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Saftiger Wiener Boden hell und dunkel / Gelingsicher mit Tipps und Tricks / Der Hofzuckerbäcker

Der Hofzuckerbäcker7:48

Transcription

[Musik]

Hallo und herzlich willkommen in meinem neuen Video! Heute möchte ich euch ein absolutes Grundrezept zeigen, nämlich die Herstellung dieser wunderbaren Wiener Böden. Die meisten von euch kennen das Ganze ja natürlich in der hellen Variante, aber man kann Wiener Böden auch wunderbar mit Kakaopulver als dunklen Boden machen. Diese beiden Böden könnt ihr später auch ideal für eure nächsten Torten verwenden, denn ich finde, Wiener Böden sind sehr viel stabiler als herkömmlicher Biscuit und vor allem etwas einfacher herzustellen.

Der Unterschied zu herkömmlichem Biscuit ist, dass hier noch flüssige Butter mit in die Masse kommt. Denn das sorgt später auch dafür, dass das Ganze viel besser schmeckt und vor allem etwas stabiler wird als üblicher Biscuit.

Wie das Ganze funktioniert und welche Zutaten wir hierfür brauchen, sehen wir uns jetzt an. Für den Wiener Boden benötigen wir:

- 200 Gramm glattes Weizenmehl

- 200 Gramm Kristallzucker

- 45 Gramm flüssige Butter

- 5 Stück frische Eier

- Eine Packung Vanillezucker

- Eine Packung Vanilleextrakt

- Den Abrieb einer Zitrone

- Eine Prise Salz

Aus all diesen wunderbaren Zutaten können wir jetzt damit starten, unseren Wiener Boden herzustellen.

Als erstes beginnen wir damit, die Eier in einen Kessel zu schlagen und in diesen nun den Kristallzucker, den Vanillezucker, das Vanilleextrakt und das Salz hinzuzufügen. Das Ganze schlagen wir im heißen Wasserbad warm. Dafür bringt ihr also das Wasser in einem Topf zum Kochen und anschließend könnt ihr euren Kessel mit der Masse hineinsetzen. Das Ganze auf circa 45 Grad erhitzen, denn das hat zwei wichtige Aspekte, die wir bei der Wiener Masse unbedingt brauchen: Zum einen tötet das Erhitzen die Salmonellen ab und zum zweiten sorgt das Erhitzen unserer Eiermasse dafür, dass sie später sehr viel kompakter und stabiler wird, als wenn man das Ganze nur kalt aufschlägt.

Wichtig ist übrigens, dass wir wirklich dabei stehen und die ganze Zeit rühren. Denn sonst könnte es passieren, dass, wenn ihr einmal kurz weggeht, später die Masse gerinnt. Wer hier keinen Thermometer zu Hause hat, kann das Ganze natürlich auch gerne mit Hilfe der Fingerprobe überprüfen. Dafür taucht ihr euren Finger einmal kurz in die Masse ein, und wenn ihr das gerade noch so aushaltet, dass ihr euch nicht den Finger verbrennt, hat die Masse die ideale Temperatur.

Nun geben wir die Zitronenschale hinzu und rühren das Ganze einmal leicht unter die Masse. Durch das Erhitzen ist unsere Masse richtig schön flüssig geworden und nun müssen wir unsere Eiermasse natürlich wieder aufschlagen oder besser gesagt kalt schlagen. Das Ganze machen wir mit Hilfe unserer Küchenmaschine, denn das muss jetzt circa 10 bis 15 Minuten rühren. Die Masse sollte später noch ca. 20 bis 21 Grad haben.

Die Wiener Masse ist jetzt richtig gut aufgeschlagen und weil man hier nun einmal mit einer Teigkarte durchführt, ist das Ganze richtig schön cremig und vor allem läuft es noch leicht von eurem Kochlöffel hinunter. Jetzt ziehen wir hier aber unser Mehl hinein, das Ganze einfach auf einmal in einer Zipfel und auf einen Schlag.

