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Kant in 60 Minuten

Dr. Walther Ziegler1:09:17

Transcription

Ja, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen zu unserem heutigen Thema: Immanuel Kant. Und ich kann Ihnen auch gleich versichern, Immanuel Kant ist einer der bedeutendsten Philosophen überhaupt. Er hat bereits im achtzehnten Jahrhundert zwei ganz große Entdeckungen gemacht, die uns bis heute in Atem halten. Zum einen natürlich den kategorischen Imperativ, den Sie alle noch aus der Schule kennen – meistens aus dem Deutschunterricht. Und zum anderen, und das war vielleicht tatsächlich noch wichtiger, hat er als Allererster eine uralte Frage der Menschheitsgeschichte beantwortet: nämlich die Frage, wie in unserem Kopf überhaupt Erkenntnisse zustande kommen. Wie funktioniert unser Denkapparat? Ja, wie kommen wir zur sicheren Wahrheit und zu Erkenntnissen?

Und diese Frage hat er beantwortet in seinem Hauptwerk, in der Kritik der reinen Vernunft – über 1000 Seiten! Sie sehen hier, sie hier in zwei Bänden erschienen, welches in einem Band gar nicht ginge. Und in dieses Werk ist tatsächlich ein ganz großes und bedeutendes literarisches Stück der gesamten Philosophiegeschichte. Er stellt darin die Frage: Was kann unsere Vernunft überhaupt erkennen und was nicht? Daher „Kritik der reinen Vernunft“. Er sagt – und das ist ein Zitat von Immanuel Kant – die Philosophie wimmelt von fehlerhaften Definitionen, und der Grund dafür ist ganz einfach, dass die Menschen – so Kant – alle dieselbe Wirklichkeit sehen. Ja, wir leben ja alle auf derselben Erde, aber das Entscheidende ist, dass wir durch Denkfehler und falsche logische Schlüsse dann zu völlig unterschiedlichen Definitionen und Meinungen und Erkenntnissen kommen. Und das wollte Kant nicht mehr dulden, und deswegen hat er diese radikale Frage gestellt: Wie funktioniert der Denkapparat und wie kommen wir zu absolut korrekten Erkenntnissen? Und das hat er auf über 1000 Seiten untersucht.

Das Entscheidende ist nun – was für uns auch wichtig ist – dass Kant selbst wollte mit 46 Jahren auch keine Halbwahrheiten mehr von sich geben und hat kein einziges Buch mehr geschrieben, keinen Artikel mehr, nichts mehr, obwohl er als Professor eigentlich dazu verpflichtet war, ständig neue Publikationen herauszugeben. Nein, er hat nichts mehr geschrieben. Er hat sich in sein Studierzimmer zurückgezogen und hat tatsächlich nur noch an dieser einen Frage gearbeitet: Wie funktioniert unser Denkapparat? Er hat sich jeden Morgen mit eiserner Disziplin von seinem Diener wecken lassen mit den Worten: „Es ist Zeit.“ Und als er aufgestanden ist, noch im Schlafrock, Richtung gearbeitet, seine Vorlesungen gehalten, wieder zurück – dann hat er nur noch am Nachmittag einen kleinen Spaziergang gemacht. Ansonsten eiserne Disziplin, und das, liebe Studentinnen und Studenten, elf Jahre lang! Und erst nach elf Jahren hat er der Menschheit seine Antwort gegeben: Ja, wie der menschliche Denkapparat funktioniert.

Ich habe hier ein weiteres Zitat: „Die Kritik der reinen Vernunft.“ Ja, dieses Buch, das Hauptwerk, dann versteht er – sagte er – „Ich verstehe hierunter nicht die Kritik der Bücher und Systeme, sondern die des Vernunftvermögens überhaupt.“ Es geht darum, dass er nicht andere Philosophen jetzt irgendwie kritisieren will, sondern er will kritisch fragen: Was kann das Vernunftvermögen überhaupt leisten? Und das ist eine ganz, ganz bedeutende Frage. Also, ich – es ist immer schwer, die Radikalität dieser Frage überhaupt jungen Menschen verständlich zu machen, deshalb versuche ich es mal jetzt mit ganz konkreten Beispielen. Sie alle hier im Saal haben ja Sinneseindrücke. Sie riechen, sie hören, sie sehen und sie fühlen – vielleicht ja, vielleicht den Druck ihrer Stühle. Ja, Sie haben hohe Sinneseindrücke, alle hier, ich auch. Sie sehen beispielsweise hier dieses tiefe Blau, sie sehen das Gold, sie – sie hören Kehlkopf-Laute. Also, ich erzeuge mit dem Kehlkopf Laut in Form von Sprache natürlich, aber erst mal hören Sie nur die Kehlkopf-Laute. Dann sehen Sie hier schwarze Zeichen, schwarz-weiß. Das sind andere Sinneseindrücke. Sie riechen bisschen trockene Luft hier im Saal, und dann vielleicht fühlen Sie noch den Druck von dem Stuhl, weil ja gut, unsere Stühle sind ja jetzt nicht so, dass… ein bisschen hat ja… Und dass diese ganzen Sinneseindrücke kommen ja gleichzeitig zu Ihnen rein in den Kopf. Jetzt könnte sein, dass Sie da sitzen und alles mischt sich: Blau, Gold, Kant, Hintern, weh tun, weiß, Zeichen, akustische Laute – alles durcheinander. Ist aber nicht so. Wenn ich Sie jetzt frage: Warum sind Sie hier? Ja, warum? Warum sind Sie hier? Ja, ja, Sie hören eine Vorlesung über Kant und sitzen vielleicht auch auf einem unbequemen Stuhl. Und das ist schon eine Erkenntnis! Das ist eine Erkenntnis. Wenn jemand sagt: „Ich höre gerade eine Vorlesung über Immanuel Kant und sitze dabei auf einem etwas unbequemen Stuhl“, dann haben Sie all diese Sinneserfahrungen, die Sie in kurzer Zeit gemacht haben, schon geordnet, verarbeitet, analysiert und sind zu einer Erkenntnis gekommen. Aber wie ist das vor sich gegangen? Es geht ja blitzschnell, immer, und das ist das Interessante.

Also, Kant geht es nicht darum, nur wie der Wissenschaftler exakte Erkenntnisse formulieren kann und mit dem Denkapparat zu richtigen Ergebnissen kommt, sondern auch wie wir in jeder Sekunde unseres Lebens die ganzen Bilder, Gerüche, Töne verarbeiten. Darum geht es im Kern. Er sagt: „Alle unsere Erkenntnis fängt mit der Erfahrung an.“ Und dann hat er gar kein Zweifel, dass alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anfangen, daran ist kein Zweifel. Also, es geht immer damit los, dass wir irgendeine Erfahrung machen. Denn wodurch sollte das Erkenntnisvermögen sonst zur Ausübung geweckt werden, geschehe es nicht durch die Gegenstände, die unsere Sinne rühren? Also, er sagt: Es fängt immer so an. Da ist irgendein Gegenstand – diese Wand, das Blatt Gold, irgendwas berührt meine Sinne, und dadurch fängt erst mal die ganze Erfahrung an, und dadurch beginnt auch unser Denkapparat angeregt zu werden. Also, am Ausgangspunkt stehen immer irgendwelche Gegenstände – gut, Gegenstände, die unsere Sinne rühren und unsere Verstandestätigkeit in Bewegung bringen – diese zu vergleichen, sie zu verknüpfen oder zu trennen und so den rohen Stoff sinnlicher Eindrücke zu einer Erkenntnis zu verarbeiten.

Jetzt wird’s spannend, als er sagt: Am Anfang sind immer so rohe Sinneseindrücke. Rohe Sinneseindrücke: Trockene Luft, was ich rieche, was ich höre, was ich sehe. Was aber diese rohen Eindrücke? Die werden dann blitzschnell verarbeitet, und zwar: Die bringen unsere Verstandestätigkeit in Bewegung. Ja, also, die rühren die Sinne und bringen die Verstandestätigkeit in Bewegung – diese zu vergleichen. Wir vergleichen die Gegenstände blitzschnell, wir trennen und verknüpfen sie. Was ist damit gemeint? Wie so trennen und verknüpft unser Verstand die Gegenstände? Da gebe ich Ihnen jetzt mal ein ganz einfaches Beispiel wieder. Wenn wir in der Früh aufwachen – angenommen, Sie schlafen gerade wunderbar und wachen auf und hören – woran machen Sie auf? Woran machen Sie immer auf, wenn Sie aufwachen? Ja, Handy-Wecker. Genau. Und dann – Sie hören also das Fiepen oder Piepsen oder Rasseln. Ja, das – das Erste, was Sie hören, das ist ein reiner roher Sinneseindruck. Dann machen Sie vielleicht sogar noch so ein Augenzwinkern, ein bisschen auf, dann sind Sie geblendet, weil es schon Tageslicht ist. Sie sehen, der Vorhang ist einen Spalt auf, die Sonne scheint Ihnen ins Auge. Die Nase riecht Kaffee-Geruch. Sie riechen also, dass vielleicht die Freundin – wenn Sie Glück haben – schon Kaffee gemacht hat. Dann hören Sie was Zwitschern und merken, woher die Vögel zwitschern. So Laute. Dann merken Sie vielleicht: Ein schöner Tag. Und dann fangen Sie an mit Ihrem Kopf, Ihre sinnlichen Eindrücke zu ordnen. Weil erst mal hören Sie ja nur das Fiepen, und das ist das Piepsen vom Wecker und noch nichts anderes. Und diese rohe sinnliche Eindruck, den müssen Sie zuordnen. Das kann ja auch eine Maus sein, die piepst. Das kann eine Klapperschlange sein. Das kann ein Zug sein, der vorbeifährt und quietscht. Ich habe es einmal geschafft, den Wecker als ein Zug-Geräusch in den Traum einzuordnen, hab dann verschlafen. Welche geträumt und behörden, das sollte wieder ein Zug vorbei… Wo sind Wirklichkeit, der Weg… Also auch… Aber auch wenn Sie aufwachen, und das ist das, was er sagt: Wenn Sie aufwachen, dann vergleichen Sie, dann verknüpfen und trennen Sie. Ja, und Sie halten es vielleicht – wird es zwischen einer Klapperschlange oder – Sie halten das für das Fiepen der Maus. Aber in dem Moment, wo Sie die Augen aufmachen, sehen Sie, was für eklig ist, und dann sehen Sie den Wecker, und dann trennen Sie und sagen: „Nee, das ist kein Tier, das ist Plastik, das ist ein Wecker.“ Und dann können Sie vergleichen, zuordnen und trennen. Das macht dann der Verstand.

