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Krebs ist nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Wir kennen alle jemanden mit Krebs oder sogar jemanden, der an Krebs verstorben ist. Im Kindergarten lernen wir schon, dreimal nach links und dreimal nach rechts schauen, bevor wir über die Straße gehen, weil es einfach zu gefährlich ist. Aber niemand bringt uns die drei wichtigsten Warnzeichen von Krebs in der Schule oder in der Familie bei. Wir sind in der Medizin schon wirklich weit, und kein Mensch sollte mehr an Darmkrebs oder Prostatakrebs sterben müssen. Und in diesem Video sprechen wir über die drei wichtigsten Warnzeichen von Krebs, die wirklich sofortiges Handeln erfordern. Wir sprechen darüber, warum Krebs eigentlich entsteht und wie Sie Ihre eigene Krebsgefahr senken können. Und bevor Sie jetzt abschalten, möchte ich Ihnen erklären, warum ich dieses Video mache.
Krebs ist wirklich eine ernste Sache. Wir haben so um die 500.000 neue Krebsfälle in Deutschland pro Jahr. Das ist halb Stuttgart oder fast ganz Dresden jährlich. Ich möchte mit diesem Video wirklich niemanden Angst machen. Wenn Sie noch nie jemanden verloren haben, der Krebswarnzeichen unterschätzt oder ignoriert hat, dann wissen Sie überhaupt nicht, wie schlimm sich das anfühlt und welche Vorwürfe sich der Betroffene dann macht, wenn es zu spät ist, und welches sich sein Umfeld daher macht. Deshalb, dieses Video ist dazu gemacht, Leben zu retten und keine Angst zu schüren. Deshalb bleiben Sie einfach dabei, und wenn Sie es gut finden, dann teilen Sie es mit Ihren Freunden und mit Ihren Liebsten. Es ist ein hoher Dienst, wenn Sie selbst als Zuschauer bewusst oder vielleicht unbewusst zum Lebensretter werden. Und hier dürfen Sie jemanden auch mal richtig auf die Pelle rücken und ihn hart anpacken. Es gibt einfach Menschen mit so hohen Vermeidungs- und Ausweichstrategien, die Ihnen alles erzählen, nur damit Sie nicht zum Doktor müssen.
Warum sind diese drei Warnzeichen jetzt so wichtig? Wir sind in der Medizin bei der Früherkennung von Krebs schon relativ weit. Trotzdem haben wir bei vielen Krebsarten als Ärzte einfach extremst schlechte Chancen. Warum? Weil der Patient einfach zu spät kommt und der Krebs dann schon weit fortgeschritten ist. So auch bei einem Bekannten aus dem Dorf von meinem Vater, erst neulich im Hospiz verstorben, voll durchmetastasiert mit einem Gehirntumor. Seine Ausweichstrategie war sein Hund. Er könne nicht zum Arzt, weil er alleinstehend sei und niemand für den Hund habe. Das hat er immer wieder seinen Freunden erzählt, so wie es nachher rauskam. So, der Hund ist jetzt in der Gastfamilie, und sein Herrchen schläft auf dem Friedhof. Und jetzt ist wirklich die Frage: War jetzt das eine intelligente Strategie, und welche Vorteile hatte diese Strategie?
Was ist Krebs eigentlich? Krebs ist ein unkontrolliertes Wachstum von Zellen, von Körperzellen. Es entsteht dann eine Masse an Zellen, die nicht in das betreffende Gewebe hineingehört. Diese Masse kann streuen, das wissen Sie, kann an anderen Orten dann Metastasen bilden. So weit, so gut, wird sich der eine oder andere denken, dann schneiden wir halt einfach die Masse raus, behandeln es irgendwie, und das Problem ist weg. Das stimmt auch im Prinzip, und das geht am leichtesten, wenn diese Tumormasse halt so klein wie möglich ist. Und dann haben wir die besten Heilungschancen. Aber jetzt Achtung, ich habe Heilungschancen gesagt und nicht Behandlungschancen. Das Ziel hier ist also wirklich Heilung, Krebsfreiheit. Da muss man ein Kreuz in den Kalender machen, wenn wir in der Medizin von Heilung sprechen. Bei anderen Krankheiten wird man als Arzt, als Aussätziger vom Kollegen behandelt, wenn man als Therapieziel Heilung anstrebt. Aber das haben wir tatsächlich bei manchen Krebsarten, dass wir es zur Ausheilung bringen.
