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Manche Dinge sind so unheimlich und angsteinflößend, dass wir lieber so tun, als gäbe es sie nicht. Willkommen zu einem neuen Beitrag, liebe Mythengemeinde. Im Dienst bei der Polizei, bei der Feuerwehr, bei Rettungskräften und so weiter geschehen teilweise sehr merkwürdige Dinge. Viele, insbesondere bei uns, trauen sich dann anschließend nicht, darüber zu reden. Der Hintergrund ist klar: Es gibt Menschen, die überhaupt keinen Berührungspunkt mit diesen Themen haben, denen jegliche Erfahrung fehlt, die einen dann sehr schnell zum Verrückten erklären. Leider ist es die Mehrheit, also zieht man sich zurück und behält das Erlebte dann lieber für sich. Man will ja schließlich nicht zum Gespött des Präsidiums oder unter den Kollegen werden. In anderen Ländern ist es nicht so, insbesondere in den USA. Das habe ich ja schon einmal belegt. Dort gibt es Vertrauensleute, die auf diese Themen spezialisiert sind, auf Erlebnisse im Dienst, die man sich nicht erklären kann.
Es gibt Menschen, wenn man ihnen von Begegnungen mit Entitäten erzählt, dann denken die, dass das ungefähr so aussah wie gerade gesehen: irgendeine weiß verschleierte Frau, die umher tanzt und "Hui bu" ruft. Oder aber sie denken hier an dieses Klischee: irgendein Gespenst mit einem Tuch über dem Kopf, wo die Augen ausgeschnitten sind. Jeder, der so etwas schon einmal erlebt hat, dem ist klar, dass es ebenso ganz und gar nicht aussieht. Oft genug sieht man auch überhaupt gar nichts, aber man merkt eben an dem, was um einen herum passiert, dass irgendetwas da ist.
Es gibt eine ganze Reihe von Büchern, die darüber berichten, was Krankenschwestern, Pfleger, Rettungskräfte, Polizisten, Soldaten und so weiter im Dienst an paranormalen Dingen erleben. Heute habe ich wieder einige dieser Berichte zusammengefasst, unter anderem aus dem Buch "Supernatural 911 Calls". Das ist von Eve Evans, und sie hat da so einige der Polizisten und so weiter interviewt, denen diese Dinge passiert sind.
Der erste Bericht stammt von einem Officer, und der hat eine junge Kollegin gehabt, die sich irgendwann anfing merkwürdig zu verhalten. Er sprach sie daraufhin an, dass ihr zurückgezogenes Verhalten ihm aufgefallen sei und was es denn gäbe, was das Problem sei. Sie druckste dann etwas herum, erzählte dann aber, was ihr geschehen war. Sie erzählte von einem der vergangenen Tage, an dem sie sehr spät ihren Dienst beendete. Es war mitten in der Nacht, die Uhr zeigte schon 2 Uhr morgens an. Auf der Wache war es sehr ruhig, die meisten Beamten der Schicht waren auf Streife. Diese Kollegin war auf dem Weg zur Umkleidekabine und musste an den Verwaltungsbüros vorbei, und auch da war es komplett still und leer. Lediglich aus einem Büro fiel noch Licht, aber als sie dort hinein sah, saß da niemand, nur eine Schreibtischlampe, die flackerte.
Als sie sich dem Ende des Ganges näherte, hörte sie hinter sich Schritte. Sie hielt einen Moment inne und lauschte, ob diese Schritte tatsächlich da waren oder ob sie sich diese nur einbildete. Doch dann hörte sie deutlich, dass Schritte auf sie zukamen. Sie drehte sich dann herum in der Erwartung, einen Kollegen dort zu sehen, aber es war niemand da. Sie wunderte sich, dass niemand dort war, obwohl sie diese Schritte deutlich gehört hatte. Oder war derjenige vielleicht in eines dieser Büros gegangen? Ihre Neugier trieb sie dazu, noch einmal ein paar Meter zurückzugehen. In den ersten beiden Büros war niemand zu sehen. Dann kam sie an dieses Büro, in dem die Lampe geflackert hatte. Dort fiel ihr dann ein Schatten ins Auge. Jemand saß an einem der Schreibtische und sagte kein Wort. Der Mann, der dort saß, trug eine der üblichen Polizeiuniformen, aber er schaute zu Boden, er schaute sie nicht an, als sie eintrat.
