Transcription
Weißt du, Steuern sind für mich sowieso so ein Randthema. Ja, ich finde es einfach ein Unding. Merkt auch Gesicht. Ich bin richtig sauer auf. Ich werde so wütend, wenn ich darüber nachdenke, dass Geld mehrfach besteuert wird und das ist de facto, was wir in Deutschland haben. Da muss mir keiner irgendwas anderes erzählen. Es wird versteuert, wenn [musik] du es verdienst, wenn du es ausgibst, wenn du es anlegst, wenn du Gewinne erwirtschaftest, wenn du in Rente gehst, bis zum Tod wirst du besteuert. Wir reden ja jetzt so fast so, als wäre ich noch Finanzfag, [gelächter] also ich bin das ja gar nicht mehr. Du warst 20 Jahre lang. Das heißt 20 Jahre. Ja, verstehe. Ja, [musik] 20 Jahre. Wir steigen einfach direkt ein. Unterbrechung hin oder her. Ma ähm Olli nicht im Dienst, so heißt auf Social Media. Oliver Störing, der bürgerliche Name. Ja, und warum sprechen wir hier? Du hast 20 Jahre beim Finanzamt gearbeitet und das ist ja fast so ein bisschen, ich weiß nicht, darf man sagen, das ist ja, da besteht ja fast schon eine Feindschaft. Okay, vielleicht rede ich nur für mich. Ähm, ich und Steuern und Finanzamt, da spannt sich bei mir irgendwie alles an. Ja, da habe ich irgendwie das Gefühl, man kann es nur falsch machen. Ähm, und du sprichst jetzt quasi als Insider. Äh, und du warst ja nicht nur als, also warst ja nicht nur 20 Jahre beim Finanzamt, du warst ja auch verbeamtet, richtig? Die groß, der Großteil von denen, die im Finanzamt sind, tatsächlich auch verbeamtet. Ach so, ist es so. Es gibt ein paar Bedienstete, Angestellte, aber der Großteil ist tatsächlich verbeamtet. Macht ja auch Sinn. Also ich denke mal Finanzamt und Polizei sind so die letzten Bastionen des Beamtentums und Politiker vielleicht noch, ne? Aber deshalb, da ist ja eine staatliche Aufgabe, um die staatlichen Gelder zu erhalten und dann macht der Beamtenjob an der Stelle schon Sinn. Also 20 Jahre Finanzamt, 20 Jahre verbeamtet, 20 Jahre verbeamtet. Ähm, du kommst aus dem Ruhrpott und du hast dich jetzt selbstständig gemacht. Ja, und das ist ja ganz spannend. Das war jetzt im Sommer, ne? Also vor so einem halben Jahr, würde ich grob sagen. Ja. Ja. Es hat so eine, es hat das ähm hat so eine gewisse Vorgeschichte. Also natürlich, ich gebe auch nicht einfach einen Beamtenjob auf, ohne zu wissen, wie ich jetzt die nächsten Monate überlebe. Also ich muss ja irgendwo von, ich habe, also ich habe einen Sohn, der ist vier Jahre alt, ich habe eine Frau, bin verheiratet und natürlich man hat Verpflichtungen und braucht auch ein gewisses finanzielles Einkommen natürlich. Ähm, der Hintergrund, warum das überhaupt möglich war, weil zum Zeitpunkt meiner Kündigung gab's Olli nicht im Dienst, gab's noch gar nicht. Auch die Idee gab's gar nicht, die das, weshalb wir jetzt hier sitzen, gab's eigentlich gar nicht. So und ich habe gekündigt und ich habe seit 2020 mir nebenbei mit einem einem einem Geschäftspartner, den ich in Thailand kennengelernt habe auf Koh Samui, ähm haben wir einen Instagram-Kanal, der geht um Aktienbörsen, Finanzen, der heißt Cash Cash Cocktail und den haben wir 2020 aufgebaut und sind dabei null gestartet. Und dieser Kanal ist eigentlich die Grundlage, also finanziell auch, warum ich die Möglichkeit hatte aus dem Beamtenjob rauszugleiten, zumindest mit einer gewissen Sicherheit, dass ich die nächsten Monate überleben kann. Mhm. So, das war die Grundlage, dass ich überhaupt, also man gewisse finanzielle Grundlage braucht man natürlich. Ich will jetzt hier einfach die Weihnachtsdeko machen. So. Und der hier hier oder? Ho ho ho ho. Ich glaub, den sieht man gar nicht unter meinem Nein, unter meinen Haaren, ne? Na, for the soll ich einmal so zeigen? Warte. [gelächter] Okay, jetzt geht's erst richtig los. Was haben wir denn hier alles? Ah, ja, die Klassiker, die Stifte. Ich liebe die Stifte wirklich. Sehr beautiful. Wow, wow, wow, wow. Ho ho. Merry Christmas. Ist es jetzt weihnachtlich genug? Ja, aber du musst hier reinkommen. Ist es jetzt weihnachtlich genug? Ich glaube, wir können noch ein bisschen mehr machen hier. Das macht alles Philip jetzt. Alles, was jetzt passiert, ist digital enhanced. Wir haben vielleicht Schnee und ein bisschen. Es ist unschwer zu erkennen, dass die Weihnachtszeit beginnt und damit beginnt natürlich auch die Suche nach dem perfekten Geschenk für seinen Liebsten oder seine Liebste. Und da kommt mein langjähriger Kooperationspartner ins [musik] Spiel und zwar die Firma Hörner aus Dresden. Die machen wunderbare [musik] Produkte, wie z.B. diese wunderschöne Tasche für den Mann von Welt. Ein großartiges Geschenk. Natürlich [musik] klassisch das Schreibwerkzeug von Hörner. Wunderschön. Wir haben Portemonnaies in unterschiedlichster Couleur, braun, schwarz, schwarz für die Männer halt. Uhren, Konferenzmappen auch wieder in unterschiedlichen Farben und all das gibt es mit dem Rabattcode Kosebeck 10 noch mit einer 10prozentigen Vergünstigung bei jedem Einkauf. Also nutzt den Link unten in der Videobeschreibung und den Rabattcode Kosebeck 10, um eure Weihnachtsgeschenke [musik] für eure Liebsten zu besorgen. Damit unterstützt ihr nicht nur die Firma Hörner aus Dresden, sondern auch meinen YouTube-Kanal. Also vielen herzlichen Dank und frohe Weihnachten. Das heißt, du hast schon ähm ähm Erfahrung gesammelt in diesem Social Media Bereich. Genau. Tatsächlich nur auf Instagram, also auf keinem anderen Kanal. So, das war rein Instagram, aber eben auch im Bereich, der mich auch interessiert, neben Steuern zwangsläufig ähm Aktienbörsen, Finanzen. Genau. Ähm, es ist trotzdem mutig, würde ich jetzt mal sagen, na, aus einem Beamtenverhältnis auszusteigen. Man hat ja so einige Privilegien. Du darfst diese aufzählen. Ja, zum Hauptprivileg ist ja, dass man seinen Job nicht verlieren kann. Also, man ist wirklich, wenn man Beamter auf Lebenszeit ist, äh durchgehend kann man sich sicher sein, außer man fängt jetzt an zu randalieren oder irgendwelche Monitore aus dem Fenster zu schmeißen, ist es eigentlich so, dass der Job sicher ist. Also der Beruf ist wirklich safe. Also von dem Zeitpunkt, wo du beamt auf Lebenszeit bist, bis du ins Pensionsalter kommst, wirst du immer vor, bevor der neue Monat startet, dein Gehalt, dein Gehalt erhalten. So, das heißt, du wirst ja auch im Voraus bezahlt. Ist ja auch so ein Ding. Normal Angestellte werden, glaube ich, entweder am 15. oder am 30. für den Monat bezahlt und Beamte werden vorher bezahlt, bevor die Arbeit getan ist. Aha. So. Und das ist sicher, also wenn man am 30. und am 31. auf sein Konto guckt, ist das Geld da. So. Die Sicherheit besteht 100%. Darfst du sagen, in was für eine Tarifgruppe du bist? Ich war am Ende im A11. Ist für die Aufgabe, die ich letztendlich dann am Ende auch getan habe, denke ich nicht eine, kommen vielleicht auch noch zu, nicht die richtige Besoldungsgruppe gewesen, also im Verhältnis nicht. Also das heißt zu wenig, sagst du. Und was ist A11 jetzt vom Betrag her? Ja. Also, ich war hinterher Steuerklasse 3, muss man auch dazu sagen. Ja. Ähm und nach Abzug von Krankenversicherung bin ich so bei 34 bis 35 Netto. Okay. Das ist jetzt, das ist aber Steuerklasse 3, ne? Also das heißt, ne, hat ja auch ein Hintergrund, wenn die Frau dann Steuerklasse 5 ist, muss man eine Steuererklärung machen und muss auch noch mal ein Teil Steuern zusätzlich zahlen. Mhm. Weil es das noch nicht abgedeckt hat. Dann warte mal, du, aber ich dachte, man, wenn man verheiratet ist, können doch auch beide in derselben Steuerklasse. Genau, 44 kann man machen, aber dann hat man monatlich wenig, weniger Liquidität, was ja wirtschaftlich gesehen schlechter ist, weil Liquidität hat ja immer auch einen Wert, ne? Ja, aber 35 macht ja nur Sinn, wenn eine Person viel weniger verdient. Genau. Der Unterschied muss da sein. Also, ich sag mal so, Faustformel sagen 500 € Unterschied. Wenn einer ist jetzt nicht genau gesprochen, ne, aber ist so eine Faustformel einfach. Wenn einer 500 € mehr verdient als der andere, macht macht es Sinn, dass der andere, der eine in drei geht, der andere fünf. Also der, der mehr verdient in drei. Aber wie war das für deine Frau? Ich meine, die hat dann auch, hat sie Teil- oder Vollzeit gearbeitet? Ähm, Vollzeit. Also erst Teilzeit, zeitlang und dann Vollzeit. So. Und wenn sie jetzt dann nach Hause kommt und hat immense Abzüge, das macht doch auch was mit einem psychisch irgendwie. Klar, das hängt schon so im Kopf, aber wenn man das zusammenrechnet, ist es natürlich netto im Monat mehr. Okay. Und da halt, se, wenn wir ein Familienhaushalt sind, eine Familie sind, macht das schon Sinn dann. Okay. Und so habt ihr das einfach insgesamt gesehen. Wie hast du, wie bist du dann Okay, ich weiß nicht, ob das jetzt zu privat ist, aber wie bist du dann vorgegangen? Auch deine Frau ist ja wahrscheinlich mit Kind zu Hause geblieben. Zeitlang. Ja. Ja. Und habt ihr das dann irgendwie auch ausgeglichen rententechnisch? Meine Frau ist auch verbeamtet. Ach so. Aber nicht im, nicht im, nicht im Finanzamt. Okay. Und das heißt, da ist das dann sowieso ausgeglichen oder wie ist das? Sie kriegt ihre Pension auch. Ah ja, okay. Also Privileg, man bekommt für pünktlich sein Geld und zwar ein Monat vorher, immer, egal, ob es draußen regnet, stürmt oder schneid oder irgendwelche Weltwirtschaftskrisen sind oder so, wird trotzdem ausgezahlt. Genau. Und man kann auch, es gibt auch kein Krankengeld. Also ich kann auch sechs Monate krank geschrieben sein, komm trotzdem voll, voll mein Geld. Ach so, es gibt keine, nicht, nicht 80% oder sowas irgendwie nach Wochen, genau, das gibt's auch nicht. Also, man kann auch drei, vier Monate krank sein. Fünf Monate bekommt trotzdem jeden Monat das volle Gehalt. Da gehen wir gleich rein. Da habe ich da habe ich Vorurteile. Und was noch? [gelächter] Am Ende war es recht angenehm. Das war Corona bedingt auch ähm ist das entstanden, dass es äh drei Tage jede Woche die Möglichkeit gab, drei Tage Homeoffice zu machen. Also, man durfte drei Tage Homeoffice machen und zwei Tage ins Büro. Das war coole, coole Eigenschaft. Dann ging das dann auch über dann die Coronazeit hinaus? Mm. Okay, das hat sich dann so etabliert, also Corona war ja teilweise voll Homeoffice und dann hat sich das ähm so etabliert, dass Leute das gut reingepasst hat und dann gab's drei Tage auch. Mhm. Okay. Ja, das klingt. Private Krankenversicherung haben wir noch, also Beihilfe, ne? Also ah, ist ach so, aber wird es dann trotzdem aufgeteilt? Genau. Sonst man muss ja sonst seine private Krankenversicherung vollzahlen. Sagen wir mal 800 € im Monat und wenn man verbeamtet ist, zahlt die Hälfte quasi der Staat auch, das nennt sich Beihilfe und dann hat man privat selber nur die Hälfte der Krankenversicherung zu tragen. Der Steuerzahler zahlt es. Ich habe ein bisschen ein Problem, weißt du, da können wir auch drüber, weiß ich, ich habe ein bisschen ein Problem, wenn man sagt, die öffentliche Hand oder der Staat, es ist der Steuerzahler, der das bezahlt. Hat man da eigentlich ein Bewusstsein dafür als Beamter? Das ist das ist ein entscheidender Punkt eigentlich, der mir, der mir jetzt auch erst in den letzten Monaten klar geworden ist, man hat dieses Bewusstsein gar nicht. Als Beamter hat man das Bewusstsein überhaupt nicht oder auch als Finanzbeamter nicht. Man lebt wirklich in dieser Bubble. Man hat zwar in, also komm vielleicht hin, wo in welcher Stelle ich am Ende war. Äh, man hat mit vielen Unternehmern zu tun, man bekommt das mit, aber dieses Bewusstsein, dass es auch noch eine andere Welt gibt, dass diese Unternehmerwelt gibt, welche Probleme da sonst noch sind, außer Steuern, ähm, das fehlt irgendwo dieses Bewusstsein. Und wer das auch zahlt, klar, man weiß das, man wird durch Steuergelder bezahlt, aber man zahlt selber ja auch Steuern. Das ist ja auch nur so ein Vorurteil irgendwie, dass man keine Steuern bezahlt als Beamter. Man hat genauso die Abzüge, außer die Sozialabgaben, die sind ein bisschen anders. Na ja, ihr habt keine Sozialabgaben. Genau. Ja. Äh, die ihr habt eine bessere Krankenkasse. Gut, sie wird auch bezahlt, aber sie ist besser, also von der Leistung her. Und ihr habt, müsst nicht in die Rentenkasse einzahlen. Das heißt, das sind schon erhebliche Abzüge, die bei Beamten nicht, das sind nur nicht, das sind halt Abgaben, das sind keine Steuern. Ja, okay. Aber am Ende Geld ist weg. Geld ist weg. Das ist also netto nicht brutto und so weiter und deswegen, das ist glaube ich das, das ist das, wo die Ungleichheit dann so extrem wird, weil ähm die Rente, weißt du ja auch Bescheid, ist nicht sicher. Aber genauso habe ich die Pension auch als nicht sicher empfunden. Also, ich habe für mich immer gesagt, wenn ich irgendwann 70 bin, ich habe auch, bin direkt davon ausgegangen, dass ich auch bis 70 arbeiten muss, werde ich sowieso nichts erhalten. Weder Rente noch Pension. Deshalb auch das Thema mit Aktienbörsen, dass mich das interessiert hat, dass ich da rein wollte, um mich selber eben fürs Alter abzusichern. So und ich habe für mich gesagt, wird sowieso nichts geben, ob du das jetzt Pension nennst oder Rente. Ich in 30, 40 Jahren ist nichts mehr da. Ja. Ach so. Also das heißt, so ist mein Gedanken, so bin ich daran gegangen, einfach und gehen da die anderen, also wissen, dass die anderen Beamten. Nee, nein, nein, nein. Die verlassen sich da voll drauf, dass es eine