Und jetzt kommt das Problem: Ganz so leicht ist es nicht, wie Sie wissen. Wenn diese Tumormasse einfach zu groß geworden ist, dann reagiert die Tumormasse mit dem Immunsystem. Das heißt, Entzündungen können entstehen. Der Körper geht in einen Krebsstoffwechsel. Darüber sprechen wir dann gleich noch im Detail. Wir haben auch größere Organschäden. Das heißt, der Tumor kann dann auch auf Nerven drücken, kann dann auf Ausführungsgänge drücken. Also es können Riesenprobleme entstehen mit Leber, mit Gallenblase, mit der Verdauung und so weiter. Und schwerere Symptome können einfach dann entstehen. Die OP-Bedingungen können schlechter sein. Es ist vielleicht schwieriger, Medikamente zu finden. Und wir haben dann keine Behandelbarkeit mehr, weil der Körper diesen Tumorzerfall einfach nicht handeln könnte. Und einer meiner Professoren hat früher immer gesagt: Man stirbt nicht am Tumor, sondern an den Metastasen, an den Tochtergeschwülsten. Das stimmt im Prinzip auch. Also ein Tumor, besonders wenn er gutartig ist, ist er oft nicht tödlich. Das Problem entsteht dann, wenn der Krebs metastasiert ist. Das heißt, wenn also die Krebszellen sich vom ursprünglichen Tumor lösen und sich dann in anderen Teilen des Körpers ansiedeln. Diese Metastasen können dann eben viele wichtige Körperfunktionen stören, indem sie lebenswichtige Organe angreifen. Lunge, Leber, Gehirn, Knochen. Das sind also typische Orte für die Metastasen. Deswegen spielt es einfach bei vielen Krebsarten eine zentrale Rolle für den tödlichen Verlauf der Krankheit, dass man einfach schon früh genug dran ist, damit man im Prinzip die Behandlung vor den Metastasen machen kann. Weil Metastasen einfach die Überlebenswahrscheinlichkeit senken, weil sie einfach viele weitere Baustellen im Körper aufreißen.
So, lassen Sie uns jetzt über die wichtigsten Frühwarnzeichen von Krebs sprechen. Die sogenannten B-Symptome, Begleitsymptome, ganz wichtig. Wenn Sie diese Symptome haben, heißt es nicht, dass Sie Krebs haben. Aber das sind potenziell eben die Symptome, die viele Krebspatienten zuerst aufweisen. Die Frage ist: Müssen diese drei Symptome dann alle auf einmal auftreten? Nein, es kann ein, zwei oder drei auftreten. Die Symptome können sich dann nach und nach potenzieren oder dazugesellen. Und die Frage ist auch: Gibt es Krebsarten, wo keine dieser Symptome auftreten, dieser drei Symptome? Ja, definitiv. Deswegen haben wir ja die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen. Ist es wahrscheinlich, dass Sie Krebs haben, wenn Sie diese Symptome jetzt haben? Nein, vermutlich auch nicht, weil es meistens eine andere Ursache gibt, meistens auch ganz harmlose Ursachen. Deswegen können Sie das Video einfach ganz entspannt weiterschauen.
