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Prostata: Aufgaben & Erkrankungen ▶ Prostatavergrößerung: Symptome & Behandlung: Was kann man tun?

DoktorWeigl19:10

Transcription

Wenn wir jung sind, machen wir Männer uns um unsere Prostata keine Gedanken. Bis man so 40, 50 ist, haben viele wahrscheinlich davon noch nicht einmal gehört. Das ändert sich aber vor allem dann, wenn sich unsere Pinkel-Performance verschlechtert. Je älter die Männer werden, desto mehr Probleme können sich mit unserer Prostata ergeben. Sie wird sozusagen zum wunden Punkt. Und genau auch deswegen wird dann beim Hausarzt oder Urologen ab einem bestimmten Alter immer die sogenannte Hafenrundfahrt durchgeführt, also die Prostata-Untersuchung mit dem Finger, den man dann anal einführt und so die Prostata spürt.

Oder es gibt zwei wichtige Erkrankungen, die man da mit dem Finger ertasten kann. Eine von diesen beiden kriegt plötzlich jeder von uns, wenn wir nur alt genug werden. Das muss man auch wissen: Erstens Prostatakrebs und/oder zweitens eine gutartige Prostatavergrößerung. Jetzt im Video erkläre ich einmal kurz unsere Prostata, was die Prostata überhaupt ist, und dann gehe ich auf die gutartige Prostatavergrößerung ein. Eine gutartige, weil diese kein Krebs ist, nicht gefährlich ist, aber zugegebenermaßen sehr oft sehr ärgerlich und für Betroffene unangenehme Folgen haben kann, unter anderem Probleme beim Wasserlassen oder auch Funktionsstörungen der Sexualität. Mehr dazu aber jetzt im Video. [Musik]

Hallo, mein Name ist Dr. Tobias Weigl, und mit meinem YouTube-Kanal möchte ich medizinisch verständlich und korrekt über Symptome, Erkrankungen und auch aktuelle Gesundheitsthemen aufklären. Wenn Sie nichts mehr verpassen wollen, dann abonnieren Sie jetzt gerne meinen Kanal.

Bei einer Prostatavergrößerung handelt es sich um eine meist gutartige Volumenzunahme der Prostata. Eine Prostatavergrößerung ist die typische Alterserkrankung des Mannes, und es ist eine gutartige Erkrankung, das heißt kein Krebs, nicht lebensgefährlich, aber sehr wohl unangenehm. Durch ein Missverhältnis von Zellneubildung zu Zellabbau wächst die Prostata unbedrängt in das umliegende Gewebe. Und die im Normalzustand etwa kastaniengroße Prostata sitzt beim Mann kurz unterhalb der Blase und ist wichtig für die Sexualität. Das in Deutschland auch Vorsteherdrüse genannte Organ, so sagt man das früher auch manchmal, wächst im Alter zunehmend an, und genau das kann das Problem sein oder Probleme bereiten.

Ausgehend von einem Volumen von 15 bis 20 Milliliter können dann bis zu 60 bis 80 Milliliter erreicht werden. Die Prostatavergrößerung ist häufig: Die Hälfte aller Männer so ab oberhalb des fünfzigsten Lebensjahres leiden an einer gutartigen Prostatavergrößerung. Ab dem 80. Lebensjahr sind es sogar 90 Prozent. Da die Prostata einen Teil der Harnröhre umschließt, äußern sich die meisten Probleme beim Toilettengang. Eine unbehandelte Prostatavergrößerung ist fortschreitend, also geht immer mehr, wird immer größer und damit auch meist immer mehr Probleme und führt zu einer Verschlechterung der Symptome.

Bevor ich darauf aber jetzt weiter eingehe, zunächst einmal ein paar Grundlagen zur Prostata und warum wir diese überhaupt haben oder brauchen. Unsere Prostata, die Vorsteherdrüse, fachsprachlich Prostata, kommt ausschließlich bei Männern vor. Sie gehört zu den männlichen Geschlechtsorganen und liegt im Becken unterhalb der Blase. Die Lage erkennt man einmal hier an dem Bild, und hier erkennt man auch, warum der Urologe und Hausarzt die Prostata mit dem Finger untersucht. Man geht durch den After mit den Fingern ein und kann dann einen Teil der Prostata abtasten. Wichtig: Halt nur einen Teil, nicht alles, wohlgemerkt, also nicht die gesamte Prostata. Man unterscheidet einen linken und einen rechten Prostatalappen, die miteinander verbunden sind.

