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Wie du dir ALLES merkst was du EINMAL LIEST (versprochen)

Henry Hildebrandt14:03

Transcription

Ich habe ein Zwei-Phasen-System basierend auf den Studien der schlausten Köpfe der Neurowissenschaft entwickelt, mit dem du dir alles merkst, was du einmal liest, ohne Aufwand und Stress. Deswegen muss ich lachen, wenn ich heute solche Sätze höre: "Es ist unmöglich, ein Buch einmal zu lesen und sich alles daraus zu merken. Entweder man hat ein fotografisches Gedächtnis oder man hat es eben nicht." Genau solche Aussagen haben mich glauben lassen, es sei normal, dass ich häufig am Ende einer Buchseite keine Ahnung mehr hatte, was ich da gelesen habe. Sie ließen mich glauben, es gehe jedem so. Ich dachte, jeder brauche Textmarker, um sich konzentrieren zu können; jeder schweife mal mit den Gedanken ab, außer natürlich die Genies, die einfach intelligenter sind als ich. Heute weiß ich es besser.

In diesem Video werde ich dir ein System beibringen, mit dem du dir alles sofort merken kannst, was du liest oder lernst. Ich benutze dieses System seit den letzten drei Jahren, angefangen vom Lernen im Medizinstudium bis hin zum Lesen von Studien, dem Lernen von Neurowissenschaften oder dem Lesen von Büchern über Produktivität und Business. Ehrlich gesagt, einen Großteil meines Erfolgs, wie zwei Unternehmen und 400.000 Follower, führe ich auf dieses System zurück. Der Grund, warum es so konstant und so gut funktioniert, ist, dass es den Prozess des Lesens in zwei verschiedene Phasen unterteilt: die erste ist die Konsumphase und die zweite ist die Verdauungsphase.

Die meisten Menschen denken, dass sie, indem sie sich auf die erste Phase konzentrieren und mehr Informationen konsumieren, sich auch mehr merken können und mehr Informationen anwenden können. Deswegen versuchen sie, schneller zu lesen oder Vorlesungen in dreifacher Geschwindigkeit anzusehen, oder Hörbücher in Massen zu hören oder stundenlang YouTube-Tutorials zu schauen. Aber so funktioniert Lernen nicht. Wenn du erst einmal verstehst, wie Lernen wirklich funktioniert, wirst du sehen, warum mein System so effektiv ist. Wenn es darum geht, sich Informationen zu merken und sie anzuwenden, kommt es viel weniger darauf an, was in dein Gehirn hineinkommt, und viel mehr darauf, wie viel davon im Gehirn bleibt.

Lass mich dir eine Geschichte erzählen: Als ich mal wieder an einem Vormittag vor unzähligen Seiten Biochemie-Lernstoff saß und am liebsten einfach nur geflohen wäre, erkannte ich etwas zwischen den Zeilen, etwas, das mich kurz innehalten ließ, nämlich dass nicht alle Informationen hier gleich sind, die ich lese. Es gibt verschiedene Arten von Wissen. Bei jeder Art musste ich auf andere Weise meine Konzentration lenken, um sie richtig aufnehmen zu können. Ich beobachtete das für ein paar Tage, bis sich fünf klare Kategorien für mich auskristallisierten: S steht für schrittweise Information, V für vertraute Information, D für datenbasierte Information, N für Nachweise und Q für quellenbezogene Daten.

Was ich bemerkte, war bahnbrechend, denn versuchte ich, Informationen aus Kategorie 1 mit derselben Art aufzunehmen wie Informationen aus Kategorie 5, brauchte ich Ewigkeiten und konnte mir einfach nichts behalten. Das war der Startschuss für mein Zwei-Phasen-System, das wie folgt funktioniert: In der ersten Phase, in der wir Informationen konsumieren, müssen wir erst herausfinden, zu welcher Kategorie das, was wir lesen, gehört. Dann, in Phase 2, verdauen wir, was wir gelesen haben, indem wir einen zielgerichteten Prozess für diese Kategorie anwenden, um dadurch die Information in unser Langzeitgedächtnis zu übertragen. Das ist auch der Moment, in dem sich die Magie abspielt.

Damit du das System easy anwenden kannst, musst du zuerst von den fünf Kategorien hören, und dann verspreche ich dir, zeige ich dir, wie du in der Lage sein wirst, egal was du studierst und egal wie schwer oder leicht dir Lernen fällt, einen Großteil von dem zu behalten, was du jemals lesen wirst.

