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The Great Taking | Clearstream | Aktiendepots | Fonds | Enteignung | The Great Reset

Horst Lüning (UnterBlog)32:29

Transcription

Heute tauchen wir mal ganz tief in die Infrastruktur des Börsengeschehens oder des Wertpapiergeschehens ein. Und da gibt's so einige Dinge, die viele von ihnen nicht wissen werden. Ist aber hoch interessant und vor allem ist es hochgefährlich.

Und 2023 erschien ein Buch mit Namen „The Great Taking“ von David Rogers Web. Ich habe das dann irgendwann im Mai 24, glaube ich, gelesen und war davon ja ein bisschen angestoßen, bisschen getriggert, aber bin nicht so weiter drüber nachgedacht. Der Herr ist ehemaliger Hedgefondsmanager, sehr von sich überzeugt, hat eine Art und Weise, spricht mich jetzt nicht an, aber er hat einen Punkt gemacht, der bei mir so langsam ins Gehirn kroch und immer so als Bedrohung da war, bis er dann bei mir jetzt so langsam in Vordergrund kam.

Ich habe mich dann letztlich mal per E-Mail mit ein paar wirklichen hochkalibrigen Börsenleuten ausgetauscht, und die waren da noch nicht so dahinterher, denken aber jetzt wohl auch mal darüber nach. Vielleicht kriegt bei ihnen jetzt auch mal was so langsam den Nacken hoch, ein bisschen unangenehm. Und Link zu dem Buch, zu dem kostenlosen Buch, sogar auf Deutsch, finden Sie hier (Quelle 1) in der Beschreibung.

Worum geht es? Es geht darum, dass man sie mit ihrem Aktiendepot ohne Entschädigung enteignen kann. Ja, und zwar egal, wo sie ihre Wertpapiere aufbewahren: in einem Fond, in einer Fondgesellschaft, in ihrer Lebensversicherung und natürlich bei ihrem Discountbroker oder sogar beim Smartbroker auf dem Smartphone. Auch wenn die Papiere im Sondervermögen sind, das Sondervermögen schützt sie nicht. Das ist der Punkt, um den ich mich jetzt kümmern werde. Das Sondervermögen schützt sie nicht. Das ist etwas, was für mich sehr, sehr erschreckend und sehr beunruhigend ist, über das ich jetzt schon eine ganze Zeit lang nachdenke und die verschiedensten, ja, Abwehrstrategien versuche aufzubauen. Glauben Sie nicht, es gibt zwei Beweise, dass das funktioniert. Zwei, die schon passiert sind. Dritte, der gerade läuft. Und der erste Fall kam 2008, der zweite 2022 und der dritte läuft gerade. Da steht ein Gerichtsurteil an, doch ist nichts entschieden.

Und nun meinen Sie, für festverzinsliche Anleihen, so Staatspapiere und so, gelte es nicht. Oha, auch da muss ich Sie enttäuschen. Da ist der Zug auch schon abgefahren, und zwar seit 2013. Und das ist ein eigenes Video, das kann ich jetzt hier dann – dann wird's noch länger. Also, das geht nicht, sondern da kümmern wir uns im zweiten Video drum.

Wie das alles zusammenhängt, erfahren Sie heute in diesem Video, und es gibt bestimmt einige Wissende unter Ihnen hier auf dem Kanal. Und ich habe noch die eine oder andere Frage, die ich im Laufe von diesem Video stellen werde. Ich wäre froh, wenn Sie mir die einmal an info@unterblog.de schicken würden. Das ist die Adresse, die ich am Anfang jedes Videos einblende, weil noch immer erreichen mich Mails an die falsche Adresse, werden meistens dort als Spam dann abgehakt oder als Kommentar hier unter dem Video, wenn Sie sich halt mit Namen nicht offenbaren wollen. Sie sind ja auf YouTube mehr oder weniger anonym. Und am Ende gibt's wie immer ein Zitat, diesmal von einem wirklich großen, klugen Investor. So, jetzt kommt das Intro, dann geht's los.