Pension gibt. Ja. Aha. Und du sagst da, das würdest du nicht machen. Ich glaube, ich habe auch Artikel darüber gelesen. Ja, wenn man sich das 30, 40 Jahre weiter spinnt, ne? Weiß nicht, wie es dann aussieht mit den Pensionskassen und den Rentenkassen. Mhm. Okay. Steuern zahlt ihr auch, also Einkommensteuern, aber ironischerweise äh ist es ja jetzt auch so eingetroffen, weil ich bekomme keine Pension. Dadurch, dass ich gekündigt habe, ist mein Pensionsanspruch weg. Der ist weg. Also das, was ich quasi selber schon angenommen habe, habe ich jetzt quasi selber verursacht. So. Aha. Das ist jetzt okay. Das ist jetzt interessant. Du warst jetzt, du warst verbeamtet und du hast gekündigt und damit ist dann auch sind alle Ansprüche weg und der Beamtenstatus ist weg und und das, ich meine, gibt's dann irgendwie kennst du das, wenn du dich bei irgendwas austrägst, bei irgendeinem Abo und dann fragen sie dich noch mal und dann fragen sie dich noch mal, willst du wirklich, willst du wirklich? Gibt es auch? Die Frage ist auch sehr interessant, weil das muss ich auch feststellen, es ist einfacher seinen Beamtenjob zu kündigen als ein Zeitungsabo zu kündigen. Ist wirklich simpler als ein Handyvertrag oder was auch immer. Man braucht nur seine seine Personalnummer, trägt die ein, sagt ich kündige und gibt das ab. Und theoretisch muss man dann am nächsten Tag nicht mehr hin oder ich dreh aus dem Beamtenfeld aus am nächsten Tag. Theoretisch muss man am nächsten Tag nicht mehr hin, aber die können es, also man macht das natürlich vernünftigerweise, gehen mal im Vorfeld dahin, kündigt das an und so weiter, man sagt nicht, morgen bin ich nicht mehr da. Ähm, wenn man so machen würde, könnte der aber der Arbeitgeber ähm sagen oder in dem Fall dann der Staat ja sagen, ähm bitte mach noch deine Arbeit zu Ende, wir halten dich jetzt hier noch drei Monate fest, aber das dann das Maximum, dann ist Schluss. Aha. Und wie war das jetzt bei dir? Wie hast du es gemanagt? Ja, es kam, ich war am Ende in der großen Konzernbetriebsprüfung. Das ist eigentlich eine der angenehmsten Stellen, muss man wirklich sagen. Und also, wo ich gerne auch gearbeitet habe. Ich bin, das ist auch ironisch. Ich bin eigentlich am Punkt gegangen, wo ich an einer Stelle war, wo ich sehr gerne gearbeitet habe, wo ich die Bedingungen super fand, wo ich die Aufgabe toll, spannend fand und da habe ich eben gekündigt und ähm da gab's so ein Zeitpunkt, man muss das nächste Jahr planen, welche auch, welche Fälle man da dort prüft und da habe ich gesagt, ich kann jetzt nicht sagen, ich plane mein Jahr nächstes Jahr und weiß aber ähm, ich ich höre auf. Ja, und deshalb bin ich dann zu dem Zeitpunkt, wo die Planung hätte angestanden, bin ich hingegangen zu meinem Chef, zu meinem Sachgebietsleiter und habe gesagt, so sieht's aus. Und das nächste Jahr bei mir jetzt nicht planen, weil ich vorhab auszusteigen. Mhm. Und wie war da die Reaktion? Ja, die sind natürlich maximal überrascht dann, aber ich fand sehr positiv tatsächlich. Also, der hat mir dann auch von sich erzählt, der hätte sowas auch mal vorgehabt, aber jetzt ist er schon so lange dabei und jetzt will er da auch nicht mehr raus. Und gibt's so ein Point of No Return als Beamter? Ja, würde ich schon sagen. Also bei mir ist schon hart an der Grenze. Also, wenn ich 45 gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich nicht mehr gemacht. Wow. Und jetzt bin, wä ich halt nächsten Monat 40, bin jetzt noch 39. So, also da gibt's so ein so ein Schwelle, wenn die überschritten wird, dann nicht, aber so für meinen Kopf war 45 wär es vielleicht nicht mehr gegangen, ne? Ah ja, interessant. Okay, das heißt, du bist nach 20 Jahren im Finanzamt gegangen. Ähm, was war denn schlussendlich der Grund, warum du gesagt hast, äh jetzt oder nie? Ja, zum einen äh, weil ich gesehen habe, dass es noch eine andere Welt gibt. Durch diese Nebentätigkeit bin ich auch in Kontakt mit Leuten gekommen, wo man so einen Einblick erhalten hat in andere Welten, in was außerhalb des Beamtentums, was es da gibt und was es da auch für ein Umfeld gibt, weil das ist auch so ein Problem. Das Umfeld ist eben sehr einschränkend als Beamter. Das heißt, die Menschen haben auch so ein so ein Mindset von wegen, ja, was war am Wochenende, was machen die Nachbarn, wann fahre ich das mal im Urlaub, wann ist wieder äh, wann ist wieder Wochenende und so? Wie lange muss ich noch arbeiten? So, also so ein beschränkendes Mindset. Ähm, das wollte ich oder das habe ich dann erfahren, es gibt auch andere, anderes um, andere Umfelder, wo die Leute anders denken, was ein bisschen weltoffener ist, was ein bisschen perspektivisch besser gestaltet ist und das hat mich halt sehr getriggert oder sehr angefixt und dann wollte ich raus aus diesem Umfeld, aus diesem Neg, also ich habe das schon immer gemerkt, dass das so ein gewisses negatives Umfeld ist, was ein dann dann auch zurück in seine Position drängt und sagt: "Ja, du bist ja Beamter, dann mach dein Ding jetzt bis 70 oder 67 und dann ist gut." So, wie lang, wie viel Jahre muss ich noch arbeiten und das wollte ich einfach nicht mehr und das habe ich eben erfahren durch meine, sage ich mal, unternehmerische Tätigkeit. Aha. Die du nebenher aufgebaut hast seit 2020, nachdem du in Thailand warst und dort vielleicht auch andere Kontakte noch gekriegt. Das war einfach ein Urlaub mit der Familie und da haben wir eine andere Jungsgruppe kennengelernt und da war einer bei, der sich auch für das Thema interessiert hat und so ist das, war der Start davon. Mhm. Genau. Ah, das heißt, es ist nicht, es war eigentlich vornehmlich gar nicht die Tätigkeit, sondern auch das Umfeld, wo du das Gefühl hattest, oh, ich kann mich hier nicht bewegen. Ist das richtig? Ja, richtig verstanden und auch schon so zu Ende geplant, weil man hat, das wird einem jetzt auch immer bewusster, man hat ja tatsächlich nur ein Leben und das ist auch so ein Punkt, wenn ich jetzt mit 80 zurückblicken würde und wenn ich irgendwann 80 bin oder sein werde, dann und ich blick zurück und hätte gesehen, oh, mit 39 hast du noch mal die Chance gehabt, was anderes zu machen, anstatt jetzt noch 30 Jahre diese Tätigkeit, dann hätte ich mir das, glaube ich, vorgeworfen. So, dann hätte ich mir gedacht, warum hast du das nicht probiert? Bringt doch eh nicht. Hast eh nur ein Leben, das jetzt bald vor zu Ende. Warum hast du nicht noch mal was anderes probiert? So und das wollte ich auch nicht, ne? Dieses Bereuen dann an der Stelle. Wie haben deine Kollegen und Kolleginnen reagiert? Die ähm, also ich habe kurz bevor ich eben gegangen bin, anderthalb Jahre vorher, ähm, ich habe 20 Jahre quasi an, 19 oder 18 HB Jahr an einem Ort gearbeitet mit einem Umfeld. Bin kurz vorher eben in ein andere, eine andere Behörde gekommen, auch im Finanzamt natürlich, aber ein anderer Bereich und von daher hatte ich da relativ neue Kollegen, die haben natürlich anders reagiert als die, die mich jetzt schon 17 Jahre, 18 Jahre begleitet haben, ne? Also die mich, wo ich zu Ende zuletzt war, die kannten mich natürlich auch noch nicht so gut. Die waren nur sehr überrascht, aber insgesamt sehr positiv und fand, ja, wirst du bestimmten äh äh Leuten Hilfe sein im Bereich Finanzen und so kannst da gute äh gute Hilfestellung leisten und ähm die waren also sehr überrascht und die anderen waren ähm, die mich freundschaftlich kennen, die fanden das auch gut, aber es gab halt auch genug, die gesagt haben, schwindelt er jetzt oder was macht er da oder? Aha. Was hat überwogen? Die Skeptiker oder die, die motivierenden? Da ich mich von diesen Skeptikern sowieso schon entfernt hatte auch so persönlich, habe ich das nicht so mitbekommen, aber ich denke mal von der, von der Gesamtheit hat das überwogen und das andere war ein kleinerer Teil. Das habe ich im Nachhinein auch so mitbekommen. Mhm. Ähm, jetzt zu deiner Tätigkeit, also das gesagt, 17, 18 Jahre warst du in der einen Behörde und dann jetzt zum Schluss bei der Konzernprüfung, großen, großen Konzernbetriebsprüfung. Das heißt, das war zum Schluss. Und was hast du dann die 18 Jahre vorher? Ich habe wirklich alles, alles durchlaufen, was es im Finanzamt gibt. Ich war im Einkommensteuerhauptsachgebiet. Also da macht man hauptsächlich Steuererklärungen von Gewerbetreibenden und Selbständigen. Das war der Staat so, ich genau. Ja, also keine reinen Arbeitnehmer, sondern die noch was anderes machen oder rein gewerblich sind oder rein selbständig. Dann ähm, dann war ich in der Firmstelle, das heißt, da werden GmbHs geführt, GmbH & Co. KG, GBRs, OHGs, also die ganzen Firmenkonstrukte werden da geführt, auch Verschmelzungen, also relativ komplexe Vorgänge, die dann aber anhand der Steuererklärung beurteilt werden. Dann war ich vier Jahre in der Amtsbetriebsprüfung. Das heißt, da werden kleinere Betriebe geprüft, also auch ich habe auch häufig Dönerbuden geprüft, Kioske, aber auch Logistikunternehmen. Also, aber mittelständisch von der Grenze her, sagen ich mal, bis 4, 5 Millionen Umsatz so in dem Bereich. M, also Steuerprüfung. Ja, genau. Genau. Vier Jahre. Genau. Und dann das letzte, letzten anderthalb Jahre war quasi Groß- und Konzernbetriebsprüfung. Da werden dann nur noch sehr große, auch weltweit tätige Konzerne, die am Standort in Deutschland haben, geprüft. Also ab 50 Millionen Jahresumsatz kann man so sagen, auch Aktiengesellschaften und da, da geht's um andere steuerliche Themen, ne? Also der Dönerladen hat andere steuerliche Problematik als so ein Aktiengesellschaft, ne? Erzähl mal. Ja, wenn wir beim Dönerladen anfangen, das ist so der Klassiker. Äh, die Kassenführung ist das Problem, ne? Also gerade Gastro oder überall, wo viel Bargeld fließt, stecken die Probleme in der Kassenführung, die ordnungsgemäß sein muss, die nachvollziehbar sein muss. Und wenn das nicht gewährleistet ist, äh, dann hat ein Prüfer das Recht oder die Pflicht dann dazu, Aufschläge und Zuschätzungen vorzunehmen. Mhm. Genau. Weil man das nicht glaubt, was dokumentiert ist. Es gibt immer ein äh Vorschuss, also, dass man dem Steuerpflichtigen glaubt, der wird dann dadurch belegt, dass die Buchführung in Ordnung ist, aber wenn sich da Ungereimtheiten feststellen lassen, also formelle und materielle Fehler, dann kann man, man äh die Möglichkeit dahin, Zuschätzung vorzunehmen, z.B. Und und was sind da so die Diskrepanzen, auf die man da aufmerksam wird, wenn man sagt, ah, da irgendwas stimmt da nicht, weil du sagst ja, der Vorschuss ist, man glaubt dem Steuerpflichtigen. Und worauf achtest du dann bei der Dönerbude oder bei diesem eben kleinen, äh, kleinen Unternehmen? Auf genau, was achtest du? Ja, gibt's ja verschiedene Sachen. Also bei Kasse gibt's, also das ist ja auch so ein Ding, was ich jetzt immer mehr feststelle, die Leute, den Leuten fehlt wirklich an den steuerlichen Basics. Mhm. Das ist das Grundproblem, wo die, man als Finanzbeamter vielleicht einfach so annimmt, dass sie da sind, aber die sind gar nicht da. Und das, das liegt ja auch daran, dass man nirgendswo was lernt zu dem Thema Steuerrecht oder Versicherung oder Mietverträge, Vertragsgestaltung, ne? Man bekommt ja in der Schule dazu nichts mit. Es gibt kein Fach heute mal Wirtschaft, also gibt's vielleicht schon, aber nicht speziell, dass einer was zum Steuerrecht sagt oder sagt, wenn du Unternehmer werden willst, solltest du das und das beachten. Also jeder kann vielleicht was gut, ne? Der eine kann gut Döner herstellen, der andere kann gut Sachen verkaufen, der andere kann gut Interviews führen. So, man kann was gut, aber man die Grundlage, wie wie das in Deutschland steuerlich einzusortieren ist, das fehlt ja komplett. So und dann dann verlässt man sich auf dem Steuerberater oder man findet erstmal gar keinen, ist ja auch so ein riesen Problem. Man findet gar keinen und wenn man einen hat, weiß man ja auch nicht mehr, macht ja seine Sache gut. Also, wie soll ich das beurteilen, wenn ich selber das Wissen nicht habe? Wie soll ich beurteilen, ob derjenige seine Aufgaben gut macht? So und da sage ich jetzt auch immer, ähm, zumindest für den Bereich, in dem man arbeitet, sollte man sich Informationen ranholen zu diesen steuerrechtlichen Problematiken. Nicht, dass man es versteht und komplett weiß, sondern nur, dass man daraus Fragen entwickeln kann und mit diesen Fragen zu seinem Steuerberater gehen kann, eben die stellen und dann anhand der Reaktion ein Bauchgefühl oder ein Empfinden entwickelt. Wie hat er darauf reagiert? Hat er da jetzt kompetent drauf reagiert oder hat er hat er rumgeeiert? Wusste nicht, in welche Richtung man die Frage gemeint hat und dann entwickelt man ein Gefühl dafür, ist ja in Ordnung oder kann mir gar nicht helfen. So, weil das Problem ist, die Leute verlassen sich auf den Steuerberater und schieben die Verantwortung dorthin, aber wenn der Fehler macht, liegt die Verantwortung beim Steuerpflichtigen. Oh ja. Und dann kriegt man böse Post vom Finanzamt. Finanzamt ist völlig egal, ob der Steuerberater Quatsch gemacht hat oder man selber Unsinn gemacht hat. Es geht, die Verantwortung ist immer beim Steuerpflichtigen. Mhm. Klar, gibt's ja noch so ein zivilrechtlichen Anspruch vielleicht gegenüber dem Steuerberater und die sind ja auch alle versichert in dem Bereich. Wenn die Beratungsfehler machen oder steuerlich was falsch beurteilen und das nachgewiesen werden kann, dann hat man da einen