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Immer Produktiv sein ist extrem einfach.

extrem einfach.8:03

Transcription

Luxemburg ist das produktivste Land Europas, und nein, das liegt nicht daran, dass Luxemburg so lächerlich klein ist. Der durchschnittliche Mensch in Luxemburg ist einfach grundsätzlich produktiver als wir Loser.

Oder in Asien z.B. gibt es Teenager, die 18 Stunden am Tag lernen. Also for real, wann gehen diese Leute eigentlich duschen, wenn die 18 Stunden lang lernen? Wobei, wird mich nicht wundern, wenn die laminierte Lernzettel haben.

Eine Sache haben diese Menschen aber gemeinsam, um so ein Level an Produktivität zu erreichen. Morgens gibt es nämlich ein ganz besonderes Getränk, und ich habe natürlich das Rezept. Ein Glas, etwas Eiswürfel, dreiviertel einer Dose Red Bull und 250 ml heißer Kaffee. Okay, einer zu viel. Ich weiß jetzt wirklich. Wie machen diese Menschen das? Was muss man machen, um immer so produktiv zu sein? Gibt es vielleicht einen geheimen Trick?

Eigentlich ist es extrem einfach. Ich habe herausgefunden, dass Produktivität einfach nur ein Kreislauf ist, und der funktioniert so. Zuerst bekommst du Motivation. Motivation bringt dich dazu zu arbeiten, und wenn du etwas erledigt hast, fühlst du dich dadurch gut. Dieses gute Gefühl gibt dir der Motivation, um wieder zu arbeiten, und so wiederholt sich das immer und immer wieder. Je motivierter du bist, desto mehr arbeitest du, und je mehr du arbeitest, desto mehr Motivation bekommst du. Also, wenn du an Produktivität denkst, denk einfach an diesen Kreislauf. Klar, ist ja super vereinfacht, aber genau das macht es so effektiv und prägnant. Immer wenn du morgens aufwachst und wirklich überhaupt keinen Bock hast, produktiv zu werden, erinner dich einfach an diesen Kreislauf.

Natürlich gibt es auch noch 152.000 andere Tricks oder Philosophien, die dich produktiver machen sollen. Einige von denen bezogen aufs Lernen habe ich euch auch in diesem Video schon vorgestellt, aber meiner Meinung nach ist es besser, 100% auf eine Methode zu konzentrieren und diese zu perfektionieren, als von 100 Methoden nur jeweils 1% anzuwenden.

Hier mal ein Beispiel zu dem Kreislauf. Wie kann es sein, dass du drei Wochen lang kein einziges Wort für eine Hausarbeit schreibst, aber plötzlich einen Tag vor der Deadline wirst du zu Shakespeare, der seine Nase zu tief im Backpulver hatte? Ganz einfach, in dem Moment, wo du checkst, dass die Abgabe morgen ist, geht deine Motivation durch die Decke, und dadurch dreht sich der Kreislauf wie verrückt. Plötzlich sind Müdigkeit, Langeweile oder Ablenkung keine Probleme mehr, und wenn du siehst, wie gut du vorankommst, motiviert dich das dazu, noch mehr zu schaffen.

Das gleiche gilt für To-Do-Listen. Jeder spricht immer darüber, aber warum helfen die so gut? Weil jedes Mal, wenn du etwas abhaken kannst, dein Monkey-Mind versteht: "Ich habe was geschafft." Und genau das gibt dir dann die Motivation für die nächste Aufgabe. Wenn ihr also mal eine Aufgabe viel zu groß erscheint, unterteilt diese in ganz viele kleine Aufgaben. Ich dachte immer nur, die Streber, bei denen ich hier abschreiben durfte, machen sowas. Aber nee, ich habe letztens noch ein Video dazu gesehen, dass legit alle Videospiele so funktionieren. Ich meine, du bist ja nicht in ein Spiel geworfen, dann heißt es: "Töte dieses viel zu große und starke Wesen." Er gibt dir das Spiel nach und nach kleine Aufgaben, die dich dann irgendwann zu dem großen Ziel bringen.

