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Schwarzer Montag! DARUM wird Trump nicht aufhören! Erst der Anfang?! // Markus Fugmann

Mario Lochner1:05:09

Transcription

Wir stehen möglicherweise vor einer Art, äh, innerem Bürgerkrieg. Er selber hat null Interesse daran, dass die Anna die Zölle abschaffen gegen die USA. Null. Wenn jetzt die Märkte nicht mehr negativ reagieren, also nicht mehr verstärkt negativ reagieren, wird Trump weiter durchziehen. Servus Leute! Es geht gerade richtig heiß zu an der Börse. Es geht natürlich gleich los mit dem Interview, aber vorher ganz, ganz wichtig: Wie agiert man jetzt? Es ist ein Crash. Wir brauchen nicht drum herum reden: Schwarzer Montag. Die Kurse schon wieder tief rot. Ich werde heute nachkaufen. Das Wichtige ist aber, das mit Strategie zu tun, und wie machen das die Profis? Unser Guide „So kaufen Profis strategisch nach“. Den kannst du dir jetzt kostenlos runterladen: Wie man das wirklich mit Hand und Fuß macht. Link unten in der Beschreibung, gratis zum Download. Und jetzt viel Spaß beim Interview!

Servus Leute! Herzlich willkommen in einem brandneuen Video auf meinem Kanal! Mein Name ist Mario Lochen, und heute bin ich zurück mit einem sehr, sehr spannenden Gast. Ich glaube, da haben sich einige von euch drauf gefreut. Einige haben ihn auch schon gefordert, und zwar ist es Markus Fugmann von Finanzmarktwelt.

Buggi!

Servus!

Servus Mario! Schön wieder hier zu sein.

Markus! Sehr schön, dass du wieder hier bist. Und du hast auch einen sehr spannenden eigenen Kanal, da lohnt sich auf jeden Fall mal vorbeizuschauen. Den verlinke ich euch natürlich auch unten. Aber die meisten, viele von euch kennen wahrscheinlich auch deinen Kanal. Jetzt bist du ja schon eher der Bär. Wir haben ja das Format Bulle Bär gemacht beim allerersten Mal. Das war glaube ich letztes Jahr im Juni, wenn ich mich richtig erinnere. Und jetzt bist ja du gerade als Bär, wenn wir das mal so sehen wollen, da hast ja gerade richtig Oberwasser.

Fühlt du dich – fühlst du dich besser als –

Mir geht’s doch hervorragend, Mario. Dass ich gar nicht – na sag – äh – was – äh – erstaunlich ist aus meiner Sicht, ist die Fehleinschätzung der Wall Street was Trump betrifft. Ja, äh, und das ist der Grund, warum jetzt dieser Schock so groß ist. Muss man sagen, dass man einfach gedacht hat: Das ist ein Businessman wie wir, der will auch Kohle machen, so, und dann ein bisschen Zölle, Verhandlungsmasse, fertig. Mm, und dann machen wir Business as usual wie in der ersten Amtszeit. Und das ist glaube ich das, äh, was jetzt diesen Schock auslöst. Der meint es wirklich ernst. Das ist ein Ideologe. Der hat ein Fernziel, eine Vision, eine – eine Ideologie, und die sagt: Wir müssen Produktion zurück in die USA holen, ähm, damit wir das unterbinden, was wir als Fehlentwicklung einer gesamten Gesellschaft sehen, und vor allem damit wir das erreichen, was wir erreichen müssen, im Falle dessen, dass wir Konflikte haben. Letztendlich ist das eine Art Kriegsvorbereitung, nämlich autark zu sein, Produktion zurückzuholen, nicht angewiesen zu sein auf Aluminium, Stahl aus dem Ausland, sondern all das selber produzieren zu können. Kriegsvorbereitung, man es dann auf China blickend, oder auf jeden Fall für einen – für einen großen Konflikt gewappnet zu sein. Äh, und dieser Konflikt ist letztendlich der Konflikt um die – um die absolute Dominanz, die man gefährdet sieht durch die Chinesen. Und dementsprechend will man, äh, ein visionäres Ziel umsetzen, äh, das so ein gigantisches Experiment ist, und die Wall Street muss jetzt komplett neu überlegen, komplett neu berechnen: Was heißt das für die Wirtschaft? Während man vorher ja gedacht hat: Ja, super, Steuersenkung, die Regulierung, alles fein, bisschen Zollgequatsche, okay, der wird erstmal ein bisschen wieder androhen, und dann kriegt er ein bisschen – kriegt er ein paar Konzessionen, und alles schä. Und der Punkt ist eben der: Trump 2.0 – null. Und wir hatten darüber glaube ich im Januar – hatten wir zuletzt gesprochen.

Äh, ja, ich weiß gar nicht, wann es war. Ne, oder war November, Januar? Irgendwie Ende des Jahres glaube ich war es. Ja, nach der Wahl auf jeden Fall. Aber ich glaube, es war – ich glaube, es war im – nee, es war noch – nee, es war vor der – vor der deutschen Wahl, aber nach der – ich meine nach der US-Wahl auf jeden Fall. Hast du noch gesagt: Trump ist Bitcoin scheißegal.

Ja, ja. Aber vor allem, dass Trump eben Ideologe ist und die Zölle so oder so durchzieht. Und der – der Unterschied – glaubst du wirklich, ist das durch und durch? Da können wir gleich drüber sprechen. Das ist jetzt die entscheidende Frage.

Ja, ich glaube, das ist durch und durch. Also das ist – Max Weber hat dazu charismatische politische Personen oder Persönlichkeiten genannt, die also felsenfest davon überzeugt sind, dass sozusagen die Realität falsch ist. Und für Trump ist die Globalisierung falsch. Das ist sozusagen die Fehlentwicklung, deswegen die Jobs raus aus den USA, deswegen auch ein Stück weit die Verarmung weiter Teile der USA, und einige wenige sind die großen, äh, Profiteure, und das muss zurückgedreht werden. Und das kannst du nur durch Zölle, indem du sozusagen die Globalisierung unrentabel machst. Dadurch müssen alle zurück, ob sie wollen oder nicht. Damit schaffst du die Autarkie, die Voraussetzung für die Autarkie. Und deswegen meint er es ernst. Also ich hab’s damals – also wann – bei der – im zweiten Teil schon oder zweiten – gesagt. Da lagst du jetzt – Stand heute auf jeden Fall gut, richtig mit Trump. Da habe ich ihn jetzt auch unterschätzt. Jetzt sind wir natürlich an einem entscheidenden Punkt. Also wir wissen es jetzt noch nicht, wie weit er durchzieht. Das ist jetzt die entscheidende Frage. Ich glaube, das – bereitet jetzt vielen schlaflose – nicht an der Wall Street auch – ob es jetzt dann eben zu den Verhandlungen kommt oder nicht. Also es ist ja so ein bisschen gemischtes Bild. Also man hat jetzt schon den Eindruck – deswegen hat’s ja die Kurse auch komplett zerlegt – man denkt sich jetzt – denke ich mir auch: Oh wow, der meint es ernst, oder zumindest auf jeden Fall deutlich ernster als damals. Und er nimmt viel mehr Schmerzen in Kauf. Also das ist ja jetzt schon was, wo man sagt: Okay, der könnte es wirklich ernst meinen. Auf der anderen Seite muss man sich halt fragen: Wie weit kann er gehen? Also wollen tut er anscheinend – da würde ich jetzt auch schon mal sagen: Ja, da ist er sicherlich zu einigem bereit. Jetzt ist natürlich die große Frage: Wie weit kann er gehen? Wenn wir jetzt mal überlegen, da ist ja auch ein Team drum herum. Es ist ja schon beeindruckend, dass dann ein Lighthizer z. B. daneben steht. Der Mann ist ja nachweislich nicht doof. Der hat ja auch ein bisschen Kompetenz.

Also ich finde den nachweislich doof.

Aber ja, aber zumindest fragt man sich ja schon: Das sind ja Leute, die – die müssen ja zumindest ein bisschen Ahnung von Wirtschaft haben.

Also die habe ich nicht.

Bei Lighthizer würde ich dir ganz glatt widersprechen. Wenn du siehst, was er für – für Absurditäten von sich gibt. Aber glaubst du, das ist ja die Frage: Glaubst du, dass die das einfach nicht – dass da quasi halt viel nachgequatscht wird, weil halt der Chef sonst sauer wird? Oder glaubst du, der glaubt auch wirklich –

Glaubst du, der glaubt auch wirklich?

Aber glaubst du dann auch, dass Zuckerberg und Bezos, die ja alle noch salutiert haben, glaubst du, dass die irgendwann sagen: So, glauben wir nicht genau? Und das ist ja die Frage. Also treten da vielleicht dann doch mal mächtige, wichtige Leute jetzt an ihn heran? Obama hat sich ja auch schon eingeschaltet, jetzt öffentlich, und hat gesagt: Hier, mehr Widerstand. Also da merkt man ja schon, da ist ja gerade einiges in Bewegung. Und das ist ja die Frage: Wenn jetzt die Kurse noch mal crashen um 5 oder 10 %, und wenn die US-Wirtschaft jetzt dann langsam – die fährt jetzt noch nicht vor die Wand, aber gut, der Jobsupport am Freitag war ja überraschend gut, Arbeitslosigkeit aber gestiegen, gibt viele Anzeichen, dass es sich schon abkühlt. Also da wird doch der Widerstand jetzt immer größer werden. Da ist die Frage: Wie geht das aus? Oder lenkt er dann halt vielleicht doch ein? Also ich glaube, er hat ja ein – ein Ziel, nicht mal – und das ist wie bei diesen charismatischen Persönlichkeiten, die so an eine Art messianische Figur sind, und das ist er ja. Also die Leute, die ihn toll finden, finden die ja uneingeschränkt toll. Er kann sagen, was er will, die finden alles toll. Das ist auch eine Gefahr, weil das ist wurscht. Der könnte jetzt auch – da gibt die anderen, die alle grundsätzlich alles schlecht finden, was er sagt und so weiter. Und es ist immer sehr schwer bei diesen Charismatikern sozusagen den Punkt – das zu differenzieren. Und was man über diese Personen wissen muss – wir hatten in Deutschland auch welche, ohne dass ich das inhaltlich vergleichen will – aber das sind Leute, äh, mit Visionen, und diese Vision muss umgesetzt werden, weil nur so wird eine absolute Fehlentwicklung zurückgedreht aus ihrer Sicht. Das genau der Punkt. Und deswegen meint er es ernst. Er ist bereit und willens für taktische Zugeständnisse, wenn der Schmerz kurzfristig sehr groß wird. Er hat glaube ich am Freitag schon diesen Vietnam – ne, Ding war ganz toll wieder und so weiter. Dennoch haben die – sind die Kurse weiter runtergegangen, weil das offenkundig nicht reicht.

