Transcription
Du musst arabisch, das achte Jahrhundert sprechen, um mit Gott zu kommunizieren, ist für mich kein Argument, weil in jeder Sprache, in der sich Gott offenbart, könntest du dieses Argument anführen. Ich glaube in Wirklichkeit, dass Gernot hier eine christliche Brille retrospektiv projiziert, um seiner Theologie eine gewisse Grundlage zu geben. Grundproblem: Was der Koran hat, er kann nicht Mensch werden. Also er schreibt Gott alle möglichen Dinge vor, die Gott nicht machen darf, weil der Islam das Gott verbietet. Sobald Gott auf die Erde kommt und sich in Jesus Christus inkarniert, hat er zur selben Zeit allmächtig und schwach. Wenn das kein Widerspruch ist, dann weiß ich nicht, was ein Widerspruch ist. Schreien allein ist kein Diskurs.
So hat meine Zeitung über eine Lesung in Berlin berichtet. Die wurde von Aktivisten gestürmt. Die haben geschrien und gespuckt und dann war die Lesung vorbei. Die Zeit schrieb: Hier ist eine Idee an ihr Ende gekommen, die Idee von Pluralität. Berlin ist nicht Wien und ist nicht Berlin. Diese Idee, dass wir miteinander reden, die lebt. Weil reden wir drüber, sind wir überzeugt von dem Wert gepflegter Gespräche mit Substanz. Und deswegen organisieren profundum Österreich und die ÖSM Christen an der Uni diesen Abend.
Begrüße Sie alle herzlich zu unserem ersten Gesprächsabend zwischen Menschen, die ganz anders über Gott und die Welt denken. Ich bin Christian Bel und ich werde dieses Gespräch begleiten und immer wieder nachhaken. Unser Gespräch handelt vom Koran und der Bibel. Steckt derselbe Gott dahinter? Ist ein Buch irgendwie besser? Darüber reden heute ein Muslim und ein Christ miteinander. Und ich möchte euch jetzt bitten, auf die Bühne zu kommen, zu mir. Herzlich willkommen, Satat Odabas und Gernot Zeilinger. [Applaus]
Herzlich willkommen, Satat Odabas. Dein Ziel ist es, habe ich gelesen, Menschen mitfühlend und intelligent einzuladen, zum Islam zu konvertieren. Dazu betreibst du einen großen YouTube-Kanal und du machst Trainings und Outreaches überall in Europa. Korrekt? Ja.
Herzlich willkommen, Gernot Zeilinger. Dein Ziel ist es, habe ich auch gelesen, über dich voller Leidenschaft über Gott nachzudenken und du hilfst, du machst es mit anderen gemeinsam und du hilfst Menschen dabei auch durch Trainings und Outreaches, mit einem YouTube-Kanal und auch durch diese "Reden wir drüber"-Reihe. Also wir erleben heute Abend ein Gespräch von zwei Menschen, die reden wollen und die auch überzeugen wollen. Aber ihr kennt euch ja auch persönlich. Ich weiß nicht, seit wie vielen Jahren kennt ihr euch schon? Sieben, acht Jahre, relativ lange. Jahre, glaube ich. Fühlt sich an wie... glaub 2016 war der erste Event, damals in Wels. Genau. Also wir müssen heute keine Angst haben, dass die beiden sich gegenseitig an die Gurgel gehen. Es wird ein gepflegter Abend, ein gepflegtes Gespräch mit Inhalten. Ja, legen wir gleich mal los. Sat, wie redet Gott zu dir und wie spricht Gott überhaupt zu den Menschen aus muslimischer Sicht?
Mm, super. Bevor ich starte, habe ich ein kleines Geschenk für Gernot. Wir haben diese kleine Tradition, dass wir uns gegenseitig beschenken. Diesmal habe ich ein Buch von der Bayerischen Staatsbibliothek München: "Prachtkorane aus 1000 Jahren". Da sind antike Schriften, koranische Manuskripte mit einer kleinen Erklärung vom 19. Jahrhundert bis ins 19. Jahrhundert rein. Das würde ich ihm gerne schenken.
Geh, ich habe auch ein Geschenk für dich, damit man diese Tradition führen kann. Super, danke sehr. Mit dem Titel "The Wisdom of Islam, the Foolishness of Christianity". Ein philosophischer Diskurs von einem christlichen Philosophen. Okay, danke sehr, toll. Also ich habe auch schon ein Geschenk bekommen. Sich denken, der arme. Also das ist der Anreiz, auch mal Redner zu werden. Geschenke. Genau.
Also zurück zur Frage: Die Antwort, wie hat Gott zum Menschen kommuniziert? Ganz einfach: durch Bücher. Als Muslime glauben wir, dass Gott im Laufe der Menschheitsgeschichte, beginnend mit Adam, zu Menschen kommuniziert hat, die wir Propheten und Gesandte nennen. Nun, daraus folgt natürlich, dass der Islam keine neue Religion ist. Ja, der Islam ist die Fortführung der Kernbotschaft von allen Propheten Gottes, die je geschickt wurden. Und wir glauben auch, dass dahingehend auch dementsprechend der Begriff Islam, der arabische Begriff Islam, was bedeutet er? Er bedeutet Hingabe bzw. Unterwerfung an den Willen des einen wahren Gottes. Und wir glauben, dass jeder Prophet mit dieser Botschaft gekommen ist. Ja, und im Zuge dessen, Muslim bedeutet jemand, der diese Unterwerfung an den Willen Gottes auslebt. Und das glauben wir, waren alle Propheten, begonnen von Adam bis hin zu Noah, Abraham, Moses, Jesus und der finale Prophet Mohammed, Friede und Segen sein mit ihnen allen.
Textbelege dafür haben wir aus dem Koran, Sure Al-Nahl, Kapitel 16, Vers 36, wo es heißt: "Und wir haben zu jeder Gemeinschaft in der Menschheitsgeschichte Gesandte geschickt, die zu ihnen sprachen: Dient Gott alleine und meidet die Anbetung von falschen Göttern." Nun, dahingehend glauben wir natürlich auch, dass Gott durch tatsächlich die Tora und das Evangelium auch kommuniziert hat. Ja, wir glauben aber, dass alle Bücher, die vor dem Koran offenbart wurden an die Propheten, zeitgebundene heilige Schriften waren. Das heißt, die Notwendigkeit der Tora bestand dahingehend, weil die Menschen zuvor diese Bücher nicht bewahrt haben, ja, unzuverlässig damit umgegangen sind, weswegen die Tora offenbart wurde. Diese war dann ebenso Interpolation ausgesetzt, weswegen Gott was macht? Eine neue Führung schickt, das Evangelium an Jesus, auch an das glauben wir in seiner ursprünglichen Form. Und es steht außer Frage als Muslim bzw. als objektiver Wissenschaftler, der sich damit beschäftigt, dass auch das Evangelium bzw. das Neue Testament Interpolationen ausgesetzt war, also späteren Hinzufügungen, redaktionellen Veränderungen, erfundenen Geschichten. Und viele von denen sind auch äh haben auch theologische Konsequenzen, weswegen wir natürlich auf dieselbe Weise von Gott wieder eine Führung erwarten würden, anstatt dass Gott von uns erwartet, dass jeder ein Theologiestudium abschließt in der Hoffnung, dass wir irgendwie einen Urtext rekonstruieren. Und das glauben wir, hatte mit dem Koran gemacht. Und der Koran, was ist der Koran? Es ist das unverfälschte Wort Gottes in arabischer Sprache, was dem Propheten Mohammed in einem Zeitrahmen von 23 Jahren offenbart wurde und das über den Engel Gabriel. Wir glauben, dass der Koran, dass der Koran an sich ein Wunder ist und dass seine Lesung bereits Gottesdienst ist. Und einer der wichtigsten Sachen ist natürlich, dass der Koran nicht nur eine überlieferte, ein überlieferter Text ist, sondern es ist eine über jahrhundertelange gelebte Tradition. Ja, warum? Weil der Koran nicht nur schriftlich überliefert wurde, sondern sie wurde auch mündlich überliefert. Und mit dem würde ich gerne abschließen. Das würde ich gerne auch demonstrieren, wenn ihr mir das erlaubt. Mm, dürfte ich wissen, wie viele Muslime wir hier haben? Bitte aufzeigen. Okay, ich denke, das sind genug, um das zu demonstrieren. Ich würde gerne einen beliebigen Vers aus dem Koran zitieren und ich möchte, dass ihr alle einstimmig ihn zu Ende zitiert. Ist das okay? Okay, okay. Sehr gut. Die Honorare gibt es später.
So, was demonstriert das? Dass wir einen gelebten Text haben in unserer Tradition. Zum einen, und man kann mit Gewissheit sagen, dass der Koran das einzige Buch ist, religiös oder säkular, was von Millionen Menschen auswendig gelernt wurde. Und das sind nicht meine Aussagen. Alle, die jetzt hier mitgesprochen haben, haben den Koran in seiner Gänze auswendig gelernt. Nee, nee, das sage ich nicht. Ich sage nur, dass... richtig. Also statistisch gesehen haben wir etwa 10 Millionen sogenannte Huffaz, die tragen diesen bestimmten Titel, die den Koran vom ersten Kapitel bis zum 114. Kapitel zur Gänze auswendig können. Und die Tatsache, dass ich sage, der Koran ist das einzige Buch, religiös oder säkular, was von Millionen Menschen auswendig gelernt wurde, sind nicht meine Aussagen. Das sind die Aussagen vom emeritierten Islamwissenschaftler William Graham, der diese Aussage getätigt hat. Also Gott spricht durch ein Buch. Er hat doch viele Bücher gesprochen. Und jetzt spricht er durch den Koran auf Arabisch. Als finale Frage gibt's von dir irgendwelche Fragen noch dazu, zum Verständnis? Jetzt noch nicht zur Kritik, obwohl schon vielleicht. Vielleicht zu Verständnis. Ich glaube, es war, war ähm, ah, eine Frage schon vom Verständnis erstellen wollen würde, weil du gesprochen hast von vom Buch und von gelebter Tradition. Ähm, ist dann dein Verständnis oder was ist dein Verständnis von der, nur in allerkürzest, nicht der ganzer Monolog, nicht ganzer Vortrag, aber dein Verständnis von der Entstehung des Korans, ähm, weil da gibt's ja auch eine Entstehungsgeschichte dahinter. Also würdest du sagen, diese gelebte Tradition wird dann später erst fest verschriftlicht? Würdest du das so sehen, weil das ist glaube ich Konsens in der Islamwissenschaft, dass das über Jahrhunderte erst entsteht? Oder willst du sagen, du meinst etwas anderes mit gelebter Tradition?
