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Werden Peptide jetzt legal? FDA Update - was bedeutet das für uns?

Iron Mike Biohacking24:30

Transcription

Vor knapp zwei Monaten habe ich euch davon erzählt, dass der Gesundheitsminister der USA Robert F. Kennedy Junior im Joe Rogan Podcast öffentlich angekündigt hat, die FDA anzuweisen, 14 von 19 Peptiden aus der gefürchteten Kategorie 2 zu entlassen. Darunter BPC 157, TB500 und Mods C. Kepasser Leute, herzlich willkommen bei Iron Mike Biohacking.

Heute gibt es ein Update, denn inzwischen ist etwas passiert. Die FDA hat tatsächlich gehandelt. Am 15. April 2026 erschien ein Update der FDA, also der Food Drug Administration der USA, die weltweit maßgeblich für die Medikamentenzulassungen den Ton angeht. Dieses Update betraf 12 der 14 Peptide. In diesem Video gehe ich mit euch Schritt für Schritt durch, was tatsächlich entschieden wurde, was die FDA Kategorien überhaupt bedeuten, wie der Status für die zölf betroffenen Peptide jetzt konkret aussieht und am wichtigsten, wann ihr realistisch mit einem legalen Zugang rechnen könnt, inklusive der Frage, was das alles für uns deutschsprachige Anwender bedeutet.

Kurze Einordnung, damit wir alle auf demselben Stand sind. Die FDA in den USA führt eine Liste, die für die gesamte Peptidwelt regulatorisch entscheidend ist. Sie heißt 503A Bulk Substances List. Diese Liste regelt, welche Wirkstoffe Compounding Apotheken in den USA für ihre Patienten individuell anmischen dürfen, wenn dies durch einen Arzt verordnet wird.

Die FDA hat bisher mit drei Kategorien gearbeitet, in die nominierte Wirkstoffe einsortiert werden konnten. Kategorie 1 bedeutet, der Wirkstoff wird gerade geprüft, es liegen ausreichende Sicherheitsdaten vor und es wurden keine signifikanten Risiken identifiziert. Das Wichtigste daran, Compounding Apotheken dürfen den Stoff verwenden, solange die Prüfung läuft. Die FDA verzichtet bei dieser Kategorie 1 explizit auf Strafmaßnahmen. Mit anderen Worten, wenn ein Arzt das Peptid einem Patienten verordnet, kann er solch eine Apotheke mit Compounding Lizenz dazu anweisen, es für diesen Zweck herzustellen. Das ist also die grüne Kategorie.

Kategorie 2 ist genau das Gegenteil. Die FDA sieht hier signifikante Sicherheitsrisiken. Compounding ist nicht nur untersagt. Die FDA droht Apotheken, die diese Stoffe trotzdem herstellen, aktiv mit rechtlichen Konsequenzen. Apothekenschließungen, Bußgelder, Lizenzentzug, das ist dann also die rote Kategorie.

Dann gibt es, oder man muss eher sagen, gab es noch Kategorie 3, die mittlere Schublade. Unzureichende Daten, weder klar gefährlich noch klar sicher. Compounding ist hier ebenfalls nicht erlaubt, aber wird auch nicht richtig verfolgt oder bestraft.

Im September 2023 hat die FDA plötzlich 19 Peptide bzw. Peptid Varianten in Kategorie 2 verschoben. Compounding Apotheken, die jahrelang BPC 157, TB500 oder CJC 1295 hergestellt haben, mussten von einem Tag auf den anderen aufhören. Patienten standen plötzlich vor einem Versorgungsabbruch. Die Folge, na ja, der Schwarzmarkt, also illegale Onlineshops mit Research Use only Etiketten explodierten. Genau dieser Punkt war später übrigens auch RFKs Hauptargument im Rogan Interview. Und soweit jetzt erstmal der Rückblick.

