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Du hast vorhin schon gesagt, bezahlte Werbung hat sich geändert. Siehst du da noch große Veränderungen? Das Game, wie schalte ich Werbeanzeigen, wird schwerer. Gleichzeitig gibt's aber immer mehr Advertiser und dementsprechend werden die Gebote teurer. Was würdest du denn sagen, die wichtigsten Grundprinzipien, wie man so eine Art aufbauen muss bei der Werbeanzeige?
Es gibt drei unumstößliche Säulen. Wenn eins dieser Dinge fehlt, wird das halt wahrscheinlich eine ziemlich beschissene Ad. Falls du mich noch nicht kennst, mein Name ist Jonas Eisert. Ich bin Gründer der schnellstwachsenden Marketingagentur in Deutschland. Zu unserer Firmengruppe gehört unter anderem die Erklärvideoagentur Loftfilm. Wir sind auch Ausrichter des Münchner Marketing Kongresses, eins der größten Marketing Events des Jahres. Und hier im Podcast lade ich spannende Unternehmer ein. Das sind teilweise Kunden von uns, das sind Partner, das sind Speaker von unseren Events. Und diese spitzen Unternehmer teilen hier ihre Erfahrung und ihr Know-how mit dir. Ich würde mich mega freuen, wenn du dem Video ein Like da lässt. Das hilft mir und dem Kanal massiv. Vielen Dank schon mal dafür. Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Podcast.
Simon, wie viel Budget hast du bzw. deine Firma schon ausgegeben bis heute für dich und alle deine Kunden?
Also die Zahl habe ich nicht vorbereitet, aber ich würde sagen, es sind weit über 400 Millionen.
400 Millionen Euro, die du praktisch an Meta gegeben hast?
Ja.
Wie viel Umsatz ist da so bei rumgekommen? Kannst du das grob sagen?
Na ja, also man hat, hat vielleicht der ein oder andere rechnet vielleicht jetzt schon ganz schnell im Kopf hoch und denkt sich, ja, wenn der Simon jetzt ein Prozent von Ad Spend nimmt, dann müsste er schon so zu viel haben. Aber ich würde sagen, so kann man es nicht rechnen. Ich würde sagen, da sind schon auch mehr, ein größerer Millionenbetrag an Umsatz geflossen. Genau. Müsste ich jetzt auch einfach raten. Ich weiß es nicht, aber es ist auf jeden Fall. Damit will ich auch gleich mal aufräumen. Ja, es gibt ja immer diesen Prozent von Ad Spend. Und voll oft, wenn ich mit Leuten rede und die sagen, ja, was verwerdet ihr? Und dann rechnen die so, ja, was nimmt ihr für ein Prozent von Ad Spend?
Den nehmen wir zwar, aber die Deals sind nicht immer gleich. Also, Prozent von Ad Spend heißt, dass ihr als verantwortliche Agentur einen bestimmten Prozentsatz praktisch für euch bekommt?
Genau. Ja, also das hast du natürlich, das ist eigentlich auch fast in jedem Vertrag so drin. Aber manchmal ist es ja auch so, dass z.B. nehmen wir mal an, Kunde kommt jetzt zu mir und der hat jetzt schon erfolgreich in den letzten sechs Monaten im Monat 60.000 € Werbebudget ausgegeben. Dann war es früher oft so, dass man halt gesagt habe, okay, gut, du kommst jetzt zu uns, weil du willst jetzt mehr als 60.000 ausgeben, also willst jetzt richtig skalieren. Dann ist 60k jetzt die Baseline und alles, was dann darüber geht. Ich will mir nichts nehmen von dem, was du schon aufgebaut hast.
So, mächtig verstanden. Also, mach dann individuelle Deals. Und ich denke, das ist auch interessant, dass wir da gleich mal drüber reden. Wie macht man eigentlich gute Deals mit Kunden? Vor allem auch mit großen Kunden. Ihr habt ja viele namhafte Kunden auch bei euch im Portfolio. Wir können auf jeden Fall heute mal über das Thema Ads sprechen. Ja, du hast extrem viel Erfahrung, extrem viel Einblick in Werbekonten. Können wir mal drüber sprechen, vielleicht auch, was ist jetzt fürs Jahr 2025 wichtig? Wo geht der Trend hin? Was funktioniert und was funktioniert nicht? Und ich denke, wir können auch mal darüber sprechen, wie man einfach ein erfolgreiches Unternehmen aufbaut, eine erfolgreiche Agentur aufbaut. Wir können über das Thema Personal Brand auch sprechen. Ich glaube, dass du auch als Person, als Gesicht ja auffällst und bekannt bist.
Mhm. Und anders als viele andere in der Bubble, würde ich sagen, hast du ein komplett anderes Image. Ja, ich habe schon Videos von dir vom Karneval im T-Shirt gesehen auf deinem professionellen Instagram Account. Also, ich denke auch da hast du eine andere Meinung als, ja, vielleicht viele andere erfolgreiche Unternehmer, die sonst so hier rumhängen. Ja. Stell dich noch einmal selbst vor, ein Satz.
Ja, ich bin der Simon, Gründer und Geschäftsführer von Baker. Wir sind eine Paid Social Agentur. Und ja, manchmal frage ich mich selber, wie reingeraten bin.
Wie bist du denn da reingeraten?
Ich habe prinzipiell eigentlich nur das getan, was ich gut kann und was mir Spaß macht. Und irgendwann, ähm, ja, geht kommt so eins zum anderen. Ich habe manchmal, also vielleicht sind wir dann ein bisschen unterschiedlich, ähm, Jonas. Du bist ja, ich würde sagen, vielleicht etwas zielstrebiger als ich, ja. Ähm, etwas, ja, vielleicht in in einer gewissen Form diszipliniert. Also, ich würde mir jetzt nicht unterstellen, dass ich keine Disziplin habe. Habe ich schon. Ich lasse es nur nicht nach Disziplin aussehen. Äh, aber ja, ich ich finde manchmal ist es bis zu einem gewissen Teil ist so, ähm, Erfolg ist wie, wie, wie, wie dick werden. Du guckst eines Tages in den Spiegel und denkst dir, Scheiße, wo, wo, wo, wo kommt der Bauch her? Und so ist es manchmal auch irgendwie. Also, ich kann mich noch erinnern, ich hatte mal so ein Moment bei Baker, wo ich mich so umgeguckt habe, dachte mir so, wo kommen die 20 Leute her?
Aha. Also, man kann im Prinzip sagen, du armer, armer Mensch bist aus Versehen erfolgreich geworden?
Ja, so kann man das sagen.
Wie, wie hast du das denn gemacht? Wie ist das denn passiert?
Ähm, nee, also jetzt mal Spaß beiseite. Irgendwie, also, ich meine, es ist schon, bist du in gewissen Punkt ernst, aber natürlich, äh, das weißt du selber, ähm, steckt da natürlich viel Arbeit dahinter. Aber die Sache ist ja, bis zu einem gewissen Punkt ist es ja so, wenn du das machst, was dir prinzipiell irgendwie Spaß macht, was dir einen gewissen Antrieb gibt. Also, du hast ja Lust es zu machen, du hast ja Lust mit Kunden zu arbeiten, du hast Lust Vorträge zu geben, du hast Lust über dieses Thema zu sprechen. Und ähm, dadurch entsteht ein gewisser Sog zu deiner Person, zu deinem Unternehmen. Und dann geht das immer so weiter und so weiter und so weiter. Und ich glaube, der Unterschied ist so, dass ich mich nicht hingesetzt habe eines Tages und mir aufgeschrieben habe auf dem Blatt, jetzt werde ich Agenturinhaber und jetzt ist meine Vision für die nächsten 5 Jahre, ich möchte die schwerbhall als Kunde haben. Sondern es war eher aus diesen Alter, Jonas, ich habe, hab was Neues rausgefunden bei Social Media, ich muss es jetzt mal erzählen. Und ich erzähl es dir. Und der Nebendran hört noch zu. Und dann erzähl noch dem. Und dann, und dann geht das immer so weiter. Und dann wird das so eine große Sache.
So, du reißt einfach die Leute mit. So, wie so, wie wenn du über Loftfilm redest. Also, man kann sagen, du bist wirklich excited, wenn es um das Thema bezahlte Werbung geht.
Ja. Ist das immer noch so?
Ich würde sagen, es ist abgeflacht. Ja. Also, die, ich bin immer noch, da können wir später noch mal drüber reden, von dieser Grundthematik bin ich immer noch unglaublich begeistert. Aber das Thema hat sich ja extrem verändert in den letzten, sagen wir mal, ja, sieben oder fünf bis sieben Jahren. Ja. Das heißt, als ich angefangen habe mit Facebook Ads, war das halt noch ganz, ganz neu. Das war völlige Wilder Westen und alles war noch ganz klein. Und das war noch sehr so Media Buying war noch so hacky. Es war noch so technisch, Power Editor und irgendwie rausfinden, wie funktioniert der Algorithmus, wie denkt der nach, wie können wir den dribbeln, wie können wir die Gebotssysteme austrixen, wann laden wir unsere Ads hoch, wann erhöhen wir unseren Bit und so. Und, ähm, ich bin ja im Herzen eigentlich eigentlich ein Nerd.
Ich dachte, du sagst eigentlich ein Drippler.
Ich bin auch ein Drippler. Ja. Das, also Systemficker würde ich eher sagen. Ja. Das hat, das macht mir eigentlich Spaß. Also, ich, ich finde, man, wenn man in etwas sehr, sehr gut sein will, dann ist es immer gut, wenn man so auch weiß, wie man das über Bande spielen könnte. Es ist nicht so, dass ich das mache, ja. Also, nicht mehr. Ja. Irgendwann wird man ja dann serious. Aber das ist, würde ich sagen, so die, die Sache, die macht mir immer noch extrem viel Spaß. Aber da muss man jetzt sagen, wenn man sich heute Media Buying anguckt, würde man ja sagen, das Gold liegt jetzt nicht mehr im Media Buying, sondern vielleicht eher in der Kreation.
Was meinst du mit Kreation?
Damit meine ich, äh, das, also der Algorithmus hat sich ja im Prinzip einmal von innen nach außen gestülpt, wenn man es so möchte. Das heißt, früher waren wir halt, war dieses Laser Targeting. Ich konnte mir im Werbeanzeigenmanager meine Zielgruppen crazy zusammenklicken. Also, richtig crazy, crazy. Ich könnte sagen, ich will jetzt jemanden bewerben, der verlobt ist, der Schlagzeug spielt, der als Zweitsprache Spanisch spricht und der kurz vorm Umzug steht. So, gefühlt. Ja. So crazy. Du konntest ja früher auch nach machen, welche Automarken Leute fahren.
Ich will nur Leute, die Audi fahren, die BMW fahren und so weiter.
Ganz früher konnte man sogar das Haushaltseinkommen einstellen.
Nein.
Genau. Du konntest Einkommen einstellen und so weiter. Das ging immer so. Also, das war wirklich crazy. Und damals war eben dieses Laser Targeting. Und noch mal, davor, also noch mal lasermäßiger war ja quasi früher dieses Gruppenscraping.
Wo hast du das miterlebt noch?
Das war vor meiner Facebook-Zeit, aber ich, ich weiß, wie es in der Theorie funktioniert.
Okay, gut. Das heißt, man konnte quasi Facebook-Gruppen war ja damals noch ein Ding. Und dann konntest du quasi, wenn da jetzt eine Facebook-Gruppe war mit keine Ahnung, Bulldoggen-Liebhaber und du hattest genau ein Produkt für Bulldoggen, dann hast du diese Gruppe gescraped und hast nur diese Leute beworben. Ja. Und konntest halt deine Zielgruppe sehr, sehr exakt treffen.
Genau. Und mittlerweile ist es so, dass mehr und mehr diese Zielgruppenoptionen noch einschränkt. Ja. Es gibt immer wieder aus verschiedensten Gründen bestimmte Interessen, die nicht mal genutzt werden können. Das kann sein, weil es Datenschutzgründe gibt. Das kann sein, weil es Diskriminierungsgründe sind. Ja. So, man darf z.B. nicht sagen, ich will alle Leute ausschließen, die XY haben. Die z.B. diese Religion haben, ja, weil das diskriminierend sein kann. Und das kann auch sein, weil Meta einfach der Meinung ist, dass du als dummer Advertiser nicht in der Lage bist, besser zu targeten als den ihr eigenen Algorithmus targeten kann. Ja. Das glaubt zumindest Meta. Und die wollen es vereinfachen für dich, weil sie glauben, dass sie dir bessere Ergebnisse damit liefern. Was wiederum gut ist für sie, weil je besser deine Ergebnisse sind, desto mehr Geld wirst du über die Zeit dort lassen.
