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Ständer kann man vor heute würde jemand überlegen den Islam anzunehmen. Und diese Entscheidung, den Islam anzunehmen oder nicht, wäre gleichzeitig eine Entscheidung für ihn über Leben und Tod. Ob er den nächsten Tag noch miterlebt oder nicht. Komisch heute. Oder ich meine, der Islam ist ja zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Manchmal hatte ich schon die Befürchtung, es wäre eine Modewelle. Überall findet man Informationen über den Islam, in Büchern, im Internet sowieso. In jeder kleinen und großen Stadt in Deutschland gibt es eine Moschee. Ich selber komme aus einer Stadt in der Nähe von Münster mit 18 oder 20.000 Einwohnern vielleicht, und selbst dort gab es eine kleine türkische Moschee. Der Zugang ist leicht und den Islam anzunehmen ist, naja, ich will nicht sagen so leicht, aber auch nicht so besonders schwer.
Ja, das Problem ist natürlich, dass die Leute erstmal komisch gucken. "Wie, du bist Moslem geworden?" Und die Eltern sind noch mal ein Thema für sich. Auf der anderen Seite herrscht hier schon diese Vorstellung, dass jeder so seinen Dingen machen soll. Im Allgemeinen, du musst einfach nur sehen, dass du glücklich wirst. Wenn du keinem anderen Menschen Schaden zufügst, dann mach auch, was du willst. Das ist im Allgemeinen schon die Grundeinstellung hier. Der Islam hat nun ein so schlechtes Image, dass es trotzdem schwierig wird. Aber es ist auch nicht so schlimm, dass man Angst haben muss vor staatlicher Verfolgung. Das haben wir nicht wirklich. Ja, es gibt regelmäßig Kopftuch, die AFD wird auch stärker in diesem Land, aber niemand hat Angst um sein Leben oder dass er ins Gefängnis gehen muss, einzig und allein deswegen, weil er Muslim geworden ist.
Jetzt versucht man sich das mal andersherum vorzustellen. Du wirst Muslim und du weißt im selben Moment, du musst Angst haben um dein Leben. Die Gesellschaft geht auf dich los und niemand steht für dich an. Die Leute schauen einfach so. Sie sehen das, was dir passiert, aber keiner fühlt sich irgendwie für dich zuständig oder würde auf die Idee kommen, einmal einzuschreiten. Das war die Situation von vielen Gefährten des Propheten. Bei den Arabern war es damals so, alles hing von deinem Stamm ab, deiner Stammeszugehörigkeit. Dein Stamm hat quasi für deinen Schutz garantiert. Wenn du zu einem Stamm gehört hast, dann war alles Palette. Man hat sich nicht mit einem anderen Stamm angelegt. Wenn jemand jetzt Hand an dich angelegt hätte, dann hätte er sofort deinen ganzen Stamm auf dem Hals. Wie damals in unserer Kleinstadt, wenn wir uns mal mit dem ein oder anderen Türken angelegt hatten, da hatte man sofort die ganze Familie am Hals. So war das tatsächlich gewesen. Das waren so meine ersten Erfahrungen mit dem Islam. Aber das war auch damals so, der Stamm war alles. Man hat sich nicht mit einem ganzen Stamm angelegt.
Und auf der anderen Seite, wenn du keinen Stamm hattest, der sich für dich eingesetzt hat, dann war es schwierig. Dann warst du quasi vogelfrei. Also, es wäre so, als hättest du ein Geschäft in Deutschland und niemand kommt rein und überfällt dich, zückt die Pistole, sein Geld her. Und irgendwie kommt noch rechtzeitig die Polizei, um diesen Typen festzunehmen. Aber bevor jetzt das weitere passiert, würden erstmal die Pässe kontrolliert. Und jetzt kontrolliert man deinen Pass und dann sieht die Polizei: "Ja, Moment, Moment, du bist ja gar kein deutscher Pass." Und im selben Moment geht dann die Polizei wieder und nichts passiert. Das war ungefähr die Situation damals. Wenn du keine Staatsangehörigkeit hattest, keinen Pass, keine Stammeszugehörigkeit, dann hat sich keiner für dich eingesetzt.
