche und die können das authentisch und glaubwürdig rüberbringen. Ich nehme mal als Schwäche eine gewisse Redeangst. Machen Sie Ihnen das vor. Also, früher war es bei mir so, wenn ich vor der Gruppe reden musste, bei einem Meeting oder beim Kongress, dann hatte ich so richtige Herzrasen und dann ging es mir schlecht und dann hatte ich auf der Bühne großes Lampenfieber und war manchmal unsicher, ob ich überhaupt klar rüberkomme. Und das führte dann dazu, dass ich auch mal einen Rednerkurs besucht habe, dass ich dann irgendwann auch öfter die Gelegenheit zum Reden gesucht habe und ich wurde sicherer. Mittlerweile kann ich sagen, ich bin ein ganz guter Redner. Wobei ich manchmal, wenn ich mir jetzt vorstelle, ich müsste vor einer großen Halle sprechen, dann spüre ich noch so ein Anflug von Redeangst. Aber da ich schon von so vielen Menschen das Feedback bekommen habe, dass ich als Redner gut bin und dass ich als Redner gern gehört werde, kann ich sagen, diese Schwäche wiegt nicht mehr allzu schwer. Merken Sie es? Ich bin sehr glaubwürdig, weil ich etwas erzähle, was echt ist. Und ich mache eine Differenzierung zwischen früher und heute und ich zeige eine Entwicklungsgeschichte. Also schreiben Sie sich einfach mal auf einer Liste Schwächen auf, die Sie in früheren Jahren hatten und überlegen Sie, welche dieser Schwächen habe ich weitgehend überwunden, ohne dass ich jetzt eine große Relevanz für die Position hat. Eine solche Schwäche greifen Sie auf und erzählen eine Entwicklungsgeschichte. Damit schneiden Sie gut in Ihrem Vorstellungsgespräch ab.
Jetzt fange ich mit der dritten Frage an. Machen wir der dritten Frage weiter und zwar: Warum sollten wir Sie oder gerade Sie einstellen? Das ist wirklich eine entscheidende Frage. Denn bedenken Sie, dann lieben 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80 weitere Bewerbungen. Und wenn Sie etwa das bieten, was alle anderen bieten, dann werden Sie wahrscheinlich das bekommen, was alle anderen auch bekommen: nämlich eine Absage. Sie müssen besondere Argumente vorbringen, die für Sie sprechen. Jetzt ist es ganz wichtig, dass Sie gut recherchiert haben, dass er erkannt haben, wo liegt das Problem der Firma und was können Sie ganz speziell, Sie ganz speziell zur Lösung dieses Problems beitragen. In diesem Fall wäre eine sehr gute Antwort, dass Sie aufzeigen, inwiefern Ihre Qualifikation der Firma gerade in der jetzigen Situation weiterhelfen kann. Dass Sie aufzeigen, welche Ideen Sie für die Zukunft der Firma oder für die Zukunft des Bereiches haben. Dass Sie also einfach besondere Vorteile in den Mittelpunkt rücken. Wenn Sie zum Beispiel gerade studiert haben oder eine Ausbildung gemacht haben und Sie haben eine Masterarbeit geschrieben, die einen Bezug zu dem wichtigen Thema in dieser Firma hat, dann können Sie das natürlich anführen, indem Sie zum Beispiel sagen: Ich glaube, Sie sollten mich einstellen, weil ich mich mit dem Thema, das bei Ihnen anliegt, nämlich der Internationalisierung Ihres Geschäftsfeldes, schon sehr lange befasse. Ich habe zwei Jahre insgesamt mich mit dem Thema meiner Masterarbeit befasst. Ich habe viele Unternehmen gesehen, im In- und Ausland, die vor ähnlichen Problemen standen und ich habe die Lösungen auch angeschaut und ich glaube, Benchmarking auf dieser Basis könnte Ihr Unternehmen sehr weit voranbringen und ich wäre dafür der oder die Richtige. Wenn Sie so sprechen, ich-orientiert, wenn Sie den Vorteil des Unternehmens in den Mittelpunkt stellen, wenn Sie zeigen, was Sie haben, was andere eben nicht haben, dann sind Ihre Aussichten am besten. Das waren die drei wichtigsten Fragen.