Problem im echten Leben ist nur, dass keiner für uns diese Unterteilung vorher schon gemacht hat. Deshalb gebe ich euch mal ein Beispiel aus der Schule, aber euch fallen definitiv auch noch bessere Beispiele ein. Das große Ziel ist hier: Erreiche einen Abiturschnitt von 2,0. Jetzt kann man dieses Ziel immer weiter runterbrechen. Jedes Schulfach zwei oder besser. Klausuren bestehen mit drei oder besser. Zeh mal pro Unterricht melden und irgendeinen Nonsens labern, um mündlich die einzubekommen. Und dann immer weiter und immer weiter und immer weiter. Du verstehst schon, wir haben ein riesiges Ziel und brechen das in viele kleine Ziele und Aufgaben. Die sind dann nicht nur viel einfacher zu erledigen, sondern gleichzeitig auch unser Antrieb, um noch mehr Aufgaben zu erledigen, weil die uns Motivation schenken.

Aber aber aber extrem einfach. Ich bin immer so unmotiviert und deshalb fange ich gar nicht erst an. Das ist ja das Schöne an einem Kreislauf. Du musst nicht hier anfangen. Du kannst auch einfach direkt mit der Arbeit beginnen. Wenn du mal wieder viel zu verklatscht aufwachst oder gar keinen Bock hast, was zu erledigen, dann sagst du dir: "Okay, ich mache eine Minute hier Tätigkeit einfügen. Danach kann ich mich wieder ins Bett legen." Aber weißt du was? In den meisten Fällen wirst du noch diese eine Minute einfach weitermachen, weil das kleine bisschen Arbeit hat schon ausgereicht, um dich zu motivieren. Außerdem bist du jetzt eh aus dem Bett, also warum nicht einfach weiterarbeiten? Ich sag dir, noch bevor du es merkst, ist der Kreislauf wieder in voller Fahrt.

Eine Freundin von mir sagte mal: "Boah, ich habe keinen Bock jetzt wieder zu arbeiten." Und da ist mir eingefallen, es geht auch ohne Bock. Egal, ob schlecht gelaunt oder keine Lust, fang einfach an. Das ist der wahre Trick. Warte nicht auf Motivation oder versuch dich zwanghaft zu motivieren. Fange einfach an zu arbeiten. Die Motivation kommt danach von ganz allein.

An der Oxford University studieren die Leute durchschnittlich 40 Stunden pro Woche. Das heißt, selbst an Tagen, an denen sie null Motivation haben, stehen sie trotzdem auf und lernen 6 bis 8 Stunden. Und die denken sich dabei nicht: "Oh nein, ich muss heute wieder 8 Stunden lernen. Gar keine Lust." Die fangen einfach an. Und 12 Stunden später haben die zwei Bücher durchgelesen, vier Aufsätze geschrieben und nebenbei noch 17 neue Freunde gefunden. Keine Ahnung, wie die das machen, aber Dinge zu erledigen motiviert dich mehr als alles andere.

Natürlich kann dieser Kreislauf aber nicht ewig weiterlaufen. Dinge wie Müdigkeit, Verwirrung, Langeweile, Stress oder Ablenkung verlangsamen ihn von Zeit zu Zeit. Aber die gute Nachricht ist, auch das bekommst du in den Griff. Einträge, um all diese Probleme gleichzeitig zu bekämpfen, ist lächerlich einfach. Mach eine Pause und geh spazieren. Wenn du draußen an der frischen Luft spazierst, bekommst du wieder Energie. Du kannst deine Gedanken besser strukturieren und deine nächsten Schritte planen. Während du herumläufst, hast du auch was zu tun, das keine Arbeit ist. Spazieren beruhigt dich außerdem, wenn du ängstlich bist. Und beim Spazieren kannst du deine Umgebung aufnehmen, dich ablenken lassen und deine Gedanken schweifen lassen, damit du später keine Ablenkung mehr brauchst. Ja, richtig gehört. Mama hatte recht. Frische Luft in Kombination mit etwas Bewegung sind wirklich eine gute Sache.

Aber falls das nicht reicht oder du einfach keinen Bock hast rauszugehen, hier noch ein paar Tipps, um jedes dieser Probleme individuell zu fixen.

Müdigkeit. Im Optimalfall gehst du einfach schlafen, aber die Red Bull-Kaffee-Mische sollte es für den Moment auch tun.

Verwirrung. Ein Plan, der dich an die Hand nimmt. Überlege, was du machen musst und wie du es machen willst. Sprich, unterteile große Ziele in kleinere. Ich benutze für sowas gerne KI, um mir eine To-Do-Liste oder ein Arbeitsplan erstellen zu lassen. Vielleicht checkt die KI aber nicht genau, was du meinst. Dann kannst du natürlich immer noch selber eine erstellen.

