Transcription
Geschwister, wir nähern uns der Geburt des Propheten Mohammed. Sondern er wurde geboren im Jahre 570, oder wie die Araber damals sagten, im Jahr des Elefanten. Ja, dass er davon das kennen wir heute als Muslime, weil es bekannt geworden ist als das Jahr, in dem der Prophet geboren wurde. Aber als ich neu im Islam war, konnte ich damit überhaupt nichts anfangen. Bei den Arabern war es damals so, dass sie keine Jahreszahlen verwendet haben. Sie hatten nicht einen Kalender wie in der heutigen Zeit. Bei ihnen war das so, dass sie bestimmte besondere historische Ereignisse für die Bezeichnung eines Jahres verwendet haben. Das bedeutet, das Jahr 570 aus der heutigen Zeit war das Jahr, in dem es ein besonderes Ereignis mit einem Elefanten gab, und das war deswegen das Jahr des Elefanten. Und das darauffolgende Jahr war ein Jahr nach dem Jahr des Elefanten, und fünf Jahre danach, das war eben das Jahr fünf nach dem Jahr des Elefanten. So haben sie damals gerechnet.
Die chronologische Zeitrechnung, wie wir sie heute kennen, kam tatsächlich erst mit der Zeit des Islams. Sie wurde eingeführt in der Zeit des Kalifen Omar, der eine gewisse Notwendigkeit darin gesehen hat. Bestimmte Dinge bei uns, die sind an die Jahre gebunden, beispielsweise die Zahlung der Zakat. Und deswegen war es notwendig, dass man ein Jahr, dass man kontinuierliche Jahreszahlen hat. Und bei uns beginnt deswegen das Jahr mit der Auswanderung des Propheten nach Medina. Das ist quasi das erste Jahr nach islamischer Zeitrechnung. Bei den Arabern gab es sowas nicht. Sie hatten das Jahr des Elefanten. Das war ein vergleichsweise jüngeres historisches Ereignis, und sie haben quasi die Jahre danach abgezählt.
Das Jahr des Elefanten. Was war das Jahr des Elefanten? Warum heißt das das Jahr des Elefanten? Ich denke, im Groben können die meisten Muslime diese Geschichte, das Jahr des Elefanten, bzw. das Ereignis mit dem Elefanten. Das nahm seinen Lauf in der Mitte des sechsten Jahrhunderts. Einer der Generäle im Jemen rutschte sich an die Macht. Das war ein Mann namens Abraham. Er hat im Jemen, im Süden der arabischen Halbinsel, die Macht übernommen. Und irgendwann zu der Zeit christlich geprägt, und auch Abraham war ein Christ. Und diese Abraham beobachtete, wie seine Leute jedes Jahr nach Norden hinauf brachen mit der Frage: "Was macht ihr? Wieso geht ihr jedes Jahr nach Norden?" Und die Leute sagten ihm: "Wir gehen zur Pilgerfahrt." "Okay, geht zur Pilgerfahrt. Wo geht ihr hin? Was gibt's da im Norden?" Da haben sie ihm geantwortet: "Da ist das Haus Allahs. Wir pilgern zum Hause Allahs." Und das sagte er: "Okay, ich baue hier ein Haus, das viel besser ist, und dann werdet ihr zu diesem Haus der Pilgerfahrt vollziehen."
Gesagt getan. Abraham baut im Jemen eine gigantische Kathedrale, sehr wertvoll mit Glas und sah sehr beeindruckend aus. Und er hat sich dann eingebildet, dass die Leute die Kaaba vergessen und stattdessen von der Kaaba, also aus Mekka, zu ihm nach Jemen kommen. Und das ist natürlich so einfach nicht passiert. Denn wie wir wissen, was uns mit der Kaaba verbindet, das ist mehr als die äußere Erscheinung. Wenn man sie von außen sieht, dann ist sie vielleicht nicht sonderlich beeindruckend. Allerdings verbinden wir etwas anderes damit. Unsere Herzen hängen daran. Was interessiert uns eine Kathedrale aus Gold und Glas, wenn man die Kaaba hat? Ich habe das so oft erlebt, ich mache das ja regelmäßig, wenn ich zur Pilgerfahrt komme, dass ich mir die Leute anschaue, die zum ersten Mal nach Mekka kommen. Dieser Augenblick, wenn sie die Kaaba sehen, das ist überwältigend. Und man sieht diese Leute, man erkennt sie. Wenn ich mit einer Gruppe unterwegs bin, dann kann ich wirklich erkennen, wer zum ersten Mal vor der Kaaba steht. Ein überwältigendes Gefühl, es ergreift das Herz, und das vergisst man nicht mehr. Was interessieren uns Kathedralen aus Gold?
Aber Abraham, ein Tipp, er könnte damit die Leute locken. Sein Antrieb in dieser Hinsicht war der Neid. Es ging bei ihm nicht mehr um die Wahrheit. Er hat gar nicht großartig gefragt, was das für eine Religion ist, was ist meine Religion. Und seine Leute haben sich nicht damit beschäftigt, die Leute zur Wahrheit zu führen, sondern es hat ihn einfach geärgert, dass seine Leute hingehen. Was zieht die da so an? Das sollte niemals unsere Motivation sein. Wenn wir uns heute mit der Theologie beschäftigen, wenn wir aktiv sind, wenn wir die Leute zum Islam einladen, dann soll es uns nicht darum gehen, dass wir dem Christentum Leute entziehen. Und ich habe manchmal das Gefühl, dass es darum geht, wer es besser hat, wer mehr Leute hat. Da muss man aufpassen, dass es keine Motivation für die Dame ist. Und es interessiert nicht die Masse der Leute, darum geht's überhaupt gar nicht. Uns geht es um die Wahrheit an sich. Wir haben den Wunsch, den Menschen die Wahrheit zu präsentieren. Das ist das, was uns antreibt. Bei ihm war das nicht so. Bei ihm war das der blanke Neid.