Guten Abend und herzlich willkommen im Unternehmerblog – kurz Unterblog inand. Begleiten Sie mich auf meinem Lebensweg und lernen Sie die Geheimnisse der Gesellschaft und Wirtschaft kennen, die von Politik und Medien gerne verschwiegen werden. Und heute haben wir wieder so eins, und zwar so ein richtiges. Die meisten verschweigen es nicht, weil sie es gar nicht wissen, ne, und werden dann unangenehm aufwachen. Es geht um das Weltfinanzsystem, das sich gerade auf der Zielgerade – ja, im Graben – auf den Zielgeraden in den Orkus befindet. Die Welt ist offiziell zu 350 % des Weltsozialproduktes, also aller hergestellten Waren und Dienstleistungen, verschuldet. Das muss man sich geben: 350 %. Die USA fängt jetzt langsam an zu knistern bei 120, ne? Gut. Die versteckten Schulden in den USA sind auch hoch. Wir liegen schon bei – was hat Pollight ausgerechnet – bei 420 %, wenn man die versteckten Zusagen und so weiter nimmt. Also riesig irre, was hier an Schulden da ist.

Aber all diesen Schulden stehen Guthaben gegenüber, denn wir haben ein Schuldgeldsystem. Alles, was an Schulden da ist, wird als Geld erzeugt in unserem Papiergeldsystem. Das ist ein Schuldgeldsystem. Das entsteht durch Verlängerung der Bilanz in der Bank, und da wird Geld erzeugt gegen Forderungen, die man hat. Ganz einfache Geschichte. Und die Geldmenge und die Schulden steigen schneller als unsere Wirtschaftsleistung. Das ist das eigentliche Problem. Das war früher anders. Da wuchs die Wirtschaft schneller als das Geldsystem. Das war alles nachhaltig. Jetzt wächst das Geldsystem und damit die Schulden schneller als die Wirtschaft wächst, und das muss zur Schieflage kommen, weil ja auf diese Schulden Zinsen bezahlt werden. Jetzt sagen Sie: „Die Zinsen sind schuld.“ Nein, nein, ohne Zinsen gibt's überhaupt kein Finanzsystem. Kein Mensch würde Geld zur Verfügung stellen. Kommen Sie mir nicht mit dem Schwundgeldsystem. Nein, habe ich letztlich auch mit einem hier unter dem Video diskutiert. Nicht meins.

So, wenn es also richtig knallt, dann werden die Schulden gegen die Guthaben genullt. Jetzt sagen Sie: „Mein, ich habe keine Schulden, ich habe ein tolles Aktiendepot.“ Das ist das, wogegen es knallen wird, denn man kann Schulden nur auflösen, wenn man Guthaben auflöst, und die sind da bei Ihnen, ne, bei mir auch. So, also da sitzen wir alle in einem Boot, und dieser große Knall, wenn dieses ganze System sich also in Luft auflöst, das nennt sich „The Great Reset“. Haben Sie hier schon mal gehört? Ich habe auch mal ein Video darüber gemacht, weiß gar nicht, ob es noch online ist, über den Great Reset und das World Economic Forum und Klaus Schwab. Und Klaus Schwab sagte dann irgendwann mal sowas: „Sie werden nichts besitzen und glücklich sein.“ Gut, ist ein bisschen aus dem Zusammenhang gerissen. Er sagte aber nicht: „Wir werden nichts besitzen und glücklich sein“, sondern „Sie werden – also ich auch – sie werden nichts besitzen und werden glücklich sein.“ Es ging da ja um Mieter statt Besitz, ne? So war das so gedacht, ne? Wir arbeiten alle wie die Sklaven, weil wir nichts besitzen, und mit dem, was wir dann mieten können, sind wir glücklich. Das so der grobe Plan dabei, aber es ging um „sie“, nicht um „wir“. So, nur mal am Rande.

Was bleibt? Es bleiben Sachwerte und der real erzeugte Wohlstand, der sich also von dem Finanzsystem abgekoppelt hat: also Felder und Wälder, wie schon immer, ne, Häuser, Fabriken, alles was an Technik erstellt wurde, Gold, Silber, Bitcoin, also Sachwerte, die da sind, die nichts mit dem Geldsystem zu tun haben. Doch wer hat was? Es ist wie beim Kinderspiel „Die Reise nach Jerusalem“. Kennen Sie? Es spielt Musik, die Kinder laufen um die Stühle herum, und dann hört die Musik auf. Alle Kinder müssen sich hinsetzen, ein Stuhl ist zu wenig da. Der eine muss ausscheiden, ne? Und dann geht das Spiel wieder los, laufen wieder, die Eltern nehmen einen Stuhl weg und so weiter und so weiter, ne? Und bloß bei diesem Spiel, was wir jetzt spielen, gibt es ganz wenige Stühle und ganz viele, die da herumlaufen. Wenn die Musik aufhört zu spielen – The Great Reset – dann stehen viele ohne Stuhl da, und das ist dann „The Great Taking“. Und wie das funktioniert, kommen wir jetzt dazu.

