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Die Hochzeit meiner Schwester - Familienkomödie 2014 HD

GHFilm1:28:34

Transcription

[Musik] [Musik] und jetzt kommt die Braut und jetzt der Papa. Lass das, das ist kindisch. Mit dem ist doch doof. Papa, spiele ich auch. [Musik] und jetzt [Musik] Bräutigang. V Papa, hey, zeig mal. V Papa, V Papa, komm, wir hängen zu den anderen Karten. Los! [Musik] Komm, guck mal, PAP in Indien. [Musik] [Musik] So, bitte, jetzt geh. [Musik] ran. Na, du, ich bin noch im Studio. Holst uns ab, aber du musst doch noch das anprobieren. Na, es geht doch hier. Okay, alles klar. Ich bin gleich da. Tschüss. Schönes Brautkleid. Ich wusste gar nicht, dass sie heiraten. Sehr witzig. Meine kleine Schwester glaubt noch an die große Liebe. So, das Make-up muss um 14 Uhr raus. Die Entwürfe für die Striso AG muss Andreas schicken. Das Aufschreiben habe ich schon mal vorbereitet. Und es wäre schön, wenn sie über Wochenende erreichbar wären, falls der Dreh irgendwelche Probleme macht. Wenn irgendetwas schieflaufen sollte, dann rufen Sie mich an. Aber wenn es richtig, richtig schiefgeht, will ich nicht, dass das Handy auf der Hochzeit klingelt. Danke. Aber das Handy haben sie an? Ja, natürlich, immer. Danke schön. Tschüss. [Musik] Tschüss. Hi, L ist noch im Studium. Nicht gucken. Du bleibst hier draußen. Ich um noch nicht. Kann ich jetzt? Hi, kann ich rein? Ja, klar. Ist ist das, wir endlich mal anprobieren, oder erst nach der Zeremonie umdrehen? Er sein. Na, hat so viel zu tun mit dem Schülerorchester. Dann muss ich noch einen kranken Kollegen vertreten. Gib schon [Musik] her. Eine kleine Schwester heiratet. So perfekt. Wie sehe ich aus? Wie jemand, der kurz davor ist, ein riesen Fehler zu begehen. Entschuldigung. Du siehst fantastisch aus. Du bist so schön. Ich freue mich für dich. Das, wovon wir immer geträumt haben, das wird jetzt wahr. Von weltenden. Ah, du bist unmöglich. Danke. So, wir müssen los. Hi, hi. Und Walter rät Trauzeuge. Ich soll mitfahren. Schade, aber wir haben kein Platz. ME nicht erwähnt, dass ich mitkomme. Sie ist verliebt. Kartoffelbrei. So, woll, bitte einsteigen. Sie passt nicht. Kein Platz. Ach, quatsch. Ein bisschen Gepäck passt doch. Los, komm, einsteigen. Geh doch. Würdest du dich bitte anschnallen? Ich habe keine Lust auf herumfliegende Schöninger, falls ich mal scharf bremsen muss. [Applaus] [Musik] Fahr zu. [Musik] Okay, also du bist ein rerts bester Freund? Ja. Und Geschäftspartner? Und was produziert gerade Schönes? Wir entwickeln Jingles und Sounds für Smartphones und Navigationssysteme. Und sowas muss komponiert werden? Natürlich. Hier z.B. die Vogelhochzeit und mein persönlicher Favorit, die Nacht. Die geal. Nervig, ne? So ein bisschen. Und damit kann man also sein Geld verdienen? Ja, ja. Wir sind extrem wohlhabend. Nicht meine Eltern sehen nur nicht ein, warum sie mich zum Studium nach London geschickt haben, damit ich jetzt Piepstöne produziere. Jetzt, wo ich heirate, macht mein Vater richtig Druck. Unser Hochzeit. Wir meine Eltern erstmal versöhnen. Die stehen auf solche Sachen: ländliche Umgebung, heile Familie, Kirchenglocken. Und dann können Sie auch endlich euren berühmten, weitgereisten Vater kennenlernen. Ja, das ist so toll. Aber du weißt schon, dass er nicht wissen, wo er sich gerade [Applaus] [Musik] rumtreibt. Sag mal, was hast du unseren Vater erzählt? Na, dass er ein berühmter Musiker ist, der auf der ganzen Welt auftritt, eine Legende eben. Und dass wir diese Legende schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen haben. Das hast du nicht erzählt? Weißt du was? Er hat Mama angerufen und gesagt, dass er in Bayern ist. Er wird hier sein, wenn ich heirate. Das ist kein Zufall. Großartig. 20 Jahre verscheuchen und jetzt willst du mir der Hochzeit dabei haben? Wer führt denn bei einer Traumhochzeit die Braut zum Altar? Der Vater. Das haben wir schon so als Kinder gespielt. Ich so gerne dabei haben. Wissen noch nicht, wie der Typ aussieht. Er hat sich nie gekümmert. Hat stattgefunden. Jetzt ist der liebe Papi. Meine süße. Hallo, ich gerade Zimmer herrichten. Hallo, mein Schatz. Alles gut. Schwiegersohn. Karina und sie, dein neuer Freund? Ne, unser Trauzeuge. Ja, das heißt also, bleib dabei. Du übernachtest bei mir. Ja, bleib dabei. [Musik] Al, ich kann irgendwie schon verstehen, dass L gerne ihren Vater dabei hätte. Wieso? Du selbst hast immer gesagt, sobald der Typ auftaucht, gibt es eine Katastrophe. Ja, das stimmt. Zu seiner eigenen Hochzeit kam er zwei Stunden zu spät, barfuß. Ich habe keine Ahnung, wie viele Jahre ich kein Lebenszeichen von ihm bekommen habe. Und jetzt? Jetzt ruft er plötzlich an, plappert mundtot drauf los. So, wäre gerade mal beim Einkaufen gewesen, macht Station in Bayern auf seiner Europatournee. Weiß er von Hochzeit? Da weiß gar nichts von euch. Sag mal, ist nicht mal anrufen? Hast mal ein richtiges Papa kennt? Ja, und das ist verdammt lange her. Weißt du, ich denke halt, wenn er gar zu unmöglich ist, dann, dann kannst du es doch immer noch abbiegen. Ich habe seine Nummer aufgeschrieben, da in meinem Notizbuch. Mama, das wird nichts. Der hat sich nur um uns gekümmert. Warum soll ich ihn jetzt anrufen? Vielleicht weiß L wichtig ist, ja, ich liebe L, aber ich muss nicht alles unterstützen. Was ist ist das ein Klingelton? Habe ich mir runtergeladen von Walter Nachtigall. So, so. [Musik] [Musik] [Musik] Guten Morgen. Hier ist Bernadette. Lagebesprechung bei der Bäckerei auf dem Marktplatz um 7:30 Uhr. Ich warte auf euch. Bis gleich. [Musik] Guten Morgen. Ich bin ber. Lagebesprechung. Wir treffen uns an berei auf Marktplatz um 7:30 Uhr. Ich warte auf euch. Bis gleich. 