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Und wie Elvis Bilaly und so weiter, diese Negersänger oder Schluck auf Heuler und so weiter und die, ich durfte auch nie rüber. Den SED Funktionären ist jedes Zeichen der Unruhe unheimlich. Sie fürchten die Unterwanderung des fragilen neuen Staates durch die Amrialisierung der Jugend. Dennoch ist darüber nicht so übersehen, dass dennoch also die Attacken aus der konservativen Ecke ziemlich gleich waren, beziehungsweise ironischerweise sogar wortgleich. Dass nämlich also das Politbüro sich häufig nicht mal die Mühe gemacht hat, sich eine eigene Argumentation auszudenken, sondern die haben einfach die genommen, die sie in der Fatz oder in ähnlichen Orianen gelesen haben vorher.
Da stehen schon eine ganze Weile zwei junge Mädchen im Laden. Sie tuschen Nicht gerade albern, aber na, lass ihm den Spaß, denke ich. Vielleicht trauen sie sich nicht. Endlich entschließen sie sich. Ach, entschuldigen Sie bitte.
Wir wir wollten, wir interessieren uns für Tanz. Natürlich entschuldige ich, mache die beiden aber gleich darauf aufmerksam, dass Rock 'n' Roll und überhaupt solche Geräuschplatten bei uns nicht geführt werden. Ich bin sowieso der Meinung, junge Mädchen von heute sollten ruhig noch andere Dinge im Kopf haben als nur tanzen. Doch Staatlich gefördert wird der Schlager. So soll die Musik der Jugend klingen.
Damals war das, waren sie dem Schlag der Schlager von Bärbel Bochholz. Wir haben diese Sachen, die hätte auch bei Kurt Henkel gesungen. Und das waren erst mal in der in der in der Schule noch unsere Möglichkeiten, wo wir überhaupt rangekommen sind. Das haben wir dann auch gespielt. Backenrohr im Osten ist selten.
Nur wenige Acts schaffen es auf das staatseigene Amiga Label. Bald werden auch sie aus dem Handel genommen. Die Staatsführung versucht sich an nationalen Alternativen. Der sozialistische Unterhaltungstanz wird erfunden. Wenn Sie durchaus wissen wollen, was Lipsy ist.
Damit wollte die DDR ja, also Feldniveau beweisen und mit einer eigenen, mit einem eigenen Musikstil den Rest der Welt aufmischen. Dann tanzen Sie ihn doch ganz einfach mit. Heute tanzen alle jungen Leute im Lipsy Schritt. Junge Musiker sind trotz Lipsy nicht zu stoppen. Klaus Renft bringt den Rock 'n' Roll Fuß FDJ Jugendheim in Leipzig.
Wir wohnten alle dort am Park in Leipzig und da haben wir dann in der Parkleitung gefragt, ob man mal spielen könne. Und haben sie gesagt, ja, ihr könnt Sonntagmarkt zum Tanzte hieß das spielen. Und da sind wir dann Nachmittag hin im März neunzehnhundertachtundfünfzig und haben da gespielt, Waren noch was von Peter Krauz dabei, es waren aber schon. Also lauter der Silvery Moon von Lille Rützert dabei und und Mikrofon hatten wir nicht. Da mussten wir uns vorne an die Bühnenkante stellen und haben das dann runtergebrüllt.
Dreimal haben wir gespielt im Ganzen. Das erste Mal waren so relativ wenig Leute da, das zweite Mal war's schon Volks, aber aber auch richtig massen da. Und da war die Volkspolizei da und guckte ganz misstrauisch da. Und dann spielt man das Lied, das ist die Geschichte von Tom Doodie und sein Ende. Die haben wir heim war und da hickt Tom Doodie.
Und das kam die Polizei auf die Bühne und das war's dann. Da hatten wir also gesperrt für Leipzig, also für die Stadt Leipzig. Nicht Ideologie prägt den Alltag des real existierenden Sozialismus, sondern Willkür. Trotz allgegenwärtiger abstrakter Propaganda gegen Verweslichung gelten im konkreten Fall andere Regeln. Die Frage Verweslichung, die hatte immer nur einen einen pragmatischen Aspekt.
