Transcription
Ich habe ein halbes Jahr alleine an den Stempeln gearbeitet. Das war alles geplant. Ich habe doch keine Lust, mich erschießen zu lassen. Du hast deine Stempel gefälscht, deine Frau und dein Kind zurückgelassen und bist da abgehauen.
Ich glaube, es gibt so Erfahrungen, die man im Leben macht, die das kriegt man nicht wieder raus. Die genetischen Anlagen, die wir heute haben, sind schon im Wesen dieselben wie vor 200.000 Jahren. Sämtliche Enzyme, sämtliche Hormone, alles, was Zellen können, alle Struktur und und sonst wie Proteine haben Einzel erfunden. Es ist ein langer Prozess gewesen, bis dann ein vielzelliger Organismus herausgekommen ist, in dem nicht jede Zelle nur noch ihr eigenen Interessen verfolgt hat. Und das haben wir als Menschen noch nicht geschafft. Jeder versucht, sich im Vorteil zu verschaffen. Die Lunge alleine ist nicht lebensfähig und die Leber ist nicht lebensfähig. Das ist ja bei Menschen auch so.
Halt, woher weißt du denn das? Weißt du, was du alleine wärst, wenn keiner da gewesen wäre, der dir gezeigt hat, wie es geht? Es gibt ja so Beispiele, wo Kinder aufwachsen unter Bedingungen, wo keiner da ist, der ihnen zeigt, wie es geht. Die lernen noch nicht mal auf zwei Beinen zu gehen. Nicht mal das ist angeboren. Es sind Kulturwesen. Und dieses Prinzip ist unterminiert worden durch die Wirtschaft.
Das kann doch sein, dass wir in dieser sonderbaren Welt, die wir uns geschaffen haben, das Wesentliche vergessen haben, mit Details beschäftigt sind, auf Ebenen unterwegs sind, die immer nur neue Probleme erzeugen, weil wir an die wesentlichen Dinge nicht rankommen. Warum? Das ist eine wahnsinnige Frage, und das wird jetzt vielen nicht gefallen, wenn ich das so beantworte.
Gerald Hüther ist einer der bekanntesten Neurowissenschaftler Deutschlands. Er hat sich lange mit Details beschäftigt, wie das Gehirn genau funktioniert. Ist dann aber irgendwann zum Schluss gekommen, dass um ein gutes Leben zu führen, braucht es ganz andere Dinge. Wir sprechen aber ganz praktisch darüber, was machen Menschen falsch und was könnte man ganz einfach richtig machen, denn eigentlich, so scheint es, ist glücklich sein gar nicht so schwer. Außerdem sprechen wir darüber, wie Kinder glücklich und zu kompetenten Erwachsenen heranwachsen, und Gerald erzählt, wie er damals aus der DDR geflohen ist.
Ich wünsche dir gute Erkenntnisse mit dem sehr facettenreichen Gespräch mit Gerald. Und wenn du mich dabei unterstützen willst, hier weiterhin so spannende und hochkarätige Gäste an diesen Tisch zu bringen, dann abonniere gerne "Umgeskriptet" auf YouTube, Spotify oder überall, wo es Podcasts gibt. Das kostet dich kein Cent, hilft mir aber mega, das hier zu einem geilen Podcast zu machen.
Ich, ich bin ja ein eigenartiger Typ. Ich bin im Hintergrund richtiger Naturwissenschaftler, so wie man sich die vorstellt, ganzen Tag habe ich jahrelang gemacht, also wirklich in so Max-Planck-Instituten. Und dann bin ich habe ich gemerkt, das war's nicht. Also, ich habe mich da verloren in dem Zerlegen des Gehirns bis in die kleinsten Teilchen. Man kann nachher alles noch mal besprechen, weil das zeigt, wie man aus einer klassischen Wissenschaftsdisziplin plötzlich in Fragebereiche kommt, wo die mit der klassischen, mit dem klassischen Ansatz nicht mehr zu beantworten sind. Also die entscheidende Frage heißt: Können wir überhaupt irgendeine Erkenntnis gewinnen dadurch, dass wir das, was wir untersuchen, zerlegen? Weil dann haben wir nur Einzelteile und dann sitzt man vor den Einzelteilen, muss einer kommen, der das zusammenbaut, und das können die nicht. Das passt in das gesamte Wissenschaftsgebiet nicht rein.
Also habe ich an der, bin ich an der klassischen Wissenschaft bisschen verzweifelt und habe dann gesagt: Okay, da musst du was Praktisches machen, wo du das anwenden kannst, und bin in die Psychiatrie gegangen und habe dort die Forschung für die für so eine große psychiatrische Klinik gemacht. Und dann habe ich, das hat auch nur drei, vier Jahre gedauert, dann habe ich gemerkt, da wäre ja überhaupt keiner drin in der Klinik, wenn sich mal einer mit denen unterhalten hätte. Also, ich suche im Frontalhirn nach irgendwelchen Veränderungen von Verschaltungen und was, wenn ich da wirklich was finde, weiß ich, die hätte da gar nicht gegeben, wenn da mal die nicht missbraucht hätten oder mit dem Trauma hätten rumrennen lassen und falsch behandelt hätten und keine Ahnung, was noch alles. Und da habe ich gesagt: Sowas mache ich auch nicht. Was soll ich denn hier erforschen, was gar nicht, was eigentlich gar nicht gibt? Also muss ich mich um die darum kümmern, dass Menschen gar nicht da reinkommen, dass sie also und das und dann bin ich seit seit der Zeit bin ich sozusagen auf der Ebene, wie wir unsere Beziehung miteinander gestalten müssen, damit das gut ist.
Und da habe ich dann was Eigenartiges gefunden. Da habe ich gemerkt, dass das, wie man die, wie sich die Beziehung im Hirn arrangiert, das ist das ist offenbar ein Grundgesetz und das ist überall so. Also ein Ameisenhaufen organisiert sich nach den gleichen Grundlagen wie das Hirn oder ein Einkaufszentrum oder mein Körper und meine Leber und irgend so und das ist immer Selbstorganisation. Damit können die im Augenblick hier noch gar nicht in der klassischen Wissenschaft. Das heißt, es es gibt sozusagen ein Potenzial, es gibt eine befruchtete Eizelle und die teilt sich und dann gerät die in Bedingungen und die reagiert die dann auf diese Bedingungen und arrangiert sich. Und dabei gibt es ein Prinzip, was diesen Selbstorganisationsprozess leitet.
Wenn sich ein Hund ein Bein bricht in am Mittelmeer in irgend so einem Dorf, dann ist da ja auch Selbstorganisation am Werk und das klebt wieder zusammen, aber dann hängt das Bein zur Seite raus. Das ist auch Selbstorganisation, aber aber irgendwie ungünstig geleitet. Und diese Selbstorganisation, über die wir sprechen, die dann auch bei Heilungsprozessen in der Medizin und so eine Rolle spielt, das ist eine, die wird immer gelenkt von einem Grundprinzip und das heißt, es muss sich alles miteinander, also auch wir beide müssen unsere Beziehung so immer wieder neu organisieren, dass am Ende etwas rauskommt, was möglichst wenig Energie verbraucht. Das ist das, worum es geht. Und das ist das, was du vorhin gesagt hast. Wenn ich hier rausgehe, soll es mir gut gehen. Ja, klar soll es mir gut gehen. Das ist, weil dann habe ich wenig Energie verbraucht, dann gehe ich hier sogar raus. Das hast du ja auch manchmal und bin energetisch geladen und hab so einen Schwung und so. Das hängt damit zusammen, dass in all diesen inkohärenten Zuständen, wo es nicht passt, zu viel Energie verbraucht wird. So.
Und jetzt bin ich der Wissenschaftler, der jetzt erklären kann, wie das im Hirn aussieht, wenn es nicht passt, wie die Nervenzellen da hemmende oder aktivierende Transmitter und Glutamat und GABA und sonst was und die Rezeptoren und die Calciumkanäle kann ich alles erzählen. Tatsache ist, dass es da durcheinander geht und dass ein Haufen Energie verbraucht und dass das kein guter Zustand ist und dass deshalb das alles darauf ausgerichtet ist, es wieder passend zu machen. Das ganze Leben, das ist hier im ganzen Leben geht's um nichts weiter als immer wieder zu erleben, dass es wieder nicht mehr so ist, wie es sein sollte und dass du dann versuchst den Zustand herzustellen, aber du kannst ja nicht wieder zurück. Deshalb musst du den immer auf einer anderen Ebene wieder neu herstellen, sonst bliebst du ja eine befruchtete Eizelle.
Das letzte habe ich nicht verstanden. Den, den muss immer wieder zurück. Du hast sozusagen, du kommst, du kommst, du hast einen bestimmten eine bestimmte Stufe, sagen wir mal, äh neugeboren und da hast du ein unglaubliches Potenzial. Da kann ja noch sonst was draus werden. Wenn du da im Amazonasischen Regenwald zur Welt kommst, wirst du völlig anders als hier. Das ist dein Potenzial. Aber dann gehst du ja in diese Welt hier in Köln, in deiner Familie und tralala rein und dann verhärten sich die, dann findest du Lösungen, um immer wieder inkohärente Zustände kohärent zu machen mit Mama und mit den Freunden und und dabei entstehen Strukturen in deinem Hirn. Das sind Vernetzungen, selbstorganisiert, das bildet sich sozusagen was funktioniert, Energieverbrauch runterdreht und eine gute Lösung darstellt, dass es wieder kohärenter wird, wird sozusagen als Faserverbindung im Hirn festgeankert. Das ist richtig Struktur. Das sind plötzlich Nervenzellen, die haben sich verknüpft und auf die kannst du dann in 10 Jahren noch zurückgreifen. Wenn du einmal Fahrrad gelernt hast, kannst du immer. Das ist, hast du eine eine Struktur ins Hirn gebaut.
Das heißt, wenn ich jetzt ein Kleinkind bin oder ein Säugling, dann ist so die erste Struktur, die ich lerne, wenn ich schreie, kommt die Mama, dann habe ich kein Hunger mehr. Und dann hast du eine Lösung gefunden und die Lösung probierst du beim nächsten Mal wieder aus. Wenn die dreimal klappt und die Mama immer kommt, gehst du davon aus, dass das gut ist und dann schreist du automatisch und brauchst auch nicht mehr lange zu überlegen. Und wenn die Mama auch kommt, obwohl du noch gar nichts hast, dann kann es passieren, dass du eine andere Lösung findest.
Ja, das ist ganz lustig. Ich habe einen zweieinhalbjährigen Sohn. Ähm und äh ich war jetzt neulich, war ich zwei Tage weg und kam dann wieder und ähm stellte fest, dass mein Sohn quasi, wenn der was wollte, einfach nur geschrien hat. Der gesagt so und dann war quasi zu fragen, okay, was fehlt ihm denn? Hat er Hunger? Hat er Hunger auf Nudeln? Hat hat er Hunger auf auf ein Brot? Hat er vielleicht Durst? Hat er vielleicht die Windel voll und so weiter. Und dann ähm habe ich irgendwie, ich war etwas möglicherweise etwas gestresst, übernächtigt. Hat ein Problem und es war inkohärent. Es war es war inkohärent, aber seine Lösung dafür war schreien wie ein Kleinkind und der kann ja sprechen mit zweieinhalb und da habe ich ihr gesagt: Pass auf, wie redest du eigentlich? Rede vernünftig. Du bist ein großer Junge. Was möchtest du? Wei Papa Hunger Brot s ich ahast es doch. So und dann grinste der mich an und sagt: "Ja, ich kann es so, aber für mich, also für ihn war die Lösung den letzten Tagen insbesondere, wenn ich schreie wie ein Kleinkind, dann kommt jemand und liest mir eine Karte vor mit Optionen, die mein Problem lösen könnte und ich muss dann irgendwann nur ja oder nein sagen oder ich schrei weiter und dann, wenn ich weiter schreie, dann werden mehr Optionen aufgezählt, die mein Problem lösen könnten."
Aber das wäre dann das, also der Wechsel auf ein neues Level. Ich kann sagen, Hungerbrot, Hungernudeln, Hungerpizza oder was auch immer ich möchte. Und dann muss ich ja quasi meine mein ursprünglich gelerntes, ich möchte etwas, also schreien, überschreiben mit ich benutze meine Stimme und die Fähigkeit, die deutsche Sprache in Grundzügen auszudrücken, um. Das ist genau das ist es, dass meine Mama, mein Papa, nicht das ist der, damit hast du das, was eigentlich lernen heißt.
Der Prozess, der sich überall abspielt. Und das machen aber nicht nur deine Kinder, das machen auch Pflanzen und das machen Tiere und das machen einzelne Zellen. Und eine einzelne Zelle, der kannst du dreimal das gleiche Problem bieten. Beim vierten Mal hat die das geschnallt und macht's anders, dann schwimmt die da nicht wieder lang. Und das ist und die Sonnenblume, wenn die sich immer so nach der Sonne drehen, das ist doch das müssen die lernen. Das kommt nicht von allein. Die fangen mal an und dann merken: "Oh, spart Energie und dann machen sie diese Drehung und dann bleibt es drin." Erbsen, Erbsen mit die wickeln sich da so hoch. Da haben sie den haben sie so Erbsen genommen, haben die sich so hochwickeln lassen und dann haben sie die und die wachsen immer zum Licht und dann haben sie hier das Licht gehabt und dann haben sie hier Gebläse gemacht und immer, wenn sie Licht hatten und Gebläse, sind sie gewachsen und dann haben sie am Ende das Licht ausgemacht und das Gebläse auf die andere Seite, sind die zum Gebläse gewachsen. Das hat denn die gelernt. Das ist Pawlowsche Konditionierung. Das ist das, was jeden Tag in der Schule stattfindet. So, das und da ist so viel tolles Zeug los. Deshalb erzähle ich dir das vorher einfach mal ein bisschen. Da ist so viel schönes Zeug los, wo man plötzlich sagt, da brauchst du überhaupt nicht viel Grundlagen. Du kannst auf einmal verstehst du, warum die Leute wie unterwegs sind und wie sich das alles rausbildet und das ist relativ einfach und es ich es ist so, dass das aber von diesen Expertenkreisen, aus denen ich komme, die wollen das gar nicht wissen. Das ist, weil dann nimmt es ihnen ihre Bedeutung. Die müssen ja irgendwas haben, woran sie forschen. Wenn ich jetzt sage, was macht das mit dem Hirn ist total easy, es geht immer den leichtesten Weg und immer Energie sparen und dann verknüpft man was und dann hat man eine Vernetzung im Hirn. Das das finden die unanständig. Das ist, es würde den Leuten derartig helfen. Also, ich mache ja so Kurse, da gibt's eine eine, das leitet sich ja daraus ab. Das heißt immer, es das Hirn merkt sich nicht die Probleme, die du im Leben hast. Das merkt sich die Lösung. Und wenn und wenn ich das dem den Leuten sage, dann sagen die, dann kann dann kann ich ja gar nichts dazu, dass ich so ein Kontrollfreak geworden bin. Sag nee, es muss ja einen Grund gegeben haben, weshalb du immer dann alles kontrollieren wolltest. Ja, dann kommen die dann an, die wissen das sogar. Es kommt dann an, sagen das zu Hause war derartiges Durcheinander und die haben mir alles weggenommen und immer zu war alles weg und dann habe ich habe ich das schön so ne und dann macht er dann das ganze Leben und dann ist er beim Finanzamt und dann hat er auch noch vor dem Ableben sein Grab nummeriert. Ja, verrückt.
Ich war vor zwei Wochen ähm am Polarkreis und habe da ähm mit Auto Bulletproof ähm draußen geschlafen und der ist halt der ist halt so ein so ein Spezialeinheiten Soldat und Outdoor und keine Ahnung was. Ich nicht so und dann hatte ich die Aufgabe Feuer zu machen mit dem Feuerstein. Ähm keine Ahnung, wie das ging. Ja, ich habe es dann geschafft, erst. Ich hab es erst alleine versucht, dann hat er mir erklärt, wie es geht. Ähm und dann habe ich irgendwann dann an dem Tag dreimal Feuer gemacht mit Birkenrinde abgeschält, mit dem Baum, Feuerholz gesammelt, hatte Axt und Feuerstein gerieben und so. Und ich hatte aber ein ganz seliges Gefühl dabei. Also am Anfang war hochgradig frustriert, weil das ging halt nichts. Der Finger hat angefangen weh zu tun, weil es halt heiß und heiß am Feuerstein, aber kalt im Feuer. Ja, das war jetzt relativ blöd und ähm mein Gefühl hat danach gesagt, das total toll, dass ich jetzt Feuer machen kann und dann habe ich das versucht für mich rational zu begründen. Okay, wenn ich jetzt in einen Schneesturm komme, im Auto, äh einen Feuerstein dabei habe, dann kann ich Feuer machen. Ist ja ein total irrationales Szenario. Aber genau, ich habe gelernt, ich konnte vorher kein Feuer machen, jetzt habe ich geschafft Feuer zu machen. Ergo, ich habe eine Problemlösungskompetenz gelernt, die mit meinem Leben absolut nichts zu tun hat, weil die meisten Orte, wo ich hingehe, gibt's ein Thermostat und das muss ich aufdrehen. Ähm und der Feuerstein hilft mir null Komma null, wenn die Heizung ausfällt. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, ich hatte ein Problem, es war kalt und durch etwas, was ich getan habe, habe ich mir eine Fähigkeit angeeignet, die macht, dass es warm ist. Ja. So und das hat mir aber also mir das mein Gefühl war, das ist gut, dass ich das kann und mein Rationalisierungsversuch war absolut kläglich. So, das habe ich auch gemerkt. Ich konnte es halt nicht begründen, warum ich mich so gut dabei gefühlt habe. Ich dachte ja, das ist Feuer, das ist und keine Ahnung. Außerdem wieder schön aus, aber ich glaube, es war das es war ich habe gelernt ein Problem zu. Du hast es geschafft, ein Problem zu, also einen inkohärenten Zustand im Hirn kohärent zu machen. Dabei ist Energie frei geworden hier oben, weil das inkohärente, als du noch immer dir auf die Finger gekloppt hast, war scheiße und dann ist es immer besser geworden. Dann hast du das kohärenter, findest dich ganz toll, das Feuer brennt und die die dabei da wird jetzt auf einmal ja eine Energiefrei. Vorher war viel Energie in Reibung gebunden oben. Also, es ging alles drunter und drüber und hast dich selber da geblimpt und so und plötzlich wird das frei und diese Energie, die in diesem Augen, in diesem Glücksmoment, den die Hirnforscher glaube ich, wie nennen sie das? Belohnungszentrum. Da wird das Belohnungszentrum aktiviert, würden die sagen, es werden jedenfalls Nervenzellen aktiviert, die sehr viel mit der Körperregulation zu tun haben. Deshalb kriegst du so ein wohliges Körpergefühl und gleichzeitig sind das Substanzen, die da ausgeschüttet werden, die wirken so ein bisschen wie Kokain und Heroin. Kriegst du auch ein super Trip von, wenn das richtig gut läuft. Und gleichzeitig sind dann noch Substanzen, die ausgeschüttet werden, die sowie Wachstumshormone wirken und die Nervenzellen dazu bringen, dass das, was sie eben gerade verknüpft haben, damit das klappt mit dem Feuermachen, damit das auch gefestigt wird. Und deshalb hast du am Ende eine zunehmend durch jedes Mal, wenn es geklappt hat, gefestigte Verknüpfung fürs Feuer machen. Deshalb wird man da auch immer besser.
Wenn du nur einmal im Monat einen ETF kaufst, dann wird dir das Wort Ausführungsgüte wahrscheinlich noch nie über den Weg gelaufen sein. Vielleicht hast du schon mal von einem Spread gehört, aber wenn du viele Trades machst, wird dir sehr schnell klar werden, dass ein bisschen Spread hier, ein bisschen Slippage da auf Dauer einen ganz erheblichen Einfluss auf deine Performance hat. Wenn du viel tradest und ein Interesse daran hast, engere Spreads und einen direkteren Marktzugang zu bekommen, dann empfehle ich dir Tradegate Direct. Das ist die Trading App, bei der du direkt an der Börse handelst, ohne Zwischenstation über externe Intermediäre, denn im Hause Tradegates sind Broker, Marketmaking und Börsenzugang strukturell eng verzahnt. So kannst du direkt am Markt traden, ohne dafür Ordergebühren oder Börsengebühren zu bezahlen. Damit sparst du spürbar über Geld, denn hier können nur marktübliche Spreads anfallen, sonst nichts. Du kriegst also einen sehr direkten Marktzugang, enge Spreads, eine hohe Ausführungsquote und zahlst keine Ausführungsgebühren. Wenn du also ambitionierter Trader bist, dann solltest du vielleicht da handeln, wo andere Profitrader oder aktive Privatanleger handeln. Den Link zu Trade Get Direct findest du im Linktree in unserer Videobeschreibung.
Der das ist total verrückt, weil es meinen gesamten Trip da erklärt. Also zum einen war dieses Feuermachen Ding ähm und es war aber wir sind dann abends angekommen und ich dachte so, oh scheiße. So, der Otto, der sehr Autoerfahren ist, der ist aus dem Auto gestiegen, sagte geil, die Natur atme mal ein, guck mal hier, der See ist zugefroren. Und ich war so, die Natur will mich umbringen. Das ist alles kalt. Keine Ahnung, was jetzt morgen passiert. Ich muss irgendwie erst, ich habe so richtig Kulturschock gehabt, da war halt kein kein Mensch weit und breit. Ähm und dann sind wir da halt rausgefahren am nächsten Tag und da war ich immer noch, das war paradiesisch, also Schnee, zugefrorener See, am Schneemobil sieht auf den Bildern toll aus. Mein innerliches Gefühl war: "Oh, scheiße, worauf habe ich mich eingelassen? Das sieht ganz toll aus, aber keine Ahnung. War halt innerlich aufgewühlt und chaotisch. Das hat sich dann erst verflüchtigt, dieses Gefühl, als ich Feuer gemacht hatte. Und es ist ja nicht so, also wir hatten dann Schneemobil und Handy und im Zweifel wäre auch ein Haus da gewesen. So, also es war nicht, dass ich die Sorge hatte zu erfrieren. Dementsprechend hat das Feuer mich nicht gerettet, sondern mich hat was in die Position versetzt, das genießen zu können, dass ich ein Kompetenzerlebnis hatte. So. Und das hat den ganzen Trip gedreht danach. Also es war vorher auch schon cool, aber es war eher chaotisch im Kopf und danach dachte ich, wenn ich schon Feuer machen kann, dann kann ich auch einen Bären jagen mit meinen Händen und so. Das ist natürlich Quatsch, ne? Aber das war gefühlt war das so, okay, mir kann jetzt keiner was. Ich habe, wie es auch in dem Film heißt, ne, Castaway glaube ich, ich habe Feuer gemacht. So und das ist halt, der macht ja Feuer auf einer tropischen Insel, der rät ja nicht, ne? Aber das Gefühl, ich habe Feuer gemacht, das ist real. Das führt mich zwangsläufig zu der Frage, warum und wie machen wir das nicht ständig, dass wir versuchen, Kompetenzerlebnisse zu haben.
Das machen wir schon, aber wie ich dir gesagt habe, hat das Hirn nicht so unbedingt Interesse daran, langfristig gute Lösungen zu finden, sondern wenn es ums Energiesparen geht, reagiert das Hirn wie jedes lebendiges System, auch wie unsere menschliche Gesellschaft. Hauptsache, jetzt ist erstmal was gespart und das langfristig interessiert uns nicht. Und deshalb neigen Menschen in schwierigen Situationen dazu, eine Lösung zu suchen, die im Moment erstmal Ruhe schafft im Hirn. Also, du wirst von irgendwelchen Peers oder von Eltern, die geben dir zu verstehen, dass du so wie du bist, nicht so ganz ihren Vorstellungen entsprichst und dann hast du eine Lösung, die kann z.B. heißen, dann strenge ich mich an und mache mache es alles so, wie Mama und Papa das haben will. Jemand anders würde vielleicht sagen: Ihr könnt mich mal am Arsch lecken mit euch, will ich überhaupt nichts mehr zu tun haben. Ich trenne mich ja von dieser blöden Familie. Egal, was für eine Lösung, beides sind erstmal für das Problem, was du hast, kurzfristig gute Lösungen.
Noch schöner das mit dem Mathelehrer, der der sagt, du bist für Mathe zu doof. Die Lösung, die du dann für dich findest, damit du Ruhe in die Birne kriegst, weil das will keiner für Mathe, will keiner zu doof sein, aber die Lösung, die du findest, heißt: Ich bin für Mathe zu doof, ich kann kein Mathe, ist angeboren. Mama hat auch schon keine Mathe gekonnt. Ich kann auch kein Mathe. Für Mathe bin ich zu doof. Und wenn der Lehrer das nächste Mal kommt und sagt: Du bist für Mathe zu doof, schon wieder eine Fünf, dann sagst du deinem Hirn und du: Ja, wusste ich doch. Gibt keine kein Problem mehr. Das ist eine Problemlösung, indem du dir selbst die Scheiße zuschreibst, kann dich keiner mehr verletzen. So und das siehst du jetzt, das macht, das geht ganz schnell, dass man sich das sozusagen rauspickt da als Lösung. Ich bin zu doof für Mathe, aber es zieht sich das ganze Leben durch. Hängst oder dass du dauernd so einer bist, der es anderen recht machen willst oder dass du dauernd überall äh versuchen musst, dich zu retten vor der Nähe von anderen Leuten. Das ist, das versaut dir das ganze Leben und das heißt langfristig bräuchtest du bräuchtest eigentlich, das ist das, worum es glaube ich bei der Menschwerdung geht. Du musst aus die bei das kurzfristige machen. Auch die Krokodile, die suchen auch immer die schnelle Lösung und der Mensch ist in der Lage, sich vorzustellen, wie sich das langfristig auswirkt und deshalb könnte er sagen: Nein, ich nehme die kurzfristige Lösung nicht, weil es langfristig nicht gut für mich ist.
Und das wäre jetzt z.B. dass die Lösung für das Problem mit den jungen Leuten, die die ganze Zeit auf dem Smartphone sitzen. Mit denen könnte man ja auch anstatt, dass man es ihnen verbietet und ihnen damit die Chance raubt, für sich eine einen Entschluss zu fassen, nämlich das nicht zu nutzen, weil es zu blöd ist, weil sie dabei verblöden, verbietet man es ihnen und hindert sie an der eigenen Entscheidung. Wenn aber so ein junger Mensch auf die Idee käme und würde sagen: Hey, und mit ein bisschen Unterstützung durch ein paar vernünftige Erwachsene, das ist eigentlich unwürdig, dass ich hier den ganzen Tag mit dem Zeug rumhänge und ich werde wirklich total blöd. Ich kann kaum noch lesen, ich verstehe gar nicht mehr richtig, um was es geht. Sprechen kann ich auch nicht mehr richtig. Ich ich mache das jetzt aus. Ich mache das nur noch einmal am Tag an, halbe Stunde und dann hat sich das, dann hat eine eigene Lösung gefunden, die langfristig günstig ist. H, aber irgendetwas in ihm, wenn er dann so das nicht macht, wenn er das langfristige nicht im Kopf hat, dann wird garantiert wird's klingeln oder rasseln oder es wird ein anderer so Ding gucken und dann macht er das auf und dann ist das wieder das Energiesparprogramm, mit dem er die leichteste Lösung nimmt. In Deutsch heißt das: Der Spatz in der Hand ist mir lieber als die Taube auf dem Dach. Und die Menschen können diese langfristigen Anliegen und Ziele oftmals nicht formulieren.
