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So wird die Welt 2030 aussehen! – Zukunftsforscher Jánszky enthüllt, was wirklich auf uns zukommt

HKCM53:54

Transcription

Liebe Zuschauer, ich habe vor wenigen Tagen ein fantastisches Interview aufgenommen mit dem Zukunftsforscher Nummer 1 aus Europa, Sven Gabor Janski. Ich war danach, ich bin es immer noch, wirklich aus dem Häuschen, was der Mann auspackt, wie er die Transformation unserer Gesellschaft auf Sicht der nächsten 3 bis 8 Jahre einschätzt. Da sind wirklich unglaubliche, wie ich meine, teils auch sehr beängstigende Dinge dabei.

Leider kam es bei diesem Interview zu technischen Problemen. Das heißt, die Tonqualität erreicht nicht das von mir selbst gewünschte Niveau. Das bitte ich zu entschuldigen. Wir werden in Zukunft ein weiteres Interview mit ihm führen. Ich möchte jedoch trotzdem diese Inhalte jetzt veröffentlichen, damit ihr alle davon profitieren könnt. Viel Spaß damit.

Künstliche Energie übernimmt Jobs, während ganze Branchen, allen voran die deutsche Autoindustrie, um ihre Zukunft bangen. China und die USA kämpfen um technologische Vorherrschaft, während Europa weitgehend zusieht. Zwischen Rezession, KI-Revolution und geopolitischer Unsicherheit gehen wir heute einer zentralen Frage nach: Wie sieht unsere Zukunft wirklich aus und wer profitiert von ihr? Darüber spreche ich heute mit einem Mann, der wie kaum ein anderer in die Zukunft blickt: Sven Gabor Janski, Deutschlands bekanntester Zukunftsforscher und Autor zahlreicher Bücher über die Welt von morgen. Er berät DAX-Konzerne und Politiker und zeichnet in seinen Zukunftsstudien ein klares, manchmal unbequemes Bild von morgen, wohin sich unsere Gesellschaft und Wirtschaft in Zukunft entwickeln wird. Auf ein spannendes Interview. Ich sage: Los geht's.

[Musik]

Herzlich willkommen. Mein Name ist Philip Hopf. Das ist ein weiteres Interview der HKCM. Heute mit einem sehr, sehr spannenden Interviewgast: Sven Gabor Janski. Herr Janski, ich darf Sie gerade mal unseren Zuschauern vorstellen. Sie wuchsen in Budapest und in Ostdeutschland auf, wo Sie bereits als Jugendlicher Erfolge im DDR-Schach feierten. Nach der Wende wurden Sie Journalist und stiegen mit 23 Jahren zum jüngsten Nachrichtenchef der ARD auf. Später verließen Sie das öffentlich-rechtliche System, um sich weltweit mit führenden Innovatoren zu vernetzen. Heute sind Sie Chairman des größten deutschsprachigen Zukunftsforschungsinstituts und zählen zu den meistgebuchten Zukunftsspeakern Europas. Daher gleich mal meine erste Frage an Sie, Herr Janski: Wer bestimmt Ihrer Meinung nach eigentlich tatsächlich unsere Zukunft und wer sind die größten Profiteure?

Also diejenigen, die wirklich die Zukunft auf lange Sicht bestimmen, ja, wir Zukunftsforscher, wir reden so über die nächsten 10 Jahre, das ist so unser Horizont. Die, die die Zukunft auf lange Sicht bestimmen, ähm, das sind im Wesentlichen die Strategie der großen marktreibenden, technologietreibenden Unternehmen äh in der Welt. Ähm, die Strategiechefs, die Technologiechefs, vielleicht noch die Innovationschefs. Also, kurz gesagt, die Menschen auf der Welt, deren heutige Entscheidungen mehr Einfluss auf Zukunft haben als die von anderen Menschen. Oder man kann es auch anders sagen: die Menschen auf der Welt, denen andere Menschen folgen. Und das kann man mit wissenschaftlichen Methoden relativ gut erforschen, relativ gut analysieren, was die gerade machen, wo die gerade ihr Geld reinstecken, wo die gerade sozusagen dahin treiben. Warum? Weil das sind Menschen, mit denen kann man reden, da kann man Interviews machen und äh und wenn man mit denen mit den richtigen 20, ich sag mal, wenn man sich eine Branche A, B, C herausnimmt und mit den richtigen 20 Menschen äh redet, dann erfährt man von denen, wie in 5 bis 10 Jahren diese Branche aussehen wird. Also, erstens: Technologiemenschen. Zweitens: die der großen, der ressourcenstarken, der finanzstarken Unternehmen der Welt.

Mhm. Herr Janski, wir alle kennen ja diese kultigen äh Sci-Fi Filme, die Sie wahrscheinlich auch früh geschaut haben. Ähm, die in die Zukunft blicken, 20, 30, teilweise 40 Jahre und oftmals liegen die mit ihren Prognosen weit daneben. Beispielsweise beim Film "Zurück in die Zukunft", den habe ich als Kind mehrmals gesehen, wird das Jahr 2015 angegeben, indem wir mit fliegenden Autos und schwebenden Skateboards gezeigt werden, also die Gesellschaft. Wenn wir uns es jetzt aktuell anschauen, also ich sehe im Straßenbild noch keine fliegenden Skateboards, auch nicht wirklich fliegende Autos. Es gibt bestimmt schon innovative Projekte, wo ein Mensch äh in der Lage ist, mit so einem Backpack hinten fliegend sich zu bewegen, aber das ist nicht so als gesellschaftliche Norm angekommen. Wie bewerten Sie als Zukunftsforscher, welche potenziellen Entwicklungen tatsächlich wahrscheinlich eintreten und welche reine Wunschvorstellungen bleiben auf jeden Fall mal auf der Zeitlinie?