7:30 Uhr. Ich glaub. [Musik] Wunderschönen guten Morgen. Ber, he. Morgen. Hol doch schon mal Kaffee. Gehen wir gleich die Checkliste durch. Ist ein Morgenmensch? Ja. Du hast keine Ahnung. Guten Morgen, Mensch. Morgen, Mensch. [Musik] Halli hallo. Hier ist Valentin Jordan. Bitte hinterlasst eine Nachricht. Also, L, du kümmerst dich um die Hochzeitstorte. Robert um die Getränkeliste. Und Walter, du müsstest dich um neue Band kümmern. Die Coverband hat leider vorhin abgesagt. Was? Ich soll wir jetzt so schnell neue finden? Keine Sorge, mir fällt schon was ein. Und was machst du? Na, was wohl? [Musik] Rest. Alles Gute. Ja. [Musik] [Applaus] [Musik] and kind of you can. [Musik] got. [Musik] [Applaus] [Musik] Hallo, hallo. Entschuldigung, ich wollte nicht rumspionieren. Ich wollte nur. Das macht doch nichts. Komm, setz dich. Du wohnst hier? Ja, mein englisches Jagdschloss wird gerade renoviert. Mensch, toll siehst du aus. Was für ein Prachtweib. Ist aus meiner kleinen, aus meiner kleinen Nette geworden. Wie geht's L? Gut, prima. Du, ich muss jetzt. Vergleich. Sehen wir uns noch mal, nur so zum Plaudern. Gut. Heute Abend um 7. Promenade. Wo früher die Eisele war. Wo früher die Eisele war. [Musik] Später, später. [Musik] [Musik] Dein Bart. Hallo Bernadette. Sag mal, kommst du noch mal Hotel? Wir setzen im Biergarten. Trink ich. Ich bin Walter. Geht noch. [Musik] Halli hallo. Hier ist Valentin Jordan. [Applaus] [Musik] Hey, hey. Wo sind die anderen beiden? Die sind schon auf dem Zimmer. Wir müssen noch jede Minute nutzen, solange sie verheiratet sind. Ja, dann schieß mal los. Du hast gesagt, sei dringend. Irgendwas mit der Torte? Nein, Torte, Blumenschmuck, Getränke, alles erledigt. Boss, die Band. Ich habe eine Alternative gefunden. Können wir uns es morgen ansehen? Wird dir gefallen. Und jetzt soll ich aufstehen, oder setze dich noch zu mir hin? Was ist los? Alles gerade ein bisschen durcheinander gefühlt. Jetzt erzähl schon. Ich sehe nur, dass du noch strenger schaust als sonst. Du machst es nicht besser. Ein deiner Scharmoffensive würde ich arbeiten. Guck mich so. Ich guck ganz neutral. Komm, einen Drink. Okay. Wozu? Du willst mich noch ins Bett kriegen. Er hat dir das erzählt? Okay. Gute Nacht. Schlaf schön. Dann lass mich dich wenigstens noch nach Hause bringen. Komm. Nein, nein. Fein. [Musik] Ah, ich habe unseren Vater getroffen. Hm. Das wird L sie aber freuen, wenn er jetzt doch bei ihrer Hochzeit dabei sein wird. Ja, es war ihr großer Kindheitstraum. Aber nicht alle Träume sollten in Erfüllung gehen. Robert hat erzählt, dass du für die ganze Hochzeit aufkommst, alles zahlst. Was hat der Robert noch so erzählt? Do, der Robert hat noch viel erzählt. Der Robert hat noch erzählt, dass du für Lissi so eine Mischung aus großer Schwester, Mutter und unerreichbarem Vorbild bist. Warum willst ihr das mit eurem Vater abschlagen? Das tu ich doch gar nicht. Wer weiß, ob der überhaupt auftaucht. Der ist notorisch unzuverlässig. Die Vorstellung, dass er nach 20 Jahren glorreicher Abwesenheit ausgerechnet auf Lissy's Hochzeit auftaucht, ist allerdings bizarr. Sollte L das nicht selbst entscheiden? Ich meine nur, ich finde, zumindest bei einer Hochzeit sollte die ganze Familie zusammenkommen. A, ja, ja. Ist bestimmt eine heile Familie. Wie kommst du da drauf? So ein Schönling wächst schließlich nicht auf dem Misthaufen auf. Das größte Problem in deinem Leben war wahrscheinlich der Tod eures geliebten Familienhundes zu verkraften. Fast. Du bist ganz schön schnell darin, über andere zu urteilen. Du weißt doch gar nicht, wer ich bin. Stimmt. Erzähl mir was von dir. Okay, mein Vater ist Lehrer für Sport und Englisch. Seine Schüler machen sich gerne über sein Kleidungsstil lustig. Er trägt immer bunte Fliegen, noch buntere Brillen. Meine Mutter schreibt für ein Gummimagazin. Sie redet vieles, sehr witzig, allerdings gehört Zuhören nicht zu ihren großen Stärken. Und dann hatte ich noch einen kleinen Bruder. Ist beim Verkehrsunfall ums Leben gekommen, an seinem 18. Geburtstag. Das tut mir leid. Also doch nicht der Hund. Ich weiß, wie du es wieder gut machen kannst. Oh, Entschuldigung. Ich, ich habe Stimmen gehört. Guten Abend. Abend. Wollen Sie nicht reinkommen? Nein, will er nicht. Gute Nacht. Danke fürs Bringen. Gute Nacht. Und was? Und hast du ihn getroffen? Ach so, ich habe es nicht geschafft, ihn einzuladen. Mama, der wohnt in einem Wohnwagen, der nichts mehr mit uns zu tun hat. Hast du es L erzählt? Nein. Ich mach das fertig. Ja, du hast damals so schrecklich geweint, dass er gegangen ist. Lass es, Mama. [Musik] Was für eine schöne Landschaft. Hier gibt es so, so eine lyrische Luft. Findest du nicht auch, mein Schatz? Du hörst mir mal wieder nicht zu. Gott, was soll ich denn dazu sagen? Lyrische Luft. Was will Familie? Die Eltern sind geschieden. Die Mutter arbeitet im Hotel. Der Vater, der reist weltweit. Irgendwas Wichtiges hat es mal erwähnt. Dann kann man sich mit dem Mann wenigstens anständig unterhalten. Hallo, mein Sohn. Hallo, Papa. Hallo. Grüße raus aus den Federn. Wir sind gleich da. Dann Frühstück und dann besorgen wir uns eine Anglerausrüstung. In dem See soll es tolle Hechte geben. Aha. Ja, dann