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Neun Leute im Video über das endoplasmatische Retikulum haben die Ribosomen ja schon mal kurz angesprochen. Diese Dinger, die am rauen ER dran kleben. Was genau diese Ribosomen sind und wofür die so zuständig sind, erfahrt ihr jetzt. [Musik]
So, Ribosomen. Ribosomen sind Zellorganellen, genau wie der Golgi-Apparat, das ER und die Mitochondrien. Sie sind ziemlich wichtig für die Proteinbiosynthese und werden auch Eiweißproduzenten oder Proteinfabriken genannt. Ribosomen kommen in prokaryotischen und eukaryotischen Zellen vor. Es gibt allerdings kleine Unterschiede im Aufbau. Ribosomen sind im Grunde zwei Drittel ribosomale RNA und ein Drittel Proteine. Die Proteine in den Ribosomen sind für den Zusammenhalt und die richtige Zusammensetzung zuständig. Ribosomen bestehen aus zwei unterschiedlich großen Teilen. Bis jetzt gilt alles noch für prokaryotische und eukaryotische Ribosomen. Die große Untereinheit besteht bei prokaryotischen aus 50S und die kleine aus 30S. Insgesamt hat das Ribosom aber nur 70S. 50 + 30 ist aber nicht 70. Naja, die beiden Untereinheiten verschmelzen in der Mitte und überschneiden sich. Deswegen nur 70S und nicht 80S. Und verzögern bitte dieses… Es heißt S, es ist eine Einheit und die Abkürzung für den Sedimentationskoeffizienten. Für euch ist nicht wirklich wichtig, was das genau ist. Merkt euch einfach: Die Einheit heißt S. Bei eukaryotischen Ribosomen sind ein bisschen größer. Der große Teil besteht hier aus 60S und der kleine aus 40S. Insgesamt hat das eukaryotische Ribosom 80S. Merkt euch also: Das Ribosom besteht aus zwei Untereinheiten, einer kleinen und einer großen. Bei Prokaryoten ist das Ribosom 70S groß und bei Eukaryoten 80S. Und das war auch schon der einzige Unterschied zwischen prokaryotischen und eukaryotischen Ribosomen. Die Aufgabe der Ribosomen ist nämlich, egal in welcher Art von Zelle, komplett gleich.
Wir haben ja schon mal gesagt, dass Ribosomen an der Membran vom ER hängen können. Die meisten schwimmen aber ganz frei im Zytoplasma umher. Ihre Aufgabe ist die Synthese von Proteinen. Sie translatieren die mRNA und puzzeln Aminosäuren zu langen Aminosäureketten zusammen. Um das zu machen, arbeiten die Ribosomen mit der tRNA zusammen. tRNA ist kurz für Transfer-RNA. Die mRNA besteht aus Basentripletts, die die Aminosäuren kodieren. Die tRNA beinhaltet das passende Gegenstück dazu: das Anticodon. Für jedes Codon gibt es das passende Anticodon. Okay, jetzt haben wir alle Komponenten, die wir für eine Transkription brauchen: die mRNA, die alle Informationen für die Proteine hat, die wir am Ende haben wollen; die tRNA, die die richtigen Anticodons zusammenstellt, um die Proteine tatsächlich zu translatieren. Und wie passen jetzt hier die Ribosomen rein? Die Ribosomen sind so was wie die Vermittlungsstelle zwischen der mRNA und den tRNA-Anticodons. Kleine und große Untereinheit eines Ribosoms finden sich erst an der mRNA zusammen, verbinden sich dort miteinander und binden sich gleichzeitig noch an die mRNA. Jetzt kommt die tRNA ins Spiel. Für die tRNA hat das Ribosom extra drei Bindungsstellen. Es gibt die Aminosäure-Stelle, die Peptid-Stelle und die Exit-Stelle. An jeder der Bindungsstellen befindet sich jeweils ein Basentriplett der mRNA. An der ersten Stelle lagert sich die tRNA, die das Anticodon zum Codon besitzt. An diese tRNA hat die entsprechende Aminosäure am Start. An der zweiten Stelle liegt die bereits vorher entstandene längere Aminosäurekette. Die Kette wird auf die neue Aminosäure gelegt. An der dritten Stelle hat die tRNA Feierabend. Es hat sein Anticodon abgeliefert und verlässt das Ribosom. Der ganze Zyklus wiederholt sich jetzt. Sobald die Aminosäure auf Position zusammengestellt wurde, rutscht das Ribosom eine Position weiter auf die P-Stelle. So geht das Ribosom immer weiter auf der mRNA. Das ganze passiert immer in 5'-3'- Richtung auf der mRNA, wie die Translationale Funktion. Ihr könnt euch in unserem Video dazu anschauen.
Im Video über das endoplasmatische Retikulum haben wir schon gesehen, dass das raue ER rau ist, weil Ribosomen dran kleben. Wenn die Transkription der Ribosomen direkt am ER stattfindet, können die Proteine sofort ins Lumen des ER eindringen. In diesen Ribosomen werden vor allem Proteine fürs Membransystem translatiert, also Proteine, die als Rezeptoren an der Membran gedacht sind oder Sekrete werden sollen.
Also, was haben wir heute gelernt? Das Ribosom besteht aus zwei Untereinheiten. Eukaryotische Ribosomen haben insgesamt 80S und prokaryotische Ribosomen haben 70S. Sie sind zuständig für die Synthese von Proteinen. Sie sind die Verbindungsstelle von mRNA und tRNA und machen die Proteinsynthese überhaupt erst möglich. Damit sind sie Schauplatz der mRNA-Transkription. Du schreibst du nächsten Klausuren? Wusstest du, jetzt darauf vorbereiten mit dem intelligenten Lernen? Das simple App ist das kein Problem. Schritt eins: Sag uns die Themen oder das Datum der Klausur. Schritt zwei: Die App erstellt dir den perfekten Lernplan für dich, mit allem was du brauchst. Schritt drei: Du siehst jeden Tag, was du lernen musst, um pünktlich vorbereitet zu sein. Wir sagen ja sogar immer: Eine gute Vorbereitung ist alles. Worauf wartest du noch? Klick jetzt hier und erstelle deinen ersten Lernplan. Bis gleich!