Beginnen wir mit den schrittweisen Informationen. Das sind alle Anleitungen, die dir erklären, wie etwas gemacht wird. Ein Beispiel wäre ein Leitfaden, den ich im Medizinstudium benutzt habe, um zu lernen, wie man eine klinische Untersuchung durchführt, ein Herzschlag abhört oder Blutdruck misst. V sind die vertrauten Informationen, also die Art von Informationen, die sich besonders leicht verarbeiten, merken und anwenden lassen, da sie auf deinem vorhandenen Wissen aufbauen und schon mit Bekanntem verknüpft sind. Datenbasierte Informationen gehen hier eher auf die "Was"-Informationen ein, also Fakten, Theorien, Prinzipien und die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Konzepten. N sind dann die Nachweise, das bedeutet Informationen, die veranschaulichen und konkretisieren die datenbasierten Inhalte. Dazu gehören Statistiken und Fallbeispiele. Q sind dann quellenbezogene Daten, das sind präzise, detaillierte Informationen, die das allgemeine Verständnis nicht unbedingt verändern, aber einfach Tiefe in ein Thema bringen.

Der gezielte Prozess, um mit Kategorie 1, dem Wissen, zu arbeiten und es zu meistern, ist Übung. Der Schlüssel ist, dass du die Information so früh wie möglich in der Praxis anwenden willst. Viele Menschen verbringen viel Zeit damit, zu lesen, zu memorieren und viele Notizen darüber zu schreiben, und dann versuchen sie es eine oder zwei Wochen später zu üben. Doch dann ist es viel zu spät, und vieles davon wurde bereits vergessen, wodurch du die Zeit einfach verschwendet hast.

Jetzt stoßen wir jedoch auf ein Problem: Was, wenn du etwas liest, aber keine Zeit hast, es sofort zu üben? Die Antwort lautet: Du machst entweder mit etwas anderem weiter oder du hörst auf, etwas zu konsumieren und wartest, bis du Zeit hast, es zu üben. Aber du verschwendest nicht deine Zeit damit, es zu versuchen, auf der Stelle auswendig zu lernen. Denn hier ist der entscheidende Teil des Lernens, den alle übersehen: Die zwei Phasen des Konsumierens und Verdauens müssen immer ausgeglichen sein. Alles, was du konsumierst, muss verdaut werden, damit du es behalten und anwenden kannst. Nur wenn Phase 1 von Phase 2 gefolgt wird, findet Lernen tatsächlich statt. Und das ist auch der Grund, warum richtig viele Studien darauf hindeuten, dass bis zu 90 % dessen, was Studenten konsumieren, wieder vergessen wird, obwohl Menschen Stunden damit verbringen, das Wissen zu konsumieren.

Wenn du also 90 % dessen vergisst, was du liest, dann macht es mehr Sinn, weniger Zeit mit dem Konsumieren zu verbringen und mehr Zeit mit dem Verdauen und Verarbeiten. Leider verstehen die nächste Kategorie unfassbar viele Studenten da draußen völlig falsch. Dabei ist das die Art von Informationen, die am einfachsten zu verdauen sind. Es geht um das V in unserer SVDNQ-Formel: vertraute Informationen stehen in einem Zusammenhang mit etwas, über das du bereits Vorwissen hast. Einfach gesagt, wenn wir uns in Phase 1 befinden, der Konsumphase des Lesens, sollten wir aktiv darüber nachdenken, ob das, was wir gelesen haben, mit etwas in Verbindung steht, über das wir bereits wissen.

Sobald wir das identifiziert haben, lautet der gezielte Prozess, den wir hier verwenden wollen: Vergleiche ziehen und in Frage stellen. Das ist der Teil, den jeder übersieht. Du brauchst einen Vergleich oder eine Analogie zu einem Thema, zu dem du schon Vorwissen hast. Du weißt vielleicht, wie man Bankdrücken im Gym richtig macht, aber willst du jetzt z.B. die Muskeln aus einem Buch lernen, dann stellst du dir vor, welche Art von Muskel mit welchen Ansätzen durch die Bewegung beim Bankdrücken kontrahiert wird. Und das Kritisieren dieser Analogie, also das Hinterfragen: In welcher Hinsicht sind diese beiden Dinge spezifisch ähnlich oder miteinander verwandt? Inwiefern unterscheiden sie sich? In welcher Situation macht die Analogie gar keinen Sinn mehr? Genau dieser Kritikprozess erhöht dann massiv unser Erinnerungsvermögen und unser Verständnis der neuen Information.

