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Kurz vor MEGA-Deal? Bald wachen Anleger in neuer Welt auf! // Mojmir Hlinka

Mario Lochner57:07

Transcription

Ich bin überrascht, dass so viele überrascht sind. Wir waren hautnah dran, dass unser Finanzsystem, so wie wir es kennen, kollabiert. Ja, wir müssen doch irgendwas tun. Nein, müssen wir nicht. Es wird eine Einigung geben müssen. Eine Krise ist die Brutstätte für steigende Kurse. Wie kommt der Markt zurück? Vor allen Dingen, welche Titel kommen am schnellsten wieder zurück? Das ist die Kernfrage. Wenn die USA pleite gehen, dann haben wir ein anderes Problem, als uns über Finanzen zu unterhalten.

Servus Leute, ein herzliches Willkommen in einem brandneuen Video auf meinem Kanal. Mein Name ist Mario Lochner und heute bin ich zurück mit dem Mann aus der Schweiz, den ihr alle gefordert habt: zuletzt Moir Linker. Er ist Finanzexperte und Vermögensverwalter von der AKFIF International. Herzlich willkommen.

Ja, ich grüße sehr Lochner, einen schönen guten Mittag an alle. Ihre Follower mit einem herzlichen Gruß aus der Schweiz. Und Leute, wenn ihr das feiert, dass Herr Linker zurück ist, dann gerne einen Daumen nach oben da lassen. Und wenn euch meine Interviews gefallen, dann könnt ihr mir ein riesen Gefallen tun und den Kanal abonnieren, um nichts mehr zu verpassen. Herr Linker, die Zuschauer schätzen Sie sehr, vor allem für ihren Klartext. Jetzt haben wir mal fünf schnelle Fragen für den Anfang überlegt, für Mr. Klartext. Sind Sie parat? Sie dürfen – ich fange an und Sie dürfen vervollständigen.

Ja, Sie beginnen wie immer mit einer Überraschung. Ich versuche, parat zu sein. Ja, so bin ich. Nummer eins: Sind wir im Bärenmarkt? Nein. Ist das eine Bullenfalle? Jain. Jain, da bin ich gespannt. Werden die Zinsen bald fallen in den USA? Ja. Am Jahresende stehen die Kurse? Hör. Und wer den Dip zuletzt nicht gekauft hat, hat langfristig gesehen einen Fehler gemacht. Sind doch schon mal gute Aussagen. Da bin ich gespannt. Bullenfalle? Jain, das notiere ich mir schon mal mental für gleich. Wir sind also nicht im Bärenmarkt. Das müssen Sie uns erklären. War das jetzt ein ganz kurzer – sind wir schon wieder raus oder was war das?

Also im Prinzip habe ich ja jetzt alle Ihre Fragen beantwortet, oder? Ja, wir können eigentlich Feierabend machen. Ja, ich muss mich immer wieder wundern, und äh ich lese ja natürlich, wie Sie wissen, sehr aufmerksam die Kommentare, und äh bei Ihnen ist einfach so, dass Sie in der Lage sind, wie kaum ein anderer, mich zu provozieren. Finde ich gut. Der Punkt ist ja, dass wir in sehr vielen Dingen eine ähnliche Ansicht haben, und da Sie ja natürlich eine Gegenseite vertreten müssen, was Sie oft genug auch künstlich tun, das bringt mich immer wieder so bisschen aus der Reise. Ich versuche, das ist ja meine Aufgabe hier, wo ich der natürlich – natürlich ist es ihr – natürlich ist Ihre Aufgabe. Äh, bin ja nicht Seelsorger. Ja, natürlich. Äh, schauen Sie mal, mich wundert eigentlich, dass Sie nicht mit den weißen Schwänen begonnen haben.

Dann werde ich mal – kommt gleich, kommt gleich. Ja, das kommt gleich. Dann werde ich mit den – mit den weißen Schwänen versuchen zu beginnen. Äh, es gibt ja verschiedene Vogelarten. Es gibt weiße Schwäne, es gibt schwarze Schwäne. Für mich ist das, was an den Märkten passiert ist, äh kein weißer – kein Schweizer Schwan, das muss ich dazu sagen. Warum? Weil sie kommen aus dem Nichts, sie kommen unerwartet, und da kann man wirklich diesmal nicht davon sprechen. Äh, jemand hat mir mal gesagt, einen wunderschönen Satz: „Ich bin überrascht, dass so viele überrascht sind.“ Und wir hatten das auch viele Dinge in unserem letzten Webinar angesprochen, und wir müssen einige Dinge da noch einmal aufgreifen, weil ich denke, dass äh dieses Interview mehr Zuschauer oder Ihre Follower sehen, als es da der Fall gewesen ist. Äh, weiße Schwäne sind natürlich auch durchmischt mit Truthähnen, und die Truthähne sind diejenigen, die nicht wissen, dass Thanksgiving kommt und ihren Pharma lieben. Was bedeutet das? Worauf will ich hinaus? Wir hatten schon angesprochen, die Objektivität und die Unabhängigkeit der Informationen ist an den Finanzmärkten das absolute A und O, und ich denke, da gibt mir jeder Recht. Äh, nun ist es nur mal so, dass es sehr schwierig ist, die Datenflut zu verifizieren. Wir leben in einem Zeitalter, wo eine Meldung innerhalb von Minuten durch die Welt geht. Wir haben Breaking News, wir haben äh äh überall Flashmeldungen, Nachrichten, Laufbänder, und dadurch wird die Psyche der Anleger natürlich massiv strapaziert. Warum wird sie strapaziert? Weil die Menschen versuchen, aus dieser ganzen Flut an Informationen das herauszufiltern, was für ihren Anlageentscheid am wichtigsten ist. Availability Bias, Stichwort Verfügbarkeitsfehlverhalten. Und diese Neutralität der Beschaffung dieser Informationen ist essentiell. Und wenn ihr uns – wenn Sie mich fragen, äh ob wir uns in einem Bärenmarkt befinden, äh da muss man eine Sache ganz klar sagen: Seit dem Untergang von Lehman Brothers befinden wir uns in einer Recoveryphase, die durch sehr viele prägnante Ereignisse unterbrochen wurde. Die Märkte stehen wesentlich höher als damals. Aber eine Sache ist klar: Man muss diesen Zeit – diesen Zeithorizont, diesen – diesen – diese immense Entwicklung der Zeit, die seitdem passiert ist, weil das war wirklich für mich in den vergangenen 25 Jahren der einzige Punkt, wo die Finanzwelt wirklich am Abgrund stand. Wir waren hautnah dran, dass unser Finanzsystem, so wie wir es kennen, kollabiert. Was ist passiert? Die Notenbanken haben die Märkte geflutet, der Rest ist Geschichte, aber damals war es wirklich knapp, und diese Recoveryphase wurde durch sehr viele Sachen unterbrochen, aber der Flow ist immer noch derselbe. Also sind wir in einem sehr langen Bullenmarkt noch, wenn ich das jetzt richtig äh verstanden habe, mit Rücksetzern. Äh, also kein Bärenmarkt über allem, aber – aber Sie haben gesagt, Bullenfalle Jain, also Bärenmarkt nein, weil wir sind seit 150 Jahren, solange der Dow Jones alt ist, sind wir in einem Bullenmarkt. Bärenfalle ist insofern vorsichtig, dieses Wort nämlich sehr, sehr ungern im Mund, Bullenfalle oder nicht Bärenfalle? Eine – eine Bullenfalle, Entschuldigung.

Na ja, ja, selbstverständlich. Äh, schauen Sie, ich habe eine These. Diese Korrektur, die stattgefunden hat, wäre so oder so passiert. Sie war überfällig. Wir haben darüber gesprochen, dass die Zusammensetzung der Indizes toxisch ist. Warum? Weil die amerikanischen Titel ein riesengroßes Übergewicht gemacht haben. Sie haben – sie haben äh äh den – den Amerika an sich dominiert, und innerhalb – es gab ja noch nie, das sind ja alle Experten einig, diese massive Gewichtung in den USA, das heißt, am amerikanischen Markt, und davon noch einmal ein Novum äh die hochgehypten Technologiewerte, und die haben natürlich zu einer massiven Überbewertung geführt. Diese Korrektur war insofern überfällig, weil die Indizes kommen immer wieder zurück zu ihrer Normalität, und genauso wie dieser Bergbach, über den wir glaube ich in unserem ersten Interview gesprochen haben, er sucht sich immer wieder seinen Weg, und genau das hat der Markt getan. Trump war der Katalysator. Trump war der Buhmann, Trump war die Erklärung für alles. Aber diese Korrektur war überfällig, und diese Korrektur war auch völlig natürlich. Sie ist etwas stärker ausgefallen. Die Volatilität ist natürlich brachial. Wir hatten die größten Abstürze und die größten Kurszuwächse äh seit dem Zweiten Weltkrieg. Aber das passiert nun mal, weil das Volumen immer größer ist, weil die Bewertung immer höher ist, und auch – man muss sich anschauen, das was früher in 10 Jahren passiert ist, passiert heute in einer Woche. Und diese Relativität, diese Relation, die muss sich jeder Anleger zu Gemüte führen und muss verstehen, dass die Märkte keine Einbahnstraße sind und dass zuweilen auch diese brachiale Volatilität natürlich sich ihren Weg sucht.

