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Die Epstein-Files erklärt. Was weiß Trump?

MrWissen2go17:15

Transcription

Kurz zu Beginn ein Hinweis.

In diesem Video geht es um Themen,

die mit Gewalt zusammenhängen,

vor allem mit sexualisierter Gewalt.

Und damit zum Inhalt.

Jeffrey Epstein,

ein Mann, der in den USA

momentan fast täglich

in den Nachrichten auftaucht.

Im Internet gibt es unzählige

Artikel, Videos, Podcasts

und andere Produktionen über ihn.

Permanent

werden neue Inhalte veröffentlicht.

Und das, obwohl Jeffrey Epstein

seit sechs Jahren tot ist.

Rund um Epstein

ranken sich unzählige Erzählungen,

Theorien, Vermutungen.

Mächtige Männer kommen darin vor,

wie zum Beispiel der ehemalige

US-Präsident Bill Clinton

oder der britische Prinz Andrew.

Es geht um abscheuliche Dinge.

Prostitution von Minderjährigen,

sexualisierte Gewalt, Missbrauch.

Es ist ein Fall,

der weltweit für Aufsehen gesorgt hat

und immer noch für Aufsehen sorgt.

Auch und vor allem

wegen US-Präsident Donald Trump.

Der nimmt bei diesem Fall

eine Art Doppelrolle ein.

Als Jäger und als Gejagter.

Die Akte Epstein.

Jetzt in diesem Video.

(Locker-funkige Musik)

(Die Musik endet.)

Es ist der 26. August 1996.

Eine junge Frau namens Maria Farmer

meldet sich

bei der New Yorker Polizei.

Sie möchte eine Vergewaltigung

anzeigen.

Der mutmaßliche Täter?

Ein reicher Geschäftsmann

namens Jeffrey Epstein.

Die Beamten hören sich das an,

was die Frau schildert,

winken dann allerdings ab.

Der beschriebene Vorfall habe sich

außerhalb des Bundesstaats ereignet.

Die New Yorker Polizei

sei deshalb nicht zuständig.

Noch am gleichen Tag

meldet sich die Frau

bei der Bundesbehörde FBI.

Aber auch das

führt nicht wirklich weiter.

Der Fall verläuft im Sand.

Es passiert nichts.

Ein Jahr später

eine ähnliche Situation.

Dieses Mal in Santa Monica

im US-Bundesstaat Kalifornien.

Ein junges Model

wendet sich an die örtliche Polizei.

Sie sei sexuell missbraucht worden

von Jeffrey Epstein.

Die Polizei nimmt den Fall zwar auf,

aber die Ermittlungen

werden schnell beendet.

Auch hier keine weiteren Folgen.

Es vergeht viel Zeit ins Land.

Zeit, in der Dinge passieren,

die später Tausende Seiten

von Gerichtsakten füllen werden.

Es geht um Hunderte von jungen Frauen

und vor allem Mädchen.

Kinder,

denen brutale Dinge angetan werden.

Sie werden zum Sex

mit erwachsenen Männern gezwungen,

müssen nackt für Fotos posieren.

Oder sie werden sogar gefilmt.

Und das über viele Jahre hinweg.

Bis zum Jahr 2005.

Es ist März, und bei der Polizei

in Palm Beach in Florida

erscheinen die Eltern

eines 14-jährigen Mädchens.

Sie wollen Anzeige erstatten

gegen einen Mann,

der ihre Tochter

missbraucht haben soll.

Der Name des Mannes? Jeffrey Epstein.

Und im Gegensatz

zu den Beamten 1996 und 1997

nehmen die Detectives in Palm Beach

die Anschuldigungen ernst.

Sie beginnen zu ermitteln,

sie führen Befragungen durch.

Und sie stoßen auf einen Fall

von enormer Größe.

Wir wussten gar nicht mehr, wann

die Zahl der Opfer stoppen würde,

sagt einer der Polizisten später.

Mehr als 50 Frauen melden sich

im Laufe der nächsten Zeit

und geben an, Opfer

von Jeffrey Epstein geworden zu sein.

Aber wer ist dieser Mann überhaupt?

Jeffrey Epstein arbeitet, ganz grob

gesagt, in der Finanzbranche.

Anfang der 1980er-Jahre

startete er eine Vermögensverwaltung,

die sich auf besonders

reiche Menschen fokussiert.

Einer seiner engsten Geschäftspartner

wird Leslie Wexner.

Ein Milliardär, zu dessen Imperium

unter anderem auch die Marke

Victoria's Secret gehört.

In den folgenden Jahren

wird Epstein sehr reich.

