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Und das soll Wissenschaft sein? (korrigiertes Video)| Grenzen des Wissens

Grenzen des Wissens41:10

Transcription

Hallo, liebe Leute! Ich begrüße euch zum nun mehr 19. Video aus meiner Serie „Plan B für das Klima“. Und heute geht es um die Frage: Was bedeutet der Eintrag der Klimaneutralität ins Grundgesetz für das Land Deutschland? Wir werden sehen, es ist ganz wichtig, wie Klimaneutralität interpretiert wird, und zwar im Rahmen des Senkenmodells oder im Rahmen des Budgetmodells. Und da wiederum ist die große Frage: Was ist die Lebensdauer der Senken? Wie lange helfen sie uns, das Klimaproblem in Griff zu bekommen?

Heute möchte ich mal die großen Berichte des Weltklimarats – da gibt’s sechs Stück davon – analysieren. In Hinblick: Was sagen sie aus, die großen Berichte des Weltklimarats, für die Zukunft der Senken? Aber bevor wir jetzt wirklich in das Video einsteigen, ein Hinweis in eigener Sache: Es gibt ein Interview zwischen Mark Friedrich und mir. Herr Friedrich hatte mich eingeladen nach Schorndorf, da ist er zu Hause. Herr Friedrich ist ein großer YouTuber – hat also, ich glaube, eine halbe Million Abonnenten – ist also ein riesen YouTube-Kanal, und er hat ein Haufen Bücher geschrieben, ist glaube ich eher so ein Finanzexperte und jede Menge Spiegel-Bestseller. Und das Video, das Interview, das ist ein sehr gutes Video aus meiner Sicht. Also, Herr Friedrich ist wirklich ein exzellenter Interviewer, und wir haben also viele, viele Aspekte diskutiert, und ich kann dieses Video nur empfehlen. Also, nicht auf meinem eigenen Kanal, sondern auf einem anderen Kanal, aber eben ein sehr gutes Video. Hier, also der Hinweis: Hier unten ist also der Link auf YouTube angegeben, und der Titel ist: „Die unbequeme Wahrheit, die niemand hören will“. Ja, das als Hinweis in eigener Sache.

Jetzt also zurück zum Eintrag in das Grundgesetz, zum Zwang für Deutschland zur Klimaneutralität bis 19 – nein, 2045. Ja, und das macht also großen Unterschied, um das noch mal zu erläutern, wie Klimaneutralität interpretiert wird. Im Budgetmodell bedeutet es die absolute Dekarbonisierung, der Ausstieg aus Gas und Erdöl. Also keine Diesel-LKWs mehr auf der Autobahn, keine Gas-Etagenheizung mehr. All das fällt weg. Und die Annahme ist: Es gibt ein CO2-Budget für die Menschheit. Also die Menschheit darf während ihrer gesamten Existenz nicht mehr als so und so viel Milliarden Tonnen an CO2 emittieren. Und wenn das Budget aufgebraucht ist, dann muss es auf absolut null runterfallen. Und die Senken, die werden versagen, die helfen uns also nicht; denn wenn es ja Senken gäbe, also die Natur in der Lage wäre, Teile unserer Emissionen aufzunehmen, dann gäbe es ja kein festes Budget. Ja, und die Probleme mit so einer radikalen Forderung der totalen Dekarbonisierung sind die Verarmung des Landes, die Deindustrialisierung und natürlich auch die militärische Wehrlosigkeit.

Ja, und wenn wir dagegen Klimaneutralität im Senkenmodell interpretieren, dann können wir weiterhin in der Zukunft – so steht’s auch im Pariser Klimaschutzabkommen – so viel emittieren, wie die Natur, also die Senken – Ozean und Landpflanzen – aufnehmen können. Zurzeit nehmen sie rund 20 Gigatonnen, also Milliarden Tonnen, auf. Wir emittieren 40 Milliarden Tonnen zurzeit. Das heißt, im Augenblick ist es rund die Hälfte. Und die Vorteile wären: Die Wirtschaft bleibt konkurrenzfähig, die Energiepreise bleiben bezahlbar, und das Land bleibt verteidigungsfähig. Also ganz entscheidend, welche der beiden Interpretationen der Klimaneutralität die richtige ist.

Ja, wir gehen mal aus bei unserer Analyse von folgenden Grundlagen. Also, damit jetzt klar ist, dass ich kein Klimaleugner bin – oder das muss man immer wieder unendlich wiederholen in den ganzen Videos – es gibt den menschengemachten Klimawandel. Hauptursache sind die CO2-Emissionen aus Kohle, Gas und Erdöl. Es ist ein Problem, die Erwärmung, aber es ist nicht der Untergang der Menschheit. Ich hatte schon 2010 dieses Buch publiziert: „Klima: Der Weltuntergang findet nicht statt“. Ja, wir haben ein Problem, aber wir werden nicht allesamt sterben, wenn es 2 oder 3° wärmer wird. Ja, also es ist ein Problem. Aus Einzelpublikation – das war das Video vor einer Woche – zur Zukunft der Senken ergibt sich ein widersprüchliches Bild. Da kann man also nicht entscheiden: Was ist denn nur richtig? Budgetmodell oder Senkenmodell? Deswegen ist dieses Video: Was sagt nun wirklich der große Weltklimarat in seinen sechs Berichten? Na, hier steht’s noch mal: Dieses Video: Was sagt der Weltklimarat zur Zukunft der Senken? Und die Zukunft der Senken: Erschöpfen sie rasch, dann ist das Budgetmodell richtig. Halten sie wenigstens bis 2100 oder vielleicht noch viel länger, dann ist das Senkenmodell richtig.

