Transcription
Was macht uns so spezifisch, dass wir trotz dieses Informationsoverkill, ich nenne es mal so, dass die Leute schon genervt sind, wenn sie die Post kriegen von der AOK wieder den Organspendeausweis, -jaja- -Also ich wäre da, ich wäre da vorsichtig in Bezug darauf, dass Deutschland speziell wäre. Warum unterscheiden wir uns vom Rest der Welt? 13 Fragen. Hier kommt die erste: Du wirst automatisch Organspenderin oder Spender, wenn du nicht aktiv Widerspruch anlegst. Ist das eine gute Idee? Wenn ihr sagt Ja, finde ich schon, dann bitte auf dem grünen Feld positionieren. Und wenn ihr sagt Nee, nee, so einfach ist das nicht, dann bitte aufs gelbe Feld gehen und bitte! Wenn du eine Organspende brauchst, dann hast du in Deutschland etwas schlechtere Chancen als in manchen anderen Ländern. In Spanien allein ist die Spendenbereitschaft in Sachen Organe vier Mal höher als in Deutschland. Zwar haben fast die Hälfte der Deutschen so einen Organspendeausweis, und 80 % sagen sogar: Wir sind prinzipiell für Organspende. Und trotzdem ist die Spendenbereitschaft mies. Woran liegt das? Sind wir zu faul, so ein Ding auszufüllen? Sind wir zu unsicher? Haben wir keine Lust, uns mit dem Tod auseinanderzusetzen? Oder liegt es vielleicht doch am System? Denn in Deutschland musst du ja aktiv ja sagen zu Lebzeiten, wenn du Spenderin oder Spender werden willst. In anderen Ländern läuft das ganz anders. Da gibt es die sogenannte Widerspruchslösung. Das heißt, da musst du aktiv Nein sagen zu Lebzeiten, ansonsten bist du automatisch Spender oder Spenderin. Das brauchen wir auch, sagen die einen. Schließlich geht es darum, möglichst viele Menschenleben zu retten. Und außerdem Nein sagen kann ich ja trotzdem noch. Äh Moment sagen die anderen Ich bin ja kein menschliches Ersatzteillager. Und wenn du meine Organe willst, dann brauchst du auch meine aktive und explizite Zustimmung. Meine Gäste sind bei diesem Thema einigermaßen uneins und es gibt auch bei diesem Thema besonders viele Grautöne. Die versuchen wir heute auszuloten. Vielleicht finden wir am Ende dieser Folge sogar einen Kompromiss. Frage an euch Welches Team seid ihr Team Grün oder Team Gelb? Schreibt es mir gerne in die Kommentare und wer weiß, vielleicht ändert ihr ja eure Meinung im Laufe dieser Folge. Wir werden sehen.
So, und die Regeln sind ja relativ einfach. Wenn ihr der Gegenseite in einem Punkt zustimmt, dann dürft ihr gerne einen Schritt auf sie zugehen. Und wenn ihr sagt: Das, was du gerade sagst, das finde ich gar nicht gut, dann könnt ihr auch gerne euch einen Schritt entfernen. Ziel dieser Übung ist es, dass am Ende möglichst viele hier in der Mitte im sogenannten Kompromissfeld landen. Mal sehen, ob das klappt. Wir haben 13 Fragen. Hier kommt Frage Nummer zwei und die geht an Marti Du hast einen Organspendeausweis. Du willst Organe spenden. Warum? Ja, ich finde, dass wenn ich sterbe, oder sagen wir anders, wenn mein klinischer Tod festgestellt wird, dann kann man da gerne, ich sag mal so salopp, dann kann man sich gerne bedienen, weil ich brauche es ja dann sowieso nicht mehr, denke ich. Und wenn das jemand anderem dann zugute kommt, dadurch dann sehr gerne aus dem Hilfsgedanken heraus. Ich habe das Gefühl, Organspende wird zu wenig unter Jugendlichen, fast in jeder Altersgruppe diskutiert oder besprochen, weil zu wenig Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt wird. Und weil viele wahrscheinlich auch denken Ja, wenn ich, wenn ich sterbe, das ist ja egal, dann verrottet ich in irgendeiner Kiste und dann ist gut. Aber es ist halt nicht egal, weil ständig Leute, die vielleicht irgendein Organversagen haben, dann diese Organe brauchen und dann gibt es die nicht, weil man sich da keine -Gedanken drüber gemacht hat. -Anne, wie geht es dir damit? Also wie -entschieden oder unentschieden bist du? -Ich habe mich mit der Frage natürlich schon länger und auch eingehend beschäftigt und habe für mich erst mal beschlossen, ich halte das für mich offen und ich schließe das für mich überhaupt nicht aus, dass ich irgendwann dahin komme, auch einen Organspendeausweis zu machen. Ich habe es aber erst mal für mich ein bisschen anders gehändelt das Thema. Ich finde, es muss einfach die Möglichkeit geben, sich zu diesem Thema auch nicht zu verhalten, gerade weil glaube ich auch einfach das Thema so schwierig ist und auf so vielen Ebenen differenziert werden muss, dass ich es völlig legitim finde zu sagen, ich kann keine fundierte Meinung dazu mir bilden. Ich habe es erst mal ganz intensiv mit meinem Mann besprochen. Der hat ein Organspendeausweis, ich habe keinen. Und ich habe zu ihm gesagt: Du wirst das am Ende, wenn ich jetzt wirklich morgen sterbe, so entscheiden, dass es in meinem Sinne ist und dass du damit leben kannst. Wir werden nachher über die Rolle der Angehörigen noch intensiver sprechen. Aber vielleicht kannst du noch mal kurz formulieren, wenn du das kannst überhaupt, warum du die Entscheidung jetzt noch nicht treffen kannst. Für mich ist im Moment wichtig die Vorstellung, dass nicht in meinen Sterbeprozess eingegriffen wird. Ich möchte da, glaube ich, den Dingen ganz gerne ihren Lauf lassen. Und ich weiß, dass wenn man als Organspender in Frage kommt organprotektive Maßnahmen greifen, die einfach relativ intensiv -in den Sterbeprozess eingreifen.
