Transcription
Hallo und herzlich willkommen auf meinem YouTube-Channel zu einem neuen Video und wieder zu einem sehr interessanten Thema. Ich habe mir mein Kamera-Setup mal ein bisschen anders aufgestellt. Gebt mir gerne mal in die Kommentare, ob euch das besser gefällt, ob Ton und Bild soweit passen. Ich bin immer noch ein bisschen am Rumprobieren; ich bin ja nicht der Beste in sowas.
An dieser Stelle möchte ich mich noch mal für den Support bedanken, und wir haben es geschafft: Wir sind bei über 15.000 Abonnenten angekommen, tatsächlich! Auch schon im letzten Video – wer das noch nicht gesehen hat: Es war ein sehr interessanter Podcast mit dem Fabi Huber, wo wir eine Reaction gemacht haben auf einen Le Priest und Milos Sarcheev Video bzw. eine Aussage in einem Reel, was auf jeden Fall super interessanten Mehrwert wieder bietet und an dieser Stelle auch eine coole Kooperation wieder mal mit dem Fabi dargestellt hat. Ja, ähm, vielen Dank für den ganzen Support. Ich muss sagen, ich – es wird mir auch zurückgezahlt. Ich sehe das, dass ihr natürlich auch immer fleißig meinen Code benutzt, gerade bei Bigsone hat sich das wieder extrem gezeigt, gerade in den letzten Monaten, dass da wieder ordentlich was gegangen ist. Und ihr habt ja auch was davon, weil ihr habt gute Produkte, zu denen ich seit über vier Jahren auch absolut stehe und sehr zufrieden bin, weiter mit der Zusammenarbeit im Supplement-Bereich. Ja, und da könnt ihr natürlich mit JAN10 immer den besten Preis rausholen. Wir haben auch immer coole Superdeals; in letzter Zeit machen wir immer drei Produkte, die jede Woche 30 % reduziert sind, und das könnt ihr immer in meinen täglichen Instagram-Stories erfahren.
Ich habe auch wieder wöchentliche Fragerunden eingebaut, die jetzt vor der Saison auch immer sehr gut angekommen sind. Tatsächlich habe ich heute wieder 80 Fragen beantwortet; das kostet mich auch immer anderthalb Stunden, weil ich alle per Video beantworte und mir da auch wirklich Mühe gebe, den besten Mehrwert für dich und euch als Publikum zu bieten. Deswegen an dieser Stelle allerherzlichsten Dank. Ich werde mir auch noch was einfallen lassen für 15.000 Abonnenten. Ich war tatsächlich gar nicht drauf vorbereitet, dass es jetzt wieder so schnell gestiegen ist, und freue mich darüber. Und wenn du auch Teil der Community sein möchtest und immer den besten, ja, Talk von mir hörst und natürlich auch viele Informationen im Bereich von Peptiden, Biohacking, Steroiden, Bodybuilding und Leistungsoptimierung sowie auch coole Podcasts, dann lass gerne auch mal ein Abo auf diesem Kanal da und aktiviere die Glocke, dass du nicht verpasst, wenn ich ein neues Video rausbringe. Und da starten wir auch direkt rein mit dem Thema Tirzepatide – ein Thema, was sich natürlich auch großer Beliebtheit gerade erfreut, gerade nach dem Semaglutid-Hype. Gibt’s da natürlich auch noch ein paar Alternativen, die man machen kann, und dazu möchte ich dir heute ein bisschen was erklären.
