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Die Zeitspanne, in der KI ganz autonom arbeiten kann, verdoppelt sich jetzt alle vier Monate. Der IQ der absoluten Genies wird erreicht. Die ultraintelligente Maschine ist die letzte Erfindung, die der Mensch jemals machen muss, dass wir in den nächsten 10 bis 15 Jahren 60 bis 80% der heutigen menschlichen Tätigkeiten nicht mehr von Menschen durchgeführt sehen. Die Stunde kostet dann 12, 10, 8, 6, 4 €.
Schon bei 10, 20% Arbeitslosigkeit brechen die staatlichen Finanz- und Wirtschaftssysteme zusammen. Man muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass das eigene Auto intelligenter ist als man selbst. Wird es auf gar keinen Fall genauso viele Jobs geben, wie wir heute haben. Und mit diesem Verfahren könnte man den gesamten Sozialapparat abschaffen. Es ist wirklich verrückt. Die Zeit bis dahin, die wird kritisch, die wird turbulent und durchaus auch gefährlich. Dann sind wir gezwungen, uns zu automatisieren dort, wo es geht.
Was ganz konkret passiert, wenn KI und Robotik jeden Job ersetzen und die menschliche Arbeit schlicht nicht mehr gebraucht wird. Während dieses Szenario von den meisten als Spinnerei abgetan oder durch Floskeln, wie es wird immer neue Jobs geben, abgetan wird, gibt es ein Feld, dass ich diese Frage fundamental stellt: Postlabor Economics. Es geht um die Zukunft der Arbeit und was passiert, wenn KI und Roboter besser, schneller, günstiger und sicherer sind als menschlicher Arbeiter. Elemask sagt, es wird ein Universal High Income für alle geben, doch gleichzeitig werden wir enorme soziale Unruhen erleben. Die entscheidende Frage ist also, warum ist dieses Szenario realistischer als die meisten denken und wahrscheinlich sogar unausweichlich? Wie ganz konkret sieht diese Welt nach der Arbeit aus? Welche Chancen entstehen daraus? Aber auch welche Gefahren, wie z.B. das Entstehen einer sogenannten permanenten Unterschicht? Mit all diesen Fragen beschäftige ich mich nun seit Jahren und sicherlich gibt es keine ultimativen Antworten darauf. Doch es gibt eben einige wichtige Gedanken und Schlussfolgerungen, über die aktuell überhaupt kein öffentlicher Diskurs stattfindet. Und genau diese werde ich heute mit einem bereits vertrauten Gast auf diesem Kanal besprechen und zwar Professor Dr. Pero Mitic. Pero Mitic ist international führender Experte für Zukunftsmanagement und gründete bereits 1991 das erste Unternehmen für Zukunftsmanagement in Europa. Er berät Teams großer Konzerne und führender Mittelständler zu Zukunftsmärkten und Zukunftsstrategien und ist Professor für Foresight and Strategy an der Steinbeiß Hochschule Berlin. Als Fellow der World Future Studies Federation und Gründungsmitglied der Association of Professional Futurists in USA gehört er zur absoluten Weltspitze seines Fachgebiets und vor allem ist Pero einer der ganz wenigen Experten, die sich trauen, dieses Thema wirklich fundiert anzufassen und auch bis zu Ende zu denken. In diesem Gespräch sprechen wir also über die Postlabor Economy und warum Menschen die existenziellen Auswirkungen jener massiv unterschätzen, seine Berechnungen zu Humanoin Robotern und ob es irgendwelche Gesetze gibt, die verhindern, dass Maschinen alle menschlichen Fähigkeiten umschließen, welche Jobs das größte Bottleneck sind und zwangsläufig automatisiert werden müssen, warum unbegrenztes Arbeitsangebot zum Kollaps von Einkommen führt, auch bei Handwerkern und ob ein bedingungsloses Grundeinkommen unabdingbar ist und welche enormen Gefahren damit verbunden sind, sowie der Verlust der sozialen Rolle als Brotverdiener für unsere Identität als Menschen bedeutet. Mein Name ist Leonard Schweding und hier bei Everlast dreht sich alles um künstliche Intelligenz im Geschäftskontext. Die letzten über zwei Jahre habe ich dutzende führende Experten, Professoren und Zukunftsforscher aus meinem Netzwerk hier auf diesem Kanal zu der wichtigsten technologischen industriellen Revolution dieses Jahrhunderts befragt mit dem Ziel, dass alle Zuschauer von Everlast AI der breiten Masse immer mindestens zwei Jahre voraus sind. Ich bin dankbar für jeden, der ein Teil dieser Mission ist und jetzt die Chancen ergreift, während alle anderen den Kopf in den Sand stecken. Und deswegen nur vorab, dieses Video ist keine leichte Kost, die für jenen bestimmt ist. Viele wollen sich diese Fragen schlicht nicht stellen und dafür habe ich auch folgstes Verständnis. Doch mein Ziel hiermit ist es, einen grundlegenden Diskurs zu diesem Thema zu schaffen. Also teil mir auch unbedingt deine Meinung zu all diesen Themen in den Kommentaren und wenn du zu den wenigen gehörst, die hinter den Vorhang schauen und verstehen wollen, wie die Zukunft wirklich aussieht, dann ist dieses Video hier genau für dich. Also starten wir jetzt direkt rein in das Gespräch.
Ja, hallo Pero, schön, dass du heute wieder mit dabei bist und ja, es gibt ja im Wesentlichen gerade einen riesen Elefanten im Raum, den viele entweder nicht sehen oder schlicht ignorieren. Kaum ein Experte ja traut sich ihn so richtig anzufassen. Es gibt tausend verschiedene Meinungen und das führt aktuell zu enormer Unsicherheit bei den Menschen. Also, es geht um die Zukunft der Arbeit und was passiert, wenn KI und Roboter besser, schneller, günstiger und sicherer sind als Menschen, sodass diese auf dem Arbeitsmarkt einfach verdrängt werden. Musk hat jetzt zuletzt gesagt, es wird ein Universal High Income für alle geben. Der Kapitalismus muss abdanken. Doch gleichzeitig werden wir enorme soziale Unruhen erleben. Also beides zur gleichen Zeit und wiederum andere tun KI immer noch als Hype ab und planen gedanklich bereits damit, dass die Blase ja in Kürze sowieso bald platzen wird. Also, all diese Themen werden wir heute noch mal in aller Tiefe zusammenbringen. Doch zunächst müssen wir wahrscheinlich noch mal vorne anfangen äh und uns noch mal die Frage stellen, also wo stehen wir aktuell genau in Bezug auf KI und den Arbeitsmarkt und welche Entwicklungen muss jeder kennen, der sich gerade vielleicht auch zum ersten Mal mit all diesen ja durchaus unbequemen Fragen konfrontiert.
Grundlegend gesagt, die großen KI-Fans übertreiben die Möglichkeiten und Fähigkeiten, aber geschätzt 90% der Menschen unterschätzen sie. Die Leistung von KI nimmt weiter exponentiell zu. Die kognitive Leistung wird in diesem Jahr 2026 die Benchmarks, an denen man das normalerweise misst, die kognitive Leistung sprengen, sodass wir in den Benchmarks praktisch noch mal höhere Werte setzen müssen. Der IQ der absoluten Genies wird erreicht. Die Zeitspanne, in der KI ganz autonom arbeiten kann, verdoppelt sich jetzt alle vier Monate und selbst wenn es an den Börsen eine platzende KI-Blase geben sollte, was durchaus sein kann, in der Technologie wird es sie nicht geben und kann sie auch gar nicht geben, weil die Technologie ja nicht plötzlich viel schlechter werden kann. Der Engpass sind wir Menschen. Wir müssen uns erst noch daran gewöhnen, dass praktisch jede Aufgabe heute schon durch die üblichen KI-Chatbots und die multimodalen KI für Bilder, Video, Musik und zumindest unterstützt werden kann, oft aber effizienter oder produktiver wird und Unternehmen müssen sich erst noch rechtlich und organisatorisch vorbereiten und einstellen und es gibt natürlich auch dort die Herausforderungen, diese verbreitete Vorsicht, Abneigung, diesen Zynismus zu bekämpfen. Mm. Die Emotionen und Gewohnheiten der Menschen sind enorm träge. Das schützt uns vor vielem, aber hier sorgt's einfach dafür, dass es dauert und deshalb sehen wir weniger Veränderung als technisch möglich wäre. Sicht also nicht an der Begrenztheit von KI und die Annahme wäre aber falsch, dass KI ja sich bei eben keine großen Veränderung erzeugt und deshalb gar nicht so wichtig ist. Mm. Gerade die Unternehmen, die intensiv KI einsetzen, also praktisch KI-nativ sind, haben ja schon längst begonnen, die Zahl ihrer Mitarbeiter entweder nicht weiter zu erhöhen oder sogar abzubauen.
