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Tauwetter mit Eisregen & Schnee. Erneutes kälter werden in einer Woche? Wetterbericht 11.-18.01.2026

Kai Zorn Wetter15:07

Transcription

Am ersten Weihnachtstag lautete das zweite Video: "Richtet euch auf richtiges Winterwetter ein." Dieses Video ging viral und war letztendlich der Auftakt, ja, für diese Winterserie, die wir hatten mit diesen vielen besonderen Tagen in einigen Teilen Mitteleuropas. Gerade im Norden Deutschlands hat das schon Spuren hinterlassen der Erinnerung an dieses Winterwetter, das ja noch vorherrscht, allerdings jetzt bald zu Ende gehen wird. Und dadurch gab es sehr, sehr viel neue Mitglieder hier auf diesem Kanal, sage ich mal einfach mal Mitglieder, also Abonnenten und die, die auch regelmäßig schauen. Ich begrüße Sie und euch ganz herzlich und freue mich auch, dass ihr da seid und es gibt ja auch viel Feedback. Viele schreiben ja auch ähm, sie wussten es überhaupt nicht, dass es einen solchen Wetterkanal gibt und da sage ich herzlich willkommen.

Und ansonsten wird's jetzt mal vorübergehend ein bisschen ruhiger werden, was das Wetter angeht, weil einfach dieses Winterwetter zu Ende geht. Aber schon die neuesten Berechnungen brechten nach dem amerikanischen GFS Modell beispielsweise zumindest im Norden die Kälte dann von Osten wieder zurück. Und außerdem, es gibt so viele Bilder, so viele Zuschriften und auch so viele Mails, die kann ich gar nicht mehr beantworten. Da kann ich nur stichpunktartig durchgehen und da habe ich ein paar ganz besondere Bilder mitgebracht. Grüße Sie und grüße euch. Das hier z.B. von Corinna und Ronnie in Berlin. Das ist Berlin. So sieht der Winter 2025/2026 in Berlin aus. So am auch zugefrorenen Neusiedlersee im Burgenland. Vorgestern in Hamburg beim Ole. Ja, das ist doch ein bisschen zünftig und auch in Hamburg. Dieses Bild hat mir heute nach der Nevio zugeschickt mit Polarlichtern, die hier zu sehen waren und eben diesen Schneeverwehungen. Und auch wenn man sonst durch die sozialen Netzwerke geht und schaut sich die Schneeverwehungen an, wo Autos komplett unterm Schnee auf den ostfriesischen Inseln verschüttet sind, das ist schon was Besonderes gewesen. Wir nehmen als Hintergrund hier das Bild von Corinna und Ronnie. Der Winterblock 2, wie eben schon erwähnt, geht zu Ende und Winterblock 3 deutet sich an.

Kurz bevor wir jetzt in das Wetter so richtig einsteigen, ich habe jetzt mehr als 120 Grafiken gebaut, die ganze Nacht durch. Es wird dieses Video als normales Wettervideo geben. Dann habe ich noch eine Überraschung für euch und ziehe mich dann mal raus und nutze auch das Wetter mal ein bisschen aus. Wir steigen ein und schauen uns ganz kurz das an, was uns in der kommenden Nacht und morgen früh bevorsteht. Eine Warmfront kommt da reingezogen, die jetzt erstmal diesen Winterblock beenden wird. Anfangs ist das ganze Schnee mit natürlich Glättegefahr. Der Boden ist der Knüppelhart gefroren. Das geht dann in Regen über mit eben spiegelglatten Straßen, die wir morgen zum Berufsverkehr hauptsächlich im Westen haben werden. Gehen wir später noch genauer drauf ein und schauen jetzt mal auf die Schneehöhen, die da noch kommen sollen. Das sind die Schneesummen, also das, was an fester Niederschlag runterfällt nach dem deutschen Modell Icon bis einschließlich Dienstag. Ein paar Zentimeter sollen mit der Front noch kommen am Alpenrand und in den Alpen dann doch noch ein paar Zentimeter mehr. Und das ist insgesamt das, was als Niederschlag kommt. Wir nehmen hier beispielsweise die westlichen Mittelgebirge. Westerwald und Sauerland, da sind es 1 bis 3 cm als Schnee und als Niederschlag kommen da 10 bis 30 l auf den Quadratmeter runter. Es wird also hier ordentlich reinregnen. Wenn wir das Ganze beim amerikanischen Modell machen, da haben wir kaum noch Niederschläge als Schnee. Im Norden, östlich von Bremen noch ein bisschen was, auch hier am Alpenrand. Aber die Niederschlagssummen sind allgemein höher, deutlich höher als Regen als Schnee.