Und jetzt kommt auch noch was ganz Spannendes. Ich gehe noch mal zurück: „Alle unsere Tätigkeiten oder unsere Wahrnehmung“, sagt er, „fängt erst mal damit an, dass wir die Dinge räumlich ordnen.“ Wenn wir aufwachen in der Früh, haben wir gar keine andere Chance, als dass wir alles räumlich sehen. Denn jetzt kommt so eine These von ihm, die ich Ihnen doch gleich zeigen werde: „Der Raum ist eine notwendige Vorstellung a priori, die allen äußeren Anschauungen zu Grunde liegt.“ Also, wenn wir aufwachen, sehen wir beispielsweise den Wecker auf dem Nachttisch. Danach steht der Tisch ein Stück weg vom Bett. Dann sehen wir das Fenster, dann sehen wir den Vorhang-Spalt auf, der ist wieder zwei Meter fünfzig weg vom Bett. Und diese Entfernungen, nebeneinander, übereinander, untereinander, können wir sehen. Aber warum können wir sie sehen? Und dann sagt Kant: Die Bedingung der Möglichkeit, dass wir alles räumlich anordnen, dass wir genau sehen können, dass es nebeneinander oder übereinander ist, das ist unser räumliches Vorstellungsvermögen. Und darum sagt er hier: „Der Raum ist eine Vorstellung a priori, die allen Anschauungen zu Grunde liegt.“ Also, alles Äußere, was wir sehen – Wände, 80 usw. – alle äußeren Anschauungen sind nur möglich, weil ich das räumliche Denken schon in mir drin habe. Die Computerfreaks unter Ihnen würden sagen: Ist vorinstalliert. Ja, in unserem Gehirn vorinstalliert ist das räumliche, das persönliche Vorstellungsvermögen. Darum – was heißt übrigens „a priori“? „Raum ist eine notwendige Vorstellung a priori.“ Wäre’s Latein – „a“ von „prior“. „Wir“ ist der Prior. Der Prior ist bei den Äbten der Erste, der Vorbeter, der Erste, der Vorderste, der vorne dran ist. Also, das heißt quasi „a priori“ heißt von vorneherein, von vorne, von vorderster Linie oder von vorneherein – ist wahrscheinlich die beste Übersetzung. Weil der Raum von vorneherein in unseren Köpfen ist, nicht erst, wenn man die Augen aufmacht. Wir haben den schon drin, und deshalb sehen wir räumlich. Wir können versuchen, Sie mal… Also, er macht auch da ein schönes Beispiel, das schauen wir uns mal an. Er sagt: „Damit ich die Gegenstände außer nebeneinander vorstellen könne, dazu muss die Vorstellung des Raumes schon zugrunde liegen.“ Und jetzt macht er was Schönes, sehr… Er sagt: „Wir können ja mal ein Gegenbeispiel machen. Stellen Sie sich mal vor irgendeinen Gegenstand. Ich hole mal noch mal ein Buch. Ja, nicht mal das Buch – wäre ich – habe daran nichts anderes da – ja, nehmen dieses Buch. Jetzt versuchen Sie mal – was versuchen Sie sich mal – das Buch vorzustellen, ohne dass es in einem Raum ist.“ Es geht nicht! Sie können sich zwar vorstellen, dass das Buch weg ist. Sie können sich im Raum vorstellen, der komplett leer ist, wo meinetwegen nicht mal die Wand ist, wo ich nicht bin, wohl nichts ist. Aber den Raum selber haben Sie dann immer noch im Kopf. Ja, also, den Raum kriegen wir nicht weg. Es ist unmöglich. Wir können unser auch vielleicht noch… dass wir können uns jetzt vorstellen, dass hier der Raum weg ist, dann stehen wir unter freiem Himmel. Aber auch wenn wir unter freiem Himmel stehen, ist da der Himmel, die Wolken, heißt… Und selbst wenn man es deswegen denken… dann sind wir im Universum. Aber die räumliche Vorstellungskraft an sich, die kriegen wir niemals weg, sagt Kant. Tja, also, er sagt: Man kann niemals eine Vorstellung sich davon machen, dass gar kein Raum da ist, obgleich man sich ganz wohl denken kann, dass keine Gegenstände darin sind. Also, gehen wir… können uns in die Bibliothek vorstellen mit der Hälfte der Bücher oder sogar ganz ohne Bücher. Also, wir können die Gegenstände aus dem Raum rausdenken, aber räumlich denken wir immer. Da kommen wir nicht drum herum.

Und jetzt kommt das Zweite, logischerweise – ich habe es schon verraten: Die Zeit ist genau dasselbe Phänomen. Auch die Zeit. In dem Moment, wenn wir in der Früh aufwachen, müssen Sie mal schauen, wenn sie nicht… dass wir alles eigentlich sehen… wir hauen auch noch einen zweiten Filter über die Wirklichkeit darüber, und auch dieser zweite Filter sozusagen, mit dem wir die Welt sehen, ist vorinstalliert. Das heißt, wir können gar nicht anders, als alles in so eine Reihenfolge zu bringen. Ganz brutal, ganz rigide ordnen wir alles: Erst das Bimmeln, dann hören wir Vögel zwitschern, dann sehen wir den Vogel auf dem Fensterbrett, der wieder wegfliegt, dann rieche ich Kaffee-Geruch, dann stehe ich vielleicht auf, dann ziehe ich den Vorhang auf – manche ziehen nach wieder zu – dann gehe ich raus, sondern seitlich… Guten Morgen. Aber eine Sport nennt sich in einer zeitlichen Reihenfolge an. Sie können gar nicht anders. Auch da kann man die Gegenprobe machen: Versuchen Sie mal nur einen einzigen Tag und/oder haben wir eine Viertelstunde zu verbringen ohne zeitliche Wahrnehmung zu haben. Das wird Ihnen nicht gelingen, weil Sie ständig in Zeitscheiben wahrnehmen haben. Sie, wenn ich jetzt hier bin und mache zwei, drei Schritte hier rüber, dann war ich vorher hier, jetzt bin ich da. Alles ist in einem Zeit-Kontinuum, was ich schon drin habe. Und jetzt kommt eine radikale Schlussfolgerung von Kant. Er sagt: Diese a priorischen Anschauungsformen von Raum und Zeit, die ich über die Wirklichkeit darüber stülpe, die führen dazu, dass alle Gegenstände der Sinne ja in der Zeit sind und notwendigerweise in Verhältnissen zur Zeit stehen. Und noch was Zweites, das ist noch viel wichtiger: Was es für eine Bewandtnis mit den Gegenständen an sich und abgesondert von unserer Wahrnehmung – also Rezeptivität heißt Wahrnehmung – und unserer Sinnlichkeit haben möge, bleibt gänzlich unbekannt. Ist es verstanden? Das ist ganz, ganz, ganz wichtiger Punkt bei Kant. Das mündet in dem Satz: „Das Ding an sich ist nicht zu erkennen.“ Er sagt: Was es für eine Bewandtnis mit den Gegenständen an sich hat, das wissen wir gar nicht. Also, wie der Wecker wirklich ist, wissen wir nicht. Oder auch unser Raum. Wir sehen alles nur unter räumlich-zeitlichen Filtern, und diesen Filter können wir nicht ausschalten. Wie die Sachen wirklich sind, wissen wir gar nicht. Genau wissen wir nicht. Und deswegen: „Das Ding an sich ist nicht zu erkennen.“ Wir erkennen uns immer nur durch unsere Filter. Radikalisiert ist er, sagt sogar: Wir erkennen nicht – oder wir kennen nichts – also unsere eigene Art, sie wahrzunehmen. Also, wir können nichts – also unsere Art, die Dinge wahrzunehmen, die uns eigentümlich ist, die auch nicht notwendig jedem Wesen – ob zwar den Menschen – zukommen muss. Unsere Art der Wahrnehmung ja muss nicht jedem Wesen zukommen. Die Bienen beispielsweise, wissen wir nicht, ob die räumlich-zeitlich sehen können, ob die auch unsere a priorischen Anschauungsformen haben. Es gibt wissenschaftliche Studien, dass die Bienen sogar eine ganz andere Wahrnehmung haben, dass die Bienen – dass die diesen – diesen Blütenstaub, die Pollen sehen, die in metallischen Farben… Die können Dinge wahrnehmen, die wir gar nicht sehen. Die haben ganz andere… in der Welt sein und wahrscheinlich auch eine andere Wahrnehmung. Wir wissen es nicht. Ja, und Kant sagt: Wir – wir kennen nichts anderes als unsere Art der Wahrnehmung, die kommt den Menschen zu, anderen Wesen vielleicht nicht, wissen wir nicht. Aber eines steht fest: Auch die Biene kann nicht sagen, wie die Blume an und für sich selbst wirklich aussieht. Auch die Biene kann nur sagen: „Die Blume sieht so aus, wie ich sie sehe.“ Und wir würden die Blume sehen, sehen Sie vielleicht wieder ganz anders. Wie die Blume wirklich ist, weiß niemand. Und das ist der berühmte Satz: „Das Ding an sich kann nicht erkannt werden.“