Ja, du hast jetzt auch gesagt, 90% unterschätzen die die Leistung von KI noch, andere überschätzen sie und ich würde mich da selbst gar nicht unbedingt ausnehmen. Also Harvard hat ja auch bereits 2023 dieses Phänomen als Jagged Frontier bezeichnet, also diese diskontinuierliche Leistungsgrenze. Ähm, dass Gen AI einerseits hochkomplexe mathematische Probleme auf Doktorantenniveau lösen kann. Die Benchmarks sprengt jetzt gerade hast du eben auch erzählt und gleichzeitig scheitert sie dann wieder an trivialsten Aufgaben wie zähle die A's in Strawberry und also was ist deiner Meinung nach der Grund, dass die meisten Menschen die existenziellen Auswirkungen über die werden wir gleich auch noch in der Tiefe sprechen, immer noch als Tool abtun oder wirklich auch so massiv noch unterschätzen?
Na ja, weil die Konsequenz so heftig ist, dass es gerne verdrängt wird. Also, wenn ich Menschen entscheiden sich ja nicht in der Form, dass sie erstmal die Optionen sich anschauen, dann die Argumente abwägen und dann sich entscheiden, sondern sie entscheiden sich erstmal emotional und dann suchen sie Gründe, Argumente, die bestätigen, was sie emotional fühlen und dann ist es relativ leicht, ne? Dann hat man vor drei Jahren gehört, das sind stochastische Papageien. Die sagen nur das nächste Wort voraus, die verstehen gar nichts und dann bleibt man dabei. Deshalb ist das leicht, das zu ignorieren. So, meine und unsere Annahme ist immer noch, dass wir in den nächsten 10 bis 15 Jahren 60 bis 80% der heutigen menschlichen Tätigkeiten nicht mehr von Menschen durchgeführt sehen. Und das gilt für kognitive Aufgaben wie auch für körperliche, denn humanoide Roboter sind verkörperte KI. Wenn der BMW Entwicklungschef sagt, wir werden zukünftig für ein Auto, um das zu entwickeln, nicht tausende Ingenieure brauchen, sondern nur noch 1000, dann bezieht er das ausdrücklich auf KI-Funktion. Und in den USA und China wird das alles schneller passieren, in Europa langsamer, weil wir regulieren und vorsichtiger sind, weniger Zukunftsfreude haben, jedes Risiko scheuen, aber dieses langsamere wird auch zu unserem Wettbewerbsnachteil gereichen.
Ja, wir sprechen jetzt heute über die Postlabor Economy und im Wesentlichen basiert das ja auf der Annahme, dass Maschinen, also KI und Robotik jetzt speziell in der Lage sein werden, jede ökonomisch wertvolle Aufgabe besser, schneller, billiger und sicherer auszuführen als Menschen. Und aktuell wird dann argumentiert, dass KI in vielen Bereichen diese Kriterien noch nicht erfülle, ähm gar sogar noch teurer ist in vielen Bereichen. Und was wäre bei dir sehr interessant ist, du gehst da ja sehr konkret auch in die Zahlen rein und hast dich in dem Kontext auch schon sehr intensiv mit Humaninrobotern beschäftigt. Also was genau haben hier deine Berechnung ergeben und ist dir dabei vielleicht auch irgendwas aufgefallen, ein physikalisches Gesetz beispielsweise, das in irgendeiner Form verhindern würde, also das künstliche Systeme irgendwann die Gesamtheit menschlicher, kognitiver und physischer Fähigkeiten vollständig umschließen kann?
Was wir da berechnet haben, sind die voraussichtlichen Arbeitskosten pro Stunde eines humanoiden Roboters am Anfang der Entwicklung und das sind anfänglich 14 €. Dabei haben wir wirklich sehr pessimistische Annahmen zugrunde gelegt. Also, dass der nur 330 Tage arbeitet und nicht 360 und so weiter und auch nur 100% der Arbeitsgeschwindigkeit des Menschen hat, die sie noch nicht haben, die sie aber erreichen und übertreffen werden, so wie Industrieroboter sie auch übertroffen haben. Da das aber relativ leicht skalierbare Geräte sind, gerade der physische Teil, aber noch vielleicht der der Code und Gewichtsanteil, also der Anteil der neuronalen Netze werden die Kosten jedes Jahr um 20 bis 30% sinken. Dieses Rights Law hat sich da ziemlich zuverlässig erwiesen. In Deutsch sind das Erfahrungskurveneffekte oder Lernkurveneffekte. Die Stunde kostet dann 12, 10, 8, 4 €. Und das gilt für die, wo man sagt, das sind physische Geräte. Bei den KI wird das natürlich noch sehr viel schneller vorangehen, ja, diese Skalierung und deshalb werden Unternehmen gar keine Wahl haben, als sie einzusetzen. Zudem die Innovation in KI, in der Hardware und in der Software bleiben ja nicht stehen. Wir haben dieses Jahr vermutlich große Fortschritte in dieser rekursiv sich selbstverbessernden KI. Mm. Das ist das, was dieser Urvin John Good in 1965 mal gesagt hat, die ultraintelligente Maschine ist die letzte Erfindung, die der Mensch jemals machen muss. Vorausgesetzt, die Maschine ist, wie sagt er, glaube ich, fügsam genug, um uns zu sagen, wie man sie auch in Kontrolle äh hält. Also, das ist durchaus auch mit Gefahren verbunden, aber wir sind weiter gekommen, als man noch vor wenigen Jahren gedacht hätte. Mm. Hardware photonische Chips hast du in einem kürzlichen Video vorgestellt, die den Energiebedarf drastisch reduzieren. Space Center im All ist ständig verfügbar. Die Sonne scheint da tatsächlich 24 Stunden am Tag. Kühlung kostet nichts. Das ist einfache Radiation. Äh Nvidia bekommt immer mehr Konkurrenz von anderen Chipproduzenten. Dann gibt's welche, die nehmen für Training und für Inference die gleichen Chips, skalieren also noch weiter. Also man abgesehen von militärischen Konflikten und solchen Ereignissen, das wird die KI-Entwicklung alles auch nur hemmen und nicht stoppen. Also der der einzige potenzielle Engpass ist Energie. Und selbst da, wenn wir uns bewusst machen, wie viel wie groß der Anteil ist der Energie, die die Erde uns bieten würde, den wir aber tatsächlich generieren und nutzen, das ist ein absolut kleiner Bruchteil und die Investitionen, massiven Investitionen gerade in die regenerativen Energien zeigen, dass das vielleicht begrenzt wird, aber auf gar keinen Fall zum Showstopper wird.
Ja, so letztendlich konvergiert alles zu den Energiekosten, hat ja auch Sam Altman zuletzt schon gesagt. Und hier ist es vielleicht noch mal gut, den den Leuten da draußen, die jetzt vielleicht auch nicht so tief drin sind mit so vielen Konzernen und Mittelständern sprechen, wie wie du und wie wie ich letztendlich auch, dieses ökonomische Grundprinzip vielleicht noch mal klar zu machen, also, dass letztendlich ja jedes Unternehmen immer das Ziel hat, besser, schneller, günstiger und sicherer zu arbeiten. Also ich glaube, das ist sehr wertvoll, sich vielleicht einfach noch mal so richtig vor Augen zu führen, um von dort aus dann noch Schlussfolgern zu können, wieso das eigentlich unvermeidbar ist, also dass letztendlich diese ganze kognitive und physische Arbeit, wir werden natürlich gleich noch über konkrete Bereiche auch sprechen, aber wieso das eigentlich so ein grundlegendes ökonomisches Prinzip überhaupt ist, dass es so kommen muss.
Also, wenn Menschen sich überlegen, was mit ihrem Arbeitsplatz passiert, dann haben sie natürlich den Wunsch, dass der erhalten wird und dass sie weiterhin ihren Job haben. Wenn Sie dann aber im nächsten Moment selbst was einkaufen, dann sind Sie absolute Kapitalisten. Dann schauen sie absolut darauf, dass sie den besten Deal machen. Dann sind sie nicht bereit, einfach mehr zu bezahlen dafür, dass es von den Menschen gemacht ist. Also in ganz wenigen Fällen, da achten sie gar nicht darauf. Deshalb sind ja unsere Innenstädte so, wie sie jetzt sind, was alle bedauern, aber gleichzeitig kaufen alle bei Amazon oder woanders online. Also, das sind ja nicht irgendwelche Gesetze, die jemand aufgestellt hat und die man dann abschaffen müsste und könnte, sondern die bilden einfach nur menschliches Verhalten ab. Und wenn wir jetzt die Möglichkeit haben, etwas an Leistung, was 50 € kostet oder 100 € kostet, in einem Unternehmen für 4 € für 10 € zu bekommen oder für noch weniger, dann kann man natürlich sich entscheiden, dass man das nicht will und dass man eben sein Team behalten will. So mache ich das ja auch. Nur dann ist die Folge daraus, dass man produktiver sein muss. Also das eine ist immer Effizienz, das andere ist Produktivität. Effizienz heißt das gleiche, was ich tue, kann ich mit weniger Leistung, mit weniger Kosten machen, mit weniger Zeit. Produktivität heißt, mit den Menschen und der Zeit und der Kapazität und dem Wissen, dass ich habe, kann ich mehr produzieren. Das ist das eigentliche, worauf wir uns konzentrieren müssen. Mm. Wenn wir aber Konkurrenten haben in China, in den USA, woanders, die vielleicht nicht so eine Rücksicht haben auf unsere Mitarbeitenden, auf unsere Unternehmenskultur, auf unsere Traditionen, sondern vor alle Dinge nur an die Kunden denken und die Kunden sind ja wie eben gesagt rücksichtslos. Dann sind wir gezwungen mitzuhalten, dann sind wir gezwungen, uns zu automatisieren dort, wo es geht. Und deshalb muss man sich entscheiden, will ich jetzt in Zukunftsangst möglichst lange festhalten an dem, wie es heute ist oder will ich vielleicht in Zukunftsfreude meine Firma neu denken, die nächste Ära meiner Firma denken, nicht weil ich unbedingt alles ändern will, sondern weil es andere gibt, die die nächste Ära meiner Firma schon denken. Also es besser, ich mache das und lieber nicht aus Angst und weil ich muss, sondern dass ich noch mal die unternehmerische Initiative entwickle. Jetzt praktisch mental neu zu gründen. Und was für die Unternehmer gilt, gilt im Prinzip auch für jeden einzelnen, der in abhängiger Beschäftigung ist, so wie das heißt.
