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Donnernder Applaus für Putin im Bundestag. Standing Ovations. Die Herzen der Abgeordneten fliegen ihm zu. Wir sind natürlich am Anfang des Aufbaus der demokratischen Gesellschaft und der Marktwirtschaft. Es gibt auf diesem Wege viele Hürden und Hindernisse, die wir zu überwinden haben. Aber abgesehen von den objektiven Problemen und manchmal, auf richtig, ganz ehrlich gesagt, von eigener Unwissenheit, schlägt am allen das starke, lebendige Herz Russlands, welches für vollwertige Zusammenarbeit und Partnerschaft geöffnet ist. Ich bedanke mich. Gäbe es diese Bilder, diese Ausschnitte nicht, man würde das für ein absolutes Märchen halten.
Ich habe mir diese Putin-Rede von 2001 noch einmal angehört, und ich habe etwas Erschreckendes entdeckt. Denn alles, was später passiert ist, das deutet sich in seinen Worten damals schon an, aber niemand hat richtig hingehört. Gleich werden Sie die Beweise sehen. Mein Name ist Martin WLE. Ich bin Autor des SPIEGEL-Bestsellers „Dieses Buch verändert dein Leben für immer“ und Gründer der 365-Tage-Challenge. Link zu den kostenlosen Testtagen unter diesem Video. Nach diesem Video da werden Sie verstehen, dass Putin vom Deutschen Bundestag nicht geheuchelt hat. Ich glaube, die ausgestreckte Hand, die war absolut ehrlich gemeint, aber seine Botschaften, die wurden nicht verstanden.
Gleich zu Beginn seiner Rede erinnerte Putin daran, wie sehr die jüngste deutsche Geschichte mit einer Entscheidung der damaligen Sowjetunion verknüpft ist. Gerade die politische Wahl des russischen Volkes ermöglichte der ehemaligen UdSSR-Führung die Beschlüsse zu fassen, die letzten Endes zum Abbau der Berliner Mauer geführt hatten. Gerade diese Wahl erweiterte mehrfach die Grenzen des europäischen Humanismus und lässt uns behaupten, dass niemand und nie Russland in Gänze umwenden kann. Dem verdanken wir die deutsche Wiedervereinigung. In erster Linie verdanken wir sie den Russen. Der von mir sehr geschätzte Michail Gorbatschow, der fasste zwei unglaubliche Beschlüsse: Erstens, ließ er es zu, dass die DDR-Bürger mit bloßen Händen gegen den Panzerstaat gewinnen und in den Westen durchmarschieren konnten, statt wie damals in Prag den Aufstand vom Militär niederwalzen zu lassen. Und zweitens, das war noch viel unglaublicher: Zweitens verknüpfte Gorbatschow seine Zustimmung zur Wiedervereinigung nicht mit einer militärischen Neutralität der Bundesrepublik Deutschland, wie es auf der Hand gelegen hätte. Denn wenn er die DDR aus dem Warschauer Pakt entließ, seine Stützpunkte aufgab und seine Truppen zurückzog, warum sollte er es dann zulassen, dass die Gegner weiter in Deutschland bleiben, Raketen gegen Russland richtet und schließlich das vereinigte Land in ihr Bündnis einverleibt? Doch dank Gorbi wurde dieses Wunder, an das keiner mehr geglaubt hatte, wurde die Wiedervereinigung möglich.