-Fragen wir doch mal den Mediziner in der Runde. Tatsächlich haben so ähnliche Fragen ja viele Menschen, die hören beim festgestellten Hirntod oder wie es medizinisch heißt. -Irreversibler Hirnfunktionsausfall. -Dann darf man prinzipiell Organe überhaupt erst entnehmen. Und dann sagen aber natürlich manche Leute Ja, Moment mal, mein Hirn ist vielleicht tot, aber mein Körper lebt weiter. Bin ich dann -eigentlich tot? Was sagst du? -Ein guter Bekannter von mir, ein Freund von mir, hat mal gesagt, Heiner Schmidt hat mal gesagt, das Gehirn ist das einzige Organ, bei dem jeder spontan lieber Spender als Empfänger sein möchte. Wem dieser Satz was sagt, der hat verstanden, was dahinter steht. Das heißt, wenn ich gut damit klarkomme, dass mein Gehirn das ist, wo mein Ich zu verorten ist, der wird sich auch dann quasi damit anfreunden können, dass wenn das Gehirn die Funktion eingestellt hat, ich dann nicht mehr da bin, wo ich eigentlich hingehören sollte, wenn ich mich selber wiederfinden will. Das heißt Anne mit ihrer Sorge, dass in den Sterbeprozess eingegriffen wird, diese Sorge ist aus deiner Sicht unbegründet. Habe ich das richtig -verstanden? -Ist überhaupt nicht unbegründet, aber aus dem Grund würde ich dir sehr, sehr intensiv empfehlen, den Organspendeausweis mit Nein anzukreuzen, weil ansonsten bin ich als Mediziner gezwungen, also per Gesetz auch gezwungen, die organprotektiven Maßnahmen so lange fortzuführen, bis ich sicher bin, dass du keine Spenderin bist. Wenn aber ein Organspendeausweis da ist, dann werde ich sie auf jeden Fall einleiten, weil ich ja klären muss, ob ich deinem Wunsch, Organe spenden zu wollen, auch gerecht werden kann. Dazu muss ich aber sehr viel Intensivmedizin betreiben. Das heißt, die Sorge, dass du mehr Intensivmedizin bekommst, ist dann eigentlich größer, wenn du dich nicht erklärt hast, ob du Spender oder nicht Spender sein möchtest. Wir haben in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern deutlich weniger Organspender, weil wir uns wenig Gedanken machen darüber zum Thema. Wir entscheiden uns nicht. Die Widerspruchslösung einzuführen könnte eine Lösung sein. Natürlich nicht, damit jeder dazu gezwungen ist oder sich gezwungen fühlt, Organspender zu sein oder gar automatisch Organspender ist. Das ist ganz sicherlich nicht so, sondern das heißt, wenn ich mich nicht entscheide, dann ist es so, dass ich von der Tendenz her eher für das Thema Organspende bin, wie es im Rest des Lebens auch ist. Wenn ich schweige, wer schweigt, stimmt zu. -Das Sprichwort kennen wir alle. -Das übrigens für alle, die jetzt gerade sagen, böhmische Dörfer, ich weiß gar nicht, wovon die sprechen, wir haben auch ganz viel Links unter diesem Video. Also ihr könnt euch informieren. Es geht hier ja auch nicht um eine abschließende Erklärung, aber jeder, der jetzt gerade denkt Puh, das ist mir ein bisschen zu schnell, einfach nachlesen ist überhaupt kein Problem.
Tamara, Jetzt haben wir jetzt jemanden da, der von einer Spendenbereitschaft profitiert hat. Du hast seit knapp einem Jahr, glaube ich, ein Spenderherz. Wie ist es dazu gekommen und warum war -das überhaupt nötig? -Bei mir kam das erste Mal 2016 auf, dass ich gemerkt habe, irgendwas passt da nicht. Ich habe einen Druck auf der Brust irgendwie. Rhythmusstörungen kann da im Endeffekt raus. Und damals hieß es Ich habe eine Herzmuskelentzündung. Ich hatte daraufhin 2018 zwei Herzstillstände, die ich knapp überlebt habe. Und ja, irgendwann kam dann raus, dass das keine Herzmuskelentzündung gewesen, sondern ein genetischer Defekt, den ich in mir getragen habe, von dem niemand wusste, von dem auch andere Familienmitglieder betroffen sind, was wir auch nicht wussten. Und letztes Jahr war es dann wieder so weit. Ich habe wieder Probleme bekommen, wieder gefährliche Herzrhythmusstörungen, die nicht mehr therapierbar waren. Und das war dann der Grund, in dem man letzten Endes gesagt hat: Du brauchst ein neues Herz, ansonsten wirst du nicht mehr lange leben. Ich weiß, dass es sehr, sehr hart ist, auf ein Neues Organ zu warten. Ich weiß, dass viele Menschen in dieser Zeit sterben müssen, weil nicht genügend Organe da sind. Und von daher ist es mir eine Herzensangelegenheit, es zu schaffen, dass es mehr Menschen auf dieser Welt oder in Deutschland gibt, die Organe spenden und bereit sind, anderen Menschen -ein neues Leben zu schenken. -Ich bin mir sicher, die Frage kriegst du auch dauernd gestellt: Wie ist das jetzt? Wie geht es dir jetzt? Du stehst hier in offenbarer, voller Gesundheit. Ist das so? Das ist so. Also im Vergleich zu dem, was ich vor der Transplantation noch hatte, habe ich im Prinzip wieder mein altes Leben zurück geschenkt bekommen. Ich konnte früher keinen Sport mehr machen, ich konnte nicht mehr verreisen, ich konnte teilweise nicht mehr arbeiten. Ich war gezwungen, auch wieder zu meinem Vater zurückzuziehen, mit 28 oder 27 Jahren. Und heute kann ich wieder arbeiten. Ich kann mir reisen, ich kann wieder Sport machen. Ich habe im Prinzip wieder ein normales Leben geschenkt bekommen.
Peter, Ich glaube, 2024 wird in der Schweiz die Widerspruchslösung eingeführt. -Du warst immer dagegen. Warum? -Ich möchte vielleicht betonen, dass ich Organspenden für ethisch wünschenswert halte, weil man Menschen helfen kann. Ich halte die Widerspruchslösung für den falschen Weg aus ethischen Gründen, weil wir uns dann bei den Menschen wie bei einem Ersatzteillager bedienen würden. Das höchst Problematische an der Widerspruchslösung finde ich aus ethischer Sicht, dass Menschen sich gegen Eingriffe in ihre Menschenrechte und Grundrechte aktiv wehren müssen. Dass ich also nicht einfach davon ausgehen kann, dass der liberale Rechtsstaat mein Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit und mein Menschenrecht auf Freiheit respektiert. Was bedeutet das eigentlich jetzt für dich? Also wenn du in der Schweiz jetzt nichts was musst du jetzt tun, wenn du zum Beispiel nicht einverstanden -mit Organspende bist? -Also falls ich nicht spenden wollen würde, muss ich mich aktiv eintragen und sagen Ich möchte nicht Organe spenden. Du würdest also online gehen müssen, sich in ein Register eintragen zum Beispiel. Aber die Schwierigkeit, das ist ja eigentlich zumutbar. Die Schwierigkeit, die ich nur sehe, ist Es kann kein Mensch garantieren, der Staat kann das nicht garantieren, dass er wirklich alle Menschen mit dieser Information erreicht. Ich nehme das in Kauf, dass Menschen zu Organspendern, zu Organspendern werden, ohne dass sie damit einverstanden sind. Und ich denke jetzt auch für Organe Empfängerinnen und Empfängern. Ich meine, du wusstest also, du