Wie genau, das ist bis heute

nicht im Detail bekannt.

Klar ist, mit dem Reichtum

kommt auch der Eintritt

in die Welt der Mächtigen.

Jeffrey Epstein

bekommt Kontakt zu Politikern,

zu Wirtschaftslenkern, und er baut

seinen Einfluss immer weiter aus.

Heute weiß man,

in seinem Privatjet

reisen nicht nur

bekannte Staatsmänner

wie der ehemalige

US-Präsident Bill Clinton,

sondern auch Schauspieler

wie Kevin Spacey,

Künstler

wie der Geiger Itzhak Perlman

und auch der heutige

US-Präsident Donald Trump.

Insgesamt siebenmal taucht Trump

in den inzwischen öffentlichen

Bordbüchern

der Flugzeuge

von Jeffrey Epstein auf.

Kurze Anmerkung: Dass diese Leute

mit im Privatjet saßen,

ist zwar erwiesen, aber

mit den Verbrechen von Epstein

müssen sie deshalb nicht zwangsläufig

auch etwas zu tun haben.

Das ist wichtig zu wissen.

Jeffrey Epstein wird auf jeden Fall

immer bekannter und berüchtigter.

In entsprechenden Kreisen

ist bald die Rede von Partys

in seinen Privathäusern

und Luxuswohnungen in New York,

Palm Beach

oder auch auf seiner Privatinsel

Little St. James in der Karibik,

die zu den US-amerikanischen

Jungferninseln gehört.

Epstein fliegt seine Gäste ein

und liefert ihnen alles,

was sie haben möchten.

Dazu gehören auch Minderjährige,

die zum Sex gezwungen werden.

Die jüngsten Kinder sollen gerade

einmal elf Jahre alt gewesen sein.

Das Prinzip

ist dabei immer sehr ähnlich.

Mädchen und junge Frauen

aus dem Netzwerk von Jeffrey Epstein

werden dazu genötigt,

andere zu rekrutieren.

Angeblich nur für Massagen,

aber es geht um viel mehr.

Besonders im Fokus

sind dabei Kinder und Jugendliche

aus schwierigen Verhältnissen,

die leicht zu manipulieren sind.

Und mittendrin bei all dem ist ...

eine Frau.

Ghislaine Maxwell,

Tochter des britischen

Medienmoguls Robert Maxwell.

Sie ist zunächst die Lebenspartnerin

von Jeffrey Epstein

und wird dann mutmaßlich

gegen Ende ihrer Beziehung

zu dessen wichtigster Mitarbeiterin.

Sie, so wird ihr später vorgeworfen,

soll im Auftrag von Epstein Mädchen

und junge Frauen rekrutiert haben.

Mit der Zeit baut Maxwell

eine Art Ring auf,

in dem auch noch

andere Frauen aktiv sind.

Einige von ihnen

wurden vorher selbst zu Opfern.

Auf die Weise entsteht ein Netzwerk,

das immer unüberschaubarer wird.

Und genau darauf

stoßen die Ermittler ab 2005.

Sie starten mit Befragungen,

Durchsuchungen

und formulieren

ausführliche Berichte.

2006 muss Epstein sich dann

auf dieser Basis

vor einem Geschworenengericht

in Florida verantworten.

Mit einem für viele Beobachter

überraschenden Ergebnis.

Jeffrey Epstein wird nur

in einem einzigen Punkt angeklagt.

Nämlich in der Anwerbung

zur Prostitution.

In einem einzigen Fall.

Die Ermittler in Palm Beach

sind entsetzt.

Sie können nicht glauben, dass

Epstein so glimpflich davonkommt

und leiten ihre Erkenntnisse weiter

an die Bundesbehörde FBI.

Und das FBI sieht tatsächlich

Ansatzpunkte und ermittelt ebenfalls.

Am Ende

schreiben die Ermittler des FBI

einen 53-seitigen Bericht,

der es wirklich in sich hat.

Und, so fassen es investigative

Journalisten

des "Miami Herald" später zusammen,

Epstein für den Rest seines Lebens

ins Gefängnis bringen könnte.

Aber dazu kommt es nicht.

Denn Epsteins Anwälte

erreichen 2008 einen Deal.

Und dieser Deal

ist wirklich bemerkenswert.

Jeffrey Epstein bekennt sich schuldig

in zwei Anklagepunkten.

Nämlich einmal wegen Prostitution

und einmal wegen Anwerbung

zur Prostitution Minderjähriger.

Dafür geht er 18 Monate in Haft.

Mit einem Freigang

von bis zu zwölf Stunden pro Tag.

