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Zwischen Status und Schwindel: Wie Luxusmarken eine Illusion verkaufen

Desy18:21

Transcription

Supreme TNF ist, würde ich sagen, 1500 € wert. Die Rolex 7000 €. Markenklamotten, fette Logos, teure Taschen und Uhren. Und ich bin den Luxusmarken auch immer wieder zum Opfer gefallen. Warum ich im Nachhinein meine ganzen Markensachen bereue und warum dich die 1450 € Gucci-Jacke doch ziemlich arm aussehen lässt. [Musik]

Kurze Anmerkung aus dem Schnitt: Weil ich gehe in diesem Video ziemlich hart gegen Marken und Leute, die Markenprodukte kaufen, vor. Das heißt natürlich, dass ich durchaus verstehen kann, dass man sich auch manchmal einfach was gönnen möchte. Wirklich, wenn es dir Freude gibt, dann go for it. Ich will hier mit dem Video einfach nur ein paar Gedankenanstöße geben, dass man nächstes Mal vielleicht zwei-, dreimal drüber nachdenkt, ob man jetzt so viel Geld für dieses Markenteil ausgibt oder nicht. Ja, ihr hört wahrscheinlich, dass ich gerade krank bin. Tatsächlich bin ich gerade voll gepumpt auf Tabletten, damit ich dieses Video fertig schneiden kann. Und ihr würdet meinen Kanal extrem unterstützen mit einem Abo und einem Like. Okay, ansonsten wünsche ich euch viel Spaß mit dem Video.

Marken nutzen gerne psychologische Tricks, um das Verlangen nach ihren Produkten zu erhöhen. Und besonders erfolgreich dabei sind Marken wie z.B. Supreme oder MS. Sie arbeiten z.B. nämlich beide mit der Strategie der künstlichen Verknappung. Da geht es z.B. nicht darum, dass sie dir ums Verrecken diese Produkte andrehen müssen, indem sie fett Werbung machen und dich anflehen, dass du es kaufst. Sondern: Sei froh, wenn du es überhaupt bekommst. Dafür musst du nämlich erstmal kämpfen. So standen Leute damals tagelang an, nur um Sachen zu kaufen, wo ein Supreme-Logo drauf ist. [Musik] Ein richtiger Wahn! Denn Supreme hat immer nur donnerstags limitierte Drops rausgebracht, und die sind einfach in Sekunden ausverkauft gewesen. Und um die Menschenmengen in Griff zu kriegen, hat Supreme sogar ein Lotteriesystem rausgebracht, wo du auserwählt werden konntest, um ein Vermögen für Dinge mit einem Logo auszugeben. Ja, Leute, ich geb’ zu, im Nachhinein finde ich das bisschen funny. Aber ich wollte eigentlich auch damals einen Supreme-Hoodie haben.

Denn neben der künstlichen Verknappung durch limitierte Produkte entstand einfach ein regelrechter Hype um diese Supreme-Produkte durch diverse Influencer und Musiker. Es ist 12 Uhr, ich muss… und natürlich: Wenn reiche Celebrities etwas tragen, dann entsteht natürlich bei einem durch das Tragen der gleichen Marken der Eindruck, dass man dadurch zumindest den Eindruck vermitteln kann, zum selben sozialen Status wie Justin Bieber z.B. zu gehören. Aber damit wir das Phänomen Statussymbole wirklich verstehen, lohnt es sich, das Statussymbol aller Taschen anzuschauen, nämlich die MS Birkin Bag. Denn wusstet ihr, wie man so eine Birkin Bag kauft? Was denkt ihr, wie würdet ihr jetzt diese Tasche kaufen? Wahrscheinlich einfach in den Laden laufen und sagen: „Ey, ich würde gerne diese pinke Birkin Bag kaufen.