Ja, und ich will mal gleich, bevor wir jetzt in die Details eintauchen der sechs großen Berichte – weil es ist ein Haufen Physik, Chemie und Biologie, ja, das kommt dann richtige Substanz in diesem Video – eine Zusammenfassung abgeben. Und zwar haben wir hier das Ergebnis dieses Videos für die Leute, die es nicht aushalten, da diese ganze Physik und Chemie und so weiter über sich ergehen zu lassen. Ja, und zwar habe ich das hier mal zusammengefasst. AR bedeutet Assessment Report. Das sind die großen Hauptberichte des Weltklimarats, die so alle paar Jahre erscheinen. Da gibt’s AR1, das war 1990, den Assessment Report Nummer 2, 1995, 001 bis 2021. Und ich habe jetzt nur ganz kurz zusammengefasst mit den beiden Kürzeln „zu“ oder „ab“, ob sie eine Zunahme oder eine Abnahme der Senken vorhersagen. Und Abnahme würde bedeuten: Budgetmodell ist richtig.

Im Assessment Report Nummer 1, 1990, für beide Senken: Abnahme. Budgetmodell richtig. Im Assessment Report Nummer 2 von 1995: Ozeansenke konstant, Landsenke Abnahme – äh nee, Zunahme. Zunahme. Ja, da wäre man schon eher auf der Schiene vom vom Senkenmodell. Also eine gute Nachricht. Assessment Report Nummer 3: Da wird nun gesagt, dass jetzt die die Ozeansenke, dass die zunimmt und die Landsenke abnimmt. Also umgekehrt die Aussage als im Assessment Report Nummer 2, ist dann so ein bisschen verwirrend. Assessment Report Nummer 4, und das ist von 2007. Das ist so ein ziemlich alarmistischer Report gewesen, 2007. Beide Senken gehen runter, also Abnahme, also Budgetmodell richtig. Assessment Report Nummer 5, 2013: Das Gegenteil, beide Senken nehmen zu. Und Assessment Report Nummer 6: Da gibt’s so einen Rückfall in den Klimaalarmismus meines Erachtens, beide Senken nehmen ab. Und die experimentellen Daten bis heute – also Daten gibt’s ja nur aus der Vergangenheit, nicht für die Zukunft – beide Senken sind proportional zum Partialdruck angestiegen. Also Zunahme, Zunahme. Ja, es ergibt sich also ein sehr verwirrendes Bild, aber trotzdem macht es sehr viel Sinn, in die einzelnen Assessment Reports einzutauchen und die Argumentation zu verstehen. Was für was für Ideen, warum nimmt denn die Ozeansenke mal einmal zu und mal einmal ab? Was haben denn die einzelnen Forscher und Forscherinnen da angenommen? Und das ist jetzt eben echte Substanz. Ja, ja.

Bevor ich aber jetzt in die in die wirkliche Naturwissenschaft eintauche, erstmal wieder meinen Dank an unsere Unterstützer. Es ist mir also eine große Freude, dass wir hier weitermachen können. Ich habe eigentlich jeden Tag Angst, dass mein Kanal abgeschaltet wird, weil ich eben nicht der Klima-Panik-Verfechter bin, sondern zur Mäßigung aufrufe. Ohne euch gäbe es den Kanal nicht mehr. Und dadurch, dass es Crowdfunding ist, ja, dass ich also nicht einen großen Finanzier habe, was weiß ich, irgendeine politische Partei oder sonst wen, dadurch, dass ihr das alle macht, bin ich vollkommen unabhängig. Ich kann das machen, was mir richtig erscheint, nach bestem Wissen und Gewissen. Ja, und das finde ich also eine dolle Sache. Ähm, also ja, na ja, also es gibt Leute, die unterstützen uns über PayPal an eine dieser beiden E-Mailadressen hier oder auf eines dieser beiden Konten, die ich extra eingerichtet habe über meine kleine GmbH im Toggenburg in der Schweiz. Das eine Konto in Euro und das andere in Schweizer Franken zum Betrieb dieses Kanals hier. Und da haben wir hier den QR-Code für die Freunde aus Euroland hier. Das ist also das Eurokonto-QR-Code, und hier der QR-Code für unsere Freunde aus der Schweiz, die uns unterstützen. Also vielen Dank an euch alle!

Aber jetzt tauchen wir ein in die Physik, Chemie und Biologie der großen Berichte des Weltklimarats. Wir fangen an mit der Frage, was der erste Weltklimaratsbericht aus dem Jahr 1990, der Assessment Report Nummer 1, sagt. Relativ kurzer Bericht, das sind also nicht so viele Hunderte von Seiten wie die späteren Berichte. Auf Seite 16 finden wir folgende Texte: „Infolge steigender Oberflächenwassertemperaturen könnte der Ozean resistenter gegen vertikale Durchmischung werden und die Aufnahme von anthropogenem CO2 verlangsamt.“ Ja, ist also tatsächlich – man nennt das Stratifikation – das also wärmeres Wasser, und je wärmer, umso umso mehr ist diese Stratifikation der Fall, dass wärmeres Wasser sehr viel leichter ist als kälteres Wasser, und deswegen gibt es eine sehr, eine dann eine gedämpfte Durchmischung, einen weniger starken Transport von Oberflächenwasser in tiefere Zonen, weil der Gewichtsunterschied zwischen warmen und kaltem Wasser dann größer wird. Durchaus ein plausibles Argument. „Kohlenstoffkreislaufmodelle zeigen, dass die Netto-CO2-Aufnahme des globalen Ozeans nicht empfindlich auf die Gastransferkoeffizienten reagiert, dass sie hauptsächlich durch vertikale Durchmischung und nicht durch Gasaustausch gesteuert wird.“ Hier wird also gesagt, dass der reine, die Gasdiffusion, also die Löslichkeit von CO2 im Wasser, dass das nicht äh, dass die der Transport eben durch nicht durch diese reine Diffusion bestimmt wird, sondern durch den vertikalen Transport. Das ist eine Annahme. „Diese Koeffizienten kann man einstellen im Computermodell, und wenn man die kleiner wählt, die Gasdiffusionskoeffizienten als die vertikale Durchmischung, ja, dann ist die vertikale Durchmischung entscheidend, und die nimmt ab, wenn der Ozean wärmer wird.“ Hier wird also gesagt, dass die Ozeansenke abnimmt. Zu der anderen Senke ist nicht so viel zu finden. „Es ist jedoch unklar, Zunahme von Fotosynthese, das der Düngereffekt – durch mehr CO2 wachsen die Pflanzen besser – und Wachstum länger als einige Seasons, also Jahreszeiten, also einige Jahre anhalten wird, ob sie in natürlichen Ökosystemen überhaupt auftritt.“ Also wird bezweifelt, dass der Düngereffekt im natürlichen System überhaupt vorhanden ist. Also, mehr CO2 in Gewächshäusern zeigt ja, dass die Pflanzen stärker wachsen. Aber die Frage ist, ob das auch für natürliche Ökosysteme draußen in der Natur gilt. Sie bezweifeln das, und inwieweit sie zu einer erhöhten Kohlenstoffspeicherung in terrestrischen Ökosystemen führen. Sie meinen also, die Landsenke nimmt nicht zu, sondern dass wir es also hier mit, dass der Düngereffekt vielleicht im Treibhaus nachweisbar ist. Da hatte ich ja vor einer Woche auch Bilder dazu gezeigt, aber in Ökosystemen nicht. Wir wissen inzwischen – das ist ja 1990 – dass beide Vorhersagen falsch sind, weil wir sind im Jahr 2025, also 35 Jahre später. Die Erde ist ergrünt, es gibt ganz stark den Düngereffekt, das kann man mit Satelliten nachweisen, und der Ozean hat die ganze Zeit immer mehr CO2 aufgenommen. Diese beiden Vorhersagen aus dem ersten Assessment Report haben sich als falsch erwiesen.