weißt, dass du ein Organ bekommen hast von jemandem, der das spenden wollte? Schwierig ist es ja- Wenn ich kurz einspringen. Es kann sein, dass ich ein Herz von jemandem bekommen habe, der sich aktiv selber dafür entschieden hat und ein Organspendeausweis hat. Es kann aber auch sein, dass seine Angehörigen das entschieden haben und vielleicht dieser Mensch es gar nicht wollte. Das weiß ich nicht. Ich habe heute schon diese Situation, dass eventuell ein Herz in mir schlägt, das eigentlich gar -nicht gespendet werden wollte. -Es gibt überhaupt keinen Hinweis darauf, dass diese Befürchtung Berechtigung hat. Wir haben viele Erfahrungen damit, dass Länder eine Widerspruchslösung haben. Kein einziger Fall ist berichtet worden, wo gegen den erklärten Willen Organe dann transplantiert worden sind. Das ist. Aber auch relativ schwierig, weil die Menschen, also das Verständnis, -vielleicht ein bisschen- -Das Gespräch findet in der gleichen Art und Weise statt- Spender dann nicht mehr Leben. Es ist auch schwer, dass die sich dagegen wehren und sagen Ich wollte das eigentlich nicht. Die Angehörigengespräche finden statt. Das ist der gleiche Standard wie ansonsten auch. Aber es ist ja durchaus denkbar, dass ein Mensch, der keine Angehörigen hat, in seiner Hütte gewohnt hat, dann kommt diese Lösung und dann spendet er Organe und kann sich nicht wehren. Angehörige gibt es nicht. Was dann? -Es ist ein theoretisches Konstrukt und- -Aber Denkbares. Wenn in Deutschland die Widerspruchslösung kommt, würde dieser Mensch nicht zum Spender werden, weil die Angehörigen, dass Angehörigengespräch muss dokumentiert werden und wenn es keine Bezeugung gibt dieses Wunsches, also wenn es keine Zeugen dafür gibt, wenn die nicht benannt werden können, findet keine Organspende statt. Das Problem habe ich häufiger gehabt, auch jetzt schon in der aktuellen Situation. Wenn du keine Angehörigen hast oder Angehörige, die den letzten zwei Jahren -keinen engen Kontakt- -Könnte man ja in eine Kompromisslösung vielleicht sogar mit einbauen, aber jetzt ist auf jeden Fall eine- Ich finde, ein entscheidender Punkt ist nicht nur die Frage, ob wir alle Menschen jetzt so rein praktisch erreichen, sondern ich finde die Frage auch ganz virulent, ob alle Menschen eigentlich sozusagen kognitiv in der Lage sind, zu verstehen, was für Dimensionen an der Organspende dranhängen. Also wir haben inzwischen einen gar nicht so kleinen, desintegrierten Teil an Menschen in unserer Gesellschaft. Die haben keine Teilhabe an politischer Willens und Meinungsbildung, die gehen nicht zur Wahl, die beschäftigen sich auch nicht mit möglicherweise eben Bildungsangeboten und Aufklärungsangeboten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Beispiel, weil sie einfach den Zugang dazu nicht haben und wir dann eben doch Menschen gegen ihren Willen zu Organspender*innen machen, weil sie einfach letzten Endes die Möglichkeiten nicht haben, sich zu dieser Thematik zu verhalten.
-Marti windet sich. Warum? -Ich finde mich in dem Maße, dass ich sagen würde eher so: Ja, ich ich stimme so- Ich würde mich mal so hinstellen. Also -ich sehe- -Ja, ich habe ich auch gedacht. Also einerseits ja, ich würde das unterschreiben. Das ist eine Sache der Bewerbung, des Sichtbarmachen von der ganzen Thematik ist. Und ich verstehe es auch ein Stück weit, dass man sagt, es greift in die Menschenrechte ein. Andererseits würde ich aber auch sagen: Ja, das Recht auf die Unversehrtheit greift ja auch dann da, wo du dann irgendwie auf ein Spenderorgan wartest oder so, schreit ruhig ein, wenn ich Mist erzähl oder so. Dass Krankheit Schicksal ist, das wissen wir. Und natürlich, deswegen würde ich oder war ich vorhin so ein kleines Stück vorgegangen. Ich kann jede jeden Betroffenen verstehen und jede Betroffene verstehen, die sich ein neues Organ wünscht, weil sie krank oder er krank ist. Vollkommen d'accord. Insofern, das ist völlig selbstverständlich. Die Frage ist doch immer, inwieweit ich etwas habe ich ein Recht von jemand anderem einzufordern, ob ich gesund werde? Darf ich das machen? Darf ich Ihnen quasi unter Druck setzen? An der Widerspruchslösung finde ich problematisch, dass ich als Individuum in die Bringschuld für andere, für einen Patienten, für jemand, der ein Organ braucht, genommen werde. Das, finde ich, kann nicht sein, weil der Staat dazu kein Recht hat. Und ich muss als Person letztlich in sozusagen mein Abwehrrecht in Stellung bringen gegenüber dem Staat aktiv, um diese Zumutung von mir zu weisen. Ich finde, das kann man nicht machen. Also Du darfst nie auf sagen, dass ein Hilfsbedürftiger es einfordert. Das darf nicht im Raum stehen bleiben. Das Ansinnen der Gesetzesvorlagen, egal aus welcher Ecke sie kommen, ist niemals, dass ein Kranker einfordert, dass jemand ein Organ zur Verfügung stelle. Bitte nicht, das ist einfach falsch und das ist an der falschen Ecke angeheizt. Das Gegenteil ist der Fall. Der Wunsch ist, dass wir uns bewusst werden, was wir wollen. Und das ist vertretbar, sich damit zu beschäftigen. Es gab einen sehr wunderbaren Vorschlag des Deutschen Ethikrates, der verpflichtenden Entscheidungslösung. Die haben vorgeschlagen: Du kannst dich entscheiden, dass du Organspender bist, du kannst dich entscheiden, dass du kein Organspender bist. Oder die dritte Option Du kannst dich entscheiden dazu, dass du dich jetzt nicht entscheiden möchtest. Dann solltest du bitte nur jemanden benennen, der dann im Falle für dich zur Verfügung steht und der angesprochen werden kann von den transplantationbeauftragten Ärzten und Ärztinnen, wenn der Fall eintritt. Und noch nicht mal das ist in Deutschland durchgekommen. Noch nicht mal das ist im Bundestag durchgekommen, weil und genau das ist die Position, weil wir verharren in der Situation, dass wir uns nicht entscheiden möchten. Wenn ich mich nicht zur Demokratie verhalte und nicht zur Wahl gehe, dann ist Demokratie irgendwann tot. Das erleben wir. Ihr dürft alle, ihr dürft alle, aber ihr dürft nicht alle gleichzeitig. Vielleicht fangen wir mit Peter an, Anne, Ulrike. Meine Zustimmung hat sich bezogen auf den Hinweis auf den Deutschen Ethikrat, der diese Alternativlösung vorgeschlagen hat, die ja ein sinnvoller Weg wären als als die Widerspruchslösung. Und was ich noch hinzufügen wollte, wo ich jetzt wieder einen Schritt nach hinten mache, ist, dass ich glaube, dass man, glaube ich, nicht politische Mitbestimmungsrechte in den gleichen Topf werfen kann wie die Entscheidung, was mit meinem eigenen Körper geschieht. Das sind schon einmal zwei unterschiedliche Schuhe, die, die doch unterschiedlich -auch respektiert werden müssen.
