Transcription
Los geht's beim Easy German Livestream. Hallo, Manuel! Hallo, Cari! Wie geht es dir? Mir geht's top, denn ich bin live bei YouTube und spreche heute sehr langsames Deutsch.
Wir sprechen heute langsam. Wir sind live. Es gibt bald Untertitel. Wenn ihr dieses Video später guckt, könnt ihr auf "CC", da in der Ecke... Was ist später? Später. Jetzt sind wir live und es gibt viele Kommentare. "Hallo aus Mannheim", schreibt Mia. "Hallo aus Ungarn, Budapest." "Hallo, Manuel und Cari." Es gibt ganz, ganz viele Kommentare aus aller Welt. Schön, dass ihr dabei seid. Wir sind live bei YouTube und live bei Facebook. Das heißt, ihr könnt uns einen Kommentar schreiben. Müssen die Menschen auch langsam schreiben, Manuel? Ihr müsst ganz langsam schreiben. Wir freuen uns, dass wir heute live sind. Wir versuchen langsam zu sprechen. Ihr könnt mit uns chatten, aber ihr könnt dieses Video auch später gucken, denn wir haben heute ein superinteressantes Thema, Manuel. Wir sprechen heute über Small Talk. Auf Deutsch sagen wir "Small Talk" dazu. "Klein Sprech". Nein, das sagt man nicht. Wir benutzen viele englische Wörter, und zwar unter anderem auch Small Talk. Aber die Deutschen sind angeblich sehr schlecht im Small Talk. Das wollen wir heute testen. Unsere Idee ist, wir rufen einfach ein paar Freunde an und wir zeigen euch, wie so typischer Small Talk am Telefon klingt.
Das hier ist mein Handy. Dieses Handy ist mit diesem schönen Kabel an unsere Maschine verbunden, mit unserer Maschine verbunden. Und so können wir jetzt Menschen anrufen und hier bei YouTube und Facebook hören. Und dann werden wir typische Vokabeln benutzen. Wir können mal eine Vokabel vorstellen, Manuel, das ist das "Na?". Das bedeutet... Wir haben da letztens im Podcast länger drüber gesprochen. Ja. "Na?" ist so'n bisschen wie "So?" vielleicht auf Englisch. So? Na? Aber es heißt auch so was wie... Nee, nicht "so". Entschuldigung. "Sup". So ein bisschen so: "Sup? What's up? Sup? Na?" Das bedeutet so: "Hallo, wie geht's?" Alles zusammen irgendwie. Richtig. Wen soll ich als Erstes anrufen, Manuel? Willst du mal Janusz anrufen? Es gibt schon viele Fragen, ob Janusz heute dabei ist. Kein Problem. Wir rufen jetzt Janusz an und ich probier' das mal mit ihm mit dem "Na?" und gucke mal, wie er reagiert. Das ist auch ein Test für euch. So könnt ihr demnächst auch euren Anruf anfangen. Hört man schon was? Ja. Hallo! Na? Janusz, wie im Radio, du musst erst das Radio ausstellen. Janusz guckt uns gerade. Ja. Na? Na? Wie geht's euch? Sehr gut, wie geht's dir? Mir geht's super. Was machst du gerade? Ich hab' mir eine Kleinigkeit zum Essen gekocht und das mampfe ich gerade vor dem Monitor. Und auf dem Monitor sieht man euch beide, wie ihr da gemütlich im Studio sitzt. Und Cari hat sich aber schon einen Cocktail gemacht, was mich so ein bisschen zum Schmunzeln gebracht hat. Moment, das ist doch ein Glas Wasser, Janusz. Ja, ja, ja, du. Glaube ich dir nicht. Ein sehr leckeres Glas Wasser steht hier auf meinem Tisch. Ja. Und du so? Aber ich freue mich, weil nach diesem Gespräch mache ich mich fertig und fahre zu euch. Heute Abend wollen wir mit irgendwelchen Leuten 'n bisschen abhängen, zusammen abhängen. Und ich glaube, ich genehmige mir dort dann auch ein Bierchen. Janusz sagt, wir wollen mit irgendwelchen Leuten abhängen. Unser Plan für heute Abend, Manuel, ist... Ein Team-Meeting mit