Jetzt kommen wir zu den weißen Schwänen. Also, was wären denn jetzt weiße Schwäne? Jetzt könnte man natürlich ganz einfach sagen, na ja, Trump rudert zurück, oder es gibt jetzt die Deals. Da sprechen wir gleich drüber äh wie das dann auch tatsächlich noch klappen kann. Also, wo ist denn jetzt der weiße Schwan? Weil das wären jetzt keine – das wären vielleicht Erleichterungen, oder? Aber äh das hatten wir eigentlich vor kurzem ja schon in gewisser Weise eingepreist. Äh, gut, dann stürzen wir jetzt vielleicht nicht weiter ab, aber wo ist jetzt der weiße Schwan? Also wirklich eine positive Überraschung. Also es kann ja jetzt nicht sein, die Katastrophe bleibt aus, dass das die äh positive Überraschung ist, oder? Und es ist ja schon einiges kaputt gegangen. Wir müssen uns ja noch mal die Frachtraten anschauen. Der Frachtverkehr von China in die USA ist komplett eingebrochen. Also, es sind ja schon Dinge kaputt gegangen oder zumindest entwickeln sich sehr negativ. Also, das muss man ja alles erstmal wieder aufholen. Also, da sind wir vom weißen Schwan ganz weit weg, oder? Also, wir sollten vielleicht mal, bevor wir jetzt zu diesen weißen Schwänen kommen, die es zweifels ohne gibt, also natürlich gibt es die, aber wir müssen vielleicht mal schauen, wo – wo lag ich falsch, wo lag ich richtig. Ich glaube, das ist ein guter Punkt, um das etwas auseinander – zu – zu diversifizieren, äh denn das hat ja auch absolut sehr – sehr mittelbar mit Ihrer Frage zu tun. Ähm, ich lag falsch in einem Punkt, nämlich dass ich gedacht habe, dass Trump nicht so chaotisch und unbesonnen vorgehen wird. Das trifft zu. Jetzt muss man sagen, gehen wir chronologisch vor: In der Woche, als das ganze Disaster seinen Lauf nahm, war die ganze Woche negativ. Und an diesem besagten Mittwoch, bevor Mr. Trump diese Zölle verkündet hat, ist der Markt massiv ins Plus gedreht, hat sogar die Wochengewinne – hat die Wochenverluste aufgeholt und hat mit einem massiven Plus geschlossen. Das war unmittelbar vor seiner Rede. Dann kam die Rede, und dann kam der erste Absturz. So, das ist die Chronologie. Das bedeutet also, dass Millionen Investoren weltweit falsch gelegen haben, weil sie nicht damit gerechnet haben, was letzten Endes passiert ist, dass der so übers Ziel drüber hinwegschießt. Äh, die Leute haben gedacht, er geht vor die Presse, die Leute haben gedacht, er verkündet seine Zölle im Rahmen dessen, was erwartet wurde. Sie haben das Chaos nicht – es war diletantisch, es war nicht vorbereitet. Äh, da müssen wir gar nicht drüber diskutieren, aber was Fakt ist und was am Ende des Tages übrig geblieben ist: Die Leute haben vorher gekauft, also haben sie auch falsch gelegen.

Gut, was ist seitdem passiert? Diese grandiose Achterbahn. Ich habe gesagt, er will unkalkulierbar sein. Ich habe gesagt, er will definitiv nicht lesbar sein. Er wird ja – oder es wird ja sehr, sehr viel vom Pokerspiel und von diesem Vergleich gesprochen, finde ich teilweise gar nicht mal so verkehrt. Äh, er wollte diese Unberechenbarkeit an – ja, wie gesagt, zu – zu Tage bringen lassen. Und was ihm aber nicht gelungen ist, ist eine klare Perspektive oder einen klaren Sinn dahinter oder ein – eine klare Strategie dahinter – dahinter festzumauern. Und das ist genau das Problem, was geschehen ist. Das führte zu etwas, was – was – wo ich ebenfalls nicht auf der Agenda hatte, nämlich Abstoß des Dollars und die – und das kleine Chaos in den Anleihenmärkten. Und das ist das einzige, was – es gibt ja zwei Dinge: Man liegt falsch, es hat keine Konsequenz für unsere Allokation, und man liegt falsch und es hat Konsequenz. Und insofern lag ich in diesem Bereich falsch, weil die einzigen Verluste, die wir zu beklagen hatten, ist der Verlust in den Obligationen, die ich nach wie vor favorisiere.

Jetzt kommen wir dazu, wo ich richtig lag. Jetzt müssen wir zurück nach Europa oder hier zu uns in die Schweiz. Zu uns in die Schweiz. Äh, wir haben einen Zinskollaps gesehen. Wir sind runtergedonnert mit den Zinsen jetzt auf ein vier Prozent. Was ist geschehen? Man spricht bereits jetzt über die nächste Zinssenkung in Richtung null, und es wird jetzt schon – die Stimmen werden immer lauter, dass wir in der Schweiz einen Negativzins bekommen. Warum? Die vorübergehende Stärke des Schweizer Frankens, die Schwächephase gegenüber dem Euro ist vorbei. Der Euro äh hat vom Hoch wieder 6 oder 5 % verloren und war dabei sogar vor zwei Wochen wieder die Allzeittiefstände zu testen. Das heißt, die Nationalbank ist natürlich gefordert, und es wird weiter an der Zinschraube gedreht. Was war die Folge davon, dass unsere Dividendentitel, das heißt die Versicherer, die Rückversicherer, die Immobilientitel und die Indust – die industriellen Titel und auch die Bauunternehmen äh die zinssensitiv sind, dass die natürlich massive Kurszuwächse hatten, die Versicherer vorweg, dann gab es nur eine Fusion zwischen der Basler Versicherung und der Helvetischen Versicherung, dass er – hat das noch einmal die ganze Szene befeuert, so dass wir tatsächlich sagen können, dass unsere Verluste minimal sind, und je – wie die letzten Monate die Kunden zu uns gekommen sind, die deutschen Kunden insbesondere, dass die teilweise Kursgewinner bis zu leichten Kursverlusten haben, 3 4 5 6 %. Das heißt, wir haben diese ganze Katastrophe ohne großartige Folgen überstanden, dank dieser Allokation in diesem Schweizer Segment. Das einzige, warum einige Depots noch leicht im Minus sind, ist der Grund. Der liegt in den amerikanischen Unternehmensanleihen höchster Qualität, wie ich darüber gesprochen habe. Und das ist die gesamte Zusammenfassung der Geschichte betreffend Bullenmarkt versus – oder Bullenfalle oder nicht. Für mich ist es insofern keine Bullenfalle, weil diese Korrektur überfällig war und sie passierte in einem Segment, und da sollten wir auf jeden Fall noch darüber sprechen, dass man sich anschauen muss: Wenn ein Markt abstürzt, ist es eine Geschichte. Aber die Frage ist: Wie kommt der Markt zurück? Vor allen Dingen, welche Titel kommen am schnellsten wieder zurück? Das ist die Kernfrage. Das wollen wir jetzt beleuchten. Also Schweizer Franken oder auch Schweizer Aktien dann insgesamt haben als – ja, Risikopuffer oder als sicherer Hafen, wie man es nennen will, auf jeden Fall funktioniert. Das war ja sehr beeindruckend auch, als es richtig gekracht hat, dass ja der Dollar auf die Mütze bekommen hat. Der Schweizer Franken war deutlich im Plus.