bis gleich. Sie Schatz, aufwachen. Meine Eltern sind da. Was? Meine Eltern sind da schon. Was? Mit in der Nacht? Sag ihr, soll einen Umweg über Österreich fahren. Witzig. Ich kann nicht. Bitte, sag, sag, ich bin joggen. Joggen? Du, das einzige Mal, dass ich dich joggen gesehen habe, das war zum Auto, aber nur, weil es im strömenden Regen geregnet hat. Okay, ich versuch's noch ein bisschen hinzuhalten, aber in 20 Minuten bin ich auch unten. Okay. Morgen. N, ja, N. Du musst kommen. Ich brauch dich. Die sind da. Na und? Dann gib's eben. Ich komm zum Mittagessen dazu. Nein, bitte, das kannst du mir nicht antun. Ich brauch dich jetzt. Das sind deine Schwiegereltern. Du musst mit denen in Zukunft auskommen. Kann nicht immer dabei sein. Doch, ich meine nicht immer, aber heute. Bitte, bitte, bitte. N, die sind so anstrengend. Bitte, bitte, bitte, bitte. Okay. Bis gleich. Darf ich vorstellen? Das sind meine Eltern. Herzlich willkommen. Katharina. Ich, ich bin die Mutter der Braut. Scherfinger. Hartmut. Ich bin der Vater dieses immer noch sehr vielversprechenden Exemplars hier. Auch Ihnen herzlich willkommen. Wir hatten sie gar nicht so früh erwartet. Das Beste ist am Morgen mit dem ersten Licht hell zu werden, gegen diesen unverrückbaren Himmel zu stehen. Bitte, Ingeborg Bachmann. Lyriker. Ach ja, ja, natürlich. Tut mir leid, aber ich habe es nicht so mit Gedichten. Wo ist eigentlich die Braut? Ach, die schläft bestimmt noch. Aber ich rufe sie gleich mal an. L ist noch joggen. Die kommt aber gleich. L und joggen? Das ist ja ganz was Neues. Da kommen sie. Ich zeige Ihnen erstmal die Terrasse. Wird Ihnen gefallen. Wunderbarer Blick. Den hatten Sie [Musik] gute. Und Sie sind Teilhaberin an dem Hotel? Ja, das wäre schön. Bitte sehr. Sie denken sich, Herr Scherfinger, man muss sich nur 20 Jahre mühsam hocharbeiten und dann bekommt man im Anschluss gleich ein halbes Hotel dazu. Leider ist dem nicht so. Ah, darf ich vorstellen? Das ist Bernadette. Lissy's Schwester. Sehr erfreut. Hartmut, freut mich. Ich wusste gar nicht, dass die Lissy eine so hübsche Schwester hat. Da ist dir die Wahl sicher nicht leicht gefallen. Ne, das freut mich. Aber ich bin Astrid. M, auch. Ja, jetzt sind wir ja fast vollzählig. Bleibt sich wieder hingelegt. Oh, L war noch joggen. Bist du sicher, dass wir über dieselbe Person sprechen? Da ist ja die Braut. Hallo, lass dich umarmen. Lissy. Ich freue mich. Morgen. Na, gut gelaufen? Ja, danke. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Beeindruckt. Sie sag, früh am Morgen. Das nächste Mal können wir gemeinsam laufen. Gerne. Nächstes Mal. Guten Morgen. Morgen, Mama. Es war ein solcher Vormittag, wo man die Fische singen hörte. Kein Lüftchen lief, kein Stimmchen störte, kein Wölkchen wölbte sich zum Schlag. Nur sie, die Fische, brachen lei der weit und breiten Stille Siegel und sangen Millionen, weiß dicht unter dem besondnten Spiegel. Schiller. Morgen. Setz dich. Ich glaub, jetzt ist dann genug mit den Gedichten. L, wo ist dein Vater? Der kommt noch nach. Sind wir aber gespannt. Entschuldige bitte. Dann könnten wir doch in der Zwischenzeit einen kleinen Angelusruf machen. Was meinst du? Gefunden. Du, das ist alles ein bisschen schwierig. Aber ich habe Nachricht auf der Fax hinterlassen. Deine Nummer kann ich sie haben. Du, der meldet sich auf jeden Fall. Ich kümmer mich drum. Und du kümmer dich um deine Schwiegereltern. Bleib drin. Hey, hi. Ist gerade kein guter Moment. Warum nicht? Ich wollte deine Mutter besuchen. Und warum bist du überhaupt hier? Pass auf, so geht das nicht. Du kannst nicht einfach so in unser Leben reinmarschieren. Wenn ich dich erinnern darf, dann bist du in mein Leben reinmarschiert. Warum seid ihr überhaupt hier? Wohnt ihr immer noch in diesem Kft? Nein, wir wohnen nicht mehr in diesem Kft. Wir wohnen schon lange nicht mehr hier. Lissy heiratet. Die Schwiegereltern sind hier. Und ehrlich gesagt, sie hat sich immer vorgestellt, dass du so ein ganz toller Typ bist, so eine Art langhaariger Weihnachtsmann, der nur jedes Jahr vergisst, die Geschenke zu bringen. Sie hat überhaupt gar keine Ahnung, dass du so ein, ja, so ein Penner mit einer Gitarre bist. Schau dich doch an. Du bist unmöglich. Vielleicht hältst du zu wenig für möglich. Unmöglich. Moment. Unmöglich. Schwiegervater. Was hast du denn schon wieder verbockt? Zündet sich am Frühstückstisch eine Zigarette an. Verhältnismäßig fehlt noch, dass Bier dazu trinkt. Wo hast du denn diese L K? Weißt du, der Typ erinnert mich an deinen Opa. Der wollte mir die Musik aus dem Leib prügeln. Ich bin dann abgehauen. War 16 und seitdem nie mehr wieder zurückgekehrt. Ich muss gehen. Schade. Ich werde L sagen, sie soll sich bei dir melden. Nach der Hochzeit. Wie wär's? Was machst du eigentlich beruflich? Ich habe eine kleine Werbeagentur. Und L Musiklehrerin. Ist ja wunderbar. Sie soll sich unbedingt bei mir melden. Das werde ich ja ausrichten. Aber erst nach der Hochzeit. Okay, okay. Warte mal. Falls ihr Lust habt, vorbeizuschauen. [Musik] Hey, hey. Kommst du zu dir an? Dann warten schon. Du, so gehen. Wohin? Ach, die Ersatzb. Entschuldigung, das habe ich total vergessen. Ich bin gleich zurück. Ja, ihr seht jetzt richtig guten Blues Musiker. Werd heute Solo auf, aber man kann ihn auch mit Band buchen. [Musik] Ken auf jeden Fall ein toller. Tönt echt gut. Ich esse. [Applaus] Hallo Freunde, schön, dass Ihr da seid. Jahrelang bin ich fort