Langeweile. Hintergrundmusik wie Lauf z.B. oder halt sowas in die Richtung. Wichtig ist nur keine Lyrics, die lenkt dich sonst zu sehr ab. Und etwas, das viel zu gut funktioniert für das, was es eigentlich ist, ein Standortwechsel. Da reicht meistens schon, sich einfach andersrum an den Tisch zu setzen. Das ist auch unter anderem der Grund, warum es diese ganzen Starbucks-Schelle gibt, die dann mit ihren super coolen Stickern auf dem Laptop ganz beschäftigt aussehen und ihren 11 € Kaffee schlürfen. Aber das gibt dem Arbeiten einfach irgendwie was Neues und Spannendes. Du kannst damit kreativ werden und von einem noch so komischen Ort aus arbeiten. Wirklich egal. Sei nur gewarnt, dass wenn es zu komisch wird, einige Menschen dir sehr wahrscheinlich merkwürdige Blicke zuwerfen. Kann dir aber egal sein, weil immer ist es lustig und funktioniert.

Angst. Das Beste, was du gegen Angst tun kannst, ist dir diese vier Fragen zu stellen: Was machen mir am meisten Sorgen? Ist die Sorge begründet? Würde es auch auf lange Sicht noch wichtig sein? Und was kann ich kontrollieren? Nehmen wir mal an, dass du für eine Klausur lernen musst und vor lauter Angst aber gar nicht zum Lernen kommst. Warum? Weil du Angst hast, dass du sowieso durchfällst. Ist die Sorge begründet? Nein, denn vorher lernen hilft immer und du bist alles andere als dumm. Wird es auf lange Sicht noch wichtig sein? Auch nein, denn die Klausur wirst du in spätestens einem Jahr schon wieder vergessen haben. Und was kannst du kontrollieren? Offensichtlich kannst du für die Klausur lernen und selbst wenn du doch durchfällst, kannst du deine Note immer noch Tipp-Exen und deine Wunschnote drauf schreiben.

Als letztes haben wir noch Ablenkung. Den meisten Büchern zufolge ist Ablenkung der Feind von produktiver Arbeit. Sie hindert dich ganz einfach daran, in den Flow oder in die Zone zu kommen. Und bei den allermeisten von uns wird die Ursache das Handy sein. Leichtester Trick ist das Handy auf lautlos zu stellen und es in ein anderes Zimmer zu legen. Und du brauchst dich auch nicht darum zu kümmern, ob dich jemand erreichen möchte, weil das ist ja eh nicht der Fall, oder ist das nur bei mir so.

Aber selbst, wenn du alle diese Tipps benutzt und dein Bestes gibst, die Probleme zu lösen, gibt es vielleicht einen Punkt, an dem du einfach nicht mehr kannst. Und das ist auch okay. Durchgehend hochproduktiv zu sein ist nur mal nicht immer einfach. Abonnieren ist aber extrem einfach. Was ich sagen möchte ist, manchmal brauchst du eine echte Pause. Nicht nur einen kurzen Spaziergang, sondern ein paar Stunden oder sogar einen ganzen Tag, an dem du dich erholst. Dass es Teenager in Südkorea gibt, die jeden Tag 18 Stunden lernen, klingt vielleicht beeindruckend, aber das ist nicht erstrebenswert. Führt zu Burnout und teilt sogar zu Suizid. Passt auf euch auf und schadet euch nicht über längeren Zeitraum. Lädst du dein Gehirn bis aufs Kleinste aus, braucht es eine Weile, um sich wieder aufzuladen. Also achte darauf, dass du dir genügend Pausen nimmst, aber nicht so viele, dass du den Kreislauf komplett verlierst und wieder bei null anfangen musst.

Wenn du das schaffst, hast du den perfekten Workflow gefunden. Ein Gleichgewicht zwischen Arbeit, Motivation und Pause. Das ist am Ende des Tages das, was sich wirklich schneller und produktiver als alle anderen zum Ziel führt.

Ey, warum bist du eigentlich hier gelandet? Warst du Prokrastinieren und hast anstatt zu arbeiten oder zu lernen wieder nur YouTube geschaut? Dann wird dieses Video ganz sicher dein letztes sein. Check es aus, oder auch nicht, wie du willst.