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Der Fall Jakob von Metzler

Kino1:31:17

Transcription

[Musik] [Musik] Ich habe gesehen in die Einfahrt fährt, als ich an der Tür war, war Kemer da. Was hat denn das zu [Musik] [Musik] bedeuten? Ja, guten Morgen. Mein Name ist Wolfgang Daschner. Ich brauche einen Anwalt. Ich bin Polizeivizepräsident von Frankfurt. Genau. Der guten Tagen. Tag. Ja, bitte. Daschner, gerade gekommen. Ich melde mich später. Sie das Wort foltern benutzen, das ist ungeheuerlich. Das wird riesening. Habe ich recht? Voll Polizisten Deutschland. Es tut mir leid, ich habe sie da reingezogen.

[Musik] Guten Morgen. Morgen. Schöner Tag heute. Heute Nacht hat den ersten Fr gegeben. Vielleicht ist es doch besser, wenn wir beim Transport die Aufzüge entlasten, indem wir auch über die Fenster gehen. In Ordnung. Das Internet macht mir noch Bauchschmerzen. Netzwerktechniker haben uns hoch und heilig versprochen, dass wir keine Probleme kriegen. Trotzdem, wenn die Rechner nicht funktionieren, bricht uns der ganze Dienstbetrieb zusammen. Ich will, dass wir ein paar Spezialisten stand by haben und zwar die komplette 24 Stunden am Tag. Ja, verbinden Sie. Nein, davon ist uns nichts bekannt. Sofort eine BAO bilden. Allgemeine Ausgangssperre. Was ist passiert? Das war der Präsident des Landeskriminalamtes von Wissen in Frankfurt. Wir denken jetzt darüber nach, ob sie uns das zutrauen. Ja, selbstverständlich ist mir der Name ein Begriff. Wie alt ist das Kind? Herr Fner. Ja, danke, Herr Reschke. Nehme ich an. Gut, dass Sie so schnell kommen konnten. Mein Name ist Fner. Wie geht es Ihnen? Ist auf dem Weg nach Hause. Ich hoffe, dass seine Frau und die Kinder ein bisschen beruhigen kann. Sie können sich vorstellen, dass wir alle ziemlich durcheinander sind. Wie viele Personen wissen denn, was geschehen ist? Also, mir, das Büro von Herr Metzler und natürlich dann die Leute im Hause der Metzlers. Wissen diese Leute auch, dass sie mit niemand darüber reden sollen? Das hat er am Telefon gesagt. Wir haben gegründet eine besondere Aufbauorganisation. Sie müssen sich das vorstellen wie eine sehr große Sonderkommission. Ja, das ist der Ähnlichkeit wird die allgemeinen Ermittlungen leiten. Herr Gut ist unser Profiler. Oder Melstrae dort hinten. Herr Sutter leitet das viele Einsatzkommando und Herr Wölfe wird der Familie von Metzler zu Hause beistehen und mit den Entführern verhandeln, wenn es soweit ist. Die Familie wird natürlich alles tun, was notwendig ist. Ich will sie wirklich bitten, gehen Sie kein Risiko ein. Tun Sie, was die Entführer fordern. Der Junge muss am Leben bleiben. Das ist unser einziges Ziel. Jakob darf nicht gefährdet werden. Die Polizei eingeschaltet. Das ist nicht im Sinne der Entführer. Damit sind sie ein gewisses Risiko eingegangen. Haben recht. Aber wir haben keinen Augenblick daran gedacht, die Polizei außen vorzulassen. Das war für uns keine Option. Was ist das wieder für eine verdammte Sauerei? User. Er wird die BAO leiten. Herr ist ein enger Vertrauter der Familie von Metzler. Ich glaube, sie sind mitgesellschafter. Gesellschafter. Dann sind sie bestimmt häufig bei daheim. Ja, und wenn sie jetzt dort auftauchen, würde sich vermutlich niemand darüber wundern. Denke nicht. Gut, ich brauche sie. Nein, sie mir zwei Minuten. Ich muss kurz aus den Klamotten raus. Seine Nichte heiratet gerade. Normalerweise zu gehen ist der K Wagen steht von der Straße auszusehen. Beobachten die Entführer. HA der Kind. Ist das uns Polizeivizepräsident? Dann haben wir vorher miteinander telefoniert. Ich kann mir vorstellen. Zwei Minuten. Ist Jakob ein tapferer Junge. Der lässt sich nicht so leicht ins Boxen jagen. Ist ja auch schon 11. Kommen Sie morgen mit Herr von Metzler zu mir, dann wissen wir mehr. Aber jetzt haben wir keine Zeit zu verlieren.

[Musik] Bitte sprechen Sie bitte nicht mehr, wenn wir in die Nähe des Hauses kommen.

[Musik] Das Tor ist zu. Straße kann uns niemand mehr sehen. Gott sei Dank. Ich spüre jeden Knochen. Stellt man sich irgendwie größer vor. Schon ganz städtlich. Seit mehr als drei Jahren eine Bank. Ich habe es mir jedenfalls anders vorgestellt. Ja, deshalb ist es absolut wichtig, dass nach außen hin alles so scheint, als wäre nichts Besonderes vorgefallen. Wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass Jakob entführt worden ist, würde ihn das im Augenblick sehr schaden. Das sind meine Kollegen. Profiler Herr Gutja, Herr Kleber. Wir werden jetzt gleich mit jedem von Ihnen sprechen. Bitte versuchen Sie sich möglichst genau an die letzten Tage und Stunden zu erinnern. Haben Sie irgendetwas ungewöhnlich? Haben Sie jemand Verdächtigen gesehen? War irgendetwas anders als sonst? Jakob ist ja nicht der Junge, der leichtfertig zu einem Fremden ins Auto steigt. Wurde aber am Vormittag entführt. Wir sind deshalb ziemlich sicher, dass er seinen Entführer kennt. Egal, ob es jetzt ein Mann oder eine Frau ist. Denken Sie darüber nach, ob Ihnen etwas dazu einfällt und bitte sagen Sie uns alles, was Ihnen dazu in den Kopf kommt. Halten Sie nichts zurück, auch wenn es Ihnen nebensächlich erscheint. Es kann für uns trotzdem sehr wichtig sein. Könnte das nicht von Vorteil sein, dass die Entführer Jakob kennen? Meine ich, dann werden sie doch bestimmt freundlich zu ihm sein, wenn er kein Fremder ist. Wir wissen noch zu wenig. Wir können auch nicht sagen, ob es die Tat eines einzelnen ist oder einer ganzen Gruppe. Vielleicht wissen wir mehr, wenn wir das Erpresserschreiben analysiert haben. Aber wir müssen noch warten, bis ich die Spurensicherung das angeschaut hat. Gibt es im Haus ein Faxgerät? Ja, ja, natürlich. Ihr seid heute Morgen zusammen zur Schule gegangen. Was machen wir immer? Ich habe ihn in der großen Pause noch gesehen, aber ihr habt nicht miteinander gesprochen. Er hat mit den anderen Jungs aus seiner Klasse gespielt. Gewöhnlich wart ihr auch wieder zusammen nach Hause. Normalerweise schon. Vielleicht hat jemand gewusst, dass ich heute verabredet war. Macht sowas. Hast du eine Idee, wer davon gewusst haben könnte? War heute Morgen vielleicht mit euch im Bus oder als ihr ausgestiegen seid, ist dir da jemand aufgefallen? Hat gerade das Geschenk bekommen vor ein paar Tagen. Er wollte das Shirt gar nicht mehr ausziehen. Stinkt total. Das war ein Ostern. Vielleicht gibt es noch welche, die sie noch nicht einsortiert haben von den Sommerferien. Vielleicht h das Foto sollte möglichst aktuell sein, falls wir doch noch die Öffentlichkeit einschalten müssen. Ähm, ja, die, die sind schon gut. Die Fotos, die gehen schon. Nicht oder hat er sich seit ja sehr verändert? Ja, wir müssten auch noch wissen, ob Jakob irgendeine Krankheit hat. Ich glaube, es gibt Fotos der Medikamente. Nein, er ist [Musik] gesund. Das war kurz vor den Sommerferien. M. Das ist gut. Irgendwoher müssen wir das Geld bekommen. Das kann doch nicht so schnell sein. Die nächste heißt Rosalinde Schwind. Die war bis vor einem Jahr Anlageberaterin. Bankhaus. Wie hoch sind ihre Schulden? Mit der Landeszentralbank fehlt noch jemand. Danke schön. Die Genehmigung lass sie mal meine Sorge sein. Setzen Sie, wenn ich teilnehme. Absolut nicht. Vor Platz. Los geht's. Gut, also die ersten zwei Sätze sind nicht weiter bemerkenswert. Achtung, Entführung. Wir haben ihren Sohn entführt. Danach wird interessant. Die Verfasser beteuern, sie wollten niemanden schaden. Anschließend nennen sie ihr Tat. Es geht uns lediglich ums Geld. Diese Reihenfolge könnte ein Hinweis sein, dass es ein Einzeltäter ist. Dass er erst sagt, er wolle niemanden schaden, deutet darauf hin, dass schon vor der Tat eine emotionale Beziehung zwischen Täter und Opfer bestanden haben könnte. Vollkommen ungewöhnlich ist, dass der Autor des Briefes ein Zeitpunkt für die Übergabe nennt und sogar den Übergabeort. Gewöhnlich werden diese Angaben so spät wie irgend möglich gemacht. Wieso gibt uns dieser Entführer schon jetzt so viel Handlungsspielraum und wieso gibt er uns so viel Zeit? Von der Entführung bis zur Geldübergabe sind es zweieinhalb Tage und dann ist der Zeitraum extrem ungeschickt gewählt. Die Metzlerbank hat am Wochenende nie so viel kleine gebrauchte Scheine in den Tresoren. Das machen die schon aus versicherungsrechtlichen Gründen nicht. Und ob die Landeszentralbank das Geld beschaffen kann, wissen wir noch nicht. Na super. Das ist ein dilettantischer Entführer. Ja, sehe ich auch so. Beim vorletzten Schnitt kommt ein besonders bemerkenswerter Aspekt in Spiel. Den Führer schreibt: Lassen Sie uns mit dem Geld das Land verlassen und unternehmen Sie keinen Nachforschung. Wenn wir mit sauberem Geld in Sicherheit sind, werden sie ihren Sohn wiedersehen. Das ist für beide Seiten das beste. Es wirkt, als seine der Verfasser extrem auf den Erfolg der Entführung angewiesen. Und die Sätze stehen im Widerspruch zur Aussage über die Freilassung. Nicht, wie kann das Entführungsopfer freikommen, wenn sich der Täter schon im Ausland befindet? Dass er sich allein befreit ist doch kaum anzunehmen. Oder es gibt doch Komplizen. Bleiben dann hier, wenn der Haupttäter im Ausland ist. Darauf will ich hinaus. Die Tatphase und die Zeiten nach der Tat wirken ziemlich schlecht geplant. Ja, es passt zu meiner Einschätzung. Die Metzler sollen ein Auto mit eingeschaltetem Standlicht vor dem Haus parken, wenn sie mit der Forderung einverstanden sind. Um das Zeichen zu sehen, muss einer den Führer sehr nah an das Haus lang. Ein Profi erspart sich dieses Risiko. Dann F vermutlich auch ein Konzept dafür, wie man ein Kind drei Tage lang in Gefangenschaft versorgt, wenn es versorgt wird. Wahrscheinlich sitzt der ob alleine in irgendeinem Keller. Besser als in einer Kiste irgendwo im Wald vergraben. Tja.

