Transcription
Rassist und Nazi sind zwei der beliebtesten Argumente in der politischen Debatte aktuell in Deutschland. Statt kritischer Auseinandersetzung mit Argumenten wird sofort die persönliche Beleidigung ausgepackt. Man sticht sein Gegenüber mit Deformierungen nieder. Heute spreche ich daher mit Ser Menger, wie er als Deutsch-Kongolese damit umgeht, wenn man auch ihn mit der Nazikeule schlägt. Los geht's! [Musik]
Herzlich willkommen, mein Name ist Philip Hopf. Herzlich willkommen auch an Ser Menger!
Hi Philip, danke für die Einladung nach Bar in der Schweiz.
Sehr gerne, das ehrt mich sehr. Danke! Ich freue mich, dass du hierhergekommen bist. Bevor wir gleich mal starten, ich habe – ich würde gerne gleich mal erzählen, wie ich damals auf dich gekommen bin – möchte ich aber mal ganz kurz unseren Zuschauern vorstellen: Ich bin sicher, einige kennen dich schon, manche kennen dich vielleicht, wissen, sie haben dieses Gesicht schon mal gesehen, wissen aber nicht woher. Denn es gibt ja so ein bekanntes Video, und ich habe vorher selber mal reflektiert und dann sagte ich vorher zu meinem Kollegen: „Jetzt weiß ich genau, das war in Köln damals, wo ich ein Video gesehen habe.“ Ja, und ich glaube, da haben dich mehrere Millionen Leute gesehen. Und dann bist du mal wieder, sage ich mal, ein bisschen aus dem öffentlichen Bild rausgefallen, und jetzt sieht man dich wieder. Du bist quasi: der ist wieder da, der ist wieder da, der ist wieder da! Ja, da gab’s ja auch mal einen Film darüber. Ja, also mal ganz kurz zu dir, Ser: Äh, du wurdest 1977 im Kongo geboren und bist mit deiner Familie im Alter von 11 Jahren nach Deutschland gekommen. Und äh, das finde ich eine sehr krasse Geschichte. Deine Familie ist, also deine leibliche Familie, ist danach, kurz danach, wieder zurückgekehrt in den Kongo, und du bist als 13-jähriger junger Mann alleine in Deutschland geblieben. Dann brauchst du schon Eier dafür, muss man sagen. So, das ist das ist krass. Dann hast du nach dem Abschluss der Schule eine Ausbildung zum Energieelektroniker gemacht, warst unter anderem professioneller DJ, ähm und dann hattest du dieses Video erstellt zur Kölner Silvesternacht 2015. Wir erinnern uns alle noch: Mutti Merkel damals, äh mit ihrer glorreichen Idee. Dann strömten ja – jetzt sind es mehrere Millionen Männer – ähm in unser Land rein, und zu – in Köln damals hatten wir diese Situation. Dann haben die ihre Deutschkenntnisse zum ersten Mal gezeigt mit „ficki ficki“, und es kam eben zu zahlreichen Misshandlungen, meistens junger Frauen, an der Domplatte. Richtig? Was ja an sich auch ein christliches Wahrzeichen ist. Wenn du dir das mal überlegst, was dieses Zeichen eigentlich gewesen ist. Ja, als – an einem Wahrzeichen des Christentums werden die Frauen des Landes äh belästigt, und ich glaube, das ist noch ein netter Ausdruck. Und da hattest du ein Video dazu gemacht.
Ja, genau. Und du hattest Stellung dazu genommen. Wir werden da gerne später mal darüber äh sprechen. Und du bist jetzt ähm heute, oder ich sollte sagen, danach noch direkt, wurdest du ähm eingeladen vom damaligen Vizekanzler Sigmar Gabriel nach Berlin. Richtig? Frage mich, ob der dich heute auch noch einladen würde. Äh, ich glaube eher nicht. Auch darüber können wir gerne mal sprechen. Und du bist seitdem als politischer Aktivist tätig. Und das sollte ich vielleicht auch gleich mal sagen: Skandal, Skandal äh für die AfD. Ja, äh die die Medien oder behaupten, das wäre ein Skandal, Skandal. Äh, erstmal, weil ein sogenannter POC – maximal pigmentierter, dunkelhäutiger, nenn es wie du möchtest – ich habe da eine andere äh Auffassung von diesen ganzen Bezeichnungen. Es kommt für die Leute passt das nicht wirklich zusammen. Ja, man hat uns die Alternative für Deutschland seit Jahren, mehr als 10 Jahren, immer verkauft als die sogenannte rechtsradikale Partei. Mhm. Und dann fragt man sich: Was hat denn da so ein Schwatter aus Essen in dieser Partei zu suchen? Ja, und äh um es kurz zu machen: damals nach dem Geschehnis auf der Domplatte und das Treffen mit Sigmar Gabriel und dieses ganze Foto hier, Foto da, Interview, äh waren die ersten äh Demos, die mich eingeladen haben. Das war die Pegida. Das war in Duisburg am Hauptbahnhof. Das war schon Skandal, wo so nach der Motto: „Weißt du eigentlich, mit wem du das zu tun hast? Das sind nur alles Rassisten, Nazis und so weiter.“ Ich hatte einfach den Wunsch, mich mitzuteilen. Ich hatte einfach den Wunsch, den Menschen zu zeigen: Ich bin diesen Weg gegangen, ich weiß, was es heißt, von Flüchtlingen her, sich zu integrieren, seinen Weg in Deutschland zu machen. Und das, was gerade vorgelebt wird in der Zeit, was die Domplatte angeht, das hat ja international für Aufruhr gesorgt. Mein Bedürfnis, Philip, war, den Menschen zu zeigen: So sind wir nicht, die die wir angekommen sind. Mm, so sind wir nicht. Und einfach aufzuzeigen: nicht vorteilhaft, Vorteile behaftet sein und alle über einen Kamm scheren. Aber meine Intention war auch, das Land meiner Kinder, Deutschland, auch zu schützen. Mhm. Ne, und deshalb äh hat der Leopard aus dem Kongo gebrüllt. Und lass uns doch da mal bleiben. Ich finde, ich finde das faszinierend, ähm ja, das beeindruckt mich wirklich. Wenn ich überlege: mit 13, da hatte ich nur Flusen im Kopf, und ich war noch viele Jahre danach kein erwachsener Mensch. Ich frage mich heute, ob ich einer bin. Ja, aber ähm du bist mit 13 Jahren – man hat ja auch eine Familienbindung – und da haben deine – haben deine Eltern gesagt: „Wir gehen wieder zurück in die Heimat, in den Kongo“, und du hast gesagt: „Ich bleibe da.“ Genau. Wie – woher hast du den Mut genommen, oder wie hast du das gepackt, so einen Schritt zu wagen?