Der Grund, warum das funktioniert, ist, dass neue Informationen nicht einfach neue Informationen sind, mit denen dein Gehirn nichts anfangen kann. Wir erweitern tatsächlich das, was wir bereits wissen, indem wir unser bestehendes Netzwerk nutzen und es sofort mit der neuen Information verbinden.

Jetzt an diesem Punkt könntest du auf das System schauen und denken: "Das wirkt irgendwie ein bisschen erzwungen" oder "Es fühlt sich nicht so natürlich an." Und du hast recht. Tatsächlich ist es wichtig zu verstehen, dass das nicht natürlich ist, und genau deshalb funktioniert es. Lernen ist extrem kompliziert, und um in kurzer Zeit viel zu lernen und ein hohes Niveau an Wissen zu erreichen, müssen richtig viele Prozesse richtig ablaufen. Deshalb kommen die meisten Menschen an einen Punkt, an dem sie ihr Lernvermögen ausreizen und sich nicht mehr weiter verbessern, und dann bleiben sie für den Rest ihres Lebens auf diesem Plateau.

Einstein hat gesagt: "Die Definition von Wahnsinn ist, das Gleiche zu tun und dabei ein anderes Ergebnis zu erwarten." Also, wenn du dir nicht behältst, was du liest, was lässt dich glauben, dass es in Zukunft anders ist, wenn du jetzt genauso weitermachst? Übrigens, wenn du eine Abkürzung haben willst zu alldem: Ich habe ein eigenes Brainhack-System, das ich über die letzten Jahre entwickelt habe, das schon über 10.000 Studenten geholfen hat, mit minimalem Aufwand zu lernen. Du kannst dir dazu easy mein Video anschauen, das ist der erste Link in der Videobeschreibung. Da erkläre ich step für step, wie du es anwendest und kriegst noch ein richtig nices Geschenk dazu.

Aber jetzt zurück zum Video: Das D in unseren SVDNQ-Kategorien steht für datenbasierte Informationen. Das sind die "Was"-Informationen. Im Gegensatz zu schrittweisen Informationen aus Kategorie 1 haben wir hier Infos, die beschreiben, was etwas ist. Für die meisten wissenschaftlichen Fächer ist das das meiste, was du lernen musst. Das sind Definitionen, die Fakten, Erklärungen, Theorien, Prinzipien, Beziehungen zwischen Konzepten und die Art und Weise, wie das Konzept angewendet werden kann.

Wenn wir jetzt erkennen, dass ein Text, den wir lesen, Definitionen enthält, dann wollen wir sofort den Prozess der Verknüpfung verwenden. Was ich checken musste und was unfassbar lang gedauert hat, war: Obwohl ein Lehrbuch oder eine Vorlesung Wort für Wort in linearer Form präsentiert wird, existiert das Wissen und die Expertise der Person, die dieses Lehrbuch geschrieben hat, nicht in einer linearen Satz-für-Satz-Struktur. Ihr Wissen und ihre Expertise existieren in einem hochvernetzten Informationsnetzwerk. Es gibt keine angeborene Reihenfolge der Information. Ein 100-Student kann in einem Bereich an jedem Punkt anfangen und zu jedem anderen Punkt navigieren. Das ermöglicht es einem Experten eines Fachs, komplexe Probleme zu lösen. Ein Anfänger hingegen, der nur oberflächlich gelernt hat, sieht nur einzelne getrennte Konzepte und versteht nicht, wie sie zusammenhängen.

Als Lernende ist es unsere Aufgabe, nicht die Sequenz Wort für Wort zu behalten, sondern zu versuchen, dieses Netzwerk von Wissen nachzubilden, das der Autor hatte, als er das hingeschrieben hat. Flowmaps sind eine so heftige Technik, weil sie uns zwingen, nicht nur über das einzelne Faktum oder Konzept nachzudenken, sondern auch darüber, wie sie miteinander verbunden sind, um ein größeres Bild zu formen.

Die gute Nachricht ist, dass das Vertrauen bei den ersten drei Kategorien zwar die meiste Zeit in Anspruch nimmt, aber die beiden letzten Kategorien des Systems, das N und das Q, viel schneller und einfacher zu bearbeiten sind. Ich nehme das N und das Q zusammen, weil sie sich sehr ähnlich sind. Aber pass gut auf, denn die beiden sind sich so ähnlich, dass die meisten Menschen keinen Unterschied zwischen ihnen machen, was dann zu stundenverschwendeter Zeit pro Woche führen kann.