unserem Team. Richtig. Irgendwelche Leute. Oh, das freut mich umso mehr. Also, wir haben ja eine kleine Firma. Easy German ist mittlerweile ein Team. Und wir haben ein Team-Meeting. Wir bestellen Pizza, trinken ein Bier. Aber Janusz sagt, wir hängen mit irgendwelchen Leuten ab. "Abhängen", Manuel, was heißt das? Das heißt, dass ich ein Lächeln (auf) dein Gesicht zaubern wollte mit dieser Redewendung. "Abhängen" ist ein bisschen Jugendsprache. Als ich 13 war, habe ich sehr oft mit meinen Freunden abgehangen. Wir saßen rum und haben nichts gemacht. Abhängen, okay. "Abhängen" ist einfach auf Englisch auch "to hang out"? Ja, ich hab' vor Kurzem ein Video gefunden, wo man Manuel sieht, wie er mit seinen Freunden abhängt. Und er singt einen Song und lustigerweise hast du gesungen: "G-Moll... A-Dur... F-Dur..." Okay, stopp, stopp. Keine persönlichen Storys verbreiten. Janusz, ich mag dein Lachen. Das geht so... Das stimmt. Gut. Sehr schön. Zurück zum Small Talk. Und sonst? Ja, und sonst mache ich mich jetzt fertig und komme zu euch. Und ich freue mich. Alles klar. Super, dann bis gleich, Janusz. Ich werde unser weites Publikum vertreten auf dieser Party. Schön, Janusz. Es war sehr schön, mit dir zu sprechen. Bis gleich im Easy German Studio, mit einem Wasser. Juhu! Bis gleich. Ciao. Bis gleich. Ciao.
Manuel, du hast gerade einen Spruch benutzt: "Und sonst?" Ja, das kann man sagen, wenn man... Blende das mal ein. Ja, damit ihr es auch euch aufschreiben könnt, blende ich das gerne ein. "Und sonst?" Das... wann sagt man das? Man kann sagen "Und sonst?" oder "Und sonst so?". Und das bedeutet: "Erzähl mir noch etwas aus deinem Leben. Ich habe keine spezifische Frage. Ich will einfach, dass du mir jetzt auch noch was erzählst." "Und sonst?" bedeutet: "Und wie ist dein Leben sonst so im Moment?" Das kann man verkürzen mit: "Und sonst? Was gibt es sonst noch Neues?" Es kann alles bedeuten. Es kann auch heißen: "Und sonst? Was passiert gerade? Was ist los?" Ja, das ist ein guter Spruch. Wenn ihr mit jemandem sprecht, kann auch eure Nachbarin im Treppenhaus sein und ihr wisst nicht, was man jetzt sagen soll, sagt ihr einfach... Und sonst? Und wenn das jemand zu euch sagt und ihr habt keine richtige Antwort darauf, ihr wollt eigentlich nichts mehr erzählen und ihr seid vielleicht auch nicht super gelaunt, sondern nur okay, dann könnt ihr antworten: "Muss ja." "Muss ja" bedeutet: "Man muss ja leben. Es ist... man muss ja aufstehen, zur Arbeit gehen. Muss ja." Damit will man signalisieren: "Ich hab' dir nichts mehr zu erzählen. Es ist so, wie es ist." Gut, Manuel. Jetzt machen wir mal einen neuen Test. Ich rufe meinen guten alten Freund Klaus an. Mal sehen, was da so los ist. Ah, es klingelt. Klingelt immer noch. Moin! Moin! Moin! Na? Na, was geht bei euch? Was geht bei uns, Manuel? Alles gut. Und bei dir? Ja, muss ja. Da hast du gerade bei YouTube zugeguckt, Klaus. Ja, das stimmt. Wir gucken gerade YouTube. Das ist ein Zufall. Und Enno ist bei mir. Enno ist bei mir und der hat 'ne Frage an euch. Okay. Enno, schieß los. Quizfrage: Was ist wirklich in dem Glas? Du hast sie ertappt. Es ist geschmolzenes Eis. Es ist Wasser, Enno. Es ist Wasser. Enno glaubt das nicht. Tja, Enno, dann musst du zu uns ins Studio kommen und an dem Glas riechen. Aber lieber nicht probieren. Enno, was denkst du denn? Hast du eine Idee? Was dadrin sein könnte? Ich weiß, ehrlich