Also, es war so: Mein Vater, nach einer Odyssee – also, ich bin im Alter von 5 nach Europa gekommen – dann gab es eine Odyssee durch Europa. Die erste Station war – die war Frankreich, danach war es Schweiz, danach war es Belgien, danach war es die Niederlande, und die letzte Station war Deutschland. Mhm. Und man muss sich vorstellen: in diesen ganzen äh sechs Jahren ist man von einem Land zum anderen gegangen, äh wurde immer wieder eingeschult, dann wieder weg, ohne Abschied, und und nächstes Land und so weiter. Und als mein Vater dann – da war ich im Alter von 11 – mein Vater dann im Grunde gesagt hat: „Nee“, 13 war ich da, zwei Jahre später, me 11 kamen wir nach Deutschland, bin eingeschult worden, und und und mit 13, zwei Jahre später, hatte mein Vater einfach keinen Bock mehr. Ja, der hat gesagt: „Hör mal zu, ich sehe meine Zukunft nicht in Europa, ich sehe meine Zukunft im Kongo“, und ist zurückgegangen. Und wir Kinder dachten – also, me – ich war in Begleitung meiner Stiefmutter, das muss man wissen, das war nicht meine leibliche Mutter, sondern meine Stiefmutter und meine Stiefbrüder, zwei, ich war der älteste. Und als dann klar war, dass Papa jetzt nicht im Urlaub im Kongo macht, sondern wahrscheinlich so schnell gar nicht zurückkommt, ist folgendes äh passiert: dass wir vom äh vom Ausländeramt in Mörs einen Schreiben bekommen haben, wo der Asylantrag in Deutschland abgelehnt wurde für die gesamte Familie. Mhm. Und da meine – einer meiner Halbbrüder damals in Holland, Niederlande, geboren wurde, lag es nah, dass meine Stiefmutter gesagt hatte: „Mal zu Ser, Schiebung in den Kongo droht.“ Ich habe mit den Anwälten in Holland gesprochen: „Durch die Geburt deines Halbbruders können wir dort noch mal einen neuen Anfang starten.“ Mhm. Philip, das wollte ich aber nicht, weil nach dieser ganzen Odyssee habe ich mich als junger Mann in einer Situation gesehen, wo gesagt hast: „Ser, wenn du das noch mal mitmachst, wirst du niemals ankommen, du wirst niemals deine Schule vernünftig beenden können, du wirst wieder in irgendeiner Klasse reinkommen müssen, wieder von neu, terwillig noch Niederländisch bregen.“ Also, ich beherrsche die Sprache auch schriftlich, ähm aber das war für mich ein No-Go. Okay. Und ich bin ein gläubiger Mensch, ich glaube an das Universum, ich glaube an Fügung. Für mich gibt es keine Zufälle. Und ich hatte mich – ein Jahr davor hatte ich mich taufen lassen äh in äh in in in Mörs in der Kirche. Und mein Patenonkel war ein Deutscher. Ja, so, ich möchte seinen Namen hier nicht nennen, diejenigen ne, weil ich weiß, es ist sehr intim, vielleicht will er das auch gar nicht. Und er hatte sich damals als mein Patenonkel, nachdem ich ihm das alles jetzt erklärt habe, sich bereit erklärt, mich als Pflegekind mit Zusage des Jugendamtes in Mörs aufzunehmen. Das ist vielleicht für die Menschen, die sich immer die Frage stellen: „Warum bemüht er sich so sehr für Deutschland?“, wird das vielleicht klar, dass was für ein Mensch, was für eine Dankbarkeit ich diesen Menschen schulde. Und das war für mich die Möglichkeit, in Deutschland zu bleiben, meine Schule zu beenden, eine Ausbildung zu machen. Ich war zwei Jahre bei der Familie, mit 15 kam ich ins betreute Wohnen, wo ich also im Gnom lernen sollte, mit Geld umzugehen, eigenen Haushalt zu führen. Dieser Verein für betreutes Wohnen, das gibt es immer noch. Mein Betreuer war damals der Herr Feeten, den muss ich mal aufsuchen, das ist Jahre her. Aber damit will ich einfach eine Sache äh deutlich machen: äh Philip, du kommst erstmal in einem Land genannt Deutschland, du wirst aufgenommen, deine Eltern haben kein Cent zu beigetragen, keine einzige Steuer bezahlt, ihr kriegt ein Dach überm Kopf. Damals hatten wir Einkaufsbons, das heißt, du bist ins in den Laden gegangen und zu Winter und gab’s Klamotten, du hast diesen Bong abgegeben, der wurde ausgefüllt, da gab’s noch nicht das Geld wie heute. Da haben die Leute natürlich hinter euch gemeckert, ne: „Warum dauert das so viel? Und und…“ Weil du hast für eine ganze Familie gekauft. So von Ahlen aus, wo wir im Gnom da – das war das war eine im Gnom eine Auffanghalle, wenn man so möchte, da haben wir in Feldbetten geschlafen mit mehreren Nationalitäten zusammen, und und Philip, da hat keiner gemeckert, da gab’s keine Massenvergewaltigung in diesen Camps, da gab es keine Messerstächereien unter uns. Wir waren dankbar. Und von Ahlen aus ging es in Mörs, und Mörs hat im Grunde genommen meine Geschichte, den Werdegang von Serge Menger, seinen Weg gefunden. Das noch mal für dich zu Info. Was meinen Charakter gestärkt hat, war auch der Sport. Mein Vater hat immer gesagt: „Serge, wir sind in ein neues Land angekommen“, das hat er bei jedem Land gesagt, wo wir angekommen sind: „Hänge bitte nicht ab mit den Kindern von Migranten, die siehst du jeden Tag, aber Schule und alles und Sport, mach den Kontakt zu anderen Kindern, m engagiere dich!