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Dr. Nehls: Die Auswirkungen der Gehirnerschöpfung: Persönliche und gesellschaftliche Folgen

Florian Homm Charity1:25:02

Transcription

Neu! Plan. Das Bauchgefühl sagt er mir. Schon irgendwie ist es ungesund, was ich mache. Um uns als Gesellschaft weiterzuentwickeln, brauchen wir System 2. Ein Buchstaben ändern, und die Finpaltstelle wäre weg, und diese Gefahr, das ins Gehirn kann, wäre eliminiert gewesen. Der Akku, wo der wo das das Frontale seine Energie bezieht für System 2 – wenn dieser Akku nicht funktioniert. Aber bevor man feststellen kann, ob er funktioniert oder nicht funktioniert, muss man erstmal wissen, wo er ist. Wenn wir den nicht berücksichtigen, nur eins von denen nicht funktioniert, das Gesetz, das Minimum, dann ist die Neurogenese nicht intakt. Trotz meiner Verbindung zu meinen Muskeln, die z.B. sagen: „Okay, dann schlage ich jetzt einen ins Gesicht“, oder: „Ich bin ganz freundlich und lächel, obwohl ich eigentlich was anderes machen wollte.“ Was passiert, wenn ich trotzdem jeden Abend mir hoch Nachrichten [Musik] anhöre? Ja, es geht ums erschöpfte Gehirn, um das Gefühl, dass – also ich jeden Abend habe –, dass die Batterie leer ist. Für mich eigentlich ein schönes Gefühl. Das heißt, ich habe meinen Tag genutzt. Schlechter ist es, wenn man morgens auf aufwacht, die Batterie ist immer noch leer. Und die Batterie, von der ich spreche, ist die, die uns hilft, Entscheidungen zu treffen. Und für diese Batterie, die damals zwar nicht entdeckt wurde, aber deren Bedeutung sozusagen ganz früh erkannt wurde, gab es sogar einen Nobelpreis. Zweiter in Wirtschaft, passt ja zu dem erlauchten Kreis hier, m, und da gab’s einen Nobelpreis. Den rede ich nachher gleich, und was für Konsequenzen der hat und wie der meine Forschung belebt hat, ähm, gesellschaftlich und auch individuell. Bedeutet allerdings eine chronische Erschöpfung des Gehirns, als wenn diese Batterie nicht funktioniert, dass wir leichter als Menschen und als Gesellschaft indoktriniert werden, mit dramatischen Konsequenzen für unsere Persönlichkeit und für die gesellschaftliche Entwicklung, die wir gehen. Und deswegen war es relativ logisch für mich, und ich habe es eigentlich in dem Buch schon vorher gesagt, allerdings wollte ich da ein bisschen weitergehen. Aber Heyne als Random House Penguin Publikumsverlag war natürlich nicht so begeistert. Wenn man die Gen mal ein Stück weiter spinnt, und dann bin ich der Zensur entgangen, indem ich einfach meinem eigenen Verlag das Buch geschrieben habe. Und erstaunlicherweise hat es dann auch einen Spiegel-Bestseller-Status erreicht. Letzt vor vier Wochen muss ich noch anmachen: Was ist eigentlich an? Ja, hier ist es, und das Buch haben Sie jetzt auch in Händen, und ja, ich empfehle es Ihnen zu lesen, weil es ist weit mehr wie nur, ja, sozusagen eine eine eine Analyse dessen, was passiert, sondern auch eine Möglichkeit, wie wir uns vielleicht alternativ entwickeln können. Also, ich sehe das ein bisschen als einen Gegenentwurf zu dem Buch „Covid-19 und der große Umbruch“. Also ein Gegenentwurf, wie die Gesellschaft sich vielleicht alternativ entwickeln könnte. Nicht entwickeln muss, aber zumindest die mentale Fähigkeit hat, Alternativen zu denken. Gut, das ist der Nobelpreis. Der war 2002 vergeben worden. Es ging um Beurteilung und Entscheidung bei Unsicherheit. Ist genau das, was wir was gerade Investoren natürlich ständig machen müssen. Deswegen auch nicht ohne Grund Wirtschaftsnobelpreis. Ein Ökonom war dabei, aber vor allem ein Psychologe. Und der Psychologe hat einen Weltbestseller geschrieben, der Herr Kahneman: „Thinking, Fast and Slow“. Wobei das „Thinking Fast“ eigentlich gar kein Denken ist, aber komme ich gleich drauf zurück. Er beschreibt im Prinzip zwei Denksysteme. Das funktioniert irgendwie so ganz verzögert hier. Ein schnelles Denken, eben das nennt er auch in seinem Buch System 1, und ich werde ab und zu mal auf System 1, System 2 zurückgreifen, weil eindringlicher ist. Und das System 2, das langsame Denken. Und ich unterscheide die beiden Systeme, damit wir eine Grundlage haben, auf der wir sozusagen den Rest des meines meines Vortrags aufbauen können und verstehen können. Schnelles Denken, System 1, ist ein unbewusstes Handeln im Affekt. Es sind Stereotype, Denkmuster. Wir machen das, was wir immer tun. Ja, wir grüßen jemand, man grüßt zurück. Und weil es zum Teil einfach reflektorische Verhaltensmuster sind, die man als Kind schon gelernt hat, weiß man gar nicht, dass diesen Herrn oder diese Frau schon begrüßt hatte, weil es einfach so ist. Sei denn, ich habe eine besondere Bedeutung hat diese Person für mich in dem Moment, dann habe ich das bewusste Handeln. Neues, kreatives Denken, und das geht’s ja hier auch, das ist das System 2 Denken, das Out-of-the-box-Denken. Ja, neue Ideen haben und die auch umsetzen können. Schnelles Denken ist das anrainierte kortikale Reflexe, repetitive Verhaltensweise, hat ich schon genannt. Und hier geht’s ums langfristige Plan bei System 2. Ja, und zwar Änderung des Verhaltens bei Bedarf. Ich stehe Ihnen im Weg. Ja, ja, jetzt’s so besser. Dann geht’s eben darum, und das ist ganz ganz wichtig jetzt, das ist der der Schlüssel eigentlich hier. System 1 benötigt keine mentale Energie, ist deswegen ständig aktiv und muss auch ständig aktiv sein. Ein stereotypisches Verhalten muss da sein. Wer z.B. ein Auto fährt auf mich zu, und ich springe weg. Wenn ich da erst anfangen müsste zu denken, die Bruchteile von Sekunden könnten mein Leben kosten. Ja, also das ist also wie wichtig, dass wir diese Energie nicht, dass es keine Energie braucht und ständig aktiv sein kann, und eben steht aktiv. Und dann hier eben: Es braucht mentale Energie. Und der wissenschaftliche Begriff für die Batterie, die abends leer ist, nennt man Ego-Depletion, Selbsterschöpfung. Das heißt, diese Energie ist limitiert vorhanden, und wir haben nicht, also wir können nicht einen ganzen Tag kreativ sein, nicht rund um die Uhr. Diese Batterie muss ich wieder aufladen. Was damals, als dieser Nobelpreis vergeben worden ist, allerdings völlig unklar war, ist: Um was für eine Batterie handelt es sich? Was für Energie handelt es sich? Es gab die Theorie damals, dass es sich um um tatsächlich metabolische Energie handelt. Und jeder erinnert sich – also ich auf jeden Fall – da gab’s noch das Traubenzucker, was man mit in die Schule bekam, ne, wenn man mental müde wurde. Gab’s ein Traubenzucker. Traubenzucker ist eher kontraproduktiv, schädigt die Batterie eher, nützt ihr nichts. Also ich arbeite z.B. am besten, wenn ich morgens nüchtern bleibe. Ah ja, okay, ja. Das habe ich, mein System 1 hat es jetzt schon programmiert, hoffe ich, steht aktiv und achtet jetzt dauerhaft darauf, dass ich da nicht runterfalle. Aber ja, B Saen, sorry, ja, okay. Das unterliegt der Ego-Depletion, braucht also diese mentale Energie, und die ist limitiert, muss deswegen aktiviert werden. Unser Gehirn ist energiekonservierend. Das heißt, es kann gut sein, das auch das Problem, warum es den Nobelpreis eben gab. Selbst wenn wir ein Bauchgefühl haben, wir müssten jetzt System 1, System 2 einschalten, tun wir es oft nicht. Wir reagieren, sagen wir, obwohl noch Energie da ist, mit System 1 und machen den gleichen Fehler noch mal, anstatt in der kritischen Situation vielleicht zu reflektieren, nachzudenken. Und noch problematischer wird’s, wenn keine Energie mehr da ist, dann können wir erst recht nicht vernünftig reflektieren und nachdenken. Also es ist wirklich wichtig, wenn wir geistig wache Menschen bleiben wollen, die stets genügend Energie haben, dass diese Batterie gut gefüllt ist. Und unser Gehirn sorgt auch dafür, dass es gefüllt bleibt. Das heißt, wir brauchen wirklich das Bauchgefühl, um dieses System 2 einzuschalten. Ist ganz wichtig. Das heißt, ab und zu auch ganz wichtig, auf sein Bauchgefühl zu hören und einen Schritt zurückmachen und nachdenken und tatsächlich diesem System 2 eine Chance zu geben und nicht hastig sozusagen System 1 zu nutzen und wie gesagt, den gleichen Fehler vielleicht noch mal zu machen. Es läuft irgendwie langsam hier. Ja, also das ist eigentlich nicht Denken. Das hat glaube ich jeder begriffen. Deswegen ist der Titel eigentlich auch schon mal falsch von Kahneman, aber es verkauft sich halt gut. Das ist tatsächlich Nachdenken, und ich würde sogar sagen Querdenken. Ja, Begriff, der man auf den noch stolz war in der Schule, wenn man gesagt hat: „Bist ein Querdenker.“ Okay. Das nennt man auch den Zombie-Modus. Und tatsächlich, das Buch geschrieben habe, das das was jetzt in den Händen halten, das heißt tatsächlich, mein Computer steht noch: „Die Zombie-Apokalypse“ als Arbeitstitel. Das hat aber nichts mit Hollywood zu tun, auch wenn der Begriff, glaube ich, schon Verwendung fand, fand irgendwann mal. „Zombie-Modus“ geht auf einen anderen Nobelpreisträger zurück, der ein Jahr später sich der Bewusstseinsforschung zugewandt hat, und zwar Francis Crick. Den sieht man hier rechts mit Christof Koch zusammen. Der lebt noch. Francis Crick ist gestorben. Dazwischenzeit auch ein Bewusstseinsforscher. Die beiden wollen das neuronale Korrelat des Bewusstseins finden. Weil der Nobelpreis für die Entdeckung der DNA hat er schon, dann hat mal anderes Gebiet ausprobieren. Und die haben ein Jahr nach dem Nobelpreis 2003 in Nature einen Artikel publiziert: „A Framework for Consciousness“. Das läuft zu langsam. Entschuldigung. Ein Rahmenwerk des Bewusstseins. Und darin steht ein ganz interessanter Satz, den lese ich gerade mal vor: „Es scheint ein großer evolutionärer Vorteil zu sein, über Zombie-Modi – da kommt der Begriff her – Zombie-Apokalypse, Zombie-Modi – System 1 zu verfügen, die schnell und stereotyp reagieren können.