Wir können da bisschen richtig tief gehen. Deshalb mache ich das jetzt, weil z.B. so eine Religion, also eine spirituelle Bewegung, die gibt dir ein langfristiges Ziel, dass selbst die Kirche, die christliche mit ihrem Himmelreich, wo du nur hinkommst, wenn du dich vernünftig verhältst, sind alles solche Versuche, dem Menschen eine langfristige, eine langfristige Vision und Perspektive zu geben, damit der hier in diesem Jammerteil nicht immer zu gleich auf die Spatzen reinfällt. Und dieses Prinzip, was eigentlich sehr menschlich ist, ist unterminiert worden durch die Wirtschaft, weil die Wirtschaftssystem, was dann entstanden ist nach der Aufklärung, das kann keine Leute gebrauchen, die lange nachdenken. Es braucht, damit du gute Kunden kriegst für deine Produkte, die ja auch häufig dann auch Produkte sind, die nicht unbedingt gebraucht werden, die man also doch irgendwie an den Mann bringen muss, dann kannst du solche unnützen Produkte viel besser an den Mann bringen, je dümmer der Mann ist, je weniger der jemals in seinem Leben gelernt hat, mal auf die langfristigen Folgen seiner jetzigen Entscheidung zu achten, ne? Die Bauern, die ihre ihre Felder mit diesen Plastikplanen abdecken, nur damit so ein paar Spatzen und Erdbeeren ernten können und dann liegt am Ende das Plastik überall rum. Da musste doch Zirnortiert haben, dass du sowas machen kannst. Aber genau die brauchen sie, weil sonst könnte der Landwirtschaftsvertreter seine Plastikfolie gar nicht verkaufen. Die müssen die Leute blöd halten. So, jetzt hast du die die jetzt jetzt einst du, wo du mit mir hingst. Ja, jetzt versuchen wir die Zwiebel mal aufzudröseln. Ich verstehe die Symptomatik. Also, wenn wir nach draußen gucken, ähm du hast vorhin gesagt, du möchtest nicht so viel über die böse Welt sprechen oder über nicht über die böse Welt, sondern quasi Probleme größer. So, aber dann sehen wir einen großen Teil unserer Mitmenschen. Uns natürlich nicht, weil wir sind super langfristig orientiert. Äh die Nee, das mache ich auch nicht. Natürlich sagen, ich bin auch nur ein armes Opfer meiner eigenen bescheidenen Lösung. Ne, aber da wollte ich gar nicht drauf hinaus. Ähm die viele Menschen sind eher kurzfristig orientiert. Ähm und jetzt hast du eine Brücke geschlagen von das liegt am Schulsystem und das Schulsystem liegt an der Wirtschaft und die Wirtschaft äh hat irgendwo irgendwann hat irgendwer mal gesagt: Pass auf, lass uns die Menschen dumm halten, dass sie kurzfristig denken und das hat keine Okay, weil das hatte ich jetzt im Pit. Das kommt dann, du machst mehr Gewinn. Das wird einfach das ist so, wie wenn du laufen lernst, du setzt die Füße voreinander und auf einmal merkst du so, komme ich gut voran, ne? Die die Kernfrage, die für mich dahinter steht, ist es ein Resultat von Inkompetenz oder ist es ein Resultat von Boshaftigkeit? Inkompetenz. So, das K. Also, das ist mit Kant heißt das die un die selbstverschuldete Unmündigkeit. Ja, ich habe das mal gehört. Kannst du das Mikro ein bisschen weiter zu dir ziehen? Einfach äh also wir machen auch noch nicht so. Wir machen schon was. Wir können genau, wir machen einen fliegenden Start. Nächster Teil des Briefings. Genau, von daher, wir sind gerne live. Also, sorry, ich habe was ich eigentlich sagen wollte noch, wir machen einen fliegenden Start. Ich wollte dich jetzt hier nicht irgendwie ins Messer laufen lassen oder so, aber ich wir sind ja mitten in der Diskussion. Es wäre ja Quatsch, das äh das nicht zu machen. Von daher äh du warst so weit vom Mikro weg, aber ähm genau Haken dran. Jetzt weiß ich Bescheid. Jetzt weißt du Bescheid. Ja, sehr gut. Ähm diese nichtverschuldete oder die selbstverschuldete Inkompetenz, wenn ich mir jetzt so das Schulsystem angucke, ist relativ leicht zu sagen: Guck mal, da ist blöd, da ist blöd, da ist blöd, da ist blöd. So, was ich nicht sehe, ist irgendjemand, der der sagt: Pass auf, das muss so sein, weil das ist jetzt das Beste. Sondern irgendwie sind die Lehrer traurig, die Schüler sind traurig, die Eltern sind traurig, aber irgendwie das System, um dieses Wort mal zu benutzen, das es muss so sein, ist das ist das Gesamtgefühl. Und du sagst irgendwann in der Wirtschaft und nach der nicht Aufklärung, sondern nach der Industrialisierung hat sich dieses kurzfristige Denken rausgebildet. Das war aus deiner Sicht davor, also im Mittelalter haben Menschen noch längerfristig gedacht und dann kam die Industrialisierung. Habe ich das richtig verstanden?
In der Tendenz ist das so. Das ist ja auch das, was wir in der gegenwärtigen Zeit feststellen, das wird alles immer schneller und wenn es immer schneller wird, dann musst du auch immer schneller deine Lösungen finden. Sogar die jungen Leute, die reden heute viel schneller. Und äh deshalb ist die Gefahr immer größer, dass man in diesem immer schneller werden, auch immer schneller irgendwelche kurzfristigen Lösungen findet, die erstmal so aussehen, als hätte man eine gute Lösung. Man kann auch gar nicht lange drüber nachdenken, weil dann schon wieder das nächste kommt. Und deshalb ist die Gefahr relativ groß, dass man sich in kurzfristigen Lösungen verliert. Und wenn ich mir die Politik angucke, muss ich ja sagen, das scheint sogar auf der Ebene die äh am Politiker äh zu befallen. Die einzigen, die da wahrscheinlich wirklich langfristig denken, sind religiöse Institutionen, würde ich denken und Familienunternehmen, die sagen: Ich möchte meinen Betrieb für die nächste Generation vorbereiten und irgendwann sollen das meine Enkel sollen diesen Betrieb erben. Ja, da gibt es sogar Untersuchungen, die die fragen anders, die fragen, wer lässt sich am wenigsten manipulieren durch öffentliche Meinung und sowas? Und da kommt raus auf der einen Seite religiöse Gemeinschaften, also auch Sekten und sowas. Und dann aber diejenigen, die noch mit der Hand tätig sind, Handwerker, Bauern, Familienunternehmer, also die irgendwie selbst noch was machen, die sind noch mit ihrem eigenen Tun verbunden und die können nicht kurzfristig denken, die müssen das sozusagen immer auf eine längere Sicht konzipieren. Und wenn der Bauer nicht daran denkt, dass er nächstes Jahr noch Saatgut braucht zum Aussäen und dann am im März schon alles auf ist, dann wird das nichts. Mhm. Und da verstehe ich, wenn man aus der Landwirtschaft kommt und man hatte früher dann seinen kleinen Hof oder größeren Hof und früher waren ja 80% Bauern und plus, je nachdem, wie lange man zurückgeht, ähm dann muss ich langfristig denken, weil sonst das der Prozess des Säens, des möglicherweise Düngens und Erntens liegt einfach mehrere Monate auseinander und ist eigentlich idiotisch, könnte man sagen, seine guten Kartoffeln in die Erde zu tun. Man könnte sie auch noch essen, aber es ist in seiner Natur intrinsisch langfristig. So, dann sind wir in die Industrialisierung gekommen und dann waren das ja einfachste Tätigkeiten. Hier ist ein Fließband, hau da mit dem Hammer drauf. So und das ist, wenn du da drauf gehauen hast, dann kam das nächste, hast wieder drauf gehauen, bist nach Hause gegangen und hast es die Arbeit, das das Schöne nicht mit nach Hause genommen. So und jetzt arbeiten wir heute überwiegend noch nicht mal hauen wir, es wäre wahrscheinlich sogar noch besser, wenn wir im Hammer irgendwo.
drauf hauen würden, aber die meisten von uns machen PowerPoints oder Exceltabellen, äh, oder irgendwelche Kundensupport-Tickets. Ähm, und die sind dann wiederum irgendwie, ja, sind die verloren oder sind die nicht verloren? Nein, du, ich glaube, dass du, um dich selbst spüren zu können in der Welt und dir auch das Gefühl zu vermitteln, dass du eine gewisse Bedeutung hast und dass du was kannst, da musst du tätig sein. Das geht nicht mit Verwaltungsaufgaben.
Und es gibt in unserer gegenwärtigen Gesellschaft sehr viele Menschen, die haben den dringenden Wunsch, Bedeutung zu besitzen. Also, neurobiologisch heißt das, das ist ihr Bedürfnis, ihr Grundbedürfnis, mit dem sie auf die Welt kommen, nach Zugehörigkeit und Verbundenheit. Das bringt jeder Mensch schon als Baby mit und das muss irgendwie gestillt werden, sonst wird das nichts. Sonst ist es in Dauerstress und halt ein Dauerproblem.
Und das zweite Grundbedürfnis kommt ja auch aus dem Mutterleib schon und das ist dieses Bedürfnis, weil die ja vor der Geburt auch schon so vieles ausprobieren und immer jeden Tag ein Stückchen wachsen und und alles Mögliche machen. Haben die das Gefühl, dass das da draußen so weitergeht, dass sie kleine Gestalter sind? Also, dieses Bedürfnis von kleinen Kindern, man nennt das Neugier, aber diese Entdeckerfreude und Gestaltungslust von kleinen Kindern ist denen angeboren. Die musst du denen nicht beibringen. Das ist, bringen die mit. Und das und dies Bedürfnis mit anderen zusammen zu sein und das zu teilen ist auch angeboren.
Und wenn das jetzt in einer Familie oder wo die Kinder hinwachsen nicht richtig funktioniert und äh, das ehrlich gesagt, das funktioniert fast nie richtig gut. Manche sind sehr eng verbunden und können sich nicht frei entfalten und manche entfalten sich sonst wohin und haben keinerlei Verbundenheiten mehr. Dann ist eines dieser beiden Grundbedürfnisse ungestillt und dafür brauchen sie eine Lösung. Und diese Lösung besteht meistens in der heutigen Zeit darin, dass sie versuchen auf irgendeine Art und Weise Bedeutsamkeit zu erwerben. Also, ich habe nichts zu sagen, ich gehöre nicht dazu, aber ich will wenigstens irgendwie etwas machen, was dazu führt, dass andere zu mir hinblicken und mich sehen und erkennen, was ich für ein toller Typ bin, in Klammern, weil ich dann die Hoffnung habe, dass sie mich vielleicht dann doch in ihren Ehrenkreis aufnehmen und ich dazu gehören darf. Und deshalb verbiegen sich sehr viele Menschen unglaublich, um eben Bedeutung zu gewinnen. Und das, man kennt, man sieht die ja auch immer schon von Weiten, wie die wie die rumlaufen und wie die die wollen gesehen werden, die wollen, dass sie ausschallen, die wollen angesprochen werden, die wollen bewundert werden und und, aber das sind eigentlich die, bei denen erkennt man das.
Aber ich komme z.B. von so einem kleinen Dorf, da gibt es einen Weiher, also ein kleinen Teich und da darf man auch schwimmen in dem kleinen Teich. Und das, das sind die Menschen seit Menschen Gedenken in diesem Teich geschwommen und haben sich da auch so ein kleinen Steg gebaut und so und jetzt kommt seit zwei Jahren kommt das für jene Aufsichtsamt oder wie die heißen, gucken sich das an, müssen das abnehmen, genehmigen. Die Gemeinde muss da überall solche solche Steg äh Geländer dran bauen und jetzt haben die dafür gesorgt, dass an diesem kleinen Steg, der wo das Wasser 20 cm hoch ist, wenn man da reinspringt, dass da ein großes Schild 2 m lang mit dicken Buchstaben angeklebt ist: Bitte nicht hineinspringen. Und und woanders steht ein Schild: Bitte nicht hier drunter wegtauchen. Und hier soll man die, also das sind, okay, wir nennen das manchmal mit dem ungünstigen Wort Klugscheißer, aber hier sind auf der Suche nach Bedeutsamkeit Menschen unterwegs und versuchen anderen zu erzählen, wie schlau sie sind und denen vorzuschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Und das ist wie die Pest, weil man dann ja im Grunde genommen ständig andere bevormundet. Ich will doch, ich möchte doch, wenn ich mit meinen Kindern zu so ein zu so einem Teich da gehe, da will ich denen doch selber erklären, worauf sie aufpassen müssen. Da will ich dann nicht, dass überall Schild steht und womöglich noch eine Wache, die die da wieder rauszieht.
Und deshalb glaube ich, müssten wir uns entscheiden, ob wir eine Gesellschaft werden wollen von lauter Inkompetenten, die immer alles gesagt kriegen müssen, weil es auch so viele gibt, die das dringende Bedürfnis halt an haben, anderen immer zu zu sagen, was sie machen und was sie tun und lassen sollen. Oder wir wir könnten uns auch entschließen, dafür zu sorgen, dass wir uns gegenseitig und auch unsere Kinder immer wieder in eine Situation bringen, wo wir denen helfen, ihr Problem selber zu lösen und dann werden sie diese Kompetenz erwerben. Ich, wenn du Hunger hast, ich schmiere dir nicht das Brot. Ich zeig dir, wo Brot ist, wie man Brot schmiert, wie was man da drauf tun kann. Aber ansonsten bitte selbst. Und wenn du in die Schule willst, ich bringe dich nicht wie ein Helikopter da mit dem Auto in die Schule, dann überlegen wir uns gemeinsam, wie du da auf einem sicheren Weg dahinkommst, vielleicht mit ein paar anderen Freunden zu Fuß. Wunderbar. Also, ich helfe, dass es gelingt, aber ich mache es nicht. Das ist wie wie Entwicklungshilfe früher in Afrika. Das das ist auch total daneben gelaufen. Da hat man nicht den Menschen dort geholfen, es selber zu tun, sondern man hat ihnen das hingefahren, hat es aufgebaut und dann hat man sich beschwert, dass es kaputt war, weil die sich nicht drum gekümmert haben.
Kürzlich war ich im Dorf, die hatten extra eine schöne Bushaltestelle und Jugendhaus, also für den Jugendclub gebaut und jetzt hatten sie ihre Gemeinderatsitzung und das die Bushaltestelle war verunstaltet durch die Jugendlichen und das Jugendclubhaus war kaputt und demoliert. Dann stehen die Dahlen sitzen da und sagen: "Was machen wir denn jetzt?" "Ja, da müssen wir das neu machen." Ich sage: "Wer macht das jetzt neu?" Na ja, wir die Gemeinde. Ich sag, habt ihr noch alle Tassen im Schrank? Wenn die jungen Leute ein Haus haben wollen, indem sie was machen, dann gebt ihr den Pinsel und sagt den, wie es geht und dann lasst du die das selber bauen. Kommen die gar nicht drauf. Die müssen das für die Jugendlichen und den Jugendclub als Gemeindeaktivität selber hinstellen. Und wenn man so weitermacht, dann kriegen wir leider lebensuntüchtige junge Leute.
Du hast diesen das Weiher-Beispiel mit den Schildern damit erklärt, dass es geltungsbedürftige Leute in der Verwaltung gibt, die die den Drang haben, das Schilder dran zu machen. Man könnte das aber auch erklären mit es gibt Leute in dieser Behörde, die Verantwortung haben oder glauben zu haben, dass da keiner ertrinkt. So und die denken, okay, wir haben jetzt da diesen Weiher, da schwimmen Leute drin. Wenn da mal einer ertrinkt, weil er unter dem Steg durchgetaucht ist und ich könnte jetzt ein Schild dran machen, dann mache ich lieber ein Schild dran, dass man nicht runterhertauchen darf, weil wenn der dann ertrinkt, dann habe ich das Schild geschrieben. Aber wenn mir jemand die Frage stellt: "Oh, was hast du denn gemacht?" Und ich sage: "Ich habe nichts gemacht, weil ich habe auf deren Kompetenz vertraut", dann bin ich am Ende des Tages dran. Dann das Resultat wä immer noch, der schreibt dieses Schild: Bitte nicht drunterhertauchen, aber aus einem völlig anderen Beweggrund. Und für dich ist der Beweggrund sehr klar, ist äh Geltungsbedürfnis, Klugscheißer sein. Aber ist das nicht viel eher des? Und ich sehe da eher jetzt beispielsweise die Weihnachtsmärkte äh, die hat sich kein Bürgermeister getraut, die ohne Panzersperren zu machen, so, weil keiner wollte und zum dann haben die die Leber abgesagt, weil niemand wollte Anschlag auf seinem Weihnachtsmarkt haben und dann die Entscheidung getroffen haben, wir machen das ohne die Panzersperren. So, aber das das, weil das war ja ter nicht so Geld, also so stelle ich es mir vor, wenn ich jetzt sagen muss, pass auf, wir müssen den Weihnachtsmarkt absagen, dann ist das weniger Geltungsbedürfnis als mehr Angst dafür, was passieren könnte, wenn meine Erscheinung falsch war.
Das ist richtig und das ist ein zweiter Trend, der in unserer modernen Gesellschaft immer mehr um sich greift. Dadurch, dass wir so vieles messen können und auch im Rückwärts noch nachvollziehen können, äh wird man mit seinen Entscheidungen, die man trifft, sehr durchsichtig. Und äh es ist auch allen klar, dass sie die Regeln und Bestimmungen alle ordentlich einhalten müssen. Und deshalb sieht man dann ja auch in vielen Bereichen wollen Menschen auf keinen Fall irgendwas falsch machen und dann machen die das so, wie es im Buch steht und wie es vorgeschrieben ist. Und das wird natürlich damit begründet, dass das notwendig ist, damit die Gesellschaft funktioniert. Das ist die, wenn man es ganz weit trt, die regelbasierte Ordnung, die wir uns alle halten wollen. Und die Frage, die man dann aber gelegentlich mal stellen muss, ist, kann man eine regelbasierte Ordnung auch übertreiben? Weil langfristig betrachtet jedes sehr stark und immer stärker durch Regeln basierte Ordnung dazu führt, dass die Menschen ihre Mündigkeit verlieren. Die können gar nicht mehr gestalten. Die können immer nur noch gucken, was erlaubt und verboten ist. Müssen überall nachlesen und müssen alles so machen, wie es da steht, mit dem Ergebnis, dass sie das sieht man ja jetzt schon, dass sie die Freude am am Tun verlieren. Ich komme gar nicht mehr. So ein Bauer, der kommt vor lauter Zettel, die er da ausfüllen muss, der kommt da gar nicht mehr zum Ackern. Der Arzt, der da seine Patienten gerne länger behandeln würde und mal mit denen bisschen reden würde, der hat so viele Vorschriften und äh Dinge auszufüllen und Regeln einzuhalten, dass das auch nicht funktioniert. Also ist dann der Widerspruch, dass man auf der einen Seite Sicherheit und Kontrolle sicherlich braucht, damit das nicht schiefgeht, aber dass das natürlich nicht dazu führen darf, dass mit Hilfe dieser Kontrolle und der Sicherheitsregeln und der regelbasierten Ordnung die Lebendigkeit einer Gesellschaft zugrunde gerichtet wird und alles nur noch funktioniert. Dann nähern wir uns nämlich exakt dieser künstlichen Welt von KI, weil da ist es genauso. Da ist da kann man die kann man so programmieren, diese Automaten und Roboter, dass sie alle Regeln einhalten und da mussen das ist aber eine Entscheidung, die wir als Menschen treffen. Wollen wir so eine durchstrukturierte Welt, wo es keinen Raum mehr für irgendeine andere Entscheidung gibt, wo wir sozusagen alternativlos das machen müssen, was da ausgerechnet worden ist? Oder wollen wir doch vielleicht lieber eine Welt, in der wir ab und zu auch mal sagen: "Nee, mein Bauchgefühl sagt mir, dass das nicht so gut ist." Und vor allen Dingen langfristig betrachtet, könnte sein, dass wir mit den Programmierungen, die wir heute nach heutigen Gesichtspunkten hier eingeführt haben und den Regeln und Ordnungsstrukturen, die wir geschaffen haben, könnte sein, dass das langfristig uns schadet. Und da muss man eben auch immer noch mal fragen, welche langfristigen Auswirkungen eine solch solche auf den ersten Blick ganz energiesparend und kohärent aussehende Lösung hat. Und da bin ich ziemlich sicher, dass wir da an vielen Stellen feststellen werden, dass diese kurzfristigen Lösungen einfach sind. Die kann man schnell einführen, damit kann man Leute überzeugen, da kann man sich durchsetzen. Das sind auch die schnellen Argumente. Natürlich will keiner, dass dass ein Kind im im Teich ersäuft, aber man muss eben äh sich mit anderen zusammen hinsetzen und überlegen, dass es eben auch noch Aspekte gibt, die nicht übertrieben werden dürfen. Und ich sage ja nicht, dass man bei so einem Weiher nicht äh bestimmte Vorsichtsmaßnahmen einführen sollte. Ich sage ja nur, man kann es einfach übertreiben und es könnte sein, dass wir es eben doch sehr und nicht nur bei diesem Beispiel, sondern in vielen anderen Bereichen unserer Gesellschaft heftig übertrieben.
Ich glaube, das ist der zentrale Punkt, den du gerade erwähnt hast. Niemand will, dass da ein Kind ertrinkt im Weiher, weil wenn man sagt, also der erste Teil deines Vortrags hörte sich so an, dass man sagen würde: "Okay, wollen wir kompetente Leute?" So, ja. Wollen wir Freiheit? Ja. Wollen wir Gestaltungsspielraum? Ja. Wollen wir zu viele Regeln? Nein. Der Preis dafür ist, dass in einem von 100 Weihern einmal im Jahr ein Kind ertrinkt. Und das muss man sich selbst, glaube ich, klar machen, dass das so ist und dass vermutlich ein ertrunkenes Kind ähm besser ist als eine gesamte Gesellschaft, die inkompetent ist und überreguliert. Und frei nach dem Motto, wo gehobelt wird, fallen Späne. Ähm, wenn ich das beziehe auf Motorradfahren, so dann ist es halt möglicherweise tödlich und wenn ich das ganz verbiete, dann habe ich weniger Motorradtote. Ähm, und ich glaube aber, dass das ist etwas, was wir insbesondere als Deutsche überhaupt nicht in unserem gesum inem Verständnis haben. Ich habe neulich jemand sagen gehört im Podcast, dass ganz natürlich das pro Waffen, wir sollten alle das Recht haben, unsere Waffe zu kaufen, weil so war die Argumentation. Wenn man geboren wird, hat man erstmal alle Rechte. Und jetzt können wir uns als Menschen zusammenführen und sagen: "Pass auf, also, wir sind bereit auf bestimmte Rechte zu verzichten, die delegieren wir dann an einen Staat ähm unter unseren Bedingungen." Und so, ah, das ist eine ganz andere Art übers Leben nachzudenken. Ich habe als geborener Mensch erstmal alle Rechte und es gibt eigentlich keinen Staat, der mir was vorschreibt, sondern der schreibt Staat schreibt mir deswegen was vor, weil die Generationen vor mir sich geeinigt haben zu sagen: "Hey, lass mal dieses Recht beispielsweise auf Waffen abgeben und dass man bestimmte Genehmigung braucht, um eine Waffe zu bekommen." Aber eigentlich liegt das Souverän, auch alle Macht geht vom Volke von den Menschen aus bei uns. Aber ich glaube, da sind wir so weit entfernt von, dass wir das wahrscheinlich gar nicht mehr so richtig verstehen.
So wie du es jetzt machst, ist es natürlich auch schwierig, weil weil jetzt ziehst du sozusagen wie so mit der Pinzette den Wurm aus der Erde und das ist dieses eine gestorbene Kind im Weiher, furchtbar. Sind alle einig, das heißt, das muss verhindert werden und dann neigen wir dazu, diese anderen Fragen, die da an ungünstigen Konsequenzen auch noch mit drin stecken, gar nicht weiter zu beantworten, sondern das ist erstmal richtig. Und bei dem Motorradfahren ist es ähnlich. Ich nehme ein anderes Beispiel, damit wir das ein bisschen in die Breite kriegen. Ich hatte vor einem halben Jahr oder so einen Anruf aus Wien von der Kindergärtnerleiterin und die sagt: "Herr Hüter, stellen Sie sich vor, was bei uns passiert ist. Wir haben auf unserem Hof, wo der Kindergarten, wo die Kinder immer spielen, gibt es einen Baum. Der ist so ganz schräg gewachsen und da spielen die Kinder drauf und da lernen die klettern und auf diesem Baum sind die immer zu beschäftigt und klettern darum und das und da ist noch nie was passiert. Und jetzt ist letzte Woche da ein Mädchen äh von einem Rechtsanwalt da auch rumgeklettert und irgendwie ab ausgerutscht und runtergefahren, hat sich Bein gebrochen. Am nächsten Tag war der Rechtsanwalt, nicht der Rechtsanwalt, aber die von ihm beauftragte Firma mit einem juristischen Gutachten und und auf dem Kindergartenplatz und hat diesen Baum abgesägt. Hunderte von Kindern haben gelernt, auf sich aufzupassen, indem sie auf diesem Baum geklettert sind und dann wird der Baum abgesägt, weil es natürlich hätte immer zu passieren können, dass man ein Kind runterfällt. Was wollen wir dazu sagen? Und das ist ja jetzt kommen wir schon in Bereiche, wo das so ganz normal wird. Ja, auch wenn ja auch Leuten sagen, wir wir machen eine Steuer für Zucker, damit nicht so viel Zucker in diese Getränke kommt. Ist da hier irgendjemand damit geholfen? Wäre es nicht viel besser, wenn wir unsere Kinder so begleiten würden ins Leben, dass die lernen, auf sich selbst aufzupassen und dann eben nicht so ein süßes Zeug trinken das? Ich kenne ja Familien, die das so machen und die das sagen, die Kinder, schmeckt mir nicht, wenn es so süß ist. Ich kenne Familien, die sagen, ich gucke mir solche Filme nicht an, die Kinder. Das heißt, es geht anders, aber es geht natürlich nicht. Das ist der Punkt, den ich machen möchte, wenn man es vorschreibt.
Die die neurobiologische oder sag die wissenschaftliche Erklärung dafür heißt: Du darfst niemals einen anderen Menschen zum Objekt machen. Also zum Objekt deiner Absichten und Ziele, deiner Belehrungen, deiner Bewertungen oder deiner Maßnahmen. In dem Augenblick, wo ein Mensch einen anderen Menschen, also auch als Vater du deinen Sohn zum Objekt machst, verletzt du damit beide Grundbedürfnisse, die dieser andere hat. Das nach Verbundenheit. Wenn ich dir sage, was du zu tun und zu lassen hast, äh da merkst du, dass du, dass ich nicht so sehr zufrieden bin mit, wie du bist. Unser kleines Fädchen und der kleine Spinnfaden der Verbundenheit, der sich jetzt ja gerade durch das Gespräch ausbildet, wird sofort zertrennt, wenn ich dir so dumm komme. Und wenn ich dann auch noch irgendwie an der Art und Weise, wie du arbeitest herummecker, indem ich sage, das ist alles furchtbar, dann hast du auch das Gefühl, ich höbe dir deine deine Überzeugung, dass du einer bist, der was gestalten kann. Und das sind zwei schwere Verletzungen, die immer dann passieren, wenn du wie ein Objekt dich behandelt fühlst. Und wenn man noch kleiner ist, kann man sich dagegen gar nicht wehren und dann neigt man dazu, dafür eine Lösung zu finden, ne? Und da hat mir schon gesagt, das ist ist dann sehr einfach zu sagen: "Du bist doch blöd, von dir lasse ich mir gar nichts sagen" oder "Ich hau dir gleich alleine auf die Mütze, wenn du mir so dumm kommst" oder "Ich kümmere mich nicht drum" oder "Ich gebe an und ich mache dann hier den großen Zampano und zeig dir mal, was ich drauf habe." Alles Lösungsstrategien, die Menschen dann so finden in unserer Gesellschaft, weil sie mit der Inkohärenz, die in ihnen entsteht, äh dadurch, dass sie wie ein Objekt behandelt werden, nicht fertig werden. Kühlschränke sind Objekte, Autos sind Objekte, mit denen kann man sogar eine Beziehung haben. Manche haben ja zum Auto eine ganz großartige Beziehung, aber zu einem Subjekt habe ich keine Beziehung. Meinem Subjekt kann ich begegnen. Ich muss ich muss den sehen. Ich muss der, der Subjekt geht nur lebendig und des nennt man auch das, was sich zwischen zwei Menschen ereignet, wenn die ernannt als als Subjekte in in einer Beziehung das ist dann eine Begegnung. Und eine Begegnung erkennt man, dass jeder der beiden nicht von dem anderen gelenkt und gesteuert wird, sondern dass jeder als autonomes Wesen sich zeigen kann und auch in diesem Austausch miteinander etwas gestaltet werden kann, was gleichermaßen von beiden bestimmt wird.