Jetzt zur Gegenwart. Am 15. April hat die FDA ein offizielles Update der 503A Balk Substances List veröffentlicht. Mit Wirkung vom 22. April wurden 12 Peptide aus der Kategorie 2 entfernt. Aber was bedeutet das genau? Die FDA hat diese 12 Peptide nicht in Kategorie 1 verschoben. Sie hat sie nur aus Kategorie 2 entfernt. Und das ist regulatorisch tatsächlich ein gewaltiger Unterschied. Das hat aber einen ganz bestimmten Grund, auf den gehen wir später noch ein. Grob gesagt ist das aber jetzt eigentlich auch der Status, den die Peptide vor der Kategorie 2 hatten. Sie waren nämlich auch davor nicht in Kategorie 1, sie waren in einer sogenannten Evaluierungsphase. Und daher konnten sie durch diesen Schwebebereich in der Praxis ohne Konsequenzen von Ärzten zum Compounden, also Formulieren an Apotheken weitergegeben werden.

Da dies aber durch populäre Auftritte von Experten z.B. im Uberman Podcast so sehr überhanden nah folgte 2023 unter dem beiden Regimen infolge einer Kurzschlussreaktion kann man sagen, eine plötzliche Kategorisierung in Kategorie 2. Dies erfolgte jedoch ohne jegliche bekannte neue Sicherheitsbedenken und laut der Regularien ist genau das für eine Kategorisierung in diese zweite Kategorie eben notwendig. Daher herrschte seitdem auch enormer Druck auf die FDA. Compounding Verbände klagten sogar. RFK selbst sprach von einer illegalen Handlung der FDA und nun zog die FDA die Kategorisierung auch tatsächlich zurück.

Die offizielle Begründung der FDA lautet: Die ursprünglichen Antragsteller, die diese Stoffe in das Bewertungsverfahren eingebracht haben, haben die Nominierungen zurückgezogen. Damit fällt formal die Grundlage für die Kategorisierung weg. Es wurde also keine neue Sicherheitsbewertung durchgeführt. Es gibt keine neuen Studien, die ein Sicherheitsrisiko dieser 12 Peptide zeigen. Es gibt aber auch keine offizielle Aussage der FDA, dass diese Stoffe nun als sichergelten.

Was passiert ist, ist eigentlich ein elegantischer regulatorischer Schritt. Die FDA behauptet nicht mehr aktiv, dass diese Substanzen gefährlich sind, aber sie sagt eben auch nicht, dass sie sicher sind. Die Peptide befinden sich nun wieder in einem Schwebezustand zwischen Kategorie 2 und 1 oder auch nicht, dazu kommen wir gleich. Sie sind also nicht mehr explizit verboten und auch in diesem Zustand sieht man in der Regel von Bestrafungen für Compounding Apotheken ab bzw. werden Wirkstoffanfertigungen aus diesem Zustand einfach nicht verfolgt.

Damit Compounding Apotheken aber eigentlich recht sicher arbeiten können, müsste jeder dieser Stoffe formal in die finale 503A Balk Substances List aufgenommen werden. Und genau dieser Prozess startet erst jetzt. Die 12 Peptide, die aus Kategorie 2 entlassen wurden, sind aber keine zufällige Auswahl. Es sind genau die Stoffe, die in der Biohacking Community am meisten genutzt wurden und für die der Verlust 2023 am schmerzhaftesten war.

Auf der Liste stehen BPC 157 für Gewebe, Heilung, Senen und Magendaram. TB500, die synthetische Nachbildung von Tymosin Beta 4 für Wundheilung, Haare und Geweberpepparatur. KPV, bekannt für Wundheilung und Hoffnung für entzündliche Erkrankungen oder vielleicht auch Haut und Magendarm. Modzi für mitochondriale Funktion, Adipositas, Osteoporose und noch vieles mehr. DSIP für Schlaf, Opioidentzug oder weitere. Seax für zerebrale Echemie, Migräne und kognitive Leistungssteigerung. Epitalon für Schlaf und Anti-Aging L37, das körpereigene Antibiotikum mit vielfältigem Potenzial, DiHexa für Kognition und Neuroprotektivität, GKCU und das in allen Verabreichungswegen für Bindegewebe, Haut, Haar und was eben noch so im Raum steht. Pack MGF für Muskelregeneration und Melanotan 2 für UV-freie Bräun, Libido und Appetitsuppression.