Ja, das ist ja genau der Punkt. Gut, da sind jetzt auch viele Länder, da muss jetzt erstmal viel weggefahren werden. Also Vietnam ist jetzt nett, aber das reicht jetzt nicht. Also ja, ähm, ja. Aber glaubst du, wie gesagt, äh, dass das nicht doch Potenzial hat, dass es dann zumindest – dass er vielleicht – kann ja auch taktisch sein und sagt: Okay, jetzt bringe ich erstmal wieder ein bisschen Ruhe rein, dann wird halt vielleicht wieder irgendwann bisschen – er wird – er wird vielleicht einen Tweet raushauen, wo er sagt: Ich werde mich mit Xi Jinping treffen, sowas, ne? Bong! Hast du wieder 1000 Punkte nach oben, so schnell kannst du gar nicht gucken. Das ist ja das, was sozusagen Bärenmärkte, äh, charakterisiert. Und die Grundfrage ist ja auch letztendlich: Sind wir jetzt in einem Bärenmarkt? Ne? Ist diese Struktur jetzt bereits so? Und dass eben diese Erholung, wenn sie kommt, von 1000 Punkten im Nasdaq oder wo auch immer, ist das eben das, was in Bärenmärkten passiert, dass du mal, äh, 6, 7, 8 % an einem Tag steigst, was du ja nicht tust in einem Bullenmarkt normalerweise. Da steigst du 0,5 oder so unter dünnen Volumen, so ne. Und dann wirst du sehen, wenn so eine Bewegung kommt, ist das Volumen dick, so wie wir jetzt am Freitag ein unfassbares Volumen gesehen haben, mit dem größten Verkäufen von Privatinvestoren ever in History of Wall Street. Aber netto haben die Privatanleger auch viel gekauft. Also das ist ja die – die sind ja bärisch ohne Ende, aber kaufen jeden – den das – haben so stark verkauft wie seit 2010. Das ist ja das – das ne. Es wird immer: Oh, siehst du, wie bärisch die sind, diese Umfrage, AAII, das muss ja jetzt mal drehen. Nur das Problem ist: Die Leute sagen nicht, was sie tun, sondern sie sagen: Ich bin bärisch, aber sie kaufen trotzdem jeden Tipp, ne. Und wir wissen auch aus den Kapitalströmen, dass sie das eben gemacht haben. Und jetzt haben sie mit Sicherheit schon so eine erste Kapitulationsbewegung, äh, haben wir am Freitag gesehen. Die Frage ist: Reicht das? Und, äh, wird das das Ende sein? Die Struktur spricht nicht dafür. Also ich würde sagen, wenn man jetzt mal einfach technisch drauf schaut und wie sich das jetzt entwickelt hat, dann würde ich ganz klar sagen – oder das habe ich auch gesagt am – wir sind jetzt am Montag, äh, quasi – haben das Video – kann man sagen – am Samstag aufgezeichnet, der Transparenz, äh, äh, wegen, dass ihr euch da nicht wundert. Jetzt ist die Frage, ob Montag natürlich noch mal irgendwas passiert ist. Klar, das wissen wir jetzt nicht. Aber ich glaube, wir sind jetzt relativ aktuell, ähm, und ich habe am Samstag ja auch gesagt: Ich habe schon ein bisschen was gekauft. Ich werde jetzt auch kaufen, aber vorsichtig. Also ich muss schon sagen, natürlich steht da jetzt einiges auf dem Spiel, wenn ich mir das jetzt anschaue. Wenn ich auf die Vola schaue, über 45 Greed bei vier glaube ich, das ist schon Wahnsinn. Also da sind wir auf jeden Fall mal reif für eine Gegenbewegung, bzw. das war ja schon ein Washout, was wir da gesehen haben. Also, dass der S&P 10 % in zwei Tagen fällt, das gab’s jetzt viermal seit 1952. Das ist schon heftig. Also ich würde mal sagen: Grundsätzlich muss man da eigentlich nachkaufen, aber kommt drauf an, was – würde ich sagen, ne? Also ja, sag – wir jetzt mal einfach – kann man auch sagen – ein breiten Markt, ob es jetzt der S&P ist oder – oder der MSCI World oder was – das würde ich ja nicht machen. Also, äh, ich würde Sachen kaufen, die – die safe sind, dividendenstark sind, äh, und Geschäftsvorwegen in den USA haben. Das ist das Safe Play. Gut, ob man – ja, klar, ob man jetzt eine – eine Aktie braucht, die jetzt vielleicht, äh, 70 % Umsatz in China macht, das ist natürlich jetzt fraglich. Aber ich glaube schon, dass es, äh, attraktive Bewertungen jetzt gibt. Aber natürlich sind die Bewertungen auch nur attraktiv, wenn wir jetzt voraussetzen, dass die Gewinne nicht einbrechen. Also das ist ja jetzt das Problem. Wenn das schiefgeht, und da gibt’s jetzt natürlich schon eine Chance dafür, dann haben wir ja – was ist das dann? Der Weltwirtschaftskrise? Ein totaler Crash? Und das macht mir auch ein bisschen Angst, weil man hat das Gefühl: Trump fummelt da jetzt rum und denkt sich: Ah ja, wir machen jetzt die USA wieder ein bisschen so, wie es – wie es uns passt. Und man muss sich ja mal bewusst machen, was da alles dran hängt und auch – also wir –

Was hältst du von diesen Theorien? Dieser Schmarren – natürlich will der die Zinsen runterbringen, das ist klar. Aber jetzt dieses: Ah ja, wir bringen jetzt mal ein bisschen die Zinsen runter, und dann refinanzieren wir, und dann, äh, dafür crashen wir mal eben die Wirtschaft, nur die Amerika, und danach wieder Daumen hoch, und dann – wen –

Halte ich auch für nicht – natürlich will er die Zinsen runterkriegen, sagt er ja auch. Das ist klar, dass er das will. Aber du kannst eine solche – einen solchen Abschwung, eine solche Rezession nicht kontrollieren.

Nicht – nein, natürlich. Also das ist ein – ein Wagnis, äh, dass du nicht – nicht eingehen kannst. Also das kann vernünftiger – eingehen kann – und dass das so passiert, aber kann nur durch eben diese absolute Überzeugung erklärt werden: Das ist das Richtige, das ist das, was wir tun müssen, wir können nicht anders. Und wir haben – wie gesagt – hier Figuren auch – ich will ihn nicht inhaltlich vergleichen – aber Hitler war eben auch der Überzeugung: Es müssen bestimmte Dinge passieren, es gibt Fehlentwicklungen, und wir werden untergehen, wenn wir diese Fehlentwicklung nicht korrigieren. So, das ist der – das ist der entscheidende Punkt. Und da – das genau tut er. Und er ist bereit, vielleicht kurzfristig taktische Zugeständnisse zu machen, wenn es für ihn opportun ist, wie mal kurz die Zölle aussetzen, Mexiko, Kanada, damit die – die Grenze bisschen besser sichern. Aber die Zölle kommen dann doch. Gut, bei Kanada, Mexiko gibt es da diese 25 % mit Ausnahme – Schnippschnapp – aber, äh, er setzt es durch. So, und wir müssen davon ausgehen. Und du hast vorhin die Gewinner angesprochen: Die – die Bewertungen sind attraktiver geworden. Ich weiß nicht, ob sie attraktiv sind, aber sie sind attraktiver geworden, vorausgesetzt, die alte Welt würde noch existieren. Ja, wenn die nicht mehr existiert, dann sind die Bewertungen immer noch viel zu hoch. Und das ist die Gretchenfrage, um die es geht eigentlich, wo man jetzt wirklich aufpassen muss. So billige Aktien auf den ersten Blick wie eine Nike, die – die ist ja davor schon katastrophal gelaufen, aber die haben halt ein Vorwärts-KGV von 32, obwohl die Aktie ja komplett eingedampft wurde. Also ich glaube, man muss schon – du hast recht – man muss generell hinschauen: Was ist da los? Also was ist da gerade im Umbruch? Was gibt’s für Risiken? Und wie sieht da auch die Gewinnsituation aus? Weil jetzt nur eine Aktie: Ah ja, die ist jetzt ein Weltmarkt-Unternehmen und ist um 30 % gefallen. Na ja, die Bewertung ist trotzdem eigentlich eine Katastrophe. Also ich glaube, das ist schon wichtig, dass man dahinschaut. Aber mein – z. B. eine Amazon – wenn ich jetzt eine Amazon eher als eine Apple, ne? Also eine Apple, die schon sehr teuer ist, ja, auch davor jetzt nicht gigantisch gewachsen, auch vor Trump nicht. Natürlich ist – Bombenunternehmen, das ist klar, und eine geile Marke, und das läuft stabil. Aber trotzdem – ja, da war davor das Wachstum schon nicht bombastisch, und ob das jetzt stärker wird, z. B. Apple – ja, Apple würde ich jetzt auch –

Willst du Nvidia kaufen?

Ja, gut, da grundsätzlich schon, aber ja, das – Dynamik-Risiko ist natürlich schon bei Nvidia mit drin. Aber wenn ich jetzt einfach nur auf die Bewertung schaue, sind wir jetzt bei dem 20er KGV glaube ich, also wenn wir auf die zukünftigen Gewinne schauen. Das ist schon attraktiv, aber klar, du hast recht, es ist natürlich schon die Frage: Wie – wie viel alte Welt haben wir noch, und wie viel neue ist dabei? Und wir haben gleichzeitig, Mario, und ich glaube, das ist ein Punkt, der jetzt fast schon übertüncht wird durch diese ganze Trump-Geschichte: Wir sehen eigentlich in Realtime das Platzen der KI-Blase. Ja, wenn du siehst hier am Donnerstag die Meldung, dass Microsoft praktisch alle Projekte, Daten auf Eis legt, die Verhandlungen stoppt und versucht aus bestehenden Verträgen, die man bereits geschlossen hat, rauszukommen und dafür bereits Schadensersatz zu zahlen. Das sagt einiges. Das heißt, man hatte letztendlich kapiert, dass diese Gigantonomie in Sachen Daten nicht wirklich funktioniert, nicht gebraucht wird.

Aber glaubst du nicht, dass Trump da auch noch mit reinspielt, weil das Ganze bei natürlich noch maximale Unsicherheit zu machen ist, dann halt auch, dass man sagt: Okay, vielleicht merkt man sowieso, es ist vielleicht nicht ganz so toll wie erwartet, und dann hast du doch diese massive Unsicherheit.

Genau. Und dann – wo sollten die Daten sein? Da ja teilweise im Ausland, ne? Und das wird jetzt auch vielleicht schwierig, äh, und so weiter. Also stoppst du das – a mal – diese Geschichte war schon vorher, äh, hat sich abgezeichnet bei Microsoft. Gab es schon Meldungen darüber.

Gut, die gibt’s ja schon länger immer.

