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Was kann man jetzt machen, um irgendwie die Menschen zu stärken und diese Elite zu entmachten? Weil ich glaube wirklich, die sind das Problem. Wie kriegen wir die weg?
Also, äh, die Frage hatte jetzt zwei Komplexe, und ich würde auch den ersten gerne noch mal ähm, äh, nehmen wollen. Also dieses Europa, wie sehen die anderen uns? Ja, ich bin auch sehr viel unterwegs, auch in Indien. Ich kenne auch haufenweise Leute, auch Iraner, Amerikaner, so Dubai, Japaner. Grundsätzlich ist es genau das. Die anderen gucken auf Europa und sagen: "Was passiert da und was machen jetzt die Europäer?" Und alle haben eine Einschätzung, dass dieses Oswald Spengler schon vor 100 Jahren, ja, der Untergang des Abendlandes, das Europa ist finished. Europe is finished. Ja, wir sind vielleicht noch so ein Freizeitpark und haben ein paar schöne Museen, da kann man hingehen, wir haben ein paar schöne Städte, so Barcelona oder so und Prag, und dann kann man irgendwie so ein bisschen Tour machen. Ja, ist ja auch, ne? Also, wenn man durch Prag oder Barcelona heute geht, oder Paris. Paris am Flughafen, ja, Englisch, Chinesisch ist die meistbesuchte Stadt von China aus ist Paris. Eiffelturm, alles so.
Ähm, jetzt ist natürlich können wir uns sagen, na gut, das römische Reich hat auch 300 Jahre gebraucht, um unterzugehen, und die, die jetzt hier noch leben, also ich bin 60, ich habe noch 20 Jahre. Gut, das wird halt nie mehr so schön wie früher, aber die 20 Jahre kriege ich auch noch rum. Ja, die Frage ist ja, was macht halt die junge Generation? Möchte die junge Generation, dass Europa ein Freizeitpark wird? Ja, also ich würde das nicht wollen.
So, jetzt gehen wir noch mal zu der Generationendynamik in diesem Gespräch. Das finde ich nämlich sehr wichtig. Ich habe einen Großteil meines Lebens tatsächlich damit verbracht, in den 90er Jahren für Jacques Delors zu arbeiten, für ein demokratisches Europa, Ausweitung mit Russland und so weiter, die Institutionen zu machen, Artikel darüber geschrieben, blablabla, für eine europäische Verfassung zu kämpfen. So und ich sehe jetzt, dass in Runde meine Lebensarbeit, ich war ja nicht die Einzige, nach 30 Jahren, die wird aufgeribbelt wie ein Wollpullover, und es fühlt sich nicht gut an. Also ich denke mir, was habe ich denn 30 Jahre gemacht? Ich kriege die 30 Jahre ja nicht zurück. Ich kann ja nicht sagen, ich bitte zurück noch mal 30, ich will was anderes im Leben machen. Ja, so da ist also das scheitert jetzt vor unseren Augen ein europäisches Projekt, und ich glaube, das ist schlimm für alle, die nicht nur Freizeitpark sein wollen.
Ja, ich glaube, dass das Ausland halt drauf guckt, aber ich ich weiß auch, dass wir 500 Jahren Kolonialismus hinter uns haben, und das ne, Belgien, Kongo, das wollen wir hier nicht schön reden, geht's überhaupt nicht drum. Wir machen ja auch diese Restitution mit Museen, dass wir den Aborigines aus dem British Museum da die Objekte zurückfinden, ja, alles statt. Ja. Und in der Tat, ja, wir sollten uns schämen, denn ein Großteil des europäischen Reichtums ist auf europäischer Ausbeutung äh gebaut. Die Briten haben 4000 Leute gebraucht, um das Colonial Empire in Indien aufrechtzuhalten. Mit 4000 Leute haben die Indien regiert. Ja, es hatte damals 600 Millionen Leute.