“ Und der Judo – Judoort, ich war damals Senkrechtstarter, ich war im NWJV-Kader, äh war sehr sehr erfolgreich, und das hat meinen Charakter gestärkt, weshalb ich heute sagen würde: die beste Integration neben Schule, Sprache lernen und und ist die sportliche Bestätigung in einer Mannschaft. Mhm, glaube ich. Also, da ist definitiv was dran, äh auch was es die Stärkung des Selbstbewusstseins des Individuums angeht, Selbstwertgefühl zu haben. Ich meine, viele dieser Taten, die heute im – ja, man kann schon sagen – im Minutentakt in diesem Land passieren, ist ja von Leuten, die tief frustriert sind, die – warum auch immer – wir müssen nicht darauf eingehen, ob die sich jetzt äh nicht willkommen fühlen oder nicht. Das ist alles kein Grund, ein Verbrechen zu begehen. Selbst angenommen, die sind alle überhaupt nicht willkommen, dann ist es trotzdem kein Grund, irgendjemanden dafür eine Machete überm Kopf zu ziehen. Aber äh diese Leute, die haben erstens mal nichts zu tun, sie betätigen sich schätze ich mal wahrscheinlich auch nicht sonderlich sportlich, äh und das ist äh und die finden auch gar keinen Weg da rein. Ähm, ich hätte da aber mal eine Frage an dich, weil wir sehen ja jetzt – du hast ja diese Erfahrung wirklich gemacht – du sagtest, da war Dankbarkeit da in diesem Umfeld damals, der aufgenommenen. Was ist passiert, deiner Meinung nach, dass sich das so dramatisch gedreht hat und man jeden Tag Schreckensnachrichten kriegt aus den Flüchtlingsunterkünften: der sticht den ab, auf dem Schulhof, der sticht den ab, Vergewaltigung untereinander, schlimmste Gewaltausbrüche. Warum gab’s es damals nicht, und warum gibt’s das heute die ganze Zeit? Unsere Kritiker, Philip, werden sagen: „Ja, Deutsche töten auch, Tötungsdelte gab’s immer schon, Terroranschläge gab’s ja immer schon, und und und das… Merkel…“ Aber die vergessen eins, die vergessen eine Realität, dass die Häufigkeit heute eine ganz andere ist. Wenn mich Menschen kritisieren, sage ich immer: „Leute, nennt mich wie ihr möchtet. Ja, keine Ahnung, Onkel Tom, Kokun, ich hätte zu viele Schäferhunde gestreichelt, ja, würde würde würde den den mich bei den Deutschen einschleimen.“ Und das Traurigere ist, Philip, da sind Migranten, die seit Jahren in Deutschland leben, die mit solchen Beleidigungen kommen. Um kurz noch mal gleich zurückzugehen auf deine Frage: Der Rassismus, der latente Rassismus, ist nicht nur bei Deutschen zu finden, auch bei Arabern, auch bei Dunkelhäutigen, auch in der Black Community. Denn in dem Moment, wo ich doch Deutsch spreche, aber die Dankbarkeit, die ich diesem Land im Grunde schulde, nicht erbringe, sondern mich eher noch gegen dieses Land auflehne, ja, weil eine sogenannte politische Partei, die offiziell legal zugelassen worden ist, einfach nur sagt: „Wir möchten so nicht mehr weiter“, das ist Black Racism, nichts anderes. Mhm. Die Häufigkeit, da sage ich den Leuten immer: „Schaut ihr eigentlich Nachrichten? Die Bundeskriminalstatistiken, die macht nicht die AfD, die Statistiken macht nicht ein Serge Menger, da sind Polizisten, Bundeskriminalamt, die jedes Mal, wenn die Polizei gerufen wird und wieder eine, wie soll ich sagen, äh eine Terror stattgefunden hat, eine Ermordung, eine Vergewaltigung, diese im System aufnehmen.“ Und das Banale und das Traurige ist, und das machen auch unsere linken Freunde, Antifa, einfach diese so abzutun, als: „Das ist doch gar nicht so, es wird doch aufgepusht!“ Und da habe ich zu jemanden gesagt: „Wenn wir nicht verstehen, dass die letzten 10 Jahre wie ein roter Faden die Sache sich durch ganz Deutschland gezogen hat, Blutaten vom Allerfeinsten, nicht nur gegenüber Deutschen, sondern auch Migranten unter sich, klar, und sogar auch in ihren eigenen Familienumfeld, es hat meiner Meinung nach ganz klar damit zu tun.“ Und da haben viele Leute uns auch schon vorher vorgewarnt: ein Saharazin, ein Maßen und viele viele andere, die gesagt haben: „Das wird uns in die Ohren fliegen.“ Mhm. Warum, wenn du mich fragst, sind Menschen – man hat sie aufgenommen, ohne ihnen Punkt 1 die Spielregeln zu nennen, Punkt 2 ohne zu selektieren. Es ging viel zu schnell und zu viel auf einmal. Was ist denn daran falsch, wenn ein Serge Menger oder ein Philip Hopf oder andere, ein Kenepsen und und und die Bewegung – wir sind ja groß, wir sind ja viele, ich bin ja nur ein ganz kleiner Fisch von vielen Influencern und Aktivisten – was ist denn daran falsch, wenn wir anprangern, dass wir sagen: „Wir möchten so nicht, wollten wir nicht, und wir müssten auch so nicht weitermachen.“ Was ist daran nicht zu verstehen? Ich glaube, was daran falsch ist, ist für die Leute, welche diesen Zustand überhaupt erst zur Realität haben werden lassen. Gehen wir mal davon aus, es gibt möglicherweise Leute, die daran interessiert sind, und die gibt es, das sehen wir jetzt auch in vielen Parteien, die sich zu Tode wehren, wenn es heißt: „Begrenzung von Migrationen“, dann auf gar keinen Fall. Wir sehen das bei den aktuellen Koalitionsverhandlungen, da gibt es Parteien, die sagen: „Es gibt nur eine Richtung, und das ist Millionen weiter rein, völlig egal, was passiert, immer weiter, immer weiter, immer weiter.“ Das gibt – da gibt es also eine ganz klare Agenda, und es gibt ganz klare Ziele, dieses Land so zu verändern, dass es nicht mal – nicht mal für Migranten mehr wiederzuerkennen ist, für niemanden wiederzuerkennen ist. So, und diese Leute haben definitiv Interesse daran, dass sich nur eines verändert, und zwar die Schleusen noch größer geöffnet werden, damit noch mehr Leute reinkommen können, damit ein Zustand, wie er mal war – das ist ja das, was ich andere wünschen – ich würde doch es gerne haben wie 2015, damit es völlig unmöglich ist, dass das jemals wieder zurückkommt. Ja, ich würde sagen, die arbeiten da äh sehr intensiv daran und möglicherweise auch sehr erfolgreich, wenn man es aus der Sicht sieht: definitiv, definitiv sehr erfolgreich. Aber das, was du gerade ansprichst, äh Philip, sage ich auch in vielen meiner Videos: Ich bin jetzt – jetzt heute hier mit dir in der Schweiz, in Bar. Wir mussten, als wir von Deutschland gestern angereist sind, Grenzkontrolle. Mich hat es nicht gestört, ich habe es gefeiert. Da kam der der der Zollbeamte oder Polizist oder was auch immer war: „Schönen guten Abend.