gesagt, nicht, wie es heißt, aber Papa meinte wohl eben, das könnte... Gin Tonic sein? Richtig, sehr gut. Ihr habt euer eigenes Quiz gewonnen, Klaus und Enno. Ja, schön. Klaus, wie findest du das Foto, was wir von dir ausgewählt haben? Ich muss mal kurz gucken, ich bin 'n bisschen vom Fernseher... Es ist etwas komisch. Komisch, genau. Aber trifft mich ganz gut, muss ich sagen. Das ist Klaus im echten Leben. Klaus, wo bist du gerade? Ich bin gerade zu Hause. Und wo ist das? Und... Straße? Münster. Und wir haben gerade Abendbrot gegessen. Abendbrot gegessen. Wie ist das Wetter bei euch? Nicht so schön. 'N bisschen kalt, 'n bisschen nass, 'n bisschen windig. Hier auch. Hier ist es genauso. Und jetzt auch noch dunkel. Aha. Und sonst so? Ja, sonst ist eigentlich alles in Ordnung, nichts Besonderes, muss ja. Und wie geht's der Familie? Gut. Ja, auch gut. Nur blöd, dass wir jetzt bald zwei Arbeiten hintereinander schreiben. Aha. Enno ist ja in der Schule und muss Klassenarbeiten schreiben. Das nervt. Kennt ihr das auch noch? Total. Kennst du das noch, Manuel? Ich mochte keine Klassenarbeiten. Was ist eine Klassenarbeit? Ein Test. Ein Test. Enno, du schreibst Klassenarbeiten. Viel Erfolg. Vielen Dank. Ja, gut. Dann haben wir jetzt alle Fragen besprochen, oder? Ja. Ja. Schönen Abend noch. Ja, den wünsche ich euch auch und viel Spaß nachher mit der Pizza. Was macht ihr heute noch? Wir gucken noch ein bisschen YouTube und dann gehen wir ins Bett. Ja, das ist 'n richtig typischer Abend bei Klaus und Enno, oder? Richtig. Macht ihr das immer? YouTube gucken und ins Bett gehen? Wir machen das oft, nur dass wir nicht YouTube gucken, sondern etwas anderes. Okay. Es gibt ja nicht jeden Abend einen Livestream von Easy German. Richtig. Manchmal muss man was anderes gucken. Macht's gut, ihr beiden. Ja, wir bedanken uns für das schöne Gespräch. Bis bald. Bis bald. Tschüss. Tschüss. Ciao.
Mensch, Manuel, das waren jetzt zwei typische Gespräche, oder? Total. Das waren typische Small-Talk-Gespräche. Normalerweise würden wir schneller sprechen, aber... Und noch weniger sagen. Die Konversation war authentisch. Du, wir haben viele Kommentare. Wollen wir mal in die Kommentare gucken? Auf jeden Fall. Uiuiui, so viele. Ja, das geht so ein bisschen in Richtung Small Talk. Was sind unsere Hobbys? Hast du ein Hobby, Cari? Ja. Computerspiele spielen. Ah ja. Und sonst? Cocktails mixen. Okay. Marcia möchte wissen: "Warum sind die Deutschen so schlechte Small-Talker?" Und stimmt das überhaupt? Ja, das ist gerade der Live-Beweis, dass wir schlecht im Small Talk sind. Wir brauchen schon richtige Phrasen, damit wir uns überhaupt beschäftigen können. Wie ist das Wetter heute? Darüber reden viele Leute, ne? Das Wetter ist das Small-Talk-Thema Nummer eins, würde ich auch sagen. Und ich erinnere mich, dass ich mal mit Dana gesprochen habe von Wanted Adventure, die dann erzählt hat, das ist doch etwas typisch Deutsches, dass dann die Leute fragen: "Ja, wie ist das Wetter bei euch? Wie ist das Wetter?" Und man würde so was in anderen Ländern nicht unbedingt fragen, weil das eigentlich uninteressant ist. Genau, immer wenn man mit jemandem spricht, der nicht in der gleichen Stadt wohnt, wenn man telefoniert, will man immer wissen: "Wie ist das Wetter bei euch?" Aber warum? Das ist halt ein Wetterbericht. Wir wollten jetzt wissen, wie ist das Wetter in Münster, wo Klaus