Aber wer hatte damals im Mekka keinen Stamm? Ich meine, Gäste von außerhalb, das war vielleicht ein Thema für sich. Aber der lebte denn immer ohne eine Standort zu haben? Jeder war doch da geboren und dann hat man doch auch irgendeinen, ja, irgendeinen Stamm, zu jemand gehört, man war doch Araber. Ja, das war schon richtig. Aber es gab eine bestimmte Gesellschaftsschicht, die von außen kam, tatsächlich auch nicht freiwillig, und das waren die Sklaven. Sie hatten keine Stammeszugehörigkeiten, sie waren ja gar nicht dort geboren. Sie hatten dementsprechend auch keinen Schutz. Schon allein deswegen nicht, weil sie keine Stamm hatten. Darüber hinaus waren sie auch in der Gesellschaft nicht angesehen. Und wer setzt sich schon für jemanden ein, wenn er in der Gesellschaft nicht nur nicht angesehen ist, sondern wenn die Leute auf ihn herabschauen? Das macht das doch irgendwie schwer, oder?
Und irgendwie war das zu allen Zeiten so. Man liest das so und denkt manchmal: "Oh wow, das würde ich ja niemals so machen. Ich könnte mir das nicht vorstellen, irgendwo in einer Gesellschaft zu leben und dann würde man einfach das Unrecht akzeptieren, weil derjenige, dem dieses Unrecht widerfährt, zu einer Gesellschaftsschicht gehört, zu der man herabschaut." Heute genauso. Daran hat sich nichts geändert. Denkt man an Mobbing in der Schule. Wer wird in der Regel gemobbt? Das ist ja nicht der Klassensprecher, Schülersprecher, der coole Typ. Und das sind doch die Leute, die sind so ein bisschen vielleicht in sich gekehrt, ein bisschen schräg, möglicherweise auch. Da hatten nichts, "Na schau mal, was das für ein komischer Typ." Und wenn der dann gemobbt wird, dann stehen auch nicht immer alle auf. Das selbe, weil das komisch ist, wenn man sich für den einsetzt. Die andere Leute denken: "Was machst du da?" Und das war dasselbe damals.
Wenn wir etwas davon mitnehmen können, dann doch wenigstens, dass wir aufpassen. Wenn ich auch so werde, der Muslim, der steht auf der Seite des Rechts, egal für wen und auch egal gegen wen. Wir können manchmal heute sogar noch schlimmer sein. Das reicht schon, wenn jemand zu einer faltern Gruppierung gehört und man wird schräg angeschaut, wenn man sich für sein Recht einsetzt. Dann nimmt man das mal gerne mit. Die Gerechtigkeit nicht ganz so genau. Er gehört ja nichts zu uns. Allgemein war die Situation damals für jemanden, den Islam angenommen hat, folgendermaßen: Wenn jemand zu den Edlen der Kurash gehörte, zur Führungselite könnte man sagen, dann hat man ihn verbal attackiert, beleidigt, sich über ihn lustig gemacht und verspottet, aber mehr auch nicht. Dann gehörte man zur Führungsriege. Wenn er ein Händler war, dann hat man ihn boykottiert. Man hat keinen Handel mehr mit ihm getrieben und das wurde dann schon schwierig damals.
