Transcription
Stell dir vor, deine Eltern stehen kurz vor dem Renteneintritt und merken, dass die Rente nicht reichen wird. Wie du ihnen helfen kannst, ihre Finanzen zu strukturieren, das zeigen wir dir in diesem Video.
Wir haben eine Userfrage erhalten und die haben wir für dieses Beispiel mal ein kleines bisschen modifiziert. Die Userfrage lautet: Meine Mutter ist 64 und geht nächstes Jahr in Rente. Sie bekommt 1500 € Rente. Das macht 1300 € netto, hat 20.000 € Ersparnisse und besitzt ein Familienhaus, das viel zu groß und teuer für sie alleine ist. 750 € kostet das monatlich und das Dach muss auch bald gemacht werden. Selbst wenn sie ihren Lebensstandard stark einschränkt, fehlen ihr in Rente jeden Monat noch ungefähr 400 €.
Meine Befürchtung ist, dass ich sie ab nächstem Jahr deswegen finanziell unterstützen muss. Ich selbst bin aber erst am Anfang meines Berufslebens und benötige das Geld ehrlich gesagt auch einfach, um für meine eigene Altersvorsorge zu sparen. Andererseits aber bricht es mir das Herz, meine Mutter in dieser Situation alleine zu lassen. Deswegen versuche ich meine Mutter davon zu überzeugen, das Haus zu verkaufen, in eine kleinere Immobilie zu ziehen und das restliche Vermögen anzulegen, um ihre Rente aufzubessern. Wir schätzen den Wert auf ca. 350.000 € und ich habe auch schon eine kleine Wohnung bei uns im Ort für 170.000 € gefunden. Hausgeld und sonstige Wohnkosten zusammen machen ca. 450 €. Aber meine Mutter hängt natürlich auch emotional in dem Haus, in dem wir die letzten Jahrzehnte gewohnt haben. Außerdem kommt sie aus der Generation Sparbuch und hat Angst vor der Börse. Statt sie finanziell zu unterstützen, suche ich deswegen gerade nach einer Möglichkeit, möglichst risikoarm ihr Vermögen zu investieren, um sie weiter von der Idee zu überzeugen. Habt ihr da eine Idee?
In so einer Situation stecken wahrscheinlich viele aus unserer Eltern- oder Großelterngeneration, die sind wie gesagt eher die Generation Sparbuch, die ihre Sparnisse nicht am Kapitalmarkt anlegen würden, zumindest nicht direkt. Und wenn privat vorgesorgt würde, dann wahrscheinlich eher risikoarm. Z.B. über eine Rentenversicherung mit Beitragsgarantie. Hier gibt es eher wenig Rendite, die Kosten sind meistens relativ hoch. Und ein großer Teil des Vermögens steckt häufig in der Immobilie, an der aber natürlich auch ein großer emotionaler Wert haftet. Je näher die Rente dann kommt, desto klarer wird, dass die gesetzliche Rente eben nicht reichen wird. Also vielleicht hilft dir dieses Video ja dabei, deinen Eltern oder Großeltern ein bisschen unter die Arme zu greifen, wie sie ihre Finanzen organisieren könnten.
Also hier jetzt mal ein Beispiel. Wir betrachten die Situation der Mutter jetzt einmal ganz kühl und gehen nicht weiter darauf ein, dass es natürlich ein riesiger Schritt ist aus dem bisherigen Eigenheim auszuziehen und sich zu verkleinern. Also listen wir jetzt einfach mal die ganzen finanziellen Herausforderungen der Mutter auf, die gelöst werden müssen.
Erstens, die geringe Rente. Die Mutter bekommt eine geringe Rente von 1500 € brutto pro Monat. Für die Rente müssen außerdem Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden. Das ergibt netto eine Rente von ca. 1300 €.
Zweitens, die hohen Wohnkosten. Das Haus, in dem vermutlich mal die gesamte Familie gewohnt hat, bewohnt die Mutter jetzt allein und dementsprechend muss sie auch die ganzen Kosten dafür alleine stemmen. In ihrem Fall hat der Sohn mal mit ca. 750 € pro Monat gerechnet. Das sind die Cashflows, die wir kennen und dann gibt es natürlich noch die Vermögensseite.