Haben Sie sich mal gefragt, warum gerade die AMLA-Agentur in Frankfurt gegründet wird? AMLA kennen Sie nicht? Das ist eine Agentur, die wird jetzt mit 12 000 Mitarbeitern, habe ich gehört, in Frankfurt in dem Hochhausturm – war das der Messeturm, ich weiß nicht genau – die werden da reingehockt, und die sollen sich also um Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und all solche Sachen kümmern. 12 000 – ist das nicht ein bisschen viel? Erscheint mir eher so, dass die sich um die Gelder von anderen Leuten kümmern. Und wem? Ja, von Ihnen und von mir, ne? Man will dort dann auch mit dem Vermögensregister, was ja anfangs gar nicht kommen sollte, ist ja nur eine Studie gewesen, ne, will man sich dann auch um ihr Vermögen kümmern, nämlich um diese Sachwerte, die auch noch da sind. Die Finanzen kennen die längst, denn die ganzen Konten sind alle transparent, da haben die Zugriff drauf, sondern man will ihre Sachwerte wissen. Und da gibt es hier (Quelle 2) „Perspektive Ausland, Stasi 2.0 in Frankfurt – AMLA und das Ende der Privatsphäre in der EU“. Lesen Sie sich mal durch, wird schwindlig. Doch heute geht’s jetzt um Wertpapierdepots. Unsere Finanzämter in der EU kennen unsere Bankkonten, wie gesagt, sind gläsern. Und jetzt schauen wir mal ins Detail dieser Bank oder dieser Wertpapierdepots rein, was da so drin steht. Meistens gucken sie: „Ah, der Kurs, so viel Stück, raufgegangen, runtergegangen, Einstandskurs und so weiter.“ Steht aber noch mehr drauf. Das ist das Wichtige, da gucken die wenigsten Leute drauf, und das wird jetzt – geht jetzt ins Detail. Hören Sie das ruhig ein- oder zweimal an, bis Sie das wirklich verstanden haben, um was es da geht, ne? Denn dann werden sie aufmerksam, und dann werden sie mehr und mehr in dieser Hinsicht dann aufnehmen und was finden. Und wenn Sie was finden, bitte in die Kommentare oder auch per Mail an info@unterblog.de.

Also, sie besitzen jetzt Aktien oder ETFs in einem Depot bei einer Bank oder bei einem Broker. Dann sehen Sie eine Liste, die ich Ihnen jetzt hier einblende. So ungefähr schaut die bei allen aus. Und da sehen Sie jetzt hier zwei Vanguard Growth Fonds ETFs, die die identische Wertpapiernummer haben. Normalerweise sollten die Banken das zusammenfassen auf eine Position. Kaufen Sie nach. So, wenn Sie jetzt genau hinschauen, dann sehen Sie dort: „Lager ST“. Was ist denn ein Lager ST? Ist die Lagerstelle, wo nämlich diese Aktie verwahrt wird, und da steht das eine Mal „International“ und das andere Mal steht „Clearstream Lux“, also Luxemburg, Firma CL, Clearstream SA, die verwaltet nämlich diese Aktien. Sie meinen, das kann ihnen egal sein, wo diese Aktien nun lagern, weil ihre Aktien sicher beim Broker im eigenen Sondervermögen liegen und sie jetzt hier nur in Anführungszeichen das Kursrisiko haben, und bei ETFs können sie da Jahrzehnte halten, das steigt immer weiter, kein Problem. Da liegt der Hase im Pfeffer, genau hier liegt das Problem, und an dieser Stelle wird es immer gefährlicher, und deshalb müssen wir uns um diese Sammelverwahrung jetzt mal genauer kümmern.