So, auf der anderen Seite, es ist ja immer alles dialektisch, hat Europa eben auch eine Wirkung gehabt. Also tatsächlich, vor allen Dingen über die Kunst, vor allen Dingen über unsere Moderne. Guck dir Brasilien an. Ja, also äh die Brasil, brasilianische Moderne, guckt dir die Hauptstadt Brasilia an, die Architekturen. So, das ist ja alles die Euro. Guck dir Argentinien an, ja, ist alles Bauhaus. Ähm, Buenos Aires. Ja. Ähm, das heißt, wir haben im Prinzip kulturstiftend gewirkt, weil ich meine das jetzt gar nicht aus Arroganz und ich meine gar nicht abwertend gegenüber anderen Kulturen, aber weil z.B. unsere Musik, also auch unsere Tonleiter ist ja die internationale Musik geworden. Ja, also auch die Chinesen, wenn die jetzt Klavier spielen, spielen die Bach, und es ist nicht die chinesische Tonleiter und auch nicht die türkische Tonleiter die Weltmusik geworden. Ja, ich sag das nicht aus Einbildung, sondern ich sag nur, um zu bezeichnen, dass wir einen doppelten Prozess hatten, in dem Europa offenbar eine große Attraktivität hatte, die ihm wesentlich über die Kunst und die Wissenschaft gekommen ist. Leibniz, ja, und die und Dostojewski und die Aufklärung und die Arbeiterrechte und so weiter, die das politische Denken, das künstlerische Denken, die Ästhetik, Schiller, die Erziehung, der mündige Bürger, kann das alles plus die Postmoderne, die Musik und auf der anderen Seite natürlich die Ausbeutung.
So, ich glaube, dass die anderen Länder, die in meinen Augen im Moment sehr klug sind, ja, also die Afrikaner und die Chinesen, die Inder, die sehr klug sind und sich überlegen, die Welt 2050, die multipolare Welt, wie soll die denn aussehen? Und die ihre Projekte haben. Also die Inder haben ein Projekt am Start, Indien 2050, die Chinesen, die Afrikaner, so nur wir nicht. Wir haben keine Verbindung mehr zu uns selber, zu unserer Kultur nicht mehr, zu unseren schrecklichen Seiten und zu unseren guten Seiten. Wir haben, wir sind abgeschnitten von der Geschichte. Wir glauben, dass das Ende der Geschichte 89, keine Ahnung, wir wir sind jetzt alle liberale Demokratien und kriegen alle Coca-Cola und gehen alle Starbucks um und das war's da. Ja, so ähnlich war es ja auch gedacht. Was für ein Bullshit.
Ja, das heißt, die Europäer haben auch leider sich angewöhnt, sich als Teil des sogenannten Westens zu verstehen. Wobei schon mal die Frage ist, was soll das eigentlich sein, der Westen? Also außer NATO und Verteidigungsbündnis, aber es ist ja keine kulturelle Unterfütterung. Was ich damit meine ist ähm unser Kino, das war Chabrol, das war Wim Wenders, das war Pasolini, das war nicht äh äh äh Hollywood. Ja, also diese ganzen Blockbuster, Hollywood ist ja nicht das europäische Kino und äh äh wir haben Segafredo Kaffee, der schmeckt auch echt besser als Starbucks. Ja, also wir brauchen eigentlich kein Starbucks in Europa, wenn wir noch so eine kulturelle Wiederentdeckung unserer eigenen Traditionen hätten.
Mit der Wirtschaftskultur genauso strukturell ist Europa nicht oligarchisch. Die Amerikaner sind strukturell oligarchisch. Wall Street, Sovereign Capital, wir machen Sovereign State. Ja. Ähm, das heißt auch, dass wir eigentlich eine Kultur der Republik haben, der Res Publica, der Allgemeinheit, der öffentlichen Güter, nicht der Oligarchie. Ja, das heißt, wir haben auch andere sozioökonomische Strukturen und deswegen haben wir sowas wie eine Arbeiterklasse und eine Revolution. Hast du eben gefragt, sollen wir noch mal Revolution machen? Ja, Europa, der Begriff der Revolution kommt von uns. Hier war die französische Revolution, die hat uns den Satz geschenkt: "Alle Menschen sind geboren, frei und gleich an Würde und Rechten." Das ist doch mein Satz. Ja, den hätte man in Amerika bestimmt nicht erfunden, wo man sagt, da, wenn du halt arm bist, dann liegst halt aus dem Lattenrost und da verhungerst du halt und wenn du halt Rockefeller bist, dann bist du Schuhputzer und machst so, ne? Also, wir haben ja da, da ist ja ganz viel Philosophie, unterschiedliche Philosophie dahinter, wie ist dann Menschenbild und so weiter.