Gut, hier habe ich Ihnen jetzt noch mal ein Schema mitgebracht. Also, wir haben den Gegenstand – ist alles, was wir sehen, wenn wir aufwachen. Dann kommen rohe Sinneseindrücke auf uns zu. Kant nennt es die Sinnlichkeit. Ja, und diese rohen Sinneseindrücke – der Geruch, das, was wir hören, was die Sinne wahrnehmen – die Nase, was wir riechen, was wir sehen – all diese Sinneseindrücke werden dann mit einem Raster versehen. Wir klatschen unser räumlich-zeitliches Raster über alle Gegenstände rigoros drüber, und dadurch ordnen sich die Dinge an, und das führt zu Erkenntnis. Aber nicht alleine, das ist nur ein Teil der Erkenntnis. Denn jetzt kommt noch etwas anderes dazu: Der Verstand und der Denkapparat. Hier wird jetzt eigentlich die Erkenntnis produziert. Ich habe ihn ja vorher ein Beispiel gegeben: Wenn wir nur die rohen Sinneseindrücke in Raum und Zeit hätten, hätten wir noch keine Erkenntnis. Dann haben wir nur: Referenz ist hier, Referenz ist da. Ja, oder wir haben: Erst klingelt Wecker, dann – dann heller erscheinen, dann – dann Geruch. Aber Sie haben keine Erkenntnisse. Die Erkenntnis, dass ich auf den Wecker schaue und sage: „Es ist schon halb neun, ich komme zu spät, ich muss schnell raus.“ Oder die Erkenntnis: „Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, es wird ein warmer Tag, ich ziehe nur ein T-Shirt an.“ Das ist schon viel, viel mehr. Das sind schon Erkenntnisse. Da man ja schon pausieren, überlegen… das deutet auf warmes Wetter hin, wenn die Vögel zwitschern, die Sonne scheint so stark… und so… ich ziehe nur ein T-Shirt an. Das ist schon eine Erkenntnis, und die entsteht hier: Verstand. Und der erste Teil haben wir übrigens – das ist ein wichtiger Teil in diesem – in diesem Buch, in die Kritik der – in der Kritik der reinen Vernunft. Ja, das nennt sich die transzendentale Ästhetik. Ja, also, der ganze Teil hier nennt sich transzendentale Ästhetik, und da beschreibt er die a priorischen Anschauungsformen von Raum und Zeit. „Ästhetik“ – was heißt es? Tätigkeit. Wo sind die Griechen? Wer kann Griechisch? Es kommt von „aisthesis“, das heißt die Wahrnehmung. Im Grunde und letztendlich geht’s auch da nur um die a priorischen Formen der Wahrnehmung. Und wir kennen das Ergebnis ja: Der trans – der transzendentale… ist es auch noch ganz wichtig. Verkannt – ihm geht jetzt nicht um wie das biologisch bei uns im Kopf abläuft und wo die räumliche – räumliche Denken ist und das zeitliche Denken. Das ist wurscht. Er sagt: Was ist die Bedingung der Möglichkeit, dass wir die Dinge räumlich und zeitlich wahrnehmen? Das ist der transzendentale philosophische Ansatz. Und dieses Ergebnis kennen wir: Die Bedingung der Möglichkeit, dass wir alles räumlich-zeitlich wahrnehmen, ist die a priori – die Tatsache, dass wir a priori Raum-Zeit schon als Vorstellungen im Kopf haben.

Und jetzt kommen wir zum Verstand. Jetzt kommen wir zum Verstand, und zwar: Wie kommen wir zu Urteilen, zu Erkenntnissen? Er sagt: „Die Urteilskraft ist das Vermögen, das Besondere unter dem Allgemeinen zu denken.“ Es jetzt schwieriger Satz: „Urteilskraft ist das Vermögen, das Besondere unter dem Allgemeinen zu denken.“ Was bedeutet das jetzt? Das bedeutet: Wenn wir aufwachen und dann hören wir dieses Klingeln, dann denken wir dieses Geräusch als Besonderes – des Geräusches das Besondere in verschiedenen Allgemeinheit. Wir denken: Das könnte zur Allgemeinheit der Beschreibungen gehören von Mäusen oder zur Allgemeinheit des Klatschens von Zügen oder zur Allgemeinheit des Klingelns von Elektrogeräten. Es könnte auch mein Handy sein oder so. Und denken dass in verschiedenen Allgemeinheit. Wenn wir dann allerdings die Augen aufmachen und sehen auch noch den viereckigen Kasten, dann ist klar – wenn wir noch hin greifen und drauf hauen – das eher still ist, fühlt sich nicht wie eine Maus an, hat kein Fell, die Qualität ist eine andere, es ist viereckig. Das gehört zur Allgemeinheit der viereckigen Dinge und es gehört zur Allgemeinheit der elektrischen Dinge. Und dann haben wir sehr schnell das als Wecker identifiziert. Das meint er damit. Gut, dann nochmal weiter. Jetzt – was Sie hier vor sich sehen, sind die berühmten zwölf Kategorien. Interessante Reise, sagt Immanuel Kant. Haben wir alle diese zwölf Kategorien in seinem Kopf. Und jetzt nähern wir uns dem Kernstück der Kritik der reinen Vernunft. Er sagt: Jeder Mensch auf der Erde hat diese zwölf Kategorien. Und interessanterweise – zwar nur zwölf – ist nicht so, dass Sie zehn haben, ich habe elf und ein anderer hat zwölf, der nächste fünfzehn. Nein, wir haben alle nur zwölf Möglichkeiten zu denken. Und in diesen zwölf Kategorien denkt jedes menschliche Wesen, und zwar blitzschnell. Es ist nicht so, dass wir eine Kategorie nach der anderen anwenden. Das geht oft gleichzeitig. Aber die Bedingung der Möglichkeit, dass wir zu Erkenntnissen kommen, besteht darin, dass wir alle so denken. Und das schließlich Ihnen mal auf… Er hat diese – sehen Sie – 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12. Also, habe ich erzählt – 1, 9, 11, 2. Und diese zwölf Kategorien hat er zusammengefasst. Das sind einmal die drei Kategorien der Quantität. Also, wir – wenn wir aufwachen, denken wir auch in Quantitäten. Wir denken: Wie viel ist es? Wie viele Sachen sind um mich rum? Wir denken in Einheit, in Vielfalt und so weiter. Wir hören ja viele Vögel zwitschern und so. Dann denken wir in der Qualität. Ja, also, wir denken in der Qualität: Wie fühlt sich das an? Ist das weiß? Ist das pelzig? Nein, ist nicht pelzig, Plastik, ist keine Maus. Ja, also, wir denken in Qualitäts-Kategorien. Und wir denken in Relationen – sehr stark sogar – denken wir in Relationen. Was hat das mit mir zu tun? Wie hängt das alles zusammen? Da bei den Relationen ist z.B. eine ganz wichtige Kategorie die Kausalität. Sie denken jeden Tag bestimmt 6, 700 Mal mit der Kategorie der Kausalität – auch bei jeder Kleinigkeit. Ja, es gibt klar – der Weg gibt – ist die Batterie – weil dann im Battery drin ist Feedback – oder weil sie denken immer in Kategorien – oder weil sie sehen: Der Zeiger wird angetrieben durch die Batterie immer gleich schnell. Jetzt wissen Sie: Aha, die Stunden kommen immer gleich. Aha, es ist schon neun Uhr, ich muss los, sonst komme ich zu spät. Sie denken immer in Ursache und Wirkung – Gefühl. Oder: Die Vögel zwitschern, die Sonne – also wird’s warmer Tag – also zwischen T-Shirt an – also Kausalitäten haben wir ganz oft. Dann denken Sie auch in der Modalität. Sie denken in Möglichkeiten und Unmöglichkeiten. Möglich natürlich, dass es trotzdem regnet. Unmöglich ist es nicht und so weiter und so fort. Also, Sie denken immer in diesen vier Gruppen, und zwar nicht nur einmal am Tag, sondern ständig. Ja, welches ist die Bedingung der Möglichkeit überhaupt denken zu können? Kant selbstbewusst: Er sagt: „Das ist das Verzeichnis, das ist nun die Verzeichnung aller ursprünglich reinen Begriffe der Synthesis, die der Verstand a priori in sich enthält.“ Also, auch hier wieder dieses wichtige Wort „a priori“. Das heißt: Auch unsere zwölf Kategorien sind schon vorher in unserem Kopf. Und mit diesen Kategorien beurteilen wir die sinnlichen Reize, die in uns reinkommen. Ja, mit diesen fangen wir an, die Welt zu ordnen. Kant selbst hat hierfür leider kein einziges Beispiel gebracht in seinem dicken Buch. Er selbst hat sich dazu geäußert und hat gesagt: „Na ja, klar, was soll er denn großartig jetzt noch ein Beispiel bringen? Das Buch hat er über 1000 Seiten – lieber nicht, will nicht noch mehr verlängern.“ Aber ich glaube, er war ein bisschen zu feige, weil es ist tatsächlich schwer, diese hölzernen Kategorien auf die Wirklichkeit anzuwenden. Ich habe für Sie das jetzt mal versucht, das als Beispiel umzusetzen. Genießen Sie das mit Vorsicht! Kant würde wahrscheinlich die Augenbrauen runzeln und Falten in der Stirn kriegen, wenn das… ist jetzt… hört aber… Ich hab’s gemacht, damit Ihnen klar wird, wie das gemeint sein kann. Ja, also, der obere Teil, den haben Sie verstanden: Sie waren auf – Sie machen die Wahrnehmungen, sie ordnen alles räumlich-zeitlich an durch die a priorischen Anschauungsformen. Ja, und jetzt – das war die transzendentale Ästhetik – jetzt kommen wir zur transzendentalen Logik. Jetzt kommt der Verstand. Jetzt Rabatt – wirklich der gesamte Denkapparat. Veritas – irrt es – war nicht anstrengend – wie sind Sie – weil das räumlich-zeitliche – das nehmen Sie passiv war – aber das hier – das ist jetzt Ihre Tätigkeit, die streng tanja. Jetzt hauen wir die Quantität – jetzt prüfen wir alles, was wir sehen, auf die Quantität, die Qualität, die Relation und die Modalität. Weil der Verstand – das hatten wir schon mal – der Verstand vergleicht, er verknüpft und er trennt die Sinneseindrücke mit der Hilfe der zwölf Kategorien: Einheit, Vielheit, Allheit, Realität, Negation, Limitation, Inhärenz, Substanz, Kausalität, Gemeinschaft, Möglichkeit, Dasein, Notwendigkeit. Und erst am Ende kommt eine Erkenntnis raus. Dann kommt eine Erkenntnis raus. Und so funktioniert der Denkapparat von allen Menschen auf der ganzen Welt – genau so.