wohnt? Das interessiert mich dringend, wie das Wetter in Münster ist. Wollen wir noch mal jemanden anrufen und fragen, wie das Wetter ist? Ja. Gibt es noch Phrasen, die wir lernen müssen? Ja. "Wie ist das Wetter bei euch?", hatten wir gerade. "Wie ist das Wetter bei euch?" Und: "Wo bist du gerade?" Stimmt, das hatten wir auch. Das will man auch wissen. Bist du zu Hause? Bist du im Supermarkt? Bist du vielleicht auf einem Spaziergang? Ich ruf' mal Isi an, weil die ist in einem anderen Land. Okay. Es klingelt schon. Schauen wir mal, ob sie drangeht. Keine Antwort. Oh, das ist ja doof. Schade. Dann probieren wir noch mal. Ruf doch jemand anderen an sonst. Dann ruf ich noch mal an. Ich ruf noch mal an. Da. Hallo? Hallo? Hallo! Hallo! Wo bist du gerade? Ich bin in England. In England. Das merkt man. Das Internet ist schlecht. Hört ihr mich nicht gut? Du bist sehr weit weg. Hallo. Warte mal. Doch, wir hören dich, Isi. Wo bist du gerade? In England? Einen Moment. Du musst langsam sprechen. Seid ihr da? Das Internet ist sehr schlecht. Sehr, sehr schlecht, ja. Wollen wir noch mal probieren über FaceTime? Ja. Ich ruf' dich noch mal an, Isi. Normaler Anruf, bitte. Normaler Anruf, okay. Okay, ich probier's. Ich hab' nur drei Striche, aber das probieren wir. Kostet das eigentlich Geld, wenn ich Isi jetzt mit'm normalen Anruf... Ja. Das kostet Geld, aber das sollte dir Easy German wert sein. Das ist mir Easy German wert. Okay. Ich rufe an. Doch, es klingelt. Da hört man schon die Leitung nach England. Knacksen. Hallo? Das ist besser, oder? Ein bisschen. Geht so, Isi. Wo bist du gerade? In England? In Brighton, in England, ja. Wie ist das Wetter bei euch? Schlecht. Aha. Schlecht. So wie bei uns. Die Leitung ist auch schlecht. Oh Mann, das tut mir leid. Wie geht's dir? Es geht so. Ich habe aufgrund des Wetters mich gerade im Park hingelegt. Im Park hingelegt? Einfach liegen auf der Wiese? Ein Unfall? Bist du ausgerutscht? Ja. Ich bin sehr... sehr... ja, ich bin ausgerutscht. Mitch hat es mir beschrieben, wie es aussah. Ich hab' einen Spagat gemacht. Isi hat einen unfreiwilligen Spagat im Park gemacht. Isi, du hattest einen Unfall, das tut mir leid. Ich trinke ein Wasser auf dich. Das ist aber sehr nett. Es muss, sag' ich auch dazu. Es muss. Es muss. Muss ja. Muss ja. Und sonst? Sonst habe ich hier gerade Nola, die ich beobachte, wie sie ihr Abendessen isst, schnabuliert. Nola ist euer Hund. Und... Nola ist mein Hund. Und Mitch bereitet das Abendessen für uns vor. Mitch ist dein Mann. Also ein typischer Abend. Ein typischer Abend in England. Es gibt Essen, es gibt schlechtes Wetter und Unfälle im Park. Ja. Ist doch schön, oder? Und was macht ihr heute noch? Ich werde mich gleich auf die Couch begeben. So langsam fangen die Schmerzen an, doll zu werden. Ui. Ja. Ui. Ich wollte auch nur mal hören, wie es dir geht. Oh, Manuel trinkt Bier. Ich glaube, ich bin hinterher bei euch, aber Manuel trinkt Bier, das seh' ich. Es ist alkoholfreies Bier. Okay. Null Prozent. Guckst du auch gerade YouTube? Ja, ich gucke auch YouTube. Danke für die Information, Manuel. Das war wichtig zu wissen. Ja, okay. Dann würde ich sagen... Es wird zu langweilig. Auflegen. Bis bald. Dann... war sehr schön mit dir, Isi. Ich wollt auch nur mal hören, wie es dir geht. Das ist lieb. Danke schön. Gute Besserung. Gute Besserung. Danke. Nach dem Unfall. Viel Spaß. Tschüss! Tschüss!