Und ich würde mir wünschen, um das abzuschließen, dass Europa seine Kultur wieder entdeckt, über diesen Prozess verstehen könnte, dass wir nicht ein Teil des Westens sind, also dass wir etwas anderes sind als eine amerikanische Interpretation unserer Kultur, und dass wir auf der Wiederfindung unserer Kultur ein neues europäisches, emanzipiertes Projekt begründen könnten. Und ich würde denken, dass sogar, also auch wenn die anderen gerade die BRICS-Staaten, die Türken, wer auch immer gerade auf uns guckt, auch wenn die Dubai, wenn man da hört: "Europe is finished", die sind nicht hämisch. Die sind nicht hämisch, sondern was ich feststelle, sind eigentlich zwei Sachen. Die Welt wartet auf Europa. Wann seid ihr endlich mal emanzipiert? Wann seid ihr endlich mal raus aus dem amerikanischen Bett? Wann kapiert ihr endlich mal, dass die Amerikaner euch nicht gut tun? Weil wir Araber haben das schon vor 20 Jahren gemerkt mit Democracy Promotion, als sie uns platt gebombt haben, ja, Saddam Hussein und und so weiter, Gaddafi, Democracy Promotion, einmal den Nahen Osten platt machen. Ja, die Lateinamerikaner, Argentinien, Kettensäge, Pinochet, Chile, was auch immer, wissen seit 40 Jahren, dass die Amerikaner ihnen, sage ich mal, nicht gut tun. Ja, die letzten, die es eigentlich noch bemerken müssen, dass ähm wir in so einem Stockholm-Syndrom sind, wenn wir die atlantischen Beziehungen immer schön reden, weil eigentlich werden wir ja auch vasallisiert. Eigentlich sind wir auch hochgradig abhängig vom Dollar, vom Gafferkomplex, von der NATO. Ja, und wir haben ja im Ukraine-Konflikt gesehen, dass uns dieser Konflikt nicht gut tut, also die Ukraine da aus dem russischen Bauch rauszuholen wie mit so einem Eislöffel. Ja, da kann man unter ganz vielen historischen, soziologischen Aspekten noch mal drüber nachdenken, ob das eine kluge Politik war, weil für Europa wäre es besser gewesen, wir hätten eine Friedensordnung gemacht, föderale Ukraine, neutrale Ukraine, anstatt diese harte NATO-Grenze und so weiter, wie auch immer. Die amerikanische Politik tut auch uns nicht gut, und eine europäische, emanzipierte Diskussion darüber zu führen und zuzulassen, ob wir denn Strukturen schaffen könnten, die uns von den USA emanzipieren, ja, dann würden wir ja, sage ich mal, die Völkerfamilie der anderen, also die Lateinamerikaner und die Araber, die wir würden ja zu denen rüber rücken und sagen: "Hey, jetzt haben wir auch die Erfahrung gemacht, die ihr gemacht habt, und wir teilen die Erfahrung, und wir wollen jetzt eine andere multipolare Welt, und diese multipolare Welt ist nicht mehr die Pax Americana." Und das wäre ja ein Diskurs, den würde ich mir so wünschen in der Generation unter 30, weil das wäre der Diskurs, den ich ja anregen möchte mit der European Transcontinental äh äh Institution, ja, dass wir sagen, wir gucken mal wieder auf Russland, auf Iran, auf Persien, ja, eigentlich auf die alten Kulturen.
Und das noch abzuschließen, in meinem Buch "Zeitenwende" argumentiere ich immer mit der alten Karte, ne? Diese alte schöne Karte von Europa von 1534, die wird ja 2034 wird die ja 500 Jahre, und ich sage immer, die Karte kam uns ja Anregung ging, weil die Karte guckt, wenn man die Europa da so sieht, ne, der Kopf ist ja Spanien, die guckt auf den Orient, die verrängt nicht den Kopf, um da irgendwie nach Washington zu gucken. Ja, die ist nicht in der Nackenstarre, die steht mit Füßen auf russischem Boden. Das heißt, allein von der von der organischen Art der Karte könnte man sich ja Impulse holen, wie Europa zu gestalten ist.