“ Beispiel: Auto fährt auf einen zu. Da ist ganz cool, wenn man System 1 aktiv hat. Zweitens, äh, sowie ein etwas langsameres System 2, das Zeit zum Denken und zur Planung komplexer Verhaltensweisen lässt. Die beiden Systeme komplementieren sich, komplementieren sich. Sie notwendig, damit wir als Menschen funktionieren können. Das heißt, um uns als Gesellschaft weiterzuentwickeln, brauchen wir System 2. Wenn wir nicht über System 2 verfügen, wenn die Batterie ständig leer ist, dann sind wir im Zombiemodus gefangen. Ja, dann sind wir in System 1 gefangen und ja, treten auf der Stelle, laufen im Kreis. Zu denken, Plan und komplexer Verhaltensweisen ist eine Funktion des Frontalhirns. Der Denkhirn, da hinten ist auch unser Kurzzeitgedächtnis, und ähm ja, das ist hier beschrieben, sieht man auch hinten. Also, da vorne ist der Neandertaler, etwas kleineres Frontalhirn, fliehende Stirn. Der ganz im Hintergrund ist der Homo Sapiens, und die Exekutivfunktion, warum es eben auch die Exekutivzentrale unseres Gehirns heißt, sind hier vorne. Pläne machen, umsetzen, exekutieren ist Teil unseres Frontalhirns. Aufmerksamkeit steuern, Fokus, Emotionen kontrollieren, die soziale Intelligenz hat man da vorne irgendwie verortet. Umgekehrt, wenn da vorne ein Schaden ist, hat man weniger soziales, äh, artgerechtes Verhalten. Man ist erfunden, verhält sich eher unsozial, ähm, als Beispiel. Das heißt, durch Läsionen im Frontalhirn kann man sozusagen rückfolgern, was die Funktionen sein könnten. Und das Kurzzeitgedächtnis befindet sich dort. Also Kurzzeitgedächtnis, es wird oft falsch verwendet. Dieser Begriff ist nicht, wenn ich mich nicht mehr dran erinnern kann, was ich am Morgen gegessen habe, dann ist nicht mein Kurzzeitgedächtnis gestört, dann ist mein Langzeitgedächtnis gestört. Kurzzeitgedächtnis sind nur Hirnströme, und die sind ungefähr Sekunden. Wenn ich mich konzentriere, wenn ich die Aufmerksamkeit steuere, hier vorne, kann ich mir die Telefonnummer, die ich gerade gesehen habe, vielleicht 15 Sekunden merken, die neue um zu wählen. Aber so wie die Tür aufgeht, mich jemand begrüßt, ist die Nummer weg. Das ist das Kurzzeitgedächtnis, oder auch Arbeitsgedächtnis genannt. Das verwechseln viele. Viele sagen: „Mein Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr“, haben aber Angst vor Alzheimer. Das hat nichts damit zu tun. Der Alzheimer entsteht nicht hier vorne, das steht wirklich da, wo unser Langzeitgedächtnis orchestriert wird, im sogenannten Hippocampus. Da komme ich aber gleich drauf. Diese drei Funktionen hier brauchen System 2, und wenn die nicht funktionieren, dann sind wir eben unfähig, Pläne zu machen und Pläne umzusetzen, die wir eigentlich vielleicht mal geplant haben, solange noch System 2 aktiv ist. Okay. Und diese mentale Energie, die war unbekannt, als der Nobelpreis vergeben wurde. Und ich habe mir zur Aufgabe gemacht, die letzten 10 Jahre, seit ich Kahnemans Buch gelesen habe – das war m, die Originalausgaben, die ich damals da fotografiert hatte, ich habe es dann Englisch gelesen, mal im Strand in der Karibik – hat meiner Frau gesagt: „Ich glaube, wo die, ich weiß, wo die Energie liegt.“ Das lag einfach daran, dass ich mich sehr viel mit Alzheimer beschäftigt hatte, der Zeit schon, und mir war relativ klar, wo die Energie liegen musste. Und die letzten 10 Jahre habe ich damit, die nächsten 10 Jahre habe ich damit verbracht, das zu verifizieren, durch viele Studien. Bin jetzt auch eingeladen worden von „Frontiers of Psychology“, Peer Review, einen Artikel zu schreiben bis Weihnachten über diese Energie, weil ich gerade in der Uni München Vortrag gehalten hatte. Und es hat sich gerade ergeben, dass die Professorin, die mich eingeladen hatte, im Editorial Board von der Zeitschrift sitzt. Die sagt: „Michael, da musst du unbedingt einen Artikel drüber schreiben. Das darf nicht nur in im sag so ein Buch vorkommen, sondern das muss eben, die wissenschaftliche Welt muss das sehen.“ Und was ich entdeckt habe, wird es sozusagen die nächsten viertel Stunde von meinem Vortrag sein, und dann gehen wir einen Schritt weiter. Was passiert, wenn diese Zentrale, dieser – ich nenne ihn – Frontalhirn-Akku, der Akku, wo das wo das das Frontale seine Energie bezieht für System 2, wenn dieser Akku nicht funktioniert? Aber bevor man feststellen kann, ob er funktioniert oder nicht funktioniert, muss man erstmal wissen, wo er ist, logischerweise. Das heißt, ich habe mich auf die Suche gemacht nach diesem Akku, und und das war ein Teil der Kriterien, die ich benutzt habe, und noch viele andere. Um den kurzen Vortrag kurz zu machen, werde ich jetzt relativ schnell zum Akku hingehen. In meinem Buch sind das, überspringe ich jetzt 100 Seiten, ähm, aber wenn wir hier nur eine Stunde Zeit haben, knapp, dann ist es äh zu viel, vor allem, weil ich noch einige andere Sachen erzählen möchte. Ja, okay. Dieser Mensch, der dieses Gehirn hat, MRT, der hat kein Frontalhirn-Akku mehr. Er wurde eben entfernt. Und das geschah, ach man, wenn das n bisschen funktionieren würde hier. Im September 1953. Man sieht, diese Region hier wurde entfernt. Und es wurde diesem Herrn entfernt, am Henry Molaison, im Alter von glaube ich 27 Jahren. Als Kind hat er Fahrradunfall gehabt, auf Kopf geschlagen geschlagen hatte, Vernarbung gehabt in einem dieser Bereiche hier. Kann man das jetzt sehen hier. Ach m, irgendwie, das ist nicht meiner, Entschuldigung, der funktioniert nicht so wie viel. Auf jeden Fall in einem dieser roten Bereiche, aber nur in einem, hat er eine Vernarbung gehabt. Und die Konsequenz waren epileptische Anfälle, die waren irgendwann nicht mehr kontrollierbar. Man hat der Arzt hat gesagt: „Okay, dann operieren wir jetzt.“ Hat ihm aber aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen – vielleicht war es ein Hang zur Symmetrie – nicht nur den einen Teil entfernt, sondern gleich den anderen auf der anderen Seite noch dazu. Damit hat er eben einen Bärendienst erwiesen. Der Mensch hat aber ein Geschenk gemacht. Zum ersten Mal in der der neurobiologischen Geschichte hat man das autobiografische Gedächtnis identifiziert. Das war die Entdeckung des autobiografischen Gedächtnisses. Weil Henry, als er aufwachte nach der nach der Operation, hatte seine komplette Kindheit, alles vergessen. Er wusste nicht mehr, wer er ist, und konnte auch nicht mehr neue Erinnerungen fassen. Er war praktisch ja, gefangen der Gegenwart. So wurde auch beschrieben: Ein Mensch ohne Vergangenheit und damit auch ohne Zukunft. Da konnte nichts planen. Sein Frontalhirn, das liegt hier vorne, war etwas oben drüber, war unbeeinträchtigt. Sein IQ war normal, sein Kurzzeitgedächtnis hat funktioniert. Man konnte sich mit ihm unterhalten. System 1 war funktionsfähig. Man konnte mit dem Stereotyp von der alles er reagierte. Man hat Gefühl, man redet mit einem normalen Menschen. Wenn man aber der Tür rausgeht, 10 Sekunden später zurückkommt, Kurzzeitgedächtnis hat sagen: „Mich vergessen.“ Man kommt rein, und er würde sagen: „Ja, wer sind Sie denn? Ich kenn Sie nicht.“ Ja, er hat keine Erinnerung an die an das Gespräch, was er vor 10 Sekunden hatte. Warum? Weil sein Langzeitgedächtnis zerstört war. Sein autobiografisches Erinnerungsvermögen war weg, deswegen konnte auch keine Pläne schmieden. Das war ein erster Hinweis, dass ich vielleicht genau hier der Akku befinden könnte. Und tatsächlich ist es so. Das ist der Hippocampus, rechts und links. Wir haben zwei davon, wie es für jeden guten Datenträger gut ist. Deswegen hat man auch früher nicht gefunden. Operateure bei Tieren haben immer nur einen Teil entfernt, und das andere Teil hat kompensiert. Das heißt, man konnte Tieren tausende g tausende von Studien, Tieren Teile vom Gehirn entfernen, gucken, haben die noch ein Ortsgedächtnis, Ortszeitgedächtnis? Das gehört nämlich dazu zum Hippocampus, hat war intakt. Warum? Die haben immer nur einen entfernt. Das war wirklich dieser symmetrische Ansatz dieses Chirurgen, für den sich später entschuldigt hat, auch bei Henry Molaison. Oder konnte sich nicht merken, das hat alle alle 5 Minuten machen müssen. Das war wirklich ein Problem, dass man das nicht entdecken konnte. Er ist eben paarig angelegt. Okay. Jetzt komme ich auf die wesentlichen Kriterien zu sprechen, die den Hippocampus für mich zum Ort des mentalen Akkus gemacht haben. Also hier noch mal ganz kurz: Warum eigentlich Hippocampus? Man sieht, die Struktur ähnelt einem Seepferdchen, und das ist einfach der griechische Begriff für für das Seepferdchen: Hippocampus. Erstens: Wir brauchen ihn als autobiografische Gedächtniszentrale für System 2. Da können keine Gedanken zwischenlagern. Das Kurzzeitgedächtnis kann es ja nicht. Wenn ich jetzt plane, was komplex ist, und nach 10 Sekunden alles vergesse, funktioniert nicht. Ich kann nur mit Sachen merken, wenn ich die zwischenlagern kann im Hippocampus. Ich kann einen Gedanken, komplexe Strategien entwickeln, ja, wie ich investiere oder was auch immer, die Konsequenzen, die die Handlung haben können. Das sind so komplex, dass mein mein Frontalhirn überfordert ist. Es muss zwischenlagern. Wir brauchen diese Zwischenspeicher, sonst geht das nicht. Ohne autobiografische Gedächtniszentrale, die sofort alles langfristig speichert, da ist der Hippocampus einzigartig. Das heißt, es ist die logische Zentrale für das System 2. Ganz wichtig: Er ist unverändert groß, rechts und links, und seine Speicherkapazität ist begrenzt. Er ist tatsächlich am Abend, wenn wir viel mental geleistet haben, viel System 2 gemacht haben, viel soziale Kontakte hatten, viele emotionale Erinnerungen gesammelt haben, ist der voll, und dann ist neigt unser Gehirn dazu, nicht mehr System 2 einzuschalten, weil es geht nicht. Das ging schon, und ich zeige nach, dass es trotzdem geht, und das ist die Grundlage von dem Buch, was Sie in der Hand halten. Es geht trotzdem, aber das hat Konsequenzen, und zwar keine guten. Okay. Also, er ist begrenzt, er unterliegt der Ego-Depletion. Was wir unbewusst machen, was keine Emotionen hervorruft, merkt das sich nicht. Also wir brauchen ihn nicht für die Zombie-Aktion. Also wir können unser Leben leben im Zombiemodus, ja, im System 1 Modus, ohne Hippocampus. Henry Molaison hat uns vorgemacht. Und er regeneriert im Schlaf. Ganz wichtig: Wenn ich abends meine Ego-Depletion ist, morgens ist es irgendwie wieder aufgeladen, meine Energie. Genau das passiert nachts mit dem Hippocampus. Und wie das funktioniert, erkläre ich gleich. Und ganz wichtig: Ich habe postuliert, und es hat der Hippocampus hat eben diese Fähigkeit auch. Es muss eine schnelle Verbindung geben. In sozial angespannten Situationen, heftige Diskussion, muss ich auf alle meine Erinnerungen zurückgreifen können, und die neuen Eindrücke müssen mit den früheren verglichen werden, um die adäquate Reaktion hervorzurufen. Aber dann die Aktion selbst wird aber im Exekutivgehirn ausgelöst. Dort sind meine Verbindung zu meinen Muskeln, die z.B. sagen: „Okay, dann schlage ich jetzt einen ins Gesicht“, oder: „Ich bin ganz freundlich und lächel, obwohl ich eigentlich was anderes machen wollte.