[Musik] Danke. Wagen ist vor der Einfahrt abgestellt. Von Metzler verlässt den Wagen und ein Einleger passiert weiter. Wir wollten nicht, dass sie einem dieser Internate aufwachsen. Wirklich noch in England oder in der Schweiz. Zwischen Millionärskindern, die sich in den Ferien gegenseitig auf ihren Yachten besuchen. Sollten normale Kinder. W. Ich glaube, das ist ihm gelungen. Wir waren so sicher, dass es gut so ist, dass nie etwas passiert. Vorsicht bitte, das Messer ist scharf. Glauben Sie, dass es ihm gut geht? Das weiß ich leider nicht. Du musst doch nicht draußen sein, oder? In der Nacht hat es manchmal fast 0 Grad. Ich kann dir nicht sagen, ob es Jakob gut geht. Keiner von uns weiß, wie zynisch und wie kaltherzig der Mensch ist, der jungen entführt hat. Vermutlich hat Jakob im Augenblick große Angst. Wenn er wieder da ist, wird lange nicht mehr so sein, wie es mal war. Aber es gibt was, worauf sie setzen können. Ja, ja. Der Führer will nämlich etwas von Ihnen. Der will nämlich Geld. Und solange er das haben will, muss er Jakob am Leben lassen. Das ist unsere Hoffnung und darauf können wir setzen. Sie sind sehr ehrlich. Wenn ich richtig sehe, Ihnen irgendwelche Märchen zu erzählen, sie würden mich sowieso nicht schauen.

3 [Musik] 4 61 616. Das Geld wurde ja von einem ihrer Beamten abgeholt. Muss ein verwegener Bursche gewesen sein. Unser Hauptbuchhalter ist ziemlich nervös geworden. Das ist ein sehr zuverlässiger Beamter. Und das haben wir gehofft. Ich bin froh, dass sie das machen. Ihre Vorgesetzten sagen, sie seien einer der fähigsten Polizeibeamten im Land. Die Leitung der BAO liegt bei Herrn Glauser. Er hat wirklich enorme Erfahrung mit solchen Gefahrenlagen. Sie sind bei ihm in sehr guten Händen. Herr Wölfel, der bei uns im Haus ist, geht davon aus, dass das Leben Jakobs geschützt ist, solange der Erpresser auf das Lösegeld wartet. Davon gehen wir aus. Er muss damit rechnen, dass sie ein Lebenszeichen vor. Wenn er das nicht bringen kann, wäre für ihn alles umsonst gewesen. Ja, aber eines verstehe ich nicht. Der Erpresser hat doch alles Notwendige Brief geschrieben. Er muss zu uns gar keinen Kontakt mehr aufnehmen und wir können nicht erreichen. Vor der Übergabe. Wir können also gar kein Lebenszeichen von Jakob erwarten oder verlangen, selbst wenn wir das wollten. Bitte sagen Sie mir die Wahrheit. Sie müssen mich nicht schonen. Herr Frmzler, Sie legen die Finger in die Wunde, die uns am meisten Sorgen macht. Es gibt viele Anzeichen, dass der oder die Entführer nicht sehr professionell vorgehen. Uns allen wäre wohler, wenn das gerissene Verbrecher wären, die wissen, was sie tun. Leider sieht es danach nicht aus. Ja, dann können sie gar nichts machen. Natürlich ermitteln wir bis zur Geldübergabe in allen Richtungen. Ein sind es noch 36 Stunden. Wir sitzen da und warten. Wir wissen, dass es nicht leicht werden wird. Wichtig ist, dass Sie und Ihre Frau und Ihre Kinder sich jetzt so verhalten, das würde alles ganz normal weiterlaufen. Wenn die Presse von der Entführung Wind bekommt, geraten den Führer in Panik und das könnte für Jakob sehr gefährlich werden. Inzwischen bereiten wir die Geldübergabe sehr sorgfältig vor. Wir haben schon jemand gefunden, der ähnlich sieht. Das kommt gar nicht in Frage. Ich will kein Double. Ich werde das Geld übergeben, wie es der Erpresser verlangt hat. Nur damit sie etwas wissen, falls das Geld danach weg ist und der Appressor unerkannt kommt, ist das für uns, für meine Familie unerheblich. Ich glaube, wir alle hier verstehen das. Das Leben Jakobs hat absolute Priorität. Es darf dem Jungen nichts passieren. Das müssen Sie mir. Frauzel, ich verspreche Ihnen, dass die Polizei nichts tun wird, was ihren Sohn gefährden könnte und wir werden alles in unserer Macht Stehende unternehmen, um sein Leben zu retten. Ich vertraue Ihnen. Es ist doch gar nicht nötig, dass ich Franz jetzt vollkommen verstellt. Wir sind alle mal schlecht drauf. Wichtig ist nur, dass er bis zum Schluss bleibt und nicht der Eindruck entsteht, das verstanden.

[Musik] Was das alles muss dir total grotesk vorkommen. Ich krieg das schon hin. Mein Gott, ich gehe eine Runde kicken. Das ist nicht so schwer. Um mich braucht ihr euch echt keine Gedanken [Musik] machen. Können wir los? Ich komme zu spät.

[Musik] Wie heißt dein Pferd? Ja, das war eine dumme Frage. Haben Sie Kinder? Drei. Meine jüngste Tochter sieben. Meine älteste liegt mir in Orden, weil sie unbedingt reiten will, aber sie finden es zu gefährlich. Kommt mein [Musik] Lift. Ja, keine Radarkontrolle am Freitag auf der mfeller Landstraße. Auch nicht auf den umliegenden Straßen. Tut mir leid, dass ich mich in solchen kleinen Kram einmische. Ich habe noch einmal über den Erpresserbrief nachgedacht. Vielleicht präsentiert sich derf auch viel dümmer, als er meint. Ist. Vielleicht braucht er den langen Zeitraum zwischen den Führung und Geldübergabe aus irgendeinem Grund. Vielleicht setzt er sich schon jetzt ins Ausland ab, solange wir hier in unserem Saft schmuren und schickt dann einen Boten, wie damals der Presse mit den Brandpunkten London gefasst wurde. Ich will, dass wir auf jedes Szenario vorbereitet sind, auch wenn es noch so unwahrscheinlich [Musik] ist. Ist das nicht etwas zu nüchtern? Der Presser darf sich nicht emotional unter Druck gesetzt fühlen. Er sieht das Ganze als Geschäft. Er hat von uns bekommen, was er wollte. Wir appellieren an seinen guten Charakter. Um das Geschäft mit Anstand abzuschließen, muss auch er seinen Teil erfüllen. Anschließend geht jeder wieder seiner Wege und er denkt hinterher, ist se nichts geschehen. Ich glaube schon, dass er so ähnlich denkt. Er hält sich selbst wahrscheinlich für einen ganz freundlichen Kerl. Die Umstände haben ihn zu dieser Tat gezwungen. Jakob ist ein elfjähriges Kind. Er wird für Jahre traumatisiert sein. Wie kann er sich da einen guten Menschen halten? Glauben Sie mir, er kann es nicht. Mal der grausamste Verbrecher sieht sich selbst als Monster, auch wenn es ist. Wir haben uns Teil der Forderung erfüllt und wir und wir hoffen, dass Sie Jakob gut behandelt haben und morgen so schnell wie möglich nach Hause kommen lassen.

[Musik] Gut, da vorne geht's rein. Zielfahrzeug ab Richtung Haltestelle.

[Musik] Das Fahrzeug geht in Richtung [Musik] Haltestelle. Von Metzler erreicht Haltestelle, geht weiter.