Ja. Ja, das ist das ist eine ganz wichtige Frage tatsächlich. Ehrlich gesagt, ich bin gar kein Science-Fiction-Fan. Ich ich habe ich habe bin ich bin kein ein Zukunft, wissen Sie, ist kein ist kein großer Kreativer oder Visionär oder sowas. Ein Zukunftsforscher ist ein Analyst. Wir analysieren, was diese Strategiechefs, von den ich gerade geredet habe, was die heute machen und wohin das in den nächsten Jahren führt. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen wissenschaftlicher Zukunftsforschung und und Science-Fiction. Der große Unterschied ist: Diese Science-Fiction-Autoren, die die schauen auch darauf, was technologisch möglich ist in den nächsten 10, 20 Jahren und dann machen die daraus ihre ihre Dramaturgie, ihre Filme und dann gibt's noch so ein Plot, irgendwie gibt's noch einen Helden oder einen Bösen und na ja, wie das eben alles so ist. Ähm, äh, was wir Zukunftsforscher anders machen, ist: Wir schauen uns nicht nur die Technologie an, sondern wir schauen uns auch an, was von dieser Technologie tatsächlich umgesetzt wird. Also, wo ich deshalb habe ich gerade gesagt, wir reden mit den mit den strategischen Entscheidern der großen Unternehmen, weil von denen hängt im Wesentlichen ab, ob die das in einen Markt treiben, also in die Welt treiben wollen oder nicht. Es gibt ja, es gibt ja Gründe. Also, ihr Fluggautos, ja, Sie haben gerade über Fluggautos gesprochen oder diese diese diese Hoverboards da. Logisch gibt es die. Natürlich gibt es die, aber die die Unternehmen, die großen, die prägenden Unternehmen dieser Welt haben sich entschieden, sie nicht in die Welt zu bringen. Warum? Weil sie nicht glauben, dass das im Augenblick äh Massenmärkte sind, weil sie nicht glauben, dass sie damit im Augenblick wahnsinnig viel Geld verdienen können. Ähm, oder anders gesagt: Es ist einfacher, mit anderen Dingen äh sehr, sehr, sehr, sehr viel Geld zu verdienen. Ja, das heißt, äh, Zukunftsforschung ist nicht irgendwie Science-Fiction, sondern Zukunftsforschung ist, äh, wie kannst du prognostizieren, was von dem, was da technologisch alles möglich sein wird, was wirklich in die in die Welt kommt. Gibt es äh wissenschaftliche Methoden? Also bei mir im Institut arbeiten Doktorinnen und Doktoren der Zukunftsforschung. Ja, also das heißt, das das kann man studieren, da kann man promovieren und das kann man weltweit machen. In Singapur, in den USA, in in Europa, in Kopenhagen, in Berlin gibt's einen Studiengang und wenn man das gemacht hat, dann hat man eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, zumindest mal in Europa bei uns zu landen, weil wir sind tatsächlich in Europa das größte äh wissenschaftliche Zukunftsforschungsinstitut. Na ja, und dann nimmt man eben als Zukunftsforscher diese Methoden und man man befragt in in tiefen Interviews genau diese Strategie-, Innovations-, Technologiechefs. Also Tiefeninterview heißt zwei Stunden wirklich in die Tiefe. Was tut ihr? Warum tut ihr das? Was glaubt ihr, was daraus herauskommt aus dem, was ihr heute tut? Was hat das für Auswirkungen auf die anderen, auf die Gesellschaft und so weiter und so fort. Zwei Stunden lang. Und ähm, dann hat man sozusagen äh, wenn man mit 20 Personen das macht, hat man 20 Interviews, 20 Prognosen nebeneinander liegen, dann vergleicht man die und dann spielt man diese Ergebnisse noch mal zurück an all diese 20, also legt denen sozusagen vor, was haben die anderen 19 prognostiziert und lässt die die Bewertung machen. Also die Bewertung im Sinne: Halte ich für wahrscheinlich, halte ich für nicht wahrscheinlich. Auf diese Weise. Deshalb sage ich, ein Zukunftsforscher, nichts von dem, was ein wissenschaftlicher Zukunftsforscher erzählt, hat der sich selber ausgedacht, sondern es kommt alles aus den Köpfen dieser Strategie-, Innovations- und äh und Technologiesch. Und das ist in aller Regel die beste, die beste und die wahrscheinlichste Art und Weise, die nächsten 5 bis 10 Jahre zu prognostizieren. Vielleicht, man natürlich sagen muss, wir sind keine Wahrsager logischerweise, ja, niemand ist Wahrsager, aber wir reden hier nicht über unsere Meinung, über unsere Wünsche oder unsere Moralvorstellungen, sondern wir reden darüber, was die wahrscheinlich mächtigsten Akteure, die die Macht haben, sozusagen ihre Vision in die in die Welt zu drücken, was die gerade machen und was die gerade vorhaben.

Das ist eine faszinierende Erläuterung. Das, wenn ich das mal so zusammenfassen darf: Der Science-Fiction-Autor, der er träumt, er nutzt seine Fantasie oftmals, nicht immer, aber oftmals auch, um sich eine Zukunft vorzustellen, die er dem Leser möglichst spannend vermitteln möchte. Und um Spannung geht es ja bei Ihnen mal gar nicht, sondern das ist ja eigentlich eine sehr trockene, analytische Vorgehensweise. Also, Sie wollen quasi nicht von fantastischen Bildern erzählen, wie oder eben auch nicht fantastisch, die können ja auch sehr dunkel erscheinen, sondern es geht einfach wirklich nur darum, analytisch herzuleiten, eine Prognose zu treffen, ähnlich wie ein Analyst in meiner Branche beispielsweise am Finanzmarkt, wie sich eine Verkettung unterschiedlicher ja, in den Markttretender Entwicklungen äh dann zeigen kann in den nächsten 5 bis 10 Jahren. Wenn wir jetzt uns mal anschauen, dass die meisten Leute und auch medial gesehen aktuell gerade an zwei Punkte denken, wenn wenn wir sagen jetzt die die Masse ist jetzt selber Zukunftsforscher, dann würden die wahrscheinlich angeben: KI und Robotik. Das sind die zwei Kernthemen, die alles andere äh überschatten, die alles, die den kompletten Fokus. Wenn wir auch Datacenter uns anschauen, wo fließt das Geld hin, was hält die US-Börse aktuell gerade noch oben? Das ist im Endeffekt die Magnificent 7 Werte, die sich gegenseitig Kapital hin und her schieben. Ich habe nämlich dazu auch eine Analyse gemacht. Äh, in großen Teilen sind die Aktienmärkte sehr stark im Minus, plus ganz bestimmte KI-geprägte Unternehmen treiben das noch wirklich mit Momentum weiter voran. Würden Sie das auch so einschätzen, dass die Themen KI und Robotik die zwei stärksten Zukunftsthemen sind auf, sagen wir mal, absehbare Zeit der nächsten 10 bis 15 Jahre?