Also, was ist das denn überhaupt? Ein Medikament, wird eingesetzt zur Diabetesbehandlung, auch bei Adipositas, also bei Leuten, die übergewichtig sind oder auf dem besten Weg dahin sind, einen Diabetes auszubilden. Diabetes entsteht meistens erstmal mit dem Beginn eines metabolischen Syndroms, was sich durch Fettsucht charakterisiert. Also, die Leute haben auch Übergewicht und auch zu viel Körperfett, meistens in der Körpermitte angesammelt. Sowas kann natürlich auch Lipodystrophie genannt werden; das ist meistens auch mit Erkrankungen wie HIV im Kontext zu sehen, aber bei vielen Leuten einfach eine Zivilisationskrankheit durch ein Übermaß an Ernährung und zu viel Kalorien. Und genau hier setzen wir auch bei dem Medikament an. Das heißt, hier geht’s wirklich darum, genau diesen Menschen eventuell einen einfachen Weg zu zeigen, ihre Kalorien und ihren Intake besser im Griff zu haben und darüber dann auch ein längeres Leben und eine bessere Gesundheit zu produzieren bzw. herzustellen für diese Menschen. Das ist halt die Idee dahinter. Und man hat sich natürlich auch in der Medizin und Pharmakologie überlegt: Okay, was kann man da machen, um eben auf den Körper so einzuwirken, dass diese Leute, einfach die keine Disziplin an den Tag legen mit einer strukturierten und guten Ernährung oder einem Kaloriendefizit, vielleicht auch mal um diese Probleme, die entstanden sind, in den Griff zu kriegen – was kann man da machen, um denen zu helfen und den Weg ein bisschen zu erleichtern? Natürlich ist dieses Video auch wieder ein, ja, Weckruf vielleicht für einige Leute, die ähm auch zu viel in diesem Bereich machen und auch zu viel in den Körper eingreifen. Weil einige Dinge, gerade in unserem Bodybuilding-Prozess, sind auch meiner Meinung nach nötig, dass man die mal durchmacht. Gerade eine Kalorienrestriktion über einen längeren Zeitraum auch mal ohne ähm bestimmte Medikamente durchzumachen ist auf jeden Fall sehr wichtig, meiner Meinung nach. Aber es kann dir in bestimmten Szenarien in deiner Karriere als Bodybuilder oder auch als Sportler natürlich helfen, diese ein bisschen leichter umzusetzen. Allerdings gibt’s auch, wie immer, keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Das heißt, wir müssen auch das in dem Thema, in dem Video hier thematisieren; das ist extrem wichtig. Und in dem Kontext auch immer etwas, was du dann abwägen musst, ob du es eben benutzen möchtest oder nicht. Natürlich stellt das hier auch wieder keine Aufforderung zur Einnahme dar, aber wenn du es machen möchtest, dann erkläre ich dir, wie du es richtig machst und womit du rechnen musst, was dir passiert – positiv wie auch negativ.
Das Semaglutid ist ja ein GLP-1-Agonist. Also, was ist GLP-1 überhaupt? Glucagon-like Peptid steuert also in irgendeiner Form Glucagon. Glucagon ist der Gegenspieler von Insulin. Ja, also Glucagon kann den Blutzuckerspiegel erhöhen. Sowas kann beispielsweise über Cortisol passieren. Das heißt, wer jetzt mal morgens nüchtern aufwacht und einen hohen Blutzuckerspiegel hat, der hat gegebenenfalls einen erhöhten Cortisolspiegel, weil der Schlaf beispielsweise nicht so gut war. Und darüber wird über Glucagon dann der Blutzuckerspiegel hochgeregelt, um eben in dieser Stresssituation genug Energie zu erfahren. Das wirkt jetzt direkt darauf. Das heißt, wir haben jetzt erstmal bei GLP-1-Agonisten eine Wirkung auf dieses gesamte System, und das muss man auch klar sein. Ja, also man – man wirkt hier auf ein Hormonsystem, auf das Peptidsystem im Körper ein, um eben diesen Effekt zu erzielen. Bei Tirzepatide ist der Vorteil, dass es nicht nur auf diese GLP-1-Schiene wirkt, sondern auch auf GIP. Bevor wir uns jetzt aber die GIP-Schiene angucken – schwierig – ähm – gucken wir uns erst noch mal GLP-1 an. Also Glucagon, da hatte ich ja gerade schon bisschen was zu erzählt, hat die Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Das funktioniert so, dass es auf die Leber einwirkt und dadurch Leberglykogen freisetzt. Leberglykogen ist – immer – sind immer Kohlenhydrate, die in der Leber