Ja, eine wesentliche Frage. Wir haben ja eben über diese Fehleinschätzung, die eben viele noch haben wegen diesem Jagged Frontier gesprochen und ein Hauptpunkt, den viele da jetzt ins Feld führen, ist, dass KI aktuell ja noch Billionen von Daten benötigt, um überhaupt leistungsfähig und immer leistungsfähiger zu werden. Und demnach müsste der nächste logische Schritt eben algorithmische Effizienz sein, also aus wenigen Beispielen generalisieren zu können, so wie wir Menschen letztendlich. Und ich hatte erst neulich auch mit dem Professor Markus Butter gesprochen, der hat ein Preis in Höhe von 500.000 € ausgerufen für alle jene, die es schaffen, 1 Gigabyte Wikipedia Textpfil besser zu komprimieren als der aktuelle Rekord, weil er sagt, Kompression ist eigentlich das, was wir lösen müssen. Und sobald wir das haben, kommen wir zur universellen Intelligenz. Und natürlich da wird's noch keine abschließende Antwort geben. Du hast ja gerade auch schon gut gesagt, dass es im Wesentlichen auch einfach an der Implementierung scheitert an vielen Stellen und die Intelligenz ist schon da. Was muss aus deiner Sicht dann noch passieren, also, dass wir diesen finalen Kipppunkt erreichen, indem wir dann auch zu diesen 60 bis 80% Jobverlusten kommen, die du vorhin beschrieben hast?
Es kommt darauf an, was wir als finalen Kipppunkt verstehen. Was die potenziell menschengleiche Leistung kognitiv und physisch betrifft, sind wir in den nächsten vier, fünf Jahren sicher bei 80, 90% des Menschen. Und es kommt gar nicht darauf an, dass wir jetzt full AGI und ESI und kann alles besser, sondern es geht ja darum, dass ein guter Teil praktisch von unten von den weniger schwierigen Jobs, von den weniger qualifizierten Jobs jedenfalls, die nicht unbedingt Matchen machen müssen, dass ein guter Teil davon ersetzt werden kann. Darauf kommt's ja an, nicht die letzten 10, 20%, da werden noch ganz lange Menschen wirken, aber soweit sind wir ja schon. Also der Engpass für größere Auswirkungen von KI noch mal ist nicht ihre Leistung, sondern da sind wir die Adaption, ist die Umstellung des Wirtschaftssystems. Vor etwa einem halben Jahr haben chinesische Forscher ein Konzept entwickelt, das haben sie Absolute Zero Reasoners genannt. Muss immer vorsichtig sein, was da wirklich dran ist. Aber das sind Reasoning Systeme, die praktisch keine Massen an Daten benötigen, sondern den muss man praktisch die Axiome, die physikalischen Gesetze der Welt geben und dann können sie arbeiten, dann können sie ein neues Wissen erzeugen bzw. Weise funktionieren auf den Kipppunkt zugehend oder auf die Revolution zugehend verbessert sich auch Hardware. Tesla hat gerade also verbessert sich Hardware durch Software. Tesla hat gerade ein Patent genehmigt bekommen, mit dem sie ältere Hardware der Version 3 AI3 praktisch genauso fähig machen wie die neuere Version AI4. Einfach indem sie die mathematischen Verfahren zur Matrixverarbeitung, Matrixmultiplikation verändern und AI wird noch mal kommt nächstes Jahr 50 mal mehr Leistung haben. Also dieser Kipppunkt kann man eigentlich daran messen, wann das in unserem Wirtschaftssystem ankommt, denn unser Wirtschaftssystem besteht darauf, dass 90% der Menschen einen Arbeitsplatz brauchen, indem sie abhängig beschäftigt sind. Abhängig beschäftigt sind ja zwei nicht wirklich schöne Wörter, aber das halten wir für normal und so ein Wirtschaftssystem wird dann nicht mehr funktionieren und das dauert nicht so lange, bis dann 80% der Arbeitsplätze weg sind oder der Aufgaben weg sind, sondern schon bei 10, 20% Arbeitslosigkeit brechen die staatlichen Finanz- und Wirtschaftssysteme zusammen, also die Sozialsysteme zusammen. Und wenn weniger Menschen arbeiten, kann sich ja jeder vorstellen, zahlen Menschen weniger Steuern, Sozialbeiträge, die Umsätze der Unternehmen brechen weg. Keiner kann sich was kaufen, äh die machen Verluste und so brechen dann die Steuereinnahmen, Sozialnahmen der Staaten weg und dann haben wir eine Negativspirale. Also die Unternehmen und das ist praktisch ausgleichen auch, wenn man so will, ein ökonomisches Gesetz ein Vermögen und ein Unternehmen ist nur dann natürlich was wert, wenn es an Menschen Nutzen liefern kann, die es bezahlen wollen und können. Deshalb werden die Unternehmen wie auch die Gesellschaft in Form des Staates für Kaufkraft sorgen müssen, die Kaufkraft sichern müssen. Das werden sie im eigenen Interesse auch tun. So, Frage nach dem Kipppunkt. Wenn wir 10, 20% Arbeitslosigkeit erreicht haben in den USA, in Europa, ja, dann wird diese Maßnahmen wirklich absolut brauchen, die heute praktisch nicht angesprochen werden.
Ja, das ist ja schon höchst brisant. Also, wenn du sagst, der Staat und du die Unternehmen, die müssen für Kaufkraft sorgen und da fängt's ja meistens an in diesen Gesprächen, dass man so ein bisschen dann aufhört und nicht tiefer reingeht und deswegen haben wir jetzt eigentlich auch die Fragen, die ich bisher gestellt habe, einfach, dass wir jetzt mal einen Konsens haben, um da mal wirklich tief auch reinzugehen in diese Themen und äh bisschen wegzukommen von dem, ne, was immer alle sagen, KI wird irgendwie Jobs ersetzen und wir werden alle produktiver. Ähm, sondern die die eigentliche Frage, also wir haben ja jetzt gerade schon festgestellt, ähm jedes Unternehmen, die ganze Wirtschaft hat ein Interesse daran immer schneller, besser, günstiger und sicherer zu werden und ähm die KI muss somit zwangsläufig und die Roboter jeden relevanten Job schlagen. Und die Frage ist vielleicht jetzt auch noch mal im Hinblick auf die, also wir haben jetzt über diesen Kipppunkt auch auch gesprochen, welche Jobs dabei das größte Bottleneck sind für weiteres BP-Wachstum, weil es gibt sicherlich auch eine Priorisierung, wo man sagt, in diesen Branchen, diesen Bereichen gibt's eine besonders hohe Wertstiftung. Da müssen wir als erstes dran sozusagen, also welche Aufgaben bzw. Jobs müssen zwangsläufig weggautomatisiert werden in in naher Zukunft?