zivilrechtlichen Anspruch. Aber der Weg, das zu bekommen, ist ja erstmal aufwendig, ne? Mhm. So und deshalb, deshalb sage ich, man sollte zu, man muss nicht alles wissen, man muss auch eigentlich nichts Spezielles wissen, aber man sollte zumindest Informationen zu dem Bereich ranholen, in dem man arbeitet. Steuerliche Informationen, Grundlagen und das kann man ja heute auch mit ChatGPT und so weiter relativ gut machen. Oder B, siehst du es eher kritisch? ChatGPT ist ein riesen Problem. Ähm, also man kann ChatGPT nutzen, also ich kann das auch nutzen für steuerliche Themen, weil ich aber erkenne, wann der Quatsch erzählt. Ah, weil der zitiert auch manchmal Urteile, die gibt es gar nicht oder der begründet Dinge, die so nicht richtig dargestellt sind. Ähm, also die Begründung stimmt nicht, aber das erkenne ich dann und kann in die richtige, nachfragen und weiteren Prompt oder so in die richtige Richtung schubsen. So, das also für ein Überblickgewinnung ist das für mich gut, so steuerliche Themen zu zu durchleuchten, aber wenn einer keine Ahnung hat und da irgendwelche Fragen stellt und die Antwort nimmt, die kommt, die ist zu 80% falsch. Ach wow. Okay, da habe ich auch schon Leute gehabt, die mir erzählt haben, die so ihre Steuererklärung gemacht haben, da ist alles in die Hose gegangen. Also bitte nicht mit ChatGPT irgendwie seine Steuererklärung erstellen. Okay, das will ich kein guter Rat. Ja. H okay. Zurück zur Dönerbude und die Fehler. Was ist das, wo du als Finanzbeamter aufmerksam geworden bist und gesagt hast, das muss ich prüfen? Kann ja mal eine lustige Geschichte erzählen. Man man besichtigt ja auch so ein Betrieb vorher dann mal und man ist ja dann auch oder man ist ja auch privat manchmal irgendwo, dann sitzt man da und ähm ja, es geht darum zu bezahlen und dann geht die Kasse auf und der der Betreiber sagt dann ja, äh, also einer hat bezahlt, Kasse ist aufgesprungen und sagt dann, möchte noch jemand bezahlen und dann ja, ich bezahle auch noch eben schnell und dann kommen vier, fünf Leute geben ihm das Geld und er schmeißt das auch in die Kasse. Kasse geht zu. Aber der Umsatz, es wurde nur der erste Umsatz erfasst und die anderen vier Umsätze sind einfach so in der Kasse gelandet und geschlossen. So, weil ähm, also ich habe, ich verstehe das, dass Leute da sind und sagen, entweder kann ich es jetzt eintippen, dann zahle ich jetzt 19% Umsatzsteuer, dann zahle ich Einkommensteuer, dann zahle ich Gewerbesteuer oder ich tippe es einfach gar nicht ein, dann ist ja alles mein Geld, so ne. Also die, diese Verlockung, das so zu machen, ist natürlich da, ne? Aber diese Verlockung und so und jetzt und ich glaube, da entsteht jetzt so die Dissonanz zwischen mir und einem ehemaligen Finanzbeamten. Ich kann die einfach komplett verstehen. Ich sag ja, ich kann das verstehen, dass diese Verlockung da ist, ne? Aber ein Angestellter hat die Möglichkeit ja nicht, ne? Wenn einer Lohn, die Lohnsteuer wird einfach abgezogen. Ja, Unternehmer geht auch ein viel größeres Risiko ein. Mm. Ja, also da, das sind einfach ganz unterschiedliche äh Matrixen, also Chancen und Risikenmatrixen, die wir uns da angucken können. Aber ich kann bei vor allem bei einem Kleingewerbe oder so einem Kleinunternehmer vollkommen nachvollziehen, weil es, es ist, ich frage mich manchmal, wie die das schaffen ähm, überhaupt zu überleben. So, hast du gerade ein ganz schlimmes Wort gesagt, Kleingewerbe, das ist auch so ein Mythos. Also das hat im steuerlichen Zusammenhang gar kein, gar keine Grundlage. Es gibt kein Kleingewerbe, wenn man hat entweder ein Gewerbe oder man hat kein Gewerbe. Kleingewerbe gibt's nicht. Und da entstehen auch ganz oft diese Probleme, dass Leute sagen, ich habe ein Kleingewerbe, mein aber Kleinunternehmerregelung, das ist umsatzsteuerlich. Es gibt auch verschiedene Steuerarten. Es gibt Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, sind alles verschiedene Steuerarten. Ja, aber findest du, guck mal, das ist doch der Grund, warum Leute so viel, viel so viel falsch machen, ist auch, weil es einfach zu kompliziert ist. Also, man kommt da ja gar nicht mehr selber zurecht. Es gibt Steuerberater, die kennen sich auch nicht besonders gut aus. Hast du jetzt auch gerade bestätigt, oder nur jeder hat seine Form. Ganz genau. Also von dem her, es ist doch dieses, dieses Steuerrecht, das wir in Deutschland jetzt haben, es dient doch nicht dem Einzelnen. Es, es ist eher wie so ein Damoklesschwert, das über einem schwingt und man hat Angst, jederzeit irgendwas falsch zu machen. Die Entwicklung kommt aber daher, dass es eben früher einfacher war. Also, das Recht wird tatsächlich immer komplizierter, komplexer. Es kommen immer neue Gesetze dazu, neue Gesetze mit Buchstaben, die sind immer problematisch eigentlich. Sobald du ein Gesetz hast mit so einem Buchstaben dran, weißt du schon, das ist so eine komplexe Vorschrift. Ähm, das liegt aber daran, dass Leute einzel, also quasi Freiheiten dann ausgenutzt haben und die so maximal dann für sich genutzt haben, um da eben Steuern zu sparen oder auch, ne, in die Richtung und dann wird da wieder ein Riegel vorgeschoben, dann gab's das nächste Gesetz und so hat sich das dann aufgebaut. Tatsächlich ist das Steuerrecht, wenn man dann ein großes Wissenschaft äh Wissensäh Wissensschatz hat, ähm bietet das viele Möglichkeiten auch in Deutschland das gut zu gestalten. Also die Möglichkeiten sind definitiv da. Ja, nur das Wissen muss da sein und
die richtige Anwendung. Und in Deutschland ist halt ein Punkt: Dokumentation über alles. So dieser Bürokratiegedanke, äh, die Dinge, die geschäftlich passieren, auch zu dokumentieren, ne? Das ist wirklich so ein Hauptaspekt, der erfüllt sein muss. Was ja heute nicht mehr so schwierig ist, wenn man jetzt anguckt, äh, so Transaktionen, so Banken und so weiter. Es ist ja alles eigentlich schon dokumentiert, oder?
Meinst du jetzt noch eine zusätzliche Dokumentation? Ja, Rechnung schreiben, wie ist die Rechnung ausgestaltet? Habe ich die Belege noch oder sind die weg? Da gab's auch so Geschichten, dass äh der einer erzählt hat, ja, meine Eltern haben mein Zimmer renoviert und da standen meine ganzen Belege und dann haben die die einfach weggeschmissen und ich habe die nicht mehr so. Aber die Verantwortung, dass man die hat, liegt bei dem Betreiber eben, ne? Wenn man die nicht hat, dann...
Und was sind Eigenbelege? Eigenbelege, ja, wenn man die sich selber schreibt für so eine Enten oder so, das aber muss man machen eben, ne? Mhm. Ja.
Ähm, okay, also, ähm, Fehler: Kasse aufmachen und die Umsätze quasi einfach so annehmen und sie nicht einzeln versteuern. Ähm, solche Dinge hast du z.B. dann erlebt in Dönerladen. Genau. Kiosk, Dönerladen, so richtig. Und was noch so in diesen kleineren Geschäften? Es gibt auch Dinge, die gelten für kleine und für größere Unternehmen tatsächlich. Das sind einfach sowas wie ähm, man hat einen Vorsteueranspruch, ja, wenn man sich Gegenstände kauft oder und Dinge fürs Unternehmen, kann man sich ja die, wenn man Regelunternehmer ist, die Vorsteuer zurückholen und da muss man aber den richtigen Buchungsschlüssel anwenden. Und wenn man internationale europäische Rechnung hat, dann gibt's ja manchmal auch das Reverse Charge Verfahren und sowas. Und wenn man aber die Buchung falsch macht, dann gab es Unternehmen, die haben aus Rechnung Vorsteuer gezogen, wo gar keine Vorsteuer drin war. Mhm. So und dann das kann sich halt, wenn man viele Umsätze hat, auch schon mal in hohe Beträge dann entwickeln, ne? Also Buchungsfehler, ähm, Bilanzposten, die die falsch entwickelt worden sind. Ähm, da gibt's vielfältige Möglichkeiten, wo man da bilanziell oder auch beim Ein-Überschussrechner Fehler machen kann.
Ja, ich glaube, ich habe auch gerade da sowas, was sich mit dem Finanzamt ausklügeln muss, weil da auch ein Fehler unterlaufen ist wegen dem Reverse Charge Verfahren und die YouTube Einnahmen tatsächlich. Sehr spannendes Thema. Ja. Ja, ich weiß jetzt nicht, ob man das on camera [Gelächter] klären soll.
Also, Reverse Charge Verfahren, da fallen viele Kleinunternehmer auch drauf rein, weil Kleinunternehmer denken immer, ich habe mit Umsatzsteuer gar nichts am Hut. Aber wenn ich als Kleinunternehmer plötzlich äh keine Ahnung, Adobe Abo hab oder keine eine andere Firma, äh, wo wo keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird und das Reverse Charge Verfahren gilt, muss ich auch als Kleinunternehmer ähm die Umsatzsteuer abführen und komme auch in die Verpflichtung, Umsatzsteuer-Jahreserklärung zu machen, obwohl ich ja eigentlich Kleinunternehmer bin. Habe aber nicht den Anspruch, mir das gleichzeitig als Vorsteuer wiederzuholen. Also, ich muss sie, wenn man Kleinunternehmer ist, eben, ne? Nicht wenn man Regelunternehmer ist. Das klingt okay. Ich weiß nicht, alles um ist eine riesen Falle einfach, weil man weil die Leute es nicht wissen und dann dann kann da eben Stress passieren. Ja. Mhm. Ja. Ja.
Ich muss jetzt gerade überlegen, ich finde das, ich habe sowieso ein Thema mit der Umsatzsteuer, weil ich es einfach ein Ja, ich finde es einfach ein Unding. Okay, jetzt weißt du, Steuern sind für mich sowieso so ein Randthema. Ja, ich finde es einfach ein Unding. Merkt das auch gesicht. Ich bist ja richtig sauer auch. Ich werde so wütend, wenn ich darüber nachdenke, dass Geld mehrfach besteuert wird und das ist de facto, was wir in Deutschland haben. Da muss mir keiner irgendwas anderes erzählen. Es wird versteuert, wenn du es verdienst, wenn du es ausgibst, wenn du es anlegst, wenn du Gewinne erwirtschaftest, wenn du in Rente gehst, bis zum Tod wirst du beste. Aber wir reden ja jetzt so fast so, als wäre ich noch Finanzfach. Also, ich bin das ja gar nicht mehr. Du warst 20 Jahre lang. Das heißt 20 Jahre. Ja, verstehe. Ja, 20 Jahre und ich meine, guck mal, ich verstehe, jeder geht seine Arbeit nach und so weiter, aber ich kann einfach nicht verstehen, wie man und ich sag, du findest es ja nicht mehr okay, aber ich ich kann ich kann dieses System insgesamt einfach nicht verstehen, dass es zu es ist zu viel einfach. Es ist es sind zu viel Steuern, die fällig werden und es ist auch zu viel drumrum oder zu viel Zeit, die da reinfließt. Ich sag ja auch, man muss sich mal überlegen, wie wie viel Gehirnleistung auch von Steuerberater, das sind ja keine dummen Menschen, so wie diese Wirtschaftskraft von Steuerberatern und auf der anderen Seite die Bürokratie an Beamten, wie viel Zeit und Energie in dieses Thema gesteckt wird, was aber nichts erwirtschaftet. Ja, ja, ist keine Wertschöpfung überhaupt nicht, null, nichts kreativ, also bisschen kreativ schon. kreativ doch doch auf jeden Fall und man kann da kreativ werden, wenn man gestaltet werden. Ja, aber bring also man beschäftigt sich ja nur mit so einem Recht, was aber nichts erbringt. Es wird kein Haus gebaut, da wird kein kein keine Wand angemalt oder so, wird nichts entwickelt, sondern man bewegt sich in so einem Feld, was ja kein Output hat sozusagen, außer eben Steuereinnahmen für ein Start vielleicht eben so, ne? Ja, genau.
Aber ich glaube, deswegen ist es ja so essentiell und deswegen gucken sie ja an jeder Stelle, um zu gucken, gibt's da noch was, was ich aber wer die Ersparnis nicht größer, wenn man den Apparat kleiner macht und die Steuerberater vielleicht auch für was einsetzt, wo dann Umsätze erwirtschaftet werden, die auch mehr Wirtschaftsleistung ins Land bringen. So, das wäre vielleicht insgesamt sogar das wirtschaftlich bessere Modell. So. Ja, so eine Riesenreform, das traue ich dem deutschen Staat nicht zu. Äh, aber mal um ums dann dann wollen wir das hier produktiv machen. Vielleicht äh die größten Fehler. Ich meine, wie gesagt, du hast angefangen ähm bei auch bei der Einkommenssteuerprüfung, wenn ich das mich richtig erinnere, also Bearbeitung von Steuererklärungen. Steuerklärungen. Und Post dazu und Post. Ja, für die Steuerpflichten Anträge, Hersetzungsanträge, Einsprüche. Okay. Bis hin zur Konzernprüfung. Das heißt, du hast ja wirklich alles durchgemacht. Bis auf Rechtswstelle sowas nicht oder Bewertungsstelle von Grundstücken, da war ich dann nicht. Es gibt so ein paar Randthemen, ne, die mich aber auch nicht so interessiert haben. Aber dann mal die größten Fehler, die irgendwie Privatleute und Unternehmer machen bei der Steuererklärung. Gibt's da sowas, was du immer wieder gesehen hast, wo du gesagt hast, mein Gott, wieso können die das nicht verstehen?
Also, wenn man es ganz runterbricht für Privatleute, die vielleicht auch nur reinen Angestellten Job haben, ist Steuerklärung abgeben. Das verstehe ich bis heute auch nicht. Ähm, weil Leute sagen, lieber, ich möchte das gar nichts mit zu tun haben und beschäftigen sich da überhaupt nicht mit, aber zahlt man zahlt viel Steuern, aber wenn man die Steuerklingung nicht abgibt und seine Werbungskosten in dem Fall nicht erklärt, zahlt man noch mehr Steuern einfach ohne Grund, anstatt sich eine Stunde oder zwei hinzusetzen und sich damit, weil den Stundenlohn, den hat glaube ich niemand, wenn man plötzlich 1000 € wieder bekommt für für 2 Stunden Arbeit, also kaum einer hat 500 € Stundenlohn für ein Netto nicht, die man da reinvestieren kann und dann das Geld aber wieder, aber das will die Leute haben wirklich so eine so ein keine Lust da drauf, dass sie dann gar nichts machen und das noch verschenken dann quasi.
