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Akku-Desaster made in Germany: Die unbequeme Realität der deutschen Batterieindustrie

Tom Bötticher12:39

Transcription

Der Akkuspezialist CustomCells – insolvent. Der Akkubau-Maschinenzulieferer Manz – insolvent. Der Traditionshersteller VARTA, die Northvolt Fabrik in Heide, und Porsches Zellzulieferer Cellforce – in finanziellen Schwierigkeiten. Viele deutsche E-Auto- und Batterie-Hoffnungsträger stehen vor dem Abgrund.

Selbst Ex-VW-Chef Diess rät inzwischen davon ab, stark in Zellfertigung hierzulande zu investieren, obwohl wir einmal führend in der Batterieherstellung waren. Wie konnte das passieren? Können wir in Deutschland einfach keine Batterien bauen und sind chancenlos gegen China? Waren die Millioneninvestitionen in die genannten Unternehmen umsonst – oder gibt es noch Ansätze, wie wir die Kurve kriegen?

Hi, ich bin Tom, Chemiker und Akkuentwickler, ich habe für VW und Tesla geforscht und das deutsche Batteriestartup Litona mitgegründet – und wir arbeiten heute Stück für Stück auf, wieso so viele Unternehmen gerade scheitern und welche Möglichkeiten zur Akku-Produktion es noch bei uns gibt. Auch wenn es erst so klingen mag – dieses Video wird nicht nur negativ, sondern wir schauen uns auch an, wieso die deutsche Industrie Gründe zur Hoffnung hat! Also schaut euch das Video zum Ende an. Viel Spaß.

Die meisten Akkus weltweit kommen aus China, Südkorea und Japan. Die zwei Akkugiganten CATL und BYD aus China produzieren alleine etwa 40% aller Akkus weltweit. Viele Deutsche wollen bzw. wollten sich mit dieser Abhängigkeit nicht zufrieden geben: Laut einer aktuellen Umfrage wünschen sich 60 Prozent der Menschen in Deutschland eine stärkere Batterieindustrie im eigenen Land. Doch zwischen diesem Wunsch und der Realität tun sich gerade Gräben auf.

Bevor wir über die Lösungsmöglichkeiten reden, lasst uns erst schauen, wie die Akku-Landschaft in Deutschland derzeit aussieht und was dort in den letzten Monaten vor sich ging. Bereits im Jahr 2011 glaubten zwei Gründer in Schleswig-Holstein an eine Akkufertigung in Deutschland und gründeten die Firma CustomCells. Ihre Idee: Chinesische Akkuhersteller produzierten immer nur für Großkunden gleich hunderttausende Zellen – ihr Spezialgebiet ist der Massenmarkt –, an Kleinaufträgen von mittelständischen Kunden hatten sie aber kein Interesse. CustomCells setzte daher auf die Fertigung kleiner Stückzahlen – von Einzelzellen bis zu einigen Tausend – für spezielle Kundenwünsche und Prototypen. Ab 2012 wuchs das Unternehmen organisch, realisierte über 2000 Projekte mit 500 Kunden und schrieb durchgehend schwarze Zahlen – manche nannten sie den Hidden Champion der deutschen Akkuindustrie! Doch jetzt… sind sie insolvent. (Schwarzblende) Was ist passiert?

Um 2018 schlug der E-Auto- und Akkuhype so richtig ein und das sah CustomCells als Chance, in den Wachstums-Modus zu gehen. Sie konnten einen großen Deal mit dem Flugtaxi-Startup Lilium abschließen: CustomCells sollte hochenergiedichte Premium-Akkuzellen für den elektrischen Luftbetrieb produzieren – im Wert von dutzenden Millionen Euro. In diesem Nischen-Premium-Markt konnte CustomCells seine Vorteile gegenüber der asiatischen Konkurrenz ausspielen. Doch Ende 2024 geschah dann die Katastrophe, als Lilium in die Insolvenz rutschte. Lilium hatte zu dem Zeitpunkt noch Zahlungen an CustomCells von einem hohen zweistelligen Millionen-Betrag offen und konnte diese nicht mehr begleichen. CustomCells ging dann in hoher Geschwindigkeit das Geld aus, auch weil sie natürlich einiges an Produktionskapazität und Personal in Tübingen speziell für Lilium aufgebaut hatten. Noch schlimmer: CustomCells investierte dann sogar noch in Lilium um sie zu retten – ein doppeltes Risiko bei dem ohnehin riskanten Flugtaxi-Geschäftsmodell. Jetzt ist CustomCells operativer Bereich insolvent, sie können ihre Mitarbeiter noch bis Juni 25 bezahlen und ihre Muttergesellschaft hofft darauf, in den nächsten Wochen einen neuen Investor zu finden, der sie rettet.