Zwei maßgebliche Gedanken dazu. Äh Nummer eins zur Kita mit dem Baum. Ähm meine Kinder waren früher mal, ich habe früher mal in Berlin gewohnt in einer Kita, Riesenkita, ich glaub 180 Kinder oder so und die Leiterin war so eine ganz taffe alt-Berlinerin und am ersten Elternabend hat die gesagt: "Passen Sie auf, hier fahren wir Klettergerüst und einmal im Jahr fällt hier ein Kind runter und bricht sich irgendwie ein Arm. So, dann kommt hier Rettungswagen. Wir sind alle geschult, wie das funktioniert. Das ist so sauber. Genau. Ich habe halt 180 Kinder hier. Wir haben Klettergerüst. Da ist halt irgendwie 2 m hoch. Da klettern die ganzen Kinder rüber. Das wird passieren. Ich bereite sie jetzt schon darauf vor. Dann steht ein Rettungswagen vor der Kita. Da werden sie alle ganz panisch sein. Was ist passiert? Dann wird irgendjemand passieren. Ja, die Analyse hat sich den Arm gebrochen und dies das. Das passiert bei uns einmal im Jahr. Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Kind darunter fällt, dann müssen sie in eine andere Kita gehen. Aber bei uns ist das einfach so, weil die müssen auch lernen zu klettern. Das dient der Entwicklung. So. Punkt und Pause. Und alle waren erstmal total still und schockiert. Aber im Kern hatte die hatte sie recht. Ihre Freude dann die Eltern zu schockieren, aber hatte sie recht. Und habe ich ged, ja, ich möchte lieber, dass mein Kind, ich möchte nicht, dass mein Kind stirbt, ich möchte auch nicht, dass es ins Krankenhaus kommt und ein Arm gebrochen hat. Möchte ich alles nicht, aber ich möchte, dass es diese Kompetenz lernt und ich möchte auch nicht die ganze Zeit am Spielplatz daneben stehen und gucken und vielleicht fällst du runter, vielleicht fällst du runter, um Gottes Willen, so, weil der Preis relativ hoch ist. E, muss ich dran denken ist auch schon viele Jahre her.
Dann zu deinem Subjekt-Objekt äh, könnte das nicht möglicherweise sein, dass man darf sich nie zum Objekt machen, dass das, was wir gemein als toxische Beziehung bezeichnen, häufig eine Beziehung zwischen einem objektivierten Menschen ist? Beispielsweise ein Narzisst hat irgendein ein männlicher Narzisst hat irgendeine komische Freundin oder Partnerin, die der regelmäßig schlägt, irgendwie misshandelt, so und dann sagt die immer: "Um Gottes Willen, das alles so schrecklich", irgendwie bleibt die aber trotzdem bei dem. Oder andersrum auch, das gibt es ja. Und im Kern hat der, nennen wir es mal das toxische Subjekt, eine Beziehung zu einem Objekt. Und in dem Moment, wo das Objekt, in dem Fall jetzt die Partnerin, zum Subjekt wird, bricht sich diese toxische Beziehung auf, weil ein toxisches Subjekt kann nicht mit einem anderen Subjekt in Beziehung sein. Ja, das ist die Lösung. Das ist die. Ja, krass, das ja. Und deshalb das sehen wir ja auch immer wieder, wenn einer aus unserer Beziehung ausbricht und sagt: "Mach das nicht mehr mit, geht's nicht mehr." Also, das heißt, der der toxische Partner oder dieser, der den anderen zum Objekt macht, der muss auch davon ausgehen, dass der andere sich da einordnet und dass er das zulässt. Das ist wie mit der Würde. Wenn ich dich würdelos behandle, dann ist das eigentlich, natürlich bekommst du mit, dass ich dich nicht achte und dass ich dich nicht wertschätze und und dich in Frage stelle. Aber die Frage heißt ja immer noch, ob du das für dich annimmst, weil in Wirklichkeit ist, wenn ich einen anderen Menschen die Würde abspreche, das ist ein würdeloses Handeln, das aus mir heraus geschieht. Ich bin würdelos, weil ich es nicht fertig bringe, mich in den anderen hinein zu versetzen und weil ich mich wichtiger nehme als den und weil ich glaube, ich müsste dem zeigen und sagen, worauf es im Leben ankommt. Das ist alles würdelos. H und ich und ich kann das aber nur bei jemandem machen, der sich damit abgefunden hat, dass das ständig mit ihm gemacht wird.
Und jetzt wird's interessant. Wo lernt man denn das? Wo lernt man das, sich damit abzufinden, dass man behandelt wird, dass man bewertet wird, dass man belehrt wird, dass man in Maßnahmen geführt wird? Wo lernt man denn? Das ist unter anderem in der Schule. Unter anderem in der Schule habe ich auch so gesehen früher und dann habe ich manchmal, es gibt so moderne äh Gerätschaften, mit denen man innerhalb eines Saales von 1000 Leuten eine Abfrage machen kann, dann drücken die alle auf das Handy und dann kommt da plötzlich so eine Wolke und dann kristallisiert sich was raus. Und habe ich dann habe ich gesagt: "Okay, ihr Lieben, jetzt probieren wir das mal aus. Wann wann habt ihr euren eigenen Gestaltungsdrang, also eure Entdeckerfreude und eure Gestaltungslust, die mal ursprünglich hattet? Wann habt ihr die unterdrücken müssen?" Das ist ja dann die Lösung. Wenn ich zu lange immer wieder alles gesagt kriege, wie ich es machen muss, kriege ich so eine Inkohärenz in meinem Hirn, dass ich das nicht mehr aushalte und dann muss ich eine Lösung finden. Und eine der häufigsten Lösungen heißt: "Ich will gar nichts mehr entdecken." Null Bock auf Schule heißt das, dann so ein bisschen übersetzt. Und dann habe ich gesagt: "Okay, wann wann ist denn das passiert? Drückt mal alle hier. Ist das in der Kindheit vor der Schule passiert? Ist das während der Schule passiert? Während der Ausbildung oder im Beruf?" 75% zu Hause mit den Eltern vor der Schule.
Das war mein zweiter Gedanke, als du gern, also die kommen schon mit der haben sie schon damit abgefunden, wie ein Objekt behandelt zu werden, wenn die in der Schule ankommen. Die Schule setzt nur das fort, was zu Hause offenbar schon begonnen worden ist bei vielen. Wir können das nicht pauschalisieren und so, aber aber in der Tendenz scheint das schon sehr häufig vorzukommen. Es gibt wohl offenbar nur ganz wenige Eltern, die das Grundstück fertig bringen, ihrem Kind so zu begegnen, dass sie es nicht zum Objekt machen. Kannst du ja mal mit deinem Sohn ausprobieren. Das ist echt nicht so einfach, aber wie schnell sagt man: "Zieh die Schuhe an, ne?" Objekt einer Anordnung. Dann müsstest du irgendeinen anderen eine andere Sprache finden. Und das, was man dann machen kann, damit man den anderen in seiner Subjekthaftigkeit lässt, dass der das auch erlebt, dass er nicht zum Objekt gemacht wird, das erreicht man dadurch, dass man sich das so ein bisschen hinter die Ohren schreibt, ist ich kann ihn einladen, ich kann ihn ermutigen und ich kann ihn inspirieren. Dein Sohn könntest du z.B. einladen, sich die Schuhe anzuziehen, weil ihr doch jetzt gerne zum Fußball wollt und dann ist doch besser, man hat Schuhe an. Wir versucht, dann zieht er sie sich freiwillig an. Und wenn das und wenn das Nein, nicht gleich sofort und sowas, aber aber zunehmend wird das etwas, was ihm wichtig ist, dass er entscheidet. Und so das wünsche ich mir. Ich wünsche mir Menschen, die die selber in der Lage sind und auch den Wunsch haben, selber zu entscheiden. Das hat was mit Freiheit zu tun. Und solche Ja-Sager, die überall nur mitlaufen und alles so machen, wie es von ihnen verlangt wird und nach der regelbasierten Ordnung sozusagen ihr Leben gestalten. Das muss ich muss ich sagen, das macht keine Freude und das ist auch nicht das entspricht auch nicht dem, was das Leben in sich angelegt hat. Da steckt ja ein Geheimnis in dem Leben drin. Ich bin ja eigentlich Biologe und das Schönste, was das Leben uns lehrt, ist, dass es immer und überall, wo es lebendig ist, um Entfaltung geht. Das ist das ist das Grundmerkmal des Lebendigen: Entfaltung. Und es entfaltet sich überall. Jetzt ist wieder Frühling, brauchst du nur mal rauszugehen? Das drückt ja richtig vor lauter Entfaltung. Alles will sich entfalten und zwar nicht nur die Menschen, sondern auch die Ameisen und die Pflanzen und die Bakterien und die Viren und alles, was lebendig ist. Und auch eine Gemeinschaft wird sich immer entfalten. Das heißt, das ist ein intrinsisches Motiv, aus dem heraus Entfaltungsprozesse stattfinden und das Leben. Und wenn sich etwas Lebendiges nicht mehr entfaltet, dann ist es tot.
So und jetzt heißt die Frage, was kann denn aber dazu führen, dass Menschen aufhören, sich entfalten zu wollen? Und die Antwort heißt: Wenn sie sich zu sehr verwickelt haben, dann können sie sich nicht mehr entfalten. Verwelt immer verwickelt heißt, die haben Lösungen gefunden, die kurzfristig okay aussahen, ne? Also, ich ich versuche Macht und Einfluss über andere zu bekommen. Ich versuche mich bedeutsam zu machen. Ich versuche mit Hilfe von Geld alles zu regeln oder keine Ahnung. Das sind alles Verwicklungsstrategien. Also, es sind Lösungen, die jemand gefunden hat. Er hat gemerkt, er wird wie ein Objekt behandelt. Dafür braucht er eine Lösung und da braucht er eine Lösung, die dazu führt, dass er aus dem Schmerz oder aus dieser Inkohärenz rauskommt, dass es ihm wieder besser geht. Und da gibt's nicht so sehr viel. Dann können manche gehen nach außen. Das sind sogenannte Extrovertierte, die die machen da draußen ihren arbeiten das draußen ab. Typischerweise eben der kleine Junge auf dem Sandkasten, der da dem anderen einer auf die rüber haut. Wenn der damit durchkommt, wird das einer, der überall in die Führung geht und sich Macht aneignet. Und andere, die machen das subtil und hinterhältig und dann kommen die auch damit durch und dann werden das solche. Und dann kann man richtig auf dem Spielplatz kann man sehen, wie die Lösungsstrategien von Kindern aussehen und die finden sie zu Hause, übernehmen sie meistens von ihren Eltern, weil die Eltern ja auch bestimmte Probleme hatten und dafür auch bestimmte Lösung gefunden haben, dann sieht das doch so aus, als ob das vererbt wäre, ne? Die haben dieselben Probleme und die finden dieselben Lösung, weil andere sind in diesem Familienverband nicht vorgesehen, die gibt's nicht. Und dann eignen die sich das an und das werden dann Menschen, die dann am Ende alles kontrollieren müssen, alles im Griff haben müssen, immer zu Geld verdienen müssen, immer zu umherreisen müssen, die immer zu sich selber sozusagen als armes Schwein bezeichnen, weil es ihnen so schlecht geht und sie immer das arme Opfer sind. Und es sind alles Verwicklungen, da kann sich kein Mensch entfalten mit so einem Zeug im Herrn. Die sind dann auch meistens damit beschäftigt, das ganze Leben lang diese Verwicklung sozusagen immer wieder vor sich herzutragen. Das ist wie jemand, der es jemand, der davon überzeugt ist, dass man alles kontrollieren muss. Der macht mit den Möglichkeiten, die er sich dann aneignet in seinem Bereich alle anderen verrückt, dass die auch alles kontrollieren müssen. Also, das heißt, der Verwickelte verwickelt die anderen. So wie auch jemand, der in sich zu gespalten ist und zerrissen ist, also wo kein innerer Frieden da ist, der der ist auch nicht friedfertig da draußen in der Welt. Jemand, der sich selber nicht mag, der mag auch andere nicht. Das ist doch alles ein und dasselbe. Und deshalb müssten wir eigentlich uns ganz große Mühe geben, Menschen dabei zu helfen, nicht in solche Verwicklungen hineinzugeraten, damit sie die in ihnen angelegten Potenziale auch wirklich zur Entfaltung bringen können.
Da haben wir doch noch gar nicht drüber geredet, was eigentlich ein Mensch sein könnte. Und das ist eine spannende Frage, weil weil wir wahrscheinlich unser Potenzial als Mensch, was alles die Möglichkeiten, die wir hätten, die hätten wir niemals verwirklichen können als Einzelwesen. Es sind soziale Wesen. Aber wir haben bis heute noch keinen Weg gefunden, wie wir unser soziales Leben so gestalten, dass es Anregung für Entfaltung ist. Im meisten Fällen ist es eine Verhinderung von Entfaltung und die und die und die und das Treiben in Verwicklungen.
Ich finde diese Potenzialfrage ist eine sehr spannende Frage, weil ich glaube, damit wird viel Schindluder getrieben. Ähm in dieser ganzen Persönlichkeitsentwicklungsszene sehe ich Leute, die auf der Bühne stehen, die, nennen wir sie mal Wölfe, äh, die sagen: "Pass auf, ich sage euch, wie man ein Wolf wird." Und ich sehe da ganz viele, ich beschreibe sie mal als Schafe im Publikum stehen. Die sagen: "Pria, wenn wir jetzt laut bellen, ähm, sind wir auch ein Wolf." Aber am Ende des Tages, das ist ja die das die große Frage, wie viel Potenzial steckt denn in dem einz einzelnen? Und wenn jetzt Michael Jordan sagt: "Ey, pass mal auf, ich gebe dir meine zehn Tipps, wie ich super Basketball spielen gelernt habe, auch du kannst ein NBA Star werden", dann würde ich sagen: "Okay, wahrscheinlich, weil es ja Michael Jordan ist, kann ich egal, auch wenn ich genau das gleiche mache wie der, der ist einfach so geboren, wie er geboren ist, in den Umständen dies, das das hat ihn zu dem gemacht und dann hat er eine Persönlichkeitsstruktur, die ich nicht sehen kann und nur weil ich das gleiche mache wie der, wird auf gar keinen Fall heißen, dass ich der gleiche werde wie der, weil ich ja ein mindestens mal ein anderes Potenzial hab." Und die Frage, die ich mir stelle, ist mir geht's ja auch sehr gut. Ich habe ja jetzt einen coolen Podcast, viele Sachen laufen sehr, sehr gut. Und jetzt daher zu gehen und der Welt zu sagen: "Ihr könnt das alles auch", da könnte ich viel Geld mit verdienen und den um den Leuten diesen Kurs dafür zu verkaufen, aber realistisch würde
Ich glaube, es gibt halt die Michael Jordans. Die haben ein gewisses Talent. Und dann gibt's halt ganz viele nicht Michael Jordans. Aber den nicht Michael Jordans zu erzählen, ihr könnt alle auch Michael Jordan sein. Ich glaube, dass mir scheint es auf jeden Fall falsch zu sein. Ich würde mir wünschen, dass es anders wäre und dass jeder das Potenzial hat, Michael Jordan zu werden. Aber die Wirklichkeit scheint anders auszusehen, oder?
Ist das nicht ein schrecklicher Ausdruck von Verwickeltheit, wenn man glaubt, man müsse so jemand werden wie Michael Jordan? Ist das nicht ein Ausdruck von furchtbarer Wahl, in die man sich da hinein begeben hat, mit der man sich das ganze Leben versaut, wenn man glaubt, ein glückliches Leben sei nur dadurch zu gewinnen, dass man erfolgreich sei?
Wozu gibt's denn im Deutschen diesen anderen Ausdruck? Wir sagen, wenn wir etwas gut zu Ende bringen, dann sagen wir, das war erfolgreich. Aber wir können auch sagen, das ist uns jetzt gelungen. Und da fragt sich keiner, warum wir zwei verschiedene Ausdrücke für dasselbe haben. Einfache primitive Sachen wie ein 100-Meter-Lauf oder irgend so ein Basketballspiel oder irgendetwas zu Ende bringen. Arbeit kann man erfolgreich ausführen. Da, wo das Anfang und Ende klar ist, das kann man erfolgreich machen. Das kann man sogar messen und sogar objektivieren, dass das erfolgreicher ist als was jemand anders macht. Aber hast du schon mal jemanden gesehen, der eine Beziehung erfolgreich zu Ende bringt? Das kann gelingen. Eine Beziehung kann gelingen, Bildung kann gelingen, ein Leben kann gelingen, Entfaltung kann gelingen. Und indem ich versuche sie erfolgreich zu machen, funktioniert sie ja gar nicht.
Die haben ja gar nicht diese ganzen Leute auf den Bühnen, die da so ein Zeug umherhauen. Die haben ja selber nicht verstanden, worum es geht. Ich bin ja Gott sei Dank, das ist der Vorteil, wenn man schon lange dabei ist. Ja, als ich angefangen habe, hat noch keiner das Wort Potenzial in den Mund genommen. Ich glaube sogar, dass ich das so sehr dazu beigetragen habe, dass ich das so verbreitet habe. Und dann kommen die Leute und dann wollen sie Potenzial heben, dann wollen sie Potenzial erkennen und dann wollen sie Potenziale machen. Wenn jemand so redet, da da weiß ich, der hat ja gar nichts verstanden. Ein Potenzial kann nichts anderes als sich entfalten und ich kann nichts anderes machen, als dir die Chance geben, einen Rahmen zu finden und Anregungen zu finden, in denen sich innerhalb dessen sich das entfaltet, was in dir an Talent drin steckt. Und viel davon hat sich ja schon entfaltet. Deshalb sitzen wir ja hier zusammen. Das ist garantiert eine eine Anl eine eine Begabung gewesen und auch ein Potenzial. Und es ist aber vielleicht auch, wenn du genauer hinten nachguckst, in deiner Lebensgeschichte eine Lösung gewesen, dass du gemerkt hast, ich komme da ziemlich gut zurecht, wenn ich mit anderen Leuten rede und ich kriege da auch schöne Ergebnisse und äh und dann kann man so ein Potenzial entfalten und als Nebenprodukt ist man auch noch erfolgreich, ne? Das heißt, aber in erster Linie ist ja das gelungen und wenn etwas gelingt, kann man auch erfolgreich sein, aber wenn man erfolgreich ist, heißt das noch lange nicht, dass irgendetwas gelungen ist.
Das ist übrigens interessant, weil das mache ich immer, hab ich jetzt schon lange nicht mehr gemacht, aber die im englischsprachigen Raum gibt es kein Wort für das Gelingen. Die können nur erfolgreich sein. Gelangen heißt ja to achieve, to be successful und so weiter. Und wenn ich den sage, aber das gibt doch Sachen wie der Kirschkuchen, den meine Mutter immer gebacken hat mit Hefeteig. Das ist doch etwas. Dann hat die das alles so zusammengemacht und und dann hat sie es reingeschoben und wenn wär so ein Kuchen dann aus dem Ofen raus und oben drauf stehen sagen wow, der ist gelungen. Und dann sage ich, how do you call that? Mein amerikanischer Freund dann sagt er, it's well done. Und dann muss der hat's nicht verstanden, weil der ist nicht well done, sondern der ist gelungen. Der das was sich da ereignet hat, was dann auf dem Tisch ist, etwas da haben wir nur die Voraussetzung geschaffen. Die Hefe angewürt, alles so, aber das hat sich dann selbst organisiert. Das ist Gelinge und das kann gelingen und das ist was völlig anderes. Da bst du, das wird alles viel zauberhafter, wenn man es so rum betrachtet. Dann sieht man auch, wie viel nicht gelingt, weil man jetzt ständig versucht, es erfolgreich zu Ende zu bringen.
Es gibt dieses Sprichwort, ähm, wenn man am Gras zieht, wächst es auch nicht schneller und das ist ja dann möglicherweise ähnlich mit dem eigenen Potenzial. Ich kann das gießen und ich kann gucken, ich habe quasi eine eine Tüte Überraschungssamen, dann packe ich in die Erde rein und dann gieße ich die und dann kann ich gucken, was da raus wird. Aber ich kann aus dem Gras keine Rose machen und aus der Rose kein Gras. Es wächst halt irgendwas und so verstehe ich dein Potenzialbild, dass ich mehr oder nee, ich ich bring holle dich gleich runter von dem Baum, indem ich indem ich dich frage, wann du denn eigentlich meinst, dass du dein größtes Potenzial gehabt hast. Zu welchem Zeitpunkt deines bisherigen Lebens hast du das größte Potenzial in dir gehabt? Wahrscheinlich im Moment, meine, ich würde denken, nah an der Geburt, nicht zur Geburt als als Eizelle eben gerade befruchtete, vielleicht sogar Moment vor der Befruchtung, weil mit der Befruchtung war schon die Hälfte des Potenzials Futurspalte etwa warst du männlich oder weiblich da. Das Potenzial ist das, was du an Möglichkeiten hast, was alles werden könnte und die Möglichkeiten sind umso größer, je weniger schon angelegt ist. Wenn du schon Arme und Beine dran hast, geht's nicht mehr anders. Und wenn man sich so eine Emponalentwicklung anschaut, dann siehst du ja, das geht fast noch mal durch die ganze Evolution durch. Das heißt, das sind mal unterwegs auch viel mehr Wirbelkörperdata. Ist sogar hinten bei uns ein Schwanzdat, das sind sogar Kiemen da. Das heißt, das sind alles Möglichkeiten, die sind unterwegs bis zu uns mal ausprobiert worden und das ist auch der Mechanismus noch da, dass ich das kurz aufbaut und dann fällt es aber wieder in sich zusammen, weil sich dann für uns ein anderer Weg als günstiger herausgestellt hat. Und deshalb äh ist jede kann man dann ganz weit treiben, jede Spezialisierung, die wir in unserem Leben machen, das ist ja die Überführung eines Potenzials in eine Kompetenz und die in dem Augenblick, wo ich dann Spezialist bin für irgendwas, habe ich aber die Möglichkeit verloren, noch was anderes zu werden in vielen Fällen. Also, wenn ich jetzt z.B. Spezialist für Tennis bin, also toller Tennisspieler, dann ist nicht so sehr wahrscheinlich, dass ich noch mal auf der Ebene des Schachspieles soweit bringe. Es verhindert sich sozusagen. Die Spezialisierungen sind notwendig, brauchen wir auch, finde ich auch in Ordnung, aber sie sind auch Verwicklungen, weil man verfängt sich dann in den eigenen Spezialisierungen und dann heißt es im aber trotzdem dürfen wir als Menschen solche Spezialisierungsschritte eingehen, solange wir mit den anderen verbunden sind. Also, ich darf an der Universität natürlich Spezialisten für dieses und jenes und sonst was für ein Gebiet haben, ne? Wie wir es bei Corona gesehen haben, da gibt's für alles gibt da für die Epidemiologie, für die Virologie und für die Prävention überall Spezialisten und die dürfen das das darf aber nicht so sein, dass einer dieser Spezialisten die Führung übernimmt und allen anderen das den Mund verbietet, sondern dann dann dann wird das eine furchtbare Verwicklung, sondern wenn wir schon Spezialisten haben, dann dürfen die Spezialisten nur dann eine Entscheidung treffen, wenn sie sich miteinander so lange ausgetauscht haben, dass das Spezialwissen des einen auch von dem Spezialwissen des anderen durchdrungen ist und dann wird es eine richtige Entscheidung und dann darf man sich spezialisieren. Wenn du jetzt nur dafür sorgst, dass Leute auf der Universität sich spezialisieren, we da kommen da keine Spezial, da kommen Fachidioten raus und die machen auch sehr viel Unsinn in der Welt, weil die dann am Ende ja gar nicht diese Umsicht haben. Und deshalb braucht man diesen ständigen Austausch. Und natürlich braucht man dann, wenn man Spezialisten hat, Spezialisten aus verschiedenen Bereichen, wenn es um ein um ein Projekt geht, wo eben verschiedene Bereiche auch vorkommen und eine Rolle spielen.