Also, ich würde sagen, KI und Robotik sind äh in den nächsten 2, 3 Jahren die die stärksten Zukunftsthemen, vielleicht auch fünf. Das könnte sein. Ähm, aber sie haben sie haben absolut recht, das überlagert im Augenblick all das, all die anderen Themen, die es aber natürlich auch gibt. Ja. Ähm und äh und und ich will das gar nicht negativ nehmen, weil die anderen Themen, die sind die die haben auch Wahnsinns eine Wahnsinnsentwicklung. Ähm, da schaut kaum jemand drauf, weil alle irgendwie komplett im KI-Hype sind. Ähm, was ja, was ja gewissermaßen verständlich ist, ist ja auch eine ist ja auch wirklich eine äh eine groß Trend, eine große Technologie und als Investor kann man äh kann man, wenn man es richtig macht, sehr viel Geld verdienen, auch als auch als Unternehmen, wenn man sich da anschließt und so weiter. Aber aber vielleicht äh, ich rede erstmal über KI und dann können wir auch über das andere reden, äh ja, über die anderen, über anderen Technologien. Ähm, das was im Augenblick tatsächlich die äh die Welt prägt äh und die Welt der Investoren und die Welt der Unternehmen und so weiter, also die Welt derjenigen, die die wachsen wollen, ja, die die Welt vorantreiben wollen, äh, ist, dass äh KI äh Hände bekommt, das ist die Robotik, wenn man so will, ja, dass die KI Räder bekommt, das sind die selbstfahrenden Autos, mit denen man schon in in 30 Städten auf der Welt ganz normal im Stadtverkehr äh herumfahren kann. Die erst das erste europäische Projekt kommt jetzt auch, beginnt jetzt auch in in Luxemburg übrigens. Das sind äh das ist KI mit mit Flügeln dran oder mit mit Rotoren. Das sind die ganzen Drohnen, über die man in der in der in der Militär redet. Ja. Ähm, also das sind das sind ganz, ganz, ganz, ganz starke äh, ganz starke Trends. Über KI. Ich meine, also wir wir Wissenschaftler, wir reden über KI, das ist jetzt nichts Neues. Wir reden seit den 1950er Jahren äh über KI. Ja, in den 40er Jahren sind die ersten Computer, Konrad Zuse, die ersten Computer entstanden. Seit ungefähr den 50er Jahren gibt's Forschungsbereiche: künstliche Intelligenz. Ähm, also das ist nichts Neues. Das was das Phänomen dahinter, das muss man das muss man verstehen, wenn man da wenn man da investiert oder wenn man sich damit beschäftigt. Das Phänomen heißt: Zwischen 1950 und 2012 gab es dieses sogenannte Mooresche Gesetz. Alle, also aller 24 Monate verdoppelt sich die Leistungsfähigkeit von Computern bei gleichem Preis. Der Grund, warum die allermeisten ein Handyvertrag haben, der über 2 Jahre geht, über 24 Monate. Ja, weil danach ist das Ding halt nur noch, also das, was du gekauft hast vor zwei Jahren, nur noch halb so gut wie das, was du jetzt kaufst. Und das Interessante ist: Dieses Mooresche Gesetz, das gibt es nicht mehr. Seit 2012, das haben die wenigsten mitbekommen, seit 2012 verdoppelt sich die Leistungsfähigkeit von Computern nicht aller 24 Monate, sondern aller 3,4 Monate. Das hat was mit der Entwicklung von selbstlernender künstlicher Intelligenz zu tun. Also bis 2012 musstest du das alles vorprogrammieren. Seit 2012 dort gab's eine in Toronto eine Entwicklerkonferenz, da sind die sogenannten AlexNetz vorgestellt worden, die zum ersten Mal selbstlernende künstliche Intelligenz. Seitdem geht's viel schneller. Und in unseren Prognosen, also wenn es über um die Zukunft geht, äh, steht drin, dass etwa etwa ab dem Jahr 2028, wenn Quantencomputer richtig nutzbar werden für Unternehmen, ja, es gibt sie heute schon, aber das sind noch so bisschen Spielzeug-Quantencomputer, würde ich sagen, dann werden die werden zum ersten Mal die richtig großen 2028 da sein und ab dann äh passiert dasselbe Phänomen, nämlich die Verdoppelung der Leistungsfähigkeit äh von Computern nicht mehr aller 3,4 Monate wie heute, sondern aller 1,5 Monate, also aller 6 Wochen. Und das ist das ist irre, also was da noch kommt, ja, was da an und das treibt natürlich die ganze Entwicklung, das treibt heute dieser diese Arten von KI, über die wir gerade geredet haben, KI mit Rädern, humanoide Roboter kommen jetzt im 2026, also also ich habe gesagt KI mit Händen dran. Ja, nichts anderes ist das. Ähm, die ersten äh sollen äh Ende 2025 äh Anfang 2026 verkauft werden. Die Amerikaner sagen für für 30.000 US-Dollar pro Stück, äh, dann gibt's welche, die machen für 15 bis 20.000, das sind dann so die Haushaltsäh-Roboter. Ja. Ähm, die Chinesen sagen für 10.000 und dann rutscht das runter auf auf 5.000 und 2.000 sagen die der Preis. Also, das wird zum Massenmarkt. Wir werden, wir werden in, na, ich will mich jetzt nicht ganz genau festlegen, aber aber ungefähr in drei, vier bis 5 Jahren wird es mehr von diesen humanoiden Robotern auf der Welt geben, als es Menschen auf der Welt gibt. Und übrigens mehr KI-Agents als es Menschen gibt. Ja, das heißt, ganz viel Kommunikation, ganz viel Transaktion äh, die allermeiste in der Welt findet dann zwischen diesen zwischen diesen Robotern, zwischen diesen AI-Agents statt und nicht mehr zwischen Mensch und KI oder Mensch, Mensch und Mensch. Und das sind eben die, also ich sorry, dass ich jetzt bisschen lange ausgeholt habe, aber das ist der Grund dafür, warum heute so viel Geld allokiert wird auf alle diese KI-Entwicklung, weil dort ein völlig neuer Wirtschaftsraum entsteht, der Wirtschaftsraum, der mit den Menschen quasi eigentlich nichts mehr zu tun hat, sondern sondern zwischen diesen AI-Agents. Und immer dort, wo ein großer Wirtschaftsraum entsteht, äh können die, die die am ehesten, am zeitigsten dabei sind, eben wirklich, wirklich richtig sehr, sehr viel Geld verdienen.

Adaptieren, wie in der Natur auch, was adaptieren kann, das überlebt. Und diese Adaption in in Lichtgeschwindigkeit oder man könnte sagen Quantensprünge, die geschieht ja jetzt gerade. Deswegen presst man auch so viel Kapital da rein und man kann es ja regelrecht spüren, wie die großen Techkonzerne versuchen, sich gegenseitig auszustechen, ringen um die intelligentesten Köpfe. Facebook mit seinem Team zahlt ja, wirft mit 100 Millionen Dollar Checks rum, um die intelligentesten Köpfe zu bekommen. Und jetzt sprechen wir ja aktuell gerade noch von menschlicher Intelligenz, die das Ganze umsetzen sollen. Aber wenn dann Quantencomputer mehr in den Mainstream kommen, dann ist ja gleichzeitig die menschliche Intelligenz, die immer mehr in den Hintergrund gedrückt wird. Und Herr Janski, da mal eine Frage. Ich weiß nicht, ob Sie das auch gesehen haben. Also, vielleicht mal eine kleine Anmerkung. Erstens, die der erste humanoide Roboter wurde mir bereits vor ein paar Tagen angeboten zum Kauf. Da gibt es ja jetzt schon große Werbestrecken. Da sieht man, da sitzt da so ein Herr auf seiner Couch und im Hintergrund läuft ein Roboter rum, der macht ihm gerade seine Wäsche und hängt ihm seine Jacke auf, macht so Daily Little Daily Chores. Wir sehen jetzt also schon marketingseitig wird das jetzt in den Markt reingepresst, was ja auch so sein muss, wenn Sie gerade, ich möchte das noch mal vielleicht von Ihnen wiederholt bekommen: Sie sagen, in drei bis fünf Jahren gibt es mehr Roboter als Menschen auf der Welt.

Ja. Ja. Also ähm, wir wir müssen wir müssen trennen zwischen zwischen den Robotern und den AI-Agents. Also AI-Agents sind sind ja AI-Agents, also KI-Systeme, die noch keine Hände und Füße, keine Roboter dran haben. Äh, bei den Robotern wird es auch so sein. Wahrscheinlich dauert es einfach noch noch länger bei den Robotern. Ja, das äh das hängt ein bisschen von der Produktionszahl, also Hardware ist immer ein bisschen bisschen schwerer in die Welt zu bringen. Ja. Ähm, aber aber aber die Unternehmen, von denen Sie gerade reden, die das jetzt schon äh anfangen anzubieten, es gibt gibt etwa 60 dieser Unternehmen in der Welt, davon sind Entschuldigung, es gibt 80 in der Welt, davon sind 60 in China und 20 im äh im im Rest der Welt. Ähm, davon äh eins in, na ja, also eins in Norwegen, eins in Deutschland, aber die Deutschen, die gerade nach China, die die Norweger sind gerade nach Silicon Valley gezogen. Also Europa spielt da nicht so eine große Rolle, ehrlich gesagt, aber die gehen alle, also wenn wir Interviews, wenn wir Zukunftsforscher mit denen Interviews machen, gehen die alle davon aus, dass in jedem Haushalt mindestens ein so ein Ding arbeiten wird und in jedem Unternehmen ganz viele davon. Ja, und äh, wenn man das dann sozusagen zusammenzählt, äh, dann kommt man einfach auf tatsächlich mehr Mensch, also mehr von diesen Robotern als auf als Menschen es auf der Welt gibt. Ähm, allerdings äh tatsächlich diese Roboter, also da bitte, ich bin Wissenschaftler, ich lass mich da ungern auf eine auf eine ganze Zeitzahl festlegen, ja, ob das jetzt 5 Jahre dauert oder ob das vielleicht 8 Jahre dauert, das kann ich aus heutiger Sicht noch nicht wirklich äh wissenschaftlich abschätzen.

Mhm. Okay. Ich weiß, und ich ich bin sicher, da geht es viel Menschen so, auch gerade äh Menschen, die das jetzt, die unser Interview und Zukunft hören werden, äh, die das als eine sehr beängstigende Zukunft sehen. Zum einen möglicherweise liegt das daran, weil das Unbekannte auf uns grundsätzlich irgendwie beängstigend wirkt. Ich bin ja ein Schwabe und wir Schwaben haben diesen alten Spruch: "Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht." Und das ganze umgesetzt ist ja auf unbekanntes Ablehnen und das ist ja noch unbekannt. Und die eine, man könnte sagen, dystopische Zukunft, in der auf den Straßen überall Roboter rumlaufen, äh, kann schon ist eine sehr große, sehr schnell eintretende Veränderung für uns als Gesellschaft. Jetzt sagen Sie ja dazu noch, das ein Zitat von Ihnen: "Der erste unsterbliche Mensch lebt bereits." Ich gehe mal davon aus, Sie meinen einfach, dass die Lebensspanne grundsätzlich stark ansteigen wird. Da können Sie sich gleich dazu äußern, dass in Kombination mit Robotik, die die Jobs der Menschen übernehmen wird und gleichzeitig die Menschen, die immer älter werden, laufen wir da nicht im, in der Börse sagt man ein Death Cross, ein Todeskreuz. Laufen wir da nicht auf eine Entwicklung zu, die ja sehr unangenehm werden könnte für uns Menschen auch?