Ja, also vielleicht ganz kurz auf die Frage, damit Gernot dann auch ausholen kann. Der Koran wurde in drei Phasen offenbart und in zwei Phasen zusammengestellt. Also zum einen wurde der Koran verschriftlicht durch Allah im Kitab al-Mahfuz, die wohlbehütete Tafel. Da steht alles, was existiert, ebenso der Koran. Dann wurde sie als Ganzes und das ist im Himmel oder oder richtig, das ist diese wohlbehütete Tafel, wo alles steht, ebenso diese Konversation, alles steht dort und auch eben der Koran in seinen verschiedenen Lesarten. Und der Koran wurde als Ganzes zum Bait al-Izzah übersetzt, als Haus der Macht, in den untersten Himmel als Ganzes offenbart. Und von dort, wir glauben, dass der Engel Gabriel verantwortlich ist für diese Offenbarungen, wurde der Koran sukzessive an den Propheten Mohammed in einem Zeitrahmen von 23 Jahren offenbart. Und den Text, den wir hier haben, glauben wir, wurde nicht nur zur Gänze memoriert vom Prophetengefährten, sondern sie wurde auch verschriftlicht. Und wir glauben, dass es zwei Phasen dieser Zusammenführung gab. Eine zur Zeit vom ersten Kalifen Abu Bakr, der sozusagen den Text kodifiziert hat zu einem Mushaf. Und in weiterer Folge hat... Mushaf, was bedeutet es? Ein Exemplar, eine Kopie des Korans. Und der dritte Kalif hat es dann noch mal standardisiert zu den sieben Lesarten. Das ist das muslimische Narrativ.
Okay, super, danke. Und jetzt wollen wir von dir, Gernot, hören, wie spricht Gott mit dir und wie spricht Gott überhaupt mit Menschen? Wie teilt sich das mit?
Ich werde anders anfangen. Christliche Sicht. Danke. Absolut. Also eben hat diese Betonung gehabt auf auf das Buch, das durch das offenbart wird. Und im Christentum ist es eben nicht primär durch ein Buch. Also im Christentum fängst du hast mit Adam angefangen. Im Christentum liest du in Genesis, dass Adam mit Gott gewandelt ist. Also Gott hat eine Eins-zu-eins-Beziehung mit Adam. Gott spricht zu den Menschen in Genesis 1, al im ersten Kapitel der Bibel. Das heißt, der Mensch ist gemacht für Beziehung mit Gott, für eine direkte Beziehung mit Gott. Das heißt, der Punkt der Bibel ist nicht, dass wir Schriften bekommen, wenn uns Gott seinen Willen sagt, sag, das will ich von euch. Sondern der Punkt ist, wir sollen mit Gott unterwegs sein. Und was dann in der in der christlichen Geschichte passiert, also die Bibel erzählt eine große Geschichte in 60 unterschiedlichen Büchern, durch unterschiedliche Kulturen, durch unterschiedliche Zeiten, in unterschiedlichen Sprachen. Das sind massive Unterschiede zum Koran. Und in dieser großen Geschichte, die die Bibel erzählt, erfahren wir, dass der Mensch dann gefallen ist und dadurch diese Beziehung mit Gott verloren hat. Und die Konsequenz davon, dass der Mensch nicht mehr mit Gott in direkter Beziehung ist, durch den durch den Fall, dass der Mensch heute nicht durch die durch die Sünde mit Gott verbunden ist, ist, dass ähm Gott dann ähm sich in der Geschichte gezeigt hat auf unterschiedliche Art und Weise. Also nehmen wir Mose und den den den brennenden Dornenbusch her, wo Gott durch den Dornenbusch zu zu Mose spricht. Oder nehmen wir unterschiedliche Propheten im Alten Testament her. Oder nehmen wir ähm Inspiration durch Dichtung, wie bei bei David her. Also unterschiedliche Formen. Und all diese Formen von von Gottes sprechen, durch die Natur, durch unterschiedliche ähm Mittel, kumulieren darin, dass Gott selbst unter die Menschen kommt. Also das Christ, der ganze Punkt davon, dass Gott sich offenbart, ist, dass Gott selbst unter die Menschen tritt in Jesus Christus. Gott Mensch wird. Gott uns begegnet. Und von dem ausgehend der Mensch Beziehung wieder haben kann mit Gott.
Und die Frage ist ja quasi Koran oder Bibel. Was ist dann die Bibel? Was ist die Rolle der Bibel? Die Bibel ist das Zeugnis, dieses Sprechen Gottes durch die Geschichte in unterschiedlichen Formen. Also eben in poetischen Formen, durch Psalmen, m Erzählungen. Also ganz, ganz große Teile der Bibel. Du, du hast die Betonung gehabt, sehr auf Propheten in der Bibel. Ganz große Teile sind vor allem historische Berichte. Also der Exodus, da passiert historisch etwas. Mose begegnet Gott, der sich offenbart als "Ich bin, der ich bin", als Jahwe, mit einem konkreten Namen, der gekannt werden möchte. Und die Bibel gibt Zeugnis davon ab. Das heißt, die Bibel behauptet von sich, dass sie ein zuverlässiges Wort ist, ein zuverlässiges Wort Gottes ist, von dem Handeln Gottes in der Geschichte. Und dieses Handeln Gottes in der Geschichte endet oder findet seine Erfüllung, seine Vollendung im Kommen Gottes in Jesus Christus. Da sehen wir Gott, den Füller. Also im Anfang vom Johannesevangelium heißt es ähm, dass wir Gott von Angesicht zu Angesicht begegnen. Das heißt, das ist die Behauptung quasi. Und davon davon gibt uns die Bibel Zeugnis, diesem Handeln Gottes durch die Geschichte. Wie spricht Gott heute zu uns? Einerseits können wir natürlich über den Charakter Gottes lernen aus der Geschichte. Also die Bibel gibt uns ein glaubwürdiges Zeugnis. Und andererseits ist die Behauptung von Christen, dass Christen eine persönliche Beziehung mit Jesus haben. Das heißt, wenn wir diese Schrift lesen, die uns Zeugnis gibt vom Handeln Gottes, und wir seinen Geist haben, dann können wir auch von Gott hören, Gottes Stimme hören, von Gott geführt werden, von Gott geleitet werden. Aber da geht's weniger um diese Leitung, die im Mittelpunkt steht, sondern mehr vor allem um diese Beziehung. Und diese Beziehung mit Gott, die da im Zentrum steht, der sich sichtbar macht, der sich nicht nur durch ein Buch sichtbar macht. Auch sagen, da gibt einen ganz berühmten Theologen, Herman Bink, der spricht darüber, dass wenn man mal Jesus kennengelernt hat, dann dann sehe ich Gottes Hände, Gottes sprechen in der gesamten Schöpfung eigentlich. Der Römerbrief in in von Apostel Paulus in in Kapitel 1, Vers 20 sagt, dass das das Unsichtbare Wesen Gottes in der Natur überall sichtbar geworden ist. Und das so spricht Gott heute noch zu uns, durch seine, durch das die Bibel, wo wir das Zeugnis haben, aber auch durch die Natur, auch durch den Geist, den uns gegeben hat.
Mhm. Okay, gut. Sat, gibt es von dir irgendwelche Rückfragen jetzt mal zum Verständnis? Vielleicht nur eine? Vielleicht nur eine kurze Zwischenfrage. Gernot, wenn Gott sich in verschiedenen Formen offenbart, wir haben, du hast über die Inkarnation gesprochen, darüber, dass Gott sich in der Natur offenbart, auch jeden Gläubigen individuell inspirieren kann. Welchen Stellenwert hat dann die Bibel für dich? Und glaubst du, dass die Schreiber der Evangelien göttlich inspiriert waren?
Ja, also die Antwort auf beide Fragen ist ähm, also die Antwort zweite Frage ist ja, auf jeden Fall. Inspiration, ein, deswegen ist Inspirationslehre etwas ganz Wichtiges im im Christentum. Also das ist die Überzeugung, dass Christen, der Christen ist, das ist nicht einfach nur irgendwelche Zeugnisse sind, sondern dass der Petrusbrief drückt so aus, dass heilige Männer vom Heiligen Geist getrieben diese Sachen aufgeschrieben haben. Das der Heilige Geist wirkt in ihnen, inspiriert sie aufzuschreiben. Und es ist so, wie Jesus voll Gott, voll Mensch ist, so ist es quasi Gottes Wort in Menschenwort, perfekt. Das ist nicht, das ist menschlich, das ist göttlich, das ist untrennbar. Das heißt, das ist die Rolle. Und die Bibel hat die höchste Rolle. Also das, ich bin persönlich lutherischer Theologe und der ganze Punkt der christlichen Kirche prinzipiell ist, dass die Bibel das normative Wort ist. Das ist das Wort, wo ich klar sehe, durch die Inspiration der Autoren, das ist so handelt Gott in der Geschichte. Und dadurch kann ich dann ableiten, was Gottes Handeln heute unter uns sein kann. Aber das muss immer durch die Bibel getrieben sein. Also die Bibel ist das zentrale, das letztgültige, letztgültige Autorität, was das betrifft. Ja.
Sat, möchtest du da noch mal nachhaken oder möchtest du gleich irgendwie auf das reagieren, dieses Verständnis, das Gernot dir jetzt präsentiert hat, davon, wie die Christen das verstehen, wie Gott zu ihnen spricht?