Gorbatschow der wurde damals mit der Zusage bei Laune gehalten, die NATO würde sich nicht weiter nach Osten ausdehnen. Das ist unter anderem durch ein Zitat des deutschen Außenministers Hans-Dietrich Genscher belegt. Gleich werd ich Gorbatschow zitieren und Ihnen sagen, wie er Jahre später über den Wortbruch und die Reaktion Putins darauf gedacht hat. Das ist bei uns leider kaum bekannt. Putin, der vertritt in seiner Rede die These: Deutschland und Russland, die sind eng miteinander verbunden, enger miteinander verbunden als Deutschland und Amerika, durch Geschichte und Kultur. Zwischen Russland und Amerika liegen Ozeane, zwischen Russland und Deutschland liegt die große Geschichte, schrieb der deutsche Historiker Michael Stürmer. Ich würde sagen, dass die Geschichte genauso wie die Ozeane nicht nur trennt, sondern auch verbindet. Wichtig: Putin wurde im Westen von vielen als Reformer gesehen, als Erbe Gorbatschows. Darum hat man ihn auch in den Bundestag eingeladen. Und Gorbatschow, der unterstützte Putin in seinen ersten beiden Amtszeiten, unter anderem durch seine Rückendeckung. Noch 2015 verteidigte Gorbatschow in einem Gespräch mit dem Spiegel die Annexion der Krim und grollte mit dem Westen. Im Spiegel heißt es: Amerika und der NATO warf Gorbatschow vor, die europäische Sicherheitsstruktur durch die Erweiterung des westlichen Verteidigungsbündnisses zerstört zu haben. „Kein Kremlchef kann so etwas ignorieren“, sagte er. „Amerika habe leider angefangen, ein Mega-Imperium zu errichten.“ Mit anderen Worten: Selbst er, Gorbatschow, hätte auf diese expansive US-Politik reagieren müssen. Kann es also doch sein, dass der Westen nicht alles richtig gemacht hat? Ist das Narrativ, dass Putin als Alleinschuldigen sieht, ein einseitiges und selbstgefälliges Bild? Und hat es doch seinen Grund, dass die grüne Ikone Antje Vollmer noch auf ihrem Sterbebett in einem offenen Brief bedauert hat, die historische Chance sei versäumt worden, Russland in die Sicherheitsarchitektur einzu beziehen und eine Zukunft in der Mitte der Völker zu beten?
Und jetzt hören Sie mal bitte ganz genau hin, was bei Putin schon 2001 anklingt: Niemand bezweifelt den großen Wert der Beziehungen Europas und der Vereinigten Staaten. Nur bin ich einfach der Meinung, dass Europa sicher und langfristig den Ruf eines mächtigen und real selbständigen Mittelpunkts der Weltpolitik festigen wird, wenn sie ihre eigenen Möglichkeiten mit den russischen, menschlichen, materiellen und Naturressourcen, mit dem Wirtschafts-, Kultur- und Verteidigungspotenzial Russlands vereinigen. Wir, kann ich übersetze mal, wie ich das verstehe: Putin der will dem Deutschen Bundestag sagen: Es ist falsch, dass ihr euch mit den Amerikanern gegen uns verbündet. Ihr macht euch abhängig von einem Land, das weit entfernt ist und andere Interessen als Europa verfolgt. Denn wir, Russland und Deutschland, könnten nicht nur wirtschaftlich, sondern auch militärisch kooperieren, miteinander statt gegeneinander. Zu dieser Zeit da war Putin bestrebt, Russland in die NATO zu bringen, was ihm von den Amerikanern verweigert wurde. Der Grund, der liegt auf der Hand: Russland war zu dieser Zeit die einzige Legitimation der NATO und ihrer gigantischen Verteidigungshaushalte. Wenn der Drache zahm wird, dann braucht es keinen Drachentöter mehr. Also schürt man das alte Feindbild weiter. Und wie wurde Russland in internationale Entscheidungen einbezogen? Nicht gerade als Partner auf Augenhöhe, fand Putin. Für unser Land, das ein Jahrhundert von Kriegskatastrophen durchgemacht hat, ist der stabile Frieden auf dem Kontinent das Hauptziel. Wie bekannt haben wir den Vertrag über das allgemeine Verbot von Atomtests, den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, die Konvention über das Verbot der biologischen Waffen sowie START-Abkommen ratifiziert. Leider folgen nicht alle NATO-Länder unserem Beispiel. Ich höre hier einen großen Wunsch heraus: Nehmt uns, nehmt Russland endlich ernst, begegnet uns auf Augenhöhe, bestimmt nicht über unsere Köpfe hinweg, nur weil ihr über mehr Wirtschaftskraft, über mehr Geld verfügt.