Und jetzt kommt ein Beispiel. Stellen Sie sich mal vor – wir erfahren – lesen Sie das noch nicht, entspannen Sie sich – stellen Sie sich vor, wir fahren auf der Autobahn. Sie fahren auf der Autobahn in ihrem Auto relativ schnell, vielleicht sogar im Kolonnenverkehr oder vielleicht… also ist ganz normaler… verliert… die fahren auf der Autobahn. Plötzlich sehen Sie in einiger Entfernung auf der Straße ein Hindernis liegen – 40 Zentimeter groß, so etwa ein halber Meter, rechteckig auf der Straße. Also, 40 x 30 cm, sonst ein Quader irgendwie auf der Straße, die… und Sie wissen, Sie sausen darauf zu. Jetzt ist natürlich höchste Eisenbahn, kann gefährlich werden. Und jetzt legen Sie blitzschnell Ihre zwölf Kategorien von Kant über das, was Sie da an rohen sinnlichen Eindrücken kriegen. Der rohe sinnliche Eindruck – dieses Ding wird jetzt von den Kategorien verarbeitet, getrennt, geordnet, zugeordnet, und zwar blitzschnell. Ja, das Ding gehört als Einheit zu den braun-roten Gegenständen. Sie sehen ja, es ist irgendwas braun-rotes. Dann denken Sie in der Kategorie der Vielheit: Viele Holzklötze und viele Holzkisten sind braun-rot, aber auch viele Ziegelsteine sind braun-rot. Dann denken Sie in der Kategorie der Allheit: Alle Holzklötze sind schwer, massiv. Die Ziegelsteine sind schwer und massiv. Und dann kommt Ihr erstes Urteil – das Urteil zur Quantität. Ja, die Quantität des Dinges ist leider ziemlich beträchtlich, das kann verdammt schwer sein. Dann die zweite – Realität – dass Ding auf der Straße misst 40 x 20 cm. Dann denken Sie Negationen: Ja, das Ding auf der Straße kann nicht einfach überrollt werden, kann nicht… das negieren – mein – wenn ich einfach überholen könnte… gefährlich. Dann denken Sie in Limitation: Das Ding auf der Straße gehört da nicht hin, weil Sie sehen ja die ganze Straße, und normal sind die Dinge limitiert – diese in so einem Erfahrungshorizont wahrnehmen. Dann kommt Ihr zweites Urteil: Das Ding hat die Qualität eines massiven Hindernisses. Und es geht weiter: Inhärenz, Subsistenz – der schweren Substanz des Dinges ist inhärent – Windschutzscheibe durchschlagen. Ja. Dann legen Sie die nächste Kategorie drüber, nämlich die Kategorie der Kausalität, und Sie überlegen sich: Wenn ich jetzt nicht bremse oder irgendwie ausweiche, dann verursacht der Ziegelstein oder Holzklotz womöglich eine lebensgefährliche Wirkung auf mein Fahrzeug und mich. Ja, also, Ursache-Wirkung-Gefühl gewählt. Es kann sei – nicht in Alter drauf – und das fliegt zur Seite – ganz eigentlich mal drauf – und das Haus hoch – und durch die Windschutzscheibe. Ja, Wechselwirkung – meine schnelle Fahrt und das schwere Ding ergeben zusammen noch eine größere… ich hatte des Aufschlags. Sie wissen ja, die Kinder, die Steine von der Autobahn werfen – dadurch würde der Aufschlag noch höher, weil die Autos halt schnell fahren, sonst werde ich sehr ungefährlich. Ja, und diese Wechselwirkung – wir denken immer auch schon in Wechselwirkungen – auch eine Kategorie, die wir im Alltag oft einsetzen. Und so kommen wir schließlich zum dritten Urteil: Die Relation – also die Beziehung des Dinges zu mir und zum Auto ist in hohem Maße gegeben. Also, das, was da passiert mit dem roten Teil, was meine Sinne wahrnehmen, kann durch die Verarbeitung der Kategorien mir das Urteil geben, dass da tatsächlich das mich betrifft. Was davon ist Möglichkeit, Unmöglichkeit? Es wäre möglich, dass der Gegenstand hoch geschleudert wird und mich trifft, oder dass er hoch geschleudert wird und zeigt vorbeifliegt. Aber es ist nicht unmöglich, dass er mich trifft. Dann denke ich in der Kategorie Dasein – Nichtsein. Kein Zweifel, das Ding ist da, ist versperrt den Weg. Also, da ist die Kategorie völlig klar. Dann denke ich in der Kategorien Notwendigkeit – Zufälligkeit. Es ist notwendig für mich, auf das Hindernis zu reagieren. Ja, mit einem Riesen-Zufall könnte ich das weg schießen, aber es ist nicht sinnvoll, das dem Zufall zu überlassen. Dann kommt mein letztes Urteil: Die Modalitäten sind so, dass ich mich auf den Zufall nicht verlassen darf. Das bedeutet: Ich muss bremsen. Ja, und das, was ich Ihnen jetzt erzählt habe, das läuft natürlich viel schneller ab, sonst werden Sie – Sie werden lachen und sagen: „Ja, in der Zwischenzeit bin ich ja längst auf das Teil darauf gefahren.“ Nein, so ist es nicht. Also, Sie wenden die Kategorien natürlich viel schneller an.

Und jetzt kommt aber der Punkt. Jetzt denken Sie: Die Bremse ziehen Sie. Aber im Rückspiel – das sind Leute, die eng auf waren – wenn Sie bremsen, Gibson, Frontalunfall, kriegen Panik, und in dem Moment sehen Sie plötzlich, dass der braun-rote Gegenstand von links nach rechts in Bewegung ist und sich bewegt. Und schon bauen Sie blitzschnell wieder ihre Kategorien drüber: Einheit – das 40 Zentimeter lange Ding gehört als Einheit zu den braun-roten Gegenständen, links nach rechts bewegen. Vielheit – viele Tiere sind braun-rot, kleine Tiere können sich bewegen. Hasen, Eichhörnchen, Füchse sind braun-rot. Allheit – alle Tiere haben Körper. Kausalität – wenn es sich tatsächlich bei dem braun-roten Teil um Hasen oder ein Fuchs oder Kaninchen oder was handelt, ja, dann habe ich Glück vielleicht, und der kommt noch über die Fahrbahn rüber, bis ich dort bin. Das sehe ich ja alles. Ja, und während ich darüber nachdenke, passiert aber was anderes – schlimm ist es – kommen Fehlermeldungen aus dem Gehirn zurück. Ja, weil – erinnern Sie sich – was macht der Verstand? Der Verstand macht immer folgendes: Etwas als ein Merkmal mit einem Ding vergleichen – heißt urteilen. Das Ding ist das Subjekt, das Merkmal das Prädikat. Also, wir – der Verstand, der urteilt, und der urteilt blitzschnell, und er machte immer folgendes: Er vergleicht das Objekt mit dem Prädikat des Objektes – dieses braun-rote Teil – und das Prädikat ist in dem Fall, dass wir sagen: Es ist ein Tier. Das braun-rote Teil ist ein Tier. Ja, jetzt – wenn wir aber wieder die Kategorien darüber legen, ja, dann heißt – dann wenn wir die Kategorien darüber legen, dann passiert folgendes, dass wir sehen: Verdammt, Tiere – Tiere hoppeln, tierisch, bringen – Tiere bewegen sich. Ja, also – Nase – wird die hoppelnden Kaninchen würde immer auch erkennen, das iPad auch – und ein Fuchs oder ein Eichhörnchen würden wir am Schweif erkennen. Aber das braun-rote Teil, das alles nicht. Also, ist es kein Tier. Ja, also, können wir nicht das Merkmal ja dem Subjekt – braun-rotes Teil, was sich bewegt – zu ordnen. Da sind wir schon in Panik. Und jetzt passiert noch was Schlimmeres: Wir sehen, wie das braun-rote Teil aufsteigt und hin und her fliegt. Ja, und sofort müssen wir noch mal blitzschnell die Kategorien darüber legen. Ja, das Ding gehört als Einheit zu den roten Gegenständen, die fast viereckig sind, sich von links nach rechts bewegen und in der Luft hin und her fliegen. Vielheit – viele – Vielheit auch wieder – die nächste Kategorie Vielheit – viele Vögel braun-rot, viele…

Papiertüten sind braun, rot. Alle. Halle fegen können, auffliegen. Papiertüten können aufgewirbelt werden. Realität: Das fliegende Dinges, 40 Zentimetern, viereckig. Negation: Kein Vogel. Bis 40 Zentimeter und viereckig. Das Ding ist kein Vogel.