Genau. Also bevor jetzt diese totale Zollkeule kam. Also mit anderen Worten: Man könnte sagen, dass durch die – durch die Trumpsche Zollkeule, äh, die ohnehin schon angestochene KI-Blase jetzt platzt. Aber platzt da noch so viel? Also das ist jetzt die Frage. Also da ist ja jetzt schon viel Luft abgelassen worden. Also wenn man –

Oh, aber die Frage ist ja: Es war ja sehr, sehr viel Luft drin, nicht? Also du hast ja das Grundproblem, und das ist aber – Microsoft macht ja z. B. jetzt auch viel Geld mit anderen Dingen. Also – und da sind die Bewertungen jetzt finde ich nicht mehr so enorm. Immer noch sehr teuer, aber – gan – ist kein Schnapper natürlich, dass man sagt: Da – da muss man aber – sie haben möglicherweise Hunderte von Milliarden Dollar in den Sand gesetzt, und das beginnt der Markt jetzt zu realisieren. Warum? Und das ist eben letztendlich das Charakteristikum dieser Blase gewesen, aus meiner Sicht. Nicht, dass KI nicht eine zentrale Rolle spielen würde. Die Frage ist nur: Wie verdienst du damit Geld? Und im Gegensatz zu Dotcom, wo du aus einer Garagenfirma, äh, ein Weltkonzern machen konntest, total skalieren konntest ohne große Investitionen, ohne große Kosten, hast du jetzt erstmal gigantische Investitionen, gigantische Kapitalaufwände und hast eigentlich noch kein wirkliches Geschäftsmodell dahinter. Wenn du irgendwie eine Top-KI machst, und dann kann es sein, dass der – der andere große Techkonzern sagt: „Ja, aber bei mir kriegt er sie umsonst, weil ich Marktanteile gewinnen will.“ Dann versuche ich hintenrum damit Geld zu verdienen, und damit kannibalisiert sich sozusagen dieser Prozess selber, der diese Investitionen nicht mehr rechtfertigt. Und genau das ist das – du hast natürlich recht mit einem Punkt, dass das gewisserweise der – Semmel – so, dass das überschätzt wurde, nach dem Motto: Das geht jetzt alles ganz schnell. Das ist ja immer das Problem. Das war beim autonomen Fahren auch so. Vor – wann war das so? Vor 10 Jahren zum ersten Mal, dass es dann hieß: 2020 fahren wir alle autonom. Natürlich ist das ein Schmarrn. Natürlich werden jetzt diese KI-Hoffnungen auch nicht in den nächsten z. B. Jahren alle umgesetzt. Aber ich sehe jetzt auch kein komplettes Platzen, weil ich glaube schon, dass da genug Nachfrage da ist und dass das jetzt – ich glaube jetzt nicht, dass es – es komplett in sich zusammenfällt. Es ist halt ein Reality-Check, den haben wir glaube ich schon. Und wenn man sich das mal anschaut: Der S&P hat jetzt seit Jahresanfang 14, 15 % korrigiert. Die Gewinnschätzungen wurden erst um 2 % nach unten korrigiert.

Genau das ist das Problem, Mario. Das ist ja genau das Problem.

Aber das ist doch – glaubst du nicht, dass das quasi schon drin ist?

Also nee, weil die – die Gewinnschätzungen sind noch alte Welt, und das ist ja sozusagen –

Ja, aber aber die Märkte preisen doch das schon in – im Endeffekt auch eine Rezession mehr oder weniger ist doch auch schon so –

Nicht ganz eingepreist vielleicht, aber sicherlich schon gewis. Da siehst du ja sozusagen: Wir sind ja in so einer Metamorphose zwischen alter Welt und neuer Welt, lassen sie ne – formulieren kann so. Und die Gewinnerwartungen – das kannst du sehen – sind nicht angepasst. Die Gewinnerwartung für 2026 sind immer noch sky high, so. Punkt. Äh, die Frage ist: Interessiert es die Märkte? Weil die Märkte das ja schon so oder so einpreisen. Das heißt, die Analysten werden folgen und sagen: Ach übrigens, die Gewinnschätzung war doch vielleicht ein bisschen hoch. So. Ja, das glaube ich reißt jetzt keinen mehr vom Hocker, weil wir haben jetzt ne – also wenn jetzt die Meldung kommt: Wir senken die Gewinnschätzung für 2026, wird jetzt die Börsen nicht sagen: „Oh Gott, jetzt waren ja auch alle schlecht.“ Also nicht alle, aber sehr, sehr viele. Also das war auch – also von dem Seven haben sechs – Unternehmen sechs von sieben haben letztendlich ihre Gewinnschätzung, äh, gecuttet. Aber das hatten wir auch letztes Jahr schon gesehen, z. B. das – da haben wir auch glaube ich sogar schon drüber gesprochen, letztes Jahr im Juni, dass man da ja gesehen hat, dass bei den Magnificent Seven das runtergeht, dass eher beim breiten Markt die Schätzungen hochgehen, bei dem MagSeven runtergeht. Also ich glaube, das sind jetzt alles keine – keine Schockpotenziale. Also ich glaube, das ist diese Normalisierung, die wurde schon in gewisser Weise eingepreist. Jetzt ist natürlich die Frage: Ist es eine Normalisierung dann oder eine Abkühlung? Oder wird’s halt eine Vollbremsung, die ist jetzt sicherlich nicht eingepreist. Das ist jetzt die große Preisfrage. Also haben wir jetzt einfach eine Abkühlung, haben wir dann, sage ich mal, jetzt, äh, ja, so bisschen – finden wir von Trump 2.0 wieder vielleicht ein bisschen Richtung mehr Trump 1.0? Oder wird’s Trump 4.0? Äh, ich glaube, das ist gerade so die Abzweigung. Ich bin gerade ehrlich gesagt ein bisschen überfragt. Also ich werde kaufen, weil ich einfach da grundsätzlich so prinzipiell vorgehe, ja, äh, aber natürlich – ich schließe jetzt nicht aus, wenn das jetzt so weitergeht wie in den letzten z. B. Wochen, dann wird man sicherlich auch mal short gehen müssen, absichern müssen, weil das wird dann sonst – da kann man jetzt ja nicht zuschauen, wenn das Depot dann noch mal hier 20, 30 % abrauscht. Ich glaube, dann muss man sich da vielleicht auch mal so behelfen. Ich weiß nicht –

Was freut dich mehr: Dass du quasi so als Bär mal recht hast? Oder tun die Verluste, die du – ich weiß ja nicht, wie du jetzt investiert bist – oder tun die Verluste mehr weh?

Also klar, 2022, 2023 für jemand, der, sage ich mal, äh, auch gesagt hat, dass er den Markt zu teuer hält etc., war das – war das jetzt nicht – waren nicht die besten Jahre, ne? 2022 war für mich ein sehr gutes Jahr. 2023, 2024 nicht so gut. 2025 ist für mich sehr gut jetzt. Aber gut, das ist jenseits dessen einfach, weil ich, ähm –

Also du hast dann auch geshortet oder –

Ja, ganz klar! Weil einfach – ich sagte: Okay, das ist zu teuer. Nicht – und du – du musst damit leben, dass du natürlich teilweise auf die Fresse kriegst, so. Nur musst du eben auch dabei sein, wenn das passiert, was – Geld nicht ausgehen.

Ja, genau. Und du musst aber dabei sein, wenn das passiert, was jetzt passiert, weil das ist dann – das ist die Geschichte, die du dann sehr rentabel spielen kannst, ne? Deswegen ist es immer – ich sag mal, wenn man – wenn man diese Auffassung ist, so ist es gefährlich, nicht investiert zu sein, auch auf der Shortseite. Auch wenn du natürlich dann – musst du aber die Volumen überschaubar halten, dass es dich nicht sofort und schnell aus der Kurve haut und du irgendwie – dir das überlebst. Du musst sozusagen als Bär warten, bis, äh, äh, bis, äh, das Wild vor deine Höhle läuft, und dann schnappst du zu und versuchst dich auch wieder zurückzuziehen, weil du weißt: Es ist ein Haifischbecken, äh, wo dann irgendeine beschissene Story gespielt wird, die mit der Realität nichts zu tun hat, und die Kurse steigen 20 %. Ja, das kann jederzeit passieren, kann jetzt auch wieder passieren. Das muss man natürlich hinkriegen, weil viele Anfänger gerade die verbrennen sich natürlich die Socken dann. Also das ist natürlich gefährlich, wie du sagst. Also dann braucht man langen Atem, äh, weil da bleibt ja auch viel liegen auf der Strecke. Also da muss man dann schon Profi sein, diszipliniert sein, wie auch immer, weil sonst – über zwei Jahre kann man da viel Geld verbrennen. Sonst ist ja dann schon – ja, toll. Jetzt muss aber trotzdem sagen, äh, wenn wir mal zurückblicken, als wir gesprochen haben im Juni letztes Jahr, jetzt sind wir eigentlich so ungefähr auf dem Stand, leicht runtergerutscht tatsächlich. Aber im Endeffekt, wenn man jetzt mal – ist jetzt nicht mal ein Jahr – unterm Strich nicht viel passiert, obwohl sich eigentlich gerade anfühlt wie – ja, wie eine Vollkatastrophe. Und natürlich die letzten Tage auch eine Vollkatastrophe waren. Wenn wir jetzt mal schauen, Oktober 2023 – habe ich extra noch mal rausgesucht – war der S&P 500 bei 4100 Punkten. Also wenn man sich das jetzt mal anschaut, dann – dann sind wir schon noch weit drüber. Jetzt ist die Frage: Wie man das interpretiert? Positiv, dass man sagt: Ja, ist ja nur ein kleiner Tipp. Oder man sagt: Oh, da ist aber noch ganz schön viel Luft nach unten.

Also du glaubst, es geht weiter runter?

Also ich sage: Prognosen sind schwierig, insbesondere dann, wenn –

Sie z. B. bis Jahresende oder die nächsten. Ich gehe davon aus, dass wir eine Bärenmarktstruktur bekommen, mit massiven Erholungen zwischendurch. Und wenn du sagst, wir waren Oktober '23 bei 4100 Punkten, äh, dann waren wir in einer optimalen Welt, wie sie zumindest angenommen wurde: eine Inflation, deren Hochpunkt überschritten ist, rückläufige Inflation, weswegen die Fed die Zinsen senken kann. Das war die, äh, die Annahme, optimale Welt. Warum warst du damals dann nicht bullisch? Na ja, weil, weil diese, weil mir klar war, dass diese OP, optimale Welt tatsächlich nicht der Fall ist. Sie wird gespielt, und das war das Narrativ. Es gibt ja immer einen Unterschied zwischen, äh, äh, Realität und Narrativ, sagen wir mal, ja. Aber so schlecht war die Lage jetzt, wenn wir uns im Nachhinein zurückerinnern, da hatten wir auch Bauchschmerzen. Aber wenn wir das jetzt mit dem jetzt vergleichen, war es schon relativ, ist noch mal ein anderes, anderes Kaliber. Also nur mir, ich hielt es für sehr wahrscheinlich, dass Trump eben diese Wahl gewinnt, aus vielerlei Gründen. Ja, das hat mich jetzt auch nicht überrascht. Aber ich habe, und das dann eben dieses Trump 2.0, null, und das war das Thema unseres letzten Gesprächs vor vier Wochen oder so, äh, wo ich sagte oder überzeugt war, dass die auf jeden Fall das eine andere Geschichte für die Börse sein wird als Trump 1.0. So, und ähm, das war eine Außenseitermeinung, weil alle ja gesagt haben: Deregulierung plus Steuersenkung, äh, ist ja total bullisch, und ein bisschen Zollgedöns egal, äh, und das ist jetzt sozusagen das, was alle kalt erwischt. Und jetzt ist die Frage: Sind wir bereit, neue Realitäten einzupreisen? Und du hast gerade gesagt: Oktober '23, in einer vergleichsweise deutlich besseren Welt, äh, waren wir bei 4100 Punkten, und jetzt sind wir noch über 5000. Und gerade wenn wir uns mal eben anschauen, dass der, äh, die Marktkapitalisierung '29 bei 9 Billionen lag und wir glaube ich im Hoch jetzt bei 64, 65 Billionen, und das in 15 Jahren, also mal eben eine sechsfache Steigerung, dann ist das schon sehr gewaltig. Also, wir haben eine Multiple Expansion, und die natürlich auch teilweise gedeckt war durch steigende Unternehmensgewinne. Das war alles eine ziemlich optimale Welt. Und dann hast du noch eine Stimuluspolitik durch die Regierung, die eine hemmungslose Schuldenorgie fährt, die dann auch noch stimulierend dazu kommt, und, und das war natürlich ein optimales Umfeld. Das hat sich jetzt komplett umgekehrt, mit einer Situation, wo die Fed, wie Paul am Freitag klar gemacht hat, erstmal nicht die Zinsen senken wird. Also, sie springt jetzt nicht bereitwillig, äh, Trump zu Hilfe und sagt: "Ja, Kinder, wir geben dem Markt ein bisschen Zucker, dass du deine schöne Geschichte durchziehen kannst, Donald." Das heißt, die Fed ist not your friend. Die sind ja auch nicht die besten Freunde, das weiß man ja. Also, das, aber wenn es, wenn es richtig scheppert, dann glaube ich, äh, so. Und der, der Punkt war ja, dass genau das jetzt noch nicht, genau jetzt noch nicht, und das wird halt die Phase sein, wo jetzt noch nicht, wo jetzt noch nicht quantitative easing, jetzt noch nicht, ne, und dieses Scheiße, das wird jetzt noch nicht passieren, und wir wissen nicht, wann es passiert, und das ist die schwierige und gefährliche Phase. Und ähm, es zeigt, dass du also jetzt eben aus meiner Sicht eine Platzhalter, KI-Blase hast. Nicht, dass KI per se eine Blase ist, sondern dass die Anwendungen, werden, werden sich durchsetzen. Die Frage ist nur: Wie verdienst du Geld damit? Auf der anderen Seite hast du eine Geldpolitik, die, äh, nicht jetzt rettend eingreift, erstmal, und vielleicht auch absehbar nicht, weil, äh, die Fed sich sagt: "Ja, äh, wenn wir das noch unterstützen, indem wir sozusagen versuchen, die Schmerzen für die Märkte zu dämpfen, dann unterstützen wir letztendlich die Politik von Trump und unterstützen damit einen ökonomisch fatalen Kurs. Also, wird man das vielleicht gar nicht tun."