“ „Guten Abend.“ „Wo möchten Sie hin?“ Wir haben ganz klar genannt, wohin wo wir hin möchten. Der hat eben seine Taschenlampe angemacht und auch mal ins ins Auto einfach mal äh äh reingeschaut: „Haben sie Ware dabei, irgendwas?“ „Nein, wir haben nichts dabei.“ Äh, und was ist der Grund ihres Aufenthaltes? Ich habe ihm das erklärt. Ich habe es gefeiert. Warum habe ich es gefeiert? Weil ich gemerkt habe: „Boah, du kommst jetzt in einem Land, der darauf achtet, wer zu ihm kommt, warum und ob das überhaupt gewollt ist.“ Wir saßen da, unsere Kinder, die zwei Jüngeren, die hatten beide ihre Pässe in der Hand, meine Frau und ich genauso. Die hätten jederzeit – hätte er sagen können: „Bitte kurz aussteigen, ihre Dokumente.“ Hat er aber nicht getan. Und ich sag ja, warum er es nicht getan hat: Er hat gesehen: einigermaßen Mittelklassewagen, deutsches Kennzeichen, alle haben im Auto Deutsch gesprochen, er hat an unsere Kinder gesehen, dass es Mischlinge sind, also, dass es unsere beide Kinder waren, aber die Nuancen meiner Aussprache und die Erklärung, die ich ihm abgegeben habe – und du weißt, da sind Bluthunde, die haben Erfahrung, die riechen da sofort, wenn irgendwas nicht passt – das hat für ihn einfach ein Bild ergeben: eine Familie ist auf Reisen gemeinsam, die Kinder haben äh wie heißt das äh Osterferien, es passt. Und das wünsche ich mir für Deutschland, bei all dem, was wir tun. Und wir wissen, diese Agenda ist nicht mehr aufzuhalten, Philip, die wird nicht mehr aufzuhalten sein, das sage ich auch ganz klar den Publikum, die auch zuhören, vergisst es: Deutschland wird einen krassen demografischen Wandel durchmachen, alles wird schwieriger werden, auch für die Einheimischen. Wir merken es nicht nur an den Preisen, sondern auch dieses Sicherheitsgefühl im Land an sich. Und wenn die Menschen nicht verstehen, dass es gewollt ist, wie du gerade gesagt hast, das kann man – das kann man lesen, es steht überall schwarz auf weiß, wenn man einfach schlägt dir ins Gesicht so. Und da muss man sich die Frage stellen: warum und wieso? Wenn man für Wieso die Erklärung nicht findet, aber dann ist doch eigentlich eine Sache plausibel, Philip, dass man doch dann, wenn man das nicht möchte, die aktuell stärkste Opposition eines Landes, diese junge Partei AfD unterstützen muss. Schau mal, ich glaube, das ist – um das mal anders zu drehen – das ist der Grund, warum sie bis aufs Blut bekämpft wird, und man schon lange sämtliche demokratische Mittel und jetzt auch undemokratische Mittel einsetzt, auch öffentlich zeigt, dass man am demografisch demokratischen Diskurs überhaupt nicht interessiert ist, dass man sagt: „Wir lassen die jetzt aktuell stärkste Partei Deutschlands wollen wir verbieten lassen.“ Also, wir, die Demokraten, werfen dem anderen vor, undemokratisch zu sein und eine Diktatur stappen zu wollen, während wir im nächsten Satz sagen: „Die demokratische Partei, die größte in Deutschland, lassen wir jetzt verbieten.“ Ja, also, es ist so offensichtlich schon, dass ich mir immer denke: „Wer begreift das eigentlich gar nicht, was hier läuft?“ Ja, also, ich sag nur eins, Philip: Ich und viele Migranten fühlen uns von der Bundesregierung verraten. Jetzt werden einige sich die Frage stellen: „Was meint ihr damit?“ Kommt man nach Deutschland, spricht man erstmal noch keine kein Deutsch, man muss die Sprache lernen, man muss die deutschen Tugenden, die Mentalität, die Kultur, die Lebensweise aufnehmen, man muss bereit sein, ein Teil davon zu werden. Dann hast du all das geschafft, du machst eine Ausbildung, du zahlst deine Steuern, du gründest eine Familie, und dieses besagte Land, die auch in meinem Herzen schlägt – ich habe zwei Herzen – meine Kinder sind Deutsche und Kongolesen, und meine Frau ist Biodeutsche. Ich bin mit meinem Blut, das Blut meiner Ahnen an Deutschland gebunden und Deutschland verpflichtet. Und wenn ich all das geschafft habe, und dass die Regierung, das deutsche System, welche die blaue Partei zugelassen hat als Oppositionspartei mit allen Möglichkeiten demokratisch zugelassen – ich in dem Moment sage: „Super, ich habe jetzt die Wahl zwischen AfD, SPD, CDU, Linke, Grüne und hast du nicht gesehen BSW und whatever“, und ich als Migrant mit deutscher Staatsangehörigkeit – ich habe mich für den deutschen Pass entschieden – ich habe damals ein Schwur, ein Eid abgelegt, alles Negative von Deutschland abzuwenden. In dem Moment, Philip, wo ich sage: „Die blaue Partei ist meine Wahl, weil mein Leben war eine Odyssee, und wir haben das, was jetzt gerade abgezogen wird, nicht abgezogen“, und um dieses von mein geliebte zweite Heimat abzuwenden, setze ich mich an, und ich sage: „Ich wähle die blaue Partei“, dass ich dann als gut integrierter Migrant, der Deutschland liebt, der Deutschland ist, der Deutsch atmet, der sogar mittlerweile Deutsch denkt seit seit Jahren, dann beleidigt werde als Rassist, Onkel Tom, Kokun, schlimm noch Nazi, schwarzer Nazi, fühle ich mich von dieser Regierung verraten, die im Grunde genommen medial, politisch und auch im alltäglichen Leben Menschen, die solche Äußerungen machen, gegenüber Befürwortern von der AfD unterstützt. Wir reden hier, Philip, von mehr als 10 Millionen Menschen, die abgestempelt werden. Und da sage ich, ganz kleine Kamera: Die Bundesregierung hat viele in Deutschland lebenden Migranten, die vor uns Afrikaner da waren, all samt auch meine Person, alle verraten.