Er hat seine Kathedrale gebaut und hat dann die Nachricht verbreitet, dass die Leute aus der arabischen Halbinsel jetzt zu ihm nach Jemen kommen müssen, um die Pilgerfahrt zu vollziehen. Und hat dann gedacht, das würde so funktionieren. Nun, einer der Beduinen hat das tatsächlich auch gemacht. Er kam aus dem Norden Richtung Süden und hat die Pilgerfahrt vollzogen. Naja, nicht ganz. Er hat die Kathedrale von Abraham betreten und wie drücke ich das aus, sie als Toilette benutzt und seine Hinterlassenschaften dort überall an den Wänden verteilt. Aber Abraham außer sich. Was fällt dem ein? Das hat da so seine Emotionen zum Kochen gebracht. Er hat Truppen gesammelt und hat beschlossen, das Haus im Norden, zu dem die Leute ja die Pilgerfahrt vollzogen haben, zu zerstören.
Gesagt getan. Er sammelt eine riesige Armee. Die geringeren Schätzungen gehen von 12.000 Mann aus und die höchste von 60.000. Und man steht nach Norden. Und er hat nicht nur eine gewaltige Armee gesammelt, sondern an der Spitze auch noch Elefanten. Das war etwas, was die Araber überhaupt nicht kannten. Elefanten. Das alleine hatte schon gereicht, um die Araber in Angst und Schrecken zu versetzen. Abraham und seine Armee nähern sich im Monat nach im Jahre 570 der Stadt Mekka. Auf dem Weg dahin erbeutet er 200 Kamele vom Anführer vom Stamm der Nadschd, Abdul Muttalib, dem Großvater des Propheten Mohammed. Abraham denkt: "Okay, er möchte mit mir über die Kaaba verhandeln und bereitet sich darauf vor." Und er empfängt Abdul Muttalib. Und ist erst einmal beeindruckt. Abdul Muttalib, ein groß gewachsener Mann, stark, beeindruckend von Natur, hübsch anzusehen, so wie man sich einen Führer vorstellt. Das liegt tatsächlich so, ja, ein wenig in der Natur der Menschen, vorhanden in der damaligen Zeit, und hat sich zu Führer jemanden gewählt, den man, den man die Führung auch von der äußeren Statur zugetraut hat. Das ist nicht immer ganz wichtig, man trifft damit auch nicht immer die passende Person, aber die Menschen sind so. Die Menschen möchten in allen Belangen zu jemandem aufschauen, nicht nur in einigen wenigen Eigenschaften, die zur Führung gehören, sondern naja, insgesamt eine Führungspersönlichkeit ist ein Gesamtpaket. Da muss irgendwie alles stimmen. Das sollten wir uns zumindest merken. Wenn wir möchten, dass die Menschen zu uns aufschauen, dann sollten wir auch versuchen, in dieses Gesamtpaket zu liefern. Da sind die Menschen nun einmal.
Abdul Muttalib kam zu Abraham und möchte mit ihm verhandeln. Und Abraham: "Okay, wow, jetzt geht es um die Kaaba. Abdul Muttalib wird bestimmt mir irgendwelche Angebote machen, damit ich die Kaaba nicht attackiere, aber ich werde mir von ihm da keinen Bären aufbinden lassen." So hat er gedacht. Dann kommt Abdul Muttalib zu ihm rein. Redet kein Wort über die Kaaba, sondern nur über seine Kamele, die 200 Kamele, die Abraham erbeutet hat. Und im selben Augenblick hat Abraham jeden Respekt vor ihm verloren. Er hat gesagt: "Was? Ich komme hierhin, um die Kaaba zu zerstören, euer heiliges Haus, und du kommst zu mir und redest über die Kamele?" Und Abdul Muttalib hat geantwortet: "Die Kaaba hat einen Herrn, der auf sie aufpasst, und die Kamele haben einen Herrn, der auf sie aufpasst, der für sie zuständig ist. Ich bin der Herr dieser Kamele, deswegen rede ich über diese Kamele."
Die Kamele begeben das natürlich sein Vorhaben nicht geändert. Er wollte immer noch die Kaaba zerstören. Abdul Muttalib geht und die Araber damals, die Quraisch, verlassen Mekka. Sie haben keine Chance gesehen, sich gegen diese Armee zu wehren. Dann beschließt Abraham, Mekka zu erobern, die Kaaba wie geplant den Erdboden gleich zu machen. Aber er stellt fest, dass die Elefanten sich weigern, zur Kaaba zu marschieren. Keine Chance. Er ist schon fast am Ziel, aber die Elefanten verweigern den Dienst. Jedes Mal, wenn sie versuchen, die Elefanten nach vorne zu treiben, bleiben sie stehen, gehen in eine andere Richtung. Wie kann das sein? Und während sie noch überlegen, was der Grund dafür sein kann, was mit diesen Elefanten nicht stimmt, dass sie die Richtung Kaaba marschieren, erscheinen Vögel. Ein Schwarm nach dem anderen. Der Himmel war schwarz wie eine Armee. Und diese Vögel tragen Steine mit sich, in jeder Klaue einen und im Schnabel. Und sie bewerfen die Armee von Abraham mit diesen Steinen. Die sind schockiert. In dem Moment, wo die Steine sie treffen, also da spüren sie das, wie so, wie sie die Haut auflöst. Zwar wie wie eine Art Säureattacke, so fühlt es sich an, obwohl es Steine waren. Reguläre Steine, würde man sagen. Sie sind geschockt von dem, was passiert, packen ihre Klamotten und gehen. Viele von ihnen sterben auf dem Weg und schaffen es gar nicht mehr bis zurück nach Jemen.