“ Oder? Und dabei reicht Aussehen wahrscheinlich falsch. Leute, tatsächlich würdet ihr euch wahrscheinlich im Laden zum Affen machen. Denn um diese Tasche ranzukommen, reicht es nicht einfach, das Geld dafür hinzulegen. Also Leute, um an die Birkin zu kommen, müsst ihr zunächst ein treuer MS-Kunde sein, der natürlich schon viel Geld dort gelassen hat. Also, indem du halt alles andere, was MS außer Taschen zu bieten hat, kaufst. Also in dem Fall: Schals, Make-up, Gürtel, Schmuck und so weiter. Und bestenfalls machst du das alles im gleichen Store mit dem gleichen Sales Associate, weil mit dem solltest du zusätzlich noch eine gute Beziehung aufbauen. Und nachdem du über einen längeren Zeitraum deine kontinuierliche Affinität zu Hermes zeigen konntest, schon ein Haufen Geld dagelassen hast und all die Kriterien erfüllt sind, dann ziehen sie dich eventuell in Erwägung, eine Hermes-Tasche für dich zu bestellen. Jetzt pass auf, Leute, ihr dachtet, das war krass – es geht noch weiter. Denn weder die Farbe noch die Größe deiner Wahl kannst du bestimmen. Sie rufen dich an, wenn die Tasche da ist, und du gehst dann in einen kleinen privaten Raum. „In front of what color am I getting? I don’t even know.“ And they open up the boxes and not a color that you… but looking at it, I don’t know when I get a chance and they ask you: „Which one you… and you hate but I’ll take that one.“ Congratulations. [Musik] Mhm, mhm.

Leute, ihr versteht jetzt vielleicht, warum die Birkin Bag das Statussymbol überhaupt ist. Denn um an diese Tasche überhaupt zu kommen, musst du ordentlich mehr Geld als nur das Geld für die Tasche blechen. Es zeigt nämlich, dass man es sich leisten kann, ein treuer MS-Kunde zu sein. Und selbst der Multimilliardärin Oprah Winfrey wurde es im Schweizer MS-Store verweigert, sich eine Tasche anzuschauen, weil die Sales Lady dachte, dass sie es sich nicht leisten kann. Ja, ja, Leute, selbst wenn du eine berühmte Milliardärin bist, wird es schwierig bei MS. Natürlich hat die Frau einfach nicht gecheckt, wer da vor ihr steht. Aber trotzdem. Und egal ob Birkin Bag, reich oder Aldi-Tüten-arm… boah, mir fällt gerade auf, dass ich wirklich öfter Aldi-Tüten trage als Markentaschen. Ich habe so eine pinke Stofftasche von Aldi, die benutze ich einfach für alles. Also egal ob Oprah Winfrey du oder ich. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir alle einen guten Überblick über unsere Finanzen haben. Denn nur so können wir auch gut mit unserem Geld umgehen. Und ich finde, vor allem dadurch, dass wir mittlerweile jede Kleinigkeit mit Karte zahlen, verliert man voll schnell den Überblick. Und genau dabei kann dir nämlich Finanzguru helfen, die das heutige Video unterstützen. Denn mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wird dein Konto übersichtlich für dich aufbereitet. Du kannst sogar über die App einfach per Fingertipp deine Verträge rechtssicher kündigen. Ich habe z.B. so richtig dumm einfach die letzten Monate für Netflix, Disney+ und TV Now monatlich Geld bezahlt, obwohl ich es gerade irgendwie gar nicht nutze und nur YouTube gerade gucke. Und Finanzguru hilft mir halt, diese laufenden Abos überhaupt im Überblick zu behalten und sie dann auch zu kündigen, wenn ich sie nicht brauche. Und Leute, die App ist übrigens dauerhaft kostenlos – richtig krass! Es gibt aber auch für alle Leute, die ihre Finanzen vielleicht noch besser analysieren wollen, Finanzguru Plus. Ladet euch die App am besten einfach mal runter, verknüpft eure gewünschten Konten und benutzt meinen Code Desi. Denn damit bekommt ihr zusätzlich noch Finanzguru Plus für drei Monate kostenlos. Ich habe euch den Link dazu in die Beschreibung gepackt. Und apropos Konto, Leute, kommen wir zu den Menschen, die versuchen, einen möglichst hohen Kontostand mit Hilfe ihrer Klamotten zu suggerieren. [Musik]