Ser: Ich glaube, das ist – da wenn man sich anschaut, wie die Stimmung ist, beispielsweise innerhalb der CDU aktuell – äh ich kenne – so wird sie wahrscheinlich immer noch geben, Leute, die so geistig umnachtet sind, dass sie das alles noch gut finden, aber die allermeisten fühlen sich verraten, jetzt gerade von Wahlversprechen, die jetzt einfach nur nach einer Woche aus dem Fenster rausgeschmissen werden. Man schämt sich nicht mal mehr, man versucht auch gar nicht mehr zu verdecken, dass man lügt, man sagt einfach: „Es ist mir völlig scheißegal, so machen wir es jetzt, und ihr macht alle mit, und ihr seid selber schuld, mehr oder weniger selber schuld, dass ihr uns gewählt habt, und jetzt bestrafen wir euch noch mal extra dafür.“ Wenn du so willst, ist das ausgleichende Gerechtigkeit. Das Problem ist nur: es trifft uns alle, wir alle, die wir sie nicht gewählt haben, werden jetzt mitgenommen und müssen durch diesen Schlamm durchwaten. Aber äh bleiben wir mal bei diesem Thema. Ich habe äh ein Video von dir gesehen, da kam dieser Impuls, wo ich gesagt habe: „Den Mann musste mal einladen.“ Erfurt, da kam es zu diesem furchtbaren Verbrechen, dass äh ein äh Migrant, der scheinbar nicht wohl integriert war, äh im Park auf Kinder eingestochen hat, einen Zweijährigen ermordet hat, ein Mädchen – ich weiß nicht, ob die überlebt hat – furchtbarste Wunden. Und dann kam einer zu Hilfe, ich glaube, der wurde auch noch erstochen und ist auch gestorben. So, und da gab es eine Gedenkfeier danach, und bei jeder Gedenkfeier muss es natürlich auch eine Demo gegen Rechts geben. Das ist ja heute Usus so bei uns so. Und du warst bei dieser Gedenkfeier dabei. Zwei Fragen: erstens mal, dort war auch ein Mann, der in Deutschland als der schlimmste aller Rechtsextremisten und Faschisten gilt, und das ist der Herr Höcke, und der lief einige Meter neben dir, wenige Meter neben dir. Erstmal meine Frage: In der AfD, laut Mainstream-Medien, sind nur Rassisten, rechtsradikale Faschisten, die müssten dich doch alle tief verachten und wollten dich niemals auf Laufdistanz neben dich haben, weil sie dich als Untermenschen ansehen. Ist das so, oder welche Erfahrung hast du da gemacht? Was sagen Sie zu den Menschen, die der AfD unterstellen, Rassisten zu sein?
Deutschland sollte langsam aber sicher verstehen, worum es geht. Ja, macht er halt, macht der halt auf Rücken, auf Rücken der Menschen dieses Landes. Sollen wir jetzt stolz darauf sein, dass Menschen ermordet werden jeden Tag? Soll ich das mir gerade meine Fresse halten, weil ich nicht weiß, bin? Das funktioniert so nicht. Ähm, Philip, du bist ein gebildeter Mann, du bist erfolgreich in dem, was du tust, und das war der Grund, warum ich dann Einleitung auch sofort aufgenommen habe, weil wir brauchen Freigeister, klar denkende Menschen, die Menschen, die immer so gerne die Nazikeule rausholen, erinnern sich vielleicht mal: Es gab ja auch Spiele, Sportspiele in Deutschland in der Zeit von Adolf Hitler, da war noch Schwarze, es gab in der Zeit Dunkelhäutige, die nachher da standen und die Faust erhoben haben, um drauf aufmerksam zu machen, was in Amerika zu der Zeit stattfand, zwischen schwarz und weiß. Korrekt? Okay. Warum sage ich das? Wenn man liebt, wenn man ein Land wirklich liebt und das Zusammenleben liebt, dann ist man kein Heuchler, sondern man zeigt seine klare Kante, dass man zu diesem Land steht. Ich wurde in Deutschland noch nie von irgendwelchen wirklich krassen Neonazis angegriffen. Wir wissen aber, dass es solche Übergriffe gibt, und die verurteile ich aufs Tiefste, weil wo Unrecht geschieht, ist es immer scheiße, das ist egal, wo es passiert, ob Kongo oder Südafrika, und dazu komme ich auch noch. Das ist egal, wenn ein Mensch sich zu einem Land bekennt und sagt: „Ich möchte mithelfen, weil ich weiß, was dieses Land für mich getan hat“, und eine Partei wie die Alternative für Deutschland mir eine Plattform gibt. Die AfD war, entgegengesetzt alle anderen sogenannten Altparteien, etablierten Parteien, die einzige Partei, die bereit war zu sagen: „Herr Menger, kommen Sie mal, wir möchten mit Ihnen in Diskurs, Herr Menger, wollen Sie nicht bei einem äh äh Stammtisch mal mitmachen, in der Runde, wollen Sie denn nicht mal bei einer Demo teilnehmen.