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Die Erholung könnte möglicherweise bald schon wieder vorbei sein. Denn abseits von Trumps Zöllen, aber auch ausgelöst von dessen Zöllen, baut sich gerade das nächste Unwetter für Investoren auf, das die wenigsten allerdings auf dem Schirm haben. Warum das möglicherweise, möglicherweise sogar gefährlicher sein könnte als den Zollschock, den wir jetzt gesehen haben, das werden wir dir natürlich jetzt als Depotbetreuung für Unternehmer und Selbstständige mit den Daten zeigen und erklären, auf die du normalerweise keinen Zugriff hast. Und deswegen lass uns direkt starten. Und damit herzlich willkommen zurück auf meinem Kanal! Mein Name ist Joshua Halter von der Halterinvest Depotbetreuung. Und als Depotbetreuung für Unternehmer und Selbstständige sorgen wir dafür, dass unsere Kunden, bestehend aus Unternehmern und Selbstständigen, das Beste aus ihrem Aktiendepot herausholen können.
Eine ganz kurze Erklärung jetzt zu diesem Video: Ich möchte keinem die Stimmung vermiesen, ich möchte auch keinem Angst machen. Dennoch kann man nicht ignorieren, was ich gerade auf einem anderen Markt möglicherweise zusammenhaut. Das Video dient nur Informationszwecken, es ist keine Handlungsempfehlung. Es ist für dich allerdings wichtig, dass du das kennst, dass es da etwas gibt und dass man sich da vielleicht ein bisschen, dass man da ein bisschen drauf achten soll. Deswegen schau dir das Video unbedingt bis zum Ende an. Wir gehen am Schluss auf genau dieses Thema ein. Und jetzt starten wir sofort und schauen aktuell noch mal ganz kurz drauf: ein kleines Review, ein kleines Review. Wo kommen wir her und wo sind wir innerhalb der Woche hingekommen?
Die Ausgangssituation siehst du hier ganz gut: Wir hatten das drittschlechteste Sentiment am Montag seit 2010, also seit mehr als über 16, seit mehr als über 15 Jahren. Und der Halsbringer selbst hat uns die Zölle von uns genommen, so wie er sie uns im Prinzip aufgebürdet hat: Donald Trump mit diesem wahrscheinlich jetzt schon legendären Tweet hat zumindest die Zölle kurzfristig ausgesetzt, obwohl das ja auch nicht wirklich stimmt. Die 10 % Zölle, also 10 % Zölle, sind aktuell in Kraft, und gegen China gibt es mit sofortiger Wirkung 125 % Zölle aufgrund von, ähm, mangelndem Respekt. Okay. Die Reaktion war allerdings sehr sehr interessant: Postwenden ging es innerhalb von 3 Minuten wirklich extrem nach oben im Marktvolumen. Das siehst du hier sehr gut: Der Nasdaq und der S&P mit dem größten Intraday-Rebound seit 2008, und der Wix-Index innerhalb von einem Tag wirklich extrem kollabiert. Man mag gar nicht wissen, oder man will eigentlich gar nicht wissen, wie viele Short-Positionen da sofort kaputt gegangen sind.
Eine Beobachtung und ein kleiner Kommentar, den möchte ich mir an dieser Stelle allerdings kurz erlauben: Die Marktgeschwindigkeit, mit der Dinge jetzt passieren, schon seit mehreren Jahren nimmt gefühlt immer mehr zu. Ähm, das hier möchte ich dir allerdings auch ganz kurz zeigen: Selbst renommierte Geldhäuser wie Goldman Sachs posten erst sehr sehr überzeugend, dass das, das Rezessionsrisiko, also dass die Rezession im Prinzip die neue Baseline ist, das neue Basis, also die neue Basis ist: Man geht extrem von der Rezession aus. 73 Minuten später nach Donald Trump ist das alles wieder vergessen, und wir haben natürlich keine Rezession als Basisaus, äh, als Basis-Annahme. Mein kurzer Kommentar dazu: Ähm, selbst renommierte Geldhäuser, die verbreiten ihre News im Prinzip wie der Fin-Influencer von nebenan, und damit offenbaren sie im Endeffekt, dass sie nicht nur sehr gerne selbst zum Markt neues mit dazu beitragen, sondern wahrscheinlich auch selber überhaupt keine Ahnung haben, wo die Reise demnächst hingeht. Und das ist die Unsicherheit, die wir immer noch haben am Aktienmarkt. Hier im Investors Intelligent Intelligence Index: Die Marktnervosität ist immer noch hoch, nervös. Wir sind aktuell nur, nur noch mal 23,6 % des bullischen Anteils im Markt-Sentiment.