Auf jeden Fall. Das ist richtig. Also, der Algorithmus verbessert sich immer mehr auch für den, für den Advertiser. Aber man muss auch sagen, dass es natürlich ganz viel, glaube ich, mit dem Datenschutz zu tun hat. Also, wie du schon angesprochen hast, Zielgruppen werden eingeschränkt etc. Aber du hast natürlich auch durch die, es ging ja alles noch mal so, so, so 10x schneller nach diesem iOS Update. Dieses, alle kennen es, alle Advertiser kennen 14.2. September 2020, I guess. Und ab da musste sich der Algorithmus ja ändern, weil davor war er ja auch noch sehr datenbasiert. Also, Laser Targeting plus gute Facebook-Pixel waren ja im Prinzip, ich optimiere dir deine Conversion Ads, best. Also, nur noch mal kurz, um das für die Zuschauer, die jetzt nicht so tief im so tagy sind und nicht so tief im Thema drin sind. Im Prinzip ist es so, du kannst bei Facebook einstellen, welche Zielgruppe das sehen soll. Und das geht halt immer weniger akkurat. Früher ging das super spezifisch, dass das Laser Targeting. Und die Conversion-Daten ist praktisch ein Pixel, den du auf deiner Website installierst, der an Facebook die Information zurückspielt, wie hat, was hat der User auf deiner Website gemacht? Also, hat er z.B. etwas gekauft oder hat er sich eingetragen oder ist er drauf gegangen und sofort wieder abgesprungen? Und mit diesen Informationen kann halt Facebook mehr und mehr verstehen, diese Art von Menschen, ja, diese Audience, dieser Typ Mensch reagiert eher so auf die Werbung und dieser Typ Mensch reagiert eher so. Das heißt, mit anderen Worten, Facebook kann in deinem Interesse die Werbung immer mehr und mehr den richtigen Menschen zeigen. Und das macht Facebook natürlich heute immer noch. Und versucht das, aber durch iOS 14 wurden ganz viele Daten einfach weggeblockt. Also, das Tracking wurde viel schwieriger. Das bedeutet, User, die ein iPhone haben und iOS 14, die wurden einfach nicht mehr gemessen. Ja. Und das heißt, Facebook weiß einfach nicht mehr, ist einfach blind, was passiert im Hintergrund.
Das ist halt so ein bisschen so ein Wettrüsten, ja. So wie im Kalten Krieg, vielleicht die eine Seite gegen die andere, die Datenschützer gegen die Social Media Agenturen und und und Advertiser. Und dann hat Facebook natürlich auch wieder Lösungen dafür gefunden. Da gab es eine Zeit lang dieses, diese Priorisierung von den Events, das wurde jetzt wieder abgeschafft. Mittlerweile, es gab, es gibt es serverseitige Tracking. Das heißt, dass du einen eigenen Tracking-Server aufsetzt. Ist alles sehr technisch, aber das nur als Hintergrund, ja, zum Verständnis. Genau. Und vielleicht auch noch spannend für diejenigen, die sich fragen, wie ist es denn heute gelöst oder wie hat Meta den Algorithmus angepasst, dass es jetzt, also, wie ist es jetzt, sag ich mal, heute näher dran, wenn ihr euch vorstellt, dass die Daten eben nicht mehr so gut gemessen werden können über, sagen wir mal, Tracking-Tools, weil ihr kennt das alles, Cookie akzeptieren und so weiter. Das heißt, Meta hatte immer mehr Schwierigkeiten, Daten zu messen, die nicht auf ihrer Plattform stattgefunden haben, weil es wurde ja auf deiner Webseite z.B. gemessen, hat jemand was gekauft, dann hat dein Online-Shop beispielsweise zurückgespielt, ja, es wurde was gekauft. Und das ist eingeschränkt. Und deshalb konzentriert sich Meta mehr auf die Daten, die sich auf ihrer Plattform abspielen. Und der Beweis dafür, oder das kann auch jeder bei sich mal testen. Jeder, der Instagram benutzt, kann mal auf seinen Instagram Explore Feed gehen und er wird merken, dass ca. 80% von den Sachen, die ihr dort angezeigt bekommen, in einem Interesse von euch stehen. Also, 80% davon sollten den User in der Regel interessieren. Und die, dieser Algorithmus, der rausfinden kann, was interessiert den User, der wird jetzt auch bei Ads benutzt. Das heißt, ihr müsst dem Algorithmus und hier kommen wir wieder zurück auf den Loop, viele Möglichkeiten und Variationen bieten, damit der Algorithmus rausfinden kann, welcher Köder schmeckt sozusagen dem Umworbenen am besten. Und wie macht man das? Indem man gute Ads kreiert mit System. Und in der Regel, also, wenn man es jetzt noch mal runterbrechen will, ist es im Prinzip am Anfang Schritt eins ist, möglichst viele verschiedene Ansprachen oder Hooks, Angles, ähm, eben testen, um rauszufinden, wie, wie beim Angeln, ne, verschiedene Köder testen sozusagen, was schmeckt den Fischen am besten. Und, ähm, das können ja unterschiedliche Themen sein. Ähm, muss man ja nur mal bei euch auf die Webseite gucken, was da so steht oder was ihr in den Werbungen macht. Es gibt ja viele verschiedene Gründe, warum jemand sich einen Loftfilm produzieren lassen möchte. Ja, das gibt Film, gibt vielleicht den Grund, dass er sein Produkt erklärt haben möchte, dass er vielleicht sagt, mein Produkt ist ein bisschen schwer zu erklären, ich brauche das jetzt ganz cool runtergebrochen. H, es gibt ja verschiedene, verschiedene Gründe, oder weil er mehr Kunden generieren will, oder was S Geer se Dienstleistung erklären.
Ja, genau. Das heißt, du kannst die gleiche, das gleiche Angebot auf verschiedene Weisen verpacken. Und wenn, wenn ich das, also, würdest du zustimmen, dass, dass du sagst, früher war es viel wichtiger, so ein Techie zu sein und zu wissen, wie muss man richtig einstellen, wo muss man den Haken setzen, wie stelle ich die Zielgruppe ein? Und heute ist es viel wichtiger, einfach ein richtig starkes Creative zu haben, also eine gute, ein gutes Stück Content.
Ja. Also, ich würde sagen, zwei Sachen sind extrem wichtig. Das eine, was du gesagt hast, ist, man muss ein gutes Content Piece haben, auf jeden Fall. Und das der andere Skill ist, glaube ich, man braucht eine, eine analytische Brille, um die Daten, die man jetzt hat, dann auch richtig auslesen zu können, um daraus die richtigen neuen Ideen, Entscheidungen, Hypothesen aufstellen zu können, um dann wieder den nächsten Test zu starten.
Auf was für Daten schaust du denn da besonders?
Na ja, wenn wir es jetzt mal vereinfacht runterbrechen wollen, also, wenn wir z.B. sagen wollen, bei einem Video, ja, m, dann kann ich z.B. auf die Thumbstop Rate gucken. Ja, das sind quasi die ersten drei Sekunden.
Geteilte die Impression, so damit das jeder weiß. Also, wie viel Prozent, wie viel Prozent der Leute, die das ausgespielt bekommen, bleiben mindestens drei Sekunden dran hängen? Also, ne, scrollen durch den Feed und dann stoppen sie beim Scrollen, Thumbstop und schauen sich das mindestens mal kurz an.
Genau. Und je höher dieser Prozentsatz, dieser KPI ist, umso mehr Hinweise gibt es darauf, dass die Ansprache in dem Video die Zielgruppe trifft, vor allem das erste Bild halt, die erste Szene, ne, oder die Headline auch. Das ist was, wo auf den ersten Blick drauf.
Genau. Das, wenn du jetzt irgendwie anfängst, dein Video mit, was weiß ich, du liebst Katzenbabys, ja, dann werden halt sehr viele Leute, die Katzenbabys lieben, stehen bleiben. Ich nehme jetzt sehr einfache Beispiele. Und, ja, im zweiten Schritt z.B. kannst du dann gucken, wie ist die Watchtime von dem gesamten Video. Hast du ein 15-Sekünder und die Watchtime ist sage ich mal über 5 Sekunden, dann weißt du, cool, also Thumbstop Ratio hoch, nice. Ich hab, ich treffe die Zielgruppe. Watchtime hoch heißt, cool, über die drei Sekunden hinaus ist mein Video immer noch spannend. Also, das Angebot, was ich danach mache, scheint auch noch gut zu sein. Und die dritte KPI wäre dann quasi Outbound Click. Also, Klickrate, Outbound Klickrate gucken wir dann drauf. Und das ist dann quasi der Call to Action. Das heißt, wenn du am Ende deiner Werbeanzeige eine Aufforderung machst, dem User eben dir was auch immer, was zu kaufen, dich sich einzutragen etc. Wenn die Klickrate auch noch gut ist, dann weißt du, das passt auch noch. Und wenn es einer dieser KPIs nicht stimmt, hat man schon mal einen guten Hinweis.
Ihr macht ja Ads für Online-Shops, aber auch für Leads. Ist das richtig?
Ja.
Was würdest du denn sagen, grundsätzlich, sind die großen Unterschiede zwischen Advertisement für Online-Shops und direkte Käufe versus High-Price Lead Generation?
Also, ehrlicherweise, wenn du mich fragst, würde ich sagen, es gibt im, also im Kern wenig Unterschiede. Ich finde, das, also die Darreichungsform verändert sich vielleicht, aber die Grundprinzipien, die bleiben ja trotzdem gleich. Also, die menschliche Psychologie verändert sich ja nicht von Produkt zu Produkt. Ähm, man könnte halt sagen, gut, bei Dienstleistung ist vielleicht, könnte man sagen, ja, da ist das Vertrauen das Wichtigste, ja, dem Dienstleister zu vertrauen. Aber es ist genauso wichtig, wenn ich mir, ähm, irgendwie ein Produkt kaufe für mein Rennrad oder sowas, da möchte ich auch, dass, dass das eine Firma ist, die das schon seit Jahren macht, wo die ein Standing hat im Markt. Also, es ist irgendwo, sind es immer dieselben Dinge, die benennt man, benennt sie vielleicht nur anders.
Okay, das heißt, du würdest sagen, grundsätzlich, ob du ein Online-Shop bist oder Lead Generation, gibt's keinen großen Unterschied in der Art, wie man die Werbung schaltet?
Aus meiner Perspektive, ja.
Okay. Jetzt ist ja so, dass du bei Online-Shops sehr schnell sehen kannst, ob es einen Kauf gab oder nicht. Das heißt, du hast im Prinzip direkt einen Return. Mhm. Beim Lead ist es anders. Du hast zwar einen Lead-Zeitraum und kannst jetzt sagen, wie gut ist oder wie hoch ist mein Lead-Preis, aber da sagt ja wenig über die Lead-Qualität aus. Mit anderen Worten, in dem Online-Shop, wenn ich direkt zehn Produkte verkauft habe, habe ich die verkauft, das Geld ist da, sofort bezahlt. Wenn ich zehn Leads generiert habe, kann ich noch gar nichts darüber sagen, ob doch nur 1 € Umsatz dabei rumkommt, weil ich weiß noch nichts über die Lead-Lead-Qualität.
Richtig.
Wie geht ihr damit um? Ja, gerade jetzt bei dem Thema Lead-Generierung für eben Consulting, Beratung, Coaching, Agentur-Dienstleistung etc. Wie löst ihr das Problem, dass ihr auch gewährleistet, dass ihr gute Leads bekommt?
Ja, also, ähm, hast du dich schon mal auseinandergesetzt mit, mit Offline-Conversions grundsätzlich?
Ja, ja.