Sie war noch nicht so lange auf diesem Präsidium, aber sie kannte eigentlich alle Kollegen, die dort arbeiteten. Den Mann, der dort saß, kannte sie jedoch nicht. Es war nun für sie von Interesse, wer dieser Kollege war. Sie klopfte an die Tür und sagte "Hallo". Dieser Polizist reagierte jedoch nicht, er sah weiter auf seinen Schreibtisch. Die junge Kollegin dachte, dass dieser Mann wahrscheinlich seine Ruhe haben wollte, auch wenn er sich sehr unhöflich dabei verhielt. Sie drehte sich dann herum, um den Raum zu verlassen. Als sie aus dem Büro ging, warf sie noch einen Blick zurück, und niemand war mehr in diesem Raum. Das erschrak sie sehr. Sie ging wieder hinein in das Büro, aber es war niemand dort. Sie dachte, gut, der Dienst war anstrengend und ich bin müde, aber ich habe doch keine Halluzinationen. Dieser Kollege hatte dort an dem Schreibtisch gesessen, sie hatte es ganz deutlich gesehen. Es gab daran überhaupt keinen Zweifel. Ihr wurde unwohl, und sie bekam ein wenig Angst und joggte dann mehr oder minder zur Umkleidekabine.
Der Officer, der diesen Bericht über seine junge Kollegin abgegeben hatte, erzählte dann weiter: Ein paar Tage später, der Vorfall ging ja noch immer nicht aus dem Kopf, bemerkte sie ein vertrautes Gesicht an der Wand mit den Bildern unserer toten Beamten. Darunter befand sich ein Bild desselben Beamten, den sie in jener Nacht gesehen hatte. Sie starrte das Bild mit einem Gesichtsausdruck von Beunruhigung und Verwirrung an. Als ich sie fragte, ob etwas nicht stimme, zeigte sie auf das Bild des Beamten und fragte, wer das sei. Ich erklärte ihr, dass es sich um einen Officer handelte, der sich vor ein paar Jahren mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen hatte. Als ich ihr das sagte, wurde sie leichenblass und erklärte mir eben alles, was sie gesehen hatte. In diesem Moment wurde mir selbst dann klar, dass es fast der gleiche Tag gewesen sein musste, an dem unsere Kollegin diese Begegnung hatte und vor Jahren der Tag, an dem sich der Kollege dann selbst erschoss: die zweite Aprilwoche.
Ich sagte ihr dann, dass sein Schreibtisch in der Ecke des Raumes stand, wo sie ihn hatte sitzen sehen. Einige andere Beamte hatten mir schon darüber berichtet, dass sie ein ungutes Gefühl hatten, wenn sie in diesem Büro zu tun hatten, aber niemand von ihnen hatte zuvor etwas gesehen. Ich versicherte unserer jungen Kollegin, dass sie sich keine Sorgen machen müsste, aber ich ging die Geschichte immer wieder im Kopf durch und fragte mich, ob das, was sie gesehen hatte, echt war. Ich hatte nie die Gelegenheit, diesen verstorbenen Beamten richtig kennenzulernen, denn unsere Abteilung war zu groß und wir arbeiteten nicht im selben Bereich. Aber in den wenigen Begegnungen, die ich mit ihm hatte, schien er ein sehr talentierter und intelligenter Mensch zu sein, der eine klare Leidenschaft für seine Arbeit hatte. Es war ein großer Schock und ein großer Verlust für die Abteilung, als wir erfuhren, dass er sich das Leben genommen hatte. Keiner von uns hatte es in den Tagen davor wirklich kommen sehen.