Jetzt schon, wir gehen zum zweiten Bericht, 1995. Wir sind jetzt auf Seite 466. Der ist also viel länger, dieser Report. Zu der Landsenke wird angenommen: Was passiert denn, wenn sich die CO2-Konzentration verdoppelt? Das ist die sogenannte Klimasensitivität. Das ist so ein Eckwert. Man nimmt also an: Wie sieht die Welt aus bei 560 Parts per Million? Die natürliche, die natürliche Konzentration ist 280 Parts per Million, und da nehmen sie an, dass die Landsenke massiv zunimmt. „Diese Ergebnisse des Gleichgewichtsmodells – das ist da so ein Modell – legen nahe, dass der Effekt von CO2 auf die zunehmende Kohlenstoffspeicherung jede durch die Erwärmung verursachte Verringerung – das die Landsenke genau Verringerung der Kohlenstoffspeicherung – überwiegen könnte.“ Dieses Ergebnis muss jedoch als vorläufig betrachtet werden. Sie sagen also: Landsenke ist schwer zu erfassen, was passiert. Sie meinen aber, im Gegensatz zum Assessment Report Nummer 1, dass hier die Landsenke also auf jeden Fall zunehmen wird, weil wir diesen starken Düngereffekt haben. Zum Ozean sagen sie: „Die allgemeine Auffassung besagt, dass die Kohlenstoffverfügbarkeit die marine Fotosynthese nicht begrenzt.“ Ja, da geht’s also nur in diesem Bericht um die biologische Pumpe im Ozean. Es gibt ja auch die physikalische Pumpe. Jedenfalls die biologische Pumpe nimmt nicht zu durch mehr CO2. Es gibt also den Düngereffekt im Ozean nicht. Das sagen sie hier. „Daher geht man davon aus, dass die zunehmende CO2-Menge in der Oberflächenschicht des Ozeans weder eine Erhöhung der Brutto- noch der Nettoleistung der biologischen Pumpe bewirkt, die sich im letzten Jahrhundert in erster Linie im Gleichgewichtszustand befand.“ Sie meinen also, die Ozeansenke ist konstant, beziehen sich aber in diesem Text hier nur auf die biologische Pumpe. Es gibt noch die physikalische Pumpe, das ist eben die Gasdiffusion. Darauf, da habe ich nichts gefunden in diesem Assessment Report. Also die Aussage hier, nach meinem, nach meiner Analyse – es kann immer sein, dass ich was übersehe in diesen großen Reports – Landsenke nimmt zu, Ozeansenke konstant, im krassen Gegensatz zum Assessment Report Nummer 1. Also das war Nummer 2. Wir gehen in, ach, wir gehen in Nummer 3. Der ist aus dem Jahr 2001. Wir bewegen uns also jetzt mehr in die heutige Zeit hinein, und sie sagen hier auf Seite 218 und 219 mit diesen beiden Bildern hier im Assessment Report Nummer 3, dass wir bei der Landsenke – das sind diese Bilderchen hier – die haben also wirklich schöne Diagramme hier gezeichnet. Da ist die X-Achse die Zeitachse von 1850 bis 2100. Und wenn die Kurve nach unten geht, heißt das, dass CO2 aus der Atmosphäre extrahiert wird. Wir sehen hier oben die Landsenke, „Terrestrial Models“, und wir sehen, dass die also ungefähr bis 2050 zunimmt, und das ist nach Aussage des Textes, des Begleittextes, hauptsächlich der Düngereffekt, „Fertilization“. Durch mehr CO2 wachsen die Pflanzen besser, und dann kommt es nicht in allen Modellen, aber in einigen Modellen – das sind so verschiedene Computermodelle, die hier verwandt wurden – in den meisten Modellen kommt, kommt es so einen Abfall der Senkenleistung bis auf null durch negative Effekte, dadurch, dass es zu warm wird. Ja, das kann man in so Klimamodellen relativ einfach machen. Ich habe selber auch mal Modelle programmiert. Sie haben da verschiedene Parameter, und z.B., wenn es wärmer wird, verdampft da mehr Wasser aus den Ozean, wird’s feuchter, gut für die Pflanzen. Wenn ich das nicht haben will, dann kann ich einfach die Verdunstung höher stellen. Es wird wärmer, ich habe mehr Sonnenstrahlung. Dann schraube ich den Parameter für die Verdunstung pro Quadratmeter Boden nach oben, dass der höher ist als die Niederschläge. Und schon trocknet der Boden im Computer aus, und das ist dann schlecht für die Pflanzen, und dann geht’s hier eben wieder mit der Senkenleistung nach unten. Also es geht nach oben, weil Senkenleistung ist hier negativ gerechnet. Also hier ist die Meinung: Anstieg durch Düngereffekt, Abfall durch Erwärmung. Zusammenfassend ist die Landsenke nimmt also in den meisten Modellen ab. Ja, bei der Ozeansenke ist ein bisschen anders: Anstieg durch Partialdruck. Das ist das, was ich auch annehmen würde, ne, also wir haben mehr Druck an CO2 oberhalb der Wasseroberfläche, also die löst mehr CO2 an. Dann sagen sie aber: Es gibt diese Erwärmung, und deswegen eine schlechtere Durchmischung des leichteren, wärmeren Wassers aus der Oberfläche in tiefere Schichten. Also Abfall durch das, was man Stratifikation nennt, und das hat was mit der Erwärmung zu tun. Erwärmung heißt auch, dass weniger CO2 im Ozeanwasser aufgelöst wird. Warmes Wasser hat weniger CO2, und dann die Meereströmungen ändern sich auch nachteilig, aber nicht auf null, sondern wir sehen, dass die meisten Modelle einen weiteren Anstieg, wenn auch einen langsameren Anstieg, vorhersagen. Die Ozeansenke nimmt also zu. Ja, hier haben wir also dann Ozeansenke äh nimmt zu und Landsenke nimmt ab. Ja, jetzt