[Musik] Stellt die beiden Tüten am Warenhäuschen ab. Verlässt Übergabeort. Von zurück Richtung [Musik] Fahrzeug. Fahrzeug verlässt den Übergabeort Richtung Lenburger Schneise. Am Übergabeort keine Personen feststellbar. Person nähert sich aus Richtung Naesenburg. Männliche Person ca. 1,70 groß, dunkle Schirmmütze, begleitet mit Parker. Geht weiter in Richtung Sachsenhausen. Viel Alarm. Zwei Personen aus Richtung Sachsenhausen, männlich und weiblich, passieren ein Übergabeort. Gehen weiter in Richtung Naesenburg. Männliche Person im Bereich der Haltestelle, recht groß, etwa 1,90, Kapuze über den Kopf gezogen. [Musik] Rucksack. Person steht am Fahrplan, wartet. Person schaut sich um. Nimmt die Beutel auf. Achtung, das ist unser Mann. Alles Übergabeort Richtung Jakobi. Schaut in die Tüten. Den Brief her raus. Brief da. Weg. Was? Tüte. Rucksack. Geht weiter Richtung Zeig Wagen. Grüner Kleinwagen. Kennzeichen FST 377. Ja, konnten Sie den Abholer schön identifizieren? So naiv. Nein, das war wirklich nicht zu erwarten. Vielleicht haben wir ja Glück und er geht gleich zu dem Ort, an dem er Jakob gefangen hält. Gute Arbeit, Herr Klauser. Danke. Der Apollo hat ein paar Geldautomaten insgesamt 800 € eingezahlt und den Rest hat d mit nach Hause genommen. Der Mieter der Wohnung und der Fahrzeughalter, die sind identisch. Wir konnten erst selbst überhaupt nicht glauben, dass er mit dem eigenen Fahrzeug zu Übergabeort gefahren ist. Ist es einer von den Leuten auf ihrer Liste? Nicht direkt. Es ist ein Jurastudent. Der Name ist Magnus Gfkin. Elena, ich habe ich habe mit Elena gestern über diesen Mann gesprochen. Sie hatte das Gefühl, dass es gewesen sein könnte, aber sie wollte niemand anschwärzen, nur weil der unsympathisch war. Ich war der gleichen Meinung. Sie hat auch eine Freundin davon erzählt, vor wo sie mit ihnen darüber gesprochen hat. Sie hören unsere Telefone ab. Bitte lassen Sie uns das jetzt nicht groß thematisieren. Wir können immer noch nicht ausschließen, dass einer der Hausangestellten an der Entführung beteiligt ist und nach draußen eine Verbindung hält. Ich weiß, das ist ein schrecklicher Gedanke, aber wir haben unsere Erfahrung. Sie können im Augenblick leider niemanden vertrauen. Es hätte nicht viel gebracht, wenn wir mehr über ihn gewusst hätten. Du hast keinen Fehler gemacht. Ziehst du bitte die Jacke an. Es ist kalt. Du solltest uns so viel wie möglich erzählen. Am besten alles, was du bei diesen Gefen weißt. Nennst ihn Magi. Seine Freundin ist eine Klasse über mir. Seid ihr richtig befreundet? Ich kenne ihn her von ein paar Partys und so. Wollte er was von dir? Wollte dazugehören. Ständig von irgendwelchen dicken Autos gequatscht, die er sich bestellt hat und wie viel Geld er bald verdient, weil er in einer großen Anwaltskanzlei anfängt. Hat natürlich keiner geglaubt. Hast ihn den zuletzt gesehen? Hat mich gefragt, ob ich ihm bei einem Geschenk helfer wollte. Schmuck für seine Freundin kaufen. Und da fragt er dich. Er ist 28, du bist 15. Ich bin nicht drauf eingegangen. Warum nicht? Da ging mir auf die Nerven. Er wollte sich so an uns dran hängen. Hat uns heim gefahren. An wen uns mich und Jakob. Alles klar, Herr Präsident. Das was ausgerechnet passiert, wenn ich im Urlaub bin und dann auch noch der Umzug. T. Es kommt alles zusammen. Ich hätte mich gestern schon gemeldet. Wir standen den ganzen Tag in diesem verdammten Stau in Jugoslawien. Ich dachte, ich dreh durch. Sie müssen nicht bei Adam und Eva anfangen. Bringen Sie mich auf den neusten Stand. Magnus Gfkin hat noch in der Nacht an unterschiedlichen Bankautomaten Geld eingezahlt. Wahrscheinlich will er testen, ob es echt ist. Dann ist er in seine Wohnung gegangen. Dort ist er jetzt immer noch. Hält Jakob dort fest? Unwahrscheinlich. Wir hoffen natürlich, dass er den Jungen jetzt freilässt. Das Geld hat er ja. Wir beschatten ihn. Vielleicht führt er uns zu dem Kerker. Hinweis auf Mittäter wissen wir nicht. Das ganze wirkt nicht gerade durchgeplant. Magnus Gevkin hat sie in den letzten Monaten finanziell ziemlich übernommen. Urlaub in Miami mit einem Mädchen hat auch ziemlich viel für Sie eingekauft, vor allem Markenklamotten. Sein Konto ist 7000 € im Minus. Er kennt das Kind. Jakob könnte ihn identifizieren und er will vermutlich ins Ausland. Das Kind muss deshalb nicht tot sein. Hoffentlich haben Sie recht. Wie machen wir das jetzt? Behalten Sie weiter die Verantwortung für den Einsatz. Davon bin ich ausgegangen. Gut, dann machen wir das so. Sie können jederzeit auf mich zugreifen, wenn es notwendig ist. Was ist mit dem Innenministerium? Wird laufend informiert. Die sind ziemlich nervös. Kann ich mir denken. Hoffentlich geht alles gut aus.

