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Hallo, heute geht es einmal um die COPD, oft auch als Raucherkrankheit bekannt. Sie glauben gar nicht, wie oft ich Patienten begegne, die eine COPD haben und gar nicht selber wirklich darüber Bescheid wissen. Aufklärung ist dann manchmal auch schwierig, weil man es als Betroffener dann als Vorwurf aufnimmt. Ja, das Rauchen ins Tram Dschungel, das weiß ich ja selber, vielleicht auch. Es stimmt, in 90 Prozent der Fälle ist auch das Rauchen dran schuld.
Ich gehe jetzt heute einmal auf die COPD ein, und warum ist das wichtig? Weil eine COPD ist nicht heilbar, aber über 90 Prozent der Fälle vermeidbar. Und das Krasse, wie gesagt, viele kennen die COPD überhaupt nicht. Alle von uns kennen Asthma beziehungsweise haben davon gehört, aber nicht von einer COPD. COPD ist aber viel, viel schlimmer, ungefährlicher und häufiger. Und im Gegensatz zum Beispiel zu Asthma, wir haben es selbst meist in der Hand. Und ganz wichtig ist auch, wie wir danach mit der COPD umgeht, wie wir diese therapieren. Und deswegen ist wichtig, sich jetzt einmal das Video anzuschauen.
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Hallo und herzlich willkommen zum Video Visite. Mein Name ist Dr. Tobias Weigl. Eine typische Situation: Der Betroffene merkt, wir zunehmend schwerer Luft bekommt, erwartet meist, denkt, er ist es harmlos. Der Patient verharmloste selber irgendwie, kommt es vom Rauchen, aber Krebs wird es stimmt nicht sein. Das wird man sehr oft. Stimmt auch oftmals ist es kein Krebs. Krebs oder Lungenkrebs durch Rauchen, darüber weiß jeder Bescheid, aber COPD durch Rauchen. Sie glauben mir nicht, wie oft man auf eine solche Denke stößt, dass ja gar nicht weiter schlimm, dass ich jetzt nicht mehr so richtig Luft bekomme. Wichtig, wenn Sie rauchen und bemerken, dass sie irgendwie immer öfter, immer schwere Luft bekommen, dann gehen Sie zum Arzt. Gehen Sie sofort zum Arzt und klären Sie dort ab. Es ist wirklich harmlos, eine Reizung einmalig oder eine beginnende COPD. Warum, warum ist das wichtig? COPD ist nicht heilbar, aber je früher Sie diese therapieren, desto besser. Als Raucher kennen Sie das Risiko für Lungenkrebs, aber auch für COPD. COPD bedeutet, dass Sie später immer schlechter atmen und Luftnot schon beim Spazieren, beim Treppensteigen oder mit Enkeln spielen bekommen. Lungenkrebs klingt gefährlich, aber COPD ist nicht besser für Betroffene. Das ist ganz wichtig für Sie einmal zu wissen.
Was ist eine COPD? Die COPD oder auch chronische obstruktive Lungenkrankheit, Lungenerkrankung ist eine chronische Krankheit der Lunge. Chronisch, also dauerhaft, permanent. Am Anfang kommt es ja ab und zu, aber dann immer öfteren Intervallen. Es schleichend entwickeln. Es kommt zu Entzündungen der Atemwege und diese führen wiederum zu einer Verengung der Bronchien und dann zu einer Überblähung der Alveolen. Was passiert? Die Lunge ist 60 ausgelatscht. Die Lunge funktioniert deswegen nicht mehr richtig. Deswegen auch der zweite Teil des Begriffes obstruktive chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Obstruktive bedeutet Verschluss, Verstopfung. Mit der COPD werden die Begriffe chronische Bronchitis und Lungenemphysem, also zwei verschiedene Begriffe in Verbindung gebracht. Hier in meiner Zeichnung sieht man einmal die Alveolen, die Lungenbläschen habe ich hier einmal aufgezeichnet. Die Lunge bestehend aus den Alveolen. Muss man sich vorstellen wie ein ja, schön Schwamm zum Beispiel. Und genau dieser Schwamm geht kaputt. Beziehungsweise statt im Schwamm, stellen Sie sich vor wie Weintrauben. Jede einzelne Traube, die da so an einer Rede hängt. Jede einzelne Traube ist eine Lungenbläschen und genau diese Trauben gehen kaputt mit der Zeit. Hat nicht nur eine einzelne Traube, sondern dann einen gesamten großen Ballon.