haben wir schon wieder vergessen, was in Assessment Report 1 und 2 war, aber hier sind zumindest mal ein paar vernünftige Argumente aufgezählt, und man muss jetzt überlegen: Ozeansenke nimmt zu, wenn auch nicht so stark, weil es die Stratifikation gibt, das erscheint ein bisschen plausibel, und hier die Landsenke, da kommt’s eben sehr drauf an, ob ich annehme, dass in einem wärmeren Erdklima der Boden trockner wird. Wir wissen aus der Erdvergangenheit, dass in diesen warmen Klimaten der Kreidezeit oder des Carbons – da sind ja die großen Kohleschichten entstanden, und Kohle ist versteinertes Pflanzenmaterial – dass es da den Pflanzen sehr gut ging. Es ging ihnen also keineswegs schlecht in wärmeren Phasen, aber sie sagen hier nach ihren Modellen nimmt bei einer zu starken Erwärmung ab 2050 die Landsenke ab. Das war der Assessment Report Nummer 3. Wir kommen jetzt zum Assessment Report Nummer 4. Ja, Nummer 4, 2007, ist was Besonderes. Der wurde also, nachdem er erschienen ist, von der Öffentlichkeit heftigst diskutiert. Man teilte also, der sei sehr alarmistisch, und ich muss sagen an der Stelle, da habe ich ja dann 2010 mein Buch publiziert: „Klima: Der Weltuntergang findet nicht statt“, da habe ich jetzt wirklich gedacht: Ist das wirklich noch Wissenschaft? Weil da wurde eigentlich wirklich der Untergang der Menschheit an die Wand gemalt. Das ist also ein sehr alarmistischer, ja, Bericht aus dem Jahr 2007 von der Working Group 1, sind Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Ja, und die sagen natürlich, dass beide Senken abnehmen, ne. „Das Pflanzenwachstum kann durch erhöhte atmosphärische CO2-Konzentration und Nährstoffeinträge – Düngereffekt – stimuliert werden“, ne, das ist der Düngereffekt, „Fertilization“. „Aber die meisten Experimente und Studien zeigen jedoch“, so der Assessment Report Nummer 4, „dass solche Reaktionen relativ kurzlebig und stark an andere Effekte wie Verfügbarkeit von Wasser und Nährstoffe gekoppelt zu sein scheinen.“ Sie drücken sich vorsichtig aus, aber Nettoeffekt ist geht zurück. „Rückgang des ozeanischen Aufnahmeteils stünde im Einklang mit der Annahme, dass die ozeanische CO2-Senke durch die Transportrate anthropogenen Kohlenstoffs von der Oberfläche in die Tiefsee begrenzt ist.“ Das ist wieder Stratifikation. Das wärmere Oberflächenwasser mischt sich noch schlechter mit dem tieferen Wasser, und dann kann der Ozean zwar in der Oberflächenschicht das CO2 aufnehmen, aber wenn die voll ist, dann ist Feierabend, ne, okay. Äh, sowie mit der Nichtlinearität der Kohlenstoffchemie. Da geht’s um die Carbonatbildung, die sich, die CO2-Aufnahmekapazität und Wasser mit steigender CO2-Konzentration verringert. Die haben jetzt also die negativen Effekte im Assessment Report Nummer 4 hochgeschraubt, und entsprechend geht es mit den Senken nach unten. Wir bleiben weiter im Assess Report Nummer 4, Seite 501: „Modelle deuten darauf hin, dass der Anteil der vom Ozean aufgenommenen CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen und Zement senken sinken wird, wenn der atmosphärische CO2-Gehalt weiter zunimmt.“ Das steht im Gegensatz zu den Erkenntnissen der Physik. Wenn ich den Partialdruck eines Gases oberhalb einer Flüssigkeit erhöhe, dann löst sich mehr Gas und nicht etwa weniger Gas in dieser Flüssigkeit. Aber sie sagen ja: Nichtlineare Effekte der CO2-Chemie und Stratifikation. Seite 533: „Eine mögliche Verlangsamung der Ozeanzirkulation und die Abnahme der Mehrwasserpufferung mit steigender CO2-Konzentration werden die Aufnahme von anthropogenen CO2 durch die Ozeane verringern.“ Also noch mal wird nachgelegt, also die CO2, die Land, die Ozeansenke wird sich reduzieren. „Der Klimawandel erhöht den Anteil der Emissionen, die in der Luft verbleiben werden. Beide Senken nehmen ab, indem er die Aufnahme durch den Ozean unterdrückt, die Bodenatmung verbessert, dann kommt sogar CO2 raus, und die Nettoprimärproduktion von Pflanzen reduziert.“ Also das letzte ist ein bisschen eine krasse Aussage, weil in einem wärmeren Klima mit mehr CO2, da nimmt die Nettoprimärproduktion zu. Deswegen haben wir die gewaltigen Kohleflöze. Zu behaupten, dass die Nettoprimärproduktion, ist ganz fundamentale Eigenschaft der Pflanzen, dass die abnimmt, das ist schon eine krasse Aussage aus meiner Sicht. Aber jedenfalls im Assessment Report Nummer 4 beide Senken nehmen ab, und sie geben auch tatsächlich eine Begründung dafür an. Ja, und dann ist es eben sehr abhängig davon, welche Effekte man stärker als die gegenläufigen Effekte wichtet im AR4, also sehr, sehr negativ, klimaalarmistisch. Ja, und dann gab es eben eine Reaktion der Öffentlichkeit, nämlich das sogenannte „Climategate“. Ich glaube, ich habe es jetzt nicht mehr so genau in Erinnerung, aber ich glaube, da wurden so E-Mails aufgedeckt, nachdem sich Klimaforscher und Forscherinnen abgesprochen haben, dass sie die mäßigenden, mäßigenden Stimmen, die es ja auch im Weltklimarat gibt, ja, die also zu mehr Vernunft und weniger Alarmismus und Weltuntergangsstimmung