Ich denke gerade darüber nach, warum ich Geburt gesagt habe und nicht Zeugung. Und das hatte einen Grund tatsächlich, weil das Potenzial, so wie ich das jetzt verstehen würde, ist das an theoretischen Möglichkeiten, wie ich kann erfolgreicher Tennisspieler werden oder ich kann erfolgreicher Schachspieler werden. Äh, das kann ich aber beeinflussen und der Moment der Zeugung, also kurz vor Fusion Spermium Eizelle ist das Potenzial, das kannweder Eizella A oder nicht, aber Spermium A oder Spermium B sein. In dem Moment, wo die Befuchtung erfolgt, ist quasi bis zum wahrscheinlich nicht ganz Moment der Geburt, aber ist klar, es wird ein Mensch basierend aus diesen beiden genetischen ähm Matches sozusagen von Mutter und Vater. Und das kann auch, das ist quasi das Pflänzchen, was gegossen wird. Das kann nicht mehr aufgehalten werden, wenn ich ein Ei im Kühlschrank habe, dann kann ich daraus ein Rührei machen oder ein Apfelkuchen. Und das Potenzial ist in dem Ei das Rüherei oder das Apfelkuchen zu sein. Aber in dem Moment, wo ich das in dem Kuchenteich verrühre und in den Ofen stelle, wird, wenn ich einen Apfelkuchenteich gemacht hat, da kein Rührei mehr raus. So. Und deswegen war jetzt in meinem Verständnis es so, dass das Potenzial ist, dass also im Moment der Befruchtung, ich werde ein Menschenkind, das relativ klar und auch, also so habe ich es in dem Biologieunterricht damals gelernt, dass alle Information, welche Haarfarbe wie groß steht da schon drin. Das ist nicht mehr, also ist halt nur die Frage, kriegt das genug Nährstoffe, aber grundsätzlich ist es da. Und wenn ich dann geboren bin, dann ist halt die Frage, wie viel laufen übe ich? Wann lerne ich sprechen? Ich habe das Potenzial vielleicht zehn Sprachen zu lernen. So und das kann ich dann, also mein Potenzial kann ich durch Entscheidungen und Tätigkeiten entfalten oder nicht entfalten, aber ich kann mich nicht entscheiden nur einen Arm zu entwickeln, weil ich finde halt einen Arm besser. Deswegen wäre mein Potenzialbild eher das ist ganz schwierig, weil da, wenn du so argumentierst, tust du so als ob das ein Prozess ist, diese vorgeburtliche Entwicklung und dass das dann die nachgeburtliche anderer Prozess ist und du tust so als ob die körperliche Entwicklung und die geistig und emotionale Entwicklung was anderes sind. Das gehört doch alles zusammen und deshalb muss man gucken, was sich vorgeburtlich schon abspielt. Und das ist natürlich in der Öffentlichkeit auch nicht so sehr bekannt. Da hat sich auch kaum einer drum gekümmert, aber das, dass du schon als ungeborenes Kind wusstest, wie deine Mutter riecht und was sie für Lieblingssachen ist, ob sie lieber Zimt oder Knoblauch mag und welche Lieder sie gerne singt und äh wie wie der wie der Herzschlag deiner Mutter sozusagen sich verändert, wenn es im Außenbereich noch irgendwelche Störungen gibt. Das ist alles Wort der Geburt schon gelernt und das kann sehr unterschiedlich sein. Da können Kinder mit einem wunderbaren Potenzial groß werden vorgeburtlich und andere die werden schon während dieser Schwangerschaftsphase unter Bedingung groß, wo nicht sich das so entfalten kann, wie es das möchte. Und das hat aber nichts mit gut und schlecht zu tun. Das kann man sehr schön zeigen bei diesen sogenannten kontageschädigten Kindern. Die hat jetzt da z.B. ist da die Anlage für die Arme nicht da weg. Keine keine Arme gebildet. Normalerweise entwickelt sich im Hirn die Vernetzung, die du brauchst, um die Arme und die Hände zu steuern während der vorgeburtlichen Zeit. Und das kann man richtig sehen, dann fängt das, wenn das Kind zu weit ist, dann fängt das an so zucken. Dann hat das so Zuckungen und da wird ein Impuls hochgeleitet ins Hirn zu diesem Bereich, wo das dann verschaltet wird und der macht eine Störung und dann suchen die Netzwerke da oben, dass sie diese Störung loskriegen, weil das ist ja doof, wenn es immer zuckt und die einzig gute Lösung, die die dann nach ausprobieren finden, ist, dass sie sozusagen anderes Kabel aktivieren, mit dessen Hilfe die Zuckung, wenn es so geht, wieder so geht. Und dann hat das auf der Seite gelernt, den Arm zu bewegen. Das heißt, der gesamte und dann und dann geht das weiter. Machst du mit den Händen und das machst du alles vor der Geburt. Und jetzt kommt gibt es aber Kinder, die haben keinen Arm, überhaupt keine Arme. Dann siehst du, dass der Bereich, der später mal mit den Beinen, die machen das mit den Beinen und neben dem Bereich, wo das die Repräsentanz für die Beine ist, ist die für die Arme. Weil da aber jetzt kein Signal kommt, wird das dort überempfindlich und hört sozusagen mit, was aus den Beinen kommt und dadurch verbreitet sich die das Areal und die Vernetzungsqualität für die Steuerung der Beinbewegung. Und dann kommt ein Kind auf die Welt, das hat keine Arme, aber es bringt von Anfang an schon eine größere Kompetenz und eine größere größere Möglichkeiten mit den Beinen viel mehr zu machen als das Kind, was die Arme hat. Gegenüber einem solchen Kind, was in Bezug auf die Beine so ausgebildet ist, bist du sozusagen behindert, weil du das, weil du diese Arm, also du kannst so eine Art von Innovation, also Verschaltung, um die Beine so zu regulieren, das kriegst du gar nicht hin. Da darfst du gar keine Arme haben. Sobald du Arme hast, nutzt du die und dann geht das ja gar nicht. Also, das heißt, da ist ein viel größeres Spektrum an Möglichkeiten drin, wie sich das Ganze ausformen kann. Und das die einzige Frage heißt immer nur, kann es sich entfalten oder wird es in seiner Entfaltung eingeschränkt? Und bis Weilen entfaltet sich was, dann ist das eine Spezialisierung. Klar, wenn du jetzt nur mit den Beinen unterwegs bist, hast du eine Spezialisierung in den Beinen, kriegst dadurch aber auch bestimmte Dinge hin, die andere nicht hinkriegen. Und wenn sich es einmal so spezialisiert hat, nennt man auch differenziert, dann äh dann ist klar, dann geht das nicht wieder zurück. Das ist die eigentlich ist das das große Rätsel, was wir mal irgendwann beantworten müssen. Wenn wir schon in eine Sackgasse gefahren sind mit irgend so einem Prozess, ist die Frage, wie kommen man denn da wieder raus? Das sieht man ja heute überall, wie wie wir feststecken, wir rennen rein und kommen nicht wieder raus. Der Biologe, der Biologe würde sagen, wenn es sich erstmal differenziert hat, wenn es also spezialisiert ist, also wenn die Leberzelle erstmal eine Leberzelle geworden ist, kannst du die nicht wieder zurück kann die nicht wieder zurück. Aber mit Hilfe unserer moderneren Kenntnisse wissen wir, wir können so eine Leberzelle auch wieder enddifferenzieren. Wir können der helfen, wieder eine sogenannte pluripotente Stammzelle zu werden und dann kann diese Leberzelle wieder neu was anderes werden. Das heißt, im Prinzip biologisch ist sind diese Entwicklungswege alle viel viel offener. Nur in dem Gesamtkontext, wenn du einmal ein Organismus hast mit einer Leber und einer Haut, macht es ja keinen Sinn, dass die Leber auf einmal sich wieder entifferenziert, sondern dann bleibt die in dem Kontext. Aber dann arbeiten deine Organe auch alle so zusammen, dass das Ganze miteinander Sinn macht. Da wird nicht die Lunge auf die Idee kommen besser zu sein als die als die Leber, sondern die Lunge weiß, dass sie Teil dieses Organismus ist und dass sie deshalb alles dafür tut und sich so mit dem, was sie kann, einbringt, dass das ganze Ding leben kann. Und das haben wir als Menschen noch nicht geschafft. Hier ist nicht jeder, der bringt sich ein, dass das ganze Ding leben kann, sondern jeder versucht sich auf Kosten der anderen Teile so sehr zu bereichern und sich im Vorteil zu verschaffen, dass er gut davon kommt. Und das ist diese große Kunst.
Das ist vergleich das manchmal mit dem Übergang von den Einzellern zu den Vielzellern. Das es war gab doch eine ganze lange Zeit keine Vielzeller auf der Erde, nur Einzähler. Also so einzelne Zellen, die da umher geschwommen sind. Und die haben aber mit Hilfe ihrer Mutation und der Veränderung des Erbmaterials so ziemlich alles erfunden, was eine Zelle überhaupt nur erfinden kann. Sämtliche Enzyme, sämtliche Hormone, alles was Zellen können, alle Struktur und und sonst wie Proteine haben diese Einzel erfunden, aber jeder für sich so und dann und dann haben die irgendwann haben die angefangen sich zusammen zu lagern. Das war doch kein einfaches Geschehen. Die haben doch Angst voreinander gehabt. Die haben auch nicht gewusst, wie sie sich miteinander verbinden sollen. Es ist ein langer Prozess gewesen, bis dann ein vielzelliger Organismus herausgekommen ist, in dem nicht jede Zelle nur noch ihr eigenen Interessen verfolgt hat. Und das nennt man bei Menschen nennt man so eine Gemeinschaft, wenn sie denn mal entsteht, eine individualisierte Gemeinschaft. Auf jeden kommt es an, aber vorwärts geht's nur gemeinsam.
Da stellt sich mir die Frage, wenn ich jetzt von von der Gemeinschaft der Organe im menschlichen Körper ausgehe, so da habe ich jetzt eine Lunge und eine Leber. Ähm, dann kann die Lunge alleine ist nicht lebensfähig und die Leber alleine ist nicht lebensfähig. Das ist ja bei Menschen anders. Halt. Woher weißt du denn das? Weißt du was du alleine wärst, wenn keiner da gewesen wäre, der dir gezeigt hat, wie es geht. Du kannst ja gar nicht lesen, du kannst ja so so ein Studio, das wird alles wie selbstverständlich angenommen. Du hast dir alles, was du hast von anderen nicht geklaut, aber übernommen. Übernommen. Ja. Und ohne die anderen wärst du nichts. Das muss man sich einfach mal auf der Zunge zergehen. Was denn überhaupt von dir oder von mir übrig blieb, wenn wir nicht andere Menschen gehabt hätten, die uns gezeigt haben, wie es geht. Ich könnte doch gar nicht Fahrrad fahren. Es gibt ja so Beispiele, wo Kinder aufwachsen und unter Bedingungen, wo keiner da ist, der ihnen zeigt, wie es geht bei Wölfen z.B. oder mit Hunden zusammen. Die lernen noch nicht mal auf zwei beiden zu gehen. Nicht mal das ist angeboren. Nicht mal das schaffst du alleine. Das sind Kulturwesen. Das das will keiner wahr haben, weil das irgendwie nicht in unsere Ment in unserer Ideologie passt. Aber es ist leider so. Wir sind keine, wir sind erst dadurch, dass wir in Gemeinschaften leben, können wir uns entfalten und indem wir das nicht, wenn wir das nicht hinkriegen mit diesen Gemeinschaften und die Gemeinschaften so ungünstig werden, dass wir uns alle verwickeln, dann können wir uns nicht entfalten, dann verblöden wir da gemeinsam auch schaffen.
Wobei die Art und Weise, wie wir das geschafft haben, gemeinschaftlich Probleme zu lösen, ist ja tatsächlich die Wirtschaft und die Marktwirtschaft. Das heißt, jetzt kann man sagen, hier lass mich den Punkt zu Ende für für Geh, weil ähm, also ich sehe den Punkt in der kindlichen Entwicklung mit Fahrradfahren. Ja, Fahrradfahren habe ich gelernt von meiner Mutter oder meinem Vater. Ähm, und möglicherweise vom Fahrradtrainer in der Schule. So und dann ist irgendwann ist man erwachsen und hat so ein so ein Grundbildungs äh Ding, dass man sich durchs Leben einigermaßen kompetent bewegen kann und dann kann man sich auch Dinge selbst beibringen. Aber ich bin immer noch angewiesen darauf, dass ich ein Mikrofon habe, ein Mikrofonkabel äh eine Kamera und so weiter. Und das haben irgendwelche Leute können halt Kameras bauen und irgendwelche Leute können Kraftwerk bauen, wo Strom fließt und die machen das auch und haben sich zusammengeschlossen als Kraftwerk, als Kamerabauer, wie auch immer und ich kann von denen deren Kompetenz mehr oder weniger mit Geld kaufen, sag, die Kamera hätte ich gern, das Mikrofon, Strom hätte ich auch noch gern, WLAN wär auch gut. So und so profitiere ich eigentlich von dem Knoowhow von tausenden Menschen, was hier allein im Raum ist. So und ich denke, ich mache diesen Podcast, aber letztendlich machen diese 1000 Menschen, die die Kamera gebaut haben, das Licht und so weiter, machen den gemeinschaftlich und ich mache ja nur eine ganz ganz kleine Minikomponente da drauf, aber das Gefühl, was ich habe ist, ich mache das, aber tatsächlich ist es halt ein riesiges Gemeinschaftswerk und ohne die Arbeit derer, die jetzt in den Geräten checkt beispielsweise, wäre das ja alles nicht möglich. Von daher da ich gehe ich in der Position durchaus mit. Ähm, aber ich glaube, wir wir schaffen das sehr gemeinschaftlich. Was wir glaube ich nicht schaffen würden, ist, wenn wir uns mit all diesen Leuten, diese ganzen Gerätschaften gebaut, entwickelt und haben, wenn wir uns einschließen würden in einer großen Halle und sagen, pass auf, lass uns ein Podcast machen, wir brauchen Mikrofone und Licht. Oder so. Ich glaube nicht, dass wir es schaffen würden, uns damit vielleicht sind es 5000 Leute uns zu organisieren, das zu bauen. Ähm, weil eine Zelle bei Menschen, die funktioniert von der Größe ist, wo dieses Miteinander funktioniert, ist eine Familie. Da würde ich sagen, okay, das kann, wenn man das gut strukturiert oder wenn es irgendwie gut funktioniert, so sein, dass alle Familienmitglieder aufeinander aufwachsen. Da kann man die erweiterte Familie nehmen, dann kann man vielleicht auch, er muss nicht eine biologische, kann auch eine Ersatzfamilie sein. Das kann vielleicht auch eine Dorfgemeinschaft so von 50 Leuten sein. So, ich würde aber denken, dass wenn wir 500 Leute haben oder 5000 oder 50.000, dass irgendwann der 50.000, Der ist mir halt so weit weg. Den habe ich noch nie gesehen. Ja. Ja, ich weiß, du bist auch ein Mensch und so. Ja, aber mein Bruder, meine Schwester, meine Eltern, meine Kinder sind mir viel näher als dieser 50.000. Von daher jetzt muss ich mal anfangen an meine Kinder zu denken und deswegen beute ich den 50.000 auf, damit es meine Kinder besser haben. Und das scheint mir evolutionär sehr tief in mir drin zu sein. Ähm, wenn ich die Frage stellt bekommen würde, okay, du musst den 50.000 umbringen, damit deine Kinder leben können. Prima, let's do it. Kein Problem. Du musst deine Kinder umbringen, damit der 50.000 zu leben. No way. Das wird nicht passieren und wahrscheinlich noch deutlich weniger. Du musst deinen Kindern, keine Ahnung, jetzt können wir ganz hypothetische Beispiel nehmen, ein Arm abhacken, dann überlebt der 50.000. Würde ich sagen, nee, nee, das also da wird's schon schwierig. Da wird schon sehr sehr schwierig. Durch pass auf, dann nehme ich meine beiden eigenen Arme und dann kannst du vielleicht aber will ich auch meine beiden Arme für den schwierig, aber für dich in in der innerhalb der Familie funk kann dieser Zusammenhalt funktionieren in der Welt in der wir leben und die wir bisher aufgebaut haben, sieht das so aus. Ja, aber es gibt die Menschheit ja schon etwas länger als nur diese seitdem sozusagen so hierarchische Ordnungsstrukturen da sind und eine Wirtschaft oder sowas wie Sesshaftigkeit und Besitz, das ist ungefähr seit 10.000 Jahren. Die Menschheit gibt es aber wahrscheinlich seit 200.000 1000 Jahren und dann kannst du das mal so gucken. Das ist ein ganz kleiner Witzel, den wir jetzt zu zum Schluss als Weg eingeschlagen haben. Die entscheidenden Dinge haben die Menschen davor gelernt und da waren das individualisierte Gemeinschaften, da sind die umhergezogen und da gab es jeden, der für irgendwas zuständig war und der was besonders gut konnte und wenn da was zu erledigen war, dann haben die die Kräuterfrau genommen und die hat gewusst, wie es geht oder den, der die Fallen gestellt hat und deshalb hatte in diesen Gemeinschaften jedes einzelne Mitglied eine Bedeutung. Die mussten nicht um Bedeutung kämpfen, die hatten Bedeutung, weil weil sie was konnten und das haben sie eingebracht und die wurden dann auch dafür geschätzt und wertgeschätzt und dann haben die so waren die so erfolgreich damit mit diesem Motel über diese 90.000 oder wie viel Jahre, dass die dann es gelernt haben, wie man Getreide anbaut und wie man Siegen züchtet und noch so ein paar andere Sachen. Und da waren plötzlich welche dabei, die dann das besonders gut konnten mit dem Ackerbau oder mit der Viehzucht und denen musste keiner aus dieser damaligen seltschaft werdenden Gemeinschaft sozusagen die Macht geben. Die hatten die alleine deshalb, weil sie was konnten, was die anderen nicht konnten und die haben für die Ernährung gesorgt und damit dafür sind die sozusagen zum Herrscher geworden, dass sie sich das dann auch noch tapfer angeeignet haben und dass sie dann alle anderen unterjocht haben und sie für ihre Zwecke eingestellt haben und dass sie dann solche hierarchischen Ordnungsstrukturen ausgebildet haben, mit der die Menschheit jetzt seit 10.000 Jahren unterwegs ist und das für ein Naturgesetz hält, dass man sich gegenseitig rumkommandiert und dass man den unten immer auf auf den Füßen oder unten den auf dem Köpfen rum tanzt. Das ist ja nur eine Erzählung, mit der wir rumlaufen. Das kann ja auch sein, dass da nur vorübergehendes Modell ist und da würde ich dich ja gerne einladen, dass du mal über dass man dass man überlegt so eine hierarchische Ordnungsstruktur 10.000 Jahre immer wieder reproduziert, kannst du toll Kriege führen, du kannst den Nil als Bewässerungssystem aus Pyramidenb kannst du auch auf dem Mond fliegen, weil das ist ja wunderbar. Das wird alles ordentlich geregelt von oben nach unten und hat auch den Vorteil, dass ich die Leute, die unten sind, weil das ja nicht so toll ist, bisschen inkoherent, äh die strengen sich an, die wollen hoch und deshalb strengen sich Leute in solchen hierarchischen Ordnungssystem automatisch an, aufzusteigen. Und das macht man am besten, indem man was erfindet oder was Neues in die Welt bringt, was die anderen gebrauchen können. Wenn das überall auf der Welt 10.000 Jahre lang gemacht wird, dann wird die Welt, die diese Menschen besiedeln, immer komplexer mit ihren eigenen Erfindung und ihrem eigenen Scheiß, den sie gemacht haben. Und dann wird die auch immer volatiler und immer immer unüberschaubarer und immer unkontrollierbarer und bis man irgendwann in der heutigen Welt ankommt, zwangsläufig ist unvermeidbar. Irgendwann wird jedes hierarchisch geordnete System in einer Welt ankommen, wenn es gut funktioniert, die durch die eigenen Leistungen so bunt und so vielfältig geworden ist. Das ist dann globalisiert, digitalisiert und was weiß ich nicht alles. Und in dieser nun so bunt gewordenen Welt funktioniert die Hierarchie nicht mehr. Das ist doch das, was wir sehen. Dann geht die Hierarchie nicht mehr, weil weil das ist jetzt so eine komplexe Welt, wo alles voneinander abhängig ist. Da kann nicht einer oben kommen und sich einbilden, er könnte für alles das alles regulieren. Auch nicht eine NATO oder eine UNO oder irgendeine Institution. Das ist unmöglich diese bewegliche und ständig sich immer schneller verändernde Welt weiterhin von oben nach unten zu steuern. Und jetzt brauchen wir in der Politik nennen die das multipolare Weltordnung. Jetzt bräuchte man also eine eine Welt, in der jeder einzelne in der Lage ist, Verantwortung für sich und sein Leben und das Zusammenleben mit anderen zu übernehmen, damit er nicht einen braucht, der ihm sagt, wie es gemacht wird. Und deshalb muss man die Hierarchien abbauen. Und in den modernen Unternehmen sieht man das ja schon. Jedenfalls gab es eine lange Zeit so ein Trend, wo die flache Hierarchien haben wollten. Ging nicht immer, weil die Leute so gewöhnt waren an ihre Vorgesetzten, dass sie dann immer gerufen haben, ich will meinen alten Führer wieder haben oder was auch immer. Und auch in der Politik und in der Gesellschaft ist es offenkundig so, dass die Menschen mit dieser Art von Freiheit noch nicht so richtig zurecht kommen und deshalb aus kurzfristigen kohärenzstiftenden Gründen lieber nach einem kohärenzstiftenden Anführer suchen und der findet sich natürlich, ob der jetzt Trump heißt oder wie auch immer, ist doch egal. So und dann rennen sie eine Zeit lang wieder hinter dem her. Aber eine Lösung ist das doch nicht. Wir müssen doch als Menschheit aus dieser Art von ohnmächtiger äh äh ohnmächtigen hinterhergelaufe in und in dem ohnmächtigen befolgen einer alten ausgedienten Strategie müssen wir do mal irgendwann auf die Idee kommt, dass es anders gehen müsste. Also gibt's gar keine andere Alternative zu diesem einen Aspekt, nämlich dass wir alles dafür tun, dass Menschen in ihrer Mündigkeit finden, dass sie sich als Subjekte erleben, sich nicht mehr wie Objekte behandeln, dass sie ihre Gestaltungskraft wiederfinden und das Gefühl haben, dass sie Gestalter ihres Lebens und ihres Zusammenlebens sind. Da wenn du das aber willst, musst du alles wegräumen in der Gesellschaft, was dir bevormundet und gängelt und kontrolliert. Es heißt, Schulzensuren, elterliche Vorgaben, da musst du überall musst du dann andere Art des Umgangs miteinander aufbauen und das ist die Frage, ob man ob wir das können. Und da bin ich, das ist das, worum ich mich kümmere. Ich versuche solche Modelle zu finden, wo Menschen diese Erfahrung machen. Das geht anders. Wir müssen das nicht so machen. Ich habe Menschen gesehen, die sind aus ihren bisjährigen Mustern aufgebrochen, sind völlig andere Wege gegangen und auf einmal kommen die und sagen, das ist ja das Schönste, was mir jemals passiert ist. Ich habe das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, ich bin frei. Bin aber schon 75. Egal, sage ich egal, die letzten Jahre, genieß es. So und dann machen die sich frei. Und das sind so schöne Prozesse, die man dann sieht, wo Menschen sich plötzlich aus ihren eingefahrenen Denkmustern und Verhaltensmustern befreien können, dass man dann einfach nur noch ganz bescheiden in der Ecke sitzt und sagt: "Großartig, das ist das ist menschliches Potenzial, dass da plötzlich zusammenformen des Miteinander deutlich werden, die zumindest eine Idee davon aufkommen lassen, wohin das gehen könnte.
Wir müssen gleich unbedingt darüber sprechen, wie du die Menschen frei machst. Äh, wie wie das funktioniert. Die Das ist schon wieder falsch. Ich kann das ja nicht. Und du kannst du kannst ja können sich ja selbst, wie schnell das geht, dann sag ich mache Menschen frei. Das wäre schon wieder. Ich würde die Menschen zum Objekt benutzen und sie frei machen. Nee, aber ich kann sie einladen, ich kann sie ermutigen, inspirieren, dass sie Lust kriegen, frei zu werden, dass sie Lust kriegen, aus ihren komischen äh Schnupflöchern rauszukommen und aus ihren albernen Bewältigungsstrategien, hinter denen sie sich alle verstecken. Und dann wird das spannend, weil dann fällt plötzlich ganz vieles weg. Also ich verstehe, dass es dieses Freiheitsgefühl gibt und ich verstehe auch, dass man Menschen ermutigen kann und dass viele Menschen irgendwie verrückte Blockaden im Hirn haben und sagen, das geht ja nicht, das geht ja nicht und auf einmal passiert irgendetwas, wie auch immer nicht du das machst, sondern die das mit sich selbst machen und dann sind die nachher frei. Ähm, worüber ich schon schon mal gestolpert bin, äh ist aus dieser Geschichte der Menschheit. Früher haben wir halt in, das ist ja die These flachen, also in Gruppen ohne Hierarchien gelebt und deswegen sind die Hierarchien ein neues künstliches Element. Ähm, so verstehe ich deine Argumentation. Ich hatte auch schon mal jemand da, der das sinngemäß sehr sehr ähnlich äh dargestellt hat. Ähm, es gibt, ich weiß nicht, ob du Jordan Peterson kennst, ähm das, der hat diese 12 Rules for Life und das erste, die erste Rule ist stand up straight with your shoulders back. Und rechtfertigt das damit, dass er sagt: "Pass auf, du hast halt das weißt du besser als ich, deswegen eine gespannte Frage". Ein Teil des Gehirns ist einer der ältesten Teile ist ein Tracker für wo du stehst in der Kompetenzierarchietabelle in deiner Peergroup in der Gesellschaft und so weiter. Und der vergleicht das mit dieses hat dieses Lobster Beispiel und sagt, dieser Teil des Gehirns von Menschen ist sehr ähnlich wie das eines Lobsers, der ein sehr kleines halt minder entwickeltes Gehirn hat, aber auch der hat einen Tracker für wo er steht in der Tabelle und wenn der in einem Kampf besiegt wird, dann
Ähm, äh, unterwirft er sich quasi. Und antidepressiver wirken auf diese Lobster, indem sie quasi dem Lobster suggerieren: Du stehst weiter oben in der Tabelle, und du kannst jetzt wieder ähm, dich gerade machen. Und das ist das, was ja, also, was dieser Regel inne wohnt. Und wenn es diesen ähm Autoritäts, nicht Autorität, sondern Hierarchieracker im Gehirn gäbe, dann wäre die Frage, wenn der so alt ist, dass den John die Lobster oder irgendwelche Kriegtiere vor uns hatten, äh, dann wäre doch eigentlich das Argument hinfällig, dass wir ähm in diese flachen Hierarchien 90.000, 100.000 Jahre gelebt haben. Weil wir haben, hatten zumindest angelegt unserem Gehirn die Fähigkeit, ganz tief Hierarchien ständig zu verfolgen. Und das ist keine künstlich gelernte Fähigkeit aus den letzten 10.000 Jahren. Also, erstes möchte ich gerne diesen Tracker da sehen im Hirn. Man kann ja viel erzählen und kann auch behaupten, dass es ein Zentrum für dieses und jenes gibt. Kürzlich hat man das Zentrum nachgewiesen, wo die Spiritualität und die Religiosität sitzt. Das äh stellt sich dann immer nach längerer Betrachtung und genauer Untersuchung als falsch raus. Das, das war nicht so. Aber man kann damit ja erstmal einiges in Bewegung setzen.
Und diese, und diese Frage, wie denn sich eine Gesellschaft ausbildet und wann dann die Hierarchien kommen, die muss man sich noch mal genauer angucken, weil das sozusagen das Herausstellungsmerkmal der Primaten ist. Nur die Primaten sind in der Lage, solche individualisierten Gemeinschaften auszubilden. Nur die sind in der Lage, wenn einer was findet, dass die anderen das alle erkennen und dann, wenn es sich bewährt, nachmachen. Auf diese Weise wird Kultur übertragen, und zwar in der Gemeinschaft horizontal, aber auch vertikal, von Generation zu Generation. Und diesem Umstand, dass immer einzelne was gefunden haben und dann haben es alle anderen übernommen, ist eigentlich unsere gesamte Menschheit mit ihren Kulturleistungen zu verdanken. Das hat mit den genetischen Anlagen überhaupt nichts zu tun. Die genetischen Anlagen, die wir heute haben, sind schon im Wesentlichen dieselben wie vor 200.000 Jahren. Damals ist diese genetische Anlage geschaffen worden und mit deren Hilfe war man dann eben in der Lage, solche Gemeinschaften zu bilden und solche Vorstellungen zu entwickeln und so ein Großhirn oder so eine präfentrale Rinde auszubilden, wie wir sie haben. Und dann war der Rest war Kultur. Wir sind Kulturwesen, wir sind keine biologisch gesteuerten Wesen.
Und das ist aber die alte Erzählung, die du da hast. Da ist natürlich, ich komme ja aus diesem Bereich, das war sehr lange hat den auch den Hirnforschern das gut gefallen, das Hirn wie so eine Mechanik zu betrachten und dann nach den Zentren zu suchen und wie so ein, ja, wie eine Maschine eigentlich mit Räderwerken und die Verbindungen und dann haben sie das alles aufgeschützt. Jetzt haben wir noch das große Projekt von der EU, dass sie sämtliche Verknüpfungen im menschlichen Hirn identifizieren wollen. Da gibt's also auf dieser Ebene der Organisation von Wissenschaft immer noch welche, die noch nicht verstanden haben, dass dieses menschliche Hirn sich das ganze Leben lang baut. Das ist ja nie fest. Und wenn ich jetzt eine tolle neue Erfahrung mache und irgendwas anderes anfange, dann habe ich doch in einem halben Jahr ein anderes Hirn. Das hat sich doch dann alles umgebaut. Wenn ich einen Menschen erlebe, wie der plötzlich ganz anders geworden ist, das liegt doch nicht nur daran, dass der anders geworden ist. Was soll denn das? Sondern da gibt es Regelkreise in seinem Hirn, Vernetzungen, Verschaltungen, die dazu führen, dass er jetzt bestimmte Wahrnehmung anders interpretiert, dass er andere Handlungen ausführt, dass er aus anderen Motiven handelt. Das ist doch alles Struktur. Das ist doch nicht irgendwie Luft. So.
Und dann muss man sagen, und dann kann man leider feststellen, dass es eine lange Zeit gab in der Wissenschaft, wo das nicht so gerne gesehen wurde, dass das so veränderbar ist. Das nennt man, das nennt man das deterministische Zeitalter. Da wurde den Leuten eingeredet, das ist alles fixiert, das ist alles angeboren, das ist unveränderlich, das ist genetisch. Diese ganze molekularbiologische Hype, der da im Ende des letzten Jahrhunderts stattgefunden hat, wo die dann das menschliche Genom identifiziert und entschlüsselt haben und wo sie dann am Ende rausgekriegt haben, dass das menschliche Genom nicht viel mehr Gene enthält als das eines Fadenwurms. Das ist doch in der ganzen Dramatik niemals bis runter übersetzt worden. Das heißt, do, das ist es geht nicht um Gene. Wir sind nicht das Ergebnis unserer Gene. Die Gene, das ist vielleicht sowas ähnliches wie ein toll besetztes Orchester, werte Instrumente. Aber was da für ein Musikstück rauskommt, das steht doch nicht in den Genen. Das haben die Gene nicht aufgeschrieben. Das hängt davon ab, in welche Welt man hineinwächst.
