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Hat KI Emotionen? ❤️ Was die Wenigsten über KI wissen

Felicia Simon13:17

Transcription

Ist künstliche Intelligenz wirklich intelligent und hat KI Gefühle und Emotionen? Zwei von drei Personen nutzen in Deutschland KI und die wenigsten wissen wirklich, was dahinter steckt. Und genau das führt oft zu Angst und Unsicherheit. Jeden Tag kommen neue Schreckensmeldungen dazu und die KI News überrollen viele. In diesem Video verrate ich dir, was du unbedingt über KI wissen solltest, bevor du sie nutzt. Wie immer alles einfach erklärt, das ist der Plan. Auf geht's.

So, eine neue Runde. Es ist wieder Montag. Schön, dass du mit dabei bist. Künstliche Intelligenz ist mittlerweile das Top-Thema und die Medienberichte häufen sich. Vielen ist sogar gar nicht bewusst, dass sie KI nutzen oder sie nutzen vielleicht Chat GPT oder Google Gemini, aber haben eigentlich gar keine Ahnung, was dahinter steckt. Und deshalb will ich heute mal ein paar spannende Hintergründe mit euch teilen. Und wir starten mal mit einer ganz einfachen Frage: Ist künstliche Intelligenz wirklich intelligent?

Wir kommen im Alltag an KI bzw. AI nicht mehr dran vorbei. Seit dem Start von ChatGPT hat sich ein riesiger Hype um künstliche Intelligenz entwickelt und mittlerweile ist gefühlt irgendwie alles KI. Von der Kaffeemaschine über die Waschmaschine bis hin zu den bekannten Sprachmodellen wie ChatGPT und Google Gemini. Aber was ist eigentlich KI? Beim IBM habe ich dazu folgende Definition gefunden: Künstliche Intelligenz ist eine Technologie, die es Computern und Maschinen ermöglicht, menschliches Lernen, Verständnis, Problemlösung, Entscheidungsfindung, Kreativität und Autonomie zu simulieren. Und Marvin Minsky, das waren Forscher und Mitgründer des KI-Begriffs, hat dazu folgendes gesagt: Künstliche Intelligenz ist die Wissenschaft, Maschinen zu machen, welche Dinge tun, für deren Ausführung bei Menschen Intelligenz erforderlich wäre.

Und um dem Ganzen jetzt weiter auf den Grund zu gehen, schauen wir uns mal zusammen an, woher der Begriff eigentlich kommt. Alles fing 1956 an, mit einer Konferenz am Dartmouth College und da hat John McCarthy den Begriff geprägt und ihn in seinem Antrag auf Fördermittel zum ersten Mal genutzt. Da gab es noch keine Definition und schon damals war künstliche Intelligenz eigentlich sowas wie ein Marketingbegriff, denn so richtig intelligent ist KI eigentlich gar nicht. Der Begriff suggeriert erstmal ein System, was wie ein menschliches Gehirn denkt, aber in Wahrheit ist es eher eine Art Wahrscheinlichkeitsrechnung. Die bekannten Large Language Models verstehen eigentlich gar nicht, worum es geht. Sie wurden mit extrem vielen Daten trainiert und berechnen logisch, welches Wort statistisch gesehen am wahrscheinlichsten als nächstes folgen sollte. Also KI findet Muster in riesigen Datenmengen und der Mensch versteht Ursache und Wirkung und hat dabei Moralvorstellungen und ein Bewusstsein. Und genau deshalb ist es auch so wichtig, die Antworten von KI immer zu hinterfragen.

Und damit kommen wir auch schon zum zweiten Punkt. Woran denkst du zuerst, wenn du KI hörst? Sehr, sehr wahrscheinlich an ChatGPT oder Google Gemini als Tools zur klassischen Texterstellung oder vielleicht auch an Bilder-KI. Und den wenigsten ist klar, dass es sich dabei um generative KI handelt und das ist nur ein ganz kleiner Teilbereich von künstlicher Intelligenz. KI analysiert Daten, erkennt Muster und trifft auf der Basis Vorhersagen und generative KI nutzt genau das, um daraus Texte, Bilder und Videos zu erstellen. Dazu habe ich diese Umfrage hier von Bitcoin gefunden und auf die Frage, was haben Sie bereits mit Hilfe von generativer KI erstellt? haben 86% der Personen, die KI nutzen, geantwortet: Texte, 83% Bilder, 19% Videos und 12% Musik.