Das Traurige ist, dass die Varta AG – der deutsche Batterie-Traditionshersteller – aus einem sehr ähnlichen Grund in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Varta war lange sehr erfolgreich mit dem Verkauf von Mikrobatterien für die Airpods an Apple. 2019 schoss ihre Aktie daher durch die Decke – ein echter hidden Champion. Dann machten sie aber einen ganz ähnlichen Fehler – sie vergrößerten nämlich ihre Produktionskapazitäten massiv, investierten hunderte Millionen, um ihre Produktion für Apple weiter hochzufahren. Doch dann: Gerüchten zu Folgen entschied sich Apple, ihr Risiko zu streuen, und zukünftig auch LG als zweiten Zulieferer einzubeziehen. Die neu aufgebauten Varta-Werke? Wurden fortan nicht mehr gebraucht. Und ein Hackerangriff verschärfte die Lage zusätzlich. Sowohl Varta als auch CustomCells haben ihr Risiko nicht gestreut und alles auf eine risikoreiche Karte gesetzt, sie machten sich zu abhängig von einem Kunden. Der VARTA-Betrieb wird jetzt erstmal durch frisches Kapital von Porsche & dem Investor Tojner am Laufen gehalten und VARTA produziert weiterhin Hochleistungszellen für Porsche-Hybridmodelle. Ziel der Investoren sei, VARTA bis 2027 wieder fit zu machen.

Also – ist diese Pleitewelle in unserer Akkuindustrie dem Missmanagement zuzuschreiben – oder steckt mehr dahinter? Missmanagement passiert aber nicht nur bei Akkufabriken, sondern auch bei den meisten von uns, wenn wir beruflich viel zu tun haben und eine gesunde Ernährung schleifen lassen. Dafür gibt es aber eine Lösung – und zwar Prepmymeal. Die senden euch pünktlich an eurem Wunschtag 100% natürliche und gesunde Mahlzeiten tiefgefroren zu und das zu einem vertretbaren Preis, der nicht höher ist, als selbst frische Mahlzeiten einzukaufen! Ihr müsst euch nicht mehr ums Einkaufen und Kochen kümmern, sondern werft die Mahlzeit dann nur noch kurz in die Pfanne oder für 7-9 Minuten in die Mikrowelle. Ich war erst recht skeptisch, muss ich zugeben, bin ich beim Thema Fertignahrung immer, aber ich muss wirklich sagen, es hat top geschmeckt und kostet auch „nur“ 5,24 Euro pro Portion, also viel günstiger bin ich nicht unterwegs, wenn ich die Zutaten selbst einkaufe. Die Auswahl an Gerichten ist groß und auch für spezielle Bedürfnisse wie vegetarische Gerichte ist sehr viel dabei. Es geht von Pasta, über Pizza bis Bowls, Curry, Lasagne und Porridge. Mein Favorit bisher: Planted grünes Curry – gut gewürzt, proteinreich und vegetarisch. Und da man auf spontane Fast-Food-Bestellungen verzichten kann, spart das ganze auch noch Geld und weil die Mahlzeiten genau für eine oder zwei Portionen portioniert sind, vermeiden sie auch noch Lebensmittelverschwendung. Also ernähre dich jetzt gesund trotz stressigem Alltag – mit meinem Code TOM erhältst du 5% Rabatt über diesen QR-Code oder den ersten Link in der Videobeschreibung.