aufgerufen haben, die wurden rausgedrängt, wurden also nur Berichte genommen oder Zahilgebnisse in diesem Bericht Nummer 4, die in Richtung ja Alarmismus liefen. Und das wurde dann analysiert, dass das gar nicht mehr eine objektive Naturwissenschaft ist, sondern in eine bestimmte Tendenz da im Assessment Report Nummer 4 sehr stark so betont wurde, und da gibt’s z.B. hier diesen Link im Spiegel, einen Artikel darüber. Das war dann einer öffentlichen Debatte 2009 und 2010. Ja, das war zu alarmistisch. Beide Senken nehmen ab. So, und dann gab’s eine Reaktion. Dann gab’s also den Assessment Report Nummer 5, 2013, und da haben sich wohl die Forscher und Forscherinnen im Weltklimarat überlegt: Wenn wir zu alarmistisch werden, dann glauben uns die Leute nicht mehr. Und auf einmal, auf einmal stehen Texte im Assessment Report Nummer 5, die habe ich jetzt erst wieder richtig gelesen, wo ich denke: Oh, das ist ja vernünftige Wissenschaft! Was ist das denn? Das stimmt ja mit meinen Gedanken größtenteils überein. Der Assessment Report Nummer 5 ist das Gegenteil von Nummer 4. Ja, und es ist auf einmal das, was ich sagen würde: Yeah, die die machen ja vernünftige Sachen hier! Also plötzlich leben die Senken länger. Ozean: „Die Aufnahme anthropogenen CO2 ist durch die Ozeane wird unter allen vier RCPs – das sind die Szenarien, wo man annimmt, dass die ganze Welt sehr äh äh klimabewusst wird, und das schlechteste Szenario ist Business as usual – also sind die vi, die verschiedenen RCPs, bis 2100 anhalten wird, wobei die Aufnahme bei höheren Konzentrationen zunimmt“, und da steht sogar: „Sehr hohes Vertrauen.“ Sie sind der Meinung, dass die Aufnahmerate des Ozeans proportional ist zum Partialdruck des CO2s. Ja, genau das, was ich sage, ja, die ganze Zeit schon. Und hier steht’s, wusste ich nicht, dass der IPCC wenigstens in einem Bericht sowas sagt. Ja, und beim Land: „Die zukünftige Entwicklung der Kohlenstoffaufnahme an Land ist weniger sicher.“ Ja, es ist schwieriger, das, was die Pflanzen in einem wärmeren Klima machen, das vernünftig zu erfassen. „Die meisten Modelle prognostizieren eine anhaltende Kohlenstoffaufnahme an Land unter allen RCPs.“ Ja, dann ja, also CO2 ist ein Düngereffekt, es wird wärmer, wir haben ja Feuchtigkeit, gut für die Pflanzen. „Einige Modelle simulieren jedoch einen Kohlenstoffverlust an Land aufgrund der kombinierten Auswirkungen von Klimawandel und Landnutzungsänderung.“ Das sind die negativen Leute. Hier sieht man also, dass es da Kämpfe im Weltklimarat gibt zwischen denen, die sich also zu einer moderateren Position da meinen berufen zu fühlen, und eben den Klimaaktivisten unter den Wissenschaftlern, die in Richtung Negatives gehen. Deswegen also scheint mir diese Formulierung hier so ein Kompromiss zu sein. „Anstieg hauptsächlich durch die Aufnahme von CO2 durch verstärkte Fotosynthese.“ Hier wird also die NPP, die Nettoprimärproduktion, wird angenommen, dass die steigt. Im krassen Gegensatz zum Assessment Report Nummer 4. Ja, natürlich steigt sie, finde ich richtig, was hier steht. „Bei höheren CO2-Werten und Stickstoffablagerung sowie längeren Vegetationsperioden im mittleren und hohen Breitengraden.“ Genau das, was in meinem Buch steht: „Plan B für das Klima“, stimmt mit diesen Sätzen hier auf dieser Transparency vom Assessment Report Nummer 5 überein. Noch mal, Seite 96 vom AR5: „Die Aufnahme von anthropogenem CO2 durch den Ozean ist in erster Linie eine Reaktion auf den steigenden CO2-Gehalt in der Atmosphäre.“ Sage ich die ganze Zeit: Proportional zum Partialdruck. „Überschüssiges atmosphärisches CO2, das von der Meeresoberfläche absorbiert und über aquatische Systeme, z.B. Flüsse und Grundwasser, in den Ozean transportiert wird, verlagert sich in Küstenablagerungen oder in tiefe Gewässer, wo es Jahrzehnte bis Jahrhunderte lang gespeichert bleibt. Der Kohlenstoff in der Tiefsee kann ozeanische Carbonatablagerungen auflösen.“ Ja, ist richtig. „Und so überschüssiges CO2 über Zeiträume von Jahrhunderten bis Jahrtausenden speichern.“ Korrekt, ja. Also auf einmal lese ich das, was so mehr oder weniger auch so in meinem Buch steht. Ich muss, ich als ich das Buch geschrieben habe, war das ein alter Bericht hier. Da gab’s schon die Nummer 6, da steht was ganz anderes drin, kommen wir gleich zu, und hatte jetzt erst noch mal den Assessment Report 5 für dieses Video hier genau angeschaut und und stelle fest, wie was da steht, ja, genau das, was ich denke, was vernünftig ist, ja, bis auf so ein paar Abweichungen. Hier sind die ganzen Kurven, ich habe sie mal hier hingezeigt für die verschiedenen Szenarien, die hießen da RCPs, und das RCP 8.5 ist also das Business as usual. Und wir sehen, dass beide Senkenleistungen hier die ganze Zeit nach oben gehen, wobei das die kumulative Senkenleistung ist. Da geht’s also um die Steigung, die ist entscheidend. Besonders ist, und hier sieht man, was angenommen wird für die CO2-Konzentration. Das 8.5er hier, da geht’s hoch bis auf 2000 Parts per Million. So viel Öl und Gas haben wir gar nicht. Also ein extrem Szenario, darüber kann man auch wieder diskutieren, aber jedenfalls beide Senken nehmen zu. „Die Leistung der Landsenke wird allerdings unterschätzt.