Trotzdem – wo sollen jetzt steigende Kurse herkommen? Entspiele ich mal ein bisschen Crashprophet. Also Trump hat eigentlich in gewisser Form schon das gemacht. Viele sagen: „Ja, der hat eigentlich das gemacht, was er angekündigt hat. Vielleicht ein bisschen übers Ziel hinaus, vielleicht ein bisschen unkontrollierter, vielleicht ein bisschen ungeplanter das Ganze, aber im Endeffekt hat er ja schon das angekündigt, was er gemacht hat.“ Jetzt sehen wir: Der US-Verbraucher ist so pessimistisch wie lange nicht. Die Inflationserwartungen in den USA sind so hoch wie zuletzt 1991. Wie gesagt, der Frachtverkehr zwischen China und den USA, da knallt's richtig. Da rechnen manche schon damit, ja, wann gibt's eigentlich leere Regale in den USA? Die großen Techunternehmen kommen unter die Räder, weil natürlich auch Amazon z.B. viel aus China bezieht, und Nike produziert in Vietnam, und auch viele andere natürlich betroffen, und viele sagen, ja, die USA stehen eigentlich schon mit einem Bein in der Rezession und bald mit beiden – beiden. Also, das ist doch eigentlich eine einzige Katastrophe, oder? Und das Vertrauen ist sowieso weg, auch bei den Unternehmern – also heute Morgen, bei den Investoren – heute Morgen kamen ja die Zahlen aus Deutschland, dass das Verbrauchervertrauen unerwarteterweise massiv gestiegen ist, was sehr erfreulich ist. Und in Punkto Rezession, da werden wir sowieso noch einmal ausführlich darüber sprechen. Äh, und wir dürfen eine Sache nicht vergessen: Äh, Trump ist in einer absoluten Zwickmühle. Trump ist sehr gespalten, und zwar – er hat Berater in seinem Team, die sind sehr gut, die sind sehr vernünftig, die sind sehr rational, und dann hat er Chaoten um sich, die ihm ja zu diesen – zu diesen äh wirklich unsinnigen Schritten auch motivieren und die ihn dazu geführt haben. Trump ist unter Druck, Wahlen kommen auf uns zu, das wissen wir, und vor allen Dingen seitens der Bevölkerung steigt der Druck. Warum? Amerikaner – der größte Altersvorsorgepunkt der Amerikaner sind ihre Aktien, und das ist natürlich ein Augapfel. Wir sehen z.B. eine sehr interessante Entwicklung, nämlich dass die äh – dass – dass die amerikanischen Dividenden an sich zugenommen haben. Goldman Sachs kam mit der Prognose gestern, dass das Wachstum der US-Dividenden massiv unterschätzt wird. Warum? Als Altersvorsorge und auch aus Einkommensquelle haben die Amerikaner im Moment keine Alternative. Die Amerikaner brauchen ihre Aktien, und darum wird die Dividende in Amerika immer wichtiger. Das der erste Punkt. Der zweite Punkt ist, was auch sehr klug ist, den Börsen im Vorweg. Natürlich gibt es im Moment noch genug Zinsen in den USA, und die Anleihen sind massiv attraktiv mit sehr hohen Renditen, aber – aber wenn die Zinsen sinken, dann ist natürlich klar, dass die Renditen fallen werden und dementsprechend ist es für die Altersvorsorge immer ungeeigneter. Also in weiser Voraussicht wird die Dividende, Stichwort TINA, „there is no alternative“, immer wichtiger.

So, jetzt wissen wir, dass die USA und dass China sehr stark voneinander abhängig sind. Da ist das – ist jedem klar. Wir wissen auch, dass hinter geschlossenen Türen schon seit Wochen verhandelt wird, was die Öffentlichkeit gar nicht mitbekommt. Auch das wissen wir. Wir wissen gleichzeitig, dass China ebenfalls sehr, sehr gute Karten in der Hand hat an diesem Pokertisch, nämlich – was sind diese Karten? Diese Karten sind diese massive Verschuldung, die Amerika gegenüber China hat. China ist ein Riesengläubiger. Sie sitzen auf einem Berg von Staatsanleihen, und es wäre für China natürlich großartig. Und da ist auch China in diesem – in diesem Zwiespalt, weil China würde natürlich sehr, sehr gerne sehen, dass die Zinsen sinken, damit die Preise der Obligationen steigen, damit sie endlich ihre Investition auch lohnend cashen können. Auf der – also sie werden einen Teufel tun, um die jetzt auf den Markt zu werfen. Auf der anderen Seite ist es auch so, dass China gegenüber Amerika massiv aufgeholt hat, und zwar sowohl im Binnenmarkt, Stichwort Alibaba, 10 Cent, all diese – all diese Unternehmen, da hat sich Amerika natürlich – da hat sich China natürlich wahnsinnig weiterentwickelt und in der – in Richtung Technologie auch in Richtung E-Mobilität, wie beispielsweise BYD, die ja vor Innovation nahezu strotzen. Das heißt, also das ist die Situation China: Sie haben sehr gute Karten in der Hand, und mit ein Trumpf sind auch die Rohstoffexporte, Lithium-Bereitung, seltene Erden und so weiter. Und das sind die Trümpfe, die China in der Hand hat. Natürlich – das Verhältnis USA, China ist natürlich klar, dass auch die Chinesen die Amerikaner brauchen, wie – wie die Luft zum Atmen. Das heißt, aus diesem ganzen Gefüge ist es nahezu logisch. Und damit komme ich wieder zum Truthahn. Natürlich ist es so, dass im Moment nur über Katastrophen geschrieben wird. Aber am Ende des Tages, was ist die Alternative? Die Alternative ist ein Ticktacktoe-Spiel. So wie die nukleare Abschreckung global funktioniert, genauso wäre dieser Handelskrieg. Wenn er weiter eskaliert, 150, 200 % und so weiter, dann ist es klar, dass diesen Krieg niemand – niemand gewinnen kann, und deswegen wird es dort eine Einigung geben. Nicht – es wird eine Einigung geben, sondern es wird eine Einigung geben müssen. Warum? Weil genau wie bei Lehman Brothers die Bazooka der Notenbanken alternativlos war, genauso ist eine Einigung in diesem Zollstreit alternativlos. Zurück Verbraucher USA. USA – oder 70 % des Bruttoinlandsprodukts von USA wird durch das – durch die Konsumenten getragen. Der brachialstarke Binnenmarkt, das ist der Trumpf von Amerika, und das ist das, was z.B. Europa im Moment versucht – ist zu lernen und versucht – ist umzusetzen, so wie Amerika auf Pump gewachsen ist die letzten 50 Jahre. Genau das versucht Europa jetzt umzusetzen. Wie es funktionieren wird, werden wir sehen. 70 % des Konsums der USA tragen zum Bruttoinlandsprodukt bei. Äh, Rezession, diese Prognosen. Schauen Sie, einige Wochen vor dem Kollaps von Lehman Brothers haben Experten dieses – dieses Unternehmen mit einem Triple A, mit der höchsten Bonität bewertet. Die Geschichte kennen wir. So sehen wir, wie die Expertenmeinungen manchmal an der Realität komplett vorbeilaufen. Ich sehe diese Rezession nicht. Wir haben einen stabilen Arbeitsmarkt. Wir haben immer noch steigende Löhne, aber moderat steigende Löhne, und vor allen Dingen das Wichtigste ist: Wenn man die Ausgaben für das Wohnen und für den Häusermarkt rausrechnet aus dem CPI, also aus dem – aus dem Inflationsindex, dann wäre Amerika bereits unter 2 %. Die Zölle spielen natürlich eine Rolle auf die Verbraucher, und die Verbraucher – das Verhalten dieser Verbraucher ist in diesem Zusammenhang nicht ganz berechenbar. Daher ist Trump zusätzlich noch unter Druck, weil er weiß, dass er sowohl die Verbraucher als auch die Sparer als auch die Altersvorsorger immer gegen sich hat. Und diese Balance muss er in dem – muss er lösen, indem er liefert und indem er diese – diese Deals abschließt. Er muss sie abschließen, und er wird sie abschließen.