Offenbar gibt es zwei Welten: Die Welt der Worte, in der Russland ein gern gesehener Partner war, und die Welt der Handlungen, in welcher der Westen die Russen immer noch als jemanden sah, dem man Misstrauen muss. Das heißt ja, der Westen hat von Abrüstung gesprochen, aber gehandelt hat er anders. Man hätte es gern gesehen, dass Russland den Cold War ablegt, aber selbst blieb man vorsichtshalber bewaffnet. Man weiß ja nie, was das Reich des Bösen, wie Reagan es nannte, im Schilde führt. Und welchen Sinn hätte die NATO-Osterweiterung eigentlich gegeben, wenn man Russland nicht als Feind betrachtet hätte? In Wirklichkeit ging es darum, dem Erzfeind näher auf die Pelle zu rücken und die kleineren osteuropäischen Staaten vor ihm in Sicherheit zu bringen. Jetzt könnten Sie natürlich sagen: Diese Bedenken, die waren doch offenbar berechtigt, siehe doch den Angriff auf die Ukraine. Aber ich betrachte die Sache psychologisch und frage mich: Kann es sich nicht um eine sich selbst erfüllende Prophezeiung handeln? Also, der Westen vermittelt Putin den Eindruck, man könne ihm nicht über den Weg trauen. Die NATO gibt mehr als zehn Mal so viel Geld für Rüstung aus als Russland und rückt immer dichter an seine Grenzen. Präsident Obama demütigt Russland gar als Regionalmacht. Und Putin, der fühlt sich entweder bedroht, z.B. durch die Vorstellung, NATO-Atomraketen könnten ihm demnächst aus Kiew gegenüberstehen, oder er denkt sich: Na wartet, Freunde, die Regionalmacht Russland, die wird euch mal zeigen, dass die völkerrechtswidrigen Kriege kein exklusives Privileg der Amerikaner sind. Wir sind nach wie vor eine Weltmacht. Es ist wie im alltäglichen Leben: Unterstellen Sie ihrem Partner nur lange genug, dass er fremdgeht und sie betrügt, und er wird emotional immer weiter von Ihnen wegrücken, sich ungerecht behandelt fühlen und eines Tages tatsächlich fremdgehen. Nun könnten Sie sagen: Ich habe es ja immer gewusst. Aber vielleicht haben Sie es selbst herbeigeführt durch Ihr Verhalten. Und so, so kann das auch mit Putin gelaufen sein.
Ich bin mir sicher, dass der Putin von 2001 niemals der Putin von heute geworden wäre, hätte der Westen ihn auf Augenhöhe behandelt, hätte er die historisch einmalige Chance für eine NATO-Mitgliedschaft Russlands genutzt und ein Zeitalter der großen Abrüstung eingeleitet. Was hätte man an Geld für Rüstung sparen und damit Menschen helfen können, die sozial benachteiligt sind, oder Kindern helfen können, die sozial benachteiligt sind, statt das ganze Geld in Bomben, Raketen und Panzer zu stecken. Und der Ukraine-Krieg, der wäre höchstwahrscheinlich nie passiert. 2001 sah Putin sein Land auf dem Weg in den Frieden, und der Deutsche Bundestag, der applaudierte ihm. Er schien noch vor kurzem zu glauben, bald würde auf dem Kontinent ein richtiges Gemeinhaus entstehen, in welchem Europäer nicht in östliche und westliche, nördliche und südliche geteilt werden. Solche Trennungslinien aber erhalten bleiben, und zwar deswegen, weil wir uns bis jetzt noch nicht endgültig von vielen Stereotypen und ideologischen Klischees des Kalten Krieges befreit haben. Heute müssen wir fest und endgültig erklären: Der Kalte Krieg ist vorbei. Die Welt befindet sich auf einer… Im Grunde genommen hat sich in unserem Staat ein Prioritäten- und Wertewandel vollzogen. Im konsolidierten Haushalt 2002 kamen die Sozialausgaben auf den ersten Platz, und ich möchte besonders betonen, dass zum ersten Mal in der Geschichte von Russland die Ausbildungsausgaben die Verteidigungsausgaben übertraffen.
Will ich Putin mit diesem Video in Schutz nehmen? Nein. Denn ich bin Pazifist, und jeder Krieg ist für mich ein Verbrechen. Es gibt dafür keine Rechtfertigung, für die russischen Kriege genauso wenig wie für die amerikanischen. Und ich will auch nichts von völkerrechtswidrigem Krieg hören, als gäbe es Kriege, die dem Völkerrecht entsprechen. Jeder Krieg verstößt gegen das menschliche Recht auf Leben und auf Unversehrtheit. Und ich möchte auch nichts hören von Kriegsverbrechen, als gäbe es Kriege, die keine Verbrechen sind. Denn jeder Krieg ist ein Verbrechen, das Menschen ihre Würde raubt, das Menschen ihr Leben raubt. Ich möchte jedoch beim Blick auf den Ukraine-Krieg einen Grundsatz aus der Beratung und Therapie anwenden, und der lautet: Alle Konflikte gehen auf systemische Wechselwirkungen zurück. Es liegt niemals nur an einer Partei, es liegt immer an beiden. Doch während man das Verhalten des anderen nicht verändern kann, kann man das eigene Verhalten sehr wohl korrigieren. Deshalb ist es klug, sich auf den eigenen Anteil zu konzentrieren. Das gilt für alle Beziehungen, auch Beziehungen zwischen den Staaten. Und diese selbstkritische Haltung, die habe ich in den letzten Jahren schmerzlich vermisst, nicht nur in Russland, sondern auch im Westen.