Drittens gibt es das geringe liquide Vermögen. Sie hat fast kein liquides Vermögen, gerade mal 20.000 €. Also, das ist das Vermögen, über das sie direkt verfügen kann und das nicht in der Immobilie gebunden ist.
Und viertens gibt es ein großes Instandhaltungsrisiko der Immobilie, denn die Mutter hat den größten Teil ihres Vermögens in der Immobilie gebunden. Der Wert wird auf ungefähr 350.000 € geschätzt. Das Problem dabei ist, sie sitzt auf einem relativ großen Vermögen, das aber eben nicht verfügbar ist. Außerdem bringt die Immobilie einerseits die hohen Wohnkosten mit sich und andererseits ist die Immobilie renovierungsbedürftig. Das bedeutet, in der Immobilie steckt auch ein hohes finanzielles Risiko, nämlich, dass es in Zukunft zu unerwarteten Instandhaltungskosten kommt.
Jetzt versucht der Sohn sie zu überzeugen, die Immobilie zu verkaufen. Damit würde sie nämlich gleich drei Probleme lösen. Nämlich die hohen Wohnkosten würden geringer. Er schätzt, dass sie dadurch ca. 300 € pro Monat sparen kann. Wenn wir davon ausgehen, dass die neue Wohnung in einem besseren Zustand ist, fällt natürlich auch das Risiko der hohen Instandhaltungskosten weg. Und da die Eigentumswohnung weniger kostet, als das aktuelle Haus wert ist, erhöht sie damit natürlich auch ihr liquides Vermögen. Damit kann sie also nicht nur ihre Ausgabensituation verbessern, sondern auch ihre Einnahmensituation, wenn sie das freigewordene Geld anlegt.
Also gehen wir mal davon aus, dass die Mutter letztlich die Immobilie tatsächlich verkauft und in eine neue zieht. Nach der Immobilientransaktion hat die Mutter zwei relativ risikoarme Bausteine. Der erste Baustein ist die Immobilie. Die Immobilie ermöglicht ihr, mietfrei zu wohnen. Sie hat ein sicheres Dach überm Kopf, kann nicht gekündigt werden und muss auch keinen Kredit tilgen. Wie gesagt, einige Kosten fallen natürlich trotzdem dafür an.
Und der zweite risikoarme Baustein ist ihre Rente. Wir nehmen jetzt einfach mal an, dass diese 1500 € komplett die gesetzliche Rente sind. Die wird ihr lebenslang gezahlt und jedes Jahr an die allgemeine Lohnentwicklung angepasst.
Und dann ist da noch das liquide Vermögen. Das waren vor der Immobilientransaktion 20.000 €. Das Haus wurde dann für 350.000 € verkauft. Von dem Erlös wurde eine neue Wohnung für 170.000 € gekauft. Das ergibt also 200.000 € liquides Vermögen. Natürlich würden hier noch Transaktionskosten anfallen, die haben wir hier vernachlässigt.
Jetzt müssen wir uns überlegen, was mit diesem Vermögen dann genau passieren kann. Das Vermögen können wir in zwei Teile aufteilen. Einmal einen risikoarmen, planbaren Teil. Hier weiß die Mutter jedes Jahr genau, wie viel sie davon entnehmen kann und auf der anderen Seite einen risikohafteten, nicht planbaren Teil. Das ist der Teil, der am Kapitalmarkt investiert werden kann und wie viel die Mutter daraus entnehmen kann, entscheidet sich jedes Jahr aufs Neue, je nachdem, wie sich der Aktienmarkt entwickelt hat.
Also stellt sich als nächstes die Frage, wie viel Risiko darf es denn eigentlich sein? Das Vermögen risikohaftet anzulegen hat für die Mutter einen Vor- und einen Nachteil zugleich. Risiko am Aktienmarkt bedeutet, dass sie einerseits eine Rendite bekommt. Sie kann also aus dem gleichen Vermögen eine höhere Rente rausholen. Der Nachteil, den sie dafür in Kauf nehmen muss, ist, dass der Betrag eben, wie gesagt, nicht planbar ist, weil der Aktienmarkt eben schwankt.