-Manchmal wird ja die deutsche Lösung tatsächlich die Entscheidungslösung genannt. Warum? Weil sie eben flankiert sein soll von umfassenden Aufklärungs- und Bildungsangeboten. Und jetzt frage ich mich und euch: Wo ist diese Aufklärung wirklich passiert? Also warum gelingt es nicht, dieses Thema, das so zentral ist, da zu platzieren, wo Menschen in ihrem Alltag diesem Thema begegnen? Warum bin ich bei keinem einzigen Besuch meiner Hausärztin in den letzten zwei Jahren auf die Organspende angesprochen worden? Ich lag vor zwei Jahren eine Woche im Krankenhaus. Ich bin kein einziges Mal -mit der Organspende konfrontiert worden. -Das ist ja die richtige Gruppe, weil ihr -alle engagiert euch ja dafür. -Ja, ich wäre einfach schwer dafür, dieses Thema in diesen, in diesen Alltagssituationen zu verorten. Da, wo Menschen zusammenkommen und über sozusagen ethische Alltagsthemen miteinander nach ihren Fähigkeiten ins Gespräch kommen, also Schulen, Gemeinden, Arztpraxen und eben zum Everyday Life. Man kann auch Infostände in den Einkaufscenter -stellen. -Jetzt fasse ich mal ganz kurz zusammen. Du sagst, wir brauchen noch gar nicht über Widerspruchslösung reden, wenn wir die ganzen flankierenden Kampagnen so schlecht machen, -dass sie nicht ankommen. -Das ist jetzt mein Punkt. Jetzt seid ihr drei alle damit beschäftigt, Kampagnen zu machen. Warum funktioniert das nicht? Sie hat ja einen Punkt. Na ja, der Punkt ist auf jeden Fall berechtigt. Ich habe mich das auch gefragt, als ich, als ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt habe und ich habe diesen Song geschrieben, um das ein bisschen wenigstens auch diesem ernsten Thema so eine lockere, lockere Note zu geben. Weil wenn du das irgendwie so mit dem, mit dem Rohrstock und dem Zeigefinger allen präsentierst, ist ja klar, dass sich da niemand mit beschäftigen will. Aber wenn man es und das finde ich, sollte für also nicht nur dafür gelten, sondern für alle Themen, die irgendwie ernst sind. Und die, die irgendwie so eine gewisse Wichtigkeit haben, dass man die locker und mit der gebotenen Portion Spaß allen Menschen, die es betrifft und es betrifft ja alle irgendwie versucht schmackhaft zu machen. Das heißt, gibst du ja auch recht, wenn wir bessere Kampagnen hätten, dann bräuchten wir auch gar nicht den Streit, den wir gerade führen. Ich würde das mit einem klaren Jein beantworten, also ja und ja. Also eigentlich, ich glaube schon, aber ich weiß nicht. Und Tamara tschuldigung. Tamara war lange nicht Tamara es zuerst dran. Sorry. Sicherlich, da müssen wir dran arbeiten. Was das für einen Effekt hat, weiß keiner, weil wir hatten es bisher noch nicht. Ob es ausreicht, wissen wir nicht. Wir können immer nur in die anderen Länder schauen und schauen, was da läuft, wie es da funktioniert, was da gemacht wird und können uns vielleicht -da ein Stück weit annähern.
-Ich glaube, wir müssen noch mal ganz kurz zum Kern zurück. Wenn wir jetzt hören Ihr sagt, wir brauchen bessere begleitende Maßnahmen, wir sehen aber auch Beispiel Spanien, da gibt es die besseren begleitenden Maßnahmen, da gibt es aber auch die Widerspruchslösung, viermal höhere Spendenbereitschaft. Ulrike, Wäre das nicht ein Argument zu sagen: Hey, wenn das ein Ziel von uns ist, dann lasst uns denselben Weg gehen. -Komm, wir haben es doch vorgemacht. -Es gibt eigentlich keine Studien, die zeigen, dass man einen kausalen Zusammenhang machen kann zwischen Widerspruchslösung und Erhöhung von Organspende. Das gibt es einfach nicht. Und alle, alle Studien, die es darüber gibt, sind widersprüchlich oder sind nicht, also beweisen das einfach nicht. Das heißt, es ist immer ein riesiges Bündel von Maßnahmen. In Spanien wissen wir das, weil die eine vollkommen anderes Transplantations-System haben. Das läuft in den Kliniken anders und das war ja auch immer schon- Bei der Einführung des Gesetzes war das ja auch schon, dass klar war, dass das Nadelöhr immer die Kliniken waren. Das ist ja dann auch nachgebessert worden und in den Kliniken sind Transplantationsbeauftragte bestellt worden. Und so weiter. Also da gab es ein ganzes Bündel auch gesetzlicher Maßnahmen. Es sind viele Dinge, die reinspielen, ob die Menschen bereit sind Organe zu spenden. Und dazu meine Frage ist nicht das das Scheitern oder Fehlen der Studien eigentlich der perfekte Grund um es um es noch mehr zu besprechen und anzugehen? Ich würde sagen, wenn wir merken, wir haben ein Thema, dass wir zu wenig Organspenden haben für den Bedarf, den wir haben an Organspenden. Und wir sagen gleichzeitig mit den bisherigen Kampagnen haben wir nicht alle Menschen erreicht und haben wir nicht so viele Menschen erreicht, wie sie eigentlich erreichen wollten. Was ich dann nicht verstehe, wir dann auch sagen könnt Ja, aber wenn wir dann die Widerspruchslösung einführen, dann erreicht wir plötzlich alle. Das verstehe ich nicht ganz, weil dann muss ich den Zauberstab- Wenn wir diesen Zauberstab hätten, dann bräuchten wir die Widerspruchslösung nicht. Und ich würde auch sagen, es gibt nicht den Zauberstab, sondern es gibt konkrete Maßnahmen, die wir ergreifen könnten. Da würden wir definitiv die Spendenzahlen hochbekommen, nämlich erstens im Pflichtschule-Bereich eine Information, nicht Propaganda, Aufklärungsarbeit, Sensibilisierungsarbeit für das Thema, dass sich Menschen auch schon sehr frühen Alter mit dem Thema beschäftigen, weil gerade auch das wirst du sicherlich bestätigen, ja gerade auch junge Menschen aufgrund eines Unfalls zum Beispiel plötzlich diese Frage sich stellen kann. Und solange wir das nicht gemacht haben, verstehe ich nicht, wieso wir dann plötzlich einen ethisch problematischen Weg gehen, wo wir an den Pfeilern des liberalen Rechtsstaats rütteln.
