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Warum Buffett JETZT alles auf Öl Aktien setzt! Occidental Petroleum

Aktien-Stunde22:13

Transcription

Die Märkte stürzen durch neue Ankündigung von Zöllen, vor allem von Donald Trump, immer weiter ab. Doch das ganze scheint Warren Buffett kalt zu lassen, denn er kauft weiter aggressiv Aktien, von vor allem einem Unternehmen, nach und das ist Occidental Petroleum. Wir analysieren heute seine geniale Strategie, beleuchten warum Occidental keine normale Ölaktie ist und wie attraktiv ein Investment jetzt sein könnte. Viel Spaß!

Wir zoomen kurz raus und sehen uns das Big Picture an, und das ist der Energieverbrauch pro Person. Wir sehen, dass Kanada und die United States wirklich einen sehr hohen Energieverbrauch pro Kopf haben; Österreich, Deutschland und Frankreich hier in einem sehr ähnlichen Spektrum unterwegs sind und dann folgt schon China. China liegt jetzt pro Kopf mittlerweile auf dem Niveau von z.B. Österreich, Deutschland und Frankreich. Wer hätte das vor einigen Jahren noch gedacht? Denn damals verbrauchte der durchschnittliche Chinese ca. nur ein Fünftel Energie von dem, was die ganzen Europäer hier im selben Zeitraum verbraucht haben. Und dazu muss man sagen, dass China ja weiterhin ein unfassbarer Exporteur für die ganze Welt ist und wirklich sehr viele, vor allem physische Produkte herstellt. Ob man das noch von Österreich und Deutschland behaupten kann, da kann man jetzt drüber streiten. Und welches Land wir hier noch ganz unten sehen, das ist Indien, die auch über eine Milliarde Einwohner haben und hier der Pro-Kopfkonsum über die letzten Jahre auch kontinuierlich angestiegen ist. Diese Entwicklungs- bzw. Schwellenländer setzen vor allem auf fossile Energieträger, und da gehört natürlich Öl und Gas absolut dazu. Und das führt uns auch schon zum Unternehmen des heutigen Videos: Occidental.

Das letzte Jahr ist wirklich alles andere als gut gelaufen, obwohl Buffett hier immer wieder gekauft hat und das ganze auch in der Öffentlichkeit sehr breitgetreten wurde. Wir sehen allein in den letzten 12 Monaten, ist die Aktie um über 30% nach unten gegangen, und das für einen Ölwert in sehr turbulenten Zeiten. Über die letzten drei Jahre sehen wir hier, dass die Aktie wirklich eigentlich kontinuierlich hier langsam nach unten läuft und mittlerweile stehen wir bei einem Kurs von 42€. Und das entspricht einem ordentlichen Abfall, wenn man bedenkt, dass die Aktie vor einigen Jahren noch bei knapp 80€ notiert war. Aber das ganze hält Warren Buffett hier nicht auf, weiterhin sehr aggressiv Aktien von Occidental zu kaufen. Mittlerweile besitzt er über 250 Millionen Stück. Und dazu kommen noch zwei andere Strategien, wie hier noch zusätzlich von Occidental profitieren kann. Mittlerweile sind sie auch 5% in seinem Portfolio, und der Average-Buy-Price liegt hier ungefähr bei 54$, also auch deutlich über dem aktuellen Kurs. Das heißt, die Aktie läuft hier nach unten und er kauft kontinuierlich nach. Natürlich ist eine Aktie wie Occidental Petroleum sehr nahe am Ölpreis, und das ganze sehen wir auch in diesem Chart, der wirklich sehr ähnlich ist dem Chart von Occidental. Übers letzte Jahr ist der Ölpreis um 22% gefallen und Occidental sogar um über 30%. Warum es hier einen gewissen Hebeleffekt gibt bei der Aktie, das werden wir uns auch noch später ganz genau ansehen. Wir müssen auf jeden Fall festhalten, dass Öl ordentlich korrigiert hat seit den Hochs 2020. Sagenhafte 44% knapp ist der Ölpreis gefallen auf aktuell 67$, und das ganze scheint auch ungefähr der Bereich zu sein, in dem sich der Ölpreis mittlerweile einpendelt: zwischen 60$ und 80$. Aber die Zukunft kann natürlich keiner so ganz genau vorhersagen.