“ Die haben mich mit offenen Armen empfangen, und die haben nie Angst vor mir, von mir haben müssen, von meiner Person haben müssen, weil die wussten: ich erzähle Wahrheit aus meiner eigenen selbstgelebten, erlebten Leben und Geschichte. Nein, man tut dieser Partei Unrecht. Ich kann nicht in dem Kopf von einem B H gucken, und es kann auch gut sein, dass es Menschen bei der AfD gibt, die mehr oder weniger braun sind und sich denken: „Wir möchten uns die Partei nicht mit zu vielen Migranten packen.“ Aber auch das ist eine Lüge, weil die AfD ist die Partei nachgewiesenermaßen mit den meisten Deutschen mit Migrationshintergrund. Es gibt keine Partei in Deutschland, die so viele Migranten vereint wie die AfD. Zu Björn Höcke damals bin ich sehr nah an ihm rangelaufen, ohne ihn zu stören. Das war das war ein trauriger Tag. Wir…
Waren alle sehr berührt, und mir kamen sogar die Tränen, als wir da – als er bei der Blumenniederlegung – ich bin auch nur ein Mensch und habe Gefühle, und ich bin selbst Familienvater. Und Philip, der Gedanke, das muss ich dir mal bildlich vorstellen, dass da ein zweijähriges Kind, der einfach durch den SP-Park spaziert, angegriffen wird von einem Mann, den er nicht kennt, der – und das möchte ich so klar sagen – damit diese ganzen Entschuldigungs-Drecksheuchler, ich, ich fluche ungerne, Philip, aber das muss sein! Damit diese ganzen Unmenschen, die uns verurteilen für unsere Überzeugung, die müssen sich mal vorstellen, dass eine Klinge den Körper eines zweijährigen Kindes einrammt, mehrmals. Wenn man da nicht traurig wird und einem nicht die, die Tränen kommen, dann, dann, dann hat man alles an Emotionen, an Menschlichkeit verloren. Und dass dann ein Bierhöcke dahingeht und nicht um es zu politisieren, sondern weil er auch Familienvater ist und sagt: „Ich wurde eingeladen, ich komme.“ Dann irgendwelche Antifa-Hänger in Ausburen, z. Polizei aufgestellt werden muss, Bodyguards ohne Ende, alle mit, mit einer Schutzweste, damit ein deutscher Staatsbürger, der ja noch mehr Recht hat auf sein Land als ich als Migrant, sich geschützt fühlen kann, um einfach mal Blumen niederzulegen. Man tut diesen Menschen unrecht, und weißt du warum ich so nah an ihm ran war? Da waren Leute von der Antifa, die die Polizei zugelassen hat, dass ihm zu nah kamen, und ich habe mir gesagt: „Dieser Platz rechts von ihm ist frei, links von ihm ist frei.“ Da ist einer dem Plakat, das kann ruckzuck passieren, dass da Gewalt eingesetzt wird, das wollte ich nicht. Ich bin da gewesen und diesen für mich sehr überaus tapferen Mann, den ich unbedingt auch kennenlernen möchte, der sage ich ganz klar – der mich unbedingt kennenlernen möchte, um auch mit dem zu reden – sagen: „Danke, dass Sie diesen ganzen Druck, Defamierung und Hetze gegen Ihre Person seit Jahren durchhalten, weil sie sich, gewollt oder nicht, für ihr Land einsetzen.“ Philip, wer bin ich denn, zu entscheiden, was Meinungsfreiheit sein darf und was nicht? Ich mache nicht die Gesetze in diesem Land. Und wäre er so krass rassistisch, wie die Leute meinen, warum läuft er dann immer noch frei rum? Und er ist nicht eingebuchtet worden, weil man ihm nachsagen kann, er hätte irgendwelche krass Rechtsradikalen auf irgendwelche Ausländer losgelassen. Der Typ hat in Thüringen eine Wahl dargestellt und hat gezeigt: „Ihr könnt mit uns machen, was ihr wollt, aber es gibt Menschen, die schauen unter den Kulissen.“ Und das war der Grund, warum ich da war. Ja, ich finde das sehr stark, und ich denke, das hat auch absolut nichts mit äh einer politischen Haltung zu tun, sondern mit der Mensch zu sein. Und es ist auch, äh es zeigt auch ein ganz klares Bild, warum andere Menschen als einzige Reaktion am Mord an Kindern nur ein mantraartiges Wiederholen von „Nächste Demo gegen Rechts, nächste Demo gegen Rechts“ nächste… Das ist das einzige, an was sie denken. Die setzen sich nicht zusammen und sagen, dass es etwas Furchtbares ist, das passiert ist, sondern der einzige Satz ist: „Wir müssen verhindern, dass die Nazis daraus jetzt irgendwie Profit schlagen.“ Das ist der einzige Gedanke.