Also ähm, lass ich ich versuche mal Schritt für Schritt sozusagen äh zu zu erklären. Tatsächlich, jetzt reden wir nämlich über die, also wenn es um die um die Lebenserwartung der Menschen geht, reden wir natürlich um Gesundheit und Medizin und die und die Fortschritte äh der der Technologien. Die haben nicht nur was mit äh mit Robotik zu tun, äh, sondern die haben hauptsächlich etwas mit äh Genetik zu tun. Äh, also dem Verständnis sozusagen, dass wir inzwischen unser unser Genom lesen können. Ähm, wir können feststellen, was da drin ist und wir können es äh, wenn wir wollen, man muss es nicht, aber wenn wir wollen, können wir es sogar verändern. Ähm, und das äh, also und da gibt es es gibt fünf fünf direkte medizinische Technologien, die äh eine, also die die wichtigsten sind. Das ist einmal die Genanalyse. Ähm, das kostet inzwischen 100 100 Dollar. Ja, das Analyse eines individuellen Genoms, das ist quasi kost nichts mehr. Ja. Ähm, dann haben wir die, wir nennen das Medical Food, also Nahrungsmittel so anzupassen, dass äh sie sozusagen das äh das das Gap, also das das, was bei mir im Körper, im Mikrobiom gerade fehlt sozusagen mit hinein, also ja, medizinische Nahrung quasi. Das hat eine fünf 5 Jahre Eintrittswahrscheinlichkeit in den in den Massenmarkt. Dann kommen äh epigenetische Therapien, die die die Möglichkeit haben tatsächlich das den Alterungsprozess des Menschen zurückzudrehen. Kann ich gleich mal was dazu sagen, weil das ist ganz, ganz, ganz spannend. Haben etwa etwa 10 bis 15 Jahre Eintrittswahrscheinlichkeit in den in den Massenmarkt. Ähm, dann haben wir die Produktion von Ersatzteilorganen. Also, stellen Sie sich vor, durch ein 3D-Drucker wird ein Organ gedruckt aus meinen aus meinen eigenen Zellen. Das wird nicht abgestoßen dann. Und wenn ich mal Organsagen habe, was woran heute sehr, sehr viele sterben an Organversagen, äh, dann wird mir ein Ersatzteilorgan eingesetzt und ich kann ich kann weiterleben. Das hat etwa 15 Jahre bis zum Massenmarkt. Also, warum sage ich immer bis zum Massenmarkt? Weil das der Punkt ist, also wenn die Krankenkasse zahlt, wenn die AOK zahlt sozusagen, ja, das ist Massenmarkt. Ähm, und dann dann kommt es in die Welt. Und dann haben wir noch eine Technologie. Ähm, das ist die wirklich die Gentherapien, also die Veränderung meines Genoms, was ich in meinem Körper habe. Ähm, die hat bis zum Massenmarkt etwa 25 bis 30 Jahre Eintrittswahrscheinlichkeit. Ähm, ich will das jetzt nicht zu kompliziert machen, aber wenn wenn die ersten vier von den genannten Technologien eintreten in den nächsten 10 bis 15 Jahren, habe ich gesagt, ja, ähm, dann werden Menschen äh mit im Durchschnitt 100 Jahre alt, also dann steigt die Lebenserwartung auf 100. Heißt im Klartext: Wer es von den Zuhörern, Zuhörerinnen hier schafft, die nächsten 10 Jahre zu überleben, nächsten 10, 15 Jahre zu überleben, hohe ganz hohe Wahrscheinlichkeit 100 zu werden. Wer es schafft, die nächsten 25 Jahre zu überleben, 25 bis 30, der hat eine ganz hohe Wahrscheinlichkeit 120 bis 150 zu werden. Ähm, und jetzt jetzt kommt der Frage: Das ist ja noch nicht unsterblich. Ja, das ist ja jetzt, wie wie kommt der Janski auf die Idee, jetzt zu sagen, der erste unsterbliche Mensch lebt schon? Na ja, äh, schauen wir mal auf meine Kinder. Meine Kinder, ich habe drei Kinder im Alter von 8, 10 und 13 Jahren im Augenblick. Ähm, nehmen wir mal den in der Mitte, der Bennet, der ist 10 Jahre. Ähm, wenn der äh es im Laufe seines Lebens, und da gibt's ganz wenig äh ganz wenig Zweifel dran, dass der diese fünf Technologien im Laufe seines Lebens irgendwann benutzen kann, sagen wir mal, wenn der 50 ist, so wie ich heute, ja, ähm, wenn der das benutzen kann, dann wird er irgendwas zwischen 120 und 150. Heute ist er 10, das heißt, wir haben noch mindestens 110 Jahre Zeit und jetzt ist die bis sein Körper stirbt. Ja. Und jetzt ist die Frage: Wird die Menschheit es schaffen in den nächsten 110 Jahren äh eine Technologie zu bauen, die es heute noch nicht gibt, aber wo schon Milliarden, also die Unternehmen, ich bin an einem beteiligt, das das ist 6 Milliarden US-Dollar wert, was in diese Richtung geht. Also kurz gesagt, in einem in einem äh Computer ein menschliches Gehirn nachzubauen, plus zweiter Schritt, wenn wir das gemacht haben, das was ich in meinem Kopf habe zu kopieren in diesen Computer. Ja, wenn das gehen würde in den nächsten 110 Jahren, dann würde zwar der Körper meines Sohnes irgendwann sterben, aber nicht sein Geist quasi, ja, dann würde der weiterleben. Und das ist der Punkt, warum ich sage, mit hoher Wahrscheinlichkeit lebt die erste unsterbliche äh Generation, ja, meine Kinder, all die Kinder, die es eben eben gerade auf der Welt gibt, äh, werden die zwar vielleicht wird der Körper irgendwann gehen, aber nicht äh, aber nicht der Geist.

Man, man, wenn ich das kurz zusammenfassen darf: Das bedeutet, man transzendiert dann quasi, wenn wir, wir gehen davon aus, die die technologischen Möglichkeiten bestehen, der Körper wird alt und gebrechlich, der wird dann einfach ausgetauscht und die Daten, die sich im Hirn befinden und angesammelt haben über mein Leben, die mich auch ja identifizieren und einzigartig machen als Mensch, die könnten wir dann im Zweifelsfall transferieren in ein neues Gehirn. Und dieser Mensch in dieser Form lebt dann weiter.