Buffets geniale Strategie besteht hauptsächlich aus drei Punkten. Und der erste Punkt: das sind die 2019 erworbenen Vorzugsaktien von Occidental. Hier wurden nämlich Aktien erworben, die mit 8% pro Jahr fix verzinst sind. Das hat nichts damit zu tun mit den Aktien, die wir hier öffentlich an den Börsen kaufen können. Das war 2019 ein eigener Deal zwischen Buffett und Occidental Petroleum, und das ganze läuft noch voraussichtlich bis 2029. Und zu diesem Zeitpunkt kann Occidental dann diese Position zu einem Wert von 105% des Liquidationswertes rückzahlen. Der zweite Punkt seiner Strategie: das sind die Warrants. Das ganze sind Optionen, die bis 2030 verfügbar sind, und damit kann er potenziell bis zu 83 Millionen Aktien zu dem Preis von ca. 60$ pro Stück erwerben. Da der Kurs hier aktuell deutlich darunter liegt, wird er das wahrscheinlich in naher Zukunft aber nicht machen. Aber das ganze ist ein interessanter Hebel, den er hier in der Hinterhand hat und der absolut größte Teil, und damit der dritte Teil, das sind die Stammaktien, die er hier an Occidental hält. Genauer gesagt gehören Berkshire Hathaway, also seinem Investmentvehikel, hier mittlerweile 28,2% der ausstehenden Aktien von OXY. In diesem Wert sind die Warrants, die wir vorher besprochen haben, noch nicht einberechnet. Da Berkshire mittlerweile über 20% des Unternehmens Occidental Petroleum hält, können sie die Bilanzierung des Unternehmens hier nach der sogenannten Equity-Methode durchführen. Und das ganze bringt einige Vorteile. Ganz einfach gesprochen: sind die Dividenden, die z.B. Occidental Petroleum ausbezahlt, dann keine Einkünfte in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern Occidental Petroleum, zumindest der Anteil, den Buffett hier hält, wird eigens in der Bilanz angeführt, so als wäre Occidental ein Teil des Unternehmens Berkshire Hathaway. Und mit dieser Methode kann man potentiell sehr große Steuerlasten sparen. Es sinkt nämlich der Buchwert des Occidental-Anteils in der Bilanz, da der Unternehmenswert durch das Ausschütten von Geld bzw. Dividende sinkt. Aber dieser Betrag wandert direkt in die Cashbestände von Berkshire Hathaway und das ganze ohne jemals in der Gewinn- und Verlustrechnung angeführt sein zu müssen. Occidental zahlt also eine Dividende, das heißt, das Eigenkapital von Occidental sinkt und Berkshire erhält Cash, das heißt, die Liquidität von Berkshires Bilanz, die steigt. Und das Ganze kann natürlich steuerlich sehr attraktiv sein. Hier unten noch sehr interessant ist der Vergleich zwischen Fair Value und Carrying Value von Occidental. Wir sehen hier, dass das Fair Value, also der Marktwert, von 14 Milliarden auf 13 Milliarden nach unten gefallen ist. Im gleichen Zeitraum jedoch ist der Buchwert von Occidental Petroleum von 15 Milliarden auf 17,3 Milliarden angewachsen. Das heißt, die Buchwerte haben sich weiterhin stark entwickelt, obwohl der Marktwert, also der Kurs, hier etwas nach unten gelaufen ist. Wie Warren Buffett einst gesagt hat: „Price is what you pay, value is what you get.“ Das ganze nimmt er, auch wenn man hier seine aktuellen Käufe etwas beobachtet, noch immer sehr ernst. Das heißt, um das ganze noch mal zusammenzufassen: wir haben also eine sehr, sehr große Position in den Stammaktien von OXY. Zusätzlich gibt es einige Vorzugsaktien, die hier mit 8% Dividende verzinst sind, und dann hat er auch noch die Hintertür offen: sollte der Kurs wirklich stark ansteigen, kann er hier noch zu einem bestimmten Aktienkurs Aktien erwerben von Occidental Petroleum. Wirklich, wirklich sehr spannend, diese Strategie von Buffett. Also unterm Strich wirklich eine sehr breit aufgestellte Strategie für ein einziges Unternehmen. Hier haben wir nochmals den Chart eingeblendet, und wir sehen den ungefähren Einstiegspreis von Buffett, und der liegt hier ungefähr bei 54$ pro Aktie. Und zum Zeitpunkt des Screenshots lag die Aktie hier noch bei 50$ ungefähr, und mittlerweile ist sie weitere 10% gefallen auf 5$ pro Stück, also wirklich noch mal ein gutes Stück unter dem aktuellen Durchschnitts-Einkaufspreis von Warren Buffett. Das ganze könnte also schon mal sehr attraktiv sein.