Also, das Potenzial besteht auch, ja. Das ist jetzt, jetzt müssen wir natürlich schon wieder einen Schritt weiter denken. Also, die große Frage ist wirklich: Wie geht das jetzt weiter? Bzw. wer wirkt da drauf ein? Denn man muss ja sagen, man kriegt ja wirklich Angst, ich finde vor allem, wie diletantisch, also wenn wir jetzt mal davon absehen, dass das sowieso natürlich viele fragwürdige Sachen sind. Also, komm, von komparativen Vorteilen hat Trump wahrscheinlich eher noch nichts gehört. Man fragt sich auch, was jetzt der Sinn und Zweck ist. Klar, das ist die erste Linie, dass man sagt, er will Druck machen, er will verhandeln. Aber wenn wir jetzt mal das einfach beiseite schieben, wenn es dann so kommen würde wie z. B. jetzt Vietnam, also das ist doch ein Witz, dass jetzt quasi dann 46 % sind es glaube ich, oder dann auch 35, und dann sollen alle jubeln, oder, ja genau, was, was ist da der, was ist da jetzt z. B. das Ziel? Also, mit der Autoindustrie ist ja auch schon fragwürdig, äh, ob man jetzt diese alte Welt unbedingt wieder aufleben lassen will. Natürlich ist es, wenn man jetzt nur auf diesen Spot da schaut, den Rust Belt da oder da oben, Detroit, die Gegend, dann mag das ja sinnvoll sein. Trotzdem, ob das jetzt die USA rettet, wenn man ein bisschen Produktion dort, nicht sinnvoll. Also, auch dort werden massiv Jobs verloren gehen. Also, die Grundfrage, die du stellst, und das ist die wahrscheinlich entscheidende Frage: Was bringt es, wenn er sagt: "Ach, ich habe mit dem vietnamesischen Minister X gesprochen, und es war ein ganz tolles Gespräch." Das bringt gar nichts, solange er die Zölle nicht komplett zurücknimmt oder zumindest maßgeblich zurücknimmt. Ja, das heißt, all das sind nur Beruhigungspillen, die kurzfristig aus taktischer Sicht vielleicht, weil er singt: "Oh, das wird jetzt ein bisschen krass mit der Wall Street, jetzt muss ich mal ein bisschen, ne, ein bisschen guten Willen zeigen." Aber es ändert an der Sache nicht, solange Trump nicht zurückrudert. Das ist der entscheidende Punkt. Solange Trump nicht zurückrudert, wird die Börse in großen… Das wird er glaube ich, äh, das macht mir auch ein bisschen Sorge, denn Trump ist nicht der Typ, der zurückrudert. Du hast eingestehen, es war ein Fehler, ne, ist gut, falsch, dann klar, dann kann man es immer anders kommunizieren, dann wird halt bisschen, äh, dann heißt ja Greg, und plötzlich waren die ganz nett. Ja, dann wird halt irgendwas erzählt, aber gut, das kriegt er schon hin, sage ich mal. Das kriegt er schon kommuniziert, weil man lebt dann ja schon auch ein bisschen in der eigenen Welt, und das kriegt er schon kommuniziert. Aber er wird natürlich niemals sagen: "Ich habe einen Fehler gemacht, oder wir nehmen das jetzt zurück." Also, das halte ich für ausgeschlossen. Trotzdem muss man es ja jetzt irgendwie zurücknehmen. Was ich gerade noch anbringen wollte, was mir eher Sorge macht: Wie diletantisch das ist, dann wenn gefragt wird bei seinen, äh, bei seinem Team: "Ja, China jetzt 34 % absolut, oder noch mal oben drauf." Und dann wissen die das gar nicht, dann sagen die: "Ja, wir glauben so und so", dass man sich halt wirklich fragt: Okay, haben die eigentlich, haben die von der Ermittlung der Zölle, wie das berechnet wurde, abgesehen, und dann die Pinguininseln und so weiter. Das heißt, da wurde auch beauftragt: "Mach mir eine Liste aller Länder, die es gibt", so, ne? Vielleicht haben sie wirklich, oder mit, oder so. Ja, und dann wird geguckt: Aha, diese Insel hat offenkundig keine Zölle gegen die USA verhängt, das ist ja schon mal positiv, deswegen zahlen die nur 10 %. Also, die Pinguine zahlen nur 10 %, weil die nicht entsprechend antiamerikanisch sind und das Land zu furchtbar ausnutzen. Ja, und dass das keiner gegencheckt, das ist doch der Punkt, ja. Du, da müsstest du doch einen hinsetzen, der sagt: "Leute, da wohnen nur Pinguine, so, das ist vielleicht jetzt nicht die beste Idee." Und das ist natürlich, und dann auch schon allein diese Tafel, mein Sohn hat das gesehen, 17, ne, hochdigitalisiert, Digital Native, und sagt, dann hält er so eine Tafel, äh, äh, hier ins Fernsehen, wo er sich sagt: "Das ist ja 18. Jahrhundert irgendwie." Ja, also allein das schon, die Präsentation ist schon, dann die ganze, die ganze Vorgehensweise, die ganze Methodik ist völlig albern. Und dann musst du dir die eigentlichen Gedanken machen, wenn solche absoluten Diletanten an der Macht sind und sozusagen für jeden ökonomisch sinnvollen Einwand ja nicht mal im Ansatz empfänglich sind. Und ich weiß nicht, ob du es gesehen hast, diese Rede, da war ja dieses Publikum, das dann immer so höhnisch gelacht hat, warum wir hier so viel Prozent Zölle, ne, also wie so, wie so Cowboys, die sich lustig machen über irgendwelche Indianer oder keine Ahnung. Ja, ja, und dann wurde noch der, ich weiß nicht, wie heißt der, Joe oder so, der vorgeführt wurde, quasi, der seinen Job verloren hat und so. Das ist ja, also ganz schlecht. Und das zeigt, das zeigt was aus meiner Sicht, wenn, wenn du dir das anschaust, dass die Entourage, dass die sehr, also, dass die überhaupt da keinen Zweifel hat, dass sie das Richtige tut, und gleichzeitig so diletantisch ist, dass es schon schmerzvoll ist, und dass da Unfälle passieren, größerer Natur, kannst du nicht ausschließen unter diesen Voraussetzungen, ne. Und aber auch z. B. Jerry, W., natürlich kann man immer dann begründen, dass der ist jetzt ideologisch, bzw. die trauen sich halt nicht dagegen zu reden, aber der ist ja jetzt nachweisig auch nicht bescheuert. Also, die, die müssen ja zumindest Grundzüge von Wirtschaft verstehen, dass das jetzt vielleicht nicht die besten Experten der Welt sind, auch die anderen in seinem Team, aber das muss man doch merken, dass das jetzt gerade nicht so schlau ist. Also, die Reaktionen sprechen für die Mario… Die Frage ist doch, die entscheidende Frage ist doch: Wenn du das bestehende System für grundsätzlich falsch hältst, äh, nimmst du in Kauf, dass das bestehende System Schaden nimmt? Punkt. Gut, das stimmt natürlich, ja, das ist der Punkt, weil du strebst ein anderes System an. Dieses System heißt: Wir machen es amerikanischen Unternehmen unmöglich, in Mexiko zu produzieren. Es darf sich nicht mehr rechnen, also passiert es nicht mehr. Und was Mnuchin sagt, der Finanzminister: "Guckt euch doch mal die amerikanische Gesellschaft an, die Hälfte der Leute hat Schulden und ist sozusagen im Eimer." So, und dann hast du eine kleine Oberschicht, die unfassbar wichtig ist in Sachen Konsum und so weiter, und eine solche Gesellschaft kann mittel- bis langfristig nicht stabil bleiben. Da hat er ja einen Punkt, da hat, da hat Trump in den Präsentationen ja einen Punkt. Das zu ändern, also was jetzt passiert ist, sozusagen die, ähm, wie soll man sagen, die totale Beschneidung der Wall Street, äh, diese gigantischen Vermögensdifferenzen werden sich ein bisschen einebnen. Und das glaubst du, und das ist ja schon, da glaubst du, dass die Wall Street, so, die Wall Street wird, die Wall Street quälen, und es gibt auch altes Geld in den USA, deren Interessen jetzt massiv mit Füßen getreten werden. Und die, die Frage wird sein: Was wird jetzt kommen? Wie werden die sich organisieren? Äh, das fängt an bei den republikanischen Politikern, die wissen, dass möglicherweise ihre Karriere vorbei ist in den Midterms, äh, weil man wird diesen Abschwung nicht anders können als eben den Trump-Republikanern zuzuschreiben. Also, da wird natürlich diese Townhall Meetings laufen schon sehr alle in eine Richtung. Die, die Unternehmen haben Druck machen, Druck auf die Politiker, äh, lokal und sagen: "Wir haben hier ein riesen Thema." Das werden die weitergeben. Und was Mnuchin, was jetzt die neuesten Meldungen, Sachen Mnuchin am Montag ausgestrahlt wird, ist vielleicht ein alter Hut, aber es gibt Berichte, dass CEOs, große CEOs von großen Unternehmen, Mnuchin angerufen haben und gesagt haben: "Junge, wir werden euch persönlich verklagen, weil ihr, äh, vernichtet hier Vermögen, und das werden wir euch persönlich, äh, juristisch, äh, verfolgen, wenn ihr vielleicht mal nicht an der Macht seid und nicht die Macht mehr habt, das zu verhindern." Ja, also, da, da wird schon jetzt geschossen, sage ich mal. Genau, und das ist die Frage. Also, erstens: Wie, wie sehr will er es durchziehen? Setzt voraus, er will es durchziehen, er zieht's durch. Wie lange hält er dann durch? Also, das ist wirklich die Frage. Also, na, er wird versuchen, die, die Kritiker zu diskreditieren, das sein unamerikanisches Schnippschnapp, das wissen wir nicht. Äh, wir wissen auch nicht, zu welchen Schritten er bereit ist, um demokratische Geschichten einzuschränken. Das wissen wir noch nicht. Wir wissen ja, dass er bestimmte Medien schon nicht mehr duldet im Weißen Haus. Das ist relativ harte, die ermitteln Anwälte, die ermitteln Richter und so weiter und so fort. Das sind ja schon Tendenzen, die ich sag mal in diese Richtung gehen könnten, zumindest, ja. Also, das heißt, wir stehen möglicherweise vor einer Art, äh, innerem Bürgerkrieg, also ohne, ohne Schüsse jetzt möglicherweise erstmal, aber einem harten innenpolitischen Kampf, wo die Obama sagt: "Ja, klar, mehr Widerstand." Also, das ist jetzt, das sind ja schon, also. Und die, die Demokraten sind eigentlich auch untendurch, äh, versuchen jetzt Mr. Anders und Otavio Corte irgendwie so eine Tour zu machen, um da Widerstand, aber das sind die eh Leute, die gegen Trump sind. Jetzt wird es darum gehen, die Leute, die sozusagen durch Trump, die Trump gewählt haben und direkte Nachteile jetzt spüren für sich durch diese Wahl, dass die dann, äh, sagen: "So nicht, ne." Und dass du dann eine Massenbasis hinter dich kriegst, auch auf republikanischer Seite und sagst: "Das wird meinen Job kosten, die Unternehmen werden pleite und so weiter, und wir werden hier Widerstand leisten, auch innerhalb der Republikaner, der ja vorher gegen Trump überhaupt nicht der Fall war, ne." Wie würdest du denn jetzt mit Trump umgehen? Jetzt sag mal als Europäer, ob es jetzt Us von der Leyen ist oder ob es jetzt Friedrich Merz ist oder wer auch immer. Sag mal, wenn man, wenn es ans Verhandeln geht, oder als EU-Räsentant. Jetzt gibt's ja zwei offensichtliche Möglichkeiten: Entweder du machst es so wie China und sagst erstmal hier: "Ja, gut, ganz, ganz eiskalt, sagt: Ja, gut, gibt's halt jetzt die Gegenantwort, diskutieren." Oder man versucht halt wirklich, auf ihn einzugehen, äh, ne? Sag mal, man muss, du musst ja eine doppelte Strategie fahren eigentlich. Du müsstest, äh, äh, zu Kreisen Kontakt aufnehmen, die das anders sehen, die gibt es ja in den USA auch in hohen Funktionen. Ja, ja. Ansonsten, äh, zeigt die, die Geschichte mit Trump: Es macht keinen Sinn, sozusagen klein beizugeben, dann kommt der nächste Hammer, weil du schwach bist. Trump heißt: Rechte Stärkeren, und du musst zeigen, dass du stark bist. Und genau das ist ja der Drahtstift, also, dass man nicht schwach ist, aber auch ohne ihn jetzt quasi, na ja, nüchtern. Die Chinesen haben ja nicht, die haben seltene Erden, nicht wahr, und das tut den Amerikanern auch sehr weh. Und sie sagen ja: 34 %, was ja immer noch weniger ist als das, was sozusagen die Amerikaner jetzt mit… Sind ja 34 % plus 20 % oben drauf, also 54 %. Das wissen wir nicht hundertprozentig, vermut… Vermut doch. Also, hat gesagt, er glaubt schon, er glaubt schon. Aber so. Und ansonsten haben die Amerikaner immer einen Vorteil gehabt, der jetzt ihren Nachteil