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Das Todeskreuz ist zurück - und keiner redet darüber!

Jens Rabe10:31

Transcription

Das letzte Mal, als dieses Signal auftrat, ist der Markt 40 % gefallen. Und genau jetzt ist dieses Signal wiedergekommen. Müssen wir also damit rechnen, dass der Markt noch viel, viel tiefer einbricht? Aufklärung gibt's jetzt hier im Video. Ihr habt es vielleicht gelesen: Wir haben wieder ein sogenanntes Todeskreuz. Und dieses Todeskreuz, äh, eine charttechnische Formation, äh, die ist seit 1928 49 Mal aufgetreten. Und, ähm, also jetzt 100 Jahre ungefähr, so aller zwei Jahre. Und, ähm, immer mal wieder, wenn dieses Signal auftritt, gab es riesen, riesengroße Verluste. Und ich will euch das ganz kurz zeigen. Ähm, wir gehen mal hier auf meinen Bildschirm. Klären wir vielleicht erstmal ganz kurz auf: Was ist denn dieses sogenannte Deathcross, dieses Todeskreuz, ne? Und es ist nichts anderes als, wenn zwei ganz einfache, an sich völlig harmlose gleitende Durchschnitte sich kreuzen. Und zwar in der falschen Konstellation. Ihr seht hier auf meinem Bildschirm den S&P 500. Und du siehst hier oben, das ist der, das ist ein, das ist der 50er gleitende Durchschnitt. Und das hier unten ist der 200er, ne, also der 200er gleitende Durchschnitt. Und hier oben der 50er. Und die haben sich jetzt hier gekreuzt. Das ist diese Deathcross. Und, äh, wenn man in die Historie geht, dann ist das, wie gesagt, in den letzten knapp 100 Jahren knapp 9, nicht knapp, sondern genau 49 Mal aufgetreten. Du siehst, das ist also kein Ereignis, was permanent kommt, sondern es passiert schon relativ selten. Und wir können uns das Ganze mal anschauen in einem ganz extremen Beispiel. Denn wir hatten das beispielsweise hier im Jahr 2007. Und da siehst du hier 2007, da ist das Ganze passiert, im Dezember 2007. Na ja, und danach wissen wir alle, was kam. Danach ist dann hier der Markt – man muss es hier sogar ein bisschen zusammenmachen – äh, ist dann hier der Markt extrem eingebrochen, ne? Also hier, wir waren – ihr könnt das auch mal messen – äh, das Tief war ja dann sogar noch ein bisschen später. Also, wenn wir hier mal messen vom Auftritt dieses Deathcross bis dann, äh, zum Tief des Aktienmarktes, sind die Märkte tatsächlich 55 % gefallen. Und da ist doch klar, wenn das einmal so passiert ist, dass man da jetzt Angst hat. Passiert denn das jetzt wieder? Und weil, wenn das passieren würde, dann würden wir natürlich noch beim SP, beim Nasdaq, bei vielen Techaktien, bei vielen Aktien viel, viel tiefere Kurse erwarten müssen.

Und, ähm, wie oft was an der Börse so berichtet wird, ist das aber nur die halbe, und in dem Fall nicht mal die halbe Wahrheit. Denn man hat das Ganze mal untersucht, und ich zeige euch gleich eine Tabelle. Und, äh, die ist sehr, sehr, sehr spannend. Ich nehme euch aber erstmal eine Zahl. Stellt euch mal vor, ihr seht jetzt hier dieses technische Signal, ne? Also ich zeige euch das Ganze noch mal. Wir gehen also noch mal hier auf, äh, diesen aktuellen Chart. Und, äh, dann lest ihr ja, das ist das sogenannte Death Cross. Und als das 2007 aufgetreten ist, da kam danach die große Finanzkrise. Und danach ist der Markt 55 % gefallen. Hättest du dann Angst? Definitiv. Was du allerdings nicht machst, ne, was niemand so richtig macht und es auch überhaupt kein Vorwurf ist, dass man sagt: „Okay, wie realistisch ist denn das, ähm, dass das wirklich jetzt zu einem großen Ausverkauf führt? Und wie war denn das in der Vergangenheit?