Aber es ist auch, ich kann dir sagen, ich glaube, da das hat auch was mit Angst zu tun, weil man Angst hat, was falsch zu machen. Ja, in dem Fall macht man ja noch mehr falsch, in dem man es gar nicht macht. Ja, genau. Aber dann hat, also ich kenne es nur von mir, weißt du, wenn wenn Post vom Finanzamt kommt, habe ich sofort so, geht alles so auf Abstellung, so, was habe ich falsch gemacht? Und dann ist es so die letztmalige Gelegenheit und ich so, ey, ich habe schon tausende Euro Steuern gezahlt. Ganz offensichtlich will ich das ja tun und da, also will, weiß ich nicht, aber ja, na ja, ich muss es tun und ich tue, ich komme dem auch nach und dann kommt Post, die eher einer Drohung ähnelt. Die Formulierung in der in den Briefen ist wirklich katastrophal und ich finde das einfach ein Unding, wie einfach umgegangen wird einfach auf die Art und Weise, wie die Kommunikation verläuft, zumal ich diesen ganzen Apparaten noch bezahle schriftlich die Kommunikation ist noch schlimmer. Ja, und dann versuche ich anzurufen, keiner hebt ab. Das ist ich versuche zu klären, keiner ist NRW auch noch in eine schlimmere Richtung. Da kann man jetzt nur in so einer Servicestelle anrufen, wo man bei wo man lange wartet, bis man den dran hat und den man dann dran hat, der kann ein gar nicht helfen. Der versucht dann zu verbinden zu irgendwem, der wieder dann nicht dran geht und dann [Gelächter] dann dann ist so eine Stunde rum für gar nichts. Oder ich habe anderen Fall, da hat jemand jetzt 60 Cent Gewerbesteuer zu wenig gezahlt. Mhm. hat eine Mahngebühr von 6 € drauf bekommen und in dem Text steht auch, wenn sie das nicht von sie innerhalb von 7 Tagen zahlen, dann Zwangsvollstreckung und kann zu nicht unerheblichen Kosten führen und so weiter. Ich denke mit 1000% Mahngebühr oder was wegen 60 Cent und diese Androhung, was soll das, ne? Aber aber woher kommt das? Das ist einfach maschinell. So, das schickt ja auch keiner sitzt da und denkt, ah ja, den drücke ich jetzt 6 € rein oder so, sondern das ist automatisiert, da sind 60 Cent zu wenig, dann kommt man Mahnbescheid, da steht halt der Text so drin, egal ob das 60 Cent sind oder 600 € ist immer der gleiche Text und dann geht das raus. Aber das ist doch totaler Schwachsinn. Allein dieses Papier zu bedrucken und es rauszuschicken ist diese 60 Cent wert. Das kann man doch maschinell auch anders einstellen. Alles unter 1 € ist dann wieder so individuell. Ja, unter 1 €. Wo macht man dann die Grenze? 2 3 € 5 € 10 € gib halt eine Grenze und dann ist es auch wieder um das die Grenze null, also entwicht gezahlt oder 60 Cent fehlen. Ja, Wahnsinn.
Okay, aber es ist interessant auch noch mal zu sagen, das ist alles maschineller Zeug, da gibt's jetzt auch, da sitzt jetzt keiner, der einem da unbedingt einen reindrücken will, wenn man dann da anruft, dann verstehen die Leute, da sitzen ja auch Menschen am Ende des Tages, ne? Und bei Amten gibt's genauso auch die Vielfalt von Menschen wie in jedem anderen Bereich. Da gibt's Leute, die sind natürlich mögen dann Steuerpflichtige nicht so richtig und wollen noch vielleicht was auswischen, aber es gibt auch genau die andere Spanne, die sagen: "Ja, klar verstehen wir das, ist uns wir voll gucken, dass wir die 6 € da wegkriegen. Zahlen sie nur die 60 Cent, ich spreche mit meinem Chef, dann streichen wir die 6 €." So.
Ähm, du hast gerade gesagt, es gibt auch Beamte, die Steuerpflichtige nicht mögen. Gibt's da Witze? Macht man Witze über Steuerpflichtige? Ja, ich glaube, das eher so was auch ein generell deutsches Problem ist, diese diese Neidkultur irgendwo, ne, dass wenn man da so ein Unternehmer hat, der dann vielleicht keine Ahnung, 100.000 1000 € Gewinn macht oder 100 200.000 oder 2 Millionen auch, dass man sagt, oha, der hat 2 Millionen Euro und äh ich keine Ahnung, diese dieses dieser Neid in das gibt's ja wirklich in also hat man in anderen Ländern, glaube ich, nicht so extrem wie hier, ne? Also, wenn jemand was erreicht, dass da irgendwo so ein Neid sich aufbaut, ne? Ah, das weißt du, das ist spannend, dass du das beschreibst, weil in diesem Faktor habe ich noch gar nicht gedacht. Also natürlich, dass Menschen in unterschiedlichster Couleur auch in den Ämtern sitzen, das ist klar, aber dass man dann ja auch man man sieht ja da die Finanzen und sieht, was dann ein Einkommen da generiert wird und dann kann sich ja auch ein ganz eine persönliche Kränkung daraus ergeben. Unterhält man sich darüber? Ja, man spricht schon über Fälle. Klar, so, man muss sich ja austauschen. Ja. Und hast du das dann auch schon erlebt, dass Leute, wo du denn vielleicht auch gemerkt hast, oh, der Beamter hat da irgendwie da sowas persönlich bei ihm an angestoßen und jetzt ist er vielleicht neidisch oder was auch immer und will dem eins reinwirken? Einfach so ein so ein Empfinden von tiefen Neid oder dass man das wem anders nicht gönnt oder so. Ja. Und dann sagt, ah, guck, da gucke ich jetzt noch mal, ob da vielleicht vielleicht stimmt das ja, vielleicht hat er nicht 2 Millionen gewinnen, vielleicht hat 3 Millionen, muss dann noch 500 000 € Steuerung zahlen, so, ne. Ach wow. Oh. Das ist aber aber das ist auch denke ich auch irgendwie menschlich, ne, wenn man Leute da 20 Jahre oder länger dann soas reinpresst, ne, das und das verstärkt ja dann sowas auch e. Ja, aber da ist ja auch jeder auch ein bisschen selbstverantwortlich. Gibt's denn da auch irgendwie so eine Kontrollfunktion vielleicht auch unter den Kollegen, dass man dann sagt, hey, ich glaube, das ist jetzt gerade ein persönlich von dir, das ist ja eigentlich das Schöne, weil egal ob man Finanzbeamter ist oder ob man Steuerpflichtiger ist, Finanzb sind ja auch Steuerpflichtiger, aber ähm am Ende gilt ja das, was im Gesetz steht. So, und der Finanzbeamte kann das Gesetz nicht anders anwenden als der Steuerpflichtige, aber er kann ähm das Leben des Steuerpflichtigen durchaus stressiger machen. Ja, so eine natürlich ist so eine Betriebsprüfung z.B. eine emotional belastende Situation, ne? Und wenn die dann auch so in die Länge gezogen werden, ähm das ist unschön, ne? Aber es soll per se auch von den von den Hinweisen und von den Richtlinien gar nicht so sein, ne? Also Betriebsrüfung soll den Steuerpflicht jetzt nicht maximal belasten, sondern sollen die steuerliche Verhältnisse geklärt werden und dann sich darüber unterhalten. Ja. Mhm.
Okay. Wir waren bei den Federn von den Privatleuten. Ja. Steuerkläung nicht abgeben. Ja, dass sie das einfach nicht abgeben. Also, du würdest sagen, auf jeden Fall Steuerklärung abgeben. Ich habe vor kurzem ein Artikel gelesen, da ging es darum, dass das Finanzamt die Steuererklärungen macht für gibt so ein einen Bundesland, dass das jetzt macht oder so. Ja, okay. Was hältst du davon? Ähm, das wird auch nichts bringen, weil das Finanzum nicht deine persönlichen Verhältnisse weiß. Die berücksichtigen dann Krankenversicherung, was übermittelt ist. Alles was elektronisch übermittelt ist, wird berücksichtigt. Aber ob ich mir jetzt einen Drucker gekauft habe oder ein Computer oder so, wissen die ja auch nicht. Da wird auch keine Pauschale reingedrückt für PCs oder so. Ähm, also das wird nicht viel helfen. Dann geht's dann halt par aus. Dann ist dann ist die Erklärung in der Welt ist ein Bescheid in der Welt, aber der Steuerpflicht hat ja davon auch nicht seine Steuerlast reduziert dann. Mhm. Aber vielleicht nur ein bisschen, ne? Von den vielleicht gan vielleicht ein paar Euro oder so. 50 € vielleicht, aber nicht die 1000, die ihm eigentlich zustehen dann. Ah ja, okay.
Ähm, also Steuererklärung abgeben, erste Sache, die du jetzt empfehlen würdest. Okay. Next. Entw entweder ist man sowieso verpflichtet oder man kriegt sehr wahrscheinlich Geld zurück. Ja. Next. Was? Was noch? Nächster Punkt. Ja, genau. Was noch? Ja, richtig dokumentieren, das habe ich auch, das gilt ist wirklich so eine Grundlage. Alles dokumentieren, was man macht. Jede Rechnung aufbewahren, jeden Schritt vielleicht auch noch mal hinschreiben, was passiert ist. So eine Reise z.B. für die Gründe erklären, warum man da hinf was die betrieblichen Gründe war, weil in dre vi Jahren weiß es nicht mehr und dann kommt aber die Frage vielleicht dazu. Boah. Ja, das also auch noch die Gründe dazu. Gut, jetzt in meinem Fall, ich ich denke ja auch natürlich persönlich drüber nach, in meinem Fall ist es nicht so schwer mit Reisen, weil dann kann ich sagen Interviewreise hier, ja, aber sagen mit wem, warum, welche Stadt, ne, warum der Ort, warum, ne, warum nicht. Genau, aber das ist ja jetzt also und es würde in dem Finanzamt nicht reichen, wenn ich dem zeige, hier sind drei Interviews in Wien oder vier Interviews in Wien gedreht worden zu diesem Zeitpunkt und deswegen war ich dort. Okay, aber vielleicht warst ja eine Woche da und warst auch noch mal im Schwimmbad da, ne? Dann hast du auch gewissen privaten Anteil, da muss man hal abschätzen, wie viel prozentual warst du jetzt betrieblich da und wie viel prozentual warst du privat da? Du bist ja auf einmal spazieren gegangen und das war persönlich mal, was spielt das für eine Rolle? Natürlich geht man spazieren, wenn man ich gehe auch von dem Ort, wo mein Airbnb war, zu dem Supermarkt spazieren, aber ich wäre ja sonst nie dort gewesen, wenn ich diese Interview, aber trotzdem ja, aber du hast ja gewissen persönlichen Anteil auch bei der Reise. Vielleicht kann ja auch sagen, man kann es auch ganz trim auf reinbetrieblich sagt, man fährt dahin morgens, dann ist direkt um 10 Uhr das Interview und um 12 Uhr packst du wieder deine Sachen und fährst nach Hause oder so. Dann kann man sagen, okay, war 100% betrieblich. Aber wenn du jetzt daraus zwei Tagestrip machst und hast vielleicht nur an einem Tag ein Interview, äh dann kannst halt schon in die Richtung gehen, dass man sagt, da gewisse gewisse private Gründe gibt's auch. Aber was würde das dann für Auswirkungen auch? Dann gibt nur die statt 100% Betriebsausgabe gibt's dann nur 50%. Ah ach so, weil die andere Hälfte privat war. Boah ey da weißt du ich merk was aufteilen. Man muss im Steuerricht viel aufteilen. Alles muss aufgeteilt werden. Also ne hier prozentual manchmal auf die Monate verteilt. Afa z.B. Abschreibung, ne? Es muss alles wird aufgeteilt. Gibt ja auch Vermietungshäuser, ist teils vermietet, Teil privat. Da muss man auch wieder alles aufteilen, ne? Also Aufteilung ist auch ein riesen Punkt. Mhm. Ja. Mhm.
Ja, ich finde das, also ich finde das ist quasi Menschen unwöhnlich, aber hät vielleicht besser sogar ein Finanzbeamten, also ein richtigen Finanzbeamten eingeladen, [Gelächter] aber du warst Finanzbeamter, deswegen ist Nein, das ist perfekt. Guck mal, ich meine das auch null persönlich, aber aber du merkst es, ne? Ich mich darüber so wahnsinnig auf, weil ich das so, weißt du, ich finde das so natürlich, du hast die Gesetze auch nicht gemacht, das ist mir klar und ich finde es total wertvoll. Im übrigen danke für diese ganzen wichtigen Hinweise hier für mich, für die Zuschauer. Es ist perfekt. Aber es ist aus meiner Sicht so, also so unmenschlich, wenn man sich das so anguckt. Ich könnte das vielleicht nachvollziehen, wenn du nach Thailand für ein Monat fährst, ein Interview machst und so weiter. Okay, fair enough. Auch da, wo ist die Grenze, ne? Genau. Genau. Genau. Da kann man Genau. Und dann geht's halt darum, da genauer hinzugucken. Aber ich würde sagen, ich glaube, man hätte vielleicht nicht solche Animositäten oder ich hätte nicht solche Animositäten gegenüber des Finanzamt, wenn man generell merkt, ah, sie entscheiden wohlwollend. Die Leute bringen sich auch selber in die Situation. Also, es gibt ja Möglichkeiten, wenn du pünktlich deine Steuerklärung abgibst, wenn du pünktlich die richtige Summe zahlst und nicht 60 Cent zu wenig und wenn du auf Briefe reagierst, wenn die kommen und wenn du mit dem Finanzam redest und all diese Punkte, die helfen dazu, die tragen dazu bei, dass du eigentlich einen ganz entspannten Umgang mit dem Finanzamt hast, aber Leute rutschen halt ultra schnell in diese Probleme rein, weil umschauer Vormeldung verspätet abgegeben wird, weil Briefe nicht geöffnet werden, weil 10 Cent zu wenig gezahlt werden, weil was 10 Tage zu spät abgegeben wird. So, aber wenn man sich an die Spielregeln eigentlich hält und dann gibt's auch einen ganz entspannten Umgang, aber es ist ja klar, dass man wenn man weil die Spielregeln so kompliziert und komplex sind, dass man auch also ich sag mal nicht mit bösem Willen, genauso wie ich darf nicht dem Finanzbeamten unterstellen, dass er mir was Böses möchte, darf der Finanzbeamte ja mir auch nicht unterstellen, dass ich irgendwie was falsch machen will. Ausschuss. Genau. Und deswegen, ich glaube, das geht ja so beidseitig, weil dass ich jetzt ein böse böse Post vom Finanzamt bekommen habe, ich reagiere immer darauf, versuch die auch anzurufen, hebt nur leider keiner ab. Das ist natürlich so die Tragik an der Sache. Also, man versucht es ja zu regeln, aber es geht dann praktisch nicht irgendwie, ne? Ähm, genau.
Okay, gut. Ähm Privatleute für Einkommenssteuererklärung abgeben. Was war das zweite noch mal? Dokumentieren. Dokumentieren. Dokumentieren. Ganz wichtig. Okay. Ja, nächste. Und im besten Fall sich selber mit der Materie ein bisschen beschäftigen und dann in Fragen entwickeln und dann wirklich ein Steuerberat dazu holen, weil jeder Fall ist individuell. Man kann das auch jetzt hier pauschal nicht beantworten. Es gibt auch nicht diese fünf Tipps für selbständige, wenn du die machst, Spaß zu 1000 € Steuern. Das gibt es nicht. Jeder ist jeder Fall ist individuell. Dokumentation und dann ist gleich ein ein Thema drüber oder ein Motto ist sich selber damit beschäftigen. Also muss es nicht verstehen, man muss nur Fragen vernünft gute Fragen entwickeln, die man jemanden stellen kann, nicht Chat PT [Gelächter] äh wo man dann merkt, ob derjenige sich damit beschäftigt hat oder da Wissen hat. Ich äh ich schreib das auch. Vielleicht mache ich dann noch einen extra Post dazu. Okay.