“ Alle diese Reaktionen laufen über das Frontalhirn, und das heißt, es muss aber in Sekunden schnell gehen, in Bruchteilen von Sekunden. Das heißt, es muss eine schnelle Verbindung geben zwischen dem Akku, den nicht der Hippocampus, und dem Frontalhirn. Tatsächlich existieren die, das sind die sogenannten von Economo-Neurone. Die sind die schnellsten Neurone, die wir haben überhaupt im Gehirn. Und das Interessante ist, wenn die zerstört sind, nennt man das eine frontotemporale Demenz. Ja, und genau dann sind die Verhaltensweisen ähnlich. Es ist praktisch identisch, ob ich meinen Hippocampus verliere oder mein Frontalhirn verliere. Die Konsequenzen sind psychologisch fast die gleichen, sozial, meinem Sozialverhalten ähnliche Probleme. Das heißt, die Schädigung des Akkus verursacht ähnliche Symptome wie eine Schädigung des Frontalhirns, eben die frontotemporale Demenz. Hier wird die Verbindung gekappt. Das ist übrigens auch eine Methode, die man für diesen Nobelpreis gab, diese Kappen, diese Verbindung. Das nennt man die Lobotomie. Gab’s 1949 Nobelpreis dafür. Und ich habe gerade vor kurzem einen Artikel geschrieben über eine neue Lobotomie, den neuen Nobelpreis, der gerade vor kurzem vergeben worden ist, und warum das die gleichen Konsequenzen hat, auf subtilere, aber dafür etwas umfassender Weise, nämlich die ganze Gesellschaft betrifft. Darüber rede ich dann gleich. Grundsätzlich: Wie funktioniert der Hippocampus? Was passiert mit unseren Gedanken, wenn wir nicht an sie denken? Okay, ich erlebe etwas, streife durch die Wildnis und erlebe etwas, oder ich denke irgendetwas, was mir wichtig ist, dann wird es im Hippocampus gelagert, und zwar augenblicklich und langfristig. Die die Gedanken gehen da rein, die Erinnerungen, die Erlebnisse, die Gespräche gehen da rein und werden langfristig gespeichert. Und er merkt sich bestimmte Dinge. Er merkt sich das Wann und Wo ich etwas erlebt habe, wann das Gespräch stattgefunden hat. Das ist ganz wichtig. Wo ist der Löwe, der mich möglicherweise nächstes Mal fressen würde, wenn ich noch mal dahin gehe? Ja, emotionale Erinnerung, die lebenswichtig ist. Und er merkt sich natürlich Was und Wie. Also, ob dieses emotionale Erlebnis, was war der Inhalt, ne? Und das Wann und Wie und das Wo und Wann merkt er sich. Das Wo und Wann sind übrigens die Neurone, Nervenzellen verantwortlich für die Ortneurone. Gab’s Nobelpreis 2005, die Entdeckung der Ortneurone. Sind im Hippocampus verortet. Und ein Jahr später hat man die Zeitneurone entdeckt. Die merkt der praktisch immer, wenn etwas passiert, was jeden Tag passiert, werden die plötzlich aktiv und erinnern uns daran: „Jetzt ist Zeit zu essen, jetzt ist Zeit zum Spazierengehen mit dem Hund“, was auch immer. Es sind die Zeitneurone. Also diese Neurone sind da, und das war und wie füllt den Hippocampus. Und deswegen muss da nachts etwas passieren, wie bei einem bei einer Chip, den mit fotografierten ganzen Tag. Chip ist voll am Abend. Um nächsten Morgen wieder fotografieren zu können, muss ich einen Upload machen. Genau das passiert im Schlaf. Das heißt, tags habe ich die direkte Verbindung, nachts geschieht der Upload. Wir werden dunkel, wir schlafen, und die das Wann und Wie schwup wird hochgeladen, und zwar in unserer neokortikalen Festplatte. So nenne ich das. Wenn wir oben Schädel aufmachen würden, die Wahnsinnigen, die sehen das. Das ist die neokortikale Festplatte. Dort wird die Erinnerung hochgeladen. Das ist gigantischer Speicherplatz, und und da geht es Wann und Wie hin. Allerdings: Der Neokortex lernt sehr langsam, nicht wie der Hippocampus. Deswegen wird das repetitiv findet das statt in den frühen Tiefschlafphasen, 10, 20, 30 Mal werden die tags zuvor gemachten Erinnerungen hochgeladen, bis der langsam lernende Neokortex die Erinnerung sozusagen begriffen hat, hochgeladen hat. Und dann kann der Hippocampus entspannen, und die Erinnerungen können am nächsten Morgen, also die was da gespeichert ist, kann überschrieben werden. Neue Erinnerungen können geformt werden. Wenn ich wieder wach bin, kann ich diese Erinnerung vom Tag zuvor oder von vor Jahren aus meiner Kindheit wieder abrufen, abrufen. Bedarf aber dieser Ort- und Zeitneurone, die sind die bilden ein Art Postleitzahlensystem. Wo in Gehirn ist es gespeichert? Wie kann ich es wieder zurückrufen in mein mein Bewusstsein? Diese Indexneurone. Ja, die sind natürlich auch irgendwo limitiert. Ja, wie viel Indexneurone kann, also wie viel Erinnerungen können wir ein Leben lang speichern? Ja, es ist auch begrenzt, weil der Hippocampus ja begrenzt ist. Und da hat die Natur eine ganz tolle Erfindung gemacht. Sie produziert jede Nacht neue Indexneurone. Das nicht nur bei uns, auch bei anderen Spezies ist so. Z.B. Eichhörnchen im Herbst produzieren Tonnen an Indexneuronen, damit die genau wissen, wann und wo sie welche Nuss oder welche welche Eichel versteckt haben. Der wächst bis zu 20% im Herbst, und im Frühjahr schrumpft er wieder, weil die Erinnerungen nicht mehr notwendig sind. Denn im Jahr drauf sind da Sämlinge entstanden und nichts mehr zu ernten. Und aber nächsten Herbst wieder neue Erinnerungsneurone, Indexneurone werden produziert. Es sind auf und ab, menschliche Erfahrungswissen. Das ist das Wissen älterer, die Altersweisheit, muss aber lebenslang vorhanden sein. Deswegen geht ist bei uns kein Auf und Ab. Wir haben ein stetiges Wachstum des Hippocampus, das Potenzial haben wir. Das heißt, diese Indexneurone werden jede Nacht produziert, und die sind so aus ja, das sind Indexneurone in einer älteren Maus, ist 2 Jahre alt, entspricht Lebensalter Mensch für 80 ja. Die wird maximal zweieinhalb, zwei Jahre alte Maus, also eine alte Maus, und die Indexneurone werden produziert. Das sind die, die hier so leuchten im Hippocampus. Und tatsächlich ist es so, bei Menschen, der 80-Jährige kann genauso viele Indexneurone jede Nacht produzieren wie ein 18-Jähriger. Diese Kapazität geht nicht weg. Also, es kann alles bei uns schwächer werden im Körper, aber die hippocampalen Neurone werden jede Nacht produziert. Das ist wichtig, weil noch vor der Zeit von Wikipedia und Google war tatsächlich das Erfahrungswissen der Älteren, das die überlebte, die größte Überlebenschance für die Familie. Okay. Was machen diese Zellen, außer dass sie unser autobiografisches Gedächtnis instandhalten? Sie machen noch viel mehr, und das ist ganz ganz wichtig jetzt für das gesamte restlichen Gespräch, was wir hier führen. Also wirklich Gespräch. Sie können mich immer unterbrechen, wenn Sie Fragen haben. Also wir können auch gerne hinterher noch diskutieren, aber wenn was ganz unverständlich ist für Sie, dann einfach unterbrechen. Hab damit kein Problem. Okay. Produktion erlaubt lebenslanges Wachstum unseres Erfahrungsschatzes. Das ist logisch. Ja, die älteste Frau wurde 122, mit 118 wurde sie noch mal untersucht, hatte kein Alzheimer übrigens, aber sie hat dafür gesorgt mit ihrem Lebensstil, dass lebenslang diese Produktion aufrecht erhält. Und das ist auch die beste Präventionsstrategie gegen Alzheimer. Habe ich publiziert: „Unified Theory of Alzheimer Disease 2016“, einen großen Artikel, und da zeige ich ganz eindeutig auf: Solange wir diese Produktion dieser Nervenzellen aufrechterhalten in unserem Leben, sind wir vor Alzheimer geschützt und auch vor Depression. Aber pro alle Antidepressiva, die es gibt, funktionieren nur, weil sie die Neurogenese anregen. Gut. Was machen diese Indexneurone? Die Funktion ist mehr als eben nur Erinnerung. Sie sammeln also neue Erfahrungen, ohne dass wir frühere überschreiben müssen. Hätten wir keine Indexneurone mehr, müssten wir, als wir etwas Neues lernen, müssen wir die alten überschreiben. Und das schon Hinweis auf die Indoktrinierung 2.0. Wenn man dafür sorgt, in der Gesellschaft, dass die Indexneurone nicht mehr produziert werden, ist die Grundlage allerdings für Erfahrung, Individualität, ganz wichtig, und Kreativität. Die Indexneurone begrenzen die Kapazität unseres Akkus. Wenn wir je weniger wir haben am Morgen, umso weniger sozusagen Energie haben wir. Das sind die freien Synapsen. Wenn die aufgebraucht werden gegen Abend, kann keine neue Indexneurone mehr da sein.

Die freie Synapsen haben, mit denen neue Erinnerungen gespeichert werden können. Dann ist der Akku leer, weil eben die, die Indexneuronen, die nachts produziert worden sind, voll sind. Muss Biss Umdenken. Aber letztendlich ist der Akku nichts anderes wie eine Verbrauch dieser freien Indexneuronen. Und je mehr ich produziere, umso größer ist mein Akku am Abend, am Morgen gefüllt. Das heißt, je mehr ich für eine Indexneuronproduktion sorge, umso geistig fitter bin ich den ganzen Tag, den ganzen folgenden Tag.

Wenn man dann praktisch einen täglich mal so einen Kurzschlaf einlegt, ist es praktisch eine, eine Produktion der – ich glaube nicht, dass sie im Tiefschlaf wirklich stattfinden – aber es ist auf jeden Fall sinnvoll, Nacht- mal Mittagschläfchen einzulegen. Das hat viele Konsequenzen; es retardiert sozusagen viele Aspekte in unserem Gehirn. Aber die Produktion selbst braucht längeren Nachtschlaf. Auch der Upload findet wirklich über Stunden statt; wir brauchen wirklich eine gewisse Menge an Tiefschlaf, die schafft man nicht in einem 20-Minuten-Schläfchen. Ja, man braucht, wirklich, man geht durch mehrere Zyklen durch, und der Slow-Wave-Sleep ist die erste Tiefschlafphase in der frühen Nachthälfte. Die, in der ersten Nachthälfte, ist das Slow-Wave-Sleep; der ist extrem tief. Dort findet der Upload statt. In der zweiten Schlafphase, also die man in frühen Morgenstunden hat, da nennt man sogenannten Rapid-Eye-Movement-Schlaf. Das sind die Augen ganz schnell am Bewegen. Wenn man den Menschen sieht, sieht so aus, er zuckt auch mit den Armen, Beinen manchmal ein bisschen; man denkt, er ist eigentlich wach. Ist aber beim Tiefschlaf. Was da passiert ist folgendes: Alles, was hochgeladen worden ist in den, in den Slow-Wave-Schlaf, wird jetzt im, im Neocortex neu vernetzt mit früheren Erinnerungen. Und dieses Vernetzen ist im Prinzip aus der neuen Erfahrung eine, eine Gesamterfahrung zu machen. Deswegen hat man morgens auch etwas Weiser oft Ideen oder Lösungen zu Problemen, mit denen man eingeschlafen ist, weil dieses Vernetzen, dieses Arbeiten stattfindet. Und das findet statt im Neocortex, wo auch unser Bewusstsein möglicherweise verortet sein kann, zu gewissen Maß. Deswegen leben wir nachts in einer Art virtuellen Raum, und unsere Augen verfolgen praktisch unser Tun in diesem Raum. Deswegen dieses Rapid-Eye-Movement. Und wir brauchen beides; wir brauchen beide Schlafphasen.