gespeichert werden für eben diese Notsituation. Da kann die Leber auch relativ viel speichern und darüber halt das Blutzuckermanagement betreiben. Das wollen wir eigentlich nicht, denn dadurch ist die Fettverbrennung nicht ganz so gut. Und dieses GLP-1 hat jetzt eben den Sinn im Körper, diese Schiene einmal auszuhebeln. Das heißt, wir setzen genau an den Rezeptor an, wo auch das GLP-1 ansetzt mit dem Medikament und erreichen darüber, dass Glucagon nicht mehr produziert wird und damit eben dieser Effekt nicht entsteht. Gleichzeitig wirken wir damit positiv auf Insulin ein, weil Insulin ist ja der Gegenspieler von Glucagon. So, das heißt, die Insulinsekretion wird gefördert, was dafür sorgt, dass der Blutzuckerspiegel und das Blutzuckermanagement besser funktioniert und darüber halt der Blutzuckerspiegel niedriger ist und ergo eine bessere Fettverbrennung daraus resultiert. Das ist die Idee hinter dem GLP-1, und auch Semaglutid ist ein GLP-1-Rezeptor-Agonist. Ja, das heißt, eigentlich sparen wir uns mit diesem Video schon fast das Semaglutid-Video. Wer allerdings sich wünscht, dass ich zu Semaglutid und Ozempic auch noch ein Video mache, der kann das gerne unten noch mal in die Kommentare schreiben. Dann gucken wir uns noch mal den Vergleich zwischen den beiden Sachen an. Ich wollte aber unbedingt mit dem Tirzepatide-Video anfangen, weil es meiner Meinung nach die bessere Alternative ist, weil es eben ein Dualagonist ist. Und auf die GIP-Schiene kommen wir ja, wie gesagt, gleich noch. GLP-1 hat jetzt auch natürlich darauf die Möglichkeit, den Hunger zu regulieren. Das heißt, wir haben deutlich verminderten Appetit, was auch letztlich dazu führt, dass dann weniger Kalorien reinkommen. Das ist der Hauptfaktor, der bei diesem Medikament entscheidend ist, denn es geht ja darum, dass die Leute meistens die Finger nicht vom Essen lassen können. Und wenn ich aber hormonell darauf einwirke, dass ich gar nicht mehr so viel Lust habe, Kalorien zu konsumieren, also generell gar kein Food-Fokus entwickle und auch keinen Appetit habe, werde ich weniger Kalorien zu mir nehmen und darüber langfristig dann natürlich auch Kalorien einsparen und in diesem Defizit dann Fett verlieren. Und das ist ja das, worum es immer geht. Es geht immer darum, ein Defizit zu erzeugen. Wie das funktioniert, ist ja dem Körper erstmal egal, ob ich über mehr Aktivität gehe oder über weniger Intake; in diesem Fall weniger Intake, weil eben der Fokus auf Essen sinkt und auch der Appetit so doll gehemmt wird, dass ich das fast darin ausarten kann, dass man gar keine Lust mehr hat zu essen. Deswegen ist es natürlich in unserem Bodybuilding-Szenario nicht immer optimal, weil wir auch natürlich wenigstens viermal am Tag versuchen sollten, die Proteinbiosynthese über hochwertige Aminosäuren oder hochwertige Eiweißquellen in dem Fall zu triggern. Das fällt dann manchmal raus, weil, wenn man natürlich keine Lust hat zu essen, fällt einem das auch sehr schwierig. Man könnte jetzt hier über Shakes arbeiten; so ein Clear Whey lässt sich schnell trinken, in dem Fall so ein Protein-Juice. Ähm, den verwende ich tatsächlich auch manchmal, wenn ich keine Zeit habe, gerade wenn ich morgens früh aufstehe und meine erste Mahlzeit dann relativ spät ist, weil ich viel zu tun habe oder erstmal los muss, Termin habe und so. Verwende ich das tatsächlich schon, ähm, um da eben dem katabolen Zustand ein bisschen entgegenzuwirken. Aber das kann auf Dauer natürlich auch nicht die Lösung sein, weil da natürlich auch eine ganze Menge Mikronährstoffe irgendwann flöten gehen können, wenn man gar keine richtige Nahrung mehr konsumiert. Das ist aber ein anderes Thema und soll hier nur ein kleiner Warnhinweis sein, dass für die Leute, die es benutzen, dass die sich eben nicht in ein so großes Defizit bewegen, dass eben auch Muskelverlust passiert. Und in diesem Bodybuilding-Kontext, wie, wie gesagt, nicht immer sinnvoll. Wann ich es einsetzen würde? Das kommt am Ende des Videos bzw. auch dann in dem Zuge, wenn ich auf die Dosierung noch mal eingehe.