Limitation: Die Papiertüte gehört nicht auf die Straße. Kausalität: Wenn eine Papiertüte vom Wind erfasst wird, kann dies die Ursache sein, dass sie im Wind spielt, hin und her fliegt. In Hands der Papiertüte ist es inhärent, dass ihre Substanz wenig Masse enthält und sie daher leicht hin und her gewirbelt wird. Möglichkeit, Unmöglichkeit: Es wäre möglich, dass die Tüte auf meine Scheibe klatscht, mir die Sicht verdeckt. Aber es ist völlig unmöglich, dass die Tüte durch die Scheibe schlägt und mich verletzen kann. In dem Moment, wo ich dank meiner Kategorien das alles erkannt habe, kann ich durchatmen, entspannen, und ich war einfach weiter, und die Tüte witz dann weg, oder sie geht auf die Scheibe in Mailand. Scheibenwischer. Ich bin entspannt. Und warum bin ich plötzlich entspannt? Dank meiner zwölf Kategorien von Immanuel Kant. So müssen Sie sich das vorstellen. Natürlich hat Kant, als transzendentaler Philosoph, sich jetzt nicht gefragt, wo real die Kategorien sitzen, wo die herkommen, was das ist. Inhalt interessiert, was ist die Bedingung der Möglichkeit, dass sich blitzschnell diese Vielzahl der rohen sinnlichen Eindrücke anordnen kann, und das geht nur mit diesen Kategorien. Alle sinnlichen Anschauungen stehen unter den Kategorien als Bedingungen, unter denen allein das Mannigfaltige in einem Bewusstsein zusammenkommen kann. Hätten wir nicht diese tollen Kategorien, in denen wir attac alles durchdenken können, könnten wir gar nicht in der Lage sein, die Mannigfaltigkeit, die Vielzahl dieser Reize und Sachen, die auf uns einbringen, blitzschnell zu ordnen.

Gut, jetzt kommen wir schon zum Ende von diesem Buch. Da zieht er jetzt eine ganz radikale Konsequenz. Er sagt: Ohne Sinnlichkeit gibt es keinen Gegenstand. Ja, völlig klar. Wenn wir nicht sehen, wenn wir noch schlafen, wenn wir überhaupt nichts wahrnehmen, haben wir keinen Gegenstand. Und ohne Verstand kann auch kein Gegenstand gedacht werden. Also beides ist nötig: Die Sinnlichkeit und der Verstand. Er sagt: Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.

Gebe ihnen dann noch ein letztes Beispiel, oder vielleicht erst noch was für die Philosophiehistoriker. Nach einem kleinen Nebensatz, normalerweise vermeide ich finde philosophiehistorische Einlassungen, aber der Vollständigkeit halber: Zur Zeit von Kant gab es die sogenannten Empiristen. Die haben gesagt: Nur das ist wahr, was wir wirklich sehen, fühlen, riechen können. Nur das ist die Wirklichkeit. Dann gab es die Rationalisten, das waren andere Philosophen, die haben gesagt: Nein, die Wirklichkeit draußen, das kann uns alles täuschen, das können alles Täuschungen, Sinnes-täuschungen sein, Fata Morgana usw. Die Sinne sind unzuverlässig. Nur was wir im Kopf logisch uns ausdenken, das ist die Wahrheit. Nur was wir im Kopf haben. Und Kant sagt: Nein, beides ist falsch und ein bisschen richtig. Es gehört letztendlich sowohl das, was wir sehen, die sinnliche Wahrnehmung, die Anschauungen, die Aktion durch die Sinne, und auf der anderen Seite das logische Denken a priori dazu. Also a priori, was wir schon im Kopf haben, und a posteriori, was wir draußen vorfinden. Und beides: Gibt es mehr Erkenntnis. Wenn nur eines davon fehlt, gibt es keine Erkenntnis. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung. Also: Gedanken ohne Inhalt sind leer.

Noch ein letztes Beispiel: Ich sagte ihnen jetzt, malen Gedanken oder Begriff. Wir können auch im Begriff nehmen. Begriff ohne Inhalte sind leer. Alle Schnitte – können Sie sich was vorstellen? Sie lachen, Sie grinsen. Keiner kann sich das vorstellen. Warum? Weil sie zu diesem Begriff kein Inhalt haben. Maliki da gar nicht sehen, mal sagen: Alle Schnitte, alle Schnitte – nichts helfen. Wenn sie das bleibt hier: Gedanken ohne Inhalt sind leer. Das bleibt völlig leer, das Wort. Ja, wenn der Pole da wäre, es anders. Das heißt auf Polnisch Pfannkuchen. Ja, und aber für Sie keine Chance. Also ein Gedanke ohne Inhalt bleibt eine Anschauung ohne Begriffe, es blind. Der Anschauung ohne Begriff ist Bild, ist. Kann keinen ein Beispiel geben. Nehmen Sie eine anderthalb der oder irgendeine Vorstufe zum Menschen, der noch gar nicht die die die Logik und die Kategorien und alles voll entwickelt hat. Der zieht er plötzlich so ein Pfannkuchen, der brutzelt, der sieht dann schon gelb, schlampig dürfte aber, der hat noch nie in seinem Leben überhaupt die die Kategorien anwenden können, wenn er noch seinen animalischen Vorstufe ist. Der WM würde nie auf die Idee kommen, dass die Symphoniker könnte das nicht auf den Begriff bringen. Verstehen Sie auch den Begriff Pfannkuchen könnte das nicht bringen, weil ihm die logischen Anschauungsformen, weil eben die logischen Kategorien im Kopf fehlen. Deshalb braucht man beides. Man braucht sozusagen auf der einen Seite den Gegenstand, ja, und auf der anderen Seite brauchen wir den Verstand, der den Gegenstand erst verarbeitet zur Erkenntnis. Also jede Erkenntnis hat sozusagen zwei Seiten: Zum einen müssen sinnliche sind es Eindrücke, hier kommen hohe Sinneseindrücke, die in Raum und Zeit geordnet werden, ja, und die können nur vom Gegenstand kommen. Und auf der anderen Seite muss bereits a priori im Verstand ein kategorielles Arbeitskriterium da sein, dass wir das ordnen können. Und dieses Ergebnis hatte jetzt zwei ganz große Folgen, die weltweit bis heute gültig sind, dass sie zu harmlos aus denke jeder Höhe seliger, aber durch diese Erkenntnisse Hand hat die Naturwissenschaft eine Arbeitsgrundlage gewonnen, die es möglich gemacht hat, dass Forscher auf der ganzen Welt ihre Erkenntnisse vergleichen konnten, weil auf einmal wussten die Forscher klar: Es geht nur so. Wie die Theorie Maxi noch so gut hier im Verstand ausgedacht seien, mit den Kategorien, sagen wir mal mit der Kausalität. Meistens arbeiten die Forscher und Wissenschaftler mit der Kausalität. Die mag noch so gut sein, man muss sie auch am Gegenstand, an der Anschauung nachweisen können. Es muss auch ein Gegenstand da sein, mit dem ich experimentell genau zeigen kann, dass es genauso ist, wie ich mir im Kopf ausgedacht habe. Manche machen sogar umgekehrt: Die machen erst Versuche, entwickeln dann die Theorie. Manche entwickeln erst die Theorie und machen dann Experimente, aber das ist egal, beides muss funktionieren und das Experiment wiederholbar sein. Geben Beispiel: Wenn ein Wissenschaftler arbeitet, sagen wir mal mit seinem Kopf, mit seiner transzendentalen Logik und setzt die Kategorie der Kausalität ein und sagt: Ja, Wärme führt dazu, dass die Moleküle sich langsam auflösen und flüssig werden. Und wenn ich jetzt einen Eisblock nehme und heizt den Eisblock an, dann schmilzt er. Und wenn ich das Wasser noch mal erhitze und für noch mehr Hitze zu bestimmter Temperatur gibt's Wasserdampf, und dann lösen sich die Moleküle noch mehr auf, und dann gibt's Wasserdampf. Das wäre so eine Theorie, die man sich beim Kopf mit Hilfe der Kausalität ausdenken kann. Aber zeigt, dass das wirklich eine Erkenntnis wird, muss man das einem Eisblock zeigen können, und zwar immer wieder, und dass diese Idee, dass im Grunde zur Erkenntnis beides gehört, das a priori, was in unserem Kopf ist und die Logik und das a posteriori, die Anschauung, ja, das wird anschaulich machen können, dass wir sehen können. Das gibt erste Erkenntnis, und auf dieser Arbeitsgrundlage ist die ganze moderne Naturwissenschaft durchgestartet, und es hat diesen enormen Siegeszug auch der Technik und der Maschine gegeben, bis heute, bis heute.