Ja, also ob ob wir das in ein in ein neues menschliches Gehirn reinbekommen, das wissen wir noch nicht, weil das ist noch nie, das ist noch nie passiert. Ähm, aber dass wir es in ein in etwas digitales hineinbekommen, das ist mit das ist eine ganz, ganz hohe, ganz, ganz hohe Wahrscheinlichkeit. Ja, also ich habe ich habe im Jahr 2000, wann das 2019 habe ich ein Buch geschrieben über das Jahr 2030, also so 10 Jahre voraus, ne? Ähm, und in diesem Buch über das Jahr 2030 äh im ersten Kapitel stirbt ein Großvater äh eines natürlichen Todes, der ja, jeder muss mal sterben, also der Körper. Ähm, und äh das Interessante ist, seine Enkeltochter bekommt von von ihrem Vater, also dem Sohn des Verstorbenen, geschenkt, dass sie weiter mit ihrem Großvater telefonieren darf. Was hat er gemacht? Der hat quasi vor seinem Tod KI trainiert. Das kann das kann heute schon machen. Also, ich trainiere gerade eine KI, die redet mit meiner Stimme, sieht noch nicht ganz so aus wie ich, aber irgendwann wird die auch so aussehen wie ich. Ähm, hat meinen Humorlevel, hat mein Schamlevel, also benutzt dieselben Worte wie ich oder eben auch auch nicht, hat mein Wissenslevel, erzählt auch denselben Quatsch wie ich. Ja, ist jetzt nicht allwissend, sondern erzählt manchmal auch das und so weiter. Also, es ist sozusagen wie telefonieren mit dem Großvater. Und warum ich das in das 2030 Buch geschrieben habe, ist, weil weil die ersten dieser Dinger wird es 2030 geben. Also, die heute 2025 kann man die schon trainieren, da gibt es schon Unternehmen und ist noch nicht der Massenmarkt, aber 5 Jahre Zeit. Jetzt sind wir aber noch nicht. Das ist erstmal ein KI-System, was äh ich mit meinen mit meinen Stories, mit meinen das fühlt noch nicht wie ich. Ja, das hat noch kein Bewusstsein, das hat einfach nur meine Geschichten. Ähm, deshalb dauert es eben dann noch mal ein paar Jahrzehnte wahrscheinlich technologisch, bis das Ding wirklich auch das, was ich im Kopf habe, also was wir heute Bewusstsein nennen oder vielleicht sogar Seele oder so, ja, wo keiner weiß, was es ganz genau ist, äh, tatsächlich transferieren können äh in diesen Computer. Also deshalb sage ich, deshalb rede ich nicht davon, dass ich äh sozusagen digital weiterleben kann in ein irgendein Abbild, ir ein Klon von mir kann natürlich digital weiterleben, auch wenn ich irgendwann mal gehe, aber aber bei meinen Kindern ist das eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass das wirklich ihr Ich betrifft.

Absolut faszinierend. Ähm, Herr Janski, kommen wir mal zu einem weiteren Thema, das auch gerade vor KI und Robotik sehr stark durch die Medien ging. Immer wieder auch in den alternativen Medien äh Verschwörungsgeschichten, Transhumanismus. Da wird ja einfach da wird viel darüber gesagt, auch von Menschen, die im Zweifelsfall nicht viel darüber wissen. Und dann verselbständigt sich das ähnlich dann wie in einem Science-Fiction-Roman. Ähm, alle Menschen werden mit einem Chip unterwegs sein und so weiter. Deswegen wäre das für mich mal sehr interessant, Sie dazu zu befragen: Äh, wird der Transhumanismus äh die Zukunft der menschlichen Rasse sein oder sehen Sie das eher als vorübergehende Entwicklung bzw. Verirrung?

Also ähm, lassen Sie uns das mal auf zwei Zeitabschnitte legen. Das das vor uns liegt und das dann noch weiter in der Zukunft sozusagen. Ähm, [Gelächter] das was vor uns liegt ist ein ein Zeitabschnitt mit mit hoher Wahrscheinlichkeit, wo wir in der Tat äh ganz viel umgeben sein werden von KI mit Roboter, KI mit Händen dran, KI mit Rädern dran, KI mit Flügeln dran, was auch immer, ja, mit KI und die wird ganz viele unserer Tätigkeiten übernehmen. Ähm, und das führt dazu, dass wir Ich ich erzähle eine ganz kurze Geschichte. Ich habe neulich einen einen der Gouverneurskandidaten von Kalifornien getroffen. Die haben nächstes Jahr Wahlen. Ähm, in Kalifornien gewinnt immer die Demokratische Partei. Das ist so. Ähm, und dort gibt's fünf Kandidaten und einer davon äh ist ein Transhumanist und Soltan Istvan heißt der und ich hab mit dem, kenne ich schon länger, ich habe mit dem wieder mal gesprochen und äh und ich habe ihn gefragt: Falls du, also einer von fünf, keine Ahnung, ob du es schaffst, aber falls du an die Macht kommst in in als Gouverneur in Kalifornien, was ist dein erstes Ziel? Dann sagt er: "Mein erstes Ziel ist, ich werde äh die ich werde das biologische Altern Menschen für eine Krankheit erklären." Und ich habe erstmal gedacht, weil wieso das biologische Alter für Menschen ist was ganz Normales. Ja, das ist ja Biologie. Ähm, [Gelächter] sagt er: "Nee, Achtung, pass auf. Menschen sind vor 200 Jahren, die die 90% der Menschen vor 200 Jahren sind an Infektionskrankheiten gestorben. Und was die Generation damals geschafft haben für uns heute ist, dass sie die Krankheiten, an denen sie noch sterben mussten, ausgerottet haben, damit wir länger leben können, ihre Kinder. Und und der sagt: Und genau dasselbe müssen wir für unsere Kinder machen. Woran sterben heute 90% der Menschen? Sagt er: an biologischen Alter, an Alterungsprozessen des Körpers, an biologischen Alterungsprozessen. Und der sagt: Wenn ich das biologische Alter zur Krankheit erkläre, dann können endlich diese ganzen ach, das ganze Gesundheitssystem und die Pharmafirmen und wie sie alle heißen äh müssen dann daran arbeiten und zwar so daran arbeiten, dass das nicht nur für die oberen 10.000 ist, sondern dass das quasi für den äh für den Massen-Massenmarkt ist. Ähm, ich falls es falls Sie interessiert, ich kann nachher vielleicht auch noch eine Geschichte erzählen, dass man heute schon das biologische Alter zurückdrehen kann, aber ich will erstmal auf die Frage antworten, auf die Transhumanismusfrage. Wenn man mit dem redet und den sagt: Wie stellst du dir die Gesellschaft vor? Sagt er: Na ja, Menschen müssen dann nicht mehr 8 Stunden am Tag arbeiten. Warum? Weil die KI-Roboter und so die meiste der Arbeit macht. Und dann dann dann guckt man den an und sagt: Also okay, aber ist das gut für die Menschen? Ja, dann sagt er: Natürlich ist das gut für die Menschen, äh, weil die können endlich mal wieder das machen, was eigentlich das ist, wofür sie vielleicht auf der Welt sind, nämlich sich miteinander beschäftigen, sich mit sich beschäftigen, also das Menschliche sozusagen nach nach vor bringen. Ja. Ähm, und das ist das ist sozusagen die Prognose äh des des positiven Transhumanisten für die für die nächsten, ich würde sagen, 20, 30 Jahre. So. Und dann geht's allerdings weiter natürlich. Ähm, dann kommt die Frage: Äh, werden Menschen irgendwann von der intelligentesten Spezies auf der Welt degradiert zur zweitintelligentesten? Warum? Weil diese KI-Systeme äh einfach besser sind, strategiefähiger sind und so weiter. Und äh die

Antwort, die rein technologische Antwort ist, ja, das ist ganz hochwahrscheinlich, dass das äh dass das so kommt.

Ähm und dann gibt's jetzt gibt's zwei, jetzt gibt's zwei, zwei Denkwege. Der eine Denkweg ist ähm und übrigens auch oder Zukunftsvor international. Ja, die einen sagen, das wird alles ganz furchtbar, weil äh wenn die KI intelligenter wird als der Mensch, dann kämpfen die irgendwann und die KI entscheidet dann irgendwann, der Mensch ist zu NX Nütze und [Gelächter] dann und dann verschwindet die Menschheit auf irgendeine Art und Weise. Das, das sind die, das sind die Apokalypse.

Ähm, die das, was wahrscheinlicher aus meiner Sicht tatsächlich wahrscheinlicher ist über die nächsten, sagen wir mal 50 Jahre, ist, dass der Mensch seinen Körper weiter optimieren möchte. Also, man kann auch die Historie, die Menschheitsgeschichte verstehen als eine Geschichte von Körperoptimierung, medizinischer Körperoptimierung, Bildung, äh, was weiß ich, Fitness und was, was wir alles machen, um den Körper zu optimieren. Und äh und wenn man, wenn man das so versteht, dann ist die, ist die Logik relativ klar, nämlich, dass wir unseren Körper verbinden wollen mit dieser künstlichen Intelligenz, die irgendwie außerhalb des Körpers ist. Ja.