Also für mich macht das keinen Sinn, aber das glaube ich, wird die wenigsten wundern. Aber bevor ich natürlich auf die Ausführung von Gernot eingehe, ist mir sehr, sehr wichtig, dass ich hier keine religiösen Gefühle verletzen möchte oder irgendjemand in irgendeiner Weise kränken möchte. Ja, für mich macht es keinen Sinn, dass Gott Jahrtausende lang sich auf eine gewisse Weise offenbart, nämlich indem er zu Propheten spricht, in verschiedenen Formen. Wir haben auch verschiedene Ebenen von Offenbarung, beispielsweise durch Eingebung von Träumen. Wir glauben, dass Träume von Propheten Offenbarung von Gott sind, durch direkte, unsichtbare Ansprache, wie im Fall von Moses oder den Propheten. Nur jetzt bei Propheten, also nicht zu dem einzelnen Menschen, Mann oder Frau. Gott nicht durch, kann es auch geben, aber primär ist es so, das nennen wir Ilham, aber primär ist es so, das ist so Führung in gewisser Weise, ja, aber oder eben durch den Engel Gabriel. Und das ist die überwiegende Form der Offenbarung, die am Propheten geschickt wird. Aber wenn Gott sich Jahrtausende lang auf eine gewisse Weise offenbart, nämlich durch Propheten, macht es für mich keinen Sinn, dass er vor 2000 Jahren entscheidet, dieses Muster zu brechen und sagt: Okay, ich komme jetzt selbst auf die Welt, inkarniere in der Person Jesus Christus, um Klartext zu reden, um alles klarzustellen. Und das Ergebnis davon, er hängt am Kreuz und die Pharisäer machen sich lustig über ihn und äußern sich blasphemisch und zynisch: "Wir haben den Messias gekreuzigt." Also für mich klingt das wie ein fehlgeschlagenes Projekt. Oder und das ist das Dilemma: Jesus war ein schlechter Kommunikator. Wir sehen im Alten Testament in Jesaja, in Psalm, in erster Könige, Gott spricht ganz klar: "Wer ist? Ich bin der einzige Gott. Neben mir gibt es keinen anderen Gott. Du sollst niemand anderen anbeten, außer mich selbst. Niemand gleicht mir." Das ist ein Vers aus dem Koran: "Nichts und niemand ist ihm gleich." Und dann kommt Jesus, der derselbe Gott sein soll, und hat ambivalente Wortwahl. Also es ist nicht dieselbe Sprache. Er sagt beispielsweise, letzter Satz: "Ich und der Vater sind eins." Plötzlich, "Eh Abraham war, ich bin." Oder "Eh Abraham war, ich bin." Im Anfang war das Wort. Das sind das sind sehr mehrdeutige Verse. Und für mich ist es ausgeschlossen, dass der Autor des Alten Testaments Jesus gewesen sein kann.
Aber also du bist mehr mit dem Inhalt nicht zufrieden, aber du hast auch dieses Muster erwähnt, richtig? Dieses Muster, g. Das sind zwei Punkte, glaube ich, die mir interessieren, wie du darüber denkst. Voll. Also, ich glaube, zwei, zwei Grund, ähm, falsche Grundprämissen. Das hat hat schiefgegangen an dem Punkt. Also das erste ist, er verwendet ein islamisches Muster, um damit die christliche Offenbarung zu prüfen. Also, wenn wir beide jetzt vergleichen wollen, Koran oder Bibel, dann gibt's natürlich zwei Wahrheitskriterien, die wir anwenden müssen, nämlich erste, ist es das Kohärenzkriterium. Also ist es in sich selbst mit den eigenen Ansprüchen, die es für sich macht, korrekt? Keine Widersprüche, keine Widersprüche. Stimmt das mit dem überein, was es von sich sagen möchte? Und das andere ist die Korrespondenztheorie. Also stimmt das überein mit dem, was wir in der Welt finden? So, du nimmst jetzt ein islamisches Muster, nämlich Gott spricht immer durch Propheten und jetzt durchbricht er das Muster auf einmal mit Jesus. Also kurz, da, du hast, ich stimme, er hat vorhin was vom brennenden Dornbusch gesagt. Kommt es im Koran nicht vor? Ja, aber auch da hat Gott zum zum Propheten gesprochen. Okay, spricht zum Propheten. Alles klar. Also du glaubst ja nicht, dass Gott in dem brennenden Busch war oder nicht? Du glaubst ja nicht, dass er im Busch drinnen war als Gott. Das ist die Behauptung in der Bibel. Wie wie kommst du auf die Idee, dass Gott was macht, Gott in einem brennenden Busch? Gott ist überall. Aber das ist ja dasselbe, was wir letztens hatten. Wenn, wenn er zu seinem Propheten spricht. Für dich ist klar, sie sprechen nur über Propheten. Und für dich ist klar. Lass mich ganz kurz bitte die Frage von vorne beantworten. Genau. Ich glaube, was ganz, ganz Wichtiges, eben, das ist das falsche Muster, was du drauflegst. Also das, lass mich kurz, du hast es lange ausgeführt. Möchte ich die Frage. Ich wollte nur sagen, das war ja mein Fehler, dass jetzt das mit dem Dornbusch nachgefragt, weil weil ich dachte, da ist vielleicht ein Anknüpfungspunkt. Aber du hast uns ja schon gesagt, Gott kann auf viele Weise sprechen. Ich möchte die Frage beantworten. Wichtigste bei dieser Frage ist das Ziel der Bibel. Das ist das, was ich gesagt habe. Es fängt eben nicht an mit Gott, ist immer Propheten, sondern es fängt damit an, im Garten Eden, dass Adam mit Gott unterwegs ist. Und das Ziel der Bibel ist nicht, so wie du es beschrieben hast, der Prophet schickt gewisse Anweisungen, Rechtleitung an die Menschen, sondern das Ziel ist immer, dass Gott mit dem Menschen ähm in Beziehung tritt. Das Ziel ist, dass Gott den Menschen begegnet. Das tut er auf unterschiedlichste Art und Weise. Und das tut er, um sich selbst vorzustellen. Das heißt, man spricht in der christlichen Theologie von Selbstoffenbarung Gottes. Also, wenn z.B. Mose beim Dornbusch steht, dann fragt Mose: "Wer bist du?" Und er sagt: "Ich bin, der ich bin." Er sagt an dem Punkt quasi und sagt dann, nennt dann seinen Namen Jahwe und stellt sich vor und stellt seinen Charakter und gibt Mose diese Worte von: "Ich bin langmütig und geduldig" und und stellt sich vor, wer er ist und zeigt seinen Charakter durch die Geschichte. Und das wird immer deutlicher und findet dann seine Erfüllung in Jesus. Und dann machen auch diese Worte von Jesus, die du gesagt hast, das ist so verwirrend, die machen auf einmal absolut Sinn. Weil wenn Jesus sagt: "Vor Abraham bin ich", weil das sind die konkreten Worte im Griechischen, dann ist das ein Echo auf die Worte, die er sprach. Heißt, es ist dasselbe "Ich bin, der ich bin". Damit weiß er, ist das überhaupt nicht verwirrend, sondern jetzt quasi findet das vollkommen so, wie damals Gott Mose im Dornbusch begegnet ist, hinter einer Heiligkeit, wo das kann ich gar nicht erfassen, so macht Gott sich jetzt sichtbar, direkt sichtbar. Das heißt, das Muster der Bibel ist absolut klar. Das Problem, was du als Muslim hast, was du mit dem Koran hast, ist, du nimmst ein islamisches Muster, sagst: "Ja, Gott ist komplett transzendent, komplett fern" und der kann das doch nicht machen. Aber nehmen wir eine objektivere Brille. Setzen wir eine objektivere Brille. Aus welcher jüdische Gelehrte hat diese Stelle, wo Gott aus dem Dornbusch spricht, so interpretiert, wie du sie interpretierst, dass Gott in dem Dornbusch ist? Kein Gelehrter in tausende Jahre lange jüdische Gelehrsamkeit. Halte ich für ein Gerücht. Ganz einen. Da müssen wir dann. Ich habe keine Längen, aber. Also, wenn das ist, aber ich habe diese, ich habe diese Recherche gemacht. Deswegen, wenn Gott im brennenden Dornbusch sagt, auf Hebräisch: "Ich bin, der ich bin", das ist dasselbe, wie wenn ich mit dir telefoniere. Das haben wir ja letztens auch gehabt. Und du hörst meine Stimme am Smartphone, dann bin ich nicht in deinem Smartphone, aber du hörst meine Stimme. Das heißt, Gott kann es doch so veranlassen, dass seine Stimme aus dem brennenden Dornbusch gehört wird von Mose, weil. Noch wichtig, Jesus sagt nicht, er sagt "Ego Eimi", das ist aber nicht dasselbe. Ja, nein, weil das erste in griechisch übersetzte hebräische, die hebräische Tora, die hebräische Bibel, die Septuaginta, dort wird es nicht so übersetzt, dort heißt es "Ego Eimi". Das heißt, richtig. Das heißt, Jesus hat diese Worte nicht eins zu eins in den Mund genommen. Er sagt nicht "Ego Eimi, Ego Eimi". Sagen auch Paulus, "Ego Eimi", sagen auch Könige. Genau. In. Also, das ist zu beiden Sachen. Das erste halte ich für absolutes Gerücht. Ich, ich sitze nicht damit in der Liste von jüdischen Gelehrten, aber das ist Konsens. Da kannst du nachlesen bei jedem, der sich mit Zweitem Tempel Judentum, Palästina, erstes Jahrhundert auseinandersetzt. Das ist Konsens, dass Juden davon ausgehen, es ist der Messias kommt. Es ist Konsens, dass Gott sich, dass Gott spricht. Es ist Konsens, dass Gott dem Bündnis Gottes, der sich sichtbar macht und dem Volk direkt begegnet. Okay, wo ist der Konsens, dass sie glauben, dass das der, dass Gott im Menschen inkarniert? Kein Jude glaubt das, Gernot. Das stimmt ja nicht. Weil, also das stimmt, das stimmt. Also das ist ein, das ist ungefähr so, wie wenn du sagst, wo ist der Konsens unter Leuten, die nicht sehen können, dass weiß ich nicht, das Blau blau ist. Das heißt, der Punkt ist, sobald du glaubst, dass Jesus Mensch wird, gibt es Gott Mensch. Und es gibt Millionen messianischer Juden in Israel, in Österreich, an allen möglichen Orten, messianische Juden, die das glauben. Es gibt haufenweise Juden, die das damals geglaubt haben, die damals zum Glauben akzeptiert haben. Prophet im Alten Testament durchaus. Jüdische Gelehrte sprechen davon, dass Gott selbst kommt, um seine Schafe zu weiden. Ja, aber das ist das Schöpfungsprinzip. Du verlierst uns jetzt ein bisschen. Ihr werdet bald zum nächsten Thema gehen, aber ich möchte, dass du das noch sagst. Aber erklär uns, was das für ein Prinzip ist, von dem du. Prinzip bei Juden ist ganz klar: Gott wählt bestimmte Propheten, Könige oder Menschen als Autoritäten aus, die in seinem Namen zu Menschen sprechen. Moses wird im Alten Testament als Elohim bezeichnet, Gott im Majestätsplural. Wenn du jetzt mit deiner christlichen Brille das liest, würdest du sagen, Moses ist Gott. Moses ist aber nicht Gott. Das ist Gott wählt Engel, Propheten, bestimmte Menschen, bezeichnet sie als. Jüdische Richter wurden in Psalm 82, Vers 6, werden Götter, Söhne des Höchsten genannt. Das ist die jüdische Sprache. Hier im Moment ist wichtig zu verstehen, dass du sagst, die Christen verstehen das Alte Testament nicht. Also ich glaube in Wirklichkeit, dass Gernot hier eine christliche Brille retrospektiv projiziert, um seine Theologie halt eine Grund seiner Theologie eine gewisse Grundlage zu geben. Weil der objektivste Standpunkt in unserer Diskussion ist die jüdische Gelehrsamkeit. Ist so. Also, wenn wir das Alte Testament verstehen wollen, weil, weil du in Bezug auf das Alte Testament machst Sachen dort so interpretierst, die Juden Jahrtausende lang nicht so interpretiert haben. Stimmt nicht. Also das, das ist genau, Gernot, das ist genau der Fehler. Du kannst nicht heutiges Judentum nehmen. Du musst das Judentum der zweiten Tempelperiode im ersten Jahrhundert in Palästina nehmen. Das ist der Kontext, in dem Jesus spricht. Und in dem Kontext ist es absolut klar und verständlich, was Jesus sagt. Ja.