Äh was was gibt's noch? Was kann ich noch besser machen? [Gelächter] was ich gerade auch gesagt habe, ins Gespräch mit mit dem Finanzamt gehen, nicht ignorieren, nicht das Finanzamt ignorieren. Das ist mit das Schlimmste, was man machen kann. Okay. Pünktlich seine Sachen abgeben, vollständig bezahlen und Kommunikation. Mhm. Weißt du, was ich auch gemerkt habe beim, weil guck mal, ich bin jetzt erst seit ein paar Jahren selbständig und habe so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen könnte, keine großen, aber halt so andere so kleine Feder. Ähm und dass dann auf einmal bescheide kommen, damit zahlt man die Einkommenssteuer mehrere 1000, bei manchen mehrere 10.000 1000 € und das Geld schickt man über den ETA und es kommt nicht eine E-Mail zurück. Danke, danke, dass Sie 50.000 € jetzt, ich übertreibe extra mal bezahlt haben. Ich kriege bei jeder Bezahlung Talando Amazon. Danke. Vielen Dank, dass Sie das geleistet haben. Warum zum Teufel kann das Finanzamt bei solchen Summen nicht zumindest eine kleine Bestätigung schicken, dass alles alles abgeschlossen ist? ist ja nicht fürs Finanzamt. Das ist ja irgendwie ja, aber ich sag nur, dass der Vorgang abgeschlossen ist, weil es geht mir nicht darum, ich brauche nicht, es dürfte auch ein rüdes Dankeschön sein. Es geht eher um die Bestätigung, dass das Geld auch wirklich angekommen ist. Schlechtes Marketing dann [Gelächter] so, aber es w aber es geht auch eher um ein bisschen so ein Sicherheitsgefühl, dass es ist ah okay, ich hab es richtig gemacht. Oder dann gibt's ein Bescheid äh hier, wie heißen diese diese Vorsteuervorauszahlungen, die man zahlt? Einkomsteuervorauszahlungen. Genau. Auf einmal kommt eine Mahnung. Ich wusste gar nicht, weil ich ja neu bin in dem Gegen. Weißt du warum die kamen? Weil ein Einkommensteuervoraussagungsbescheid, der gilt immer weiter bis es einen neuen gibt. Ja, aber das heißt der von 1996, dein Voraussagungsbescheid, wenn der niemals angepasst worden ist, geht ja für Ewigkeiten weiter. Und wenn du dann denkst, ah ja, ich habe, der ist ja alt, ich habe jetzt nicht bezahlt, dann ist das immer noch die Grundlage dafür. Aber der wird nicht angepasst, ne? Der kann angepasst werden, aber wenn er nicht, wenn du immer den gleichen Gewinner hast, jedes Jahr 50.000 1000 € und das kommt alles so irgendwie hin, dann kann der von 96 auch noch passen. So ist jetzt übers Spitz gesagt. Guck mal aber das aber guck mal, wenn man noch nie selbständig war, dann we doch es steht da drin. Das ist ja die Leute lesen das nicht, dass ja auch niemand liest sein Einkomssteuerbescheid. Alle gucken nur auf Seite 1 und was muss ich zahlen? Was kriege ich zurück? Aber keiner blättet Seite 2, Seite 3, Seite 4. Aber auf Seite 4 steht irgendwo Erläuterung und dann sind da manchmal auch Fragen von dem Finanzbeamten, [Gelächter] die aber keiner sieht und schlechtes Marketing. Sorry, aber da muss man ja, aber es steht theoretisch steht's drin, ne? Aber guck mal ganz offensichtlich, Olli, wenn ganz viele Leute denselben Fehler machen, dann macht das Finanzamt den Fehler. Die denken sich, boah, wir müssen hier alles reinschreiben, was es an Komplexität gibt und so muss alles hier stehen mit Paragraph, mit Erläuterung. Das muss deutsch sein auch so und dann packen das so voll, dass sie die relevanten Dinge nicht mehr ins Auge stechen. Genau. Ja, also ganz offensichtlich ist ja was in der Darstellung verkehrt und dann kann man doch auch merken, oh, viele Leute machen denselben Fehler, vielleicht mus noch mehr reinschreiben, [Gelächter] damit Leute Okay, okay, okay. Aber das ist schon es ist, ich hab ein riesen Problem damit, dass da links wo steht äh überweisen Sie den Betrag mit dem Verwendungszweck und ich denke mir das frage ich mich jetzt auch was schreib also am Ende ist klar, man soll seine Steuernummer reinschreiben, um die es geht, aber warum gibt's nicht wie beim Arzt oder so ein Überweisungsblatt, wo steht bitte die I-Bahn die das und das ist der Verwendung, das fin ich bis heute krass, warum da kein Verwendungszweck, weißt du, man schickt wirklich ja auch teilweise große Summen. Ja. Und denkt s und denkt man sich bei Gott Jesus bitte sorg dafür, dass das Geld dort ankommt, wo es ankommt und dann kriege ich ja auch nicht mehr ein Danke schön für die Zahlung ist angekommen oder so. Ja. Ja. Also das ist halt diese Nervosität, die allgemein herrscht. Es ist so und ich frage mich dieses Klima der Angst ja ist wirklich so Leute haben Nee, das ist kein Esken, das ist kein böser Will oder so. Das ist einfach der Komplexität geschuldet und man versucht alles korrekt darzustellen und dadurch ist das entstanden, glaube ich. Man kommt da auch nicht mehr raus, sondern macht's nur noch komplexer. Mhm. Ja. Mhm. Und ich ja theoretisch und praktisch steht alles drin. Man muss nur lesen. Also gut, der Verwendungszweck nicht tatsächlich, das fin ich immer noch problematisch ziemlich wesentlich auch finde ich auch. Ja, das da habe ich selber ein Problem mit, wenn ich jetzt Steuern überweisen muss. Ja, weil dann denke ich mir auch, okay und dann gucke ich doppelt und dreifach und dann vers ich alles, ne? Es fühlt sich gar nicht gut an und das ist es ja, weißt du, Steuenzahn fühlt sich schon nicht gut an. schlecht. Ja. Und dann überweist. Ja. Und dann fühlt sich auch nicht gut an, wenn du alles ausfühlst, weil es könnte ja auch so der Fall könnte ja auch so aussehen. Ah, ich kriege mein Steuerbescheid, 13 000 € was weiß ich. Bitte überweisen Sie bis zu diesem Zeitpunkt und geben Sie das als Verwendungszwecker Meinung. Ja, und dann wäre das Gefühl schon anders, weil dann hast du ah okay, ich mache es richtig, ich schließe diesen Vorgang ab und das weiß ja noch nicht, kann ja noch eine Betriebsprüfung kommen. Es kann, das kann natürlich sein, aber man hat zumindest bis zu diesem Zeitpunkt ein gutes Gefühl und so schickt man den Steuerbescheid und hinterlässt so ein mulmiges Gefühl, so nach dem Motto spann, dass du sagst, ob das Absicht ist, das ist spannend. Ja, ich habe manchmal das Gefühl, weil die Art und Weise wie kommuniziert wird, ähm also, dass diese Vorgänge so im luftbleren Raum erscheinen, ja, also dass man nicht so so einen schönen Abschluss hat. Und dann frage ich mich schon, es ist ja nicht besonders, ich sag mal, menschenfreundlich gestaltet, steuerrechtsfreundlich gestaltet. Ja, und das ist ä und das ein Recht, ein Gesetz muss doch verständlich und klar sein. Aber es ist ja in Jura auch nicht anders. Genau, es ist auch falsch, also ist auch menschenunfreundlich. würde das genau genauso sehen. Nur deswegen frage ich mich, ist das Absicht? Nee, kann ich nicht bestätigen. Also ist keine Absicht. Da zerbrechen sich nur zu viele Leute den Kopf drüber, wie man den Bescheid rechtssicher und so alles gestaltet, dass dass das so aussieht irgendwie, glaube ich. Und dann passt das mit den Zahlen nicht mehr, dass man noch Verwendungsweckt oder so oder ja, ich weiß es nicht. Da fehlen wahrscheinlich so ein paar so User Experience Leute. Ja. Ja. Es müss so ein bisschen Gamification eigentlich sein, dass das so Spaß macht Steuen zu bezahlen. Das wäre cool. Ja. Na ja, es wäre also zum weolltest du Spaß machen, ne? So ein bisschen bisschen oder so eher einfach, dass man ein besseres Gefühl hat dabei und das nicht das Gefühl, dass man was falsch macht, wenn man schon versucht es richtig zu machen. Das können ja immer noch Feder auftreten, das ist okay. Ähm aber aber dass man zumindest bis zu diesem Zeitpunkt irgendwie ein anderes Gefühl bei der Sache hat. Ich stelle mich da auch gerne zur Verfügung, wenn das Finanzamt Interesse hat Feedback zu hast ja am Anfang gefragt, warum ich da jetzt auch raus bin. Gibt's ja gibt's ja nicht ein Faktor oder dass ich dass ich 80 bin und zurückgucke oder so. ist ja ist ja vielfältig. Ein Punkt war auch wirklich, ich saß in so einer Schulung zu Grunderwerbsteuer und da ging es um Gestaltung irgendwie wenn es verschiedene Ebenen gibt von Firmen und oben wechseln irgendwelche Gesellschaftsanteile, dann löst das unten drei Ebene unter drunter löst es Grunderwerbsteuer aus und diese Firma bekommt es im Zweifel auch gar nicht mit, dass sie jetzt Grunderwerbsteuer zahlen müssen. Die ist aber angestoßen worden durch einen Gesellschaftsteil an. Also es ist kein Grundstück bewegt worden, es gibt kein Kaufvertrag über ein Grundstück. Es ist nur ein Grundstück in einem Firmenvermögen und oben wechseln Anteile und das führt zu Grunderwerbsteuer und dann hat man nur einen gewissen Zeitraum, diese Grunderwerbsteuererklärung abzugeben und wenn man das nicht macht, können unlimitierte Verspätungszuschläge festgesetzt werden und man rennt auch noch in die Gefahr, dass es in so eine Steuerhinterziehungsrichtung geht und dann gibt's Kanzleien, die arbeiten Nächte durch, um in dieser Frist die Grund Grunderwerbsteuererklärung fertig zu machen. verschlingen auch eine Heiden Geld, weil die da Tag Nacht arbeiten, um das da pünktlich abzugeben, um nicht in diese Probleme reinzukommen, wenn sie es denn merken überhaupt. So und da habe ich mir gedacht, Leute, irgendwie ist jetzt auch jetzt ist zu viel auch. Mhm. Jetzt ist reicht's mir auch irgendwie. [Gelächter] Also ja, weil das ich saß da so wie ich unglaublich dachte, ja, wie soll das praktisch noch funktionieren, ne? Also, es ist zu viel. Ja, aber woher weißt du woher das kam? diese dieser Vorschlag diese neu ne ist kein Vorschlag ist das angewandte Gesetz in dem Bereich bei Grundwerbsteuer und es gibt halt komplexe Firmenkonstrukte und dann kann so ein Vorgang das unten auslösen. Aha, aber und da müsste es ja irgendwo mal so eine so eine so so eine Kontrollinstanz geben, die sagt, ah, hier stimmt irgendwas. Jen, der nicht da so tief drin ist wie ich jetzt auch, man kann das man kann sich gar nicht vorstellen, welche Komplexitäten es noch im Steuerrecht gibt. Man kann sich das gar nicht vorstellen. Mhm. Es gibt paar Grafen, die sind so unverständlich, da kommen kommt man wird man nie hinterkommen, wenn man da nicht in der Materie ist. Mhm. Und das kann man dann auch gar nicht verstehen, richtig? Und aus einer Perspektive, der damit nichts zu tun hatte, kann man es nicht verstehen. Ja, auch
nicht nachvollziehen, dann teilweise. Mhm. Und das ist ein Problem, würde ich sagen. Das ist ein Problem. Das ist aber das die, also man kann, könnte auch sagen, die Schönheit des Steuerrechts, dass das so komplexe Fälle darstellen kann, oder äh es ist eben problematisch. Ja. Mhm. Ähm, ähm, wir waren noch, glaube ich, bei den größten Fehlern für Privatleute. Ich komme immer wieder darauf zurück, weil ich glaube, das versen, die gibt es nicht. Ich kann das nicht beantworten. Ich kann Aber hast du ja schon, du hast gesagt, Steuererklärung abgeben, Dokumentation, Fragen entwickeln für den Steuerberater und auf jeden Fall das Finanzamt nicht ignorieren. Das sind ja schon mal ganz, ganz wichtige Dinge. Vielleicht schwenken wir mal zu Unternehmern rüber. Was ist da, was hast du da eigentlich? Was waren so Sachen, wo du, wo du immer wieder dieselben, dieselben Fehler entdeckt hast?