Ich gebe dir völlig recht, das ist eine absolute, das ist eine Hürde oder eine Besonderheit vielleicht. Aber, das ist jetzt sozusagen das Problem nach der Eintragung. Ich gehe jetzt halt immer davon aus, dass die Werbung halt trotzdem gut ist und ich die richtigen Leute anziehe. Aber ich gebe dir völlig recht, ähm, bei der Lead-Generierung kann ich einfacher, ähm, sage ich mal, ja, einfacher sage ich mal denken, es läuft alles gut. Aber es läuft gar nichts gut. Ja, weil es tragen sich viele ein und du denkst dir, hip hip hurra, ich habe die Nut geknackt. Und am Ende, ähm, rufst du die Leute an und die sagen, ich weiß gar nicht, dass ich mich eingetragen habe. Was sind sie überhaupt? Lassen Sie mich in Ruhe, löschen Sie meine Nummer. Ähm, deswegen, ähm, also wir machen das z.B. so, al, wenn wir, ich habe den eingetragenen Lead, aber, ähm, bei euch ist das ja wahrscheinlich auch so, ihr werdet mit den Leuten sprechen und wenn ihr merkt, jo, da hat jemand Interesse an unserem Produkt, dann ist er qualifiziert. Ja, so, so Sales Qualified Lead heißt das ja im Fachjargon. Und bei uns ist das so, wenn wir im CRM den weiterschieben in Sales Qualified, dann wird eine Offline-Conversion getriggert. Der Meta meldet das, ein guter Lead, mehr davon. Und auf die optimieren wir.
Das heißt, ihr spielt die Information an Meta zurück, dass hier war gerade ein guter Lead, das hier war kein, kein guter Lead. Wir spielen nur die guten Leads zurück.
Ja.
Okay, verstanden. Wie ist es denn bei Meta mit den Instant Formularen? Hast du da eine Meinung dazu? Also, praktisch die Möglichkeit, die Leute nicht auf eine Landing Page zu schicken, sondern direkt auf Meta zu konvertieren?
Ja, also, ich habe eine Meinung dazu. Ich bin kein Fan davon. Ich würde aber niemals sagen, dass es per se schlecht ist. Es gibt Leute, die haben damit gute Erfahrungen gemacht. Kenn zwar keinen, aber ich kenn tatsächlich eine Person. Und, und, aber das ist das Interessante, bei Meta ist wirklich folgendes, es gibt ja über die Zeit findet man so gewisse Regeln raus, ja, gewisse Dinge, die einfach funktionieren, die nicht funktionieren. Ähm, einfach so, sag mal so, gewisse Guidelines, an die man sich eigentlich halten muss. Und immer, wenn man das nicht tut, kann man eigentlich gar keine Ergebnisse bekommen. Ja. Und ein Problem an den Instant Formularen, was wir schon oft gesehen haben, bei uns, bei Kunden von uns, ist, dass die halt sehr günstige Leads bringen, die aber alle sehr Schrott sind. Dann passiert eben genau das: nö, ich habe mich nicht eingetragen. Nö, da weiß ich nichts davon. Ja, oder die Nummern sind falsch, oder, oder, oder. So, weil einfach die Hürde so klein ist bei diesen Instant Formularen, dass man einfach innerhalb von einer Sekunde sich einträgt und keine Energie investieren muss. Auch vielleicht oft mal aus Versehen. Also, ich weiß nicht, ob dir das selber schon mal vielleicht passiert ist, aber wenn du z.B. ja, ein Instagram auf eine Werbung klickst und der Shop hat noch so einen Exit-Popup, dann trägt ja Instagram automatisch deine Daten ein. Du klickst aus Versehen auf absenden, du bist vielleicht halt, der Popup kommt und du wolltest gerade vielleicht auf dem Icon klicken und klickst aus Versehen auf absenden und deine Daten sind schon fertig eingetragen. Und das ist einer der Gründe, warum man, also, warum wir eigentlich immer von diesen Instant Formularen abraten. Aber das Interessante ist, die Ausnahme bestätigt die Regel. Und wir haben jetzt kürzlich einen Kunden, und der hat gesagt, ja, Jonas, wir machen das jetzt mit den Instant Formularen. Machen wir nicht, weil du hast es ja empfohlen. Sagt er, ja, wir sind dann Ergebnisse. Ja, die sind geil. Ich bekomme super günstige Leads und die sind alle super und die freuen sich über meinen Anruf. Als wärst du ja blöd, wenn du das änderst. Ja. Und es gibt immer mal wieder so den einen von 100. Und die Grund, die wichtigste Grundregel bei bei allen bezahlten war meiner Meinung nach ist, wenn etwas funktioniert, wird es nicht angefasst. Auch wenn es eigentlich gar nicht funktionieren kann. Ja, auch wenn die Theorie komplett diesem Setup widerspricht, aber was funktioniert, funktioniert. Absolut. Also, habe ich genau dieselbe Meinung dazu. Man hat natürlich so seine, also, wird mich jetzt jemand fragen, wäre das die erste Maßnahme, die ich mache? Auf keinen Fall. Aber wenn jetzt jemand kommt, sagt, ich hab's ausprobiert, funktioniert geil, dann würde ich sagen, ja, mega cool, mach weiter.
Sehr gut. Wie ist es denn heute, weil du hast, wie viel Mitarbeitende hast du jetzt aktuell?
So, irgendwas 30.
30 Mitarbeitende? Ja, viele Kunden, viel Umsatz, viel Verantwortung. Jetzt sagst du aber von dir selbst, du bist vielleicht nach außen nicht der disziplinierteste Mensch, du hattest nie das Ziel, wirklich eine Agentur aufzubauen. Was treibt dich denn an jetzt aktuell? Ja, also, was bringt dich dazu, dass du morgen sagst, ich gehe jetzt ins Büro oder ich gehe jetzt hier zu diesem blöden Podcast nach München, wenn ich muss? Was ist deine Motivation, da weiter Gas zu geben? Weil ich denke mir, wenn es dir darum geht, drum, immer geile Ads zu machen und das zu lernen, und da bist du jetzt ja einer der Top-Leute in Deutschland, die sich damit auskennen. So, was ist dann dein Antrieb?
Ich denke, eigentlich, was für mich immer wichtig ist, dass ich lerne. Also, ich bin Autodidakt und ich kann immer Dinge gut und schnell lernen, die mir Spaß machen. Und ich würde sagen, das, was ich da über die Zeit gelernt habe, ist, wie ich mit den Dingen, die ich gerne mache und die mir Spaß machen, auch noch meinen Unterhalt verdienen kann. So. Und auch ein Team aufbaue, wo ich sage, das ist eine Firma, in der hätte ich früher auch gerne selber gearbeitet. Und, ja, was motiviert mich? Mich motiviert, neue Technologien, Dinge herausfinden, um die Ecke denken. Das sind, würde ich sagen, so die, die, die Sachen, die mich, die mich interessieren. Wir sind ja jetzt auch gerade noch mal in einem krassen Zeitalter mit AI und so weiter. Da verliere ich mich manchmal in so ein Rabbit Hole, kann ich dir sagen.
Was glaubst du dann, wo es hingeht? Was sind jetzt die Technologien, die man als Unternehmer auf der auf dem auf dem Schirm haben sollte? Und was glaubst du, jetzt gerade 2025 und die nächste Zeit, wo geht's hin mit dem digitalen Marketing?
Mhm. Also, ich denke, dass, tatsächlich, die Leute, nicht jeder wird ersetzt werden, ist meine Prognose. Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht die eine oder andere Stelle ersetzt wird, aber nicht ersetzt, weil man die nicht mehr braucht, sondern weil ich glaube, dass, wenn man als Unternehmen AI geschickt einsetzt, man effektiver arbeiten kann. Ja. Das heißt, ein Mitarbeiter kann mehr Output machen, weil ja schon vorgearbeitet wird auf auf smarte Art und Weise.
Okay, aber jetzt noch mal auf den Marketing-Aspekt. Was glaubst du, wo geht's dahin? Also, die eine, ein großes Thema ist glaube ich so diese Plattform. Facebook ist rückläufig, was die Userzahlen angeht. Ja, die Jugend ist nicht mehr auf Facebook, die ist mittlerweile teilweise nicht mehr auf Instagram, sondern auf TikTok. LinkedIn erlebt, habe ich gerade so ein bisschen so ein Hype, auch so organische Content auf LinkedIn. Wie siehst du das? Also, jetzt für dieses Jahr, nächstes Jahr, wenn man online Kunden finden möchte, ist nach wie vor Meta die Plattform Nummer 1, wo siehst du LinkedIn, wo siehst du TikTok in der Zukunft?
Mhm. Also, ich sehe tatsächlich immer noch Meta, also, ich fasse jetzt mal Facebook, Instagram zusammen, auf der Eins, was jetzt angeht, Thema Conversions. Ja, damit ist inbegriffen E-Commerce und Generierung, Kontaktanfragen. Dann würde ich sagen, muss man jetzt ein bisschen drauf gucken, was man macht. Würde ich sagen, LinkedIn sehe ich auch gerade, ist ein starker organischer Hype. Das heißt, es ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert auf LinkedIn mehr zu machen. Und man kann mit Sicherheit über LinkedIn gut Kunden gewinnen im B2B-Bereich. Das wäre meine Prognose. Bei TikTok wissen wir, es gibt viele erfolgreiche Kampagnen, aber aus meiner Perspektive, ähm, ich mag TikTok, wir schalten ja auch TikTok Ads, wir haben auch einen Ansprechpartner bei TikTok, höchstes Level, alles klar, alles da. Aber wenn ich mir es jetzt knallhart im Vergleich angucke, ist der TikTok-Algorithmus noch nicht so gut wie aktuell der Meta-Algorithmus. Und ich würde sagen, ähm, da fehlt vielleicht noch ein bisschen die Erfahrung. Und, aber ich würde sagen, von der Zielgruppe her müssten dort auch aus meiner Perspektive schon viele zahlungskräftige User sein. Wird mehr und mehr, ne? Also, vor zwei Jahren war das noch, noch ganz anders. Ja, man merkte jetzt auch, TikTok hat sich, war auch so Wilder Westen, alles mögliche, jeder konnte da gefühlt Werbung machen. Jetzt gibt's ja schon die ersten Restriktionen und so weiter. Na, die Plattform entwickelt sich noch sehr stark. Und das ist sehr spannend, weil, also, das kann ich nur empfehlen, auf solche Sachen immer extrem krass gucken, weil wenn sich etwas schnell entwickelt, sind auch immer viele Opportunities da.
Wie war es denn bei dir? Es gibt immer wieder so Dinge, die so aufploppen und dann kurz Zeit später wieder komplett irrelevant sind. Es gab vor zwei Jahren oder so mal Clubhouse. Es gab dann Threads. Ich weiß nicht, ob Threads noch eine Sache ist. Ich war da zwei Monate und dann nie wieder. Das hat sich irgendwie angefühlt wie die komplett falsche Audience. Du, wenn du so jemand bist, der da immer so auf Trends früh aufspringt, war es bestimmt auch bei diesen Dingen immer gleich dabei, oder?
Also, Clubhouse war ich auf jeden Fall relativ schnell mit dabei. Hat auch da relativ schnell viele Hörer oder eine große Audience und ist komplett wieder in die, ja, war eine Eintagsfliege, gefühlt komplett wieder verschwunden, ne?
Auf dich? Wahnsinn. Ja, hätte ich, also, ich hätte nicht gedacht, dass es in Gänze verschwindet. Ich weiß gar nicht, ob ich, hab die App gar nicht installiert oder so. Du wahrscheinlich auch nicht. Aber, was ich wirklich, ich denke, es war völlig, es war geil, es war spannend. Es war ja auch während Lockdown-Zeiten und so. Das war glaube ich noch mal dieser Faktor 10x, der so das Feuer entfacht hat, weil Leute einfach Zeit hatten und Langeweile, ne?
Genau. Aber ich musste gerade so schmunzeln, weil ich da gesehen habe, dass da direkt wieder welche gab, die ihre erste Clubhouse-Agentur aufgemacht haben und so. Denke ich mir, meine Fresse, Alter, übertreibt eure Rolle nicht. Das ist ja völlig wahnsinnig. Ich denke, das ist ja, also, man muss aufpassen, ne? Vorsicht vor so Shiny Objects. Aber du hast ja nichts damit verloren, dort mitgemacht zu haben. Ich glaube, man hat nur verloren, wenn man direkt gedacht hat, ich mach eine auf, das ist jetzt das große, genau, der große Goldrausch. Das ist glaube ich Quatsch. Dafür braucht man ein Gefühl für. Und Threads, ja, also, ich gucke ab und zu mal rein.