Später wird die Haftzeit

auf 13 Monate verkürzt.

Und nicht nur das,

das FBI sichert Epstein zu,

nicht mehr auf Bundesebene

gegen ihn zu ermitteln,

und auch gegen mögliche Mittäter

darf nicht mehr ermittelt werden.

Es ist ein Deal mit vor allem

einem großen Gewinner:

Jeffrey Epstein.

Die Beweislast ist groß,

es gibt Dutzende Zeugenaussagen

und zahllose Beweise.

Trotzdem stimmt der damals

verantwortliche Staatsanwalt zu.

Der Name dieses Mannes ist

Alexander Acosta.

Einige Jahre später

Arbeitsminister unter Donald Trump.

Jeffrey Epstein

kommt also glimpflich davon.

Zumindest zunächst.

Denn 2019 veröffentlichen

Journalisten des "Miami Herald"

neue Beweise gegen ihn.

Beweise, die so drückend sind,

dass die Staatsanwaltschaft

von New York

Epstein am 6. Juli 2019

am Flughafen festnehmen lässt.

Es geht um die Zeit

zwischen 2002 und 2005.

Und dieses Mal sind die Aussichten

auf einen Deal schlecht.

Denn nach und nach wird bekannt,

was Epstein konkret vorgeworfen wird.

Und auch, was damals

in dem Bericht des FBI stand.

Das wiederum bringt Alexander Acosta

in Schwierigkeiten.

Wegen des Deals von 2008

muss er schließlich

als Arbeitsminister zurücktreten.

Wegen Fluchtgefahr

kommt Jeffrey Epstein ins Gefängnis.

Genauer gesagt, in das Metropolitan

Correctional Center in New York.

Ungefähr einen Monat später wird er

dort tot in seiner Zelle gefunden.

Er habe sich selbst

das Leben genommen,

heißt es später

in einem offiziellen Bericht.

Darüber sprechen wir gleich

noch etwas genauer.

Mit dem Tod von Jeffrey Epstein enden

auch die Ermittlungen gegen ihn.

Weiter ermittelt wird allerdings

gegen Ghislaine Maxwell.

Sie wird im Juli 2020 festgenommen

und Ende 2021 verurteilt.

Nicht nur wegen Handels mit Kindern,

sondern unter anderem auch

wegen Missbrauchs.

20 Jahre Haft bekommt Maxwell.

Diese Haftstrafe

sitzt sie momentan noch ab.

Allerdings, auch damit

ist die Geschichte nicht vorbei.

Der Haupttäter ist zwar tot und seine

wichtigste Komplizin verurteilt,

aber es gibt immer noch

viele offene Fragen.

Und damit sind wir

beim nächsten Punkt.

Nämlich bei den mysteriösen

"Epstein-Files".

Wenn es um Jeffrey Epstein geht,

stehen mehrere ungeklärte Fragen

im Raum, wie gerade schon erwähnt.

Eine davon ist, warum kam er

immer wieder so glimpflich davon?

Warum wurde in den 1990er-Jahren

nicht gegen ihn ermittelt?

Warum gab es 2008

diesen sehr ungewöhnlichen Deal?

Und weshalb wurde es erst 2019

ernster für ihn,

trotz unzähliger Beweise im Vorfeld?

Liegt es daran, dass Epstein

mit mächtigen Männern zu tun hatte,

die ihn geschützt haben?

Vielleicht, weil er

belastendes Material gegen sie hatte?

Es gibt sogar Gerüchte darüber,

dass er für einen Geheimdienst

gearbeitet haben soll.

Oder war es einfach nur

Versagen von Behörden?

Damit verbunden

ist die nächste Frage.

Was ist eigentlich

mit den mutmaßlichen Mittätern?

Denn ganz klar, Jeffrey Epstein

hat ja nicht nur allein gehandelt.

Wer hat zu seinen Kunden gehört,

ihm womöglich Geld bezahlt

und sich unter Umständen

strafbar gemacht?

Alles das ist bis heute

nicht bekannt.

Es gibt nur Vermutungen.

Und diese Vermutungen

basieren vor allem auf dem,

was nach und nach

veröffentlicht worden ist.

Oft nach sehr viel Druck von außen.

Zum Beispiel die vorhin erwähnten

Passagierdaten der Privatjets.

Außerdem auch Unterlagen, die

vor Gericht verwendet worden sind,

Zeugenaussagen und vieles mehr.

Aber längst noch nicht alles

ist öffentlich.

Viele Unterlagen

sind noch unter Verschluss.

Und genau diese

noch geheimen Unterlagen

werden inzwischen umgangssprachlich

vor allem in den USA

als "Epstein-Files" bezeichnet,

also "Epstein-Akten".