Schauen wir auf die Schneehöhen, die wir morgen haben werden, das sind die Modellschneehöhen, nicht die tatsächlichen Schneehöhen, die sind teilweise wesentlich höher. Hamburg. Ja, halber Meter Schnee, das muss man sich mal geben. In Hamburg liegt ein halber Meter Schnee verweht bei Dauerfrost. Von der Nordsee bis in den östlichen Mittelgebirge ist der meiste Schnee und binnen Wochenfrist soll das runterschrumpfen. Das ist allerdings bitte die Prognose von dem Modell aus der Nacht. Der sogenannte Nullerlauf von heute, Sonntag früh ist da wieder kälter. Das europäische ECMWF-Modell zeigt hier die Schneehöhen etwas tatsächlicher, also höhere Schneehöhen und in einer Woche soll das aber alles verschwunden sein und sich in den Südosten zurückziehen. Die Berge bleiben natürlich außen vor. Hier im Harz und im Hochsauerland wird noch was liegen bleiben, ebenso in den östlichen Mittelgebirgen. Ansonsten wird das Ganze mehr und mehr verschwinden. Und das ist der Hauptlauf des amerikanischen GFS Modells aus der Nacht für den 25. Januar und der zeigt abermals einen Polarluftvorstoß bzw. eine Wiederumstellung der Wetterlage auf Ost- bis Nordostwind. Damit wär es dann erneut kalt und das europäische ECMWF-Modell zieht mit seinem Hauptlauf von gestern Abend ebenfalls mit. Das heißt, dieser Mildeinschub, der jetzt kommt, ähnlich wie im Dezember, der ist nur kurz, das ist nur einmal, der läuft sich dann aus und dann dreht die Strömung wieder. Im Dezember hat's ein bisschen länger gedauert und jetzt im Januar geht es voraussichtlich ein bisschen schneller.

Wir schauen auf die Ensembles und beginnen im Südwesten. Ihr kennt die Linien größten teils. Die rote Linie ist das Mittel der Luftmassentemperatur aus 1500 m Höhe aus 30 Jahren. Die weiße Linie ist das Mittel aller Einzelberechnungen und die finden wir in den verschiedenen Farben. Unten sind die Niederschlagsignale und da geht's jetzt vom Keller aufs Dach sozusagen um fast 15° hoch der Luftmassentemperatur. Es findet auch eine Durchmischung statt. Das bedeutet, die warme oder milde fluffige Luft wird durch den Wind an den Boden runtergegeben und durchmischt. Dadurch wird es ein massives Tauwetter geben. Und dann geht's schon los mit dem Rauschen. Hinten raus gehen Haupt- und Kontrolllauf runter. Da ist auch ein sehr eisiger Lauf dabei und vorher sind auch schon Läufe dabei, die immer kälter werden. Interessant ist das Ganze auch, was hier in der zweiten Wochenhälfte passiert. Da sind Läufe dabei, die gehen schon wieder weiter runter als bisher angenommen. Beim europäischen ECMWF ist es das gleiche. Es hat sich ja gezirrt die letzten Tage. Erst hat's die Idee gehabt, wir machen es wieder kalt, dann hat's die Idee verworfen und jetzt kommt's wieder auf mit kälter werden. Außerdem ist es relativ nass. Wenn wir in den Nordosten gehen, haben wir deutlich weniger Nässe beim amerikanischen Modell und gar nicht ganz so hohe Temperaturen und hinten raus gibt's auch immer mehr Läufe, die kalt werden. Auch hier zeigt sich, dass im Laufe der Woche da durchaus ein paar Optionen dabei sind, die sofort wieder kalt werden. Das ist nicht hundertprozentig sicher, dass wir von Schleswig-Holstein bis Mecklenburg-Vorpommern eine dauerhaft milde Lage von über einer Woche bekommen und das europäische ECMWF-Modell schlägt exakt in dieselbe Kerbe.