Ich hätte gern Antworten auf Fragen wie: Warum haben wir Russland nicht in die NATO aufgenommen, als es die Chance dafür gab? Warum haben wir Russlands Bedenken gegen die Osterweiterung der NATO, besonders die Aufnahme der Ukraine, nicht ernster genommen und diplomatische Lösungen gesucht? Inwieweit hat es sich ermutigend auf Putin ausgewirkt, dass er mehrere völkerrechtswidrige Kriege der Amerikaner verfolgt hat, die von der Weltgemeinschaft mehr oder minder abgenickt wurden? Wie konnte es sogar einem Präsidenten wie Obama passieren, die stolzen Russen als Regionalmacht zu verspotten und damit kriegerische Gegenbeweise heraufzubeschwören? Warum kam es dazu, dass Abrüstungsabkommen mit Russland vom Westen gekündigt wurden, ehe man alle diplomatischen Wege für ihren Fortbestand ausgereizt hatte? Und wie kann es sein, dass Deutschland sich im Ukraine-Konflikt nicht durch Diplomatie, sondern vor allem durch Waffenlieferungen und durch eine säbelrasselnde Außenministerin hervorgetan hat? Dazu passt ein Zitat von Gorbatschow aus 2015. Er sagte damals schon: „Das neue Deutschland will sich überall einmischen. In Deutschland möchten anscheinend viele bei der neuen Teilung Europas mitmachen. Deutschland hat im Zweiten Weltkrieg schon einmal versucht, seinen Machtbereich nach Osten zu erweitern. Welche Lektion braucht es noch?“ Das sind scharfe Worte von einem, der es mit Deutschland wirklich gut gemeint hat. Danke, hochverehrter Michail Gorbatschow, für diesen Hinweis und danke für alles, was Sie für unser Land getan haben. Ohne Sie hätte es keine friedliche Revolution in der DDR, keine Wiedervereinigung gegeben. Und ich schäme mich zutiefst, dass bei Ihrer Beerdigung 2022 kein einziger deutscher Spitzenpolitiker an Ihrem Grab stand. Man hat damals gesagt: „Wir können doch nicht nach Moskau reisen, während Russland einen Angriffskrieg führt.“ Das ist in etwa so logisch, als hätte man im Dritten Reich nicht an der Beerdigung der Geschwister Scholl teilgenommen, um dem Hitlerregime keine Legitimation zu verleihen. Das Gegenteil wäre doch der Fall gewesen. Allein durch den Besuch der Beerdigung Gorbatschows hätte ein Kanzler, hätte ein Bundespräsident eine Lanze für den Frieden und für die Verständigung gebrochen. Aber die Verbissenheit gegenüber Russland, die war mal wieder größer als der Verstand.
Und jetzt, jetzt schauen Sie unbedingt noch mein Video, in welchem Punkt der Altkanzler Gerhard Schröder dem Sauerland-Freddy, also Freddy Merz, massiv widerspricht und ihn auseinander nimmt. Das müssen Sie kennen. Klicken Sie das jetzt hier in der Infobox. Und wir blenden das gleich noch zum einfachen Anklicken für Sie ein. Und jetzt noch eine persönliche Frage: Warum haben Sie dieses Video bis ans Ende geschaut? Offenbar sind Sie ein Mensch, der selber denkt, statt der Mehrheit einfach nur hinterher zu rennen, und ich finde das sehr sympathisch. Aber ich weiß, wie schwer es gerade eigenwillige Menschen in unserer Gesellschaft haben. Haben auch Sie manchmal das Gefühl, Sie hätten mehr im Leben verdient? Jetzt schenke ich Ihnen mein Webinar „Das 3-Minuten-Geheimnis“. Dort stelle ich Ihnen eine wunderbare Methode vor, die kaum jemand kennt, für mehr Zufriedenheit, für mehr Erfolg, für mehr Respekt Ihrer Mitmenschen. Diese Methode, die wird Ihr Leben verändern. Klicken Sie jetzt hier und sichern Sie sich mein Geschenk, das kostenlose Webinar „Das 3-Minuten-Geheimnis“. Bleiben Sie mir treu, schauen Sie wieder auf meinem Kanal vorbei. Und das ist der letzte Schrei: Hören Sie meinen Podcast „Frag Martin“ bei Spotify. Ihr Martin WLE.