Jetzt liefere ich Ihnen mal – jetzt klingelt hier schon. Ich weiß nicht, ob es äh Donald Trump war oder jemand anders, wenn ihr das im Hintergrund gehört haben solltet. Jetzt liefere ich Ihnen mal eine Steilvorlage, äh nachdem ich heute schon wieder – ich hoffe, ich habe nicht zu sehr provoziert, aber das ist ja genau meine Aufgabe, das aus Ihnen rauszukitzeln und das Interview natürlich die Gegenposition einzunehmen, sonst ist es ja für die Zuschauer natürlich auch langweilig. Es gibt z.B. eine Steilvorlage: Die Stimmung ist gerade grandios schlecht. Also, ich war vor kurzem in den USA, dann wird man von Leuten gefragt: Kann man da überhaupt noch einreisen? In den USA ist die Stimmung auch schlecht. Wir – von den Verbrauchern nicht nur, dass sie generell pessimistisch sind, sondern nur 12 % rechnen gerade mit steigenden Aktienkursen. Also, es rechnen eigentlich alle mit fallenden Kursen oder zumindest mit nichts positivem. Jetzt ist ja die Frage: Wenn es dann doch besser kommt, wie groß ist dann das Potenzial? Das ist ja gigantisch, oder? Also, wenn wir jetzt mal davon ausgehen, es gibt die Deals oder es gibt – wie wir es auch immer nennen wollen, also es passiert alles, es läuft alles halbwegs okay, vielleicht sogar gut. Was passiert dann? Also ich hoffe, bei so viel Pessimismus – also ich hoffe nicht, dass Sie die Zuschauer langweilen, äh auch wenn sie mich – auch selbst wenn sie mich nicht provozieren. Äh, aber – aber eine Rally wird geboren in einer totalen Krise. Eine Rally gewinnt an Fahrt mit sich langsam verbessernder Stimmung, und sie stirbt in Euphorie. Wir haben es doch bei den Technologietiteln gesehen. Das war doch das beste Beispiel. Kein Mensch – oder ich wurde immer sehr kritisiert, dass ich die Kryptoanlagen sehr kritisch bewertet habe. Äh, nicht kritisch, aber nicht sorglos. Und wir haben es vor – und ich kenne Depots gekommen sind, die bestanden aus Kryptowährungen, und es ist alle einzig und alleine, was auch meine Prognose war, dass der einzige, der Stabilität behalten wird kurzfristig, ist der Bitcoin, das – es hat sich bewahrheitet. Der kommt am schnellsten zurück. So wie ich es immer gesagt habe: Die Großen aus der ersten Reihe kommen immer zurück. Der Bitcoin kommt zurück, und alleine dem ist es zu verdanken, dass der weltweite Kryptoindex sich wieder einigermaßen erholt hat. Aber die Werte aus der zweiten Reihe, so wie Ethereum oder so wie Litecoin oder so wie Cardano oder Solana, die haben 50, 60, 70 % ihres Wertes verloren und kommen eben nicht zurück. Und das ist genau das, was ich gesagt habe. Das heißt, also es ist – es ist genau diese Euphorie, die diese Korrektur eingeleitet hat. Genau wie diesen hochgehypten Technologietiteln, die ebenfalls zu dieser Korrektur massiv beigetragen haben. Aber schauen wir uns das an: Wer kommt als erstes zurück? Netflix, nach phänomenalen Zahlen. Da kommen wir ein bisschen zur Quartalsaison, die sehr – sehr – sehr – die jetzt an Fahrt gewinnt mit den großen Texten. Aber Netflix hat geliefert. Äh, wir haben – wir haben die Amazon, wir haben die Alphabet und Apple, und diese Titel kommen als erstes zurück. Warum? Weil das genau die sind, die von den Magnificent Seven am solidesten dargestanden sind. Und das ist immer das, das bei einer Recoveryphase. Drum habe ich immer wieder gesagt: Der Absturz ist eine Sache, aber diese absolut minutiöse Erholungsphase ist insofern sehr – sehr wichtig, dass man schauen kann, wie ein Portfolio funktioniert. Habe ich im Portfolio die am schnellsten zurückkommen, dass der Absturz passiert ist, der kann passieren, aber das ist genau das – Antwort auf Ihre Frage. Eine Krise ist die Brutstätte für steigende Kurse, und wenn die weißen Schwäne kommen, so wie ich die weißen Schwäne z.B. dieser absolut Volltreffer in den Dividendentiteln Schweiz, die Zinsentwicklung in der Schweiz, die – die Entwicklung Euro, Schweizer Franken und so weiter, das sind schon einige weiße Schwäne. Amerika übrigens auch – Ukraine und China, da sind die – da sind die weißen Schwäne nur nicht da. Aber wenn sie kommen, dann ist die Entwicklung in der Tat historisch betrachtet gewaltig, weil, wie Sie es genau richtig gesagt haben, der Absturz war zu groß, der Absturz war zu stark. Wir sehen es an der Dividendensaison, wir sehen es an den – an den Gewinnzahlen der Unternehmen, wir sehen es am Dividendenwachstum der Unternehmen, und das sind die Kernpunkte, die langfristig interessieren, nicht die Verunsicherung durch Medien. Man muss rational bleiben, und man muss immer das Momentum betrachten. Man muss einfach mal schauen: Ist die Situation tatsächlich so schlecht, wie die Märkte es wiedergespiegelt haben? Und nein, das ist sie nicht.

Was müsste denn passieren, dass Sie dann auch ins Camp wechseln, in dem jetzt einige Anleger sind? Ich sag's jetzt mal polemisch, nach dem Motto: Trump agiert nicht logisch. Wie man das jetzt bewertet, ist ja wurscht, ob man das an der Intelligenz festmacht oder an anderen Zielen, das ist ja völlig wurscht. Es gibt jetzt viele, die zweifeln, deswegen haben sicherlich auch einige verkauft, weil wir sagen alle – ich bin auch in dem Thema – da sag ich, es – es muss eine Einigung geben, sonst stürzt die Weltwirtschaft ja in eine riesige Krise. Das kann ja keiner wollen. Aber wann wäre denn der Moment, wo Sie dann auch mal sagen würden: Okay, sag mal, spur mal drei, vier Monate vor, und wir sind genau da, wo wir heute sind, oder vielleicht schlechter oder was weiß ich. Gibt's dann irgendwann mal den Punkt, wo man sagen müsste: Na ja, gut, jetzt gehe ich dann vielleicht erstmal raus und warte wirklich mal ab, bis vielleicht äh Trump weg ist oder bis das zumindest irgendwie mal sich anders aufstellt? Also ist das auch ein bisschen viel Wunschdenken, was wir da haben, dass wir sagen: Na ja, wir sind rational, und wir gehen davon aus, die anderen handeln auch alle rational, aber wir haben ja keine Garantie darauf.

Die stellen mir wieder zehn Fragen in einer. Äh, erstens – erstens werden wir nicht in drei Monaten oder in vier Monaten da sein, wo wir sind, weil die Welt entwickelt sich weiter, und das wird auch in den nächsten drei, vier Monaten der Fall sein. Also – also die Frage ist: Was machen wir, wenn nicht rational agiert wird? Ich bin ja dabei, Ihnen das zu beantworten. Äh, wenn wir in drei, vier Monaten weiter sind, dann ist der Trump so unter Druck, dass er sich das nicht mehr leisten können wird. Das heißt im Klartext: Er weiß, es kommen Wahlen auf ihn zu, und er weiß, er muss liefern. Der Druck ist immens. Wir werden in drei, vier Monaten nicht da sein, wo wir sind. Das ist das Erste. Und das Zweite ist – Sie fragen mich das…

Jedes Mal, und ich sage Ihnen immer wieder eines: Es muss eine rationale Wahrscheinlichkeit sein und eine Prognostizierbarkeit sein, dass ein Ausgang ungewiss ist und dass der auf unbestimmte Zeit dauert. Dann wechsle ich ins Bärenlager, dann fange ich an zu verkaufen, oder ich fange an, die Positionen abzusichern.

Was ich damit sagen will, ich habe das immer verglichen, als wir letztes Mal abgesichert haben. Das war zu Beginn der Coronakrise. Warum? Wo sind die Unterschiede? Die Coronakrise war ein komplett ungewisser Ausgang. Wir wussten nicht, wann irgendwelche Impfstoffe, wann irgendwelche Lösungsansätze kommen. Wir wussten nicht, wie die Geldpolitik sich entwickelt. Wir waren nicht auf dem Zinsniveau wie jetzt. Wir waren mit Nullzinsen dabei, äh, Stagflation drohte und all diese Hirngespinste – nicht Hirngespinste, das waren eben damals keine Hirngespinste. Also, das war der Grund. Seitdem gab es aber diesen Grund nicht, weil diese Krise, die wir jetzt haben, sie ist durch Menschenhand verursacht. Es ist eine Person oder zumindest ein kleines Team von Personen, die das Ganze innerhalb von Stunden in der Lage sind zu lösen, und sie haben gar keine Möglichkeit, als es zu lösen. Also ist es mit absoluter Sicherheit nicht der Grund, um jetzt ins Bärenlager zu wechseln.