Jetzt kommt aber der Unterschied. Wenn Sie eines dieser drei Symptome haben, heißt es wirklich ab zum Arzt. Das muss jetzt nicht morgen früh sein, sondern binnen ein, zwei Wochen und eben nicht irgendwann in vier oder sechs Monaten. Das ist alles, was Sie tun müssen. Und jetzt kommen wahrscheinlich gleich die Gegenargumente. Ich kriege keinen Termin beim Arzt. Der Arzt hat keine Zeit. Wir haben ein schlechtes Gesundheitssystem. Scheiß WHO, die wollen eh, dass wir alle sterben. Aber ich sage Ihnen eins: Sie haben noch nie die Behandlung von jemandem gesehen, der keinen Pfennig Geld in der Tasche hat und dann irgendwo in Amerika, im Ghetto angeschossen wird. Also bitte sind wir froh, dass wir in Deutschland noch dieses Gesundheitssystem haben, wie wir es haben, dass Sie hier einfach Termine bekommen. Und so viel Gesundheitssystem haben wir noch, dass jemand mit einer Besymptomatik tatsächlich schnell einen Termin bekommt. Besymptomatik, das ist nämlich ein Triggerwort für Ärzte und auch für das Hilfspersonal. Das ist ungefähr so, wenn Sie im Finanzbeamten sagen, dass Sie jemanden kennen, der Steuerhinterziehung macht, oder wenn Sie die 110 anrufen, dass Sie gerade überfallen werden. Das heißt, man schaltet hier als Arzt einen Gang hoch. Eine Maschinerie läuft an. Deshalb gibt es auch diese Telefonnummer, wo Sie anrufen können, wenn Sie eben keinen Termin bekommen, dass Sie möglichst schnell einen Termin vermittelt bekommen. Blenden Sie die Telefonnummer gerne ein. Und da müssen Sie einfach vielleicht erst mal penetrant bleiben, auch bei Ihrem Hausarzt und sagen: Bitte nehmen Sie mir Blut ab. Und wenn Sie das Wort Besymptom in den Mund nehmen, die wir ja genau definieren, natürlich. Also bitte überspannen Sie das System natürlich nicht. Dann kommen Sie natürlich früher dran als derjenige, der jetzt sich mit dem Nagelpilz vorstellt.
Also unser erstes Symptom hatten die meisten von Ihnen schon mal und zwar völlig harmlos. Hier geht es ums Fieber. Fieber ist natürlich generell gut. Unser Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Der Infekt wird bekämpft, aber nicht so, wenn das Fieber im Rahmen von Frühwarnzeichen auftritt. Da fiebert man auf über 38 Grad hoch und zwar ohne Infekt. Das geht dann über vielleicht ein, zwei Wochen. Dann ist häufig mal Pause. Dann geht das Spiel wieder von vorne los. Wir sprechen hier wirklich über messbares Fieber, das dann im Laufe des Tages wieder verschwindet. Keine Sorge. Es gibt auch bestimmte Viruserkrankungen, die unser Temperaturzentrum beeinflussen können. Stichwort Epstein-Barr-Virus kann das machen. Also Pfeifersches Drüsenfieber. Wenn es dann chronifiziert, das ist ein Kandidat für so etwas. Aber es ist eben auch ein typisches B-Symptom. Und warum ist es so? In den frühen Stadien, in den frühen Krebsstadien werden sogenannte Zytokine produziert, also Immunbotenstoffe, Entzündungsbotenstoffe, die das Fieber auslösen. Beim Blutkrebs, den Lymphomen, haben ungefähr 80 Prozent der Patienten in den Frühstadien dieses Fieber. Bei anderen Krebsarten wie Darmkrebs ist es ein bisschen weniger. Manchmal kommt das Fieber dann, auch wenn der Tumor streut. Also unerklärliches Fieber über Wochen ab zum Arzt. Einfach mal Blutwerte kontrollieren.
Häufig wird Krebs dann auch als unkontrollierter Schicksalsschlag gesehen, gegen den man sich nicht wehren kann. Aber genau das Gegenteil ist eigentlich der Fall. Wir leben in einer Zeit, wo alle Kanzerogene bekannt sind. In unserer Außenwelt sind es Dinge wie Asbest, wie Benzol, wie andere Chemikalien, wie Feinstaub, aber auch Radon oder auch Strahlung aller Art. Und es gibt viele Substanzen, die wir bewusst oder auch unbewusst aufnehmen. Ganz gefährlich ist der Alkohol und auch das Rauchen, auch Pestizide über gespritztes Gemüse, aber auch übermäßiger Gebrauch von Haushaltschemikalien kann Krebs auslösen. Und dann natürlich unsere Ernährung, wenn man sie als solches noch bezeichnen darf, von Geschmacksdesignern kreiert und von der Industrie dann vollstreckt und ausgeführt, nährstoffarm, voll mit Transfettsäuren, mit Zuckern, mit Kalorien. Und welche Lebensmittel uns genau vor Krebs schützen, was Sie genau vermeiden müssen und so weiter. Dazu habe ich Ihnen schon viele Videos gemacht, die ich Ihnen hier gerne in der Videobeschreibung verlinke. Und kurz auch die Bitte: Abonnieren Sie doch einfach den Kanal, so verpassen Sie auf gar keinen Fall das nächste Video. Es könnte einfach entscheidend für Ihre Gesundheit sein oder für die Gesundheit von einem Ihrer Angehörigen oder Freunde.