Nichts hat den Fokus, ein Vermögen an seinem Körper zu tragen, so fame gemacht wie die „Wie viel ist dein Outfit wert?“-Videos auf YouTube. Heute drehen wir wieder: „Wie viel ist ein Outfit wert?“ Leute, heute drehen wir: „Wie viel ist ein Outfit wert?“ Wie überall auf der Welt tauchen Youtuber auf, die Menschen auf der Straße ansprechen und sie fragen, wie viel ihr Outfit wert ist. Was kosten deine Schuhe? 790 €. 790 €! Supreme TNF ist, würde ich sagen, 1500 € wert. Die Rolex 7000 €. „Flo, was ist das für ein weirder Flex mit zwei Ditas-Taschen? Ja, muss halt einfach…“ Und den größten Flex hat natürlich die Person, die am meisten Geld für ihr Outfit rausgeschmissen hat. Congratulations. Versteht mich nicht falsch, Leute, ich habe das Format damals gesuchtet. Ich habe da stundenlang den ganzen Tag geguckt. Aber dieses Format ist einfach die Zuspitzung oder Verbildlichung einer Gesellschaft, die den Wert eines Menschen ja irgendwie anhand vom Preisschild ihrer Outfits definiert. Leute, es geht nicht nur ums Geld. Geht nicht nur ums Geld. Nicht nur… ja, okay. 7 €. Ich meine, man wird ja auch irgendwo gejudged, wenn man mit billigen Klamotten in gewissen Restaurants oder Läden sich begibt. Denn apropos Munich Style Max aka Munich Style: Ich habe in meiner Jugend in München gelebt, und ich kann zu 100.000 % nachvollziehen, wie man in diesen Marken so reingezogen wird. So hatte ich natürlich eine Louis Vuitton Speedy. Leute, da sind sogar meine Initialien drauf, deswegen kann ich es auch eigentlich nicht so einfach wieder verkaufen. Diese Speedy-Taschen waren wirklich der Shit damals, und ich hatte natürlich Leute… die Tiffany-Kette und hätte am liebsten noch die Balmain-Jacke gehabt. Und hier kommen wir zu einem der Punkte, die mir in meiner Zeit in München bewusst geworden sind. Nämlich: So hat eine damalige Freundin von mir, die noch Schülerin zu dem Zeitpunkt war, nebenbei an der Supermarktkasse gearbeitet, um sich eine Balmain-Jacke davon zu kaufen. Und diese Jacke hat damals um die 6-700 € gekostet, was halt wirklich für Schüler, die einen Nebenjob machen, ein Haufen Geld ist. Leute, ich find’ es auch immer noch krass viel Geld für eine Jacke, primär weil sie halt in ihrem engsten Freundeskreis dazugehören wollte. Wie gesagt, Leute, ich kann zu 100.000 % nachvollziehen – ich wollte ja auch diese Jacke haben. Und so gönnt sich dieser Azubi bei der Bahn ein Gucci-Louis Vuitton-Outfit in Höhe von 4310 € und kann sich das auch eigentlich nicht selbst leisten. „Wie, wie machst du das? Okay, ich habe da noch ein bisschen Unterstützung von meinen Eltern.“ Und genau was auffällig ist, ist, dass das Outfit eigentlich aus Zara-Klamotten besteht. Hose von Zara, weiß nicht, 25 €. Machen wir weiter, was auch Zara… auch Zara… weiß gar nicht, wie teuer… 15, 20. Die äußeren Pieces jedoch dann fett gebrandete Markenklamotten sind. Dann dein Oberteil von Gucci, die hat gekostet 1480. Die Hose 30 €, die Schuhe 700 €. Denn Marken setzen natürlich genau auf dieses Geltungsbedürfnis, diesen Reichtum nach außen zeigen zu wollen. Denn obwohl – oder vielleicht weil – wir es uns eigentlich nicht leisten können, wollen wir natürlich diese krassen Logos zeigen. Und so sind wir auch die Zielgruppe für diese Sachen. Fünf zu den Marken: Sie fahren zweigleisig. Es gibt natürlich weiter die Stücke vom Laufsteg jenseits der mehreren 1000 €. Die Teile mit den großen Logos sind für uns gemacht, mit Einstiegspreisen, weil