Die Frage, die dahinter steht, ist natürlich jetzt mit diesem Zollschock, den wir gesehen haben, und mit den „eine Woche“ in Anführungszeichen, eine Woche Zölle: Wie groß wird sich das jetzt schon auf die Unternehmensgewinne der USA auswirken, von dem wir ja sowieso ausgehen, dass ihr in Q1 schon relativ schlecht wird? Aber wie wird’s dann in Q2 sein mit 10 % Zöllen? Und da gibt’s natürlich auch neueste Daten, die sehr interessant sind. Der Schaden für die Gewinne, der Schaden für die Gewinne der ist jetzt schon real. Denn auch die 10 % Zölle, das darf man nicht vergessen, auch das ist nicht wenig. Man ist von Anfang an ausgegangen, dass es vielleicht 3 bis 4, 5 % werden insgesamt. Das macht hier aus, dass wir -5,8 % EPS-Drop sehen könnten, einen Rückgang der Gewinner je Aktie sehen könnten um 5,8 %, auf Grundlage der Zölle, die schon in Kraft sind gegen China, Mexiko und Kanada. Und was hier jetzt noch nicht mit drin ist, sind natürlich dann auch die 10 % auf den Rest der ganzen Tafel, die wir da gesehen haben. Und da trifft’s hier besonders stark, sieht man hier sehr sehr gut: Big Tech, Healthcare und Technology, deutliche Rückgänge von 6,9 %. Besonders heftig trifft es hier aber tatsächlich auch Autos, Luxusartikel, mit knapp -1 % EPS geht man hier davon aus. Das heißt, die Gewinne für die nächsten, äh, für die nächsten Quartale, die sehen nicht wirklich rosig aus, kann man genauso gut festhalten. Das gleiche gilt übrigens auch für die operativen Margen. Lagen die im Januar noch bei ungefähr 16 %, geht man jetzt im April schon nur noch von 15,6 % aus. Das hat natürlich enorme Folgen für den Aktienmarkt. Die Gewinnschätzungen, hier noch mal gezeigt, ganz detailliert, in der Breite gehen, in der Breite wirklich zurück, von Nasdaq über S&P über Russell. Und das sind relativ aktuelle Daten, die wir jetzt aus dieser Woche bekommen haben. Das heißt, selbst mit den weniger großen Zöllen ist das Basisrisiko, das Basisproblem einfach überhaupt nicht aus dem Markt raus. Weswegen es eben auch sein kann, dass die Aktienmärkte möglicherweise nach diesem klaren Rebound das Tief noch mal testen könnten. Das sollte man definitiv aktuell noch als sehr wahrscheinlich mit für sich selbst als in seine Investmententscheidung mit einpreisen.
Ganz wichtig: Wenn du nicht überrascht wirst von Investment, wenn du nicht überrascht wirst von Investments, dann handelst du im Prinzip auch weniger Emotions-gesteuert, du machst weniger Fehler. Das ist wichtig, dass man das einfach auf jeden Fall noch im Hinterkopf haben soll. Und die Magnificent Seven, die sind hier, man hätte es können mal wieder auch sehr überproportional, was die ganzen Earnings angeht, was dann im Prinzip der Rückgang der Earnings angeht. Frage ist denn jetzt die perfekte Zeit für Buy the Dip? Das hört man jetzt natürlich sehr stark hier auf YouTube, überall dazu. Kann ich nur empfehlen: Am kommenden Mittwoch kommt ein sehr interessantes Interview mit einem Ex-Forman-Manager, der Milliarden verwaltet hat, unter anderem für die Alliance Global Investors, mit dem ich genau das hier auch durchbreche, und ob wir möglicherweise unter den Tiefs, die wir gesehen haben, die getestet werden, noch mal neue Tiefs sehen könnten. Der hat eine sehr sehr klare Meinung dazu, und deswegen lade ich dich sehr gerne ein, das am Mittwoch auf jeden Fall dir unbedingt anzuschauen.
