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Der Bitcoin wurde am Freitag relativ scharf abverkauft, konnte sich jetzt allerdings am Samstag ganz gut halten. Das Ganze auch nicht ganz grundlos, denn am Freitag handelten eben offensichtlich noch die traditionellen Finanzmärkte, wo die Sorgen und Unsicherheiten teilweise etwas zunehmen.
Der traditionelle Finanzmarkt ist auch der, der mir momentan die größten Sorgen bereitet, worauf momentan zu achten ist und ob uns der traditionelle Finanzmarkt möglicherweise die Q4 Rally so ein bisschen kaputt machen könnte. All das und vieles mehr besprechen wir im heutigen Video. Viel Spaß damit.
Hallo und herzlich willkommen, Freunde, zu einem weiteren Video auf diesem Kanal. Mein Name ist Robin und ich hoffe, es geht euch allen gut. Ja, gestern über den Freitag wurde der Bitcoin ja relativ scharf abverkauft. Das ganze ziehe ich mir auch nicht aus den Fingern und beweisen es die Onchaschain Daten. Rund 10.300 Bitcoin wurden mit Verlust an die Börsen geschickt. Ein klares Zeichen für Panik bzw. irrationale Verkäufe. Ich meine, ist ja rein logisch so, seine Bitcoin nach ein paar Monaten im Verlust zu verkaufen ist definitiv keine rationale Entscheidung. Ich glaube, da sind wir uns alle einig.
Trotzdem sehen wir auf der anderen Seite einen relativ starken Zufluss und das vor allem an die Akkumulationsadressen. In den letzten Tagen sahen wir nämlich vor allem auch zur Zinscheidung, also am Mittwoch und Donnerstag, dass rund 30.000 Bitcoin an die Akkumulationsadressen geflossen sind. Akkumulationsadressen sind Adressen, die Bitcoin zwei oder mehrfach empfangen, allerdings nie versendet haben, also quasi Hodeladressen. Der Zufluss jetzt in dieser Woche war tatsächlich der zweitgrößte Einzeltageszufluss am Mittwoch, den wir in diesem Jahr gesehen haben. Die Transaktionen hatten ein Volumen von rund 3,4 Milliarden US-Dollar, also definitiv zu berücksichtigen.
Durch diesen Zufluss ist die Gesamtmenge der Akkumulationsadressen mittlerweile auf 2,84 Millionen Bitcoin angestiegen. Der realisierte Preis, also die Kostenbasis ist ebenfalls angestiegen. Gerade in jüngster Zeit sahen wir eben viele Zuflüsse an Akkumulationsadressen. Der Dollarcost Average Preis beläuft sich auf 72.437 US-Dollar pro Bitcoin. Also der Schnitt ist auf jeden Fall angestiegen, gerade da wir eben jetzt in den jüngsten Jahren gesehen haben, dass das Hoddn auch weiterhin sehr stark bevorzugt wird.
Zudem sehen wir eben auch, dass in diesem Zusammenhang das institutionelle Interesse weiterhin bestehen bleibt. Der Coinbase Premium Index bleibt nämlich weiterhin positiv. Der Indikator wurde vor allem entwickelt, um herauszufinden, woher Kauf oder Verkaufsinteresse kommt, hinsichtlich institutionellen und Wahlen oder eben dem Retail. Coinbase Premium zeigt vor allem die Kurse von Coinbase Pro gegenüber Binance. Hierbei natürlich in Bezug auf den Bitcoin. Das heißt, wenn der Coinbase Premium grün ist, bedeutet es, dass der Bitcoin Kurs auf Coinbase Pro etwas höher ist als auf Binance, was darauf hindeutet, dass wir eine große Nachfrage über Coinbase Pro haben und das impliziert, dass vor allem US-Investorin und Wale ein großes Interesse haben, denn sie handeln eben vor allem über Coinbase Pro, da die Plattform eben vollständig reguliert ist und man auf Coinbase Pro eben auch extreme Gebühren spart.
Übrigens kannst auch du Coinbase Pro nutzen. Ich hatte das Ganze mal in dem Coinbase Video gezeigt. Man spart einfach erheblich die Gebühr und kann eben trotzdem die wohl am meisten regulierteste Plattform verwenden, die auch von Blackrock und CO verwendet wird. Checkt das Ganze also gerne mal aus. In der Videobeschreibung findest du noch einen 30 € Anmeldebonus. Gerne einfach mal mitnehmen.