Und was ich da als zweite Frage noch hatte: Ich meine, es ist ja dann, dass du dort warst und selber den Opfern gedacht hast, was ein ganz normaler Akt der Menschlichkeit ist, wurdest du ja auch angegriffen, und man hat dich dann quasi zum schwarzen Nazi gemacht. Ich meine, nimmst du das noch satirisch irgendwie auf? Du kannst ja nur weinen oder lachen darüber. Also ich, ich hoffe, du lachst da, Philip. Mittlerweile ist das ein Orden, mittlerweile ist es in der Zeit, wir leben, fast schon eine Auszeichnung. Und damit ich niemanden unrecht tue: Ich habe in der Schule gut aufgepasst, ich habe Geschichte geliebt. Wir wissen, dass das, was in Deutschland mit den Juden passiert ist, echt schlimm ist, und ich habe es nicht nur mit der deutschen Geschichte zu tun gehabt, sondern auch in der Zeit von Leopold, wo über 10 Millionen Kongolesen zu Leben gekommen sind. König Belgiens, meinst du richtig, der nie Kongo besucht hat, der aber wirklich da mordend, seine Leute mordend durchs Leben gegangen sind, damit genug Kautschuk aus dem Land, Elfenbein und und und raus transportiert werden. Aber jetzt müssen wir eine Sache nicht vergessen, Philip: Wir haben 2025. Ich kann nichts für das Dritte Reich, für den Holocaust, ich kann nichts für das, was Leopold getan hat. Aber wenn es etwas gibt, was ich tun kann, ich kann mich jetzt in meiner Lebzeit, in meiner Epoche dafür einsetzen, dass meine Kinder aus der Geschichte lernen und dass das nie wieder passiert. Und das in Deutschland – das muss man sich mal Leute, ihr, ihr müsst euch eins klar werden – man beschimpft in Deutschland mittlerweile Politiker, die einem unangenehm sind, und auch Migranten, so wie ich, als Nazi. Hätten wir jetzt eine Dame, die all das erlebt hat, die würde hier bei uns sitzen, und du würdest ihr sagen: „Herr Menger ist AfD-Sprecher und der wird Nazi genannt.“ Was macht das nicht mit dieser Frau? Die würde mit dem Kopf schütteln. Ich weiß nicht, ob den Menschen, ich weiß nicht, ob die Menschen in Deutschland und gerade diese ganzen Antifa-Bewegungen und gegen Rechts, haben die sich wirklich mit der Geschichte ihres Landes auseinandergesetzt? Haben die wirklich mal gelesen, was da alles passiert ist? Und noch schlimmer: Das ist zum übrigens mittlerweile mein Staatsfeind Nummer eins ist der Klingbeil, weil er hat mich so getriggert gehabt, damals als er in einer Debatte ganz klar vor der Kamera zu Alice Weidel gesagt hat: „Ihr seid alles Nazis.“ Es hat absolut keine Folgen für ihn gehabt. Wo bleibt die Anzeige? Wo bleibt das, der Aufruhr? Wo, wo bleibt denn die Bewegung in der Bevölkerung, die ganz klar sagt: „Du wirst uns nicht stigmatisieren mit dieser gewollten politischen Spaltung, gewollten politischen Nazikeule, die einfach nur dazu da ist, mit allem Respekt vor der Geschichte, der deutschen Bevölkerung, Mundtod zu machen.“ Exakt so ist es. Da bin ich dabei, deswegen auch die ganzen Kampfbegriffe, weil sie wissen: Es gab ja auch einen Zeitpunkt, wo man sich dann entschieden hat, auf dem politischen Lager innerhalb der SPD: „Wir nennen sie jetzt alle Nazis.“ Das hast du dann gemerkt, Saskia Esken hat das auch gemacht, alle haben das immer wieder wiederholt: „Alles Nazis“, weil sie wissen: Okay, das ist die letzte Möglichkeit, indem wir diese Kampfbegriffe nutzen, um ein seit Jahrzehnten dadurch, ähm ja, wenn man so möchte, manipuliertes Volk, äh ihm immer wieder einzuhämmern: „Wenn du dahingehst, dann bist du einer von ihnen, und sie sind alles Nazis.“ Und das wiederholen und wiederholen, ähm und ich denke, das ist es, ist auch erfolgreich. Ja, man darf es nicht vergessen, das ist erfolgreich auch, äh auf Seiten im politischen Betrieb. Wenn du siehst: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Denn äh wir reden jetzt von AfD. Ich meine, letzte, vorletzte Woche zum ersten Mal 1 % drüber. In anderen Ländern würden die 30 % vorne liegen, bei dem was passiert ist. Ja, und wir sehen es, also wir sehen es in Italien, wir sehen es in Frankreich, wir sehen es so ziemlich überall: Polen, Ungarn, you name it. Da liegen die plötzlich massiv vorne. Nur es ist eben Deutschland, durch diese jahrzehntelange Stigmatisierung, dass die Leute wissen gar nicht, was eigentlich ihr Problem ist. Sie wissen nur, dass sie eines haben, und: „Oh, ich fühle mich so schlecht, und die sind doch alles eigentlich Extremisten.“
Mm, du hast aber gerade eine wichtige Sache genannt, Philip: Geben wir der, den etablierten Parteien ihren Spaß, und die haben die Nazikeule etabliert. Was sagt man denn zu Frankreich? Was hat Frankreich mit Nazi zu tun? Mm, Le Pen, Frau National… Was sagt man denn zu Niederland? Wilders, der mitregiert in den Niederlanden. Das muss ich vorstellen: Niederlande ist das Land überhaupt, wo man weiß: Bunt gemischt und und und. Dem die Niederlande, die Holländer sind aufgestanden. Wir haben Italien, Polen und und, brauche ich gar nicht zu nennen. Also da muss der Deutsche doch mal reflektieren: Okay, wenn wir doch wirklich nur die Nazikeule rausholen können, was sagen wir denn zu diesen ganzen Ländern, wo der Rechtsruck, wie die Medien das sagen, ziemlich stark geworden ist? Woran liegt das? Das muss doch Klick machen, da muss doch bei jedem gesunden Menschenverstand doch irgendwas passieren, dass er sagt: „Nein, nein, nein, nee, nee. Diese Wahrnehmung hat nichts mit der deutschen Geschichte zu tun, das ist die Realität, in der wir aktuell leben.“ Du musst dir vorstellen, Philip, ich wurde, ich habe eine Anzeige bekommen, oder ich habe eine Aufforderung bekommen von der Polizei: „Ich soll bitte dahingehen und meine Aussage machen.“ Ich habe ein Video gemacht, ohne es zu wissen, mit der Aussage: „Deutschland erwache!“ Mhm. Daraufhin habe ich eine Einladung von der Polizei bekommen, der ich nicht nachgegangen bin, nachdem ich mit meinem Anwalt gesprochen habe. Sagte Menger: „Lassen Sie die erstmal kommen.