Ist zurück zum Nasdaq. Der hatte sehr sehr interessante Kaufsignale ausgesendet, nämlich der Nasdaq hier ganz klar mit über 45 % der Aktien, die einen RSI von unter 30 hatten. Um das kurz zu erklären: Der RSI ist ein Oszillator, der ganz klar detektiert, ob eine Aktie überkauft oder überverkauft ist. Und bei einem RSI von unter 30 sagt man ganz klar: Ist eine Aktie stark unter, über, überverkauft, pardon. Ich nehme das Video hier am Donnerstagabend auf, und nach einem sehr sehr langen Tag hoffe ich trotzdem, dass ich alles soweit wie immer in der gewohnten Qualität auch hier erklären kann. Und das ist ein sehr klares, äh, Signal dafür. Siehst du hier in der Tabelle sehr gut, dass es hier in mehr als 100 % der Fälle historisch gesehen ein sehr sehr starkes, solides Signal gewesen ist, hier mal von einem temporären Rebound zu profitieren, also hier tatsächlich Buy the Dip-mäßig zuzukaufen. Und diese Kaufsignale hat auch der S&P 500 ausgelöst, hier in der anderen Aufstellung. Hier gibt’s das ganze noch mal. Fractal Dimension Indicator, funktioniert im Endeffekt, das ganze jetzt genau funktioniert, ist hier für diese Aussage hier gar nicht wichtig. Wichtig ist: Auch hier wurden sehr viele Kaufsignale ausgelöst, beispielsweise auch dieser hier: Nur noch 15 % der Aktien notierten in der letzten Woche über der 200-Tage-Linie S&P 500, und das hat historisch gesehen häufig auch sehr gute Kaufgelegenheiten ausgelöst. Aber sehr gut gucken hier auch auf diese, auf diesen, auf diesen Graph, auch teilweise ein oder zwei Fehlsignale, beispielsweise hier im Bärenmarkt 2020. Pardon, gab es einen Auslöser mit einem klaren Rebound nach oben und dann aber auch wieder einen Auslöser nach unten. Also es gab hier einen Abverkauf nach unten, einen Rebound vom Rebound im Endeffekt. Und das ist vielleicht auch das, was man hier im Markt noch mal sehen könnte: Nach dem Rebound, den wir jetzt bekommen haben, noch mal Kurse, die ein bisschen nach unten gehen, das alte Tief testen und vielleicht sogar noch ein neues Tief in den Markt mit reinbringen könnten. Das ist zumindest nicht ausgeschlossen, guckt man sich die historischen Daten an von solchen Bärenmarktverläufen. Da kommen wir gleich noch mal kurz zu. Ähm, das hier allerdings trotzdem sehr interessant: Auch diese sehr sehr klaren Signale, wie sie auch sehr häufig auch auf anderen Kanälen hier propagiert werden, sind nicht immer ein sehr zuverlässiger Indikator dafür, dass man auch tatsächlich sofort einen Rebound sehen kann. Da muss man entsprechend auch ein bisschen Geduld mitbringen.