Trotz der rückläufigen Kurse sahen wir gestern übrigens auch weiterhin Zuflüsse in die Bitcoin Sport ETFs mit 222,6 Millionen US-Dollar. Auch gar nicht so wenig. Auch die ETH Sport ETFs sahen Zuflüsse von 47,8 Millionen US-Dollar.
Ganz kurz auch noch die kleine Randinformation. Das Q&A kommt nächste Woche in der Woche, da ich teilweise unterwegs sein werde und eben dann kein aktuelles Marktupdate machen kann. Ich denke, das ist kein Problem, denn gerade auch die Thematiken aus dem heutigen Video wurden immer mal wieder angesprochen. Es gleicht also so ein bisschen im Q&A bzw. einer großen Fragestellung, die ich aus der Community immer wieder bekomme.
In diesem Zusammenhang hatte ich ja im Intro schon angesprochen bzw. am Anfang des Videos, dass die Korrektur vom Freitag natürlich auch stark mit den Aktienmärkten korrelierte, denn auch da sahen wir am Freitag eine teilweise erhöhte Unsicherheit. Ich hatte darüber berichtet, gerade aus Japan gab es hier verstärkte Unsicherheiten. Aufgrund des Jen Carry Trades sprechen wir gleich noch mal ein wenig darüber.
Dennoch muss man auf der anderen Seite ganz klar sagen, der US-Aktienmarkt im Allgemeinen steht alles andere als schlechter. Freitag sahen wir eine erhöhte Volatilität. Allerdings haben wir gesehen, dass der US-Aktienmarkt seit April um mehr als 38% angestiegen ist und der Marktwert um mehr als 16 Billionen Dollar angestiegen ist. Das ist die stärkste Performance über einen Zeitraum von 5 bis 6 Monaten, welche wir jemals gesehen haben im US-Dollar gemessen. Gleichzeitig ist der Ölpreis in den letzten Monaten auf nahe zu dem niedrigsten Stand der letzten vier Jahre gefallen. Die Risikobereitschaft in quasi allen Bereichen steigt an. Wir sehen es an den Aktienmärkten, wir sehen es auch am Russell 2000, wie in den letzten Tagen angesprochen und auch der Bitcoin und Kryptomarkt hat natürlich nicht schlecht performt. Ja, es nervt und wir sehen keine großen Bewegungen, aber wir stehen eben im Bereich Allzeit hochs. Also so schlecht sieht es nicht aus.
Und das wären auf der anderen Seite eben die Unsicherheiten geopolitischer Natur eigentlich sehr hoch sind. Wir sehen vor allem immer erhöhte Spannungen zwischen Russland und der Ukraine, gerade jetzt auch in den letzten Tagen in Bezug auf den NATOraum. Hierbei stehen wir kurz vor einer Eskalation, doch der Markt scheint das gar nicht wirklich zu sehen. Zudem sahen wir auch im Nahen Osten hierbei potentielle Eskalation. Neben den schockierenden Bildern, die wir sowieso aus dem Nahen Osten bekommen, sehen wir auch dort einen Krisenhert, der jeden Moment explodieren kann. Darüber hinaus besteht natürlich auch noch die Gefahr, dass China Taiwan angreift. China hält weiterhin die Kontrolle über die Gewässer rund um Taiwan und wir sehen eben viele Krisenherde auf der Welt, die sich jeden Moment deutlich verschlimmern können. Zudem kommt dann noch Präsident Donald Trump mit seinen Zöllen bzw. mit seinem Handelskrieg nicht nur gegenüber feindliche Staaten, sondern auch gegenüber Freunden bzw. eben guten Handelspartnern. Also wir sehen auf der Welt überall potentielle Eskalationen, bereits eben jetzt auch schon Eskalation. Den Markt scheint das allerdings nicht wirklich zu jucken.
