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2025: iMac 27" 5K Umbau zum DIY Studio Display 5K – Muss das wirklich sein?

andisolo13:47

Transcription

[Musik] Bisher drei Videos habe ich mich schon an den 27 Zoll 5k iMacs abgearbeitet und sie in 5k Displays verwandelt, aber musste das wirklich sein? Geht das nicht auch einfach per Software in 5k? Lassen wir uns überraschen.

Bevor ich euch zeige, ob euch der nervige Umbau und der Kauf dieses Driverboards in Zukunft erspart bleiben kann, starten wir erstmal mit ein paar Fragen, die immer wieder in euren Kommentaren auftauchen. Also los geht's.

Frage Nummer 1: Lohnt sich der Umbau mit so einem alten Display? Das ist eine berechtigte Frage. Die ältesten für einen Umbauer geeigneten 5k iMacs sind mittlerweile ja 10 Jahre alt. Mein umgebauter hier ist von 2017, also auch schon gut 7 Jahre auf dem Buckel, läuft aber in meinem Fall noch einwandfrei. Und mein Umbau dieses Displays, der ist ja nun auch schon über 2 Jahre her. Seitdem laufen Bildschirm und das Driverboard ohne Mucken. In meinem Fall hat es sich also mehr als gelohnt.

Frage Nummer 2: Funktioniert das auch mit einem Windows PC? Wenn der Windows Rechner 5k ausgeben kann, absolut. Weil dieser x iMac ist nach dem Umbau ja ein ganz normaler Monitor von LG. Das gesamte Apple Innenleben, das ist ja raus, also die üblichen Unverträglichkeiten zwischen Mac und PC sind rausoperiert worden.

Frage Nummer 3: Muss das externe Netzteil wirklich sein? Warum nicht das interne? Das Thema Netzteil, ja, das ist ein bisschen der ungekrönte König aller Fragen. Kurz: Ja, es muss ein externes Netzteil sein. Das alte interne, das ging auch, das wär aber im Stromverbrauch völlig overpowert und man müsste löten. Ich kann nicht löten, will nicht löten. Wer von euch nicht löten kann oder darf, sollte auch nicht löten. Und mich stört das externe Netzteil unterm Schreibtisch auch wirklich überhaupt nicht.

Frage Nummer 4: Wenn ich mit USB-C verbinde, kann das meinem Mac Schaden? Generell, wer einen Desktop Mac wie z.B. den Mini oder den Mac Studio besitzt, also kein MacBook hat, der braucht natürlich keine Thunderbolt USB-C Verbindung zum Display, die neben Bild und Ton auch Strom liefert. Das aber wiederum checkt das Kabel von ganz allein und gibt daher auch überhaupt gar keinen Strom aus. Und wenn ihr nicht wollt, dass euer MacBook vom Driverboard im Display über USB-C geladen wird, dann nehmt ein Kabel mit DisplayPort am anderen Ende. Dann wird nämlich nicht geladen. Das kann DisplayPort nämlich nicht, aber es kann volle 5k und Audio ebenso.

Frage Nummer 5: Warum nicht einfach HDMI nehmen? HDMI ginge aber nicht an meinem verbauten Board, weil das kann nur HDMI 2.0. 5k geht aber erst ab Version 2.1 und auch euer Mac wieder muss 5k via HDMI 2.1 ausgeben können. Das wuppen aber nur die ganz aktuellen Modelle. Und ja, irgendwas ist ja immer.

Frage Nummer 6: Warum nicht einfach ein 4k Display kaufen? Klar, das geht. Allerdings ist das macOS beim 27-Zöller für 5k Darstellung und entsprechende Skalierung optimiert, also Apple Retina, also 218 Pixel per inch. Das geht mit 4k Displays nicht. Es gibt die Software Better Display, die am Mac für 4k optimieren kann. Das ist auch schon okay, aber setzt euch dann bitte nie wieder an einen 5k iMac oder an ein Studio Display. Die sind einfach um Längen schärfer.