Hilal ist die ganze Zeit am Hin und Herlaufen und am Zucken. Also wir werfen mal den Ball rüber. Also in einer Phase, wo wir offenbar noch nicht alle Mittel zur Erhöhung der Spendenbereitschaft ausgeschöpft haben, da sind wir uns einig. Da gibt es Verbesserungsbedarf. Definitiv. Warum sollten wir in dieser Phase einen ethisch mindestens streitbaren Weg beschreiten, wo wir gar nicht wissen, ob der wirklich was bringt? Also warum kämpfst du trotzdem weiter -für die Widerspruchslösung? -Ja, also bei dem, was gemacht wird, was verfügbar ist im Netz. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat fantastische Arbeit für alle Altersgruppen, quasi vom Säugling bis zum 115-jährigen kannst du dir alles in allen Sprachen runterladen und du bekommst es geschickt. Einen Anruf, eine Mail, du bekommst einen LKW nach Hause geschickt, wenn du die Informationsmaterialien brauchst. Die sind gemacht für Lehrer, für. Also das ist wirklich alles abgedeckt. Du kannst es abrufen. Umsonst. Da muss man hingucken. Aber jetzt die Frage. Das ist die steile These, jetzt zu sagen, wir haben noch nicht genug gemacht, wirklich die Besten, die Besten der Besten, sind damit beschäftigt, die Werbestrategie nach vorne zu treiben. Wenn wir es aber nicht annehmen wollen, -was also tun. -Wenn nicht die Besten der Besten am Werk sind? Wenn Till Schweiger seinen Organspendeausweis in die Kamera hält und sagt Du kriegst alles von mir, kriege ich alles von dir. Das ist nicht -sachgemäß, finde ich. -Du hast doch zugestimmt. Anne hat ja gesagt. Sie geht so oft zum Arzt, wird aber nie darauf angesprochen. Irgendwo da, -wo es doch ein Fehler ist, da. -Kann ich die Antwort geben. Der Arzt, der Arzt wird nämlich dafür nicht bezahlt. Und wir selber haben die Idee. Also eine der Ideen, die wir entwickelt haben, auch hier in den Sitzungen, auch hier in Berlin war Lasst uns eine Ziffer generieren für das Gespräch Arzt Patient zum Thema Organspende, das der muss eine Schulung machen und dann kann er für das Gespräch 80 € abrechnen. Da wird er das machen. So, das ist so nur bedingt durchgekommen, aber nur bedingt. Da gibt es auch wieder ganz viele Bedenkenträger. Das wollen wir nicht. Aber das ist ein sehr guter Vorschlag. Mich auch noch vorne an dem Punkt das ist wichtig, dass wir, dass wir quasi dort- Lasst uns doch das erst mal durchsetzen und danach über die Widerspruchslösung -nachdenken. Das ist der Vorschlag. -Aber das war ja genau der Plan 2020. Das war ja genau das, was man gesagt hat. Wir machen das erst mal so, jetzt schauen wir, ich bin noch eine einzelne Pandemie gekommen, ich glaube, die hat uns -da tatsächlich auch reingegrätscht. -Aber ich bin ja trotzdem beim Arzt. Also ich bin ja trotzdem beim Hausarzt, ich bin ständig beim Arzt. Gut, ich bin auch transplantiert, das weiß man mittlerweile. Es bleibt die Frage Warum sind wir in Deutschland so, dass wir mit diesem viel an Informationen im europäischen Vergleich, im internationalen Vergleich haben wir mehr an Informationsmaterial als andere Länder und warum? Was ist was macht uns so spezifisch, dass wir trotz dieses Informations Overkill ich nenne es mal so, dass die Leute schon genervt sind, wenn sie die Post kriegen von der AOK wider -den Organspendeausweis. -Ich wäre da vorsichtig geworden, dass das -jetzt in Deutschland speziell wäre. -Warum unterscheiden wir uns vom Rest der -Welt. -Ich finde, wer Organe spenden will, soll es tun können. Das ist unhintergehbar. Dass es das Transplantationssystem gibt. Das ist einfach so und es hilft auch vielen Menschen. Das ist auch ohne Zweifel so, aber ich finde, es kann nicht sein, dass der Staat mich dazu verpflichtet, eine Entscheidung zu treffen, die ich eigentlich vielleicht gar nicht treffen will, wie sie zum Beispiel. Oder aber mich in einen gesellschaftlichen, in eine, in eine gesellschaftliche, soll ich sagen Debatte irgendwie verstrickt, wo ich mich dazu positionieren und mich vor allem rechtfertigen muss. Das ist das wesentlich. Ich muss mich das ist eine Form von Beweisumkehr, die hier -stattfindet. -Also wieso, wenn sie das Gefühl hat, ich würde ja klar, sie muss sich rechtfertigen- Das war vielleicht ein bisschen forsch von mir, also, dass Gefühle haben jederzeit -Berechtigung, das sehe ich ein. -Ulrikes Punkt ist ja, man würde sich -eventuell einem sozialen Druck aussetzen. -Ich weiß, ich weiß genau. Dankeschön. Weil ich mich jetzt auf einmal verhalten muss zu einem Thema, wo ich mich gar nicht -verhalten will. -Aber dann kann ich doch- Das Thema Wir haben da schon die Organspendeausweis und da musst du dich -auch entscheiden und ich kann mich- -Ich kann mich auch entscheiden, nicht zu entscheiden. Spannend ist dem, dass wir sonst in unserem Gesundheitssystem für jeglichen noch so kleinen Eingriff bis hin zu einer Impfung zurecht sagen. Menschen müssen informiert selber Zustimmung geben, ob sie das wollen oder nicht. Nur bei einem so umfassenden Eingriff wie bei einer Organtransplantation soll man uns plötzlich sagen Nein, nein, es braucht kein informierte Zustimmung mehr und du musst dich dagegen wehren. Wenn du das nicht willst. Da ist ein Fehler. Du bist dann nicht mehr. Also, die Organspende findet ja postmortale statt nach deinem Tode. Dann bist du kein Patient mehr, dann bist du ein Leichnam. Das heißt, das darf nicht vermengt werden. -Du kannst zu Lebzeiten. -Aber es geht immer noch um meinen eigenen -Körper bzw um den eigenen Körper. -Von Menschen zu verfügen, was danach passiert. Aber du bist kein Patient mehr, du wirst kein Patienten Formular finden, -wo du es Aufklärung zu gibt. -Aber sein Punkt, die körperliche -Unversehrtheit geht über den Tod hinaus. -Das kannst du auch bestimmen, das sollst du auch. Genauso wie du entscheidest, ob du verbrannt werden willst oder nicht. Was ich hier ein bisschen schwierig finde an dieser Diskussion, wenn ich das mal so sagen darf, ist, dass wir über Widerspruchsregelung reden wie über einen Verwaltungsakt. Ich glaube, das ist aber nicht so was, was ich hier ein bisschen vermisse ist auch. Du hast dich ja vorhin drüber geäußert übers Hirntod Kriterium und hast jetzt wieder gesagt, wir haben es mit einer Leiche zu tun. Und es gibt ja einfach neuere Studien, die die diese Hirntodkriterien einfach zumindest -in Frage stellen. -Kannst du uns noch ganz kurz eine Begründung machen? Warum ist es für dich eben kein Verwaltungsakt? Es ist für mich kein