Das war ein Wunder. Das war ohne jeden Zweifel ein Wunder, mit dem Allah die Kaaba gerettet hat. Und das war ein Ereignis, was den Arabern sehr präsent war. Deswegen nannte man dieses Jahr das Jahr des Elefanten. Das war so ein herausragendes Ereignis. Man hatte noch nie Elefanten vorher gesehen, und diese Armee mit den Elefanten an der Spitze wurden auf wundersamer Weise von Allah vertreten. Und diese Geschichte war nicht unter ihnen bekannt, sondern auch noch die Überreste davon waren ihnen zur Zeit der Sahaba. Gab es immer noch Steine aus dieser Zeit. Damals sind 40, 50 Jahre alt, aber man hatte die Kaaba, hat einige Araber von so toll, sie haben quasi so Steine gesammelt als Andenken an diese Zeit.
Für uns sollte das eine Lehre sein, dass Allah diese Religion nicht alleine lässt. Muss uns keine Sorgen machen, alleine lässt diese Religion nicht alleine. Wir beobachten das jetzt in der heutigen Zeit gerade, dass uns versucht für alle möglichen verschiedenen Versionen von dem Islam aufzudringen als den wahren Islam, wo man schon auf den ersten Blick merkt, naja, so ganz viel hat das mit dem Islam eigentlich nicht mehr zu tun. Das bedeutet auch nicht, dass wir uns zurücklehnen und das einfach so beobachten und sagen: "Okay, Allah wird schon dafür sorgen." Das ist damit auch nicht gemeint. Aber wir müssen uns keine Sorgen machen, dass diese Religion jemals verschwindet. Sie wird nicht untergehen. Ich habe in einer der vorherigen Folgen schon erwähnt, dass der Islam zu einer Zeit kam, wo das Licht Allahs auf dieser Welt erloschen ist. Der letzte Mensch, der die wahre Botschaft von Jesus noch getragen hatte, war verstorben. Und das war der Moment, wo der Prophet wurde. Wenn das doch einmal passiert, dass die Wahrheit verschwindet, dann müsste ja quasi ein neuer Prophet kommen. Aber wie wir wissen, das wird bis zum Jüngsten Tag nicht mehr passieren. Diese Religion wird nicht mal verschwinden und sie wird auch nicht auf eine Art und Weise entstellt werden, dass man sie nicht mehr erkennen kann. Aber das ist kein Zeichen der Beruhigung. Wir müssen nicht zuschauen, wie Allah das tut. Wir sind nicht wie die Leute der Kaaba. Wir verlassen die Kaaba nicht und wir verlassen nicht diese Religion. Wir sind nicht im Schicksal. Wir strengen uns davon an, um dagegen zu arbeiten, gegen diese Entstellung unserer Religion mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.
Interessanterweise kommt das Wort Jihad, was man heute allzu oft im militärischen Sinne versteht, im Koran schon eine Nachricht frühe Zeit vor, schon in der Zeit von Mekka, in einer der frühesten Suren, wo Allah sagt: "Und führe gegen sie, also gegen die damals die Endstelle der Region waren, sie glaubten ja auch, sie wären Vertreter der Religion Abrahams, führe gegen sie mit diesem, also mit dem Koran, einen großen gewaltigen Jihad." Was war das für ein Jihad? Es war ein Jihad. In der heutigen Zeit für uns hier in der Gesellschaft, das ist ein Jihad mit der Zunge, das ist die Verbreitung, Vertretung von unserer Botschaft, von der Wahrheit des Islams.
Dieses Jahr, das Jahr des Elefanten, dieses gewaltige Ereignis, das Wunder, mit dem Allah die Kaaba gerettet hat, das war das Jahr, in dem der Prophet geboren ist. Das genau in diesem Jahr war. Wir wissen das beispielsweise aus einer Überlieferung von Kubais ibn Sa'd. Das war einer der ersten Sahaba, der in der späteren Zeit einmal gefragt wurde. Das ist ein bisschen schwer zu übersetzen. Also wörtlich übersetzt wurde er gefragt: "Wer war größer in seiner Zeit, der Prophet oder er?" Und er hat geantwortet: "Der Prophet ist schlimm war größer als ich, aber ich wurde vor ihm geboren." Das arabische Wort für Größe kann bedeuten: größer in einem Sinne von, naja, größer in der Statur, es kann größer im Status sein, es kann aber auch älter bedeuten. Die Frage zielte eigentlich darauf ab, wer war in seiner Zeit älter, du oder der Prophet? Und er hat geantwortet: "Der Prophet war größer, was er im arabischen Alter bedeuten kann, aber ich wurde vor ihm geboren." Das heißt, im Jahr des Elefanten war ich der Ältere. Und woher wusste er oder wie hat er ihn klar gemacht, dass er vor dem Propheten geboren wurde? Ich erinnere mich, wie meine Mutter mich als Kind genommen hat und sie hat mir die Hinterlassenschaften der Elefanten gezeigt, das was sie übergelassen haben. Das konnte man in der Zeit noch sehen, als er ein Kind war. Was bedeutet, er wollte damit zum Ausdruck bringen, das Jahr des Elefanten, wo der Prophet überhaupt geboren wurde, da war ich bereits ein kleines Kind.