Und vor 100.000, 1000 Jahren ist man eben mit seinem Orchester in eine Welt reingewachsen, in der, wie du das sagst, kleine Gruppen waren, die umhergezogen sind und die als Jäger und Sammler sich ihren Leben irgendwie gemacht haben. Und dabei haben sie ganz viel gelernt und dabei haben sie dann auch irgendwann gelernt, dass es bequemer ist. Man will ja immer nicht so viel Energieaufwand und das ganze Gesammle und so ist doch viel besser. Man baut sich so ein bisschen Getreide an und kann das dann ernten. Und das war äh vorteilhaft, energiesparende Lösung, Anbau von Getreide, Zucht von Tieren. Und die, die das konnten, die hatten natürlich ein anderes Ansehen und andere Bedeutung in so einer Gemeinschaft. Und dann ist klar, dass das in dem in der Weise weitergeht, weil nun kann man mit diesen hierarchisch geordneten Gesellschaften auf einmal eine Unmenge anfangen. Das waren übrigens Riesengemeinschaften, die auf diese Weise organisierbar waren. Also nicht hier mit 60, 50 oder wie viel 100, sondern das waren ja Riesengruppen, die die da bewegt haben, was da für diese Pyramidenbau und alles äh organisiert worden ist. Das ist die, das ist die, da wird sozusagen die Hierarchie als kohäsionsstiftendes Prinzip genutzt. Macht man, kriegt man Ordnung ins System mit Hilfe der Hierarchie.
Aber dies, das Schöne ist eben, dass am Ende, und da sind wir jetzt, deshalb finde ich diese Zeit so spannend, sich diese Hierarchie mit ihrer Ordnungsstruktur auflöst, weil sie nicht den Bedingungen dieser sich immer stärker und schneller veränderten Welt mehr gerecht werden kann. Und das, und das ist, geht mir dann auch mit den Führungskräften an der Arbeit so in den Unternehmen. Dann sage ich den immer, die vornehmste Aufgabe einer Führungskraft besteht doch darin, sich selbst unnötig zu machen. Und dann verstehen die das auch und sagen, reden wir noch ein bisschen drüber und sagen, ja, das sie müssten eigentlich als Führungskraft ihre Mitarbeiter alle in die Lage versetzen, die Aufgaben, die sie zu tun haben, selbst zu überschauen und sich dann selbst engagiert einzubringen und das selbstverantwortlich zu erledigen. Da müssen sie doch nicht wie ein Eselstreiber mit der Möhre und der Peitsche da ständig nebenher rennen und denen da sagen, wie es geht. Und dann sagen die, ja, das ist so schon richtig, das ist so. Und und dann stellt sich aber heraus, dass man diese neue Führungskraft, die es bräuchte, das wäre ja dann ein Ermutiger und ein Inspirateur und ein Ermöglicher. Diese neue Führungskraft ist äh im Augenblick noch zum Scheitern verurteilt, weil, weil die Mitarbeiter hat, die die mit dieser ihnen dann zukommende Freiheit nichts anfangen können. So wie eine politische Bewegung am Ende daran scheitert, dass die, dass die Bürger politisch nicht äh gebildet genug sind oder demokratisch genug äh ihre Haltungen und Einstellungen herausgebildet haben.
Und dann hast du plötzlich eine Gesellschaft, wo du eigentlich darauf wartest, dass ein neues Ordnungssystem entsteht. Nicht mehr das hierarchische, sondern dieses, es ist nicht, es ist nicht die Anarchie, weil das ist die Anarchie ist in so ein hässlichen Begriff gekommen, aber schon etwas, wo jeder für sich selbst die Verantwortung übernimmt. Und da willst du eigentlich hin. Und du kannst da nicht hin, weil du immer wieder gezwungen bist, vor allen Dingen dann, wenn mal wieder was nicht so gut läuft, den Leuten Vorschriften zu machen, denen zu sagen, wie sie es zu machen haben. Und dann wird doch wieder aus der Not heraus das alte regelbasierte Zeug den drüber gestürzt. Gibt und dann müssen sie so machen, wie du es gesagt hast, mit Hilfe von Gesetzen. Und du verhinderst dann aber, dass sie sich selber befreien und selber Verantwortung übernehmen. Wenn ich die, wenn ich vorgeschrieben kriege, was ich zu tun habe, brauche ich keine Verantwortung zu übernehmen. Dann bin ich ein braver Pflichterfüller. So. Und dann hast du am Ende Pflichterfüller und Besitzstand und mit denen kannst du keine neue Welt aufsparen.
Das heißt, um auf das Beispiel vom Anfang zurückzukommen mit dem Schild: "Tauchen hier verboten, da springen verboten." Der eigentlich richtige Schritt in diesem Beispiel wäre, wenn ich jetzt einen Blick auf dein Shirt noch mal werfe, ähm zu sagen: Pass auf, wir haben ja diesen Weiher, da ist jetzt was Schlimmes passiert mit irgendeinem Kind. Jetzt müssen wir irgendwas. Also, eine Möglichkeit wäre zu sagen: Wo gehobelt wird, fallen Späne. So, ab und zu wird hier eine ertrinken. Ist total ärgerlich. Wir können aber eigentlich nichts dagegen tun, außer eine Regel anführen. Wir sind aber gegen Regeln, Regeln blöd. Wir können das Schild aufstellen, dann wird auch was passieren, weil nicht jeder hält sich an die Schilder. So, aber zumindest können wir sagen, vielleicht haben wir einen gerettet, der nicht runter getaucht ist. Und außerdem habe ich keine Schuld, weil ich ein Schild aufgestellt habe. Wir könnten aber auch hergehen und sagen: Wie können wir eine Kompetenz erhöhen? Und wir könnten hergehen und sagen: Wir machen jetzt alle in der Schule einen Schwimmkurs oder in der Kita. Oder wir machen Rettungsschwimmerkurse, so dass Leute verstehen: Ah, so ist also ertrinken. Und von aus ihrer Natur quasi auf die Idee kommen, sagen: Pass mal auf, da ist so eine komische Brücke, wenn ich da drunter hertauche und stecken bleibe, dann werde ich wahrscheinlich ertrinken. Also mache ich das nicht. Und wenn mein Kumpel das aber gerade macht, dann möglicherweise spreche ich mit ihm drüber. Aber ich bin ja daneben, ich bin der Rettungsschwimmer.
Und man könnte, wenn man da ganz weit rauszoomt, können man sagen: Pass auf, wir sind einfach, unser Grundproblem ist, wir sind alle nicht kompetent genug. Und dann tritt ein Problem auf und was wir heute machen ist: Oh, ein Problem ist aufgetreten. Welche neue Regel, welches neue Gesetz können wir erlassen, um das, dass das quasi das Auftreten des Problems verboten wird? So. Und wenn es verboten ist, siehe Messerverbotszonen. Oh, ihr werdet alle irgendwie erstochen. Ähm, wir verbieten jetzt Messer. Ja, was hat's gebracht? Ja, wenig. Ähm, die Alternative ist: Wie können wir, welche der Kompetenzpotenziale, die wir haben? Wir können alle schwimmen lernen. Wir können nicht vielleicht alle, aber viele von uns können Rettungsschwimmer werden. So. Wir könnten aber auch Geige spielen lernen oder keine Ahnung, Feuer machen. Und welche, welche Kompetenzen sollten wir jetzt in der höchsten Priorität lernen, um unser aktuelles Problem zu lösen? Ah, das am Weiher. Dann können wir wieder sagen, wir machen eine Regel, dass Schwimmkurse Pflicht sind. Oder wir könnten sagen, wir machen Schwimmkurse zugänglicher und machen ermutigend sagen: Ey Leute, immer im März gibt's die erste Woche in der Kita eine Woche kostenlosen Schwimmkurs für alle, die schwimmen lernen wollen. Und wenn wir in dieses Mindset kommen, dann würden wir alle sukzessiv kompetenter werden und würden die, jetzt muss ich noch mal spicken, ähm, die Kohärenz-Wiederherstellungskompetenz, das ist das, was am T-Shirt steht, ähm strukturell erlernen, indem wir immer wieder uns neuen Problemen aussetzen und sagen: Was ist das aktuelle Ding, was wir noch nicht können, aber können sollen? Ah, es ist Schwimmen. Und das Schwimmen würde auf die Gesamtzufriedenheit der Bevölkerung ausspielen. Es wird nicht nur dazu führen, dass wir weniger tote Kinder im im Weiher hätten, sondern wir hätten eine ähm Gesellschaft, die, und das musst du gleich noch mal erklären, weil du hast das vor unserem Podcast sehr schön erzählt, ähm, die in der Lage ist zu erkennen: Hier ist ein Problem. Ich bin aber mir meiner Schwächen bewusst, aber habe gleichzeitig eine Stärke, nämlich ich kann Dinge lernen. Und dieses Lernen macht halt Glücksgefühle. Korrekt? Habe jetzt viel gesagt. Ja. Ja.
Und die, also das läuft auf dem Punkt hinaus. Gibt es irgendetwas, was ganz besonders entscheidend ist? Natürlich den Leuten helfen, dass sie sich alle möglichen Kompetenzen aneignen. Wenn die dann aber sich nicht füreinander verantwortlich fühlen und wenn die sich nie miteinander verbunden fühlen, dann hast du wieder laute Einzelkünstler, die mit ihren Kompetenzen rumrennen und auf das Leben in der Gemeinde und den Weiher keinen Einfluss nehmen. Bin auch im Dorf groß geworden. Da habe ich, wenn ich da irgendwelche Mist gemacht habe mit meinen Kumpels, da kam irgendein Bauer raus oder irgendjemand und hat gesagt: Hier Kinder, das macht er bitte nicht. Und dann haben wir gemerkt, das ist ja, das will, das will der nicht, oder der findet, dass das gefährlich ist. Das heißt, die Leute können doch auch, das ist ja nicht aufeinander aufpassen, sondern das ist ein sich gegenseitig helfen, sich in dem komplexen Leben zurechtzufinden. Da können doch eigentlich alle Verantwortlichen, also alle Erwachsenen in so einem in so einem Stadtteil könnten doch sagen: Das sind doch eigentlich unsere Kinder, die hier groß werden. Das sind zwar von anderen Eltern oder sowas, aber sind unsere Kinder, die werden später mal diese Stadt bilden. Und deshalb gucke ich doch mal, was die da so machen und wie die unterwegs sind. Und wenn ich merke, die vergammeln mir hier in meinem Viertel, dann überlege ich mir, ob ich da nicht irgendwas denen anbieten kann. Und wenn die da ein Mal zu einem Weiher sind und ich sehe wieder welche dabei sind, die dauernd damit angeben, dass sie da große Steine reinwerfen und sonst was, dann gehe ich doch mal hin und frag die, warum sie das machen. Da muss ich den nicht zugucken, bis einer ertrunken ist. Das heißt, und schwimmen lernen sowieso. Klar, man kann sich doch als ganze Dorfgemeinschaft entschließen, dass da kein einziges Kind mehr mit fünf oder sechs nicht schwimmen kann. Kann man alles regeln. Aber was wir machen, wir rufen dann nach, das soll die Schule machen, das sollen die Lehrer machen, das soll irgendeine Instanz machen. Das heißt, wir sind schon so programmiert oder haben uns das schon so bequem gemacht im Leben, dass wir immer glauben, wir müssten irgendjemanden das übertragen, dass der das macht. Und da kann ich nur sagen, das muss man zu Ende denken. So eine Gesellschaft muss man zu Ende denken und dann müsste eigentlich jedem, der da in der Lage ist, das zu Ende zu denken, ganz übel werden, weil die, wenn du alles überträgst, kannst du am Ende gar nichts mehr.
Ich mache mich da manchmal schon ein bisschen lustig, aber da wächst ja jetzt eine ganze junge Generation heran, die, wenn dann in der Küche meinetwegen der Abfluss nicht richtig läuft und das im Handy oder auf dem Smartphone nicht so steht, wie das geht, dann kriegen die einen Panikanfall, weil es ist keiner da, der es kann. Sie können so vieles, ganz normales können die einfach nicht. Und dann, wenn man so wenig Kompetenzen besitzt, dann hat man eben auch nicht so ein Kompetenzgefühl und das macht Angst, das macht unsicher und dann will man noch mehr Kontrolle und dann fordert man noch mehr ein, dass irgendjemand kommt und die Kontrolle einführt. Das ist doch die Dialektik, in der wir da drin stecken. Und deshalb müssten wir uns entschließen, eine Gesellschaft werden zu wollen, in der wir immer mehr kontrollieren und vorschreiben und ordnen. Oder ob wir uns darauf einlassen, eine Gesellschaft zu werden, die lebendig ist und die sich unterwegs immer wieder neu organisiert auf der Grundlage einer emotionalen Verbundenheit, die zwischen den Menschen aufgebaut werden kann. So. Und das ist keine Kunst. Du kannst natürlich große Gemeinschaften auch in der emotionalen gemeinsamen Verbundenheit halten. Also selbst so das das Christentum war mal so eine Gemeinschaft. Die haben sich emotional verbunden gefühlt, doch nicht 10 oder 20, sondern Millionen. Und in manchen Bereichen in Südamerika ist das ja heute noch, wo du dahinkommst und merkst: Wow, die passen aufeinander auf, die gucken. Manches ist auch blöd. Klar, weil das immer wieder so ist, dass solche, solche Prozesse dann auch von verwickelten Menschen benutzt werden, um sich Macht anzueignen. Und dann wird aus einer wunderschönen Bewegung am Ende so ein Machtgebilde, was unter der Knute von irgendeinem da steht. Aber das heißt doch nicht, dass man nicht den Weg suchen muss, wie man da rauskommt.
Und da ist eben die Voraussetzung dafür, dass Menschen in die Freiheit finden, dass sie es sich selbst erstmal in in sich selbst wiederfinden. Und eines der übelsten Dinge, die uns alle passiert sind und die auch in dieser Gesellschaft immer wieder neu reproduziert werden, ist, dass wir das Denken, das Fühlen und das Handeln voneinander abzutrennen lernen. Was selbst so ein kleinen Jungen, guck dir den an, der kann das nicht, der denkt und fühlt und handelt alles auf. Das ist alles eins und deshalb ist das auch so authentisch, deshalb ist das mit so einer Kraft getragen und mit so einer Begeisterung. So. Und es wird nicht lange dauern. Spätestens wenn er in der Schule ist, weiß er genau, was er denken muss, was er sagen muss, wie er handeln muss und was er nicht zugeben darf und was er auch am besten gar nicht fühlen soll. So. Und dann ist er innerlich in drei Teile gespalten. Das hat mit Kohärenz nichts mehr zu tun. Das ist die, das ist wie Teile und Herrsche beim alten Caesar. Teile die Leute in Teile und dann kannst du sie gut beherrschen. Und dann kommt ein und spricht ihn dann mit dem Verstand an, was im Augenblick ja das häufigste ist. Du wird ja logisch argumentiert, das und das und das. Und dann kannst du die Leute natürlich mit so einer kognitiven Hypertrophie kannst du die sonst wohin führen. Das glauben die auch alles, weil die das Gefühl gar nicht mehr haben. Den, die haben keine innere Stimme mehr, die ihnen sagt: "Hey, das geht doch jetzt nicht. Was machen wir denn hier?"
Ich habe damals so ein Video gemacht, als diese Corona-Geschichten aufkamen und die Kinder alle äh von den Spielplätzen abgesperrt worden sind. Da hab krieg ich ein Impuls und sage: Das können wir nicht machen. Wir können nicht die Kinder daran hindern, Kinder zu sein und wissen noch nicht mal ganz genau, ob wie gefährlich das überhaupt ist mit dieser Corona-Übertragung. Und hat sich dann im Nachhinein herausgestellt, dass alles Quatsch war. So. Aber da muss man doch, wenn man merkt, hier läuft etwas schief, muss man doch einen inneren Impuls, ich nenne das immer so eine innere Stimme, in sich spüren, die einem sagt: "Hey, das geht so nicht, das mache ich nicht mit. Hier stehe ich auf und wenn die alle nach rechts gehen, ich gehe nach links. Und wenn die alle stehen bleiben, ich gehe weiter." Wo ist denn diese Kraft? So. Und das kann keiner, der in sich gespalten ist, wo das Denken, das Fühlen und das Handeln nicht beisammen ist. Dann steht er da und sagt: "Ja, ich möchte schon, ich könnte schon, eigentlich sollte ich ja, aber mein Gefühl sagt mir und dann mein Bauchgefühl und dann meine so und dann dann dann kriegen sie nichts gebacken, weil sie einfach in sich zerrissen sind." Und das wäre eben eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine zukünftige Welt, dass wir verhindern, dass wir unsere Kinder unter Bedingungen großziehen, wo die genauso wie wir lernen müssen, ihr Denken, ihr Fühlen und ihr Handeln voneinander abzutrennen.
Habe immer dieses eine Beispiel im Kopf, weil das ist dann so anschaulich, aber so ein Vater wie du mit dem Kleinen, der dann vielleicht schon vier ist oder so, geht an der Kirche hier in Köln vorbei und da stuft der Bettler, sieht furchtbar aus. Und dann musst du den Kleinen angucken, den du da an der Hand hast. Ihr seid das erste Mal da. Der guckt den an und als nächstes guckt er dich an und der will von dir wissen, was da jetzt zu tun ist. Und die meisten Papas nehmen den Kleinen und ziehen ihn um die nächste Ecke. Beugen sich, wenn es gut ist, runter oder wenn das glauben sie, dass das dann gut ist, beugen sich runter und erklären ihrem kleinen Max, warum sie dem nichts gegeben haben und warum der da sitzt. Das Kind kriegt für sein Mitgefühl und für seine Empathie eine kognitive Antwort, eine Erklärung mit dem Ergebnis, dass es das nächste Mal bei dem nächsten Fall wieder an irgendeinem vorbeirennt und da ruft nichts in ihm, das sagt nichts, ist abgespalten, weg. So. Und das wieder zusammenzubringen, das ist eben die große Kunst und darum bemühe ich mich. Das stimmt. Ja.
Und deshalb laufe ich da manchmal auch mit Dings hier rum. Und das heißt ja nichts anderes, als dass wir alle ein Leben uns wünschen, wo wir sagen: Das ist so ein Leben, wo ich glücklich bin. Und ein Leben, in dem ich glücklich bin, findet das automatisch statt, was wir für Entfaltung genannt haben. Also, sobald es gut ist, entfaltet sich alles. Gänseblümchen, auf denen einer rumtritt, können sich nicht entfalten. Da musst erstmal warten, bis der Trampler weg ist und dann kommen sie aber wieder. Und das sieht man ja manchmal Dinge, wo man sagt, die, das ist ja total kaputt getrampelt und trotzdem kommt's wieder hoch. Das ist Entfaltung. So. Aber Entfaltung geht eben nicht, solange auf dir rumgetrampelt wird. Und rumgetrampelt wird auf dir in als Mensch immer dann, wenn du gezwungen bist, dich zu zerspalten und dich selbst zu verleugnen. So. Und dann heißt es, jetzt helfen wir den Leuten aus dieser Nummer wieder rauszukommen. Und dazu brauchen sie als allererstes wieder dieses Vertrauen in sich selbst, dass sie, dass sie merken, sie können was. Und dann heißt es: Gebt den Kindern schon so früh wie möglich so viele Probleme, wie ihr den überhaupt bereiten könnt. Nicht so wenig, sondern so viele wie möglich, aber bitte nur solche, die sie auch schaffen. Tischdecken ist ein wunderbares Problem, das schaffen sie. Aber der Streit der Eltern über ihre, was weiß ich, Partnerschaft, das hat in den Kindern, da können kann kein Kind was mit anfangen. Das ist völlig überl. Und wenn die Kinder vor allen Problemen geschützt werden und ihnen alles hinterher getragen wird und ihnen das Brot geschmiert wird, dann haben sie zu wenig Probleme, dann lernen sie auch nicht, wie das geht. Also dieses wunderbare Kohärenz-Kompetenz-Wiederherstellungsgefühl kann nur jemand herausbilden, der das Glück hatte, mit anderen Menschen groß geworden zu sein, die ihm was zugetraut haben und die ihn auch gelassen haben und nicht immer gesagt: Nein, furchtig oder er ist verboten oder was so.
Und dann kriegen das manche Menschen. Und diese Menschen, die streben ja dann nicht einen Zustand an. Also die anderen, die das nicht haben, die wollen immer in den Zustand, der glücklich ist, ne? Also Lotto gewinnen und dann haben sie es, oder endlich das große Haus oder die Frau oder was auch immer sie sich wünschen. Also irgendwie stellen die sich vor, sie sind dann glücklich, wenn sie etwas haben, was sie sich wünschen. Das hat doch noch nie geklappt. Also, ich meine, das wissen alle. Und deshalb kann man es jetzt auch naturwissenschaftlich begründen und kann sagen, das wäre ja dann das totale, die totale Kohärenz. Also, ich wünsche mir einen Zustand, wo alles passt, als Himmelreich oder Paradies oder so. Da passt dann alles in meiner Vorstellung. Unter uns gesagt, das wäre das langweiligste, was es überhaupt geben kann. Aber Gott sei Dank gibt's das ja gar nicht, weil solange etwas lebendig ist, wird's immer gestört. Und wenn ich hier das die Augen Augenblick zumache und dann wieder auf habe ich das Licht auf der Netz und dann geht's los. Also ein Zustand, wo ich als lebendiges Wesen nicht auch Störungen ständig abkriege, die mir nicht passen und wo mein Körper und mein Geist und alles, was ich habe, darauf reagieren muss, um das Gleichgewicht wieder zurückzubringen und es wieder kohärenter zu machen, die Störung auszugleichen. Sowas gibt's ja gar nicht. Und deshalb ist eigentlich das ganze Leben damit gefüllt, dass ich immer wieder neue Lösungen finde, wie ich aufgetretene Inkohärenzen, immer Probleme lösen kann. Und wenn ich dann so viele unterschiedliche habe und immer wieder neue und ich die immer wieder auch lösen kann und merke, das geht, dann kriege ich ein Gefühl. Und das finde ich als, das finde ich jetzt als Neurowissenschaftler besonders interessant, weil das Gefühl kannst du überhaupt nicht zeigen. Das, das aber jeder weiß das. Jeder weiß, dass er einer ist, der sich jetzt auf das, was er da gelernt hat, verlassen kann und der freut sich schon sagt: Na, nächstes Problem, komm, an dir werde ich auch noch wachsen. So.
Und dann kannst du neurowissenschaftlich nachgucken, das ist nicht das Belohnungszentrum und das ist auch nicht irgendein ein anderer Clip oder oder irgendeine Verschaltung, die du an irgendeiner Stelle findest. Das, das Hirn ist kein mechanisches Organ, das ist ein Beziehungssystem. Und das ergibt sich dann, wenn das plötzlich alles so gut zusammenpasst, dass dann dieser Energieüberschuss, der da entsteht, weil vorher zu viel Energie verbracht worden ist, frei wird. Und dann werden die Lösungen, die du da gefunden hast in der Situation, wo du mal ein Problem hattest, die werden dann in Form von Netzwerken da oben gestärkt, gefestigt, ausgebaut. Und das ist der Grund, weshalb wir immer sozusagen an den einmal gefundenen Lösungen entlang weiterwachsen. Das ist aber auch der Grund, dass wir an einer einmal gefundenen falschen Lösung so lange hängen bleiben, ne? Dann stehen die Leute am Ende bis hier im Sumpf. Das ist kaum Auszeit. Man sieht die von außen, sag kommt doch da raus. Das ist doch, ihr seid doch bescheuert, müsst doch nicht da drin stecken bleiben in dieser in dieser Partnerbeziehung und in diesem furchtbaren Beruf und in diesem furchtbaren Leben und so. Dann guckt man sich an und die kommen nicht raus, weil das ist das ist kohärent für die mit ihren Möglichkeiten und dem Leben, was sie bis dahin geführt haben, ist das der Energiesparmodus. Das wäre furchtbar energieaufwendig, an den Rand von diesem Dümpel zu kriechen, aus diesem Motter rauszukommen, sich da oben hinzustellen und womöglich regnet's, womöglich ist Wind, womöglich rutscht man hinten runter. Da bleibt man lieber im Dreck sitzen. So. Und das ist dann gucken sich Leute gegenseitig zu und bestärken sich darin, dass das total in Ordnung ist, bis zum Hals im Dreck zu stecken. Toll. Damit kannst du ein schönes neues Land aufbauen.
Ich muss da gerade denken an ähm ähm ich habe mehrere Situationen in meinem Leben gehabt, wo mir irgendjemand erzählt hat, dass er seine Partnerin oder sein Partner betrügt und das aber total toll ist, aber eigentlich ja das gerne ändern würde, aber gerne morgen, heute halt nicht. Und was ähnliches ist, ist halt Alkoholismus als ähm Lösung. Mir geht es schlecht. Wenn ich zwei Bier trinke oder zehn, geht's mir besser. Ist ja eine geile Lösung. Das funktioniert kurzfristig fantastisch. Und aber langfristig halt nicht. Und es scheint Leute zu geben, die tendieren dann zu diesen kurzfristigen Lösungen und die sind empfänglich für Alkoholismus, die sind ja empfänglich für Affären und auch immer wieder. Und es passiert denen das erste Mal und sag: Das will ich nie wieder. Und dann kommt das drei Monate später ist das gleiche Spiel. Aber du sprachst auch vorhin über, lass mich das beantworten, weil das ist das ist eine wahnsinnige Frage und das wird jetzt vielen nicht gefallen, wenn ich das so beantworte, aber Menschen, die sowas machen, also sich selbst eigentlich schädigen und Verhaltensweisen befolgen und Lösungen, Scheinlösungen befolgen, die ihnen eigentlich selbst schaden. Das sind alles Menschen, die sich selbst nicht mögen. Ist ganz einfach. Daran kannst du es festmachen. Die mögen sich selber nicht. Und das, und dann muss man noch ein Stück weiter fragen. Sag, wie kann dir das das passieren, dass ein Mensch anfängt, sich selber nicht zu mögen? Gehst du wieder zurück zu deinem kleinen Jungen. Der mag sich noch hundertprozentig. Aber der mag sich dann plötzlich nicht mehr, wenn er irgendwas hinkriegen will, weil du dich da drüber freust und er dann selber feststellt, dass das noch nicht kann, dann bist du nicht bei ihm gewesen, sondern du hast ihn sozusagen auf eine Spur gesetzt und hast nicht aufgepasst, dass das sein Kompetenzbereich überschreitet. Und dann will er, traut er sich Sachen zu, die kann er gar nicht. Vielleicht hast du ihn auch in eine Situation gebracht, wo du ihm eingeredet hast, er könne schon wunderbar Gitarre spielen und in Wirklichkeit geht's überhaupt nicht. Dann ist er über sich selber enttäuscht. Das ist bei den Kindern so. Bei den Erwachsenen ist es noch viel schlimmer. Erwachsene sind dann in der ganz schwierigen Situation, wenn sie sich entschließen, etwas zu tun, was in ihrem tiefsten Inneren nicht getan werden möchte. Die spüren, dass sie, dass sie das jetzt nicht zulassen dürfen und lassen es zu. Die spüren, dass sie den Mund aufmachen müssen und sagen müssen: Nein, und sie sagen nichts. Und wenn man das macht, dann ist es ja so, dass man sich gegen das wertvollste in einem selbst richtet. Das ist das authentische Selbst, dieses, was diese innere Stimme da hat. Und wenn man das wertvollste in sich selbst verleugnet und unterdrückt, dann geht's gar nicht anders und kannst du dich nicht mehr mögen. Dann funktionierst du nur noch auf der Oberfläche deiner auswendig gelernten Mechanismen in die so. Und das sind wenige Leute, die sich selbst wirklich so sehr mögen. Und so einer, der sich selbst mag, der wird nie Alkoholiker, der wird auch nie ein Junkie, der wird auch nicht den ganzen Tag mit dem Smartphone rumrennen. Sind ja alles Leute, die sich selbst gar nicht fragen, ob ihnen das, was sie da tun, überhaupt gut tut. Die achten ja überhaupt nicht auf sich. Die machen Scheiße, machen sich krank damit, verblöden und merken es gar nicht, weil sie sich gar nicht selber spüren. Das ist doch das eigentliche Problem. Wie ist uns das, wie hat uns das passieren können, dass so viele Menschen sich selber nicht mehr richtig spüren?