Und der zweite Punkt kommt: Schauen Sie mal auf die letzte Woche oder vorletzte Woche, diesen Donnerstag an. Äh, äh, am Tag vorher – 1200 Punkte, am nächsten Tag +2200 Punkte, äh, äh, äh, im Dow Jones. Der größte Gewinn an einem Tag, der größte Nominalgewinn an einem Tag seit dem Zweiten Weltkrieg. Man muss sich das mal vorstellen. Wollen Sie einem Kunden in solchen Situationen sagen: Jetzt fangen wir an zu traden und wir wollen den Markt timen und wir verkaufen sie jetzt mal, und wenn der Markt wieder unten ist, gehen wir wieder rein? Das ist der sichere Weg, um Geld zu verlieren. Und ich sag's noch mal: Es gab zwei, drei solcher Kunden, die wir hatten, wo wir das einfach nicht, auch nicht manchmal selbst nicht in der Lage sind, das zu verhindern. Wobei ich eine Lanze brechen muss über all unsere Kunden, dass sie sich absolut rational und wirklich vorbildlich mit uns ausgetauscht haben. Das war eine sehr intensive Zeit. Diese bindet auch, und Fakt ist doch: Ich sage, der Markt stürzt und stürzt und stürzt. Jetzt gehe ich raus. Ich muss raus. Sobald es eine kleine Erholung gibt, gehe ich raus. Der Markt stürzt weiter. Ja, wenn es noch ein einziges Mal rauf geht, gehe ich raus. Es geht noch mal weiter runter. Jetzt ist mir alles vollkommen egal. Ich ziehe die Bremse. Am selben Tag gibt's ein Reversal. Der Markt schließt 5% höher. Der Kunde ärgert sich, sagt, das war zu früh. Der Markt geht wieder runter. Tut er nicht. Er steigt und steigt und steigt. Der Kunde sagt sich: Mein Gott, jetzt habe ich das ah, ich war viel zu ja, ich muss wieder rein. Sobald es einmal nur runter geht, gehe ich wieder rein, und der Markt steigt und steigt und steigt. Der Kunde sagt sich: Ist mir das völlig egal. Der Markt ist mittlerweile viel höher. So verkauft hat und sagt sich, wenn es noch einmal runter geht, dann muss ich wieder kaufen. Es geht nicht runter, er kauft, und dann gibt's eine erneute Korrektur. Und das mache ich drei, vier, fünf Mal, und ich verliere mein Geld. Und das muss jedem klar sein. In solchen Phasen ist das Vorgehen absolut nicht prognostizierbar, und auch der Drang, etwas tun zu müssen, etwas tun zu wollen – ja, wir müssen doch irgendwas tun – nein, müssen wir nicht. Wir öffnen uns am Abend eine Flasche Rotwein, trinken ein Glas und schauen uns einen 150 Jahre Chart vom Dow Jones an, und danach gehen wir schlafen und schauen, was der nächste Tag bringt. In solchen Phasen begibt man sich auf das Glücksspiel. In solchen Phasen ist es keine Investition. In solchen Phasen ist es eine Zockerei, nicht mehr und nicht weniger. Und wir sind zumindest bemüht, immer richtige Entscheidungen zu treffen und nicht glückliche Entscheidungen zu treffen.

Was verrät denn Ihr Algorithmus gerade? Also, welche Aktien sind da ein Kauf bzw. was kann man da generell rauslesen? Ähm, ist der Markt und Feld jetzt wieder mehr Momentum getrieben? Wie sieht das Momentum generell aus? Eine sehr gute Frage. Wir haben tatsächlich einen Shift gehabt, und wir haben tatsächlich gesehen, dass die dass die dass der Algorithmus grundsätzlich – wir wollen jetzt nicht auf alle einzelnen Titel eingehen – aber grundsätzlich war die Bewegung schon markant, dass man in Richtung Fundamentalität geht und dass der Algorithmus sich mehr auf die Fundamentalität, äh, äh, wie soll ich sagen, fokussiert hat. Nun ist aber der Algorithmus eine Monatsauswertung, und natürlich ist es so, dass in solchen Phasen der Algorithmus natürlich überfordert ist, das tagesaktuell bis Tag ist das das wird gar nicht möglich sein. Aber grundsätzlich war die Tendenz so, dass jetzt mit den neuesten Zahlen – und ich bin auch gespannt nächste Woche, die kommen immer so Ende, Ende so Ende erste, zweite Woche – äh, dann bin ich sehr gespannt, ob der ob die leichte Tendenz vom Anfang des Monats auch auf einer Erholung, ähäh, insofern in Richtung deutet, äh, dass es in Richtung Momentum geht. Interessant war in der Tat, äh, dass der Algorithmus die deutschen Werte und die DAX-Titel äh etwas früher skeptisch gesehen hat, was also das Momentum angeht. Und jetzt wird das Momentum langsam zunehmen, besser. Das ist schon, das ist schon erstaunlich. Wobei wir, wobei ich ganz klar dazu sage – das will ich vielleicht ganz klar vorwegnehmen – dass wir dass wir mit der ganzen Masse an den neuen Kunden aus Deutschland und überhaupt die neuen Kunden, die jetzt in den letzten Monaten zu uns gekommen sind, sie haben die defensiven Depots, überhaupt keine Technologiewerte, die ausgewogenen, höchstens die Amazon, die BYD und die die dynamischen vielleicht ein, zwei Titel. Wir sind immer noch sehr, sehr vorsichtig, sehr defensiv, und äh wir sind, wie gesagt, in den Anlageklassen vertreten gewesen, die ich Ihnen am Anfang gesagt habe, nämlich die zinssensitiven Titel und die die äh dividendengetriebenen Titel aus der Schweiz.

Wie sieht's denn bei deutschen Aktien aus? Jetzt gibt's ja, ja, ein bisschen Hoffnung, es gibt eine neue Regierung, aber na ja, den großen Wurf glaube ich können wir jetzt nicht erwarten. Es kann vielleicht ein bisschen besser werden, aber Herr Habeck hat zum Abschluss ja noch mal äh kein gutes bzw. kein Wachstum vorstellen müssen. Drei Jahre jetzt äh sehr schwache deutsche Wirtschaft. Es ist jetzt auch nicht absehbar, dass es jetzt in diesem Jahr einen großen Boom gibt. Also, wie schätzen Sie das ein? Ja, ein Spiegelbild seiner Amtszeit. Äh, natürlich ist der Herr Habeck nicht alleine schuld an diesem Disaster. Ähäh, die die Wurzeln liegen schon etwas länger in der Vergangenheit. Ich möchte trotzdem, ich, wir kommen nicht umhin, über Deutschland, über den DAX, über die deutschen Unternehmen äh kommen wir nicht umhin, ohne dass wir doch klein wenig politisch werden. Sie wissen, dass ich mit meinen Aussagen, was die Politik angeht, immer versuche, zurückzuhalten. Äh, ich versuche es soweit nötig zu formulieren, äh, dass es tatsächlich auch diese diese diesen ja Zusammenhang mit der Wirtschaftsentwicklung hat. Äh, Deutschland ist ein extrem innovatives Land, schon immer gewesen. Wir haben ein extremes Leistungsgefälle, und was ich merke aus den Gesprächen der letzten Monate, gerade mit Deutschen, die wir sehr, sehr, sehr viel geführt haben, da zieht sich ein roter Faden durch: Es ist eine große Besorgnis, eine große Unsicherheit, eine eine große Angst teilweise, die uns auch berührt. Also, wenn Menschen ein Leben lang arbeiten und haben Angst, äh, dass sie enteignet werden, was die Frau von der Leyen auch mit Bravur geschürt hat. Äh, schauen Sie mal, wir wir haben wir haben einen Wahlausgang gehabt, der eine klare Sprache gesprochen hat. Und zwar gibt es in Deutschland leider Gottes keine Partei wie in der Schweiz, eine wirkliche Volkspartei, die auch genau diese Ängste und Sorgen vorwegnimmt oder zumindest sich damit beschäftigt. Wie beispielsweise, wie beispielsweise habe ich letzte Woche gelesen, dass ein dass ein Oberarzt, der seit 20 Jahren im Dienst ist, 1500 Euro netto auf dem Zettel hat, als ein Bürgergeldempfänger, äh äh, mit mit drei oder vier Kindern. Das sind Dinge, die einfach nicht gehen. Es kann auch nicht sein, dass eine Verkäuferin, die an der Kasse sitzt, schuftet und verdient 100 oder 150 Euro mehr im Monat als wenn sie wenn sie wenn sie Bürgergeldempfänger und nicht arbeitet. Das sind Dinge, die nicht gehen. Da muss man über die Bücher gehen. Und der Wähler hatte entschieden. Der Wähler hat in Amerika entschieden, und er bekam einen Trump. Und wir wollen über den Trump reden, wie wir wollen. Er ist demokratisch gewählt, und er hat die ganze Welt und Europa wachgerüttelt. Das ist Fakt. Ich denke, da wird mir auch keiner widersprechen. Was haben wir in Deutschland? Was ist in Deutschland passiert? Wir haben einen Wahlausgang, und der Bürger hat nicht das bekommen, was er gewählt hat. Der Bürger wollte eine andere Konstellation. Stattdessen hatte eine Konstellation, wo maßgeblich an der Regierungsbildung eine Partei beteiligt ist, die momentan bei 14% liegt. Das ist etwas, was schwierig ist, einem Bürger zu erklären. Es ist genauso schwierig auch zu erklären, dass immer noch über Personen gesprochen wird, die bei Markus Lanz sich darüber kaputt lachen, dass die Regierung an die Wand geflogen ist und die immer noch an ihrem Parteivorsitz der der SPD sitzt, oder wie eine Frau Ricarda Lang, die bei Markus Lanz nicht wusste, wie hoch das Durchschnittsrentenniveau ist, eines der zentralen Probleme in Deutschland. Und dass solche solche solche Sachen passiert sind, natürlich, dass das die Leute panisch macht, verstehe ich zu 100%, und da muss man drüber reden, und es ist höchste Zeit darüber zu reden, und man muss darüber reden, und jetzt muss man sich einfach mal vorstellen, dass Deutschland in – ich bin immer noch davon überzeugt – Deutschland wird gestärkt, und Deutschland wird aus der Krise wieder hervorgehen. Wie lange es dauert, weiß ich nicht, aber die innovative Kraft und die Power und die Qualität made in Germany ist immer noch groß genug, und das weiß man auch global, und wir haben gesagt, dass der DAX viel vorweggenommen hat. Das haben wir schon mal in letzten Gesprächen miteinander analysiert und uns ganz genau angeschaut. Das ist auch passiert in der Tat, und er ist sehr, sehr robust. Jetzt kommt wieder das Problem der Diversifikation und der Zusammensetzung vom DAX, dass die Technologiekonzerne performt haben, dass die Firmen, die international ausgerichtet sind, die international ihr Geld verdienen, und auch die dividendestarken Titel, die Versicherer, die Rückversicherer, dass die das Ganze outperformen haben. Aber wir haben in Europa einen gigantischen Binnenmarkt. Wir haben in Europa eine Gemeinschaft, die stärker ist als die USA. Was ist denn passiert, dass man sich dieser Tugenden nicht mehr bedient? Da muss die Kraft her. Aus dem Binnenmarkt muss die Kraft her. Aus der Innovation muss die Kraft her. Investitionen in Infrastruktur, Investitionen in die Bildung und noch einmal: Soziale Marktwirtschaft heißt nicht, auf Schulden das Geld zu verpulvern, sondern gezielt und vernünftig zu investieren, auch die, die es benötigen, aber zentral mit der nötigen Verantwortung. Und am Ende des Tages kann man nur das Geld ausgeben, was man hat. Wo verlaubt? Ich glaube, Deutschland, wenn man sich die Steuereinnahmen anguckt, ist so schlecht in dieser Beziehung nicht aufgestellt.