Wenn ich jetzt in der Nähe der Verwaltungsbüros bin, achte ich gelegentlich auf die flackernde Lampe oder lausche auf Schritte, die dort nicht sein sollten. Gelegentlich glaube ich, aus dem Augenwinkel einen Schatten zu sehen, der sich bewegt, aber vielleicht bilde ich mir dies auch nur ein. Ich finde es irgendwie tröstlich, dass er immer noch an seinem alten Schreibtisch sitzt, fast so, als könne er diesen Ort nicht verlassen. Vielleicht wacht er über uns und passt auf, dass wir alle keinen Ärger machen, oder vielleicht war dies der einzige Ort, an dem er sich glücklich fühlte. Wer weiß das schon? Ja, wer weiß das schon?
Es gibt aus allen möglichen Lebensbereichen Berichte darüber, dass man Verstorbene an einer Stelle gesehen hat, wo sie sehr viel Zeit ihres Lebens verbrachten, nämlich an ihrem Arbeitsplatz. Das hört man immer wieder, und die Frage ist: Was hält diese Entitäten dort an diesem Ort? Kommen wir aber mal zum nächsten Bericht. Ein Officer war im Rahmen der Verkehrsüberwachung tätig, und über diese Nacht erzählte er: Es muss kurz vor 2 Uhr morgens gewesen sein. Ich saß in einem nicht gekennzeichneten Fahrzeug in der Ebene eines Hügels direkt an der Autobahn und überwachte den morgendlichen Verkehr. Die Gegend war berüchtigt dafür, dass Fahrer wegen der langen geraden Strecke viel zu schnell fuhren. Es war immer ein ruhiger Dienst, trotzdem äußerten die meisten Beamten meiner Abteilung eine gewisse Abneigung dagegen, hier zu sitzen. Der Hügel, auf dem ich parkte, hatte in der Gegend einen gewissen Ruf, da er fast 26 Jahre zuvor der Tatort eines Mordes war. Auf dem Hügel war die Leiche eines Mordopfers entdeckt worden, aber der Fall wurde nie geklärt. Es war nicht möglich, einen Täter zu ermitteln, weil es kaum Hinweise gab, und auch die Identifizierung des Opfers gelang nicht. Zweifellos von den lokalen Medien aufgebauscht, stand die Gegend lange Zeit unter dem Verdacht, dass es dort spukt. Die Leute berichteten von Übelkeit und Schwindelgefühlen, wenn sie sich in der Nähe des Hügels befanden, und selbst einige meiner Kollegen glaubten daran und weigerten sich, hier stationiert zu werden.
Ich glaubte nicht an so etwas, also störte es mich nicht, als mir dieser Platz zur Verkehrsüberwachung zugewiesen wurde. Als ich dort saß und den Horizont nach entgegenkommenden Scheinwerfern absuchte, erregte etwas meine Aufmerksamkeit. Ein Schatten war soeben von der Beifahrerseite kommend an meinem Wagen vorbeigezogen. Ich blinzelte ein paar Mal, um den Schleier aus meinen Augen zu vertreiben, der durch das lange Starren in die Ferne entstanden war, und fragte mich, ob ich etwas sah. Und dann sah ich etwas. Ich sah, wie der Schatten von der Fahrerseite hinüberging und sich über die Vorderseite meines Fahrzeugs zur anderen Seite bewegte. Außer dem fahlen Schimmer des Mondes gab es keine Lichter auf dem Highway. Die Straße war in völliger Dunkelheit gehüllt, sodass ich nicht erkennen konnte, ob es dort etwas gab, das einen Schatten hätte werfen können. In diesem Moment hörte ich auch Schritte. Sie waren nur schwach, aber es klang wie Gras, das unter den Schuhen von jemandem leise knirschte, und zwar links vom Fahrzeug. Ich blinzelte durch das Fenster, aber ich konnte immer noch nichts in dieser Düsternis entdecken. In der Annahme, dass jemand vor meinem Auto stand, startete ich die Zündung und schaltete die Scheinwerfer ein, die das Gras vor mir erleuchteten. Jetzt, wo die Gegend um mich herum erleuchtet war, schaute ich aus jedem Fenster, um zu sehen, wer da draußen war. Es war niemand da. Der Schatten war zu groß gewesen, um ein Tier zu sein, aber hier draußen gab es keinen Platz, an dem sich ein Mensch hätte verstecken können. Der Hügel war völlig kahl und leer. Es gab keine Büsche und keine Bäume. Der Gedanke, dass da draußen jemand sein könnte, der um mein Auto schleicht, beunruhigte mich, aber es war wohl nur meine Einbildung, die diese Schatten heraufbeschwor. Aber irgendwie war ich überzeugt, dass ich nicht alleine war.