Wobei man sagen muss,

diese Bezeichnung führt vielleicht

ein kleines bisschen in die Irre.

Denn da geht es nicht

um - ich weiß nicht - einen Ordner,

auf dem Jeffrey Epstein steht,

sondern es geht

um ganz verschiedene Papiere,

die alle irgendwie mit seinem Fall

in Verbindung stehen

und Hunderte Gigabyte an Daten.

Besonders viel diskutiert

wird in diesem Zusammenhang

über eine mögliche Kundenliste.

Also eine Aufstellung,

die das FBI verfasst haben soll,

in der aufgeführt sein soll,

wer konkret zu den Männern gehört,

für die Jeffrey Epstein

Frauen rekrutiert haben soll.

Und die Epstein möglicherweise

erpresst haben könnte.

Allerdings,

das US-Justizministerium sagt,

eine solche Liste

würde es gar nicht geben.

Zitat aus einem Memo

von Anfang Juli 2025.

So also das Memo

aus dem Justizministerium.

Interessant ist dabei allerdings,

noch wenige Wochen zuvor

hatte die verantwortliche

US-Justizministerin Pam Bondi

davon gesprochen, dass es durchaus

eine Kundenliste geben würde.

Die läge zur Überprüfung

auf ihrem Schreibtisch.

Später dann die komplett

gegenteilige Mitteilung,

es gebe gar keine Liste.

Das wiederum hat in den USA

für Empörung gesorgt,

vor allem bei den Anhängern

von US-Präsident Donald Trump.

Über ihn und seine Rolle

sprechen wir noch genauer.

Zunächst aber

um einen weiteren zentralen Punkt

in Zusammenhang mit Jeffrey Epstein,

um den es auch in dem Memo geht,

nämlich um seinen mutmaßlichen

Suizid.

Denn dazu gibt es, vorsichtig gesagt,

einige Ungereimtheiten.

Zum Beispiel war Epstein

zum Zeitpunkt seines Todes unbewacht.

Die Wärter sollten eigentlich

alle 30 Minuten nach ihm schauen,

das haben sie aber nicht gemacht.

Und bei Videoaufnahmen

vor seiner Zelle,

die das Justizministerium

veröffentlicht hat,

springt der Zeitstempel des Videos.

Außerdem gibt es Berichte darüber,

dass die Videoaufnahmen

vor der Veröffentlichung

bearbeitet worden sein sollen.

Das Ministerium

führt technische Gründe dafür auf

und schreibt in seinem Memo:

Allerdings, nicht alle in den USA

wollen sich damit zufriedengeben.

Wurde Epstein umgebracht,

weil es Leute gab,

die Angst hatten,

dass er über sie auspackt?

Die vielen ungelösten Rätsel

im Fall Epstein sorgen dafür,

dass immer wieder verschiedene

Erzählungen auftauchen,

vor allem im Netz.

Da heißt es zum Beispiel,

Epstein sei Teil

eines weltweiten

Pädophilen-Netzwerks gewesen,

das bis in höchste Staats-

und Regierungskreise reichen würde.

Von einem Deep State,

einem tiefen Staat, ist die Rede,

der mit teilweise

kriminellen Methoden arbeiten

und Regierungen unterwandern würde.

Es sind Dinge,

die auch US-Präsident Donald Trump

in seinen Wahlkämpfen

immer wieder angedeutet hatte.

Nicht wenige Anhänger

seiner "MAGA"-Bewegung -

"Make America Great Again" -

glauben an solche Sachen.

Auch oder vielleicht auch gerade,

weil offizielle Stellen

wie das FBI

sie verneinen.

Und damit kommen wir

zum letzten Punkt.

Nämlich zur Rolle

von US-Präsident Donald Trump.

6. Juni 2025.

Auf dem Höhepunkt eines Streits

zwischen Donald Trump und Elon Musk

postet Musk Folgendes bei "X".

Diesen Post hat Musk

inzwischen zwar wieder gelöscht,

aber die Büchse der Pandora

war damit geöffnet.

Hat Trump zu den Kunden

von Jeffrey Epstein gehört?

Ist er Teil seines Netzwerks gewesen?

Was man zumindest sagen kann, ist,

die beiden haben sich gekannt,

und das wohl ziemlich gut.

Neben den nachgewiesenen

gemeinsamen Flügen

gibt es auch Fotos,

die die beiden zusammen zeigen.

Und 2002 hat Donald Trump

gegenüber dem "New York Magazine"

über Epstein gesagt, Zitat.