Beeindruckend, beeindruckende Frage. Ich würde mir eine ganz kurze Antwort heißt immer bei mir, aber bin ich auch nicht glücklich damit. Unser Wirtschaftssystem braucht solche Leute, weil anders ist ein Mensch nicht manipulierbar. Anders kannst du ihn nicht als Kunden und als Schnäppchenjäger gewinnen. Du, du musst ja möglichst viele haben, die total unglücklich sind und nicht wissen, wo es lang geht. Vor allen Dingen keinen inneren Halt, kein inneres Bild haben, an dem sie sich orientieren. Ein Kompass, den kannst du alles. Das sind die besten Kunden. Das ist das Furchtbare. Da weiß ich noch nicht, wie sich das jemals auflösen soll. Also, das müsste man aufhören, Sachen zu verkaufen, die eigentlich gar keine gebrauchen können, was ja auch nicht schlecht wäre. Ja, äh, ich habe ein bisschen Bauchschmerzen bei diesem Antikapitalismusargument, vielleicht, weil ich so ein großer Kapitalist bin. Das ist die eine Möglichkeit, aber da, also ich sehe das da, also es ist für für mich schwingt da ähm Ideologie mit. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, wir sind in der Dorfgemeinschaft und da, ich glaube ein gutes Beispiel für ähm Orte, wo Kompetenz äh zusammen ist, aber auch Verbundenheit sind so Eliteeinheiten vom Militär. So, die haben alle gelernt, sich extrem Situation auszusetzen, auch miteinander. Die stehen füreinander ein und im Zweifel riskieren die ihr Leben füreinander. Haben Geheimnisse gegenüber der Außenwelt, die nur die Einheit weiß. Und diese fühlen sie s fühlen sich so verbunden, dass sie der eine fliegt den anderen aus dem Land, weil er irgendwie verletzt ist, gestorben ist, braucht Begleitung und sitzt dann in Deutschland in Sicherheit. Ich muss zurück zu meinen Jungs, weil die brauchen mich. So bereit mein eigenes Leben zu riskieren, obwohl ich jetzt noch zwei Tage Urlaub dran hängen könnte, da könnte ich würde ich
Weniger, ähm, wahrscheinlich sterben, aber die brauchen mich. Und das in der abgeschwächten Version, ohne die Kompetenz, sehen wir im Fußballverein und halt beim 1. FC Köln und BVB. Und äh, da haben wir die Verbindung zwischen Menschen, wenn die emotional ins Stadion für ihren Verein. Aber ich glaube, da haben wir bei den Soldaten oder Soldaten in Eliteeinheiten ähm die Verbindung und die Kompetenz. Und wenn man das jetzt größer denkt, okay, wir sind Jungs, ihr seid eine krasse Einheit. Ich find das geil, dass wir hier alle zusammen sind. Lass uns mal versuchen, Teil von euch inkompetent zu machen, dass ihr irgendwie für uns die Drecksarbeit macht. Ich glaube, dass, also ich sehe das noch nicht, dass das Menschen wollen. Sondern wenn die ähm mit sich selbst im Reinen sind, wenn die kompetent sind und wenn die verbunden sind mit Menschen, wollen die eigentlich nicht, dass es den Menschen schlecht geht.
Und so dieses Kapitalismusargument kommt, aber aus der Sicht irgend, irgendwer ist der böse Kapitalist und der sagt, ihr da drunten: "Ihr müsst jetzt leiden, damit ich reich werde." Aber den Menschen habe ich noch nie getroffen. Also auch kein Milliardär würde sagen. Ich glaube, das müssen wir auch einfach zur Seite tun. Das ist wirklich oldschool. Ich komme aus der DDR, bin dort abgehauen und das Wirtschaftssystem in der DDR war genauso wie das ihr im Westen. Rücksichtslos, Konkurrenz, Wettbewerb, Ressourcenausbeutung bis zum Umfallen. Und lediglich haben sie es nicht so gut hingekriegt. Das ist daran ist es dann zugrunde gegangen, dass es nicht so gut funktioniert hat. Aber es war doch im Kern war das doch das Gleiche. Also geht es gar nicht um Kapitalismus oder Sozialismus oder irgend so eine komische Ideologiekritik. Es geht um eine Art und Weise, wie wir unser Leben gestalten und was wir zur Grundlage unserer Entscheidungen machen, wenn es darum geht, unser Zusammenleben zu gestalten. Im Augenblick ist die Grundlage unserer Entscheidung, wenn wir das Zusammenleben gestalten, in vielen Fällen Effizienz und Wirtschaftlichkeit, auch Gewinn und Profit. Und dann gibt es Ausnahmen, wie du sie schilderst in Form dieser Eliteeinheiten. Da geht es gar nicht mehr um Wirtschaft und Gewinn. Da geht es um, muss ich mich ganz vorsichtig ausdrücken, weil weil Sekten haben das auch.
Mhm. Mm. Ja. Also eine gemeinsame Überzeugung oder so. Also das und die und diese gemeinsame Überzeugung kann richtig oder falsch sein, aber dafür sterben die nur. Der Mensch ist in der Lage, sich selber umzubringen für eine Idee. Das das kriegt man mal mit, wie es ist. Hinten ist der Hirnstamm, der will leben. Der ist für den ganzen Körper verantwortlich und der ruft dauernd und sagt: "Bist du verrückt?" Aber hier vorne ist der, der aus irgendeiner verrückten Idee heraus meint, das Leben wäre jetzt nichts mehr wert und man müsste es sich umbringen. Das ist schwierig. Aber was dann immerhin deutlich wird, ist, dass diese diese Möglichkeit besteht, dass der Mensch sich sozusagen mit einer Vorstellung zusammenbindet. Also ursprünglich oder eine einfachste Weise heißt Not und Elend, dann rücken sie sowieso zusammen. Dann können sie aber auch mit einer mit einer Vorstellung, mit einer Idee zusammenrücken. Dann geht es auch, aber es ist immer noch ein Band, was förmlich von außen drum gelegt wird um das Ganze. Es muss ja irgendwoher muss ja diese Idee kommen, dass sie bei der Eliteeinheit da so eine tolle Truppe sind oder die Sekte nur meint, sie hätte die Weisheit mit Löffeln gefressen. Also, es ist immer noch eine Idee. Und das, was wir aber für solche zukünftigen Gemeinschaften bräuchten, sind nicht Gemeinschaften, die von außen durch Not und Elend oder Ideologien oder irgend so was zusammengehalten werden, sondern von innen durch ein Gefühl. Das und dieses Gefühl müsste man mal irgendwie benennen. Wir haben jetzt Mühe, das richtige Wort zu nennen, weil man dann sofort wieder in so eine Ecke gestellt wird. Ich sag mal, das Gefühl müsste heißen: "Ich habe das ist eine Gemeinschaft, wo wirklich jedes einzelne Mitglied ein bedingungsloses Interesse daran hat, dass sich die anderen Mitglieder dieser Gemeinschaft entfalten können." Das wäre ein gutes Gefühl. Dann würden sie sich alle gegenseitig helfen, dass sie in die Kraft kommen. So kann man das Leben auch gestalten als Gemeinschaft. Was denkst du, was da für schöne Fußballspieler rauskommen und was man da möglicherweise sogar gemeinsam an Bauwerken und an wunderschönen Dingen schafft? Nur da kann keiner mehr Gewinn machen.
Ja, wir hatten das ja, also der Kölner Dom ist über mehrere Generationen gebaut worden. M und da haben die Leute für eine größere Sache über Generationen Stein auf Stein auf Stein oder tatsächlich Steinchen auf Steinchen auf Steinchen und dass sie damals so hoch gebaut haben und wussten bis zu meinem Lebensende, selbst wenn das funktioniert irgendwann, werde ich das nicht mehr sehen, wie die Spitze da drauf ist. Damals ging das. Und es gibt das auch. Ich vermute, dass das Wort, was du nicht sagen äh willst, ich weiß ja nicht, ob es so ist, ist Patriotismus. Ähm, nee, aber ich sag's dir, wie es heißt: Liebe. Liebe. Ah, okay. Das Ich dachte gerade die Amerika. Also, was man hier gerade in Köln gibt's einen absurd großen Lokalpatriotismus. So, das ist irgendwie ab 23 Uhr, wenn in der Kölschkneipe die Kölner Lieder gespielt werden, dann besteht Redeverbot, man muss aufstehen, man muss mitsingen und das ist einfach so und das reißt auch nicht Köln damit, das ist einfach das ist Pflicht und das ist ein ganz starker Teil der Lokalkultur und das hält irgendwie die Kölner einigermaßen, was einheimisch, sondern zusammen, gerade im Karneval. So, das gibt's auch in Hamburg, das gibt's in Baden, das gibt's in verschiedenen einzelnen Orten. Das gibt's lustigerweise überhaupt nicht für Europa. Ähm, das gibt's aber in Amerika für halt die Spieler. Ich war damals mal auf der Highschool für ein Jahr. Wenn das, wenn wir geschwommen wir haben geschwommen sind wir damals im im Team da für die Highschool. Da wird vor jedem Highschool Wettkampf und man hat zwei die Woche die Nationalhymne gespielt. So und die sagen: "Um Gottes Willen, hier für mein Land schwimme ich heute 50 Meter gegen die Highschool von nebenan." Das ist ja albern. Das ist total albern. Aber was sie damit machen ist, die kreieren irgendwie das Gemeinschaftsgefühl von "Wir Amerikaner". Das ist auch eine gespaltene Gesellschaft, aber zumindest ist das das Überziel, was da drüber steht. Sagen, irgendwas brauchen wir an emotionalem Zusammenhalt. Wir sind unterschiedliche Familien, unterschiedliche Einkommen, wir aber was sind wir alle? Wir sind alle Amerikaner und wir sind alle hier ähm das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Und man weiß auch, das ist nicht mehr das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Andere Länder sind auch frei und die sind, aber die erzählen sich die Geschichte und das macht die irgendwie gut. Und möglicherweise, das ist ja eine Form, Patriotismus ist ja eine Form von Liebe. Das muss jetzt für mich nicht Deutschland sein. Das kann auch kein Nordrhein-Westfalen ist ein komisches Land, weil wir haben überhaupt gar kein Nordrhein-Westfalen.
Ich hab ein Beispiel. Bitte sehr. Ich habe ein wunderschönes Beispiel, wo es auch wirklich deutlich wird, dass Patriotismus ein sehr großer Sonderfall ist. Äh, ich habe ja so eine Akademie gegründet, Akademie für Potenzialentfaltung, gemeinnützige Genossenschaft und wir begleiten Gemeinschaften, wenn die sich bei uns melden, in so eine andere Form des Miteinanders. Da hat sich eine Stadt gemeldet, die heißt Tulln an der Donau mit dem Herrn Oberbürgermeister Peter Eisenberg oder wie heißt? Also tolle Typen da unten, die haben sich gemeldet, ja, die sind dann auch hier hochgekommen und haben gesagt: "Wir wollen so eine Stadt des Miteinanders werden, wie geht denn das?" Und dann haben wir die ein bisschen, einfach eigentlich haben wir sie eingeladen, ermutigt und haben ihnen deutlich gemacht, dass es geht, wenn sie es wirklich wollen. Und dann bildet sich dann so eine Gruppe innerhalb der Stadt von Leuten, die sich darum kümmern wollen, wie Tulln eine Stadt des Miteinanders wird. Und dann kommen die mit Ideen und eine der schönsten Ideen ist folgende: Da haben sie die Idee gehabt, dass sie doch in Tulln jedes Jahr einen wählen könnten oder ein Bürger oder eine Bürgerin, die dann äh als Held der Herzen oder als Heldin der Herzen ausgezeichnet werden soll. Und dann hat der Bürgermeister so ein Briefkasten der zweite ausgenagelt und da durften die Bürger dann ihre Zettel reinstellen und dann rief er mich an, sagte: "Gerard, jetzt haben wir hier über 200 Vorschläge, was soll man denn da machen?" Habe ich gesagt: "Peter, das kannst du jetzt nicht machen, dass du jetzt nur drei nimmst. Dann machst du die Stadthalle voll, holst die ganzen Bürger her mit diesen ganzen, die da vorgeschlagen sind und ihr holt die ganzen 150 auf die Bühne und dann hat die ganze Bürgerschaft von Tulln ihre 150 Heldinnen und Helden der Herzen oben auf der Bühne äh gefeiert und es ist dann bisschen vorgelesen worden, was die so für Heldentaten vollbracht haben. Der eine nämlich noch war ein Busfahrer und der ist aufgefallen dadurch, dass der ab und zu mal angehalten hat, wenn er gemerkt hat, dass noch eine alte Oma um die Ecke kam und den Bus nicht gekriegt hätte. Sofort Nominierung: Held der Herzen. Und das sind das sind Erlebnisse und Erfahrungen, die man da machen kann, die die verbinden die Menschen mit dem Herzen und nicht mit dem Verstand.
Der Patriotismus ist eine schwierige Angelegenheit, die da wird Patriotismus neigt dazu, sozusagen andere, die nicht in demselben Patriotentum versammelt sind. Mm. Ja, also sind dann die anderen, mit denen hat man dann nichts zu tun. Ich wünschte mir eher Bewegungen, wie das mit den Helden der Herzen wohnt, wo wo das sich ausbreiten kann, wo man nichts, wo man keinen Nachteil dadurch hat, dass ich das auf der ganzen in ganz Österreich da ausbreitet und sowas geht. Und wir haben nur nicht mehr die Fantasie, glaube ich, in der heutigen Welt. Wir haben nicht mehr die hinreichende Fantasie, uns auf sowas einlassen zu wollen. Und das hängt wieder damit zusammen, dass wir glauben, jetzt kommt was Wichtiges aus der Neurobiologie, wir glauben und es ist uns auch eingeredet worden, dass wir in der Lage sind, einen anderen Menschen zu verändern. Keine Ahnung, wer wer wer uns das eingerichtet hat, aber es geht ja mit der Kirche los und so. Also, keine Ahnung. Also jedenfalls gehen wir davon aus, wir können einen anderen Menschen verändern und deshalb machen wir ständig an anderen herum, damit die sich ändern. Und dann arbeiten wir natürlich immer auf den Ebenen, die uns am meisten stören. Also, das sind dann irgendwelche Sonderplanenverhaltensweisen. Das soll jetzt anders sprechen oder der soll äh was anderes machen oder soll das auf eine andere Weise machen oder soll dort lang laufen oder nicht da. Das sind Verhaltensweisen. Was den meisten Leuten nicht klar ist, ist, dass diese Verhaltensweisen, die Menschen zeigen, in Wirklichkeit Ausdruck einer Metaebene sind, wo die Regulation des Verhaltens stattfindet. Und das ist die Haltung. Ich habe eine Haltung, z.B. als friedliebender Mensch. Und weil ich so eine Haltung als friedliebender Mensch habe, mache ich manche Sachen einfach nicht. Schmeiß nicht mein Müll überall hin und stifte überall Streit und mache irgendwie so so und so kann ich eine Haltung haben als einer, der der Natur verbunden ist. Ich kann eine Haltung eines Liebenden haben. Ich kann eine Haltung eines ja wie auch immer. So vielleicht auch einer kann die Haltung haben, dass ich einer bin, der der gerne sich einbringt und anderen hilft oder so. Also, das sind alles Haltungen und was du und und es gibt auch ungünstige Haltungen. Es gibt diese Haltung: "Leck mich am Arsch und ich möchte mich um überhaupt nicht und du lass mich in Ruhe und du klugscheiße." Und das sind auch alles Haltungen. Und wenn wir aber jetzt das nicht verstehen, dass das uns störende Verhalten Ausfluss und Ergebnis der Haltung ist, dann arbeiten wir auf der falschen Ebene. Da arbeiten wir auf der Verhaltensebene und dann versuchen wir das Verhalten zu ändern. "Mach's doch mal anders. Kannst du zum Therapeuten gehen?" Und jetzt sagt dir, wie du das alles machen sollst. Da wird auf der Verhaltensebene etwas versucht, was niemals gelingen kann, weil das von dort gar nicht geregelt wird. Und was wir da machen, ist nämlich nicht, wir ändern nicht diesen anderen Menschen, sondern wir richten ihn ab. Wir dressieren ihn mit Belohnung und Bestrafungen, sich in diesen konkreten Fällen so zu verhalten, wie wir das wollen. Kein Papier wegschmeißen, aufhören zu rauchen. Das hat mit Haltung nichts zu tun. So und das was eigentlich wirklich dieses Verhalten triggert und lenkt, das ist diese Haltung. An die kommen wir nicht ran. Und die Haltung, die Menschen im Laufe ihres Lebens erwerben, ist das Ergebnis von Erfahrungen bei der Lösung von Problemen. Und eine Erfahrung, die ich bei der Lösung eines Problems mache, ist immer gleichzeitig kognitiv und emotional. Schönes Beispiel, kennst du wahrscheinlich auch, mit 13 oder so Musikunterricht in der Schule und dann mussten wir damals, wo ich herkomme, immer noch vorsingen. Hüte auf die Bühne, wurde mir auch noch gesagt, welches Lied und dann das das war eine Erfahrung. Kann ich bis heute noch genau sagen, wie das Lied heißt, wie der Lehrer hieß. Kognitiv alles da. Und das Gefühl, das rutscht mir jetzt noch sofort runter und es vergeht mir sämtliche Singerei, wenn ich das wieder hochkommen lasse. Und wenn so etwas passiert, dann koppelt sich das Gefühl mit der Erfahrung mit dem kognitiven Anteil zusammen und das kriegst du nicht wieder auseinander. Und deshalb kannst du Menschen, die so eine Erfahrung haben, die dich dann in der Haltung verfestigt hat, nicht mit kognitiven Argumenten aus der rausholen. Wenn die der Meinung sind, ein Benzinverbrenner ist das einzig Richtige, da kannst du 100 mal Argumente machen, ne? Du kannst sie aber auch andererseits geht's nicht besser, wenn du sie küsst und umarmst und sie emotional sonst wie mitnimmst, dann sagt ihr anschließend: "Na, aber ich denke schon, dass das besser ist mit so." Und das heißt, das das sind wir ganz grotten schlecht, weil wir glauben, wir würden das, was wir da tun, das würde zu einer Veränderung führen. Führt zu keiner Veränderung. Verfestigt nur die Haltung. Und die entscheidende Frage heißt dann: "Wie ändert man nun ab in der Haltung oder geht denn das vielleicht?" Und da ist die Antwort: Die Haltung kann nur der selber ändern. Das kannst du nicht. Damit müssen wir uns einfach mal fertig gemacht abfinden. Ich kann keinen Menschen verändern. Der einzige, der sich verändern kann, das bist du. Und das machst du nur dann, wenn du willst. Und deshalb gibt's nur eine Möglichkeit für mich, wenn ich mir das wünsche, weil ich dich mag, dass du noch ein bisschen in deine Kraft kommst. Ich kann dich einladen, ich kann dich ermutigen und ich kann dich inspirieren, noch mal anders auf bestimmte Dinge drauf zu gucken, noch mal den Blick zu öffnen für was, was du bisher noch gar nicht gesehen hast, mal das auszuprobieren, was du dich bisher nicht getraut hast. Das kann ich alles machen, aber das ist immer einladen, ermutigen, inspirieren. Und wenn du dich dann darauf einlassen würdest und wenn ich es gut genug mache, lässt du dich auch drauf ein, dann machst du eine neue Erfahrung und die heißt: "Das hätte ich jetzt gar nicht gedacht." Also, erstens hätte ich nicht gedacht, dass der Hüter so ein toller Typ ist und zweitens hätte ich nicht gedacht, dass ich dass ich noch mal auf eine andere Art und Weise mit meiner Frau umgehen kann und dass ich die nicht jedes Mal in Sack hauen muss, wenn mir irgendwas nicht passt. Auf einmal habe ich einfach gesagt: "Du, Liebe, das ist einfach, das ist, ich sehe, wie du dir Mühe gibst, aber ich weiß nicht, warum warum das mit so einer Anstrengung passiert. Geht's denn nicht auch ganz leicht? Warum musst du dich denn anstrengen, wenn du es mir recht machen willst?" Dann sagt sie: "Ich musste mich immer anstrengen, wenn ich es anderen recht machen wollte." Dann kannst du den Arm nehmen, kannst dann brauchst du nicht mehr. Bei mir nicht.
Das klingt so einfach, Gerald. Das ist so einfach. Das kann doch sein, dass wir in dieser sonderbaren Welt, die wir uns geschaffen haben, das Wesentliche vergessen haben, mit den Details beschäftigt sind, auf Ebenen unterwegs sind, die immer nur neue Probleme erzeugen, weil wir an die wesentlichen Dinge nicht rankommen und auch nicht ran wollen. Weil wenn wir das machten, wenn wir das jetzt so einfach machten, wenn ein paar Leute anfingen, so es so zu gestalten ihr Zusammenleben, also es gibt ja so ein paar Lebensgemeinschaften, wo die das ausprobieren. Sau schwer, aber manche kriegen es ja doch ein bisschen hin. So eine Gemeinschaft ist nicht mehr brauchbar. Die brauchen keine Politiker mehr, die brauchen keine Vorgesetzten mehr, die brauchen niemand, der denen was sagt. Die bauen sich ihre eigenen Schulen und Kindergärten und die sind sozusagen verwaltungstechnisch aus der Objektrolle raus. Erkennst du da? Also jedes Mal, wenn ich solche zu solchen Gemeinschaften Kontakt hatte, ähm und war das immer irgendwie ein, zumindest die Idee war immer mega, also sagen, lass uns doch mal ein kleines Dorf gründen mit genau dieser Grundkompetenz und mit dem Ermutigen und lass uns alles mal machen, unabhängig offgrade, wie auch immer und dann kommt man dahin und gefühlt schlägt einem die Toxität Toxizität schon in der Tür äh komplett ins Gesicht, weil da gibt's häufig mindestens einen narzisstischen Führer, meistens zwei oder drei, die da drunter hängen und um den den Wettkampf in dieser Gemeinschaft dabulen. Und ich habe das immer als in der Praxis hochgradig unangenehm empfunden, sei es jetzt, ob das irgendwelche Leute waren, die auf Dauer auf dem Segelboot wohnten, in einer Segelbootgemeinschaft oder Bauernhof, was auch immer, irgendwie scheinen diese alternativen Lebensmodelle, zumindest da, wo ich bisher war, immer ein Haufen Verrückter anzuziehen, die das dann machen, dass diese Gemeinschaften noch mal im Regelfall auch sehr schnell wieder zerfallen, weil es dann doch irgendwie gar nicht so schlecht ist, einfach in seiner Wohnung zu wohnen, die Tür sich zuzumachen, das Thermostat auf 21 Grad zu stellen. Kennst du da?
Vielleicht muss ich mal irgendwo hin. Ich hab mir sehr viele angeguckt, weil ich weil das hat mich natürlich sehr interessiert und und ich äh ich wollte schon wissen, ob es manchmal zumindest ab und zu mal gelingt. Und du hast recht, es gelingt fast nie, weil die nehmen alle ihre Erfahrung aus dieser Welt, aus der sie kommen, mit in die Gemeinschaft und sind oftmals auch noch nicht bei sich selbst angekommen, sind mit sich selbst noch nicht im Clan, müssen sich dann behaupten oder müssen sich unterwerfen oder müssen sich irgendwie verhalten, sind nicht frei und dann werden das Sonderbache Zwangsgemeinschaft, manchmal auch fast mit dem Sektenähnlichen Charakter, wo man also bestimmte Dinge nicht sagen darf und bestimmte Dinge nicht tun darf, weil das also unmoralisch oder was weiß ich was ist, alles ganz eigenartig. Und dann habe ich rumgeguckt und habe gemerkt, es gibt ab und zu mal welche, die grenzen sich nicht ab von der Welt, sondern die versuchen ihr gemeinschaftliches Leben so zu organisieren, dass es nach außen wirkt. Das heißt, die sind nicht auf sich bezogen, sondern die leben das, was sie leben und haben Freude daran, wenn andere das kennenlernen dürfen. Das kriegst du raus, wenn du zu so einer Gemeinschaft gehst und sagst: "So, hier sind doch ein paar Dörfer ringsrum, habt ihr eigentlich zu denen Kontakt?" Die meisten sagen: "Nee, wir machen hier unsere Sachen." Und dann gibt's welche, die sagen: "Ja, wir haben hier wir haben hier z.B. vor zwei Jahren einen Kindergarten bei uns in Tempelhof in dieser Gemeinschaft gebaut und dann sind die Leute aus den Dörfern gekommen, haben gefragt, ob sie ihre Kinder bei uns lassen können und dann haben wir die aufgemacht für alle und jetzt kommen die Kinder aus dem ganzen Gebiet hier zu uns in die Gemeinschaft, in den Kindergarten. So und dann trägt sich sozusagen der Gedanke des gemeinschaftlichen Lebens, was sie da haben, in die Dörfer zurück und das ist der Prozess, wie es geht. Und das ganze und wenn eine Gemeinschaft sich sozusagen abgrenzen muss gegenüber, dann ist es eine ideologisch verblasene Gemeinschaft. Da würde ich sagen, das wird das kann nichts werden, weil die sind dann denen sind ihre ideologischen Prinzipien wichtiger als das Zusammenleben. Die gründen sich auch häufig mit dem gemeinschaftlichen Gedanken: "Das System ist das Problem, wir sind alle super." Und dann kommen die die ganzen Leute, die super und an denen sie selbst nichts auszusetzen haben zusammen und dann ist auch der erste Tag mega, weil die sehen ja alle das System als Problem, aber der dem zweiten Tag, wo man sich kennenlernt, scheint das ähm dann anders zu sein. Es ist es ist wirklich auch schwer. Ich kenne eine Gemeinschaft, die haben das Geld abgeschafft. Das äh also nee, muss man ja nicht sagen, wo die ist, kann herausfinden, aber die das ist noch eine, die so aus den 68ern übrig geblieben ist und auch stark antikapitalistisch und sowas unterwegs war. Dann haben die gesagt: "Wir versuchen es mal ohne Geld und jeder, der bei uns reinkommt, der gibt sein Vermögen ab und wir haben dann ein gemeinsames Vermögen als Gemeinschaft." Und wenn und dann wollen wir natürlich alle irgendwie arbeiten gehen und Geld erwirtschaften und äh das geht dann auch in die Gemeinschaftstopf und alles, was einer braucht, kann das sich aus dem Gemeinschaftstopf nehmen und die hatten damals vor fünf Jahren schon ein paar Elektroautos, die hatten mehrere Häuser gekauft in dem Ort und breiteten sich immer weiter aus, weil die hatten richtig viel Geld, weil man in so einer Gemeinschaft viel viel weniger braucht. Das hätte ich nicht für möglich können. Leben Personen mit unter mit 100 unter 1000 Euro. Das heißt, selbst wenn du Sozialhilfeempfänger gibst, zahlst du noch netto in die Gemeinschaft ein, weil die auch eine gemeinsame Küche haben und weil auch vieles mehrfach verwertet wird. Du brauchst ja nicht alles. Und deshalb funktioniert die ziemlich gut. Aber ähm, dann war ich dort und habe mir das angeguckt und dann habe ich mit meiner Frau da gesessen und dann haben wir uns gefragt, ob wir das machen würden und dann ist es ein, das ist, wir sind so blöd sozialisiert, dass wir dann sagen: "Ja, prinzipiell wird man schon machen, aber aber das ganze Geld da rein, richtig das ein bisschen ja, wie viel habt ihr denn so im Durchschnitt und ja, ich gebe das plus 10 % vielleicht." Bedeutet, muss dir wirklich total uninteressant sein. Du hast, wenn du auch wenn du es verlierst, musst du sagen: "Ist eben dann Pech gehabt, aber dann kannst du es machen." Und aber an dem Beispiel deshalb erzähle ich das, merkst du, wie schwierig so ein Gemeinschaftsbildungsprozess ist, weil man da Dinge aufgeben muss, die man für Selbstverständlichkeiten hat, die sind einem so in Fleisch und Blut übergegangen, dass man das gar nicht so ohne weiteres kann. Und deshalb wundert es mich nicht, dass es in vielen dieser Gemeinschaften nicht funktioniert. Und trotzdem bin ich glücklich, dass sie es versuchen und ausprobieren, weil anders kriegt man nicht raus, wie es funktionieren könnte. Und es sind einige dabei, die was gelernt haben und die wirklich auch sich austauschen und mit anderen in Verbindung sind, so dass das, was sie da unterwegs erkannt haben, dann auch weitergegeben werden kann.