Nun müssen wir uns damit befassen, wie Occidental eigentlich Geld verdient. Was ist das Geschäftsmodell? Hauptsächlich gibt es hier drei große Kategorien, und das ist einerseits Öl und Gas, OxyChem, also die Chemiesparte des Unternehmens, und dann gibt’s noch Oxy Midstream. Das ganze ist sozusagen der Transport und die Infrastruktur. Und was man hier wirklich kennen sollte, das ist die Produktionsstätte Permian. Sie ist das Hauptproduktionsgebiet in Texas mit erheblicher Infrastruktur und der neuen EOR-Technologie. Auch diese schauen wir uns gleich nochmals im Detail an. Diese drei Segmente sehen wir hier nochmals nach den Umsätzen aufgelistet. 2024 konnte Öl und Gas hier knappe 22 Milliarden Umsatz einbringen, die Chemie-Sparte ungefähr 5 Milliarden und das Midstream and Marketing ungefähr eine Milliarde Dollar. Somit kommen wir insgesamt auf einen Umsatz von ungefähr 27 Milliarden Dollar. 79% davon kommen vom Öl- und Gasgeschäft, 18% vom Chemiebereich und dann noch 3,6% vom Midstream and Marketing. Die USA, das ist auch ganz wichtig, ist hier mit Abstand regional gesehen der größte Player für Occidental, nämlich mit 83%, und international können dann noch 17% der Umsätze erzielt werden. Occidental besitzt also einige Ölfelder. Wir haben hier oben zwei, dann haben wir das Permian Ölfeld in Texas und dann noch ein Ölfeld im Golf of America bzw. Mexiko. Und wo Occidental wirklich absoluter Marktführer ist, das ist das sogenannte CO2-Fracking. Das ist ein relativ neuer Ansatz, der auch ziemlich heiß diskutiert wird, aber hier sind sie der absolute Vorreiter, und das Geschäft ist wirklich interessant. Man kauft hier bzw. besitzt schon alte Ölfelder, die eigentlich schon fast komplett ausgeschöpft sind, und hier wird dann CO2 in das Ölfeld injiziert. Das ganze reagiert dann mit dem Öl, das meistens ganz unten irgendwo sich etwas festgesetzt hat und kann nun etwas leichter abfließen. Man kann das Öl somit fördern, und das CO2 könnte man entweder drinnen lassen oder auch wieder rausholen und weiter verwenden. Der absolute Vorteil: das ist der Wasserverbrauch, und der ist auch relativ wenig umstritten. Der kann hier wirklich drastisch reduziert werden. CO2, das zuvor aus Luft oder aus anderen Stoffen gewonnen wird, kann dann teilweise im Untergrund gebunden bleiben, und die Steigerung der Förderrate kann somit um bis zu 20% erhöht werden. Und man muss bedenken, dass man hier alte Felder kauft bzw. besitzt und diese dann sehr planbar fördern kann. Also wirklich spannend! Und es gibt nicht wenige, die somit sagen, man kann hier mehr oder weniger ein CO2-neutrales Öl fördern. Im Vergleich zum gesamten Volumen eines Ölfeldes kann man mit Hilfe von Wasserfacking ca. 5 bis 10%, die dann insgesamt noch verbleiben, wieder rausholen, und mit CO2-Fracking kann man sogar 10 bis 20% der ursprünglichen Menge rausholen, und das ist schon wirklich sehr viel. Die Wassereinsparung, die liegt bei bis zu 100%, je nach Quelle. Eigentlich braucht man fast gar kein Wasser dazu. Pro Barrel Öl können somit 0,2 bis 0,6 Tonnen CO2 im Untergrund gespeichert werden. Und damit man diese Zahl auch etwas greifen kann: 0,4 Tonnen CO2 entstehen normalerweise bei der Verbrennung von einem Barrel Öl. Aber es gibt hier natürlich auch kritische Stimmen, und die will ich euch hier nicht vorenthalten. Es wird hier oft von einem Leckage-Risiko gesprochen, das heißt, das Ganze kann hier undicht werden, und das CO2 kann nach längerer Zeit oder auch akut, im Ernstfall, wieder austreten an die Oberfläche. Man darf die ganze Emissionskette auch nicht vernachlässigen: das CO2 muss irgendwo gewonnen werden und muss dann zu den Ölfeldern transportiert werden und so weiter. Es entstehen also auch gewisse andere Kosten bzw. Emissionen. Auch das Erdbebenrisiko kann hier etwas ansteigen, und die Technologie muss man auch erst einmal entwickeln und optimieren. Das ganze verursacht natürlich auch gewisse Kosten. Es heben auch immer wieder Greenwashing-Vorwürfe und kritisieren vor allem die unsicheren Langzeiteffekte. Hier gibt es einfach noch sehr wenige Studien, und man weiß nicht, wie das ganze dann in 10 Jahren aussehen wird, z.B.