Verwaltungsakt, weil es ist ein eindeutiger Eingriff in meine Patientenautonomie. Und die ist nicht dadurch irgendwie zu relativieren oder ihn in Abrede zu stellen, dass man sagt Ja, du kannst dich ja ins Spende Register eintragen. Ich will mal ein Beispiel nennen: Als ich über Organspende recherchiert habe, war ich viel in Österreich und habe mich mit den dortigen Professoren wirkliche Koryphäen unterhalten. Die haben uns erzählt, dass in Österreich jeder Durchreisende, also jeder Tourist, der da irgendwie einen Hirntod erleidet oder so was, potenziell auch Organspender ist. Das heißt, ich müsste mich in Österreich eigentlich ins Widerspruchsregister- Es wird in der Praxis nicht gemacht, weil die die Angehörigen dann in der Regel fragen. Weiß ich, ich weiß nicht alles, aber aber es ist potenziell so und ich und es ist ich finde, das ist ein solcher, eine solche, eine solche Eingriff -in meine persönliche Integrität. -Es geht um eine Entscheidung. Es ist nicht -ich will nicht. -Aber ich, aber ich. Aber sie hat ja einen Punkt. Sie muss aktiv etwas dagegen tun, wenn sie es nicht -will. Ich muss. -Sie soll aktiv eine Entscheidung treffen. Und das zweite Argument ist Wenn man einfach vielleicht auch noch mal in die Diskussion werfen will, ist das, wenn wir so weiter denken, das sind ja auch Menschenbilder damit verbunden mit den, also mit mit der Organspende. Und wenn wir weiter denken, ist es, ist die Waagschale zwischen dem, was wir das Individuum nehmen und dem, was wir quasi dann als Nützlichkeitsethik verstehen würden- Dann glaube ich, dass sich die Waagschale dann in Richtung dieser, dieses Utilitarismus einfach verschiebt. Und das finde ich eben -auch problematisch. -Kannst du das nachvollziehen, dass sie zumindest Sorge hat, dass es mehr um Nützlichkeit als um individuelle -Selbstbestimmung geht? -Das utilitaristische Prinzip ist sicherlich eines, was gesellschaftlich auch greift. Das leben wir jeden Tag in anderen Bereichen. Aber das ist wieder Philosophie, da müssen wir nicht drauf hin. Nur was du machst und das ist auch nicht fair. Du tust jetzt so, als sei die Situation manifest. Der potenzielle Organspender ist nicht automatisch der Organspender. Das ist das, was ich eben versucht habe zu sagen Das ist nicht real existierend. Du mals die ganze Zeit ein Horrorszenario an die an die Wand, was einfach nicht existiert. Aber du wiederholst es. Ich habe da eben schon mal versucht, darauf hinzuweisen. Das ist unfair, das darf man so nicht machen, weil genau die, die sich damit nicht beschäftigt haben, bei denen bleibt jetzt hängen: Oh je, ich bin im Ausland, ich werde ausgeschlachtet. Versuchs positiv zu formulieren. Wenn du nach Portugal reist, dann bitte, bitte, bitte mach dir vorher über deinen Impfschutz Gedanken. Mach dir aber vorher auch Gedanken, ob du in Portugal, wenn du den seltenen Fall erleiden solltest, dass dort eben den irreversiblen Ausfall erleidet, darfst du dort den Angehörigen nicht aufbürdest, dass die dann im Gespräch sagen müssen, er möchte keine Organspender sein, dann nimm den Organspendeausweis mit und schreib drauf Nein, ich will nicht, wenn du -den Urlaub draußen antrittst. -So, und vielleicht ist das genau der richtige Zeitpunkt, um über Angehörige zu sprechen. Ihr habt auch alle dazu eine Meinung. Du hast sehr explizit gesagt, dass
du eben ins Gespräch gegangen bist mit deinen Nächsten und mit deinen Liebsten. In beiden Szenarien spielt das ja eine Rolle. Also in der aktuellen Lösung gibt es ja auch die Angehörigen, die eine Rolle spielen können. Da kann ich zum Beispiel gesagt haben, ich habe vielleicht keinen Organspendeausweis, aber wenn die Angehörigen dem behandelnden Arzt glaubhaft versichern können, er wollte aber immer Organe spenden, dann nimmt der Arzt das ernst.
Genauso wie in der Widerspruchslösung. Da gibt es vielleicht jemanden, der hat es verpasst, sich einzutragen ins Register. Da werden auch noch einmal die Angehörigen gefragt. Und wenn die Angehörigen glaubhaft sagen, der wollte das aber wirklich nie, also das Nein steht, dann wird das auch ernst genommen. Also Angehörige spielen in beiden Lösungen so oder so eine wichtige Rolle. Vielleicht kannst du mal erklären, wie das ist. Wir alle sind selten in einer Klinik, wo solche Angehörigen Gespräche geführt werden müssen. Sind die in der Lage, sind die damit überfordert? Wie ist das?
Also es ist wirklich eine ganz, ganz harte, sehr intime Situation und ich weine erstaunlicherweise auch nicht selten bei den Gesprächen. Das ist eigentlich nicht so erstaunlich, ehrlich gesagt. Darf eigentlich nicht sein, das ist unprofessionell. Ich sage, ich sage das aber dann. Ich sage auch jetzt, das war unprofessionell. Also, aber ich lasse die Nähe zu, weil ich gemerkt habe, über die Jahre und Jahrzehnte, wenn ich sie nicht zulasse, dann nehme ich mehr mit nach Hause. Und witzigerweise oder erfreulicherweise nehmen die Angehörigen das auch an, aber das allererste, was ich in dem Gespräch mache: Ich versuche, den Zug rauszunehmen mit Entscheidungen. Die Entscheidung über Leben und Tod ist in einer ganz anderer Stelle gefällt worden. Die Angehörigen werden befragt, um zu bezeugen, ob eine Stellungnahme zum Thema Organspende vorliegt.
Das erste ist: Hat sich der Verstorbene zu Lebzeiten schriftlich oder mündlich geäußert? Beides gilt gleichermaßen. Wenn das nicht der Fall ist, dann gehst du ins Gespräch und fragst: Jetzt müssen Sie mir helfen, weil ich muss jetzt quasi entscheiden, was wir machen. Sie müssen mir helfen. Was wäre denn im Sinn des Verstorbenen gewesen? Der mutmaßliche Wille des Verstorbenen? Der mutmaßliche Wille. Und es kommt quasi fast nie vor. Da komme ich auch zu Deiner zu deiner Anmerkung. Ich habe es noch nie erlebt in meiner Geschichte und ich mache das seit vielen, vielen Jahren, dass ein Angehöriger sagt, ich bin zwar zwei Jahre lang in engem Kontakt, aber ich kann auf die Fragen überhaupt gar nicht reagieren. Ich habe gar keine Vorstellung, der ist empathisch, wahr oder freigiebig. Oder ich kann überhaupt gar nicht sagen, ich habe gar keine Idee. Ich muss jetzt aber selber entscheiden, das kommt quasi nie vor. Die sagen immer: Ich habe einen Organspendeausweis. Gerade die jüngere Generation. Aber die Oma, die hätte das nicht gewollt. Die war zwar lieb und nett, vielleicht für einen Enkel, hätte es vielleicht noch gemacht, aber ne, für Fremde wollt die nicht.