gewesen, aber jetzt hat mich wieder zurückgezogen in die Heimat. Ihr kennt sie alle, die Götter des Flusses. Und jetzt sag mir mal, wen wollt ihr denn heute Abend wirklich [Musik] hören? Auf der Bühne. Du warst das. Ich liebe dich, Papa. Entschuldigung. Ist nicht schön, dass Ihr da seid. Du bist L. Papa, komm her. Ich habe euch so [Musik] vermisst. Tut mir leid, ich kann jetzt nicht weitermachen. Nicht warte. Bitte. Du bist wegen meiner Hochzeit gekommen. Stimmt. N hat sich geholt. Das kann man so nicht sagen. Du musst gar nicht sagen, L. Wenn du wüsstest, wie ich mich nach dir gesehnt habe. Du weißt, dass ich auch Musikerin bin. Ja, du spielst Flöte. Auch her. Na komm, zeig, was du drauf hast. Für uns. Okay, Papa. Was? Mein Verlobter Robert. Robert, komm, lass dich drücken. Schön. Und Walter. Walter, freut mich. Mich erst. Also, Walter und Bernadette sind unsere Trauzeugen. Ach, Trauzeugen. Und er ist? Nein, ist er nicht. Ist er nicht. Ist er nicht. Ist er nicht. Ich glaub, ich glaub, ich habe was ganz Besonderes. Euch. Kommst du mit, L? Bravo. Darf ich den? Stimmte. [Applaus] Danke. Tut mir leid, die kleine Unterbrechung, aber das musste sein. Mein Keyboard ist gestohlen worden. Das schäbige Hotel, in dem ich gewohnt habe, konnte ich nicht mehr zahlen. Ich war pleite und ich hatte eine große Sehnsucht nach meinen Töchtern, L und [Musik] Bernadette. Und so heißt auch das Lied. Meine Töchter. Totes auf mein [Musik] a. [Musik] [Musik] Keine Ahnung. Nein, danke. Übrigens. [Musik] Ich habe den wirklich mal live gesehen. Heutzutage kennt ihn kein Mensch mehr. Damals ziemlich abgestürzt, sein glaub ich. Nach Indien und Drogengurus, das ganze Programm. Ich habe der sogar mal bei den Indianern in USA gelebt. Ich weiß, ich habe die Postkarten. [Musik] Wollen wir wieder reingehen? Ich komme gleich. Okay. Bis gleich. Bis gleich. Also, ich am Amazonas. Es ist stockdunkel. Ich bin nackt bis auf die Socken. Ich renne. Sie rennt. Sie kreischt. Ich falle. Zischt wahrscheinlich eine Schlange. Und dann weiß ich nichts mehr. Aus stockdunkel. Filmriss. Ich wache auf im gleißenden Sonnenlicht und neben mir sitzt ein Affe. Ich liege am Fluss und der Affe krault meinen Kopf. Ich sehe etwas, was mir bekannt vorkommt. Es ist ein Zeh. Ein Zeh. Der kleine Zeh von meinem rechten Fuß liegt am Fluss in einer Wiese. Ich starre. Der Affe. Schneller. Er schnappt sich den Zeh, klettert auf eine Palme und schwingt ihn eine Trophäe über seinem Kopf. Ich gehe zu ihm. Chen, Chen, rufe ich hoch. Chen, gib mir meinen Zeh wieder, bitte. Der Affe schaut mich an. Er zögert etwas. Dann fletscht er die Zähne, klettert höher und dann schmeißt er meinen Zeh in den Amazonas. Und da hat ihn dann ein Krokodil gefressen. Ein Krokodil. Bitte, ein Krokodil. Seitdem habe ich nie mehr einen Schluck getrunken. Andererseits hat schon immer gefehlt. Sag Mama, ein Geburtsfehler. Aber erzähl uns doch bitte, was deine Familie gemacht hat, während du diese tollen Abenteuer erlebt hast in Südamerika, auf den Fidschi-Inseln, oder ist das zu langweilig? Der mühsame Alltag einer alleinerziehenden Mutter mit ihren zwei Töchtern, die sich nach ihrem Vater sehnen. Das klingt wahrscheinlich nicht so spannend. Schade. Nacht. Ich freue mich, dass Papa da ist. Versau es bitte nicht. Was? Das ist nicht dein Ernst, L. Ich tu alles für dich. Alles. Ich organisiere diese Hochzeit. Ich versuche dir jeden Wunsch zu erfüllen. Darum geht's doch gar nicht. Ich weiß, was du für mich tust. Doch, darum geht es auch. Ich musste immer auf dich aufpassen, weil unsere Mutter ständig gearbeitet hat und das andere Elternteil überhaupt nicht vorhanden war. Ich habe die Hausaufgaben gemacht, Spiele gespielt, bis es mir aus den Ohren rausgekommen ist. Und jetzt taucht dieser Typ auf und tut so, als wenn nichts wäre. Das geht so nicht, L. Ich will den kennenlernen. Das musst du doch verstehen. Ich gehe wieder rein. Kommst du mit? [Musik] Ich bin nur. Der Abend ging mal richtig schief. Ja, so richtig schief. Ja, du, es ist nicht deine Schuld. Muss nicht Hänchen halten. Ich bin schon groß. Nimmst du mich trotzdem mit? [Musik] Ich fahre weiter ins Dorf. Okay. Gute Nacht. Gute Nacht. Oder willst du noch auf den Kakao mit hochkommen? Ein ander. Gute Nacht. Lass [Musik] [Musik] los. Hallo. Darf ich [Musik] reinkommen? Danke. Kakao ist leider aus. Im Wasser, gerne. Was ist das? Der ist von meinem Vater. Als habe ich gedacht, er kann Wünsche erfüllen. Funktioniert. Er hat ihn aus Indien mitgebracht, als ich vielleicht zwei oder elf war. Einer seiner berühmten Auftritte hatte irgendwelche Musiker dabei und so eine komische Frau, die immer mit offenem Mund da stand. Steffi, glaube ich. Für die hat er unsere Mutter verlassen. L und ich haben immer versucht, in seiner Nähe zu sein. Ja, und dann hat er uns diese Elefanten geschenkt. Die werden eure Wünsche erfüllen, hat er gesagt. Am nächsten Morgen war er weg. L hat zwei Tage lang durchgeheult. Ich habe auf den blöden Elefanten gesetzt. Zurückgekommen. Es war sein letzter Besuch. Und jetzt ist er dieser merkwürdige Typ und ich bin wütend auf ihn. Er wird aus Lissy's Hochzeit eine Valentin Jordan Show machen und das will ich nicht. Quatsch, die Hochzeit wird super. Aber ich verstehe dich. Ich würde dich gerne küssen. Kannst du damit leben, dass ich aber nur hier schlafen will, ohne dass irgendwas passiert? [Musik] Müde. [Musik] Du, ich bin sehr verliebt in dich. Gute