Auch andere Batterieprojekte geraten ins Wanken: Cellforce – ursprünglich gegründet von Porsche und CustomCells – wird gerade zurückgefahren, wohl weil Porsches Elektrostrategie ins Stocken geraten ist. Und der Maschinenbauer Manz, der einst Fertigungslinien für CustomCells baute, ging 2025 in die Insolvenz – ein Teil davon wurde inzwischen von Tesla übernommen.

Also – ist das alles Missmanagement? Oder haben wir in Deutschland einfach keine Chance gegen China? Der ehemalige VW-CEO Herbert Diess sagte heute: Es war wirtschaftlich richtig, mit der Batteriefertigung in Europa zu zögern. Die Chinesen seien einfach zu schnell und die Margen in der Batterieentwicklung zu gering. Und das, obwohl Diess als Vorreiter der E-Mobilität galt und die Wichtigkeit von Batterien mit als erstes erkannte. Gleichzeitig wünscht er sich aber mehr Akkuproduktion in Europa – jedoch in Zusammenarbeit mit chinesischen Herstellern, wie z. B. in Thüringen, wo CATL eine eigene Akkufabrik aufbaut. Auch LG und Samsung aus Südkorea produzieren Zellen in Europa. Und BMW setzt jetzt ebenfalls auf genau diese Strategie: Entwicklung der Akkuzellen und Aufbau von Expertise im eigenen Haus in München, die Zell-Produktion für den deutschen Markt erfolgt jedoch im CATL-Werk Deutschland.

Die erste wichtige Erkenntnis ist also: Eine Zellproduktion in Europa ist nötig – für kurze Lieferwege, geopolitische Liefer-Sicherheit und kontrollierbare Umweltstandards. Also, warum schaffen wir es nicht, eigene Fabriken zu bauen? Damit Zellfertigung wirtschaftlich ist, braucht es riesige Produktionsmengen – und genau da liegt das Problem: Wer zu schnell expandiert, ohne vorher Erfahrung gesammelt zu haben, landet in der Kostenfalle. Die Ausschussraten neuer Fabriken sind hoch, das Know-how bei uns zur Batteriefertigung ist begrenzt, und das Kapital daher schnell verbrannt. Chinesische Hersteller konnten diese Erfahrung über 30 Jahre aufbauen – in Europa fehlt oft das Durchhaltevermögen der Investoren, um das nachzuholen. Und auch bei chinesischen Fabriken läuft nicht alles glatt: Auch sie kämpfen mit Ausschussraten und müssen sich hier in Europa an strengere Sicherheits- und Umweltauflagen halten. Der Unterschied: China kann sich Verluste leisten. Mit ihrer „Last Man Standing“-Strategie nehmen sie im Notfall rote Zahlen in Kauf – auch in Minen oder Raffinerien – weil sie die gesamte Lieferkette aus dem eigenen Haus kontrollieren und daher nicht bei jedem Prozess in der Kette zwingend Geld verdienen müssen. Deutsche Hersteller hingegen sind sehr wenig dominant in der Lieferkette und müssen auf jeden Prozess dieser Kette Margen draufbezahlen. Hinzu kommen höhere Kosten bei Energie und Personal. Dadurch ist jeder Schritt etwas teurer – und in Summe der Zellpreis einer deutschen Zelle deutlich höher als der einer chinesischen Zelle.