Das bedeutet aber im Umkehrschluss, wenn wir jetzt über Widerspruchslösung reden und nur über die Angehörigen, nicht über die ethischen Problematiken reden: Den Angehörigen wäre es fast egal, ob es eine Widerspruchslösung -oder eine Zustimmung als Lösung gibt. -Ich glaube aber, also ich kann nur aus der Erfahrung sprechen, ich kenne eine Familie, die musste diese Entscheidung treffen und ich weiß, dass sie sehr mit sich selber im Hadern sind. Habe ich die richtige Entscheidung getroffen? Das war der mutmaßliche Wille und die waren sehr am oder sind nach wie vor sehr am Überlegen. Haben wir die richtige Entscheidung getroffen? Haben wir das richtig gemacht? Und ich glaube, das ist ein das ist schon ein wichtiger Punkt. Man würde mit einer Widerspruchslösung und zumindest ein bisschen mehr Richtung vielleicht den Angehörigen ein bisschen auch Leid im Nachgang ersparen, weil es einen Rahmen gibt. Und aktuell ist es so Ja, du entscheidest. Genau genommen- -Peter läuft vor und zurück. Warum genau? -Das stimmt. Ich war vorher ganz bei dir, aber der Punkt stimmt jetzt nicht ganz, weil es werden Angehörige in beiden Lösungen befragt.
Auch da ändert sich nichts daran, wo ich ein Entwicklungspotenzial sehe. Bei einer Widerspruchslösung ist, das Angehörige einem größeren sozialen Druck ausgesetzt sind, dass das was du vorher angesprochen hast, nämlich dass sich quasi wie gegen die Erwartung eigentlich solltest du ja spenden, dann sagen muss Nein, mein Angehöriger, meine Angehörige wollte das nicht. Das kann das medizinische Fachpersonal nichts dafür. Da können nicht die Leute vor Ort was dafür, sondern baut sich in der Gesellschaft eine grundsätzliche Haltungsänderung auf. Aber darum geht es doch gar nicht. Ganz kurz, Aktuell ist es so, dass aktuell ist es so, dass die Angehörigen ein aktives Ja entscheiden müssen, am Ende mit dieser Entscheidung leben müssen. Bei einer Widerspruchslösung gäbe es nur ein aktives Nein. Wenn ich genau weiß, als Angehörige, der wollte das nicht, dann sage ich Nein. Und dann, dann wird es auch nicht gemacht. Wenn ich es aber nicht weiß, dann, dann kann ich auch ruhigen Gewissens sagen: Okay, dann habe ich mich jetzt aus dieser ganzen Sache rausgezogen, ohne dass ich jetzt aktiv ja sagen muss und nicht ein aktives Ja. Ich schenke jemand anderem das Herz von meinem geliebten Menschen. Es ist ja eine ganz andere Nummer. Also ich kann das nur höchstpersönlich von dieser Familie -berichten. -Aber du hast ja nicht deine Widerspruchs Regelung Situation erlebt. In der Gesellschaft baut sich ein Druck auf. Es kommt zu einer Erwartungshaltung. Eigentlich sollte man ja spenden, aber wenn du es nicht willst, musst du dich aktiv dagegen wehren. Also Anne, Anne ist gleich dran. Die meldet sich schon lange, aber Ulrike war noch davor. Du willst auch noch was sagen? Heute ist aber wirklich was los in der Bude, merk ich gerade wirklich. Ihr sprecht von Ich muss mich wehren dagegen. Ich muss so für mich ist das so, ich muss noch ein Schild rausholen und ein Schwert und dann wehre ich mich gegen, gegen die, gegen diese, oder? Also ich habe das Gefühl, das ist wirklich so, so voll emotional bei euch teilweise. Ich verstehe es, ich verstehe es auch. Das ist zum Teil auch schlimm.
Noch mal das Bild von dem Einbruch in der Wohnung. Bisher musst du nicht ein Schild aufhängen und sagen: Bitte brecht mir nicht ein, sondern dass man plötzlich -aktiv sich dagegen wehren- -Aber der Vergleich hinkt. -Aber Entschuldigung. -Der Einbruch ist kein edles Ziel. Und ich finde, eine Organspende ist ein edles Ziel. Ich finde das wirklich ein bisschen zu schwarz weiß, gerade weil belastend. Hochgradig belastend ist die Situation für die Angehörigen so oder so und man muss einfach immer sehen, dass egal welche Lösung man hat, Angehörige sich verabschieden und eine Entscheidung treffen angesichts eines Körpers, der sehr viele Anzeichen von Vitalität zeigt. Ja, ein Körper, der beatmet ist, ein Körper, der warm ist, der unter Umständen schwitzt. Es ist keine Leiche. Mich hat das sehr berührt, was du erzählt hast. Dass du manchmal sogar weinst bei diesen Gesprächen. Ich finde das nicht unprofessionell. Das darf dir passieren. Du bist mit allem, was dich als Mensch ausmacht, in dieser beruflichen Profession drin. Und deswegen finde ich auch nicht, dass ihr das als eine kalte Verwaltungsangelegenheiten diskutiert hier. So nehme ich das nicht wahr, sondern da steckt sowohl auf dieser Seite, aber vor allem finde ich auf eurer Seite sehr viel auch rationalisierte Emotionen. -So, das nehme ich wahr. -Ich habe beides erlebt, um mal ganz kurz persönlich zu sprechen, habe beides erlebt, einen Todesfall, wo wirklich gar nichts geregelt war. Wir haben ja, wir reden ja noch Feld Angehörige, wo gar nichts geregelt war, was für die nahestehenden Angehörigen genau das war, was ihr gerade gesagt hat traumatisierend. Du bist eh schon am trauern und musst dann noch Entscheidungen treffen, die du im Zweifel gar nicht treffen willst. Und ich habe das Gegenteil erlebt einen Todesfall, wo alles bis hin zum bis zur Inschrift auf dem Grabstein, bis zum Grashalm alles schon geregelt und finanziert und sonst was war. Das hat uns also wahnsinnig das Leben erleichtert, in diesem Falle, weil der Verstorbene, die Verstorbene eben vorgesorgt hatte. Das ist ein wahnsinnig intensives Thema. Und wenn ihr Lust habt, darüber zu schreiben, wie euch das vielleicht gegangen ist mit Angehörigen, was ihr euch wünschen würdet, vielleicht auch dann tut das gerne, schreibt es in die Kommentare, diskutiert bei allem Respekt darüber. Und wenn euch das zu intim ist, bitte fühlt euch jetzt nicht von mir ermuntert, trotzdem was öffentlich zu schreiben. Nur wenn ihr wollt.
Wir sind an einer Stelle angekommen, wo wir irgendwann mal, sagen wir mal gucken müssen: Was machen wir jetzt? Wir können uns ja mal vorstellen, wir würden jetzt ein Gesetz entwerfen müssen, wir wären jetzt der Bundestag. Da muss man irgendwie versuchen, eine Mehrheit zu erlangen. So wie kriegen wir das hin, ohne dass man quasi alle seine Grundgesetze abgeben muss? So mein Kompromissvorschlag ist der, den der Ethikrat schon mal vorgeschlagen hat. Ich schlage jetzt mal vor, wir haben eine eine Pflicht, eine Informationspflicht. Allerdings darf man entscheiden zwischen Ja, nein und ich weiß es aktuell nicht. Zum Beispiel könnte man das machen, wenn man keinen Führerschein oder Personalausweis. Jeder muss irgendwann mal einen Personalausweis machen, im Gegensatz zum Führerschein. Alle 5 bis 10 Jahre wird das erneuert. Alle 5 bis 10 Jahre würde man wieder gefragt werden Hast du inzwischen eine Entscheidung getroffen? Möchtest du dich umentscheiden? Wie sieht es bei dir aus? Das wäre der Vorschlag. Viele sind vorgegangen, Ulrike nicht. -Warum du nicht? -Weil ich gegen die Verpflichtung der -Verpflichtung bin. -Du willst noch nicht mal verpflichtet werden zu sagen: Ich weiß es nicht. Du möchtest das recht haben zu sagen, ich möchte mich damit nicht auseinandersetzen. Ich möchte das recht haben, mich nicht entscheiden zu müssen und staatlicherseits -nicht dazu aufgefordert zu werden. -Fair enough.