Kopf schüttelnd über mich selbst, schaltete ich den Scheinwerfer aus und lehnte mich in meinem Sitz zurück. Ich ließ die Warnanlage eingeschaltet, die das Auto in ein unheimliches rotes Licht tauchte, nur für den Fall, dass da draußen etwas war. Auf der Straße selbst war es ungewöhnlich still geworden. Obwohl es noch früh am Morgen war, waren um diese Zeit normalerweise noch Autos auf dem Highway unterwegs. Dennoch konnte ich in der Ferne kaum den Schimmer eines einzigen Fernlichtes erkennen. Die Gräser auf den Hügeln begannen sich zu bewegen. Ich zwang mich, meine Augen auf der Straße zu halten und den Horizont zu beobachten. Unbehagen nagte an meinem Magen. Dann bewegte sich etwas an meinem Auto vorbei. Ein Schatten huschte über mein Umfeld. Mein Herz machte einen Sprung, und ich schaltete reflexartig die Scheinwerfer ein und leuchtete den Hügel aus. Da draußen war niemand, keine Bewegung, außer dem Wind, der durch das Gras raschelte. Ich beschloss, dass es Zeit war zu gehen. Seit einiger Zeit war kein Auto mehr vorbeigefahren, und ich begann mich zu gruseln. Es hatte sowieso keinen Sinn, hier zu bleiben, zumal meine Schicht bald zu Ende gehen würde.
Als ich den Wagen in Gang setzte und auf die Autobahn fuhr, warf ich einen Blick in den Rückspiegel. Für einen Moment gefror mir das Blut in den Adern. Auf dem Hügel stand eine schattenhafte Gestalt und schien mich beim Fortfahren zu beobachten. Schnell richtete ich meinen Blick wieder auf die Straße und schimpfte mit mir selbst, weil ich so dumm war. Ich hatte mich von diesen Geschichten einwickeln lassen. Das war alles. Mein Unbehagen hörte erst auf, als ich die nächste Stadt erreichte, in der die Straßen gut beleuchtet waren und mehr Verkehr herrschte. In diesem Moment blinkte etwas auf meinem Armaturenbrett auf: die Überwachungskamera. Ich hielt am Straßenrand und nahm die Kamera von ihrem Haken ab. Sie musste aufgezeichnet haben, seit ich die Notbeleuchtung eingeschaltet hatte, was bedeutete, dass die Kamera aufgezeichnet hätte, wenn da draußen auf dem Hügel jemand gewesen wäre. Ich spulte das Material bis zu dem Punkt zurück, an dem die Aufzeichnung begann, und drückte auf Play, wobei mein Herz vor nervöser Erwartung pochte. Ich hatte mir den Schatten also doch nicht eingebildet. Auf dem Video war deutlich eine Gestalt zu sehen, die um das Auto herumging, zunächst auf der Beifahrerseite, dann auf der Fahrerseite. Dann, etwa eine halbe Sekunde später, wurde das gesamte Video schwarz. Es war fast so, als hätte jemand mit dem Finger über das Objektiv gestrichen und das Bild verwischt. Danach ging es wieder normal weiter, und es war kein Schatten mehr zu sehen. Ich spulte das Band noch ein paar Minuten vor, aber die schattenhafte Gestalt kehrte nicht zurück. Ich setzte die Kamera ab, und ein ungutes Gefühl machte sich in meiner Magengrube breit, als ich mich fragte, was das wohl gewesen sein könnte. Der Schatten hatte keine optischen Merkmale, nichts, was auf eine Person schließen ließ. Aber was hätte es sonst sein können? Ich versuchte, nicht darüber nachzudenken, als ich zum Bahnhof zurückfuhr. Vielleicht brauche ich einfach nur etwas Ruhe, und die ganze Sache würde mir am nächsten Morgen dumm vorkommen.