Weil man kriegt ja in sein Instagram Notifications trotzdem noch reingequetscht, ja. Da geht eigentlich nichts, bis jemand, der Notifications anhat. Also nur halt, also nein, ich habe sie nicht an und nur wenn ich halt auf das Herz klicke und dann kann ich ja lesen, wenn ich in der App bin.
Wenn du in der App bist, ja, okay. So, das ist immer viel zwischendrin, ne? Ja, aber ansonsten, jeder, der mich kennt, weiß das, dass ich alle Notifications aufhabe, auch alle Anrufe. Du kannst mich eigentlich nicht anrufen und so. Kannst du auch diszipliniert bleiben, auch wenn du vielleicht nicht die disziplinierteste Person bist, wenn du nicht die ganze Zeit Ablenkung reinbekommst.
Jetzt habe ich noch mal eine andere Frage an dich und zwar, du hast ja viele große, namentliche Kunden. Kannst du ein paar mal davon nennen? Einfach ja, Ravensburger Puzzle, Bofrost, Schwerbeschall. So, und diese großen Kunden, wie bekommt man die? Was ist, was würdest du jemanden empfehlen, der jetzt zuschaut und sagt, ich hätte auch gerne mal so den ein oder anderen großen Namen bei mir im Portfolio? Ja, wie, wie geht man so Kunden an? Ja, wie geht man solche Kunden an?
Das ist eine sehr gute Frage. Also, ehrlicherweise, bin ich immer noch der große Zufall war einfach alles zu. Ja, also werde ich euch heute nicht verraten. Nein, Spaß. Ich denke, ich bin immer noch der festen Überzeugung davon, dass letzten Endes immer die Kompetenz, die du nach außen ausstrahlst und die Person, die du nach außen ausstrahlst, auch das anzieht, was du haben möchtest.
Ähm, jetzt kann man ja sagen, also Beispiel, es gibt ja Leute, die rennen immer nur im Dreiteiler rum. So, und dann gibt's Leute, die finden das super cool und sagen, das gibt mir ein gutes Gefühl, da fühle ich mich gut aufgehoben, das gefällt mir, ich laufe auch gerne im Dreiteiler rum, der passt zu mir. Und dann gibt's Leute, die denken sich, Alter, ähm, warum verkleidet er sich jeden Tag mit so einem Dreiteiler? Ist ja ultra peinlich. Und genauso gibt's auch Leute bei mir, die sich denken, okay, der Simon läuft meistens im T-Shirt rum und wenn es ihm gerade passt, geht auch in kurzer Hose mal auf die Bühne oder macht ein Purzelbaum auf der Bühne.
Oder mach ein Purzelbaum auf der Bühne. Ich hab schon gesehen, wie du Purzelbaum auf der Bühne gemacht hast. Du bist nicht der typische, schaut mal, mein, mein, mein Erfolg an. Ja, schaut mal mein Hemd, mein Dreiteiler, mein Rolex, mein Porsche, den halt, den ich, Instagram Story halte. Das bist du nicht.
Nee, also, ich, ich sag manchmal so aus Spaß, so, den Hoodie habe ich mir erarbeitet. Ja, also, ich habe zwar kein Hoodie an, aber ähm, als ich angefangen habe, z.B. und ich meine ersten Vorträge gehalten habe, da habe ich mal gehört von jemand, der Speaker trainiert hat, gesagt, wenn du ein Sakko anhast, kriegst du 30% mehr Autorität bei den Zuhörern. Also habe ich mir gedacht, die 30% nehme ich mit. Ich zieh mir ein Sakko an und ein Hemd, ne? So, klar, warum auch nicht. Und gerade, wenn du jetzt, gerade wenn du anfängst, sollte man alles mitnehmen, was irgendwie funktioniert.
Aber über die Zeit habe ich gemerkt, hey, mein Know-how steht im Vordergrund und ich muss gar nicht mehr so viel an der Form ändern. Also, es ist jetzt gar nicht mehr so wichtig, dass ich jetzt ein Hemd anhabe und ein Sakko, sondern der Inhalt und wie ich vortrage, kommt trotzdem gut an, egal was ich anhabe. Und es kommt vielleicht sogar noch authentischer rüber, wenn ich einfach so auf die Bühne gehe, wie ich mich sonst auch anziehe. Und ich habe halt normalerweise kein Hemd an. So, also deswegen zieh ich mir halt, geh halt ein T-Shirt auf die Bühne. So.
Und ich denke, dass ähm, Know-how und ein authentisches Auftreten, das ist, was dir langfristig immer Kunden bringt oder dich irgendwie relevant macht. Und jetzt, um noch mal auf das Thema zurückzukommen, wie hat man denn jetzt die Kunden gewonnen? Ich kann es dir nicht genau sagen, aber ich kann dir sagen, dass z.B. Bofrost, da war es so, ich saß im Büro, habe gearbeitet, Kollegin kam rein und sagt, Simon, da ist jemand am Telefon, der möchte mit dir sprechen. So, da ist die von Bofrost dran. Dann habe ich gesagt, okay, hallo. Dann sagt die, ja, Mensch, Simon, ich musste dich jetzt mal anrufen. Ich wollte dich schon seit dreiviertel Jahr anrufen. Ich habe dich auf der und der Konferenz reden hören, das hat mir so gut gefallen und immer habe ich es aufgeschoben und jetzt heute habe ich mich geärgert über das und das und jetzt habe ich gedacht, ich rufe an. Und ja, dann kamen wir halt ins Gespräch und jetzt betreuen wir die halt seit mehreren Jahren.
Okay, also die haben einen Vortrag gesehen. Genau. Dich im Kopf behalten. Und das ist eine Sache, die kann man vielleicht mal mitgeben und das ist extrem wichtig. Man denkt immer, wow, das ist jetzt, das ist Bofrost, das ist Ravensburger Puzzle, das ist die Schwerbeschall und wow und heftig. Ja, ist es ja auch, aber ganz ehrlich, da arbeiten auch nur Menschen wie du und ich im Marketingteam. Das sind ganz normale Personen, ja, die dort arbeiten. Und ja, die reagieren ganz normal auch. Und wenn jetzt halt eine Person dort im Marketing sitzt bei so einer Firma, die sagt, Alter, der Jonas, der macht immer einen coolen Podcast, der shart immer richtig viele Infos, ich rufe jetzt mal an, ich trage mich da mal ein, ich finde das gut. Das ist es.
Und die, die haben vielleicht ein Marketing Meeting und der Chef sagt so, wir brauchen eine neue, wir brauchen eine neue Paid Ads Agentur. Wen nehmen wir? Und dann haben die dich im Kopf. Dann muss er mir da weiter die Hand heben und sagen, sie normalerberaker. Aber denkst du, also machst du dir Gedanken dazu, was du so den ganzen Tag auf Instagram postest? Also, wenn du so eine Story postest, denkst du einfach, ja, ist witzig, poste ich so, oder denkst du auch, was, wenn ein Kunde was denkt? Ein Kunde, wenn der das sieht, oder ein potenzieller Kunde?
Nee, denkst du nicht. Nee, nee, weil ich meine, du hast schon ab und zu, glaube ich, so so Stories, die jetzt nicht in dieses, ich bin seriöser, professioneller Anbieter Image reinpassen, sondern halt eher so, ja, ich bin der Simon und ich mach gerne Party und ich finde es gerade witzig und poste das jetzt einfach. Ich mach jetzt einfach ein Purzelbaum auf der Bühne.
Mhm. Das ist dann aber, also, machst du dir Gedanken darüber so, jo, vielleicht ist jetzt ein blöder Post und vielleicht denkt dann die Frau von Bofrost, die mich von einem halben Jahr auf der Bühne gesehen hat, vielleicht denkt sie dann, ja, hat zwar gut vorgetragen, aber irgendwie ist das ein bisschen affig und deshalb melde ich mich jetzt nicht bei ihm. Nee, glaube ich nicht. Ich glaube, dass ähm, diese Person, wenn ihr jetzt mit uns zusammenarbeitet, weiß ja, wie professionell wir sind. Sie kennt unsere Abläufe, sie weiß, sie kennt unsere Prozesse. Wenn sie arbeitet, aber ich meine, die, du hast ja viele Menschen, die dich schon kennen, auf Vortrag gesehen haben, vielleicht mal gehört haben, ich bin bei Adbaker und habe da gute Ergebnisse bekommen. Und für die du schon irgendwie eine Autoritätsperson jetzt bist, die aber noch nicht bei dir Kunde sind. Das heißt, die jetzt gerade so, ja, Marketing Qualified Lead sind, ja, um mal Terminologie zu bleiben. Das bedeutet, die, die konsumieren jetzt deine Ads, wenn sie eine sehen, die konsumieren jetzt vielleicht so ein YouTube und die konsumieren vielleicht auch deine Instagram Stories. Und glaubst du nicht, dass das auch jemanden davon wieder abschrecken könnte, mit dir zu arbeiten, wenn halt deine Instagram Stories mhm, nicht so in dieses Bild passen von dem seriösen Anbieter, sondern halt eine andere Seite zeigen?
Es könnte vielleicht passiert sein in der Vergangenheit, dass es jemandem abgeschreckt hat, aber ich glaube ehrlicherweise, das wird überbewertet. Also, ich glaube, es gibt zu viele Leute, die sich auf Instagram nur von ihrer einen Seite zeigen. Und ganz ehrlich, das, was ich zeige und wenn ich Spaß zeige, dann mache ich das auch schon bewusst und jetzt nicht komplett bekloppt. Ja, wenn ich alles machen würde, was mir in meiner Birne rumfliegt, dann hätten wir vielleicht ein Problem. Aber ich mache es ja auch oft bewusst, um etwas zu provozieren, um und auch um oft m dieses Business-Getue etwas ins Lächerliche zu ziehen. Das mache ich ja mit Absicht. Ja, also, ich weiß nicht, ob meine Story heute morgen gesehen hast, da habe ich ein Bild von mir im Aufzug gepostet und habe geschrieben, scheiße, ich habe heute meinen Schulbus verpasst, muss heute zur Schule laufen. Das ist halt völlig bekloppt. Und das finden halt sehr viele Leute, aber witzig. Und dann merkt man halt, okay, das ist einfach auch nur ein ganz normaler Dude. Ja, und noch mal, alles, jeder ist einfach nur ein normaler Mensch.
Und wie oft hast du es schon erlebt, dass du mit einem krassen Business-Dude gearbeitet hast und irgendwann was mit dem abends was essen und trinken und auf einmal wurde der zu einer todesentspannten Person? Ja, definitiv. Und alle sind ja im Herzen. Niemand ist ja immer so verkrampft, wie er ist. Natürlich gibt es einen Professionalitätslevel und das muss auch gewahrt sein. Aber ich glaube, dass sich der eine oder andere vielleicht dann mal in so einer Story von mir wiederfindet und sich denkt, ja, okay, gut, er nimmt es auch nicht ganz so ernst.
Okay, also das heißt, man kann schon sagen, dass du dir dazu Gedanken machst, was du postest und dass dieses mit, ja, ich habe die weiten T-Shirts anstatt den Dreiteiler, ich mache ab und zu mal einen blöden Spruch, dass das auch bewusst eingesetzt wird. Ja, auf jeden Fall. Weil, also, es ist ja alles, es ist ja eine Positionierung. Ich positioniere mich ja exakt in die gegengesetzliche Richtung von dem Typen mit dem Dreiteiler. Ich habe gar nichts gegen den Typen mit dem Dreiteiler, sieht meistens super aus, aber ich mache halt genau die andere Richtung, ne? Immer, wenn man für etwas steht, steht man auch für etwas nicht. Ich stehe nicht für Dreiteiler, weil es auch unfair ist für alle anderen, weil ich verdammt gut aussehen würde da drin. Se, unfairer Wettbewerbsvorteil. Richtig, richtig.