Ähm, ich habe vor äh vor vier Wochen, ne, vor sechs Wochen inzwischen war ich in China mal eine Woche und habe dort einen chinesischen Wissenschaftler unter anderem getroffen. Der ist also einer der besten, der Mitglied der chinesischen Akademie der Wissenschaften und der hat mir einen Vorschlag gebracht, der ist Hirnforscher und hat gesagt, wir, also die da sind im Augenblick schon soweit, dass wir ähm ein Patch, also so eine, das ist so eine, na, so 5 cm lange, langes Plastik mit mit 200 Konnektoren dran auf die Hirnrinde legen können. Also muss ein Loch im Kopf und dann auf die Hirnrinde. Ähm und dann gibt's so ein Kabel und eine Batterie und so weiter. Ähm und Menschen, die das, also die haben jetzt, die haben die Tierversuche hinter sich, die sind jetzt sozusagen in klinischen Tests, also die testen das jetzt am Menschen. Ähm und der sagt, ich suche gerade in Europa eine Klinik, die das auch macht. Warum? Weil dann könnten wir in Europa einen haben, der das Zeug da im Kopf hat und in China hätten wir einen und die würden beide eine, die erste interkontinentale Telepathiesitzung machen. Ja, also die denken, jeder von denen denkt nur, dazwischen ist ein Computer und auf diese Weise unterhalten die sich.

Ähm, bitte nicht so verstehen, bitte nicht sagen, der Janski hat gesagt, in in 5 Jahren werden wir alle hier zu Cyborgs oder so. Das habe ich nicht gesagt, aber rein technologisch ähm sind wir, also wird das irgendwann gehen, rein technologisch wird das irgendwann gehen und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es auch, wie es immer ist, die ersten Menschen geben, die sagen: "Ey, das finde ich total sinnvoll." Ja, also ehrlich gesagt, bei mir haben sich schon fünf gemeldet, die, also ich habe das jetzt schon öfter erzählt, haben sich fünf gemeldet, die haben, ich würde das mal probieren. Ähm, es gibt halt immer irgendwie die ersten Verrückten in Anführungsstrichen. Ja, und wenn das dann und wenn das dann, wenn die dann irgendeinen Vorteil haben, dann sehen die anderen daran, e, die haben einen Vorteil, dann mache ich das doch auch und so weiter und so fort. Also äh lange Rede, kurze Sinn, auf auf wirklich längere Zeit, wenn wir über die nächsten 30 bis 50 Jahre reden, reden wir tatsächlich über was wir Zukunft z.B. BCI, Brain Computer Interface nennen, also eine Schnittstelle zwischen dem Hirn und dem und dem Computer und dafür wird es Märkte geben. Wie groß die sind, kann man heute noch nicht sagen, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit wird das wird das passieren.

Ich meine, Herr Janski, wenn wenn wir sehen, das kann jetzt jeder für sich selber einschätzen, aber sagen wir mal, manchmal meint es der Staat nicht nur gut mit uns. Ich denke, da gab es jetzt unterschiedliche Situationen in den letzten Jahrzehnten, die uns äh zu diesem Schluss kommen lassen können. Wir wissen, dass dass Nachrichtendienste versuchen immer tiefer in die Privatsphäre von Menschen einzudringen, mitlesen. Wir haben Deutschland mal davon gesprochen, ob möglicherweise die Post auch mitgelesen werden könnte. E-Mails abhören, Telefonate abhören, Messengerdienste abhören, immer weiter, immer weiter. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass irgendwann auch Gedanken ausgelesen werden können, denn das einzige Refugium, dass ich ja als Mensch noch habe, ist, ich kann sagen, alles klar, solange ein mein Gegenüber nicht in der Lage ist, meine Gedanken auszulesen, dann kann ich wenigstens noch denken, was ich will, wenn ich es schon nicht mehr sagen kann. Wenn diese Hürde jetzt auch noch fällt, dass wir nicht mehr denken können, dann ist ein George Orwell, muss man sagen, manche sagen sie jetzt schon mit prophetischen Fähigkeiten gesegnet. Der konnte dann wohl in die Zukunft schauen, denn vieles von dem, was er in seinem Roman ähm äußert, gleicht sich, wenn man so möchte, immer mehr an. Ist das nicht sehr bedenklich, wenn wir davon ausgehen, dass Computerprogramme irgendwann mal das, was sie innerlich denken in ihren Gedanken, die sie vielleicht auch als privat sehen, die sie nicht teilen wollen, wenn selbst das nicht mehr das letzte Refugium ist, für uns selbst die eigenen Gedanken haben zu können, wenn die auch ausgelesen werden können?

Also, wir ich kann den Gedanken komplett nachvollziehen und äh und in der Tat, ich äh ich hätte äh größte, wie soll ich sagen, größte Bedenken ähm, wenn ich davon ausgehen äh oder wenn man davon ausgehen müsste, dass das quasi überall auf der Welt eine, wie soll ich das sagen, eine, also so eine, so eine Gedankenüberwachung quasi ähäh quasi stattfindet. Ähm, die äh ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass das Mchenk auf der Welt ist für relativ gering. Ich halte das für für gegeben in in Teilen der Welt in der Tat ähm, in anderen Teilen der Welt der Welt nicht.

Ähm, das das Verrückte, ich ich sag ich sag bewusst dieses dieses komische Wort in Anführungsstrichen, das Verrückte daran ist, ähm, dass es immer Menschen geben wird, die die das wollen. Warum? Weil sie dadurch einen Vorteil bekommen. Ja, weil sie sagen, ey, sollen sie doch irgendwas auslesen. Ähm, äh Hauptsache, ich kriege hier irgendwas, was weiß ich, irgendwas billig oder irgendwas und und so weiter und so fort. Das heißt, ähm, äh es wird immer Menschen geben, die die möchten das, die haben einen Vorteil davon und es wird Menschen geben, die möchten das nicht. Und das ist das ist jedenfalls nach meiner nach meinem Blick auf die Menschheit ist das etwas völlig, ist halt so, ist okay. Ist okay.

Ähm, wenn es in der Welt ähm Regionen gibt, in die ich gehen kann, wenn ich das nicht möchte und leben kann, so dass ich das nicht mache, ähm, dann und gleichzeitig gibt es Regionen in der Welt, wo ich äh wo ich das nutzen kann oder nutzen will oder sowas. Ähm, dann ist es für mich, also für mich als Person, ja, ähm, jetzt rede ich nicht als Wissenschaftler, sondern rein als Sven Gabanski, ähm, dann ist das für mich eine eine persönliche, eine individuelle Entscheidung, die jeder, die jeder Mensch äh treffen kann. Ähm, schwierig wird es, wenn Menschen sozusagen gezwungen in eine, wie in ein System hinein gezwungen werden, ohne es, ohne es zu wollen. An der Stelle, an der Stelle wird das schwierig.

Ähm, auch da muss man, wenn man realistisch in die Welt schaut, schaut, äh, ehrlich sagen, na ja, äh es gibt es gibt auch eine ganze Reihe Menschen, die die nicht so frei sind, sich bewegen zu können, sich ganz frei bewegen zu können, die dann eben da leben leben müssen. Das ist so tatsächlich, das war auch schon immer. Ja, schauen Sie in die Geschichte. Das war das war auch schon immer so.