Das Jahr des Elefanten, das war das Jahr der Geburt des Propheten Mohammed. Sondern nach Abraham. Warum kam die Botschaft des Islams gerade in diese Gesellschaft? Warum zu den Arabern? Wir haben schon gelernt, dass die Araber so ihr Spielchen mit der Religion Abrahams getrieben haben. Warum ausgerechnet dorthin? Wenn sie doch offensichtlich die ursprüngliche Botschaft, die ursprüngliche Wahrheit des Islams, die zur Zeit von Abraham präsent war, in der arabischen Halbinsel, wenn es damit nicht so genau nehmen. Eigentlich würde man noch sagen: "Okay, das sind doch die Letzten, die eigentlich dazu geeignet sein sollten, Repräsentanten dieser Botschaft zu werden." Nun, auf der einen Seite ist das sicherlich richtig. Das, was sie gemacht haben aus der Religion Abrahams, das hat er nicht mehr viel mit dem Ursprung zu tun. Aber trotz allem hatten sie eine Reihe von Eigenschaften, die sie dafür qualifiziert haben, Träger von dieser Botschaft zu werden. Eigenschaften der Menschen, die dort gelebt haben in der arabischen Halbinsel und auch zum Teil die Umstände, vielleicht sogar der Ort, an dem sie gelebt haben. All das hat sie dafür qualifiziert.
Die Araber waren damals zwischen den Römern und Persern gelegen. Römer und Perser waren so die Supermächte in der damaligen Zeit, und die Araber hat etwas zurückgezogen in einer Wüste zwischen ihnen. Rechts und links gab es dann die Römer und die Perser. Und kurz nach dem Islam, nachdem der Islam die arabische Halbinsel erobert hat, erobert sie auch die Römer und die Perser. Das war quasi vor der eigenen Haustür. Damals war das wie ein Wunder. Allah hat die Muslime dazu benutzt, die Supermächte in der damaligen Zeit zu Fall zu bringen. Und das war auch einer der Beweise für diese Wahrheit. Wer hätte sich das vorstellen können? Die Araber waren damals Beduinen in der Wüste, erobern Römer und Perser. Unmöglich. Aber nichts ist unmöglich, wenn Allah plant. Und es war für sie völlig überraschend. Die Perser und Römer haben überhaupt nicht gedacht, dass die, also die haben die Araber gar nicht ernst genommen. Als die Führer der Araber zu ihnen kamen, haben gesagt: "Hier, wir geben euch ein bisschen Taschengeld und geht nach Hause und vergesst mal die Idee von einer Eroberung." Als dann die Araber kamen, dann waren sie überrascht. Unter anderem deswegen, weil sie strategisch klug gelegen machen in der Wüste, wo niemand mit ihnen gerechnet hat.
Es war auch für die Araber leichter, eine Religion zu akzeptieren. Wäre diese Religion hat damals schon für Umwälzungen in der Gesellschaft gesorgt. Aber die Araber waren nicht wie die Römer und die Perser. Allen voran die Römer, die eine festgeschriebene Staatsverfassung hatten, die beeindruckende Gebäude besaßen, die für ihre Architektur, ihre schriftlichen Aufzeichnungen berühmt waren. Das alles gab es bei den Arabern nicht. Sie hatten natürlich eine bestimmte Tradition, eine bestimmte Kultur. Sie waren auch berühmt für ihre Poesie, ohne jeden Zweifel. Aber das war alles nicht so fest verankert wie in anderen Nationen auf dem Planeten. Es war ein wenig so, als wenn der Islam ein gewisses Vakuum gefüllt hat. Auch wenn es schon Traditionen und Kultur vor dem Islam gab. Aber auch im Herzen von Abraham gewesen. Und welche Religion könnte man sich in Anspruch nehmen, eine universale Weltreligion zu sein, wenn nicht die Religion, die an dem Ort anfängt, wo Abraham sein Gebetshaus gebaut hat, nicht sein Gebetshaus, das Haus Allahs. Welche Religion, wenn nicht diese? Sie rufen die Menschen ja dazu auf, zurückzukehren zur Religion Abrahams. So finden wir es auch im Koran. Es wird mehrfach gesagt, das ist unsere Religion. Wir verstehen uns als Repräsentanten der Religion Abrahams. Ein Jude oder ein Christ kann das nur schwer für sich in Anspruch nehmen, auch wenn es ursprünglich auf Abraham zurückgeht. Ja, das das fängt schon, das hängt schon damit zusammen und sie sind sicherlich Nachfahren davon, ohne jeden Zweifel. Aber was ist tatsächlich noch enthalten, also in der Religion an sich, wo findet man Abraham dort? Wir finden bei uns Abraham. Wir finden das Gebetshaus von ihm, das Gebetshaus, was er gebaut hat.