Zum Schluss lasst ihr die flüssige Butter langsam in die Masse einfließen und rührt ebenfalls gut unter. Hierbei ist übrigens auch sehr wichtig, dass ihr eure letzten beiden Komponenten in eure Masse hebt, das Ganze immer mit Hilfe einer Teigspachtel oder mit Hilfe eines Kochlöffels. Denn wenn man das alles mit einem Schneebesen unter die Masse hebt, neigt man immer dazu, die Masse viel zu sehr zusammenzurühren. Dann geht die Masse später nicht mehr so gut auf, wie sie müsste.

Das Backpulver könnt ihr übrigens gerne sparen, denn wir haben hier genug Triebkraft der Eier in unserer Masse drin und diese geht wirklich herrlich im Backofen auf.

Ebenfalls habe ich mir hier noch einen 20 Zentimeter Durchmesser Tortenring vorbereitet, denn in diesen schönen Ring geben wir jetzt das Ganze ein.

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Und diesen wunderbaren Wiener Boden backen wir uns jetzt im vorgeheizten Backofen bei 165 Grad Ober- und Unterhitze für circa 30 bis 40 Minuten.

[Musik]

Falls euer Wiener Boden direkt nach dem Backen eine leichte Wölbung hat, dann könnt ihr dieses Problem ganz einfach lösen. Und zwar nehmt ihr euch ein Stück Backpapier und stürzt darauf den noch heißen Wiener Boden hinaus. Lasst ihn in dieser Position circa 15 Minuten auskühlen. Denn durch das Umdrehen wird der Boden auf dem Backpapier wieder flach und ihr habt später immer wunderbar gleichmäßige und gerade Böden.

Wir müssen diesen jetzt aber noch aus der Form herauslösen. Dafür drehe ich mir die Form einfach einmal um und ziehe vorsichtig das Backpapier vom Boden ab. Anschließend ziehe ich entlang des Randes mit einem Messer vorsichtig nach und schon hat man den Wiener Boden aus der Form herausgelöst.

Natürlich kann man die Wiener Masse nicht nur für helle Böden verwenden, sondern auch als wunderbar dunklen Boden. Hierfür nehmt ihr anstelle der 200 Gramm Mehl nur 150 Gramm und messt noch 20 Gramm Kakaopulver in die Masse hinzu. Ansonsten ist das Rezept genau dasselbe wie bei eurem hellen Boden.

Wenn ihr nun auch euren Wiener Boden ganz vorsichtig drückt, dann merkt ihr auch, wie richtig luftig und saftig dieser noch ist. Man kann das direkt hören. Wichtig ist auch, bevor ihr diesen wunderbaren Boden weiterverarbeitet, lasst ihn richtig gut auskühlen. Am besten macht ihr den Teig schon am Vortag, denn auch dann lässt es sich viel besser schneiden und reißt später weniger ein.

Fertig! Ich finde es wunderbar, selbstgemachte Wiener Böden, egal ob wir nun das Ganze als hellen oder dunklen Boden machen. Eure nächsten Torten werden mit diesem Rezept auf alle Fälle eine absolute Sensation!

Ihr könnt nun daraus verschiedene Abwandlungen machen, egal ob ihr eine Himbeertorte machen oder das Ganze mit Schokoladencreme füllen wollt. Auch das Innenleben dieser Torte hat eine wunderbar feine Bohrung und lässt sich herrlich schneiden.

Nächste Woche zeige ich euch, wie ihr aus diesen Böden eine wunderbar leckere Bundt-Torte ganz nach österreichischem Rezept machen könnt. Wenn euch das Video gefallen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr mir einen Daumen nach oben gebt und meinen Kanal abonniert, um keine weiteren solch leckeren Videos mehr zu verpassen.

Wir sehen uns das nächste Mal und nicht vergessen: Eine Mahlzeit ist erst beendet, wenn man etwas Süßes gegessen hat.

[Musik]