Und interessanterweise: Erst wenn der Upload stattgefunden hat, findet die Produktion neuer Hirnzellen statt, nämlich im REM-Schlaf, in dem Rapid-Eye-Movement-Schlaf. Wenn man den unterbricht, hat man keine, keine sogenannte Neurogenese. Also nennt man das auch die adulte hippocampale Neurogenese. Steht ja auch drüber, also auch beim Erwachsenen stattfindende Neurogenese, Neuronenesis, die Entstehung neuer Hirnzellen, die aber nur in unserem Gehirn, im Hippocampus stattfindet. Das braucht dann eben den REM-Schlaf. Wenn der Upload stattgefunden hat, kann der Hippocampus sich neu sozusagen orchestrieren. Bestimmte Stoffe werden ausgeschwemmt, die dafür sorgen, dass die tagsüber gemachten Erinnerungen nicht mehr gesichert sind, so dass der Hippocampus eben erlaubt zu überschreiben. Also wirklich wie ein Computer-Chip, der sozusagen jetzt überschrieben werden kann, vorher aber eine Blockade hatte, die dafür sorgt, dass man eben nicht ein Bild aufs andere sozusagen speichert und damit alles verliert. Ist, ist okay. Gut begrenzt die Kapazität ist. Frontalhirn-Zwangsüberschreiben der Indexneuronen ist möglich, und zwar unter Angst. Wenn ich Angstszenarien kreiere, also starke Emotionen, dann kann ich die Indexneuronen überschreiben, die da sind, obwohl sie eigentlich schon genutzt werden für frühere Erinnerungen. Kommen wir nachher drauf zurück. Die sind der Schlüssel zur konformierenden Indoktrination, und die erlauben eine effektive Anpassung auf Stressoren. Das heißt, wenn ich neue Indexneuronen habe, dann reagiere ich adäquater auf Situationen, wo vielleicht frühere Erinnerungen mir erlauben, die zu vergleichen. Mein praktisches Beispiel ist: Ich fahre ein Fahrrad. Und wenn ich mit dem Fahrrad fahre, bellt ein Hund. Ja, Essen auf Rädern, nicht ganz ungefährlich. Äh, mein, mein evolutionäres System fährt meine, meine, meine, meine Stresshormonlevel nach oben. Die „better safe than sorry“-Ja, also lieber mal etwas Stress haben und dann die Energie haben, dem Hund davon zu fahren oder das Fahrrad dazwischen zu stellen oder was immer notwendig ist. Dafür brauche ich noch mal zusätzliche Energie, und die Stresshormone werden hochgefahren. Jetzt drehe ich mir aber um und schaue und sehe, dass es eben nur so ein ganz kleiner Hund ist, an der Leine. Und dann sagt mir meine Erinnerung: „Ah, kleiner Hund an der Leine, nicht gefährlich.“ Und meine Indexneuronen, die miteinander kommunizieren, die frühere Erinnerung „kleiner Hund nicht gefährlich“ und die neue Erinnerung „ein bellender Hund“, die kommunizieren miteinander und reduzieren jetzt in ihrer Aktion den Stresslevel. Deswegen brauche ich neue Indexneuronen, um eine hohe psychische Resilienz zu entwickeln. Oder im Umkehrschluss: Habe ich wenig Produktion, habe ich eine niedrige psychische Resilienz und neige dazu, Depression zu entwickeln, weil dann die Cortisolspiegel, die Stresshormonspiegel ständig hoch sind. Und das ist ganz, ganz problematisch. Plus, also die schützen dann auch vor Depression und Alzheimer. Und ganz wichtig: Sie sind das neuronale Korrelat unserer menschlichen Neugier, die uns erlaubt, einen neuen Erfahrungsschatz zu bilden. Je mehr neue Indexneuronen ich habe, umso wahrscheinlicher bin ich bereit, auch neue Erfahrungen zu machen, weil die neuen Erfahrungen werden in diesen Indexneuronen abgespeichert. Mache ich keine neuen Erfahrungen, sterben sie ab. Die haben ein eingebautes Selbstmordprogramm; das nennt man Apoptose. Das ist genetisch vorprogrammiert. Zellen, die nicht gebraucht werden, sterben ab, weil die würden nur Energie brauchen, die aber nicht notwendig ist. Das heißt, Indexneuronen, die ich tagsüber nicht nutze, und deswegen sind die wirklich willig, neue Erfahrungen zu machen; die sind wirklich das, was uns neugierig macht. Ja, und in gewisser Weise sind die, die uns dazu führen, am Baum der Erkenntnis zu naschen. Und wenn jetzt sozusagen die Neugier in der Gesellschaft, das Interesse, Neues zu erfahren, explorativ zu sein, zerstört werden will, dann muss ich einfach nur die Indexneuronproduktion lahmlegen. Dann kann ich sie sozusagen zurückführen in einen neuen Garten Eden, wo sie garantiert nicht mehr vom Baum der Erkenntnis naschen wollen. Ja, eine Entwicklung in eine schöne neue Welt. Okay, das erklärt eigentlich nur Publikationen, die eben zeigen, dass es ausreicht, die Neurogenese zu aktivieren, um depressives Verhalten zu, zu reduzieren, um Angst z.B. aus, aus meinem Leben zu verbannen, also zu reduzieren, die Wahrscheinlichkeit, ich mit Angst gesteuert werden kann. Fahr die Indexneuronproduktion hoch. Umgekehrt: Wenn ich Menschen mit Angst steuern will, fahr sie runter. Ja, relativ simpel. Also Steigerung der Neurogenese im Hippocampus beim Erwachsenen reicht aus, um Angst und depressives Verhalten zu verringern. Alles lang bekannt. Publikationen 2015, 2011. Das heißt, wenn ich die adulte hippocampale Neurogenese anschaue, ist sie aktiv, habe ich eine starke Resilienz, hohe Widerstandskraft. Ist sie inaktiv, habe ich schwache psychische Resilienz und eine geringe Widerstandskraft als Individuum, aber auch als Gesellschaft. Gut, wir sind ein bisschen esoterisch aus – ist es aber nicht. Es sind die sechs Lebensbereiche, die relevant sind, dass wir eine starke Neurogenese im Hippocampus haben. Die sind alle wichtig. Wenn wir die nicht berücksichtigen, wenn nur eins von denen nicht funktioniert – Gesetz des Minimums – dann ist die Neurogenese nicht intakt, und wir leiden an reduzierter psychischer Resilienz. Ich gehe relativ zügig jetzt durch diese sechs Bereiche und mache immer nur ein Beispiel, ja, weil bei Ernährung da können wir, können wir zwei Tage reden und hätten noch nicht alle Beispiele genannt. Wir machen relativ kurz. Fangen wir im Zentrum an: Jeder Mensch braucht einen Sinn im Leben. Also ob das Leben an sich einen Sinn hat, das überlasse ich den Theokraten oder den, den Philosophen. Aber wir selbst spüren, dass wir einen Sinn haben. Wir müssen morgens aufstehen und das Gefühl haben, wir haben was zu tun. Man hat Studien gemacht, dass wenn Menschen sagen, sie haben keinen Lebenssinn, wenig Lebenssinn, dann steigt – ich krieg den Pointen nicht hin – dann steigt die kumulative Alzheimer-Rate, und zwar dramatisch. Also wenn man Menschen fragt, ältere Menschen: „Haben Sie einen Sinn im Leben?“, und die sagen – also haben sie Grund morgens aufzustehen, und der ist nicht die Angabe – was sie sagen ist nicht: „Ja, ich muss auf die Toilette“, sondern: „Wir haben wirklich einen Grund. Ja, was Bedeutsames steht an.“ Dann ist es wahrscheinlicher, dass sie kein Alzheimer entwickeln. Sie sind neugierig; sie wollen was erleben; sie wollen was Neues machen. Das ist ein indirekter Hinweis, dass die Neurogenese aktiv ist. Aber umgekehrt auch: Wenn ich neue Erfahrungen mache, weil ich etwas mit Begeisterung tue, dann füttere ich die Zellen, die entstanden sind, mit Informationen und steigere ihre Überlebenskraft. Die Wahrscheinlichkeit, sie überleben, und der Hippocampus wächst. Gut, das heißt, wir brauchen Eustress, soziale Aufgaben, Bewegung, Lernen, bewältigbare Herausforderungen. Oder im Umkehrschluss: Das Rentenalter ist nicht sozusagen Teil der evolutionären, des evolutionären Mechanismus gewesen. Also evolutionstheoretisch betrachtet ist es im Seniorenalter, sich zurückzuziehen, vor dem Fernseher zu sitzen und zu warten bis, ja, der letzte Tag kommt, ist nicht eine gute Idee. Wir brauchen eigentlich Großfamilien, etwas, was uns abhandengekommen ist in den letzten 100 Jahren, und mit zum Teil erklärt, wieso die Alzheimer-Raten hochgehen. Ja, Menschen haben im Alter oft keinen Lebenssinn mehr. Dann haben wir Unter-Stress, optimale Aktivierung der Neurogenese, verstärkte Vernetzung der hippocampalen Indexneuronen, und wir sind glücklich. Ja, wir haben auch Interesse an Neuem und haben eine geringe Depressionsrate. Das kann man auch sehen: Hier adulte hippocampale Neurogenese auf der einen Achse ist die hoch oder niedrig, und auf der anderen Achse eben z.B. die Aktivierung des Stresssystems. Wie gesagt, wir brauchen Eustress, dann haben wir einen guten Schutz vor Depression und Alzheimer. Und die Kurve sieht im Prinzip so aus: Umgekehrtes U, und da oben haben wir Eustress und optimale Neurogenese. Eustress brauchen wir, und dann sind wir eigentlich geschützt vor Depression und Alzheimer. Und was problematisch ist, habe ich schon angesprochen: Stressmangel, Bedeutungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, ja, Seniorenheim, wo man alleine sitzt, möglicherweise dann sogar komplett allein gelassen wird, wenn eine Gefahr von außen droht – ganz, ganz schlecht. Und die, und gerade die letzten drei Jahre sind die Alzheimer-Raten explodiert. Oder umgekehrt natürlich. Ja, also da kann ich vielleicht einige hier im Raum warnen. Das ist auch nicht gut, ne. Also Multitasking – versuchen die sowieso nicht – aber allein schon der Versuch ist nicht möglicherweise schädlich, weil man eben ja chronischen Distress hat. Zum chronischen Distress gehört nämlich auch, wenn man irgendwelche Traumata erlebt hat, wo man sich keine Zeit nimmt, die zu, zu bearbeiten und zu, zu lösen. Da hat man überhöhte Aktivierung und hohe Cortisollevel, die unterdrücken die Produktion der hippocampalen Neurogenese. Okay, Ernährung, ich will nur zwei Beispiele nennen. Ja, wieso wollen wir manchmal etwas machen? Tja, anerzogenes System 1, ja, kortikale Reflexe. Man muss sich so verhalten, weil man sozusagen antrainiert wurde. Und aus diesem Muster kann man eigentlich nur rausgehen, wenn man eben System 2 einschaltet, reflektiert, sagt: „Oh, das ist aber nicht gesund für mich“, und dann auch sozusagen System-2-Neuronen zu haben, also Indexneuronen, die mir erlauben, den Lebensstil zu ändern und darüber zu reflektieren. Also es bedarf sozusagen eines In-sich-Gehens und Neu-Planens. Das Bauchgefühl sagt mir schon irgendwie: „Ist es ungesund, was ich mache.“ Und auf dieses Bauchgefühl hören, in dem Fall ist vielleicht ganz sinnvoll. Und interessant ist: Man ist möglicherweise auch kreativer und effektiver, und wenn man sich auf eine Sache fokussiert anstatt auf zwei, ist die Wahrscheinlichkeit auch höher, dass man erfolgreich ist. Okay, Ernährung, nur als Beispiel. Ich nenne mal zwei Beispiele, weil wenn Menschen mir sagen, sie ernähren sich gesund, haben sie mindestens zwei Mängel, meistens. Ja, ein Mangel ist Omega-3-Fettsäure, und das liegt schon an der Werbung. Hier ganz viel Omega-3; man kauft sein Leinöl, sein Walnussöl. Das Problem nur: Dieses Omega-3 geht nicht ins Gehirn. Dort ist es aber ein wichtiger Baustoff. Warum? Es ist ein terrestrisches Omega-3, kommt von Pflanzen, die hier auf der Erde wachsen. Aber unsere Evolution fand statt, als wir Fischer und Sammler waren. Wir brauchen aquatische Omega-3-Fettsäuren; die sind höherwertig, biochemisch umgewandelt, und unser Körper kann die nicht produzieren. Bei Männern ganz extrem; Frauen können es ein bisschen, weil die, weil die, wenn sie schwanger werden, Kindesbedarf hat. Wenn sie versuchen zu stillen, da ist noch ein bisschen sozusagen enzymatische Fähigkeit da. Bei, bei Männern ist praktisch gleich null. Wenn ich 100 g Leinöl esse, mit 30% Omega-3, dann ist die hochwertige aquatische Docosahexaensäure (DHA), die Produktionsrate ist 0%. Und wir brauchen die aber. Jede Synapse, die die Indexneuronen produzieren, besteht zu 50% aus Omega-3. Man kann sich also gut vorstellen – also aquatisches Omega-3, DHA – kann sich gut vorstellen, wenn ich einen Mangel an DHA habe, dass ich nicht besonders gut Indexneuronen vernetzen kann. Geht gar nicht. Ja, wir brauchen alle Vitamine. Also es ist so: Unser Hippocampus kann auf kein einziges Vitamin verzichten, auf kein einziges Spurenelement. Ich habe einfach nur zwei rausgegriffen. Aber diese Prozesse in unserem Körper – ob es Körper oder Geist ist – die sind alle identisch. Also Körper und Geist sind auf der Ebene identischer Bedürfnisse. Ich komme auch gleich drauf bei einem anderen Beispiel. Auch ohne Omega-3 z.B. funktioniert unsere Virenabwehr nicht besonders. Ich habe z.B. in meinem Buch – komme gleich darauf – heißt „Die Algenölrevolution“, eine Karte drin, wo zeigt, wo der Omega-3-Index, das ist der Omega-3-Index, am geringsten ist in den Gesellschaften, also in Nationen, und wo am höchsten ist. Und die Covid-Raten z.B. reflektieren genau diese Karte. Es gibt eine wissenschaftliche Publikation, da hat man genau die gleiche Karte, die eigentlich entwickelt wurde nur um den Omega-3-Index zu zeigen, mit den Raten verglichen, und die war praktisch identisch. Weil eben wir brauchen das nicht nur für unser mentales Immunsystem, also sprich Hippocampus, wir brauchen es auch für unser körperliches. Das Prinzip „Seid fruchtbar und mehret euch“, ne, der Imperativ der Evolution braucht beide Immunsysteme, und beide Immunsysteme haben, haben die gleichen Bedürfnisse. Da komme ich auch gleich drauf. Das ist Hippocampusvolumen hier übrigens links gezeigt, und das der Omega-3-Index. Omega-3-Index ist die Anzahl, die Menge an prozentual der aquatischen Omega-3-Fettsäuren; das ist das DHA, Docosahexaensäure, und die Eicosapentaensäure (EPA). Die beiden im Prozentsatz ausgedrückt im Vergleich zu anderen Fettsäuren in der Membran von roten Blutkörperchen, wo man es am einfachsten messen kann. Und ideal ist 11%. 