Nacht. [Musik] Bernadette. Bernadette. [Musik] Danke. Bringt mich um, wenn ich aus dem Kleid platze. PAP, der so viel erlebt oder so viel gesehen. Wir machen aus unserer Hochzeitsreise Weltreise. Und was mit der Reise, die wir gebucht haben? Die machen wir natürlich, aber wir einfach immer weiter. Da, wo es uns gefällt, da bleiben wir. Dann guck mal, du kannst von überall aus produzieren und ich kann doch auch in Afrika oder Asien unterrichten. Noten sind überall gleich. Und das meinst du ernst? Ein Spießerleben läuft un do nicht weg. Mach dich nicht über mich lustig. Guck dir mal Papa an. Der sprüht vor Lebensfreude und Energie. Und darum geht's doch, oder L? Nicht jeder kann und nicht jeder will so leben wie dein Vater. Ich jedenfalls nicht. Ende der Diskussion. Wow, ein Machtwort. Männlich und definitiv. Stellst du dir so unsere Ehe vor? Ich habe eine Idee und du reißt alles in Stücke. Ich liebe dich doch für deine verrückten Ideen. Jetzt bin ich männlich und definitiv und wir machen jetzt sofort ein Baby. Gens, dieser langweilige Ausflug mit deinen Eltern. Da muss Papa mitkommen. Dein Vater will ihn kennenlernen. Für keine gute Idee. Ich schon. Bis später. [Musik] Papa. Morgen. Morgen. Schön, dass du da bist. Weißt du was? Mach dir draußen bequem und ich komme dann nach. Ja, okay. [Musik] Du hast ja die Melodie gemerkt. Ja, das freut mich. Und das absolute Gehör hast du auch wieder. Papa, war gar nicht einfach, dich zu finden. Du bist Naturschutzgebiet. Hfang. Geht nicht rein. Oh, mir kein Mensch was davon gesagt. Eigentlich wollte ich dich fragen, ob du Lust hast, heute mitzukommen auf dem Wanderausflug zum Wendelstein. Die ganze Familie kommt mit. Hältst du es wirklich für eine gute Idee? Du musst mitkommen, sonst spreche ich nie wieder ein Wort mit dir. Weiß Bernadette von deinem Plan? Ja, klar. Die freut sich total. Du hast uns auch früher erzählt, wie gut du dich in den Bergen auskennst. Ich werde es mir überlegen. Okay. Und jetzt mache ich uns einen Kaffee. [Applaus] [Musik] Katharina. Du, schön. Du hast dich ja überhaupt nicht verändert. Valentin. Was willst du? Nichts. Du. Ich hätte da eine Frage. Ich habe meine meine Wäsche. Könnte ich die bei dir vielleicht? Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder? Du kommst nach 20 Jahren mit deiner dreckigen Wäsche? Ja, ich bin halt ein bisschen klamm im Moment. Im Moment? Der Moment dauert da schon 20 Jahre. Du stehst an. Ne, überhaupt nicht. Komm [Musik] rein. Ich bin zurück. Die Kleider sind fertig. Tada. Hallo, Nette. Was soll das jetzt werden? Dein Vater kommt mit auf die Wanderung mit den Scherfingers. Wie bitte? Ja, wieso nicht? Die wollen ihn endlich kennenlernen. Mama, darf ich dich daran erinnern, dass ich der Typ mit zwei Kindern hat sitzen lassen für einen Groupie? Ihr müsst mir das glauben. Das tut mir unendlich leid. Das mit der Steffi. Na ja, und auch mit der, mit der Petra und mit der Margot und mit der. Ja, Gott, wie hatten die noch mal keinen? Die, die Anette. Genau. Mit der Anette aus dem Kindergarten. Mhm. Ich jedenfalls wäre immer noch hier, wenn eure Mutter mich zurückgenommen hätte. Bitte. Ich habe es doch immer wieder versucht. Das sag ich zum ersten Mal. Mama, stimmt das? Ja, das stimmt schon. Mein Gott, ich, ich habe euren Vater wirklich sehr geliebt und er hat mir verdammt oft weh getan. Also hätte ich ihm wohl kaum trauen können damals. Aber einfach sitzen gelassen hat er dich nicht. Sollte mir nur auf Papa sauer sein und ich auf dich. Ich hatte meine Gründe. Mal ganz ehrlich, Valentin, du hast mir damals allen Ernstes vorgeschlagen, dich mit zwei schulpflichtigen Kindern auf deinen Tourneen zu begleiten. Das, das war absurd. Das wäre auch toll gewesen. Gab's ja gar keine Möglichkeit. L, das ist doch gar keine Frage. Dein Vater war nicht bereit, einen Kompromiss einzugehen. Das musst du aber, wenn du zwei Kinder hast, Schule, Alltag, in ein geregeltes zu Hause. Es wäre trotzdem schön gewesen, diese Version mal zu hören. Es war die richtige Entscheidung. Seht ihr, was hier passiert? Was alles fällt auseinander, seit er hier ist? Du fällst auseinander. Ach, das ist jetzt meine Schuld, oder was? Mach doch euren Kram [Musik] alleine. Warte, ich kann das nicht so von null auf 100. Und plötzlich ist er der tolle Papa, oder was? Du hast die Hochzeit so toll geplant. Das weiß ich doch. Du bist der liebste Mensch, den ich habe. Papa hat mir auch erzählt. In mir passiert das. Der haut doch sowieso wieder ab. Ich werde dich trotzdem um was bitten. Was? Gib ihm eine Chance. Das kann ich nicht. Waffenstillstand bis nach der Hochzeit. Wenigstens. Na gut. [Musik] Das unverschämte. Hi. Hallo. [Musik] Hallo. Hast du deine Eltern schon vorgestern? Sie orderten von L und Bernadette. Scherfinger. Hartmut. Mich. Astrid. Astrid. Sehr angenehm. Unser Vater war früher mein richtiger Bergführer. Der kennt jeden Hügel, jedes Gipfelkreuz und jeden Geheimweg. Hört, hört. Ja, ist schon ziemlich lang her. L, sie. Ach, komm. Du hast doch immer die heftigsten Berggeschichten erzählt. Nicht so bescheiden. Ja, ja, ich war mal richtig gut, ne? Aber wie gesagt, es ist doch B mit diesen Stiefel will auf dem Berg. Richtiger [Musik] Alpinist. Na, Papa, kein Geld mehr? Kannst du mir vielleicht was leihen? Ein Hunderter. B. [Musik] Super. Schon, wann geht's denn los? Ich war letztes Jahr mit meiner Frau. Schleppangel. Schleppangel. Ein Traum. Wir haben so einen. Entschuldigen, verzeih. Ich