ist: Sie haben einen überproportionalen Kapitalmarkt in jeder Hinsicht. Also, sie stellen 4 % der Weltbevölkerung, erzeugen damit 14 % des BIPs, aber sind über 70 % des, der Weltkapitalisierung gewesen, was die Unternehmen betrifft. Too much. Und natürlich haben sie digital uns kolonialisiert mit diesen Unternehmen. Jetzt können wir natürlich hergehen und sagen: "Ja, cool, ihr nutzt ja unsere Daten, Google und Konsorten, dafür zahlt ihr nichts, dann verlegt ihr euer, euren Sitz in Steuerparadies Irland." Das ist so nicht okay. Also, meinst du dann Digitalsteuer, in diese Richtung, Digitalsteuer etc., ne? Also, eine Steuer auf die Erhebung von Daten europäischer Bürger. Wahrscheinlich wäre es strategisch auch am schlausten. Also, wenn ich mir das jetzt überlegen würde: Wo gehe ich hin? Dann gehe ich dahin, wo ich natürlich die mächtigsten Leute im Endeffekt treffe, weil ich mir dann erhoffe, dass die, vielleicht, da sie die mächtigsten sind, vielleicht den größten Druck ausüben. Oder, das ist im Endeffekt wahrscheinlich, äh, die, die Amerikaner haben ja am meisten zu verlieren. Sie haben den mit Abstand größten Anleihemarkt, sie haben mit Abstand den größten Aktienmarkt, äh, dementsprechend, wenn der ein Problem bekommt, dann, äh, haben die Amerikaner ein noch größeres Problem, als sie es jetzt schon haben. Das ist natürlich ein ordentliches Risiko für die Börse. Also, wenn jetzt so eine Digitalsteuer ins Gespräch kommt, dann werden die Techs natürlich im Zweifel eher unter Druck kommen. Das ist dann natürlich wieder für die, für die Indizes schwierig. Exakt, genau. Und deswegen ist die Frage: Alte Welt, neue Welt, so, äh, und die, die Bewertung und die Nachkaufintention von dir ist aus der alten Weltlogik nachvollziehbar und richtig gewesen. Buy the dip hat ja immer funktioniert. Die Gefahr besteht darin, dass Buy the dip irgendwann mal nicht funktioniert, weil wir eine andere Welt haben. Gut, Horváth war jetzt heute auf dem Anlegertag da hier in München, und was du so hörst, ist, dass diese, dass alle sich Sorgen machen, aber diese neue Welt nicht eingepreist ist, und sie eigentlich sich denken: "Ja, also, man macht sich Sorgen, aber bisher hat's ja immer funktioniert." So nicht, nee. Du hast recht. Also, wenn wir jetzt diese völlig neue Welt kriegen, dann, äh, vielleicht sind wir schon im kleinen C drin. Das ist halt jetzt für mich die große Frage. Also, wird's wirklich diese komplett neue Welt? Vielleicht bin ich naiv, aber ich, ich habe einfach dann noch eine gute Hoffnung, dass es sich dann eben doch so, ja, wie man so schön sagt, schönes Klischee, nicht so heiß gegessen wird, wie es jetzt gekocht wird. Vielleicht bin ich da auch naiv, aber das war unser letztes Gespräch, wo du eben genau das auch über die Zölle gesagt hast. Ja, und es ist genauso gekommen, und es, wie gesagt, was soll, was soll jetzt nicht so heiß gekocht werden? Wenn er jetzt sagt: "Ich nehme die Zölle zurück", so, dann verliert er sein Gesicht, dann würde er Schwäche demonstrieren. Ja, es müsste ja so laufen, dass er im Endeffekt, das wäre ja das Narrativ, dass, äh, sozusagen er die anderen unter Druck setzt, dann nehmen die die Zölle weg, und dann kann er natürlich sagen, er hat quasi die ganze Welt. Aber er will ja gar nicht, dass die Zölle weg, dass die anderen die Zölle wegnehmen, das ist ja nicht sein Ziel. Das ist ja… Aber er hat doch, er hat doch auch schon gesagt bei Vietnam, so, dass die angeboten haben, die Zölle wegzunehmen, aber das zeigt ja, er will ja damit beweisen, dass die anderen auf Druck reagieren und bereit sind, den Amerikanern entgegenzukommen. Er selber hat null Interesse, dann, dass die anderen die Zölle abschaffen gegen die USA, null. Warum? Weil diese, diese Zölle der anderen natürlich die perfekte Steilvorlage seiner eigenen Zölle sind, und die Zölle braucht er, um die Globalisierung kaputt zu machen, um die Unternehmen der USA und andere in die USA zurückzuzwingen. Deswegen, wenn die anderen jetzt anfangen, wenn die EU sagt: "Pass auf, Donald, wir senken jetzt alle Zölle für Waren aus den USA auf null", dann wird Trump nicht sagen: "Ja, gut, finde ich ganz toll, mache ich auch", weil dann ja das Motiv entfällt: Wie kriege ich jetzt die US-Unternehmen wieder zurück in die USA? Dann sagt doch das Unternehmen, äh, das in Deutschland produziert oder aus in Mexiko produziert: "Warum soll ich jetzt zurückgehen in die USA?" Das heißt, er kann das nicht machen, er kann es eigentlich nicht machen. Deswegen ist die Option: Biete ihm an, selber die Zölle, äh, abzuschaffen. Das hat Israel ja gemacht, äh, Netanyahu hat gesagt: "Wir heben keine Zölle mehr auf amerikanische Waren", und jetzt haben sie trotzdem 17 % bekommen, äh, in dieser ganzen Geschichte. Ja, also, es hilft dir nicht. Und wenn es dir nicht hilft, wenn du sozusagen weit entgegenkommst, dann musst du dagegen stinken und musst dir sehr genau überlegen: Wie treffen wir, äh, äh, hier die empfindlichsten Punkte und kriegen damit noch sozusagen Leute in den USA, die Einfluss haben, ein Stück weit auf unsere Seite, weil die auch sagen: "Was da passiert ist, ja ziemlich crazy." Also, ich glaube, er, er verzockt sich damit, ja, auch massiv, also in jeglicher Hinsicht, natürlich erstens schon mal, dass die Wirtschaft jetzt leidet in den USA, das ist ja schon mal ein Punkt. Aber ich glaube auch, wenn man sich jetzt mal das ganze überlegt, 3, 4, 5, 10 Jahre vor, also er macht ja die Konkurrenz eigentlich dadurch jetzt erst stark, weil das ist ja jetzt der ganz normale Reflex. Erstmal, das muss man sich mal vorstellen: Es rotten sich jetzt schon alle zusammen, die jetzt auch nicht die besten Freunde sind, in Asien, Japan, China, aber auch Europa kommt dadurch… Zu Korea, genau. Also, wir mit den Chinesen möglicherweise, wir auch, genau. Also, eigentlich kann man sagen: Trump gegen den Rest der Welt. Aber das interessiert ihn nicht, weil er ja… Gut, das ist ja wurscht. Aber das ist ja trotzdem idiotisch. Also, natürlich, da kann langfristig für uns natürlich auch ein großer Vorteil sein. Natürlich gehen wir da vielleicht in eine richtige Krise mit, aber nach der Krise werden wir wahrscheinlich stärker. Vielleicht wäre die Hoffnung. Aber Trump hat ja zu Selenski gesagt bei diesem, klar, sozusagen: "You don't have the cards", du hast das Blatt nicht auf der Hand. Und hier hat er selber das Blatt nicht auf der Hand, aber er denkt, er hat das Top-Blatt, er denkt, er hat ein Flush, ja, und kann also jedes Blatt hier durchbringen, und das ist nicht der Fall. Und äh, er ist nicht bereit, das zu erkennen, weil es nicht in seine Vorstellungswelt passt, weil es seiner Ideologie widersprechen würde. Und das ist das Problem bei Ideologen: Ist, dass sie sozusagen die, die, äh, Realität nicht nach der Realität beurteilen, sondern sagen: "Wenn meine Ideologie falsch ist, sondern die Realität ist falsch." Ja, das ist ja, also, da, da bin ich bei dir. Also, das ist, äh, ja, das ist jetzt schwer, das wegzudiskutieren. Und ich glaube, es ist schwer zu sagen: Jetzt, ja, Trump wird jetzt in einer Woche… Das ist ja auch bei manchen die Hoffnung, so nach dem Motto: "Ja, er hat jetzt bewiesen, dass er verrückt ist, sozusagen, jetzt kann er da wieder normal werden." Das muss man schon stark anzweifeln. Aber wie gesagt, ich bin so naiv, dass ich glaube, da wird viel Druck ausgeübt werden. Ich glaube jetzt nicht, dass ganz Amerika zuschaut, wie jetzt Trump das… Ich denke auch, dass das passiert. Aber die Frage ist: Wir wissen nicht, was dann, wie Trump drauf reagiert. Also, mit Repression möglicherweise, äh, eher nicht mit Einsicht, ne? Also, nicht wirkliche Einsicht, dass er sagt: "Ja, ihr habt ja recht, Jungs, ne, war ein Fehler." Glaubst du auch nicht. Aber was ist da passiert aus deiner Sicht in den letzten Jahren? Jetzt, jetzt kennen wir diese ganzen Weltbilder. Also, z. B., das ist ja auch ein schräges Weltbild, dass die Welt quasi immer Verlierer, Gewinner hat. Also, dieses, eigentlich ist das ja so das typische Nullsummenspiel eines Sozialisten, so nach dem Motto: "Oh, wenn einer reich wird, dann werde ich automatisch arm." Merkantilismus, äh, ja, das ist ja schon per se, äh, ziemlich einfältig. Das kennen wir alles schon. Trotzdem hat man ihn damals ja, finde ich schon als Opportunisten erlebt, im Endeffekt. Trump 1.0 würde ich sagen, ihm ging es darum, zu gewinnen, gut dazustehen, natürlich vielleicht ein bisschen Show zu machen, Druck zu machen, aber im Endeffekt war es immer, im Endeffekt Show-Deals, bla bla bla. Na, er war, er hatte damals schon, ich sag mal, Trump 1.0 war deshalb anders, weil er aus, aus seiner Sicht überraschend die Wahl gewonnen hatte. Das heißt, er hat, er hat die Disruptoren nicht, die er jetzt hat, die bereits sind, disruptiv, äh, zu diesem Weg zu gehen, weil sie sagen: "Wir sind fundamental auf einem falschen Weg." Und ja, die Amerikaner waren fundamental auf einem falschen Weg, Punkt. Man muss das so, diese Gesellschaft ist krank, innerlich krank, ähm, entwickelt bestimmte Traumata, und hier kommt jemand, der sozusagen, äh, Traumatherapie verspricht: "Ich bringe auch die Preise runter und so weiter, ich bringe euch Jobs, äh, äh, Medizinssystem total aus dem Ruder gelaufen", so viele Dinge, die so krank sind, dass natürlich jemand, der, der sagt: "Ich mache was anderes", erstmal Zustimmung findet. Jetzt werden die Amerikaner merken: "Shit, das wird auch für mich jetzt persönlich schwierig." Und Trump 2.0, da ist noch dieses gescheiterte Attentat dazwischen, dass ihn dann noch in seinem messianischen: "Ich weiß, wie die Dinge sind, ich bin von der Vorsehung von Gott gesandt, ja, Gottes, Gott, äh, da berufen, Amerika wieder groß zu machen." Das darf man nicht unterschätzen bei solchen Typen, die so sind wie er, ja. Also, das kommt noch oben drauf, so, dass sein messianischer Imperativ ist damit noch gesteigert, den er ohnehin hatte. Er konnte vorher sozusagen das Ding nicht so durchziehen, weil er die Mannschaft nicht um sich hatte. Es war, äh, für ihn damals noch so, er wollte der berühmteste Mensch der Welt werden und so weiter und so fort, und Börsenkurse, Rekorde auf jeden Fall, gut, unter… Ja, also, das war das, waren damals seine Ziele, obwohl er schon, ja, seit Jahrzehnten das erzählt, was er erzählt: "Die Welt nutzt uns aus, und wir müssen Zölle erheben." Das erzählt er seit Jahrzehnten. Das ist seit Jahrzehnten auch schon in der ersten Amtszeit. Nur hat er damals eben erstmal angedroht und dann verhandelt. Jetzt hat er per se die Zölle angehoben und fängt dann vielleicht an zu verhandeln, wobei ich eben nicht sehe, wohin diese Verhandlungen führen sollen, aus den schon eben beschriebenen Gründen. Ich glaube, vielleicht übertreibe ich jetzt, aber ich glaube, die nächsten zwei oder generell die nächsten Wochen werden wahrscheinlich, so die vielleicht heftigsten, spannendsten seit langem. Gut, Corona war auch heftig. Das ist schon, ist jetzt auch schon fünf Jahre her, war damals schon auch. Aber so ein bisschen fühlt sich für dich auch so ein bisschen, auch wenn es was ganz anderes ist, ist schon so ein bisschen ähnlich, oder wie? Ja, also, ich meine, Corona war natürlich auch ein mentaler Gamechanger, und das hat uns natürlich noch mehr belastet als in jeder Hinsicht, auch, auch Ausgangssperren in Hamburg. Ich weiß nicht, wie… Weiß noch, wie ich da… Ja, das war hier dasselbe, durfte man raus, aber sonst so, wo ich da, ne, wo du sagst, so, das, das ist ja. Und dann natürlich der, der Reflex…