Die Unternehmensgewinne sind in diesem Jahr ja weiterhin robust geblieben. Die Vereinigten Staaten zeigen weiterhin ein positives Brutto Inlandsprodukt. Die Inflation ist noch nicht ganz bekämpft. Trotzdem senkt man eben jetzt bereits schon die Zinsen, was natürlich auch den steigenden Kursen weiter in die Karten spielt, denn es bedeutet eben weiterhin billiges Geld. Wir sehen trotzdem überall in der Welt diese Auflammenden Krisenherde, die auch blitzschnell diese aktuelle Euphorie tatsächlich zerstören könnten. Wir können jeden Moment sehen, dass durch eine Eskalation die Ölpreise in die Höhe schießen oder die Staatsanleihen eines großen Landes einbrechen. Ölkrisen können natürlich in Kombination mit dem Nahen Osten oder Russland entstehen, während wir gerade Staatsanleihen Probleme aus Japan immer schärfer sehen. 2022 sahen wir auch schon die groß angelegte Invasion von Russland in die Ukraine, was dazu geführt hatte, dass die Ölpreise nach oben geschossen sind, bevor sie sich dann wieder relativ schnell beruhigen. Die Märkte im Allgemeinen sind in diesem Zusammenhang etwas abgeflacht, konnten sich allerdings sehr schnell wieder erholen.
In diesem Zusammenhang sind eben die breiten Märkte angestiegen von Goldman Sex hieß es hierzu, es wurde wenig Wert auf geopolitische Risiken in Aktien gelegt. Der US-Markt war selten teurer und selbst Europa ist absolut nicht billig. Dabei geht es vor allem eben um die gesteigerten Bewertungen und das trotz der potenziellen Risiken, die wir überall auf der Welt momentan beobachten können. Auch in diesem Jahr haben wir ja bereits schon einen kleinen Warnschuss gesehen. Als Trump die Handelszölle ausgerufen hat, ist der S&P 500 in diesem Zusammenhang ja schon um 20% gefallen oder um fast 20%, bevor es sich dann eben V-förmig wieder erholte.
Zudem sehen wir auch immer wieder lokale Unsicherheiten. Beispielsweise aus Frankreich in den letzten Tagen im Zusammenhang mit den Problemen der Regierung oder eben auch aus Japan, worüber ich am Freitag berichtet hatte. Ende der Woche sahen wir ja, dass die Märkte dort abgerutscht sind, da die Bank of Japan unter anderem bekannt gegeben hat, 250 Milliarden US-Dollar in Form von ETFs zu verkaufen. Das Ganze ist natürlich in Bezug auf Japan nur ein Teil des großen und ganzen. Der Jahrzehntelang konnte man sich nämlich in Japan billig verschulden, da die Renditen durch die Zentralbank künstlich niedrig gehalten wurden. Dieses günstige Geld hat man dann genommen, um es in den breiten Finanzmärkten zu investieren. Aufgrund der steigenden Inflation im eigenen Land erwegt die Bank of Japan jetzt allerdings die Zinsen in Zukunft weiter anzuheben, womit natürlich auch die Opportunitätskosten weiter steigen. Das könnte dazu führen, dass die Anleger, die sich zuvor in Japan billig verschuldet haben, jetzt in Zukunft ihre Investition wieder verkaufen, um eben ihre Schulden im Yen zurückzuzahlen. Das Ganze könnte dann massives Kapital aus den Märkten ziehen.
Im August des letzten Jahres sahen wir ja schon kurzfristig diesen Zusammenbruch durch den Yen Carry Trade. Das Ganze könnte sich tatsächlich noch einmal verschärfen, auch wenn ich glaube, dass die Anleger sich auf ein solches Szenario in den letzten Monaten oder im letzten Jahr bereits auch schon bisschen vorbereitet haben. Trotzdem gibt es immer noch viele Marktteilnehmer, die denken, dass dieser Jan Carry Trade rund 14 Billionen US-Dollar umfasst, mal eben die dreieinhalbfache Menge des Kryptomarktes. Und sollte es hier eben zunehmende Probleme geben, könnten wir das im breiten Finanzmarkt spüren, was dann natürlich auch andere überhitzte Bereiche anstoßen könnte.
Eine Umfrage der Bank of America hat zudem in den letzten Tagen ergeben, dass das geopolitische Risiko bei den Ratings der Fondmanager hinsichtlich potenzieller Bedrohungen der Finanzstabilität auf dem höchsten Stand seit Dezember gestiegen ist. Die Unsicherheit steigt also weiter an. Gleichzeitig sehen wir im CBOE Volatility Index aktuell eine sehr geringe Marktangst. Sie ist im Bereich des Tiefpunktes im Vergleich zum gesamten letzten Jahr. Aber auch hier sehen wir immer eine Beruhigung kurz vor dem nächsten Ausbruch. Kurz gesagt kann man also sagen, die Stimmung ist etwas angespannt und nervös. Trotzdem wollen die Marktteilnehmer allerdings jetzt nicht schon groß aus dem Markt rausgehen. Die Anspannung ist da, das potenzielle Risiko ist weiterhin da. Dennoch bleibt das Kapital vorerst im Markt.