“ Das ist das Grüne hier. Ja, das liegt immer eine ganze Ecke unter dem Blauen. Und wir wissen aber heute, dass beide Senken in etwa eine ähnliche Leistung haben, Senkenleistung. Hier in diesem Bericht wird die Landsenke hoffnungslos unterschätzt, aber es wird angenommen, dass sie zunimmt, und die Leistung der Ozeansenke scheint proportional, soweit man das hier erkennen kann, zum Partialdruck des CO2s zu sein. Also genauso wie es auch in meinem Buch angenommen wird. Also Assessment Report Nummer 5 ist, bis auf die Schwäche der Landsenke – die wird also sehr stark unterschätzt – da äh ja, da, da das ist in Übereinstimmung mit dem, was ich auch sagen würde, nachdem ich mich so viel mit den ganzen Details beschäftigt habe. Assessment Report Nummer 5, noch mal: Die Leistung der Landsenke wird stark unterschätzt, sieht man hier noch mal. Das ist hier die Berechnung mit den Modellen aus über die Vergangenheit. Da wissen wir ja, was wirklich passiert ist. Von 1860 hier bis 2000, und auch hier die Landsenke grün nah bei null. Das ist die gestrichelte Linie, also gar keine Senkenleistung. Und das stimmt nicht, denn wir wissen ja aus den Satellitendaten, dass der Planet tatsächlich ergrünt ist. Also die Biomasse und die Blattmasse hat massiv zugenommen. Das hier ist also wohl eher nicht richtig. Die Landsenke wird sehr stark unterschätzt, aber beide Senken – das ist ja dieser Anstieg – auch in der Zukunft setzt er sich fort. Beide Senken wird prognostiziert, dass ihre Leistung zunimmt, in Assessment Report Nummer 5, und auch aufgrund von Mechanismen, denen ich zustimmen würde. Bis auch um uns noch mal zu wiederholen, auf diese Unterschätzung der Leistung der Landsenke. Ja, das war der fünfte Bericht. Also, so nach dieser heftigen Diskussion, dass man der Klimawissenschaft 2007 gar nicht glauben kann, weil die zu alarmistisch ist und den Weltuntergang verkündet haben, die also eine Korrektur gemacht, und dann haben sich für einmal offensichtlich die gemäßigten Stimmen im Weltklimarat durchgesetzt. Ja, und im Assessment Report Nummer 6, das ist der neueste aus dem Jahr 2021, da gab’s einen Rückfall, also aus meinen Augen, das ist meine Wahrnehmung. Ja, da gab es die Erfindung des Budgetmodells, das gab’s vorher noch gar nicht, ne, also, dass wir nur ein festes CO2-Budget haben. Das wurde…

Da also plötzlich so stark betont und aus dem Budgetmodell folgen ja diese radikalen Forderungen der Klimabewegung. Die Senken verschwinden aus der Analyse, und zwar so ein Schlüsselsatz hier an einem ganz wichtigen Bild in der Zusammenfassung für Entscheidungsträger. Der Schlüsselsatz ist: "Every ton of CO2 emission adds to global warming." Jede Tonne an CO2, was wir emittieren, macht die Erde wärmer. Das kann ja nur richtig sein, wenn es keine Senken gibt, denn das CO2, was von den Senken aufgenommen wird, macht es ja eben nicht wärmer. Ja, so eine Denkweise setzt voraus, dass Senken nicht existieren. Sie werden also irgendwie – sind sie auf einmal weg – im Assessment Report Nummer 6. Daraus folgt die Forderung einer totalen Dekarbonisierung. Also, Assessment Report Nummer 6 schließt also an an Assessment Report Nummer 4 und ist absolut ja, also eigentlich so eine Umklammerung der westlichen Industriestaaten, die in ihrer Lebensbasis, also preiswerteren Energie und so weiter und vielen anderen Dingen, also gepackt werden. Ja, totale Dekarbonisierung. Da gibt es hier dieses Schlüsselbild, das ist die Figur 10 aus der Zusammenfassung für Entscheidungsträger – SPM heißt das – der Arbeitsgruppe 1 aus dem AR6, und hier sieht man, dass die kumulativen Emissionen hier, dass die proportional sind zu Erwärmung, weil man hier eine gerade Linie reinlegen kann, ne, also, und das da steht’s oben drüber: every ton of CO2 emissions adds to global warming. Das ist das Budgetmodell, woraus diese radikalen Forderungen folgen. Und diese bunten Linien hier, die ungefähr wie eine Gradelinie – also ist eigentlich hier kann man einfach eine Gerade durchlegen – mehr CO2 macht es wärmer. Diese – diese – das sind Zukunftsprognosen für die einzelnen Szenarien, die heißen jetzt nicht mehr RCPs, sondern SSPs. Ein bisschen anderer Bezeichnung, meint aber was ganz ähnliches, und dass die alle gerade sind und die gleiche Steigung haben, bedeutet, dass die Senken hier nicht nur als endlich bezeichnet wurden, dass sie also nach endlicher Zeit so erschöpft sind, sondern sie kommen gar nicht vor. Denn wenn es Senken gäbe, dann müsste für die verschiedenen Szenarien die Steigung hier unterschiedlich sein. Die müssten flacher oder steiler verlaufen, sind aber alle gleich steil. Und das geht rein mathematisch nur dann, wenn in diesem Bild Senken überhaupt nicht mit eingerechnet sind. Dieses Bild ist falsch. Es ist aber die Grundlage des Budgetmodells. Ja, also, man kann sich überlegen, wo gehen die Senken in so