Ähm, aber äh, aber als Zukunftsforscher muss man, ich habe das vorhin gesagt, das das, was wir beschreiben, ist ja nicht immer das Wünschenswerte. Ja, also wir wir werden ja, also ich ich werde nicht dafür bezahlt, jetzt eine eine Wunschvision von Zukunft zu beschreiben, sondern mein Job ist es die wahrscheinliche Zukunft zu beschreiben. Ähm, das, was aus heutiger Sicht die wahrscheinlichste Entwicklung ist und das sozusagen den Menschen, den Unternehmen, den Investoren zur Verfügung zu stellen und dann dann können die ihre Entscheidung treffen, je nachdem, wie wie frei sie sind oder oder nicht frei. Deshalb muss ich so darüber reden, ohne ohne jetzt selber zu sagen, ich wünsche mir das, aber aber wenn das die wahrscheinlichste Entwicklung der Welt ist, dann müssen wir darüber reden.

Ohne Wertung quasi. Klar, Sie sind Sie sind Wissenschaftler und nicht dazu da, das Ganze zu bewerten, ob das jetzt gut oder schlecht ist, auch wenn ich Sie da am Ende gerne noch dazu fragen würde. Ähm, vielleicht mal aus eigener Sache, eines der gefragtesten Analysepakete, wir sind ja ein Analysehost bei der HKCM und und spezialisieren uns auf technische Analyse, ist das KI-Paket und da sind 20 Titel drin, die wir analysieren, die sich sehr stark mit KI beschäftigen. Beispielsweise eine Palantir oder Alibaba aus dem chinesischen Raum. Ähm, meine Frage an Sie ist, wie investieren Sie denn eigentlich als Zukunftsforscher? Ähm, welche Technologien haben aus Ihrer Sicht das größte Wachstumspotenzial?

Ja, ähm, das ist äh, das sage ich Ihnen in Ihnen gerne tatsächlich, weil sich das ein bisschen unterscheidet. Also, sag mal, ich ich habe an mit der Börse habe ich nichts zu tun. Also, immer, wenn es an die Börse geht, bin ich bin ich raus. Sag, [Gelächter] weil das ist dann schon äh in einem in einem Reifegrad ähm, in dem, in dem meine Expertise nicht mehr wirklich äh, ja, also nicht mehr besser ist als die Expertise der anderen sozusagen. Ja.

Ähm, ich investiere äh und wir haben wir haben tatsächlich hier im Institut, wir wir managen selber drei Investmentfonds, also wir machen das nicht nur mit eigenem Geld, sondern auch mit mit anderen Geld. Wir investieren in Technologien, von denen wir in unseren Studien analysiert haben, dass sie innerhalb der nächsten 5 bis 10 Jahre ähm zu einer Grundlagentechnologie, mindestens einer Branche, meistens sogar mehrere Branchen äh werden.

Ähm, ich gebe Ihnen ein Beispiel, wir haben über über Quantencomputer geredet. Ähm, wir haben eben, ich meine, im Jahr 2016 zum ersten Mal eine Quantencomputerstudie äh gemacht. Haben geredet mit all den Großen, mit den IBMs, den Googles und so weiter und sooft. Ähm, wie werden Quantencomputer in 10 bis 15 Jahren die Welt äh bestimmen und so weiter. Und äh und es mir ist aufgefallen in dieser Studie, ein Team aus der University of Sussex, also die waren noch in der Universität in England, ähm, die haben gesagt, wir können Quantencomputer ähm, äh, aber wir können es auf eine bessere Art und Weise als die anderen. Die anderen müssen das Ding immer runterkühlen auf den Kältepunkt 0,014 Kelvin. Wir machen das in Raumtemperatur. Und ich persönlich habe jetzt von Quantencomputern nicht die Detailahnung, aber wenn jemand das in Raumtemperatur betreiben kann und die anderen müssen das immer auf -273 Grad Celsius runterkühlen, dann haben die einen Vorteil, die da mit der Raumtemperatur. Und deshalb habe ich den Kontakt gehalten. 3 Jahre später, 2019 sind die ähm aus der Uni haben die eine Ausgründung gemacht ähm und einen Startup gegründet und ja, die haben sich noch nicht so gut ausgekannt in der Welt der Investoren, aber wir haben uns gekannt, also konnte ich und unsere Fonds Erstinvestor sein. Ähm und inzwischen jetzt sind jetzt sind's 5 Jahre später, ein bisschen mehr als 5 Jahre später, inzwischen jetzt gerade machen die eine Finanzierungsrunde mit der hundertfachen Bewertung. Ja, also meine, die Quantencomputerunternehmen sehen Sie auch an der Börse, die sind alle in den Milliardenbereich ja gegangen inzwischen und es geht dann noch weiter wahrscheinlich.

Also, ähm, kurz gesagt, wenn du wenn du es schaffst äh wirklich die Technologien zu erwischen, die äh die wirklich die die Basistechnologien der Zukunft sein werden und ganz zeitig reingehst, dann hast du in den ersten 5 Jahren die, also zumindest mal das Potenzial, das kann man nie versprechen, aber immer das Potenzial sich zweimal zu verzehnfachen. Ähm und das gilt sowohl für Quantencomputer, das gilt auch für äh für Kernfusion. Äh ich habe vor vier Jahren in Kernfusion äh investiert, äh übrigens ein Startup in von dem deutschen Professor, der hier in Deutschland das nicht weitermachen konnte, weil er keine Fördergelder bekommen hat, nach Australien gegangen ist. Ähm ganz interessant.

Ähm, ich ich habe viel in, wir investieren viel in Genetik. Ähm, also sowohl die Genetik, die Pflanzen äh besser macht, sozusagen. Ja. Ähm, aber dann auch die Genetik, die Menschen langlebiger macht, also das biologische Alter zurückdreht. Wir investieren viel in in medizinische Technologien wie Kryopreservation, also das Einfrieren von Organen, von Gewebe und wieder auftauen. Es funktioniert weiter. Ja.

Ähm, wir gehen davon aus, ähm, dass es äh tatsächlich in 5 bis 10 Jahren an beginnt, einen Markt zu geben von Ersatzteilorganen. Also, stellen Sie sich vor, unter großen Krankenhäusern sind Kältekammern und es sind Organe quasi eingefroren, eingelagert, ja, ähm, die wir dann, falls wir Organsagen haben, benutzen können. Ähm und ganz viel Nahrungsmittel, also die die Nahrungsmittel nicht ein, jetzt nicht im Sinne von irgend so ein neues Produkt da im im Supermarkt, sondern Nahrungsmittel im Sinne von, wie kriegen wir es hin ähm äh 60% der weltweit benötigten Nahrung künstlich herzustellen, also durch äh durch Fleisch aus Bioreaktoren und so weiter. Warum? Weil die Menschheit auf 11 Milliarden Menschen geht irgendwann, sag zwischen 10 bis 11 Milliarden. Ähm und die natürliche, das, was natürlich wächst auf der Welt, reicht für etwa 3,5 Milliarden. Also, wir brauchen über den Daumen zwei Drittel künstlich hergestellt und das ist ein riesiger Markt. Ähm und da gibt es heute natürlich Unternehmen, die Technologien entwickeln äh um genau diese diese Märkte in in Zukunft zu bedienen. Also, das sind so die Dinge, wo der, wo der Zukunftsforscher äh, wo der Zukunftsforscher drauf schaut. Die sind aber in aller Regel nicht an der Börse, sondern irgendwie so 5 Jahre vor der Börse. Das ist das ist unser Sweet Spot.

Hoch interessant. Äh, Herr Ernsk, da würde ich bei einem Punkt aber kritisch nachfragen. Äh, Elon Musk sagt, unsere Gesellschaften kollabieren. Es wäre ein Mythos, dass wir eine Überbevölkerung haben und führt dabei an, dass wir zum Erhalt einer Gesellschaft eine Kinderquote von 2,2 Kindern brauchen. Und wenn wir uns westliche Länder anschauen, dann liegen wir nicht nur auf diesen 2,2 oder leicht darunter, sondern wir stehen bei 1,4, 1,3, 1,2. Wenn man das extrapoliert auf die nächsten zwei Generationen, dann hat man teilweise auf 100 Leute noch vier Personen, die da sind. Jetzt gibt es zwei ähm Regionen. Das ist einmal Subsahara-Afrika und Israel, die deutlich drüber liegen und sonst ist da nicht mehr viel da. Wie kommen Sie darauf, dass der Man müsste ja da von einer regelrechten Explosion der ähm ja der der Gesellschaft ausgehen, dass wir auf 11 Milliarden Menschen weltweit kommen?