muss Ihnen das zeigen. Angel auch gerne. Nein, schrecklich. Aber was soll ich denn machen? Irgendjemand muss ja auch hudern. Ein riesengroßes Ding ist das. Ja, sowas. Schlepp. Super. Kennen wir uns. Sehr witzig. Ist alles okay bei dir? Ja. Der beste Start in ein gemeinsames Leben ist ein Bauspar. Hab mal was Solides. Es gibt eine Anschubfinanzierung von Mami und mir. Sprechen später drüber. Danke. [Musik] Papa. Also, ich hätte nichts dagegen, erstmal aus dem Koffer zu leben. Wenn das erste gemeinsame Kind da ist, braucht ihr ein Dach über Kopf. Alles andere ist unsolid. Oder er. Die mir immer bisschen. Das macht doch nichts. Wirkt doch stattlich beim Mann. So ein paar Kilo mehr. Das haben sie aber sehr nett gesagt. Und so feinfühlig. Sind Sie Künstlerin? Poetin, Dichterin. Und Sie? Ich bin Musiker und Lebenskünstler. Wow. Schön. Ich habe Kopfschmerzen. Du auch? Geh, geht gut vorbei. Hast Pflaster und Sicherheitsnadel, Kondome, Nagellack, Batterie. Ja, Verzeihung. Musst du mir so auf die Pelle rücken? Tut mir leid, aber sonst. Die ne. Das meine nicht. He, Dreal angerufen. Ich dachte, man Stück. Meine Güte. Ich mag dich wirklich sehr. Nicht jetzt. Also, Moment. Gehst mir ein bisschen auf die Nerven, aber gestern Abend hast du mich geküsst. Erinnerst du dich? Wage. Ach, und jetzt willst du nichts mehr davon wissen? Ist das fair? Das ist schon fair. Im Krieg und in der Liebe ist doch alles erlaubt. In der Liebe? Ja. Das ist nur so blöder Spruch. [Musik] So, und jetzt, wo geht's lang? Da darf ich Ihnen mal eine sehr private Frage stellen. Das ja. Er ist sehr zärtlich im Bett und auch lustig. Ich muss sagen, der Sex war das Beste an unserer ganzen Ehe. So privat auch wieder nicht. Ich wollte eigentlich nur wissen, wie ist es denn so ohne Ehemann? Also so Leben. Ach so. Entschuldigung. Ja, wie ist es? Anstrengend. Zumindest solange die Kinder noch klein waren. Ja, und auch manchmal einsam. Also eigentlich genauso wie mit Ehemann. Na ja, es ist viel einfacher eine Affäre zu haben, wenn man nicht verheiratet ist, oder jemanden zu finden, der einen wirklich liebt, oder wenigstens zuhört. Astrid. [Musik] Katharina. Du bist ja sicher, dass du noch weißt, wo es lang geht? Ja, ganz sicher. Da ich lang. Da. Alles okay? Ja. Macht euch keine Gedanken. Ich hole euch gleich ein. Sag mal, wann hast du eigentlich beschlossen, dass alle Männer unbrauchbar sind? Ich war verlobt vor ein paar Jahren und der Typ hat mich mit meiner Praktikantin betrogen. Das ist bitter, besonders, weil auch noch Geschäftspartner waren. Ich hoffe, du hast mit dem Laptop erschlagen. Ich habe die Firma verlassen, meine eigene gegründet. Na, man nennt dich nicht umsonst den B. Witzig. Vielleicht hast du die Männer einfach nicht gut ausgesucht. Das befürchte ich auch. Der davor war nämlich auch ein Reinfall. Meine Instinkte sind grauenhaft. Deswegen traue ich den Braten einfach nicht mehr. Was willst du also dagegen tun? Eine von diesen alten Damen werden, die 13 Katzen haben? Ich dachte eher an ein Terrarium. Schön, dass wir das geklärt haben. Aber weißt du, ich glaube, in der Liebe ist es wie im Leben auch. Wir straucheln, wir stolpern, wir fallen, wir streiten. Und wenn wir uns wieder aufrappeln, dann kriegen wir was dafür geschenkt. Hey, romantische Geste. Papa hat vorgeschlagen, dass er vielleicht nächsten Sommer eine Weile durch Europa touren. Budapest, Wien, Rom, Florenz. Dann Sommer. Wir sind frei. Reisen und machen Musik. Und du kommst mit. L, ich fahre mit dir auf jede Urlaubsreise. Teneriffa, Karibik, wohin du willst. Aber tu mit deinem Vater. Robert, überleg doch mal, wie aufregend das wäre. Dein Vater, du und ich. Gitarre spielen und Querflöte in der Einkaufszone. Entschuldige, aber darauf habe ich wirklich keine Lust. Du musst doch zugeben, dass dein Vater ein bisschen ungewöhnliches Leben führt. Na und? Ganz ehrlich, willst du enden wie er? Wie ein Penner ohne Dach überm Kopf? Ja, vielleicht. Und du willst ein humorloser Spießer werden, der ein langweiliges Leben führt, wie dein Vater? Jetzt reicht aber. Ja, aber du darfst meine Familie beleidigen. Ja. [Musik] Und jetzt, Herr Alpinist. Früher war da einmal ein Weg. Der Abgrund kann ja nicht erst gestern hier sein. Ihr wisst doch, wie das ist im Berg. Ein kleiner Schritt nach links, zu viel. Einer nach rechts, zu viel. Und schon hat man sich verlaufen. Meine Kräfte sind so. Ich übernehme jetzt das Kommando. Ich kann nicht mehr. Wir müssen wieder zurück. Herr Alpinist, vertraut mir. Ich war 20 Jahre lang Pfadfinder. Auf geht's. Hier oben warst du. Muss doch kalt sein. Ich habe hier noch einen Schal. Das ist aber von Ihnen. Herzlichen Dank. Gerne. Danke schön. Bitte. Nach Ihnen. H, wie das Volklingt. Denernen. [Musik] [Musik] Na bitte, da ist er. S. [Musik] [Musik] Doch. Se. Oh und Gott. Heute Morgen war er noch dran. Den hat mir ein Schamane abgebissen in Arizona. Einer ganz heiklen Trans-astral-Übung. Soll ich Ihnen die ganze Geschichte erzählen? In. Ich glaube, das würde zu weit führen. Wie verdienen Sie eigentlich genau Ihr Geld? Chigodo. Ich schlafe mit Frauen, die Abwechslung suchen, für Geld. Für viel Geld. Die stören sich aber nicht an ihren Füßen? Nein, überhaupt nicht. Ich bin ein Sexgott. Alltags hauptsächlich ist es die Musik. Ich verstehe. Fone. Sie spielen und dann gehen sie mit dem Hut [Gelächter] rum. Wenn ich Ihnen einen Tipp geben darf. V Sexgott zu Sexgott. Ihre schöne Frau ist am Absprung.