Aber jetzt lass uns auch noch mal über ein Thema sprechen, wegen dem wahrscheinlich auch viele eingeschaltet haben und zwar jetzt das Thema bezahlte Werbung. Du hast vorhin schon gesagt, bezahlte Werbung hat sich geändert, seitdem du angefangen hast. Aber jetzt gerade vielleicht in den letzten ein, zwei Jahren, 2023, 2024 und jetzt auch mit Ausblick aufs nächste Jahr, siehst du da noch große Änderungen? Also, siehst du, dass sich Dinge ändern und dass man sich anpassen muss, oder sagst du, mittlerweile ist eigentlich Werbung schalten das Gleiche seit seit Jahren? Es wird sich auch nicht ändern, es ist immer das Gleiche und man muss einfach nur ja, gute Werbung machen und fertig.
Also, ich denke, dass sich die grundsätzlichen Marketingprinzipien nicht ändern. Die haben sich auch seit 20 Jahren nicht verändert. Also, die Marketingprinzipien bleiben gleich, aber was sich verändert, ist die Reichungsform und die Art und Weise, wie es konsumiert wird. Das würde ich sagen, ändert sich.
Kannst du einmal sagen, was die Marketingprinzipien deiner Meinung nach sind?
Mhm. Also, es, es gibt so ein, so ein Buch, ich glaube, es heißt "Die 20 Gesetze oder Gebote des Marketings". Muss ich noch mal raussuchen, vielleicht das mal in die Shownotes dann. Das Buch ist irgendwie mega alt, aber wenn man das liest, denkt man, okay, es hat jemand gestern geschrieben. Ich gebe mal ein ganz einfaches Marketingprinzip her, dass im Marketing letzten Endes, seit es Marketing gibt, einfach nur Ziele oder Träume verkauft werden. Ja, also keine Ahnung, das Klamottenlabel verkauft die Klamotten, um vielleicht Selbstwert, Selbstbewusstsein zu stärken. Die Versicherung verkauft Sicherheit. Der Reiseanbieter verkauft eine schöne Zeit, den Traum vom Sommerurlaub, was auch immer. Das heißt, es wird immer ein Ziel oder ein Traum verkauft. Und das ist z.B. nur eine Sache, die sich nicht verändert.
Also, du verkaufst das Ergebnis, nicht das Produkt. Richtig. Genau. Das, also, das ist jetzt mal eine Sache, die sich, die sich nicht verändert. So. Früher hat man dann halt vielleicht in, in ein Männermagazin eine Seite geschaltet, wo man halt auf einer Seite sein Produkt platziert hat und geschrieben hat, das Produkt für den Mann oder sowas, ja, was am Zahn der Zeit war, was, was weiß ich, in den 80ern, wo es vielleicht so viel um Maskulinität ging, I don't know. Das würdest du ja heute nicht mehr machen. Aber prinzipiell könnte man dasselbe Gefühl noch verkaufen, nur in der anderen Darreichungsform, in der Werbeanzeige, über einen LinkedIn-Beitrag, whatever. Und das meine ich damit, dass sich halt die Darreichungsform ändert. Auch jetzt nur mal auf die letzten Jahre, jeder weiß UTC Werbeanzeigen. Also, wenn quasi Content Creator in die Kamera sprechen, sagen, ich habe das und das ausprobiert und das war so und so und so. Das ist gerade am Zahn der Zeit. Das ist gerade in so. Was lieben die Leute? Aber die Botschaft bleibt im Kern gleich.
Mhm. Also, was wir z.B. beobachtet haben und das deckt sich mit dem, was du sagst, ist, dass die Aufmerksamkeitsspanne halt immer kürzer und kürzer wird. Ja, wir haben den ganzen Tag, wir sind den ganzen Tag eigentlich unter Dauerbeschuss von Informationen. Und dazu kommt, wir sind es einfach nicht mehr gewohnt zu warten. Also, selbst bei Netflix hast du halt so Intro überspringen, dass du halt noch mal 15 Sekunden Zeit sparst, damit du nicht das Intro anschauen musst, sondern sofort zum nächsten Video kannst. Wenn du am Ende von deiner Folge bist, kommt, Bing, direkt zur nächsten Folge springen. Und du hast keine Sekunde Abspann, die du schauen musst. Und kein, also, du hast einfach den ganzen Tag von morgens bis abends, auch bei TikTok, nächstes Video, nächstes Video, nächstes Video. Du willst das von Simon wissen, WhatsApp, Bing, Sprachnachricht, 10 Sekunden später habe ich eine Antwort. Also, wir sind es einfach nicht mehr gewohnt, in irgendeiner Form geduldig zu sein. Und das wirkt sich natürlich auf das Konsumverhalten von Medien extrem aus. Das bedeutet, wenn du eine drei Minuten Werbung machst, die muss schon sehr, sehr geil sein, dass jemand drei Minuten online zuschaut. Also, drei Minuten ist wirklich eine Ewigkeit. Da musst du schon extrem on point deine Werbung gestalten, dass das funktioniert. Und genau das ist eine Art, wie sich die, die, die, die das Konsumverhalten ändert. Und dementsprechend du immer noch die gleiche Botschaft vermitteln musst, aber halt mehr on point. Genau, die Form verändert sich einfach nur.
Siehst du das? Also, das ist etwas, was, was ich persönlich beobachtet habe bei Facebook. Ich habe 2019 oder so eine Werbeanzeige gemacht, da stand ich neben so einem Whiteboard und habe einfach erzählt, wie toll Erklärvideos sind. So, und das ist ja was, was man mittlerweile tausend Mal schon gesehen hat. So, Typ steht im Büro neben dem Whiteboard. Damals hat die richtig gut funktioniert für mich. Ich glaube, dass das heute überhaupt gar nicht mehr funktioniert. Und ich glaube, das ist ein Trend, den ich sehe, dass Werbeanzeigen einfach besser werden. Besser, die Konkurrenz wird besser, Leute geben immer mehr, stecken immer mehr Aufwand da rein, in eine gute Werbeanzeige zu produzieren. Und das heißt, wenn du halt einfach eine mittelmäßige Werbeanzeige machst, die funktioniert heute einfach nicht mehr, weil die Konkurrenz so stark ist und weil auch der User einfach gewohnt ist, gute Qualität zu sehen.
Ja, also gehe ich voll mit. Ich glaube, ähm, so ein bisschen, also authentisch sein ist immer noch wichtig. Ja, ich glaube, m dieses authentische, authentische Werbeanzeigen werden immer noch honoriert. Ähm, aber ab dem gewissen Level von dir, würde ich jetzt halt irgendwie auch eine gewisses, wenn du eine Werbeanzeige hochlädst, erwarte ich halt von dir als Loftfilm eine gewisse Qualität und eine gewisse Schärfe. Ja, dass du jetzt das Ding nicht mit deinem iPhone 9 irgendwie abdrehst. Das erwarte ich schon von dir. Und das hat auch noch nichts mehr mit Authentizität zu tun, sondern einfach was, wo ich mir denke, was, was mit, mit Jonas nicht richtig? Warum hat er keine richtige Kamera? Also, wenn es jetzt zu billig aussehen würde, ja, z.B. so.
Und, ja, also, ich habe jetzt, ähm, ich weiß nicht, ob du, das ist ja bei uns ganz genauso. Wenn du mal über die letzten Jahre die Adbaker Werbung verfolgt hast, jetzt haben wir gerade wieder mal eine neue gelauncht. Ähm, da ist dann auch noch mal, wir versuchen uns auch immer wieder zu überbieten. Ähm, weil im Prinzip dient auch die Werbeanzeige, die ich mache, als Vorbild oder als Rolemodel, dass Leute sagen, ja, das sieht ganz lecker aus, ich will auch, dass meine Werbung so sexy aussieht. Ja, und deswegen ist das, glaube ich, noch mal wichtig. Genauso wichtig auch wie, wenn du Werbung für Loftfilm schaltest mit einem Loftfilm z.B. Klar, da, man kann ja nicht Wasser predigen und Wein trinken. Ja.
Okay, das heißt, die Qualität der Ads ist gestiegen und da muss man mithalten. Was siehst du sonst für, ja, Trends, die es gibt? Ja, Dinge, die man vielleicht heute anders machen muss als noch vor einem Jahr oder vor zwei? Gibt's da Dinge deiner Meinung nach?
Ich denke, ehrlicherweise gibt's, ähm, muss man auch noch mal jetzt so ein bisschen gucken. Ich glaube, es gibt auch noch eine Halbwertzeit für UGC Content, weil die Welle ist langsam auch so ein bisschen durchs Dorf durch. Und selbst Leute, die nicht so viel mit Marketing zu tun haben, verstehen, dass hier jemand bezahlt wurde, um das zu sagen, was er sagen soll, basically. Kann man auch dazu sagen, ja, gut, Schauspieler wurden schon immer bezahlt. Ich frag mich, ob das User wirklich wissen. Also, noch mal, UGC steht für User Generated Content. Also, das ist praktisch, wenn jetzt z.B. jemand sagt, oh, ich habe hier diese Creme ausprobiert und sich dabei selbst filmt. Ja, und das wird halt als sehr vertrauenserweckend wahrgenommen, wenn man einen anderen User hat, der sagt, ich habe das probiert und ich fand das gut. Die Sache ist halt, man kann diese UGC Schauspieler, das sind oft keine echten Kunden, sondern die kann man praktisch bezahlen dafür. Und das ist nicht das Gleiche wie Testimonials, übrigens, ganz wichtig. Also, ein Testimonial ist ein echter Kunde, der sich vor die Kamera setzt und über die Zusammenarbeit berichtet. Ein UGC ist praktisch jemand, der auch bezahlt sein kann.
Glaubst du wirklich, dass der, der Enduser, der nichts mit Marketing zu tun hat, weiß, dass man diese Leute kaufen kann? Ja, manchmal schon. Also, ich, ich glaube, oft, ähm, also, ich glaube, dass es oft egal ist, wenn es sehr gut gemacht ist. Ja, also, es gibt einfach Leute oder UGC Creator, die haben den gewissen Spirit, wo man einfach sagt, egal, auch selbst wenn ich weiß, dass das gekauft wurde, die hat jetzt einfach die Information und fliegt rübergebracht und es, das Thema interessiert mich auch, ich bin dabei. Ja, das schon. Aber ich glaube, dass ich auch in dem Bereich noch mal irgendwie eine Veränderung kommt. Ich weiß nicht genau, was. Man hat jetzt, ja, noch mal diese AI-Thematik, die ist jetzt noch so ein bisschen h. Aber ich habe jetzt auch schon von Leuten gesehen, die komplette Avatare quasi animiert haben, neue Personen erstellt haben. Und das hast du sicherlich auch schon mal gesehen. Aber das, was ich gesehen habe, ist noch mal ganz, ganz gruselig echt. Und ich glaube, wenn jetzt das ganze geht ja wirklich in einem krassen Tempo voran. Es wird ja wirklich crazy, jetzt auch was in noch mal announced hat und so weiter und so fort. Da bin ich noch mal relativ gespannt. Also, ich hatte auch schon die Idee, mich komplett einmal 3D einzuscannen und zu sagen, jo, dann habt ihr meinen 3D Avatar, dann lasst ihr den einfach sprechen, was ihr wollt, muss ich nicht mehr ins Studio kommen. Aber ich glaube, so einfach ist es noch nicht. Vielleicht der Zeitpunkt gekommen, dass wir dem Zuschauer sagen, ich bin gar nicht hier, wir sind gar nicht hier, es ist alles nur AI. Genau.