Die einzige Chance: Premium-Zellen, bei denen man einen Aufpreis verlangen kann durch technische Vorteile. Doch davon, eine technisch bessere Zelle als China zu bauen, sind wir durch mangelnde Erfahrung weit entfernt. Ein klassisches Henne-Ei-Problem. Aber: Es ist kein physikalisches Gesetz, dass Europa keine Akkus bauen kann – es ist eine Frage von Strategie, Geduld und Ausdauer. Es gibt keinen physikalischen Grund, warum wir in Europa keine Akkus bauen könnten. China hatte einfach früher eine klare Strategie – zentral von der Regierung gesteuert, massiv subventioniert und konsequent umgesetzt. In Europa dagegen fehlt die gemeinsame Vision, die Geduld und eine verlässliche Investitionsstrategie. Hinzu kommt: Der zwischenzeitliche Rückgang bei den E-Auto-Verkäufen hat Investoren verunsichert. Was wir jetzt brauchen sind Projekte, die sich im kleinen Zeit lassen und sorgfältig ihre Produktion in den Griff kriegen, BEVOR sie in die Überexpansion geraten. Nicht noch ein Milliardenhype wie bei Northvolt, sondern pragmatische Lösungen, die in den nächsten zehn Jahren tatsächlich finanzierbar sind.

In den USA hat man genau die gleichen Herausforderungen wie bei uns – tendenziell sind die Löhne dort sogar noch höher, jedoch die Energiekosten etwas niedriger. Aber auch in den USA geht man die Akkuproduktion jetzt Schritt für Schritt an, weil die Souveränität und Resilienz für die Amerikaner oberste Priorität hat. Und ich sehe das ähnlich: Wir können nicht einfach China jede Schlüsseltechnologie überlassen. Wollen wir uns in Zukunft einfach von China diktieren lassen, wie gut unsere Autos sein können und wie weit unsere Elektrifizierung gehen kann? Ist das wirklich unser Anspruch in Deutschland?

Hoffnung gibt es trotzdem: PowerCo, das Batterie-Startup von VW, setzt auf chinesisches Know-how und will die Produktion erst in China testen, dann in Salzgitter duplizieren. Auch die Northvolt-Fabrik in Heide wird weitergebaut – wenn mir ihre Zukunft auch unsicher scheint. Und entlang der Wertschöpfungskette gibt es weiterhin tolle Projekte: Cylib im Recycling, UniverCell in der Zellfertigung für Kleinserien, und unsere eigene Firma Litona im Bereich Natrium-Ionen-Aktivmaterialien.

Aber was denkt ihr – hat der Aufbau eigener Akkufabriken noch eine Zukunft? Wir müssen jetzt unbedingt so schnell wie möglich mehr Batterie-Produktions-Kompetenz in Deutschland aufbauen, damit wir nicht abgeschlagen werden. Doch es gibt nur wenige Lehrstellen in Deutschland, die das Wissen auch anwendungsnah und hilfreich für die Industrie vermitteln. Die meisten Kurse an unseren Unis sind viel zu theoretisch! Deshalb habe ich mein Praxiswissen, von Tesla über VW, bis hin zu unserem eigenen Unternehmen genommen und in meine Batterie-Schulungsplattform Battery Essentials gesteckt, die mittlerweile von von Interessierten Anfängern bis Ingenieuren aus zahlreichen mittelständischen Unternehmen genutzt wird, um sich Expertise in der Batterieentwicklung aufzubauen. Battery Essentials bringt dir in 43 Videolektionen in wenigen Stunden bei, wie Batterien wirklich funktionieren und worauf es in der Akkutechnik ankommt – anwendungsnah und einsteigerfreundlich. Neben Miniquizzen und zahlreichen PDFs erhältst du ein Zertifikat, wenn du das Programm erfolgreich abschließt und die regelmäßigen Updates bleiben für Bestandskunden immer kostenlos! Battery Essentials hat bereits über 1400 Nutzer, ist von mir und Batterieexperten aus einem der größten Autokonzerne Deutschlands abgenommen weiterentwickelt worden, und hat ausschließlich top Bewertungen erhalten. Und weil hier jetzt in Deutschland wirklich mal was passieren muss in der Akkutechnik, gebe ich euch nochmal 20 Euro Rabatt mit dem CODE „MAI25“.

Also, wenn ihr Teil der deutschen Akku-Bewegung sein möchtet, scannt diesen QR-Code oder klickt auf den Link in der Videobeschreibung. Und wenn du dich jetzt gesund und schnell ernähren willst, checkt prepmymeal aus über den ersten Link in der Videobeschreibung. Also, macht’s gut und bis bald, euer Tom.