Und das ist das, was ich jetzt angesprochen habe: Es ist noch kein Grund für die Euphorie, denn, denn so wie du es hier siehst, verlaufen sehr viele dieser über 10 % Korrektur. Warum ist das jetzt relevant? Nach dem Rebound sind wir jetzt ungefähr wieder in diesem Bereich zwischen 10 und 12 % an Korrektur im Aktienmarkt, die wir vorher drin hatten. Und du siehst hier: Es gibt nicht den einen Verlauf für solche Korrekturen, sondern es gibt mehrere Verläufe. Und es ist natürlich sehr stark auch davon abhängig, ob wir in eine Rezession geraten, wie sich die Unternehmensgewinne weiterentwickeln und wie das Ganze geopolitisch weitergeht, was sehr stark determinieren wird, ob wir jetzt das Tief gesehen haben im Aktienmarkt oder ob wir das Tief noch sehen werden. Und weil ich das nicht weiß, ist es eigentlich als rationaler Investor deutlich besser, sich gegen das Risiko erstmal abzusichern und erstmal nicht sein ganzes, dein ganzes Cash in sein Depot zu buttern und dann im Endeffekt zuzugucken, wenn das Depot möglicherweise dann doch noch mal nach unten abverkauft wird. Und ja, es klingt wahrscheinlich extrem komisch für viele Privatanleger, aber man staune und höre: Man kann auch in Momentum nach oben hin einkaufen, und auch das ist eine relativ gute Idee. Es gibt nicht nur Buy the Dip, es gibt nicht nur KGV unter 20. Man muss teilweise auch einfach mal akzeptieren, dass Daten und Techniken, nach denen große Anleger handeln, teilweise häufiger sogar die besseren sind als die, die im Prinzip einfache Faustregeln von Privatanlegern sind. Und deswegen: Buy the Dip volle Karacho jetzt, meine subjektive Meinung, möglicherweise keine so gute Idee. Aber auch da kann ich mich wie immer irren, deswegen ist das auch keine Anlageberatung, es ist auch keine Kauf- und Verkaufsempfehlung, sondern eine ganz klare rationale Meinung. Dieser Chart zeigt eindeutig: Jetzt vorher zu sagen, wohin das geht, ist absolut unmöglich. Und jeder, der dir was anderes erzählt, der sagt: „Ich kann mit Methode XY ganz klar sagen, wir sind in hier beliebige Zahl einfügen, weil hier noch eine beliebige Zahl anfügen“, Punkt. Es ist nicht möglich, es ist absolut nicht möglich. Und wer das kann, der, da darf man sich dann fragen, warum man dann Kurse oder irgendwas verkaufen muss, wenn man das doch so gut kann.
Was man allerdings sehr gut weiß: Der S&P hat jetzt rein statistisch gesehen schon 60 % des Bärenmarktes hinter sich, so zumindest der Stand aktuell. Wenn man sich jetzt die Daten der letzten Bärenmärkte hier mal anschaut seit dem Zweiten Weltkrieg, dann bringt das natürlich auch erstmal ein bisschen Hoffnung zurück. Die große Frage ist da allerdings natürlich ganz klar, und die steht nun mal im Raum für alles und es determiniert auch tatsächlich alles, was jetzt hiernach noch kommt: Wie groß ist denn jetzt der Schaden an der US-Wirtschaft aufgrund der, sagen wir mal, eine Woche Zölle, die man jetzt mehr oder weniger nicht gehabt hat? Trotzdem ist extrem viel Vermögen vernichtet worden. Konsumenten halten sich zurück. Viele US-Amerikaner, die am falschen Zeitpunkt verkauft haben oder gekauft haben und ins fallende Messer gegriffen haben und vieles, viel Vermögen verloren haben, sind keine Konsumenten, können jetzt nicht die US-Wirtschaft sehr stark ankurbeln, auch wenn Donald Trump hier mit entsprechenden Gegenmaßnahmen da wieder irgendwas versucht. Aber das ist auch so ein linke Tasche, rechte Tasche Ding im Endeffekt. Die meisten halten sich wahrscheinlich sehr stark zurück und möchten, dass ihre Altersabsicherung und ihr Vermögen jetzt nicht noch weiter nach unten wegschmelzen. Denn die US-Amerikaner, wir haben es in den letzten Marktanalysen gesagt, sind sehr stark in ihr eigenes, in ihr eigenes Land investiert auf der Aktienseite.