Das ist übrigens für mich so eine der wesentlichen Erkenntnisse, zu denen ich gelangt bin. Das, was sich im Laufe der Menschheitsentwicklung tatsächlich vermehrt und wo man sagen kann, da ist eindeutig ein Entfaltungsprozess drin und der ist auch zu erkennen. Das ist das ist die Tatsache, dass es heute uns möglich ist, uns über ganz andere und viel mehr Dinge bewusst zu werden, als das noch vor 50 Jahren der Fall war und vor 100 Jahren noch mehr. Das heißt, es ist ein Bewusstwerdungsprozess, den man gar nicht sieht, den man sich auch eigentlich gar nicht richtig klar macht, wo aber doch von Generation zu Generation auch zum Teil wegen der Fehler, die man gemacht hat und der und der Tatsache, dass man da draus was gelernt hat, einem immer stärker ins Bewusstsein kommt, worauf es wirklich ankommt. Und dann, wenn ich das so rumsehe, dann muss ich sagen: "Okay, dann ist es vielleicht nötig, dass wir jetzt, weil wir offenbar mit den zwei Weltkriegen im letzten Jahrhundert immer noch nicht genug haben, dass wir da jetzt die auch noch brauchen, damit es endlich da oben rappelt und und und auch die die Mehrzahl der Menschen aus diesem Film rauskommt, dass man mit Krieg weiterkommt." Und vielleicht brauchen wir dann auch mal sowas wie eine Pandemie mit all diesen Dingen, damit bewusst wird, wie zart und zerbrechlich das Leben ist und wie schwierig es ist, wenn man anfängt, da lauter Leidplanken aufzustellen, mit denen man sich voreinander schützen will. Vielleicht brauchen wir auch die KI. Vielleicht brauchen wir auch die KI deshalb nicht nur, um uns mal selbst zu zeigen, dass es irrsinnig viele Berufe gibt, die man durch solche Automaten und Roboter ersetzen kann. Das ist ja den meisten gar nicht klar. Wenn ich ein Beruf habe, also sagen wir mal Tischler oder irgendwas oder oder Büro Manager oder Rechtsanwalt oder Augenarzt, wenn das ein Beruf ist, wo wir uns alle einig sind, dass ich in diesem Beruf innerhalb eines halben Jahres eine andere Person mit einer ähnlichen Qualifikation einarbeiten kann, so dass der andere Augenarzt das dann macht und der andere Rechtsarbeiter das dann macht. Dann kann ich auch eine KI anlernen, die fallen alle weg. Die gehen alle über Jordan. Berufe, die man einfach so macht, um Geld zu verdienen. Das können die das können die Maschinen. Und da ist mein schönstes Beispiel immer, dass so ein Gärtner, der der jetzt mit dem Laubbläser durch den Garten und seinen Dienstplan da abarbeitet, den den brauchst du auch nicht mehr. Den ganz Barcode drunter schrauben und den als Automaten rumfahren lassen. Aber der Gärtner, der seine Rosen liebt und der da jeden Tag hingeht und sie küsst und besingt und streichelt und dadurch ganz genau sieht, wie es den Rosen geht und spürt, was die brauchen, den Gärtner kann niemals eine künstliche Intelligenz oder irgendeine Geräter setzen. Und das wäre das menschliche. Und dann vielleicht brauchen wir diese ganze künstliche Entwicklung jetzt, damit wir erkennen, was das wahrhaft menschliche in uns ist. Diese ganzen Gerätschaften, das sage ich immer als Neurobiologe, die haben ja keine Bedürfnisse. Mein Auto hat kein Bedürfnis, mein Taschenrechner auch nicht. Das sind einfach und und das und das macht sie tot. Nur wenn ich ein Bedürfnis habe, kann ich ja mich hinsetzen und eine Idee versuchen zu bekommen, wie ich dieses Bedürfnis stille. Wenn ich es gar nicht hab, kriege ich auch keine Idee. Also, ich habe keine Vorstellungskraft und Kreativität dann auch nicht. Und erst dann, wenn ich ein Bedürfnis habe und dann eine Idee, wie das gehen könnte, dann kann ich im nächsten Schritt den Entschluss fassen, es zu machen. Ja, wenn ich keine Idee habe und kein Bedürfnis und keine Idee, da kann ich auch nicht mich zu nichts entschließen. Das heißt, die diese Intentionalität, die wir als Menschen haben, dass wir was wollen können, das haben die nicht. Ist immer programmiert. Es ist immer Teil eines Programms eingebettet und sieht manchmal so aus, als ob die das wollten, aber es gibt ja gar kein gar kein Ich, kein Subjekt, was das wollen kann. Ist das Programm. Und deshalb kann sein, dass uns da auch noch manches mancher Kroschen fällt, wenn wir da jetzt noch ein bisschen weiter damit rummachen und dann merken wir vielleicht, dass wir uns selbst, dass wir fast schon jetzt soweit waren, dass wir uns selbst mit diesen Automaten verwechselt haben. Das heißt, dass dieses das KI-Thema könnte menschlich für uns gut werden. Das es wird dazu führen, dass uns wieder etwas bewusst wird, was dringend bewusst werden muss, damit wir nicht in die Irre rennen. Ja, und das kann schmerzhaft sein manchmal.
Klar, also für mich als Wissenschaftler, kann ich auch noch gestehen, ist es schmerzhaft festzustellen, dass die KI so gemacht ist, jedenfalls die, mit der ich da arbeite, dass die wie der Teufel darauf achtet, dass das was geschrieben wird und sozusagen entsteht logisch ist. Ich habe bei der erst die Logik gelernt. Ich gebe dir einen Text, drei Seiten habe ich irgendwas schönes geschrieben, freue mich drüber, denke wunderbar, wie gut das ist und sage: "Ja, guck mal." Und dann kriege ich das von ihr zurück und dann hat sie das umgeschrieben. Sage ich: "Irgendwie, das klingt das viel besser, besser auf dem Punkt." Und so und dann sage ich: "Was hast du denn eigentlich gemacht?" Und dann erzählt sie mir das, dann zeigt sie mir die Stellen und sie hat meine Logikbrüche rausgeschnitten. So wie jetzt auch in dem Gespräch. Dauernd haben wir hier so ein so ein Bruch drin und die KI würde das nicht zulassen. Ja, wenn die uns kontrollieren würde, würde sie sagen: "Hier, das muss logisch sein, das muss logisch sein und das kann man auch machen und das ist auch in Ordnung." Finde auch toll, wenn alles logisch aufgebaut ist, aber es ist tot. Es lebt nicht mehr. Es braucht die Brüche. Es muss auch mal daneben gehen. Es muss auch mal falsch sein. Sonst macht das Leben keinen Spaß. Das ist ja und das ist wieder was damit zu tun, dass eigentlich die entscheidende Form, in der das Leben existiert und auch lernt, spielerisches Ausprobieren ist, nicht auswendig lernen, spielerisches Ausprobieren. Und und wenn irgendeine Lebensform du siehst, die lernfähig ist, denn die probiert immer spielerisch aus, wie es geht. Mal das, mal so, mal so. Und die KI kann nicht spielerisch ausprobieren, weil sie ja gar nicht weiß, was sie ausprobieren soll. Der muss ja immer sagen, was sie machen soll. Und damit ist dann noch mal was ganz ein wunderbares Blade eigentlich für unsere Menschlichkeit äh festgelegt an dem Punkt und festgemacht an dem Punkt, dass wir versuchen müssten mit dieser spielerischen Leichtigkeit uns das Leben zu ermöglichen. Also nicht immer alles unter Druck, sondern immer wieder ständig danach fragen, ob es nicht auch irgendwie ein bisschen spielerischer ginge, bisschen mehr probieren, mehr offen, auch fehlerfreundlicher, ruhig mal daneben, aber hat man wenigstens was gelernt. Man könnte da jetzt fast ein Schlussplädoyer raus machen und sagen: "Wir brauchen Probleme, die wir spielerisch in spielerischer Leichtigkeit menschlich lösen, zusammen mit menschlichen Beziehungen und Liebe." Dann hätten wir das so alles in einem großen Ball. Ich würde aber vor, bevor wir zum Schlussplädoyer kommen, du hast gerade im Nebensatz was gesagt, was glaube ich eine wahnsinnig spannende und interessante Geschichte ist, nämlich du hast gesagt: "Ich bin in der DDR groß geworden und da abgehauen." So. Ähm, ich habe gelesen, dass das so ist, aber du hast damals, glaube ich, deine Stempel gefälscht und deine Frau und dein Kind zurückgelassen und die sind erst drei Jahre später nachgekommen. Das ist alles, was ich weiß. Und das heißt, du musst irgendwann als junger Vater gesagt haben, also eine Bestandsaufnahme gemacht haben, irgendwie ist es hier so richtig scheiße. Ich begehe jetzt eine Straftat, setze mich und meiner Familie in Risiko aus. Und ich weiß nicht, was passiert. Das war ja ein ganz erhebliches inkohärentes Problem, was du versucht hast kohärent zu machen und es ja auch dann geschafft hast. Wie war das?
Ja, es ist es hat alles eine längere Geschichte und da merkst du, wie tief eigentlich die eigene Vorgeschichte in solche Prozesse einfließt. Ich bin auf einem auf einem Dorf groß geworden. Mein Großvater war der Wassermüller von dem Dorf und wir waren so eine große Familie und ich habe da etwas kennengelernt, wahrscheinlich mit Glück, weil die alle so viel zu tun hatten, haben die uns Kinder in Ruhe gelassen. Ich habe eine Freiheit genossen, weil keiner auf mich aufgepasst hat. Die haben gesagt, was wir dürfen, was wir nicht dürfen und ansonsten haben die uns morgens rausgelassen und abends waren wir wieder da oder zu den Essenszeiten. Und das
hat mir so ein Gefühl von Freiheit vermittelt, dass ich dann am Ende beschlossen habe, dass der Falke mein Wappentier sei und zwar der Wanderfalke, nicht irgendeiner.
So und das war sozusagen mein Leitbild, mit dem ich meinen weiteren Weg gesucht habe. Also diese ehrsinnige Freiheit des Falken in der Luft und die unglaubliche Kompetenz, mit der er fliegt, weil sonst kann man nicht so schnell fliegen.
Und dann habe ich in dem Sinne weitergemacht, habe dann Biologie studiert und habe dann einfach gemerkt, dass ich in einem solchem Schafstall, wo ich eingesperrt bin, wo ich weder sagen kann, was ich möchte, noch tun kann, was ich möchte, dass ich das nicht ausreite. Ich habe Leute um mich gehabt, haben das alle locker ausgehalten, aber das sind eben die Leute auch unterschiedlich. Die hatten vielleicht ein anderes Wappentier oder so. Also jedenfalls mit mir und dem, was ich da im Kopf hatte, ging das einfach nicht.
So, dass ich dann eben habe ich ein ganzes Jahr gearbeitet, das war ja nicht so einfach, habe ich gelernt, wie man diese Stempel der der Behörden fälscht, die einem die Erlaubnis geben nach Jugoslawien zu fahren. Also habe ich mir ein Visum erteilt mit dem Staatsratsstempel, der da drauf kam oder wie der heißt, haben Fahrkarte von der von der damals Reichsbahn gefälschelt, dass ich nach Belgrad fahren konnte. Hab die Einreisestempel und Ausreisestempel gefälscht. Es war richtig durchtrieben. Da haben sie mich auch nicht erwischt.
Ich habe dann bin dann in Belgrad angekommen und hab das der deutschen Botschaft vorgezeigt und haben die gesagt, auch gute Arbeit. Hier haben sie ein Ersatzreisepass und abgepast. Und dann war ich drei Tage unterwegs und bin dann in Hannover oder irgendwo in Gießen in der Aufnlager in Gießen gelandet. Und das war eine, ich glaube, es gibt so Erfahrung, die man im Leben macht, die das kriegt man nicht wieder raus. Das ist schon schon irre, wenn du dann plötzlich da raus bist und hast das geschafft, dass du so ein System schnitt und die haben noch nicht mehr rausgekriegt, wie ich eigentlich abgehauen bin.
Und das, was ich aber heute auch dazu sagen muss, ist, dass ich glaube, heute hätte ich die das Kind nicht alleine gelassen. Das war eine acht, ich war noch 68er. ist diese Zeit, also wenn man wenn wir ganz ehrlich sind, die 68er, wir haben sehr an uns selbst gedacht, waren von unseren Parolen überzeugt und Flower Power und Woodstock und Love und Peace und haben die Kinder da in irgendwelche Einrichtungen gegeben, wo es denen wirklich nicht gut gegangen ist und das muss mich auch im Osten da bisschen sozusagen angesteckt haben. Und da jedenfalls hat es dazu geführt, dass ich gedacht habe, das seid doch total in Ordnung, ich haue ab und dann mache ich Familienzusammenführung. In in zwei Jahren habe ich die Familie drüben und dann ist die Sache ungefährlich über die Bühne gegangen und das habe ich dann so hat geklappt alles, aber das hat man dann ja auch häufig, wenn dann so zwei Jahre Trennung in zwei völlig verschiedenen Systemen mit völlig verschiedenen Herausforderungen und Problemen gelebt werden von den betrefften Partnern. Dann kommen die wieder zusammen und auf einmal sind die sich vor passt nicht mehr, ist irgendwas passiert und deshalb haben wir uns dann es hat wir sind zusammengekommen und es hat aber als Paar nicht mehr getragen.
Wie du hast gesagt, du hast die Stempel ein Jahr lang gelernt, wie man die macht, aber das soll ich das jetzt erzählen, wie man das macht? Ja, ich würde das gern wissen, wie man Pass auf, du musst eine Großmutter haben und die Großmutter in Gota, die durfte ja, weil sie Rentnerin war, in Westen fahren und dann hat gab es einen blauen DDR Reisepass und den hat sie von der Polizei abgeholt, durfte dann mit dem Stempel, der da drin war, nach was weiß ich Gassel fahren und kam dann nach ein paar Tagen wieder zurück. Und dann bin ich zu der Oma gegangen und habe gesagt: "Oma, ich brauche mal kurz, bevor du deinen Pass wieder abgeben musst, deinen Reisepass." Und dann hat sie mir den gegeben und dann habe ich das abfotografiert, dieses Ding. Und dann hatte ich ein Negativ eines Visumstempels mit den entsprechenden Behördenstempel, die da noch dazu gehören und das habe ich dann auf eine Glas, aber man kann heute damit eh nichts mehr anfangen. Dann habe ich das auf eine Glasplatte kopiert, also praktisch ein positiv von dem Negativen positiv gemacht, aber nicht auf Papier, sondern auf Glas. Und damit hatte ich plötzlich ein Glas, eine Glasscheibe. Auf der Oberfläche war mein Stempel positiv und da habe ich jetzt eine wackende Matrize drüber, also eine Epoxytharz äh Plastikzeug drüber 1 mm drüber gegossen. Da war das immer noch durchsichtig. Ich sah meinen Stempel noch und dann habe ich so einen umgebauten Lötkolben mir gebaut. mit dem ich diese diese Strukturen nachfahren konnte und dann entstand eine Rille noch weiter. Ja, auf jeden Fall entstand die Rille und so konnte ich dann die Hämmer sicher Ehrenkranz und diese ganzen Dinger da, die konnte ich da alle auskratzen oder diese Rillen machen und dann hatte ich eine Matrize und dann habe ich Gummi geholt beim Schuster und eine Presse und habe das richtig zusammengewumst und dann im Backofen über Nacht. heiß gemacht und am nächsten Morgen habe ich es aufgemacht, da waren die Glasplatten kaputt, meine Matrize war auch kaputt und das Gummi hatte dann die Stempel drauf, aber das habe ich ungefähr 20 mal mehr als 20 mal machen müssen und es wurde aber immer besser. Und dann hatte ich irgendwie so nach einem halben Jahr hatte ich dann tatsächlich ein Stempel dabei, den habe ich mir dann irgendwo hingedrückt und da konnte ich nicht unterscheiden, ob der falsch oder echt ist. Und den habe ich mir dann in meinen Reisepass reingedrückt und bin dann losgefahren, musste dann noch sehen, dass ich auch noch die Ausreisestempel der DDR Behörden an der Grenze nach Tschechien fälsche, weil denen wollte ich den von mir gefälschten Pass nicht zeigen. Und dann auch gleich noch die Einreisestempel der tschechischen Behörden und dann bin ich unten wieder raus und da habe ich dann meinen Ausweis vorgezeigt mit diesen gefächen. Da waren ja schon zwei gültige Einreisestempel drin und dann haben die immer dazu gestempelt und je näher dann kam Ungarn noch und je näher ich an Jugoslawien kam, desto mehr gültig Stempel hatte ich. Insofern war ich da eigentlich am Ende.
Das heißt, du hast dir einen Stempel gebaut und den hast du einfach überlegt, wie könn ich den ein Stempel bauen? Ähm, das gab ja damals nicht Google, dass du das googlen konntest, sondern nee, es muss ich selber wissen, wen und du konnst auch keinen fragen, weil jeden egal wem das zu erzählen wäre gewaltiges Risiko. Ja, aber das ist eben ich bin eben anders groß geworden. Ich kann ich kann mit der Nähmaschine Hosen nähen, habe mir selbst schon Hosen genäht, ich kann tapezieren, ich kann Tischlern. Das ist, wenn du auf so einem Dorf groß wirst, dann das lernst du alles. Glaubst du nicht, was ich alles gelernt. Ich bin auch in im Nebenberuf, also im man kriegt da drüben noch eine eine Berufsausbildung. Ich bin auch noch Landwirt, also Agrotechniker, ich kann auch Metrcher fahren. Das ist gut und hier deshalb habe ich das jetzt drauf sagen, also das fällt nicht vom Himmel. Und dann musst du in der Welt leben, in der es auch äh nicht nur Freude macht, sondern auch vielleicht dich weiterbringt, wenn du dich nicht mit den Dingen abfindest, sondern Lösungen suchst. Bequem ist es immer, sich damit abzufinden. Ach, geh mal lieber heute Abend ins Kino. Nee, habe ich nicht gemacht. Gab, wollte ich nicht ins Kino, da habe ich lieber meinem Stempel gebaut.
Und das heißt, eine der Möglichkeiten aus der DDR wäre gewesen von nach Berlin und dann von Ostberlin nach Westberlin irgendwie über den Todesstreifen mit einem gepanzerten Auto, wie auch immer, aus dem Fenster springen, wie die Leute zum Teil gemacht haben. Aber du hast oder halt irgendwo über die Ostwestberlin Grenze, aber du hast gesagt, wir lass uns mal in die ganz andere Richtung die Riesenroute fahren. Ähm, dafür brauche ich ein Stempel und den hast du gebaut, aber dann habe ich nicht verstanden. Du warst ja dann quasi brauchtest eine Ausrede, wo du den Tag über warst, weil deinem Arbeitgeber konnst du ja nicht sagen, ich reiß nach Jugoslawien aus, sondern Waffen. Nein, nein, ich habe bei ein Arbeitgeber, der hat mich zu einem Kongress nach Tschechien geschickt. Da habe ich dort bin ich dahingefahren noch und hatte das alles schon dabei. habe noch meinen Vortrag gehalten und abends haben die dann noch gefeiert. Da habe ich gesagt, mir ist nicht so gut, ich muss jetzt mal weg, also ich gehe ins Bett und dann war ich weg. So macht man das, wenn man in der DDR groß wird und dann hast du dann ausre, das heißt, du bist über die DDR Grenze völlig legal mit Genehmigung deines Arbeitgebers und der aus mit welchen Stempel hast du dann gefälscht den für die Einreise in Ich habe ein ein ich braucht ja ein Visum nach Jugoslawien. Das ist so ein großes Ding, das hatte ich gefälscht und dazu noch die dazugehörigen Genehmigungsstempel und dann gibt es an der Grenze, wenn du an der DDR-grenze ankamst, da kriegtest du von den DDR-grenzbeamten auch ein Remandstempel da rein und dann, wenn du über die Grenze weg warst, kamen die Tschechen, da haben sie auch noch einen reingestempelt und diese beiden Stempel habe ich auch noch gefälscht, sondern bin mit einem anderem, das hieß damals Personalausweis rübergefahren, um dann mit meinem gefälschten Teil nachtsrunden rauszufahren. Äh und da hatte ich dann schon den Einreisestempel und den Ausreisestempel äh selber reingedrückt. War nicht ganz einfach, weil der hatten so ein Nummerncode. Da bin ich mehrfach äh von Dresden nach Brat gefahren, um diesen Code rauszukriegen, um das System quasi rauszubekommen, indem die die muss ja muss mir ja meinem Stempel auch eine Nummer geben und das war irgendwie relativ primitiv Vertret Datum und Uhrzeit. Das habe ich dann irgendwann rausgekriegt und dann konnte ich mir sozusagen auch noch die richtigen Nummern da rein drücken.
Aber dein dein Stempel war ja dann, wenn du Datum Uhrzeit stempelst und du hast 20 Versuche, um so ein Stempel zu machen, dann musstest du ja irgendwie wissen, okay, der an dem Tag kann ich das machen, dann dein Stempel funktioniert für einen Tag. Das haben wir vorhin behandelt. Das ist vorausschauendes Denken. Da kannst du nicht, du kannst nicht sagen, ich will morgen abhauen. Ich habe ein halbes Jahr alleine an den Stempeln gearbeitet und natürlich ein Jahr Vorbereitungszeit. Das war alles geplant. Ich habe doch keine Lust mich erschießen zu lassen. Ich habe vorher hatte ich gedacht, ich mach's mit dem mit dem Ballon. Das sind ja auch welche mit dem Ballon dann tatsächlich rüber. Das die Idee hatte ich auch, aber ich hatte nicht so eine Möglichkeiten so viel Stoff zu besorgen. Die sind ja in der ganzen TDR rumgefahren und haben den Stoff eingekauft für ihren Riesenballon. Das habe ich nicht gekonnt und dann habe ich das verworfen und habe dann diese Variante mit dem Stempel ausgebaut.
Woher wusste man das dann der DDR von dem Ballon? Weil das stand ja nicht in der Zeitung. Jemand ist mit einem Ballon abgefuer die haben doch alle Westfernsehen geguckt. Okay. Die haben sie doch gleich am nächsten Tag in den Fernsehen vorgeführt mit ihrem Ballon. hier im in unseren Medien, also in den westlichen Medien.
Vielleicht noch eins, das ist auch etwas, wo also das ist schon eigenartig, wenn man so ein Land verlässt. Und ich weiß, dass ich dann zwei Gelegenheiten hatte, wo es mich wirklich ergriffen hat, so dass ich auf die Knie gefallen bin und mir der kalte Schauder da hinten hoch und runtergegangen ist. Das ist, als ich das erste Mal vor den Alpen stand. Frag mich, wo das hergekommen ist. Ich sitze, stehe da, sehe die Alpen und auf einmal schlägt es mich. Und das kann nur damit zusammenhängen, dass ich in meinem Leben abgeschlossen hatte mit der Idee, jemals die Albe sehen zu können. Es ist ja nichts Besonders. Aber aber aber besonders ist es dadurch gewesen, dass ich mir selbst sagen musste, du kommst nie hin. Und das zweite Mal ist ähnlich das Atlantik an der Atlantikküste zu stehen und zu wissen, da drüben ist Amerika, die konnte nicht mehr laufen, muss erstmal hinsetzen und durchatmen. Wahnsinn. Da merkst du dann, wie tief das sitzt, also so eine eingesperrt sein.
Und das andere, das was auch ich auch spannend finde, was wahrscheinlich auch weniger Leute verstehen, ich war ja dann hier angekommen, ich hatte ja hier keine Verwandten und sowas, ich bin mich alleine sozusagen wieder auf die Füße gestellt sind und bin relativ schnell in so einem Maxplan Institut gut vorangekommen und das hat alles wunderbar geklappt. Jeder würde das sagen, tolle Karriere, toller Marsch und ich weiß aber, dass ich ungefähr 5 Jahre gebraucht habe, bis ich wirklich in aller Ruhe sagen konnte, jetzt bin ich angekommen. Göttingen, die gleiche Sprache, die der gleiche Kulturkreis und bis ich diese ganzen Feinheiten des sozialen Miteinander verstanden hatte, bis ich wusste, worüber die reden, wenn die über ihren Urlaub geredet haben oder über irgendwelche Bücher oder Filme oder Musik, das das dauert ewig. Und da bin ich sehr ehrfüchtig geworden und das hat dann auch dazu geführt, dass ich später nie wieder mit dem Gedanken gespielt habe auszuwandern. Australien oder Kanada wäre ja auch schon in Länder gew Nee, das wollte ich nicht noch mal. Das dauert dann ja noch länger, bis ich da zu Hause bin und ankomme. Das fand ich bemerkenswert.
Wie war das damals? Du konnst ja schlecht, also zum einen gab's FaceTime nicht und WhatsApp Call und dann hast du hattest du es rüber geschafft, aber du konnst ja auch keinen Brief schreiben und sagen: "Liebe Frau, liebes Kind, übrigens ich bin jetzt nach keine 10 Tagen Reise angekommen. Mir geht's gut, lieben Gruß." Doch, doch, das du kannst dann schon rüber schreiben. Du musst nur wissen, dass sie das gelesen haben. Und dann mit samt dem Brief dann bei meiner Frau aufgetaucht sind und gesagt haben, was ist denn hier los? Hausdurchsuchung. Die Hausdurchsuchung gab's damals schon. Alles. Ja, die haben da haben auch wirklich die haben dann den Auftrag herauszufinden, wie einer abgehauen ist und da haben die sich wirklich dahinter gehängt und wollten rauskriegen durch Befragungen und Verhöre und so. Auch bei meinen Eltern wollen sie rauskriegen, wie ich abgehauen bin. Und das haben die aber alle nicht gewusst, weil ich ja wusste, dass die so befragt werden, so hochnotpe peinlich und das ist nicht gut, wenn man dann was zu verbergen hat. Das hält man gar nicht durch. Also habe ich das denen auch nicht erzählt. Und dann, als ich drüben war im Westen, dann konnte ich äh da konnte ich die Das hatte ich auch hinterlassen und meine Frau wusste Bescheid. Es gab einen Pfaßen ein Telefon. Es hat ja auch ke ein Telefon. Es war alles unvorstellbar diese Zeit. Aber der Pfarrer von der Gemeinde, der hat ein Telefon und dieses Telefon hatte einen offiziellen Anschluss und den konnte ich von Götting aus anwählen. Und dann saß meine Frau alle zwei Wochen am Samstag Nachmittag beim Fahrrad und ich habe einen Guten Ja, verrückt. Und das wurde das Telefonat wurde aber ja, wurde alles mitgehört und ja, das habe ich dann ja auch alles noch mal in den Stasiunterlagen gefunden. Schon beeindruckend, wie die gearbeitet haben. Ja.