Ich sehe das weniger als ein Müssen, um die Wirtschaftsleistung oder den Wohlstand zu steigern. Das ist eher ein Müssen, wie gesagt, weil uns chinesische Konkurrenten, US-Konkurrenten sonst in Leistung und Kosten einfach drastisch übertreffen und dann gehen die Unternehmen sowieso nieder und die Arbeitsplätze sowieso weg, aber aus anderen Gründen. Die Unternehmen werden im Wettbewerb noch mal gar keine Wahl haben, KI und Robotik einzusetzen, die werden es müssen und die einzige Chance wäre den Chinesen ihre Ambition mit KI und Robotern auszureden. Ja, viel viel Glück dabei. Die zentrale Frage ist, für welche Arbeiten, Ergebnisse, Produkte werden Kunden bereit sein, mehr Geld zu bezahlen, weil es ein Mensch tut? M Wenn man sich die endgültige Planung eines Hauses mit einer Architektin äh anschaut, will ich das mit dem Menschen besprechen? Will ich, wird man seine Krankheitsdiagnose und den Therapieplan mit einer Ärztin, einem Arzt besprechen wollen? Wird man den Plan für eine Unternehmenssoftware individuell entwickelt mit einem Software-Experten, Software-Planer, Software-Strategen besprechen wollen? Wird man sich einem menschlichen Therapeuten oder Pfleger wünschen? In den meisten Fällen ja, aber wird man dafür viel mehr bezahlen als die Software? Wird man mehr bezahlen für die Software, die von Menschen geschrieben wird, weil sie von Menschen geschrieben wird? Wird man mehr bezahlen, dass der Bauplan von den Menschen gemacht wurde? Mehr bezahlen, dass die Anregungen des Coaches für die berufliche Karriere oder für den Umgang mit irgendeinem Beziehungsproblem von dem Menschen kommt. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass der Mensch weniger Ideen hat und mehr Fehler macht als die KI. Ja. Nein, das werden dort diejenigen tun, die aus reinen emotionalen Gründen KI ablehnen können und Menschen haben wollen, aber auch nur dann, wenn sie sich es leisten können. Also praktisch jede Aufgabe, wenn man sich Pyramiden vorstellt, ich vergleich das immer mit so einem Coder-Team, ganz oben oder ganz vorne stehen diejenigen, die direkt mit den Kunden sprechen, mit dem Auftraggeber sprechen, die planen, die die Lösung konzipieren und die die Funktionalitäten der Software bestimmen und dann werden die Funktionalitäten produziert mit Code und das passiert heute schon zu einem guten Teil 60, 70, 80% durch KI. Das heißt, diese Pyramide wird von unten übernommen und diejenigen, die dann am Menschen arbeiten, das sind diejenigen, die auch in Zukunft ihre Arbeit behalten können.
Ja, das wirft jetzt so die spannende Frage auf, weil das ist jetzt auch die logische Frage, die sich die meisten stellen. Also, welche Jobs haben den dann noch Zukunft, weil vielleicht nicht jeder bereit ist jetzt einfach mal so sein Job aufzugeben oder das ganze Denkkonstrukt, was natürlich auch hinter dem Konzept Job steht, aufzugeben, vor allem, wenn es keine Alternativen, keine Lösung gibt. Und ich stell diese Fragen natürlich auch immer wieder in in Gesprächen und ich finde man es ist oft sehr standardmäßig, ne? Also ist dann immer so, ja, werdet einfach Klempner, Handwerk hat goldenen Boden oder geht in die Pflege oder sowas. Aber wenn man das jetzt mal ein bisschen weiterdenkt, dann wird doch eigentlich sobald KI die Eintrittsbarriere für jede Fähigkeit auf null senkt. Also einerseits äh können wir uns viel viel schneller neue Fähigkeiten beibringen. Andererseits werden diese Leute, die ihren Job verlieren, natürlich auch nicht alle dann zu Hause rumsitzen, sondern sich natürlich auch die Frage stellen, oh, vielleicht gehe ich mal ins Handwerk und dadurch flutet eigentlich ein unbegrenztes Angebot an Arbeit den Markt, was ja dann auch wieder zum Kollaps von Einkommen z.B. von Handwerkern führen müsste. Was ist deine Meinung dazu?
Also, man kann sich den systematisch nähern. Menschliche Arbeitsaufgaben lassen sich einteilen in Kraft, Geschicklichkeit, Dexterität, was wir mit den Händen machen, von der Schneiderin zur Chirurgin, kognitive Leistung und emotionale Wirkung. So, kognitive Leistung, also sowas wie ein Marketingkonzept, ein Therapieplan, Bauplan, Rechtsverträge wird von KI nach und nach einfach von unten angefangen übernommen. Unten angefangen heißt immer die einfacheren Dinge bis zu den komplexeren. Kraft haben Maschinen und Industrieroboter schon längst übernommen. Kraft und Geschicklichkeit übernehmen die Humanoiden. Das Maßstab, der Maßstab ist ja, wann ist die Dexterität der menschlichen Hand mit 27 Freiheitsgraden erreicht? Und es gab 2016 schon einen Roboter, der hieß Star. Der konnte menschliches Gewebe nach einer Operation besser zusammennähen als ein menschlicher Chirurg, als der durchschnittliche. Neun Jahre später und vielleicht noch ein paar Jahre darauf wird es vermutlich besser sein als 90% der Chirurgen. Und immer ist wichtig, wenn wir die letzten 10% durchaus offen lassen für den Menschen, dann sind wir ein Stück weit realistischer, weil vieles von Menschen zumindest mal gelenkt, entschieden, beauftragt werden wird. Ist ja auch ganz gut so. So und wenn jetzt die humanen Roboter praktisch KI-Gehirne haben, man muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass das eigene Auto intelligenter ist als man selbst. Kognitiv zumindest oder dass der Roboter intelligenter ist. Wenn die jetzt KI-Gehirne haben, dann wird auch die Arbeit eines Klempners übernommen. Ein menschlicher Klempner und das ist sicherlich nicht der erste Job, der übernommen wird. Einer der letzten, auch der Dachdecker. Ein menschlicher Klempner kann in seinen 45 Arbeitsjahren auch nicht annähernd so viele Fälle erleben und lösen, wie es eine ganze Flotte von vielleicht Millionen humanoiden Robotern kann, die mit Millionen, Milliarden Stunden Arbeitsvideos und Arbeitssimulationen in 3D trainiert wurden. Und wenn der Klempner in Rente geht, ist das die Fähigkeit weg. Das müssen neue ausgebildet werden. Bei den Robotern wird einfach nur kopiert. Die Erfahrung der Roboter wächst immer weiter. Ja, deshalb brauchen wir, um das zu betonen, wir müssen an die Menschen heran. Also immer dann, wenn wir am Menschen arbeiten, mit Menschen arbeiten, wo Menschen darauf wert legen, dass die menschliche Aufgabe auch von den Menschen gemacht wird. Dort werden Menschen Jobs haben. Es wird natürlich auch neue Aufgaben geben. Es gibt so viele Menschen, um die man sich kümmern sollte, angefangen von den eigenen Kindern über Eltern und Freunde und Verwandte und so weiter äh und bedürftige Kranke. Äh es gibt so viele Aufgaben, die einfach liegen bleiben, weil sie zu erledigen zu teuer wäre. Also, da ist schon noch sehr viel an zusätzlichem zu tun, aber das wird dieses Mal nicht so sein wie bei den ganzen letzten technologischen Revolutionen, wo wir immer wieder ganz neue Aufgaben gefunden haben, weil es jetzt viel schneller geht, weil jetzt zum ersten Mal nicht Kraft, Geschicklichkeit und einfache Kognition, sondern unser Geist ersetzt wird oder übertroffen wird. Und deshalb wird's auf gar keinen Fall genauso viele Jobs geben, wie wir heute haben.