Wenn er allerdings ein Sklave war, selbst wenn er einer von den befreiten Sklaven war. Der Sklave war jemand, der einem anderen gehörte, der hatte quasi noch einen Herrn, einen Besitzer. Und der befreite Sklave, der war zwar frei, aber er hatte keinen Stamm. Und dann wurde es richtig schwierig. Das waren die Menschen, die damals allerlei Folterungen über sich ergehen lassen mussten. Gefragt wurde, was wirklich damals so schlimm die Situation immer und immer wieder beschrieben hat. Nichts zu essen und nichts zu trinken. Sie wurden so gefoltert, dass sie nicht mehr gerade sitzen können. Und wenn einige gefragt wurden, sind die damaligen Götzen, die die Araber verehrten, sind das nicht auch deine Götter? Ist dein Gott ein Gott? Haben sie gesagt: "Ja, selbst die Muslime von die haben gesagt: 'Ja, ist auch mein Gott.'" Einfach nur, weil sie die Folter nicht mehr ertragen konnten. Selbst wenn sie gefragt wurden: "Ist dieses Insekt, dieser Käfer, ist das nicht auch dein Gott?" Warum sagt ja? Nun, alles zu beenden. So beschrieb das. Unter solchen Umständen, wenn das Leben in Gefahr ist, wenn man so schwer gefoltert wird, dann darf man sowas auch sagen. Also, dann sagt man den Leuten, was sie hören wollen. Es ist zumindest erlaubt, das zu tun.
Unter den ersten, die sich öffentlich zum Islam damals bekannten, waren sieben Personen. Der Prophet, was den Propheten betrifft, so wurde er durch seine Onkel Abu Talib geschützt. Und was Abu Bakr betrifft, so beschützt ihn Ali. Und was den Rest betrifft, so trieb man sie zusammen und sie begannen sie auf unterschiedliche Arten zu foltern, indem sie heiße Eisen zum Beispiel auf ihre Körper legten und indem sie sie in die Sonne legten und dort einfach zurückließen. Schließlich gaben alle von ihnen auf und sagten etwas, was die hören wollten, außer einer. Das ist eine bekannte Überlieferung bei ihnen. Das war der Ruf von Bilal. "Ahad, Ahad." Es waren die beiden Worte, durch die Bilal berühmt geworden ist. Der durch die Straßen von Mekka gezogen wurde, in der Mittagshitze der Wüste lag, mit einem Stein auf der Brust, der sein Fleisch zum Kochen gebracht hat. Die Leute wollten damals alles hören, aber nicht das, dass Allah einer ist. Alles, nur nicht das.
Zum einen haben sie das rational abgelehnt. Wie kann das sein? Wie kann es nur einen Gott geben? So ein riesen Universum, so viele Geschöpfe. Der kann sich doch nicht um alles gleichzeitig kümmern. Es muss doch mehrere Götter geben. Dieser eine Gott, ja, den gibt es zwar, aber der muss doch Helfer haben. Das kann doch nicht anders sein. Und dazu war es natürlich für sie eine profitable Einnahmequelle. Wenn die umliegenden Stämme Götzen angebetet haben, wenn die Götzen standen in der Kaaba und solange diese Götzen als Geiseln gehalten wurden in der Kaaba, hat sich niemand mit dem angelegt. Und das gibt man nicht so einfach auf. Und darüber hinaus hatte das auch noch eine emotionale Komponente. Wenn jemand wie Bilal den Islam annimmt, das war wie Verrat an unserer Gesellschaft. Das macht man nicht. Wir haben hier bestimmte Traditionen. Das ist auch heute noch so. Ich weiß nicht, wie oft ich das schon gehört habe. "Ich hätte Verrat an der Gesellschaft. Das macht man einfach nicht." Und dann noch er: "Bilal, du stellst unsere Gesellschaft in Frage. Wie, wie kommst du auf so eine Idee?" Das sind auch Diskussionen, die heute manchmal Kinder mit ihren Eltern haben, wenn die Kinder die Religion wieder entdecken, die vielleicht ihr ganzes Leben damit nichts zu tun haben. Und dann denken die Eltern: "Ja, bist du jetzt schwer geworden? Willst du uns die Religion erklären? Gestern haben wir noch eine Windel gewechselt und jetzt kommst du zu uns." Es ist immer schwer, wenn jemand, von dem man glaubt, er steht unter einem, die so gut gepflegte Tradition in Frage stellt.