Hier vielleicht noch eine besondere Anmerkung zu GHKCU, unserem Kupferpeptit. Dieses Peptid hat eine ziemlich ungewöhnliche Doppelbewegung bekommen. Die nicht injizierbare Form wurde aus Kategorie 1 entfernt, also aus der darf compounded werden Liste für Cremes, Gels etc. Gleichzeitig wurde die injizierbare Form aus Kategorie 2 entlassen. Beide Formen landen damit imselben regulatorischen Niemalsland. Und na ja, wer mit topischen GKCU Anwendungen arbeiten möchte, sollte das wissen. Im Endeffekt hat sich GKCU als einziges Peptid ungewollt komplett verschlechtert, nicht verbessert. Und das eigentlich komplett ohne Grund, denn wie die Masterclass Nutzer von euch sicher wissen, hat GKCU schon positive Daten an Menschen zur Creme und Serumform und seit Ende 2025 einen weiteren kleinen Durchbruch in einem Mausmodell bei Colittis ulzosa mit gleichzeitiger Hoffnung für weitere menschliche Daten erlebt. Der Status hat sich also rein von der Evidenz, wenn überhaupt nur noch mal verbessert. Das ergibt also gar keinen Sinn.

Aber jetzt klären wir kurz noch mal, was das alles eigentlich bedeutet. Erstens, die 12 Peptide sind nicht FDA approved. Sie sind nicht zugelassen. Sie waren es vorher nicht und sie sind es auch jetzt nicht und sie werden es auch nach der Reklassifizierung immer noch nicht sein. Eine FDA Zulassung erfordert klinische Studien, eine New Drop Application und ein vollständiges Sicherheits und Wirksamkeitsreview. Davon ist bisher keiner dieser Stoffe gesegnet.

Zweitens, die 12 Peptide sind streng genommen immer noch nicht legal compoundbar. Compounding Apotheken in den USA dürfen diese Stoffe streng genommen, weiterhin nicht für Patienten anmischen.

Drittens, die 12 Peptide sind aber auch nicht mehr verboten und das ist die einzige tatsächliche Veränderung. Die FDA droht Compounding Apotheken nicht mehr aktiv mit Strafmaßnahmen wegen der Kategorie 2 Listung. Die Apotheken befinden sich also wie vorher auch in einer rechtlichen Grauzone kann man sagen, die aber in der Regel nicht wirklich verfolgt wird. Praktisch heißt das, eine Compounding Apotheke, die vor 2023 BPC 157 hergestellt hat, könnte jetzt theoretisch wieder beginnen und darauf vertrauen, dass es wie auch schon zuvor keine Anstrengungen geben wird, diese Produktion irgendwie zu verfolgen oder zu bestrafen.

Laut RFK war ein sehr negativer Nebeneffekt der Kategorie 2 Einstufung das unabsichtliche Erschaffen eines riesigen Schwarzmarktes. Im vorherigen Schwebebereich boomte der illegale Markt bei weitem nicht so sehr. Die meisten Beobachter dieses Prozesses, inklusive mir, sind daher der Meinung, dass RFK damit eigentlich indirekt darauf abzieht, den Zustand von vor 2023 wiederherzustellen, indem die Compounding Apotheken die Peptide auf Anordnung von Ärzten einfach hergestellt haben, damit die Peptide zumindest teilweise regulatorisch durch Ärzte erhältlich sind und somit der Schwarzmarkt im besten Fall etwas einbricht.