So, dann haben wir noch die zweite Schiene. Also, dieses Glucagon-like Peptid ist auf jeden Fall schon mal einer der interessantesten Faktoren und hat neben der Appetithemmung auch noch zur Folge, dass die Magenentleerung sich verlangsamt. Das heißt, der Mageninhalt, wenn ich dann mal was gegessen habe, verweilt länger da drin. Also, die Magenverweildauer erhöht sich, sodass auch die gesamte Verdauung etwas langsamer vonstatten geht, was natürlich am Ende auch dazu führt, dass wir uns unsere Nährstoffe ein bisschen tunen, praktisch. Weil eine längere Magenverweildauer bekomme ich auch über einen erhöhten Ballaststoff-Intake, weil einfach dadurch die Nahrung auch langsamer verstoffwechselt wird und sich das positiv auf den Blutzucker auswirkt. Deswegen soll man – man ja auch Gemüse konsumieren oder ballaststoffreiche Lebensmittel, wenn man abnehmen möchte. Ja, also hier ist die bessere Alternative natürlich immer eine Kohlenhydratquelle beispielsweise auch zu wählen, die etwas langsamer verdaut wird, aufgrund der hohen Ballaststoffanteile, wie z.B. Kartoffeln oder Haferflocken im Vergleich zu weißem Reis. Genau das Gegenteil ist in einer Bodybuilding-Aufbauphase natürlich Sinn der Sache, dass man da leicht verdauliche Kohlenhydratquellen benutzt, damit man eben alle zwei Stunden essen kann, was auf diesem Medikament auf jeden Fall deutlich erschwert werden wird und wahrscheinlich auch nicht umsetzbar ist. Und in einem Aufbauszenario natürlich auch – das wirst du schon gemerkt haben, wenn du das Video jetzt von Anfang angeschaut hast – dass das einfach überhaupt gar keinen Sinn macht, da einzusetzen. Meine Meinung ist sowieso ein bisschen zwiegespalten, was das Medikament im Bodybuilding-Bereich angeht, aufgrund der Auswirkung oder negativen Auswirkung eben auf den Verdauungsakt, weil für mich einfach die Verdauung das A und O ist im Bodybuilding und ich eigentlich sogar immer versuche, mir so leicht verdauliche Lebensmittel wie möglich einzuverleiben und das auch bei meinen Coaching-Kunden oft zu machen, außer natürlich jetzt in einem Prepszenario, wo wir sehr dicht am Wettkampf sind und das schon insgesamt sehr ekelhaft wird. Aber auch hier möchte ich mir die Verdauung nicht zerschießen, denn ein flacher Athlet ist kein guter Athlet. Das heißt, wir haben auch am Ende eine Ladestrategie, und wenn dann die Nährstoffe einfach nicht mehr reinkommen oder man vorher schon Muskulatur verloren hat, die man eigentlich nicht verlieren wollte, ist es natürlich irgendwo nicht so sinnvoll einzusetzen. So, mit GLP-1 haben wir jetzt schon viel verstanden. Jetzt gehen wir mal auf die GIP-Schiene.
So, da steht das GIP aber nicht für Glucagon, sondern für Glucose-dependent insulinotropic. So, das ist jetzt die GIP-Abkürzung, und das ist natürlich in gewisser Weise schon ein sehr abstraktes Wort. Man muss sich jetzt hier überlegen, dass das Ganze natürlich in irgendeiner Weise auf den Blutzuckerspiegel einwirkt, weil wir Glucose mit drin haben und wir insulinotropic mit drin haben. Auch dies ist ein weiteres Hormon, was im Körper vorkommt und dafür sorgt, dass die Insulinsekretion weiter steigt. Das heißt, dadurch, dass wir hier diese Dualkomponente haben mit der Auswirkung auf Glucagon und gleichzeitig mit der Auswirkung auf dieses GIP, also die Insulinsekretion auf zwei Arten sozusagen einmal erhöhen, das birgt natürlich auch ein großes Risiko. Denn als eine der Nebenwirkungen, die wir am Ende, wie gesagt, noch einmal durchgehen zusammen haben, wir haben hier leider auch ein schlechteres Blutzuckermanagement, was Hypoglykämie angeht. Also, es ist auch möglich, dass Leute mit einer sehr schon extrem guten Insulinsensibilität dann in einen hypoglykämischen Zustand fallen, aufgrund dessen, dass die Insulinsekretion zu stark gefördert wird. Einige Peptide haben die Möglichkeit