Die Religion Abrahams, dazu hatten die Araber eine Reihe von Eigenschaften, die es für sie leicht gemacht haben, diese Botschaft zu akzeptieren. Sie waren sehr klar und einfach in ihrem Denken. Sie waren keine komplizierten Leute. Sie waren nicht so philosophisch geprägt. Wenn man einen Araber gefragt hat damals, woher weiß er, dass Allah existiert, dann war die Antwort für ihn ganz einfach: "Wenn ich durch die Wüste gehe und ich sehe irgendwo im Sand Spuren von einem Kamel, dann weiß ich, dass hier ein Kamel war. David ist die Sache erledigt. Ich sehe die Schöpfung, ich weiß, dass es einen Schöpfer gab." Fertig. So einfach haben sie damals gedacht. Aber wenn du zu einem Philosophen kommst, auch schon in der damaligen Zeit, da war das dann nicht mehr so klar. Das war unendlich kompliziert. Diese Religion ist aber einfach. Wenn du kompliziert denkst, dann geht es schwer, sie anzunehmen. Aber auch nur dann, wenn du ganz einfach und klar denkst, wie ein Mann damals in der Wüste, dann ist es nicht besonders schwer. Dann ist es nicht besonders schwer.
Die Araber waren auch Entbehrung gewohnt. Sie haben gelebt mit wenig Wasser, wenig zu essen. Sie haben lange Reisen auf sich genommen. Sie lebten Tag und Nacht in Hetze. Wenn man das mal vergleicht mit dem Lebensstil der Römer. Sie hatten ein Lebensstil, der von Sklaven aufrechterhalten wurde, alles damit sie schön bequem leben konnten. Bei den Arabern war das nicht so. Und das ist auch etwas, was diese Religion verlangt. Diese Religion ist nicht gekommen und hat den Leuten das Schöne von dieser Welt versprochen. Das erwarten einige. "Ich bin doch Muslim, ich mache doch, wieso gibt Allah mir das, was ich mir wünsche?" Lass es nicht die Idee hinter dieser Religion. Diese Religion ist gekommen und sie hat dir gesagt: "Okay, du widmest dein Leben dieser Religion, und das, was du dafür bekommst, ist das Paradies. Nicht mehr und nicht weniger." Das ist der Deal quasi. Du widmest dein Leben der Religion und du bekommst dafür das Paradies. Für die anderen Leute wäre das vielleicht schwer gewesen, wenn du ein Leben im Luxus gewohnt bist. Für die Araber nicht.
Die Araber waren auch bekannt für ihren Mut. Sehr mutige Leute. Angesehen damals in der Gesellschaft, dass man mutig und tapfer ist. Und das braucht auch diese Religion. Das braucht diese Religion, dass du bereit bist, überhaupt dazu zu stehen, dass du dir keine Angst machen lässt. Das ist einer der Dinge, die heute manchmal ihre Menschen davon abhalten, diese Religion anzunehmen. Was werden die Leute sagen? Was passiert mit meinem Leben? Was passiert in meiner Familie, mit meinem Job? Das ist manchmal ein Sprung ins kalte Wasser. So ist diese Religion. Das ist richtig. Es braucht deswegen Leute, die Mut haben, die sich nicht einfach grundlos Angst machen lassen.
Sie waren sehr, sehr ehrliche Leute. Wir haben schon die Geschichte gehört von Abu Sufyan, als er bei dem Kaiser Heraklius war und er sagte, er fragt ihn einige Dinge über den Propheten. Machen wir das. Und es wäre leicht gewesen für jemanden wie Abu Sufyan, über den Propheten, keiner von den Sahaba war mit ihm dort, um das ganze zu korrigieren. Aber er konnte das nicht. Er musste ehrlich antworten. Die Leute waren mit ihm, und er hätte sich niemals erlauben können, dass sie ihn dabei erwischen zu lügen. So war das damals angesehen. Die Araber waren ehrliche Leute und sie waren auch offen. Sie waren nicht trickreich. Also sie haben es nicht so formuliert, wie die Medien es heute manchmal tun, wo man zwar wortwörtlich genommen die Wahrheit sagt, aber will ganz andere Eindruck entsteht. So waren sie auch nicht.
Dann kam der Islam in einer Region, die berühmt war für ihre Sprache, sehr eloquent und schön präzise im Ausdruck waren die Araber. Und das ist auch etwas, was diese Religion braucht. Braucht eine schöne, präzise und eloquente Ausdrucksweise. Das sollten wir auch mit uns tragen. Allah hat ja diese Religion nicht zufällig dort platziert. Und wenn wir die Weisheiten betrachten, warum er das getan hat, dann sollten wir auch einen Teil davon verinnerlichen. Wenn wir diese Religion repräsentieren, dann sollten es auf eine schöne Art und Weise tun. Und am Ende ist die Geburt des Propheten eine Antwort auf den Du'a von Ibrahim, der einen gesprochen hat: "Unser Herr, erwecke unter ihnen einen Gesandten von ihnen, der ihnen deine Verse verliest." Das war der Du'a. Und das alles zusammengenommen führte dann im Jahr des Elefanten, im Jahre 570, zur Geburt des Propheten.