Und um es kurz zu machen: Der Verzicht auf Tabakkonsum ist im Prinzip die wichtigste Einzelmaßnahme zur Krebsprävention. Rauchung ist eng mit der Entwicklung verschiedener Krebsarten verbunden. Darunter ist der Lungenkrebs, Mundkrebs, Kehlkopfkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs und viele andere. Die E-Zigaretten sind vermutlich keine bessere Alternative. Neue Forschungen deuten darauf hin, dass sie vielleicht sogar schädlicher sein könnten. Das muss man alles erst mal abwarten. Und dann zum zweiten Punkt natürlich gesunde Ernährung. Eine Ernährung, die reich an Obst ist, an Gemüse, an Vollkornprodukten, an Hülsenfrüchten und so weiter und einfach wenig rotes Fleisch und ganz, ganz wenig wurstverarbeitetes Fleisch und so weiter. Wenig gesättigte Fettsäuren, wenig Zucker. Das kann das Krebsrisiko einfach deutlich senken. Und besondere Schutzstoffe sind hier einfach die Ballaststoffe, die vor Darmkrebs schützen können. Auch die antioxidativen Vitamine, die die Zellen vor Schäden schützen, und ganz wichtig: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Krebsrisiko. Das wissen wir. Ungefähr 150 Minuten pro Woche wird hier empfohlen und hilft einfach, das Körpergewicht zu kontrollieren und senkt das Risiko für bestimmte Krebsarten. Bei Brustkrebs ist es nachgewiesen, bei Darmkrebs, Gebärmutterkrebs und so weiter. Und dann zuletzt Alkohol. Alkohol erhöht auch das Risiko für mehrere Krebsarten, darunter natürlich der Leberkrebs, aber auch Brustkrebs, Mundkrebs, Darmkrebs durch die Mundkrebs oder Speiseröhre, durch die scharfen Alkohole, die hier einwirken können. Und die schlechte Nachricht ist im Prinzip schon, kleine Mengen Alkohol sind wirklich gefährlich.
Kommen wir mal zum zweiten B-Symptom, das ist der Nachtschweiß. Das heißt also, wenn das Kopfkissen nachts vollgeschwitzt wird, wenn man mehrmals wechseln muss, dann heißt es wirklich ab zum Arzt. Wir sprechen gleich darüber, was es noch sein kann. Aber der Nachtschweiß bei Krebs ist ein komplexes Phänomen, das mehrere Mechanismen involviert. Erstens mal ist es natürlich wieder eine Immunantwort. Also die entzündungsfördernden Stoffe, die Zytokine, die können das Temperaturregulationszentrum im Gehirn beeinflussen und die können dann Fieber auslösen. Und der Übergang von Fieberphasen zu fieberfreien Phasen, das führt dann oft zu starkem Schwitzen, weil der Körper dann in dieser Phase die Temperatur regulieren muss. Außerdem kann das autonome Nervensystem das Schwitzen und die Temperatur regulieren. Das kann bei einer Tumorerkrankung beeinträchtigt sein, oder Immunreaktionen können dieses autonome Nervensystem dann stören. Und jetzt die große Frage: Wieso schwitzen die Leute nachts und nicht tagsüber? Nachtschweiß tritt bevorzugt auf, weil der Schlafzyklus und auch die hormonelle Regulation die Temperaturkontrolle beeinflussen. Und während dem Schlaf sinkt dann die Körpertemperatur normalerweise leicht ab. Aber bei Krebspatienten kann dieser Rhythmus eben gestört sein, was dann zu plötzlichen Schweißausbrüchen in der Nacht führt. Interessanterweise kann der Nachtschweiß auch bei Patienten ohne Fieber auftreten. Also das ist wirklich wichtig zu wissen, was dann direkt durch Produkte entsteht oder Stoffwechselprodukte entsteht, die der Tumor dann aussendet.