Sie sollten sich um sie kümmern, sonst geht sie. Und Sie sind am Ende allein.

Was ist denn los? Robert ist idiotisch, weil Valentin immer noch nicht auf Leim gegangen ist. Schade.

Ich bin klein. Ich habe Hunger. Meine Füße tun mir weh. Ich kenne einen Ausflug ganz in der Nähe. Ich führe euch hin. Nein, lieber nicht. Vertrauen Sie mir nicht. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Alle.

[Applaus] [Musik]

Mir! Ich habe doch gesagt, es gibt eine Katastrophe. Spann! Papa, was hättest du lieber? Leben in Freiheit oder in einem Familienhaus in der Vorstadt? Habt ihr gestritten? Gegen ein Einfamilienhaus in der Vorstadt wäre vielleicht gar nicht so viel zu sagen. Und bereust du, dass du Musiker geworden bist? Nein, ich kann nichts anderes. Musik ist mein Leben. Ich bereue andere Dinge. Was denn? Dass ich nicht genug um meine Familie gekämpft habe. Z.B. dass ich zu früh aufgegeben habe und ich deshalb im Stich gelassen habe. Ich heirate Robert jedenfalls nicht, wenn er sich aufführt wie ein verdammter Spießer. Na ja, die Nerven liegen bisschen blank, wie das so oft der Fall ist bei einer Hochzeit.

Was für ein Panorama! Ist das nicht herrlich? Unsere Heimat. Liebe Katharina, lieber Valentin, Bernadette und L. Ich möchte mich im Namen meiner Familie ganz herzlich für die Gastfreundschaft bedanken. Robert, mein Sohn, ich bin stolz auf dich. Und L, du bist eine ganz bezaubernde Braut. Auf das Hochzeitspaar!

[Musik]

Bayern ist schon schön. Ja, Bayern ist schön. Wusstest du, dass Papa mal einen ganzen Sommer in Frankreich bei der Weinernte verbracht hat? Und dann saß er drei Monate in einem französischen Gefängnis, weil er im Vollrausch ein Lavendelfeld abgefackelt hat. Das hat Mama erzählt. Echt? Wie cool. Sein Leben ist ein Abenteuer. Wenn ich jetzt Robert heirate, dann weiß ich bis zur Rente alles, was passieren wird. Haus, Garten, zwei Kinder, Hund. Ist doch schrecklich. Du beschwerst dich gerade bei mir darüber, dass du mit einem wunderbaren Mann, den du liebst, ein Haus haben wirst, zwei Kinder. Irgendwie denke ich, Robert mag nur die eine Seite an mir, so brav und angepasst. Aber sobald ich was erleben will, kriegt er Angst. Er ist konservativer als du. Der will niemals so leben wie Papa. Ja, und du auch nicht. Überleg mal, sommerlang vielleicht. Aber du ohne Dusche, ohne Versicherung, ohne Internet? Nee, du hast es schon ganz gerne gemütlich. Vielleicht bin ich einfach nicht bereit für die Ehe. Warum hast du dich dann darauf eingelassen? Was würdest du denn machen, wenn der Mann, den du liebst und mit dem du dein Leben verbringen willst, dich fragt, ob du ihn heiratest? Kommt da noch was anderes in Frage als Ja? Ne, wahrscheinlich nicht. Was ist eigentlich mit dir und Walter? So schlimm? Ich bin so verknallt in den Typen. Ach, was. Der riecht so gut. Das klingt total bescheuert, aber ich verehre das mal fast in Ohnmacht, wenn er meiner Nähe ist. Ja, so ist es, wenn man verliebt ist. Ich möchte nicht schon wieder auf die Nase fallen. Vielleicht fällst du nicht auf die Nase. Schon mal drüber nachgedacht?