Der Prophet Mohammed war der Sohn von Amina. Das waren die Eltern des Propheten. Deswegen hieß er Mohammed. Amina Mohammed, der Sohn von Abdullah, der Sohn von Abdul Muttalib. Seine Eltern waren Abdullah und Amina. Sein Vater ist sehr kurz nach seiner Geburt gestorben. Eigentlich haben seine Eltern nur eine sehr, sehr kurze Zeit in ihrer Ehe verbracht. Sie haben geheiratet und waren danach nur einige Tage zusammen. Und dann brach sein Vater Abdullah auf nach Syrien. Er hatte keine Karawane angeschlossen, ist nach Syrien gegangen und auf dem Rückweg wurde er krank und er ist irgendwo in Medina verstorben. Wo das Grab von ihm ist, das weiß man heute tatsächlich nicht. Aber diese Reise fand statt, einige wenige Tage nachdem Amina und Abdullah geheiratet hatten. Aber Amina war bereits schwanger. Das bedeutet auch, dass zur Zeit von diesem Ereignis mit dem Elefanten, als die Armee vom Abraha das war, der Prophet Mohammed bereits im Leib seiner Mutter war. Ich finde das einfach nur eine schöne Vorstellung, wie Allah ihn quasi beschützt hat, um ihn tobt die Schlacht um Mekka, und er ist sehr klein im Leib seiner Mutter.
Der Prophet wurde, wie es damals üblich war, sieben Tage nach seiner Geburt beschnitten. Und sein Großvater Abdul Muttalib, der auf ihn aufpasste, hat ihm den Namen Mohammed gegeben. Und bedeutet das ungewöhnlich. Mohammed. Niemand hieß damals Mohammed. Was das für ein Name? Aber Abdul Muttalib sagte: "Ich wünsche mir, dass dieser Junge gelobt wird auf der Erde und dass er gelobt wird im Himmel." Und genau das ist passiert. Ganz genau das ist passiert. Auf der Erde, wie auch im Himmel, geht niemand so gelobt wie Mohammed. Der Prophet ist aber trotzdem nicht aufgewachsen, zumindest nicht in den ersten Jahren, bei seiner Familie, was damals die Norm war, aber heute sehr ungewöhnlich erscheint. Damals war es üblich, dass man die Kinder schon sehr jung in die Wüste geschickt hat. Wenn man das heute hört, jemand in die Wüste schicken, dann ist das so ein Ausdruck, wie "Ich möchte nichts mehr mit jemandem zu tun haben." Aber damals hat man das nicht einfach so gemacht. Man hat sich gewünscht, dass die Kinder bei den Beduinen draußen in der Wüste aufwachsen. Man ist davon ausgegangen, dass das Klima in der Wüste den Kindern gut tut und sie lernen die Sprache von den Beduinen. Sie lernen ein hartes Leben, nicht das bequeme Stadtleben. Und allen voran galt das auch für die Stadt Mekka, wo vor allem überall her Ausländer in dem Sinne kamen. Und deswegen dachten Leute: "Okay, es ist vielleicht ganz gut, wenn die Kinder irgendwo in der Wüste aufwachsen, unbeeinflusst vom Rest der Welt." Das war so die Idee dahinter. Und das ist auch passiert mit dem Propheten. Heute sieht man das sicherlich anders. Oder heute würde man das hier nicht so praktizieren. Aber die Leute damals hatten ihren Grund, warum sie das getan haben. Wir haben das nicht einfach so gemacht und sicherlich nicht deswegen, weil sie den Kindern schaden zufügen wollten. Und wenn das dem Propheten Mohammed ist, dann war das sicher nicht eine Sache, die für ihn schädlich war. Allah hätte das nicht zugelassen. Was für uns auch ein Zeichen sein sollte, dass wir nicht immer so hochmütig auf andere Kulturen schauen sollten. Das gilt für Muslime wie auch für Nicht-Muslime. Damals war eine andere Zeit. Die Leute hatten deren Gründe, warum sie das getan haben. Und wir sollten uns vielleicht ja manchmal mit dem Gedanken anfreunden, dass das aus damaliger Sicht gut war für die Kinder. Die Menschen haben das nicht so gemacht. Heute denken wir manchmal, dass wir den Kindern unendlich viel Gutes tun, wenn wir sie nun möglichst viel verwöhnen, mit Süßigkeiten, Entertainment, wir erfüllen ihnen jeden Wunsch. Aber ich weiß ja, ob man den Kindern damit immer einen Gefallen tut. Ob man sie damit wirklich auf ihre späteren Leben vorbereitet. Das spätere Leben ist nicht so, man kriegt nicht einfach jeden Wunsch erfüllt. Im späteren Leben muss man Verantwortung übernehmen, man muss, man muss auch zu einer Führungspersönlichkeit werden. Das gilt für Mann wie für Frau. Wenn man später eine Familie gründet und dafür war das vielleicht auch eine Vorbereitung. Dafür kann das eine Vorbereitung gewesen sein. Wir haben es heute mit einer Generation zu tun, die diese Amazon Prime Mentalität hat. Und das führt dann nicht zu großen Problemen, wo man gewohnt ist, dass man alles auf Knopfdruck sofort bekommt. Ich bin in der Zeit aufgewachsen, wo es schwer war, überhaupt einen Pizza-Lieferanten zu finden, jemand, der dir die Pizza nach Hause liefert. Das war damals gar nicht so einfach. Heutzutage wird alles geliefert. Für jedes Restaurant ist mein Lieferando, und ich kann mir jedes Gericht nach Hause liefern lassen. Das ist schön und angenehm, aber ist das tatsächlich auch was Gutes? Ist das was Gutes?