So, das war mein Kompromissvorschlag. Jetzt steckt die Köpfe zusammen und versucht mal rauszufinden, was könnte die Gegenseite noch näher zu euch ziehen? Ihr steht ja schon relativ nah beieinander. Vielleicht gibt es noch einen Punkt, wo ihr sagt Mensch, das klappt. So, ich habe einen Kompromissvorschlag gemacht. Habt ihr auch einen? Wie würdet ihr denn diese beiden Parteien oder Menschen hier zusammenbringen? Oder möglichst viele von ihnen? Was wäre, wenn ihr im Bundestag ein Gesetz einreichen müsste? Was würde da drinstehen? Schreibt es mal in die Kommentare. Viele, viele, viele, viele Gesetze werden jahrelang vorbereitet. Niemand erwartet jetzt von euch hier innerhalb von drei Minuten den Vorschlag, an den noch keiner gedacht hat, vorzustellen. Ich bin sehr, sehr gespannt, was jetzt gleich kommt. Und alle so: Ach so, na klar, warum machen wir es denn nicht so? Also wer möchte gerne anfangen? Gruppe grün oder Gruppe gelb? Ich treffe die Entscheidung für Gruppe Gelb. Wo wir sicherlich einen sehr hohen Grad an Übereinstimmung hatten, war bei dem Punkt, dass wir glaube ich, vieles besser machen können in Bezug auf Informationen, auf Bewusstseinsbildung, Aufklärungsarbeit im Sinne von, dass ich einfach mal weiß, diese Frage stellt sich, die stellt sich nicht erst, wenn ich älter bin, sondern die kann sich sehr früh stellen. Ich sollte mich da mit der Frage beschäftigen. Da glaube ich, hatten wir einen sehr großen Übereinstimmungsgrad dass wir das noch intensivieren können, da wirklich alles ausprobieren können, ausprobieren sollten, was da möglich ist. Sprich Schule, sprich Hausärztin, Hausärzte und Führerscheine war noch ein Thema. Und so weiter. Ja, das Thema fließt in den Bildungsplan der Schulen ein, in den Bio Unterricht genauso wie Aufklärungsunterricht in anderen Bereichen der Sexualkunde, es wird zum sozusagen obligaten Thema des Biologieunterricht. Mir wäre es wichtig, dazu zu sagen, dass ich unabhängige Aufklärungskampagnen, also nicht sozusagen unbedingt pro Organspende, sondern eben auch, dass alle Seiten, alle Seiten beleuchtet werden und auch die kritischen, auch die ethisch kritischen Punkte dabei beleuchtet werden. Da geht es mir also, das ist mir -sehr wichtig. -Ich fasse zusammen: Eine neutrale Information, in der Schule sogar verpflichtend plus eine massive Ausweitung aller möglichen Informationskampagnen, die an möglichen Ecken stattfinden können. Würdet ihr sagen ja, stimme ich zu oder würde ich sagen, das ist eine blöde Idee? Ja, wir hatten, wir hatten ähnliche Punkte. Ich wollte nur ganz kurz noch auf das eingehen, was Ulrike gesagt hat. Die BZgA ist ja nicht pro Organspende. Das ist ganz, ganz wichtig, glaube ich bei der ganzen Aufklärungsarbeit. Es geht -immer um ein: Entscheide dich! -Also neutrale Information. Stimmt ihr dem zu? Würdet ihr sagen Gute Idee, machen wir. Wir haben auch besprochen zusammen, sehr, sehr ähnlich zu dem, was ihr gesagt habt: Auch in Schulen verpflichtend beispielsweise. Wollt ihr noch mal -unsere Argumente noch zusätzlich? -Also das Verpflichtende hat Power, wenn das im Raum stehen bleibt und wenn das auf Sendung geht, das ist- -Das geht auf Sendung. -Genau. Also eine Verpflichtung, das in den Lehrplan einzuschreiben. Auch dann würde ich sofort mitgehen. Das ist eine ziemlich gute Nummer, aber das hat Konsequenzen, weil dann werden wir auf einer anderen -Ebene Diskussionen führen müssen. -Wir müssen ja auch schon über Sexualkunde ganz viele Diskussionen führen. Jetzt werden wir danach über Organspende Pflicht Unterricht natürlich auch noch reden. Gibt es noch mehr Songs von Marti? Ist das drin -in dem Kompromiss? -Wenn du möchtest, mach ich dein ganzes -Album. -Mir ging es so, dass ich irgendwie so more investiert war, als ich dachte. Ich dachte, ich schiebe hier so eine ganz eigentlich erst mal so diese etwas coole, so ruhige Kugel und habe dann aber gemerkt, es packt mich jetzt auch irgendwie sehr die Diskussionslust -und Freude. Ich hab wirklich Spaß gemacht. -Weißt du, was spannend ist? Auch wenn ich jetzt gedacht habe, ich könnte zu dem Thema wenig beitragen, habe ich doch, glaube ich, mehr beigetragen, als als ich gedacht habe. Und vielleicht geht es ja auch nicht nur mir so, sondern anderen, die bei dem Thema genauso denken. So, was soll ich denn schon groß dazu sagen? Man hat irgendwie schon was, worüber man -da reden kann. -Das finde ich einen ganz wichtigen Punkt. Ich glaube, das haben wir echt sehr deutlich gemerkt, dass dieses Thema auf super vielen verschiedenen Ebenen besprochen werden kann. Einige von euch haben es nach vorne geschafft. Ich glaube, das ist auch Ausweis einer sehr, meistens sehr respektvollen Diskussion, die stattgefunden hat. Und ich glaube, die meisten Argumente sind auch auf den Tisch gekommen. Ganz herzlichen Dank dafür. Das waren 13 Fragen zum Thema Organspende. Danke schön! Ja, wie zu erwarten ging es auch bei dieser Folge heiß her. Ich ganz persönlich tendiere eher zur Widerspruchslösung, wohl wissend, dass ich damit mein eigenes Selbstbestimmungsrecht leicht einschränke. Aber ich habe auch leicht reden. Ich habe ja schon einen Organspendeausweis. Ich glaube übrigens, dass wir diese Diskussion viel entspannter führen würden, wenn wir uns alle viel mehr mit dem Thema Tod beschäftigen würden. Denn das ist ja das Thema, was uns alle zusammenführt. Wir werden alle sterben. Mit diesen hoffnungsvollen Worten sage ich jetzt: Tschüss. Wenn euch 13 Fragen gefällt, dann abonniert auch unseren Kanal, der heißt unbubble. Das könnt ihr hier tun. Hier oben findet ihr eine weitere Folge 13 Fragen und hier gibt es ein weiteres Video zum Thema.