einer Darstellung ein? Es geht in die Steigung dieser Kurve ein. Ja, also noch mal zum sechsten IPCC-Bericht. Hier sind die Kurven übrigens – das äh haben wir jetzt nachgezeichnet, ja, weil äh wegen Urheberrecht und so weiter. Das sind also die Kurven für die verschiedenen ähm verschiedenen Szenarien hier, die Senkenleistung, und selbst im niedrigsten Szenario, dass die blaue Kurve hier, geht die Senkenleistung erstmal hoch, und dann geht’s wieder runter. Also, beide Senken verschwinden relativ flott, und für die anderen Szenarien geschieht es ein bisschen später. Die Prognosen sind so programmiert, und sorry, das ist eine Programmierung, ja, ich kann irgendwelche Parameter annehmen, und dann gehen die Senken weg, und schon habe ich mein Budgetmodell bewiesen. Die Prognosen sind so programmiert, dass sie das Budgetmodell unterstützen. Im Gegensatz zu den Prognosen im Assessment Report Nummer 5, ist das Gegenteil von 5: Land-Senken und Ozeane zeigen die gleiche Leistung, das gleiche Zeitverhalten. Das sieht man hier, diese beiden hier, dass die Landsenke, dass die Ozeansenke. Links sehen wir die CO2-Konzentration in den verschiedenen Szenarien. Die beiden Senken haben das gleiche Zeitverhalten. Das kann gar nicht sein, weil sie in ihrer Natur vollkommen unterschiedlich sind. Die Landsenke funktioniert ganz anders als die Ozeansenke. Trotzdem ist das Verhalten hier – die blaue Kurve, die hat ein paar mehr Hupsel, aber sie ist ja qualitativ ungefähr dasselbe wie der Verlauf der Ozeansenke. Und da wird angenommen, dass die Senkenleistung proportional ist zu den anthropogenen Emissionen. Dann sind natürlich beide Senken gleich, wenn sie angebunden sind an die anthropogenen Emissionen und nicht an die CO2-Konzentration in der Atmosphäre, dann kommt das raus hier. Also, hier wird angenommen, die Senkenleistung ist proportional zu den Emissionen und nicht proportional zum Partialdruck, was in allen früheren Assessment Reports angenommen wurde, weil das ist ja auch meistens die richtige Naturwissenschaft, ist an die Emission anzubinden. Ist das – ist ein Gegensatz zu allen vorherigen Assessment Reports und naturwissenschaftlich nicht plausibel. Ja, also, im Assessment Report Nummer 6 ist irgendwas – ist also ähnlich wie vier – vollkommen daneben. Meines Erachtens, Sport Nummer 6, Zusammenfassung: Beide Senken zeigen die gleiche Leistung, das gleiche Zeitverhalten und nehmen mit den Emissionen der Menschheit ab, oder wenn die Emission zunimmt, nimmt die Senkenleistung ab. Also, sind angebunden an die Emissionen der Menschen. Ja, also, die Pflanzen wachsen besser oder schlechter, je nachdem, wie viel CO2 wir in dem – in dem Jahr emittieren, und nicht etwa, weil es wärmer wird oder weil es mehr Niederschläge gibt oder weil die CO2-Konzentration in der Atmosphäre irgendwie höher ist, sondern mit unseren Emissionen. Ja, ja. Interessante Annahme, meines Erachtens unsinnig. Gut, das Assessment Report Nummer 6. Ich fasse noch mal zusammen. Das habe ich vorhin schon gezeigt. H, Assessment Nummer – Nummer 1: Beide Senken nehmen ab. Assessment Nummer 2, 1995: Ozean konstant, Landsenke nimmt zu. Also im Kontrast zu eins. Assessment Report Nummer 3: Hier nimmt die Ozeansenke zu, aber die Landsenke ab. Auch wieder im Kontrast zu dem vorherigen Bericht. Assessment Nummer 4: Das ist der alarmistische, beide nehmen ab. Assessment Report Nummer 5, 2013, als Reaktion auf die Ablehnung durch die Öffentlichkeit des Alarmismus: Beide Senken nehmen zu bis 2100. Und Assessment Report Nummer 6: Da haben die Alarmisten wieder gewonnen, da wurde das Budgetmodell erfunden, beide Senken nehmen ab, und die Daten, die harten Daten bis heute – der Daten haben wir nur aus der Vergangenheit – beide Senken proportional und Partialdruck in der Atmosphäre zu, wie ich das auch denke, dass das die richtige Wissenschaft ist. Jedenfalls äh vorläufig. Ja, also bei den Pflanzen gibt’s tatsächlich mal irgendwann Erschöpfung, würde ich denken, aber ich würde – aber es steht alles in meinem Buch drin: Plan B für das Klima. Ja, Leute, jetzt hatte ich gedacht, der Weltklimarat ist selbstkonsistent und äh in seinen Berichten sagt er immer dasselbe. Ja, aber auch die Berichte ähnlich wie die Einzelpublikation – das war ja letztes Video vor einer Woche – da flapperten ja die Vorhersagen wie der Schwanz von dem Hund, der freudig wedelt. Ja, ach, es nimmt zu. Nein, es nimmt doch ab. Ach, es nimmt doch zu. Ach, nein, es nimmt ab. So geht das hin und her mit den Prognosen in Nature and Science und so auch mit den großen Assessment Reports, insbesondere Nummer 5, der also moderat ist. Da haben die gemäßigten Stimmen offensichtlich sich mal durchsetzen können. Und Nummer 6 ist dann wieder das Gegenteil. Die Vorhersagen der Klimamodelle zur Zukunft der großen Senken zeigen eine für die Naturwissenschaft inakzeptable Beliebigkeit. Ja, so eine Beliebigkeit. Der eine sagt das, der andere sagt jenes. Bedeutet, das ist keine Naturwissenschaft. Aber das liegt natürlich daran, dass ich keine Experimente