Und wenn du mir jetzt an dieser Stelle noch ähm Nachsatz dazu erlaubst, wir gehen noch mal zurück zu der Kündigung und zu dem Crowdfunding und zu dem Corship Report. Alle, die das Gespräch jetzt hören, auf Seite, ich glaube aus dem Kopf 14, 15 steht Fußnote 19. Da wird zitiert ein Artikel von Wolfgang Streeck. Wolfgang Streeck ist ein ähm wichtiger Professor für Politikwissenschaft und Europaforschung am Max-Planck-Institut in Köln, der ist schon Emeritus, und der wird zitiert mit einem Artikel, wo er im Grunde feststellt, dass der Zensurkomplex zentral, also der Zensurkomplex von diesem äh genau "Taking Back Control" State Systems after Globalization. So, jetzt gehen scroll mal ein bisschen hoch. Genau hier. Äh, äh, bereden. Nehmen da mal runter, ne? Noch mal hoch scrollen. Noch mal hoch. Äh, genau. Noch mal hoch auf die Seite davor. Genau. Hier. Genau. Das bleibt da, ne? Bleib wieder runter. Jetzt bleibt mal da. Genau. Das lese ich mal gerade vor: "Neben institutionellen Ankern wie der NATO und der EU, deren Einflussmechanismen eine direkte wirtschaftliche und sicherheitspolitische Abhängigkeit garantiert, sind trotz atlantischer Think Tanks, wie der Atlantik-Brücke, von zentraler Bedeutung für den deutschen Zensurkomplex. Die Förderung der neuen demokratischen Technologie Governance, darüber haben wir gerade gesprochen, ja, durch die DFG zum Beispiel veranschaulicht eine veränderte Definition von Demokratie von einer im Wesentlichen plebejischen Institution zu einer moralischen Haltung, wie Schräg und so weiter sagt." Und jetzt der letzte Satz: "Die atlantizistische außenpolitische Agenda ist nun eine moralische Verpflichtung." Das ist der Satz. Das heißt, wer nicht atlantisch ist oder transatlantisch, fliegt raus. Und im Grunde, wenn du diesen Report jetzt runterbrechen willst, der der Censorship Mapping macht zu mir und meinem Fall, kann man das eindeutig so sehen. Mit meinem Endspielbuch 2022 Oktober habe ich eben erzählt, die Unie distanziert sich, habe ich ja versucht mit Hauke Ritz das Vorfeld der Kriegsentwicklung, die NATO-Osterweiterung, den Maidan, das alles zu beleuchten. In dem Buch ist bis heute kein sachlicher Fehler gefunden worden. Wir zitieren Pentagonquellen, NATOquellen, alles Mögliche. Ja. Ich verlasse aber im Sinne der des Zitates, was ich da eben vorgelesen habe, den atlantischen Konsens, sondern ich stelle in Frage, ob diese Kriegspolitik nicht eine amerikanische Agenda ist, die Europa schadet, die suizidal ist, suizidal für Europa, ja, und dass wir in Europa etwas anderes machen sollten, nämlich Versöhnung mit Russland, Pipeline wieder aufbauen, Sanktionen weg und so weiter. Dafür wurde mir dann oder danach, sagen wir es so, wurde mir unter fadenscheinigen ähm Gründen gekündigt. Deswegen ist es unter anderem auch so wichtig oder für mich so wichtig, aber ich glaube auch für die Gesellschaft wichtig, dass ich erste, zweite, dritte Instanz noch mal versuche, dieses Urteil in die Revision zu geben. Warum? Weil im Grunde sagt diese Studie, die wir jetzt besprechen und der Zusammenhang zu meinem Fall, dass man an einer deutschen Universität nicht unterrichten kann, oder soll, oder darf, wenn man sich aus dem atlantischen Rahmen herausbewegen möchte, um die Dinge mal anders zu sehen.