Das war alles AI. Okay, das heißt, UGC hat vielleicht eine Halbwertzeit. So wie alles eine Halbwertzeit hat. Jeder Trend, der irgendwie mal eine Zeit lang funktioniert, Social auf Social Media ist irgendwann auch wieder durchgekaut, hat man zu oft gesehen und wird deshalb langweilig. Ja, vielleicht, who knows. Ähm, oder es bleibt bestehen, aber verändert sich halt. Also, das Format in sich verändert sich halt, ähm, dass es irgendwie kombiniert wird mit noch anderen Dingen. Ähm, ja, ich weiß nicht. Ich glaube, gerade ist auch ganz viel, es ist nur meine, meine persönliche Empfindung. Kannst ja mal sagen, wie du es empfindest, aber ich habe gerade das Gefühl, dass auch sehr viel wieder so in die ästhetische Richtung an Ads geschaltet wird. Also, wo Sachen teilweise einfach so ein bisschen i-Candy mäßig aufgebaut sind, sehr gut aussehen, sehr einfach optisch ästhetisch schön gemacht sind und sehr aufwendig. Und dass das auch gerade von Erfolg gekrönt ist. Also, was, was ich beobachte und wir schalten wirklich sehr viel Werbung für uns. Also, wirklich sehr viele verschiedene Werbeanzeigen. Wir machen natürlich viele, viele Loftfilme auch aus dem Grund, weil wir auch wieder testen wollen. Ja, wir machen immer wieder neue Stile und neue Geschichten und so, wir einfach testen, was funktioniert gut, damit wir das wieder unseren Kunden empfehlen können. Aber wir machen auch viel nicht Loftfilme, sondern wo wir einfach alles möglich anders testen und das von der Hochglanzproduktion bis zum Selfie-Video, alles dabei.
Wir testen z.B. jetzt, ähm, werden wir bald testen, lokale Ads. Also, wirklich so ganz gezielt, hey, guck mal, ich bin hier in München und für alle Münchner Unternehmer. Hast du da gute Erfahrungen mitgemacht? Ja, also, ich weiß nicht, ob ich es dir schon mal erzählt habe, aber ich habe ja noch ein mit meinem Bruder zusammen Restaurant in Würzburg, da komme ich ja gebürtig her. Und als wir das Restaurant gegründet haben, habe ich die Werbung für das Restaurant gemacht und da eben auch nur lokal gemacht. Ja, und das hat richtig gekracht. Genau. Also, das werden wir jetzt testen und das kann man auch skalieren. Ja, du kannst in jede deutsche Stadt einfahren und sagen, hey, an alle aus Hamburg. So. Aber, also, so machen wir immer wieder ganz viele Tests. Ja, auch wir haben Loftfilme, wo wir halt dann drei verschiedene Einstiege haben, erstmal, hey, für alle mit in München mit einer Münchener Skyliner dahinter und dann für alle in Hamburg mit einem Hamburger Skyliner etc. Das kann man dann immer, wenn man es einmal gefixt hat, skalieren. Aber auf deine eigentliche Frage zurückzukommen, ist der Hochglanz-Content gerade am Zurückkommen? Ich glaube, das ist, was wir beobachten. Es gibt für jede Art von Content eine Daseinsberechtigung. Ja, und es gibt immer wieder so Dinge, die funktionieren und dann machst du was komplett Gegenteiliges und es funktioniert auch. Also, nur weil Hochglanz-Content funktioniert, heißt das nicht, dass Quick and Dirty nicht funktioniert. Also, z.B. wir haben an, mit dem Fati Kotchak, den kennst du vielleicht, haben wir einen sehr, sehr aufwendigen Imagefilm mal gemacht. Das war, wir haben mehrere Drehtage und und war nicht günstig und ist halt wirklich so richtig Hochglanz, so hinter den Blick, hinter die Kulissen von Loftfilm, wie läuft so eine Produktion ab, im Tonstudio und und und, wie wird es gezeichnet und so. Das hat extrem gut funktioniert. So, dann haben wir aber auch z.B. Kundentestimonials, die extrem gut funktionieren. Wir haben Loftfilme, die extrem gut funktionieren. Und jetzt z.B. diese Münchener Art ist genau das, was du nicht von mir sehen willst. Jonas läuft einfach mit dem Selfie-Handy durch die Innenstadt und quatscht in die Kamera. Und ich glaube, und das ist das Geile auch bei bei Facebook Ads, du kannst so viele Dinge probieren und es werden immer wieder Sachen dabei sein, wo du sagst, gut, war Kacke, hat nicht funktioniert. Ja, war einfach so. Aber du hast immer mal wieder so ein Aha-Moment, wo du dir denkst, was, das funktioniert? Das ja vollkommen random.
Z.B. was wir gerade festgestellt haben, was gut funktioniert, ist, wenn man Content so gestaltet, dass man nicht sieht, dass eine ist. Also, genau das Gegenteil von der Hochglanzproduktion, weil ich glaube, User sind halt sehr, sehr darauf trainiert, eine Ad zu erkennen und sofort zu skippen, weil sagen, Werbung will ich nicht. Und wenn das zu Hochglanzmäßig aussieht, ist halt gegebenenfalls der Effekt, dass ich scrolle, scrolle und sage, oh, Werbung, weiter und sofort weiterwische. Ja, und wenn du ein Content Piece hast, das wirklich so aussieht, wie ein normales Reel oder ein normaler Post, den ich halt normalerweise in meinem Feed zu finde, erkennst du das nicht als Ad und bis du merkst, dass es eine ist, hast du das Ding schon zu 75% angeschaut und hast schon die Botschaft verstanden. Und beides hat eine Daseinsberechtigung, sowohl die Hochglanzproduktion, wie auch dieses Quick and Dirty Content Piece.
Mhm. Und ich glaube, das ist, das ist eine geile Sache auch da, einfach sich auszuprobieren und eine riesen Chance auch. Bin ich 100% bei dir. Ich denke auch, dass, also, es ist ja oft auch so eine Frage, so, Simon, was konvertiert besser, statische Banner oder Videos und so. Und ich finde, das ist halt auch immer so eine Frage, die lässt sich nicht mit Ja oder Nein beantworten, weil alles hat seine Daseinsberechtigung, alles funktioniert halt in unterschiedlicher Form. Also, ich bin schon auf jeden Fall voll bei dir. Aber ich glaube auch, dass es Dinge gibt, die halt einfach nicht mehr funktionieren. Das sind halt auch so, so auch so trendige Sachen, was so Schnitt angeht und so. Das kann man schwer beschreiben, aber weißt, was ich meine, ne?
Also, ich, wenn, wenn ich ein Ad anschaue, bei uns, die gut funktioniert, dann frage ich mich immer, warum funktioniert die gut? Und ich versuche, das auf eine einzige Sache runterzudampfen oder vielleicht auf zwei oder drei, aber wirklich so, was sind die Gründe, warum das funktioniert? Funktioniert? Und das dann zu wiederholen. Beispiel, wir haben so ein Testimonial Zusammenschnitt gemacht, wo ganz viele Kunden in Folge erzählt haben, ich habe so viel Umsatz mit beim LM gemacht, so viel Umsatz, so viel Umsatz, so zehn Stück, jeder nur einen Satz, ganz schnell aneinander geschnitten. So, es hat extrem gut funktioniert. Die haben mich gefragt, warum? Und eine Theorie ist halt, es schafft extrem viel Vertrauen, weil du so viele Kunden siehst, die alle gute Ergebnisse haben. Eine andere Theorie ist, es geht nur um Ergebnis, Ergebnis, Ergebnis. Das heißt, wir, wir kommunizieren nur in Ergebnissen. Und vielleicht ist ein dritter Punkt noch, ähm, vielleicht, weil du siehst, eine Person nur ganz kurz und dann kommt ein Schnitt und du siehst die nächste und dann kommt ein Schnitt und dann kommt die nächste und du bist einfach neugierig, wer es sonst noch so dabei. Vielleicht erkenne ich ja jemanden oder keine Ahnung. So, jetzt habe ich drei Theorien und jetzt kann ich andere Creatives bauen, die nichts mit diesem Testimonial Zusammenschnitt zu tun haben, mit denen ich die drei Theorien teste. Das heißt, ich kann ein Creative machen, was du Loftfilm ist, wo wir nur Ergebnis, Ergebnis, Ergebnis sprechen. Ein zweites, wo wir ganz viel Vertrauen haben, wo wir vielleicht Kundenbewertungen einfach durchlesen in Google, ja, und ich die mit Screenshare teile und sage, guck mal, fünf Sterne, noch eine Fünf Sterne, noch eine Fünf Sterne. Und dann das dritte, was hatte ich gesagt, also ganz schnelle Schnitte. Also, mache ich halt ein Creative, wo ich ganz viele Szenen immer wieder so. Und wenn man das, das krasse ist, wenn man einmal sowas rausgefunden hat und dann ist es wie auf so eine Goldader zu stoßen. Du probierst dann diese Sachen, ein davon funktioniert und du bist so, okay, ich hab's gecheckt. Das hier hat funktioniert. Das hier ist komplett anders, aber hat die gleiche Logik. Folgt, folgt der gleichen Logik. Und plötzlich habe ich gecheckt, was funktioniert und jetzt kann ich das skalieren und 50 Creatives in diese Art bauen, weil ich verstanden habe, was es ist an diese Anzeige, dass den Leuten so gut gefällt.
Ja, also absolut. Du hast gerade perfekt beschrieben, so funktioniert im Prinzip so eine Iteration. Einen Ansatz, ich analysiere, ich stelle neue Hypothesen auf, ich teste und so geht dieses Game immer weiter. So kann ich mich breiter aufstellen. Vielleicht findest du viele Dinge, die funktionieren und das ist übrigens auch vielleicht für alle, die zuhören, dieses skalieren bedeutet nicht, ich finde eine Werbeanzeige und gebe dann ganz viel Geld drauf, sondern skalieren kann auch in die Horizontale gehen, nämlich ich finde viele Werbeanzeigen, die für einen, sage ich mal, mittelmäßigen Budget nebeneinander laufen und im Gesamten wird's dann natürlich dann mehr. Ja, also fünf funktionierende Werbeanzeigen, die mit 100 € am Tag laufen. Ja, es muss nicht immer nur eine sein, die irgendwie dann für 2000 läuft oder so.
Genau. Das Entscheidende ist aber wirklich zu verstehen, warum klappt es gerade oder warum klappt es gerade nicht. Also, auch wenn etwas nicht klappt, muss man sich fragen, warum ist es der Einstieg, den Leute nicht abholt? Ist es das? Ist es das? Und ich glaube, es gibt, das ist eine große Gefahr, dass manche Unternehmer erfolgreich sind mit etwas, aber gar nicht verstehen, warum sie gerade erfolgreich sind. Und wenn es dann nicht mehr funktioniert, können sie es nicht replizieren.
So, weiteres Beispiel. Wir haben einmal, wir hatten 2020 eine geschaltet und das war ein Loftfilm, der hat extrem gut performt. Das war eine der besten Creatives, die wir hatten. Dann haben wir da ganz viel Budget drauf ausgegeben und natürlich über die Zeit werden die Ergebnisse schlechter, weil einfach das Creative ausbrennt. Also, wir haben da, glaube ich, also mehrere hunderttausend Euro verfuhrt, nur auf dieses eine Creative. Und dann haben wir uns überlegt, okay, was ist an diesem Creative, was so geil funktioniert? Und haben dann überlegt, okay, vielleicht können wir so ein ähnlichen Film dazu machen. Was können wir machen? Haben verschiedene Sachen getestet. Und mein Gedanke war, ich glaube, die Copy ist einfach so geil. Das ist einfach on point geschrieben, also der Sprechertext, das trifft einfach unseren Kunden ins Herz. Und haben wir folgendes gemacht. Wir haben exakt den gleichen Sprechertext genommen, haben eine Mitarbeiterin vor die Kamera gesetzt, die hat noch mal exakt den gleichen Text aufgesagt, keine Änderung und BAM, ist wieder durch die Decke gegangen. Ja, das heißt, wir haben einfach eine Copy. Und jetzt machen wir bald eine dritte Version von dem Film, wieder als Loftfilm, aber diesmal mit komplett anderen Farben, so dass es einfach wieder neu und frisch aussieht. Und du kannst so Dinge manchmal melken über Jahre hinweg, aber du musst verstanden haben, warum es funktioniert. Ja.
Ein, also, kann ich so unterschreiben. Man sieht ja auch von dem einen oder anderen Unternehmen, der gefühlt jede Woche eine neue hat, da weißt du genau, ja, da läuft gerade gar nichts. Und, ja, also, wir haben teilweise auch über über ein Jahr oder länger eine am Laufen, weil wir haben manchmal Wettbewerber, aber die kopieren unsere Ads und das ist so witzig, weil die kopieren die Ads und du siehst an der Kopie, dass die nicht gecheckt haben, was es ist, was diese Ad ausmacht. Das heißt, die, du kopierst die, kopieren die und du weißt, es kann nicht funktionieren, weil die haben, die haben das nicht verstanden, die haben einfach nur blind.