“ Warum? Weil „Deutschland erwache“ verboten ist in Deutschland, als Satz, gehört zu den verbotenen Ausdrücken und Symbolen. Mhm. Das sagt man jemanden, der aus der Demokratischen Republik Kongo kommt, der seit über 36 Jahren in Deutschland lebt. Das will man mir nachsagen, dass ich es bewusst benutzt habe, weil ich wusste, es ist verboten. Ich meine, mit allem Respekt vor allem, vor der Geschichte Deutschlands, aber wie billig ist das denn? Meine Frau sagte zu mir auch: „Jedem das Seine ist auch nicht erlaubt, auch nicht sagen.“ Man muss da schon lange Listen führen, um noch durchblicken zu können, was was… Ein Afront, dass dann die Bundesregierung hingehen möchte und anderen Ländern wie Türkei und und Demokratie beibringen möchte, Meinungsfreiheit beibringen möchte. Ganz ehrlich, eine klare Aussage: Diese Bundesregierung, die wir jetzt haben, das, was am besten tun sollten in solchen Sachen, einfach mal die Fresse halten, wenn man keine Ahnung hat. Ich muss so krass sagen, Philip, tut mir leid, ich hoffe, das kannst du auch gerne wegschneiden, aber damit die Menschen mal verstehen, was es mit uns macht. Und werde ich verurteilt, oder es kommt zum Prozess, geht das System hin und es zieht ein Entrepreneur, Unternehmer, der ich bin, der momentan auch kämpfen muss wie jeder von uns auch, entzieht es tausende, wenn ich Pech habe, an Gelder, die ich eigentlich mehr hart erarbeitet habe, um meinen Kindern eine Zukunft zu geben, weil ich mich im positiven Sinne für ein Land eingesetzt habe, um den Menschen zu sagen: „Komm mal hoch von, von deinem Sofa, geh mal auf der Straße, engagiere dich, weil es ist nach 12.“ Ja, ich glaube, das ist etwas, und äh das können die Leute gerne mal in die Kommentare reinschreiben, was denn ihr Eindruck ist. Finde ich auch interessant: Schreibt doch mal euren Eindruck rein, der… als Mensch, nicht als politische Figur oder Aktivist, ja, sonst kommt man da gleich wie in seine Emotion rein und ruft das ab, was man als Gehirnwäsche vorher bekommen hat, sondern als Mensch: Was ist das für ein Typ? Ist das ein ehrlicher Typ? Steht der für seine Überzeugungen, und wie findet ihr das Ganze? Oder ist er kein guter Typ, weil er Partei angehört von dir, der ihr gesagt bekommt, dass die scheinbar ganz fremdenfeindliche Werte vertritt? Denke, das wäre ein interessanter Punkt. Und ich möchte dir ganz herzlich danken, erstens mal, dass du hierher gekommen bist, das ist keine Selbstverständlichkeit, ähm dass du so offen sprichst, das ist vielleicht auch ein Vorteil, dass du so sprechen kannst, weil viele andere trauen sich das nicht. Sie trauen sich nicht den Mund aufzumachen. Sie sagen zwar auf der einen Seite: „Wir leben hier in dieser lupenreinen Demokratie“, auf der anderen Seite: „Aber das darfst du alles nicht mehr sagen.“ Das ist, äh so ein weiterer Punkt. Also ich, ich sag mal so, äh Philip, aktuell ist meine dunkelhäutige Farbe für das, was ich tue, als äh Afrodeutscher ein Segen, ein Segen. Warum? Weil ich mit meiner Hautfarbe, Gott sei Dank, Sachen ganz anders aussprechen kann und darf, auch durch meine Historie und meine Lebenserfahrung und meine zweite Heimat, äh und dieses nutze ich ganz klar im Sinne Deutschlands. Und äh jeder der sagt: „Ja, es gibt ja die Ausrede, ja der lässt sich vom Karren spannen.“ Okay, früher habe ich versucht, solche Kommentare zu widerlegen und habe stundenlang mit Leuten diskutiert und geschrieben, tue ich nicht mehr. Die Leute sollen die Bewegung, die jetzt neu ist, die gerade in Deutschland neu erwacht, sich mal genau anschauen. Früher oder später, wenn wir wissen, wo wir landen – wir haben es doch mit Corona doch erlebt, Philip – wir waren alle Hutträger, wir haben alle nur Blödsinn und irgendwelche Lügen aufgetischt und und. Und heute gibt uns die Geschichte Recht, die, die uns damals – da war fast schon eine, eine Hexenjagd auf der Straße, Familien sind kaputt gegangen und und Menschen sind ums Leben gekommen – und was kommt heute raus? Dass diese Menschen richtig gelegen haben. Und ich sage dir hier und heute: Das wird mit der Alternative für Deutschland genauso sein. Sie ist keine Randpartei mehr. Du hast ja mitgekriegt, dass der Jens Spahn ja jetzt dahingegangen ist und doch auf einmal, um seine politische Karriere zu retten, meint, man müsste doch mal langsam anfangen, sich mit der AfD wirklich auch auseinanderzusetzen, zuzuhören und miteinander zu reden. Oh, was ein Sinneswandel! Aber das macht er auch nur, weil Menschen so wie du, ich und viele andere da draußen 10 Jahre lang unermüdlich sich für Deutschland eingesetzt haben. Ja, und ich glaube, äh und er wurde auch wohlgemerkt schon massiv kritisiert, ja, denn er, er darf das Unaussprechliche nicht aussprechen: Als wahrer Demokrat mit einer anderen demokratischen Partei zu reden, sowas macht man nicht. Ähm, ich möchte das trotzdem schließen. Ich finde das ganz, ganz stark, völlig unabhängig welcher Partei, wie du dich für dieses Land einsetzt. Äh, das es klingt komisch, wenn ich sag: „Du bist ein toll integrierter Migrant“, denn du bist wirklich für mich von deiner Art, wie ich es mir nicht deutscher vorstellen könnte, von deinen Grundprinzipien, das ist wirklich: Wir können stolz sein, solche Leute in unserem Land zu haben. Und äh sollte es weitere geben, da wo du herkommst, dann bring sie bitte mit. Ja, ich möchte dir also ganz herzlich danken, mein lieber Ser, Fall danke, Philip, für die Einladung noch mal und das, was du da gerade bezeichnet hast, da würden meine Kritiker sagen: „Ich bin ein Bounty“, das heißt außen braun, innen weiß. Und ich sage: „Hey, ich bin gerne Bounty, ich bin auch gerne ein Onkel Tom, wenn es aber dazu bringt, dass wir gemeinsam dieses Land retten können.“ Danke, ganz herzlichen Dank! Danke vielmals, Leute! Schreibt gerne mal eure Kommentare rein. Ich fand das ein hochspannendes Gespräch. Ich bin sehr, sehr dankbar, dass es so stattgefunden hat. Bis bald.