11% ist das, was die, die Gebärmutter versucht dem Kind zu geben. Nabelschnurblut versucht die Ärzte unbedingt auf 11% hinzukriegen, weil das Ideal ist fürs Gehirnwachstum. Man kann sich gut vorstellen, wenn die Mutter zu wenig hat, wenn die selbst nur 4, 5% hat, was dann passiert: Die Depressionsraten gehen in die Höhe, und zwar dramatisch. Zwischen viel Omega-3 und weniger, also hohen oder niedrigen Omega-3, hat man einen Depressionsratenunterschied von Faktor 60 während der Schwangerschaft – gewaltig. Okay, 11% ist ideal, habe ich gerade gesagt. 4,3, 4,4% ist der Durchschnitt in der deutschen Gesellschaft. 4%, nicht 11%, 4%. Und 2% ist mit dem Leben nicht mehr vereinbar. By the way, hat das auch was damit zu tun, wenn schwangere Frauen wenig Omega-3 haben: Schluss, Leistungsbeeinträchtigung in der Schule des Kindes – gewaltig. Die Effekte sind dramatisch. Den Omega-3-Index um 1% zu erhöhen hat eine IQ-Erhöhung bei Kindern um bis zu 7 Punkte zur Folge. Das war wahrscheinlich einer der, mit einer der Hauptgründe, neben Jodmangel, für einen mangelnden IQ in der Gesellschaft. Nur als Beispiel: Es gibt eine PISA-Studie, die PISA-Studie kennt ja jeder, da vergleicht man ja sozusagen Schulen bzw. Nationen untereinander. Und da gab’s eine Studie zum Omega-3-Index und den PISA-Ergebnissen. Und das Resultat der Studie war folgendes: Vergesst Investitionen ins Bildungssystem im Sinne von mehr Computer, kleinere Klassen – alles toll, alles korreliert irgendwie mit dem Abschneiden in der PISA-Studie – aber der, der beste Korrelation, die höchste Korrelation mit Abstand ist der Omega-3-Index. Gebt den Kindern Omega-3, wenn ihr wirklich in der PISA-Studie besser abschneiden wollt. Passiert aber nicht. Nur als Beispiel: 2 g braucht ein Erwachsener ungefähr, dann kommt man auf die 11%, habe ich selbst an mir ausprobiert. Viele Studien gibt’s, die versuchen Omega-3 zu diskreditieren. Einer, in meinem Buch, wo ich nachher zeigen werde, gibt’s viele Studien, und die meisten versuchen mit geringen Mengen zu arbeiten, so dass man ein negatives Ergebnis sozusagen hat und dann in der Ärztezeitung sagen kann: „Omega-3 taugt nichts, braucht keiner.“ Ja, das ist wirklich so: „Braucht keiner.“ Ja, ist essentiell für uns, braucht aber keiner. Wir machen noch ein Klammer auf gleich. Diese Studien zeigen alle Nutzen. Jeder Pfeil ist eine Studie. Das heißt, die, wenn wir in den Bereich kommen, wo sozusagen der Index tatsächlich vernünftig ansteigen kann, haben wir einen Nutzen. Problem ist nur – deswegen habe ich das Buch geschrieben, das heißt „Algenölrevolution“ – das Problem ist: Selbst wenn ich den ganzen Fisch – das ist die einzige Quelle für Omega-3, die einzig sinnvolle Quelle – wenn ich den ganzen Fisch auf dem Planeten – abgesehen davon, dass ich es nicht empfehlen würde, weil Schadstoff belastet – ein ganzer Fisch auf dem Planeten gerecht verteilen würde, ne, jeder auf unserem Planeten kriegt gleich viel Omega-3 in Form von Fisch, dann steigt der Wert ungefähr auf 5%. Das heißt, wir kriegen nicht die Weltbevölkerung auf 11%. Und wenn jemand Geld übrig hat, investiert in Firmen, die Omega-3 herstellen, und zwar mit Algen, Mikroalgen, Einzeller. Einzeller, die kann man aus dem Meer rausfischen, kann sie in große Container machen und kann so viel Algenöl produzieren, wie man will. Und all diese Einzeller sind die Quelle von Omega-3, verzweigten aquatischen Omega-3-Fettsäuren, die wir auch in Form von Fisch essen. Auch der Fisch kann keine aquatischen Omega-3-Fettsäuren herstellen. Deswegen ist z.B. auch Fischzucht keine Lösung, weil der Fisch, den wir essen, den Zuchtlachs, der hat weniger Omega-3, verzweigt, wenn er keine, keine anderen Fische zu fressen bekommt. Aber ich habe schon gesagt: Der Fisch mangelt. Wir kriegen mit dem Fisch nicht die Weltbevölkerung im Omega-3-Index hoch. Das heißt, die einzige Lösung ist: Wir brauchen eine andere Quelle, und zwar da, wo die tatsächlich die Quelle ist. Die ganze Omega-3, die auf unserem Planeten ist, hat letztendlich zum Großteil – also 99% – hat die Quelle bei diesen Mikro-, Mikroalgen im Plankton. Da fängt es an; da kriegt der Krill her, der Krill füttert den Fisch, und der Fisch frisst den anderen Fisch, und irgendwann haben wir ihn auf dem Teller. Und um das Problem zu lösen, brauchen wir diese aquatischen Fettsäuren aus, aus Algen. Ich komme gleich, gesehen. Und ich habe in meinem Buch gescherzt: „Solange das Bier nicht ausgeht, ist nämlich ein kleiner Einzeller, der uns das Bier beschert, sollten uns auch die Algen, das Algenöl nicht ausgehen.“ Können wirklich die globale Produktion machen. Und by the way, kann man ganz einfach ausrechnen: Wenn wir in Deutschland hier das Algenöl herstellen würden für die gesamte Weltbevölkerung, würde dabei so viel CO2 in die Atmosphäre gehen, wie die gesamte Industrie, die gesamte deutsche Bevölkerung an CO2 produziert. Also nur mal zu zeigen, dass es sogar aus der Sicht – wie man auch immer über die CO2-Theorie denken mag – aber auf jeden Fall da könnte man z.B. für manche Leute ein Argument liefern. Ja, okay. Aber das nur am Rande. Aber da war eine Frage da, ähm, ja. Ich kann, in jedem Tier sind nur geringe Mengen Omega-3. Die meisten Tiere können es auch produzieren. Es ist nur der Fisch, der es nicht mehr vernünftig kann, weil der Mensch, der es nicht vernünftig kann, weil er eine lange Evolution – das beschreibe ich in diesem Buch sehr ausführlich – weil in den langen evolutionären Zeitrahmen von weit über 100.000 Jahren waren wir praktisch, war unsere Ernährung zwangsläufig am Meer zu finden. Wir haben uns von Muscheln und von Fisch ernährt, und in dieser Zeit hat auch das Gehirn das größte Volumen angenommen, war 11% größer als es heute ist. Ja, also Hippocampus auf jeden Fall. Zeige ich nachher. Aber wir haben generell unseren Lebensstil dermaßen verändert – eigentlich schon im Neolithikum – da ist sozusagen dann eine massive Reduktion von, nicht nur von Omega-3, was im Fisch ist, auch Jod und andere Sachen hat sich generell reduziert. Wir wären wesentlich leistungsfähiger, würden wir uns noch so ernähren wie früher. Ja, ja. Wie genau diese Zusammenhänge sind, ist natürlich jetzt nicht eindeutig klar. Man hat auf jeden Fall Hirnschädelvermessungen gemacht von Menschen vor dem Neolithikum, also im Paläolithikum und im Neolithikum, und die, die in „Nature“ publiziert wurden, zeigen wirklich dramatische Unterschiede. Okay, das aber nur ein Beispiel. Kann man ganz leicht messen. Ein Tropfen Blut, ja, Finger-Kapillarblut kann man auch messen lassen. Kostet nicht viel, und da gibt’s Firmen, z.B. Omega-3-Index von Professor Schaki macht sehr gute Analysen, misst dann auch, wie viel Transfette hat man im Blut, wie viel Omega-6, wie ist das Omega-6/Omega-3-Verhältnis? Man hört immer nur Schlechtes über Omega-6. Omega-6 ist genauso wichtig wie Omega-3 für unser Gehirn. Problem ist nur: Wir haben ein Missverhältnis. Und was problematisch ist: Sowohl aus den Omega-3, den hochwertigen, spricht die Arachidonsäure und die EPA und DHA, die beiden wesentlichen Omega-3-Fettsäuren, werden auch Hormone gebildet. Manche sind z.B. proinflammatorisch, das sind die Omega-6, und antiinflammatorisch, entzündungshemmend, sind die Omega-3. Wenn ich jetzt ein Missverhältnis im Input habe, habe ich auch ein Missverhältnis im Output. Das heißt, mein ganzer Körper wandert in einen inflammatorischen Status, wenn dieses Verhältnis nicht stimmt. Deswegen idealerweise ein, ein Verhältnis von 1:2. Da ist der ideale Rahmen. In Deutschland hat man ein Verhältnis von 1:15. 15 mal mehr Omega-6 im Blut als Omega-3, und das hat dann auch noch zusätzliche Konsequenzen, abgesehen davon, dass der Baustoff für das Gehirn fehlt, die Hormone fehlen, der inflammatorische Status. Komme ich nachher noch drauf. Reden wir nachher noch drüber, was diese Neuroinflammation, die daraus entsteht, für Konsequenzen hat. Sind dramatisch. Zweiter Punkt: Wenn Leute sagen, sie ernähren sich gut, ist ein Vitamin-D-Mangel, der ist gravierend hier in Deutschland, und der betrifft beide Immunsysteme, das körperliche und das mentale, also unseren Akku, ja, den wir brauchen, das, unsere sozusagen mentale Abwehrzentrale ist, und unser körperliches Immunsystem. Vitamin-D-Mangel und hippocampale Entwicklung – so far so – Entschuldigung, ja, seit die Geschichte publiziert worden ist, 2015, in diesem Review-Artikel eindeutig: Der Hippocampus kann nicht funktionieren unter Omega-3- und Vitamin-D-Mangel. Und ich glaube, zeitgemäß mache ich das jetzt mal kurz, ist absolut wichtig, und der Mangel ist schon bei Jugendlichen zu sehen. Und ich komme gleich auf die Mängel zu sprechen, wenn ich mal eine Kurve zeige, wie die Werte sind und wie sie sein sollten. Machen wir gerade mal weiter. Unter anderem mit Vitamin-D-Mangel ist einer der Ursachen für beschleunigtes Altern im Gehirn bei Menschen. Und Alzheimer ist nicht die führende Alterskrankheit des Gehirns. Und da gibt’s direkte Korrelationen z.B. zwischen dem Vitamin-D-Spiegel. By the way: Vitamin-D-Spiegel – bei meinem Blut ist nicht Vitamin D, sondern 25-Hydroxyvitamin D, das ist das Vitamin-D-Prohormon nach Umwandlung in der Leber. Das ist das, was man misst. Also wenn Sie jetzt Vitamin D einnehmen, und der Arzt sagt: „Oh, können wir heute Morgen nicht messen, weil Sie haben gestern Abend Vitamin D eingenommen“, stimmt ja alles nicht, Quatsch. Sie können natürlich einen Vitamin-D-Spiegel messen, weil es gar nicht Vitamin D messen, sondern das Vitamin-D-Prohormon, und es braucht ein paar Tage in der Umwandlung in der Leber. Aber es gibt eine gute Korrelation zwischen meinem Vitamin-D-Spiegel, also Vitamin-D-Prohormon-Spiegel, und der Wahrscheinlichkeit, Alzheimer zu entwickeln. Große Wetteranalyse und es zeigt den Vitamin-D-Spiegel. Und nur als Beispiel: Der durchschnittliche Mensch hat im Winter einen Wert von 25 Nanomol. Ich werde Ihnen nachher zeigen, dass 125 Nanomol ideal sind für beide Immunsysteme, mentales und körperliches. Zwischen 25 und 125 liegen 10 Zehnerschritte, ja, 10 x 10 Nanomol. Jede 10-Nanomol-Erhöhung reduziert mein Alzheimer-Risiko um 7%. Das heißt, ich brauche eigentlich nur meinen Vitamin-D-Spiegel korrigieren, und schon habe ich eine Reduktion um 70% meines Alzheimer-Risikos. Meine Vitamin-D-Dosis pro Jahr kostet 6 Euro. 6 Euro, 70% Reduktion des Alzheimer-Risikos. Wenn Sie aber zum Arzt gehen, wird ganz, ganz selten der Vitamin-D-Spiegel gemessen. Interessiert ihn nicht. Im Gegenteil: Es wird eine starke Propaganda gemacht gegen Vitamin D, und das zeige ich Ihnen gleich. Das ist der Vitamin-D-Spiegel von Deutschland im Jahresmittel. Man sieht hier Nanomol pro Liter hier links, und da sieht man: Man kommt im Januar so mit 30 an, da geht’s noch weiter runter, und selbst im Sommer erreichen wir gerade mal so einen Wert um 50, 55 im Durchschnitt. Das heißt natürlich nicht, dass Sie jetzt einen niedrigen Spiegel haben, nur im Durchschnitt. Ja, gut. Reden wir mal über Corona so nebenbei. Studie von der Uni Heidelberg: Wer unter 30 Nanomol hat, hat ein 18 mal höheres Risiko an Covid zu sterben als wenn er über 30 hat. Also nein, dieser Spiegel bedeutet schon eine Konsequenz, war eine mortale, eine tödliche Konsequenz. Und aufgrund dieser Zahlen hat das Deutsche Krebsforschungszentrum mal genau analysiert und hat ein Paper rausgebracht: Das heißt, von 10 Millionen Todesfällen könnten verhindert werden, würden wir nur den Vitamin-D-Spiegel anheben. Ne, von 10 Millionen. Hat aber niemand interessiert. Es gibt eine weitere Analyse, eine Metaanalyse, die hat gezeigt: Die Wahrscheinlichkeit an Covid zu sterben geht auf null runter, wenn mein Wert bei 125 ist. Das sind die 125, wo auch unser Hippocampus am besten funktioniert. 