Und die zweite Folge, für die hat Kant ziemlich leiden müssen, weil er sehr kritisiert wurde, war die Religion. Was für eine Folge hat denn so was für die Religion? Wenn man sagt: Erkenntnis kommt nur zustande, wenn am Anfang der Gegenstand, die Sinne sie ziert. Ja, wie sieht's denn mit Gott aus? Ja, Gott geht mit Gott. So was kann man Gott wirklich erkennen? Gibt es eine Erkenntnis von Gott? Nein, gibt es nicht. Richtig. Wie kann es auch nicht geben, weil man ihn nicht sehen kann. Man kann – oder hat schon jemand von ihnen Gott gesehen oder gerochen oder geschmeckt oder gefühlt? Mein Gott ist kein Gegenstand der Wahrnehmung. Und weil wir nicht wahrnehmen können, hilft es auch nichts, wenn wir über Gott nachdenken. Nur ohne die Wahrnehmung, ohne die Anschauung fehlt ein wichtiger Teil der Erkenntnis. Deshalb sagt Kant: Man kann Gott nicht beweisen. Es gibt da keine Gottesbeweise. Ist alles Unsinn. Zur Zeit von Kant gab es natürlich viele Gottesbeweise. Zum Beispiel hat manche gesagt, die haben nur hier die Kategorie der Kausalität genommen und haben gesagt: Naja, wenn in der Natur alles ein Ursache-Wirkungs-Gefüge ist und eins stößt das andere an, dann muss es ja einen ersten Anstoß gegeben haben, und das muss Gott gewesen sein, als unbewegter Beweger hat er die Bewegung in die Welt gebracht. Das ist eine rein logische Möglichkeit, Gott zu beweisen. Aber Kant zeigt: Das genügt nicht. Das ist viel zu wenig. Und weil es keine Anschauung von Gott gibt, gibt es auch keinen Gottesbeweis. Ja, die Folge war, dass dieses schöne kleine Büchlein, hier, sich darin mitgebracht habe, erst mal verboten wurde, zwar in vielen Ländern auf dem Index, und seinen gesamten Lebenszeiten haben seine religionskritischen Schriften nicht unterrichtet werden dürfen an den Universitäten. Auch das waren die Folgen.

Jetzt hat Kant aber noch was gemacht, was er vielleicht gar nicht wollte. Er hat nämlich, indem man gesagt hat, dass die Kritik der reinen Vernunft daran ändert, dass wir es uns eingestehen müssen als Menschen, dass wir mit unserer Vernunft reine Ideen wie Gott nicht erkennen können. Das hat sozusagen als Philosophen selbst arbeitslos gemacht. Worüber denken denn die Philosophen meistens auch nach? Sie denken nach darüber, über Ethik oder übergewichtig, über all diese Dinge. Und sie wissen: Kant selbst hat ja auch den kategorischen Imperativ erfunden. Ja, und jetzt ist natürlich die große Frage: Ja, wenn die Philosophie nur noch Aussagen machen darf über echte Erkenntnisse, dann darf sie nicht mehr über Gerechtigkeit sagen, über Ethik, über Handlungsorientierung, denn das sind ja keine wirklichen Erkenntnisse. Und da hat Kant noch mal einen schönen Haken geschlagen. Er hat nämlich ein zweites Buch geschrieben, und das heißt nicht mehr Kritik der reinen Vernunft, sondern – ob live Fallschirm hier – das heißt Kritik der praktischen Vernunft. Und drei hat da was ganz Interessantes gemacht. Er sagt: Naja, er konnte ja nicht mehr zurück. Also ist Buchmeier geschrieben, sagte: Naja, in theoretischer Absicht ist es nicht möglich, wirkliche Erkenntnisse über Handlungsorientierung, über Ethik, über Gerechtigkeit, über Gott, über alles zu kriegen. Aber in praktischer Absicht, mit der praktischen Vernunft, sehr wohl. Ja, das können wir zwar nicht wirklich letztendlich als Erkenntnisse beweisen, aber in praktischer Absicht können wir durchaus auch Aussagen machen mit der praktischen Vernunft. Was man zusammen, den praktischen Absicht ganz einfach: Wenn wir als Gesellschaft hier zusammenleben, haben wir ja Regeln. Man darf nicht einfach einen anderen niederschlagen, dem was wegnehmen und so weiter. Und warum dürfen wir das nicht? Weil das einfach unpraktisch wäre, wenn jeder den anderen begleiten würde. In praktischer Absicht haben wir ganz viele praktische Regeln gemacht für unser Zusammenleben. Natürlich kann man Gerechtigkeit nicht sehen. Gerechtigkeit hat keine Anschauung. Man könnte jetzt sagen: Ja, eine Mutter, die jetzt da die Schokolade an drei Kinder verteilt, das kann man sehen, wie sie die verteilt. Man kann sehen, die die Rübchen sind gleich groß. Aber letztlich Gerechtigkeit wirklich sieht man nicht. Man könnte nun nachmessen im Millimeterbereich, ob sie wirklich gleich groß sind. Könnten wir sagen: Die distributive Gerechtigkeit, die Verteilungsgerechtigkeit kann man hier anschaulich sehen. Aber letztendlich kann man natürlich die Richtigkeit, die sehen, das können Sie nicht sehen. Auch den kategorischen Imperativ, der hat keine Anschauung. Aber eben in praktischer Absicht ist es, auch wenn es nicht beweisbar ist, notwendig, dass wir uns praktische Regeln des Zusammenlebens geben. Und das ist das zweite Buch, das kann ich jetzt nur noch in fünf Minuten kurz zusammenfassen, weil es aber einfach zu Kant dazu gehört, sein zweites Hauptwerk sozusagen. Ja, gesagt, und jetzt wird spannend. Fangen wir mal noch kurz mit seinem kategorischen Imperativ an: Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gegeben gelten könnte. Das können Sie kennen, die meisten von ihnen, da muss ich nicht viel dazu sagen. Da geht es darum, dass wir so handeln, das Maxime ist der Grundsatz, ja, also dass der Grundsatz unseres Willens auch zum Grundprinzip von dem allgemeinen Handeln einer allgemeinen Gesetzgebung werden kann. Also dass wir sozusagen so handeln sollen, dass das Ziel unserer Handlungen braucht das Ziel alle anderen, die so handeln könnten. Also da geht es um vorbildliches über Einzelnes Handeln. Spannend ist es, das Ergebnis, dass das Ergebnis dieses Büchleins spannend ist für uns jetzt aber, wie kommt er dazu? Und das kann ich Ihnen nur empfehlen, das liest sich wie ein Krimi. Ja, und es gibt was auch für uns alle interessant ist, auf der ganzen Welt letztlich nur fünf Möglichkeiten zu handeln, fünf Möglichkeiten gut und vorbildlich zu handeln. Die erste markante, uralt, die erste Handlungsorientierung, das ist eine, die haben sich Studenten meistens, das ist der sogenannte Hedonismus. Ja, Lustgewinn suchen, Unlust vermeiden. Der Imperativ dazu würde lauten: Lebe so, dass du Lust gewinnst und Unlust vermeide. Ist, und wenn wir ehrlich sind, das machen wir nicht nur – sie mache ich auch gerne. Klar. Aber was hat das für Nachteile? Warum kann das kein moralisch hochwertiges Handlungsprinzip sein und kann der gute ethische Handlungsorientierung? Was ist da der Nachteil daran, wenn wir uns alle so verhalten würden? Ja, quasi sehen natürlich kein Nachteil haben. Lustprinzip. Naja, es ist völlig klar. Kant würde sagen: Ein Prinzip, was nur auf subjektive, auf die subjektive Bedingung der Empfänglichkeit einer Lust oder Unlust gründet, kann niemals ein praktisches Gesetz abgeben. Warum? Es ist eigentlich ja klar. Sie haben, sagen wir mal, Lust Steuern zu zahlen. Der nächste hat keine Lust. Dann überlegt man: Sollen wir mehr Steuern einführen oder nicht? Hätte es wird nicht gut gehen. Oder irgendeiner ist satt ist und hat Lust, einen anderen zu quälen. Das wird ihn schön, ja, er geht seiner Lust nach, macht aber dem Gequälten für den nichts ist, natürlich fürchterlich. Die Wirtschaften zugefügt, und darum klappt es nicht. Das kann niemals eine über Einzelnes Gesetz werden, ja, sagt er. Kant. Also Hedonismus macht keinen Sinn als gute Handlungsorientierung. Jetzt gibt es die nächste, das ist der sogenannte Utilitarismus. Machen wir auch auf dem Alltag, geht auch John Stuart Mill auf zurück und einige andere, kommt aus dem angelsächsischen Raum, und Rita. Was heißt die Litas? Der Nutzen, ja, der Nutzen. Und da heißt der Handlungsimperativ: Du sollst so handeln, dass dein Handeln den größtmöglichen Nutzen ergibt und zum größtmöglichen Nutzen führt. Klar, machen wir auch auf dem Alltag. Wir überlegen uns: Was kaufe ich, etwas kaufe ich nicht, was nutzt mir, was nutzt mir nichts. Manche überlegen sogar beim U-Bahn-Fahren: Wenn ich in die Station fahren, nutzt ist was, wenn ich einen Fahrschein wohl oder sprechen wir lieber das Geld, wie viel kostet, wenn ich erwischt hatte und so weiter und so fort. Nachteil an dem Prinzip: Klar, was für den einen ist, wie beim Hedonismus, geht übrigens auf Epikur zurück, der Hedonismus auch. Beim Utilitarismus gibt es im Grunde den selben Nachteil: Ist, was einem nutzt, kann für den anderen Schaden sein. Jetzt haben aber die Utilitaristen, die philosophischen Multigitarristen, die waren natürlich nicht so naiv, dass sie gesagt haben: Jeder muss das tun, was am meisten nutzt. Sie haben gesagt: Damit dessen ethisch vorbildliches Prinzip sein kann für die Handlungsorientierung, muss das so lauten: Du sollst so handeln, dass du durch dein Handeln den größtmöglichen Nutzen für alle erzielt, für die größtmögliche Zahl. Also du musst dich dein Handeln so handeln, dass du durch dein Tun den größtmöglichen Nutzen nicht für dich, sondern für die größtmögliche Zahl erreicht. Ja, also Politiker denken ja auch oft so: Wenn die eine U-Bahn-Haltestelle planen, dann musste ich so sein, da dürfen die die nicht dort planen, wo sie selber wohnen, sondern sie sollten die U-Bahn-Haltestelle dort machen, wo die größtmögliche Zahl eben diese U-Bahn nutzen kann. Was ist der Nachteil daran? Das hört sich ja eigentlich sehr gut an. Was ist da der Nachteil? Es hat auch einen Nachteil. Ja, was könnte der Nachteil das sein? Arm und Elitismus. So schön, wenn wir so handeln, ja, sind Zucken die Schultern. Ja, der Nachteil. Also Kant ist natürlich damit auch nicht zufrieden, und ich sage ihnen mal, was der Kant geschrieben hat, oder ich gebe mir vielleicht erstes Beispiel: Der Utilitarist werde ja sagen: Man handelt, sodass die größtmögliche Zahl, also sagen wir mal, dass Falcon Nutzen davon hat. Ja, im Nationalstaat denken, handelt man so, dass die ganze Nation großen Nutzen daran hat. Und das ist natürlich ganz ganz gefährlich, weil die Minderheiten großen Schaden nehmen können. Ein Beispiel ist ja ziemlich drastisches Beispiel ist der Nationalsozialismus. Wenn man mal sieht: Im Nationalsozialismus da wurden tatsächlich Behinderte und einer Nutzenabwägung utilitaristisch eingestuft als Volksschädlinge, weil sie tatsächlich zu viel kosten. Das muss man sich mal vorstellen. Ja, und da finden Sie im völkischen Beobachter so Sätze wie: Ein schwer geistig Behinderter, da kostet die Volksgemeinschaft über 60.000 Reichsmark im Jahr und steuert nichts bei. Also da wurde sehr früh radikal gegen diese Minderheiten gehetzt, und tatsächlich ist es jetzt unglaublich, an die in einem Jahr 70.000 Behinderte umgebrachten, einem Euthanasieprogramm. Also unglaublich, weil dadurch die Volksgesundheit und den Nutzen für viele natürlich größer ist, weil sie dann nicht mehr zahlen. Ist also unter solchen perversen Argumentationen, und das ist eben die Riesengefahr am Utilitarismus, und deswegen gesagt Kant: Der Mensch und überhaupt jedes Wesen existiert, jedes vernünftige Wesen, also der Mensch und überhaupt jedes vernünftige Wesen existiert als Zweck an sich selbst und nicht als bloßes Mittel zum beliebigen Gebrauch. Also das ist auch ein ganz entscheidender Satz. Hier wird die Menschenwürde grundgelegt. Der Mensch ist Zweck an sich, der dient nicht in höheren Zweck, also der Nation, dem Volk oder der Weltgemeinschaft. Der Mensch selber ist wertvoll, der ist Zweck an sich, und man darf ihn nicht zum Nutzen für was anderes gebrauchen. Und das waren natürlich eine großartige Kritik von Kant, deswegen ist der Utilitarismus auch nicht gut.