Ja, also an der Stelle äh sind wir, also die diese 11 Milliarden kommen nicht aus den aus den Methoden der Zukunftsforschung tatsächlich, ja, sondern sondern an der Stelle äh gehen wir von den äh von den Statistiken, von den UNO-Statistiken ähähäh und so weiter aus.

Ähm, die Ich ich glaube, dass Elon Musk äh an der Stelle richtig liegt. Ähm, man kann kritisch oder auch nicht kritisch zu Elon Musk stehen. Ich glaube, an dieser Stelle äh liegt er liegt er richtig, aber ähm die äh, dass die dass die Weltbevölkerung irgendwann ein Plateau erreicht und dann wieder dann wieder wieder zurückgeht. Ähm, was was meines Erachtens in dieser in dieser Berechnung noch nicht ähm tatsächlich wirklich präzise einbezogen ist, ähm, ist tatsächlich die Verlängerung des Lebens des Lebensalters, über die wir über die schon gesprochen haben. Ja. Ähm, weil wir reden da innerhalb von einer Generation, also der Generation meiner Kinder, um quasi 40 Jahre mehr, also von 80 heutiger Durchschnitt bis bisschen mehr als 80 auf 120, das ist sozusagen 50% Zugabe innerhalb einer Generation.

Ähm, ich meine, dass das, obwohl wie gesagt, ich bin jetzt kein Bevölkerungsforscher und und kein Statistiker. Ähm äh an der Stelle verlasse ich mich auf diese auf diese anderen Zahlen, aber aber eh, wenn es wenn es keine wenn es keine 11 Milliarden werden oder vielleicht irgendwas zwischen ne 9 bis 10 Milliarden, ähm, dann gilt die Logik. Ja, ich ich habe ja nicht ich wissen Sie, ich mir geht's nicht darum, in 10 Jahren zurückzuschauen und zu gucken, hatte hatte ich jetzt recht oder hatte ich nicht recht. Mir geht's darum als Zukunftsforscher, den den Menschen, den Unternehmen und den Investoren, für die ich arbeite, den richtigen nächsten Schritt zu zeigen. Und der richtige nächste Schritt, das, was ich daraus aus dieser Argumentation abgeleitet habe, ist, die Menschheit braucht äh eine Technologie oder mehrere Technologien, die in der Lage sind, äh Nahrungsmittel und Trinkwasser und Energie natürlich ähm quasi aus künstlich herzustellen, synthetisch herzustellen. Ja, und da kommen dann diese Bioreaktoren und ob das jetzt, ob das Gap zwischen, also biologisch herstellbare Nahrungsmittel für 3,5 Millionen, ob das Gap jetzt zwischen 3,5 Millionen und 9 oder 3,5 Millionen und 8 oder 3,5 Millionen 10, das ist ehrlich gesagt egal.

Ja, Herr Janski, eine letzte Frage an Sie. Lassen Sie uns da das Gespräch gerne mit einer persönlichen Note beenden. Wie blicken Sie persönlich in die Zukunft? Sind Sie eher optimistisch oder pessimistisch und gibt es auch einen Punkt, wo Sie sagen oder einen Zukunftstrend, der Ihnen persönlich Angst macht?

Das ist eine gute Frage. Ähm, also ich ich also Zukunftsforscher oder zumindest wissenschaftliche Zukunftsforscher, meine, es gibt viele, die sich Zukunftsforscher nennen, die dann irgendwelche Apokalypse-Zeug verbreiten. Ähm, die wissenschaftlichen Zukunftsforscher sind in der Regel äh optimistisch und das äh das liegt vielleicht in ihrer Person, das kann sein. Ähm, äh, aber eigentlich liegt's in der Methode, weil weil die Wahrscheinlichkeit, dass die Entwicklung dieser Welt in ein, in also eine positive Entwicklung macht im Sinne von, die Menschen werden älter, sie werden gesünder älter, sie haben mehr Geld, sie können sich mehr selbst erfüllen sozusagen, ähm, sie müssen vielleicht nicht mehr 8 Stunden am Tag arbeiten und so weiter. Das ist ganz hochwahrscheinlich.

Ähm, aber Sie haben nach meiner persönlichen Meinung gefragt. Ich glaube ähm, dass also ich bin ganz wirklich ganz optimistisch. Ich glaube, dass die ähm, dass in der in den der Zukunft, dass die Möglichkeiten der Zukunft viel viel größer, viel viel stärker sind als unsere Erfahrung aus der Vergangenheit. Und das unterscheidet mich, glaube ich, von sehr vielen anderen ähm, vielleicht Wissenschaftlern, vielleicht Politikern, vielleicht äh Wirtschaftsmenschen, Investoren können Sie vielleicht besser einschätzen als ich. Ähm, äh, wer aus den Erfahr, wer seine heutigen Entscheidungen über die Zukunft aus seinen Erfahrungen der Vergangenheit zieht, da wäre ich vorsichtig. Da wäre ich wirklich vorsichtig. Ja, weil weil weil das wirklich grundlegend neue, das grundlegend neue, nicht die bisschen Änderung, sondern das grundlegend neue ist schon immer aus den neuen Möglichkeiten von Zukunft entstanden. Aus den neuen Möglichkeiten, ganz oft technologischen Möglichkeiten, die die Zukunft bietet. Und da ist der Blick zurück äh meistens jedenfalls aus der Sicht des Zukunftsfor überhaupt nicht äh überhaupt nicht überhaupt nicht nützlich, ähm, sondern man braucht einen Blick nach, einen Blick nach vorn.

Und wenn ich diesen Gedanken noch einmal noch eine Ecke sozusagen weiter weitertreiben darf, ähm, das das deutsche, das das augenblickliche Phänomen oder das Problem in Deutschland ist doch, dass wir glauben, es gäbe eine Gegenwart. Aber was ist die Gegenwart? Die Gegenwart, also die Gegenwart ist etwas, wo die gleichen Regeln gelten. Ja. Ähm, für mich als Zukunftsforscher ist die Gegenwart vielleicht 10 Sekunden lang. Also da, wo ich einen Gedanken habe oder ausspreche. Alles, was davor ist, ist Vergangenheit. Alles, was danach ist, ist Zukunft. Und wenn Sie, wenn Sie dieses Bild, Sie haben nach meinem persönlichen Bild gefragt, wenn Sie dieses Bild von Welt haben, dass die Gegenwart, also da, wo die Regeln gleich bleiben, 10 Sekunden lang ist, dann ist die dann ist die einzige Konsequenz, die einzige Frage, die man treffen muss, die man sich beantworten muss, ist die heutigen Entscheidung, die ich jetzt tätige, die ich jetzt tue, beruhen die auf meinen Erfahrungen aus der Vergangenheit oder auf meinen Prognosen für die Zukunft und an der Stelle bin ich komplett in den Prognosen für die Zukunft, weil die Erfahrung aus der Vergangenheit ähm aus meiner Sicht für eine wirkliche Bewertung, eine Bewertung im Sinne von persönlicher Entwicklung, aber auch im Sinne von Vermögensentwicklung von von Finanzen äh haben die Erfahrungen aus der Vergangenheit ganz wenig äh ganz wenig zu sagen, aber die Möglichkeiten dazu kommen, die haben was zu sagen.

Herzlichen Dank. Ähm Sven Gabo Janski. Ich ich führe ja viele Interviews, aber das war für mich wirklich, wo ich kann das nur mitgeben, mit wirklich absolut faszinierend, was ich hier heute hören durfte. Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Ähm, ich weiß jetzt auch schon im Namen vieler Zuschauer. Kommentiert das gerne mal rein. Ich fand das super spannend. Herzlichen Dank für Ihre Expertise.

Sehr gern. Hat mich sehr gefreut.