125. Das ist auch der Wert, wo man bei Wildvölkern misst, die noch im Freien leben wie vor 100.000 Jahren oder vor 50.000 Jahren. Massai, Hadza in Kenia, da die Blutspiegel misst: 125. Wenn Sie schwanger werden, geht der Wert sogar auf 140 hoch. Das ist ein gesunder Wert. Das ist der natürliche Wert. Der Wert, den wir in Deutschland haben, sieht die Kurve – nicht mal im Sommer erreichen wir das. Deswegen supplementiere ich auch im Sommer, ja. Wenn ich 5000 Einheiten oder 10.000 Einheiten nehme, komme ich eigentlich komplett gut durchs Leben. Faustformel: 50. Ich brauche 50 internationale Einheiten um eine Nanomol-Erhöhung hinzubekommen. Wenn ich jetzt praktisch bei 25 wäre und der Arzt das misst, und 125 erreichen will, sind die 5000 pro Tag genau das, was ich bräuchte. 50 x 100 ist 5000. Eine Faustformel, muss man natürlich bei sich selbst austesten. Multiple Sklerose – ich meine, das ist ein großes Thema – wer niedrige Spiegel hat, hat ein hohes Multiple-Sklerose-Risiko. Gezeigt worden. Und geringfügige Erhöhung reduziert es schon. Es kann sein, dass Menschen, die Multiple Sklerose entwickeln, z.B. – wird angenommen, genetisch – dass diese Umwandlung, die ich vorhin genannt habe, in der Leber vom Vitamin D zu Vitamin-D-Prohormon nicht gut funktioniert, bei denen nicht so effizient. Das heißt, die bräuchten größere Mengen Input, um den gleichen Output zu haben. Und deswegen therapiert man die auch sehr erfolgreich mit – nicht mit 10.000, sondern mit 50.000 Einheiten am Tag. Nicht um den Spiegel massiv in die Höhe zu treiben, sondern überhaupt den Spiegel dahin zu bekommen. Natürlich wäre ja, aber das so nebenbei. Das ist auf jeden Fall zum körperlichen Immunsystem. Das mentale Immunsystem habe ich gerade, Bild vorher, beschrieben. So, jetzt kommt aber das renommierteste Wissenschaftsjournal der Welt, „New…“

England Journal of Medicine im Juli 2022 und fällt ein entscheidendes Urteil über Vitamin-D-Supplementierung. Das habe ich ihr gerade gesagt, wie wichtig Vitamin D ist. Jetzt sagen die, aufgrund einer Studie, die absolut hanebüchen ist, Vitamin-D-Präparate haben keinen signifikanten Nutzen für die Gesundheit älterer Erwachsene, selbst bei denen mit niedrigen Spiegeln. Also selbst wenn ein erwachsener Mensch niedrigen Spiegel hat, braucht er kein Vitamin D. Also wir haben einen evolutionären Schritt durchgemacht, also als Menschheit zu überleben, als Individuum gut zu überleben, all zu werden, brauchen wir kein Vitamin D, nur alle sechs Monate. Ja, ja, ganz wichtig. Dann geht’s noch weiter, wirklich steht da drin wortwörtlich, hab nur übersetzt: Gesundheitsdienstleister sollen aufhören, Vitamin-D-Spiegel zu messen, Vitamin-D-Supplemente zu empfehlen, und Menschen sollen aufhören, Vitamin-D-Supplemente einzunehmen, um schwere Krankheiten vorzubeugen und das Leben zu verlängern. Steht da drin, bedeutendste Wissenschaftsjournal der Welt, auch alle Covid-Studien publiziert worden, nur so nebenbei. Okay, ich habe dann mit Volkmar Schmiedel, das Vitamin-D-Experte aus der Schweiz, haben wir ein Video gemacht zu dieser Studie, die heißt Vitalstudie, und erkläre ich auf, was für einen Büchsenmist da gemacht worden ist, also wir beide, und wie das zusammenhängt. Könnten Sie mal auf meine Webseite gehen, auf meinen YouTube-Kanal, könnten Sie sich das mal anhören. Da besprechen wir noch ein anderes Thema: Medscape, das wichtigste Informationsportal für Ärzte, hat ein Jahr vorher publiziert. Ein deutscher Professor, der macht viel Werbung für Almid, diese Vitamin-D-Spezialist, und er sagt, sei sogar rechtsextrem, wenn man Vitamin D verstreut. Habe ich auch dann die Frage halt gestellt, weil mit dem Hinweis, dass man, dass man wieder mit eben ja, Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt hat und dann natürlich irgendwann mal angefangen hat zu supplementieren, wo man gemerkt hat, sind Mängel, und die fingen schon vor dem Dritten Reich an, aber in der Zeit hat man eben sich gemerkt, da fehlt was in der Bevölkerung. Supplementieren war aber jetzt sollte man sich immer Gedanken machen, ob es nicht rechtsextrem wäre. Okay, nur auch nebenbei: Spaß, Bewegung wichtig. Wer sich bewegt, evolutionär betrachtet, erweitert seinen Erfahrungshorizont. Ja, wenn ich weiß, was hinter dem nächsten Tal ist, wo der nächste Löwe möglicherweise auf mich lauert, wo der nächste Apfelbaum ist, von dem ich nicht naschen darf, aber sollte, all das ist sozusagen irgendwo in der Entfernung. Ich bewege mich dahin, und das Bewegen macht mich körperlich fitter, und die körperliche Fitness kommt durch hormonelle Wirkung, die durch Sport induziert wird. Körperliche Bewegung macht mich körperlich fitter, aber alle Hormone wirklich, jedes einzelne von denen ist ein Wachstumsfaktor für den Hippocampus. Weil das sagt dem Hippocampus: der Mensch bewegt sich, der macht Erfahrungen, besser ein gutes autobiografisches Gedächtnis zu haben, ist einfache Logik, und die ist evolutionär umgesetzt worden und kreiert einen Bedarf an Bewegung bei uns, wenn wir fit bleiben wollen. Das hat man sogar getestet bei 70-Jährigen. Zeig ich ganz kurz: 70-Jährige, 120 Stück, hat man genommen aus Seniorenheim. Voraussetzung war, in der Studie mitzumachen, nicht mehr wie 400 Meter am Tag sich zu bewegen, war kein Problem, und sie sollten noch keine Demenz haben. Und dann hat man die in zwei Gruppen eingeteilt, randomisiert. Die eine sollte sich eine Stunde sitzen, da bisschen Gymnastik machen, die andere sollte tatsächlich mal eine Stunde laufen, 3 Kilometer am Tag, also von 400 Metern auf 3 Kilometer. Und die Effekte waren dramatisch, was den Hippocampus angeht, denn der kann ja lebenslang wachsen. Und dann, das kennt jeder, was nicht wächst, schrumpft. Das gilt auch beim Portfolio meistens. Okay, hier haben wir: Hippocampus kann man vermessen mit Magnetresonanztomografie, macht man Schichten, die Schichten kann man aufeinander messen, aufeinander lagern, hat man Volumen. Und das Resultat war erstaunlich: die Obergruppe, eine Stunde Bewegung, der Hippocampus ist um 2 % gewachsen in einem Jahr. Das zeigt das Wachstumspotenzial, was er hat. Und bei der anderen Gruppe ist er um 1,4 % geschrumpft. Das klingt erstmal schlimm, aber das ist genau die durchschnittliche Schrumpfungsrate in der westlichen Bevölkerung. So viel schrumpft der Hippocampus in der in der modernen Gesellschaft im Schnitt pro Jahr. Ja, das heißt, wir haben enormes Wachstumspotenzial. Unsere mentale, sozusagen Immunabwehr müsste eigentlich jedes Jahr größer werden, mehr Erfahrungswissen haben, besser mit Situationen umgehen können. Das Gegenteil passiert. Okay, ganz klar. Natürlich in der Gruppe, das hat man auch getestet, man hat viele Tests mit den Leuten gemacht. Gedächtnis war besser, auch die körperliche Fitness war natürlich besser in der Gruppe, die Stressresistenz war erhöht, auch da hat man Tests gemacht, und bei denen war das Gegenteil der Fall. Das beste Antidepressivum, nachweislich, ist Bewegung, weil es die Neurogenese anregt, und zwar nachhaltig, was die Antidepressiva nur anschieben, macht die Bewegung sozusagen nachhaltig, und es halbiert das Alzheimer-Risiko, wenn man nur eine Stunde am Tag… Können Sie sich vorstellen, bisschen Vitamin D, 70 % reduziert, dann noch 50 % Reduktion durch bisschen Bewegung, und schon habe ich einen massiven Effekt auf die Wahrscheinlichkeit, jemals Alzheimer zu bekommen. Man hat auch jede Menge Hormone gemessen, alle möglichen Hormone. EPO kennt man ja, ne, Erythropoietin, macht fleißiger, wird ganz zum Doping verwendet, genauso wie z. B. GH, das steht für Wachstumshormon. Hat einen Riesenmarkt, glaube 5 Milliarden Umsatz im Jahr, die nur bei Bodybuildern verwendet werden, weil es eben körperlich fitter macht, ist aber alles, alles Wachstumsfaktoren für den Hippocampus. Selbst Irisin, was die Muskeln selbst produzieren, wenn sie aktiv sind. Auch unsere Muskeln sind Hormon produzierende Organe, allerdings nur, wenn sie aktiv sind. Dann natürlich, so der Hippocampus wächst, habe ich schon vorhin erwähnt. Nur im Schlaf, hatten wir diskutiert, da reicht dann der Mittagsschlaf nicht aus, da muss man wirklich nachts tief schlafen, und da jetzt noch die Voraussetzung gegeben: Melatonin aus der Zirbeldrüse ist hoch, typisch klassisches Tiefschlafhormon, sorgt für einen tiefen Schlaf, ist aber auch ein potenter Wachstumsfaktor für Hippocampus-Wachstumshormon. Je mehr Sport ich getrieben habe, habe ich von erwähnt, umso höher ist der Peak im Anfang des Tiefschlafs, und das Kortisol ist in der Welle über die Nacht, über den Tag. Diese erste kleine Welle da vorne bei 12, 12:30, 13 Uhr, ist dann da, wo man seinen Tiefschlaf, seinen Mittagsschläfchen gemacht, und dann ist er eben ein niedriger Spiegel in der Nacht, weil hohe Spiegel würden die Produktion der Neurogenese blockieren. Okay, jetzt haben wir eigentlich alles kurz hier erwähnt. Ja, wir brauchen Lebenssinn bis ins hohe Alter. Oxytocin, ja, Kuschelhormon, Hormon, was die Bindung einleitet für die Mutter-Kind-Beziehung, sorgt schon ganz früh, was relevant ist fürs Überleben des Kindes, ganz wichtig. Oxytocin, NFT, auch das Kraulen, etwas Spiel mit anderen Menschen ist ganz wichtig. Bewegung draußen in der Luft, nicht ganz toll. Gesunde Ernährung, Fisch habe ich erwähnt, Alternative bei Algenöl. Jetzt mein Angebot: Kokosöl ist ganz, ganz wichtig, sorgt für Ketogenese, Ketonkörper. Habe ich nicht drüber gesprochen, können wir noch diskutieren, wer Lust hat. Einerseits extrem gute, effiziente Ernährung fürs Gehirn. Das Babyspeck z. B. wird in Ketonkörper umgewandelt. Ketonkörper sind aber auch hormonell aktive Substanzen, die die Neurogenese anregen und gleichzeitig die sogenannte Mikrophagie, das heißt, das Abbauen von Zellorganellen, die nicht mehr funktionieren. Da gab’s auch Nobelpreis 2015 für die Entdeckung, und da hilft Fasten, Intervallfasten und eben auch die Ketonkörper, die aus Kokosöl entstehen. Schlafen ist wichtig, und der Hippocampus ist grün, hier ist happy. Ja, so die Realität sieht ein bisschen anders aus, nicht ganz so extrem möglicherweise, aber oft so. Abstand halten, Maske ganz schlecht. Maske, ich hab… also wer meinen Newsletter abonniert, glaube übermorgen werde ich Ihnen über nervtötende Maskenball, habe ich einen Artikel geschrieben. Die Erhöhung des CO2-Spiegels, also man redet viel über CO2, wie schädlich es sein soll, aber richtig schädlich wird es, wenn man es hinter der Maske erhöht. 