Die nächste Frage, die wir unbedingt klären müssen, ist: wie stark ist der Hebeleffekt mit der Aktie von Occidental Petroleum? Vielleicht eine ganz wichtige Zahl zu Beginn: das ist, dass der freie Cashflow sich hier um ca. 260 Millionen Dollar pro 1$ Änderung im Ölpreis auswirkt. Das heißt, ist der Ölpreis um 1$ geringer als z.B. erwartet, dann kann der freie Cashflow pro Jahr bereits 260 Millionen Dollar unter der Erwartung liegen. Und ähnlich sieht das Ganze auch beim Gas aus. Hier beträgt der Unterschied ca. 175 Millionen pro 0,5$ Schwankung. Insgesamt kann man wahrscheinlich festhalten, dass, wenn der Ölpreis hier über 60$ bleibt, Occidental hier keine großen Probleme haben wird, denn in diesem Fall sind knapp 18.000 Standorte profitabel. Es sind sogar 3.600 Standorte profitabel, wenn der Ölpreis zumindest noch über 40$ pro Barrel bleibt, und zusätzlich gibt’s dann noch 6.300 Standorte, die profitabel bleiben, wenn der Ölpreis hier über 50$ zumindest bleibt. Das heißt, OXY ist hier relativ breit aufgestellt und wirklich gut gerüstet für die Zukunft und auch bei gewissen negativen Entwicklungen beim Ölpreis weiterhin relativ stark aufgestellt. Aber es gibt ja einfach einen unfassbar starken Hebeleffekt, was die Schwankungen vom Ölpreis betrifft. Das ganze haben wir hier gesehen. Schauen wir uns nun an, wie viel Geld, also wie viel freier Cashflow pro Jahr bei den einzelnen Ölaktien, wie z.B. OXY, Chevron und Exxon Mobile verdient wird. Und wir können hier sehen, dass OXY wirklich schon sehr stark mit 8,8% Free Cash Flow Yield gewichtet ist. Exxon liegt hier bei knapp 6% und Chevron bei 5%. Und diese Werte haben auch etwas abgenommen, da einfach der Ölpreis auch ein bisschen nach unten gelaufen ist und wie hier 2022 und 23 wirklich sehr, sehr hohe Energiepreise und vor allem auch Margen bei den Unternehmen gehabt haben. Diese Ölunternehmen besitzen natürlich riesige Vermögenswerte wie Bohranlagen, Pipelines und Raffinerien, und das ganze wieder spiegelt sich im Buchwert. Hier haben wir den aktuellen Buchwert von den drei großen Ölaktien in den USA, und wir sehen, die schenken sich hier relativ wenig: Exxon bei 2, Chevron bei 1,9 und OXY bei 1,8. Das ganze war in der Vergangenheit auch teilweise etwas unterschiedlicher, aber aktuell sind sie hier wirklich absolut auf Augenhöhe. Was wir noch auf jeden Fall ansprechen müssen, das ist die Bilanz bzw. die Verschuldung der einzelnen Aktien. Diese ist bei OXY auf jeden Fall aufgrund der vergangenen Investitionen etwas höher als bei den Konkurrenten Chevron und Exxon Mobile: 1,8 bei OXY und unter 0,6 ist dieser Wert hier bei Chevron und Exxon. Warum das auch für die Dividende wichtig wird, das sehen wir gleich.