Der Notenbanken erstmal wieder alles zuzuschütten mit Geld, und das fällt uns jetzt auch natürlich ja auf die Füße. Nicht also das, das sind ja alles Fehlentwicklungen, die sich aufgestaut haben, und jetzt erleben wir eine Art Katarsis, die schiefgehen kann, die furchtbar schiefgehen kann, oder wir haben Glück. Äh, je größer der Schmerz über die Märkte wird, umso höher das Potenzial, dass es irgendwann endet. Wenn jetzt die Märkte nicht mehr negativ reagieren, also nicht mehr verstärkt negativ reagieren, wird Trump weiter durchziehen, that's it. Also im Grunde muss man – es klingt jetzt ein bisschen übertrieben formuliert – muss man hoffen, dass der Crash kommt und damit der Druck so groß wird, dass das irgendwie endet, dass wir also eine ähnliche Situation erleben wie in den 1930er Jahren, die dann ja zu einem großen Krieg geführt haben.

Also, du hast ja heute schon gesagt, du siehst jetzt ein Bärenmarkt und ein ja starke Bewegungen auf ab. Es gibt se, Trump steuert um, was ich aus meiner Sicht nicht sehr wahrscheinlich ist. Wenn er sagt: „Okay, Kinder, war jetzt alles nicht so gemeint“, dann würde ich an dieser These festhalten, da ich davon nicht ausgehe. Dann stehen wir Ende des Jahres wahrscheinlich viel viel höher, 6000 Jahr im S&P, ne. Also, aber wenn das nicht passiert, was ich für sehr wahrscheinlich halte aus dem bisher Geschehenden und all dem, wie ich Trump einschätze und analysiere, dann würde ich sagen, dass der Bullenmarkt vorbei ist, so wie wir ihn kennen, weil wir dann eine 2.0 Welt haben und nicht eine 1.0 Welt. Die Welt, die wir kannten, wird dann nicht mehr der Fall sein. Aber das ist ja noch lieblich formuliert: Bullenmarkt ist vorbei. Das wäre dann, wenn Trump jetzt – wir haben es ja heute besprochen – also wenn er durchzieht, du hältst es für wahrscheinlich, und wenn er sagt, wir jetzt nicht gestoppt wird. Ich denke, er wird taktische Kompromisse einstreuen, nicht, er wird Zuckerl verteilen. Aber wenn es schiefgeht, dann rennen wir in die größte Weltwirtschaftskrise aller Zeiten wahrscheinlich, oder zumindest in eine der ja aller Zeiten. Wenn man sich die 1929er folgende anschaut, die war also die, das war wirklich Hungersnot, nicht. Also, da muss schon noch, haben noch sehr viel äh, ich meine, ein so runtergewirtschaftes Land wie Deutschland. Gestern Taxifahrer, der mir erzählt hat: „Äh, ich bin jetzt als 14-Jähriger aus der Türkei gekommen. Das Land hat sich, der war jetzt fast so alt wie ich, also so alt wie ich ungefähr. Das Land hat sich so wahnsinnig verändert zum Negativen“, sagt Taxifahrer. Habe ich auch schon erlebt, die sind äh, gerade die dann Migrationshintergrund haben oder die Leute, genau die. Und das heißt aber, dass das es immer noch so ist, wie es ist, verdanken wir unserem sehr hohen Kapitalstock. Auch dass Corona nicht sofort eine ihre Megakrise ausgelöst hat, sondern wir das relativ, ich sag mal, locker weggesteckt haben, zeigt ja noch eine gewisse Resilienz. Also, um das mal optimistisch äh äh auch zu formulieren. Das heißt, du hast ja schon auch in den USA noch eben bestimmte bestimmte Substanzen ja, und wir bei uns ist das so ein so ein Crash in Zeitlupe, weil wir sozusagen aus dieser Substanz ja immer mehr wegfressen, so ne, weil noch geht es ja, weil noch ist ja Substanz da. Das große Gehäule wird dann kommen, wenn wenn du auf der Rille fährst, so ne, und die da ist eben die Frage: Wird das so werden wie 1929 folgende, als ja die Leute buchstäblich gehungert haben? Ja, also das ist schon noch mal eine andere Dimension, ne, Dimension. Ich glaub, so weit sind wir jetzt noch lange nicht, aber es ist schon, man merkt gerade, es ist viel im Umbruch. Es bietet für uns natürlich auch Chancen, das muss auch mal sagen. Wenn wir jetzt mal den Hintern hochkriegen, gerade da fehlt glaube ich noch einiges. Aber wie gesagt, Trump, wenn er das so, wie das jetzt da steht und angekündigt ist, wenn er das durchzieht, dann glaube ich, wird er sich also maßlos verzocken. Das also, das kann eigentlich ökonomisch nicht funktionieren, nicht. Aber das Problem ist, du kommst bei ihm mit diesen rationalen äh, wir wissen, dass Zölle Produkte verteuern, das wissen wir aus der Zollgeschichte ja auch bei der Umsatzsteuer z.B. Das rechnet er auch mal mit drauf. Gut, es gibt natürlich die Zölle bei Autos z.B., die 10 %, und dann rechnet er die 19 % drauf, was natürlich dann auch wieder Unfug ist, weil das ja dann wieder natürlich muss das erstmal zahlen, aber das ist ja dann auch wieder neutral. Also, da hat man ja schon das Gefühl, da weiß nicht, vielleicht ist es einem Wurscht, oder man man versteht es wirklich nicht. Das finde ich auch bedenklich, dass man halt sich auch fragt: Ja, kapieren die das wirklich nicht? Gesagt spielt keine spielt keine Rolle. Es spielt keine Rolle, weil es nur, es ist ja nur Vorwand, verstehst du? Das Ziel ist ja eigene Zölle zu erheben, um die Produktion zurück in die USA zu holen, um dann autark zu sein im Konfliktfall. Dementsprechend nimmt man alles, was man als Argument finden kann. Oh, ich hab eine Wehrwertsteuer, wir nicht, in USA gibt's keine Mehrwertsteuer, aber auf Bundes-Landebene, also im Bundesstaaten gibt es teilweise Mehrwertsteuern, Kalifornien beim höchsten, teilweise manche Bundesstaaten die null haben, ja. Aber es gibt halt keine Bundesweite, also kein für den Gesamtstaat USA eine Mehrwertsteuer. Also sagt man: Ja, das ist ja dann kannst du hergehen und sagen: „Uh, ne, du suchst ja sozusagen Argumente, um deine Zölle äh zu rechtfertigen.“ Darum geht es nicht um das, ob sie es verstehen oder nicht. Das ist die zweitrangige Gefahr, was ja auch nicht logisch ist. Also, dass man jetzt Migration kontrolliert, glaube ich, da äh da können wir auch davon Lied singen. Ich glaube, das ist das kann man auf jeden Fall rational bezeichnen. Aber in den USA da wird ja so scharf vorgegangen, dass man jetzt auch schon merkt, da überlegt man sich vielleicht, ob man da jetzt unbedingt hingehen will als Ausländer. Und da ist ja auch die Frage: Wenn ich jetzt Produktion zurückholen will, natürlich kann man sagen: Ja, da wird in Zukunft dann mehr automatisiert und digitalisiert. Aber trotzdem, das passt ja eigentlich auch nicht zusammen, dass ich jetzt eigentlich eine Abschottungspolitik schon mache und dann auf der anderen Seite natürlich gibt's sicherlich auch noch genug Amerikaner, die das machen können. Aber das ist ja auch genau das Problem, ist ja, dass die die USA intellektuell ausblutet. Ja, Forschung, die gestrichen wird. Das heißt, das Incentive, der Anreiz für dich als Topforscher in die USA zu gehen, ist jetzt gegen null. Und davor war das das Land schlecht hin, mit denen Perspektiven schlecht hin, alle sind dahingegangen. Es gab No Choice irgendwie, ne. Und das ist der das ist der der langfristige Effekt, dass sozusagen äh die Amerikaner nicht in der Lage sein werden. Das ist so ein bisschen wie zwischen 1933 und 1945 in Deutschland. Das Ausbluten durch eine völlig irrationale, aber eben ideologisch geleitete Politik führt zu Verlusten von Intelligenz, und das wird die Amerikaner teuer zu stehen kommen und ist dann eine Chance für die Restwelt sozusagen, dass jetzt alle nach Deutschland kommen, äh weiß ich nicht, aufgrund der auch desaströsen sind oder schleichen bei uns. Das habe ich neulich auch äh diskutiert. Das das ist ja jetzt eine Chance, die wir haben. Das muss ich mal klar machen. Eigentlich müssten wir jetzt die größte Offensive fahren. Also gut, Geld geben wir aus. Ich muss auch sagen, bei den Schulden klar, es ist jetzt finde ich rationaler, Schulden zu machen, bevor wir jetzt sagen: „Okay, wir investieren jetzt die nächsten 20 Jahre gar nichts.“ Und aber damit machst du zwei Alternativen, die die so nicht gegeben sind, sondern du konntest ja sagen: „Gut, lass uns doch erstmal ermitteln, wofür genau werden wir Geld ausgeben.“ Jetzt hast du sozusagen eine Gießkanne, die überall drüber geschickt wird, und danach können wir uns mal überlegen, was machen wir eigentlich mit dem Geld. Und das natürlich schon, das Pferd wird schon völlig falsch aufgezäumt. Ich glaub auch, dass diese Gelder wahrscheinlich, das meiste wird gar nicht ausgegeben werden, weil es gar nicht entweder, wie du sagst, weil man gar nicht weiß, wofür genau, oder weil die Arbeitskräfte fehlen. Es gibt’s ja 10000 Gründe, Bürokratie. Also, die Gelder werden wahrscheinlich sowieso nur äh, das wird wird die Gießkanne wahrscheinlich ziemlich stecken bleiben. Das glaube ich auch, dass das ein Problem ist. Aber z.B., warum geben wir nicht Geld aus massiv für Steuersenkungen? Du könntest ja jetzt in diese Wunde reinstoßen und sagen: „Du senkst, knallst die Steu, lass uns 500 Milliarden aufnehmen und und du machst die größte Steuer.