Damals war es üblich, dass die Familien aus der Wüste kamen in die Städte und sie haben nach Kindern gesucht, die sie mitnehmen. Natürlich hat man sein Kind nicht einfach so in die Wüste gegeben, vor allem nicht in so einem jungen Alter. Es muss ja jemanden geben, der das Kind stillt. Und so war es dann, dass die Frauen aus der Wüste kamen, also mit ihren Männern, die selber ein Kind hatten, die ein Kind gestillt haben, und haben dann nach einem zweiten Kind gesucht, was ja auch stillen können. Und das war für sie auch eine Möglichkeit, etwas zu verdienen. Zwar für sie eine Einkommensquelle. Und so geschah es, dass eine Frau namens Halima, die selber einen kleinen Sohn hat, dann nach Mekka kam, um nach einem Kind zu suchen, um es zu stillen. Und sie kam dort ihrem Mann hin und suchte nach einem Kind, aber möglichst nicht nach einem Waisenkind. Denn wenn das Kind ein Waise war, wer würde die Familie bezahlen? Die Familie selber war ja dann arm. Und deswegen war ein Waisenkind in der damaligen Zeit nicht beliebt. Sie kam nach Mekka und suchte nach einem Kind. Sie sieht Mohammed, aber als sie gehört hat, dass es ein Waisenkind ist, war sie nicht mehr so begeistert und lehnte erst einmal ab. Allerdings findet sie kein alternatives Kind. Alle Kinder waren quasi vergeben, außer Mohammed, um den sich niemand kümmern wollte. Und in derselben Nacht hat sie sich schlafen gelegt und hat zu ihrem Mann gesagt: "Morgen werde ich das Kind Mohammed zu mir nehmen, auch wenn es ein Waisenkind ist."
Und jemand nur ein paar Stunden in dieser Nacht hat Halima sehr schlecht geschlafen. Sie ist mit ihrer Familie gekommen, mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn. Aber das Kamel hatte keine Milch mehr gegeben und deswegen waren sie alle sehr hungrig. Und weil sie selber sehr hungrig war, nicht genug gegessen hatte, in dem Sinne, konnte sie ihr Kind nicht richtig stillen. Und so war auch ihr Sohn hungrig und das würde dazu, dass er die ganze Nacht geweint hat. Die Nacht haben sie sehr schlecht geschlafen. Am nächsten Morgen kommen sie dann zu Amina, der Mutter des Propheten, hast du immer sagen: "Wir sind bereit, ein Kind aufzunehmen." Und als sie Mohammed zu sich nehmen, stellen sie fest, dass das Kamel Milch gibt. Wo plötzlich gibt es und sie nehmen die Milch und kommen wieder zu Kräften. Und Halima ist in der Lage, ihren Sohn zu stillen und noch mal dazu. Und sie sagte später: "Es war, als wenn mein Körper Mohammed willkommen geheißen hat, Sven gesagt hätte: 'So tritt ein, du bist herzlich willkommen, und es ist alles für dich vorbereitet.'" Und der Mann sagte zu ihr: "Du hast einen Segen ins Haus gebracht. Du hast einen Segen mit diesem Jungen ins Haus gebracht."
Auf dem Rückweg in die Wüste sind sie auf ihrem Esel geritten. Und Esel sind manchmal bekannt dafür, dass sie sehr störrisch sind. Aber sie erzählten später, hat sie machen und dabei hatten, war ihr Esel der schnellste in der ganzen Gruppe. Jetzt auf einmal war er der schnellste. Und in der Wüste hat jemand ihre Familie manchmal Ziegen betreut. Und jetzt, wo Mohammed dabei war, waren die Ziegen immer wohlgenährt. Und die Leute haben schon angefangen, sich zu fragen, woran liegt das? Und die haben deswegen gesagt: "Okay, wir bringen unsere Ziegen auch dorthin, wo Halima ihre Ziegen hinbringt." Aber es hatte trotzdem nicht den gleichen Effekt. Die Ziegen der anderen Leute waren nicht so wohlgenährt und gesättigt wie die Ziegen von Halima. In der Arme des Propheten Mohammed. Sie hat wirklich einen Segen gebracht. Sie hat wirklich einen Segen ins Haus gebracht. Und ist das die seltsam? Eigentlich hat sie nach einer weltlichen Sache gesucht. Sie hatte ein Kind gesucht mit einer Familie, mit einem Vater, der in der Lage ist, sie zu bezahlen. Und sie hat keins gefunden. Dann nimmt sie dieses Kind ohne Vater, von dem sie nicht erwarten kann, dass in dieser Welt irgendwas Großartiges bekommt. Aber das, was sie bekommen hat, ohne es zu ahnen, war ein Segen in dieser Welt. Obwohl sie ein Kind genommen hat, was aus weltlicher Sicht keine Vorteile bringen konnte. Und das ist auch eine Lehre für uns. Wir müssen nicht immer so oberflächlich denken, dass das, was wir als vorteilhaft in dieser Welt ansehen, wirklich der eigentliche und letztendliche Vorteil ist. Vielleicht ist es auch manchmal etwas, was wir gar nicht so erkennen, aber was aus religiöser Sicht einfach etwas Schönes ist. Und vielleicht wird das am Ende die eine Sache sein, die uns auch was Schönes in dieser Welt bringt. Die Dinge sind nicht immer so oberflächlich.
