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Biomechanik | Kinematik & Dynamik | einfach erklärt!

Hope Street7:20

Transcription

Ja, Hallo liebe Leute, und herzlich willkommen zu einem neuen Video. Heute geht es um die Biomechanik. Ja, erstmal in der Definition: Ich habe es euch jetzt nicht hingeschrieben, weil ich Definitionen immer sehr eher blöd finde, um was zu verstehen, bzw. mir hilft es immer nicht zu viel. Ich sag's euch jetzt mal trotzdem. Ja, die Sportmechanik des Sports ist die Wissenschaft von der mechanischen Beschreibung und Erklärung der Erscheinungen und Ursachen von Bewegungen im Sport, unter Zugrundlegung der Bedingungen des menschlichen Organismus. Das ist die Sportmechanik, aber wir schauen uns heute die Biomechanik genauer an.

Die Biomechanik kommt aus der Biologie und aus der Mechanik, wie der Name schon sagt. Und aber auch andere Wissenschaftsbereiche, wie zum Beispiel Informatik, Mathematik, Anatomie, Physiologie oder so, spielen da auch mit rein. Ja, wie kann man die Biomechanik aufteilen? Die Biomechanik kann man in die Kinematik und in die Dynamik aufteilen. Die Kinematik ist die raumzeitliche, also die raumzeitliche Charakterisierung von Bewegungen, und die Dynamik ist die Untersuchung der Kräfte, die der Bewegung zugrunde liegen.

Wenn wir da jetzt mit der Kinematik anschauen, also die räumliche Charakteristik der Bewegung, gibt es auf der anderen Seite, und dann gibt es aber auch eine zeitliche Charakteristik der Bewegung. Und diese räumliche Charakteristik, die kann man in Fortschreiten der Bewegungen, auch Translationen [Musik] nennt man auch Translationen in der Fachsprache, oder eben in Drehbewegungen – Fachsprache Rotationen oder auch Rotationsbewegungen – einteilen bzw. aufteilen. Fortschreitende Bewegungen: wer zum Beispiel Fahrradfahren oder Skispringen. Und eine Drehbewegung haben wir zum Beispiel, wenn wir einen Umschwung am Reck machen.

Ja, dann die Bewegungsarten, die zeitliche Charakteristik: Da haben wir einmal die Aufteilung in gleichförmige und ungleichförmige Bewegungen. Bei den gleichförmigen Bewegungen ist die Geschwindigkeit konstant, und bei ungleichförmigen Bewegungen ist die Geschwindigkeit variabel, also die verändert sich. So viel erstmal zur Kinematik. Dann geht es weiter mit der Dynamik, und zwar das ist ja die Untersuchung der Kräfte, die der Bewegung zugrunde liegen, und man kann es aber auch nennen: Das ist praktisch die Ursachen, das sind die Ursachen der Bewegung. Und da geht es jetzt eben um Gesetze, damit man das leichter verstehen kann. Das sind das erste, das zweite und das dritte Newtonsche oder Newtonsche Gesetz. Ich bin kein Physiker, hatte das zwar auch in der Schule, habe das damals schon lernen müssen. Finde ich ganz cool, dass man das jetzt für den Sport brauchen kann.

Und zwar: Das erste Gesetz ist das Trägheitsgesetz. Das besagt einfach, dass ein Körper im Zustand der Ruhe verharrt oder in der gleichförmigen geradlinigen Bewegung, sofern er nicht durch einwirkende Kräfte zu Änderung seines Zustands gezwungen wird. Also, wenn man jetzt auf dem Fahrrad eine gewisse Geschwindigkeit hat und man fährt 20 km/h, dann wird man diese 20 km/h theoretisch immer weiterfahren. In der Praxis ist es natürlich nicht so, weil man eben Reibung hat von der Straße, aber deswegen treiben wir auch das Fahrrad praktisch mit unseren Beinen an. Dann wird es wieder ausgeglichen. Es ist aber auch genauso, dass eben das Gesetz: also im Zustand der Ruhe verharrende Körper. Also, wenn ihr jetzt einen Stift auf dem Tisch legt, dann wird der Stift für immer da liegen, wenn ihr ihn nicht wegnimmt.

Ja, dann das zweite Gesetz, das Aktionsprinzip, also das nennt man auch Grundgesetz der Mechanik, und in unserem Skript steht eben: Die Änderung der Bewegung einer Masse ist der Einwirkung der bewegenden Kraft proportional und geschieht längst der Wirkungsrichtung dieser Kraft. Ich finde, es hört sich jetzt nicht so verständlich an, jedenfalls. Also, wenn jetzt auf den Körper eine resultierende Kraft F wirkt, so wird der Körper eben in diese Richtung der Kraft beschleunigt. Am leichtesten ja kann man das in der Praxis beschreiben mit einem leichten Tritt gegen den Ball oder einem härteren oder harten Tritt gegen den Ball. Also, wenn ihr den Ball nur leicht tretet, dann fliegt er eben nicht so weit, wie wenn ihr ihn ganz hart tretet. Gilt genauso, wie wenn ihr mit dem Tennisschläger den Tennisball schlagt oder mit der Hand den Handball werft. Also, das gilt für alles.

Ja, dann das dritte Gesetz, das Reaktionsgesetz. Da habt ihr vielleicht schon mal in der Schule Aktion gleich Reaktion gehört, bringen vielleicht viele von euch da in Verbindung, stimmt auch. Also, das bedeutet so viel, dass also Kräfte immer paarweise auftreten, und wenn jetzt ein Körper A auf den anderen Körper B eine Kraft ausübt, also die Aktion, dann wirkt auch eine gleich große Kraft, aber genau entgegengesetzt auf den Körper B, und das ist dann die Reaktion von dem Körper B auf dem Körper A. Sorry, das ist dann die Reaktion. Und ja, das kann man jetzt bei einem Sprinter, der im Startblock ist, ganz gut erkennen. Also, der drückt praktisch mit der Kraft minus F in den Startblock rein, und der Startblock, der wirkt dann mit der Kraft F auf den Sprinter, und dann gleicht sich das eben wieder aus. Also haben wir dann, haben wir praktisch die Kraft minus F gegen die Kraft F, und das gleicht sich dann aus. Genau.

Ja, und um jetzt noch mal auf die Sportmechanik zurückzukommen vom Anfang: Also, die übergeordneten Ziele der Sportmechanik sind eben die leistungsorientierten Bereiche, aber auch die verletzungsprophylaktischen Bereiche. Und um das eben besser zu verstehen, macht es eben Sinn, auch die Biomechanik zu wissen, wie man das einordnen kann, wo die Biomechanik entspringt, also wo die herkommt, woher man die ableitet, und letzten Endes machen dann auch diese Gesetze von Newton Sinn, weil das sind eben Gesetze, die sind immer so, und bei denen kann man sich eben auch auf die sportlichen Bewegungen beziehen. Und ja, dann macht das alles in allem einen runden Rahmen, und da gibt es hin. Ja, ich hoffe, das Video hat euch gefallen. Lasst gerne ein Like und Abo da, und bis dahin, Tschüss.