Jetzt kommen drei wichtige Tipps, die Sie im Vorstellungsgespräch voranbringen. Tipp Nummer eins: Sie müssen Sympathie gewinnen. Das übersehen viele Bewerber. Die denken, es geht nur um die fachliche Qualifikation. Aber die Leute, die Ihnen gegenüber sitzen, das sind Menschen wie Sie und die empfinden Sympathie und Antipathie. Und wenn Sie Sympathie wecken, haben Sie viel bessere Chancen, dass Ihre Worte im Wohlwollen der Ohren fallen. Und deshalb sollten Sie unbedingt zu Beginn des Gespräches sich bedanken dafür, dass Sie eingeladen sind. Sagen Sie doch einfach mal: Ich freue mich so richtig, dass Sie mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen haben und ich bin ganz guter Dinge, dass wir heute ein produktives Gespräch führen. Schon so ein Satz sorgt dafür, dass Sie eine gute Atmosphäre erzeugen. Sprechen Sie Ihre Gesprächspartner mit den Namen an, das erzeugt auch Sympathie. Gehen Sie auf die Probleme des Unternehmens ein, zeigen Sie, dass Sie sich gut vorbereitet haben, indem Sie Fakten über das Unternehmen immer wieder einflechten, damit sichern Sie sich hohe Sympathiewerte. Auch zum Ende des Gespräches, wenn Sie noch einmal hervorheben, was Ihnen an diesem Gespräch gefallen hat.
Der zweite Tipp, den ich Ihnen geben möchte, ist immer der: Betonen Sie bei allem, was Sie sagen, den Vorteil der Firma. Sagen Sie immer, was die Firma davon hat. Also, wenn ich jetzt sage, ich habe langjährige Erfahrung im Direktmarketing, dann spreche ich nur über mich und dann ist die Relevanz für die Firma gar nicht klar. Wenn ich aber sage: Ich habe gesehen, dass Ihr Direktmarketing optimieren wollen und ich glaube, ich habe da eine ganz interessante Erfahrung für Sie. Denn vor fünf Jahren, Sie haben zu meinem Lebenslauf gesehen, da habe ich für ein Unternehmen ähnlicher Größe ein solches Projekt aufgebaut. Da gab es so manche Hürden, über die wir uns auch mal gestolpert sind und wieder aufgestanden. Ich glaube, ich könnte Ihnen diese Hürden ersparen und ich könnte Ihnen eben auch aufzeigen, wie wir dieses Projekt reibungslos und schnell an den Start bringen, damit Sie Ihre Kundenbasis vergrößern. Wenn ich so spreche, betone ich absolut den Nutzen der Firma. Und wenn ich den Nutzen der Firma betone, dann ist es klar, dass die Firma auch denkt: Das könnte der richtige Bewerber sein.
Jetzt komme ich auf dem dritten Tipp, den ich ebenfalls für extrem wichtig halte. Bei allem, was Sie im Vorstellungsgespräch sagen, reicht es nicht, dass Sie es sagen, sondern Sie müssen Beispiele geben. Also, wenn ich sage, ich bin engagiert und ich bin flexibel, dann habe ich eigentlich gar nichts gesagt, nur ein paar Worthülsen. Wenn ich aber Beispiele gebe, wenn ich zum Beispiel sage: Weil ich in meiner Firma war die Situation, dass mehrere Mitarbeiter meiner Abteilung krank waren, deshalb habe ich mich hingesetzt, habe von dem Kollegen das und das übernommen und wir haben es dann geschafft, das Projekt noch um 21 Uhr abzuschließen. Der Kunde in den USA ist pünktlich beliefert worden. Dann habe ich eine Geschichte erzählt und ich habe kein Wort davon erwähnt, dass ich engagiert bin, aber jeder, der die Geschichte hört, denkt: Mann, der hat sich reingekniet, der hat Verantwortung übernommen und es ist ein engagierter Mensch. Also, wenn Sie es nicht sagen, sondern den Gedanken erzeugen, indem Sie Beispiele geben, es ist immer viel stärker, es ist immer viel besser.
Das war das, also drei Top-Fragen und es waren drei Top-Tipps. Und jetzt habe ich Ihnen noch vier Checklisten versprochen, wie gehören dazu, damit Sie sich perfekt vorbereiten können. Wenn Sie in den Text dieses Videos reingehen, dann finden Sie eine Checkliste zur Selbstpräsentation, eine zu den Schwächen, einen zu den Stärken und eine ca. halbes Frage. Mit diesen Checklisten können Sie perfekt vorbereiten. Und Stichwort perfekte Vorbereitung: Ich möchte Sie unbedingt aber etwas Besonderes hinweisen. Ich habe mein ganzes Wissen aus 15 Jahren Bewerberberatungen, als 15 Jahren Karriereberatung, in einem Videokurs gebracht. Der heißt "Bewerben mit Erfolgsgarantie". Da habe ich die Rezepte der besten Bewerber, die ich im Laufe der Jahre gesehen habe, festgehalten. Ich gebe Ihnen ganz konkrete Anleitung, wie Sie eine perfekte Bewerbung, einen perfekten Lebenslauf schreiben und im Vorstellungsgespräch super auftreten. Schauen Sie sich bitte diesen Videokurs an mit Geld-zurück-Garantie, weil ich so überzeugt bin, dass er richtig gut ist. Zeigen Sie mir Daumen hoch, bei denen dieses Video gefällt. Abonnieren Sie unseren Kanal. Ich freue mich so richtig, Sie hier wieder zu sehen. Ihr Martin Wehrle.