[Musik] Dann tut sich was. Zielperson weibliche Bekleidung. Zielperson bekleidet mit dunkler Jacke, weißen H. ZP verlässt das Haus. War die ganze Nacht bei ihm in der Wohnung. Helle grünfarbene Jacke, dunkle Hose, Shirt. Steigen Fahrzeug 30 7. Fahrzeug wird gestartet. Fährt los. Fahrzeug biegt den Steinweg ab. Übernehmen. Links ZP ist auf Einkaufsstraße. Übernehmen wir. Gehen jetzt ins Reisebüro. W. Übernimmt. Ich reise. Egal. Schnell weg. Reisebüro. Wir rennen auf. Über die. Das war vor zwei Stunden. Vor einem Auto aus einer Schaffhausenburg, ein Mercedes angezahlt. Luxusklasse. Er den nicht im Traum dran sich um Jakob zu kümmern. Hat seine Freundin ins Eiscaf eingeladen. Jetzt sitzen sie be beim Friseur. Vermutlich ahnen das observiert wird. Da gibt konkreten Grund zu. Jakobs geht. Muss das Kind nur lange genug allein lassen, dann verdurstet es von selbst oder erfriert. Wir können gegen 4 Uhr schnappen, dann bleiben uns 17 Stunden. Lässt halt Jakob ohne Wasser nicht durch. Hat eine Waffe. Das wissen wir nicht. Gut, bei der Festnahme darf nichts schiefgehen. Das ist ihm noch klar. Das wäre eine Katastrophe, wenn Gfkin nicht vernehmungsfähig wäre. Zelfahrzeug fährt auf die Autobahn. Zelfahrzeug auf Flughafenzubringer Richtung. [Musik] Fahrzeug F weiter Richtung Terminal 2. F ins Parkhaus. Bereit machen zur Festnahme. Zugriff. Zugriff. Polizei. Wo ist der Junge? Sag uns, wo der Junge ist. Junge. Für die Spurensicherung. Wo warst du gestern Abend? Won reden Sie? Ver. Ich weiß nicht. Das Geld abgeholt für ein Mann. Was war das für ein Mann? Ich weiß es nicht. Den von uns. Was haben wir denn getan? Ich zwinge dich zu nichts. Du hast Kinder. Ich könnte verstehen. Ich schick dir Gutjahr noch zu dir. Ne, lass mich erstmal allein mit diesem Gfkin. So bekomme ich am besten Kontakt zu ihm. Das ist gut so. Das hat sich bewährt. Hauptsache, er redet. Es wäre gut, wenn er heute Abend noch auspackt. Morgen 10:30 Uhr müssen wir Jakob gefunden haben. Lässt nicht durch. Ich weiß. Gib mir deine Hände. Jetzt erzähl mir noch mal die Story von dem unbekannten Mann. Das ist keine Story. Wie alt ist der Mann? Zwischen 35 und 40. Und der hat dich um 10:30 Uhr nachts einfach so angesprochen? Ja, der hat mich gefragt, ob ich Geld verdienen will. Klar, habe ich gesagt. Geld kann ich immer brauchen. Dann hat er mir 20.000 € gegeben und gesagt, ich soll um 1 Uhr in der Nacht zwei Plastiktüten an der Haltestelle Ober Schweinstiege abholen. 20.000, um zwei Plastiktüten abzuholen, und das soll keine Story sein. Das ist die Wahrheit. Er wollte das Geld heute Abend bei mir abholen. Sie müssen nur dort warten, bis er kommt. Wo ist der Junge? Wenn ich was wüsste, dann würde ich das doch sagen. Ich würde auf jeden Fall helfen, ein verschwundenes Kind zu finden. Ist doch selbstverständlich. In diesem Augenblick nehmen vier erfahrene Spurensicherer eine Wohnung auseinander. Die stellen alles auf den Kopf. Bist du sicher, dass die nichts finden? Die finden das Geld. Wo das herkommt, habe ich ja gesagt. Sonst gibt's da nichts zu finden. Wenn die aber doch was finden und rauskommt, dass du lügst, dann wird das hier von Lüge zu Lüge und von Minute zu Minute schlimmer für dich. Du bist doch noch jung. Du machst dir gerade dein Leben kaputt. Du studierst doch Jura. Du weißt doch, was es gibt für erpresserischen Menschenraub. Ihr habt den Falschen. Du sitzt verdammt tief in der Scheiße, mein Freund. Hier ist noch was, aber ich verstehe das nicht. Die ganze Zeit haben uns verrückt gemacht, dass niemand etwas mitkriegt. Die Umstände sind jetzt vollkommen anders. Ich würde ihm lieber einen anderen Vorschlag machen, aber die Zeit läuft uns davon. Dann ist das in einer Stunde im Radio. Sie wissen, was dann passiert. Wir müssen jetzt alle Mittel ausschöpfen, um Jakob zu finden. Wir sollten an die Öffentlichkeit gehen. Irgendwann wird sowieso bekannt. Vielleicht nützt es uns jetzt. Und wenn Jakob unter Aufsicht ist, wenn seine Bewacher Nachrichten hören, bekommen die dann nicht Panik? Das kann man nicht ausschließen. Aber wenn es Komplizen gibt, dann wissen die wahrscheinlich schon, dass Gfkin verhaftet ist. Die meisten Indizien sprechen sowieso dafür, dass Jakob allein ist. Neu Indizien. Ja, reden wir noch mal von deinem geheimnisvollen Unbekannten. Hat der einen bestimmten Dialekt gesprochen? Hochdeutsch würde ich sagen. Hannoveraner. Also auf gar keinen Fall war das ein Hesse. Wenn Sie ein Zeichner holen, dann können wir ein Phantombild machen. Na ja, das verschieben wir vorläufig. Ich daB dir kein Wort. Kein einziges Wort glaube ich dir. Irgendjemand hat garantiert beobachtet, wie Jakob von Metzler am Freitag Morgen gegen 10:30 Uhr entführt worden ist, auf der Mürf der Landstraße. Vermutlich. Das war der am helligsten Tag. Warst du das? Nein. Die Polizei beruft im Augenblick eine Pressekonferenz ein und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe und Hinweise. Oh Gott, hoffentlich finden sie jetzt kein totes Kind. Wir finden die Schuldigen. Glaub mir das. Du weißt, was es heißt, wenn man die Ermittlung behindert. Ich habe eine Bitte. Ja, kann ich vielleicht was zu essen und zu trinken bekommen? Ich habe ein wahnsinnig Hunger. Muss ich mal gucken, was ich machen lässt. Danke. Jürgen, tu mir den Gefallen und pass auf, dass der da drin kein Mist baut. Ja, ich hab was zu essen und der erzählt mir die ganze Zeit nur Quatsch. Scheinlich seine Strategie, da will dich Möbel machen. Ja, aber jetzt will er was zu essen und jetzt kriege ich ihn Salami. Ich auch noch mit, dann hat er zur Auswahl. Wünsch mir so. Ja, danke. Jürgen, mehr ließ sich in der Kürze der Zeit nicht auftreiben. Es gibt Käse oder Salami. Danke. Den Zettel haben wir bei dir in der Wohnung gefunden. Die Schrift wurde schon verglichen. Das hast eindeutig du geschrieben. Da gibt's keinen Zweifel. Da steht: Wegfahren, Ortstermin, Steg, Rucksäcke, Brief, Test, Brief, Steinwurftest, Beil. Du warst an dieser Entführung beteiligt. Du hast sie geplant und du hast sie auch durchgeführt. Das ist der Beweis. Das ist eindeutig. Ich will mit einem Anwalt reden. Ja, natürlich. Das ist Jakob von Metzler. Haben Sie ihn vom Schulbus abgeholt? Was haben Sie mit ihm gemacht? Ich habe mit der Entführung nichts zu tun. Ich habe nur das Geld abgeholt und heute Morgen war ich mit meiner Freundin unterwegs. Wir waren im Reisebüro und anschließend sind wir nach Chaffenburg. Habe ich ein Auto gekauft. Danach sind wir zurück nach Frankfurt. Bedeutet Ortstermin Steg. Wir waren in einem Eiscaf und beim Friseur. Was bedeutet Ortstermin Steg? Wo ist Jakob von Metzler? Ich weiß es nicht. Also gut, meine Herren. Herr Eisner wird mich jetzt ablösen. Wenn ich keinen Schlaf bekomme, bin ich zu nichts mehr zu gebrauchen. Ich hab ein Eis schon weitgehend auf den Stand der Dinge gebracht. Was ist mit den Hinweisen aus der Bevölkerung? Viel gut gemeinter Blödsinn. Ein paar wichtigtuer. Ca. 800 Hinweise. Wir gehen allem nach. Wir werden also die Suchmannschaften vorläufig in der Nähe von Gfkins Wohnung einsetzen. Es war Tag. Er kann ihn nicht so weit weggebracht haben. Lösegeld fehlt noch fast die Hälfte ist einfach versmunken. 400.000 nicht in der Wohnung. Vielleicht hat das doch ein Komplize übergeben. Das würde dann auch heißen, dass Jakob unter Betreuung steht. Das wäre die positive Variante. Oder sie sind damit bereits über alle Berge. Das kann ich mir nicht vorstellen. Wir haben ja lückenlos observiert. Und wie weit bist du? Ah, der lässt dich ewig Zeit mit seinen Antworten und dann weicht er aus oder erzählt uns irgendein Mist, den wir schon lange wissen. Willst du dein Vorgehen ändern? Nein, nein. Ich koche den schon noch weich. Am meisten nervt mich seine Unschuldsmiene und wieder auf dem Brötchen rumkaut. Was ist mit der Freundin? Es gibt keinen Hinweis, dass das Mädchen etwas mit der Sache zu tun hat. Wenigstens etwas. Aber jetzt mal Hand auf Herz. Glauben Sie, dass das Kind noch lebt? Er schinde Zeit. Dafür gibt's nur einen plausiblen Grund. Das Kind soll sterben, damit es ihn nicht belasten kann. Davon müssen ausgehen. Aus ärztlicher Sicht hat es jetzt noch eine Lebenserwartung von maximal 12 Stunden. Was können wir tun? Unsere Mittel sind fast ausgeschöpft. Wenn Gfkin am Morgen immer noch schweigt, müssen wir zu anderen Maßnahmen greifen. Woran denken Sie? Wenn nichts anderes mehr möglich ist, bleibt uns nur unmittelbarer Zwang. Wir drohen dem Schmerzen an, um das Leben des Kindes zu retten. Halte ich das für gerechtfertigt. Verstehe. Instrumente zeigen, wenn es zum Äußersten kommt, werde ich die Drohung wahr machen. Das ist klar. Danke. Ist nicht leicht, über sowas zu sprechen. Was soll das sein? Stehen drei Möglichkeiten, was mit Jakob passiert ist. Ich möchte, dass du uns sagst, wie es ihm geht. Ist er irgendwo allein oder wird er bewacht oder ist er nicht mehr am Leben? Du musst nichts erklären. Mach einfach ein Kreuz bei der zutreffenden Antwort. Ich kann mich umdrehen, wenn es dir das leichter macht. So, wir haben jetzt 400 schafften mobilisiert. Die suchen in den umliegenden Wäldern. Runde 60 Suchhunde aus Württemberg und Bayern kommen noch mal 500 schafften mit noch mal. Die fangen bei Sonnen mit der Suche an. Möchten Sie ein Kaffee oder hier hat angekreuzt, dass Jakob unter Aussicht steht. Hast du ihn gefragt, wo der Junge ist? H mal, aber da kommt nur Geblubber. Der Karl, der ist wie Griesbrei. Hoffentlich kommt sein Anwalt bald. Wir brauchen ein abgestuftes Konzept. Entwickeln Sie einen Stufenplan. Spätestens morgen früh um 10:30 Uhr können wir nichts mehr für Jakob tun. Wir haben 11inhalb Stunden. Immerhin hat er gesagt, dass Jakob lebt. Vielleicht macht er jetzt auch oder ert uns wieder zum. Wir besprechen das jetzt hier gleich im Führungsstab. Denken Sie an Gfkins Mutter. Sie ist wahrscheinlich seine engste Bezugsperson. Wenn die ihm ins Gewissen redet, kommt er vielleicht zur Vernunft. Falls das nichts bringt, sollten wir schärfere Mittel in Reserve haben. Schärfere Mittel. Was mein Dam nicht zusehen, wie ein Kind stirbt, weil dieser Gfkin so will. Er behauptet, das Kind steht unter Aufsicht. Sehr beruhigend, wenn er das sagt und wenn nicht. Wir müssen handlungsfähig bleiben. Wir müssen auch unmittelbaren Zwang andenken. Als allerletzte Möglichkeit. Wollen Sie sich das wirklich antun? Wir machen wie besprochen.

[Applaus] Meine Damen und Herren. Herr von Metzer wird gleich zu Ihnen rauskommen. Er bittet Sie, keine Fotos oder Filmaufnahmen zu machen. Wir appellieren an Sie, dass Sie seine Bitte auf Folge leisten. Wenn Sie also so freundlich wären, Ihre Lampen wegzuschwenken oder auszuschalten. Vielen Dank. Guten Abend. Ich wollte Ihnen auch im meiner Familie sagen, dass wir verstehen, dass Sie hier sind. Es ist Ihr Beruf. Er ist sehr wichtig für die Öffentlichkeit. Wir respektieren das. Bitte respektieren auch Sie, was wir gerade durchmachen. Wir sind in schrecklicher Sorge. Gib ne. Was sagt die Polizei? Mit Rücksicht auf das Leben meines Sohnes kann ich Ihnen leider nicht mehr mitteilen als das, was Sie in der Pressekonferenz gehört haben. Wir hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung. Glauben Sie, dass Ihr Sohn noch lebt?

[Musik] Entschuldigung. Wie schätzen Sie das ein? Wenn man Angst machen provoziert ihn das nur, uns wieder irgendein anderes Märchen auf und wir können auf die schnelle ehrlich prüfen, ob da was dran ist oder nicht. Das ist eine Taktik. Der Busche studiert nicht umsonst. Ja, dann ist die Androhung von Schmerzen also nicht zielführend bei seiner Persönlichkeitsstruktur. Nicht Gfkin ist selbstverliebt, arrogant und an Geld interessiert. Gut, danke. Danke, meine Herr Cordela.

[Musik] Ja, wer hatte denn diese brillante Idee? Gfkin bewundert Elena. Der hat sie bloß kennengelernt, weil an Jakob rankommen wollte. Und was ist, wenn ihr Bruder trotzdem stirbt? Das Mädchen macht sie doch ein Leben lang Vorwürfe. Sie hören doch, dass ich nicht begeistert bin. Die Eltern sind einverstanden. Also gut. Ist der Anwalt jetzt bei Gfkin? In Ordnung. Äh, ach Herr Eisner, wer übernimmt morgen früh die Leitung? Herr Neumann. Na gut. Gut, dass ihr da seid. Herr Kleber, suchen Sie uns noch mal ein Freis. Das ist Kriminalober Eisner. Er leitet die BAO. Nicht den Kopf hängen lassen. Wir finden euren Bruder. Sch. Danke. Das, was wir vorhaben, ist alles andere als einfach. Bin gleich wieder bei mein. Er ist jetzt bereit, eine Aussage zu machen. Ja, da bin ich mal sehr gespannt. Bitte nicht hinschauen. Alles klar. Ja, tut mir leid, dass es hier so aussieht. Das ganze Präsidium zieht gerade um. Wenn ihr was trinken wollt, bevor wir überhaupt hier über irgendetwas anderes sprechen, ist mir.