Als ich das nächste Mal gebeten wurde, auf dem Hügel zu stehen, um den Verkehr zu überwachen, lehnte ich ab. Wenn viele Menschen an irgendeinem Ort spüren, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist, dass sich ihre Stimmung erheblich verschlechtert, dass sie betrübt werden oder Angst bekommen, und dieser Ort nicht zufällig das Finanzamt ist, dann könnte an diesem Ort irgendetwas geschehen sein. Auch diese Dinge hört man immer wieder, und es sind sogar Menschen, die gar nicht wissen, dass andere an diesem Ort derartige Gefühlsschwankungen hatten, die dann selber merken, dass irgendetwas merkwürdig ist, dass es ihnen auch nicht so gut geht, obwohl sie nichts davon wussten, dass dort vorher etwas Schreckliches passiert ist. Es scheint also so, dass Taten wie z.B. ein Mord irgendetwas an dem Ort, an dem es geschah, hinterlassen, das gewisse Menschen dann spüren können.
Diese zwei Berichte, die wir bis jetzt hatten, waren ja mehr so, ich sag mal, der seichten Art. Es gibt aber offensichtlich auch Begegnungen der paranormalen Art, die nicht so glimpflich abliefen, und darüber handelt der Bericht eines Officers, der Folgendes erzählt: Eine Kollegin und ich waren nachts auf Streife. Wir erhielten dann einen Funkspruch aus der Zentrale. Es wurde ein Fall von häuslicher Gewalt oder ein Überfall gemeldet. Der Anruf kam von einer Nachbarin der Wohnung, in der das ganze Geschehen sein soll. Jedenfalls hatte die Frau, eine ältere Dame aus der Nebenwohnung, lautes Gepolter und Schreie gehört und sie ging davon aus, dass dort irgendetwas Uns Schönes abging. Wir fuhren also zu dieser besagten Adresse, und diese ältere Dame, die die Zentrale verständigt hatte, erwartete uns unten vor dem Hauseingang.
Das, was diese ältere Dame uns erzählte, stellte sich dann etwas anders dar, als es uns von der Zentrale wiedergegeben wurde. Die Wohnung neben ihr stand seit zwei Tagen leer, da die Mieter ausgezogen waren, und trotzdem hätte sie aus dieser Wohnung auffällige Geräusche vernommen, eben so, als ob dort jemand Streit habe und Sachen durch den Raum geworfen würden, die dann mit lautem Gepolter gegen die Wand oder auf den Boden geflogen seien. Diese Wohnung befand sich auf der dritten Etage des Hauses. Meine Kollegin und ich gingen, gefolgt von der alten Dame, dort hinauf. Wir sagten der Frau, dass sie in ihre Wohnung gehen sollte, was sie dann auch tat. Wir stellten uns zunächst vor die Tür, konnten dann aber nichts Auffälliges vernehmen, jedenfalls im ersten Moment nicht. Dann aber hörten wir einen lauten Schrei, vermutlich von einer Frau. Genau identifizieren konnten wir es nicht, woraufhin wir dann lautes Gepolter hörten, so als ob jemand irgendwelche Gegenstände durch den Raum schmeißen würde. Wir klingelten und klopften gegen die Tür und gaben uns als Polizei zu erkennen, aber es erfolgte keine Reaktion. Stattdessen hörten wir wieder diesen Schrei. Aufgrund der Art des Schreis gingen wir davon aus, dass sich in der Wohnung irgendjemand in einer Notsituation befand. Wir zogen also unsere Waffen und ich trat mit zwei Tritten die Tür ein.