Jetzt bin ich aber an der Uni Bonn eingestellt worden, nicht nur als Professorin, sondern ich sollte auch ein Institut leiten, das Institut Z Sreert Curtius, das steht noch auf der Webseite der Uni Bonn, und dieses Institut hat ein Mission Statement. Wir möchten in diesem Institut aus deutsch-französischer Sicht, Schwerpunkt deutsch-französische Beziehung, die Rolle Europas im 21. Jahrhundert jenseits von paradigmatischen Annahmen des 20. Jahrhunderts beleuchten. Ja, super. Wir sehen also das 20. Jahrhundert war das amerikanische Century und NATO und Westbindung und so weiter. Jetzt soll an der Uni ein Institut gemacht werden, dem ich dass ich eigentlich hätte leiten sollen. Das Mission Statement hat: "Wir wollen die Rolle Europas in der Welt im 21. Jahrhundert jenseits der paradigmatischen Annahmen des 20. Jahrhunderts beleuchten." Dann tue ich das in dem Endspielbuch, weil genau das habe ich getan. Ich habe den transatlantischen Konsens verlassen und versucht die Rolle Europas anders zu zeichnen und prompt fliege ich von der Uni. Verstehst du, was ich meine? Insofern gibt es einen, glaube ich, doch sehr direkten Zusammenhang von diesem Censorship Mapping zu meinem Fall. Ja, zumal ja und zu me und zu dem, also sozusagen auf der praktischen Ebene von dem Censorship zu meinem Fall und auf der inhaltlichen Ebene vom Verlassen des atlantischen Konsens, wie eben vorgelesen zu meinem Endspielbuch. Ja, und äh insofern ist es nicht trivial, weil ja, wenn ich noch eine Bemerkung machen darf, auf Seite 43 dieses Reports wird das Lipmod zitiert. Lipmod ist das Zentrum für die Liberale Moderne. Ich glaube, es ist auf Seite 43. Ich hoffe, dass ich mich jetzt hier mit meinen auswendigen Sachen nicht ganz vertue. Wo bist du? Raumpart Multimedia. Ne, ich glaube, es müsste da zentrale oder dann geh mal doch hier Zentrum für die Liberale Moderne. Da ist es, genau unten. Ja. Und jetzt muss man wissen, dass Lipmod und das wird ja aufgeschlüsselt in dem Report, Zentrum Liberale Moderne, da ist einer der Direktoren ist Ralf Fücks, den ich sehr gut kenne. Der war früher Vorstand der Böll-Stiftung, also grüne Stiftung. Der ist früher in seinen jungen Jahren, so interessant kann das Leben sein. Ja, der war bei den marxistischen Gruppen an der Uni Bremen, also so ein ganz großer Linker und Ralf Fücks wird dann irgendwie die Grünen und dann normalisieren sich die Grünen und in den Jahren, die wir eben gesehen haben, ab 2016, ja, wird halt Ralf Fücks als Vorstand der Grünen immer mehr pro NATO, immer mehr pro Israel, immer mehr pro Kapitalismus und so weiter. Ja, und ich weiß noch, wie ich ihm 2016 auf irgendeiner Konferenz mal sage, ich sag mal Ralf, um pro NATO, pro Israel, pro Kapitalismus zu sein, brauche ich nicht die Böll-Stiftung, kann ich CSU gehen? Ja, was ist denn los bei euch? Ja, also alles schon vor 10 Jahren. Es ist ja interessant, wie sich Personen und Leben und Einschätzungen ändern können. Ja, was ich sagen will, als er nicht mehr bei der er war dann in Rente, gründet also das Lipmod mit seiner Frau äh Marie-Luise Becker. Ähm und die ist auch äh sehr äh Russlandkritisch, hat diese Nawalny-Geschichten unterstützt. War auch auf dem Maidan, also die waren Ralf Fücks und seine Frau waren total antirussisch, Nawalny, Ukraine unterstützen auf Maidan und so weiter. Die kriegen für diese Lipmod Zentrum Liberale Moderne, die kriegen, also es war, ich sag mal, biased, ja, also das das war nie ein unabhängiger Think Tank, sondern es war von Anfang an biased. Ja, sie kriegen 700, also laut Bericht der Vorlicht 700.000 Fördermittel vom äh Wissenschaftsministerium. Dann kommt Corona. Dann fangen sie an bei Corona Leute wegzuschießen. Ich weiß noch, dass ich mit Lipmod ein Interview gehabt habe. Das hat ein Stern-Redakteur mit mir gemacht, ich glaube 21, über Populismus in Europa, und es war schon fertig, und das Interview durfte dann auf die Webseite von Lipmod nicht kommen, weil ich argumentiert habe, das Problem des europäischen Populismus ist nicht rechts. Das