Ja, also das ist schon mal eine sehr spannende äh Aussage, weil das wirkt bei vielen dann immer so magisch, ne? Also ja, wir hatten immer industrielle Revolution und irgendwas Neues kommt dann, aber eigentlich kann man das ja auch versuchen zu Ende zu denken, indem man sich einfach anschaut, was sind denn überhaupt Dinge, die mangelwaren sind und ich habe das mal so ein bisschen aus den Gesprächen, die ich geführt habe und Recherche mal so ein paar Sachen herauskristallisiert, Bereich so wie ein gesetzlicher Kern hatte z.B. Der der Professor Sulum ganz klar betont den Richter, die Notare, die wird's wahrscheinlich noch sehr lange brauchen, weil da einfach irgendjemand die Verantwortung, die Haftung übernehmen muss, dann wird's irgendeinen Premium Sektor sicherlich geben, also wo Leute vielleicht in einem Durchschnittsbereich sagen, ich habe jetzt einen Pflegehumanoiden Roboter, das reicht mir. Dann gibt's ein Premiumtor, der sagt, ich bin jetzt bereit, ne, wie du sagst, für den Menschen da noch mal ein bisschen mehr zu zahlen und mehr Authentizität zu haben als mit dem Roboter und natürlich Aufmerksamkeit, aber die Frage ist ja, dann reicht das aus, weil nicht jeder kann Content Creator werden. Natürlich wird dieses ganze Angebot dann Arbeitskraft auf genau diesen Markt strömen und das ist dann mehr oder weniger wie wie Lotterie spielen als ein stabiler Arbeitsmarkt. Also, ob ich da jetzt wirklich noch einen vernünftigen Job finde, der mir da noch in irgendeiner Weise taugt. Also welche Bereiche vielleicht erstmal so aus deiner Sicht sind überhaupt so diese Mangelbereiche, in denen es immer neue Jobs geben kann? Vielleicht dadurch, dass es einfach ein natürlichen Mangel gibt, wie z.B. bei Aufmerksamkeit und wie ist deine Einschätzung natürlich auch zu den Chancen, ob das dann überhaupt reicht? Weil das wird dann finde ich häufig auch übersehen, dass man sagt, es gibt was Neues, aber die Frage ist ja, hast du ja gerade eigentlich schon auch implizit gesagt, reicht das dann am Ende, ne? Also es ist ja nicht auszuschließen. Man muss ja bei der Zukunft nicht nur an die Wahrscheinlichkeiten denken, sondern auch an die potenziellen Überraschungen. Und es ist einfach eine plausible potentielle Überraschung, dass, weil wir uns das nicht vorstellen können, so viel neue Aufgaben durch Gon Robotik entstehen, dass auch jeder wieder 40 Stunden Arbeit in der Woche hat. Kann sein, extrem unwahrscheinlich. Nehmen wir gerne mit, wenn es passiert. Es ist aber logisch vernünftig, sich auf das vorzubereiten, was mit großer Wahrscheinlichkeit passieren wird und das ist, es gibt weniger klassische Arbeit zu tun. Was bleibt, ist alles das, was emotionale Wirkung bei anderen Menschen erzeugt. Also, wenn KI alles kognitive besser kann heute schon oder bald und Roboter alles physische besser können heute schon oder bald, dann bleibt für uns Mensch zu sein, auf dem man sich verlassen kann, mit dem man es gerne zu tun hat, dem man vertraut, der nach ethischen Prinzipien handelt, der initiativ ist. Ich habe dem ganzen mal die Überschrift gegeben, exzellenter Mensch. Hab dann gehört, das klingt elitär, so meine ich es gar nicht. Wenn ich mit jemandem es zu tun habe, der mir eine Gesundheitsdienstleistung welcher Form gibt, dann will ich, dass es ein exzellente Ärztin ist oder dass es ein exzellente Architektin, Anwältin ist, mit der ich da spreche. Das erwarte ich einfach als Kunde. Das habe ich gerne. Und das ist dann auch die wichtigste Qualifikation. Exzellenter Mensch sein. Neben Kommunikationsfähigkeiten eigentlich dazu gehören. Und wenn man fragt, was sollten junge Leute heute lernen? Im Grunde genommen ein exzellenter Mensch zu werden, sich selbst steuern zu können, also ganz viel Selbstmanagement gehört auch dazu und eine technische Qualifikation. Ganz gleich welche, weil veralten werden die alle, aber die würde dazu gehören. Also, wer wer heute nicht mit Kunden spricht und nicht mit Auftraggebern spricht, wer irgendwo mit Maus, Tastatur und Bildschirm weit entfernt von solchen Leuten arbeitet, der muss zu den Leuten hin, der muss zu den Kunden hin. Und wenn das im eigenen Unternehmen nicht geht oder in dem Unternehmen, dem man arbeitet, nicht geht, mach dich selbstständig, damit du dann direkt an deinen Kunden arbeiten kannst. Wir müssen äh schauen, woran man Dinge messen kann. Stack Overflow, also das, wo sich Programmierer mit anderen austauschen, Fragen stellen. Das hat vor 10 Jahren noch 200.000 Fragen
pro Monat empfangen. Also wurden 200.000 Fragen pro Monat gestellt. Das ist jetzt zuletzt auf 4000 Fragen gesunken. 98% Rückgang. Warum? Weil mit KI Entwicklungsumgebungen gecodet wird. Weil diese die Fragen erst gar nicht haben, weil diese ja die Fragen sowieso automatisch beantworten können und das ohne die toxische Diskussionsatmosphäre, die man auf Stack Overflow da immer wahrgenommen hat.
Die Coder wie auch jede andere müssen sich hin zu Kunden, zu Menschen, zu Auftraggeben entwickeln. Das ist ganz grundsätzlich so und das ist das ist knapp. Es wird nicht so viele Aufgaben geben, wo man mit Kunden spricht. Deshalb wird nicht jeder einen Job dieser Art haben. Ja, wir sprechen ja gleich darüber, wie man das finanziell auffangen kann. Aber ich kann nur raten, entwickel dich hin zur Menschen. Bestimme da auch dein einzigartiges Profil, wenn du eine besondere Sprache sprichst, eine besondere Krankheit durchlitten hast, ähm wenn du das alles zusammennimmst, dann ist dein Leben immer einzigartig auf dieser Welt. und das zu einem Lösungsleistungsangebot zu machen, das ist dann die Aufgabe, eine klare Aufgabe, klare Mission, klare Positionierung und mach dich selbständig. Have a business. Es ist fein bei einem Arbeitgeber zu sein, der fair ist. Ich würde mich als solche bezeichnen. Ich will mein Team behalten. Wir müssen uns entsprechend entwickeln. Aber die meisten legen da nicht so sehr viel Wert darauf. Anstellung war schon immer im Prinzip Selbständigkeit mit einem Kunden und aus dieser Situation muss man vielleicht nicht raus von 0 auf 100, aber man kann schon mal beginnen, ne? Have a business.
Es ist ja schon mal super, dass du so konstruktiv für die Leute sprichst, die zu diesen 20 bis 40% am Ende gehören. Wahrscheinlich die Zuschauer hier des Kanals, die die sagen, ich ich will am Ende auch unternehmerisch noch was anpacken, aber wir müssen auch natürlich auch über die 60 80% äh sprechen, die am Ende einfach nichts mehr finden oder es vielleicht auch gar nicht wollen, äh weil sie es vielleicht gar nicht mehr müssen. Und dann gibt's natürlich schon Lösung, die immer wieder diskutiert werden, wie UBI, UBC, UBS und natürlich gibt's noch keinen breiten Konsens. Der Diskurs, der findet ja nicht mal nicht mal wirklich öffentlich statt darüber. Da spricht man über ganz andere Themen auch momentan. Aber kannst du vielleicht erstmal so einen Überblick geben, ähm über welche Lösungsansätze wird diskutiert? Äh was bedeuten die und natürlich auch, ob das aus deiner Sicht unabdingbar ist äh irgendeinen dieser dieser Lösungsvorschläge zu wählen?
Also UBI ist ja universelles Grundeinkommen, UBC wäre universelles Kapital und S dann Services. Ja, ich will nur eine Sache, UBC kann auch oder könnte ich jetzt zumindest auch als Basic Computer sagen halt auch manche, dass jedem Menschen einfach eine Basis an Rechenleistung bereitgestellt werden äh müssen. Ja. Ja. Ja. Ja, ja, genau. Oder Universal Basic Utilities, also, dass man Strom, Wasser, Gas, Internet und KI Kapazität bekommt.
Wenn man das mal im großen Bild versucht zu betrachten und fragt sich, wer auf dieser Welt, falls es gibt, hat denn keine Angst und muss nichts befürchten in dieser massiven Verbreitung von KI und Robotik Arbeit. Und dann gibt's eigentlich nur eine Gruppe von Menschen, das sind die Eigentümer von Unternehmen oder Aktionäre von Unternehmen in ausreichender äh Zahl, die sich auf diese Welt gut vorbereitet haben, also Unternehmen, die in der KI und Robotikwelt prosperieren werden und weiterblühen werden. Daraus müsste man eigentlich schließen. Wir müssten so viele Menschen wie möglich in diese Situation bringen, dass sie von dieser höheren Effizienz, vor allem von der höheren Produktivität profitieren können. Der Ludwig Erhard wollte damals die Deutschen zu einem Volk der Aktionäre machen. Dann wären wir so gut vorbereitet wie die Norweger heute. Deren Staatsfonds hat 340.000 € für jeden Staatsbürger an Vermögen geschaffen. Nur in diesem Sovereign Wealth Fund. Aber leider haben andere politische Interessen das damals verhindert und auch heute noch misstraut man oder misstraut die Mehrheit der Menschen äh den Unternehmensbeteiligungen und den Aktien, das ist Zockerrente, aber man beschwert sich dann, dass manche Unternehmer so reich werden. Ja, wobei unzählige sich ja ruinieren, das wird auch immer vergessen. Also die ideale, aber leider nur langsam zu verwirklichende Lösung ist möglichst viele Menschen zu Eigentümern von produktivem Kapital zu machen. Klingt ein bisschen nach Marx, ist aber etwas anders gelagert. Mhm. Das kann und muss man staatlich fördern. Man kann auch den Investierenden äh helfen, also denjenigen, die haben, äh helfen in solche Fonds mit zu investieren, damit sie eben denen, die weniger haben, helfen. Das ist auch lösbar durch dieses Universal Basic Capital. Würde bedeuten, man gibt jedem Neugeborenen 100.000, 200.000 € die man bis zum 60. Lebensjahr fest in einen breitgestreuten Aktienfonds investieren muss, die man aber beleihen kann, wenn man ein neues Unternehmen starten kann. M kann auch, das sind jetzt alles nur Möglichkeiten, man kann auch direkt Investition fördern. Also der LKW-Fahrer, der seinen Job an den Auto LKW verliert, dem könnte man helfen, in so ein LKW zu investieren oder der Servicekraft, die ihren Job an den humanoiden Roboter im Restaurant verliert, der könnte man helfen, in solche Roboter zu investieren. Das würde auch gleich äh Erträge bringen. So, das aber dauert lange und ist natürlich massiv eingreifend, also da darf man sich keine Illusionen machen. Mm. Äh deshalb werden wir bis auf weiteres Transfers zahlen müssen, also Menschen Geld zahlen müssen oder eben Leistungen bieten müssen, ohne dass sie dafür arbeiten, ohne dass sie dafür bezahlen. Das ist dann Schule, Ausbildung, Gesundheit. Aber wichtig ist dabei, erst muss die höhere Produktivität stattfinden, dann können wir uns solche Transferleistungen zahlen. Also die Idee jetzt verkürzen wir allen die Arbeitszeit ist zu früh, weil wir uns dann im Wettbewerb mit China noch mal schwächen würden. Mm. Ähm so und wie sollte man diese Transfers zahlen? Dieses Universal wird ja bei uns immer als bedingungslos ähm übersetzt. Mein Systemverständnis, mein gesellschaftliches Verständnis sagt mir, bedingungslos ist falsch. Also zumindest mal sollten es nur die bekommen, die es wirklich brauchen und dann ist eine negative Einkommenssteuer genau die richtige Lösung. Negative Einkommenssteuer heißt, ich gebe meine Steuererklärung ab, ich habe nichts oder zu wenig verdient. Es gibt einen Standard von x000 € und wenn ich die nicht habe, kriege ich die ausgezahlt. Also die negative Einkommenssteuer ist eigentlich positiv, wenn man so will. Und mit diesem Verfahren könnte man den gesamten Sozialapparat abschaffen, weil der ist ja nur dafür da, dass Menschen genügend Geld haben. Aber dafür haben wir eine ein System aufgebaut, das praktisch nicht nur Deutschland, sondern viele andere Länder finanziell in die Knie zwingen. Das ist wirklich verrückt. Aber so organisieren Menschen eben äh politische Systeme.