Aber wie lange hat nicht nur gesagt, er hat sogar manchmal extra Dinge gesagt, um seinen Peiniger wütend zu machen. Er sagte: "Ich lehne ab und ich glaube an Allah, den Erhabenen." Nichts zu tun. Das hat sie noch mehr wütend gemacht. Nicht nur, dass er alleine geglaubt hat, sondern er hat explizit auch gesagt: "Und diesen, dieses komische Zeug, was ihr da anbetet, damit habe ich nichts zu tun." Er konnte nichts gegen seine Peiniger ausrichten. Er konnte die Folter nicht beenden. Dafür gab es keine Möglichkeit. Aber er konnte sich auf eine gewisse Art und Weise zur Wehr setzen. Er konnte etwas tun, was in diesem Fall seine Gegner, die ihm das Unrecht angetan haben, was sie noch mehr in Rage versetzt hat. Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Auch wenn er sie nicht anpassen konnte, macht, was ihr wollt, aber meinen Willen werdet ihr nicht brechen. Und er hat es ihnen immer wieder gezeigt. Das ist auch heute manchmal die beste Antwort, vielleicht, wenn man auf Leute trifft, die sich über den Islam lustig machen, von denen man sich alle anderen Kommentare anhören muss. Ja, man kann etwas erwidern. Und wenn man eine schöne Antwort hat, die so den anderen mal so ein bisschen zum Erstarren bringt, das ist auch was Schönes. Aber das, was die Leute ja nicht wollen, ist, dass man den Islam praktiziert. Und je mehr man den Islam praktiziert, desto mehr versetzt man sie in Rage, desto mehr versetzt man gegen den Zeitgeist.
Man könnte sagen, die Gefährten des Propheten, das waren Trendsetter. Die sind nicht einfach mit dem Strom geschwommen. Die haben nicht einfach das gemacht, was alle machen. Das tun tatsächlich die meisten Menschen. Sie wachsen irgendwo auf und ja, man lebt so, wie die Menschen leben. Aber sie waren nicht so. Sie sind nicht einfach irgendwo aufgewachsen und haben das, was man dort praktiziert, für unverrückbar gehalten. Sie haben das in Frage gestellt. Das war etwas, was diese Menschen ausgezeichnet hat. Bedeutet aber nicht nur, dass Allah einer ist. Du bist fasziniert vom Koran, aber kannst ihn noch nicht auf Arabisch lesen? Dann habe ich was für dich: die QSC-Methode. Klick dazu jetzt auf den Link. Ahad bedeutet auch, das bedeutet auch so viel wie einzigartig, unvergleichlich. Das gibt es nur einmal und es gibt nichts, womit man es vergleichen könnte. Das ist bedeutet, du findest mir nur einen Ersatz. Das, was du bei Ahad findest, bei jemandem ist, das kannst du nirgendwo sonst finden, egal wo du suchst. Und auch das hat vielleicht diese, diese Stärke gegeben, durchzuhalten und sich nicht von Ahad abzuwenden. Du findest ja keinen Ersatz. Du könntest höchstens dafür sorgen, dass du ja, dass du deine aktuelle Lage verbesserst und diese Plage, diese Folter beendest, wenn du dich von deiner Religion abkehrst. Aber das, was du verlierst, ist noch viel mehr. Das, was du verlierst, ist noch viel mehr. Ahad bedeutet, das, was du bei empfindest, gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Und wenn du die ganze Welt besitzt, kannst du es nicht dadurch ersetzen. Alle Annehmlichkeiten dieser Welt auf der einen Seite und Allah hat auf der anderen Seite. Oder alles überwiegt, aber als wertvoller Allah.
