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[Musik]
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Reihe unserer Sendung "Berufe mit Zukunft".
Heute geht es um den Beruf der Krankenschwester.
Wir befinden uns gerade hier in der Uniklinik in Freiburg und sind mit Frau Streich verabredet.
Ah, da kommt sie schon.
Guten Tag, Frau Streich. Danke, dass Sie sich heute Zeit genommen haben.
Gerne, aber ich habe leider nicht so viel Zeit, denn die Patienten warten.
Verstehe.
Seit wann arbeiten Sie als Krankenschwester?
Seit 15 Jahren schon.
Und warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?
Ich wollte schon immer anderen Menschen helfen, und mit 17 habe ich dann ein Praktikum gemacht.
Ich war einen Monat lang in einer Klinik, und seitdem wusste ich, das ist der richtige Beruf für mich.
Das ist sicherlich kein leichter Job, oder?
Ja, das ist ein anstrengender Beruf, gar keine Frage.
Man muss den Job lieben, denn die Arbeit einer Krankenschwester ist physisch und psychisch sehr anstrengend.
Dazu kommen die Nachtschichten dreimal die Woche von 21 bis 6 Uhr.
Wie läuft Ihr Tag ab?
Ich habe insgesamt 12 Patienten zu versorgen.
Fünf von ihnen können sich nicht selbst waschen, umdrehen, essen oder auf die Toilette gehen.
Wenn ich meine Schicht anfange, dann muss ich bei jedem Patienten Blutdruck, Puls und Temperatur messen.
Natürlich muss ich jedem Patienten seine Medikamente geben, und bevor ich nach Hause gehe, muss ich meine getane Arbeit im PC dokumentieren.
Sind Sie gerne Krankenschwester?
Ja, denn der Job ist vielseitig, und man bekommt auch eine Menge Dankbarkeit.
Wenn ein Patient wieder gesund nach Hause geht und sich bei mir persönlich bedankt, dann weiß ich, dass ich den richtigen Beruf gewählt habe.
Das entschädigt mich für alle Mühen und Anstrengungen.
Und wie sieht es mit der Bezahlung aus?
Nicht optimal.
Ich bekomme 1 € netto.
Ich würde mir wünschen, dass wir, das heißt das Pflegepersonal, mehr Anerkennung bekommen und mehr geschätzt werden.
Unseren Beruf kann man nicht einfach mit anderen vergleichen.
Wir sitzen nicht am Schreibtisch, wir arbeiten mit Menschen, mit kranken Menschen.
Frau Streich, haben Sie Tipps für junge Leute, die diesen Beruf ergreifen wollen?
Ich finde, man sollte vor der Ausbildung ein FSJ absolvieren.
Nur so kannst du verstehen, ob der Beruf der richtige für dich ist.
Und jetzt entschuldigen Sie mich, aber ich muss gehen.
Alles klar, vielen Dank und alles Gute.