Schauen wir auf die Niederschläge. Das europäische Modell macht's nass, vor allen Dingen im Westen. Das amerikanische Modell von gestern Abend im Südwesten und mit dem Nachtlauf dann wieder überall. Da ist nicht alles Regen dabei. Vor allen Dingen in der zweiten Vorhersagehälfte würde das zunehmend wieder als Schnee runterkommen. Gestern gab es viel Schnee im Allgäu, da ist so ein richtiger Niederschlagsklex gewesen. Z.B. Weiler Simmerberg hat 20 l Niederschlag bekommen. Das fiel alles als Schnee. Es hat sehr ergiebig geschneit auch im Schwarzwald. Dafür war es im Norden mal relativ trocken und es kam ein bisschen die Sonne heraus. Die Tiefstwerte lagen zwischen -18 und +1 und die Höchstwerte zwischen +5°, die allerdings erst gerade, die schon kurz nach Mitternacht erreicht wurden. Im Laufe des Tages wird's dann immer kälter und 6°, 6,4° waren es im Harz. Das ist ja sowieso hochwinterlich. Auch der Harz hat ja über einen halben Meter Schnee. Skilifte sind im Betrieb, da ist richtig was los.

Schauen wir auf die Wetterlage. Wir sind jetzt genau dazwischen. In der kommenden Nacht verschwindet die Kälte. Mit dem neuen Tief kommt milde Luft herangezogen. Das ist der Übergangsbereich. Dann verbleiben wir voraussichtlich in der milden Luft. Hier sehen wir diesen Hochdruckblock, wo alles verschwimmt und hier dieses Tief. Und ihr erinnert euch, wir haben ja vor einigen Sendungen besprochen, dass das Tief ja auf dem Atlantik gar nicht so viel Dampf bekommt und wahrscheinlich ein bisschen runtergerechnet werden wird. Das hat ja sollte ja durchbrechen für über 10 Tage und mit jedem Lauf wird schwächer berechnet und das Ganze hier stärker. Und so soll, das ist die aktuelle Berechnung des amerikanischen GFS Modells, das Hoch mit retrograder Verlagerung, das heißt von Ost nach West, hier mit 1055 Hektopascal über Russland liegen, ein Tief über Italien mit einer östlichen Strömung und dann käme die Zunge mit kalter Luft ziemlich schnell wieder in den Nordosten zurück.

Der heutige Tag bringt nach der eisigen Nacht und letzten Schneefällen am Alpenrand Sonnenschein. Einige Nebel- und Hochnebelfelder halten sich vor allen Dingen so an der Elbe und westlich davon bis zur Weser rüber. Im Südosten letzte Schauer, im äußersten Westen in den Benelux-Ländern wieder kompaktere Wolken des neuen Tiefs. Der Wind im alten Wettersystem aus nordwestlichen, im neuen aus südöstlichen Richtungen. Höchstwerte -8 bis +2. Dort, wo wir diese Schneeflächen haben mit dem Eisnebel, sind es kaum über -10°. Und dann kommt, wie eingangs erwähnt, die Front herangezogen von West nach Ost. Erst mit Schnee, dann mit gefrierendem Regen. In den Frühstunden liegt sie als Schnee noch im Westen. Dahinter geht's den Regen über. Im Laufe des Vormittags wandert die Schneezone in die Mitte. Am Nachmittag nach Osten, geht aber überall in Regen über. Der Wind frischt auf und die Temperaturen steigen immer weiter an. Das sind die Temperaturen um 2 Uhr, nicht um 2 Uhr, in 2 m Höhe, um 7 Uhr morgens. Das heißt, das sind nicht die Tiefstwerte, die sind vorher schon erreicht und deutlich kälter. Es sind die Temperaturen um genau 7 Uhr. Da haben wir noch strengen Frost im äußersten Osten und Plus gerade im äußersten Westen. Und bis 19 Uhr setzt sich dann die mildere Luft immer weiter nach Osten durch. Frostig bleibt es noch von Vorpommern bis in die Lausitz und im Osten Bayerns. Ansonsten geht es in den Plusbereich.