Ein nächster Faktor, der wirklich wichtig ist für die kommenden Monate, ist der Umgang der Fed mit den Markterwartungen, mit den Zinserwartungen. Wir haben es schon in den letzten Marktanalysen gezeigt: Die meisten Marktteilnehmer möchten, oder preisen, sagen wir besser, preisen jetzt sehr stark Zinsentscheidungen an, die natürlich pro Zinssenkungen sind. Und man sieht es hier sehr gut: Die Spread-Divergenz sieht man hier, die das ganze misst, die misst im Endeffekt die Differenz zwischen dem, was der Markt möchte oder eingepreist hat und dem, was die Fed bereit ist zu tun. Und um da ein bisschen Klarheit reinzubekommen: Was preist der Markt denn überhaupt ein? Ähm, man sieht es, wir sehen es hier relativ gut: Mindestens eine Zinssenkung ist mit 68 % Wahrscheinlichkeit in den Markt eingepreist, und möglicherweise, man hat’s ja schon gesehen an der Reaktion von Jerome Powell, wird die vielleicht gar nicht so schnell kommen. Und alles, das was der Markt schon einpreist und das, was nicht eintrifft, also eine Überraschung ist, das hasst der Markt wie die Pest. Und das bleibt ein großer Unsicherheitsfaktor neben der geopolitischen Spannung, die wir haben, neben dem, was eben weltpolitisch auch los ist auf der Zollbühne. Dieser Zustand hier ist etwas, was noch mal sehr viel Unruhe in den Markt hineinbringen würde. Was man auf jeden Fall schon mal sagen kann: Die Atalanta Fed korrigiert jetzt aktuell das Wirtschaftswachstum von -3,7 % wieder hoch auf -2,5 %. Das ist zumindest schon mal ein Anfang. Und man sieht trotzdem auch, wie stark diese Korrekturen immer wieder sind, auch auf dieser Seite, wie stark volatil das Ganze ist. Da muss man das Ganze einfach ein bisschen beobachten. Aber auch gerade diese extreme Volatilität jetzt von -3,7 auf -2,5, ich erlaube mir den Kommentar einfach mal ganz kurz subjektiv: Wichtig ist nur meine subjektive Meinung, es kommt manchmal so ein bisschen vor, es kommt mir zumindest so ein bisschen vor, als wären diese Zahlen auch irgendwo so ein bisschen zusammengewürfelt, als ob man jetzt schon nach 2 Tagen feststellen könnte, dass 10 % Zölle nur -2,5 % Wirtschaftsabschwung tatsächlich bedeuten würden. Deswegen auch das ein bisschen mit, mit Vorsicht genießen, ganz ehrlich. Also auch wenn wir die Zahlen präsentieren: Es ist nun mal wahrscheinlich, dass die USA wirtschaftlich abschwächen wird. Ob es eine tiefe Rezession wird, weiß man nicht. Und deswegen vorsichtig, wenn man dann direkt schon sagt: „Okay, wir werden jetzt definitiv 2,5 % abgeben.“ Man sieht hier sehr gut, hier unten an dieser Linie auch, das schwankt. Im Prinzip feststeht: Eine Rezession löst ein Haushaltsdefizit von noch mal +10 % aus, und das wäre im Endeffekt genau das, was eigentlich verhindert werden wollte und was man ja eigentlich relativ gut verhindern konnte in der letzten Woche. Die USA, die ja bekanntlich ein sehr hohes Haushaltsdefizit aufgrund ihrer Zinszahlungen haben, und deswegen wäre das natürlich ein Worst Case, wenn das jetzt auch noch mal verschlimmert eintreten müsste oder würde. Wir können zumindest schon mal festhalten an der Stelle: Nur drei Bärenmärkte endeten tatsächlich nicht in einer Rezession. Und da wir jetzt aktuell immer noch in einem Bärenmarkt drin sind, denn der S&P ist von seinem Top über 20 % gefallen, klar, auch mit Rebound, aber auch in Bärenmärkten gab es technische Gegenreaktionen. Es bleibt abzuwarten, ob der Bärenmarkt sich jetzt eben etabliert oder ob der Bärenmarkt sich tatsächlich vielleicht einfach nur in einer Seitwärtsbewegung auflösen kann. Und das, was ich jetzt gerade dazu gesagt habe, determiniert das natürlich auch ganz ganz stark.