So, wie könnte man das Ganze finanzieren? Das ist ja vielleicht das größere Problem. Wir haben halt 20 Wege zusammengestellt, mit denen man das machen kann. Letztlich was kann gleich sagen, was nicht funktionieren darf, staatliche Beschäftigungsorganisation, staatliche Unternehmen, staatliche Aufträge. Das mag man politisch anders sehen. Systemisch führt das absolut in die Irre und dann sind wir relativ schnell bei Venezuela. Staatliche Verschuldung und Geldschöpfung auch nicht. Wir werden die alte Idee der Maschinensteuer neu denken dürfen und müssen. Und zwar nicht, dass wir die Maschinen oder die Roboter oder die KI besteuern, weil wenn man das tut, dann hätte man auch SAP besteuern müssen. Also jedes ERP System hätte man besteuern müssen, weil es hat ja Arbeitsplätze vernichtet oder Microsoft 365 Steuer. Also das macht nicht wirklich viel Sinn, sondern wir müssen die tatsächliche zusätzliche Produktivität, also pro Mitarbeiter werden solche Unternehmen ja deutlich mehr Umsatz machen, diese zusätzliche Produktivität besteuern und dafür haben wir Unternehmenssteuern sowieso müssen da vielleicht ein paar Lücken schließen. Als Investor sage ich jetzt nicht gerne, aber aus einem Gerechtigkeit Gerechtigkeitssinn heraus ist es einfach falsch, dass Kapitaleinkünfte auf realisierte Gewinne niedriger besteuert werden als Arbeit. Das müsste man ausgleichen. Höhere Erbschaftsteuern wahrscheinlich auf große Vermögen, denn also auf die nicht selbstverdienten. Ja, weil die würde ich eben nicht besteuern. Das braucht es als als andere als weiterhin. Äh denn wenn die Revolution passiert, dann haben die auch nicht so sehr viel davon ja von ihrem Vermögen, um um nicht schlimmeres zu sagen. Äh und es es gibt auch, wenn man das mal rechnet, wenn man selbst wenn man den ganzen Reichen ihr Geld wegnehmen würde, allen alles, das würde für ein paar Monate reichen, ne? Also, das wird immer aufgebauscht und es sind ja in der Regel Leute, die Wert geschaffen haben. Die haben das ja nicht jemanden weggenommen. Das die Summe des Geldes ist ja nicht begrenzt. Dieses statische Denken führt da leider beim Gril der der Menschen einfach in die Irre.
So und der dritte Faktor der Finanzierung ist praktisch indirekt, wenn in allen Produkten, in allen Dienstleistungen der Kostenanteil für Arbeit niedriger wird, weil KI und Robotik eingesetzt werden und wenn es weiterhin Konkurrenz gibt, dann sind die Unternehmen gezwungen, nach und nach die Kosten zu senken, weil sie sich unterbieten werden. Also wird praktisch alles billiger aus technischen Gründen und aus wirtschaftlichen Gründen. Und das ist die Idee, warum man sagt, es ist dann ein Universal High Income, weil es relativ gesehen so ist, dass man sich für dann x000 € deutlich mehr leisten kann als heute. So, soweit die Konzeption, das ist aber praktisch so eine Art Menü und jeder Staat wird sich daraus mehr oder minder zukunftsintelligent die Maßnahmen auswählen.
Wenn du bis hierin zugehört hast, gehörst du bereits zu den 1%, die verstanden haben, wie massiv KI gerade alles verändert. Doch die wichtigste Frage ist, bist du gerade auf der richtigen Seite dieser Revolution? Während überall talentierte Entwickler, Marketingleute und Vertriebsmitarbeiter in langsam sterbenden Branchen arbeiten und ihr Potenzial verschwenden, gibt es eine kleine Gruppe von Menschen, die genau das Gegenteil erlebt. Menschen, die dafür sorgen, dass deutsche und europäische Unternehmen wieder wettbewerbsfähig werden und an der wohl wichtigsten Technologie der Menschheitsgeschichte, also künstliche Intelligenz ganz vorne mitarbeiten. Genau diese Eliteeinheit bauen wir gerade bei Everlast AI auf. Als Marktführer für KI Automatisierung arbeiten wir mit über 1800 Kunden zusammen von Mittelständlern bis hin zu Hidden Champions und wir stellen gerade laufend die besten Köpfe aus ganz Deutschland ein. Egal, ob du KI Entwickler bist, Software Developer, Videoeditor im Marketing arbeitest oder in die KI Kundenberatung im Vertrieb möchtest, wenn du verstanden hast, dass KI nicht nur ein Tool ist, sondern die fundamentalste technologische Revolution unserer Zeit, dann hast du jetzt eine einmalige Chance. Bei uns arbeitest du nicht an irgendwelchen sinnlosen Consumer Apps oder veralteten Systemen, sondern mit KI Lösungen, die Millionenumsätze generieren und dafür sorgen, dass Europa wieder wettbewerbsfähig wird. Dank unserem Netzwerk aus internationalen Top-Experten und Silicon Valley Unternehmern bist du immer zwei Jahre vor allen anderen und findest bereits ein exzellentes Team aus den weltweit klügsten und besten Köpfen in ihrem Feld bei uns vor. Wenn du also zu den Besten gehörst und wirklich etwas bewegen möchtest, dann bewirb dich jetzt auf everlastkarriere.de. Werde jetzt Teil der Sperrspitze der KI Revolution in Deutschland und damit zurück ins Video.
Ja, das ist sehr interessant. Du hast jetzt gerade das Universal High Income angesprochen und das ist finde ich auch super interessant, dass es an sich schon sehr breiten Konsens darüber gibt. Also quasi jeder AI und Tech CEO, den ich mir anschaue, sagt, wir werden so eine Hyperdeflation erleben. Also auf Basis genau der Punkte, die die du geschrieben hast. Ja. Und gleichzeitig äh und das sagte Elon Musk auch zuletzt sehen wir soziale Unruhen. Also wir haben High Income und soziale Unruhen und da wird dann aber immer so ein bisschen ausgewichen. Also was ist aus deiner Sicht damit gemeint? Liegt es an dieser äh Phase bis Staaten soweit sind, dass sie eine Lösung dann auch geschaffen haben, dass es bis dahin soziale Unruhen gibt oder was ist aus deiner Sicht der Grund für diese sozialen Unruhen über die immer wieder gesprochen wird?