Also weiterhin heißt das Motto: Schweizer Franken wird bei diesen ganzen Umständen nicht, sondern muss aufwerten. Die These ist ja, glaube ich, nicht zu schnell zu äh umzuwerfen, oder? Das ist langfristig, das ist langfristig keine Frage, und das ist auch langfristig nicht nur meine Meinung. Da bin ich mir jetzt ausnahmsweise mal mit sehr, sehr vielen Experten einig, äh, die das auch überhaupt nicht in Frage stellen. Es gibt technisch gar keine andere Möglichkeit. Wir haben es ja schon x-mal besprochen, da möchte ich auch die Zuhörer oder Ihre Follower nicht langweilen. Das wäre wirklich eine lang, das wäre wirklich langweilig. Äh, es gibt technisch, rein technisch gibt es keine andere Möglichkeit. Also, Schweizer Franken muss aufwerten aus Ihrer Sicht, und ja, das sagen wirklich viele Experten gegenüber dem Euro, vor allem langfristig. Es ist auch es ist auch ganz kurz ganz kurz ganz kurz ganz kurz, um Sie zu unterbrechen, das ist auch mit der Hauptgrund, warum äh wir so einen großen Zulauf erfreulicherweise von deutschen Kunden hatten, weil für sie ist es halt elementar wichtig, dass halt das Kapital überwiegend in Schweizer Franken investiert wird. Kann ich auf jeden Fall verstehen. Also, das äh ja, äh, ist sicherlich äh eine Idee, die man nachvollziehen kann.

Welche Aktien muss man denn jetzt haben? Sie haben es vorher schon erklärt, die großen Player, die kommen dann eher zurück. Das ist ja ein Phänomen, was wir schon oft gesehen haben, auch nach dem Corona-Crash z.B. Big Tech. Was ist, sind denn noch Aktien oder was sind denn Aktien, die Sie zuletzt gekauft haben? Können Sie uns da vielleicht ein, zwei verraten? Ich will Sie nicht langweilen. Äh, ich habe Ihnen schon mal gesagt, wir sind keine Fähnchen im Wind. Wir passen unsere Entscheidungen der Aktualität an, und die Aktualität hat sich nicht geändert. Mein Szenario wissen Sie: Die Märkte werden steigen. Es wird weltweit eine Einigung geben in Punkto Trump. Ukraine äh läuft nicht so, wie es Mr. Trump gerne will, aber auch da wird der Druck auf Putin immer größer. Äh, wir müssen wir müssen das müssen wir abwarten. Äh, definitiv ist es aber so, dass wir nach wie vor an unserer Pyramide festhalten. Wir kaufen weiterhin, jetzt erst recht, die US-Unternehmensanleihen höchster Qualität, und wir kaufen absolut übergewichtet die Schweizer Dividenden-Titel, Versicherer, Immobilien, Rückversicherer-Titel aus – das habe ich alles gesagt. Äh, ich will da, wie gesagt, auch nicht langweilen. Wir haben die Amazon, aber wie gesagt, immer noch: Die Auswahl der Titel ist immer individuell zu dem jeweiligen Depot eines Kunden, und das muss man ganz klar sagen, und das werden auch viele viele Zuschauer oder viele viele Ihrer Follower, die zu uns gekommen sind, die das Prozedere mit uns jetzt schon durchgemacht haben, die wissen, wie wir die Depots zusammenstellen, wie wir arbeiten und so weiter, die wissen es, und die wissen ganz genau, wo die Schwerpunkte liegen. Für die muss ich es nicht sagen. Die Pyramide bleibt bestehen. Immer noch unten. Ganz klar. Basis: Obligationen USA, höchste Qualität. Dann Dividende Schweiz 1, Dividende Schweiz 2, Dividende Wachstum Schweiz, Wachstum Schweiz und Wachstum Global. Bei Wachstum Global sind es immer noch die Chinesen, die ich favorisiert habe, und dann sind es immer noch im Moment ist es ist es Google und es ist Amazon, die wir angefangen haben zu zu kaufen. Äh, Apple, Google, Amazon, und das war's für den Moment, und wir warten genau weiter ab, und wenn tatsächlich sich nachhaltig eine Lösung abzeichnet, werden wir auch natürlich diese Titel weiterkaufen, und wir werden sie auch wieder in die ausgewogenen oder dynamischen Depots beim – wir haben es damit nicht eilig. Ich verschenke lieber 5% nach oben, und der Kunde hat die Sicherheit und die Stabilität, dass wir uns Zeit lassen, und das ist auch wichtig für uns. Ich muss nicht um jeden Preis kaufen. Aktionismus ist manchmal wichtig, aber in solchen Phasen ist ist es fatal, und in der Ruhe liegt die Kraft, und wenn halt mal 5% nach oben verschenkt werden, dann ist es so, und nachhaltig ist es immer wichtiger als voreilig irgendwelche Schlüsse zu ziehen, und wie gesagt, man darf nicht dem Gefühl erliegen, etwas tun zu müssen, weil man meint, etwas tun zu müssen. Man muss momentbezogen und zwar auf den aktuellen Zeitpunkt der Entscheidung dieser Rationalität walten lassen und sagen: Okay, weil das, was gestern war, interessiert uns nichts. Sie sagen Aktien, das heißt nicht, wenn ich wenn ich 30 Aktien im Depot habe und die eine ist 70%, ja, dann muss ich irgendwo Gewinne mitnehmen, um diese Aktie zu kaufen. Nein, jeder Tag und jeder Zeitpunkt des Kaufes ist eine Momentum ist eine Momentum-bezogene Entscheidung, und dieses Momentum muss ich sorgfältig abwägen, und dann treffe ich diese Entscheidung. Einer Aktie ist es völlig egal, ob der Herr Lochner mit ihr 80% im Plus und ich 60% im Minus ist. Das interessiert die Aktie null. Es interessiert aber den Vermögensverwalter oder den Investor in dem Moment, wo ich sie kaufe, da ist es relevant. Was gestern war, interessiert nicht, denn das, was heute ist, das projiziert sich auf die Zukunft.

Warum lassen Sie denn, also wenn Sie grundsätzlich bullisch sind, warum lassen Sie dann trotzdem die Finger von so vielen Aktien, die es da draußen gibt, die vielleicht gut wachsen, die vielleicht sogar auch günstig bewertet sind? Also, warum sind Sie da so vorsichtig, wenn Sie doch eigentlich bullisch sind? Ich kann doch nicht alles kaufen. Ich will das kaufen, was am besten läuft. Wenn ich das tu, wenn ich das, wenn ich das tun würde, was ich sagen, kann ich in ETF kaufen und bin damit 15% im Minus oder 20 und nicht wie wir im Plus oder leicht im Minus. Das ist der Unterschied. Also, dann Fokussierung und oder Strategie – wobei noch mal nichts gegen ETFs. Wir haben noch mal sehr sehr viele sehr sehr viele Anfragen gehabt, wo wir einfach aufgrund der Größe der Depots nicht anders konnten als einen ETF zusammenzustellen. Aber auch auf Anleihen gibt es ETFs, und es gibt auch andere ETFs. Heißt, es heißt, es ist es ist nicht nur ein es existiert nicht nur ein MSCI World, es gibt verschiedene ETFs, und auch aus denen kann man ein vernünftiges kleineres Portfolio zusammenbauen.