Eins ganz wichtig. Niemand ist dir böse, wenn du das nicht machen willst. Ich schaff das. Du sollst auf keinen Fall etwas tun, was du nicht willst. Dass du Angst hast, ist nur natürlich. Ich habe keine Angst. Ich ma das. Dost wirst dem Entführer deines kleinen Bruders gegenübertreten. Du sollst ihn dazu bringen, dass er was sagt. So eine Situation würde jedem Angst machen. Wir müssen jetzt kurz ganz offen darüber sprechen, sonst lasse ich dich da nicht rein. Entschuldigung, was ist denn? Braucht dich nicht jetzt. Wichtig. Entschuldigung. Weißt du, was er von mir will? Er ist vorsichtig. Er will nicht, dass du durchdrehst. Einfach alles wie besprochen. Es wird besser, wenn du redest. Ist an dem See? Wie bitte? Was hast du gesagt? Das Kind ist an dem See. In der Hütte. An welchem See? Waldsee. Kann das genauer beschreiben? In einer Hütte am Nordufer oder im Süden? Mein Gott, du musst doch wissen, wie du dahingekommen bist. Über welche Straßen? Er ist in einer kleinen Hütte, ungefähr ein paar Meter vom Ufer weg. Kann uns mal jemand eine Landkarte vom Langen-Na-Waldsee besorgen? Wirklich großer Maßstab und schnell, bitte. Wenn Jakob in der Hütte ist, dann lebt er. Also ist er allein? Er wird bewacht. Von wem? Sag uns die Namen, Mensch! Kfen, jetzt red schon. Hat er Namen genannt? Kapiert, uns ein Knochen hinwerfen muss, damit wir ihn nicht länger nerven. Sagt, dass Jakob lebt. Vorher auch schon, aber da war sein Anwalt noch nicht dabei. Und vor dem kann er unmöglich den gleichen Unsinn verzapfen wie in den Stunden vorher. Anwalt ist doch egal. Wollte endlich seine Ruhe und die hat er bekommen. Die Hütte am Langen-Na-Waldsee. Ziemlich genau die Umgebung auch. Ich glaube nicht, dass er das erfunden hat. Warum zeigt er uns nicht auf der Karte, wo diese scheiß Hütte ist? Das weiß ich nicht, aber das kriegen wir noch raus. Der Lange-Na-Waldsee, den kennt in Frankfurt jeder. So eine blöde Hütte beschreiben, dazu braucht keinen Funken Fantasie. Okay, so ihr beiden. Fahrt jetzt erstmal nach Hause und versucht ein bisschen zu schlafen. Wir suchen die Hütte. Gut. Ich bin morgen spätestens um 8 Uhr wieder da und dann hole ich ein umfassendes Geständnis aus ihm raus. Was machen wir mit den Kindern? Das mache ich. Entschuldigung, dass ihr so lange warten musstet. Sind gerade ein paar wichtige Dinge passiert. Wir wollen eine Begegnung zwischen dir und Magnus Gfken vorläufig verschieben. Wir hoffen, dass wir auch so zurechtkommen. Dann gibt es eine Spur. Wir können leider noch nicht mit euch drüber sprechen. Was sieht gut aus? Was sehe ich ihn an? Es wäre wirklich falsch, wenn ich jetzt was sagen würde. Kommt, wir bringen euch jetzt nach Hause. Sieht aus. Möchte möglichst wenig Geräusche. Sie haben ihre Einsatzpläne. Viel Erfolg. Wie spät ist es? Es wird bald hell. Was tust du denn hier? Es ist mitten in der Nacht. Hast du überhaupt geschlafen? Ich weiß nicht genau. Sowas ähnliches. Willst du auch Kaffee? Kann ich sowieso nicht mehr schlafen. Ich hab es gestern Abend in die Nachrichten gehört. Ich muss los.

[Musik]

Ohne Grund.

[Musik]

Verstand.

[Musik]

Polizei.

[Musik]

[Musik]

Wissen Sie, ich glaube, irgendwas in meinem Innern sagt mir, dass Jakob nicht mehr lebt. Aber woher wollen Sie das wissen? Wir haben überhaupt kein Hinweis darauf, dass Jakob nicht mehr lebt. Sowas sollten Sie nicht denken. Ich kann mir vorstellen, was für Gedanken einem durch den Kopf gehen. Das sind mit Sicherheit grauenhafte Tage und Nächte. Aber solange wir kein Gegenbeweis haben, lebt Ihr Sohn. Daran sollten Sie bitte nicht zweifeln. Glauben Sie, im Haus ist schon eine Tasse Kaffee zu bekommen? Die beiden Jungs erklären übereinstimmend, dass Gfken sich an ihnen rächt. Sie wirken glaubwürdig. Es gab keine Hinweise, dass sie mit der Sache zu tun haben. Wir haben seit über 10 Jahren keinen Kontakt mehr mit Gfken. Vermutlich wollte er sie mal richtig erschrecken. Dieser Bursche bindet uns einen Bären nach dem anderen auf. Was ist mit der zweiten Hälfte des Lösegelds? Inzwischen aufgetaucht? Er hatte sie in Spielschachteln versteckt. Das Protokoll endet um 2 Uhr heute Nacht. Da hat der Mon das Verhör unterbrochen. Schlafen lassen. Aus dem war nichts mehr rauszuholen. Und wie verlief die Konfrontation mit seiner Mutter? Gfken hatte eine Hütte am Langen-Na-Waldsee beschrieben und dann hat er noch die beiden Jungs als Komplizen genannt. Und daher haben wir die Konfrontation mit der Mutter zurückgestellt. Genau wie die mit Jakobs Schwester. Was sieht der Stufenplan als Nächstes vor? Welcher Stufenplan? Ich dachte, Sie haben schon übergeben. Gfken-Geständnis. Deshalb erschien uns ein Stufenplan entbehrlich. Entbehrlich? Dachten, Gfken's Aussage würde mehr hergeben. Sie klang ja sehr plausibel. Und was werden Sie jetzt tun? Ja, ich frage Sie beide. Jetzt ist es 7 Uhr und Sie haben keinen blassen Dunst, was Sie jetzt tun sollen. Wir weiten die Suche um den Langen-Na-Waldsee aus. Die Suchkräfte aus Bayern und Baden-Württemberg sind vorrangig. Wir könnten die Idee des Profilers noch mal aufgreifen und mit vonzler konfrontieren. Sie schaffen jetzt so schnell wie möglich Kevkin's Mutter hierher. Wenn die nicht zum Reden bringt, drohen wir ihm Zwang an. Bevor Sie Ihren Dienst wenden, prüfen Sie noch, ob wir ein Wahrheitsserum beschaffen können. Ein Wahrheitsserum? Soweit ich weiß, setzen die Geheimdienste Natrium Pentothal ein. Das setzt die innere Widerstandskraft. Darunter sprechen Sie mit einem Arzt. Aber das ist nicht legal. Wir haben einen Fall von übergesetzlichem Notstand. Gfken ist im Begriff, ein Kind zu ermorden. Wir dürfen zur Abwehr einer Gefahr für Leib und Leben Schusswaffen einsetzen. Deshalb dürfen wir Gfken Schmerzen androhen und auch zufügen, wenn er nicht spricht. Ich betrachte unsere Situation als Fall von Nothilfe. Lesen Sie die Paragraphen 54 bis 63 im StGB. Das sind die zum unmittelbaren Zwang. Sie organisieren einen Bär, der notfalls durch Schmerzen zum Reden bringen kann und einen Arzt. Außerdem müssen wir das ganze aufzeichnen können. Wie Aufzeichnung? Falls es wirklich dazu kommt. Haben Sie andere Vorschläge? Dann machen wir das so. Wir haben höchstens vier Stunden. Ich lasse nicht zu, dass Gfken den See-Nord zu Ende bringt. Es war ein Riesenfehler. Das Verhör hätte in der Nacht auf keinen Fall unterbrochen werden dürfen. Das war Entscheidung des Polizeiführers. Sie können nicht alles kontrollieren. Kann das nicht so weiterlaufen lassen? Und jetzt? Wir brauchen einen neuen Mann im Verhör. Das muss jemand sein, der auf ihn einwirken, der insistieren kann. Der Beschreibung einigermaßen. Wir gehen rein. Es ist keine scheiß Hütte. Sie von Kinderschlafs. Gens Beschreibung. Und da sind da noch die Blutanhaftungen. Obs Blut? Möglich. Wir prüfen noch. Es könnte sein, dass seine Bewacher die Suchtrupps bemerkt haben und dann entwischen. Das ist eine hauchdünne Chance. Das wird aber heißen, dass das Kind verletzt ist. Hatten Sie schon Kontakt mit Gfken? Wir haben uns streng an die Richtlinie gehalten. Ich leite die allgemeine Ermittlung. Mon hat bisher die Verhöre geführt und gelegentlich war ein Profiler dabei, aber ich nicht. Ja, ja, danke. Die Gegenüberstellung mit seiner Mutter hat nichts gebracht. Ich will, dass Gfken mit einem neuen Gesicht konfrontiert ist. Machen Sie Druck. Da stirbt ein Kind und er ist dafür verantwortlich. Wenn das nichts bringt, erklären Sie ihm, dass die Behördenleitung sich damit nicht zufrieden geben wird. Sie müssen ihm nicht drohen. Sie werden ihm nur ankündigen, dass wir unmittelbaren Zwang anwenden werden. Gfken studiert Jura. Er wird wissen, was ihn erwartet. Wer wird das durchführen? Wir haben meinen Mann mit Übungsleiterlizenz vom Deutschen Sportbund. Ein Hubschrauber bringt ihn her. Er wird Gfken die Maßnahme zuerst androhen und wenn er dann immer noch schweigt, wird er ihm Schmerzen zufügen. Waren Sie schon mal in so einer Situation? Es ist das erste Mal, aber rechtlich ist die Maßnahme abgesichert. Nämlich an. Es geht jetzt ausschließlich um Gefahrenabwehr. Stellen Sie Gfken keine Fragen, die für die Strafverfolgung relevant sind. Ein Geständnis wäre vor Gericht sowieso nicht verwertbar. Ich werde jetzt gleich den Staatsanwalt informieren, damit er weiß, was wir tun. Sch. Ich steh. Druck. Wir derpr. Seine Eltern sollen den großer Gefahr sein. Ist deshalb kann er nicht reden. Der blügt sogar seine Mutter. Glauben Sie mir, wenn es nicht dringend wäre, würde ich nicht anrufen. Geben Sie mir seine Privatnummer. Ja, von mir aus. So geht es auch. Sie haben ja meine Durchwahl. Es ist sehr dringend. Bestellen Sie das dem Staatsanwalt. Ich warte auf seinen Anruf.