Der morgige, der übermorgige Dienstag hat viele Wolken, Hochnebel und Nebelauflager mit ein bisschen Regen und Nieselregen. Im Osten immer noch mit Glättegefahr. Die Temperaturen liegen zwischen 0 und 8. Im Westen war bis zu 10° und die habe ich vergessen das einzumalen. Im Osten sind es noch -2°. Am Mittwoch bleibt es hier im Osten frostig. -3 bis +2° ist nicht frostig, aber die -3° eben frostig mit Glättegefahr. Im Westen zieht eine Front heran mit Wind und Regen. Am Donnerstag kommen die Reste der Front im Südosten an. Gefrierender Regen vor allen Dingen Niederösterreich, Oberösterreich, Burgenland, Wien und auch die Steiermark. Auf der alten Südseite fällt ein bisschen Schnee. Im Westen lockern die Wolken etwas auf. Am Freitag Tristesse, immer noch tauende Schneeflächen, viel Hochnebel, Nebel im Osten etwas Nieselregen. Am Samstag dreht die Strömung, da beginnt es wieder leicht zu schneien, die Temperaturen gehen etwas und dann am Sonntag im Nordosten deutlich zurück. Das ist der Stand der Dinge derzeit. Vorsicht ist noch eine Woche hin, da wird's noch Veränderungen geben. Andere Modelle sehen das nicht so, aber das ist der momentane Trend, dass es dann hier wieder winterlicher werden wird.

Schauen wir noch in den Norden Deutschlands, was die Hambles angeht. Erstmal kalt, dann geht's rauf und hier bleiben wir erst einmal bei um die 5°. Später geht's wieder Richtung 0° mit zwei Klastern, einem hochwinterlichen Klaster und einem milderen Klaster. Im Westen ist das mal Schluss mit dem Winterwetter, das haut alles weg und wir bleiben dann auch längere Zeit im Plusbereich. Hinten raus wird es dann wieder etwas kälter, aber noch fraglich. Aber einzelne Läufe sind dabei, die wieder in den Dauerfrost gehen. Mehr Dauerfrostläufe gibt's in der Mitte. Nach der vorübergehenden Milderung gehen die Temperaturen im Mittel der Berechnung in Ende Januar wieder auf um die 0° zurück. Im Osten deutlicher Temperaturanstieg auf über 0°, hinten raus um und unter 0°. Mehr Läufe, die in den Eisbereich gehen, weniger in den milden Bereich. Im Süden Deutschlands, da kommen wir auch aus dem kalten Wetter heraus, 0 bis 5°, später wieder um und unter 0°. Wenige kalte Läufe dabei. In Basel auch nur wenige kalte Läufe, sonst alles im Plusbereich. Mehr Niederschlag in Eisenstadt, weil wir ja eben den Neusiedler See gesehen haben. Hier in der Nähe geht's rauf mit den Temperaturen, dauert allerdings ein bisschen. Und hinten raus wieder runter und da sind auch ein paar kältere Läufer dabei und ihr wisst, wenn jetzt das Tauwetter kommt, bitte, bitte, bitte keine Eisflächen mehr betreten. Überhaupt nicht, wenn da Plusgrade sind und das so ein bisschen matschig wird. Das sieht man so nicht. Das Eis wird porös und da rutscht und flutscht man dann ein. Da kann man dann eventuell wieder drauf, wenn die neue Kälteperiode, wenn sie denn kommt, ab Ende Januar wieder zuschlägt.

Wir schauen noch nach Rotterdam in die Niederlande. Da ist es jetzt erstmal auch vorbei. Es kommt eine sehr milde und regnerische Phase. In der zweiten Vorhersagehälfte gibt es größere Unsicherheiten. Da sind auch wieder Läufe dabei, die auch hier Winterwetter bringen würden. Und wenn wir jetzt schon in den Niederlanden sind, dann drehen wir doch einmal alles in Mitteleuropa um und schauen nach Danzig. Da sind die Temperaturen sehr weit unten. Die im Mittel bleiben wir bei unter 0°. Die kälteren Läufe sind stärker. Da sind sogar welche dabei, die gehen auf unter -20° und nur der Hauptlauf hier aus der Nacht und wenige andere Läufe sind im Plusbereich. Da sieht man mal hier der Unterschied. Müsste die Linie noch dazu denken. Das ist knapp. Das ist alles knapp und wenige 100 km entscheiden dann, ob es nur mild bleiben wird oder schnell wieder kälter wird. Jetzt wünsche ich euch noch eine gute Fahrt in den Sonntag und bis später dann zur Überraschung. Ups.