habe. Ich kann irgendwas programmieren, und wir kennen das ja von diesen netten Schein- oder virtuellen Realitäten. Z.B. Avatar heißt dieser schöne Film, wo man da wunderbaren Waldplaneten hat. Ja, man kann virtuelle Realitäten halt im Rechner erzeugen, und das sehen wir hier ganz krass bei diesen Vorhersagen für die Senkenleistung. Nach dem Klimaget 2007 oder bzw. 2010 gab es dann im darauffolgenden Assessment Report Nummer 5 für einmal nachvollziehbare Prognosen mit plausiblen Erklärungen. Ich habe plötzlich was gelesen, wo ich denke: Ha, das ist ja genau das, was ich die ganze Zeit auch denke, bis auf die Unterschätzung der Leistung der Landsenke. Im Assessment Report 6 haben sich die Ideologen wieder durchgesetzt – mein persönlicher Eindruck – und die Senken werden wegdiskutiert. Hinzu kommt im Assessment Report Nummer 6 die Erfindung des Budgetmodells. Also, gab’s vielleicht vorher schon, aber es wurde da aufgepustet zum alles entscheidenden Modell. Jede Tonne CO2 erwärmt das Klima, und die unsinnige – in meinen Augen unsinnige – Behauptung, dass die Senkenleistung proportional zu den anthropogenen Emissionen ist und nicht zum Partialdruck, also zum Gehalt an CO2 in der Atmosphäre. Das ist im Assessment Report 6 erst gekommen. In allen vorher steht die Proportionalität zum Gehalt an CO2 in der Atmosphäre drin. Ja, ist mein Eindruck. Und jetzt muss ich wirklich hier sagen: Sollten so gravierende Entscheidungen wie der Eintrag ins deutsche Grundgesetz auf solchen Modell-Vorhersagen beruhen? Aber wie gesagt, da wurde ja hoffentlich eingetragen. Ich weiß nicht, was jetzt wirklich endgültig drin steht. Also, Klimaneutralität – da bleibt ja immer noch der Weg offen, dass man sagt: Okay, Budgetmodell oder Senkenmodell – aber der große Teil der Klimabewegung, Klimapolitik, Klimajournalisten, Klimaaktivisten – war noch irgendwas. Ja, also, die sagen alle, dass das Budgetmodell das einzig richtige ist und lehnen vehement – vehement – das Senkenmodell ab. Ja, so ist es. Also, soll man das tatsächlich ins Grundgesetz eintragen? Ja, aber äh ja, das muss Deutschland halt wissen. Fragen. Ich möchte jetzt zum Schluss noch ein paar Fragen, wo sich jeder Zuschauer selber überlegen kann, was er dazu meint. Bringt der radikale Klimaschutz in Deutschland, wenn man das Budgetmodell zugrunde legt – für was bringt der Klimaschutz in Deutschland für das globale Klimaproblem, wenn Deutschland es wirklich dekarbonisiert, auf null geht – bringt das irgendwas für das Klima? Nein. Was bedeutet es, dass sich der Klimaschutz auf das eigene Land konzentriert, auch wenn das Land nur einen sehr geringen Anteil am globalen Problem hat? Was bedeutet das, dass man nur über das eigene Land redet und irgendwelche Entwicklungen in China, in Indien, in Afrika überhaupt nicht zur Kenntnis nimmt? Das beeinflusst ja das globale Klimaproblem viel stärker. Es bedeutet in meinen Augen, dass der eigentliche Zweck der ganzen Sache der Umbau der Gesellschaft ist, der eigenen Gesellschaft. Was draußen im Ausland passiert, interessiert die Leute ja überhaupt nicht. Nur das eigene Land. Der primäre Zweck ist meines Erachtens die Transformation der Gesellschaft, und das Klima ist der Hebel dazu. Ist eine Erwärmung um 2 oder 2,5° wirklich existenzbedrohend? Ja, kann man da – werde ich ein Video drüber machen, was denn nur wirklich die Aussagen sind, wie viel mehr Stürme, Niederschläge, Starkregen und Meeresspiegelanstieg und Dürren haben wir zu rechnen, und werden wir bei 2 oder 2,5° – ist dann wirklich die Existenz der Menschheit gefährdet? Ja, da gibt’s ja dieses Beispiel jetzt für die Schweiz, dass zwischen Bern und Lausanne die Jahresmitteltemperatur tatsächlich um 2° unterschiedlich ist, und gegenüber solchen Ländern wie Malaysia oder Thailand sind es 14 oder 16° im Jahresmittel. Ja, gibt es nicht andere sehr viel drängere Probleme wie Hunger, Armut und Kriege? Bjorn Lomborg sagt das auch so ähnlich wie ich. Leute, wir haben auch noch andere Probleme. Wir müssen dekarbonisieren, also jedenfalls mal ein bisschen, ja, als Menschheit. Aber wenn wir uns nur auf das eigene Land mit unserer Wahrnehmung beschränken, ja, dann nehmen wir gar nicht zur Kenntnis, was da draußen los ist. Und das ist eine ganz schlechte Strategie, wie wir jetzt in Deutschland auf die harte Tour erfahren durch den Ukrainekrieg. Man braucht eine internationale Wahrnehmung, nicht nur beim Klima. Wäre es nicht an der Zeit zur Vernunft zurückzukehren und den Einfluss der NGOs und Aktivisten auf den deutschen Staat und auch auf Brüssel zurückzudrängen? Ja, meine Meinung wisst ihr ja, glaube ich, schon. Das war’s. Meine Analyse zu diesem Eintrag ins Bundesverfassungsgesetz in Deutschland – Grundgesetz in Deutschland – der mich total überrascht hat. Ja, ich habe es auch meinen amerikanischen Freunden erzählt, dass das jetzt in der Verfassung in Deutschland steht, die Klimaneutralität, aber wie die Reaktion war, möchte ich jetzt hier mal lieber nicht sagen. Vielen Dank für diesmal und bis zum nächsten Mal.