0,04 % ist eigentlich normal, eine Erhöhung auf nur 0,1 %, 2,5-fache Erhöhung bei Schwangeren z. B., hab ich in Tierexperimenten rausgefunden, sorgt dafür, dass massive hippocampale Schädigung bei den Neugeborenen stattfindet. Also, wenn ich will, dass die nächste Generation einen schwachen Hippocampus hat, muss ich Schwangeren eine Maske aufziehen, und da schreibe ich gerade drüber. Das sind viele, viele Studien, die waren auch schon bekannt, als das ganze Programm anlief. Ja, Einsamkeit ist ganz, ganz schlimm für Menschen, für den Hippocampus, das habe ich schon gezeigt. Süßigkeiten für Kinder natürlich auch ein Problem. Fisch kann man nicht mehr empfehlen, allerdings wird auch kein Algenöl empfohlen, das heißt, man hat keine Alternativen. Ja, da ist glaube ich nichts dazu zu sagen. Schlafmangel ist natürlich auch ein Problem, schon bei Kindern. Der zirkadiane Rhythmus bei Kindern ist anders wie beim Erwachsenen, und das wird nicht berücksichtigt. Die Kinder sind der Industrialisierung geopfert worden, sozusagen. Morgens um 8 Uhr fängt die Schule an, egal ob du ausgeschlafen hast. Die Effekte auf den Hippocampus sind nachweisbar. Multitasking habe ich erwähnt, und dann schrumpft der Hippocampus, und chronische Erschöpfung, Depression, Alzheimer sind die Konsequenzen der Gesellschaft. Und was ich hier zeige, ist das Hippocampusvolumen über Lebensalter. Das wäre das normale Wachstum, dasselbe bei 70-Jährigen, Wachstum möglich, habe ich ja gezeigt, auf Basis der großen Datenbank mit fast 20.000 Teilnehmern in England über verschiedene Altersstufen, hat man diese Kurve. Das ist die normale Kurve des Hippocampusvolumens in der Gesellschaft über die Zeit, und das wird in diesem Paper übrigens als normal bezeichnet, was statistisch stimmt. Normal bedeutet einfach nur, das ist der Durchschnitt. Normal heißt aber nicht, wir falsch verstanden, mit natürlich, man sagt zwar, das ist zwar normal, das macht man so, aber es ist nicht unbedingt natürlich. Natürlich wäre ein Wachstum, und was dazu notwendig ist, habe ich Ihnen gezeigt. Okay, ja, das brauche ich nicht weiter machen. Die Maßnahmen haben mangelnde System-2-Denkfähigkeit in der Gesellschaft, und die Konsequenzen sind dramatisch. So hat die Weltgesundheitsorganisation nicht zu Unrecht die Kurve… haben wir jetzt gesehen, und das sag mal klinisches Korrelat eines schrumpfenden Hippocampus ist eine erhöhte Depressionsrate. Und in der Welt war Depression im Sommer 2019 auf dem Höchststand, oder umgekehrt gesagt: wir waren noch nie so System-2-denkunfähig wie im Sommer 2019, und damit kann man natürlich die Menschen wunderbar lenken, weil System 2 schalten sie im Schnitt weniger selten ein. Gleichzeitig haben wir gestörte oder reduzierte psychische Resilienz, also wunderbar ansteuerbar. Gleichzeitig: Alzheimer, die langfristige Konsequenz eines schrumpfenden Hippocampus, war auf Platz 3 bei den zehn häufigsten Todesursachen in Europa, war noch nie so hoch. Als mein erstes Alzheimerbuch geschrieben habe, war es Platz 10, mein zweites Alzheimerbuch war es Platz 6, jetzt ist es schon Platz 3. Also wir kriegen hier eine Beschleunigung des Alzheimer-Entstehens, und das hat sich weiter beschleunigt, zeige ich gleich. Die Lockdowns haben das Ganze… haben nicht viel gebracht. 0,2 % kommt diese Studie raus, aber die Konsequenzen dieser Lockdowns waren für das Gehirn… ein „pandemic policy document“ war hier eine Lösung, und dann schrieben die hier: „little or no public health effects“. Das stimmt so nicht, natürlich in Bezug auf die Reduktion der Mortalität an dieser Krankheit hat es tatsächlich wenig Effekt gehabt, 0,2 % haben die ausgerechnet, aber die negativen Effekte dieser Maßnahmen aufs Gehirn, die waren da, die waren massiv. Also zu sagen, da war „no public health effects“, ist ein Witz, ja, ein ganz schlechter Witz sogar. Nur als Beispiel: wenn man Menschen in der Antarktis ein Jahr lang beobachtet, in einer kleinen Gruppe, und den Hippocampus vorher und hinterher vermisst, dann ist genau der Teil des… also Hippocampus kann es nicht zeigen, aber all diese Abkürzungen hier sind Subregionen vom Hippocampus, und im vorderen Teil hier entstehen die Indexneuronen. Der schrumpft am meisten, wenn man Leute isoliert, und da… das war im Sommer, im September 2019 publiziert worden, auch New England Journal of Medicine. Man wusste also sehr wohl, was passiert, wenn man Menschen isoliert, und der Studienleiter, ein Deutscher, sagt: für das hippocampale Schrumpfen scheinen zwei wesentliche Faktoren eine wichtige Rolle zu spielen: soziale Isolation und Monotonie. Und das sagt er noch ganz am Schluss von dem Artikel, wo ich gelesen habe: bei Gefängnisinsassen, Isolationshaft, da bin ich mir ganz sicher, dass wir etwas Ähnliches sehen würden. Und dann ist die ganze Welt in Isolation gekommen. Hier diese Studie, links war Gruppe von acht Leuten, ist einfach die Anzahl der Menschen, die wir sozusagen um uns herum haben. Wenn die reduziert wird, hat es dramatische Folgen. Dann kam Covid, und ganz interessant: hier das Virus ist so umgebaut worden, dass ein Teil von ihm, ein Teil des Spike-Proteins ins Gehirn kann. Das sieht man hier, das ist eine Publikation, die gerade vor kurzem rauskam, von Verstorbenen, die Monate, ein Jahr vorher eine Covid-Infektion durchgemacht haben. Was mir hier zeigt ist, das ist das Spike-Protein im Gehirn, und das ist die Mikroglia, das sind die Immunzellen des Gehirns, die aktiviert werden. Dadurch aktiviert Spike-Protein die Immunzellen im Gehirn und sorgt für eine Neuroinflammation. Wie das aussieht praktisch, zeige ich jetzt im nächsten Bild. Das ist so eine Mikroglia, eine Immunzelle des ZNS. Hier ist die Zelle gezeigt, das ist der Zellkern mit ihrer DNA, und außen hat die einen Rezeptor. Ich werde sie nicht belasten mit irgendwelchen Ausdrücken, was sie bedeuten, was aber… hier ist ein Rezeptor, und dieser Rezeptor erkennt Spike-Protein, und zwar angeboren. Und der funktioniert nicht nur bei Menschen, der funktioniert auch bei Mäusen. Das heißt, der gemeinsame Vorgänger, Vorfahr von Maus und Mensch war schon fähig, Spike-Protein zu erkennen, was zeigt, wie alt die Coronaviren sind. Millionen von Jahren kursieren die schon. Wir haben schon Millionen Jahre sozusagen genetisch dran adaptiert. Das ist angeborenes Immunsystem, das ist genetisch, das hat nichts mit Anpassung zu tun, nicht das Immunsystem, was sich sozusagen auf den Virus hin verändert. Okay, dann kommt die Spike-Infektion, also die Infektion oder die Spike-mRNA-Injektion. In beiden Fällen kommt es zum Anheben des Spike-Proteins im Gehirn, und dieser Rezeptor erkennt das, und die Konsequenzen sind dramatisch. So wie er das erkennt, wird ein Molekül aktiviert, das nennt sich GSK3. Erspare jetzt die Fachausdrücke, aber der Punkt ist: dieses Molekül, wenn es aktiviert wird, aktiviert sogenanntes NFkB, und NFkB ist der Aktivator der… Aktivator im Zellkern, wo dann reinwandert, sogenannter Stress, sogenannte proinflammatorische Zytokine. Dazu gehören Interleukin Beta, Interleukin 1, Interleukin 6 und TNF-Alpha, und für alle drei ist gezeigt worden, sind die potentesten Hemmer der Neurogenese im Hippocampus. Es gibt keine potenteren. Wenn ich in der Maus Interleukin 1 spritze, blockiere ich komplett die Produktion neuer Hirnzellen im Hippocampus, komplett. Genau das passiert hier, und die Konsequenzen sind dramatisch auf den Hippocampus. Was ich erzähle, ist für Sie schon logisch, kann schnell sein: wir haben blockierte hippocampale Neurogenese, reduzierte psychische Resilienz, erhöhte Stressreaktion bei psychischer Belastung, und dann werden im Körper sogenannte DAMPs produziert, danger-associated molecular patterns, Moleküle werden aktiviert, die auch TNF-Alpha aktivieren, und das… wir haben hier dann Kreis schließt sich ein, ein Teufelskreis, ein Teufelskreis der Neuroinflammation, der uns leicht regierbar macht, unter anderem die vielen Entzündungen, die jetzt bei vielen Krankheiten… das ist das neuronale Korrelat von Brain Fog von SARS-CoV-2-Infektion, Long Covid, oder das neuronale Korrelat für die neurologischen Folgen für Post-Covid. Und es gibt einen Mechanismus, mit dem man den ganzen Teufelskreis unterbrechen kann. Der basiert auf einem Spurenelement, was essentiell ist. Schreibe gerade ein Buch drüber, das essentiell ist, aber nicht als essentielles Spurenelement anerkannt ist. Das heißt, wenn Sie die Menge an diesem essentiellen Spurenelement haben wollen, brauchen Sie ein Rezept, und das ist Lithium. Lithium blockiert GSK3β. Das kriegt man, bitte, das kriegt man auch so, man kriegt es auch so, aber nicht auf Rezept, aber nicht in Deutschland legal. Es sei denn, man kriegt… man kann es kaufen, man wird auch nicht verhaftet, aber es ist verboten. Ich arbeite mit einer Apothekerin zusammen, und wir bringen es jetzt als Rezept raus, mit anderen Apotheken natürlich. Jede Apotheke ist eingeladen, es zu tun, das sage ich auch jedem, auch hier wieder: meine Website, meinen Newsletter abonnieren. Ich werde die ganzen Informationen, die wissenschaftlichen Hintergründe mit allen Studien, werde ich wahrscheinlich in 10 Tagen Blick machen. Ist zwar der Kern meines neuen Buches, aber ich kann nicht warten, weil diese Information muss raus. Also ich warte jetzt nicht drauf, dass ich irgendwie Geld verdiene mit dem Buch, das ist… das muss raus, und jede Apotheke kann das produzieren. Ich habe da kein Patent drauf. Es geht nur drauf, dass die Menschen das wissen. Wir müssen den Lithiumwert hochheben. Lithium kennt man sonst nur von manisch-depressiven, da wird es zur Behandlung eingesetzt, braucht man aber Mengen von 4, 5, 6, 700 mg. Dafür reicht ein bis 2 mg, und das zu unterbrechen… ja, ist das beste Antidepressivum und es… so bei Alzheimer, es gibt Studien, weil das ist auch der Prozess, dieser rechte Teil des Prozesses, auch der Alzheimer-Prozess, der in Gang gehalten wird. Lithium, mikrodosiert, reicht aus, um den Alzheimer-Prozess zu stoppen. Gesagt, die Coronaviren sind sehr alt. Was hat sich da jetzt geändert seit Covid? Was sich geändert hat, ist, dass man in das neue Virus eine sogenannte Furinspaltungsstelle eingebaut hat. Diese Furinspaltungsstelle erlaubt körpereigenen Enzymen, eine molekulare Schere im Körper, zellinneren, das sogenannte Furin, ist die Schere, dieses Spike-Protein in zwei Teile zu teilen. Grundsätzlich ist es eine Voraktivierung des Virus, macht es infektiöser, so ist… deswegen ist es auch offiziell eingebaut worden. Es war ein Wissenschaftler 2018, der das vorgeschlagen hat. Die Sequenz ist von Moderna patentiert und in Wuhan eingebaut worden. Das ist alles Fakt. Was aber nicht gesagt wird, ist, dass es durch diese Spaltung jetzt hirngängig wird, und was ich ein absolutes Teufelswerk finde, ganz unter uns jetzt hier, dass man, als man den Impfstoff entwickelt hat, abgesehen davon, dass man ihn so verpackt hat, dass er sowieso ins Gehirn kann, mit den… ja, der ist ja verpackt in die sogenannten Lipidnanopartikel, und die Lipidnanopartikel sind entwickelt worden, um Chemotherapeutika ins Gehirn zu schaffen. Dafür sind sie entwickelt worden. Man weiß, dass es ins Gehirn geht, das war vorher schon bekannt. Aber unabhängig davon, wenn die nicht ins Gehirn könnten, äh… kann dann das Protein, was aus der mRNA entsteht, weil es nach der Furinspaltungsstelle kleiner ist, ist der äußere Teil dieses