Jetzt gibt sind wir schon fast durch. Es gibt es als nächstes noch den sogenannten Eudaimonismus von Aristoteles. Aristoteles hat einen tollen Handlungsimperativ aufgestellt, hat gesagt: Nein, wirklich gut handelt der Mensch nur, wenn er tugendhaft handelt und die Harmonie sucht, unter Moniz heißt Glück. Hätten übrigens auch – also Hedonismus ist die Suche nach Glück, Kommunismus auch. Aber die Harmonie von Aristoteles ist das seelische Glück, und das seelische Glück erreichen wir nur, wenn wir unsere Tugenden umsetzen und in unserem Handeln unsere Kardinaltugenden aber ausleben. Ja, dann erreichen wir eine innere Zufriedenheit, ein seelisches Glück, und wir handeln zugleich gut. Diese Tugenden sind Mut, Tapferkeit, Klugheit und Gerechtigkeit. Sie werden immer wieder ein bisschen anders definiert im Laufe der Zeit, haben andere Karte in alten Vorrang gefunden. Aber bei Aristoteles Krimis sind diese Richtung und Bescheidenheit war auch noch dabei. Also es gibt eine Reihe von Thun, und der Mensch, der alle seine Tugenden lebt, der handelt vorbildlich. Und auch da hat Kant gesagt: Das reicht nicht, sogar dann aber wieder dagegen. Was hat er da dran auszusetzen gehabt? Das doch schön, wenn wir tugendhaft handeln. Ich verrate ihnen gleich: Er sagt: Verstand, wird Urteilskraft und wie die Talente des Geistes heißen mögen oder auch gut und Entschlossenheit, Beharrlichkeit im Vorsatz sind ohne Zweifel. Denn mancher Absicht gut und wünschenswert. Also er sagt zunächst mal: Der Aristoteles hat für Recht, bestimmte Tugenden sind sehr wünschenswert. Aber jetzt kommt's: Sie können auch äußerst böse und schädlich werden, wenn der Wille, der von diesen Naturgaben Gebrauch machen soll, nicht gut ist. Jetzt kommt er: Sagt jemand, der alle Tun hat, kann trotzdem böse handeln, wenn sein Wille nicht gut ist. Ja, und dann bringt dann ganz lustiges Beispiel hier in seiner Kritik der praktischen Vernunft, und zwar da hat er dieses Beispiel vom Bankräuber oder vom Bösewicht. Ja, der Bankräuber, der vom Bösewicht, der ihm mit kaltem Blut sozusagen seine Untaten – also wenn wir mal ein bisschen ausschmücken, nehmen wir mal ein Bankräuber. Wenn der sehr klug ist, dann schaut er sich die Pläne von der Bank an und setzt seine Klugheit ein, um die Bank zu überfallen. Wenn er sehr mutig und tapfer ist, traut er sich auch einzugehen und diese Banken auszurauben. Und wenn er dann noch sehr bescheiden ist und zurückhaltend, ja, und klug, dann prallt da hinterher nicht mit dem Geld. Die meisten Bankräuber in Deutschland werden die fast weise hinterher viel Geld ausgeben, weil sie vor den Kumpels prahlen, weil sie die ganze Kneipe freihalten. Aber wenn einer bescheiden ist und immer nur ein bisschen Geld nimmt, oder erstmal Geld wegliegt, arbeitet, nicht anfasst und erst nach Jahren auf den Schatz zu greift, dann kriegen sie nicht. Also man kann die Tugenden in alle Richtungen einsetzen, und deswegen warnt Kant und sagt dann: Ein, das genügt nicht. Ja, und dann haben wir noch eine Form des Realismus, der Legalismus. Was ist das? Der Realismus, lex ligist, das Gesetz, auf Lateinisch lex, das Gesetz. Daher ist der Imperativ ganz kurz: Du sollst so handeln, dass du dich immer so verhältst, dass du keine Gesetze brichst. Du sollst dich immer gesetzeskonform verhalten, dann ist dein Handeln gut. Und auch da hat Kant wieder was dagegen. Natürlich ist es wichtig, sogar die Kinder lernen ja schon: Da sind nicht im Supermarkt einfach was mitnehmen dürfen oder dort einfach die Schokolade aufmachen und essen, sondern sichern das Gesetz des Eigentums halten müssen und dass das bezahlt werden muss von der Mama und so weiter und so fort. Aber oder auch so muss sich jeder an die Gesetze halten im Staat eigentlich nichts einzuwenden, dass sich alle an die Gesetze halten. Aber auch da sagt der Kant wieder: Nein, das ist auch schlecht, weil das ist eine heteronome Gesinnungsethik. Das heißt, von außen wird uns gesagt, was gut ist. Weil unser Handeln, auch wenn wir uns immer an die Gesetze handeln, das ist ja dann nur so gut wie die Gesetze sind. Und wenn die Gesetze schlecht sind, ist automatisch unser Handeln schlecht. Auch hier wieder ein drastisches Beispiel: Wenn Partisanen in dem Dorf waren, dann wird im Krieg von vielen Nationen gedroht, dass wenn weiter Soldaten erschossen werden, dann wird die Zivilbevölkerung büßen müssen. Dann werden 30 Leute aus dem Dorf erschossen, und die sind natürlich waren sind da einfach Zivilisten zu erschießen. Und viele Soldaten haben sich das ausgeredet Namen Krieg und haben gesagt: Naja, ich musste die erschießen, oder ich musste auch die politisch Verfolgten ins KZ bringen, weil das war ja gesetzt. Ich habe mir nur die Gesetze gehalten, ich habe mich nur an die Befehle von meinen Leuten Hand gehalten. Der Leutnant hat sich an die Befehle von General gehalten, und der an das, was die Politiker per Gesetz gesagt haben. Ja, aber das geht nicht. Man kann sich nicht auf die Gesetze rausreden. Wenn die Gesetze schlecht sind, müssen wir uns auch gegen die Gesetze stellen. Sogar das ist implizit drin bei Kant, der der Realismus, die Geburt Ethik bezieht sich ja nicht nur auf unsere Gesetze, sondern auch auf mögliche Gesetzte, auf die Scharia zum Beispiel oder auf auch christliche Gesetze. Sie wissen, es gibt strenggläubige Christen, die lassen ihre Kinder nicht operieren, wenn die eine Bluttransfusion brauchen für eine Operation, weil in der Bibel steht, dass man nicht Blut vermischen darf unter keinen Umständen. Und strenggläubige Christen lassen da keine Bluttransfusionen zu. Oder auch andere Bereiche gibt es also. Die zehn Gebote sind natürlich auch eine Gesinnungsethik, die von außen kommt, und Kant sagt: Nein, wir dürfen nur das tun und die Gesetze befolgen, wenn wir selbst die Gesetze als gute erkennen. Es eigentlich mehr radikale Haltung, die wir hier jetzt mal sehen in diesem Zitat: Wir werden, soweit die praktische Vernunft uns zu führen, das Recht hat Handlungen nicht deshalb für verbindlich halten, weil sie Gebote Gottes sind, sondern weil wie dazu innerlich verbindlich sind. Also wir befolgen die zehn Gebote der Bibel oder auch andere Gebote aus der Bibel nicht nur, weil das Gesetze sind und weil wir Legalisten sind, sondern weil wir immer noch selbst entscheiden müssen, ob wir das machen sollen oder nicht, ob wir verbindlich sind zu diesem Gesetz oder nicht. Aus uns selbst heraus können wir das entscheiden. Ja, handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte. Also bestehende Gesetze überprüfen wir danach, ob es wirklich Sinn macht. Wenn ich so handle und alle immer so handeln, ob das wirklich gerecht und gut ist. Das