Das... ja? Das Thema Gesundheit, das ist auch ein anderes typisches Small-Talk-Thema. Wir fragen natürlich immer: "Wie geht es dir?" Und die Deutschen sagen nicht immer nur: "Danke, gut", sondern wenn es einem gerade nicht gut geht, vielleicht hat man eine Erkältung, einen Schnupfen, eine Grippe, dann sagt man das. "Nee, im Moment nicht so gut, ich bin erkältet." Ja, genau. Also in Deutschland müsst ihr euch darauf einstellen, wenn ihr jemanden fragt: "Wie geht es dir?", dann antwortet die Person meistens ehrlich. Das ist Teil von unserem Small Talk. Und so wie das Gespräch endet, das ist auch typisch, ne? Irgendwann hat man die typischen Fragen gestellt und dann sagt man: "Ja, okay, ich wollte auch nur mal hören, wie es dir geht." Genau. Das ist die Verabschiedung fast, dass man sagt: "Ja, ich wollte das... ich wollte nur... ich wollte nicht stören, ich wollte nur mal hören, wie es dir geht." Rufst du denn deine Freunde manchmal einfach so an, um zu hören, wie es ihnen geht? Viel zu selten. Eigentlich ist das ja sehr gut, wenn man Leute einfach mal anruft. Und diese Frage, die du am Ende stellst, die ist auch typisch, wenn man nicht mehr weiß, was man fragen soll, dann fragt man: "Was machst du heute noch?" Dann will man wissen... Eigentlich sind diese Small-Talk-Fragen ziemlich invasiv. Invasiv? Also, Privatsphäre, so wieso... ne? "Was machst du heute noch" ist ja total privat eigentlich. Aber du kannst ja auch alles erzählen und nichts. Ja, klar. Ne? Also du kannst ja ganz unwichtige Sachen erzählen. "Was machst du heute noch?" "Nichts Besonderes", kannst du auch antworten.
Cari, findest du es schwierig, langsam zu sprechen? Nein, ich habe das lange und gut trainiert. "Die Deutschen sagen manchmal 'so la la'." Das stimmt. Wenn man sagt: "Wie geht's dir?", und du willst nicht sagen "gut", aber du willst auch nicht sagen "schlecht", dann kannst du sagen "so la la". Das bedeutet medium. Aber wenn man das sagt, dann fragt die andere Person auch: "Was ist los", oder? Ja, dann würde man fragen: "Ach, nur so la la, wieso nur so la la?" Wie geht's dir? Warum? Ja. "Und sind die Deutschen oft ehrlich?", fragt Floyd. Ja. Wir sind sehr direkt und ehrlich. Und wir machen zwar Small Talk, aber wir sagen die Wahrheit. Du sagst das so total ernst, aber das ist wirklich lustig, weil ich habe oft mit Jeremy dieses Ding, dass... ich sage irgendwas oder nein, er stellt mir 'ne Frage, er sagt einfach nur irgendwas total Zufälliges und er sagt: "Ja, schönes Wetter heute." Und ich sag': "Hä? Nein. Das Wetter ist doch gar nicht so gut." Ja. Und ich analysiere das sofort und nehme das sehr ernst. Also wir machen auch zufälligen Small Talk, aber wir denken total viel nach über das, was wir sagen. Absolut. Ich ruf' mal Erik an, mal gucken, ob das bei ihm auch so ist. Was denkst du? Bestimmt. Wie könnte ich Erik anrufen? Erik ist ja Deutschlehrer oder Didaktiker. Kann er besonders gut Small Talk? Da ist er besonders deutsch in dieser Hinsicht vielleicht. Wir schauen mal. Ich teste mal. Es klingelt. Hallo? Hallo? Hallo, Cari. Hallo, Erik. Na? Ja, was gibt's? Ich wollt nur mal hören, wie es dir geht. Mir geht's ganz gut, ja. Ich kann nicht klagen, aber du lenkst mich von der Arbeit 'n bisschen ab gerade, glaub' ich. Was machst du gerade? Ich sitze vor meinem Computer zu Hause und ich lese die Kommentare, die wir gerade bekommen für unseren Livestream. Ach, du bist jetzt auch bei YouTube? Ja, ich bin auch live dabei. Und wie sind die Kommentare? Haben wir gute Kommentare? Oder musst du viel löschen, so