natürlich auch die Insulinsekretion zu fördern; das ist auch sehr interessant. Aber jeder, der auch schon mal mit Insulin gearbeitet hat oder schon mal Hypo gegangen ist, der weiß auf jeden Fall, dass das nicht so angenehm ist. Und wenn man dann gleichzeitig Übelkeit und eine verzögerte Magenentleerung hat, ist die Kombination nicht wirklich so geil und kann auch sehr gefährlich werden. Denn niedrige Blutzuckerwerte können bis zum Tod führen. Wenn das Ding zu weit abrauscht, dann fällt man einfach ins Koma und kann auch daran verrecken. Das ist nicht wirklich geil. Ich sage euch jetzt nicht, dass Tirzepatide dazu führen wird, dass ihr so schnell Hypo geht wie mit einem schnellen Insulin und dadurch wahrscheinlich euch in den Tod und ins Krankenhaus befördert; das wird nicht der Fall sein. Trotzdem sollte man, gerade bei einer guten Insulinsensibilität – das kann man bestimmen über den HbA1c und den HOMA-Index – sollte man vorsichtig sein, wenn man Tirzepatide benutzen möchte. In der Regel haben die Leute nämlich, die das verschrieben bekommen vom Arzt, also Adipositas-Patienten, die z.B. schon Grad 3 oder Grad 2 erreicht haben und das deswegen bekommen, mit Sicherheit keine guten Langzeit-Blutzuckerwerte und auch schlechte Momentaufnahmen. Das heißt, da funktioniert der ganze Körper schon nicht mehr so, wie er eigentlich soll. Und da, in dem Szenario, macht es natürlich Sinn, weil die Gefahr, Hypo zu gehen, extrem niedrig ist für diese Leute. Für einen Bodybuilder, der aber gerade aus einer Diät kommt oder in einer Diät ist mit einer extrem guten Insulinsensibilität, kann das auf jeden Fall ein Punkt sein, der hier noch mal ähm entscheidend oder auch ja eine entscheidende Rolle spielt. Am Ende, so, ähm, generell, wie gesagt, wir haben einen Dualagonisten. Das heißt, wir wirken auf zwei verschiedene Rezeptorschienen ein, die dafür sorgen, dass mehr Insulin kommt, der Magen sich langsamer entleert, weniger Glucagon bzw. Glucagon komplett weggeblockt wird, wir dadurch weniger Blutzucker haben, eine bessere Fettverbrennung und auch weniger Intake bekommen, darüber, dass der Appetit reguliert wird. Das sind erstmal die Hauptpunkte, die man wissen muss bei diesem Medikament. Der Handelsname dafür ist Mounjaro; das ist das Medikament, was dir verschrieben wird, wenn du Tirzepatide vom Arzt bekommst. Und da wird’s in der Regel so gemacht, dass die Dosierung hochgetapert wird. Jetzt müssen wir uns auch noch angucken, wie wir das am besten verabreichen, wie oft und was wir da zu befürchten haben. Also, es geht wie immer um eine subkutane Injektion bei diesen ganzen Geschichten. Das ist ja bei Insulin oder auch Peptiden meistens genauso. Man – es gibt ja verschiedene Applikationsformen, aber das – das ist auf jeden Fall der entscheidendste Punkt. So, also subkutane Injektion. Man fängt in der Regel mit einer niedrigen Dosierung – wie ich es machen würde, sage ich im Übrigen gleich – mit 2,5 mg an und bekommt das in der Regel einmal pro Woche injiziert. Wenn man das jetzt selber machen möchte, kann man das natürlich viel besser steuern. Wir haben hier eine Halbwertszeit von fünf Tagen. Jeder, der schon mal in Bodybuilding-Deutschland im Content-Making von Leuten, die Ahnung haben, aufgepasst hat, weiß, dass die Halbwertszeit meistens nicht der Indikator dafür ist, wie oft man etwas nehmen sollte, sondern kürzere Intervalle immer schlauer sind. Hierbei ist es natürlich so, dass wir auch einen kumulativen Effekt haben und sich die Symptome, wie die Übelkeit beispielsweise durch die verlangsamte Magenentleerung und diese Appetitregulierung, weiter pushen kann, wenn ich das Intervall zu kurz wähle. In meiner Welt ist es am schlausten, das Ganze alle drei bis fünf Tage zu injizieren, aber auf jeden Fall mit einer niedrigeren Dosierung als mit den 2,5 mg, die hier angesetzt