Was suchen die Menschen heutzutage eigentlich? Man will doch eigentlich ein glückliches Leben haben, ein zufriedenes Leben. Drücken nicht einfach nur Spaß haben. Man sucht Zufriedenheit. Aber die Menschen suchen das an Orten, wo sie es nicht finden. Der eine denkt, er wird zufriedener, schickes Auto fährt oder ein tolles Haus hat, seine Karriere macht, wenn er berühmt wird auf Instagram oder was auch immer. Die Leute bekommen all diese Dinge, aber sie sind nur für einen Moment glücklich, nur für einen kurzen Augenblick. Ahad bedeutet, das Glück, was du bei Allah findest, die Zufriedenheit, diese innere Ruhe, findest du nirgendwo sonst. Und es ist mehr wert als alles andere auf der Welt. Es gibt dafür keinen Ersatz. Würden die Menschen das schmecken können, diese Momente mit Allah alleine, nur du und Allah, das, was man tief in der Seele spürt, das würde man für nichts hergeben auf der Welt.
Ich hatte auch manchmal so meine Schwierigkeiten im Leben, auch aufgrund der Religion. Ja, das ist schon passiert. Und wie oft durfte mir dann von anderen anhören: "Hättest du bloß deine Religion nicht angenommen. Deine Religion hat dich in diese Schwierigkeiten geführt." Im Internet oder Ali, die haben das mit der Kultur bekommen, die können sich nicht so leicht davon abwenden. Aber du hast dich freiwillig dafür entschieden. Warum hast du das gemacht? Ich würde es für nichts in der Welt hergeben, niemals. Ich kann mich noch lebendig an diesen Moment erinnern. Das erste Gebet, der erste Ruku, der erste Moment. Allah ist wirklich. Es gibt dem ganzen Universum keinen Ersatz. Und das wird auch billiger als Herz erfasst haben. Ich wünsche mir, Bilal würde heute mal Topfit unterrichten. Wie würde er das machen? Was wäre für ihn wichtig, uns mitzugeben über den Tag liegt über Ahad und Ahad dabei etwas mit dem Herzen an. Es ergreift das Herz, es erfüllt. Da fängt es nicht einfach eine akademische Sache. Es hat auch seine akademischen Komponenten, aber das, was dein Herz ändert, das ist nicht das, was wie ein pakistanischer Dichter erstmal ausdrückte. Da hängt es etwas, was ein Feuer in den Herzen der Menschen angezündet hat. Und ihr macht daraus ein Thema für Diskussionen. Allah ist nicht ein Thema für eine Diskussion. Allah ist jemand, der das Herz erfüllt. Und dann sagt man Ahad, irgendwo finde ich einen Ersatz.
Und wie war die Belohnung von Arabern, der sehr unangenehm? Die Belohnung ist entsprechend deiner Tat. Das ist kein, keine HD war kein unumstößliches Prinzip, aber es ist etwas, was beobachtet wurde, dass jemand eine Belohnung in seinem Leben erhält, entsprechend seiner Taten. Wie lange wurde gefoltert, weil er laut sagte, dass Allah einer ist, und später ist er der Gebetsrufer des Propheten. Und er durfte es laut in der Gegenwart aller seiner Gefährten verkünden, dass Allah einer ist. [Musik] Das hat er laut verkündet. Wir kennen die Überlieferungen über die Belohnungen des Gebetsrufers, die alle auf Bilal zu treffen. Der Prophet ist, wenn die Leute wüssten, wie viel Belohnung im Gebetsruf und in der ersten Reihe des Gebetes liegt, und sie hätten keinen anderen Ausweg als Lose zu ziehen und zu entscheiden, wer das macht, sie würden dazu. Und er sagte auch, wenn jemand zum Gebet ruft, dann wird alles, was diesen Ruf hört, egal ob belebt oder unbelebt, am Tag des Jüngsten Gerichts zu ihm Zeugnis ablegen. Und der Prophet ist auch, wann immer du in einem Land bist, dann gib den Gebetsruf, auch wenn du alleine bist, denn es gibt keinen Gin oder Menschen, der deine Stimme hört, außer dass sie am Tag des Gerichts Zeugnis für dich ablegen werden. Das sagte der Prophet. Derjenige, der ihn hört, wird für dich Zeugnis ablegen. Und Bilal hat den Gebetsruf ausgeführt in der Gegenwart von wem? Wer war sein Zeuge? Es war der Prophet. Und er tat es über Jahre, ein sehr, sehr lange. Die Belohnung ist entsprechend. Wenn wir leider das gewusst hätte, in dem Moment, wo er gefoltert wurde, so schwer es auch war, hätte er in dem Moment nicht angefangen auch zu lächeln, wenn er gewusst hätte, dass das einmal dabei rauskommt. Aber er musste es nicht vorher. Man muss durchhalten und einfach darauf vertrauen, dass am Ende was Gutes dabei herauskommt, nicht, weil man weiß, was dabei herauskommt, sondern weil es Allah ist, mit dem man zu tun hat.