Klar, was könnte es noch sein? Die Wechseljahre bringen das Temperaturzentrum durcheinander oder auch die Schilddrüse, also die Hormonregulationszentren, die unser Thermozentrum dann durcheinanderbringen. Aber auch, und das muss man wirklich auch wissen, Infektionen, sublatente Infektionen wie der Zytomegalivirus oder der Epstein-Barr-Virus oder das HIV-Virus. Das heißt, Sie haben hier also keine akute Viruserkrankung in dem Sinne, sondern eben diesen Nachtschweiß. Aber die Ursache ist ein Virus. Es gibt dann auch bestimmte Formen von Herzmuskelentzündungen und so weiter. Und was ganz harmlos ist: Es gibt einfach Leute, die schwitzen. Das ist dann eine Hyperhidrose, also einfach übermäßiges Schwitzen.
Kommen wir zum dritten und vermutlich kritischsten B-Symptom, dem ungewollten Gewichtsverlust, der wirklich eine große Gefahr birgt, nämlich, dass er erst mal vielleicht wohlwollend akzeptiert und willkommen geheißen wird. Gerade wenn man ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hat. Mir fällt dazu aus der Praxis ein Fall ein. Eine wirklich korpulente Patientin hat massiv abgenommen. Ich hatte sie längere Zeit nicht gesehen. Sie kam in die Praxis rein, ich bin regelrecht erschrocken. Ich habe dann natürlich sofort gefragt, was los ist. Ich hatte schwere Diskussionen mit ihr. Sie war völlig beratungsresistent, sagt: Nein, ich nehme jetzt einfach so schön ab und lassen Sie mich in Ruhe und so weiter. Mir wurde es Himmelangst, und habe dann auch den Mann angerufen. Hab gesagt: Pass auf mit Ihrer Frau, bitte wirken Sie auf Ihre Frau ein. Da stimmt was nicht. Sie war jetzt völlig resistent gegen alles, was ich gesagt hatte. So, die Frau kam dann später wieder. Ich glaube, zwei, drei Wochen später. Sie hatte insgesamt 35 Kilo in ganz, ganz kurzer Zeit abgenommen. Sie war so wirklich nur noch fast ein Strich in der Landschaft. Dann kam sie wieder, und dann hat sie mir gesagt: Irgendwie merke ich, dass was nicht stimmt. Dann habe ich gesagt: Das hatte ich Ihnen vor einigen Wochen schon gesagt. Long story short, es war kein Krebs. Zum Glück. Die Frau hatte fünf Kinder, sondern es war ein Darmparasit. Sie hatte ein Würmchen. Ich bin zum Glück ganz schnell draufgekommen. Und für 20 Euro Tabletten war dieses Problem erledigt. Es war einfach unglaublich, die Geschichte. Aber genauso müssen Sie sich so einen Gewichtsverlust vorstellen.
Die Definition des unerklärlichen Gewichtsverlustes, also ohne dass Sie irgendwas anderes machen, ohne dass Sie irgendwie eine Diät machen, mehr Sport machen oder sonst was. Die Definition des Gewichtsverlustes als B-Symptom ist ein unerklärlicher Gewichtsverlust, wenn der Verlust des Körpergewichts 10 Prozent in sechs Monaten beträgt. Also 10 Prozent Gewicht verloren binnen sechs Monaten, ohne dass Sie irgendwas verändert haben. Das ist ein unerklärlicher Gewichtsverlust. Frage ist: Was sind da die Gründe dafür? Das heißt, wir müssen das Ganze mal erst einstufen. Und das ist brisant. Wir haben einen erhöhten Energieverbrauch durch Tumorzellen. Das heißt, die Krebszellen haben so einen hohen Stoffwechsel. Man nennt es Hypermetabolismus. Und die benötigen viel Energie und Nährstoffe. Die brauchen Zucker, die brauchen Eiweiße, und das entziehen sie dem Körper. Und das führt dann zu diesem Kaloriendefizit, auch wenn die Nahrungsaufnahme normal bleibt. Also man nimmt quasi ab im Schlaf. Deswegen ist von diesen ganzen Tipps der Bioszene und Alternativszene wie Saftkuren, wie Krebsaushungern absolut überhaupt nichts zu halten. Man ist bescheuert, wenn man das glaubt, dass das funktioniert. Der Krebspatient braucht Kraft und Energie. Und wir müssen