In die Entscheidung, wie risikoreich das Vermögen strukturiert wird, müssen wir auf jeden Fall auch die Risikoneigung der Mutter einbeziehen. Also auch wenn es mathematisch Sinn ergeben könnte, das Vermögen etwas risikohafter anzulegen, ist damit nichts gewonnen, wenn das der Person am Ende Angst macht. Sie möchte ja schließlich in Rente auch ein möglichst unbeschwertes Leben führen. Deswegen fangen wir jetzt erstmal mit einer komplett risikofreien Geldanlage an und gucken dann, was sich verändert, wenn wir hier etwas mehr Risiko hinzufügen.
Wir gehen zunächst mal davon aus, dass die Mutter die 200.000 € komplett risikofrei anlegt, also z.B. auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto. Die Mutter geht nächstes Jahr in Rente, also Renteneintritt mit 65 Jahren. Außerdem rechnen wir mit einer Lebenserwartung von 100 Jahren. Sie muss also 35 Jahre von ihrem Vermögen leben und bis dahin darf das Vermögen aufgebraucht sein. Außerdem rechnen wir mit einem risikofreien Realzins von 0,5%. Realzins bedeutet, dass hier die Inflation schon abgezogen ist. Bei einer Inflation von 2 % entspräche das also einem Nominalzins, also ohne Inflation, von 2,5%. Wo es diese Zinsen gibt, das zeige ich dir gleich. Was sie dann pro Monat daraus entnehmen kann, das kannst du mit unserem Entnahmerechner ausrechnen. Den findest du über den Link in der Videobeschreibung. Da kommt dann eine monatliche Entnahme von 520 € pro Monat raus. Dazu kommt ja die Rente von 1500 €. Das ergibt dann also ein Gesamtbudget von 2020 € brutto. Das Ganze muss dann noch versteuert werden. Ich erspare euch da jetzt mal den Rechenweg. Die Zinserträge werden mit der Kapitalertragsteuer versteuert und hier wird natürlich der Nominalzins von in unserem Fall 2,5% versteuert. Das ergibt dann netto ungefähr 1738 € Budget und damit hätte sie schon mal deutlich mehr Freiraum gewonnen. Wenn sie jeden Monat 450 € für die Nebenkosten und 950 € für sonstige Ausgaben hat, dann hat sie dadurch noch 338 € übrig. Sie müsste ihren Lebensstandard also nicht ganz so stark herunterfahren, wie ursprünglich in dem Szenario angenommen, wo der Sohn sie mit 400 € unterstützen muss, denn ehrlich gesagt hat sie den Lebensstandard auch schon ziemlich reduziert, indem sie ja vom Haus in eine kleine Wohnung gezogen ist.
Kommen wir jetzt zu der risikobehafteten Option. Zunächst mal müssen wir uns fragen, wie viel Risiko die Mutter eigentlich vertragen kann. Also wie viel von den 200.000 € sollten risikoarm investiert werden und wie viel kann davon risikobehaftet am Kapitalmarkt investiert werden? Ich bin auf eine Studie von James Choy von der Yale University gestoßen, in der ein Modell entwickelt wurde, um eine optimale Aktienquote auszurechnen. Dieses Modell berücksichtigt z.B. auch die persönliche Risikobereitschaft. Also je höher die Risikoaversion, desto geringer ist auch die Aktienquote, aber z.B. auch wie hoch das aktuelle Vermögen ist, wie hoch die Rente ist, wie viel Rendite erwartet wird und wie hoch der risikolose Zins ist, also der Tagesgeldzins. Wenn dich die Studie interessiert, wir verlinken die unten in der Videobeschreibung. Und zu der Studie gibt es praktischerweise auch ein Excelmodell, das der Urheber zur Verfügung gestellt hat. Das haben wir dafür genutzt. In dieses Excelmodell geben wir jetzt also die ganzen Eckdaten der Mutter ein. Eine maximale Risikoaversion wählen wir mal. Dann rechnen wir mit einem realen risikofreien Zins von 0,5% und einem realen risikohafteten Zins von 5%. Das entspricht also einer nominalen Rendite vor Inflation von 7 %. Wenn wir das hier eingeben, dann kommt aus dem Modell eine Aktienquote von 37% raus. Können aber auch ein bisschen pessimistischer rechnen. Wenn wir beim Aktienmarkt z.B. nur von einer Realrendite von 3 % ausgehen, dann sinkt die Aktienquote, denn je näher die Aktienmarktrendite am risikolosen Zins ist, desto weniger lohnt es sich natürlich auch in Aktien zu investieren. Dann käme eine Aktienquote von nur 20% raus. Wichtig ist, das ist nur ein Modell. Du solltest das also nicht eins zu eins für deine Finanzplanung verwenden, aber du kannst mit dem Excel-Tool auf jeden Fall mal ein wenig spielen und ein Gefühl dafür entwickeln, welche Aktienquote sinnvoll sein könnte. Schreib gerne in die Kommentare, wenn du dir dazu einen Rechner von uns wünscht, der sowas ausrechnen kann und ein spezielles Video dazu.