Also grundsätzlich gesprochen wird, wenn mehr Intelligenz in die Welt kommt, was nicht falsch sein kann, wenn Arbeit deutlich preiswerter wird, wenn wenn es Arbeitsleistung im Überfluss gibt, werden die Dinge preiswerter. Wir können sehr viel produktiver, mehr Güter produzieren, mehr Leistungen produzieren und das auch wir können uns sogar leisten, das als Kreislaufwirtschaft zu organisieren und damit auch nachhaltig. Ja, also nicht materiellen Verbrauch, Materialverbrauch muss weiter steigen und wachsen, sondern die Lebensqualität und die darf ewig weiter wachsen. Das wird langfristig dazu führen, dass wir und davon bin ich schon überzeugt langfristig im Überfluss leben werden alle. Nur die Zeit bis dahin, die wird kritisch, die wird schwierig, turbulent und durchaus auch gefährlich. Wir hatten das vor 200 Jahren schon mal mit den Maschinenzstürmern und den Textilmaschinenfabriken. Das können wir nur verhindern, wenn wir frühzeitig aus dem Menü der eben genannten Lösungen auch äh das wirkungsvolle umsetzen. Setzt voraus, dass wir zukunftsintelligente Handelnde haben. Das sehe ich in vielen Unternehmen, das sehe ich in politischen Umfeldern praktisch nicht. Das ist alles sehr kurzfristig orientiert. Deshalb deshalb sagt man gleichzeitig im Prinzip es wird schwierig und es wird soziale Unruhen geben, aber am Ende werden wir alle im Überfluss leben. Also die die Szenarien, die man üblicherweise nebeneinander stellt zwischen Horrorszenario und Überflussszenario und Krisenszenario, die werden hintereinander passieren. Und wie schlimm das unterwegs wird, hängt wie gesagt von der Zukunftsintelligenz der Politiker und der Unternehmensführer und der Maßnahmen ab. Ja, da haben wir auch ein eigenes Video zu. Das werde ich hier noch mal unter dem Video auch verlinken zu dem Horrorszenario und dem Positivszenario. Und ich bin da voll und ganz bei dir, also ich bin auch optimistisch, was die Zukunft angeht und und dass wir Überfluss haben werden. Und äh gleichzeitig ist das eine Utopie. Es klingt für viele wie eine Utopie, aber nichtsdestotrotz gibt es auch eine Gefahr, über die aus meiner Sicht weniger gesprochen wird. Bei all dem, selbst wenn wir jetzt mal ins Endszenerie hineindenken, wir haben ein High Income, es gibt keine sozialen äh Unruhen und alles alles wurde geregelt, aber letztlich basierte das gesamte System in der Vergangenheit auf dieser bilateralen Abhängigkeit zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Das heißt, ich hatte als Arbeitnehmer immer die Macht sozusagen, indem ich einfach gestreikt habe im Endeffekt, ne? Gewerkschaften wurden gegründet und das geht ja verloren. Das heißt eigentlich hat der Mensch, der normale Mensch, der Newcomer, der fängt ja gar nichts mehr in der Hand, mit dem er in irgendeiner Form, wie jetzt beispielsweise indem er seine Arbeitsleistung einstellen würde, ein Druckmittel hat. Und das könnte zu so einer permanenten Unterschicht führen, also von Menschen, die einfach permanent auf ihrem Basic Income Level sind und einfach gar keine Möglichkeit mehr haben oder wenn man es jetzt überspitzt formuliert oder zumindestens sehr sehr schwer haben. Du weißt, worauf ich hinaus möchte. Also was sind deine Gedanken dazu und ähm welche welche Folgen siehst du hier?
Also zum einen wird es ja durchaus noch viele Menschen geben, die in einem klassischen Sinne arbeiten. Es ist ja nicht so, dass dann 100% einfach nicht mehr arbeiten. Die menschliche Gesamtarbeitsleistung, wenn wir jetzt über 10, 15, 20 Jahre denken, wird noch vielleicht 20 bis vielleicht 40% des heutigen sein. Muss ich vermutlich auf mehr Menschen verteilen, also weniger Arbeitszeit pro Tag oder pro Woche. Diese Versuche, die man gemacht hat zum Grundeinkommen, die haben jetzt nicht darauf hingewiesen, dass die Menschen aggressiver werden oder rücksichtsloser oder so. Es bleibt sicher offen, wie sich die Gesellschaft, wie die sich die politischen Systeme entwickeln, ob es zu einer stärkeren Demokratie führt, was sein kann, oder zu mehr Autokratie oder diesem befürchteten Technofeudalismus. Ich glaube, dass wir weiterhin darauf vertrauen können, dass die überwältigende Mehrheit der Menschen gute Motive hat, auch die Tech Pros. Ja, nur ebenso mancher Diktator nicht. Ja, diese Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist eine, die sich zum guten Teil in dieser Form entwickelt hat im Zuge der Industrialisierung in den letzten 200, 250 Jahren. Und die Vorstellung, dass das eine Gegnerschaft ist, diese Vorstellung wird immer weniger Realitätsbezug haben, zumindest mal bei den bei denen, die weiterdenken, zumindest mal bei den Fortschrittlichen. Ob ich also eine Verhandlungsmacht als Mensch brauche, um mich irgendwo im Job zu halten oder mich irgendwo in den Job zu klagen oder mein meine 3,5% mehr rauszuholen. Ob das wirklich so benötigt sein wird und ob das die Regel sein wird, da wäre ich nicht mehr ganz so sicher. Wenn wenn bei Gallup immer wieder rauskommt, irgendwie 16, 20, 22% der Menschen sind wirklich in ihrem Job erfüllt, dann bedeutet das, dass 80% es nicht sind. Wenn die ein gutes Leben führen können, nicht ein Minimalleben, also nicht Grundsicherung, sondern ein gutes Leben führen können, ohne dass sie im klassischen Sinne arbeiten, dann glaube ich, dass sie genügend Beschäftigung finden werden. Also ich mache mir keine Sorgen darum, dass ich Menschen, dass der Mensch langweilig wird und dass sie schlechte Dinge anstellen. Deswegen es gibt, wie vorhin gesagt, genügend Menschen, um die man sich kümmern kann. Es gibt genügend Hobbys, die man noch nicht richtig ausgelebt hat. Es gibt genügend verpasste Träume, die man verwirklichen kann. Es gibt genügend Möglichkeiten auch durchaus zu arbeiten. Also, es hindert ein niemand daran zu arbeiten. Man darf eben nur nicht mehr darauf vertrauen, dass man dafür äh im im klassischen Sinne ähäh bezahlt wird. Ja. Ja. Ja, deshalb ich will das nicht ausschließen, dass dass es zu einem Präkariat kommt und die Menschen in Massen in Not versinken. Muss ich immer klar machen, wie vorhin schon angesprochen, wenn ein Unternehmen Umsatz machen will und damit Gewinn machen will, braucht es Kunden, braucht es Menschen, die kaufen. Jetzt gibt es natürlich solche Entwicklungen wie in den USA, die sind da schon besorgniserregend, dass praktisch die obersten 25% im Einkommen 80% der Wirtschaft ausmachen. Das ist bei uns bei weitem nicht so schlimm, aber dann kann man natürlich auf den Gedanken kommen, dann brauchen wir die 80% darunter ja gar nicht. Ja, deshalb es ist es ist durchaus was dran an diesem Gedanken. Glaube nur, dass wir das eher nicht erleben werden. Wobei ich die Wahrscheinlichkeit, sagen mal so 70 30 sehe.
Spannend. Ja, ist ja natürlich auch ein heißes Eisen das Thema und letztlich ist es an jedem selbst. Gibt ja genug philosophische Texte. Huxley, der sich damit auseinandersetzte, Konsumgeld hat er ja letztendlich auch betont, dass es sowas eh geben wird, aber auf der anderen Seite, ich meine, die Konsequenzen sind beschrieben, ne? Aber es gibt natürlich, du hast jetzt gerade auch so so gesagt am Rande, es wird genug Möglichkeiten geben, die Menschen werden schon was finden, womit sie sich dann beschäftigen. Und das ist aber trotzdem oder das ist ja im Grunde eine sehr, sehr große Frage, weil letztendlich die gesamte Identität vieler Menschen auf ihrer Arbeit basierte, ne? Also ähm Freud sagt er schon, psychische Gesundheit bekommen wir durch lieben und arbeiten können, also eine sinnvolle Arbeit zu leisten. Die University of Michigan untersuchte unter anderem die erodierende Identität, wenn die soziale Rolle des Brotverdieners ersatzlos gestrichen wird. Und für viele ist ja also natürlich, du hast natürlich absolut recht mit der Gallup Studie. Es gibt viele, die sind nicht zufrieden mit der Arbeit. Es gibt aber natürlich auch ganz viele Menschen, für die Arbeit nehmen auch nicht nur Geld verdienen ist. Und äh wie siehst du das und welche Folgen hat das aus deiner Sicht? Also werden wir hier so eine neue Identitätskrise bei vielen Menschen erleben.
Da ist äh durchaus noch mehr dran. Ja. Weil selbst wenn, also diejenigen 20%, die im Job erfüllt sind, äh die sind am ehesten davon betroffen, sind aber oft auch die, die als letzte gehen müssen oder noch als letzte bleiben. Selbst von den 80%, die eigentlich auf ihren Job verzichten können, ist es trotzdem praktisch, wie du sagst, der Broterwerb und da wird es eine vermehrt eine eine Sinnkrise geben können für viele, die in dem, was sie dann anderweitig tun, keine Erfüllung finden, die sich nicht mehr gebraucht fühlen in ihrer Familie beispielsweise als Versorger. Meine es ist ein Bedarf, es ist ein Problem. Dafür gibt es heute schon viele Angebote und wird es in Zukunft noch mehr Angebote geben. Den Menschen zu helfen, sich zu orientieren, Sinn zu finden, ist ja ein riesiger Markt heute schon. Der wird noch mal deutlich größer. Also dafür wird es Angebote geben, dafür wird es noch mehr Lösungen geben und ich hoffe professioneller als es das heute ist. Die Möglichkeiten sich sinnvoll zu beschäftigen, sag das noch mal, sind praktisch unbegrenzt. Äh, wir haben so viele Umweltprobleme, wir haben so viele soziale Probleme, dass man sich sinnvoll, nutzenstiftend für andere, das ist ja das, was man als wertvoll auch erlebt, äh betätigen kann. Und es wird, daran müssen wir uns gewöhnen, damit werden wir uns abfinden müssen, einen guten Teil geben, die sich ins Metaverse und in die Spiele verabschieden und dort dann die Helden sind, was dann natürlich wieder so eine Art Sinnangebot ist. Das ist nicht jedermanns Sache, aber das hat ja hat ja einen Suchtmechanismus. Dieser dopaminerge Belohnungskreislauf in unserem Kopf sorgt ja dafür, dass man spielsüchtig wird oder dass man sich dorthin verliert, weil im wahren Leben ist man praktisch niemand und dort kann man Held sein. Das das glaube ich unweigerlich, dass wir das äh in größerer Form erleben werden. Und da muss man sich schon fragen, wer sind wir, dass wir das moralisch beurteilen? Wenn jemand happy ist in so einem Leben, wenn er anderen nicht schadet, auf der Tasche liegen würde er sowieso, weil das tun dann alle oder großer Teil. Wer sind wir zu beurteilen, dass das kein kein lebenswürdiges Leben ist? Für mich wäre es keins, für die meisten von uns wahrscheinlich nicht, aber für manche wird das so sein. Ja, wir der David Shapiro hat es verglichen mit einer Scheidung. hat gesagt, du bist in einem Job, so wie du vielleicht in einer Beziehung bist oder in einer Ehe bist und es fällt dir schwer, dir vorzustellen, dass es danach irgendwie sinnvoll weitergehen kann. Also vor allen Dingen, wenn du jetzt nicht derjenige bist, der rausgeht und das ist dann furchtbar, das ist dann diese schwierige Phase, aber die meisten denn, dass es danach doch eine lebenswerte Welt gibt, die vielleicht sogar schöner ist. Das genauso mit dem Job. Viele werden gekündigt, das ist eine Katastrophe und dann geht es für viele, nicht für alle, danach deutlich besser.