Und bevor es zu einer der COPD kommt, und ganz wichtig, keine irreversiblen COPD. Alle COPDs um irreversible Erkrankung. Betroffene zunächst an einer chronischen Bronchitis. Das ist das, was die Patienten zunächst haben. Irreversible bedeutet, was an der Lunge kaputt ist, kann nicht wieder zurückgezaubert werden, kann nicht wieder geheilt werden. Es halt nicht wieder, es wächst nicht da. Also kaputt ist kaputt, beziehungsweise weg ist weg. Also, wenn diese Weintrauben kaputt sind, dann gibt es diese Weintrauben nicht mehr. Das ist ganz wichtig. Zunächst aber kommt die chronische Bronchitis. Das ist das, was der Betroffene merkt. Über Jahre musste, musste mit Auswurf, vielleicht sogar. Man spricht dann von einem produktiven Husten und das so in einem Zeitraum von zwei Jahren für mindestens drei Monate. Das ist sozusagen dann hat man eine chronische Bronchitis und eine COPD entwickelt sich dann bei Nichtbehandlung einer chronischen Bronchitis. Und deswegen ist es wichtig, wenn Sie merken, dieser Husten beginnt und kommt immer öfter, frühzeitig zum Arzt zu gehen, damit diese chronische Bronchitis behandelt wird, damit daraus danach keine COPD kommen. Und dann noch eine Stufe weiter: chronische Bronchitis, COPD und dann kann es zu einem Lungenemphysem kommen. Und genau dann würde es sozusagen gefährlich. Aus einer COPD kann ein Lungenemphysem entstehen und genau dann ist es irreversibel. Dann kann man es nicht mehr zurückbilden, dann kann man es sozusagen nicht mehr heilen. Also am Anfang die chronische Bronchitis, die kann man noch behandeln, da kann man gucken, dass sozusagen die Lunge nicht weiter geschädigt wird. Bei einem Lungenemphysem ist es sozusagen dann zu spät. Und dann kommt es nämlich dazu, dass zum einen die Lunge selber, die Anatomie, die Konstruktion der Lunge geschädigt wird und zwar irreversibel, als auch die Funktionen, der Gasaustausch, der nicht mehr stattfindet. Also das ganz wichtig, deswegen frühzeitig zum Arzt gehen.
Einmal zu kämpfen, was ist das eigentlich? Also Lungenemphysem bedeutet überblähte Lunge. Und das bedeutet dann, dass es zu einer Schädigung dieser Lungenbläschen kommt, also der Weintrauben. Kommt, dass die Wandstruktur der Weintrauben geschädigt ist und damit dann letztlich die Lunge irreversibel geschädigt wird, dauerhaft. Und wie eine Rede mit Trauben, sowie die bei Gesunden aus, so wird daraus dann letztlich, also ein Ballon. Und Mediziner sprechen dann von einem Lungenemphysem. Es kommt zu einer Überblähung der Lunge. Nur noch ein Luft ist sozusagen in dieser Lunge drin, aber gar keine Struktur mehr. Also nochmal, typischer Verlauf: chronische Bronchitis, COPD, Lungenemphysem. COPD selber wird eingeteilt in vier Schweregrade. Eins ist leichte COPD, vier sie schwere COPD. So ist ja meistens mehr. Dazu brauche ich jetzt nicht sagen. Merken Sie sie einfach so: Eins ist der Beginn, vier ist dann schon irreversibel fortgeschritten. Bei eins sieht man es ein meistens noch nicht an den Patienten, bei vier ist es offensichtlich. Man erkennt dann schon, dass dieser Patient eine COPD hat.