Also, wir gehen jetzt von dem optimistischeren Szenario aus und rechnen mit einer Aktienquote von 37%. 37% der 200.000 € werden in Aktien investiert, also 74.965 € und dafür gibt es eine Realrendite von 5%. Die Mutter entnimmt dann jeweils die Rendite und einen gewissen Kapitalverzehr. Das ergibt eine Entnahme von 382 € pro Monat. Auch das kannst du mit unserem Entnahmerechner ausrechnen. Und der Rest kommt auf ein Tagesgeld- oder Festgeldkonto. Das sind 125.035 € und dafür gibt es eine Realrendite von 0,5 %. Das macht dann eine Entnahme von 325 €. Insgesamt bekommt die Mutter aus ihrem Vermögen also 707 €. Mit der gesetzlichen Rente ergibt das dann in Summe 2207 €. Von diesen 2207 € ist der größte Teil immer noch planbar. Die gesetzliche Rente von 1500 € ist planbar. Die risikofreie Entnahme von 325 € ist planbar. Nur diese 382 € Entnahme aus dem Teil, der in Aktien investiert, der ist nicht planbar. Der Grund, wie gesagt, wir haben zwar mit 5% Rendite pro Jahr gerechnet, aber in Wirklichkeit ist es manchmal deutlich weniger und manchmal mehr. Von den gesamten Einnahmen pro Monat sind also 83% planbar und 17% nicht planbar.
Bei der Frage, wie hoch der risikohaftete Teil sein darf, ist es also auch sinnvoll, den gesamten Cashflow zu betrachten. Je höher die ohnehin schon planbaren Einnahmen, wie z.B. für die gesetzliche Rente sind, desto mehr Risiko kann man dann natürlich mit dem liquiden Vermögen wagen. Und umgekehrt, das Rechenmodell aus der Studie zeigt z.B. auch, wie hoch die Aktienquote sein dürfte, wenn das Humankapital, also die künftigen Rentenzahlungen vernachlässigt wird, dann dürfte die Mutter nur 13% des Vermögens in Aktien investieren, statt 37%. Das als kleiner Einschub.
Zum Schluss müssen die 2207 € natürlich noch versteuert werden. Dann kommen wir auf ein Budget von 1907 €. Weiterhin nicht viel, aber schon mal wieder 169 € pro Monat mehr, als wenn das Geld komplett risikoarm angelegt wird. Dafür muss sie dann aber in Kauf nehmen, dass 17% von ihrem monatlichen Budget schwanken können.
Wenn die Mutter jetzt doch noch mal mehr Risikoappetit gewonnen hat, dann findest du in dieser Tabelle, wie viel Budget pro Monat sie mit verschiedenen Aktienquoten haben könnte und wie viel davon dann nicht planbar wäre. Also mit einer Aktienquote von 10% hätte sie netto 1789 € pro Monat, von denen 5% nicht planbar wären. Und mit einer Aktienquote von 100% wären 40% ihrer Einnahmen nicht planbar. Hier sollte man natürlich unbedingt die individuelle finanzielle Situation mit berücksichtigen, denn wenn man z.B. mit seiner Rente gerade so knapp über die Runden kommt, dann kann ein nicht planbarer Teil von 10% schon ziemlich viel sein. Ist man aber z.B. finanziell besser gestellt oder wenn man die Ausgaben ohnehin sehr flexibel hoch und runterfahren kann, dann kann man hier auch etwas mehr Schwankung vertragen. Dafür bekommt man dann im Durchschnitt mehr.