werden. In der Regel wird das Ganze sogar noch hochgetapert. Das heißt – heißt – sowas gibt’s beispielsweise dann für vier Wochen. Da gibt’s dann Pens, die sind in unterschiedlichen Stärken: Also ein 2,5er Pen, ein 5er Pen, 7,5er und den 10er Pen. Das ist das, was beim Arzt normalerweise geordert wird bzw. was man sich dann selber aus der Apotheke auch besorgen kann, denn das ist ja auch Selbsttherapie möglich. So, das heißt, du kriegst dann praktisch so einen Medikamentenplan von deinem Arzt, und da steht dann die 2,5 mg für vier Wochen, und dann sagen die dir: „In Woche 3 bestell mal den neuen Pen mit 5 mg“, und dann so in – in Woche 3, wenn du die 5 mg hast, bestell mal den neuen Pen mit 7,5, und so geht das immer weiter, bis du dann nach ca. vier Monaten halt deine Maximaldosierung von den 10 mg einmal pro Woche dann hast. So ist das ärztliche Vorgehen meistens. Die – ich sag dir ehrlich, wie es ist: Die 10 mg werden von den wenigsten Leuten toleriert. Also, da hast du vorher wirklich arge Probleme mit Übelkeit, und wir haben auch tatsächlich sogar die Möglichkeit, dass das Ganze bis zu einer Pankreatitis führt, dadurch, dass wir zu viel Insulin triggern, dass sich die Bauchspeicheldrüse entzündet. Und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung kann man dann tatsächlich sogar – man spürt das definitiv – ist nicht geil. Aber man kann das auch im Blutbild sehen an bestimmten Parametern. Aber soweit wollen wir es am besten gar nicht kommen lassen; das wäre ja nicht gut, wenn dir eine Bauchspeicheldrüs- drüsenentzündung zu Teil wird, nur weil du ein Medikament missbraucht hast, um bisschen weniger Hunger zu haben. Das ist in meinen – in meiner Welt absolut nicht realistisch, dass man sich das auferlegt, nur dafür, dass man keine Disziplin hat bei seinem Ernährungsplan. Die Disziplin ist natürlich relativ schwierig zu wahren in einem Szenario einer Reverse Diät.
Wie würde ich es jetzt hier einsetzen? Ich würde es so einsetzen, dass ich tatsächlich noch niedriger dosiere, mit ein bis maximal 2 mg alle drei bis fünf Tage, und das ab dem Zeitpunkt der Reverse Diät. Das heißt, es ist praktisch sinnvoll, wenn du deinen letzten Wettkampftag hast, dass du dich danach erstmal ein bis zwei Tage auch wirklich einmal satt isst, dass du Bock hast oder die Sachen, auf die du die ganze Zeit Bock hattest, einmal gegessen hast. Und danach mit deiner Therapie startest. Davor wäre es wichtig, dass du vor der ersten Injektion ca. 12 bis 14 Stunden gar nichts gegessen hast und dann mit der ersten Injektion startest. Und dann kannst du da im Prinzip in deiner Reverse Diät mit dieser Dosierung schon Effekte erzielen. Du kannst es dann selber noch ein bisschen hochtitern in den ersten vier bis sechs Wochen auf 1 bis 2,5 mg alle drei bis fünf Tage. Und damit, wenn du da keine Nebenwirkungen hast – cool – kannst du deine komplette Reverse Diät machen. Das Ganze dann aber auch wieder ausschleichen; das ist auch extrem wichtig. Denn wenn du es von heute auf morgen absetzt, wirst du den Hunger deines Todes bekommen, und der Körper versucht das entstandene Defizit dann doppelt reinzuholen, und dann wirst du richtig fett. Das ist auch scheiße für deinen Blutdruck, weil du ultra viel Wasser ziehst. Das heißt, ein Ausschleichen ist auch wichtig in dem Reverse-Szenario, wo du das vielleicht drei bis vier Wochen gemacht hast. Eine gute Reverse dauert, in der Regel, bis du keinen Hunger mehr oder kein extremes Verlangen mehr hast, sechs bis acht Wochen. So kannst du das beispielsweise die ersten drei bis vier Wochen in der Dosierung machen. Danach taperst du wieder runter, gehst auf alle fünf Tage ein bis 1,5 mg und schleichst das Ganze dann so aus, dass du irgendwann einmal pro Woche bei einem Milligramm bist. Und da kannst du tatsächlich auch relativ lange bleiben, solange