Halima hat den Propheten Mohammed zwei Jahre lang gestillt. Zwei Jahre war das damals üblich, dass man die Kinder stillt. Sie kommt zurück nach Mekka und trifft die Mutter des Propheten. Und sie findet alle möglichen Erklärungen und Entschuldigungen, warum es besser sein könnte, dass Mohammed völlig noch eine Zeit bei ihr verbringt in der Wüste. Lass ihn nicht hier in der Stadt, du kennst das Stadtleben, bei uns ist er besser aufgehoben. Und am Ende will die Mutter des Propheten sagen: "Das waren tatsächlich nur Entschuldigungen, die sie vorgetragen hat, diese Halima. Sie wollte einfach diesen Jungen doch etwas länger behalten, denn dieser Junge war ein Segen für ihre Familie." Und sie hat ihn behalten, bis er vier Jahre alt war.
Als er vier Jahre alt war, passierte folgendes. Eines Tages kommt der Sohn von Halima nach Hause gerannt und sie konnte ihm ansehen, dass er das, irgendwas passiert ist. Sie fragte: "Was war los? Was ist passiert?" Der Sohn von Halima sagte: "Wir waren draußen am Spielen und plötzlich kamen zwei Männer in weiß gekleidet und sie nahmen Mohammed und haben seine Brust geöffnet und etwas herausgenommen." Was? Was passiert? Zwei Männer kommen, nehmen und haben seine Brust geöffnet. Wie? Als sie von diesem Ereignis hörte, hat sie Angst bekommen. Sie dachte: "Vielleicht bei uns nicht mehr sicher aufgehoben." Das war der Moment, wo sie mit ihm zu seiner Mutter brachte. Und die Mutter Amina fragte: "Was ist passiert? Du wolltest ihn doch nicht zurückbringen und jetzt kommst du von mir aus. Was ist los?" Also sie hat geahnt, dass etwas nicht stimmte. Und Halima sagte ihr dann, was passiert ist: "Zwei Männer kamen und haben seine Brust geöffnet." Und Amina sagte dann zu ihr: "Hast du wirklich Angst, dass Satan ihm etwas antun könnte? Bei Allah, das wird nicht passieren. Als ich schwanger war, war es die leichteste Schwangerschaft, die man sich vorstellen kann. Und als ich ihn geboren habe, war seine Geburt nicht wie andere Geburten. Und als er da war, habe ich ein Licht gesehen, das bis in das Gebiet von Sham reichte. Allah bitte beschütze ihn, und ich bin mir sicher, dass er eine große Zukunft vor sich hat." So war der Prophet bei seiner Mutter.
Aber was war das für ein Ereignis? Zwei Männer sind gekommen und die Brust von Mohammed wurde geöffnet. Was ist da passiert? Dieses Ereignis ist tatsächlich überliefert. Muslime und das war der Engel Gabriel, der die Brust vom Propheten öffnete, unseren Herz herausnahm und er entfernte von seinem Herzen so einen kleinen schwarzen Flecken und sagte zu ihm: "Das ist ein Anteil, den hatte der schwarze Fleck entfernt hat. Das war ein Anteil von Satan, den er an dir hat." Das Herz war nie in der Vorstellung der Menschen erledigt, dich ein Organ, das Blut dem Körper pumpt. Das ist das, was die Menschen schon lange wussten. Aber das Herz war immer noch mehr. Man spricht heute von einem gebrochenen Herzen. Warum das Herz? Wir wissen alle, was damit gemeint ist, aber es ist ja nicht gebrochen im wörtlichen Sinne. Es pumpt immer noch Blut durch den Körper, aber ein gebrochenes Herz ist was anderes. Wenn man ein schlechtes Gewissen hat, wo spürt man das? Man spürt das aus dem Herzen. Emotionen, Gefühle, Wut, Angst, Power, das alles sind Dinge, die wir im Herzen spüren. Und der Prophet Mohammed sagte in einem bekannten Hadith: "Die Gottesfurcht ist hier, die Gottesfurcht ist hier." Er zeigte auf das Herz. Und hat einen kleinen Teil vom Herzen des Propheten entfernt und sagte: "Das ist der Anteil, den Satan an dir hatte. Jetzt hat er keinen Anteil mehr."
Propheten sind keine Menschen, die große Sünden begehen. Es kann sein, dass sie im Leben etwas falsch einschätzen, das kann passieren, aber sie sind keine Menschen, die, wenn Allah etwas aufträgt, das Gegenteil tun. Das ist kein Prophet. Moses hat in seiner Zeit versehentlich, ohne dass er die Absicht hatte, einen Menschen getötet. Er war emotional, aber das war nicht seine Absicht. Das war keine Sache, die absichtlich getan hat. Der Prophet Jonas hat voreilig seine Stadt verlassen, weil er die Hoffnung aufgegeben hatte. Noah war entsetzt, als sein Sohn ertrunken ist. Das war eine normale menschliche Reaktion. Es sind Dinge, die im Koran erwähnt werden, wo Allah manchmal das Verhalten eines Propheten korrigiert, wo er sagt: "Das war so nicht richtig." Aber ein Prophet ist nicht jemand, der eine große Sünde begeht, der einen Befehl von Allah zuwider handelt. Und kein Mensch kann für sich den Anspruch nehmen, einen so sauberen und reinen Herz zu haben wie der Prophet. Damit er ein Mann wird von dem edelsten Charakter. Und das ist der Grund, warum er für uns der Maßstab für alles ist. Wir haben keinen anderen an den wir uns halten müssen, sondern er ist tatsächlich der Maßstab. Und wenn wir wissen wollen, wo das Gute liegt, dann schauen wir auf ihn, auf den Mann mit dem sauberen Herzen.
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