Es gibt ja manche Leute, die sagen ähm ins aus Deutschland, die fühlen sich in den heutigen Zeiten an die damaligen erinnert. Dann gibt's andere, die sagen, um Gottes Willen, das ist doch verrückt, wir sind ja nicht in der DDR hier. Wie nimmst du das wahr? Ich glaube, das ist äh nicht fair, wenn man sich da so ein Pauschalurteil anmaßt. Es gibt da drüben eine Gruppe von Menschen, die sich nicht gerne bevormunden lassen. Die ist aus meiner Sicht deutlich größer als hier im Westen. Man könnte auch sagen, hier im Westen gibt es eine größere Gruppe von Menschen, die die es sich haben verführen lassen von dem, was man hier alles so kann und was hier alles geht und dies und ich habe an einer Stelle habe ich angefangen zu begreifen, wie es zusammenhängen könnte und das ist richtig spannend, weil es einem plötzlich die Augen dafür öffnet, dass manche Prozesse sich ereignen, ohne dass sie einer gewollt hat. Das ist der Umstand, dass ich mich immer gewundert habe. Ich war ja viel unterwegs in Österreich, der Schweiz und so. Und immer wenn ich mal mit so einer Gruppe von Frauen zusammengekommen bin und da eine dabei war, die irgendwie so frech war und auch so ein bisschen unkonventionell und auch meistens sehr erfolgreich und sehr sicher, da habe ich, dann hörte ich manchmal schon an der Sprache, auf alle Fälle habe ich danach gefragt, ja, ja, ich komme auch aus den Osten, ja, so und dann habe ich das immer beobachtet und das ist auffällig gewesen. Ich weiß nicht, ob das auch noch so geht, aber mir war das auffällig und dann habe ich darüber nachgedacht und ich glaube, ich habe das rausgekriegt, woran das liegt. Die haben nach der Gründung der DDR das Privateigentum abgeschafft, aber die haben durch bestimmte Dinge, die sie gar nicht absichtig gemacht haben, die Schichten spezifischen Zugehörigkeiten kaputt gemacht. Das heißt, das war, als ich da drüben groß geworden bin, nicht mehr bedeutend, ob man Akademiker war oder nicht. Friedhofsgärtner oder was Verwaltungsangestellter, also nicht mal Unterschicht und Oberschicht, nichts mehr. Das hatte alles keine Bedeutung mehr. Und zwar deshalb, weil ja in diesen akademischen Schichten, wo man immer gerne hin wollte, in den höheren Schichten, da waren so viele Leute aus der Partei drin, dass das also gar nicht die richtige Schicht war. Da fühlte man sich nicht wohl auf so einer Akademiker Versammlung, wo die Hälfte Partei Bonzen waren, dann wollte man mit denen lieber nichts zu tun haben. Also hat man sich welche gesucht in der Kneipe, die und die waren aber vom normalen Volk. Und dadurch hat man also jedenfalls jemand wie ich, wir haben dann eben nicht so sehr äh uns danach gerichtet, dass wir in irgend so eine Schicht kommen und zugehörig sind mit dieser nennt mal kaste und und das ist sogar so weit gegangen, dass es da kein Problem war, wenn da z.B. eine Zahnärztin ein Friedhofsgärtner geheiratet hat. Das ist ja im Westen unvorstellbar. Hab noch nie gesehen. Da gab's das massenhaft. Das waren dann die Friedhofskärtner waren dann welche mit dem Ausreiseantrag. Die hatten, das waren Dichter oder Maler oder Künstler oder sonst was, aber waren eben Friedhofgärtner und dann haben die die geheiratet und das ist wunderbar gelaufen meistens und das ist aber hier bei uns im Westen nicht möglich. Wenn da einer Friedhofsgärtner ist, dann ist da kein Dichter mal an irgendwas. Und dadurch, wenn du jetzt in einer Gesellschaft, jetzt machen wir es allgemein, wenn du in einer Gesellschaft die Schichten spezifischen Zugehörigkeiten auflöst, so dass es keinen Sinn mehr hat nach oben zu streben, um in eine bestimmte Schicht hineinz geraten. Und vor allen Dingen macht es dann für Mütter keinen Sinn mehr, ihre Töchter so vorzubereiten, dass sie in dieser höheren Schicht sich dann äh zurechtfinden. Dann hört das einfach auf. Dann spielt die Schichtzugehörigkeit keine maßgebliche Rolle mehr für die Lösungen, die man für sein eigenes Leben findet. Im Westen meine Frau, die hat noch gelernt von ihrer Mutter, wie man die Täter sält und die kann ganz genau, die guckt einmal hin, kann genau jemanden einschätzen, weiß genau, ob das jetzt hier neureich ist oder oder gediegen. Da haben die Erkennungszeichen, das ist eine ganze, also ich bin da vollkommen blind auf dem Auge. So. Und das ist aber etwas, womit sich dann die Menschen hier auch als möglicherweise vor allen Dingen Frauen sehr viel intensiver beschäftigen den ganzen Tag, als wir uns das vorstellen können. geht d mit den Frauenzeitungen los und also, dass man immer zu darauf achtet, dass man in dieser Schicht da, wo man hin will, auch hin zugehört und und in in der DD war das nicht so und deshalb sind die jetzt sage ich mal das Wort, die sind einfach freier, die können sich das leisten, die können sagen, es ist mir doch egal und wenn ich 100 mal AfD will, das ist meine Sache, das geht dich überhaupt nichts an. Und sagt, aber es kann nicht sag, nee, entscheide ich. Du du musst nicht AfD, du musst nicht AfD Gegner oder irgendwas sein oder Klimaperfürworter nur damit dich deine Leute aus deiner Schicht mögen. Das nicht. Also, wenn da einer wirklich sich gegen diese rechten Strömung wendet oder wenn der sich für irgendwas einsetzt, dann macht er das authentisch aus sicher raus und nicht, weil er die Anerkennung seiner sozialen Schicht haben will. Da glaube ich haben wir ein, das ist ein Westpennest, in das ich jetzt ganz vorsichtig herumgestochert habe.
Ja, aber ein Interessante ist tatsächlich, es geht ja viel um Anerkennung in der eigenen Schicht und wenn Leute sagen, heute kann ich ja gar nichts mehr sagen, dann gibt's häufig Kritik daran, sagt ja, aber es kommt ja nicht die Polizei. So. Nee, nee, aber innerhalb der eigenen Schicht gibt es einen möglichen Ausschluss aus dieser Schicht und da haben Leute extrem viel Angst vor, aus der eigenen Gruppe, aus der eigenen Schicht ausgeschlossen zu werden. Und interessant, dass es das in der DDR nicht gab oder halt, ich sag mal, in deiner Babbel nicht, weil du warst ja nicht pro Partei. Innerhalb der Partei gab's das sicherlich, weil da gab's ja ein Hierarchie und dann in den höheren Ja, aber die hatte wiederum nichts mit den sozialen Schichten zu tun. War genau, da war der untere Dorfpolizist, der in der SD war, das war sozusagen der beste Kumpel vom Bürgermeister, der auch in der SED war. Mm. Das heißt, sie sind übers Schichten gegangen, aber die diese Trennung haben wir ihm nicht.
Es gab aber ja in der BDR auch keine freie Berufswahl, oder doch? Weil der Friedhofsgärtner ist ja zum Friedhofsgärtner mehr oder weniger ernannt worden. Nein, nein, nein. Der der hat sich dann bewusst den dem Dienst äh gegenüber dem Staat in Form eines richtigen Berufes verweigert. Also, der hätte auch Schlosser oder Tischler oder irgendwas, aber dann hätte der Staat ein Vorteil von ihm gehabt und der wollte dann, dass der Staat von ihm gar keinen Vorteil hat und deshalb ist er Friedhofsgärtner geworden. Da konnte der Staat nichts mit ihm anfangen und das waren auch die Leute, die sie dann rausgelassen haben. Als es dann an Ausreise Anträge ging, haben sie die rausgelassen, die ihnen nichts mehr genutzt haben. Rentner und Arbeitsunwillige oder solche, die in Berufen tätig waren, die dem Staat überhaupt kein Geld eingebracht haben. So Querulanten könnte man sagen. Ja, Querulanten haben sie aber noch nicht ganz so gerne rausgelassen, weil die mussten sie erst noch ein bisschen bändigen, damit das nicht Schule macht. Also lieber so ein stiller unauffälliger, der nichts anrichtet und auch keinen Schaden stiftet und aber auch nichts nützt. Glaube da damit wäre man als Strategie am besten rausgelassen worden. Ja, verrückt. Was mir aufgefallen ist, also die Hoffnung muss gestorben sein, dass sie den noch mal als Arbeitskraft rekrutieren können. Mhm.
Was mir aufgefallen ist, ist, dass äh Leute, die in der DDR aufgewachsen sind, haben irgendwie ein geringer ausgebildetes äh oder ausgebildeten Wettbewerbstrieb. So, wenn ich mit denen irgendwie unterwegs war und dann wurd Fußball gespielt, wir Wessi haben immer Tore gezählt und die haben halt gesagt, keine Ahnung wie viel steht, weil wir spielen jetzt Spaßag. Nein, nein, wir wollen gewinnen. So und auch der Wettbewerb hat auch nicht so eine so eine Bedeutung gehabt, weil du konntest zwar, ich war doch in akademischen Bereich, ich war sicherlich hätte ich da gerne auf Aufstieg gehabt, aber das ging ja gar nicht, weil ich war nicht in der Partei und ohne Partei konntest du niemals irgendwie Institutsdirektor werden oder irgendsowas. Das heißt, an manchen Stellen war Wettbewerb sinnlos, weil du kommst sowieso nicht mehr vorwärts. Ist auch schön. Ja, verrückt, das auch da, ich meine, man kann die Parallele zur heutigen Zeit ziehen. Äh, das du musst nicht in der Partei sein, aber du musst heute nicht in der Partei sein und nicht in der falschen Partei sein. Ähm, weil sonst ist auch da, ich sag mal, ein Professor, der in der AfD ist, hat in ähm quasi die akademische Karriere ist wahrscheinlich vorbei. Er wird nicht mehr ähm ich war ja in Göttingen da, Professor und es hätte eigentlich alles dafür gesprochen, dass ich von irgendeinem aus dem Rotari Club eingeladen wäre, werde da zu dem Rotarion zu kommen. Die riechen das. Ich beherrsche die Regeln nicht. Ich Die wussten, dass ich da nicht hingehöre. Du bist ein Unkonformer. Ja, ich gehöre nicht zu dem zu dem Ich gehöre nicht in deren Bild von ihrer Kaste. Aufröhrer auch ein bisschen immer gegen den Strich und auch nicht so glatt und auch die Kriterien, dass man unbedingt dies und jenes zu machen hat, war auch nicht so ist auch nicht so fruchtbaren Boden bei mir gefallen. Ich war wahrscheinlich der Wanderfeige. Ist verrückt.
So, so Gemeinschaften brauchen ein gewisses Maß an Konformität. ähm ein guter Freund von mir hat sich sehr sehr guter MMA Kämpfer ähm hat sich viel im tatsäch auch Hells Angels Umfeld bewegt. Die haben den nie gefragt, willst du Mitglied werden, weil der derartig unkonform ist, so dass selbst für die war der halt zu kantig und den brauchen wir nicht. Wir brauchen schon brauchen kantige Leute, aber gerne, die auch aber in einer Hierarchie funktionieren. Wenn du in der Hierarchie und in einer gewissen Konformität nicht funktionierst, dann scheinst du für gewisse Gruppierung, egal wo die jetzt stehen. Ja, du bist gefährlich für die, weil du du treibst da was rein. Ja, ich weiß nicht, wie das jetzt wird. Es kann sein, dass diese sozialen Zugehörigkeitsthemen auch nicht mehr so eine große Rolle spielen für die Generation Z oder wer da jetzt immer oder wie immer man die jetzt so nennt. Es ist auch mit dem Wettbewerb nicht mehr so das Gelbe vom Ei, weil man sich sehr anstrengen kann und trotzdem nicht weiterkommt, weil es die vielen Positionen wie die wir hatten noch alle Türen offen. Das ist ja gar nicht mehr da. Das ist überall dicht und deshalb kann es sein, dass wir auch so einen Prozess durchlaufen, den man gar nicht merkt, wo dann aber am Ende doch eine tiefgreifende Veränderung in der Gesellschaft auftritt, wo man die man erst bemerkt, wenn sie schon soweit ist. Also ich z.B. Das weiß ich nicht genau, aber die was ich sehe ist, es sehr viele junge Eltern gibt, die völlig anders mit ihren Kindern umgehen und da schlagen Leute aus meiner Generation, die ihr Hände überm Kopf zusammen sagen, das kenne die tanzen euch auf der Nase rum und ihr verwöhnt die und lauter kleine Narzissten. Und wenn ich dann aber genauer hingucke, sehe ich, dass die versuchen, den Bedürfnissen der Kinder Rechnung zu tragen und dass sie nicht versuchen, das Kind in ihre Vorstellungswelt hinein zu pressen. Die lassen dem Kind mehr Raum. Also nicht alle, aber manche. Und das können ja auch sein, dass das Folgen hat, die wir heute noch gar nicht so richtig abschätzen können, weil ich ja sehr viel im Rahmen eines Ausbildungsprogrammes von einer Firma in der Schweiz Unity heißen, die mit Menschen arbeite, die sich aus solchen frühen Verwicklungen zu befreien versuchen. Und ich es ist für mich unglaublich, wie viele Erwachsene es gibt, die dann, wenn die denn die Kurve gekriegt haben, sagen können, ich habe gar nicht mein eigenes Leben geführt. Ich habe das ganze Leben versucht, das ganze Leben über versucht es immer noch meiner Mutter recht zu machen oder meinem Vater. Und ich habe dann sogar so ein Beruf genommen, Klangpflegerin geworden, weil das meine Mutter besonders toll fand, dass ich mich um andere kümmere. Und dann habe ich erst jetzt vor kurzem ja bei diesem Durcharbeiten, da habe ich gemerkt, das ist gar nicht meins. Ich ich ich tanze so gerne Tango und ich hätte sowas anderes so viel lieber gemacht und und dann passiert manchmal das Wunder, dass sagen, es ist noch Zeit, jetzt kann ich noch mal was anderes anfangen. Aber das geht eben erst dann, wenn du dich frei gemacht hast aus den Verwicklungen, in denen du drin hängst. Und da du meist ja solche Verwicklung hast, also z.B. Karrierismus, dass du unbedingt da hoch willst oder irgend dann ist das, weil du dich ja so anstrengst, kommst ja auch relativ weit, so dass du auch noch glaubst, das sei doch erfolgreich und richtig und dann identifizierst du dich mit deiner eigenen Macke. Also ich nenn die Maret das ist es ist die Lösung, die du mal gefunden hast, als es nicht anders ging. Aber es ist nicht die zu dir passende Lösung und es ist auch nicht eine, die du dir gesucht hast, sondern die wurde dir sozusagen aufgezwängt oder in die bist du hineingegangen, weil du nichts anderes gefunden hast. Und dann sitzen die Leute da und sind dann ganzes Berufsleben hinter sich und sagen, so bin ich, das ist mein Charakter, ich bin ein gründlicher Mensch. Ich sehe das viel. Dann kommen die die Kollegen und sagen, das ist genetisch und dann könnte ich an die Decke gehen mit so einer simplen und albernen Erklärung mit die das alles wie so mechanisch erklärt, als ob das Hirn äh so eine Maschine wäre, die man mit einem Bauplan nach einer vorgefertigten Ordnung zusammenfügt. Ich sehe das viel bei Leuten, die viel Geld verdient haben. Die haben irgendwann mal ein Problem im Leben gehabt, weil sie ihre Miete nicht bezahlen konnten und keine Partnerin gefunden haben, aber gesehen haben, der Junge mit dem Porsche hat halt die coolen Frauen und ich aber nicht und haben dann ausgemacht, ich will nicht mehr das Problem haben, meine Miete nicht bezahlen zu können. Ich brauche ein Porsche und dafür brauche ich Geld. Also arbeite ich jetzt von früh bis spät, um das zu realisieren. So Lösungsstrategie hat ja auch funktioniert. Dann hatten die eine Wohnung, eine schöne Wohnung, konnten das jetzt leisten, auch eine hübsche Freundin. So und dann haben die aber 5 Millionen, so und dann ähm sind die innerlich leer oder was machen wir jetzt? Geld verdienen ist das Ding und ich verstehe es jetzt viel besser. Aus der Nummer nicht mehr raus und sage, okay, wir haben jetzt 100 Millionen, wir brauchen halt 300 Millionen, weil was sind schon 100 Millionen? Weil könnte ja sein, dass die Währung inflationär gedönt sind und dann kann ich wieder meine Miete nicht bezahlen. Aber eigentlich ist es die Lösungsstrategie, die man einmal gelernt hat. Ähm, nämlich Geld verdienen hat mich glücklich gemacht, weil als ein Problem gelöst hat, aber irgendwann löst das Problem nicht mehr und die sagen dann ja, ich bin einfach so ein Typ, der verdient gerne Geld auch. wenn sich mein Leben überhaupt nicht mehr ändert, weil ich so viel Geld habe, dass ich es gar nicht mehr ausgeben kann in 10 Lebzeiten und da zu verstehen, ich habe eine Lösungsstrategie gelernt und die gleiche Lösung hilft mir bei dem Problemen nicht mehr. Ich irgendwann muss ich mein Lösungsmodell umstellen, sagen, okay, die innere Lehre hat damals konn ich mit Geld lesen, aber irgendwie muss ich jetzt mich weiterentwickeln. Ja, aber das ist schwer, weil die haben ja nichts anderes. Also manchmal sieht man sowas gibt's auch ab und zu mal ein Bericht in der Zeitung erfolgreiche Unternehmer Haufen Geld gesammelt, alles gut gegangen und dann hat er doch irgendwo innerliche Schwierigkeiten gehabt oder es ist was dazwischen gekommen, Burnout. Und dann gibt es manchmal solche Augenblicke, ich nen das so so Krisen, durch die man in die man richtig reinknallt. Und wenn man sich auf so
Eine Krise einlässt, kann es passieren, dass sich das System im Irn noch mal neu ordnet, dass die alten Muster nicht mehr stabil genug sind, dass meistens ein altes in der Kindheit schon vorhandenes Muster wieder auftaucht und dann verwandelt man sich eine innere Verwandlung. Und in dem Falle ist es, kenne ich mehrere, die sind vom erfolgreichen Unternehmer nach so einer Krise zum Imker geworden, haben sich irgendwo da ein alten kleines Imkerhäuschen gekauft und da wohnen sie jetzt. Und das ist, das ist, die sind total glücklich. Also die sagen, so ein Leben, das schade, dass ich da jetzt drauf gekommen bin. Aber nach unseren äußeren Kriterien, die Frau ist, die Familie ist futsch, die Kinder wollen mit dem nichts mehr zu tun haben. Freunde hat er da oben auch nicht, weil die ja alle aus der anderen Welt kommen. Die wollten alle den mit dem Porsche und mit dem Leichen, mit dem dicken Auto, mit dem dicken Haus und allem. Dann hat, wenn er da aussteigt, gibst du sozusagen alles auf. Deshalb macht man das nicht so gerne. Ja, aber es könnte spannend sein, dass trotzdem oder klug und glücklich machend äh ist es ist trotzdem zu tun.
Ja, ich denke immer, dass das entscheidende Wort heißt wirklich Lebendigkeit. Ich kann es nicht leiden, wenn Menschen einfach nur noch funktionieren und wie im Hamsterrad ihren Zeug abarbeiten und dazu sind wir nicht auf die Welt gekommen. Und wenn man dann sagt, du lebst zwar noch, aber lebendig bist du nicht mehr. Das ist dann manchmal eine böse Provokation, aber manche denken, fangen dann an drüber nachzudenken und und wollen das nicht. Und das ist dann, wenn ich vorhin gesagt habe, du kannst andere einladen, ermutigen, inspirieren, so eine so eine liebevolle Bemerkung. Ich finde dich äh finde, dass du es ein sehr schönes Leben hast, aber ein bisschen lebendiger, das wäre echt gut. Dann dann sticht das so ein bisschen so wieso das ist nicht ganz nett, aber es ist auch nicht böse und es ist weißer ja gut gemeint und dann kann es sein, dass ein Mensch sich mit sowas beschäftigt und dann hat er so einen inneren Geräter in einen eigenen inneren Widerspruch mit sich selbst, weil auf der einen Seite findet er alles gut, aber das mit dem lebendig ärgert ihn schon und dann bietet sich die Möglichkeit, dass so eine Person in dem Kampf mit sich selbst selbst oder in der Auseinandersetzung, in der Klärung des Themas mit sich selbst eine Lösung findet und die kommt dann oben rein.
Das ist wie ein Dilemma, wo du nicht sagen kannst, das ist richtig oder das ist richtig, ist eigentlich beides richtig und Dilemma kannst du nicht lösen, indem du dich auf eine Seite raust, sondern Dilemma lässt sich nur lösen, indem du auf eine Meterebene gehst, von der das ganze Ding anders aussieht. Und das ist manchmal beeindruckend, wenn Menschen solche Kurven kriegen, weil die bleiben dann im selben, das ist ja auch das, was ich so liebe, wenn die im selben Umfeld bleiben. Also kürzlich hatte ich eine eine Frau, die die schrieb mir dann: "Ja, jetzt habe ich hier diesen groß gemacht und dann äh hatte ich wieder bei meinem Chef hatte ich wieder das Mitarbeitergespräch und dann hat er wieder gesagt: "Ja, aber Frau Müller, das ist jetzt wieder wie letztes Jahr, also Performance ist nichts und dann haben sie auch noch das falsch gemacht und jenes und ich würde mir schon wünschen, dass ich hier mal ein bisschen ranhauen und so und dann sagt sie schreibt sie und dann habe ich mich gerade hingesetzt und habe gesagt Herr Schulze Sie ahnen überhaupt nicht, was ich für ein Mensch bin. Ich arbeite gerne und ich will Leistung bringen mittelmäßig nie. Und nur gucken Sie doch mal, wo Sie mich hier hingesetzt haben. In so eine Abteilung mit solchen Mitarbeitern an so ein Schreibtisch in so eine Ecke. Da kann man doch nicht performen. Also, es tut mir leid, aber es mag sein, was Sie da beobachten, aber an mir liegt's nicht. Bedanke mich herzlich für das Mitarbeitergespräch. Auf Wiedersehen ist abgeruscht. Sagt sie, da bin ich raus, mein Herz. und sagte jetzt was war ja egal wollte jetzt mal einfach zu sich stehen und dann sagt sie und dann nach einer Woche der hat von Montag bis Freitag gebracht, aber am Freitag ist er gekommen, sagt er ich habe noch immer über unser Gespräch nachdenken wollen nachdenken müssen. Also es hat mir gefallen. Also ich wollte sie fragen, ob sie die Abteilung übernehmen wollen. So so das irre. Ja, das da hat einer gemerkt, dass da plötzlich eine Frau in ihrer Kraft war und mit so einem Mitarbeiter kannst du natürlich viel mehr anfangen als mit einem, der seine Pflicht erledigt. Das ist wohl wahr.
Das ist von daher man sagt ja auch immer so, die Konzerne wollen das nicht, die wollen halt die Roboter. Aber also ich kenne keinen Unternehmer, der sagt ja, ich brauche jemanden, der nicht denkt, der einfach nur stupide exekutiert, sondern die sagen alle, die denken halt alle nicht mit, die Idioten. So und ja, weil es ihnen aber auch nicht am Herzen liegt. Da muss man fragen, wo die Mitarbeiterbindung heißt das, also warum sich so viele Mitarbeiter gar nicht mehr verbunden fühlen mit ihrer Firma. Das ist sicherlich äh die Türen äh wie sagt man die der Wind kommt da aus zwei verschiedenen Richtungen. Ähm also häufig ist das vermutlich, wenn man die Chefs abends was erzählen die ihrer Frau und was erzählen die Mitarbeiter ihrer ihrer Frau oder ihr Mann wahrscheinlich, dass der jeweils anderen ein absoluter Vollidiot ist und überhaupt nicht das kann, was er gesagt hat oder versprochen hat und ja irgendwo ist bestimmt Raum sich zu treffen, das für beide besser ist. Aber so leicht scheint mir das auch nicht zu sein.
Also, wir machen ja viele solche Begleitungen von solchen Teams und da gibt es ein Geheimnis. Also ein Team funktioniert, wenn es einen starken Chef hat. Das ist dann diese der da ist die Führungsfigur ist sozusagen das kohenzstiftende Moment in für das ganze Team. Und wenn der sagt, hier geht's lang, dann geht's da lang und dann kommen die alle und machen das. Das sind die alten klassischen Modelle. Und dann, wenn man das auflösen will, dann braucht man jemand anders als den Chef. Und das andere, was wir immer gefunden haben und was offenbar auch funktioniert, das heißt ein gemeinsames Anliegen. Also, wenn die Mitarbeiter alle in so einem Team etwas hätten, was jedem einzelnen gleichermaßen am Herzen liegt und was jeder auch nur verwirklichen kann, wenn der Teil dieses Teams ist, dann hat man ein führt das ganze Team gemeinsames an. ist was anders als ein Leitbild. Das ist ein bisschen was Tieferes und dann ist sozusagen dieses gemeinsame Anliegen der der Chef, also die der Orientierungspunkt, den man fragt, wenn man was machen will, ob das passt oder ob das nicht passt und ob man so oder so machen muss. Und das ist dann eine kohenzstiftende Wirkung eines gemeinsamen Andiegens. Und ein Andiegen muss es deshalb sein, weil ein Ziel zu wenig ist. Also Ziel kannst du dir vorstellen, erreichst du nach einem Jahr oder zwei Jahren hast du das Ziel erreicht und dann fliegt ja der ganze Laden wieder um die Ohren und Anliegen ist etwas wo du dich auf dem Weg machst und wo du eigentlich nie ankommst. Das hat was mit diesen asiatischen Vorstellungen zu tun, dass der Weg das Ziel ist. Du machst dich am Weg gemeinsam eine Abteilung zu werden, die Maßstäbe setzt für die neue Arbeitswelt und die Zusammenarbeit und Kreativität oder keine Ahnung. Dann du wirst doch damit nicht fertig, aber du kannst jeden Tag dich von Spiegel stellen mit den anderen Kumpels ganz sagen, jetzt haben wir wieder ein Stück vorwärts gebracht.
In diesem Sinne, in diesem Sinne habe ich noch eine Abschlussfrage, die ich relativ häufig stelle und zwar ähm wenn du morgen aufwachen würdest und du würdest nichts mehr wissen, du hättest totale Amnesie, ich würde dir aber schon proaktiv heute einen Postit, ein kleinen Zettel geben und da könntest du was für dich drauf schreiben, was für dich dann morgen relevant sein soll. Wenn du sonst nichts mehr weißt, du hast weißt nichts mehr, wachst morgen früh auf und ich komme rein und ich sag guten Morgen. Das hast du gestern aufgeschrieben mit allem Wissen deines Lebens und das ist quasi der Informationsfetzen, den du aus deiner Lebenserfahrung transferieren kannst in den Rest deines Lebens. Was würde auf diesem Zettel stehen? ist jetzt frech, aber da wird wahrscheinlich würde drauf stehen, vergiss nicht morgen bei den Schlüsselblümchen vorbeizuschauen. Warum? Das ist nur eine andere Ausdrucksform für dafür, dass ich mich daran erinnern möchte, dass ich etwas tun sollte morgen, was mir selbst gut tut. Und wenn es die Schlüsselblümchen sind und ich mich so sehr über die Schlüsselblümchen freue, heißt das ja auch, dass es den Schlüsselblümchen gut geht. Also ich denke dann in dem Falle an mich, kümmere mich um mich und meine Freude an den Schlüsselblümchen ist auch Ausdruck der Tatsache, dass mir diese Schlüsselblümchen so sehr am Herzen liegen.
Du würdest aber nicht, dass Koherenz Wiederherstellungskompetenz, das ist alles kognitiver Kram. Das ist das da müssen, ich glaube, dass da das finde ich es auch sehr schön, wie wir miteinander geredet haben. Wir müssen aus diesen kognitiven Erklärungsmustern raus. Wir müssen die wir müssen die die die Phänomene, die man beobachtet, verständlich machen. Und ich glaube nicht, dass man sie mit komplizierten Begriffen verständlich macht, aber der Begriff ist deshalb nett, weil man ihn so nehmen kann als Aufhänger, um zu zeigen, das ist total banal, was da drauf steht. Kohz, wiederherstelles Kompetenzgefühl, das heißt dann nichts anderes als dass, dass es sein könnte, dass es gar nicht so schwer ist, wenn wir uns gegenseitig ein bisschen helfen glücklich zu werden miteinander. Fertig. Auf dem Weg. Auf dem Weg.
In diesem Sinne, lieber Gerald, herzlichen Dank. Hat mir viel Spaß gemacht. Habe ich viel rausgezogen und ich glaube, ich muss über das ein oder andere noch mal tiefer nachdenken. Ähm, weil auch ich bin gefangen in dieser Welt. Ich komme eigentlich Unternehmer, man muss ein Exit machen und dann ist endlich dann kommt das Schlaraffenland an diesem Punkt X. Ähm, aber alle, die ich kenne, die halt ein Exit gemacht haben, die sind auch nicht im Schlagffenland. Sieht manchmal von außen so aus, aber äh es es scheint der Weg das Ziel zu sein und es eher so klug zu sein, sich zu überlegen, wie möchte ich leben, wie soll der durchschnittliche Dienstag, na sein und nicht was ist das ultimative Ziel. was ich irgendwann mal erreiche, der Berggipfel, weil vom Berg muss ich auch wieder runter und da muss ich heute Nacht mal ein bisschen in mir reflektieren. Spielerische Leichtigkeit spielerische Leichtigkeite. Herzlichen Dank. Alles Gute.