Ganz wichtig dazu ein bisschen Geschichte. Sie kennen die Fotos von den alten Börsen mit dem Börsenparkett. War tatsächlich Holzparkett. Da lagen überall furchtbar viele Papierzettel herum, und die Leute ganz geschäftig. Ein Lärm war da, und die machten komische Zeichen und orderten damit hin und her. Hunderte von Brokern, zehntausende an Zetteln, wenn nicht gar 100 000 an Zetteln, und am Schluss der Börse, wenn die Glocke läutete – peng – zu Ende, dann wurde der gesamte Handel nachgearbeitet, und die Aktien, die tatsächlichen Papiere wechselten den Besitzer. Also schon lange her mit den tatsächlichen Papieren, aber die wechselten dann den Besitzer, und es war ein manueller Vorgang, dauerte seine Zeit, und deshalb machte man das nach Börsenschluss, ne? Und die Aktienpapiere hatte man dann von seinem Broker bekommen und hatte sie dann in seinem Safe liegen. Es war eine Aktie tatsächlich als Papier, und die anderen hatten die bei der Bank im Safe liegen. Manche hatten sie auch im eigenen Safe liegen.

Und jetzt müssen wir den genauen Unterschied zwischen Eigentum und Besitz machen. Viele Leute machen da keinen Unterschied. Für die ist das dasselbe, das identische für sie. Und Eigentum ist der Rechtstitel. Ja. Und Besitz ist physisch, ob sie was in der Hand haben, da besitzen sie es. Es mag sein, dass es Ihnen nicht gehört, dass es nicht ihr Eigentum ist, aber sie besitzen es, ne? Die Verwahrbank besitzt die Aktie. Sie behält sie als Papier in den Fingern, aber sie sind der rechtliche Eigentümer davon bzw. Also heute, wo es äh diese äh Papiere nicht mehr gibt, ist ja – wo ist jetzt der tatsächliche Besitz und wo ist das Eigentum? Das Eigentum ist rechtlich bei Ihnen, und der Besitz ist beim Broker oder ist der Besitz dann doch eher bei der Sammelverwahrung, die die Aktien hält? Aber da kommen wir jetzt drauf, ne? Das ist so wie bei Leasingautos, ne? Sie besitzen ein Leasingauto. Es ist nicht ihr Eigentum. Das Eigentum hat die Leasinggesellschaft daran.

Nun wurde der Handel mit den Aktien immer schneller und immer wilder, und die Aktien bewegten sich täglich mehrfach durch viele Hände. Und wenn es zu wild wurde, dann hat man den Handel ausgesetzt, musste da mal ein bisschen nacharbeiten, und dann ging es wieder los. So, mit dem Einzug der Computer stellte man das Aktiensystem im Jahr 2001 auf Namensaktien um. Unter „Namensaktien“ finden Sie bei Wikipedia folgendes hier: Zitat Anfang. „Bei Namensaktien gilt nur derjenige als Aktionär, der als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Paragraph 67 Absatz 2 Aktiengesetz.“ Also gilt nur derjenige als Aktionär, der als solcher im Aktienregister – Zitat Unterbrechung des Unternehmens – Zitat weiter – „eingetragen ist. Nur der im Aktienregister eingetragenen, registrierte Aktionär gilt deshalb gegenüber der Gesellschaft als stimmberechtigte und dividendenberechtigte Aktieninhaber.“ So, das ist jetzt schon mal wichtig. Wir stellen uns mal vor, sie handeln als Daytrader eine Aktie mehrmals am Tag. Wie soll da der Aktienbesitzer permanent umgetragen werden? Die Rechner der Aktiengesellschaft, wo das passieren müsste, die laufen heiß damit, ne, wenn weltweit jetzt mit der Mercedes Group gehandelt wird, ne? Das wird also heftig oder Nvidia oder sonst wem, ne, wo es alles rumgeht, und bei Rechner- oder Netzwerkstörungen kommen ja auch mal bei diesen Unternehmen vor, würde sich das alles stauen, geht nicht. Noch heftiger sind diese High-Frequency-Trader, die also im Sekunden- oder sogar Millisekundenabstand Aktien handeln. Da kommt ja keiner mehr nach, das im Aktienregister von den Unternehmen äh nachzutragen, ne? Das geht einfach physikalisch nicht. Deshalb hat man da einen Zwischenschritt reingemacht. In der Computertechnik würde man sagen eine Cache. Und eine Börse, an der die Aktien gehandelt werden, hat auch immer eine Sammelverwahrung. In meinem Beispiel ist das Clearstream. Und da sehen Sie hier (Quelle 3). Das ist äh Wikipedia zu Clearstream, und da das Zitat – Zitat Anfang – „Clearstream fungiert auch als Zentralverwahrer für die internationalen Kapitalmärkte und für deutsche und luxemburgische inländische Wertpapiere. Das Unternehmen ist vollständig im Eigentum der Deutschen Börse AG.“ Zitat Ende. Das ist also jetzt Clearstream, die jetzt diese Aktien verwaltet. Und wer steht nun in dem von Clearstream geführten Aktionärsverzeichnis der Firmen drin? Nein, nicht sie, auch nicht ich, sondern ihr Broker steht da drin, weil sonst bei Clearstream die Rechner heiß werden und die Lichter ausgehen, wenn da so viel übereinander geht, ne? Wenn Sie nun mit den Aktien an der Börse in Frankfurt hin und her handeln, da passiert in der Sammelverwahrung bei Clearstream nichts, null. Ne, und nur so kommt die Sammelverwahrung mit den zigmilliarden täglichen Trades einfach überhaupt klar. Die meisten erreichen sie nicht und werden schlicht innerhalb des Brokers umgeschichtet. Deshalb gibt’s ja auch innerhalb des Brokers ja auch diese Pools, wo man selber mit anderen Kunden von diesem Broker handeln kann. Dann fällt einmal der Trade – die Gebühren für den Trade – fällt gleich komplett beim Broker an. Sie sparen sich die Börse, und zum zweiten sparen sich dann die ganzen Transfer- und die ganze Sammelverwahrungs rein und raus, ne? Ja. So, denn wenn die Aktie zu einem anderen Broker geht, dann muss sie in der Sammelverwahrung umgeschrieben werden.