Wir stehen also aktuell im historischen Schnitt hier relativ gut da bei einem Price-to-Sales-Ratio von 1,6. Das KGV über die letzten 12 Monate liegt hier bei 22 und das forward KGV bei 14,6. Und das ganze bei Ölpreisen, die nicht wirklich sehr hoch sind. Das heißt, sollte der Ölpreis hier wieder etwas anziehen, kann das wirklich sehr schnell sehr viel Gewinnänderung hier bewirken. Es gab hier zuletzt ein Aktienrückkaufprogramm, das hier wirklich über einige Quartale durchgezogen wurde, aber seit Januar 2024 ist die Aktienanzahl wieder etwas angestiegen. Das EV/EBIT liegt mittlerweile bei 15, und das forward EV/EBIT liegt hier bei 11. Für Cashflow haben wir uns gerade angesehen: knapp 9%, mittlerweile, und das ist wirklich schon ein ziemlich attraktiver Wert. Man darf sich hier nicht wirklich täuschen lassen: die freien Cashflows, die lagen natürlich schon etwas höher in der Vergangenheit, aber die sind natürlich immer sehr stark an den Ölpreis gekoppelt. Und wenn man hier gekauft hätte, hätte man zwar kurzfristig sehr hohe Cashflows virtuell in seiner Aktie drinnen gehabt, hätte aber auch ordentliche Kursverluste durch den fallenden Ölpreis hinnehmen müssen. Das muss man hier auf jeden Fall immer wissen. Und auch die Marge verhält sich natürlich sehr ähnlich. Die war hier wirklich sehr hoch im Bereich Januar 2023: 40%, und mittlerweile liegen wir hier bei 20% EBIT-Marge. Für ein produzierendes Unternehmen das ist wirklich dennoch sehr solide.

Ein wichtiger Punkt für viele Investoren: das ist natürlich die Dividende, vor allem bei diesen Ölaktien. Und die beträgt aktuell, unter Anführungszeichen, nur knappe 2%. Man muss aber auch dazu sagen, dass die Payout Ratio ungefähr nur bei einem Fünftel vom freien Cashflow liegt, und das hat natürlich einen entscheidenden Grund, und das ist der Abbau von Schulden. Wir haben ja vorhin die Verschuldung gesehen, und die ist im Vergleich schon etwas höher als bei der Konkurrenz, und daher muss diese natürlich absolut verringert werden. Aber in ein, zwei Jahren, wenn das ganze wieder etwas schöner aussieht, dann wird man höchstwahrscheinlich entweder die Dividende wieder etwas erhöhen, neue Investitionen tätigen oder auch Aktienrückkaufprogramme, wie man es auch schon gemacht hat, wieder installieren. Wir finden hier noch die Earnings per Share und die Dividend per Share: hier in dunkelblau den Gewinn und hier in hellblau die Dividende. Der Gewinn schwankt natürlich auch pro Aktie hier auf jeden Fall relativ stark. Wir haben hier 2015 auch negative Gewinne, also Verluste gehabt, und das ganze natürlich auch 2020 wieder in dieser Art gesehen. Und seit diesem Jahr ist auch die Dividende wieder etwas nach unten gekürzt worden. Wir lagen hier noch bei 3 bis 4$, und aktuell liegen wir hier ungefähr bei 1$ Dividende pro Aktie.