Plus eine Sache, die in der breiten Bevölkerung so gar nicht wirklich bekannt ist, das ist der Fall, weil es ein relativer Sonderfall im Endeffekt ist. Ich muss das auch ein bisschen ausholen, ich muss da ein bisschen tatsächlich ein bisschen tiefer drauf eingehen. Das Top-Thema im Endeffekt, was abseits des Aktienmarktes passiert, ist der Anleihenmarkt, wo möglicherweise, möglicherweise der nächste Sturm aufzieht. Warum möglicherweise? Es geht hier um den sogenannten Basis-Trade im Endeffekt, man, oder auf Deutsch zu sagen, ist es der relative Value Arbitrage Trade. Ist ein bisschen technisch, ich weiß, aber im Endeffekt funktioniert das so: Um das ganz kurz zu erklären: Hedgefonds nutzen diese Basis-Trades zwischen Treasury Futures, also Futures auf Anleihen und den physischen Anleihen, die man auf dem Markt im Prinzip kaufen kann. Im Endeffekt mach’s mal so einfach, weil dann kann man sich das besser vorstellen: Wie funktioniert das im Endeffekt? Genauso: Man kauft eine Staatsanleihe im Barwert und verkauft die auf dem Treasury Future Markt im Endeffekt und versucht eine kleine Preisabweichung in dieser, in diesem Trade hinzubekommen, also einen sogenannten Arbitrage zu schaffen. Ganz wichtig: Wenn ich jetzt hier einige Begriffe auch durcheinander werfe, ist das nur der Verdeutlichung dieses Ganzen. Das ist relativ kompliziert. Es gibt ein sehr tolles Video von Birger Schäfermeier, das linke ich hier unten in der Videobeschreibung, der das sehr detailliert und sehr toll gemacht hat und es sehr gut aufgeklärt hat. Deswegen, das ist nur der reinen Begrifflichkeit, weil sehr viele unserer Zuschauer mit dem reinen Terminmarkt, mit dem Derivatemarkt einfach keine Erfahrung haben. Das klingt im Endeffekt jetzt erstmal harmlos, aber wenn diese Trades jetzt eben sehr stark gehebelt werden, und bei Hedgefonds ist das natürlich deren Geschäftsmodell, dann sind die davon abhängig von der kurzfristigen Finanzierung, beispielsweise über den Repo-Markt. Und wenn dieser Spread sich plötzlich ausweitet, dann entstehen natürlich Verluste, die durch Zwangsverkäufe extrem eskalieren können. Und genau das, das werden die Grafiken gleich zeigen, das beobachtet man jetzt zunehmend. Und das noch mal kurz zusammenzufassen: Es gibt ein Geschäft zwischen Staatsanleihen und Treasury Futures, und dazwischen diesen Basis-Trade, damit versucht man ein Arbitrage-Geschäft zu hebeln, ist ganz wichtig. Und wenn es dann sogenannte Margin Calls und Zwangsverkäufe gibt, dann haben wir ein sehr starkes systematisches Risiko. Denn wenn viele von diesen Hedgefonds – davon kannst du ausgehen, dass die das getan haben in der letzten Zeit, weil es hochprofitabel war für eine kurze Zeit – ähnliche Strategien fahren, ähnliche Strategien fahren, dann bekommen wir möglicherweise eine Liquiditätskrise am Anleihenmarkt. Wichtig ist: Ich spreche jetzt bewusst hier in Konjunktiven, das ist noch nicht total eskaliert. Es ist nur wichtig, dass man das zumindest mal gesehen hat, um sich da entsprechend auch im Portfolio so ein bisschen darauf vorzubereiten, dass es da vielleicht etwas geben könnte. Dann erwicht dich das nicht so hart, wenn das möglicherweise vielleicht noch mal eine größere Sache in den nächsten Wochen wird. Dann hast du es zumindest schon mal gehört.