So, jetzt kommen wir zu dem Punkt. Geht ein Broker – Broker – Broker – geht ein Broker pleite, dann können Sie aus ihrem Sondervermögen beim Broker die Aktie zu einem anderen Broker transferieren. Das ist so der Gedanke, das ist der Plan, das kriegen Sie erzählt. Und in der Regel wechselt in der Sammelverwahrung dann nur der Name des Brokers, der jetzt in Zukunft die Aktie verwaltet. Das normale Vorgehen. Wenn ein Broker, kleiner Broker, ganz normale Broker pleite geht, dann passiert das so. Ein Zuseher hat von so einem Fall berichtet: nach wenigen Tagen waren seine Aktien bei einem anderen Broker angekommen. Allerdings sprach er davon, dass nur 70 % des Wertes angekommen wären. Das macht die Sache schon mal verdächtig. Wo sind die 30 % geblieben? H schwierig. So, Beispiel, was die Sache jetzt ein bisschen verdeutlicht. Sie haben ein Auto gekauft beim Autohändler, als die Lieferung vom Hersteller angekündigt ist. Bezahlen Sie es. Krieg eine Nachricht: „Bitte bezahlen, 234 000 € – 18 250 €.“ So, doch jetzt geht der Händler pleite, bevor sie das Auto haben. Ja, sie haben gezahlt, Autos noch nicht bei Ihnen. Kraftfahrzeugnachweis früher – ist das Brief, Bescheinigung 1, glaube ich, heißt das jetzt – ist nicht bei Ihnen. Also sie – ih gehört das Ding nicht. Geld ist weg. Was läuft jetzt im Hintergrund ab? Es gibt eine Menge an Gläubigern, die stehen vor Ihnen in der Liste der bevorzugten Empfänger aus der Konkursmasse. Wer ist das jetzt? Dazu gehören die Banken, die da z. B. eingetragen sind. Der Staat mit seinen Steuern steht da auch drin. Die Sozialversicherungen stehen da auch noch drin. Die Mitarbeiter mit den Gehältern stehen da auch noch drin. Die Chance, dass sie von dem Geld da etwas bekommen, ist meistens wirklich gering, weil sie ganz am Ende kommen, ne?