[Musik]

Ich will jetzt wissen, was mit dem Jungen ist. Wir haben das ganze Geld bei dir gefunden und du bist maßgeblich an der Entführung von Jakob beteiligt. Das beweisen deine Notizen. Seitdem du hier bist, hast du uns ständig angelogen. Das unschuldige Menschen belastet. Das hier ist kein Spiel und kein Spaß. Brauche einen Amtsarzt, der das hier im Notfall betreut. Jetzt gleich für die nächsten Stunden. Ja, wo stecken Sie denn? Sie wollten noch mal acht hier sein. Tut mir leid. Ich fang gleich an. Lassen Sie den Gfken herbringen. Das war Verhör. Läuft doch schon. Das kann überhaupt nicht sein. Ich führe das Verhör. Dasner wollte einen neuen Mann. Sind hier jetzt alle verrückt geworden? Eine Landkarte, schnell! Ich brauch sofort eine Landkarte vom Wirstein. Mensch, was machst du hier für ein Blödsinn? Das ist mein. Das Kind ist nicht am Langen-Na-Waldsee. Der Dreck hat uns die ganze Zeit angelogen. Ach ja, und jetzt sagt er die Wahrheit? Meinst du, bei Gfken kann man das nicht wissen. Bei dem ist gar nicht sicher. Gut, hier, hier, hier. Diesen B muss nehmen. Hast du? Okay. Ich brauch sofort. Lass mich das machen. Ich brauch nicht lange. Ich hab gestern Stunden lang gebraucht, auch nur einigermaßen in Kontakt zu kommen mit ihm. Das ruinierst du jetzt alles. Ich mach das schon. Und jetzt lass mich.

[Musik]

[Musik]

Los. G hat den M vor einer halben Stunde gestanden. Wir müssen die Familie informieren. Ist der Leichnam schon gefunden worden? Aber Gfken's Aussagen sind ziemlich eindeutig. Wie es scheint, hat er das Kind schon am Freitag umgebracht, unmittelbar nach der Entführung. Wir haben damit rechnen müssen. Sie haben das Menschenmögliche getan. Das ist kein Trost. Nein. Ich komme dann später zu Ihnen. Wir die Pressekonferenz vorbereiten. Was ist? Komm weiter. Du musst uns zeigen, wo es ist. Am SCK. Da komm jetzt weiter. Sie bleiben hier bei ihm.

[Musik]

[Musik]

Kollegen. Kommt das jeen sagt das.

[Musik]

Ja, hab ich verstanden. Dan. Was ist passiert? Zur Rettung des Lebens des entführten Kindes habe ich angeordnet, dass Gfken nach vorheriger Androhung unter ärztlicher Aufsicht durch Zufügung von Schmerzen erneut zu befragen ist. Die Befragung des Gfken dient nicht der Aufklärung der Straftat, sondern ausschließlich der Rettung des Lebens des entführten Kindes.

[Musik]

Mit einer Trauerfeier haben in Frankfurt am Main hunderte Menschen Abschied von dem Bankierssohn Jakob von Metzler genommen. Der Elfjährige war vor zwei Wochen entführt und ermordet worden. Der Gottesdienst in der Katharinenkirche wurde mit Lautsprecher nach draußen übertragen. Nach der Trauerfeier wurde Jakob auf dem Hauptfriedhof beigesetzt. Draußen wie drinnen Trauer und Schmerz. Elf Jahre war der jüngste Sohn der Familie von Metzler geworden, dann war sein Leben plötzlich vorbei. Wie wird einer, der sich selbst für einen lieben, netten Menschen hält, zu einem heimtückischen Mörder? War es allein die maßlose Geldgier, die Magnus Gfken dazu trieb, den kleinen Jakob von Metzler zu ermorden? Vieles bleibt auch T des Urteils rätselhaft an diesem Kriminalfall, der wohl alle von uns bewegt hat. Lebenslanger Haft lautet das Urteil, und das sind nicht nur die 15 Jahre, nach denen auch ein Mörder in der Regel auf Bewährung entlassen werden kann. Denn das Gericht stellte eine besonders schwere Schuld fest. Die werde auch nicht dadurch geringer, dass die Polizei Gfken bei der Vernehmung mit Folter gedroht habe, so der Richter. Doch auch die Worte an die Polizisten sind deutlich: "Sie haben mit der Folterdrohung der Rechtsstaatlichkeit dieses Landes schweren Schaden zugefügt." Wenn ein festgenommener Verdächtiger foltert, kann die Polizei ihm die Handfesseln bis auf die Knochen zudrücken. Das ist dann unmittelbarer Zwang. Wir mussten einem Kind das Leben retten. Deshalb habe ich Gfken Schmerzen androhen lassen. Das kann doch kein vernünftiger Mensch als Folter ansehen. Du musst diesen Anwalt verklagen. Da hat dich wortwörtlich als Verbrecher bezeichnet. Das darf er doch nicht. Das war seine Strategie, die Polizei zu dämonisieren. Dass Gfken unschuldig ist, kann er doch nicht behaupten. Kann nur beweisen, dass ich keinen Fehler gemacht habe. Das wären auch die Staatsanwälte. So sehr. Wieso Staatsanwälte? Du wirst angeklagt wegen Folter. Guten Morgen. Das ist Dr. Paen, mein Anwalt. Guten Morgen. Kommen Sie bitte. Milderes Urteil erwartet. Das hätte mich jedenfalls nicht gewundert. Die Anwälte haben ja am Anfang die Einstellung des Verfahrens gefordert. Das sind Anwälte. Wir machen unseren Job. Aber die Richter lassen sich nicht davon beeinflussen. Magnus Gfken hat die höchstmögliche Strafe bekommen. Sie sollten sich nicht so aufregen lassen. Damit machen Sie sich nur verrückt. Im Spiegel steht wortwörtlich: "Ich hätte der Rechtsstaatlichkeit einen Schaden zugefügt mit meinen Foltermaßnahmen." Das bezieht sich auf die Pressekampagne. Es zitiert das Wort in Anführungszeichen. Ich finde, das genügt. Dass der Richter sowas schreibt, ist fast eine Vorverurteilung. So, jetzt kannst losgehen. Bitte entschuldigen Sie, dass Sie kurz warten mussten. Mein Name ist Hilt, ich verteidige Herrn Daschner. Es freut mich, dass Sie sich für Dr. Pausen entschieden haben. Wir haben schon oft zusammengearbeitet. Wie Sie alle wissen, hat mir die Staatsanwaltschaft nun endlich Akteneinsicht gewährt, nach neun Monaten. Es wäre sicher nicht klug, daraus jetzt einen Skandal zu machen, auch wenn es angebracht wäre. Wir haben ein paar andere Probleme. Herr Gfken sagt aus, er sei letztes Jahr am Morgen des 1. Oktober zwischen 6 und 7 Uhr von Herrn Enichkeit und einem weiteren Beamten aus seiner Zelle geholt worden. Das ist falsch. Ich habe ihn erst um 8 Uhr gesehen, also nachdem er seiner Mutter gesprochen hat. Diese Dinge klären wir später. Im Augenblick ist es erstmal wichtig, dass wir wissen, was der Mörder sagt. Also gut. Ich zitiere: "Er, das heißt Sie, Herr Enichkeit, fasste mich an den Schultern. Er sagte, dass das Ganze kein Spiel und kein Spaß sei. Ein Spezialist wäre mit einem Hubschrauber unterwegs, welcher ein Fachmann wäre. Er könnte mir Schmerzen zufügen, die ich noch nie zuvor verspürt hätte. Die Behandlung würde keine Spuren hinterlassen." Fantasierte da zusammen. Sowas habe ich doch nie gesagt. Der Beamte verdeutlichte die Situation, indem er beispielsweise die Rotorgeräusche des Hubschraubers nachahmte. Der Beamte kam weiter näher und drohte, dass ich mit zwei großen Negern in eine Zelle gesperrt würde, welche sich an mir sexuell vergehen könnten. Der Wortlaut des Beamten war weiter, dass mir die [ __ ] in den Arsch [ __ ] würden und mich verprügeln würden, mich am Schwanz lutschen würden, etc. Ist gut. Er führte weiter aus: "Ich würde mir wünschen, nie geboren worden zu sein." Geht's noch? Jeder versteht, dass Sie aufgewühlt sind, aber ich möchte Sie jetzt trotzdem bitten. Ich kann Sie nur verteidigen, wenn Sie wirklich ehrlich zu mir sind. Wenn es etwas gibt, was auch Herr Daschner nicht wissen soll, müssen Sie es mir trotzdem sagen. Wenn später etwas ans Licht kommt, dass ich nicht weiß, haben Sie die größten Nachteile. Ja, das ist klar. Also gut. Was ist dran an den Schilderungen des Mörders? Ich will Ihnen das mal ganz ehrlich sagen. Was dieser Gfken da durchgezogen hat, das ist widerlich. Wenn Sie vor dem sitzen, da können Sie schon Beherrschung verlieren, aber ich hatte mich unter Kontrolle. Ich habe versucht, in ihm Bilder zu erzeugen. Er sollte sie vorstellen, was Jakob durchmacht, dass er das Bild von dem toten Kind ein Leben lang nicht mehr loswerden würde. Und diese Drohungen hat er erfunden. Ich habe schon Druck gemacht. Ich habe ihn angekündigt, dass er mit Schmerzen rechnen muss, wenn er nicht redet. Und mir habe ich dazu nicht gesagt. Herr Daschner hat ja gesagt, dass das keine Drogen werden sollen. Er hat gesagt, dass da noch eine Stufe dazwischen sein soll. Sagt, er habe große Angst bekommen. Sie können jedem Psychologiebuch nachlesen, was ein Mörder durchmacht, wenn er nicht mehr wegsehen kann. Ihm ist klar geworden, dass er die Augen von Jakob sein Leben lang nicht mehr vergessen wird. Ein Kind ermordet. Natürlich hat er Angst gehabt. Wieso war Herr Enichkeit eigentlich allein mit dem Gfken? Das ist nicht ungewöhnlich. Und auf Augen bekommt man leichter Zugang zum Täter. Der Herr war ja vorher auch meistens allein. Wenn wenigstens ein Turband mitgelaufen wäre oder ein Video. Für die eigentliche Befragung war das geplant. Der Herr ähigkeit sollte Gfken noch einmal ins Gewissen reden und wenn das nichts bringt, sollte er ihm ankündigen, dass die Polizeiführung sich damit nicht abspeisen lassen würde. Und blieb noch zwei oder drei Stunden, um Jakob Leben zu finden. Das wird die Richter nicht überzeugen. Polizei muss die Gesetze achten, auch unter größtem Druck. Das haben wir getan, aber Sie können es nicht beweisen. Herr Gfken stellt es anders dar, als Herr Enichkeit's Aussage steht gegen Aussage. Dass es dazu gekommen ist, ist nicht die Schuld des Mörders.