Die FDA weiß aber natürlich um diese Situation, denn genau aus diesem Grund bzw. Weise, weil die Verschreibungen inakzeptable Ausmaße angenommen haben, hat die FDA ja 2023 die Kategorisierung sogar gegen die Richtlinien vorgenommen, einfach um das irgendwie zu unterbinden. Nun müssen wir verstehen, dass der Gesundheitsminister zwar vieles anordnen und vorgeben kann, er kann jedoch nicht alleine entscheiden, diese Peptide aus einer Kategorie zu entfernen. Die FDA muss zustimmen. Natürlich kann er diese Maßnahme mit rechtlichen Druckmitteln theoretisch erzwingen. Immerhin war die Aktion wohl zweifels ohne rechtswidrig, aber auch das hätte im Nachgang nur wenig Sinn und wäre den Aufwand eigentlich gar nicht wert, wenn die FDA danach direkt wieder anfangen würde, das Compounding strenger zu verfolgen, denn sie wissen ja jetzt, was da passiert ist. Sie werden also nicht plötzlich so tun, als wäre es vor 2023. Man geht also davon aus, dass eine Art stelles Abkommen im Kampf gegen den Schwarzmarkt getroffen wurde. Die Peptide sind nicht explizit verboten, daher wird das Compounden auch nicht weiter verfolgt, obwohl sehr klar sein dürfte, dass genau das jetzt wieder geschehen wird.

Jedoch muss das vielleicht auch gar nicht mehr sein, denn durch die ganze Aktion ist ein klein bisschen Bewegung in die Evaluierungsprozesse gekommen und das bringt auch ein bisschen Licht in den jetzigen Zustand der Peptide. Die nächste klare Entscheidungsphase durch die PCAC steht nämlich schon im Juli 2026 an. PCAC steht für Pharmacy Compounding Advisory Committee. Das ist ein unabhängiges Gremium aus Pharmazeuten und Wissenschaftlern, dass der FDA Empfehlungen ausspricht und das in Bezug auf einen Wirkstoff, ob der in die finale Balk Substances List aufgenommen werden soll oder nicht.

Die FDA hat bereits konkrete Termine und Evaluationsthemen veröffentlicht. Am 23. Juli 26 werden vier Peptide besprochen. BBC157 für die Anwendung bei Colittis Ulzosa, KPV für Wundheilung und entzündliche Erkrankungen, TB500 für Wundheilung und Modzi für Adipositas und Osteoporose. Am 24. Juli folgen drei weitere. DSIP für Opioidenzug, chronische Insomnie und Narkolepsie. Seax für zerebrale Ischemie, Migräne und Trigeminusneuralgie sowie Epitalon für Insomnie, also Schlaflosigkeit. Eine zweite Sitzungsrunde bis Ende Februar 2027 behandelt dann die restlichen fünf, also L37, DiHer, GKCU, Pack MGF und MT2.

Die PCAC prüft in diesen Sitzungen die wissenschaftliche Evidenzlage, hört Stellungnahmen von Industrievertretern und Patientengruppen und der FDA selbst. Am Ende stimmt das Komite ab und gibt eine Empfehlung an die FDA ab. Diese Empfehlung ist nicht bindend. Die FDA kann sie annehmen, modifizieren oder sogar ablehnen. Wenn die FDA der Empfehlung folgt und den Wirkstoff aufnimmt, braucht es immer noch ein paar regulatorische Schritte. Der Zeitrahmen vom positiven PCAC Votum bis zur tatsächlichen Aufnahme in die Bulk Substances List liegt bei ungefähr 6 bis 12 Monaten. Das heißt z.B. für die zuerst geprüften Peptide BPC17, TB500, KPV und Modzi in einem sehr optimistischen Szenario mit einem legalen Compounding Zugang ungefähr Anfang 2027 in den USA. Wahrscheinlicher ist er Mitte 2027. Für die zweite Gruppe entsprechend noch mal ein halbes Jahr später.