Wie sieht nun die Prognose aus dieses Unternehmens? Wir hatten hier wirklich sehr starke Jahre mit 37 Milliarden Dollar Umsatz, dann 29 Milliarden, 27 Milliarden, und nun soll es weitergehen mit 28, 29 und anschließend 2027 dann 30 Milliarden Dollar Umsatz. Die Wachstumsraten sind also moderat, aber immerhin sind sie vorhanden. Der Gewinn sieht sogar noch etwas besser aus: von 2,4 Milliarden geht’s hier auf 3,2, 3,8 und 3,9 Milliarden Dollar. Aber wie gesagt, das ganze ist sehr abhängig vom Ölpreis und wirklich nur sehr schwer vorhersehbar. Immer auch noch sehr wichtig: das sind die Margen, vor allem die EBIT-Marge. War hier 2022 sehr hoch mit 42%, ist dann auf 26% runtergegangen, 27%, dann 2024 20%, und weitergehen soll es dann mit 26%, 28% und dann wieder 28%. Aber was wir jeden Fall festhalten können, das ist, dass die Free Cash Flow Margen hier wirklich sehr hoch sein werden, sollte der Ölpreis hier ungefähr auf dem aktuellen Niveau bleiben.

Kommen wir nun zum abschließenden Fazit. Und wie immer ist das ganze natürlich keine Anlageberatung, und das ganze sind hier keine Kauf- und Verkaufsempfehlungen. Was könnte für einen Kauf dieser Aktie sprechen? Zum einen: Rohstoffe in unsicheren Zeiten, das ist selten eine schlechte Idee. Wir haben eine wirklich sehr gute technologische Aufstellung, vor allem was das ganze Thema CO2-Fracking betrifft, und hat eine sehr stabile Produktion. Vor allem Permian ist hier wirklich ein riesiges Ölfeld, das noch einige Jahre mit der neuen Technologie wirklich einiges an Volumen fördern kann. Wir haben hier absolut solide Kennzahlen für ein wirklich gut aufgestelltes Unternehmen. Wachstumspotenzial ist vorhanden und könnte in der Zukunft, sollte der Ölpreis etwas noch nach oben anziehen, wirklich noch besser als erwartet sein. Und natürlich haben wir auch noch den Warren Buffett-Faktor, der die Aktie schon alleine durch seine neuen Käufe hier wieder spannender für andere Anleger macht. Was gerade nicht so toll ist an dieser Aktie, das ist die Dividende. Die ist mit 2% jetzt nicht sonderlich hoch, könnte aber in Zukunft wieder ordentlich nach oben anwachsen, sollte man die Schulden, die auch der zweite Punkt hier sind, wieder etwas abbauen können. Und das ganze sieht auf jeden Fall genau danach aus. Der Ölpreis ist natürlich absolut unvorhersehbar. Das ganze muss aber kein schlechter Punkt sein. Sollte es hier zu weiteren Spannungen und so weiter kommen, kann es auch sein, dass der Ölpreis hier wieder auf 90$ anzieht. Das ganze würde natürlich der Aktie von OXY ordentlich in den Kurs reinspielen. Auch die CAPEX sind aktuell relativ hoch, sollte man auch wissen, wenn man hier mit einem Einstieg liebäugelt. Und natürlich haben wir indirekt einen relativ großen Hebel auf den Ölpreis, wenn wir hier die Aktie von OXY in unser Depot reinlegen. Abschließend muss ich sagen: ich habe die Aktie aktuell nicht und denke auch nicht wirklich daran, hier einen Einstieg zu wagen, vor allem auch, wenn man bedenkt, welche Chancen sich hier die letzten Wochen am Markt wieder ergeben haben. Dazu auch gerne unsere Videos zu unseren Aktienkäufen und Ideen anschauen. Ich hoffe, das ganze Video hat euch gefallen und war ein Mehrwert für euch. Wenn ja, dann lasst mir gerne ein Like und einen Kommentar zu diesem Video da. Wie seht ihr die aktuelle Lage von OXY? Ist die Aktie eher ein Kauf oder ein Verkauf für euch? Schreibt mir das wirklich sehr gerne unten rein. Bis zum nächsten Video, ciao!