Definitionen sind oft sehr detailliert und manchmal auch sehr technisch, aber sie sind nützlich, weil wir diese Fakten, Statistiken oder Beispiele verwenden können, um ein konzeptionelles Argument zu untermauern. Z.B. könnten wir verstehen, wie der Erste Weltkrieg begonnen hat, aber wir brauchen auch Beweise, also Beweis-Informationen darüber, wann bestimmte Ereignisse genau stattgefunden haben oder an welchem spezifischen Ort. Der wichtigste Prozess für diese Beweis-Informationen ist das Speichern und Üben.

Das Speichern bedeutet, dass du die Infos einfach sammelst und irgendwo notierst. Du kannst sie in ein Second Brain in Notion packen, du kannst sie in Karteikarten packen, du kannst sie sogar einfach in einem Dokument aufschreiben, zusammen mit anderen Infos, die du speichern willst. Das sollte aber direkt geschehen, so bald du sie identifizierst. Das Üben dieser Informationen erfolgt dann etwas später. Du legst Zeit fest, um die Informationen zu wiederholen. Das Üben ist der Schlüssel, um das Erinnerungsvermögen für Beweis-Informationen zu verbessern. Üben bedeutet, dass du darüber nachdenkst, wie du diese Infos verwenden musst. Wie wirst du sie anwenden? Zu welcher Art von Information gehört dieses Beispiel? Du forderst dich heraus, indem du diese Infos auf die Art und Weise verwendest, wie du sie brauchst.

Während wir also die Information speichern, während wir sie konsumieren, erfolgt das Üben später, vielleicht am Ende des Tages oder am Ende der Woche. Aber verschwende keine Zeit, während du konsumierst, um zu versuchen, es auswendig zu lernen. Zu lesen und zu lesen oder viele Notizen über diese Beweis-Informationen zu schreiben, denn andernfalls wirst du nicht genug Zeit für die Kategorien 1, 2 und 3 haben.

Kommen wir zum letzten Buchstaben, dem Q, und das sind die einfachsten Informationen, mit denen man umgehen kann. Das kann z.B. der genaue Wert einer mathematischen Konstante sein, spezifisches Geh, das bei einer bestimmten Mutation involviert ist, oder der Name eines kleinen Moleküls einer Krankheit. Aber jetzt kommt der gefährliche Punkt: Nicht versuchen, das hier so zu lernen wie die Kategorie davor. Versuch hier ausschließlich mit Karteikarten vorzugehen, z.B. mit Remnote oder Anki, einfach mit einer Spaced Repetition Software. So lernst du nämlich sie einfach stupide und verbringst hiermit so wenig Zeit wie möglich.

Sobald du dich dabei ertappst, dass du Informationen liest und sie dann wiederholst und sie einzuprägen, kannst du dir deine Effizienz beim Lernen so gut wie abschminken. Jetzt weißt du also über die fünf Informationstypen Bescheid, die du beim Konsumieren in Phase 1 erkennen solltest, und den jeweils passenden gezielten Prozess, der dir hilft, diese Informationen in Phase 2 zu verdauen, zu speichern und zu nutzen. Der Schlüssel, um viel zu behalten, ist es, Phase 1, das Konsumieren, und Phase 2, das Verdauen, im Gleichgewicht zu halten.

Wenn es jetzt aber darum geht, effizient zu lernen, ist das nur der Anfang. Tatsächlich, wenn du dir dieses Lernschema ansiehst, das die Hauptprozesse beschreibt, die du durchlaufen musst, um konstant leistungsfähiger und effizienter zu lernen, dann haben wir heute gerade einmal ein paar Prozent davon behandelt. Wenn du damit beginnen möchtest, die anderen Prozesse, die dir noch fehlen, zu verstehen, ohne drei Jahre deines Lebens damit zu verbringen, sie zu lernen, wie ich das getan habe, dann schau dir unbedingt mein kostenloses Erklärvideo dazu an. Das ist der erste Link in der Videobeschreibung. Wenn dir dieses Video hier gefallen hat, dann wird dir das sicherlich auch sehr, sehr gut gefallen. Ansonsten trag dich gerne auch in meinen kostenlosen Newsletter ein, das ist der zweite Link in der Videobeschreibung. Und dir noch einen schönen Tag!