[Musik]

Herr Präsident, wollen Sie zu mir? Paar Minuten. Sie haben bestimmt gehört, was geschehen ist. Der Richter hat die Anklage gegen uns zugelassen. Es gibt ein Prozess. Der Innenminister hat mich deshalb angerufen. Der Innenminister. Das ganze tut mir furchtbar leid.

[Musik]

Bist du da? Was passiert? Das Innenministerium hat mich aus dem Amt entlassen. Die versetzen mich irgendwohin, wo ich keinen Schaden anrichte. Ich bin bloß froh, dass ich noch am gleichen Tag den Vermerk geschrieben habe, sonst würden sie mir noch unterstellen, dass ich was vertuschen wollte. Die müssen kapieren, in was für einer Situation wir waren.

[Musik]

Bitte.

[Musik]

Bitte setzen Sie sich.

[Musik]

Wo ist Gericht? Wir wollten das Leben von Jakob retten. Am vierten Tag der Entführung hatte sich die Situation so zugespitzt, dass ich eine Entscheidung treffen musste. Im Vordergrund stand die Sorge um das entführte Kind, wobei bis zum sicheren Beweis des Gegenteils davon auszugehen war, dass es noch lebte und gerettet werden konnte. Es bestand auch die Befürchtung, schon zu lange gewartet und damit den Tod des Kindes mitverschuldet zu haben. Aus meiner Sicht standen noch zwei Alternativen zur Verfügung, nämlich entweder nachdrücklich und notfalls mit Androhung unmittelbaren Zwangs auf den Tatverdächtigen einzuwirken oder auf weitergehende Maßnahmen zu verzichten und damit den qualvollen Tod des Kindes billigend in Kauf zu nehmen. Andere zielführende Lösungsvorschläge wurden zumindest mir gegenüber von keiner Seite vorgetragen. Danke. Noch Fragen von Seiten der Staatsanwaltschaft? Keine. Was ist? Nichts. Das hat nicht zu bedeuten. Das ist ein schlechter Scherz. Die kennen unsere Adresse. Außerdem ist es ja noch ziemlich lange bis Weihnachten und dann komme ich auch gleich in den Himmel. Das sind noch gute Aussichten. Das ist nicht

[Musik]

witzig. Wir hätten also am Dienstag morgen noch konventionelle Maßnahmen zur Verfügung gestanden. Unbedingt. Wir wollten die Aussage von Gfken, und zwar ohne unmittelbaren Zwang. Wir wollten ohne Herrn Daschner's Anordnung zurechtkommen. Die Anordnung von Herrn Daschner war war schon Schock. Also, ich kann es gar nicht anders sagen, ich war ganz perplex. Aber Sie haben seine Anordnung befolgt. Ich hatte Bedenken, erhebliche Bedenken. Ich wusste ja, dass diese Maßnahmen unzulässig waren. Eine Zwischenfrage. Haben Sie Herrn Daschner das gesagt? Sie hätten sich auf das Remonstrationsrecht berufen und sich an höherer Stelle über Ihren Vorgesetzten beschweren können. Das haben Sie nicht getan. Wir standen enorm unter Druck. Wenn ich hier auf einen Konflikt ankommen lassen, hätten wir zu viel Zeit verloren. Das heißt, Sie agierten bewusst an Ihrem Vorgesetzten vorbei. Ich muss gar keine moralischen Kriterien ins Feld führen. Ich war ja schon aus psychologischen Gründen gegen die Androhung von Zwang. Ich hatte diesen Gfken in der Zwischenzeit ja lange genug studiert. Ein Mensch mit dieser Persönlichkeitsstruktur würde unter Druck keine tragfähige Aussage machen. Er würde nur neue Lügen erfinden oder Dinge behaupten, die wir nur sehr, sehr schwer überprüfen könnten. Davon war ich fest überzeugt. Und wenn ich fragen darf, wie beurteilen Sie aus heutiger Sicht Ihre damalige Entscheidung? Entschuldigung. Nun, Herr Enichkeit versuchte ja keinen allzu großen Druck zu erzeugen. Er ist so ein eher väterlicher Typ und wollte ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Das Resultat war, dass Herr Gfken über Stunden hinweg eine Lüge nach der anderen erzählt hat. Als er Enichkeit dann das Verhör übernahm, gab er recht schnell die Wahrheit preis. Spricht das nicht dafür, dass Ihre Einschätzung von Herrn Gfken falsch war? Ich bin Herrn Daschner sehr dankbar für die Entscheidung, die er am Dienstag Vormittag getroffen hat. Sie wussten, dass die Gesetze keine Gewaltandrohung erlauben. Es war mir klar, dass das Gesetz keine Gewalt hier gibt, aber mein Gewissen sagt etwas anderes. Wir mussten handeln und zwar schnell. Wir durften das Leben von Jakob nicht dem Belieben eines Herrn Gfken überlassen. Daschner hat mir die Riesenlast der Entscheidung abgenommen. Sonst hätte ich vielleicht mit einem toten Kind leben müssen, weil ich nicht den Mut hatte, zu Potte zu kommen, um ein Menschenleben zu retten. Wenn das nicht gemacht hätte, s ich vielleicht heute da. Herr Daschner, geben Sie acht, was Sie sagen. Sie stehen vor Gericht. Wenn Sie so weiter reden, machen Sie sich noch strafbar. Herr Daschner, eines müssen Sie mir erklären. Sie sagen zwar, dass Sie sicher waren, dass Sie durch das Nothilfegesetz rechtlich abgesichert waren, aber trotzdem wussten Sie auch, dass es sich um eine ausgesprochen heikle Situation handelt. Das war eine einmalige Situation, eine absolute Ausnahme. Warum am Gottes Willen haben Sie dann den diensthabenden Staatsanwalt nicht informiert? Das habe ich versucht. Er war nicht erreichbar. Ich glaube, er hat geschlafen. Ich muss aber noch einmal ganz deutlich sagen, dass wir unter großem Zeitdruck standen. Ich hatte wahrlich anderes zu tun, als dem Staatsanwalt hinterherzurennen. Das wäre aber Ihre Pflicht gewesen. Ich fürchte, Sie täuschen sich. Unsere Maßnahmen dienten an diesem Morgen ja nicht der Strafverfolgung des Täters. Ich habe Herrn Enichkeit explizit angewiesen, Gfken keine Fragen zur Planung und zur Ausführung der Tat zu stellen. Wir wussten, dass seine Aussagen vor Gericht nicht verwendbar sein würden. Es ging mir einzig und allein darum, Gefahr von Jakob von Metzler abzuwenden. Und wie Sie wissen sollten, sind alle Maßnahmen der Gefahrenabwehr ausschließlich Sache der Polizei. Eine Zustimmung der Staatsanwaltschaft war in dieser Situation nicht erforderlich. Es sollen Sie eigentlich wissen, dass die Trennung von Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im sogenannten Kreuzlass geregelt ist. Nun, ganz du sicher scheint Sie sich aber doch nicht gefühlt zu haben dabei. Sie haben noch am späteren Montagabend sich nach oben abgesichert. Bei so einem wichtigen Fall ist es üblich und notwendig, die übergeordneten Stellen auf dem Laufenden zu halten. Das geschah regelmäßig auf dem vorab festgelegten Meldeweg. Ich habe der Verbindungsperson gesagt, dass unsere Mittel bald ausgeschöpft sein. Als letzte aller Möglichkeiten werden wir unmittelbaren Zwang in Erwägung ziehen und notfalls auch anwenden. Dem wurde nicht widersprochen. Mein Gesprächspartner sagte, sie seien nachvollziehbar. Wir müssten Instrumente zeigen. Instrumente zeigen. So hat er sich ausgedrückt. Wer war dieser Beamte? Herr Daschner. Nennen Sie uns den Namen. Herr Enichkeit und ich und unsere Familien sind seit 21 Monaten einer Hetzkampagne ausgesetzt, die ich nicht mal meinem größten Feind wünsche. Wenn ich jetzt den Namen dieses Mannes nenne, wird er ebenfalls eingezogen. Das kann ich nicht verantworten. Ich begreif Sie nicht. Wenn Sie tatsächlich von oben grünes Licht bekommen haben, dann entlastet sie das doch. Wir reichen Ihnen die Hand. Wissen Sie, Daschner, ich glaube, diese Person existiert überhaupt nicht. Sie ist ein Phantom. Ich bin kein Lügner, Herr Staatsanwalt. Aber es ist nicht so wichtig. Dieser Mann kann mich nicht entlasten. Ich bin mit diesem Anruf lediglich meiner Berichtspflicht nachgekommen. Ich habe nicht um Erlaubnis gefragt. Für die Anordnung, die ich Herrn Enichkeit erteilt habe, bin ich allein verantwortlich. Das heißt, Sie hätten diese Anordnung auch erteilt, wenn der mysteriöse Verbindungsmann sich gegen Ihr Vorhaben ausgesprochen hätte? Ja, ja. Das, was Sie angeordnet haben, war schwere Nötigung. Es nicht anzuordnen, wäre unterlassene Hilfeleistung gewesen. Ergänzen darf, wenn Herr Daschner nicht so gehandelt hätte, hätte er sich zurecht des Totschlags durch Unterlassen nach Paragraph 212 und 13 StGB schuldig gemacht. Als Polizist hatte er die Pflicht zur Gefahrenabwehr. Er musste das Leben des Kindes retten. Hier etwas zu Beruhigung. Du musst endlich mal wieder richtig schlafen.