Gibt's trotzdem noch Aktien oder Branchen, wo Sie jetzt sagen: Komplett Finger weg? Banken waren wir sehr vorsichtig, z.B. Autobauer, ist das immer noch so, oder sind da vielleicht neue dazu gekommen? Im Moment hat sich da nichts geändert. Im Moment haben die Großbanken nicht haben. Wobei heute HSBC, das war ja ein Paukenschlag, das war ja kein Gewinn, das war ja, das war ja, ich hatte noch keine Zeit, weil ich mich auf das auf unser Interview vorbereiten musste und vorbereitet habe, was bei Ihnen aber kaum möglich ist. Äh, trotzdem versuche ich es immer wieder, mich drauf vorzubereiten. Äh, aber es war tatsächlich so, dass ich mir die Zahlen noch nicht genau angesehen habe. Aber diese Explosion im Gewinn der HSBC war schon sehr beeindruckend. Und Deutsche Bank übrigens auch. Also, die Banken haben auch geliefert, trotzdem performen sie noch nicht so, wie sie sollten, und die Volatilität ist mir da sehr sehr groß, und wenn Trump mit seinen Autozöllen fertig ist, endgültig fertig – er hat ja schon wieder Rücknahmen angedeutet, kurz bevor wir angefangen haben. Ich habe nur die Schlagzeile gesehen. Ich habe es noch nicht genau lesen können. Das muss ich mir auch auch noch mal anschauen. Das sind alles nur Unsicherheitsfaktoren. Die brauchen die brauche ich, wir brauchen sie nicht. Warum muss ich Risiken eingehen, für die man nicht adäquat entschädigt wird? Ich gehe lieber Risiken ein, für die man adäquat entschädigt wird. Wenn wir beide eine Münze werfen und wir werfen sie endlos, gibt es keinen Gewinner. Genauso wie bei einem nuklearen Weltkrieg und genauso wie bei dem Zollstreit. Genauso da. Das sind das sind Spiele, wo es keine Gewinner gibt. Darum sind sie nicht rational. Man muss sie gar nicht spielen. Und wenn ich versuche, auf das Glücksspiel zu gehen und ich versuche darauf zu spekulieren, wann Trump diese Zölle zurücknimmt oder wann es eine Einigung mit China gibt, ja, dann geh ins Casino oder spiel mit ihnen diesen Münzwurf. Aber solange es keine rationalen und logischen Anhaltspunkte gibt, muss ich doch nicht, und somit auch der Kunde, das Risiko tragen.

Eine Frage noch, bevor wir zum Abschluss kommen. Ähm, Gold, das ist ja zuletzt sehr gut gelaufen, war schon über 3500 $, dann hat es sich ein bisschen abgekühlt. Die Märkte sind jetzt auch in den letzten Tagen auch wieder gut gelaufen. Der Dollar hat sich auch stabilisiert. Jetzt gibt's aber auch schon Experten, also nicht nur Crashpropheten, die sind natürlich auch mal vor dabei, aber jetzt gibt's auch schon z.B. Hans-Werner Sinn in Deutschland ist ja ein sehr bekannter Volkswirt und jetzt nicht als Crashprophet bekannt, der auch schon gesagt hat: Na, die USA, was Trump da macht, äh, vielleicht muss er das machen, oder vielleicht ist es auch der Grund, warum er das Ganze macht, dass die USA einfach so hohe Schulden haben und da eigentlich keinen Ausweg mehr sehen, und da fallen schon Worte wie „zahlungsunfähig“. Jetzt wissen wir alle, dass die USA sicher nicht über Nacht pleite gehen werden und dass der Dollar immer noch sehr mächtig ist und dass ein Staat in der eigenen Währung jetzt nicht einfach so mal pleite geht über Nacht. Trotzdem ist das nicht schon auch ein Risiko? Sind das Worte „zahlungsunfähig“? Das hätte man sich vor 10 Jahren wahrscheinlich gar nicht vorstellen können, dass das im Zusammenhang gerade ausgend mit den USA fällt. Wie schätzen Sie das ein? Nein, nein, nein, nein. Das ist jetzt nicht, das stimmt jetzt nicht, was Sie sagen. Es war schon oft genug so. Das kann so bei NTV stand schon äh der der Uhrenticker. Wie viel Stunden und Tage und Minuten es noch braucht bis Amerika pleite ist – kalter Kaffee, alter Hut für sie, über Pleite von ja genauso wie Mar-a-Lago-Effekt, dass man dem Trump versucht, dieses Mar-a-Lago – wir es im Webinar hatten, dieses Thema, dann war das in in einer Woche später war das bei NTV, und Leute haben Mar-a-Lago erklärt, was überhaupt nichts damit zu tun hatte, was Trump tut. Das war auch so eine schöne Geschichte. Auf jeden Fall ist das das ist kalter Kaffee. Nein. Äh, und zum – also, die USA werden nicht pleite gehen aus Ihrer Sicht. Natürlich werden die USA nicht pleite gehen. Äh, wie wie können die denn pleite gehen? Wenn die USA pleite gehen, dann haben wir ein anderes Problem als uns über Finanzen zu unterhalten. Das glaube ich allerdings auch. Dann müssen wir schauen, dass dann müssen wir schauen, dass wir was zu essen bekommen, denn dann existiert keine Bank mehr auf dieser Welt. Also, wollen wir wieder etwas Rationalität da reinbringen. Wir sind jetzt nicht bei einem Crashpropheten, der sagt: „Amerika geht pleite, Gold ist bei einer Million und und diese diese ganzen Geschichten – dafür bin ich nicht zu haben. Jetzt waren wir so lieb miteinander die ganze Zeit, das wollen wir auch bleiben. Also, kommen Sie mir nicht mit „Pleite Amerikas“, mit Rezession. Ich will ja nur ein bisschen beruhigt werden, die Zuschauer vielleicht auch, mit Rezession Amerikas. Da kann man mit mir sprechen, und ich erkläre, warum das nicht passieren wird. Aber mit „Pleite Amerikas“ müssen wir nicht drüber diskutieren. Kommen wir lieber zum – Ich glaube ja auch nicht, dass die USA pleite gehen. Also, nicht falsch verstehen. Ich glaube das auch nicht. Ich habe ja erst ein Video drüber gemacht und habe auch äh natürlich die Probleme erklärt und glaube auch, dass Gold und Bitcoin da sicherlich eine ganz gute Rolle spielen, aber deswegen müssen die USA noch lange nicht pleite gehen. Also, nur um das richtig zu stellen. Ich rechne auch nicht mit einer Pleite Amerikas. Wenn Amerika pleite geht, kommen Sie mit einem Fahrrad nach Zürich, da brauchen Sie ein paar Tage, Benzin wird's kein geben, kommen Sie dann zu mir, wir trinken eine Flasche Rotwein, wenn wir nur eine bekommen. Wenn nicht, trinken wir Bier, davon gibt's in der Schweiz genug, und dann werden wir uns darüber unterhalten, was wir künftig beruflich machen. Und äh eine zweite Sache, jetzt haben Sie mich bringen mich immer wieder manchmal zu Gold. Ihre Frage war Gold. Und Gold – diese ja, diese diese Frage kann ich nicht separat beantworten. Äh, Gold hat zwei ganz wichtige Aspekte oder drei: Panik weltweit, Zinsen und Inflation. Äh, ich lag insofern falsch, weil wir unsere Goldbestände alle bei 3000, 3100 abgestoßen haben. Jetzt sind wir noch mal etwas höher gelaufen, gebe ich zu. Äh, etwas zu früh. Wir werden sehen, wie es in einem Jahr aussieht. Ähm, schauen Sie mal, die Fed, also wenn wir über die Zinsen noch sprechen, die die Federal die Federal Reserve Bank ist extrem gespalten. Warum? Weil auf der einen Seite will man die Zinsen, die Renditen runterbringen, weil man Amerika billiger refinanzieren will. Aber auf der aber auf der anderen Seite muss man eine gewisse Zinsdifferenz auch behalten, damit auch Amerika weiterhin als Investitionsland attraktiv bleibt. Und das ist diese Schere, die sie haben müssen. Also, Amerika wird immer zinsmäßig etwas höher sein als die anderen Länder. Da sind wir, da sind wir einer Meinung. Gut, jetzt wird ja Gold in Dollar gepreist, und über das über das alles, was wir sprechen, auch über Bitcoin und über Gold und so weiter, da dürfen wir nicht vergessen, dass wir auch noch diese ganzen Währungsverluste abdiskontieren müssen. Ich denke, und das ist um es auch sehr sehr kurz zu beantworten, obwohl über dieses Thema alleine Zinsen Amerika Mar-a-Lago – diese Faszination, weil ich finde das wirklich ein extrem historisch betrachtet ein extrem interessantes Gefüge, weil diese Situation gab es wirklich noch nie in der Geschichte, dass man versucht, eine Währung abzuschwächen, ohne aber die Renditen explodieren zu lassen und das nicht auf Kosten der Staatsanleihen, denn Mar-a-Lago Mar-a-Lago – damals unter Ronald Reagan ging es darum, den Dollar zu schwächen, indem man die Staatsanleihen abverkauft. Aber das war eine orchestrierte Situation. Die größten Notenbanken waren beteiligt, mit den anderen Ländern auch. Das war ja abgesprochen. Ja, richtig. Richtig. Um natürlich Turbulenzen zu vermeiden, was damals auch gut recht gut gelungen ist. Das, was Trump macht, hat mit Mar-a-Lago nicht das geringste zu tun, weil es ist schon der erste Widerspruch ist, er macht's ja alleine. Amerika ist ja solo unterwegs mit diesen Geschichten, und diese Geschichten kann man nicht solo fahren. Das muss absolut instrumentalisiert sein, und die Notenbanken weltweit müssen müssen im Boot sitzen, sonst h überhaupt gar keinen Sinn. Meine Prognose: Wenn die weißen Schwäne kommen, wird das Gold weiter korrigieren. Das Gold ist etwas überkauft. Äh, ich es gibt es gibt mittlerweile das Gold hat auch einen sehr sehr emotionalen Effekt, das darf man nicht vergessen. Wie wir da schon auch schon mal miteinander besprochen haben, googlen Sie Palladium, Sie finden paar tausend Treffer, googlen Sie Silber schon viel mehr, Platin noch mehr, und Gold, Gold war ja schon in der Bibel vertreten. Gold hat einen hohen emotionalen Wert, und Gold suggeriert Sicherheit. Ob es rational ist oder nicht rational ist, spielt keine Rolle. Der Markt hat immer recht. Aber trotzdem ist das Gold etwas überkauft. Und ich denke, dass wenn sich weltweit die Stimmung beruhigt, dann wird das Gold Gewinne mitnehmen. Also, Gold wird fallen, Aktien werden steigen. So können wir es eigentlich zusammenfassen. Ich habe nicht gesagt, ich habe nicht gesagt, ich habe nicht gesagt, dass Gold fallen…