Frage Nummer 7: Gibt es keine 5k Alternativen außer von Apple? Doch, die gibt es. Seitdem da ewig keine Neuigkeiten und keine Konkurrenz für das Apple Studio Display gab, erscheint nun das Asus ProArt Display in 27 Zoll und ab Frühjahr 2025 gibt es den BenQ PD 2730s. Der Asus, der kostet wohl so um die 900 €. Beim BenQ ist der Verkaufspreis noch nicht bekannt.

Frage Nummer 8: Man braucht überhaupt kein Umbau, eine Tastenkombi genügt. Immer wieder werde ich gefragt, warum ich mir den Umbau überhaupt antue. Ich könnte doch einfach einen nicht umgebauten iMac einfach an meinen Mac anschließen und dann die Tastenkombi Befehlstaste und F2 drücken und schon dient der iMac als externes Display. Nein, das tut er nicht. Das tat er auch noch nie, denn diese Funktion, der sogenannte Bildschirm synchronisationsmodus, der geht nur bei iMacs, die vor Ende 2014 gebaut wurden. Seit der Einführung der 5k iMacs für ungefähr 10 Jahren ist das nicht mehr möglich.

Frage Nummer 9: Kann man das Bild zum iMac nicht einfach beamen? Beamen, sharen, streamen, spiegeln, wie auch immer. Das geht also theoretisch und mit viel Wenn und Aber, worauf ich nicht eingehen werde, ist Apples AirPlay. AirPlay funktioniert empfangstechnisch mit Macs ab 2017 und Ventura als Betriebssystem. AirPlay geht aber, aber nur in HD und nicht in 5k. Und das will ich ja nun.

Also, was tun? Variante 1: Wollt ihr mittels Hardware-Erweiterung einen alten iMac 27 5k weiter betreiben, dann gibt es da einen USB-Dongle namens Luna Display. Hier soll aber ruckelfreies 5k nicht möglich sein. Hersteller Luna selbst schreibt dazu. Also, wer das noch bestellen will, der muss es direkt in den USA tun. Kaufpreis 90$ zuzüglich 19% Einfuhr-Umsatzsteuer. Probiert gern. Ich nicht. Aber es gibt noch eine zweite Variante und zwar mit einer Software namens Duet Display. Angeblich lässt sich über ein Thunderbolt-Kabel eine 5k Verbindung herstellen. Für 5k braucht ihr allerdings einen iMac, der Thunderbolt 3 beherrscht, sprich mindestens Baujahr von 2017. Ich habe allerdings nirgendwo im Netz eine Aussage gefunden, dass dies auch wirklich zufriedenstellend in 5k läuft. Und da ich ja selbst keinen funktionierenden iMac 27 5k besitze, kann ich das nicht testen.

Also ab in die Kleinanzeigen. Gesucht ein 2017er für 400 € VB, auf 360 € runtergehandelt. Deal inklusive Maus und Keyboard. Dann mal ab in die S-Bahn, einmal quer durch Berlin, gekauft und hier ist er in Berlins schönster U-Bahnstation. Und dann wieder zurück mit der S-Bahn nach Hause.

[Musik] So und hier steht er jetzt auch schon. Dann wir noch mal testen. Hier rechts mit blauem Desktop seht ihr meinen alten zum Display umgebauten iMac, angeschlossen mit Thunderbolt USB-C Kabel an den Mac Mini M4. Links mit Desktop in pink steht der frisch erworbene originale iMac. Auf beiden Macs ist die Software Duet Display installiert. Ich stöpsel das Thunderbolt Kabel an den iMac und den Mac Mini. Jetzt soll ich auf beiden Macs Duet Display starten. Ich starte und das passiert nicht. Ich habe da eine Weile gegrübelt und ich wirklich was gefunden und bisschen rumgefummelt und getestet und dann ist es mir irgendwann eingefallen. Ich hätte vielleicht einfach mal, bevor ich da irgendwas in der Software starte, den Account online aktivieren müssen. Ja, Duet Display kann man 7 Tage kostenfrei testen. Danach kostet es je nach Funktionsumfang 4 bis 6 US-Dollar pro Monat oder mindestens 159 Dollar als dauerhafte Lizenz. Also Account aktiviert und voilà. Auf beiden Macs wird mir der jeweils andere als verfügbar angezeigt. Ich möchte ja den pinken, also den nicht umgebauten iMac als zweiten Bildschirm haben. Klicke daher hier auf erweitern und dann auf verbinden und zack. Bild vom Mac Mini ist da in Retina, volle Auflösung 5k. Hier jetzt in skaliert, weil Retina. So soll es sein. Es sieht erstmal alles gut aus, scharf, Farben, alles stimmt. bisschen anderes Farbprofil, aber okay.