Die Prostata ist umschlossen von einer Kapsel, durch die das Organ prall-elastisch ist. Warum sage ich das? Weil das wichtig ist: Wenn man die nämlich abtastet oder ertastet, wenn man also jung ist und die Prostata sich noch nicht verändert hat, dann fühlt man diese als prall und elastisch, ähnlich wie so ein harter Gummiball. Letztlich ist die Prostata ja quasi ein Muskelball, da sie vor allem aus Muskel- und Drüsenzellen besteht. Oft liegen beim Urologen auch so Modelle aus, da kann man das dann auch einmal selber fühlen, wenn man möchte.

In der Prostata selbst befinden sich kleine Drüsen, die Sekrete produzieren. Diese zwei Fakten sind sehr wichtig zu wissen: Erstens, dass die Prostata einen Teil der Harnröhre umschließt, das heißt, es wird quasi durch die Prostata durchgepinkelt – ganz wichtig zu wissen, und komme ich gleich noch einmal darauf – und zweitens, dass dort Sekret produziert wird. Die Prostata ist also eine Drüse, wie zum Beispiel auch die Bauchspeicheldrüse oder die Schilddrüse, die jeweils Drüsen sind. Die Prostata selbst wird in drei Zonen unterteilt. Diese habe ich hier einmal aufgeschrieben, wen das interessiert.

Gibt es nun Symptome, die auf eine Erkrankung der Prostata hinweisen? Eine wichtige Frage. Ja, die gibt es, nenne ich auch jetzt. Aber zuvor nenne ich noch kurz die Aufgaben dieser speziellen männlichen Drüse, denn es muss ja auch einen Grund haben, warum es diese Drüse überhaupt gibt und auch warum Frauen diese Prostata nicht haben.

Welche Aufgaben hat die Prostata? Die Prostata stellt ein Sekret her, das zusammen mit den Spermien die Samenflüssigkeit, also unser Ejakulat, bildet. Das Sekret aus der Prostata sorgt dafür, dass das Ejakulat flüssig ist und die Spermien beweglich sind. Es ist also für die Fortpflanzung des Menschen für uns unverzichtbar. Ohne das Sekret, apropos, auch ohne das Sekret der Samenbläschen, die hinter der Prostata liegen, kann ein Mann keine Nachkommen zeugen.

In der Prostata selbst befindet sich Muskelgewebe, durch dessen Zusammenziehen von der Prostata das Sekret beim Samenerguss ausgestoßen wird. Hat man auch vielleicht manchmal schon gehört. Deswegen ist es auch gut, die Prostata sozusagen immer wieder zu belasten. Das Sekret der Vorsteherdrüse beinhaltet ein Enzym, ohne das die Samenflüssigkeit keine Befruchtung erreichen könnte. Es heißt Prostata-spezifisches Antigen, abgekürzt PSA. Gerade bei PSA liest und hört man ja viel. Haben Sie das auch schon einmal gehört? Ganz wichtig für Sie: Lassen Sie sich durch einen erhöhten Wert nicht verrückt machen. Ein hoher PSA-Wert kann viele verschiedene Gründe haben und ist auch bei jedem Menschen individuell anders. Wichtig ist der Wert vor allem auch in den Verlaufskontrollen, das heißt, wenn man mehrere Werte über einen längeren Zeitraum hat, wenn man regelmäßig diesen Wert zum Beispiel prüfen lässt. Das war jetzt ein kurzer Exkurs. Nun aber zurück zur Prostata und jetzt auch speziell zur Prostatavergrößerung.

Wieso überhaupt kommt es zur Vergrößerung? Kann ich mich davor schützen und was kann ich dagegen tun? Darauf gehe ich jetzt im zweiten Teil des Videos ein. Was ist eine Prostatavergrößerung? Ich hatte es gerade schon gesagt: Die Prostata sitzt unterhalb der männlichen Harnblase. Sie umschließt einen Teil der Harnröhre, wie auch schon gesagt. Die Prostata ist im Normalfall etwa kastaniengroß und hat ein Volumen so von 15 bis 20 Milliliter. Bei der gutartigen Prostatavergrößerung handelt es sich um eine rein klinische Diagnose auf Zellebene. Symptomatisch werden Patienten jedoch aufgrund einer ausgeprägten Symptomatik im Bereich der ableitenden Harnwege. Das heißt, es kommt zu Problemen beim Wasserlassen, beim Pinkeln. Ganz selten nur wird die Vergrößerung selbst als Symptom wahrgenommen, und man spürt also gar nicht, wie die Prostata irgendwie wächst oder größer wird. Also nicht die Vergrößerung selbst macht Probleme, sondern die Folgen der Vergrößerung auf andere Strukturen und Körperteile. Komme ich auch gleich noch einmal zu.