“ Aber zum Glück gibt's ja für alles Statistiken, und da können wir uns das anschauen. Und jetzt eine super, super spannende Zahl. Und zwar: In 36 von diesen 49 Fällen, also ungefähr 75 % dieser Fälle, hat dieses Deathcross zu Gewinnen geführt und nicht zu Verlusten. Verrückt, oder? Und auch das können wir uns mal anschauen an einem Beispiel, was noch gar nicht so lange her ist. Denn wir gehen mal zurück in das Jahr 2020 hinein. Na, ihr wisst alle noch, was im Jahr 2020 war. Und das siehst du hier, dieses Deathcross. Und ich mache das mal, und, äh, ich kennzeichne uns das mal hier, damit du das im Chart wirklich gut siehst. Also da ist es hier zu diesem Deathcross gekommen. Und du siehst, was da war: Das war schon passiert, nachdem wir das Tief des Marktes gesehen haben, ne? Also das heißt, da war alles schon vorbei, alle waren in Panik, und danach ging es aber eben nach oben. So. Und jetzt zeige ich dir mal hier diese Tabelle. Ich blende dir die mal ein. Und, äh, da siehst du, das ist also hier mal, äh, das ist hier mal gerechnet worden, äh, für den SP 500 seit 1928. Das heißt, wir haben die ganz großen Verlierer dabei. Also das heißt, die wilden Zeiten in den 1920er, 30er Jahren. Wir haben, äh, den Crash 1987 dabei. Wir haben die Dotcom-Blase dabei. Wir haben, ähm, die große Finanzkrise dabei. Wir haben Corona dabei. Alles haben wir dabei, äh, aber nichtsdestotrotz sieht man eben, dass die Veränderung, äh, nachdem es dann wieder rumgedreht hat – also noch mal zum Vergleich, ne – man rechnet da immer hier vom, vom Eintritt dieses, dieses Deathcross bis zum Aufheben dieses Deathcross, was ist da wirklich passiert. Und da sieht man eben, dass in den meisten Fällen kam es eben – hier siehst du die prozentualen Veränderungen – zu Gewinnen. Also im Durchschnitt, ähm, ist der Preis dann um 1 % gestiegen. In 73,47 % der Fälle ist er gestiegen. Was ist jetzt trotzdem, worauf muss man da trotzdem ein bisschen achten? Und zwar, ähm, dass es bei den Gewinnern trotzdem zwischenzeitliche Verluste gab. Das heißt, wenn ich ihr sag: „Hey, das ist völlig egal. Ähm, da kommt, da in den meisten Fällen geht’s gut“, dann stimmt das zwar, aber, äh, wir können es hier unten ja raussuchen. Also z.B., wenn wir jetzt hier sagen, äh, wir nehmen mal hier, da hat, wir ein 1994, und da ist, äh, nee, wir nehmen mal hier, das ist besser, 1998. Da kam ein Gewinn raus von 12,6 %, aber zwischendurch sind die Märkte erst noch mal 11 % gefallen. Oder, ähm, selbst wenn wir hier das, die aus 2000 nehmen, da war das Ergebnis am Ende -32 %, aber zwischenzeitlich waren wir sogar 45 % minus. Und das ist eben bisschen die Krux an solchen Sachen. Dieser Indikator ist genauso gut und genauso schlecht wie alle anderen auch, ne? Also mal stimmt er, mal stimmt er nicht. Aber wenn er dann mal stimmt, dann stimmt er eben brutal. Das heißt, also wir haben ja zwar nur eine ganz, ganz geringe Trefferquote, ne, also 26 %. Und da würdest du jetzt nicht sagen, wenn was, wenn ich 26 % der Fälle recht habe, äh, dann ist es gut. Aber wenn es eben stimmt, dann haut’s ganz schön rein. Dann sind die Verluste eben sehr, sehr, sehr groß. Und deswegen sollte man das jetzt gar nicht als Hokuspokus abtun. Denn, ähm, einfach mal überlegen: Okay, was steckt denn eigentlich dahinter, ne? Und, äh, da sehen wir jetzt hier, wenn wir, wenn wir uns das Ganze noch mal anschauen: Was bedeutet eigentlich das, ne? Also viele sagen: „Ja, da gleitet, da streitet, da, da ist das ein gleitender Durchschnitt, ein anderer.“ Aber im Endeffekt ist es ja nur was mit dem Momentum passiert, ne? Also, dass man sagt: Okay, man hat einen nach oben gerichteten Markt, das wird hier durch die Moving Averages dargestellt. Und dann kippt eben das in den letzten 50 Tagen so ab. Und jetzt sehen wir auch, dass sogar die letzten 200 Tage durchschnittlich gerechnet nach unten weggehen. Und das hat schon eine gewisse Relevanz. Also es ist schon eine Aussage. Die wichtigste Aussage ist: Wir sind unterhalb dieser Moving Averages. Und, äh, das heißt, wir können, sind ganz, ganz klar in einem Bärenmarkt. Und da sollte man schon wirklich abwarten, bis man da mal Gegensignale bekommt, bis man da wieder reingeht. Weil wir können nicht immer auf das hoffen, äh, was wir z.B. jetzt, was ich euch gezeigt habe 2020, sondern es könnte ja auch sein wie 2007, ne? Und deswegen, äh, meine, meine, meine Bitte oder das, was ich euch mit diesem Video eigentlich auch mitgeben möchte, ist: Habt keine Angst, ne? Also habt bitte keine Angst vor solchen Dingen. Ähm, und immer, wenn ihr irgendwelche Statistiken hört, sagt: „Ja, jetzt ist dies Signal gekommen, und, äh, dann ist es damals auch so ausgegangen. Und das KGV ist jetzt zu hoch, und 2008 war das genauso hoch, ne?