wir uns die Laufsteg-Teile nicht leisten können und trotzdem Teil der Markenwelt sein möchten. Ja, die Laufsteg-Sachen leisten sich vermutlich die wenigsten von uns. Hier z.B. das Jacket kostet 2800 €, während man so ein fett gebrandes T-Shirt schon für 420 € bekommt. Und so hat Gucci natürlich bei uns diesen Ruf… statt diesen… und das Krasse daran ist, ist, dass viele nicht zu realisieren scheinen, dass das einen nicht unbedingt wohlhabend aussehen lässt. Denn die wirklich Wohlhabenden zeigen ihren Reichtum oft etwas subtiler. Bestimmt kennt ihr die Old-Money-Ästhetik auf TikTok. Jen ist wirklich einfach King darin, für alle möglichen Ästhetiken Begriffe zu finden. Denn irgendwann sind wir darauf gekommen, dass subtil minimalistische Mode mit dezenten oder auch gar keinen Logos uns wie Old Money aussehen lässt. Also Beispiel: Der typische Neureiche macht z.B. Urlaub in Dubai und fährt einen Lamborghini. [Musik] Und der, der wiederum über Generationen Geld in seiner Familie hat, also Old Money ist, macht z.B. Urlaub in Südfrankreich und fährt einen alten Porsche. [Musik] Man will sich mit seinem unauffälligen Look von der Wannabe-Neureichen-Masse abheben. Das Problem dabei ist jetzt nur: Dadurch, dass es halt jetzt zum Trend geworden ist, gibt es eben auch viele Neureiche, die diesen Look nacheifern. „Markus sein Outfit ist ultra geil. Los sitzt darum auf Old-Money-Style angelehnt. S aus… ob du in der dritten Generation schon Geld hast, Markus. Da bist du First-Generation-Selfmade. Bist du stolz auf dich? Geil!“ Also ich persönlich finde jetzt nicht, dass er den Old-Money-Look erfolgreich hinbekommen hat. Und eigentlich ist das so paradox, weil die Idee hinter Old Money ist, ist, dass man so reich ist, dass man es eben nicht nach außen zeigen muss. Und genau dieser Effekt wird jetzt aber versucht nachzueifern. Denn natürlich… denn natürlich… Ziel… denn natürlich das oberste Ziel hierbei ist natürlich immer: Hauptsache, es sieht so aus, als wäre man reich. Also die Logos, die vielleicht fett und groß waren, haben sich einfach nur verlagert zu kleineren oder unbekannteren Logos oder eben zu anderen Brands. Typische Old-Money-Brands wie Re/Done z.B. Leute, es gibt sogar eine Old-Money-Rubrik bei Shein. Da könnt ihr für 13-14 € wirklich wie eine Million Bucks aussehen. Warum das ist immer so eine indirekte Werbung für Shein, das ist überhaupt nicht mein Ziel, Leute. Stop it! Guckt mein letztes Video dazu! Und ja, ich muss sagen, Leute, ich finde tatsächlich, dass diese Sachen einen reicher aussehen lassen als die 1480 € Gucci-Jacke. Denn da ist ja auch was dran am Old-Money-Style. Die wirklich Reichen, die schon lange Geld haben, haben natürlich nicht das gleiche Geltungsbedürfnis wie die meisten Neureichen. Ob es Rapper wie Tilo, Shirin David, Leute wie Felix Lobrecht oder auch der Bahn-Azubi ist – wir alle wollen einfach zeigen, dass wir es in irgendeiner Weise geschafft haben. Denn schaut man sich wiederum die Klamotten der meisten Menschen der Welt an, sieht man ziemlich schnell: Die müssen einem gar nichts beweisen. Literally, die ganze Welt weiß, wie viel Geld die haben. Das ist so interessant! Oder wenn man sich wirklich jede Marke der Welt leisten kann, wie unwichtig es dann wieder wird. Denn ein Statussymbol dient ja vor allem als Zeichen für Reichtum und Macht. Wenn du aber Zuckerberg und Elon Musk reich und mächtig bist und alle es auch wissen, dann reicht halt auch einfach ein Basic