Ursachen der COPD. Wer bekommt nun eine COPD überhaupt? Ganz interessant, fast jeder Fünfte über 40 Jahre hat eine COPD. In 90 Prozent der Fälle sind es Raucher, passiv und aktiv. Als Ursache auch passives Rauchen kann zum COPD führen. Letztlich ist es so, wie fast jeder COPD, ja, wie gesagt, 90 Prozent der Fälle ist Raucher, aber nur jeder Fünfte, der raucht, entwickelt eine COPD. Also da sieht man, dass natürlich die Genetik auch mal mit eine Rolle spielt. Und jeder kennt das Beispiel vielleicht vom ehemalige Bundeskanzler Schmidt, der jahrelang geraucht hat, eine COPD hatte. Ganz interessant auch, die Wahrscheinlichkeit nimmt mit dem Alter zu und auch zunehmend sind es Frauen. Insgesamt sind meist noch Männer, die eine COPD haben, wir die öfter auch in, aber zunehmend auch Frauen. Warum? Weil sich das Rauchverhalten geändert hat in den letzten Jahren und deswegen trifft man auch zunehmend Frauen mit einer COPD.
Kurz einmal auch zum Rauchen. In der Medizin sprechen wir da immer von sogenannten Packungsjahren. Ab circa 20 bis 30 Packungsjahren ist 80 bis 90 Prozent der Raucher mit der Entstehung einer chronischen Bronchitis zu rechnen. Und nochmal, die chronische Bronchitis ist der Vorläufer sozusagen der COPD. Wenn man da nicht rechtzeitig behandelt hatte, ich ja eben schon einmal erläutert. Was sind Packungsjahre? Also der tägliche Konsum im Päckchen wird mit der Anzahl der Raucherjahre multipliziert. 126 Zigaretten, also als Beispiel, wenn Sie als Patienten brauchen und auch der Brauch um Sie jetzt seit zehn Jahren täglich 40 Zigaretten, also zwei Packungen, dann zehnmal zwei, dann haben Sie insgesamt 20 Packungsjahre gesammelt.
In diesem Zusammenhang auch ganz wichtig: Typischerweise gibt es so die falsche Annahme, findet man oft im Internet auf YouTube. Wasserpfeife sei gesünder als Zigarette. Nein, das stimmt nicht, zumindest nicht bezogen auf chronische Bronchitis und COPD. Wasserpfeifenrauch ist vergleichbar schädlich. Mag sein bezüglich Lungenkrebs, aber nicht bezüglich COPD. Bezüglich E-Zigaretten kann aufgrund einer ja, momentan noch unzureichenden Studienlage noch keine definitiven Aussage zum Risiko gemacht werden. Aber auch hier zeigen Studien zunehmendes Risiko für chronische Bronchitis, weil ja die Lunge sozusagen durch auch die E-Zigarette durch den Qualm permanent gereizt wird und damit womöglich auch ein erhöhtes Risiko für COPD, aber Langzeitdaten fehlen dann noch. So viel aber einmal zu Rauchen.
Neben dem Rauchen gibt es natürlich noch weitere Ursachen, wenn auch viel seltener. Nochmal, 90 Prozent der Fälle oder Ursachen für COPD ist Rauchen, aber Luftverschmutzung und Feinstaubbelastung. Typischerweise im Bergbau, in Ländern zum Beispiel, in denen vorwiegend mittels in der häuslichen Feuerstätten geheizt wird, besteht eine höhere Instanz. Dann auch Krankheiten und Zuständen, die eine normale Entwicklung der Lunge in der Kindheit behindern, führen zu einem erhöhten COPD-Risiko. Also, man weiß, Kinder, die oft mal sehr oft während der in den ersten Jahren Lungenentzündung, Lungeninfekt hatten, natürlich auch, wenn die rauchenden Eltern rauchen und auch Frühgeburt erhöht das Risiko für eine COPD. Da gilt, je niedriger das Geburtsgewicht, desto höher das Risiko eine COPD zu entwickeln. Und letztlich gibt es noch seltene Ursachen, genetische Ursachen, auch wie zu meinen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel, aber dabei ist Ihr Arzt dann Bescheid.