Gesagt, ja, das machen wir jetzt auch. Ja, und dann, ja, also das ist den eigenen Erfolg verstehen oder auch den Misserfolg verstehen, ja, ist absolut entscheidend, wenn du dich weiterentwickeln willst und wenn du auch die gleichen guten Ergebnisse weiterhin behalten willst, auf jeden Fall, ja.
Das habe ich auch schon oft erlebt, Sachen, Leute, also, dass Sachen kopiert werden, ja, von uns, aber ich schmunzle eigentlich immer darüber. Ich freue mich dann, finden die mich ja gut, oder Baker macht i da was in irgendeiner Form, oder ja, also je nachdem, wie sehr du übertreibst beim Kopieren. Wenn die, wenn ich die Leute kenne, dann ma ich den halt eine Voice oder ruf halt an und sag halt so, Bro, red ich gerne, aber jetzt übertreibt nicht deine Rolle. Also, wenn die, wenn das ganze so aussieht, als wär man jetzt ein Adbacker Partner Unternehmen, dann habe ich schon was dagegen, ja. Und manchmal finde ich es einfach nur tot, gringch, aber da denke ich mir, hat die keine Reichweite, scheiß drauf, ja.
Ja, da kommt man nicht drum rum, dass man immer mal wieder kopiert wird, wenn man halt sehr sichtbar ist, aber der, der Witz ist ja auch der, es reicht da nicht nur eine Sache zu kopieren. Also, es reicht ja nicht einfach nur zu sagen, ich mach einfach die gleiche wie du, weil der ganze Erfolg von dir liegt ja nur an dieser einen Erd, sondern es sind, gibt ja viele Faktoren, die eine Rolle spielen. Und ein wichtiger Faktor bei ers ist grundsätzlich, würde ich sagen, die Landeseite dahinter. Das heißt, die Webseite, auf die man geleitet wird. Hast du da, oder erstmal, was würdest du sagen, wie viel Prozent von dem Erfolg der Erd hängt an der Erd an sich und wie viel Prozent vom Erfolg von der Erd hängt an der Landeseit dahinter?
Mhm. Also, ich würde mich jetzt nicht trauen, das den Prozent auszudrücken, weil da müsste ich raten. Aber wenn wir jetzt mal darüber reden, jetzt musst du dir vorstellen, jetzt bist du als Advertiser, du investierst, wir haben jetzt so viele darüber geredet, so viel Herzblut, so viel Energie, so viel analytisches Wissen, so viel Videos, erklärfilme, was auch immer, investierst du, um deinen richtigen perfekten Zielkunden zu erreichen. Und dann landet der auf irgendeiner Webseite, was überhaupt nicht mehr zu Ad passt. So, und deswegen ist es natürlich extrem wichtig und aktuell extrem unterschätztes Thema. Ich sage immer gerne, bezahlter Traffic, wenn du den wohin schickst, ist das lediglich ein Vergrößerungsglas von dem, was da ist, ja. Und wenn deine Landing Page oder wie du es nennst, Landeseite nicht funktioniert, dann hast du natürlich für teuer Geld im schlimmsten Fall Traffic eingekauft, hast sehr viel Energie aufgewandt und am Ende wird der User nicht abgeholt.
Mm. Jetzt, um das ganze noch mal aus der Retroperspektive zu sehen, warum ist meiner Meinung nach der Markt äh nicht so krass aware dafür, dass das wichtig ist und warum gehen viele sehr lessifair damit um?
Mhm. Ich würde sagen, es liegt daran, dass man bis vor ein paar Jahren einfach der Traffic noch viel, viel günstiger war und man einfach den so günstig einkaufen konnte, dass die Leute gesagt haben, am Ende mache ich immer noch plus, auch wenn die Conversion Schle schrecklich ist, auch wenn die Conversion schrecklich ist, darum hat sich keiner geschert, weil die gesagt haben, egal, ich mach money, so passt. Muss ich jetzt hier nicht auf Millimeter alles anpassen, ja. Und jetzt ist es halt so, dass ich in den letzten Jahren so die spru von Weizen trendt a das Game, wie schalte ich Werbeanzeigen, wird schwerer. Gleichzeitig gibt's aber immer mehr Advertiser, ja, und dementsprechend werden die Gebote teurer, die Qualität der Konkurrenz steigt auch. Ich glaube, früher vor einigen Jahren waren halt viele so selfmade Leute, einfach die selbst ein bisschen erzt gedreht haben und die dann auf Facebook hochgeladen haben. Genau. Jetzt mittlerweile gibt's halt richtig Agenturen, die richtig viel Geld in die Hand nehmen, um geile Werbekampagnen zu produzieren. Das ist dann Konkurrenz. Das das Targeting wird ungenauer, da haben wir drüber gesprochen. Äh die das Learning von Facebook wird schlechter. Und genau, und die die die CPMs, also die Kosten pro 1000 Ausspielung steigen wegen höherer Nachfrage. Das heißt, mit mittelmäßigen Marketing ist man vor einigen Jahren noch ganz gut gefahren und heute reicht's halt nicht mehr, um profitabel zu sein. Richtig. Und daher kommen auch diese bekannten Sätze, aller, wir haben nichts geändert, wir machen alles so wie früher, aber es läuft nicht mehr, ja. So, und ähm vielleicht, ja, stimmt das ja, aber eben äußere Umstände verändern sich, die wir eben jetzt, ja, gerade aufgezählt haben. Und deswegen kann man einfach dazu sagen, dass es extrem wichtig ist, dass man heutzutage als Advertiser aware für den kompletten Fluss ist. Weil ganz ehrlich, wenn ich mir auf die Idee würde, auch niemand kommen, wenn er einen Einzelhandel hat, mordsmäßig Werbung zu machen und wenn dann jemand in Laden kommt, ähm nicht auf die Verkaufsfläche zu gehen und den Kunden zu beraten, ja, oder einen komplett unaufgeräumten Laden zu haben. Richtig. Und so ist es aber manchmal. Also, wie viele Advertiser schicken die Leute einfach auf Ihre Homepage? Also, vielleicht für die, die zuhören, für mich ist eine Homepage, sage ich mal, oder eine Webseite ist für mich wie so der Lebenslauf, die Vita einer Firma, wo sich die Firma präsentiert, wo die Firma erzählt über das Produkt, aber vielleicht auch über sich, wo sie sagt, was sie für offene Stellen hat. Und es ist wie ein Inhaltsverzeichnis und eine Präsentation. Aber eine Landing Page sch Landeseite, die zielt immer auf eine klare Kommunikation ab, z.B. auf ein klares Angebot von einem Produkt oder von einer Dienstleistung. Das heißt, die Landeseite hat genau einen Zweck, nämlich entweder ein Produkt zu verkaufen oder so viel Interesse zu schaffen für ein Angebot, Erstgespräch etc., was auch immer es ist. Das ist mal für die uns Unterscheidung für alle, die zuhören, damit wir auch alle von denselben Dingen sprechen, ja.
Und jetzt schicken ganz viele Leute einfach ihren teuer bezahlten Traffic auf der Homepage. Genau. Wo man auch bedenken muss, der gerade eigentlich nur zufällig de Angebot gestolpert ist, der eigentlich gerade was ganz anderes machen wollte, der wollte gerade Urlaubsfotos von seiner Familie schauen oder witzige Memes anschauen. Und jetzt bleibt er da hängen und sagt, okay, irgendwie ist das gerade spannend, ich klick mal kurz drauf. Und jetzt kommst du auf auf der Webseite, wo oben steht, herzlich willkommen auf unserer Seite, unser inhabergeführtes Familienunternehmen existiert seit 1988. Und dann ist er sofort wieder weg, weil der hat gar keine, gar keinen Fokus gerade dafür. Der wollte nur mal ganz kurz gucken, ob das vielleicht nicht doch ein bisschen interessant gerade ist und mal ganz schnell ein Blick drauf werfen.
Absolut. Und wenn du jetzt aber Landeseite hast, die halt sofort klar macht, du bist hier richtig, schau mal, du hast dieses Problem, wir können das für dich lösen und zwar schnell, dann kriegst du eine Conversion, ja, mit einer viel höheren Wahrscheinlichkeit. Richtig. Und deswegen ist es einfach auch wichtig. Also, Jonas hat schon gesagt, nur, also, wenn das, wenn nur der erste Satz mal optimiert werden würde, ja, dann wär es schon Genius. Ich sage auch oft den Leuten so als Tipp, wenn ihr jetzt noch nicht so mega krass tief in dem Thema drin seid, aber ihr wollt jetzt schnell mal was verändern, dann nimmt wenigstens die Seite, die ihr jetzt habt, dupliziert die und ändert wenigstens mal die Überschrift, ja. Und in in das Wertversprechen, das ist von was du gesprochen hast. Das muss als erstes lesbar sein. Das heißt, wenn der User auf diese Landing Page kommt, muss er verstehen, um was geht es hier und das muss noch mal weiter Interesse schönen, dass er überhaupt weiterliest. Und jetzt müsst ihr euch vorstellen, m das trennt gerade schon aktuell die spräu von Weizen von den Leuten, die noch aktuell auch profitab schalten. Also, der gehört mittlerweile viel dazu. Es ist, das Werbeanzeigen schalten ist schon schwierig genug, dass alles rausfinden, über was wir alles gesprochen haben, ist schwierig genug, aber bei der Landing Page, da muss du auch noch mal die extra mile gehen und dann, dann kann es funktionieren. Also, was wir auch machen, ist z.B. wirklich Landeseiten Split testen, ja. Das heißt, wir bauen eine komplett neue Seite und schicken da dann einfach mal Traffic drauf. Ich meine, alle diese Dinge, die wir machen, wir haben natürlich einen hohen Adpend, ja. Wir geben mehr als 1 Million im Jahr aus für Werbung, ja, also für unsere eigene Werbung, jetzt ohne Kunden. Ihr gibt auch viel Adpend aus, natürlich. Je höher das der Adpend ist, desto mehr macht es auch Sinn, Kleinigkeiten zu Split testen, weil der Hebel viel größer ist. Das bedeutet, bei einem großen Adpend macht's auch mal Sinn zu sagen, wir testen jetzt mal drei verschiedene Einstiege in das Video. Wir bauen also, wir produzieren diese Video praktisch dreimal mit drei verschiedenen Einstiegen, weil wir werden darauf 100.000 € ausgeben. Da wär schon wichtig zu wissen, wo ist die Conversion vielleicht ein halbes Prozent besser. Absolut. Wenn du jetzt ein kleines Budget hast, macht natürlich nicht sieben Copies zu splittesten und drei creatives und noch mal zwei Landeseiten. Das das das kann sich dann gar nicht rechnen. Also, man muss natürlich schon schauen, was macht Sinn, was macht keinen Sinn. Aber ich glaube, es ist eine wichtige, wichtig zu wissen, dass dass wir Landeseiten spit testen, Einstiege spit testen, Videoformate Split testen, Platzierung spit testen, Hochformat, Querformat, ein zu ein Format. Und du da wirklich kleine Optimierung rausholen kannst, ja.
Also, jetzt Format, ich habe noch nie erlebt, vielleicht ist bei dir anders. Ich habe noch nie erlebt, dass eine AD, weil man sie jetzt im Hochformat statt im Querformat ausgespielt hat, deutlich besser performt hat. Ich habe noch nie erlebt, dass eine AD, weil sie jetzt plötzlich Untertitel hat, deutlich besser performt hat. Das sind alles nicht die entscheidenden Dinge, aber die machen halt vielleicht noch mal minimalen Unterschied, ja. Aber eine Webseite, um das noch zu Ende zu führen, dass eine AD nicht performt hat und wir dann die Website hin geändert haben und sie dann plötzlich performt hat, ohne dass irgendwas anderes geändert wurde. Das erlebe ich am Fließband. Und auch, dass nur das Creative vorne verändert wurde und sonst nichts. Gleiche Adcopy, gleiche Headline, gleiche Website dahinter, gleiches Offer. Nur das Creative wurde verändert, gleiche Zielgruppe. Plötzlich funktioniert's auch. Das gibt, also, es gibt glaube ich die großen Hebel, das ist das Creative, das ist die Webseite dahinter. Das sind die großen Hebel. Und dann gibt's viele kleine Dinge, die man dann angehen kann, wenn man halt skalieren will und wenn man wirklich die letzten Prozent noch rausholen will.