Zu dessen 50. Geburtstag, 2003,

soll Donald Trump Epstein

einen Brief geschrieben haben,

der aussieht wie eine nackte Frau,

in dem Trump Epstein

herzlich gratuliert.

Das hat das "Wall Street Journal"

im Juli 2025 berichtet

und wurde dafür von Donald Trump

auf eine Milliardensumme verklagt.

Donald Trump selbst sagt:

"Diesen Brief habe ich nie verfasst."

Und überhaupt

distanziert sich Trump heute

auffällig deutlich

von Jeffrey Epstein.

Schon 2019 hatte er auf Nachfrage

eines Reporters gesagt,

er habe Epstein

seit 15 Jahren nicht mehr gesehen.

Er sei auch kein Fan

von Epstein gewesen.

Epstein selbst hat das 2017

im Gespräch mit dem Autor

Michael Wolff anders dargestellt.

So sagt es zumindest Michael Wolff.

Demnach sei Trump zehn Jahre lang

Epsteins engster Freund gewesen.

Da steht also Aussage gegen Aussage.

Gleichzeitig befeuert das Lager

um Donald Trump

die Mythenbildung rund um

Jeffrey Epstein und diesen Fall,

wie vorhin schon mal

kurz beschrieben.

Donald Trump hatte im vergangenen

Wahlkampf angekündigt,

die "Epstein-Files"

komplett zu veröffentlichen.

Aber passiert ist das bisher nicht.

Denn teilweise

stehen Persönlichkeitsrechte

von mutmaßlichen Opfern dagegen,

teilweise liegt das

mit der Veröffentlichung

gar nicht in der Hand von Trump,

sondern bei Gerichten.

Speziell geht es da um die Unterlagen

aus dem Prozess

vor dem Geschworenengericht

2006 in Florida,

die eventuell neue Details

zu möglichen Kunden von Epstein

liefern könnten.

Ende Juli 2025

hat Donald Trump angekündigt,

diese Unterlagen

sollen veröffentlicht werden.

Aber wie gesagt,

frei verfügen darf er darüber nicht.

Gleichzeitig spielt Trump

den Epstein-Fall deutlich herunter.

Auf seinem Netzwerk Truth Social

schreibt er:

Donald Trump behauptet auch,

linksradikale Verrückte

würden hinter den "Epstein-Files"

stecken,

und fordert seine Anhänger auf,

sich um aus seiner Sicht

wichtigere Themen zu kümmern.

Allerdings, so ganz geht Trumps Plan

bisher nicht auf.

Einflussreiche Wortführer

des extremen "MAGA"-Lagers

stellen sich gegen ihn.

Zum Beispiel der frühere

"Fox News"-Moderator Tucker Carlson,

der Trump inzwischen immer wieder

scharf kritisiert.

Hat Donald Trump eventuell

etwas zu verbergen?

Das spricht keiner

seiner Unterstützer deutlich aus,

aber einige

könnten das momentan befürchten.

Die Bewegung, die Donald Trump

mit ins Amt getragen hat,

erwartet Ergebnisse.

Und die liefert Trump

aus Sicht vieler "MAGA"-Anhänger

bisher nicht ausreichend.

Und das ist ein Problem für sie,

das kritisieren sie immer wieder.

Also, Jeffrey Epstein

war ein Verbrecher.

So viel ist klar.

Allerdings,

wer hat zu seinen Komplizen gehört?

Gab es da eventuell

prominente Partner?

Vielleicht auch aus der Politik?

Das ist bis heute

nicht eindeutig geklärt.

Und das wiederum

ist eine Grundlage

für jede Menge Mythen

und Erzählungen.

Ob irgendwann tatsächlich alles

ans Licht kommt, das ist fraglich.

Aber beantwortet sind längst nicht

alle offenen Fragen.

Das ist der Grundstein

für jede Menge Spekulationen.

Auch im Zusammenhang

mit Donald Trump.

Besonders leiden darunter

die Opfer von Jeffrey Epstein,

die in der Vergangenheit

von Epsteins Anwälten

teilweise auch massiv

diskreditiert worden sind.

Das ist ein Thema für sich,

mehr dazu unten in der Infobox.

Wenn ihr eine Bilanz haben wollt

zu Trumps bisheriger Amtszeit,

schaut gerne mal hier neben mir,

da gibt es ein Video dazu.

Direkt darunter etwas zu Elon Musk

und seinen Plänen zur eigenen Partei.

Danke fürs Reinschauen,

fürs Zuschauen,

fürs Fairbleiben in den Kommentaren,

und bis zum nächsten Mal.

© funk - von ARD und ZDF