Wir sehen allerdings gleichzeitig eben auch, wie sich einige Marktteilnehmer schon absichern. Nicht ohne Grund hat Gold in diesem Jahr immer wieder neue Allzeit erreicht und sieht tatsächlich derzeit die beste Performance seit über 40 Jahren. Dennoch steigen die Märkte eben einfach immer immer weiter, was natürlich uns irgendwann auch zu dem Punkt bringt, ist es vielleicht egal, wo wir Krisen sehen, wo wir potenzielle Krisen sehen, wo wir geopolitische Spannung oder auch teils Eskalation sehen, steigen die Märkte in Zukunft einfach nur noch. Genau.
Ab hier wird es meiner Meinung nach ein bisschen gefährlich. Genau, das ist der Punkt, der mir so ein bisschen Sorgen macht, denn wir alle kennen natürlich auch die Grafiken der Marktpsychologie. Beispielsweise diese Grafik. Und hier sehen wir, dass wir möglicherweise bereits schon relativ hoch in einem Zyklus stehen. Wir sahen quasi das Takeoff, wie die Märkte also langsam weiter angestiegen sind. Dann sahen wir vor allem auch 2022 diesen kleinen Bärenmarkt bzw. mehr oder weniger so eine große Bärenfalle. Seitdem haben sich die Märkte allerdings eigentlich nur in eine Richtung bewegt, bis auf die knapp 20% aufgrund der Zollthematik in diesem Jahr. Dennoch ist auch dieser Abverkauf sofort wieder V-förmig gut gemacht worden und wir stehen eben jetzt wieder bei neuen Allzeithochs.
Zudem sind wir faktisch im Bereich der Euphorie. Ja, beim Bitcoin und bei den Altcoins merkt man es nicht so wirklich, aber im traditionellen Finanzmarkt definitiv. Nvidia hat den Durchbruch gebracht. KI-Aktien, Software und Hardware sind nach oben geschossen. Die Euphorie ist gigantisch. Erst zuletzt sprach ich darüber, dass Open AI 300 Milliarden Dollar in Oracle investieren will. Dabei muss man auch bei diesem Spiel genau hinschauen. Oracle hat teilweise auch in Open AI investiert. Open AI investiert in Oracle. Jeweilig steigen die Anteile, vor allem die Oracle Aktien. Die Investition von Open AI wird als Rekordumsatz verbucht. Die Aktie steigt weiter an. Sie können dann das Kapital aus den gesteigerten Aktienwert nutzen, um es wieder zu reinvestieren. Und das ist eben ein Kreislauf. Die Frage ist, ob das für ewig so gehen wird. Die Gier ist momentan definitiv groß, nicht unbedingt im Kryptoarkt. Kann ich absolut verstehen, dass einige von euch jetzt auch denken, was labert der? Im traditionellen Finanzmarkt ist sie allerdings definitiv gegeben.
Und ja, die Märkte sind momentan nicht so irrational wie beispielsweise 2020. Hier sehen wir beispielsweise den Vergleich zwischen Cisco und Nvidia. Cisco war ja damals das Unternehmen, was in der Dotcom-Blase komplett explodiert ist. Bei Nvidia sahen wir zwei ähnliche Kursanstiege, allerdings hat NVIDIA eben auch laufende Gewinne. Aber auch hier muss man sagen, dass natürlich bei den geopolitischen Unsicherheiten auf dieser Welt auch diese Gewinne nicht garantiert sind. China hat erst in den letzten Tagen angekündigt, dass sie den Unternehmen verbieten werden, in Zukunft Nvidia Chips zu nutzen. Das hat zu zehntausenden stornierten Bestellungen geführt, also zu potenziellen Umsatzeinbußen für Nvidia. Das Ganze kann eben gerade in der geopolitisch angespannten Situation, die wir gerade erleben, sehr, sehr schnell passieren und dann dementsprechend auch begründete gute Aktienbewertung ebenso auch begründet wieder nach unten bringen.