T-Shirt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Steve Jobs für seine Rollkragenpullover weniger Geld ausgegeben hat als die meisten random Leute bei diesen Straßenumfragen, dabei aber um ein Vielfaches mehr verdient hat. Denn das bringt mich zu: Warum es so dämlich ist, Geld für sowas zu verschwenden und warum ich das hoffentlich nicht mehr machen werde. Leute wie Musk oder andere wirklich wohlhabende Menschen legen oft eher Wert auf Investitionen und Vermögensaufbau statt auf materielle Verschwendung. Aber sagen nicht viele oft gerade gerne bei Markentaschen, dass es sich um eine Investition handelt? Ja, du kriegst bei vielen Marken und vor allem bei Klassikern in ein paar Jahren bestenfalls mindestens den Wert deiner Tasche zurück, wenn nicht sogar noch ein bisschen Geld oben drauf. Im Fall von MS z.B. hat man aber vorher schon Summen im fünfstelligen bis sechsstelligen Bereich ausgegeben, damit man überhaupt diese Tasche bekommt, wie wir vorhin besprochen haben. Und diese Ausgaben, die man vorher hatte, werden dann oft und gerne in diesen Investment-Cases ignoriert. Die Youtuberin Cara Nicole, die übrigens ein richtig geiles Video zu diesem Thema gemacht hat, hat das Ganze mal hochgerechnet, und das am Beispiel einer Louis Vuitton Tasche für 3500 $. Diese Louis Vuitton Tasche kann sie in zehn Jahren bestenfalls wieder für 3500 $ verkaufen, hat also 0 $ Profit gemacht. Im nächsten Beispiel kaufte sie sich stattdessen eine 50 $-Tasche und investiert die restlichen 3450 $ in einen Aktienindex. 3450,525… muss man nicht irgendwie einen Disclaimer machen, dass es hier kein Investment-Advice ist oder so? An dieser Stelle kurz: Also wäre das wahrscheinlich in den meisten Fällen vielleicht ein sinnvolleres Investment als die meisten Taschen, zumal viele der Taschen, die gerne gekauft werden, Trendtaschen sind, also nicht mal wirklich die Klassiker. Z.B. viele der Balenciaga-Taschen oder jetzt auch die Jacquemus-Tasche. Und das ist meiner Meinung nach wirklich rausgeschmissenes Geld. We, ich sag euch Leute, solche Taschen sind wirklich, glaube ich, nicht der zeitlose Klassiker. Ich meine, jeder kann natürlich sein Geld ausgeben für was er will. Also ich persönlich würde es jetzt niemandem raten, dafür sein Geld auszugeben, aber das ist wirklich nur meine Meinung. Das zweite Argument, was neben dem Investment gerne gebracht wird, ist die bessere Qualität. Ja, no doubt! Also offensichtlich – oder hoffentlich – haben diese Markensachen eine bessere Qualität als die meisten günstigen Fast-Fashion-Brands da draußen. Nichtsdestotrotz kriegt man eine hohe Qualität auch schon bei einem geringeren Preispunkt. Wir zahlen halt oft noch sehr viel drauf, nur wegen dem Logo. Ich meine, die Miete in der Anstraße muss auch bezahlt werden. Leute, ärgerlich wird es aber dann natürlich, wenn die Qualität eben nicht dem Preis entspricht. Und so beschweren sich sogar viele Leute über die teils mangelhafte Qualität ihrer Designer-Käufe. Aber es muss halt auch ein Logo drauf sein. Denn nur mit dem Logo kommt auch der gewünschte Status, damit wir vor anderen Leuten eine bestimmte Wirkung haben. Dabei sind die Menschen, die wir versuchen, anhand von Marken zu imponieren, ja wirklich die Menschen, die uns scheißegal sein sollten. Denn da geht’s offensichtlich nicht um die inneren Werte. Und statt sein Geld für Marken auszugeben, könnte man es auch für Erfahrungen ausgeben. Denn der wahre Reichtum liegt nicht in den Etiketten unserer Klamotten. [Musik]