Die Volumenzunahme der Prostata wird durch viele Faktoren bedingt. Auslöser sind zum Beispiel genetische Faktoren, eine gestörte Balance zwischen dem Sexualhormon Testosteron und Östrogen, und ganz zentral natürlich das Alter des Patienten. Eingeteilt wird die gutartige Prostatavergrößerung in drei Erkrankungsstadien. Die Stadien-Einteilung erfolgt je nach Ausprägung der Beschwerden in drei Stadien, die ich hier einmal zusammengefasst habe. Abzugrenzen ist die gutartige Prostatavergrößerung von Prostatakarzinomen, also von Prostatakrebs. Und bei dieser Krebsform handelt es sich um die häufigste bösartige Krebsform des Mannes. Wichtig ist daher im Falle einer Prostatavergrößerung, das sogenannte Prostatakarzinom auszuschließen, also das sogenannte Malignitätspotenzial abzuschätzen, so nennt man das. Dabei geht es darum, also zu bewerten, wie wahrscheinlich es ist, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt. Dies gelingt dem Urologen anhand der Form und des Ortes der Vergrößerung sowie mithilfe von Biopsien, die man dann letztlich oder die man im Falle eines unklaren Befundes immer dann macht. Damit ist man auf der sicheren Seite.

Welche Komplikationen kann es bei einer unbehandelten Prostatavergrößerung geben? Aber auch eine gutartige Prostatavergrößerung kann unbehandelt gravierende Folgen haben. Da die Prostata einen Teil der Harnröhre umschließt, wie ich jetzt schon mehrmals gesagt habe, kann es im Falle einer Vergrößerung zu einem Harnverhalt kommen. Dies bedeutet, dass der Harn auf natürlichem Wege nicht mehr abgelassen werden kann. Er staut sich in der Harnblase. Man kann also nicht mehr pinkeln, es kommt kein Urin mehr raus. Und dauert dieser Prozess nun länger an, über längere Zeit, kann sich der Harn über die Harnleiter bis in die Nieren zurückstauen. Folgen dieses Rückstaus können Beeinträchtigungen der Nierenfunktion sein. Das ist letztlich das Schlimme, auch das Gefährliche.

Also eine vergrößerte Prostata klemmt quasi die durch sie laufende Harnröhre ein beziehungsweise zu. So etwas geht meist sehr langsam, aber irgendwann wird es immer schlimmer, da immer mehr die Harnröhre abgedrückt wird. Man selber merkt vielleicht erstmal langsam nur, dass man nicht mehr so einen harten Strahl hat, und damit wird es irgendwann immer schlimmer.

Typische Symptome einer Prostatavergrößerung: Wichtig ist vorab zu wissen, dass die Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung nicht mit dem Ausmaß der Volumenzunahme zusammenhängen müssen. Die Symptome sind hierbei individuell unterschiedlich. Zu Beginn äußert sich die Erkrankung durch eine Abschwächung des Harnstrahls. Das ist ganz typisch. Patienten, die zuvor keine Probleme hatten, im Original auch aus größerer Entfernung Wasser zu lassen, müssen deutlich näher an das Becken herantreten, weil der Strahl halt nicht mehr so stark ist. Auch kommt es dazu, dass Patienten vermehrt nächtlichen Harndrang verspüren, auch ganz typisch.

Und schreitet dann die Erkrankung, diese Prostatavergrößerung, weiter voran, kommt es zu vermehrten Harnwegsinfekten. Ich hatte eben gerade auch schon erläutert, wie sich der Harn sozusagen staut und dann immer mehr sozusagen auch Richtung Niere wandert. Harnwegsinfekte beim Mann sind immer kompliziert und behandlungsbedürftig. Auch kommt es zu einem vermehrten Harndrang und zu spontanem Harnverlust, da der Harn nicht mehr willentlich gehalten werden kann. Es kommt zu einem sogenannten, man nennt es so, imperativen Harndrang. Das heißt, wenn Sie auf Toilette müssen, dann müssen Sie sofort auf die Toilette.