können Sie überall. Also wenn Sie einsam in der Wüste sind und was entscheiden müssen, nach dieser Maxime können Sie sich immer immer verhalten. Der kategorische Imperativ ist um die ganze Welt gegangen, den lernen nicht nur die deutschen Kinder in der Schule, der wird weltweit gelehrt. Und Kant sagt natürlich: Wenn man jetzt alles mal anschaut, den Hedonismus, Eudaimonismus, Utilitarismus, Realismus, dann ist seines das einzige, was immer absolut richtig ist und immer funktioniert. Dazu vielleicht noch zum Schluss was Lustiges: Stellen Sie sich mal vor, Sie brechen – naja, so lustig ist es nicht – stellen Sie sich mal vor, Sie brechen im Winter jetzt kommt der Winter ins Eis ein beim Schlittenfahren und sind da am Ertrinken in diesem heiß. Was anrufen? Hilfe, Hilfe! Jetzt kommt ein Hedonist vorbei. Würde der Sie retten? Würde der Hedonist, der nach dem Lustprinzip lebt, würde der Sie rausziehen? Also müssten Sie schon sehr viel Glück haben, dass dessen hedonistisch der denkt: Da habe ich jetzt Lust, den zu retten, der ist bestimmt recht dankbarer Griff, leicht einen Schnaps rettig mal. Ja, oder er sieht vielleicht: Da ist ein hübsches junges Mädchen, was da reingefallen ist. Die rette ich, welche Lust dazu hat. Aber Sie können auch Pech haben, und der geht weiter. Dann kommt der Utilitarist. Sind immer noch ein Wasser, rufen: Hilfe, Hilfe! Der Utilitarismus sich: Was für einen Nutzen habe ich davon, wenn nicht ins dem Red vielleicht richten? Was für ein Schaden könnte ich haben? Ist es nicht möglich, dass ich sogar erst auf, wenn der Kälte, wenn ich über die Eisplatte reinrutschen Juni. Also wenn Sie Glück haben, macht es der Roadster, ist aber wenn Sie Pech haben, geht ja auch vorbei. Jetzt kommt der nächste, der ist, sagen wir mal, sei man ist ja und Sinne von Aristoteles. Das ist einer, der immer seine Tugenden leben soll und will. Da haben Sie eine größere Chance, dass der Sie rettet, weil wenn der wirklich mutig ist, wenn der tapfer ist und wenn er klug ist, schaut er auch, wie man das macht, dass man Sie rettet, und dann stürzt sie rettet. Wenn der aber mehr andere Tugenden ausgebildet hat, sagen wir mal die Bescheidenheit, die Zurückhaltung und solche Dinge, könnte es kritisch werden. Ja, und dann kommt der Legalist als letztes gelobte Legalist, der sie jemanden Gesetze hält, die hier muss sie eigentlich natürlich retten, weil da könnte sein, der rettet sie, weil er denkt, das ist unterlassene Hilfeleistung, und da könnten wir ihn dran kriegen und erhält sich ja immer an die Gesetze. Also wieder nicht wegen unterlassener Hilfeleistung dran bekommen werden. Also wird das sie helfen. Wenn er aber aus einem Land kommt, muss das Gesetz nicht gibt, weil es ist ja – es gibt es nicht überall. Es gibt gerade in Deutschland und ich glaube noch in Frankreich, es gibt nicht überall die unterlassene Hilfeleistung im Gesetz. Wo er da geht er vorbei, wenn er überhaupt keine gesetzliche Verpflichtung hat, ihnen zu helfen. Verstehen Sie? Ja, und jetzt kommt – jetzt sind Sie schon ewigen der kalten Suppe. Ja, und dann kommt einer vorbei. Sie rufen wieder: Hilfe, Hilfe! Und was ist es? Ist ein Kantische, und der muss nach dem kategorischen Imperativ handeln, der weiß, dass der Grund seines Handelns jetzt so gut sein muss, dass man ihn zum Grundsatz für das Handeln aller anderen erheben könnte, die je an dem Ertrinken vorbeikommen. Und da gibt es natürlich nur eins: Die Rettung. Der hilft ihnen aus einer inneren Pflicht heraus, der verpflichtet sich selbst, ihnen zu helfen, um sein eigenes Handeln vorbildlich zur Maxime für das andere alle anderen zu erheben. Der wird ihnen helfen. Also nur der ganz Ghana hilft ihnen wirklich gut. Ich habe jetzt es zum Schluss ein bisschen Spaß ich dargestellt, aber was Kant uns hier geliefert hat, ist tatsächlich ein Stachel im moralischen Fleisch der Bequemlichkeit. Also, dass ich habe es übrigens hier draußen gerade vorher wieder gesehen, andere drum Band ist durch der Zeitungs Kasten, wo mal freiwillig Geld reinwirft und die Zeitung nehmen kann, hat auch wieder eine Zeitung geklaut. Und das geht natürlich nicht, auch wenn Sie keiner beobachtet und niemand sieht es. Nach dem kategorischen Imperativ dürfen sie sich nicht tun. Ja, weil sie wissen: Wenn jetzt alle die Zeitung nehmen ohne zu bezahlen, ja, da da verhungert der – die sind eher arme Leute, die dann der früh um 4 Uhr früh diese Kästen auffüllen. Also das kann man nicht machen. Ja, also und da ist der kategoriale Imperativ natürlich streng. Kleinigkeiten oder um noch mal etwas wegwirft oder nicht. Ja, wenn man sich denkt: Ja, was wäre, wenn alle jetzt das wegwerfen? Kann man mein Handeln wirklich zur Maxime erheben? Oder ist die Maxime meine Sache Handelns für all jene oder wenn Sie ihm sind? Ja, und sie haben müssen gerade mal: Ja, soll ich in den See pinkeln? Dann denken Sie nun – also ein großer See, und wenn ich jetzt der Rheinpegel machte, dem stehen nicht, aber der kann Sie Anna würde ich denken: Kann ich, dass die Maxime meines Handelns, bei Bedarf in den See zu pinkeln, tatsächlich zum allgemeinen Gesetz erheben, dass alle in den See pinkeln, wenn sie das Bedürfnis haben? Und das will ich ja dann doch nicht. Oder nehmen Sie das Schwimmbad. Also Sie sehen schon. Und in der Politik spielt das natürlich auch eine riesige Rolle. Also der kategorische Imperativ bei den Klimakonferenzen ist es ja so, dass jeder Politiker in der Regel erst mal versucht, seine Wirtschaft zu schützen und die Emissionswerte so weit oben zu halten, dass es so viele Emissionen machen darf, dass eine Wirtschaft noch funktioniert, weil er in seinen volkswirtschaftlichen Egoismen denkt. Und nach Kant wäre es natürlich so, dass man denkt: Wie ist es für die Weltgemeinschaft am besten Weg? Mein Handeln, meine Emissionswerte, die ich setze, vorbildlich seien für das Handeln aller anderen. Ja, für welche Emissionswerte muss ich eintreten, damit mein Handeln zur Grundlage für das andere aller werden kann? Und wenn alle diese Emissionswerte hätten, was wäre dann das Beste für die Welt? Das wäre ein kategorischer Imperativ, wie Politik denken sollte. Und da hat er uns natürlich etwas hinterlassen, was tatsächlich eine enorme Sprengkraft hat. Gut, letztlich vielleicht noch keiner von uns – ja, kann immer nach dem kategorischen Imperativ leben. Ist völlig klar. Also wir leben auch mal gut die touristische und nach dem...

Lustprinzip ist völlig klar. Ja gut. In diesem Sinne, ich danke ich ihnen für ihre Aufmerksamkeit und wünsche ihnen gleichwohl noch einen vorbildlichen, schönen Nachmittag im Sinne des kategorischen Imperativ. Vielen Dank. Dankeschön. [Applaus]