Es gibt halt, es gibt also selbe Fehler. Also man macht sie als Prüfer, macht man sich so Schwerpunkte, aber die entwickelt man also schwer Prüfungsschwerpunkte. Also ist auch so ein, vielleicht so ein, ihr glaubt, ein Prüfer guckt sich nicht, der dreht nicht jedes Blatt um und sagt, hier fehlen noch 3 Cent Briefmarken oder so. Das das interessiert den gar nicht. Es geht um wirklich die großen Punkte, die abgearbeitet werden, wo die größten steuerlichen, wo das größte steuerliche Ausfallrisiko steckt. So, dann guckt er sich aber auch den Betrieb individuell an und sagt, ähm, der Kiosk hier unten an der Ecke, der hat eine andere Situation als einer, der mitten in so ein Fitte steht, wo viel Laufkundschaft ist für Getränke. So, also da auch jeder Betrieb ist anders und dann werden auch die Schwerpunkte individuell für den Betrieb gebildet, ne? Klar gibt's diese Grundproblematiken mit Bargeld, ne? Es gibt die Grundproblematik mit Rückstellung so in dem Bereich äh ähm oder Grundstücksübertragung und all oder Familie familiäre Verhältnisse, dass die Ehefrau angestellt wird oder der Sohn, ne, und dann versucht wird äh dadurch Steuern zu besparen, obwohl äh obwohl die Verhältnisse gar nicht so sind oder die was günstiger bekommen, dann gibt's auch schenkungssteuerliche Problematiken, ne? Also da können eben auch sich Probleme entwickeln. Also familiärer Bereich, wenn man sagt, man spart Steuern, weil man sich, weil man die Familie plötzlich mit ins Boot holt, dann müssen die aber auch bezahlt werden, als wären es fremde Dritte so sozusagen. Es müssen auch echte Verträge geben, ne? Man kann nicht sagen, ich stell jetzt meine Frau an, die kriegt jetzt ein Gehalt, die muss aber gar nicht arbeiten. Das funktioniert z.B. nicht. Ah, okay. Und wie prüft man denn sowas praktisch? Ja, auch wieder da, der Steuerpflichtige muss es dokumentieren. Es muss dokumentiert werden, dass die Frau gearbeitet hat, also Arbeitszeiten und so weiter, alles, ne? Und wenn das nicht da ist, dann ist ist das nicht die Realität. Dann mhm, verstehe. Und wenn du jetzt für Weil weil für Betriebsausgaben trägt die Beweislast der Steuerpflichtige für die Betriebseinnahmen. Um das ähm zu erhöhen, muss der der Prüfer nachweisen, dass die Einnahmensituation nicht korrekt dargestellt ist. Aber die beweist das bei den Ausgaben nicht beim Steuerpflichtigen. Mhm. Okay, verstehe. Ähm, wenn wenn du hast gerade gemeint, dass man individuell aufschaut, weil der Betrieb hier ist nicht wie dort, auch wenn es vielleicht dasselbe Geschäftsmodell ist, wenn wir SPI oder sowas uns angucken. Ähm, jetzt bei Selbständigen, weil ich bin selbständig. Frage, bist du selbständig oder bist du Gewerbetreibender? Ich bin selbständig. Also, das ist immer so ein, die Leute verstehen nicht, ob sie also selbständig ist im steuerrechtlichen Begriff, das ist Paragraph 18 Einkommensteuergesetz. Das sind eigentlich die Katalogberufe. Rechtsanwalt, Notar, Journalist, Journalist könnte passen. Ja, aber vielleicht verkaufst du auch irgendwie ein Untersetzer hier noch und so, dann kann es auch schon wieder gewerblich werden, ne? Also, da ist auch so eine so eine Trennung. Man muss überlegen, ist man wirklich Gewerbetreibender oder ist man selbständig im Sinne des Einkommens? Ich bin selbständig, weil ich verkaufe ja kein Merchandise sozusagen. Bist eine Journalistin sozusagen. Man kann auch sagen, YouTube-Einnahmen, die sind ja eigentlich gehen schon wieder Richtung gewerbliche Richtung. Nee, tun sie nicht. Ich sag nur, da gibt's, das ist auch wieder auch wieder individuell, so ne. Ja, weil ja so individuell ja nicht, weil es gibt ja mehrere YouTuber in Deutschland. Bin ja nicht der bin ja nicht die einzige YouTuberin in Deutschland und soweit ich weiß, weil die Einnahmen ähm in Irland generiert werden, also Reverse Charge Verfahren, verwechseln wir schon wieder Einkommens eines Gewerbesteuer, Einkommenssteuer, Umsatz. Ach so, genau und ich habe gerade über Einkommenssteuer, ne? Du hast wahrscheinlich Umsatzsteuer gesprochen, aber ist ja nicht umsatzsteuerpflichtig. Doch, es nur lassen, das müssen wir lassen, glaube ich, an der Stelle, sonst wird zu spezifisch, nicht zu spezifisch. Okay, aber dann mal Okay, dann dann gucken wir uns einfach auf was achtet man denn dann? Du sprichst umgangssprachlich von Selbständigen, damit sind gemeint alle, die nicht angestellt sind und so meinst du das. Ich wollte nur darauf aus, dass es dann unter steuerrechtlichen unterschiedlichen Begriff gibt. Ja, verstehe. Okay, verstehe. An sich ist Gewerbesteuer auch gar nicht so ein riesen Problem, weil die wieder auf die Einkommenssteuer angerechnet wird. Ist auch so ein Punkt. Das ist nur dann Problem, wenn deine Stadt einen hohen Gewerbesteuerhebesatz hat, dann wird das problematisch. Dann gibt's so ein Überschuss, der an dir hängen bleibt, belastungsmäßig. Ah ja, aber wenn du z.B. in einer Stadt wohnst, die 380% Gewerbesteuer Hebesatz, dann merkst du das gar nicht, die Belastung. Okay, verstehe. Okay, aber wenn wir jetzt uns noch mal Selbständige angucken, was auf was achtet man da als Finanzbeamter, wenn man da die das prüft, durchgeht und einfach was was ist was macht der logische Check? Auf was achtet der Unterschied ist ja ein Angestellter, kriegt seinen Lohn und eine Gehaltsabrechnung, der Selbständige jetzt in Anführungszeichen, der macht eine Einnahmenüberschussrechnung oder stellt eine Gewinn- und Verlustrechnung und eine Bilanz auf. Ja, da gibt's eben andere Regeln und dann guckt man auf Verhältnismäßigkeiten, man guckt auf einzelne Positionen. Es gibt ja manchmal so sonstige betriebliche Ausgaben, wenn die plötzlich in die Höhe schießen, denkt man sich auch, ja, was waren denn diese sonstigen betrieblichen Ausgaben, ne? Wenn da so ein Punkt sehr hoch ist, kann man da mal einen Blick drauf werfen, wenn die Verhältnisse gar nicht stimmen, äh von Einnahmen zu Ausgaben, ne, dass da irgendwas überproportional ist, so da entwickelt sich ein Gespür dafür, passt das oder passt das nicht. Es macht teilweise jetzt aber auch schon KI oder so. Mhm. Ich hab nie eigentlich gibt's KI schon total lange beim Finanzamt. Ich habe es nur nicht so eingeordnet, aber es gibt immer eine maschinelle Prüfung auch von Dingen, ne? Und dann wirft man da Risiko raus, welche Bereiche die Risiko behaftet. Aber jetzt z.B. wenn man als selbständige Person, also ich oder auch andere, die dann einfach mehrere Jahre selbständig sind und dann auch ihr Einkommen erhöhen, das ist doch auch normal. Ja, klar. Wenn es dann ist ja eine gute positive Entwicklung. Ja. Ah ja, klar. Man zahlt ja auch mehr Steuern dann damit. Das das interessiert den Finanzbeamten wie ich so erstmal gar nicht. Den geht's nur darum, passt das hier? Kann ich meine Arbeit jetzt erledigen? Gibt's hier Punkte, wo ich gucken muss oder nicht? Ob du jetzt Klar gibt's die Leute, die neidisch sind, so in der Betriebsprüfung wieder vielleicht so, aber ansonsten ist ja jeder Fall gleich irgendwie. Mhm. So, man bearbeitet, macht seine Arbeit, man geht da nicht so, man geht da nicht so ran und sagt jetzt mehr Steuern oder weniger Steuern. Aha. Außer jetzt in so vielleicht so neidischen Einzelfällen oder sowas. Mhm. Verstehe. Und ja. Ja, ist ja, wir sind ja so, wir sind richtig so tief drin in den Finanzamtsgeschichten. Ja, aber über was wolltest du denn reden? Keine Ahnung, ich weiß nicht über die Nee, so die, also ich wollte schon über Steuern tatsächlich sprechen, aber sind ja so spezifisch im Finanzamt jetzt, ne? Aber ist ja okay. Aber ich glaube, das ist wirklich für viele Leute da draußen, das ist ein Geschenk, dass du jetzt hier sitzt nach 20 Jahren Erfahrung und sagen kannst, mach das und tut und mach das nicht. Ja, mir ist ja auch ganz wichtig. Die will ja auch, dass was ich sage, soll ja auch richtig sein. Das macht mich ja in einer gewissen Art und Weise auch dann nicht angreifbar, weil wenn jemand was sagt, was richtig ist, was will man dann da dran, ne, wo will man dann da reingrätschen, so ne. Ja, und ich glaube, das ist ja das Schöne, weil du ja diese Arbeit so lange gemacht hast und so viele verschiedene Bereiche ähm durch hast, dass du sagen kannst, okay, so habe ich darauf geblickt, mach das oder lass oder mach das eben nicht. Und ich glaube, das ist total praktische Hilfe, die eben so vielen Leuten fehlt einfach da draußen, die jetzt vielleicht dann denken, mit Chat GPT können sie jedes Steuerproblem lösen und dass du dann sagst eher nicht, sondern versucht es mal so nicht ohne Grundwissen. Okay, dann bei Unternehmern, du hast ja auch Betriebsprüfungen gemacht, so richtig, ne? Dass ich die richtigen Das ist eigentlich das, was man gar nicht haben will, ne? Als als Selbständiger und was ist was passiert, damit es zu einer Betriebsprüfung kommt? Also was ist da im Vorfeld geschehen? Also es es gibt immer den Gedanken ja der Steuergerecht Gerechtigkeit und Fairness sozusagen, dass jeder Betrieb geprüft werden kann, egal ob er jetzt von den Zahlen nicht auffällig ist oder auffällig. Deshalb gibt's auch immer so ein Zufallsprinzip. Es werden auch immer Betriebe zufällig rausgepickt, ne? Also das kann auch sein, es kann manchmal eine Betriebsprüfung sein, die hat jetzt gar keinen speziellen Anlass, ist einfach im Zufallsgenerator ist der Betrieb rausgeflogen. So weiß man das dann? Nein, nein, das wird irgendwie macht eine KI vielleicht auch, wenn man so heutzutage so nennt, aber es werden Betriebe rausgeworfen, die müssen die die dürfen dann auch nicht abgesetzt werden. Das heißt, die müssen auf jeden Fall geprüft werden, egal wie unauffällig die aussehen. Das ist einfach dieser Gedanke dieser Steuergerechtigkeit, dass jeder dran kommen kann sozusagen. Und ansonsten eben Bargeldgeschäft ist ein riesen Thema. Auffällige Bilanzpositionen, die ins Auge stechen und Verhältnismäßigkeiten in der Branche, dass man dann rausschwappt aus den normalen Durchschnitten, so sage ich mal, ne? Ähm ja, oder auch Kontrollmaterial ist ein Riesenpunkt, dass andere Firmen geprüft worden sind, mit denen du in Beziehung standest, die z.B. auch das, wenn wir beim Thema Influencer ist vielleicht auch sehr spannend, ne? Wenn ähm wenn man Werbung macht als Influencer und man bekommt ja von einer anderen Firma Leistung dafür, Geld oder auch Gegenstände, ähm dann will die Firma das natürlich als Betriebsausgabe geltend machen, also senkt ihre Steuerlast und du hast ja eine Einnahme erzielt, musst deine deine Steuerlast erhöhen. So und jetzt, wenn die Firma geprüft wird, dann kommt da raus, ja, die Jasmin hat von der Firma 50.000 € bekommen, dann gucken wir doch mal, ob die Jasmin die 50.000 € auch erklärt hat. So und deshalb und wenn man das dann nicht direkt erkennen kann, dass diese 50.000 da drin sind, dann gibt's vielleicht eine Betriebsprüfung, um herauszufinden, ob die 50.000 € auch erklärt worden sind. Verstehe. Ja, okay. So groß waren meine Einnahmen von Kooperationen noch nicht. Ist egal, ob 10 oder 5000 sein. Ja, aber Ah, klar. Ah, das ist spannend, dass man ich wusste, also ich kann das macht total Sinn, aber mir war z.B. nicht klar, dass man dann diese diese Kreuzverweise oder dass man das dann auch so gegenprüft. Ja. Ah ja, ist ein riesen Punkt Kontrollmaterial. Ja. Aha. Und wenn da irgendwelche Diskrepanzen auftauchen, dann denkt man sich: "Oh, da gucke ich mal lieber". Ja. Oder nicht direkt ersichtlich ist, dann kann man auch mal nah, man kann es auch einfacher machen, kann auch noch eine Nachfrage stellen. Dann fragt man nicht direkt nach dem Beleg, sondern man fragt, zeigen Sie noch mal Ihr Kontoschlüssel noch mal das Kontoeinnahmen auf, was dahinter steht, weil man sieht das ja in dem Papier, was beim Finanzamt landet, sieht man es ja nicht. Da sieht man ja nur zusammengefasste Position. Die richtigen Buchungssätze sieht man ja erst, wenn man in die Buchhaltung reingeht. Die sieht das Finanzamt ja gar nicht. Die sieht man ja erst in der Betriebsprüfung dann. Ja. Aha. Und deswegen ist die Dokumentation so wichtig. Genau. Und dann wird die Dokumentation wichtig, weil man, wenn man die nicht vorweisen kann, wird's dann schwieriger. Mm. Ähm, was waren eigentlich die dreistesten Ausreden, die du jemals gehört hast? Also das das Spannendste, was ich wie ich so im Kopf hatte, war ich hatte ja eine Prüfung bei jemanden gemacht, der hat wirklich alles von der Steuer abgesetzt. Also ob der bei Edeka einkaufen war, ob der sich eine Fußnagelschere gekauft hat, also also nicht nur abgesetzt als Betriebsausgabe, sondern auch noch aus den Rechnungen sich die Vorsteuer geholt. Also maximal. Der war dann immer so knapp im Minusbereich am Ende des Tages. Also der hat komplett steuerfrei gelebt plus noch Vorsteuer kassiert von den Dingen, die er Blume, also das kann ja auch betrieblich sein, aber wirklich alles, was er kann man ja auch sagen, um Einnahmen generieren zu können, muss ich ja auch atmen, muss ich ja auch essen. Eigentlich ist ja alles betrieblich so unter dem Deckmantel, so hat er gelebt quasi, ne? Also alles, was er, wenn er morgens aufgestanden ist, ab da alles, was er gemacht hat, war betrieblich und das floss auch alles in seine Überschussrechnung rein. Aha. Und der war selbständig, der Ja. Äh, und wie ist die Geschichte ausgegangen? Ja, muss man dann gucken, was wirklich betrieblich war und was nicht betrieblich war. Und die nicht betrieblichen Dinge sind dann rausgeflogen. Mhm. Was natürlich zu einer höheren Steuerlast geführt hat. Aha. Und das war das dreisteste, was das fand ich schon krass, dass ja, also was heißt krass, aber wenn man wenn man das Steuerrecht jetzt anwendet und je jeder derjenige setzt alles, was er zum Leben braucht, von der Steuer ab und zieht auch noch die Vorsteuer raus, ist halt schon extrem, ne? Ja, ist auch irgendwie lustig. Ich glaube, ich mache das viel zu wenig. Genau. Genau. Gibt's auch andersrum natürlich. Ja, dass ich dabei, weil ich diese Belegssammlerei finde ich ganz belastend, aber jeder Beleg ist bares Geld so irgendwie, ne? Ah ja, ich muss da so, aber weißt du bei bei so 3,9 ist auch mal 10 oder so sind 40 € oder 35. Ja, ich glaube, ich muss einfach mein System ein bisschen anders ähm ähm, dass das keinen Spaß macht oder so, aber wenn du einmal so ein System hast, dann funktioniert das. Ja, genau. Und ich glaube, das ist das Ich habe nicht so ein System, da bin ich jetzt gerade dabei, weil ich merke, das geht so nicht mehr. ähm und ich brauche ein System, einfach abfotografieren und dann geht's in den wird alles gespeichert und so weiter und dann und dann kann ich das auch machen. Dafür bin ich diszipliniert genug, aber alles andere ist schwierig für mich dann und dann ist es auch dokumentiert. Das ist ja das Tolle an diesen, es gibt ja ganz viel Software, das wollte ich dich auch mal fragen, so ob jetzt Accountable oder Lexware und so weiter. Ist das ist das sinnvoll damit zu arbeiten? Auch aufgrund dieser Dokumentation ein was man jemals jedenfalls nicht machen sollte ist seine Rechnung oder irgendwas anderes mit Word schreiben oder so oder mit Excel, ne? Das ist auch so ein riesen Punkt. Also man muss, wenn man eine Rechnung schreibt, muss die GOBD konform sein. Das heißt Grundzügeordnung zum Mäer Buchführung. Der Begriff ist tatsächlich noch länger, aber ich habe jetzt mal die Zusammenfassung gesagt. Also Grundzügeordnungsgemäßer Buchführung müssen erfüllt sein. Das geht nur mit einer Rechnung, die nicht mehr veränderbar ist. Und Leute denken dann, ja, ich schreib mit Word Rechnung, dann mache ich daraus eine PDF und dann vernichte ich Word oder so und dann die PDF pack auf dem Stick, aber am Ende ist das veränderbar. Deshalb braucht man so eine Software, die dieses Problem löst. Das, was rechts äh rechtsgültig gespeichert wird, nicht veränderbar ist und dann den Vorschriften entspricht. So, verstehe. Das ist das, was dahinter steckt. Auch auch. Ja. Ja. Aha. Ja. Okay. Ne, das mache ich weit genug Leute, die mit Word und Excel ihre Rechnung entwerfen. Ja, ich wahrscheinlich nicht, aber aber auch auf jeden Fall etwas, was veränderbar ist. Das ist ungefähr