So, was passiert jetzt, wenn Clearstream pleite geht? Kann nicht sein, sagen Sie. Man hat schon Pferde – ja, kennen Sie den Spruch, ne? 2019 wurden die Geschäftsräume von Clearstream in Ashborn, das ist bei Frankfurt, von der Staatsanwaltschaft durchsucht – Beweisaufnahme – und zwar im Rahmen von Commerzbank. Ja, weil wer da mit Geldwäsche, wenn man das ganz grob übersetzt, was zu tun hat, der kann auch selber dran sein, ne? Bei COMEX geht es wahrscheinlich um dreistellige Milliardenbeträge, die veruntreut wurden. Wenn von dem Geld, was bei Clearstream hängen bleibt, wird die Sache gefährlich, dann gehen die pleite. Auch wenn die 10 Billionen Wert in Aktien haben, ihre eigene Kapitaldecke, ihre eigene Mitarbeiteranzahl und so das Anlagevermögen – das Eigenkapital ist von paar Milliarden, von einer Milliarde Kosten sind die weg, ne? Also führt kein Weg dran vorbei. Und in dem Buch „The Great Taking“ wird beschrieben, dass die Broker und damit auch ihr Broker als Gläubiger bei der Sammelverwahrung erst nach anderen privilegierten Gläubigern kommen. Also, wenn so eine Sammelverwahrung pleite geht, kommen jetzt auch erst andere, bevor die Broker kommen. Wer kriegt nun – wer ist nun zuerst da drin? Das sollen äh präferierte systemrelevante Großbanken sein. Die sollen da zuerst dran kommen – lass sie mich raten: JP Morgan, Deutsche Bank. Also, die werden, vermute ich mal, so als erste da zum Zuge gekommen, wieso immer. Die dürfen nicht pleite gehen, denn schließlich sind sie systemrelevant, und ihr Broker und sie, sie dürfen pleite gehen. Die gehaltenen Aktien in der Sammelverwahrung gehen in die Konkursmasse, und daraus werden dann diese Ansprüche der anderen Banken, der großen präferierten Gläubiger, dann bedient, und sie haben Anspruch gegen ihren Broker. Im Zweifelsfall hat er ja auch irgendwie ihr Eigenkapitaldecke, verwaltet halt nur eine Menge von diesen Aktien, und im zweiten Fall geht er auch in Folgekonkurs, ne? So ist es jetzt nun weit hergeholt? Nein, es gibt tatsächlich Fälle aus den USA und auch bei uns, wo genau das passiert ist. Das erste Mal ist meines Wissens das bei Lehman Brothers passiert, im Jahr 2008. Damals erhielten die Anleger von Lehman Brothers nicht ihr volles Geld aus dem Sondervermögen zurück, sondern nur anteilig. Da ging zwischendrin was verloren, ne? Lehman Brothers betreute das Depot, aber daraus kam nicht alles wieder zurück. So, also das ist das erste Beispiel. Und jetzt glauben Sie, das gilt nur für die USA und nicht für Deutschland? Was für die USA gilt, gilt im Prinzip auch für Deutschland. Haben Sie mal in den letzten Zeiten ein Konto bei einer Bank aufgemacht? Da unterschreiben Sie amerikanische Papiere. Ja, vom SWIFT-System. Die dürfen alles – müssen mal gucken. Also es war so ein Stapel Papiere beim letzten Konto eröffnen. Ist jetzt auch schon wieder paar Jahre her. Es war krass.

Womit wir jetzt zum zweiten Fall für eine Aktienenteignung in Deutschland kommen. Hatten Sie Aktien von Gazprom? Hatten Sie russische Aktien von anderen Aktiengesellschaften? Wie heißt schön? Fugasi, ne? Weg. Ihr Geld ist futsch, obwohl es die Firmen noch gibt. Man hat sie schlicht enteignet. Die Firmen gibt’s noch. Ja, es gibt also ein Gesetz, nachdem das geht. So, und das ist in Deutschland auch kein Einzelfall. Ich habe da mal so ein bisschen rumgesucht. Clearstream ist in die Enteignung von Aktien einer iranischen Bank durch eine Volksbank beklagt. Ja, hier haben sie (Quelle 4) von der Rechtslupe. Also da Iran ja auch einem Boykott unterliegt, ne, oder Sanktionen, und da hat’s also jetzt dann auch dort iranische Bank erwischt, und die hatte ein paar Millionen Geld bei der Volksbank angelegt, und der Volksbank hat mir diese Aktien weggenommen, und die iranische Bank klagt nun gegen die Volksbank, will die Kohle sehen. Wer hätte das gedacht? So, Zitat aus dieser Rechtslupe: „Die iranische Bank unterhält hinsichtlich der Wertpapiere nur Vertragsbeziehungen zur Volksbank. Die Verwahrung der Wertpapiere durch die Wertpapier-Sammelbank als Zentralverwahrerin beruht auf einem Depotvertrag mit einer anderen im Rahmen der Verwahrung beteiligten Depotbank, also iranische Bank, Volksbank und Volksbank-Vertrag mit einer Depotbank.“ So, die sind getrennt, das ist kein Durchgriff. Und jetzt wichtig: „Bei diesem Depotvertrag handelt es sich nicht um einen Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter, sodass die iranische Bank hieraus keine Schadensersatzansprüche gegen die Wertpapier-Sammelbank herleiten kann.“ Also die Sammelbank ist hier von dieser Seite aus dann geschützt. Und weiter: „Ein personener Einschlag, der ein Einbeziehungsinteresse begründen kann, ist im massenhaften Effekten-Giroverkehr und Depotgeschäft im Verhältnis zwischen der Wertpapier-Sammelbank und den Depotbanken nicht gegeben.“ Zitat Ende. Das ist es. Ist im massenhaften Effekten-Giroverkehr und Depotgeschäft im Verhältnis zwischen der Wertpapier-Sammelbank und den Depotbanken nicht gegeben. Das sehe ich jetzt so, dass es in beiden Richtungen wirkt, dass also die Volksbank zur Sammelverwahrung nicht durchgreifen kann, ne? Schlimme Geschichte.