[Musik]

Ich geh noch kurz eine frische

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Luft. Morgen wird das schlimmste Tag von allen, aber schaffen das. Es ist ein Mörder und diese Leute lassen ihn als Zeuge gegen mich aussagen. Wir wollten bei ihm sein, wir wollten in den Gerichtssaal kommen und sie unterstützen, aber unsere Juristen sagen, es könnte Ihnen schaden. Jemand hat behauptet, Sie hätten mich dafür bezahlt, dass ich dem Gfken Zwang androhe. Die Presse schlachtet das auch noch aus, aber das nimmt doch niemand ernst. Trotzdem alle diese Unterstellungen, je absurder sie sind, desto verletzender sind sie. Wenn wir irgendetwas für Sie tun können, das weiß ich zu schätzen, aber Sie schulden mir nichts. Ich habe nur meinen Job gemacht. Ach, hier bist du. Wo bleibst du denn so lange? Ich habe nachgedacht. Hast du gerade mit jemandem gesprochen? Hier ist

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niemand. Er hat gesagt, ich werde mit zwei fetten Negern in eine Zelle gesperrt. Die würden mich dann vergewaltigen und dann würden sie mir solche Schmerzen bereiten, wie ich noch nie welche erlebt hätte. Deshalb sagten sie dann schließlich, wo sich Jakobs Leiche hingeschafft haben. Ich hatte wirklich Angst, dass ich da nicht mehr lebend rauskomme. Echte Todesangst. Wenn man das nicht erlebt hat, dann kann man sich dieses Gefühl nicht vorstellen. Herr Gfken, ist es richtig, dass Sie zu Protokoll gegeben haben, dass bei Ihrer Verhaftung im Parkhaus auf Ihre Reifen geschossen wurde? Später hat sich dann herausgestellt, dass das eine Lüge war. Ja. Sie haben auch behauptet, Sie seien bei der Verhaftung geschlagen worden und Ihre Freundin soll mit Vergewaltigung bedroht worden sein. Später konnten dann unabhängige Augenzeugen belegen, dass nichts dergleichen geschehen war. Tja, nun geht's jetzt richtig los. Sie haben bei der Befragung durch Herr Mohn erklärt, dass Sie mit der Entführung nichts zu tun haben und damit nicht genug, mehrfach behauptet, Jakob würde noch leben. Ist das richtig? Wie bitte? Ja, es gibt sogar einen schriftlichen Beweis dafür. Sie haben auf einem Zettel angekreuzt, dass Jakob lebe und unter Aufsicht stehe. Dann haben Sie zwei junge Männer beschuldigt, sie hätten die Entführung gemeinsam mit Ihnen geplant und ausgeführt. Dann haben Sie einen weiteren Mann als Mittäter beschuldigt. Das alles waren Lügen. Ihrer Mutter gegenüber haben Sie etwas von einer Erpressung zusammenfantasiert. Wie viele Lügen waren das? Kann schon sein, dass ich nicht immer die Wahrheit gesagt habe. Wissen ja alle hier. Aber was wollen Sie damit beweisen? Der Angeklagte hat sich genauso verhalten, wie ich das geschildert habe. Das schwöre ich. Da ist nichts gelogen. Jedes Wort ist wahr. Ich hatte Todesangst. Gut, nachdem der Leichnam gefunden war, gab es eine Menge Gespräche. Es gab polizeiliche Verhöre mit Herrn Mohn und anschließend mit der Staatsanwaltschaft. Sie haben auch mit einem Profiler gesprochen, der dann ein Gutachten verfasst hat. Ist das richtig? Ja. In keinem dieser Gespräche erwähnen Sie, dass Sie bedroht wurden. Auch die schreckliche Todesangst, in der Sie sich anscheinend befanden, kommt mit keinem Wort vor. Sie berichten davon zum ersten Mal dreieinhalb Monate nach den Ereignissen. Wie kann das sein? Mir hätte doch sowieso niemand geglaubt, wenn ich das erzähle. Nach allem, was mir passiert ist, ich war ja abgestempelt. Herr Kollege. Herr Gfken, Sie haben während der letzten Monate in Untersuchungshaft weiter studiert und auch eine Prüfung abgelegt. Das erste Staatsexamen. Ja. Ihre Wahlfächer waren Strafrecht und Strafprozessrecht. Dann haben Sie in dieser Zeit auch Bücher über Folter und über das Strafprozessrecht gelesen. Schon möglich. Sie wussten also, was für ein Wirbel entstehen würde, wenn Sie behaupten würden, Sie seien gefoltert worden. Herr Gfken, hofften Sie, dass die Foltervorwürfe von Ihrer eigenen Tat ablenken würden? Will auf diese Frage nicht antworten. Jetzt haben die Richter wenigstens gesehen, wen wir da vor uns hatten. Ganz gut. Nicht so bescheiden. Se zerlegt. Es ist vorüber. Ist die Hauptsache. Bis morgen. Schn.

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[Applaus]

Wolfgang Daschner befand sich in einer Situation, die ihm keine Wahl ließ. Die Menschenwürde des mutmaßlich in akuter Lebensgefahr schwebenden Opfers stand gegen die Menschenwürde des Verbrechers. Egal, wie Wolfgang Daschner entschieden hätte, er hätte immer eines der geschützten Rechtsgüter verletzt. In dieser Situation war dem Recht auf Menschenwürde des Kindes absoluter Vorrang einzuräumen. Wäre die Polizei gegen den Verursacher der Lebensgefahr nicht vorgegangen, hätte sie sich des Totschlags durch Unterlassen schuldig gemacht. Hohes Gericht, lassen Sie nicht zu, dass die Menschenwürde Jakob von Metzler's und der Familie von Metzler weiter verletzt wird durch die eiskalte Strategie eines Verbrechers. Die Krönung der Taktik Gfken's wäre es, wenn er als verurteilter Mörder in die Rolle des Opfers schlüpfen könnte. Sie, hohes Gericht, sollten im Falle eines Freispruches keine Angst haben vor der Schlagzeile: "In Deutschland ist die Folter erlaubt." Bei der Tat von Wolfgang Daschner handelte es sich um einen absoluten Einzelfall. Wenn Sie diese beiden Männer freisprechen, bedeutet das keineswegs, dass Folter erlaubt ist. Außerdem haben das Gerichtsverfahren und die öffentliche Diskussion Herrn Daschner stark mitgenommen. Dies führte zu einer schweren familiären Krise und irreparablen gesundheitlichen Schäden. Herr Daschner ist ein gebrochener Mann. Er hat keine Reputation mehr, nichts mehr. Bin doch kein gebrochener Mann. Das klingt, als ob ich von Skrupeln zerfressen würde. Ich mich schuldig doch selbst. Wie das hier läuft. Ich habe auf Freispruch plädiert, aber mit dieser Kammer ist das nicht zu machen. Deshalb musste ich strafmildernde Gründe ins Spiel bringen. Wie die Presse über Sie hergefallen ist. Der öffentliche Druck hat Sie doch furchtbar belastet, aber deshalb bitte ich doch lange nicht um Mitleid. Ich musste dem Gericht noch einmal in aller Deutlichkeit den moralischen Konflikt vor Augen führen. Wollte dieses Kind sterben lassen? Er war kein Verdächtiger, er war der Täter. Daran gab es keinen Zweifel. Es gab nur eine einzige richtige Entscheidung. Ich musste Jakobs Leben retten. Ich war in keinem Konflikt, schon gar nicht in einem moralischen. Ich war es damals nicht und ich bin es heute immer noch nicht. So kann ich vor Gericht nicht argumentieren. Die Richter sind extrem unter Druck. Die ganze Welt schaut gerade auf Deutschland. Ich habe das in Ihrem Interesse gesagt. Glauben Sie mir, das war richtig so. Im Namen des Volkes ergeht das folgende Urteil: Der Angeklagte Enichkeit ist der Nötigung schuldig. Der Angeklagte Daschner ist der Verleitung eines Untergebenen zu einer Nötigung im Amt schuldig. Die Angeklagten werden verwarnt. Bitte setzen Sie sich. Die Verurteilung zu einer Geldstrafe für den Angeklagten Daschner von 90 Tagessätzen zu je 120 € und für den Angeklagten Enichkeit zu 60 Tagessätzen zu je 60 € bleibt vorbehalten. Die Angeklagten haben die Kosten des Verfahrens zu tragen. Nach allem, was Menschen während des Naziregimes angetan wurde, darf im Namen eines deutschen Gesetzes kein Mensch mehr zum Objekt gemacht werden, also zu einem Bündel der Angst. Die Menschenwürde eines Verdächtigen darf nicht angetastet werden, auch nicht im Namen der Gerechtigkeit. Alles andere wäre ein Tabubruch. Ein Verstoß gegen die Achtung der Menschenwürde ist auch dann verwerflich, wenn dieser subjektiv zu dem Zweck erfolgt, das Leben eines Kindes zu retten. Beide Angeklagten wussten, was sie taten und wollten den eingetretenen Erfolg. Für eine milde Bewertung spricht im ganz erheblichem Maße, dass es beiden Angeklagten ausschließlich und dringend darum ging, das Leben des Kindes zu retten.

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