“ Du musst do nur den Bundeshalt Haushalt dir anschauen, da könntest du schon so viele Milliarden generieren, die völlig unnötig sind. Das auch natürlich noch ja, das würden wir natürlich machen, ein gemäßigtes Deutsch, ein nicht so radikales Deutsch. Guck doch erstmal, wo hast du Potenziale, wo wird Geld total verschleudert, und das investierst du sozusagen in Steuersenkung. Das ist aufkommstutral im Prin aufschwung in zwei d Jahren. Also erstmal hier schon bei den Leuten, die da sind, und du würdest wahrscheinlich super attraktiv werden, würdest da jetzt auch. Aber auf die die ganze Diskussion schon im Bundestagswahlkampf und danach ging ja nur darum: Wie können wir jetzt die Steuer anhören? Also völlig absurd. Also, wir denken ja per se schon in die falsche Richtung, brauchen uns dann über einen erratischen Trump eigentlich gar nicht beschweren. Der ist auf eine bestimmte Weise crazy, aber wir sind es auch, man. Also, wenn du wenn das Ausland uns sieht in so vielen Punkten, wenn du nur einigermaßen bei Verstand bist, denkst du dir: Das ist doch ziemlich gaga, was passiert. Wir haben ja für die Energiewende mehr als eine halbe Billionen aufgewendet, haben trotzdem den zweithöchsten CO2-Ausstoß pro Kilowattstunde, die die wir produzieren, und haben mit die teuersten Energiepreise. Also, das ist ja eine Rechnung, die ist ja so offenkundig miserabel und wird ja noch viel miserabler zukünftig. Ja gut, wir haben auch Ideologie, das ist zwar ganz anders als bei Trump, aber ist halt auch, wir haben das Klimaheil, und Trump hat das Produktionsheil. So, und jetzt treffen wir also zwei völlig Gaga aufeinander, wo das eine System zurecht sagt: „Du bist aber Gaga“, aber gar nicht merkt, wie gaga man selber ist. Und da müssen wir uns letztendlich mal auch in die an die eigene Nase fassen und sagen: „Leute, lasst uns mal hinsetzen und die Ergebnisse anschauen. Was sind denn die Ergebnisse unserer Politik? Die sind miserabel, und die sind so offenkundig miserabel, und ihr diskutiert trotzdem immer noch in eine einzige Richtung, als wäre das, was wir bisher gemacht haben, ganz toll.“ Aber weißt du, was das Problem ist? Wir laufen ja eigentlich im Endeffekt genau auf dasselbe zu, bisschen anders, aber gar nicht so viel anders, finde ich. Weil man merkt ja auch, und ich verstehe den Frust, man merkt jetzt auch in den Umfragen jetzt 24/24 äh CDU und AfD. Also, die viele CDU-Wähler sind unzufrieden mit dem, was passiert. Und das meinte ich ja gerade, du weißt ja, dass ich dir da zu 100000 % recht gebe, dass wir natürlich viel Geld einsparen können, aber mit der SPD ja oder mit den Grünen, es ist ja völlig illusorisch. Deswegen sind die Leute ja auch so bedient. Und jetzt ist natürlich auch ein Problem bei der AfD, die natürlich mit einigen Punkten recht haben, die auch mit ihrer Kritik recht haben, die aber im Endeffekt auch eine Chaotentruppe sind, die dann auch, also ich weiß jetzt nicht, ob das, wenn jetzt die AfD reagieren würde und wir würden jetzt komplett über Nacht die EU zerlegen und hier äh den Euro abschaffen, weiß ich jetzt auch nicht, ob das dann, weiß nicht, ob sie das wirklich so wollen. Aber aber das Problem ist ja auch, dass man da merkt, das ist ein bisschen wie bei Trump, die wollen ja auch quasi ein ein System, was kritikfähig ist und was sicherlich viel Reformen braucht, wollen sie auch im Endeffekt so ein bisschen mit der oder die Wähler wünschen sich das, glaube ich auch einige, mit der Abrissbirne äh schon ein bisschen kurz und kleinchgag. Ob sie es dann machen würden, ist eine andere Frage. Und man hat dann auch den Eindruck, weißt du, da wird dann auch nicht mehr hinterfragt: Ist das jetzt, ist das jetzt sinnvoll, ist das nicht sinnvoll, gewisse Maßnahmen, sondern da geht’s einfach nur darum, so ein bisschen über Trump ja, die sind dagegen, die wollen das ändern, und mir ist es eigentlich scheißegal, was die machen, hauptsache es wird anders gemacht. Und da müssen wir auch aufpassen, weil wir müssen halt einfach die Maßnahmen bewerten, was wir brauchen, aber sozusagen einfach mal eine Analyse des Bestehenden und zu sagen: „Leute, was ist gut gelaufen, was ist schlecht gelaufen.“ Dadurch dass aber das alles so ideologisiert ist, äh ist das natürlich ein riesen Problem, und wir eben auch hier starke Probleme mit den Medien haben, aus meiner Sicht, dass wir haben eine eine unfassbar schlechte öffentlichrechtliche Struktur inzwischen, nicht nur öffentlichrechtlich, man muss ja auch sagen, die Spiegel und Konsorten sind auch, die Qualität ist ja auch absolut runtergegangen. Alleine äh äh dass wir hier Meinungsfreiheitseinschränkungen haben, wie etwa zu sagen: Ja, dass Corona sehr wahrscheinlich aus dem Wuhan-Labor entfleucht ist, galt ja als ganz üble Verschwörungstheorie, obwohl völlig klar war, dass z.B. französische Spitzenforscher, die in Wuhan gearbeitet haben, gesagt haben: „Die Sicherheitsvorkehrungen sind miserabel dort, ganz ganz schlecht.“ Dann hat wenige Tage später hat das Labor in Shanghai, das beste Labor, das China hat, hat dieses Virus detected und ist z.d. Tage später geschlossen worden. Du schließt doch eigentlich nicht in so einer Situation dein absolutes Toplabor, das machst du nicht normalerweise. Also lag doch, wenn du eins und eins zusammenzählst, war doch relativ klar, sehr wahrscheinlich, was jetzt auch als wahrscheinlich äh eingestuft wird. Nur damals warst du Verschwörungstheoretiker, wenn du das behauptet hast. Viel mehr wurde dann dir erzählt: „Ja, das ist bestimmt durch Fledermäuse gekommen, und wer etwas anderes behauptet, ist Verschwörungstheoretiker und wird latent bei Facebook und anderen unterdrückt.“ Und da müssen wir uns an die eigene Nase fassen und müssen sagen: „Leute, wir müssen irgendwie uns mal hinsetzen und rational durchdenken, was bei uns eigentlich passiert.“ Und das passiert nicht, weil wir selber so Ideologie gesteuert sind in weiten Teilen der Gesellschaft. Entweder wir müssen immer alles verteilen und die Bösen reichen, oder wir müssen das Klima retten, damit alle das tun, was wir getan haben, weil wir sind am deutschen Klimawesen wird die Welt genesen, was natürlich völliger Bullshit ist. All das ist totaler Bullshit. Und dann hast du noch einen einen Friedrich Merz, der ähm die ganze Zeit das erzählt und dann erwiesenermaßen nicht wegen der Weltlage ähäh komplett das Gegenteil tut. Ja, das ist das, das sind Vertrauensbrüche, die eine Demokratie töten. Und ich sehe momentan nicht, wie wir aus dieser Nummer rauskommen, ist mir nicht, also das ist natürlich auch super schwierig. Weil klar, dass man investieren muss, ist klar, aber es ist natürlich auch wieder ein Bärendienst jetzt gewesen von Merz, weiß natürlich genau wieder auf dies Narrativ Einzahl nach dem Motto den, also quasi die Altparteien oder Weidel hat genau das vorher gesagt, was passiert ist, natürlich wieder, also hat die AfD recht, wird sich jetzt so eine oder andere sagen, ne. Und das ist gefährliche Entwicklung, dass irgendwann eben dieser Trumpek nach dem Motto: „Es ist egal, was die machen, die haben recht“, und es wird gar nicht mehr hinterfragt. Das Problem haben wir bei anderen Parteien ja auch. Also, du hast ja gerade gesagt, wir müssen müssen einfach mal zur Vernunft kommen. Ich bin ja sowieso schon seit äh seit langem auf dem Trip, dass diese Parteien eigentlich äh der Tod sind, weil das ist im Endeffekt, es gibt für mich nichts Schlimmeres, also der größte Vollidiot ist wirklich der Parteisoldat, der den größten Schwachsinn auf Twitter oder sonst was dann noch oh hier äh im Wahlkampf Lobpreisen muss, wo man jeder gesunde Mensch sich sagen wird: „Was für ein Scheiß“, und dann muss man das noch verkaufen, im Endeffekt so. Der der wirklich der der dümmste Trottel ist der Parteisoldat. Also bräuchten wir eine Art Verhältniswahlrecht, wie es in Großbritannien ist, dann haben wir halt die Situation, dass eine Partei das Ding gewinnt und dann soll sie ihre Politik machen, ne. Ja, ich glaube, das wäre schon mal ein ein besseres. Setzen uns ja immer überlegen gegenüber dem Verhältniswahlrecht, was ja den USA und in Großbritannien der Fall ist, wo wir gesagt haben: „Ja, das ist doch nicht nicht wirklich demokratisch“, so ne, „the winner takes it all“, und die anderen fallen hinten runter. Aber wir sehen jetzt sozusagen, dass wir eine strukturell Linke letztendlich äh in den ökonomischen Abgrund führende Politik haben, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung das gar nicht will. Und das entsteht eben durch diese Partei-Dominanz auch in Deutschland. Die Parteien sind ja sehr mächtig in Deutschland, das ist noch mal was anderes als in vielen anderen Ländern. Das ein Verfassungsproblem auch ein Stück weit, dass die Parteien diese Machtfülle haben, die sie faktisch haben, ja. Und die Parteien sind halt, gut, wird’s ohne Parteien gehen? Natürlich ist das schwierig. Sicherlich auch die meisten Leute, Bewegungen wie M in Argentinien, die sozusagen jetzt nicht so eine Partei-Ding sind. Macron hat es ja auch versucht, äh Lafon Marsch, also so man hat versucht sozusagen etwas Neues zu machen. Es müsst halt wirklich mehr um einfach die, es müssen wirklich die Themen im Vordergrund stehen, weil sonst hast du halt wirklich diese Gefahr, dass du dann einfach, es geht dann gar nicht mehr ums Thema, es geht dann gut böse, und ich bin quasi dem Camp, und mir ist scheißegal, was der macht, weil der hat halt recht. Wir sollten vielleicht äh früher oder später kommt’s vielleicht so oder so ja, dass wir dass wir sagen: „Wir wir haben eine KI, die eine Vorauswahl trifft, und dann entscheidet die Bevölkerung“, ähm sozusagen haben wir Analysen von Experten, und die Bevölkerung entscheidet, welche Vorschläge aus dieser KI vielleicht am vernünftigsten sind. Gute Vision. Also, wenn man die KI auch scheiße baut und hier halluziniert, wissen wir auch, also wir können uns auf die KI nicht verlassen. Wir brauchen immer auch dann genau, man kann es ja Experten, man kann es ja alles dann so aus etwas moderieren und so, und dann auch wirklich den Leuten auch die die Macht geben, darüber zu entscheiden. Auch bei den Digitalkonzern, wenn wenn wir da noch mal ganz kurz die Brücke rüber, Digitalsteuer, geben die Macht, Daten zurück. Warum äh äh werden meine Daten verwendet, und ich habe nichts davon, aber die Firma schon? Sie kann das ja vielleicht tun, wenn ich damit einverstanden bin, aber dann will ich ein gewisses Sharing haben. Also wir könnten hergehen und sagen, das wäre z.B. ein geiles Programm, wenn die EU hergeht und sagt: „Ja, wir werden das Geld gar nicht als Zoll äh deklarieren, sondern ihr bezahlt sozusagen für die Nutzung der Daten, und wir schütten das an die Bevölkerung als eine Art Steuersenkung wieder aus.“ Aber so kreativ werden die Herrschaften nicht sein, da bin ich mir relativ sicher. Wer noch kein Centera ausrücken freiwillig? Na, wir haben jetzt äh Solidaritätszuschlag gell, äh der 1991 äh der Fall sein sollte und nur bis 31. Dezember 91, aber das Jahr 1991 ist sehr lange teilweise, ja, das ist ne, also oder Klimageld, ne, sollte uns ja auch, wir erhöhen künstlich die Energiepreise und geben es euch dann hinten wieder rein. Aber selbst das passiert nicht. Und dann zu sagen: „Ja, Putin hat die Energiepreise nach oben gebracht.“ Das ist kurzfristig, temporär gewesen, aber es ist strukturell der Wille der Politik, die Energie teuer zu machen, Punkt. Wir müssen das einfach mal klar auf den Punkt bringen und sagen: „Ihr seid dafür verantwortlich, dass die Energiepreise hoch sind, Punkt.“ Ich sehe, n wir müssen das irgendwann selber machen. Wir müssen uns mal alle wahrscheinlich so, ja, es ist, ich halte auch nichts von neuen Parteien gründen, aber wie du sagst, vielleicht muss es da mal so ein Bewegung, klingt auch schon wieder so schräg, aber muss ja ja, das ist auch nicht das richtige Wort, aber einfach ja Themen, Themen, Themen, ja, sacheorientiert, nicht Ideologie orientiert, ne. Und wirklich sind es sind Wege, die wir eingeschlagen haben, lass uns doch mal die Fakten, Energiewende, kannst du die Fakten ja relativ einfach, erneuerbare Energien wären perfekt, wenn wir sie komplett speichern könnten, können wir aber nicht, also sind sie nicht perfekt, sind eher im Problem nicht, also so dass man dann ideologisch auf die Idee kommt: „Ja, dann lass es doch nur produzieren, wenn die Sonne scheint und der Wind weht“, ja, und dass in einer Industrien, das allein solche Gedanken durch die Bundesnetzagentur äh äh auch nur, ich sag mal, entfernt äh man will Tests machen mit 400 Firmen, wie das so funktioniert. Also, nur produzieren, wenn die Sonne scheint. Also, wenn wir erneuerbare Energien haben, daran siehst du wie wie wenig sachorientiert die Sache ist, weil man ein ideologisches Fernseh vor den Augen hat und damit gar nicht mehr kapiert, dass man voll gegen die Wand rennt und sich sagt: „Ja, aber ich bin doch, ich will doch in den siebten Himmel.“ Ja, wo 25 Jungfrauen sind, so ungefähr ist das ja. Also, wir sind hochgradig religiös orientiert, und wir müssen bei uns selber anfangen, um überhaupt ein kompetentes Urteil über Trump und Konsorten zu machen und erlauben zu dürfen eigentlich, ne. Und wir müssen auch die Hausaufgaben machen, weil das ist jetzt also, wenn es vielleicht auch erstmal in die Grütze gehen sollte oder schwieriger wird, weil wenn die USA natürlich eine richtige Grippe kriegen, dann liegen wir auch wahrscheinlich ordentlich, und dann werden die Rufe nach Verteilung noch lauter, und damit gehen wir aber aber dann aber dann muss man halt die Chance nutzen, weil das wäre dann se, nee, ich sehe es nicht z.B. die Umverteilung von, wenn die Amerikaner jetzt US-Unternehmen Digitalsteuern zahlen, das den Konsumenten auszuschütten wäre ein richtiger Push, ja, also möglicherweise über Helikopter-Checks, ne. Du sagst, das ist das Geld amerikanischer Konzerne, die jahrelang mit euren Daten gutes Geld gemacht haben, das ist eine kleine Entschädigung, hier hast du einen Check von 5000 €, und das gibt’s zu jedem Deutschen. Das, was die Amerikaner ja in Corona gemacht haben, dann haben wir Bombeninflation, ja ja, so als Einmaleffekt ist das wahrscheinlich äh nicht so nicht so relevant. Die Inflation, die die Amerikaner kriegen, die Inflation, weil die Dollarbasis im heimischen Amerika größer wird, während weniger Güter aus den aus dem Ausland in die USA kommen. Und das bedeutet dann höhere Geld, größere Geldbasis, Dollargeldbasis auf weniger Güter. Ich, Wspersenkung aller Zeiten, dann wä man dann hätten wir FDP-Sympathier, hör mal, nee, mittlerweile nicht mehr. Hast du nicht gewählt, ne? Äh, vielleicht schon, aber vielleicht schon, weiß es nicht genau. We, das ist jetzt ja, wir brauchen aber irgendwas, also irgendwas liberales, was ja, aber die gehen ja jetzt auch noch weniger in die liberale Richtung. Also, das die Ampel war schon schwierig, dann hat man sich, finde ich, kurz gefangen, war aber nicht mehr glaubwürdig, und nach der Wahl hat man sich jetzt, finde ich, komplett davon verabschieded, und die Personen, das das ist ja das ist ja das ist ja ein schlechter Witz. Also, das ist ja, also wenn man von Kubicki und Lindner auf Dör umsteigt, das ist wirklich wie von Porsche in in Strickzimmermann. Ja ja, oder und eigentlich nee, ich glaube, das wird schwierig. Und die gehen ja auch eher in Richtung eigentlich die nähern sich ja eher Grünen, SPD an, als dass man jetzt sagt: „Man muss sich jetzt auch nicht generell Parteien annähern.“ Ich äh finde es auch falsch, wenn man als liberale Partei immer quasi so: „Wir sind hier als Anhäng von der von der Union“, das ist ja auch peinlich. Man muss ein eigenes Ding machen, aber das sehe ich gerade da gar nicht. Weil neue Parteien ist auch schwieriges Thema, also mir fällt Deutschland auch nicht viel ein, muss ich sagen, ne. Also es ist leider, meine Stimmung ist schon wieder ja im Keller, aber ja, aber wir sind spannende Zeit. Wir geben ja alles, wir können ja nicht mehr tun als Genau. Also, man kann nur versuchen, an die Vernunft zu appellieren, auch wenn das derzeit sehr schwierig ist. Und in den 1930er Jahren war es auch sehr schwierig, weil auch das eine Zeit war, die sehr stark von Ideologien, Nationalsozialismus auf der einen Seite, äh Kommunismus auf der anderen Seite, alles Heilssysteme, nicht wahr? Und wir bewegen uns jetzt auch wieder in so einer ähnlichen Heilsystemsituation und haben gleichzeitig wieder Phänomene wie Zölle. Also wir wir reproduzieren im Grunde auf anderer Ebene die Erfahrung der 1920er Jahre oder 30er Jahre, und das ist, da müssen wir aufpassen, hoffen wir, dass es dann halbwegs noch mal gut ausgeht. Hopefully yes, Markus Marius, danke dir, vielen Dank. Hat großen Spaß gemacht. Also, ich finde diesen diesen Austausch wirklich genial, und ich hoffe, euch gefällt’s auch, und wir bekommen einen Daumen nach oben. Schaut unbedingt mal auch mal bei Fugi vorbei und natürlich Kanal abonnieren, um nichts mehr zu verpassen. Danke dir, danke Mario, danke euch, wir sehen uns jetzt raus, bis zum nächsten, ciao.