bis du das Gefühl hast: Okay, der Food-Fokus ist weg, und dann die Kalorien auch langsam wieder hochtitern in diesem Bereich. Und dann bist du da sauber rausgekommen. Was ich dir nicht empfehlen würde, ist, das Ganze dauerhaft einzunehmen, weil es dir dann doch auch in der Offseason oftmals Probleme machen kann und du auch jegliches Gefühl und jegliche endogene Hormonproduktion in dem Bereich natürlich irgendwann verlieren wirst. Und dann kommst du davon gar nicht mehr weg, außer du hast danach wirklich den absolutesten Rebound, und das wollen wir nicht. Wir wollen Bodybuilding so gesund wie möglich machen. Deswegen ist das ein Medikament, was mit Vorsicht zu genießen ist. Du kannst es einsetzen; jetzt weißt du, wie es geht. Stellt hier trotzdem, wie gesagt, keine Aufforderung zur Einnahme dar. Die Pathways haben wir einmal kurz abgerissen, um das zumindest vom Bruchteil her zu verstehen und wie die genaue Wirkung ist. Wir haben Dosierung gemacht, und wir haben einmal den Einsatzzweck gemacht. Wenn du es in einer Wettkampfdiät benutzen möchtest, kann ich dir auch nur davon abraten, aufgrund des vorher genannten Muskelverlustes und einfach auch, weil du am Ende deine Ladestrategie eventuell nicht verfolgen kannst. Und wenn du dann sagst: „Na ja, ich setze es ja rechtzeitig wieder ab, so dass ich dann laden kann“, dann wirst du verkacken beim Laden, denn dann werden dir ganz komische Gedanken in den Kopf kommen, und du wirst viel zu viel essen, was absolut nicht nötig sein wird, und du kannst den Plan von deinem Coach nicht mehr umsetzen. Deswegen: Nutze es geschickt, nutze es sinnvoll, wenn du es nutzen willst. Die andere Option ist natürlich auch ein Semaglutid oder Liraglutid zu verwenden. Dazu kann, wie gesagt, noch mal ein extra Video kommen; ist aber letztlich auch ein GLP-1-Agonist und wirkt auf der ähnlichen Schiene. Der Unterschied zwischen Semaglutid und Liraglutid – ich habe ihn jetzt gerade auf der Growth Convention in meinem Peptidvortrag einmal erklärt, im Rahmen der sekundären Lipolyse bzw. nicht sekundären Lipolyse, sondern des sekundären Fettabbaus – der primäre ist die Lipolyse, und der sekundäre die Hunger suppression, die wir jetzt mit diesen Medikamenten einmal erreichen können. Wer den Vortrag auf der Growth Convention nicht gesehen hat, der hat auf jeden Fall was verpasst. Wir werden es so machen, dass wir demnächst wahrscheinlich den Vortrag auch zur Verfügung stellen – auf welchem Wege weiß ich tatsächlich noch nicht. Was ich nicht machen werde, ist das hier gratis bei YouTube hochzuladen; da habe ich mich strikt dagegen entschieden, weil die Leute, die das vor Ort live miterlebt haben, die haben für die Tickets bezahlt, und deswegen stellt das für mich keine Gratisleistung dar. Aber nach und nach könnt ihr natürlich auch die Informationen hier immer aus einzelnen Videos kriegen. Wer den kompletten Vortrag über Peptide-Zusammenhänge und alles bekommen möchte, der wird das hier noch früh genug erfahren.
An dieser Stelle danke ich euch fürs Zuschauen. Ihr könnt natürlich auch bei den anderen Affiliates vorbeischauen: Von mir, Massive Soldier für die besten Klamotten, Level Equipment für das beste Trainingsequipment und natürlich auch bei Planet Food Store für das beste Fleisch, was ich im Übrigen immer lieber benutze in letzter Zeit. Also die Qualität ist wirklich brutal bei Planet, und auch bei Level funktioniert der Code JAN10 genauso wie der Bigsone-Code, den ich am Anfang schon genannt habe. Und bei Massive Soldier kriegt ihr auf die Klamotten auch immer den besten Preis mit dem Rabattcode JAN – einfach nur JAN. Und dann danke ich euch fürs Zuschauen. Lasst mich in den zahlreichen Kommentaren hoffentlich wissen, wie euch das Video gefallen hat. Dann bedanke ich mich fürs Zuschauen, bis zum nächsten Mal. Tschüss und ciao! [Musik]