Problem des europäischen Populismus ist die Technokratie der EU. Ja, also und dann durfte das nicht auf die Webseite. So, egal. Was ich sagen will, wenige Zeit später macht das Lipmod eine sogenannte Gegneranalyse. Musst du dir vorstellen, eine Gegneranalyse, eine Gegneranalyse über systemkritische Intellektuelle, darunter ich, ich war eine systemkritische Intellektuelle. Das sage ich, was für ein Wahnsinn. Ja, ich bin doch nicht systemkritisch. Ich will nur, dass wir ich kritisiere noch nicht die Bundesregierung äh die Bundesrepublik. Ich kritisiere nicht das Grundgesetz. Ich bin überhaupt nicht systemkritisch. Ich liebe das Grundgesetz. Ich würde nur gerne, dass wir uns dran halten an die Friedensklausel z.B. oder an Artikel 5 Meinungsfreiheit. Ja, also ich bin dann so und ähm im Rahmen dieser systemkritischen Gegneranalyse, ja, schreibt der Markus Linden, das ist der Autor, der schreibt auch den Plagiatsartikel über mich. Das heißt, es gibt in diesem äh Zensurreport gibt es zwei Bezüge zu meinem Fall. Der eine mit Streeck, das hatten wir schon. Ich verlasse den transatlantischen Konsens und der andere, wer waren die Akteure des Wegschießens? Also wer hat den Plagiatsartikel verfasst, der dann alles ausgelöst hat? Ja, äh der ganze Dominoeffekt, Uni Bonn kündigt mir und so. Das war Markus Linden vom Liberale Moderne, der in diesem Report aufsteht im Rahmen der sogenannten Gegneranalyse. Und das wiederum, das tatsächlich beflügelt mich jetzt noch mal auf die dritte äh Instanz zu gehen, weil das genau werden wir dem Bundesarbeitsgericht vorlegen. Und wenn das Bundesarbeitsgericht, weil wir wollen sozusagen mal raus aus dieser Im Moment wurde ja auf zwei Prozessen immer nur über Plagiat geredet. Ja, aber es geht ja nicht um Plagiat, es geht ja nicht um 1,5% Fehler in dem alten Buch, weit unter der Fehlertoleranz. Ja, das Plagiat ist ja nur der Vorwand. So argumentieren wir. Und jetzt auf der dritten äh Rechtsebene, also beim Bundesarbeitsgericht, wollen wir eben mal, ich sag mal, den weißen Elefanten in das Dossier tun, ja, und sind dann jetzt sehr gespannt, wie das Bundesarbeitsgericht reagieren wird, weil das Bundesarbeitsgericht könnte einerseits ein Interesse daran haben zu sagen: "Wir wollen, dass unsere eigene Rechtsprechung nicht völlig verbogen wird. Hier wird man nicht gekündigt für 1,5% Fehler unterhalb der Fehlertoleranzschwelle ohne Abmahnung. Das geht so nicht in der Bundesrepublik." Damit würde das Bundesarbeitsgericht seine eigene Rechtsprechung und eigentlich auch, ich sag mal, die Würde der Bundesrepublik und seiner Gerichtsbarkeit retten. Ja. Und äh oder aber es weist die Klage ab und sagt: "Oh, das ist mir zu heiß, damit will ich mich nicht befassen." Ähm, in dem Fall ist mein Anwalt äh eigentlich entschlossen äh das nach Karlsruhe zu tragen. Also, ich bin ja natürlich im Moment im Bereich des Gnadenrechts. Also, man muss sich jetzt erstreiten, dass man überhaupt zugelassen wird, dass der Fall überhaupt sozusagen angenommen wird. Das ist ja dann ein Gnadenrecht. Also, ich habe kein Recht darauf, dass der Fall behandelt wird, aber weil ich eine gewisse Öffentlichkeit habe, weil ich auch im Ausland bekannt bin, also in Russland, in der Türkei, mein Buch hier "Zeitenwende" wurde jetzt ins Türkische übersetzt. Ich fliege nächste Woche zur Buchmesse Istanbul. Es wird super. Das Buch wird auch ins Ungarische, ins Russische, ins Chinesische übersetzt. Äh, ich habe jetzt wieder eine Stelle an der französischen Uni. Ich war letztens in Barcelona, ich war in London auf so einer Free Speech Konferenz, verstehst du? Also, ich bin schon eine Person, wo man sagen könnte, äh, die können das nicht wegschweigen. Ja, das ist und darin liegt natürlich auch die Chance, dass man das Bundesarbeitsgericht eben noch mal fragt zu diesem Fall und im Zweifelsfall dem da noch mal dem Verfassungsgericht vorlegt und noch mal fragt: "Sind wir sicher, dass hier in Deutschland Professoren von Universitäten entfernt werden wegen falscher Meinungen?" Ja.