so wie wenn Dönerladen draußen dran schreibt, heute nur Barzahlung erlaubt. Das ist genauso eine Einladung für eine Betriebsprüfung äh wie ich schreib meine Rechnung mit Word. [Gelächter] Aha. Okay. Und seit wann ist musste man das schon immer so machen? Diese Grundzügeordnungsgemäßer Buchführung gibt's schon, sie haben sich natürlich auch entwickelt mit mehr ähm äh Elektronik jetzt und da wie ist der Begriff jetzt hier sind ja mehr ähm ja interaktiv unterwegs oder wie heißt das? Also elektronisch digital. Genau. Digitalfeld. Genau. Da hat sich das diese Vorschrift auch verändert, ne? Aber ja, das ist damit reingeflossen. Mhm. Mhm. Aber was passiert und und was passiert, wenn man da eine Betriebsprüfung kriegt? Kriegt man dann Ärger oder kriegt man dann dann dann besteht eine Unsicherheit, dass du nicht deine Einnahmen komplett dokumentiert hast. Aber aber weißt du was ich darin nicht verstehe? Ist wenn man dann in die in ins Konto guckt, da sieht man doch alles. Ja. Oder vielleicht hat er dir auch noch 100 € bar gegeben. Keine Ahnung, du schreibst eine Rechnung über 500 € mit Word, die geht raus, das machst du als Einnahme, aber der gibt dir 5000 €. Der überweist 500 und gibt dir noch viereinhalb. So. Ja, aber das ich, also ich denke mir halt ein bisschen Schwund ist halt immer mit oder du kannst die Beträge auch ändern. Da sagen wir, du schickst deinem Kunden Rechnung 5000, aber für dich eine Buchhaltung hättest du 500 ab, weil die null wieder rauslöscht. Ach so. Okay, das aber weißt du, okay, da bin ich dann wahrscheinlich nicht, aber die Leute machen sowas, das ist ja nicht entstanden, weil weil also weil ich denk mir, ich käme gar nicht auf solche Ideen, weil das auch so komplex ist, sowas dann aufrechtzuerhalten und ich mag es gerne einfach und deswegen ist interessant, aber du sagst, sowas ist passiert und deswegen wird auf sowas, deshalb gibt's auch viele Paragrafen, die da darauf sich begründet haben, also auf so welchen Problematiken, die maximal ausgenutzt worden sind. Ich habe auch ein bisschen den einen und ich habe so das Gefühl, dass man dann immer gerne bei den Leuten prüft jetzt bis auf die, die jetzt im Zufallsverfahren ausgewählt werden, dass man diese Leute prüft, die auch einfach zu prüfen sind. Stimmt das? Nee, also es gibt schon sehr komplexe Fälle. Ja, weil da passieren auch Fehler in der Komplexität, ne? Mhm. Ähm, [Gelächter] weil du vorhin so gemeint hattest, wir waren so tief in dem Thema drinne. Ich habe noch alles nachvollziehen können, muss ich ehrlich sagen. Ich glaube auch, dass die meisten Zuhörer das auf jeden Fall nachvollziehen können, weil ich glaube, ich habe auch viele, die irgendwie selbständig sind. Unternehmer steht oder vielleicht auch in diese diesen Weg gehen möchten und auch für nicht Selbständige ist das interessant. Genau. Ich auch meine Aufgabe, warum jetzt auch Olli nicht im Dienst überhaupt auch entstanden ist, ich will eigentlich Ängste wegnehmen, dass Leute sagen, ich manche machen sich nicht selbstständig, weil sie Angst davor haben mit Finanzamt, so dann denke ich mir, das ist ja eigentlich der falsche Ansatz, sondern man soll eigentlich diese Ängste verlieren. Man soll auch nachts nicht ins Bett gehen und sagen, boah, ich weiß nicht, was mich dann noch erwartet, welche Zahlung noch kommt, sondern man soll eigentlich wissen, was passiert. Also, wenn ich ein Brief vom Finanzamt bekomme, dann weiß ich eigentlich vorher schon, was drin steht. Also meistens ist so, dass man einfach diese Ängste verliert in diesem Zusammenspiel Finanzamt und Selbständigkeit und auch oder auch andere steuerliche Problematiken, dass die Angst rausgeht, dass man sich mehr traut und ähm ja da keine Sorgen hat. So und da da reichen ja meistens schon so Basics zu wissen, um diese Angst zu verlieren, weil Angst entwickelt sich eigentlich immer durch Unwissenheit. So bei diesem Thema auf jeden Fall, dann vielleicht zu diesen Basics, was sagst du? Ich meine, du hast ja gesagt, die größten ähm die größten Fehler, die Privatleute eben machen. Da haben wir ich wiederhole sie immer wieder gerne, ja, Steuererklärung abgeben, dokumentieren, ähm Fragen an den Steuerberater entwickeln und die Briefe nicht ignorieren. Das waren jetzt so so die Top vier. Ähm, aber vielleicht noch, weil du sagst, das Basiswissen fehlt. Was sagst du denn? Was ist denn was ist denn dieses Basiswissen, wenn man weiß ich nicht eine ganze Bibliothek mit den Steuergesetzen Deutschlands füllen könnte? Das kommt immer drauf an, was du tust, ne? Und das macht so komplex. Ja, aber gibt's den auch wieder vielleicht solche Basics, wie du jetzt diese vier wunderbaren Punkte hier genannt hattest, irgendwelche vier Basics, wo du sagst, okay, so würde ich vorgehen, wenn ich nicht selbständig bin, so gehe ich vor, wenn ich selbständig bin. Also, wo ist der der Anfang? Also, wie fange ich damit an? Ähm, ja, sich auf jeden Fall ein Geschäftskonto besorgen, also nicht über ein privates Konto irgendwelche geschäftlichen Dinge abwickeln, ein Steuerberater am besten Fall finden, eine vernünftige Buchhaltungssoftware. Ähm, ja, ich hatte sonst mal fünf Punkte. Einer war noch Impressum, der fünfte fällt mir jetzt gerade gar nicht ein, aber ne, das das ist wichtig, ja. Mhm. Dass die ähm dass die Buchungen Geschäftskonto, das hat man vielleicht noch nicht genannt, ne? Also ein Geschäftskonto haben, nicht übers private Konto das abwickeln, weil sonst wird das private Konto geschäftlich und da muss man das im Zweifel auch vorlegen. Mhm. Ja. Okay. Was jetzt aber bei einer Prüfung hätte man das sowieso nicht machen müssen. Nein, wenn wenn du ein Geschäftskonto hast, musst du ja nicht das private Konto den Prüfer geben. Ach so. Ah, okay. Und das ist dann daraus entwickelt Ach so. Ja, wegen Prüfung vielleicht. Leute plaudern halt auch sehr gerne viel, ne? Also, wenn ich Betriebsprüfung gemacht habe, die haben mir wie ich ihre komplette Lebensgeschichte erzählt. Die Leute sind ja auch stolz auf das, was sie geschafft haben. Dann kommt einer vom Finanzamt und dann erzählt man das vielleicht. Aber aus diesen ganzen Erläuterungen und auch was man vorhat und was in der Vergangenheit war, können sich immer wieder Ansatzpunkte geben, etwas zu prüfen. Deshalb lieber weniger sagen und nur auf das antworten, was gefragt. Immer freundlich freundlich sein, vielleicht auch Kaffee anbieten, ne? Also beim Brötchen hört's vielleicht schon auf, ne? Aber weil Finanzbeamte natürlich auch nichts annehmen dürfen dann in dem Sinne Kaffee geht natürlich noch und Keks vielleicht auch noch, aber beim geschmierten Brötchen ist vielleicht schon die Grenze [Gelächter] so sorry, dass ich ernsthaft so ja, also ich kann auch ein Kuchen oder sowas ja irgendwo ist die Grenze auch wieder ne wenn wir Bestechung genau könnt ja klar oder leckeres Mettbrötchen so vielleicht prüft er nicht so genau deshalb darf man das theoretisch nicht annehmen und praktisch auch nicht, also Kaffee ist auf jeden Fall in Ordnung, also ein Prüfer ein Kaffee anbieten, freundlich sein, kurz und knapp auf die Fragen antworten, aber nicht ins Plaudern geraten. So. Mhm. Aber nicht ins Plaudern geraten, nicht um jetzt den ähm den den Prüfer zu bestechen, sondern auch aus seinen eigenen Schutz. Ja, klar. Weil sich daraus wieder neue Prüfungsansätze ergeben. Ja, also nicht so viel plaudern. Ja, lieber den Steuerberater im besten Fall reden lassen, wenn der natürlich auch gut ist. Mhm. Und selber eben nicht alles alles erzählen, die gesamte Geschichte und alle Vorhaben für die Zukunft und alles breit treten. Und das hast du auch schon erlebt. Das machen alle. Das machen alle. Man kommt dahin und die Leute auch große Unternehmen und so, die erzählen alles und warum? Weil die weil die auch stolz sind auf das, was sie geschaffen haben. Aha. Also nicht so viel erzählen und das ist interessant. Ja, danke für diesen Punkt. Also und gibt's da noch was bei der Steuerprüfung, auf was man vielleicht achten sollte bei der Betriebsprüfung? Das Schlussgespräch wahrnehmen. Es da habe ich jetzt auch schon Dinge erlebt, dass Leute aufs Schlussgespräch verzichten und einfach das akzeptieren, was jetzt in als Besprechungspunkt oder Feststellung dargelegt wird. Man hat immer äh man man als Betriebsprüfer muss ein Schlussgespräch angeboten werden. Ein echtes Schlussgespräch ist tatsächlich auch nur, wenn der Prüfer und der Sachbearbeiter vom Prüfer da sind. Sonst, wenn es ohne Sachbearbeiter ist, ist es nur eine abschließende Besprechung. Das ist noch kein Schlussgespräch, das ist noch mal so eine Feinheit. So, aber es verzichten Leute auf dieses Schlussgespräch, obwohl man da eben noch viel rausholen kann. Dann was heißt das rausholen? Es gibt ja Unsicherheiten, wenn Hinzuschätzung stattfindet, der Prüfer sagt, ich möchte deine Einnahmen um 20.000 € erhöhen. Mhm. Und ich sag, aber 20.000 ist ja viel zu viel. Dann sagt er, ja, aber sie haben konnten es nicht nachweisen. Da musst du vielleicht noch irgendwelche sachlichen Argumente finden, die dazu führen, dass es doch nicht 20.000 waren, sondern vielleicht nur 10.000. Und der Fall muss ja beendet werden. Der Prüfer will den Fall beenden und ich selbst will auch raus aus dem Fall und dann einigt man sich vielleicht auf 10.000 oder auf 15.000. Und es gibt auch Leute, die verzichten auf dieses Gespräch und nehmen einfach die 20.000 hin und fertig. Okay, ist genauso wie Steuererklärung nicht machen, sich die zwei Stunden Zeit nehmen oder in dem Fall die Stunde Zeit nehmen und aber vielleicht 5000 € mehr in der Tasche haben am Ende. Also doch ein bisschen Zeit am Anfang nicht zu viel plaudern am Ende auf jeden Fall das Schlussgespräch. [Gelächter] Okay. Also man muss einfach wissen, wo man die Worte einsetzt. Ja. Aha. Okay. Ich finde das total hilfreich, Olli. Ja, ist ja auch ja, das ist wirklich für mich auch noch mein Augenöffner, aber es ist auch wieder nichts, ich klaue hier tatsächlich auch keine Geheimnisse oder so aus, sondern das ist wie auch das Thema mit dem Steuerbescheid, da steht irgendwo, aber die Leute wissen es nicht. Mhm. Aber es ist ja auch was anderes, wenn es ein Mensch kommuniziert und das ist jetzt ja auch, ich sag mal, verständliches Deutsch und auf diesen Steuerbescheiden steht es halt zu lesen. Na ja, es ist nicht nur keine Lust, ich ich sorry, ich verstehe es nicht. Für mich auch ne deutsche einfache Sprache gibt's die Tagesschau für. Vielleicht sollte man das auch im Steuerbescheid einführen. Einfach Steuerbescheid in einfacher Sprache, [Gelächter] damit es wirklich jeder versteht irgendwie, ne? Weil wird's nicht gehen, wird's nicht gehen, weil es dann nicht rechtssicher ist. Der Hintergrund. Ja, kann sein. Ja, ich weiß, der tatsächlich könnte, also es gab mal die Initiative Bürgernah Sprache entwickeln. Mhm. Dann sollte man nicht mehr Steuerpflichtiger sagen, sondern Steuerbürger. Da mich mal Sachgebiet hat mich mal dafür gerügt, dass ich Steuerpflichtiger geschrieben habe und nicht Steuerbürger. Und seitdem muss ich immer Steuerbürger schreiben. Aha. Damit das nicht so negativ bei dir ankommt, weil du sollst es nicht verpflichtet fühlen, Steuern zu zahlen, sondern Das ist wirklich nicht das, woran ich Anstoß nehme. Sag mir auch gedacht, ehrlich. Habe ich mir auch gedacht, aber es war so dann spannend. Ah, dann wird dann an diesen Kleinigkeiten rumgedoktert. Da gab's wirklich so eine Initiative für, die sich darum bemüht hat, die Wörter vielleicht auszutauschen. Mhm. Wahnsinn. Ähm, ich will noch mal, ich will noch mal mit dir äh 20 Jahre Beamter, es gibt ja dieses Klischee der faulen Beamten. Ja. Und ähm ich habe auch ein bisschen recherchiert und habe mir gedacht, das kommt ja nicht von ungefähr. Also, ich habe mal geschaut, ne, z.B. Berlin 2019, die rund 120.000 Beschäftigten meldeten sich im vergangenen Jahr im Durchschnitt an 38,7 Kalendertagen krank. Kalendertagen. Okay. Mit Wochenende dann. Ja. Okay. Ähm, dann äh beschäftigte der Bundesverwaltung, das sind 355.000, waren im Jahr 2022 so lange krank gemeldet, wie noch nie zuvor. Die Zahl durchschnittlichen deren durchschnittlichen Krankheitstage pro Beschäftigten stieg von 17,2 im Jahr 2021 auf 21,71 in 2022. Rostock. Im Durchschnitt sind die Beschäftigten der Hansestadt 29,3 Tage im Jahr krank geschrieben und im Vergleich in ganz Deutschland, in allen Berufsbranchen gab es 2024 im Durchschnitt 14,8 Fehltage. Okay, die Hälfte ungefähr dann. Ja, und da frage ich mich, was ist da los? Vielleicht ist an dem Punkt das mit faul das falsche Thema, weil ich glaube, das resultiert auch vielleicht auch aus dieser Perspektivlosigkeit oder aus diesem Antrieb, der fehlt, oder Motivation, die fehlt. Weil wenn ich wenn ich meinen Job nicht verlieren kann, dann kann ich mich vielleicht auch eine Woche länger krank melden, aber wenn ich woanders eine Woche länger fehle, dann werde ich vielleicht ersetzt oder so, ne? Oder verliere meinen Job, ne? Also oder ich habe auch woanders vielleicht die bessere Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln, ne? Und in anderen in Beamtentum nicht so, ne? Da geht's auch nicht ganz häufig gar nicht nach Leistung, sowas, ne? Das ist auch so ein Punkt, warum ich auch wieder da raus bin. Ähm, nur ganz kurz, eine spannende Geschichte. Ich saß in so einem Abschlussgespräch, da musste ich am Ende über 6 Millionen Steuern mehr oder weniger verhandeln. Gegenüber saß mir der Geschäftsführer von der Firma, da war noch irgendwer aus dem Ausland zugeschaltet, dann saß der Chef-Buchhalter da und dann kriege ich noch einen Anruf von dem Steuerberater. Er sagt: "Ja, äh, ich bin jetzt gerade gelandet, ich bin aber in 10 Minuten da. Warten so noch ganz kurz auch von einem der Big 4 quasi der so und dann habe ich mir so gedacht, okay, du sitzt jetzt hier mit deinen 3400 € netto hier. Äh, der Steuerberater, der gerade angerufen hat, der wurde jetzt von irgendwo eingeflogen. Der verdient wahrscheinlich an einem Tag äh das schon das dreifache jetzt nur für die Verhandlung hier. Ich rede jetzt gleich über 6 Millionen Steuern, ob die jetzt gezahlt werden oder nicht gezahlt werden. Und eine Arbeitskollegin von mir, mit der ich auch das Studium bestanden habe, ähm, die sitzt in der Telefonzentrale, ist dieselbe Gehaltsstufe wie ich und beantwortet irgendwelche Fragen von Steuerbürgern, die äh äh was wissen wollen. Und ich dachte mir so, das stimmt doch nicht. Das ist die selbe Gehaltsstufe, die Aufgabe, die Aufgabe, das das passt doch alles hinten und vorne nicht. Mhm. Wie kann das jetzt sein irgendwie? Mhm. So und das das zum Thema Perspektive und dann vielleicht dann entwickeln halt Leute dann sehen, es es geht hier nicht nach vorne, nicht nach hinten, dann ja, dann bleibe ich heute halt im Bett mal ein Tag länger und dann kuriere ich ja alles komplett aus. Ist ja wäre auch richtig was komplett auszukurieren, aber wenn es halt so ausgenutzt wird, ist natürlich schon Problem, ne? Mhm. Ja, also ist das Klischee vielleicht teilweise richtig und vielleicht können wir wir okay, ich presse nicht, ob das Wort faul vielleicht eher unmotiviert oder demotiviert. Es fehlt eine Perspektive irgendwo. Ja, aber man kann doch auch ähm in so einer Behörde aufsteigen, aber das ist wahrscheinlich liegt wahrscheinlich für wenige reserviert irgendwie. Ich hätte z.B. mehr. Ich hätte wahrscheinlich eine bessere Aufstiegsmöglichkeit gehabt, wenn ich immer in der alten Stelle geblieben wäre, die aber von der Komplexität her einfacher ist, als wenn ich in eine Stelle gehe, wo ich dann wirklich mit Konzern und Steuerrecht am Hochhäck zu tun habe und da ist die Aufstiegsmöglichkeit aber schlechter. Mhm. So, das kann überhaupt nicht sein eigentlich, ne? Mm, also es ist quasi intern in diesen Behörden nicht ganz ordentlich strukturiert, einfach, dass man, wenn du jetzt erzählst, du hast ähm es geht um eine Steuerlast von 6 Millionen Euro, äh du verdienst 3500 € netto. Ähm und irgendwie passt es nicht, wenn man bedenkt, wie um wie
Viel Geld ist verdient, das gleiche macht aber ganz simple Aufgaben. Ah ja, okay. So, das passt ja irgendwie nicht, ne?