Ähnlich war das Schicksal von Ammar. Er war auch einer der ersten zehn, die den Islam angenommen haben. Und seine Besitzerin war Umm Jamila. Und Rhabarber, ein wie sagt man, ein Schmied oder Waffen hergestellt, Schwerter geschmiedet. Und als seine Besitzerin hörte, dass er den Islam angenommen hat, da hat sie so eine, eine Gang organisiert, die Ammar eines Tages aufgelauert haben an seiner Arbeitsstätte. Es entstand ein kurzes Gespräch. Als sie dann hörten, dass er wirklich den Islam angenommen hat, sind sie auf ihn los. Und seine Besitzerin hat es oft so arrangiert, dass ihm das, ihm die heißen Schwerter, also die gerade aus dem Feuer kamen, auf seinen Rücken gedrückt wurden. Einmal viel später, nach der Eroberung von Mekka, schon Khalifa. Er hatte einmal eine Unterhaltung mit und er hat ihn mal danach gefragt. Und Ammar hat nicht geantwortet. Er hat ihm einfach seinen Rücken gezeigt und mal gesagt: "Ich habe sowas noch nie gesehen, aber Sache, ich habe das nie gesehen. Das war schwer." Eines Tages war so hart. Ammar ist, warum machst du nicht, warum machst du nicht da? Und der Prophet für den gläubigen Menschen in früheren Generationen vor euch, da wurde manchmal ein Loch in der Erde geschaufelt und der wurde hineingesteckt und dann holt man eine Säge und setzt sie an seinem Kopf an und sägt ihn in zwei Teile. Oder man ist mit Eisenkämmen gekommen und hat quasi das Fleisch von seinem Knochen gekratzt. Aber das hätte ihn nicht dazu gebracht, sich von seiner Religion abzuwenden.