Und damit kommen wir auch schon zum nächsten wichtigen Punkt. Künstliche Intelligenz wird oft als Synonym für ChatGPT oder Google Gemini genutzt, aber das ist komplett falsch. ChatGPT oder Google Gemini sind Anwendungen, also in dem Fall Chatprogramme, die KI-Modelle von OpenAI oder Google nutzen. GPT-4 oder Gemini 3 sind KI-Modelle. Also, wenn du Google Gemini nutzt, dann ist das einfach nur dieses Chatprogramm und über den Chat kannst du mit verschiedenen KI-Modellen Inhalte generieren. Gemini 3 ist das KI-Modell für Texterstellung, DALL-E 3 erstellt Bilder und Lyra 3 Musik. Das ist für viele total verwirrend, weil du kannst genau diese KI-Modelle auch über andere Programme nutzen. Und genau da machen wir gleich weiter.

Und vorher habe ich noch eine kleine Bitte an dich. Wenn du das Video bis dahin schon magst, dann freue ich mich sehr über deinen Support mit einem Daumen hoch und wenn du meinen Kanal abonnierst, nicht vergessen auch die Glocke zu aktivieren, damit du montags kein Video mehr verpasst. Ja, ich weiß, ich wiederhole das hier in jedem Video und die Insights zeigen einfach, dass bei YouTube so viele vergessen, Daumen hoch dazulassen und das ist super wichtig für uns Content Creator. Deshalb ist das hier meine kleine Bitte an dich und ich verspreche dir, wenn du mich hier unterstützt, werde ich dir mit meinen Videos auch in Zukunft weiterhin dabei helfen, KI zu verstehen und effizient zu nutzen.

Und damit kommen wir wieder zurück zu den KI-Modellen und einer weiteren wichtigen Info, die vielen so oft nicht klar ist. Du kannst nicht nur mit ChatGPT auf die KI-Modelle von OpenAI zugreifen. Und um Bilder mit DALL-E 3 zu erstellen, brauchst du nicht unbedingt Google Gemini. Und da kommt die API ins Spiel. API steht für Application Programming Interface und übersetzt heißt das Anwendungsprogrammschnittstelle und Google oder auch OpenAI bieten ihre KI-Modelle auch über genau diese API an und machen sie so verfügbar für andere Programme. Und es gibt jetzt viele Programme, die auf die KI-Modelle der großen Anbieter zugreifen und einfach eine andere Oberfläche zur Nutzung bieten oder wenn du KI-Agenten erstellen möchtest, dann gibt's dafür auch Programme und Tools, die im Hintergrund eigentlich die gleiche KI nutzen, wie z.B. ChatGPT. Also, es kann gut sein, dass du dir eine Alternative zu ChatGPT nutzt und dann mit einem anderen Chat arbeitest und da im Hintergrund aber trotzdem auf die gleichen KI-Modelle von OpenAI mit zugreifst. Und genau das sollte dir bewusst sein, wenn du dir einen Chat suchst oder wenn du ein Programm verwendest und du solltest dort auch immer genau schauen, auf welche KI-Modelle dort zugegriffen werden. Also, das sollte dir bewusst sein. Nicht nur in ChatGPT stecken die KI-Modelle von OpenAI und nicht nur in Google Gemini stecken die KI-Modelle von Google. Und Langchain ist z.B. ein Programm, das bietet dir eine Chatoberfläche und da kannst du im Chat immer genau auswählen, welches KI-Modell von welchem Anbieter du jetzt nutzen möchtest. Damit hast du also Zugriff auf alle großen KI-Modelle, aber das ist ein eigenes Chatprogramm. Oder im Bereich Bilder und Videos kannst du z.B. mit Hixfield AI viele verschiedene bekannte KI-Modelle nutzen. Also, dabei ist immer wichtig zu unterscheiden zwischen dem KI-Modell und der Anwendung, also dem Programm, mit dem du das KI-Modell nutzt.