[Musik]

Astrid, so früh schon auf den Beinen? Komm, setz dich her. Magst Kaffee? Nein, danke. Ich habe schon gefrühstückt. Ich war eben beim Geldautomaten. Toll. Ich habe gestern mitgekriegt, dass sie Moment ein bisschen knapp sind hier. Wir haben eh zu viel davon. Mein Mann ist furchtbar geizig. Astrid, Astrid, Sie sind ein Wahnsinnsweib. Sie sind erotisch, schön, begehrenswert, sensibel und ich würde Sie sehr, sehr gerne verführen. Zumal ich mir vorstellen kann, dass er Hartmut vielleicht nicht unbedingt. Na ja, und trotzdem ist er ein toller Typ, auch wenn er so spröde wird. Und er liebt seine Familie. Er nimmt mich gar nicht wahr. Das wird er ganz bestimmt tun. Mal stehst du gerade die. Machst du bitte mal auf? Ja, ist sie hier? Ja. Geh weg. Sie hat ihr Brautkleid an. Ihr Brautkleid? Dann, dann heiraten wir also? Ich weiß es nicht, Robert. Kommst du mit mir mit? Robert, pass mir überhaupt zusammen. Ich will ein normales Leben, eine Familie. Aber dafür braucht man zwei Erwachsene. Und ich bin ja nicht erwachsen genug. Überleg dir, ob du dieses Leben mit mir willst. Ja, ich bin morgen pünktlich um 3 in der Kirche. Würde mich freuen, wenn du auch kommst. Ich bin nicht erwachsen genug. Du bist nicht Kind genug. Ich will reisen, Spaß haben, Musik machen, auch mal Fehler machen dürfen. Was ist daran bitteschön falsch? Nichts. L, überleg du dir einfach mal, ob du dir Leben mit mir vorstellen kannst. Tschüss. Jetzt hat er mich in dem Kleid gesehen.

[Musik]

Ich bin gleich wieder [Musik] da. Valentin, du zärtlicher Clown, reine Seele im Klosterschrank gewandt, wie ich dich [Musik] begehre. Was ist? Sehr schlecht. Was ist? Liebst du mich noch? Warum fragst du mich das jetzt? Weil du anscheinend in diesem Club, in diesem Musiker verliebt bist. Er ist was ganz Besonderes. Was wir haben, ist nichts Besonderes. Was haben wir denn? Wann haben wir das letzte Mal wirklich miteinander geredet? Wann miteinander geschlafen? Wir streiten nicht mal mehr. Gut, willst du verlassen?

[Musik]

Nette, was machst du hier? Habe ein super Angebot bekommen. Ein Blues Festival in Südspanien in zwei Tagen. Und meine, das ist eine lange Strecke und muss heute unbedingt los, weil du weißt ja, dass meine alte Karte nicht die Schnellste ist. Du änderst dich nie. Und es ist Hochzeit. Ist dir völlig egal, oder was? Du setzt dir irgendwelche Flausen in den Kopf und du musst es jetzt wieder richten. Hier geht's mal ausnahmsweise nicht um dich und deine Musik. Du kannst hier nicht einfach weg. Du musst mit L reden. Und danach kannst du gerne ein Konzert auf dem Maß geben. Was soll ich denn mit dir reden? Dass sie z.B. nicht die gleichen Fehler machen soll wie du. Fehler dieser W. Bitte, du hast kein Zuhause, keine Familie, kein Geld. Du wirst schon irgendwas falsch gemacht haben. Aber ihr seid doch meine Familie. Familie, das sind Menschen, für die man Tag für Tag da ist. Jetzt greif mich doch nicht immer an. Das macht die Sache auch nicht besser. Ja, es tut mir ja unendlich leid, dass ich euch so weh getan habe. Wirklich. Das kommt von Herzen und ich habe dich sehr lieb.

[Musik]

Wenn es dir so leid tut, verschieb die Reise und red mit [Musik] L. Na gut, ich werde mit dir reden. Aber bitte erwarte keine Wunderdinge von mir. Wo ist eigentlich? Keine Ahnung. Sie wollte alleine sein. Ich ruf dich an, sobald sie sich gemeldet hat. Und du biegst das wieder gerade. Und bei der Hochzeit bist du auch dabei. Übrigens, meine Eltern haben sich getrennt. Was? Mein Vater ist abgereist und meine Mutter hat sich oben auf ihrem Zimmer eingeschlossen und hat Wagner-Opern. Ach so. Ja, und die Frau, die ich liebe, will unsere Hochzeit absagen. Sie scheint überhaupt keine Ahnung zu haben, wie sehr ich sie liebe. Sag mal, worauf warten wir eigentlich?

[Musik]

Kann ich bitte eine Flasche Champagne [Musik] haben? Vertrau mir. Danke. Und jetzt komm [Musik] mit. Also, unser Traumpaar, folgender Vorschlag: Nehmt diese Flasche edelsten Champagners. Ihr trinkt sie. Sprecht zusammen über eure Zukunft. Und wenn ihr ausgetrunken habt und immer noch der Meinung seid, dass ihr nicht zusammenpasst, dann streichen wir die Hochzeit. Tut mir leid, Papa. Das kann ich nicht. Warte mal. Ich schufte seit Monaten für diese Hochzeit. Ihr sollt nur miteinander reden. Viel verlangt. Okay.

[Musik]

Du übernimmst die Rechnung, oder? [Musik] Ich glaub, wir beide müssen auch mal reden. [Musik] Reden? Ich, das ja. [Musik] Schon viel früher reden. [Musik]

Sie, ich hab noch Schokolade gefunden. Danke, Opa. Ich liebe dich. Dann ist ja alles gut. Hast du Walter angerufen?

[Musik] [Musik] [Musik] [Musik]

He, wie sieht's [Musik] aus? Hallo Astrid. Hallo. Wo ist? Wir haben uns, also ich habe mich von ihm getrennt. Was? Ja. Und seitdem schickt er mir dauernd Gedichte. Ich bin dein, nur du in meinem Herzen bist, mein dein harte [Musik] Leibig. Da ist er ja. Astrid, warte. Ich komme gleich nach. Um die ganze Welt verreisen wir. Und diese Reise schenke ich dir. Es sind zwei Tickets, around the world, first class. Davon hast du auch immer geträumt. Ich habe eine Lebensversicherung dafür [Musik] aufgelöst. Also gut, ich mache diese Reise mit dir. Aber nur unter zwei Bedingungen: Du erzählst mir nie mehr was von deinen Finanzgeschäften. Versprochen. Und ich muss nie mehr rudern, wenn du angelst. Ne, okay.

[Musik] [Musik]

Komm, n. [Musik] Hast du es ihm gesagt? Er weiß es. Und kommt er? Wir müssen da rein. Danke. Ich sag Bescheid. Ja. Hier bin ich. Nicht ein prächtiger Brautvater, glaub ich. Ma ein Fehler. Liebst du ihn sehr? Dann schnappen wir uns den Kl. [Musik] Ich glaub, ich steh fsch. Blum. Papa, danke. Ich habe dich sehr lieb. [Musik] Okay, Schwiegersohn. Schwiegerpapa. Die Braut. [Musik] Hallo Boss. Hallo Schwöling. Die [Musik] Ringe. Hübsch. Nicht sehr [Musik] schön. Kommt das nicht erst nach der Trauungszeremonie? Egal. [Applaus] [Musik]