Persönlich, ich möchte gern, ich werde jetzt zum nächsten Punkt gehen. Also wir haben gehört, aus deiner Sicht ist das, was Christen sagen, ein durchbrochenes Muster, das du erwartest. Und außerdem denkst du, dass das mit der Interpretation des Alten Testamentes nicht ganz passt. Du hast darauf eingegangen und ich möchte jetzt aber nur von dir hören, weil du hast auch bei Sat vorhin nachgefragt, ähm, wie das mit der Überlieferung war, z.B. Also wir haben jetzt gehört, warum das für Sat nicht einleuchtet, was du sagst. Aber mich interessiert auch, warum das für dich nicht einleuchtet, was Sat sagt. Okay, nehmen wir die, die zwei Kriterien, die vorhin beschrieben habe. Also ist es quasi in sich selbst kohärent? Und ist es mit sich selbst konsistent? Also ist es korrespondiert mit der Realität? So, ist es mit sich selbst kohärent? Also du meinst wieder, es gibt keine Widersprüche in dieser, ist das ein schlüssiges System in sich selbst? Und da scheitert für mich schon mal der Koran. Also der Grundproblem, was der Koran hat, was das immer und immer und immer wieder versucht, der Bibel umzuhängen, ist zu sagen: "Ja, aber wart mal, Gott ist ja fern. Gott kann nicht diese Grenze durchbrechen, kann nicht im Dornbusch sein. Er kann nicht Mensch werden." Also er schreibt Gott alle möglichen Dinge vor, die Gott nicht machen darf, weil der Islam das Gott verbietet. Das Problem ist, der Islam nimmt an, dass Gott komplett transzendent ist. Heißt, Gott ist komplett nicht von dieser Welt. Und deswegen kann Gott nicht direkt mit einem Propheten reden, direkten Sache mit dem Engel Gabriel. Die Problem ist, dass dass der Islam das Problem nicht löst. Der Islam stellt diese Frage offen. Das heißt, irgendjemand muss direkt mit Gott kommuniziert haben. Hast du versucht, die Geschichte zu lösen mit, da gibt's ein oberen Himmel, gibt einen unteren Himmel, von dem unteren Himmel, also es wandert von dem oberen Himmel in den unteren Himmel, es wandert von den unteren Himmel auf die Erde runter. Das ist aber ein nicht konsistentes Problem. Dann durchbricht Gott sowieso die Grenze schon mal. Das ist damit in sich selbst schon mal nicht konsistent. Aber das stimmt nicht. Ich habe auch erwähnt, dass Gott, ich habe drei Ebenen von Offenbarungen angesprochen, wo ich gesagt habe, es Gott kann auch direkt zu einem Propheten sprechen, wie er es mit Moses und dem Propheten Mohammed gemacht hat. Okay, aber dann durchbrichst du schon dein Transzendenzprinzip. Gott kann direkt zu Menschen sprechen. Korrekt. Doch, Gott kann direkt zu Menschen sprechen. Was spricht dann dagegen, dass Gott sich direkt den Menschen zeigt? Er zeigt sich durch seine Offenbarung. Warum es keinen Sinn macht, dass Gott selbst Mensch wird? Weil er dann, weil er Gott, der der omnipotente Eigenschaften hat, Allmacht, Allwissenheit, Unabhängigkeit, ewige Existenz, plötzlich eine menschliche Natur annimmt und in derselben Person Jesus Christus wir plötzlich widersprüchliche Eigenschaften haben. Wie kann Jesus Christus? Das ist wichtig, weil Koran oder Bibel. Aus deiner Sicht ist der Inhalt der Bibel widersprüchlich. Genau. Auf das würde ich auch vielleicht noch in zwei Sätzen auf den Punkt, den er gesagt hat, warum Gott nicht auf der Erde kommen kann, weil er dann sich disqualifiziert als Gott. Und das ist eine völlig, ein völlig vernünftige Herangehensweise. Da muss ich nicht mehr eine muslimische Brille aufsetzen. Gott, sobald Gott auf die Erde, sobald Gott auf die Erde kommt und sich in Jesus Christus inkarniert hat, hat die Person Jesus Christus sich ausschließende Eigenschaften. Er ist zur selben Zeit allmächtig und schwach, allwissend, hat ein Mangel an Wissen, unabhängig, aber zur selben Zeit abhängig, weil er zum Feigenbaum geht und essen muss. Wie bringst du diese sich widersprüchlichen Eigenschaften in einer Person zusammen? Wenn das kein Widerspruch ist, dann weiß ich nicht, was ein Widerspruch ist. Hab erlebt, dass wir plötzlich, wir waren dabei, du wolltest erklären, warum das genau, was gesagt hat, nicht für dich einleuchtet. Jetzt sind wir beim Feigenbaum gelandet. Da bitte ich dich jetzt kurz darauf zu antworten, weil mich interessiert das andere auch, was du da dazu denkst.
Zum Feigenbaum? Nein, eben, darauf sollst du kurz antworten, zu dieser Argument von der Widersprüchlichkeit durch die Menschwerdung Gottes. Aber dann möchte ich wirklich auch noch von dir hören, eben, weil du angefangen hast, etwas zu sagen, was dich nicht am Koran überzeugt. Genau. Absolut. Ich antworte auf das auf die Frage von dir und vom Sat und dann gebe ich noch einen weiteren Kritikpunkt, der der der der die die Herausforderung das Problem, was das SE stellt, ist und das haben wir immer und immer wieder in unseren Diskussionen. Gott ist das größtmögliche denkbare Wesen. Das ist die Definition von Gott. Die Logik, die du über Gott, du stellst quasi Logik über Gott. Logik ist das Gesetz, das über Gott steht. Und ein Gesetz, das über Gott steht und Gott kann nicht diese Logik durchbrechen. Grund, dein Gott eigentlich ist nicht ein allmächtiger Gott, den Gott ist gebunden an die Logik. Mein Gott ist ein lebendiger Gott, der in sich selbst Logik ist und der selbst verbinden kann. Das ist wichtig. Und Leid jetzt über. Er kann auch.
Ein Widerspruch sein. Also, meine, was du sagst, zu dieser Sache mit dem, dass wenn Gott Mensch wird in Jesus, wie Christen das behaupten, dass das dann ein Widerspruch in sich ist. Das ist kein Widerspruch. Nein, also das ist ein, es ist ein Paradox. Paradox ist ein scheinbar, das ist scheinbar aufg, muss aber, der muss nicht von uns aufgelöst werden. Ein scheinbarer Widerspruch heißt nicht, dass du es auflösen okay. Das heißt, Widersprüche sind möglich in der Essenz von Gott. Paradoxen sind möglich.