Die FDA hat allerdings erst neulich eine Neuerung eingeführt. In einem neuen im Januar veröffenten Dokument wurden die Kategorien 2 und 3 formal abgeschafft. Neu nominierte Wirkstoffe können seitdem gar nicht mehr in eine dieser Zwischenkategorien eingeordnet werden. Das bedeutet, die Verschiebung von Kategorie 2 zurück nach Kategorie 1 funktioniert technisch gar nicht mehr. Es gibt einfach nur noch die Bulk Substances List, also quasi Kategorie 1. Und was tatsächlich passieren muss, ist eine Aufnahme in die finale 503A Bike Substances List über das vollständige reguläre Prüfungsverfahren und das ist eine deutlich höhere Hürde als vorher. Die FDA hat sich bewusst für ein strengeres Verfahren entschieden und genau dieses Verfahren müssen die 12 Peptide tatsächlich jetzt durchlaufen. Dieser Umstand erklärt übrigens auch, warum die Reklassifizierung im April 2026 keine Verschiebung in Kategorie 1 sein konnte, sondern nur eine Entfernung aus Kategorie 2. Das System lässt eine andere Bewegung momentan einfach gar nicht mehr zu.

Die Verfahrensweise findet Anklang, aber auch trotzdem durchaus Kritiker und das von überraschender Seite. Peter Cohen von der Harvard Medical School, einer der profiliertesten Kritiker unregulierter Wirkstoffe in den USA, weist auf einen strukturellen Schwachpunkt hin. Die PCAC ist aktuell überwiegend mit Pharmazeuten besetzt, so Cohen, kaum mit Ärzten oder klinischen Forschern. Pharmazeuten verstehen den Compoundingprozess sehr gut, aber für die klinische Bewertung von Wirkstoffen, für menschliche Anwendung sind Experten nötig. Auch Peter Lury, ehemaliger FDA Direktor, äußert sich eher skeptisch. Er sagt, die Voreingenommenheit des Verfahrens ist offensichtlich, weil RFK Junior offensichtlich angekündigt hat, welches Ergebnis er sich eigentlich wünscht.

Auf der anderen Seite gibt es aber seriöse wissenschaftliche Argumente für eine Reklassifizierung. Bei BPC 157 etwa fand eine systematische Review von 2025 in 35 von 36 publizierten Studien einen klaren Heilungseffekt. Auch wenn die meisten Studien präklinisch sind, also tierexperimentell in diesem Fall, ist die Konsistenz der Befunde bemerkenswert. Sogar die NASA prüft eines der gelisteten Peptide, nämlich die SIP, als möglichen Schlafinduktor für Astronauten.

Die Wahrheit liegt also wie so oft irgendwo in der Mitte. Diese Peptide sind offensichtlich nicht so gefährlich, wie die Kategorie 2 Einstufung vermuten lässt. Und das ist ja quasi jetzt auch öffentlich nachvollziehbar und belegt. Sie sind aber auch noch nicht klinisch validiert, was ein zugelassenes Medikament eben braucht.

Aber was heißt das eigentlich für uns im deutschsprachigen Raum? Die wichtigste Botschaft ist ganz kurz und klar. Die FDA Aktion ändert in Deutschland regulatorisch nichts. Die Entscheidung betrifft offensichtlich nur US-amerikanische 503A Compounding Apotheken. In Deutschland gilt weiter das Azneimittelgesetz. Bpc 157, TB500, Mod C und alle weiteren betroffenen Peptide sind in Deutschland nicht zugelassene experimentelle Wirkstoffe, Arzneimittel, Research Chemicals, wie auch immer. Entsprechend sind sie nicht Bestandteil der regulären Apothekenrezeptur. Käuflich sind sie als sogenannte Research Chemicals, aber explizit nicht für die Anwendung am Menschen zugelassen. Eine Anwendung ist also weiterhin, wenn überhaupt, nur als individueller Heilversuch, unter ärztlicher Verantwortung möglich.