Dann mal ein Test mit Bewegtbild. Zuerst auf dem umgebauten Display. Hier läuft natürlich alles brav und flüssig. Und jetzt mal den identischen Film auf dem angeschlossenen iMac. Es läuft ebenfalls recht flüssig. Das sind so ganz kleine Mikroruckler, okay, aber ganz passabel. Jetzt mal was mit Ton. Ich ich bin in Final Cut Pro, nehme mal eins meiner YouTube Videos. Aber um eins wirklich klar und klar zu sagen, 179 € mal beiseite. Das spielt ab, aber ist ein bisschen ruckelig und vor allem der Ton ist asynchron. Und das geht in meinem Fall gar nicht, da ich ich brauche ein eins zu eins synchrones Bild, egal ob ich nun was schneide oder ob ich einfach nur ein Film gucke. Und wenn ich mehr Fenster geöffnet habe, desto hakeliger. Das sieht man hier bei dem Vogel ganz gut. Die Maus, die reagiert generell viel zu spät. Das ist nicht so wirklich überzeugend. Also, falls man mit unbewegten Fenstern, Excel-Tabellen, Farbpaletten zur Bildfotobearbeitung oder so arbeitet, dann mag das vielleicht halbwegs okay sein. Aber auch dieser Lag bei den Mausbewegungen, asynchrones Bild, Bild-Ton mal ja, mal weniger, mal mehr. Nee, also da bin ich dann raus. Schließlich darf man ja für die Software gut 50 € pro Jahr im Abo latzen und das wäre ja auch okay, wenn das ganze dann einwandfrei laufen würde. So ist mir das aber echt ein bisschen zu hakelig. Wenn ich nun beide Monitore mal eins zu eins spiegel und erneut abspiele, dann sieht man auch hier ganz gut das Delay auf dem iMac links. Ich habe auch mal mit nur einem Monitor getestet, also mein umgebautes Display rechts mal abgestöpselt. Das geht, man braucht Duet Display nicht zwingend zwei Bildschirme, aber auch das macht keinen wirklichen Unterschied. Ruckelt ebenso und der Ton ist weiter asynchron zum Bild. Ja, h, der müsste dann also wohl wieder umgebaut werden.

Und das bringt mich direkt zur letzten Frage, die da lautet: Würdest du bei Defekt erneut einen iMac 27 Zoll 5k umbauen? Also, wenn mein Display den Geist aufgibt. Das ist eine ganz schwierige Frage. Ich habe insgesamt drei iMacs umgebaut, alle drei sind noch im Betrieb. Der hier bei mir auf dem Schreibtisch, mehrere Stunden täglich. Wenn hier jetzt also das verbaute Board den Löffel abgeben würde, dann würde ich ein neues einbauen. Die gut 110 € für neues Board plus neue Klebestreifen, die würde ich erneut investieren. Würde sich hingegen das Display verabschieden, dann würde ich schauen, zu welchem Preis ich einen gebrauchten Ersatz-iMac ergattern kann. Mehr als 300 € würde ich für einen solchen aber nicht mehr investieren und auch nur dann, wenn es mindestens ein Modell von 2017 ist. Hab ja jetzt eins in Reserve. Vielleicht würde es aber auch der neue Asus oder BenQ Monitor. Die würde ich zumindest ausprobieren wollen. Oder vielleicht erscheint ja auch irgendwann ein neues Studio Display von Apple. Vielleicht sogar ein 32 Zoll. Ich träum mal weiter und drücke mir und allen, die ebenfalls umgebaut haben und noch umbauen werden, die Daumen, dass unseren alten Herren noch ein langes Leben beschieden ist. Euch natürlich ebenso. Macht's gut.