Was siehst du dafür, Entschuldigung, bitte, was siehst du dafür einen Unterschied? Unterschied zwischen Paradox und Widerspruch. Der Unterschied zwischen ein Paradox und ein Widerspruch ist ganz einfach. Ein Widerspruch ist ontologisch im Sein, ein wieder, etwas, was sich widerspricht. Ein Paradox ist ein scheinbarer, aber das, die Definition macht keinen Sinn. Du, lassen wir kurz. Du definierst Widerspruch mit Widerspruch. Ein Widerspruch sind sich zwei ausschließende Aussagen, die nicht zusammengeführt werden können. Richtig. Das heißt, die Frage so. Das bedeutet, erklär mir, wie es möglich ist, dass in einer Person sich Allmacht findet und Mangel. Das ist jetzt eine konkrete Frage. Das war meine Frage. Genau. Meine Kritik. Das noch mal sagst. Genau. Ich würde jetzt gerne meine meine Kritik äußern. Für mich, die logische Konsistenz und auch die Korrespondenz des Korans ist nicht gegeben, weil das Ziel Gottes ist, dass er sich bekannt macht. Jetzt erwähnst du in deiner Einleitung, Gott hat in der Vergangenheit in allen möglichen Sprachen, in allen möglichen Kulturen, zu allen möglichen Menschen gesprochen. Jetzt die größte Erfüllung dieser Logik ist, er spricht in einer konkreten Sprache zu Menschen, die nur diese eine Sprache können. Das ist, es ist absolut exklusiv, es ist absolut nicht zugänglich. Muss Arabisch. Du musst Arabisch des zehnten Jahrhunderts sprechen, um mit Gott zu kommunizieren. Das heißt, das ist etwas absolut, also von der Logik her. Gott hat immer schon zu allen Menschen gesprochen. Er spricht in einer Sprache, komplett limitiert. Das heißt, es ist noch dazu ein, ein Arabisch, das, äh, das quasi, also, das macht in sich selbst keinen Sinn, wenn Gott gekannt werden möchte. Also, das, du, Jan, du musst Arabisch sprechen, Gott zu kennen, sonst Pech gehabt, oder? Ich verstehe die Frage, oder du. Also, das, das ist für mich in sich selbst nicht logisch, wenn Gott den Menschen sichtbar werden möchte. Und das andere, darauf antworte ich. Genau. Und das andere ist, was Gott zeigt sich und erklärt. Also, Gott macht sich dadurch nicht, nicht greifbar. Gott gibt uns nur seinen, gibt uns ein Buch, aber er macht sich nicht selbst bekannt. Er stellt sich uns vor. Also, das ist für mich kein Argument, weil in jeder Sprache, in der sich Gott offenbart, könntest du dieses Argument anführen. In jeder Sprache. Wenn es sich auf Englisch offenbart hätte, hättest du sagen können, wieso auf Englisch? Die Sprache ist nur 1500 Jahre alt. Wenn er sich in Hindi offenbart hätte, hättest du dasselbe Argument. Also, das ist eigentlich in Wirklichkeit ein Nicht-Argument.
Darf ich ausführen? Ja. Der Grund, warum Gott für seine letzte Offenbarung die arabische Sprache gewählt hat, liegt auf der Hand. Die arabische Sprache ist eine unheimlich reiche Sprache mit einem unheimlich großen Wortschatz, wo du mit wenigen Worten dich sehr präzise ausdrücken kannst. Nehmen wir die deutsche Sprache her. In Deutsch haben wir in der Sprache von Goethe 500.000 Wörter. Im Arabischen haben wir 12 Millionen Wörter, von denen aktuell 10% aktiv gesprochen wird. Und die Reiche dieser Sprache sehen wir an vielen Beispielen. Ich will nur ein Beispiel geben, damit die Zuschauer auch das verändert. Wenn wir den Begriff Kamel hernehmen, so im Deutschen, um verschiedene Arten von Kamelen zu beschreiben, müssen wir mehrere für Wörter verwenden. Männliches Kamel, weibliches Kamel, ein Kamel, was schnell verloren geht. Sechs Wörter. Im Arabischen gibt es 300 verschiedene Wörter, um verschiedene Arten von Kamelen zu beschreiben. Das bedeutet, die arabische Sprache ist reich. Die Bedeutung ist bewahrt geblieben, weil das erste arabische Wörterbuch bereits im 9. Jahrhundert verfasst wurde. Und die arabische Sprache ist nicht klein zu reden. Es ist bis heute noch eine Lingua Franca und wird als Verkehrssprache verwendet. Das ist also, du hast das Argument auf dreifache Art und Weise nicht richtig beantwortet. Erstens, erster Fehler bei der Antwort. Ich habe nicht gesagt, Gott muss sich in einer Sprache offenbaren. Das muss man übersetzen. Die Behauptung des Islam ist, dass die Offenbarung Gottes an das Arabische gebunden ist. Also, wenn ich hier diesen Koran, es muss in irgendeine Sprache gebunden sein. Diesen Koran habe ich von dir geschenkt bekommen. Nein, ich glaube nicht. Das ist nicht. Doch, bei der ersten Diskussion mit dir haben wir dir damals von mir. War das okay? Okay, gut. Kann ich. Ich kann mich. Liegt dein Punkt. Genau. Beschreibung am Anfang. Der edle Koran, die ungefähre Bedeutung in der deutschen Sprache. Das heißt, das, das ist nicht so, dass quasi Gott sich in einer Sprache offenbart. Okay, natürlich muss er sich in irgendeiner Sprache offenbaren, aber er bindet sich an diese Sprache, was er im Christentum nicht tut. Im Christentum ist von vornherein eine Übersetzungsreligion. Deswegen sind die biblischen Texte auch so gut belegbar. Du hast in kürzester Zeit der, aber genau, aber es ist, das ist nicht relevant. Am Ende des Tages, weil Übersetzung, schau mal, das ist genau das Problem. Eine Sache noch, weil das Argument finde ich interessant. Das ist genau das Problem. In Übersetzungen gehen Bedeutungen verloren. So, du hast vom Neuen Testament in etwa 3000 griechische Manuskripte, 8000 lateinische Manuskripte und vielleicht 1000 hebräische, in etwa 15.000 Manuskripte. Wir haben sehr, sehr viele Manuskripte vom Neuen Testament. 28.000. Ja, ich, in meiner Recherche bin ich auf 15.000 gekommen, aber wie dem auch sei. Keiner spricht darüber, dass 94% all dieser Manuskripte auf die Jahre nach dem 9. Jahrhundert datiert werden. So, jetzt hast du dutzende verschiedene Sprachen, teilweise semitische Sprachen, teilweise nicht-semitische Sprachen, und deswegen hast du auch so viele Versionen von der Bibel und vom Neuen Testament. Im Arabischen haben wir eine Sprache, wo sich Gott offenbart hat, mit einem unheimlich großen Wortschatz, und das macht auch völlig Sinn, dass sich Gott in so einer Sprache offenbart hat. Warum? Es ist eine Verkehrssprache. Es ist nicht irgendeine Sprache, die man nur im zehnten Bezirk spricht, sondern es ist eine Lingua Franca, und jeder kann sie lernen. Und du hast, wir haben die eine Übersetzung gegeben, wo du auch die ungefähre Bedeutung hast. Aber der Punkt, der Punkt, also der Punkt ist nicht, dass man übersetzen kann. Der Punkt ist nicht, dass man Übersetzung, was verliert. S, der Punkt, also Arabisch ist deswegen eine Verkehrssprache, weil der Islam sich verbreitet hat. Also, Arabisch, arabisch ist deswegen eine Verkehrssprache, weil sich der Islam verbreitet hat, nicht weil Arabisch verehrt wurde. Natürlich. Zweitens, wenn Arabisch so eine reiche Sprache ist und ein Beispiel mit Kamelen zählt deswegen nicht, weil auf Indonesisch habe ich dafür zehn Wörter von Reis und auf Inuit habe ich 15 Wörter von Schnee. Im deutschen von ihrer Erfahrungswelt geprägt. Natürlich, wenn ich eine Sprache habe, die auf der arabischen Halbinsel stattfindet, habe ich viele Wörter für Kamele, großartig. Aber wenn ich, wenn ich das hernehme, was Islamwissenschaftler zum Entstehen des Korans sagen, wenn Arabisch so eine reiche Sprache ist, warum? Das ist Konsens in der Islamwissenschaft nach zu Luxemburg, nach, also wichtiger Gelehrter, Islamwissenschaft, Luxemburg 2011 publiziert, 2003 publiziert, Kai Small. So, stehen das Koran, dass der Koran lehnt ganz, ganz heftig an der syrischen Sprache an, weil sie, gewisse Dinge im Arabischen nicht ausgedrückt werden können und der Koran sich ständig Leihwörter aus dem Syrischen nimmt. Also, wenn das so, wenn das, also, wenn das das Argument ist, dann scheitert schon am Koran, weil der Koran hat nicht genug Wörter auf Arabisch und muss in Syrisch.