Steht der Bondmarkt jetzt vor so einem Liquiditätsengpass? Schau dir dafür gerne den Bloomberg Index für Liquidität an, hier der am US Treasury Markt. Man sieht hier sehr gut, der aktuelle Stand von April 2025 ist ein sehr hoher Stand und vor allem höher als er 2020 war, wo wir diese Verwerfungen auch schon mal gesehen haben, ausgelöst natürlich auch hier durch sehr starke Volatilität. Und der Bund, der Bondmarkt ist das Rückgrat des weltweiten, des weltweiten Finanzsystems. Der Aktienmarkt ist der bekannteste Markt der Welt, darüber gibt’s den Bondmarkt, der ist viel größer, viel viel größer als der reine Aktienmarkt, und der zeigt gerade wirklich auch Stresssymptome durch die Grafik, die ich eben gezeigt habe, und die nächste, die du auch noch sehen wirst. Und da sind wir im Prinzip jetzt auch nicht in dem Krisenmodus, aber es gibt diese Anzeichen zumindest, und die muss man wahrnehmen. Denn auch die Anzeichen für diesen sehr starken Aktienabverkauf, die gab es auch vorher, ist auch wichtig, und die wollte aber auch keiner wahrhaben. Deswegen hier an dieser Stelle nur dieser kurze Hinweis, dass man sich das kurz zu Gemüte führen könnte. Und dieses Mal könnte eben hier ein Auslöser auch eine Eskalation aus dem inneren System selbst sein. Denn dadurch, dass diese Arbitrage-Geschäfte massiv gehebelt werden, hat man das natürlich jetzt gebaut auf sehr wackliger Liquiditätsbasis, was man hier noch mal sehr gut sehen kann, hier auf der Y-Achse, also nach oben siehst du das sehr gut: Je höher dieser Wert ist, desto schlechter ist die Liquidität im US-Staatsanleihenmarkt, und die ist aktuell, hier seit November 2024, steigt dieser Liquiditätsengpass doch relativ stark an. Das gibt es im Endeffekt einfach nur zu beobachten. Das ist jetzt kein Grund zur Panik, es ist nur unbedingt ein Hinweis, dass man das definitiv mal gesehen haben sollte. Das heißt: Anleihen sollte man möglichst breit aufstellen, nicht nur auf die US-Staatsanleihen gerade vertrauen im Portfolio. Hier auch wieder ganz klar: Das dient nur der Informationszwecken, das ist keine Anlageberatung. Du handelst hier mit diesen Informationen aus dem Video auf eigene Verantwortung.
Dann das Ganze kombiniert mit dem, was wir jetzt eben aus dem Aktienmarkt gehört haben oder gesehen haben. Das heißt, im Prinzip jetzt noch nicht das ganze Pulver verschießen, könnte man daraus ableiten, ist vielleicht auch keine so schlechte Idee. Wichtig ist nur, dass du das Ganze mit einer Strategie machst und du das Ganze vor allem auch im Portfolio-Management richtig aufsetzt. Und da empfehle ich dir natürlich sehr gerne auch eine Zusammenarbeit mit uns, wenn du das Ganze gerne mal, wenn du da einen professionellen Partner an deiner Seite haben willst, der dir die Strategien im Prinzip auch selbst zuarbeitet, du Unternehmer, Selbstständiger, dann auch zurücklehnen kannst und weißt: Da ist jemand, der das Ganze mit mir zusammen betreut und das auch zusammen aufsetzt. Meld dich gerne bei uns! Du kannst ja gerne ein kostenloses Strategiegespräch bei uns buchen, und da wie immer der, äh, die, die herzliche Einladung, das auch gerne wahrzunehmen. Jetzt möchte ich natürlich auch sehr gerne noch einladen, am Mittwoch das Video mit Babak Kiani anzuschauen, das Interview, dass ich mit Babak Kiani führe. Über genau diese Themen werden wir sprechen: Ob es sich jetzt lohnt, Buy the Dip-mäßig in den Aktienmarkt einzusteigen und ob der Tiefpunkt, den wir jetzt gesehen haben, ob der Tiefpunkt war. Da wünsche ich dir jetzt sehr viel Spaß dabei und freue mich natürlich dann, wenn du bis dahin auch wieder mit dabei bist, und sehe dich dann im nächsten Video wieder. [Musik]