Spikes, und der ist hirngängig, habe ich auch gerade gezeigt bei der Infektion in dem Bild. Hat man… der Virus ist außen, aber das Spike-Protein kann rein, und man hätte eigentlich, wenn man sich schon für Spike sozusagen entscheidet, was auch ein Fehler war, man hätte ein Nukleokapsid nehmen können, den Protein nehmen können, anstatt mRNA. Aber wenn man schon die genetische sozusagen Matrix nimmt und die in den Körper injiziert und damit jede Zelle zum Target macht, was ganz fatal ist, muss man mit Bakterien reden. Aber der Punkt ist: man hätte an der Stelle die Furinspaltungsstelle mutieren können, einen Buchstaben ändern, und die Furinspaltungsstelle wäre weg, und diese Gefahr, dass es ins Gehirn kann, wäre eliminiert gewesen. Hätte an der Immunität nichts verändert, nichts gewaltig. Hat man aber nicht gemacht. Das heißt, man hatte mehrere Möglichkeiten gehabt, diese Katastrophe zu verhindern, was den Umkehrschluss natürlich zu lässt, die Frage zulässt: warum hat man es nicht verhindert? Mit dem ganzen Wissen, was da war, dass das Spike-Protein hirnschädlich ist, wusste man nämlich schon von SARS-CoV-1. SARS-CoV-1, 2007 publiziert: „Up-regulation of Interleukin 6 and TNF Alpha“ hier durch in Makrophagen. Makrophagen sind Immunzellen, die identisch sind mit der Mikroglia im Gehirn. Das war aber kein Problem, weil das Zeug geht nicht ins Gehirn. Durch die Furinspaltungsstelle hat man es aber jetzt geschafft. Das heißt, der Nobelpreis… die Forschung fing vor 15 Jahren an, 2007 hat man angefangen daran zu forschen, eine Methode zu entwickeln, die geendet hat, dass jetzt dieses Spike-Protein plötzlich ins Gehirn kann. Ja, okay. Und wenn man davon ausgeht, dass der Hippocampus der frontallappen ist und der bei der… ja, sozusagen auch schon mal Nobelpreis gibt, dann fragt man sich nicht, was eine Funktion dieses neuen Nobelpreises hatte. Okay, das wusste man, und man wusste, dass Interleukin 6, umgekehrt, korreliert, als Blut messen kann, umgekehrt korreliert mit der Menge von der grauen Substanz im Gehirn, insbesondere mit dem Hippocampus, und deswegen ist vollkommen klar, dass wir einen massiven Anstieg natürlich der Depressionsraten haben durch die Maßnahmen und natürlich durch diesen neuroinflammatorischen Zyklus. Ja, Lithium: wie lange muss man das nehmen? Ich würde sagen, lebenslang, weil es essentiell ist. Also ich nehme es schon seit 5 Jahren. Also ich habe das vorher schon genommen, weil ich es wusste, und ich rate auch jedem, und steht in allen meinen Büchern drin, zu Alzheimer-Prävention. Neuroinflammation ist der Schlüssel sozusagen, also ist der Mechanismus, den man als Schlüssel betrachten muss, zur Lösung des Alzheimer-Problems, und Lithium unterbricht das. Deswegen plädiere ich schon seit Jahren dafür, dass dieses essentielle Spurenelement als essentiell erkannt wird, und daran arbeiten wir jetzt ganz vehement, dass diese Anerkennung stattfindet. Und meine Arbeiten jetzt, und das Buch, was ich jetzt gerade, das neue, was ich schreiben werde, soll genau dem Zweck dienen, die Essenzialität sozusagen eindeutig nachzuweisen. Und ich kann da auf einen Erfahrungshorizont von 500 Millionen Jahren zurückgreifen, denn dort entstand schon GSK3β, und GSK3β wurde schon… die ersten Einzeller zu Mehrzeller wurden… GSK3β für das Zellschicksal verantwortlich, und dieses Zellschicksal wird durch Lithium beeinflusst, weil diese Tasche, in der Lithium sozusagen in das GSK3β bindet und seine Aktivität steuert, ist schon vor 500 Millionen Jahren entwickelt worden. Deswegen, wenn Sie z. B. eine Ziege haben und die Vitamin äh Lithium depletiert aufziehen, dann hat die mehr Totgeburten, geringere Anzahl von Nachkommen. Die Essenzialität bei Ziegen ist bewiesen, schreibt sogar die Weltgesundheitsorganisation. Ist bei Ratten bewiesen, Drosophila hat das Gen auch, Fruchtfliege. Gbit-Lithium lebt zu 30 % länger. Ja, die Essenzialität ist überall bewiesen, aber dann schafft die WHO… nur bei Menschen können wir uns nicht sicher sein. Das deswegen… besser kein Lithium nehmen, absoluter Irrsinn. Aber der Lithiummangel hat vieles möglich gemacht. Ist ein Salz, bitte, ist Salz. Ja, ist ein Salz. Lithium liegt gelöst vor, z. B. Mineralwässer, Heilwässer haben es manchmal. Die höchste Konzentration ist im Meerwasser. Also für Batterien z. B., Firmen, die Batterien herstellen, Lithium brauchen, überlegen sie sogar, ob sie mehr Wasser nehmen und dort Lithium rausfiltern mit irgendwelchen Methoden. 180-mal höher konzentriert im Salzwasser als im Süßwasser. Deswegen: Forellen essen nützt nichts, aber wenn Sie, wenn Sie eine Muschel essen oder einen Meeresfisch essen, äh, kriegen Sie Lithium, und bei 200, 300 g Meeresfisch haben Sie ungefähr 2 bis 3 mg Lithium, und das sehe ich auch so in dem Rahmen als essentielle Dosis an. Und wenn Sie jetzt noch Lithium in Form von Lithiumorotat nehmen, das sind Spinde, chemische Verbindung, Orotsäure ist ein körpereigenes Molekül, was wir brauchen im Körper, gibt’s Transportsysteme, dann erhöhen Sie sogar die Konzentration im Gehirn um Faktor 3. Aber das lesen Sie alles in meinem demnächst… in 10 Tagen rauskommt, kann ich, wie gesagt, nur empfehlen, da mal reinzugucken. Das sind die Depressionsraten, die haben sich verdreifacht übrigens von 2019. Brauche ich jetzt nicht weiter drauf eingehen. Bei Kindern hat sich das hippocampale Gedächtnis massiv reduziert. In… hat man eine Messung Ende 2020 gemacht. Da schreiben die Autoren: die Pandemiemaßnahmen… akademische Entwicklung einer ganzen Generation von Schülern auf der ganzen Welt. Und darüber haben sie 2021 die Studie wiederholt, und die Veränderungen waren immer noch da. Das heißt, das Gedächtnis bei Kindern hat massiv gelitten. Alzheimer hat sich um 31 % erhöht auf 2021 gegenüber 2018, und zum ersten Mal waren über 100.000 Menschen in Deutschland an Alzheimer erkrankt vor dem magischen Alter von 65, was auf die massive Beschleunigung hinweist. Das heißt, die Corona-Maßnahmen… schauen wir uns an, das habe ich… das ist die gleiche Grafik wie vorher, aber auf der Basis der Zunahme der Risikofaktoren: weniger Bewegung, weniger soziale Kontakte, schon im ersten Jahr. Dann die Psychopathie… wie ich die beiden Probleme sehe, also zusammenfasse, führen dann zu einer Erhöhung dieser Prozesse, eine Beschleunigung dieser Prozesse. Das heißt, das neue Normal wird wahrscheinlich so aussehen. Ja, ist meine Vermutung, müsste man messen. Der B… hat mich vor drei Tagen angerufen, hat gemeint, ob man nicht mal durchführen sollte, so eine Messung. Ja, okay. Jetzt komme ich zu meinem letzten Bild. Ich hoffe, Ihre Geduld ist noch nicht überschritten, aber jetzt komme ich zu meinem einen meiner letzten Bilder. Hier Zusammenfassung: eigentlich schwindende Kapazität des frontallappens… ich spreche vom Hippocampus, hat Konsequenzen. Erstens: wir haben eine geringere psychische Resilienz, habe ich jetzt schon dreimal gesagt, brauche ich nicht wiederholen. Konsequenzen sind aber dramatisch: wir sind leichter steuerbar durch Horrorszenarien und Angstszenarien. Wir reflektieren nicht, wir gehen nicht zurück und fragen uns, schauen über den Tellerrand, schalten System 2 ein. Sind wir gar nicht fähig dazu. Okay, wir haben geringes und schwindendes Selbstwertgefühl. Die Egodepletion, die chronische… reduziert mein Ego, mein Ich, mein Ich-Bewusstsein reduziert sich. Die Konsequenz ist: das schwache Ich sucht ein starkes Wir. Ja, wir rennen der Masse hinterher, viel leichter. Wir sind weniger fähig zu reflektieren und vielleicht eine eigene Meinung zu haben. Geringe, schwindende Fähigkeit zum kritischen Denken, das ist System-2-Denken. Das sind die… Konsequenz ist: Gefangensein in Stereotypen, Denk- und Verhaltensmustern. Okay, die Konsequenz aus all dem ist ganz einfach: Akzeptanz selbst objektiv widersinniger Maßnahmen. Okay, und damit haben wir eine hirnschädigende, weil artfremde Lebensweise, die wird dadurch noch intensiviert, weil wir das eben akzeptieren und noch gar nicht wissen, wie wir uns eigentlich wirklich schädigen, indem wir das akzeptieren. Damit schließe ich einen Teufelskreis der Frontalhirnschwäche, und damit hätte ich verlassen können… das war mein Buch: „Das schöpferische Gehirn“, „Das indoktrinierte Gehirn“ geht aber einen Schritt weiter, weil ich… die zentrale Frage ist ja: wenn ich keine Indexneuronen produziere aufgrund all dieser Maßnahmen hier, dieses Geschehnisses hier, was passiert, wenn ich trotzdem jeden Abend hoch Nachrichten anhöre, die ich mir ja merken müsse, weil sie ja möglicherweise Konsequenzen haben, wenn ich um 20:05 Uhr am nächsten Abend rausgehe und mitrechnen muss, dass ich von der Polizei angehalten werde und ja ein Knöllchen zahlen muss. Ja, dann muss ich mir das ja merken. Ja, ich meine, es muss ja im Gehirn bleiben. Das heißt, ich muss mir diese Information ins Gedächtnis rufen können am nächsten Tag, habe aber keine Indexneuronen. Was mache ich? Ganz einfach: ich überschreibe die verbliebenen Indexneuronen, die die meine Kindheitserinnerungen vielleicht kodieren, die die für meine letzte Geburtstagsfeier… ja, das Zusammensein mit Menschen, diese Erinnerungen werden jetzt überschrieben und sind damit gelöscht und so werden sie ersetzt, ja, durch die Angstnarrative. Damit habe ich einen Verlust der Individualität, und die eigene Persönlichkeit wird immer mehr und mehr geprägt durch die Angstnarrative. Es hat individuelle Konsequenzen, aber auch… man weiß ja auch, wenn Menschen die so indoktriniert schon sind, man spürt es ja schon fast, man redet mit denen… das ist es Teil dieser Persönlichkeit geworden, ist fast schon… wenn man alternative Gedanken hat, als wenn man denen auf die Füße…

Treten würde die reagieren auch dementsprechend. Das erklärt das, das heißt, das indoktrinierte Kirn erklärt, wie letztendlich Gesellschaft sich verändert und diesen Teufelskreis gar noch beschleunigt. Und ich habe immer vom Immunsystem gesprochen, vom Immunsystem, vom mentalen. Und jetzt schauen wir uns mal ganz einfach an: Die Gesellschaft hat ein Problem, eine eine Herausforderung, sei es jetzt Klimawandel, sei es geopolitische Konflikte, sei es ja was auch immer, Permapandemien, von denen der WF gerne spricht. Diese diese Dinge haben ja Konsequenzen, die müssten eigentlich uns zum Denken anregen. Also, Gesellschaft hat ein Problem. Jetzt haben wir diese diese Gruppe von Menschen, die Gesellschaft formen, oder wir haben diese Gruppe. Rhetorische Frage: Welche Gruppe wird wahrscheinlicher das Problem lösen? Ja, also von Ihnen aus, links, genau. Ja, rhetorische Frage: Die linke Gruppe wird wahrscheinlicher lösen, die besteht aus mehr Individuen. Und in meinem Buch steht dann auch drin, zitiere ich mich jetzt mal selbst: Die Summe aller Individuen multipliziert man mit dem Individualitätsgrad. Er gibt den Grad der Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft. Wir brauchen eigentlich Individuen, wir brauchen Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, Eigenschaften, Historien. Diese Gesellschaft hier entsteht allerdings, ich die Indexneuronproduktion unter Stoppe und fange an zu überschreiben, und sind bestehen alle Menschen nur noch aus dem gleichen Narrativ, dann habe ich die rechte Gesellschaft. Und da gibt es auch ein Zitat, das kommt aus Brave New World: Hauptinstrument gesellschaftlicher Stabilität sind genormte Männer und Frauen in konstanter Menge. Okay. Und die Menschen, die gehen natürlich auch dann hin, wo wo sie glücklich gemacht werden, in dieser, ja. Und auch wenn ihnen Lügen aufgetischt werden, und die Wahrheiten, die uns stören, die will man, die will man nicht mehr hören. Äh, tja. Und deswegen kann ich nur empfehlen: Lest das Buch und gebt die Botschaft weiter. Vielen Dank. [Musik]