Also, 100% und absolut. Ähm, vielleicht, um hier noch mal für denjenigen, der sich das jetzt hört und denkt, ich muss vielleicht noch mal gucken, wo ich mein Traffic hinschicke. Absoluter Quickwin ist einfach zu gucken, mal eine Haltung einzunehmen und so zu tun, sich mal selber die Frage zu stellen, wen interessiert es dann mal seine eigene Webseite durchzulesen, mal ganz, ganz kritisch, um dann einfach mal zu sagen, habe ich ganz schön langweilig alles hingeschrieben. Und ich sage immer so, eine, so eine Landing Page muss im Prinzip so, da musst du dein Produkt so bisschen so erklären, als wir es dein besten Kumpel oder deiner besten Freundin erklären. Und manche Leute schreiben da so geschwollene Sachen, ja, wo ich das Gefühl habe, das versteht die Firma selber nicht mehr. Und der beste Test, den man machen kann, war einer, vielleicht bei einem Unternehmen, die ein Produkt verkaufen und es schon länger gibt. Frag mal zehn Unternehmen, frag mal zehn Leute im Unternehmen, was macht das Unternehmen. Zehn verschiedene Antworten hast, dann hast du ein Problem.
Ja, sehr, sehr guter Tipp. Ich glaube auch, wenn du selbst jetzt deine eigene Webseite schaust, das ist schwierig, ne? Weil du guckst dir an, du hast so viel Hintergrundwissen, du hast so viel Emotionen damit verbunden. Es ist schwierig, das objektiv zu bewerten. Aber was du machen kannst, ist, schau mal deine eigene Website an und stell dir vor, du bist so ein ungeduldiger, kriskrämiger Nörgler, der einfach an allem, an allem motzen, motzen will und sich überhaupt gerade überhaupt gar keinen Bock hat, deine Website anzuschauen. Wer ein Schauspieler, versetz dich in diese Rolle und les deine Webseite von oben nach unten und schau dir mal selbst beim Denken zu, wo du überall denkst, langweilig, interessiert mich nicht, verstehe ich nicht, keinen Bock mehr. So, du musst aber in diese Rolle vorschleifen. Eine Übung, die mache ich tatsächlich sehr oft, wenn ich, wenn ich Sachen analysiere. Ich auch, ich schaue mir so an, so so den den nervigsten Kunden, den man sich vorstellen kann, was würde der sagen? Und dem musst du die ganzen, die ganzen Einwände wegnehmen, so dass der es liest und am Ende da sitzt und sagt, ja gut, das ist schon irgendwie sinnvoll. So, und wenn du das geschafft hast, dass du den nervigsten, nörgeligsten, ungeduldigsten Kunden dazu bringt, der sagt, ah, so scheiße ist das hier gar nicht, was die machen, dann hast du eine gute Landeseite.
Ja, so, ich will noch eine Sache ergänzen. Sie eben gesagt, eine Website ist für dich so die digitale Visitenkarte. Eine Learning Page ist so diese Conversion starke Produktseite, die wirklich ganz zentriert auf ein Produkt geht. Ja, ich bin der Meinung, du brauchst keine Webseite. Du brauchst im Prinzip nur eine Landeseite. Ich glaube, Learning Page ist so, deshalb benutze ich auch ganz bewusst das deutsche Wort Landeseite, nicht nur, weil unsere Firma so heißt, sondern auch, weil für die Learning Page ist ein bisschen vorbelastet, finde ich, mit diesen ganz billig aussehenden Klickfunnel Seiten, die man sich so schnell zusammenklicken kann, die so sehr textlastig sind, ein Video oben, ein leuchtender Button. Und das ist so die Landeseite. Also, die Landing Page, was so Leute denken. Die Webseite ist diese Seite, wo man so zehn Unterseiten hat und ganz viel über uns und schöne Bilder und vom Büro und so weiter. Beides ist meiner Meinung nach nicht Conversion stark, weil bei der billigen Landing Page fehlt halt einfach das Vertrauen und du brauchst das, ja. Ja, deshalb kannst du uns vertrauen, ein hochwertiges Design, wo du einfach das Gefühl hast, okay, das ist eine gute, seriöse Firma, hochwertige Bilder, auch sowas wie eine Teamseite gehört für mich damit dazu, weil wenn ich ein Team anschaue, sehe oder sind 20 sympathische Menschen, die da arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit viel höher, dass ich konvertiere, als wenn ich überhaupt kein Gesicht dazu hab. So, auch sowas wie ein Standort, ja, einfach, der muss nicht groß sein, aber ganz unten, hey, wir sitzen hier in München. Das gehört für mich auch zu einer zu einer guten, Conversion starken Seite dazu. Und ich glaube, wir, wir, wir sind aus dieser Zeit raus, wo wir sagen, wir haben die große Visitenkarte, weil die interessiert niemand. Niemand nimmt sich 20 Minuten Zeit, sich in Ruhe über dein Unternehmen und die Geschichte zu informieren. Das interessiert niemanden, außer vielleicht ein neuer Mitarbeiter. Aber für den baust du nicht die Webseite. So, und die Learning Page Page, die einfach billig aussieht und so schnell hingeklickt aussieht, das konvertiert auch nicht mehr, weil die Leute das kennen, weil sie, weil die, weil die Hürde, sich für das Arztgespräch einzutragen oder direkt online seine Kreditkarte anzugeben, ist einfach zu hoch, weil Leute einfach sagen, ach, ich habe mich schon so oft bei so einem scheiß eingetragen. Das muss schon sich richtig anfühlen.
Mm. Und ich glaube, die Kombination aus dieser Conversion optimierten Learning Page und der vertrauensoptimierten Website, das zusammen, das ist die einzige Seite, die du brauchst. Und wenn du mal auf loftfin.de schaust oder auf landeseiten.de oder auf Rang 1.de, also auf unseren Webseiten, die wir haben, alle unsere, das sind die einzigen Hauptseiten, die wir haben. Also, wir unterscheiden überhaupt nicht zwischen Webseite für für Traffic und Webseite für andere Leute, weil jeder ist ein potenzieller Kunde. Wenn das Sinn macht, es macht auf jeden Fall Sinn. Geht zwar nicht 100% mit mit deiner Ansicht, aber sie macht Sinn auf jeden Fall. Und ich würde auch nicht sagen, dass es falsch ist, auf keinen Fall. Aber aus meiner Perspektive ist es eben so, dass, also, ich, ich gebe dir voll recht und das würde ich sagen, stimmt auch für 80% der Leute. Ich persönlich habe auch so, aber so ein bisschen die Erfahrung gemacht, gerade, wenn man mit so zernigeren Unternehmen arbeitet, die haben dann noch mal ein Einkauf und die, die klicken sich wirklich so creepy durch die Webseite, die lesen sich auch die AGBs von oben bis unten durch. Und da ist es manchmal ganz gut, wenn das noch so ein bisschen klassisch ist, ja. Aber ich gebe dir im Kern recht. Ähm, ich denke auch, dass es in den nächsten paar Jahren so sein wird, wie du es jetzt sagst. Aber ich merke aber auch noch und weiß es aus Erfahrung, dass ich z.B. unsere Webseite von dann so einem Konzern oder mal einem größeren Kunden schon noch mal genau durchleuchtet wird.
Ähm, ja, ja, ja, das stimmt. Also, es kommt natürlich auf die Zielgruppe drauf an. Ich glaube auch, es gibt ja auch Unternehmen, die haben einfach mehrere Produkte und die sagen dann, dieses Produkt ist für diesen Avatar und dieses für dieses. Was mache ich denn dann? Ja, und in dem Fall würde ich empfehlen, bau eine Landeseite pro Produkt. Dann hast du natürlich eine Oberseite, so eine Unternehmensseite, wo du dann halt die verschiedenen Reiter hast und sagst, Produkt 1, Produkt 2, Produkt 3. Aber am Ende, wenn du willst, dass deine Webseite konvertiert und das ist ja der Hauptgrund, warum du Webseite machst, weil du willst klar machst, ja, um Kunden zu finden. Und wenn du willst, dass die konvertiert, dann muss die so aufgebaut sein, wie die muss ein geiles Design haben, damit man Vertrauen aufbaut und die muss vor allem so geschrieben sein, dass der Kunde sich abgeholt fühlt und sagt, geil, da will ich drauf klicken, ja, da will ich mich eintragen.
100%. Können wir Haken dran. Sehr gut. Uns doch irgendwo einig. Ich hätte gern, das Problem ist, ich habe immer Gäste hier und wir sind uns meistens bei allem einig. Ich würde gerne mal diskutieren, aber ich glaube, wir haben in vielerlei Hinsicht einfach die gleiche Meinung. Ja, also, ja, oft, wenn es nicht dann widerspreche ich ja. Aber es ist ja auch, das muss man ja auch ehrlicherweise dazu sagen, es gibt ja, also, es gibt ein paar wenige Themen, da gibt schwarz und weiß, aber es gibt auch gerade im Marketing, wie wir ganz am Anfang besprochen haben, Thema Lead Ads, Formular und Conversion Ads Formular, da würde ich jetzt natürlich sagen, ja, also, bleib mir weg mit Lead Ads. Aber man muss halt trotzdem fair bleiben und sagen, ja, aber es gibt Leute, für die funktioniert das gut. Also, was, was willst du sagen, auch das gemeine an Facebook Ads, dass es eben nicht so eine mal nach Zahlen Anleitung gibt, wo man sagt, wenn du immer das machst und dann immer das und dann immer das, wird's immer funktionieren. Das ist halt leider nicht so.
Das stimmt. Aber es gibt Grundprinzipien. Wenn man sich an die hält, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, als wenn man einfach so ins Blaue reinr. Das ist definitiv so. Das ist definitiv so. Was würdest du denn sagen, vielleicht kannst du die noch mal nennen, so die die wichtigsten Grundprinzipien, wie man so eine Art aufbauen muss?
Ja, also, ich denke, bei der Werbeanzeige gibt es drei unumstößliche Säulen oder eine eine Struktur, wo man sagen kann, wenn eins dieser Dinge fehlt, dann kann ich dir jetzt schon profhezeihen, wird das halt wahrscheinlich eine ziemlich beschissene Ad. Und die Struktur ist relativ einfach. Jede Ad braucht eine Hook, einen Body, wo das Produkt oder die Dienstleistung lärt wird, also Features und USP können wir es auch nennen, und ein Call to Action. Diese drei Dinger, Hook, Features, USP und dann Call to Action, wenn auch in dieser Reihenfolge, ja, sollte der Aufbau sein. Und wenn dieser Aufbau gegeben ist, dann können wir auch mal von einem Performance Creative reden. Da gibt's immer noch ganz, ganz viele Nuancen, die sich da drin einspielen, aber muss man jetzt kein Genie für sein, dass wenn man jetzt merkt, wenn ich den Call to Action weglasse, dann habe ich schon mal ein Problem. Und deswegen gibt es schon Grundprinzipien und Grundstrukturen. Wenn ich auch diese Werbeanzeigen nach diesen Grundstrukturen aufbaue, habe ich später auch, ist viel einfacher, die Metriken besser rauszulesen und die KPIs besser bewerten zu können. Und deswegen gibt es schon noch, auch wenn es viele Sachen gibt, die unergründlich sind, einige Säulen, die sind unumstößlich.
Wir haben jetzt hier heute in dem Podcast viel auch über so grundlegende Theorien gesprochen, Grundlagen und so ein bisschen über die Helikopterperspektive. Wenn du mal sehen willst, wie man in einem Facebook Werbe Account selbst das aufsetzt, also wirklich Klick für Klick durch so ein Account durchgeht, ich habe dazu ein ausführliches Video gemacht. Das findest du auch hier auf dem Kanal. Wenn du wirklich meine Facebook Werbung aufsetzen willst und diese Grundprinzipien in die Praxis umsetzen willst, dann schau als nächstes auf jeden Fall dieses Video. Simon, ich bedanke mich, dass du hier warst, dass du so viel Einblick gegeben hast in dein Leben und auch in das Thema Facebook Ads. Vielen Dank fürs Zuschauen und denk immer daran, dein Unternehmen hat großartiges Marketing verdient.