Also Verweslichung war alles das, was irgendwelchen Funktionären im Wege war. Verweslichung konnte alles sein. Es gibt eine Frontstadtkultur, die es der Jugend nicht leicht macht, den Weg ins Leben zu finden. Welchen Weg? Dokumente einer Entwicklung und eines Weges, der nicht zufällig so verlief.
Wir sind gegen diese Lebensweise, aber es wird uns nicht darum gehen, sie mit Gewalt zu verhindern. Es liegt bei der Westberliner Bevölkerung selbst. Das wurde aus einem Teil Berlins. Soll es so bleiben? Kann es so bleiben?
Die Darstellung des Westens als Hochburg der Dekadenz ist auch eine Abwehrschlacht gegen neue Verlockungen. Der DDR läuft das Volk in Scharen weg. Denn während der Osten noch unter den Reparationszahlungen der russischen Besatzer leidet, ist in der BRD das Wirtschaftswunder neunzehnhundertachtundfünfzig auf seinem Höhepunkt angelangt. Die große Waren ausgehen, erst den Stock Die Spar- und Arbeitsgesellschaft fröhnt jetzt dem Konsum. Das weckt auch bei den Jugendlichen neue Bedürfnisse.
Eine neue Gattung betritt die Medienbühne. Ursprünglich ein Wort für weibliche Jugendliche, nunmehr ein ausgefeiltes Freizeitkonzept. Wie nennt ihr euch? Teenager. Was unterscheidet euch von anderen Menschen?
Wir haben Ideale und Idole. Und die heißen? Elvis. Cooless. Romy Schneider enge Pullis.
Horst Buchholz enge Hosen. Und viel Liebe. Schon seit neunzehnhundertsechsundfünfzig haben die Teenager mit der Bravo ihr Zentralorgan. Alles über Stars und Sternchen und eine eigene Hitparale. Wer in der Musikbox von Bravo drin war jede Woche und dann vielleicht da ganz oben dann auch noch an erster Stelle, das war, der war absolut Kaiser.
Das war also das das Kultblatt schlechthin. Ich wollte und meine Schwester, wir wollten immer aussehen wie Conni mit dem schönen Kleid und dem Patty Cuts, was ja damals Mode war. Und dieser dieser Haarschnitt und dann, wie frisch die war. Und die war eine von uns, die sprachen uns ausm Herzen mit allem, so wie sie aussah, wie sie sich gab. Und sie wurde ja auch geliebt, auch von den Eltern und von den älteren Leuten.
Hi, der Tom. Als Kinderstar beginnt Conni Froböse ihre Karriere. Als Teenager wird sie zum Idol. Es gab so zwischen der Kinderzeit und dem Teenageralter, also zwischen zwölf, dreizehn, da gab es so eine relativ erfolglose Zeit. Also ich war, wie gesagt, den Kniestrümpfen entwachsen, aber Bernon Strümpfe waren auch noch nicht so ganz meine Sache.
Es war alles so im Kommen, auch Busen und so langsam wurde der sichtbar. Und ich hatte natürlich auch viele, viele Hemmungen und war mir meiner Sache eigentlich gar nicht sicher, ob ich diesen Beruf weiter ausführen soll. Paul Anchor ist der erste Teenage Star, der nicht im Rock 'n' Roll entspringt. Sanfte Töne bieten einen Ausweg. Da endlich konnte ich so aus ganzem Herzen sagen, das ist meine Musik.
Er war achtzehn Jahre kaum, sein, Und plötzlich war wieder, waren das wieder meine Arme und es waren wieder irgendwie meine Hände und das Gesicht gehörte auch irgendwie wieder zu mir. Also ich hab hab mich so durch die Musik hab ich wieder an Sicherheit gewonnen gehabt und dann lief das, dann ging das durch. Hab mich immer auch 'n bisschen gefürchtet vor vor dem Andrang, vor Ich hab mir gedacht, dass sone Begeisterung ganz schnell mal, wenn man irgendwas macht, was den Fans nicht passt, so in Hass umschlagen kann.