Ganz kurz, ich würde nur gern von dir was hören. Sat hat diese ganzen Zahlen mit den Manuskripten gesagt, mit den verschiedenen Sprachen. Möchtest du auf das irgendwie reagieren? Das würde mich nur interessieren, was du dazu sagst. Wir haben viele Manuskripte in vielen Sprachen. Das stärkt die Glaubwürdigkeit, oder das Argument vom Ser, dass die Glaubwürdigkeit mindert, ist in sich selbst, also macht für mich keinen Sinn, weil das stärkt die Glaubwürdigkeit. Wenn ich mehr Textzeugnisse habe, ist die Glaubwürdigkeit besser belegt. Also, aber er hat ja gesagt, es gibt zu viele Versionen. Es gibt, also, es gibt keine vier. Also, natürlich, es gibt eine, eine ostgotische Version und es gibt eine amharische Version. Aber das, das bedeutet Übersetzung. Das bedeutet Übersetzung. Das heißt nicht, dass es viele Versionen gibt. Das andere ist, und das ist etwas, was den Koran und die Bibel unterscheidet, ist der Koran macht es am, macht es im exakten Wortlaut des Arabischen fest, weil, und das habe ich vorhin gesagt, das Christentum sagt, die Bibel ist ein Zeugnis vom Handeln Gottes in der Geschichte. Macht sich auch nicht am direkten Wortlaut fest. Der Wortlaut im ostgotischen und der war, also, ich gibt andere Worte, wie ich Hand ostgotischen, herischen, ich weiß nicht, was du damit bezweckst, aber gehen wir auf christliche Theologen. Dr. Bruce Metzger ist die Autorität, wenn es um Bibelversionen geht, der dutzende Manuskripte verglichen hat. Und in seinem Dictionary Bible Interpret Dictionary to the Bible sagte, es gibt in den Manuskripten keine Seite, die identisch ist mit den anderen. Ich weiß nicht, wie du zu dieser Erkenntnis kommst. Und diese, diese, diese sind ja klar ersichtlich. Origenes sagt, dass die Kopisten der Bibel vieles verkürzt haben, vieles in die Länge gezogen haben und ihre und unzulänglich waren und unzuverlässig waren. Origenes von Alexandria sagt das selbst. Einer der frühen, er war kein Kirchenvater, aber eine Korifee in der in der frühen Christenzeit. Ich weiß nicht, von welchem Jahrhundert sprechen wir? Zweites Jahrhundert sprechen wir hier. Drittes Jahrhundert. Aber abgesehen davon, Anfang drittes. Aber sag noch mal was zu dieser Sage, zu dieser diesem Thema eben, das Sat anspricht, eben diese Veränderungen in den Texten, weil ich weiß nicht, ob das Bruce Metzger tatsächlich gelesen hat, aber wenn er, wenn er ihn gelesen hat, dann hast du den Sinn von dem, was Bruce Metzger gesagt hat, falsch dargestellt, weil was er sagt, an dem Punkt ist, dass wir können den Text der Bibel zu 99,99999% rekonstruieren, wie in den Originalmanuskripten war. Wenn Blätter von den Abweichungen spricht, dann spricht er von Grammatikfehlern, Rechtschreibfehlern bei Abschriften. Das habe ich selbe Problem haben wir bei koranischen Abschreibungen. Exakt dasselbe Problem. Kritik. Was ist das Problem bei koranischen Manuskripten? Ist dir das bekannt? Es gibt keine Textkritik im Koran. Also, 200 Jahre danach gemacht hat, hat im noch niemand gemacht, oder? Nein, es gibt keine 200 Jahre nach dem Koran. Bart selbst sagt, es gibt keinen Grund, sich mit dem Koran zu beschäftigen. Es ist nicht vonnöten, eine Textkritik in Bezug auf den Koran zu haben. Große Wissenschaftler sagen, für die Zuhörerinnen, Zuschauerinnen, möchte und Zuschauer, möchte das nur sagen, Textkritik bedeutet, verschiedene Manuskripte, Handschriften, die da liegen, zu untersuchen und zu schauen, was ist die wohlwahrscheinlichste ursprüngliche. Notwendig, bitte, ger. Zwei, zwei Grundfehler wieder. Also, das erste ist mal, se, das ist ein logischer Fehlschluss, nämlich eine Redaktion zur Autorität. Ich mache ein Autoritätsargument. Ich sage, der sagt das. Das ist kein Argument. Ein Autoritätsargument. Es gibt Textkritik zum Koran. Also, es gibt Wis, also B ist Bibelwissenschaftler, den kann man nicht reinwerfen. Der sagt nicht, ich kann dir Dutzend andere auch noch geben. Ja, sind Bibelwissenschaftler. Ich kann dir Dutzend Orientalisten und Islamwissenschaftler, Experten im Bereich Manuskripte. Genau. Also, es gibt z.B. K, also die wichtigsten sind Kie, Small, z.B. Luxemburg. Es gibt, aber merkwürdig, dass ich die von denen noch nie gehört habe, aber von Oxford University Press und was, also, was, was sagt der da? Der K. Er, er sagt, dass, also, er sagt, dass der Koran, also, der, der Punkt ist, der, der Koran hat, es gibt eine Tradition von Textkritik. Das ist mal das erste Fest. Es gibt eine Tradition von Textkritik, die versucht, das wiederherzustellen. Und der Koran hat genau dieselben raus, Abschreibefehler. Also, das passiert, wenn Leute händisch Sachen aufschreiben, macht man Fehler. Das zweite ist, der Koran hat noch ein weiteres Problem, weil du Interpolation, dass sich die arabische Sprache verändert hat in den Jahrhunderten. Kannst du mir irgendein Beispiel geben für diese Behauptungen, die du jetzt aufgestellt hast? Zwei Behauptungen gemacht hast. Du sagst, es gab eine Interpolation, eine spätere Hinzufügung. Da würde ich gerne drauf zukommen, wenn ich, wenn du mir die Frage beantwortest. Eine, das eine ist, und das ist sehr, sehr umstritten. Ich bin persönlich sehr pro-islamisch, an der Stelle. Also, ich bin absolut der Meinung, dass der Großteil des Korans, äh, auf einen Propheten zurückgeht, namens Mohammed. Also, ich bin, das ist sehr, sehr gut gesehen. Ich glaube, dass die Indizien dafür sehr, sehr stark sprechen. Aber, dass der Koran sich historisch entwickelt hat, ist relativ eindeutig. Das, dass Mohammed zu einem, zu einem Propheten, also die Bedeutung, die er bekommt, gewinnt erst unter Abdul Malik in dem ganzen, in den ganzen Erbfolgestreit um 680, also deutlich nach dem Leben des Propheten. Da wird dann diese Tradition gesammelt. Das heißt, es gibt natürlich absolut, äh, diese Tradition davon, dass, äh, das auf Mohammed zurückgeht. Das ist unwiderlegbar. Mohammed ist eine historische Person. Wer das Gegenteil behauptet, äh, hat sich damit nicht auseinandergesetzt. Da bin ich voll bei dir. Ähm, also, ich bin nicht einer von den Anti-Islam-Leuten, aber der Punkt ist, es gibt Veränderungen. Also, der Text formt sich dann. Das einzige wichtige für mich hier ist, dass wenn du Behauptungen aufstellst, dass du sie zumindest mit Beispielen unterlegst. Okay, welche Interpolation? Welche sieben Koranversionen? Ich kann Koranversionen. Okay, wovon du sprichst, ist folgendes. Es gab zwei Phasen der Zusammenführung des Korans. Erstmal gab es keine Notwendigkeit, am Beginn der Prophetengefährten den Koran zu kodifizieren. Warum? Es konnten ihn bereits hunderte Prophetengefährten auswendig, gänzlich. Das ist in islamischen Texten belegt. Nach der Schlacht von Yamama, es war eine Schlacht, an der Muslime teilgenommen haben, kam es dazu, dass viele dieser Hufaz verstorben sind. Das heißt, aus dieser Notwendigkeit heraus hat man beschlossen, dass man jetzt den Koran, der schon verschriftlicht war, in Pergamente, in auf Baumrinden, auf Knochen, auf Tierhaut kodifiziert, unter der Aufsicht von Zaid bin Thabit, okay, einem Prophetengefährten. Das wurde getan. Der Koran wurde kodifiziert vom ersten Kalifen. Was ist danach geschehen? Die zweite Phase war, dass als der Islam expandierte, in die Levante expandierte, haben die Prophetengefährten begonnen, Menschen zu hören, die den Koran merkwürdig rezitieren. Woraufhin sie gesagt haben, okay, wir müssen die Lesart des Korans standardisieren, zu der Lesart von dem Stamm des Propheten Mohammed. Und da haben sie zugestimmt und haben manche Überlieferung, Überlieferungen sagen vier Exemplare des Korans standardisiert, manche sagen sieben. Und ich gehe davon aus, das ist das, was du meinst, um die Lesart des, also, wir sprechen hier nicht nur vom Text, sondern von der Lesart, um diese zu standardisieren. Das war die Vorgehensweise. Wer würde mir hier zustimmen? Jane McAuliffe, islamische Orientalistin, Orientalistin vom Georgetown University. Wer würde mir da noch zustimmen? Ich habe Bart Ehrman bereits erwähnt. Wer würde mir noch zustimmen? Professor Angelika Neuwirt aus Berlin, Expertin für Koranmanuskripte. Wer würde mir noch zustimmen? Jetzt vor kurzem, 2018, Maarten van Putten, bitte googeln. Er hat ein für ein Projekt ein Budget bekommen von 2 Millionen Dollar oder Euro, um zu sehen, ob das muslimische Narrativ über den Koran kohärent ist. Und er ist zu der Erkenntnis gekommen, dass das muslimische Narrativ, was ich gerade aufgezählt habe, kohärent ist. Die Schwierigkeit mit dem Argument ist, du, also, a, ich kenne diese Geschichte, die du erzählst. Die Schwierigkeit sind, ich habe dazu, also, die Schwierigkeit ist, dazu, du erzählst den traditionellen islamischen Narrativ. Leute, die sich wissenschaftlich damit auseinandersetzen, sehen, es ist schwierig zu rekonstruieren. Es gibt drei mögliche Theorien, und die Theorien, das ist Konsens, ist, dass der Koran fertig ist irgendwo im Zeitalter der Umayyaden und der Abbasiden-Kalifate. Das sind wir deutlich später. Also, wir haben Schlacht von Z, dann, dann erklär mir einen Punkt. Wir haben, schau mal, vergessen wir das