Des Weiteren steigt auch die Menge des nach dem Toilettengang in der Blase verbleibenden Urins, Stichwort auch wieder Harnwegsinfekte etc. Wird die Menge des nicht ausscheidbaren Urins zu groß, kann sich eine Überlaufblase entwickeln, und dies ist gleichbedeutend mit einer Inkontinenz, da es zu spontanem Verlust kleinerer Urinmengen aus der Blase kommt. Das Restharnvolumen kann in diesem Zustand mehrere Liter sogar betragen. Es ist ganz interessant. Fortschreitend besteht die Gefahr eines kompletten Harnverhalts mit Rückstau bis in Richtung der Niere. Habe ich eben schon gesagt, das ist letztlich die große Gefahr. Betroffene leiden dann zunehmend unter Einschränkungen der Nierenfunktion. Also, man sieht, sind also die Hauptprobleme beim Wasserlassen, und deswegen ist sozusagen die Prostatavergrößerung selbst nicht schlimm, aber beeinträchtigend.

Untersuchung beim Arzt: Was macht nun der Arzt? Eine Frage, die Sie brennend interessiert, gerade wenn Sie vielleicht merken, dass Sie Probleme mit dem Wasserlassen bekommen. Der Arzt erkundigt sich zunächst, wie eigentlich immer, nach den aktuellen Beschwerden, nach der Krankengeschichte des Betroffenen: Wie lange bestehen die Beschwerden schon? Kam das plötzlich oder über einen längeren Zeitraum? Er fragt nach bereits bekannten Erkrankungen der Harnwege: Hatten Sie einen Harnwegsinfekt zum Beispiel, ob Sie eine Blasenentzündung hatten oder auch Probleme mit dem Stuhlgang etc. Außerdem ist natürlich von Interesse, welche Medikamente Sie einnehmen.

Da erfolgt typischerweise das Abtasten der Prostata mit dem Finger, also über den Po. Bisher brauchte ich das super nicht, aber gewiss gibt es Angenehmeres, aber das Richtige: Dieses Abtasten ist sehr wichtig und letztlich eine einfache Methode, um herauszubekommen, was das Problem ist beziehungsweise Anhaltspunkte zu bekommen. Zwar haben Studien auch gezeigt, dass bei dieser digitalen rektalen Untersuchung die Größe der Prostata oft deutlich unterschätzt wird. Ihre Konsistenz und Form lässt sich aber schon gut ermitteln. Stellt der Arzt beispielsweise Knoten oder Verhärtungen fest, könnten das Hinweise auf einen gleichzeitig vorliegenden Prostatakrebs sein, den er letztlich damit ausschließen möchte.

Eine Untersuchung des Urins ist eine weitere Methode zum Ausschluss einer Infektion der Harnwege, gehört ebenfalls zu der Routineuntersuchung. Zwingend ist beim Arzt eine Bestimmung des sogenannten PSA-Wertes im Blut. Verdächtig ist ein erhöhter PSA-Wert. Er kann auf eine Prostatavergrößerung, Prostatakrebs hinweisen, aber auch harmlose Ursachen haben. So kann der PSA-Wert zum Beispiel nach dem Radfahren oder der digital-rektalen Untersuchung erhöht sein, weshalb Blut für die Bestimmung dieses Wertes nie direkt nach der Abtastung der Prostata abgenommen werden sollte.

Und auch immer wichtig: Eine Skala zur Einteilung des Leidensdrucks und auch der Therapiebedürftigkeit kann man anhand des sogenannten IPSS machen. Ich habe hier mal was dazu aufgeschrieben, und man sieht hier auch eine Abbildung. Wenn das genau interessiert, am besten einmal das Video stoppen. Zwei weitere wichtige Untersuchungen sind Ultraschall der Prostata und auch die Messung des Harnstrahls. Also, man weiß, dass Patienten mit einer vergrößerten Prostata länger brauchen zum Wasserlassen, dass der Strahl nicht mehr so stark und hart, sondern eher weich ist und gegebenenfalls nur tröpfelnd rauskommt. Also typisch ist: Es dauert mehr Zeit, bis der Urin kommt, und wenn er dann kommt, dann kommt der Urin eher langsam und mit einem weichem Strahl.

Also noch einmal zusammengefasst, weil man sich vielleicht auch wundert, warum der Urologe so viele verschiedene Tests überhaupt macht, warum das notwendig ist. Wichtig bei der Diagnostik ist es, durch verschiedene Verfahren den Auslöser der unspezifischen Symptome, dieses Problem beim Wasserlassen, wie ich es nun mehrfach gesagt habe, oder diese unspezifischen Symptome einer gutartigen Prostatavergrößerung möglichst stark einzugrenzen. Es gibt nicht das spezielle Symptom, und daher muss man halt eingrenzen, da Symptome wie vermehrter Harndrang, ein abgeschwächter Harnstrahl etc., Harnverhalt, also nicht pinkeln können, auch durch andere urologische Probleme oder Erkrankungen anderer Organe ausgelöst werden können, wie auch der Blase. Jetzt strebt der Arzt eine umfangreiche Abklärung an.