Woran erkenne ich eine COPD? Woran erkenne ich nur eine COPD? Und dann gibt es den Tipp: AHA. Das A steht für Auswurf, Husten und Atemnot. Das sind im Prinzip die drei typischen Symptome, Kardinalsymptome für eine COPD. Kann man sich relativ gut und einfach merken. Die folgenden Symptome sind typisch und für eine COPD. Ich habe die hier einmal zusammengefasst, sind beispielweise chronischer Husten mit Auswurf. Der Auswurf ist mehr gelb, auf gelblich. Typisch ist auch das morgendliche Abhusten. Davon, dass dieses morgens merken, Atemnot und hier die Intensität steigert sich noch. Also, zunächst bekommen Sie aber nur bei Belastungen, wenn Sie viel spazieren vielleicht, und irgendwann in Ruhe. Und stellen Sie sich dann immer vor, Sie werden älter und irgendwann wollen Sie mit Ihren Enkeln vielleicht noch spielen und dann natürlich nicht, dass Sie komplette Atemnot sind und nicht mehr atmen können. Weitere Symptome sind noch durch die Atemnot auch hervorgerufen, dass Sie zum Beispiel eine Veränderung der Lippen und der Fingernägel bekommen, dass sie blau werden, dass die sogenannte Uhrglasnägel, Trommelschläge Finger bekommen, auch noch Veränderung Unterschenkel, dem also dicke Beine bekommen, et cetera. Also da gibt es Folgen, die alle letztlich entstehen, weil man zu wenig Sauerstoff hat, weil die Lunge halt nicht mehr richtig funktioniert.
Therapie bei COPD. Vorab, gerade bei der COPD gilt ab dem 60. Lebensjahr impfen Sie sich gegen Influenza, also gegen eine Grippe, um weitere Infekte der Lunge vorzubeugen, um keine Lungenentzündung zu bekommen. Also das als Tipp. Ganz wichtig, wie sieht die Therapie nun aus? A und O ist die Mitarbeit des Betroffenen. Noch mal, bei einer COPD und gerade beim Lungenemphysem ist dies irreversibel geschädigt, aber es ist wichtig, dass Sie selber nur mitmachen, dass es nicht noch schlimmer wird. Abstinenz von Nikotin, Bewegung ist sehr wichtig, Atem- und Bewegungsübungen zur Unterstützung der eingeschränkten Atemfähigkeit. Also, man macht er eine Atemschulung, man übt die Lippenbremse. Ist also eine bestimmte Atemtechnik, wo Sie sich als Patient dann die Nase oder durch die Nase einatmen und langsam durch die zusammengepressten Lippen ausatmen. Sie atmen durch die Nase ein, zusammenpressen und langsam dabei ausatmen. Dabei sollen die Wangen beim Ausatmen aufgeblasen sein, ohne die Lippen anzuspannen. Der Druck in den Atemwegen wird erhöht und dadurch will man halt die Lunge sozusagen, man will die Lunge trainieren. Medikamente gibt es natürlich auch, aber die dienen nur zur Unterstützung. Das wichtigste, es gibt kein Medikament, das eine COPD wieder heilt. Anticholinergika, dann bestimmte Medikamente, wieder Salbutamol ist bekannt, auch Kortison. Ich habe das hier einmal alles aufgeschrieben. Letzter Punkt auch noch zur Behandlung einer Osteoporose-Prophylaxe empfohlen. Vitamin D3, Kalzium. Warum? Ein COPD-Patient hat über die oder über den Mangel an Sauerstoff oftmals auch Immobilität, den erhöhten Kortisonbedarf und deswegen oftmals ein erhöhtes Osteoporose-Risiko. Sieht man sehr oft, gerade bei Frauen dann auch. Und dann natürlich zur Therapie auch gerade dann, wenn Sie in fortgeschrittenem Stadium sind, mit Sauerstoff.
Noch einmal zusammengefasst, abschließend. Wichtiger als Medikamente, mit dem Rauchen aufhören, Mitarbeit und Durchführung vor allem der Atemübungen. Und denken Sie immer daran, letztlich führt es dazu, dass man selber keine Luft mehr bekommt und sozusagen erstickt. Und das ist ja nicht das, was man möchte. Mehr dazu nachlesen können Sie gern auf meiner Webseite. Schauen Sie auch gerne einmal das Video zuerst mal an, da sehen Sie auch den Unterschied. Wenn Ihnen der Beitrag gefallen hat, gerne machen Sie den Daumen hoch. Gerne abonnieren Sie den Kanal. Auch um für Kommentare und Meinungen hierzu schreiben Sie einmal direkt oder das Video. Vielen Dank und bleiben Sie mir treu.