In Bezug auf Nvidia hat man das in der Aktie jetzt nicht wirklich gesehen, denn die Euphorie ist weiterhin groß gegeben und so groß war der Absatz aus China jetzt auch nicht. Dennoch möchte ich nur damit sagen, dass eben diese guten Bewertungen eben auch schnell zu Überbewertungen führen kann, wenn das zugrunde liegende Fundament beispielsweise durch die Investitionsspirale, du investierst in mich, ich in den Kumpel, der Kumpel in dich, du wieder in mich, ich in den Kumpel, dass diese Spirale irgendwann auch ein Ende finden kann. Das Ganze ist einfach so ein Gedankengang, den ich an dieser Stelle unbedingt mal ansprechen wollte, denn man muss fairerweise sagen, wenn es im traditionellen Finanzmarkt ungemütlich wird, dann wird's auch im Bitcoin und Kryptomarkt ungemütlich. Egal, ob wir vorher unsere euphorische Phase gesehen haben oder nicht.
Ich will aber auch dazu sagen, dass ich jetzt nicht bärisch bin oder super pessimistisch. Ich möchte einfach nur diese Risiken ansprechen. Bleibe allerdings trotzdem optimistisch für die nächsten Monate, denn derzeit sehen wir eben noch keine Eskalation, auch wenn es eben sehr, sehr schnell passieren kann. Ich persönlich bin ja auch nicht sidelined, ich habe auch nicht verkauft und bin auch nicht short. Ich bin weiterhin optimistisch und bullisch. Sehe allerdings eben dieses Potenzial und meiner Meinung nach sollte man sich eben nicht nur auf alles bullische konzentrieren oder auf alles bärische, sondern beide Dinge gleichermaßen beobachten, damit man eben auch versteht, wie die Märkte funktionieren und eben nicht komplett auf dem kalten Fuß erwischt wird.
Ich weiß, viele Leute werden wieder genervt sein und wahrscheinlich haben schon 20 Leute in die Kommentare geschrieben, warum bist du wieder so bärisch? Bin ich gar nicht. Mir ist es eben wichtig, nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Dinge hervorzuheben. Ja, die will niemand sehen, aber trotzdem ist es relevant, wenn wir seriös am Markt investieren wollen. Nicht ohne Grund sehen wir eben auch, dass der sichere Hafen gesucht wird. Gold, wie gesagt, mit der besten Performance seit 40 Jahren. Auch Silber hat in diesem Jahr 40% zugelegt. Ebenfalls eine absolute Rekordperformance.
Bitcoin steht auch nicht schlechter. Hier sahen wir allerdings nur einen Anstieg von 18,3%, während Ethereum 32,6% zulegte. Bei Bitcoin ist definitiv noch ein bisschen Luft nach oben und das ist eben auch weiterhin die Hoffnung, dass wir eben bevor wir größere Brüche am traditionellen Finanzmarkt sehen, vielleicht trotzdem noch die euphorische Phase mitnehmen können. Wie gesagt, ich bin eben auch jetzt nicht übermäßig für die nächsten Monate. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass wir spätestens im nächsten Jahr hier eine Trendumkehr sehen könnten. Und daher bereite ich mich eben auch jetzt Stück für Stück schon darauf vor und nehme dann teilweise Gewinne, wenn es sich denn anbietet. Gerade kurzfristig ist es natürlich so lala mit den Gewinnen.
Bitcoin wurde gestern ja beispielsweise relativ scharf abverkauft. Lief dann jetzt allerdings am Samstag relativ gut, konnte sich sogar teilweise ganz gut erholen. Vor allem sehen wir auch, wie das Open Interest und die Funding Rate relativ seitlich verläuft. Wir sehen natürlich gerade nach oben hin auch weiterhin so ein bisschen Liquidität zwischen 118.000 und 119.000 US-Dollar. Darüber sehen wir dann die größeren Crashes, aber auch unterhalb der 114.000 US-Dollar sehen wir eben weiterhin Liquidität, wo ich mich nicht wundern würde, wenn wir diese in den nächsten Tagen oder Wochen noch einmal abholen.
Schreib mir auch gerne mal deine Meinung, dein Gefühl zur aktuellen Marktphase in die Kommentare. Ich weiß, dieses Video wird nicht unbedingt super gut ankommen. Mir ist es trotzdem wichtig, eben beide Dinge zu beleuchten und euch hier nicht einfach nur bullisch die besten Grafiken hinzuklatschen, sondern eben auch über Risiken zu sprechen. Auch wenn man es nicht unbedingt hören möchte, gehört es meiner Meinung nach nun mal eben dazu. Falls es dir gefallen hat, würde ich mich erst extrem über eine Bewertung freuen. Das heutige Video beende ich. Wünsche dir jetzt noch ein entspannendes Restwochenende. Bis zum nächsten Video.