Und zu KI-Agenten kommen wir gleich noch, aber vorher müssen wir noch über den Datenschutz sprechen. Häufig verwenden KI-Tools deine Daten zum Training der KI-Modelle und genau das ist vielen so oft nicht ganz klar. Meta z.B. nutzt öffentliche Beiträge, Reels und Stories in Instagram, um die KI zu trainieren. Und auch die Infos, die du mit ChatGPT oder Google Gemini teilst, werden in den meisten Fällen zum Training der KI genutzt. Für viele fühlt sich der Austausch mit KI ja so an, als wäre man in so einem privaten, geschützten Raum und das ist eigentlich gar nicht der Fall. Also, schau dir bei jeder KI, die du nutzt, immer genau an, was mit deinen Daten passiert bzw. überleg dir gut, welche Daten du mit der KI teilst. In ChatGPT findest du z.B. hier in den Einstellungen den Bereich Datenkontrollen und da kannst du selbst entscheiden, ob du das Modell für alle verbessern möchtest und hier steht: "Erlaube uns, unsere Modelle mit deinen Inhalten zu trainieren, um ChatGPT für dich und alle, die es verwenden, noch besser zu machen. Wir ergreifen Maßnahmen für den Datenschutz." Also, hier hast du die passende Einstellung und selbst wenn du das hier deaktivierst, sollte dir klar sein, dass du alles, was du hier in den Chat eingibst, direkt mit OpenAI teilst. Bei Google Gemini findest du ähnliche Einstellungsmöglichkeiten hier an der Seite im Bereich Aktivitätsverlauf.

Und damit kommen wir zum nächsten Punkt und widmen uns der Frage: Gibt's eigentlich Regeln und Gesetze im Umgang mit KI? Die Antwort ist ja und in der EU gibt's das weltweit erste KI-Gesetz. Dazu schreibt die Bundesregierung selbst: "Der Rat der 27 EU-Mitgliedstaaten hat am 21. Mai 2024 daher den AI Act und damit einen einheitlichen Rahmen für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Europäischen Union verabschiedet. Die KI-Verordnung ist das weltweit erste umfassende Regelwerk für KI. Mit dem AI Act hat die EU nun ein starkes Fundament für die Regulierung von künstlicher Intelligenz, das Vertrauen und Akzeptanz in die Technologie schafft und Innovation Made in Europe ermöglicht. Der AI Act schreibt vor, dass KI-Anwendungen nicht missbraucht werden dürfen. Ebenso muss der Schutz der Grundrechte gewährleistet sein. Gleichzeitig brauchen Wissenschaft und Wirtschaft Freiraum für Innovation. Der AI Act verfolgt hier einen sogenannten risikobasierten Ansatz. Das heißt, je höher das Risiko bei der Anwendung eingeschätzt wird, desto strenger sind auch die Vorgaben." Alle Infos dazu findest du hier auf den Seiten von der Bundesregierung und hier auf der Webseite zum EU AI Act. Beide Links packe ich dir unten in die Beschreibung.

Also, wir haben jetzt hier schon über den Begriff KI gesprochen, die KI-Modelle und Anwendungen, den Datenschutz und jetzt geht's um Emotionen. Hat KI eigentlich Gefühle und Emotionen? Wenn du dich mit ChatGPT unterhältst, macht es manchmal den Anschein, dass da wirklich ein echter Mensch antwortet. Und du hast vielleicht auch schon mal eine Antwort bekommen, wie: "Das tut mir leid." Menschen bauen mittlerweile sogar Beziehungen zu KI auf und es entsteht eine gewisse Nähe. Dazu habe ich eine sehr, sehr spannende Studie gefunden. Forschungsteams vom Institut für Psychologie der Universität Freiburg und vom psychologischen Institut der Universität Heidelberg haben sich mit dem Thema beschäftigt und zwei Onlinestudien durchgeführt. Dabei haben 492 Personen in Chats persönliche Fragen zu Lebenserfahrung und Freundschaft beantwortet und sich entweder mit echten Menschen oder mit KI ausgetauscht. Und das Ergebnis ist aus meiner Sicht spannend. Hier auf der Seite von der Uni Freiburg steht dazu: KI-Antworten erzeugten dabei insgesamt ein vergleichbares Gefühl von Nähe wie Antworten eines Menschen, wenn die Teilnehmenden nicht wussten, dass sie mit einer KI kommunizieren. In emotionalen Gesprächen übertraf die KI sogar Menschen. Hier empfanden Teilnehmende gegenüber der KI mehr Nähe als zu Menschen, vor allem, weil die KI mehr persönliche Information preisgab. Wurden die Teilnehmenden jedoch vorab informiert, dass sie mit einer KI kommunizieren werden, sank die empfundene Nähe deutlich und sie investierten weniger Mühe in ihre Antworten. Aber die Wahrheit ist, KI hat keine Emotionen, auch wenn es manchmal so wirkt. KI berechnet die Antworten anhand von Wahrscheinlichkeiten. Und auch das ist aus meiner Sicht sehr, sehr wichtig zu verstehen. Wir müssen uns immer wieder klar machen, dass wir es da nicht mit echten Menschen und nicht mit echten Gefühlen zu tun haben.