Ja, das ist schon sehr, sehr guter Vergleich. Und im Übrigen, also wenn dich diese Themen hier interessieren, dann schreib uns jetzt sehr gerne in die Kommentare auch, welche Fragen du zu rund ums Thema Post-Labor-Economy hast. Also, ich denke, hier gibt's so viele Bereiche, die man noch viel tiefer behandeln könnte, philosophische äh Debatten, die daraus natürlich auch zwangsläufig immer mitschwingen. Das finde ich auch so spannend, wenn ich halt mit äh mit äh Professoren, mit Menschen wie dir spreche, auch Pero, aber auch mit Technikern aus dem KI Bereich. Also am Ende kommt man doch immer in philosophische Debatten rein, weil man letztlich nicht herumkommt um all diese Fragen und deswegen ist es auch so wertvoll darüber zu sprechen und vielleicht noch mal, weil all das kann Menschen natürlich Angst machen. Es bringt eine große Ungewissheit mit sich. Viele halten das immer noch für ganz ganz ferne Zukunft über all die Themen, über die wir heute gesprochen haben und deswegen lass uns vielleicht noch mal auf die gigantischen Chancen eingehen. Also wir haben das immer wieder jetzt heute schon am Rande hast du es erwähnt Überfluss äh Gesellschaft, dass man nicht mehr arbeiten muss. Das ist ja äh für viele auch was was Gutes. Und was sind die enormen Vorteile, die diese neue Welt mit sich bringen wird für alle jene, die da die dann noch skeptisch sind? Auch mal im größeren Zusammenhang mit anderen Entwicklungen, die wir sehen, die auch KI getrieben sind, zum guten Teil alleine das, was mit unserer Energieversorgung passiert. Mit heutigen Mitteln können wir schon das gesamte Wirtschaftssystem zu 75% elektrifizieren. Die Chinesen sind darin Weltmeister. Elektrifizieren heißt, wir können mit der Hälfte der Primärenergie auskommen und in diese Primärenergie, in die Quellen wird massiv investiert. Sie wird massiv in die Netze investiert. Um 2050 60 werden wir in einer Welt leben, wo mindestens 90% unserer Energieversorgung regenerativ sind, damit gesünder sind, damit wir auch die Chance haben, die Schäden, die wir durch die wahrscheinliche Gase verursacht haben, zumindest mal zu begrenzen und langfristig abzubauen. KI und Robotik machen Lebensmittel billiger. Ich will jetzt nicht noch so weit gehen über diese Präzisionsfermentation zu sprechen, wo wir Proteine produzieren können, die echtes Fleisch sind und echte echte Milchproteine sind, aber nicht aus der Kuh und von der Kuh kommen. Wen das Wohnen preiswerter, man die Kleidung, Reisen, Mobilität, Energie, Wasser. Mit mehr Energie können wir massive Umkehrosmoseanlagen betreiben und sauberstes Trinkwasser haben. Also wie er sagt, wir es wird ein riesiges Trinkwasserproblem geben und wir werden Kriege um Trinkwasser führen, wird nicht der Fall sein. Bei all diesen Problemlösungen bringt uns KI massiv nach vorne. Heute schon, nicht wird irgendwann passiert heute schon. Die Entwicklung von Medikamenten, Impfstoffen wird jetzt schon um das Achtfache beschleunigt zum Teil. Also da wird viel Innovation aus der Zukunft, die irgendwann gekommen wäre, in die Gegenwart gezogen. Hab das glaube ich schon mal als Beispiel verwendet. 380.000 neue Materialien hat Google Deepmind vor zwei Jahren schon entwickelt und die Menschheit kannte bis dahin 50.000, also kristalline Strukturen waren das. Das heißt, man hat Jahrzehnte, mindestens, wenn ich Jahrhunderte Innovation nach vorne gezogen und kann bessere Lösungen schaffen. Die Lebensqualität wird massiv steigen. Wir müssen nur in Anführungsstrichen nur dafür sorgen, dass möglichst alle daran partizipieren, dass es dann keine Reichen mehr geben wird. Das jetzt gar nicht mein Ziel. Äh, weil die schaden ja nicht wirklich. Es ist zum guten Teil eine eine Neiddiskussion. Also, wenn wir in einer Welt leben, in der wir in Eigenarbeit, in Eigenbeschäftigung das tun, wonach uns wirklich ist, ein Einkommen haben, mit dem wir uns mehr leisten können als heute und selbstverständlich die Möglichkeit haben, ein Unternehmen zu gründen, was für andere Menschen anzubieten und darin Erfüllung zu holen, dann sind wir und übrigens ein längeres Leben äh leben und länger in Gesundheit leben, dann habe ich Schwierigkeit, mir vorzustellen, was an der heutigen Welt besser ist. Wird es weiterhin Verrückte geben? Wird es weiterhin solche Menschen geben wie die drei Jungs, die gerade unsere Welt durcheinander bringen? Klar, so sind Menschen eben. Und wenn ich was befürchte, dann ist es zum großen Teil nicht das Potenzial von KI oder Robotik, sondern die Menschen, in deren Händen das ist, die Menschen, die das nutzen, um sich zu bereichern. Bin auch sicher, dass die Kriminalitätsrate weltweit weiter sinken wird. dass wir haben jedes Jahr 1,3 Millionen Verkehrstote, die werden praktisch komplett verschwinden durch KI gesteuerte Fahrzeuge. Also die kurze Antwort, wir werden alle im Überfluss leben. Nur eben wie gesagt in der Zeit bis dorthin ist es turbulent. Das ist ein Abenteuer, so kann man es auch sehen, das zu bewältigen ist. Und wir müssen dürfen darauf vertrauen, dass all die, bei denen wir die Macht sehen, einfach dafür sorgen müssen, dass wir versorgt sind, weil sonst ihre Vermögen und ihre Unternehmen nichts wert sind.
Ja, Wahnsinn. Und da will ich halt auch noch mal ein Punkt betonen, weil ich finde, viele sind immer allzu sehr dann irgendwann in diesem Defetismus, gerade wenn man zu tief aus der technologiekritischen Seite kommt, dass man sich denkt, ja, man kann eh nichts machen, am Ende wird alles schlimm und man ist in so einer Opferrolle drin. Und genau deswegen sind auch Gespräche wie dieses unglaublich wichtig, weil wir haben gesagt, es gibt kaum öffentlichen Diskurs. Auch dieses Video wird sicherlich für einen kleineren Teil der Zuschauerschaft bestimmt sein, die überhaupt bis hier noch mit dabei ist. Viele sind ja dann doch eher noch mal lieber an der Oberfläche, was auch in Ordnung ist, aber umso größer ist natürlich auch der Einfluss, den man hat, ne, wenn man einfach über die Themen spricht und wenn man natürlich, wir haben heute über sehr, sehr viele Lösungsansätze gesprochen fürs eigene berufliche Leben, was man tun kann, um sich Zukunft sicher aufzustellen, wenn man für sich selbst was tun will. Du hast ja auch auf deinem Kanal ein Video auch schon dazu gebracht, das können wir auch noch mal verlinken, ne? Wie kann ich mich Zukunft sicher aufstellen und deswegen ähm schreibt wie gesagt auch noch mal super gerne in die Kommentare, ob euch solche Gespräche hier interessieren, gerade auch dieses ganze Thema Post-Labor-Economy, ob wir hier weitere Folgen gerade eben auch mit Pero, du bist natürlich immer ein sehr willkommener Gast hier auf dem Kanal machen sollen. Pero, ich danke dir jetzt in jedem Fall für die sehr wertvollen Gedanken und Einblicke und Analysen, dass du dir die Zeit genommen hast und wir sehen uns sicher bald wieder in einem weiteren Video. Auf eine gute Zukunft. M.