Wird. Ich habe gesagt, das Gold wird Gewinne mitnehmen. Ich spreche nicht, dass der Goldpreis sich halbiert, wie er es nach Lehman getan hat. Da hatten wir diese Panikreaktion. Dann ging es runter. Die physische Nachfrage ist zu groß. Ich habe gesprochen von Korrekturen, nicht vom Fallen. Okay, gut. Fallen. 5 % ist ja auch fallen. Also, also zurückkommen auf jeden Fall nicht mehr. Sag mal, Gold wird nicht weiter durch die Decke schießen. Das ist das ist unsere Meinung. Einigen wir uns darauf.

Und Aktien, was ist dann drin? Also jetzt spinnen wir einfach mal rum. Äh, sie haben ja gesagt, 2025 wird historisch. Jetzt ist das ja, also historisch ist es, glaube ich, in gewisser Weise schon geworden, was jetzt alles passiert ist. Alleine äh im allein was im April passiert ist, ist schon natürlich absolut verrückt, aber es kann ja noch ein richtig gutes Jahr werden. Jetzt setzen wir mal voraus, es gibt irgendwie eine Einigung. Ukraine, Russland, da sieht's ja jetzt wieder besser aus, kann sich natürlich noch ziehen, aber es gibt zumindest auf jeden Fall eine Chance. Das Überraschungspotenzial ist nach wie vor groß, wenn wir auf die Wettmärkte schauen, die rechnen gerade mal nicht mal zu 40 % mit einem Waffenstillstand vor Juli. Also, wenn es dazu kommen würde, dann haben wir auf jeden Fall Überraschungspotenzial. Wir rutschen nicht in die Rezession in den USA. Die USA gehen sowieso nicht pleite, dann sehen wir vielleicht jetzt die ganzen nach unten korrigierten Erwartungen. Die nächsten Quartale wird dann deutlich positiv überrascht. Also was ist da drin bis Jahresende, wenn es gut geht, wenn es gut läuft? Die nach unten korrigierten Erwartungen widersprechen sich, und das muss man auch sagen. Wie gesagt, Goldman Sachs ist da anderer Meinung. Ich übrigens auch.

Und äh äh wenn es dort Überraschungen gibt und sie jetzt haben sie ja die weißen Schwäne alle genannt. Also wir müssen jetzt, der Handelskrieg ist natürlich auch dann vom Tisch, mehr oder weniger, gut, in paar Monaten. Okay, gehen wir versuchen mal wirklich rational vorzugehen. Die Zinsen werden runterkommen, stimme ich mit Ihnen ein. USA, dass sie nicht pleite gehen, da sind wir jetzt Gott sei Dank einer Meinung. Äh was die Rezession angeht, bin ich klar dieser Meinung. Äh China, USA haben wir darüber geredet. Interessant wird sein, was wir nicht auf der Agenda hatten: Europa, USA. Das ist ein extrem wichtiges Thema, was wir noch gar nicht angesprochen haben. Über das könnten wir alleine eine Stunde sprechen, weil es gibt da paar Dinge, die sträflich sträflich vernachlässigt werden. Ich begreife eine Sache nicht: Nur das dazu, dass nicht jetzt bereits alles versucht wird, um handelstechnisch und um tatsächlich dort eine Basis zu schaffen und dass das transatlantische Verhältnis um jeden Preis um jeden Preis, der vertretbar ist, moralisch, rechtlich, logisch, aber dass man da nicht versucht jetzt schon brachial aufs Gas zu gehen, das verstehe ich nicht. Es ist immer noch viel zu viel angezogene Handbremse. Das das ist nicht so so äh das sind alles Schwäne, die werden kommen, die sind noch nicht weiß. Weißer Schwan ist tatsächlich und das ist wirklich die Situation äh in der Ukraine, wo ich persönlich denke, dass jeder weitere Tag sinnlos ist.

Das bin ich auch dieser Meinung und äh ich bin sehr stark auch dafür kritisiert worden, was ich vor einem Jahr gesagt habe. Und genau das, was ich vor einem Jahr gesagt habe, zeichnet sich bei der Lösung ab. Es geht nicht ohne Gebietsabtritte, es geht nicht über NATO, es geht nicht über über Truppenstationierung und so weiter und so weiter, sondern es gibt tatsächlich leider, wie meine Prognosen waren, ich will keinen langweilen, es wird diese Lösung am Grünen Tisch geben, aber dann bitte jetzt, weil da ist wirklich jedes weitere Blutvergießen ist ist war sinnlos und ist sinnlos, weil auch dort gibt es zu diesem Deal am Grünen Tisch keine Alternative. Die Frage ist, wer aussehen wird, aber das ist wie gesagt eine Frage, wo ich persönlich auch keine Zeitprognose wagen kann, aber das spielt auch natürlich für die Gesamtsituation, auch für die Psychologie der Menschen, auch für die Sicherheit, für die Investitionsfreude. Natürlich, wenn Menschen sterben, investieren Leute nicht gerne. Immer noch so. Natürlich hat dieser Krieg eine gewisse Normalität leider Gottes bekommen, was es nie darf, aber er hat sie bekommen. Und das ist leider das, dass die dass die Aktienmärkte ja Leid und Elend und Katastrophen interessieren die Aktienmärkte nicht. Sie interessieren sie in erster Linie und nachdem es die ersten Schockreaktionen gab, danach ist wieder alles gut und für die Märkte ist es sehr sehr verdaulich, nachdem sie diese Schocks verdaut haben. Für die Menschen, für die Moral der Menschen nicht, aber das haben die Aktienmärkte nun mal nicht. Für mich ist die größte Unsicherheit der Zeitpunkt des Endes des Krieges in der Ukraine.

Gut, Herr Linker, dann hoffen wir, ich hoffe ja, dass Sie recht behalten mit den weißen Schwänen und dann ist sicherlich noch einiges drin bis Jahresende. Ja, ich bedanke mich ganz herzlich. Ich möchte an dieser Stelle nicht vergessen, wie immer mich für den sehr respektvollen Umgang miteinander auf ihrer Plattform zu bedanken und äh danke natürlich immer wieder für die immer wieder für die für die Aufmerksamkeit seitens ihrer Followerschaft. Und nicht vergessen, der größte Fehler, den man machen kann, ist nicht zu investieren. Das ist das perfekte Schlusswort. Herzlichen Dank. Wir macht's auch großen Spaß mit Ihnen. Da ist Leben drin, da kann man richtig schön diskutieren und vor allem Klartext. Leute, wenn ihr das auch schätzt, dann lasst gerne einen Daumen nach oben da. Kanal abonnieren, um solche hochkarätigen Gäste nicht mehr zu verpassen und wir freuen uns natürlich sehr auf eure Kommentare. Herr Linker, danke in die Schweiz. Ich habe zu Dank und danke euch fürs Zuschauen und für euer Interesse. Wir sehen uns raus. Bis zum nächsten Mal. Ciao