muslimische Narrativ. Vergessen wir das musl. Schauen wir uns westliche Wissenschaftler. Wir haben in Birmingham, 6000 km von Mekka entfernt, im im 20. Jahrhundert ein Koran-Manuskript gefunden mit der Sure Maryam, mit der Sure und mit der Sure Kapitel 18, 19 und 20. Also, es wurde dort nicht ausgegraben, sondern sie haben sie ihm, ich weiß, gefunden, ja, möglich. So, diese konnte sogar radiocarbon datiert werden. Das bedeutet, man hat sich den Kohlenstoff angesehen, und der, das späteste Datum dieses Manuskripts wird auf das Jahr 645 datiert. Wann ist das früheste Datum? Irrelevant. Ganz wichtig. Nee, ist irrelevant. Wieso? Weil das früheste Datum geht ungefähr 80 Jahre vor der Geburt des Propheten. We, warum? Weißt du, warum? Weil bei der Radio-Carbon-Methode kann man sehen, weil es kann sein, es kann sein, dass es ein, dass es ein Pergament ist, wo man gelöscht hat, drauf geschrieben hat, gelöscht hat, drauf geschrieben hat. Das heißt, das Pergament selbst kann älter sein, aber die Schrift wird, das späteste Datum auf das Jahr 6. Kann jeder googeln, auf das Jahr 645. Das sind 13 Jahre nach dem Tod des Propheten Mohammed, Friede und Segen sein mit ihm. Das bedeutet, denkst du, das wurde von einem Kind oder einem Erwachsenen verfasst? Schau, du versuchst, ne, ne, ne, denkst du, das wurde von einem Kind oder von einem Erwachsenen verfasst? Weiß ich nicht. Ich hab keine Ahnung. Okay. Was macht mehr Sinn? Was macht mehr Sinn? Erwachsener. Ein Erwachsener. So, könnten wir sagen, ein Erwachsener ist jemand, der ab 13, ab 14 Jahren ist. Irrelevant für die Frage, aber, ne, ich frage einfach. Also, du möchtest zeigen, dass die mögliche Wahrscheinlichkeit, dass der Verfasser dieses Manuskripts, wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit? Wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Manuskript von jemandem verfasst wurde, der den Propheten Mohammed, Friede und Segen sein mit ihm, direkt getroffen hat? Das ist das Problem von Apologetik. Das heißt, apologetisch. Genau. Ich beantworte es gerade. Das Problem von Apologetik ist, dass man nicht ehrlich mit den Argumenten umgeht. Das, du versuchst gerade, deinen Kuchen gleichzeitig zu haben und zu essen. Was du machst, ist, du sagst, ja, warte mal, das 50, 80 Jahre vorher. Das ist ja, weil wir das, das Pergament, die Schrift, die Schrift wird nicht gemessen bei der Radiocarbon-Methode, immer das Pergament gemessen. Richtig. Und das Pergament kann älter sein. Genau. Das Pergament kann. Paleografen schauen sich die Schrift und bestimmen damit. Du stellst deine Behauptung, dass das das späteste Schreibdatum ist, weil das Pergament ist irgendwann zwischen den 50er Jahren und 645 datiert. Das heißt, aber geschrieben kann es worden sein auch im 8. Jahrhundert. Das ist absolut. Das, du, du versuchst gerade, das ist Radiocarbon. In der Radiocarbon, wir ganz kurz, damit wir das noch mal hören. Also, hat ein bisschen gedauert, aber gerne. Du sagst, es ist irrelevant, wie alt das das Pergament ist, die Haut des Tieres, auf die geschrieben wurde. Es könnte irgendwann mal viel, viel später auch geschrieben worden sein. Was, wenn man ehrlich wissenschaftlich arbeitet, dann muss man sagen, okay, es gibt mehrere Thesen, die man aufstellen kann dazu. Eine These wäre zu sagen, also, das Ser versucht zu sagen, okay, wir lassen das, die alte Datierung weg, weil das kann irgendwann gemacht worden sein. Aber ich datiere es auf das spätestmögliche Radiocarbon-Datierung des Pergamentes und sage, da ist es geschrieben worden, innerhalb von 13 Jahren des Lebens des Propheten. Okay, so funktioniert Wissenschaft nicht. Wissenschaft, der Diskurs zum BM. Was ist dann dein Argument? Okay, ja, genau. Der Koran wurde verfasst vor, vor der Geburt des Propheten Mohammed. Genau. Der Punkt, der Punkt, also, das macht überhaupt keinen. Der Punkt ist, der Punkt ist, der, du kannst ja gerne wissenschaftliche Papers durchlesen zum Birmingham Koran. Die Thesen sind, wahrscheinlich ist es später geschrieben worden. Möglich ist aber auch, dass der Prophet. Wir leben in einer Zeit um Auslegung. Es geht darum, was haben wir von uns. Wollen jetzt auch noch fertig. Argument. Also, der Punkt ist, was die wissenschaftlichen Papers sagen, ist, es kann sein, dass dieser Text Stellen auf eine prä-Mohammed-Tradition zurückgeht. Es kann sein, dass auf Mohammed zurückgeht. Es kann sein, dass es später entsteht. Das ist inkonsklusiv. Also, rein wissenschaftlich. Aber wir haben nicht nur das Birmingham Manuskript. Ich habe nur angenommen, inkonklusiv. Richtig, richtig. Wir haben Manuskripte in Usbekistan, wir haben Manuskripte in Ägypten, wir haben vollständige Manuskripte in der heutigen Türkei, alle aus dem ersten Jahrhundert der islamischen Zeit. Was würdest du tun, wenn du ein Manuskript des Neuen Testaments hättest, was auf das erste Jahrhundert datiert? Was würdest du tun? Das Gespräch würde ja gar nicht mehr stattfinden. Das einzige, was wir vom Neuen Testament haben, das einzige, was wir aus dem Neuen Test, das früheste ist das Papyrus 52, wird auf das Jahr 125 bis 150 nach Christus datiert und hat die Größe einer Kreditkarte. Das ist das einzige, was du hast. Und du kritisierst drei gesamte Kapitel aus dem Koran, was wir zur Zeit des Propheten Mohammed haben. Also, das ist für mich ist das, nein, weil du vergleichst, du vergleichst. Noch einmal, ja, wir reden über Textkritik. Ja, ja, aber Textkritik funktioniert nicht so, wie du es gerade sagst. Du versuchst, das ist genau das Problem mit Apologetik. Das Problem mit Apologetik ist, wenn man nicht wissenschaftlich arbeitet und unehrliche Argumente verwendet. Also, du hast mich jetzt der Lüge bezichtigt. Apologetik, Apologetik funktioniert. Ich mache ja auch manchmal Apologetik. Funktioniert so, dass ich meine, das Argument im besten muss so funktionieren. Nein, nein, natürlich nicht. Das versuchen schon ich auch, aber Apologetik im schlechtesten Fall. Argument immer nur am besten nicht darstellen lassen. So, das heißt, a, stimmt das Argument mal nicht, wenn das P, also die ältesten auf ca. 120 nach Christus, das ist innerhalb eines, wenn du konservativ bist, das ist innerhalb eines Jahrhunderts nach der Auferstehung von Jesus, weil davon gehen wir aus. Also, b, rechnen nicht vom Jahre Null Geburt weg. Das heißt, wir, wir, wir haben drei Manuskripte meines Wissens nach vom Koran Typ. Eins in Tübingen, eins in Birmingham, eins in St. Petersburg, jetzt in Paris. Ja, dann hast du sehr beschränktes Wissen über Manuskripte des Korans. Habe ich dir jetzt gerade drei aufgezählt, die du nicht erwähnt hast. Aber das, das Problem, ich würde gerne noch, ich würde gerne noch über einen Punkt sprechen. Fall, sag noch bitte das zu Ende, was du mit den Manuskripten sagen wolltest. Ich möchte, ich glaube, ich möchte denselben Punkt. Ich will sagen, egal wie Textkritik funktioniert, sagt jetzt nichts darüber aus. Also, wenn wir eine perfekt belegte Geschichte von Spider-Man, der zurückgeht innerhalb von 10 Jahren von der Spider-Man-Geschichte hätten, dann würde es nichts darüber sagen, ob es von Gott ist oder nicht. Richtig. Aber Grundvoraussetzung, stimmst du dem zu, um zu sagen, etwas ist göttlich inspiriert, ist eine Grundvoraussetzung, dass wir belegen können, dass sie, dass sie zu der Zeit von den Personen verfasst wurde, zu denen es offenbart wurde. Stimmst du dem zu? Absolut. Okay. Haben wir das vom Neuen Testament? Ja. Absolut. Okay. Jetzt würde ich gerne auf die innere und externe Schlüssigkeit eingehen, die gesprochen. Jetzt müssen wir, jetzt kurz, kurz machen. Ja, ja, den können wir gerne halten. Du sagst, dass es keine Interpolationen gab und dass es im Koran Interpolationen gab. Habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt, beide muss man Textkritik machen. Für beide gibt es dafür nicht, dass es im Neuen Testament keine textkritischen Fragen gibt. Mein Punkt, bei dir, du hast gesagt, für beide muss man Textkritik machen. Für beide muss man wissenschaftlich betrachten. Okay. Deine Kritik war, dass das Birmingham-Manuskript womöglich auch vor der Zeit der Geburt des Propheten Mohammed datiert werden kann, was ich absurd finde, was überhaupt keinen Sinn macht. Kommen wir jetzt zu einem Punkt in Bezug auf das Neue Testament. Das ist ja viele Jahre später auch geschrieben worden. Konnte er hat auch gesagt, es hätte auch viele Jahre später geschrieben werden können, was viel wahrscheinlicher ist, weil es macht keinen Sinn, etwas dem Propheten Mohammed zuzuschreiben und zu sagen, nee, nee, es wurde davor offenbart. Macht keinen Sinn. So, kommen wir jetzt zu dem Punkt in Bezug auf das Neue Testament. Ich könnte hier stundenlang über Interpolationen, redaktionellen Veränderungen, erfundenen Geschichten reden. Ich möchte nur auf einen Punkt, auf einen Punkt, Matthäus 27, und da geht's um nichts Kleines. Das ist eine theologische Konsequenz, wo wir über die Kreuzigung Jesu sprechen. Matthäus 27 beschreibt der Schreiber des Evangeliums im Bezug auf die Kreuzigung Jesu. Jesu wurde gekreuzigt. Was ist danach geschehen? Matthäus