Und jetzt suchen wir mal nach dem Gesetz, wonach denn das so möglich sein könnte. Und da haben Sie hier (Quelle 5) Gesetze im Internet, und zwar das Depotgesetz, Gesetz über die Verwahrung und Anschaffung von Wertpapieren. Paragraph 7 Auslieferungsansprüche des Hinterlegers bei der Sammelverwahrung. Also der Broker, der das bei der Sammelverwahrung hinterlegt hat. Satz 1: „Der Hinterleger kann im Falle der Sammelverwahrung verlangen, dass sie ihm aus dem Sammelbestand Wertpapiere in Höhe des Nennbetrags – bei Wertpapieren ohne Nennbetrag in Höhe der Stückzahl – der für ihn in Verwahrung genommenen Wertpapiere ausgeliefert werden. Die von ihm eingelieferten Stücke kann er nicht zurückfordern.“ Das bedeutet, er hat Anspruch, die identische Anzahl an Aktien – es gibt ja keine Aktien mit Nennwert mehr – sondern die Anzahl an Aktien wieder zurückzubekommen. Der hat die da eingeliefert, er will wieder haben, ne? Also dieser Anspruch besteht jetzt – Satz 2 – und jetzt wird’s dann wichtig. „Der Sammelverwahrer kann die Auslieferung verweigern, wenn sich in Folge eines Verlustes am Sammelbestand die dem Hinterleger nach Paragraph 6 gebührende Menge verringert hat; er haftet dem Hinterleger nur für den Ausfall, es sei denn, dass der Verlust am Sammelbestand auf Umständen beruht, die er nicht zu vertreten hat.“ Diese Beschlagnahme, ne, auf Umständen beruht, die er nicht zu vertreten hat, dann muss er sie nicht rausrücken. Da steht schwarz auf weiß.

Kommt es nun zum Megacrash und dem Versagen der Sammelverwahrer, die mitunter Shortseller an der Börse aktiv sind. Ja, Aktien, wo immer sie liegen, sie werden auf einmal verliehen, ne? Und Shortseller, die nehmen die Aktien, verkaufen die unmittelbar, und dann besteht nur noch ein Anspruch gegen den, ne? Also da muss er kaufen und die zurückgeben. Wenn auf einmal die Sache knallt und die ganzen Shortseller können nicht zurück, sind die Aktien nicht mehr da. Und jetzt kann er ja – sind Umstände, die er nicht zu vertreten hat, weil der andere ja nicht zahlt, ne, oder die Aktien zurückgibt, kann er nicht vertreten, ne? So, also schlimm. Und wenn also nun sowas passiert und die Sammelverwalter versagen – Sammelverwalter verwahren, nein, versagen – dann läuft die Kaskade durch das System, und ihr Anspruch auf die Aktien wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weg sein. Das ist das, was der Herr Web in seinem „The Great Taking“ beschreibt. Soll es äh in den USA geben, da gibt’s einen Mailverkehr zwischen der Fed und der EZB, und da wird ganz klar drin geschrieben, dass also die Fed die Sache schon durch hat und die EZB hat es wohl noch nicht so ganz durch, aber wenn ich mir das hier so anschaue, dann sind die zu 99 % fertig, ne? So, die AG mag weiterbestehen, weil die ja mit realen Assets arbeitet und so weiter, ne? Aber die Aktien gehören jetzt von der AG nicht mehr ihnen, sondern die gehören jetzt jemand anderem, wahrscheinlich einer präferierten Großbank. Das ist es, ne? Das Unternehmen existiert weiter. Der Aktienkurs mag auf dem Boden gestürzt sein, aber sie – ihnen gehören die Aktien nicht mehr, ne?