Was wir jedoch sahen, war ein leerer Raum und viele Dinge, die die Vormieter wohl zurückgelassen hatten: leere Flaschen und so weiter. Wir betraten unter Beachtung der Eigensicherung diese Wohnung, aber in keinem der beiden Räume, die diese Wohnung hatte, war irgendjemand. Diese Wohnung war komplett menschenleer. Wir gingen dann zurück zum Eingang der Wohnung und schauten uns noch einmal um. Es war nichts zu sehen, aber wir hatten diese Schreie gehört, die aus dieser Wohnung kamen. Wir hatten gehört, wie Gegenstände dort umherflogen und gegen die Wand knallten. Wir schauten uns fragend an, und in diesem Moment hörten wir aus dem Nebenzimmer einen gellenden Schrei, und dann schoss etwas durch die Wohnung, was wir nicht sehen konnten. Aber wir konnten sehen, wie all die Dinge, die auf dem Boden lagen, zur Seite geschleudert wurden, so als ob sich etwas Größeres durch den Raum bewegte. Und dann schoss das, was wir nicht sehen konnten, wohl direkt auf uns zu. Irgendeine Kraft, irgendetwas, das wir nicht sehen konnten, schleuderte uns aus der Wohnung hinaus, und dann bemerkten wir irgendeinen stärkeren Wind oder so etwas in der Art, der an uns vorbeischoss und sich durch das Treppenhaus nach oben bewegte.
Wir lagen schockiert auf dem Boden des Hausflurs, mit aufgerissenen Mündern sahen wir uns an und wir wussten überhaupt nicht, was gerade mit uns geschehen war. Wir brauchten einige Minuten, um uns zu sammeln. Dann öffnete sich die Tür der Nachbarwohnung, und diese ältere Dame trat in den Hausflur. Wir rappelten uns auf und stellten ihr ein paar Fragen, und sie erzählte uns, dass die Vormieter ganz merkwürdige Leute gewesen waren. Sie wären immer schwarz gekleidet gewesen und hätten nicht gegrüßt und nicht mit ihr geredet. Und genauso hätte auch der Besuch ausgesehen, den die beiden bekommen hätten. Gott weiß, was dort in dieser Wohnung so vor sich gegangen wäre. Das war die Frage, die meine Kollegin und ich uns dann auch stellten, vor allem aber, was das Ganze war, was uns dort so überrannt hatte. Aufgrund der Beschreibung der vorherigen Bewohner und der Beschreibung des Besuchs, den sie bekam, hätte man spekulieren können, dass dort in der Wohnung irgendetwas vor sich ging, was mit schwarzer Magie oder Ähnlichem zu tun hat. Aber weder meine Kollegin noch ich glauben an so etwas, und wir ringen damit, eine Erklärung für das zu finden, eine logische Erklärung dafür, was uns dort passiert ist.
Ja, liebe Mythengemeinde, ich bin mir ganz, ganz sicher, dass es da eine Erklärung für gibt, dass aus einer Wohnung, die vollkommen leer ist, Schreie kommen, dass dort Gegenstände durch die Wohnung fliegen und wenn man sie betritt, dass man von irgendetwas angegangen wird, das einen förmlich aus der Wohnung hinausbläst. Ja, das wird wahrscheinlich ein Durchzug gewesen sein, so einer von der ganz besonders kräftigen Art. Damit wäre das Ganze erklärt, und wir können uns wieder hinlegen. Ja, und ich lege mich jetzt auch mal hin, und zwar irgendwo draußen in die Sonne. Die scheint nämlich noch so ein bisschen. In diesem Jahr muss man die ja ausnutzen, wo man sie findet. Die versteckt sich ja dauernd. Ich habe ja völlig verpasst, dass in einigen Bundesländern schon Schulferien sind, so wie hier bei uns in Nordrhein-Westfalen seit gestern, also dem 8.7. Ja, und deshalb, wer von euch einen auf Urlaubsschlingel macht, dem wünsche ich natürlich dann einen ganz besonders schönen Urlaub. Und vergesst das Kanalanklicken hier nicht, wenn ihr wieder zu Hause seid. Und wenn euch dieses Video hier als Tion gefallen hat, dann lasst mir mal einen Daumen nach oben da. Ihr wisst, dann freue ich mich. Und ansonsten hoffe ich, wir hören und sehen uns bei meinem nächsten Video wieder. Bis dahin alles Gute für euch!