So und nun, wie sieht es aus mit der Therapie? Das heißt, ich sage jetzt einmal kurz, da dies Ihr behandelnder Arzt dann mit Ihnen ja bespricht. Hier geht es nicht mehr darum, was macht die Prostata und auch die Symptome, die Probleme, aber vereinfacht gesagt: Die Behandlungsoptionen reichen von einem abwartenden Beobachten, also dieses typische "Watch and Wait", bis hin zu operativen Verfahren.

Therapiemöglichkeiten bei gutartiger Prostatavergrößerung: Ein Beobachten der Situation und ein Abwarten ohne weitere Maßnahmen kann von Erfolg sein. Es zeigt sich oder hat sich gezeigt, dass es bei etwa 40 Prozent der Patienten zu einer Verbesserung der Symptome kommt. Da die Prostatavergrößerung jedoch in aller Regel fortschreitend ist, braucht jeder fünfte bis zehnte Mann im Verlauf doch eine Operation. Hier ist klar definiert, bis zu welchem Punkt man abwarten kann. Wird ein bestimmtes Prostatavolumen beziehungsweise ein bestimmter PSA-Wert überschritten, ist eine Operation erforderlich beziehungsweise ja sehr empfehlenswert. Auch eine Symptomverschlechterung sollte zu Beginn einer Therapie führen.

Der Einsatz pflanzlicher Arzneimittel lohnt sich auch. Vielversprechend sind hier Präparate auf Sägepalmen-, Brennnesselsamen-, Kürbissamenbasis etc. Diese sind sowohl als einzelne Wirkstoffe als auch als Kombinationspräparat erhältlich, und durch Enzymhemmungen, das machen diese Stoffe nämlich, kann so ein reduziertes Prostatavolumen erreicht werden. Auch wird eine Förderung des Zellabbaus diskutiert, aber richtig feststehen tut es noch nicht. Die pflanzlichen Mittel eignen sich gut für eine kurzzeitige Therapie. Für einen langfristigen Erfolg gibt es aber keine wissenschaftlichen Belege beziehungsweise nicht ausreichend.

Für die medikamentöse Therapie stehen verschiedene Angriffspunkte zur Verfügung. Es kann versucht werden, das Prostatavolumen zu reduzieren oder die Muskulatur in der Prostata zu entspannen. Weiterhin können Symptome besser werden, indem die Blasenmuskulatur entspannt wird. Ich habe hier einmal eine Liste an Medikamenten, an verschiedenen Medikamenten, erarbeitet. Dies legt aber letztlich Ihr Arzt fest, und welche Medikamente Sie bekommen, hängt auch davon ab, natürlich, welche Beschwerden Sie haben und von Ihren auch Nebenerkrankungen, die Sie vielleicht haben.

Bei den operativen Behandlungsoptionen im Rahmen einer symptomatisch vergrößerten Prostata kann man zwischen minimalinvasiven und offenen Verfahren unterscheiden. Also minimalinvasiv: Da schneidet man nicht groß auf, sondern macht nur ganz kleine Schnitte. Je nach Ausprägung, je nach Therapieziel wird zwischen den einzelnen Verfahren gewählt. Der Einsatz offener Operationen der Prostata ist jedoch nur noch bei sehr großen Prostatavolumina angezeigt, macht man auch gar nicht mehr so oft. Am häufigsten wird die sogenannte TUR-Prostata durchgeführt. Aber Operationstechniken ändern sich und verbessern sich, und daher ist es sinnvoll, dies mit Ihrem behandelnden Urologen beziehungsweise Operateur zu besprechen.

Nochmals, und das ist sehr wichtig: Ob eine Operation durchgeführt wird, hängt letztlich mit dem Ausmaß der Einschränkungen oder der Symptome, der Einschränkung der Lebensqualität des Patienten zusammen. Denn die gutartige Prostatavergrößerung ist, wie ich hier schon mehrmals gesagt habe, nicht gefährlich, nicht lebensgefährlich. Das war einmal das Thema Prostata und auch gutartige Prostatavergrößerung. Wenn Ihnen das Thema gefallen hat, dann machen Sie gerne den Daumen hoch. Abonnieren Sie gerne meinen Kanal. Für Fragen und Kommentare schreiben Sie einmal direkt unter das Video, und ich bin froh, diese zu beantworten. Vielen Dank. Bleiben Sie gesund.