Transcription
Neun Leute. Dann setzt er auf seinem Stuhl an seinem Schreibtisch. Er sieht seinen verzweifelten Blick. Plötzlich donnert er seinen Füller gegen die Wand. Warum denn das? Er tut sich wohl bei irgend etwas schwer. Vielleicht bekommt er den ganzen Stoff für Bio nicht in seinen Kopf. Kennt ihr das auch, dass ihr einfach mal willkürlich Dinge durch die Gegend schmeißt? [Musik]
Heute geht es genau um dieses willkürliche Tun von Dingen, nämlich um das sympathische Nervensystem. Neben den ganzen anderen Nervensystemen, von denen ihr vielleicht in unseren anderen Videos schon gehört habt, ist das sympathische Nervensystem auch recht wichtig. Das Nervensystem wird funktionell und anatomisch eingeteilt. Anatomisch unterteilt man es in das zentrale und periphere Nervensystem; funktionell in das somatische und das vegetative Nervensystem. Somatisches sowie vegetatives Nervensystem enthalten Teile des zentralen und des peripheren Nervensystems.
Ihr kurz noch mal zwei Sätze zum vegetativen Nervensystem: Das vegetative Nervensystem kümmert sich hauptsächlich um die inneren Organe des Körpers. Es ist unwillkürlich, das heißt, wir können seine Handlungen nicht bewusst steuern. Es funktioniert also einfach so.
Beim somatischen Nervensystem, das wir uns heute etwas genauer anschauen, läuft das ganze etwas anders. Das somatische Nervensystem wird auch animalisches, seriöses, schnelles oder ganz einfach willkürliches Nervensystem genannt. Es ist im Gegensatz zum vegetativen Nervensystem, wie der Name schon sagt, willkürlich, also beeinflussbar. Das heißt einfacher gesagt: Wir können es steuern. Das beste Beispiel dafür war unser Jan am Anfang. Er hat ganz bewusst entschieden, dass er den Stift durch die Gegend schleudert, auch wenn er wusste, dass das nicht ganz korrekt von ihm ist.
Hier mal die Aufgaben des sympathischen Nervensystems: Es ist für die bewusste Wahrnehmung von Umweltreizen und Reizen aus dem Körperinneren zuständig. Wir können damit gewollte Bewegungen ausführen, die wir mit dem eigenen Willen steuern. Es ist somit für die Skelettmuskulatur und willkürliche Körperreaktionen zuständig. Das hier ist noch mal wichtig: Das sympathische Nervensystem enthält Teile des zentralen und des peripheren Nervensystems. Merkt euch hier: Das somatische Nervensystem ist für die bewusste Wahrnehmung von Umweltreizen und für die willkürliche Steuerung der Skelettmuskulatur verantwortlich.
Und hier mal eine kurze Erklärung, wie das mit dem sympathischen Nervensystem funktioniert: Von den Sinnesorganen aus werden Informationen zum zentralen Nervensystem gebracht. Das passiert über sensorische, man nennt sie auch afferente, Nervenzellen. Diese Signale werden im zentralen Nervensystem verarbeitet, und elektrische Reize werden ausgesandt. Das passiert über die efferenten, motorischen Nervenzellen. Diese Reize steuern die Skelettmuskulatur. Eine Bewegung wird ausgeführt. Merkt euch hier: Ein Reiz wird von den Sinnesorganen über sensorische Nervenzellen zum zentralen Nervensystem gebracht. Danach wird er über motorische Fasern zum Skelettmuskel geleitet, und eine Reaktion findet statt.
Da ihr jetzt eigentlich alles Wichtige über das sympathische Nervensystem wisst, gibt es jetzt noch mal eine kurze Zusammenfassung: Das sympathische Nervensystem ist das willkürliche Nervensystem. Wir können es bewusst steuern. Es ist für die bewusste Wahrnehmung von Umweltreizen und Reizen aus dem Körperinneren zuständig. Wir können damit außerdem gewollte Bewegungen steuern. Es ist also für die Skelettmuskulatur zuständig. Ein Reiz kommt über die Sinnesorgane an, wird zum zentralen Nervensystem, dem Gehirn, gesendet, wird dort verarbeitet und wird dann zur Skelettmuskulatur zurückgesendet. Die Skelettmuskulatur führt daraufhin eine Bewegung durch.
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