Aber bei aller Strenge, dass es überhaupt gar nichts bei uns ändert, muss auch nicht sein. Zumindest langfristig gilt folgendes. Wenn die FDA in den USA legalen Zugang über Compounding Apotheken öffnet, entstehen mehr Sicherheitsdaten, mehr klinische Erfahrung und auch mehr regulatorischer Druck auf europäische Behörden, sich genau dieser Frage zu stellen. Wenn die PCAC Reviews positiv ausgehen und die FDA tatsächlich einzelne Peptide in die finale BK Substances List aufnimmt, entsteht damit außerdem auch eine komplett andere Marktdynamik. US-Farmaunternehmen beobachten diesen Prozess nämlich ziemlich genau. Wenn sich abzeichnet, dass ein Peptid wie BPC157 oder TB500 langfristig legal compoundbar wird, könnte einer dieser Konzerne den vollständigen Zulassungsweg über eine New Drug Application beschreiten. Das Ziel Patentschutz und Vermarktungsexklusivität. Das wäre bei BPC 157 wahrscheinlich schwierig, da das Patent bald ausläuft. Aber das ist ein Thema für ein anderes Video. Wenn ihr wissen wollt, warum gerade BPC 157 möglicherweise in der bürokratischen und finanziellen Sackgasse steckt, dann schreibt in die Kommentare, dann mache ich euch dazu gern ein Video.

Aber zurück. Sobald ein Peptid auf diesem Weg formal als Azneimittel zugelassen wird, könnten Compounding Apotheken eingeschränkt werden und der parallele Schwarzmarktvertrieb als Research Chemical kann tatsächlich sogar strafbar sein, also er kann angegriffen werden. Genau das passiert ja gerade mit Retatrotide, also mit Reta. Da sich das Medikament quasi schon im Ende der Phase 3 Studien befindet, also bald zugelassen wird, aber gleichzeitig das ohne Zweifel meist verkaufte Peptid auf dem Schwarzmarkt ist, hat der Pharmaisee Eli Lilli vorsorglich 6000 Patente gesichert und somit dafür gesorgt, dass jegliches Compounden oder eben auch jegliches Vertreiben auf dem Schwarzmarkt oder Graumarkt als Research Chemical, Research, wie auch immer, Wirkstoff jetzt illegal ist. Dadurch möchte man logischerweise schon mal die Exklusivität des Wirkstoffs gewährleisten. Und genau das könnte dann eben auch bei den weiteren Peptiden passieren, sobald sie in den Zulassungsprozess kommen.

Daher auch noch mal ein kleiner Realitätscheck für alle Verschwörungstheoretiker. Es ist nicht so, dass Big Pharma Peptide zurückhält, weil sie als Aminosäurenketten nicht patentierbar sind oder weil man nicht möchte, dass wir gesund sind. Peptide sind Big Farmer. Seit Tag 1. Der Marktanteil an Peptiden des gesamten Pharmarktes ist in den letzten Jahren zehn mal schneller gewachsen als der restliche gesamte Pharmmarkt zusammen. Peptide sind einfach eine neue Art von einem Wort, das ihr nicht gerne hört. Medikamenten, genau das sind sie. So neu sind die eigentlich auch gar nicht. Ihr Potenzial ist enorm, aber die Zulassungen sind wie bei jedem anderen Medikament eben keine Sache von ein bis 2 Jahren, eher von 5 bis 10 Jahren. Und ja, dabei spielt Geld eine gewaltige Rolle. Bis zur Zulassung steckt in jedem Wirkstoff ungefähr eine Milliarde Dollar an Entwicklungskosten. Und genau deshalb springen große Konzerne als Geldgeber oft schon bei den kleinsten Unstimmigkeiten sofort ab. Und genau deshalb bin ich auch sicher, dass diese zö hier genannten Peptide noch einen langen Weg vor sich haben, bevor sie tatsächlich zugelassen werden, auch wenn die anekdotische Evidenz quasi weltweit schon recht eindeutig scheint.

Interessant ist das Ganze aber trotzdem, oder? Denn wenn bestimmte Wirkstoffe hier so wenig Sicherheitsbedenken haben, dass sie theoretisch von Ärzten als Anweisung zum Compounden für bestimmte Fälle von Patienten zugelassen werden, wie angebracht ist dann noch unsere, ich möchte es gar nicht Skepsis nennen, sondern unsere unfassbare Arroganz, mit der wir diese Wirkstoffe hier öffentlich als Gift bezeichnen. Eigentlich gar nicht. Und genau das ist das, worauf ich öfter mal hinweisen möchte. Wir sind in unserem kleinen Land sehr eingeschränkt und glauben irgendwie, wir hätten die Bildungshoheit. Gerade in der Medizin fällt mir das immer wieder auf. Dem ist aber nicht so. Wir sind eigentlich immer das Schlusslicht, gerade wenn es um solch innovative Methoden geht. Wir sind immer die letzten. Ein Blick über den Tellerrand hinaus kann dabei helfen, deinen Horizont zu erweitern und einfach mit Interesse zu verstehen, was in der Zukunft interessant für uns alle sein könnte.