So, was kann man dagegen tun? Ich habe in der Vergangenheit an zwei Stellen Dinge gehört, die ich zwar damals zur Kenntnis genommen habe, aber nicht so tief realisiert habe. Falls Sie dort mehr Wissen jetzt haben und Quellen dazu haben, bitte schreiben Sie mir eine E-Mail an info@unterblog.de oder schreiben Sie unten in den Kommentar rein. Ich lese die hier alle. So. Und zwar Punkt 1: Es gibt einen Broker, Charles Schwab. Dürfte einer der größten der USA sein. Der hat 32 000 Mitarbeiter. Ja, heftig. Und von dem habe ich mal gehört, dass der ein Zertifikat ausstellt für 250 $ pro Aktienposition, und ich vermute mal, dass für die 250 $ sie dann tatsächlich in das Namensregister der Aktiengesellschaft eingetragen werden, dass also das durchgeht über den Sammelverwahrer bis in die Aktiengesellschaft hinein. Also das dürfte dieses Zertifikat sein, und damit hat man im Falle einer Insolvenz der Sammelverwahrung nichts mit der Konkursmasse zu tun, weil in dem Verzeichnis stehen ja sie drin, ne? 250 $ ist natürlich jetzt ein heftiger Betrag, und wenn sie da nur ein paar Aktien kaufen, das nie. Wenn man aber für eine Million Dollar Coca-Cola für die nächsten 30 Jahre halten will, dann ist das sinnvoll, und das hilft wem? Ja, den Großen. Wer denn sonst? Wem hilft’s nicht? Den Kleinen. So ist es halt im Leben, ne? Und für Einzelaktien, diskrete Aktien geht es, aber natürlich für ETFs geht es nicht. Weil das so viele unterschiedliche Aktien sind, schaffen sie nicht, ne? Frage an Sie: Können Sie – haben Sie von solchen Zertifikaten bei europäischen Brokern schon mal gehört? Ich habe also überhaupt keine Lust, eine US-Steuernummer für so einen Broker da anzulegen, ne? Die stehen nächste Finanz auf der Matte, ne? Nee, gar keine Lust zu. So, das ist also der erste Punkt. Der andere Baustelle: Punkt 2, die Big 3 – das ist also State Street, Vanguard, BlackRock – die bieten sogenannte „Passthrough-Votics“ an. Das heißt, es wird immer beklagt, dass diese großen Unternehmen – also diese großen Kapitalsammelbecken – einem…

Die ja, die Abstimmung bei den Aktionärsitzungen verweigern. Das ist, wenn sie nichts tun, ist es so, ist das richtig?

Aber es gibt hier Quelle 6 von Tomelo, ein ja, ein Ausarbeitung, in der Sie drin finden, dass man unter Ausübung von diesen Path Votings tatsächlich auch bei Aktien, die man über diese ETF hält, tatsächlich abstimmen kann. Also somit ist diese allgemeine Aussage, dass das nicht geht und dass die sich dazwischen setzen und so weiter, nicht richtig. Es liegt allerdings daran, sie müssen hier ihren Hintern hochbringen, um abzustimmen. Tun die meisten ja sowieso nicht. Und deshalb ist das da an der Stelle das Plathr Voting, und damit werden Sie der Aktiengesellschaft als Aktionär mitgeteilt, denn sonst lassen die sie nicht voten. Ist damit eine Eintragung in das Register mit enthalten oder ist es ein Bypass? Keine Ahnung, ne? Keine Ahnung. Hat jemand nähere Information? Ich freue mich, wie gesagt, über eine E-Mail an info@unterblog.de. So, damit bin ich am Ende mit meinem Wissen. Soweit bin ich jetzt mittlerweile vorgedrungen, und enden möchte ich das mit einem Zitat von Charlie Munger. Das ist der leider verstorbene Partner von Warren Buffett, und der sagte: "Es ist erstaunlich, welch großen langfristigen Vorteil Menschen wie wir erzielt haben, indem wir dauerhaft versuchen, nicht dumm zu sein, statt zu versuchen, besonders schlau zu sein." Darüber soll man nachdenken. [Musik]