ihn auf einen Marathon vorbereiten. Und glauben Sie mir, ich kenne Leute, die das ausprobiert haben. Es gab nie ein Happy End, sondern ein relativ schnelles Bad End. Also wir brauchen hochwertige Eiweiße. Wir brauchen diese Eiweiße für unsere Muskeln. Wir brauchen es für unser Immunsystem im Krebsfall. Und zwar, und das zeigen die aktuellen Forschungsdaten, wir brauchen 50 Prozent mehr Eiweiße als normal. Das Immunsystem kämpft natürlich gegen den Tumor. Das Immunsystem braucht Eiweiß, um entzündungsfördernde Stoffe nachzuliefern, um Interleukine, Interleukin 6, Interleukin 1, Tumornegrosefaktor und so weiter. Diese Stoffe erhöhen einfach den Grundumsatz. Die Muskeln brauchen mehr Proteine. Also das führt dann alles dazu, dass der Energieverbrauch im Prinzip nach oben geschraubt wird und so der Abbau von Muskeln und Fett angeschoben wird. Außerdem, und das ist das nächste Problem, löst die Tumorerkrankung häufig Appetitlosigkeit aus. Also nicht jede Tumorerkrankung löst Appetitlosigkeit aus, aber viele, manche Tumore, die drücken dann natürlich im Magen-Darm-Trakt auf bestimmte Strukturen, bei Lebermetastasen und so weiter. Dann ist die Nährstoffaufnahme gestört im Darm. Also es kann natürlich auch zu lokalen Entzündungen im Darmbereich kommen. Und das ist im Prinzip auch etwas, gegen das man ankämpfen muss.
Nochmals, es gibt Krebsarten, an denen man einfach nicht sterben muss. Und wir sprechen hier tatsächlich über Heilung. Aber das funktioniert nur, wenn Sie die Verantwortung übernehmen und gleich im Kopf schalten und sagen: Okay, hier gehe ich mal besser zum Arzt. Also gehen Sie zu den Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Die haben wirklich ihren Sinn. Keine Angst, meine Herren, Anfang des Jahres wurde die digitale Untersuchung der Prostata rausgeschmissen aus der Früherkennung. Das ist jetzt nur noch eine einfache Blutentnahme für den PSA-Wert. Also das ist auch kein Grund mehr, dass man sagt: Ich habe Angst, da gehe ich nicht hin. Und die große Frage ist: Was mache ich persönlich, um mich vor Krebs zu schützen? Klar, ich habe viele Krebspatienten begleitet damals in der Klinik, und ich weiß, wie schlimm das alles wird. Ich trinke kaum bis gar keinen Alkohol. Ich rauche nicht, ich bewege mich, ich mache Sport. Ich schütze meine DNA natürlich mit hochwertigem Essen, mit hochwertigem Gemüse, mit Ballaststoffen, jeden Tag Obst, hochwertige Eiweiße, also hochwertige pflanzliche Eiweiße, gelegentlich, wirklich gelegentlich Fleisch. Klar, ich esse auch ab und zu mal eine Bratwurst. Aber das ist wirklich äußerst selten. Das kann man im Jahr an drei Fingern abzählen, was ich dann halt einfach irgendwann mal vom Grill esse oder so. Ich nehme natürlich hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, Vitamin C, Glutathion, Astaxantin. Das tausche ich immer mal wieder ein bisschen durch, und dann vor allem Grüntee-Extrakt, auch Zink. Ich nehme natürlich auch Selen, jeden Tag mein Vitamin D, mein Vitamin K2, MK7 und dann die guten Omega-3-Fettsäuren. Und ich nehme natürlich die Früherkennungstermine wahr. Macht mir das Spaß, als Arzt zu einem anderen Kollegen zu gehen? Nein, es macht mir absolut überhaupt gar keinen Spaß. Ich hasse es wie die Pest. Ich mache es einfach Augen zu und durch. In meiner Praxis überprüfe ich natürlich meine Laborparameter regelmäßig. Und so hat man einfach schon mal sehr viel selbst in der Hand. Das geht dann auch mit dem kleineren Budget. Es ist ganz klar, dass Sie ja auch mit dem kleinen Budget viele Dinge lenken können und Ihr Schicksal nicht unbedingt herausfordern müssen.
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