Diese Sachen mit dem Islam wird eines Tages vollendet werden, bis jemand durch das Gebiet von seiner Art reist und keine Angst hat, außer vor Allah oder vor einem Wolf, der vielleicht seine Schafe attackiert. Aber ihr seid voreilig. Nie, sein voreilig. Dringlichkeit richtet sich nicht nach dir. Man kann sich sehr leicht vorstellen, wie die Gefährten in der ersten Situation im Mekka jeden Tag darauf gewartet haben, dass endlich irgendetwas passiert. Das kann doch so nicht weitergehen. Und jeden Tag mehr und mehr haben sie das gedacht. "So kann doch nicht weitergehen." Das ist das persönliche Gefühl. Aber Dringlichkeit, danach Allah springt nicht, weil du der Meinung bist, dass es jetzt unbedingt passieren muss. Das war eine Lektion, die sie damals mitgenommen haben. Das Problem bei den Menschen ist, der Mensch sieht um das, was vor sich ist, hat so einen beschränkten Blick auf die aktuelle Situation. Er kann nicht in die Zukunft schauen, auch nicht so recht in die Vergangenheit, auch wenn er zum Teil weiß, was da passiert ist. Aber eigentlich sieht er jetzt in diesem Augenblick nur das, was vor sich ist, mit seinem beschränkten Wissen. Aber Allah ist anders. Er sieht ja nicht nur das, was jetzt gerade vor dir ist. Er sieht alles im gesamten Universum. Und er sieht das mit all seinem Wissen und all seiner Weisheit. Und nicht nur jetzt in diesem Augenblick. Er sieht das bis in alle Ewigkeit. Er kennt Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit. Er muss uns nicht erklären, warum er wartet, warum er nach einem bestimmten Plan vorgeht. Damals gesetzt, wahrscheinlich hätten die Leute so gedacht: "Ja, was kann passieren? Irgendwann gibt es einen von den Führern der Kurash, der im Islam annimmt, und bitte, schon besser werden." Das waren wahrscheinlich nur die Pläne, die man sich überlegt hatte, weil der Mensch nur so diese ein, zwei, drei Sachen sehen kann, die vor einem liegen. Wir haben keine Fantasie für all das, was möglich ist in diesem Universum. Allah ist anders. Er ist nicht an unsere beschränkten Gedanken gebunden. Er hat alle Möglichkeiten. Warum soll Allah nach unserem Plan und nach unseren Gedanken vorgehen? Er macht das nicht. Und das haben die Leute damals gelernt. Aber nicht durch den Ort angeht, sie einfach gelesen haben, davon waren in der ersten Zeit noch gar nicht so viel auf dem Markt. Sie haben das live gelernt durch ihr Leben. Sie haben das gelernt durch ihr Leben. Und selbst wenn Allah uns das erklären würde, wir würden es gar nicht verstehen können. Wenn jemand, der allwissend ist, uns Menschen etwas erklären will, warum ist besser so und so vorzugehen, was würden wir davon mitnehmen? Wenn ein Kind mich fragen würde, wie ein Handy funktioniert, wie kann ich es diesem Kind erklären? Ich weiß, wie ein Handy funktioniert, ich habe Elektrotechnik studiert, aber wie soll ich ihm das beibringen? Der kennt überhaupt keine Grundlage. Wie sollte Allah uns erklären, warum dieses Vorgehen besser als ein anderes? Und er macht das auch nicht. Und er ist dazu auch nicht verpflichtet. Er erwartet von uns, dass wir das wissen, einfach nur, weil wir wissen, wer Allah ist.
Später so etwas Geld gekommen und er hatte bei sich zu Hause eine Truhe, von der bekannt war, dass jeder einfach kommen konnte und sich rausnimmt, was immer er will. Man musste nicht fragen. Das funktioniert denn damals tatsächlich, denn niemand ist an einer solchen Truhe gegangen, wenn es nicht absolut notwendig war. Und wenn es absolut notwendig war, dann wollte auch Ammar, dass jemand kommt und etwas rausnimmt. Deswegen musste man nicht fragen. Es musste damals keiner begründen. Wenn jemand kam, dann hat er es wirklich nötig. Und trotzdem starb lag er angefangen zu weinen. Und die Leute fragten ihn: "Warum weinst du?" Und er sagte: "Ich weine nicht aus Schmerz oder nicht aus Angst, aber zu begegnen. Ich weine wegen dem, was ihr um mich herum seht. Dieses Haus, was werde ich Allah für meinen luxuriösen Leben antworten? Ich war mit einer Gruppe von Menschen zusammen, die ebenso gequält wurden wie ich, aber sie sind alle vor mir gegangen, ohne die Süße dieser Welt zu kosten. Aber Allah hat mich die Früchte dieser Welt genießen lassen. Und jetzt habe ich Angst, dass mein Anteil im Jenseits nicht zu groß sein wird wie ihre." So haben die Leute damals gedacht. Das waren die ersten, die den Islam angenommen haben.
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