“ Das kann sein, aber es ist eben immer das Herauspicken eines singulären Ereignisses und der Vergleich mit heute. Wir würden genauso viele Beispiele finden, wo sagen: „Hey, dieses Deathcross ist damals aufgetreten, und ein Jahr später waren wir 20 % Plus.“ So, aber das verkauft sich halt nicht, ne? Panik verkauft sich immer gut. Angst verkauft sich immer gut. Und deswegen wird’s natürlich auch publiziert. Und deswegen: Hab keine Angst vor solchen Dingen. Und damit du das besser einordnen kannst, musst du dich einfach tiefergehender mit diesen Sachen beschäftigen. Der emotional geprägte Anleger, der immer auf alles hört, was irgendwelche Experten da erzählen, ne, der, äh, hört das natürlich, sieht in sein Depot, da ist alles rot, und denkt sich: „Um Gottes Willen, es ist ja gerade erst losgegangen, da, das kommt ja alles noch viel schlimmer, die Welt geht unter, ne?“ Also, äh, wer weiß, vielleicht gibt’s in dem Jahr, haben wir die Aktienmärkte abgeschafft. Ich habe heute Nachricht bekommen auf Instagram, da hat mir jemand, hat mich jemand ernsthaft gefragt, ob ich glaube, ob denn jemals US-Aktien wieder steigen werden, oder ob das jetzt ein für alle Mal vorbei ist und die US-Aktienmärkte quasi komplett ihre Relevanz verlieren. Größte Volkswirtschaft der Welt, überleg mal, ne? Also wie, wie logisch oder unlogisch das ist. Das, also gibt’s jetzt demnächst kein, gibt’s jetzt demnächst kein Coca-Cola mehr oder kein McDonald’s oder auch kein Meta und auch kein Amazon oder so. Also hören die jetzt alle auf zu existieren, ne? Und damit du nicht in diese emotionale Falle tapst, musst du dich ganz einfach mehr mit Börse beschäftigen. Das heißt, du musst weg von den News, du musst weg von den, von den Ratschlägen, dass einer sagt: „Du musst das kaufen, du musst jenes kaufen.“ Du musst hin zum Verständnis. Wenn du Verständnis für die Märkte entwickelst, ähm, dann wirst du auch solche Dinge wahrnehmen, sagen: „Ah, okay, ähm, ich gucke mal die Vergangenheit an, wie war das, äh, was könnte da für ein Risiko daraus entstehen?“ Weil es ist auf jeden Fall ein Warnsignal, das muss man ganz, ganz klar sagen. Aber es ist eben keine beschlossene Sache, dass die Welt jetzt untergeht, ne? Und wenn du so agierst, dann nimmst du deine Emotion aus dem Handel heraus. Und wenn du mit weniger Emotionen handelst, dann wirst du auch bessere Ergebnisse erzielen. So. Und ich hoffe, ich konnte dich dadurch jetzt ein bisschen aufklären, äh, du bist ja, bist damit jetzt ein wenig entspannter, äh, und siehst nicht mehr die Welt gleich untergehen, bloß weil irgendeiner laut schreit, ähm, sondern du machst deine Hausaufgaben. Und, äh, wenn wir dir dabei helfen dürfen, wenn wir sagen können: „Hey, wir, wenn du ein tieferes Verständnis für die Märkte brauchst, wenn du, wenn du einen Handelsplan brauchst, wenn du weißt: Wo gehe ich rein, wo gehe ich raus, wie hätsche ich mich gegen Risiken ab, wie schaffe ich das, von dem einen Sektor in den nächsten zu gehen, ne?“, dann lass uns einfach mal miteinander sprechen, ähm, die Adresse findest du immer hier eingeblendet. Und dann können wir einfach mal in einem kostenfreien Strategiegespräch miteinander sprechen. Das war’s. Nächste Woche gibt’s Videos aus New York und aus Omaha. Freue ich mich sehr darauf. Bis zum nächsten Mal. Tschüss, Servus, macht’s gut, bye bye.