überliefert, der Tempel riss, die Vorhänge im Tempel sind in zwei entzwei gerissen. Ein gewaltiges Erdbeben ist geschehen. Ein gewaltiges Erdbeben ist geschehen nach der Kreuzigung, und dann sagt er, die Gräber in den Friedhöfen haben sich geöffnet und Heilige sind auferstanden und sind den Menschen in der Stadt erschienen. So, wie kann es sein, wenn die Schreiber der Evangelien, wie beispielsweise Lukas, Markus, Johannes, Zeitzeugen gewesen sein sollen, diese Geschichte an keiner Stelle überliefern? Kannst du mir die Rationalität davon erklären? Das kann man jetzt noch ganz kurz als letzten Punkt unserer Diskussion behandeln. Gleichzeitig und danach möchte ich nämlich, werde ich nämlich zum Schluss kommen. Also, ich, ich, ich, ich sehe den, also, die Evangelien weichen möglichen Punkt ab. Es sind vier unterschiedliche Biografien von Jesus. Und wenn du dir vier Biografien von von John F. Kennedy kaufst, dann wirst du vier, wirst du Geschichten haben in der Biografie von John F. Kennedy, die von, weiß nicht, seinem Berater geschrieben worden sind und eine Biografie von John F. Also, das sind vier Biografien von vier Leuten. Redaktionelle Schritte machen. Sag, das sind die Punkte, die wichtig sind. Alle vier Autoren schreiben Biografien, unterschiedliche Zielgruppen. Aber die Auferstehung von Toten, die den Menschen in der Stadt erschienen und ein gewaltiges Erdbeben ist irrelevant. Ist nicht relevant für Markus, ist nicht relevant für Lukas. Also, das wäre gleichzusetzen, vielleicht ein Gedankenexperiment, um das sich vor Augen zu führen. Man stelle sich vor, am Stephansplatz wird heute Jesus gekreuzigt. Hunderte Menschen dort, tausende Menschen dort, die das bezeugen können. Okay. Ein gewaltiges Erdbeben findet statt. Der Stephansdom bricht in zwei. Alle können sehen. Und am nächsten Tag berichtet nur die Vorhang vor, weißt du, wie oft ein Vorhang im Stephansdom? Weißt du, auf den Vorhang? Stephansdom. Welche Zeitung berichtet? Vorhang im Stephansdom. Aber das ist doch kein Argument jetzt, oder? Nein, aber dein, du vergleichst, ver. Aber wie vernünftig, sag nur einer berichtet darüber. Das wäre doch der ultimative Beweis dafür, dass Jesus gekreuzigt wurde und auferstand. Absolut. Und würde voll Sinn machen, auch zu überliefern. Matthäus erfindet hier einfach eine Geschichte, um dem Ganzen einen Special Effect zu geben. Okay, das ist eine These. Tatsache, sämtliche nämlich sämtliche Quellen zum Leben Jesu, also die vier Evangelien, geschrieben innerhalb von 40 Jahren nach dem Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus, die paulinischen Briefe, die Briefe von V. Texte von nicht-christlichen Gelehrten, sämtliche Gelehrte sind der Meinung, dass Jesus am Kreuz gestorben ist. Die Kreuzigung von Jesus ist das sicherste. Du, nein, nein, nein, aber du gräbst dich gerade, also, du hast ein riesen Faktum. Du sagst, da ist eine Geschichte zur Kreuzigung und hier ist eine Sache, die wird nur von einem berichtet, was ja absolut logisch ist, weil das, warum? Okay, wenn er eine Geschichte erfindet, woher soll ich wissen, dass keine Geschichte hat? Gesagt, eine Geschichte erfunden. Markus hat eine andere Zielgruppe. Das ist für ihn nicht wichtig. Ein gewaltiges Erdbeben und dass ein Felsen in zwei und Zombies in die Stadt kommen und den Menschen erscheinen, ist hier irrelevant. Ich, als Christ, würde sagen, das ist der ultimative Beweis dafür, dass Jesus Messias ist, und keiner überliefert das. Und diese Kritik kommt nicht von mir. Leute, Dr. William Lane Craig sagt, es sind Restfragmente, Spezialeffekte. Dr. Michael Licona sagt, keiner der neutestamentlichen Gelehrten der heutigen Zeit glaubt, dass diese Geschichte historisch ist. Es ist eine erfundene Geschichte. Wenn Paulus zu den Menschen, als Paulus zu den Menschen verkündet hat, die nicht an das Jenseits und die Auferstehung geglaubt haben, das beste Argument, was er hätte anführen können, wäre diese Geschichte in Matthäus. Hat er nicht gemacht. Als er zu den Sadduzäern gesprochen hat. Danke. Du hast es jetzt ein paar Mal gesagt, aber ich habe es jetzt. Sag, sag du noch einmal, es ist wirklich mini kurz, warum das für dich jetzt kein Problem ist. Schau, für dich, ja, wir haben vier Biografien von Jesus, die alle darin übereinstimmen, Jesus ist der Mensch gewordene Gott, Jesus stirbt am Kreuz für unsere Sünden, Jesus ist auferstanden. Dazu haben wir zig Textzeugen, nämlich mehr als Evangelien, auch in den paulinischen Briefen, auch prä-paulinische Credos und so weiter. He, das sind die zentralen Aussagen. Du nimmst einen, eine redaktionelle Sache in den Evangelien, wo ein, wo ein Detail ist, das in einem Evangelium mit einem anderen nicht übereinstimmt, weil die Evangelienautoren, von Lukas, Markus und Johannes, der Meinung waren, das ist nicht gerade nicht Priorität für uns, und sagst, ah, weil es in einer nicht vorkommt, kommt nicht vor. Das ist absolut irrelevant. Wie gesagt, nach der nach der Logik, wie vernünftig ist es, das auszulassen? Das ist, das ist nicht dein, wenn du Evangelium Schreiber bist, ungefähr gehört, was jeder von euch über diese diesen Bericht im Matthäus-Evangelium denkt. Und wir haben einen strengen Zeitplan, aber wenn ich mir jetzt da bisschen brutal durchsetzen muss, musst du, deswegen kommen wir jetzt noch zu der letzten Frage, ob du irgendwas heute mitnimmst oder was du heute aus diesem Gespräch jetzt für dich mitnimmst. Brutale, brutale Kehrtwende zu einem ab, zu einer ganz kurzen Abschlussrunde für beide. Ganz kurz. Ja. Für mich, ähm, also, ich mag es mit gerne zu diskutieren, auf jeden Fall. Ich mag generell solche Diskussionen. Ich denke, das ist viel Gedankenfutter auch für die Zuschauer, um zu lernen. Ähm, ich bin natürlich weiterhin vom islamischen Narrativ überzeugt und glaube, dass Menschen zu den, dass Gott zu Menschen kommuniziert. Gott ist kein stummer Gott, aber es macht keinen Sinn, dass er die Sache verkompliziert und sich immer auf eine gewisse Weise offenbart hat und vor 2000 Jahren sich selber inkarniert mit widersprüchlichen Eigenschaften. Das macht für mich keinen Sinn. Deswegen macht hat es auch für viele Juden keinen Sinn gemacht, deswegen haben sie sich auch zynisch über ihn geäußert. Und ich denke, das Wichtigste ist, dass wir Jesus beim Wort nehmen und ihm nicht Wörter in den Mund legen. Deswegen unser Zugang, weil wir über die Bibel sprechen. Wir glauben als Muslime, dass das Neue Testament keine, das Ergebnis des Neuen Testaments keine Religion von Jesus ist, sondern eine Religion über ihn. Ja, und vielleicht noch ein letzter Punkt. Wenn wir Jesus beim Wort nehmen, schauen wir uns Johannes 17 Vers 3 an. Wenn wir über das ewige Leben sprechen, das ist denke ich für jedes Individuum hier relevant und wichtig, was im nächsten Leben passiert. Wird die Gemeinschaft mit Gott. Dann spricht Jesus ein Bittgebet. Er sagt: "Vater, die Stunde ist nah." Und dann sagt er: "Dies ist das ewige Leben, wo, wo, wo wir alle hin wollen." Das ewige Leben, was ist das ewige Leben? Dass sie dich, Vater, den einzig wahren Gott, Jesus identifiziert ja in der, identifiziert in der Trinität nur eine einzige Person als den einzig wahren Gott. Und was ist die Rolle von Jesus Christus? Jesus Christus und Jesus Christus, den du gesandt hast. Der Vater ist der einzig wahre Gott. Jesus Christus ist sein Gesandter. Das ist das islamische Narrativ. Danke sehr. Danke.
Auch gerne, was nimmst du heute mit? Möchte auch beim Souch bedanken. Also, es macht immer, immer Spaß mit Souch zu diskutieren, deswegen machen wir mal das ja öfter. Ich fand, ich fand es ein bisschen schade, weil wir uns von der Metafrage weg, also die Metafrage ist, wie hat Gott zu uns gesprochen. Wir haben uns in zu lange, glaube ich, mit Textkritik aufgehalten, was glaube ich dann nicht auf die Metafrage eingeht. Aber was nehme ich mit? Prinzip, dass ich so ähnlich wie das haben uns jetzt glaube ich beide nicht wirklich überzeugen können. Ich glaube, was für mich, was für mich wichtig ist, einfach zu sagen, Gott spricht zu uns. Gott hat sich uns gezeigt. Gott macht sich uns sichtbar. Und ich würde die Challenge von Souch eben gerne mitgeben, nämlich sich hinzusetzen und das eine der Evangelien mal zu lesen, Jesus beim Wort zu nehmen, nicht nur draufzulesen, hier kann ich einen Vers rausnehmen, sagen, ich setze mich hin, ich lese das Evangelium und ich nehme Jesus beim Wort, so wie das vorgeschlagen hat, und einfach mal, welcher Gott wird hier sichtbar? Welcher Gott stellt sich mir hier vor? Und welcher Gott möchte sich hier erkenntlich zeigen? Und ich glaube, wer das tut und wir das mit offenem Herzen tut, sieht einen Gott, der uns zugewandt ist, der uns retten möchte und der uns persönlich einlädt, ihn kennenzulernen. So, damit kommt ein spannendes Gespräch vorläufig mal zum Ende. Solche Gespräche gehen immer irgendwie weiter, aber wir sehen, die Idee von Diskurs, von gemeinsamen Gespräch ist nicht am Ende. Ist ein Buch besser? Welches Argument hat sie überzeugt? Welche Fragen sind offen? Danke fürs Mitdenken und reden wir weiter darüber.