Und genau deswegen wollen wir Evidenz schaffen. Ganz wichtig, das Dokrinus Research Institut und ich werden noch dieses Jahr mit den Humanstudien zu drei Wirkstoffen beginnen, nämlich zu SLUPP332, zu GHKCU als Injektionsform und zu BPC 157 als Injektionsform. Freut euch also sehr darauf, denn wir werden euch so gut es irgendwie geht an dieser Reise teilhaben lassen. Deswegen schaut doch gerne mal auch auf dem Dokrinus YouTube-Kanal vorbei. Da werden wir jetzt auch regelmäßig Expertentalks mit Forschern aus unserem Forschungsinstitut releasen und werden neue Welten eröffnen und offen über viele interessante Themen debattieren und aufklären.

Wenn du aber auch einfach mal deine Gesundheit checken möchtest mit einem kleinen Blutbild, für dass du nicht mit dem Arzt diskutieren musst, dann kannst du auch bei Dokrinus vorbeischauen. Du kannst dir nämlich ein Blutpanel für zu Hause einfach bestellen. Dir wird das Testkit geschickt. Du piakst dir kurz in den Finger und dann bringst du das weg. Ein bis zwei Tage später kannst du online mit einer sehr modernen Bewertungsskala einsehen, wie deine Werte aussehen und gegebenenfalls sofort eine Sprechstunde zu einem sehr fairen Preis per Telemedizin buchen. Solltest du den Verdacht haben, z.B. einen hormonellen Mangel zu haben, Testosteron oder Schilddrüse, egal was, dann kannst du auch so einen Test machen und tatsächlich auch direkt Medikamente anfragen oder eine Sprechstunde in Anspruch nehmen. Wir sorgen dafür, dass das Ganze zeitgemäß und modern passiert. Wir kümmern uns. Deswegen schau doch sehr gerne mal einfach bei Dokrines vorbei und nutze bei der Gelegenheit Code Iron im Warrenkorb. So kannst du noch ein bisschen was sparen.

Ansonsten, wenn euch dieses Video weitergeholfen hat, lasst mir gerne einen Daumen nach oben da. Abonniert den Kanal für regelmäßigen evidenzbasierten Content aus Biohacking und Gesundheitsoptimierung. Und wer tiefgehendes Wissen über Biohacking, Gesundheit, Peptide, Longevity und vielseitige Lösungsstrategien für die heutigen gängigen Probleme und Optimierungswünsche will, von Natural aufbauen bis hin zu Offlabel Medikation und Peptide, aber plus einer ärztlichen Begleitung, die dem Thema offen gegenüber steht und mit speziellen Tarifen und Blutbildern speziell für diese Zwecke bereit steht, der sollte unten in die Videobeschreibung gucken, denn da ist der Link zu meiner ultimativen den allumfassenden Biohacking Masterclass. Wir launchen bald neue Features, wie z.B. die Community Funktion, eine eigene Tracking App für Training, Ernährung, Fortschritt und Tutorials sowie auch Rezepte und das ganze von mir und meinem Team extra von euch erstellt. Also trag dich doch jetzt gerne schon mal unten auf der Startseite der Masterclass in den Newslette ein, dann bekommst du erstens 25% Rabatt und wirst immer geupdatet, wenn es News gibt, neue Uploads oder eben auch neue Module. Wir haben jetzt übrigens auch die Zahlung mit PayPal integriert, weil sich das so viele gewünscht haben. Ansonsten Code Iron bei ESN oder Monutrition und wir sehen uns das nächste Mal bei Iron Mike Byaking.