Damit kommen wir auch schon zum nächsten wichtigen Punkt. Wir dürfen nicht mehr sofort glauben, was wir sehen. KI ist mittlerweile so gut und es kursieren Deep Fakes, die täuschend echt aussehen. Und nur weil KI es sogar schaffen, eine emotionale Nähe zu uns aufzubauen oder Bilder und Videos zu generieren, die Wahrheiten suggerieren, dürfen wir eigentlich nichts mehr glauben und wir müssen alles hinterfragen.

Und bevor wir jetzt über KI-Agenten sprechen, habe ich noch eine kleine Bitte. Wenn du das Video bis dahin schon magst, dann freue ich mich sehr über deinen Support mit einem Daumen hoch und wenn du meinen Kanal abonnierst, nicht vergessen auch die Glocke zu aktivieren, damit du montags kein Video mehr verpasst.

Und damit kommen wir zu KI-Agenten. Viele denken ja bei KI an ChatGPT oder vielleicht noch an Google Gemini oder einen anderen Chat und an Texte und Bilder, die generiert werden. Und das ist nur der Anfang der KI-Entwicklung. Diese Pyramide hier verdeutlicht: Das Fundament sind LLMs, also Sprachmodelle wie die, die wir in Google Gemini oder ChatGPT mit Claude, Mistral oder Llama nutzen. Der nächste Schritt sind AI Agents, also KI-Agenten, die Aufgaben eigenständig umsetzen können. Dazu kannst du z.B. mit Tools wie Make.com oder Zapier die bekannten KI-Modelle mit Programmen verknüpfen und so Aufgaben von der KI automatisiert umsetzen lassen. Die nächste Stufe sind Multi-Agenten-Systeme und da arbeiten verschiedene KI-Agenten zusammen. Es kann also sein, dass ein Agent Texte erstellt, der nächste dient zur Kontrolle, der andere macht daraus vielleicht einen Newsletter und der nächste plant Content ein. Und auf der nächsten Stufe folgt AGI, Artificial General Intelligence. Also, das ist eine KI, die jede Aufgabe, die Menschen erledigen können, genauso gut oder noch besser umsetzen kann. Genau daran arbeiten alle großen KI-Unternehmen. Und die Spitze der Pyramide ist ASI, die künstliche Superintelligenz. Die übertrifft unsere menschlichen Möglichkeiten und kann sich selbst trainieren, weiterentwickeln und extrem schnell Aufgaben lösen, an denen wir Menschen jahrelang arbeiten oder sogar scheitern. LLMs, also Sprachmodelle, haben sich mittlerweile etabliert und aktuell bewegen wir uns von Agenten hin zu Multi-Agenten-Systemen und es bleibt spannend, wie genau die Zukunft aussieht. Auch Experten und Forscher sind sich uneinig, wo wir da eigentlich gerade stehen und genau an dem Punkt bekommen viele Angst.

Fühlst du dich auch manchmal total überwältigt von den vielen neuen KI-Tools, News, Updates und Entwicklungen? Es gibt mittlerweile so viele verschiedene KI-Tools und Möglichkeiten und es wird immer schneller, immer mehr. Und genau das führt einfach dazu, dass viele Nutzerinnen und Nutzer müde werden. Und ich kann dir einfach nur sagen, du bist damit nicht alleine. Und dieses Erschöpfungsgefühl hat sogar einen eigenen Namen und das ist AI Fatigue. Deshalb ist mein Tipp: Überlade dich nicht mit Tools, sondern pick dir deine maximal fünf Tools raus, die du wirklich brauchst und lass dich nicht von der Welle an KI-Innovationen überrollen. Ich bin auch mal sehr, sehr gespannt, wie es dir damit gerade geht. Schreib das gerne mal unten in die Kommentare.

Und damit vielen, vielen Dank, dass du das Video wieder bis zum Ende geschaut hast. Hier findest du noch zwei spannende Videos. Wenn du magst, schau da gerne weiter. Und jetzt wünsche ich dir eine schöne Woche und freue mich, wenn wir uns nächsten Montag hier wiedersehen. Mach's gut, bis dann. Ciao. Ciao.