Dann stellt sich noch die Frage, woher kommen jetzt die Zinsen, mit denen wir gerechnet haben? Der risikofreie Zins von 0,5% real bzw. 2,5% nominal entspricht aktuell den besten Tagesgeldzins auf dem Markt von 2,5%, wenn wir von Aktionszinsen mal absehen. Tatsächlich gibt es aber auch noch höhere Zinsen, z.B. auf einem Festgeldkonto. Da bindest du dein Geld für eine gewisse Zeit, kannst also nicht drauf zugreifen. Dafür bekommst du dann wiederum mehr Zinsen. Grundsätzlich gilt nämlich, je länger die Laufzeit ist, desto höher sind die Zinsen. In der Realität ist das nicht immer der Fall. Wenn z.B. Banken fallende Zinsen erwarten, kann der Effekt auch mal andersrum sein. Und es gibt natürlich für unterschiedliche Laufzeiten einfach eine unterschiedliche Produktauswahl der Banken. In unserem Festgeldvergleich sieht das jeweils beste Angebot je nach Laufzeit aktuell so aus. Für ein Jahr Laufzeit gibt es aktuell 2,65 %. Die höchsten Zinsen gibt es aktuell für 9 Jahre Laufzeit. Dicht gefolgt von 8 und 7 Jahren Laufzeit. Das Angebot ändert sich natürlich täglich, also guck gerne mal in unseren Festgeldvergleich. Google dazu einfach "Festgeldvergleich Finanzf" oder du findest ihn auch über den Link in der Videobeschreibung.
Was bedeutet das jetzt für das Vermögen? Das Vermögen wird, wenn wir von 100 Jahren Lebenserwartung ausgehen, ja insgesamt 35 Jahre benötigt. Das heißt, Teile vom Vermögen können auch mit einer höheren Laufzeit gebunden werden und so kann man die Zinsen optimieren. Das klappt z.B. mit der sogenannten Zinstreppe. Hier wird der Betrag, der nächstes Jahr benötigt wird, z.B. für ein Jahr gebunden, was in 2 Jahren benötigt wird für 2 Jahre und so weiter. Das kannst du beliebig kombinieren, je nachdem für welche Laufzeit es die besten Zinsen gibt. Wichtig ist dabei allerdings, dass der Betrag, der in einem bestimmten Jahr benötigt wird, auch immer dann frei wird. Und du musst beachten, dass du bei solchen langen Laufzeiten natürlich auch immer ein Zinsänderungsrisiko hast. Das heißt, du loggst den Zins für eine ziemlich lange Laufzeit ein. Und wenn das Zinsniveau in der Zwischenzeit steigt, dann hast du natürlich einen schlechten Deal gemacht. Wenn die Zinsen hingegen sinken, hast du wiederum einen guten Deal gemacht. Wichtig ist außerdem, dass du niemals mehr als 100.000 € bei der gleichen Bank verwahrst. Bis 100.000 € greift die gesetzliche Einlagensicherung. Beiträge darüber hinaus sind bei einer Bankenpleite im Risiko. Deswegen sind Tagesgeld- und Festgeldkonten immer nur bis 100.000 € wirklich eine risikoarme Anlagemöglichkeit.
Und dann gibt es noch den risikohafteten Teil. Der risikohaftete Teil wird in der Anlageklasse Aktien investiert, allerdings natürlich nicht in einzelne Aktien, sondern in weltweit breit gestreute ETFs, wie z.B. ein ETF auf den FTSE All-World Index oder den MSCI ACWI IMI Index. Darauf gehe ich jetzt nicht näher ein, denn unser Kanal ist voller Videos, die dir erklären, wie das funktioniert. Wenn du dazu mehr lernen möchtest, dann abonniere einfach unseren Kanal und in diesem Video findest du z.B. eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du ein Portfolio aufsetzt und in ETFs investierst. Und wenn du wissen möchtest, wie du eigentlich genau Geld aus dem Portfolio entnimmst, dann guck dir gerne mal dieses Video an. Bis bald. M.