Und wenn man das natürlich dann erfährt, weil Tarifgruppen sind ja gut, das ja ist ja kann man jederzeit am Amtstitel auch nachlesen, welche man genau. Das heißt, man weiß es auch einfach und dass das auch dazu führen kann, dass dann sich da so eine gewisse Demotivation od Perspektive hat sich ja bei mir auch irgendwo ist ja irgendwo, ne? Ich habe ich habe jetzt gedacht, das musste ich war jetzt auch in einer Stelle, die hätte jetzt die nächsten 30 Jahre machen müssen. Also nicht müss, ich hätte auch noch woanders hingehen können, aber ich hätte da bleiben können. Ich hätte das jetzt 30 Jahre machen können. So und Aufstieg wäre jetzt da. Ich wä dann ich wä dann A12 geworden, vielleicht jetzt irgendwann in den nächsten z d Jahren so wä ich A12 geworden und maximal gibt's eben A13 und dann ist Schluss eben und A13 ist dann aber schon eine Art unrealistisch so oder wenn dann ganz am Ende so mit 60 und dann hätte ich vielleicht viereinhalb bekommen dann. Okay, also ist jetzt ist jetzt nicht schlecht, aber es ist jetzt auch nicht schlecht, aber für 30 Jahre Entwicklung oder so. Mhm. Na ja, das macht schon Sinn. Da kann ich schon nachvollziehen, das dann irgendwie und dann kannst du sagen, ja, gut, dann bleibe ich vielleicht eine Woche im Bett oder so, kriege ich auch 35. Mhm. Ja, okay. Das ist natürlich sein, dass das daraus resultiert auch, ne? Ja.
Ja, ich denke, das macht schon Sinn, also dass ich da so eine gewisse so, es ist ja sowieso und Geld kommt ja trotzdem. Geld kommt trotzdem und ich glaube, man kann auch wahrscheinlich als Beamter nicht so viel verändern. Man sieht ja dann, ne, du hast ja selber gesehen hier, das passt nicht so richtig, das könnte man hier vielleicht besser machen. Ähm und man kann da keinen Input geben. Strukturen bieten das nicht, dass da irgendwas kurzfristig geändert wird. Also kurzfristig sowieso nicht. Und wenn es mal ein wirklich ein validen Punkt hat, dann dauert's Mhm. bis da ich Jahre bis da was passiert. Mhm.
Ähm, glaubst du, das ist jetzt und da würde ich jetzt gerne mal so ein bisschen so auf auf die Bunde oder ja, auf Deutschland blicken, ähm wird ja viel auch sag ich darüber beschwert, zu viel Bürokratie, zu viel Regulierung und dass da durch so eine gewisse so sowas ganz sowas das wird so zählich. Ja, unbeweglich. Genau. Würdest du dem zustimmen mit der Erfahrung, die du aus der aus dem Finanzamt auch hast? Ja, es gibt keinen keinen richtigen Blick für Innovation. So, ne, man will ist schwer was zu verändern. Mhm. Langwierig. Mhm. Diese Strukturen aufzubrechen oder in eine gute Richtung zu bringen. Mhm. Ja.
Und gibt's da irgendwie, also ich meine, das ist ja auch ist es ist ja auch ein strukturelles Problem. Das können wir an vielen verschiedenen Ecken festmachen. Hier können wir es jetzt vielleicht am Steuersystem und das ähm irgendwie festmachen. Siehst du da irgendwie einen Lichtblick? Siehst du da irgendwie die Möglichkeit, dass ich da vielleicht was aufbricht, damit Leute motivierter sind irgendwie? kreativer zu werden und dass das mehr gefördert wird. Teilweise gibt's sogar Entwicklung, die da, also die Behörden sehen das Problem auch, also das Problem ist schon erkannt, aber die Lösungsansätze, die dann probiert werden, sind eigentlich kontraproduktiv. Es gab auch sowas wie äh wenn man besonders gut seinen Abschluss macht, kommt man in so ein Talentförderungsprogramm. Dann wird man aber noch schneller durch diese Stellen, die ich jetzt normal durchlaufen habe mit Zeit, wird man ganz schnell durchgeschleust, dass man dann mit 24 in der großen Konzernbetriebsprüfung ist, aber dann auch gar keine Entwicklungsmöglichkeit mehr hat. Also klar, man kann so Ministerium, man kann auch Sachgebietsleiter werden, aber dann sitzt man wie ich ohne Lebenserfahrung mit 24 in dieser Prüfungsstelle und denkt dann so, okay, aber was jetzt komme ich auch nicht, jetzt ist auch Schluss. Mhm. So. Und da kann man diesen Posten dann irgendwie, wenn man das alles so schnell durchgemacht hast, auch irgendwie gerecht werden oder? Ja, das sind natürlich Leute, die schon sehr gut sind im Steuerrecht. Die sind theoretisch sehr sehr gut, aber für gerade für so Prüfungsaufgaben fehlt auch muss es auch eine Lebenserfahrung geben, sonst kann man den gar nicht gerechtfernen. Und deshalb ist es auch also jeder Prüfer kriegt ja auch ein anderes Ergebnis. Ob jetzt der Manfred kommt, der 60 ist und dich prüft oder es kommt die Annalena, die ist 22 und gerade fertig. Die Analena wird sie bei dir den Blätter mehr umdrehen oder so. Im Zweifel, weil da auch wieder so ein Druck ist. Sie wollen ja noch was werden. Sie wollen, ne, da ist ein Archzeiter. Du bist auch nur so theoretisch in dem Wissen drin, aber du kannst dann auch schlecht so 5 gerade sein lassen. Mhm. Und der Manfred denkt, sie muss eh nur drei Jahre arbeiten. So, also lieber Manfred, lieber theoretisch lieber den Manf [gelächter] als die Anhalena. Wow.
Okay, das war jetzt wirklich ein krasser Ritt durch so das Finanz Beamtentum, Steuerrecht. Ich finde es schon extrem spannend und es betrifft ja jeden. Ja, jeden wirklich und als selbständige Person eben. Schlimmer. Es ist so, also mir war das vorher schon klar, da stimmt was nicht, aber seit oder stimmt zu viel. Ja. Nee, nein, es ist Nein, ich bleib dabei. Es stimmt was nicht und ähm und jetzt als selbständige Person noch mehr, weil du wirst mit Dingen konfrontiert. Ich hatte ja z.B. auch eine ganz kurze Zeit lang mal so Minijobber und da habe ich ja auch habe ich gedacht, was soll denn das jetzt hier werden? Das geht ja noch. Also Medijober ist ja noch das entspannteste, was man machen kann. Ich weiß, aber ich finde es trotzdem ein Unding. Ich weiß was mein das Problem hat die auch, da muss man die Nummer von dem Amt besorgen, die Nummer von dem und da muss die da eingetragen werden. Hätte ich nicht geschafft. Kommt per Post alles irgendwie und dann hier ne da eine Ziffer, da eine Ziffer. Ich so, oh er schlag mich. Ja, ich bin aber auch schlecht mit solchen, muss ich auch dazu sagen, also Papierkram ist nicht ist ist wirklich nicht meine Stärke. Und dann fand ich es auch krass, dass du die da die Minijober die unterschreiben ja einen Renten ähm Befreiungsbescheid. Können sie können du kannst ja auch geht genau in diesem Fall haben sie es unterschrieben. Du zahlst aber trotzdem in die Rente ein und du zahlst trotzdem in die Krankenkasse ein, aber es kommt den Mitarbeitern nicht zugute und da habe ich mir gedacht über Pauschalen dann irgendwie so ist das genau sind Pauschalen, aber nicht desto weniger der die bei denen bleibt alles gleich ist dasselbe mit der Aktivrente jetzt da muss trotzdem in die Rentenversicherung eingezahlt werden, obwohl ähm das denen nicht mehr zugute kommt dann und ich finde das nicht richtig und es war so interessant, dass ich dann ich habe nur ein paar Unternehmerfreunde, aber das habe ich mich dann auch wahnsinnig darüber aufgeregt und die dann so ach ist ja erfrischend, dass du dich noch darüber aufregst für Das ist so schon genau, dass es gar nicht mehr auffällt. Aber ich finde das auch eigentlich wichtig, dass das auffällt, weil weil es ist nicht gerecht. Da da stimmt irgendwas nicht an dem System. Also aus meiner Sicht zumindest. Ja.
Und das ist das, was ich so das ist glaube ich das der Tenor also unter keinen Umständen möchte ich dich persönlich anprangeln, weil ich fin das so wert, also ich sag wirklich tausend Dank. Ja, es ist so wertvoll, das zu hören auch für mich, aber es ist so, es ist nicht menschenfreundlich ausgelegt und das ist da da daran nehme ich Anstoß, wenn wenn es nicht verständlich ist. Ich rede noch nicht mal von fair, weil nicht alles kann fair sein. Das ist okay. Ja, aber wenn man es nicht verstehen kann, wenn man dauernd das Gefühl hat, man macht was falsch und wenn sich dann bei mir so quasi die Erfrage aufdrängt, ist das Absicht, ja, dann nicht bewusst, ich sag das keine Absicht, das ist einfach so gewachsen. Mhm. Ist das einfach so gewachsen. Ja, dann vielleicht kann man es dann umso schwer wird's umso schwer wird's wieder umzustoßen. Und jetzt bist du eh jetzt gehst du eh deinen eigenen Weg. Darf ich noch mal, darf ich anteasern, was du vorhast oder? Ähm ja, also ich was hinausläuft, was du machen willst. Genau, ich bin natürlich jetzt erst kurzzeitig raus und muss für mich noch Strukturen finden. Ähm aber natürlich äh gibt's für mich auch die Möglichkeit auch als Steuerberater zu arbeiten und der Weg ist auf jeden Fall noch so, dass ich den äh wahrscheinlich angehen werde. Ja. Ja.
Und du kannst das machen ohne, sagen wir mal, den formellen Weg, weil du so viel Erfahrung hast, richtig? Du hast die Qualifikation. Es ist ein formeller Weg immer noch, ne? Es gibt aber verschiedene Wege das den Steuerberatertel zu erlangen. Einer ist das Examenschreiben, der andere ist mindestens f meinem Fall jetzt mindestens 15 Jahre im grobenden Dienst steuerrechtlich gearbeitet zu haben. Und dazählen übrigens Krankheitstage würden davon abgezogen werden. Also wenn ich zu viele Krankheitsstage hätte, wäre und ich rutsche dann unter die 15 Jahresgrenze, dann bekomme ich den Titel nicht. Mhm. Aber du bekommst eben, weil du eben diese Qualifikation Genau. Also ich bin vom Steuerberater Examen befreit, bekomme aber trotzdem denselben Titel wie jemand, der Steuerberater Examen geschrieben hat. Mm. Also ich kann mir vorstellen, dass so ein ausgezeichneter Steuerberater wirst, weil das ist natürlich ein Talent, dass du die andere Seite kennst. Das ist kan hat ja kann ja nicht jeder vorweisen. Das ist das muss ich auch noch mal vielleicht sagen, das ist so ein großes Problem, dass ganz häufig so theoretische Dinge erzählt werden, die man machen sollte, die dann aber praktisch beim Finanzamt nicht funktionieren. Und es werden oft auch ja auch so Steuercoaches gibt's ja ganz viele, wo auch Dinge verkauft werden für viel Geld, die viel versprechen, die vielleicht theoretisch auch umsetzbar sind, aber wo es am Ende auch wieder auf so viele Kleinigkeiten ankommt, damit das das Konstrukt bestehen bleibt, aber es kann halt sehr schnell vom Finanzamt wieder umgeworfen werden und dann hat man hier wie ich viel Geld bezahlt für so eine Hoffnung, die am Ende aber gar nicht funktioniert. Hast du dir auch mal überlegt, vielleicht andere Steuerberater auszubilden? so mit mit Sicht auf wie wie es im Finanzamt funktionieren noch besser klappt, damit die besser werden. Ja, also überlegt noch nicht, also wo ich nicht. Also ich sag's nur, ich ich kann mir das einfach vorstellen, weil ich weil nicht jeder Steuerberater ist gleich gut. Ja. Und und sie auch es ist auch nicht böswillig oder kann auch nicht alles wissen nicht ganz genau und ich habe und es macht ja auch Sinn da immer wieder ein paar Updates zu fahren, neue Dinge zu lernen und so weiter und so fort. Ist jetzt nur so nur spontan so eine Idee, die mir jetzt gekommen ist. Auf jeden Fall kann ich mir vorstellen, dass du das sehr gut machen wirst. Ja, und wünsche dir dann natürlich ganz ganz ganz ganz viel Erfolg damit und werde es auf jeden Fall beobachten und ähm sage vielen, vielen Dank, dass du das auch ausgehalten hast, meine ähm [gelächter] meine mein meine Ab Abneigung gegenüber Finanzamt. Ja, aber es ist glaube ich kommt aus der Angst. Es kommt aus einer Angst heraus. Man sauer oder man zieht sich zurück, ne? Kampf oder Rückzug. Ja. Ich bin eher so, ich gehe in die Aktion, also ja, ich ich will, aber ich ich das ist auch etwas, also so ich ignoriere das nicht, weil ich weiß, dadurch wird's nur schlimmer. Und dann rege ich mich auch wieder ab, weil es macht total Sinn auch mit den Leuten freundlich zu sein, weil es sinnvoller ist, also ist viel produktiver auf jeden Fall. Ja, auch wie unfile jemand ist und das ist aber hart dann aber muss auch manchmal sein, man muss ja an sich selber auch denken. Also es bringt dich ja dir selber bringt es keinen Vorteil da unfreulig zu sein. Mhm ist richtig. Olli Olli nicht im Dienst. Oliver Störing, ich sage herzlichen Dank an dieser Stelle und ähm verlinke alle deine Socials unten, wo dann Leute dann auch sehen können, wann du mit deiner Steueratertätigkeit loslegst, weil ich kann mir vorstellen, der eine oder andere wird sich denken, oh, das ist mein Mann. sozusagen für die für diese Sache. [gelächter] Ähm und ähm ja, vielen Dank noch mal. Danke, dass nach Berlin gekommen bist.