wie immer? Wir löschen ja ganz viel. Nee, heute gibt es nicht so viel zu löschen. Es gibt sehr viele positive Kommentare. Die Leute mögen das Thema, glaube ich. Das ist schön. Und sonst so? Joa. Ja, was soll ich sagen? Es ist alles wie immer. Was hast du heute so gemacht? Heute habe ich den ganzen Tag gearbeitet, also, nichts Besonderes. Das ist interessant. Und ja, was hast du heute noch vor? Also eigentlich möchte ich nachher auch noch zur Party kommen, zum Abhängen mit so Leuten, ne? Und wieso "eigentlich"? Ja, ich bin auch 'n bisschen krank, glaube ich. Ich werde ein bisschen krank, deshalb muss ich noch mal das überlegen. Nein, Erik, wir haben Pizza für dich bestellt. Ja, ich weiß. Komm schnell ins Büro. Ich tue, was ich kann. Ja, okay. Und wie ist das Wetter bei dir? Es ist dunkel, also, ich kann's dir nicht genau sagen, ohne rauszugehen. Regnet es? Da müsste ich auch rausgehen, um das mal nachzuschauen. Warst du heute schon draußen, Erik? Heute war ich noch nicht draußen, nee. Home-Office all day. Dann wird's aber allerhöchste Zeit, dass du dich aufs Fahrrad schwingst und zu uns kommst. Ja, das meine ich auch. Super, ja. Schön, dass wir gesprochen haben. Dann wünsche ich dir noch 'n schönen Tag. Ja, danke. Das wünsch' ich dir auch. Ne? Bis dann. Tschüss! Bis dann. Ciao!
Cari, was mir auffällt in dieser Situation, ist die Dynamik, dass du sehr viel fragst und die andere Person antwortet. Normalerweise würde man oft zum Beispiel dann hören von der anderen Person: "Und bei dir?" Also du fragst: "Wie geht's?" Die andere Person sagt: "So la la", "schlecht", was auch immer. Und dann würde die andere Person wahrscheinlich sagen: "Und du? Und du so?" Richtig. "Und bei dir?" Ja, ich hab' gar nichts gefragt oder gar nichts gefragt bekommen. Klaus wollte nicht wissen, wie es mir geht. Nee. Und Isi auch nicht. Nee. Vielleicht ja meine letzte Anrufperson. Kandidatin. Ich ruf' jetzt Pauline an. Ja. Und ich möchte mit ihr noch mal so'n typischen Satz sagen, und zwar: "Was geht ab?" "Was geht ab?" Wann benutzt man das, Manuel? Das ist auch so ein bisschen Jugendsprache. Damit will man sagen: "Was passiert gerade, was machst du gerade?" Verdammt, ich hab' Paulines Telefonnummer gar nicht. Oha! Pauline, falls du gerade zuguckst... Warte, kann ich sie bei Slack anrufen? Kannst du wahrscheinlich machen, ja. Oder schick mir mal deine Telefonnummer. So gut ist das hier vorbereitet. So gute Verbindung haben wir, so gut vorbereitet. Ich mach' mal einen Huddle mit Pauline. Okay. Vielleicht klappt das ja. Hörst du den Ton? Ich hör' den Ton, ja. Okay. Oh! Hallo? Hi, Cari. Na, Pauline? Was geht ab? Nicht viel. Wieso rufst du mich denn über Slack an? Sie hat deine Nummer nicht. Ich hab' deine Nummer nicht gespeichert. Dann musst du mich erst mal noch nach meiner Nummer fragen später. Okay, willst du die jetzt bei YouTube sagen? Sag mal deine Nummer. Nee, jetzt nicht. Machen wir später privat. Machen wir später privat. Ja, Pauline, wie war dein Tag? Ja, ganz gut. Nichts Besonderes. Das ist auch 'ne typische Antwort, ne? Nichts Besonderes. Alles beim Alten. Und was machst... Bei dir? Bei mir? Ja. Ja, ich war im Büro, ich habe gearbeitet. Ich habe mit Manuel einen Podcast aufgenommen, hier im Studio. Und dann habe ich mich drei Stunden lang auf diesen Livestream vorbereitet. Mit Wasser. Danke, Manuel. So war das. Und... Das nenne ich sehr vorbildlich. Super, ne? Und was machst du gerade? Ich hab' eben Feierabend gemacht und, ja, jetzt warte ich eigentlich auf unser Team-Meeting heute Abend, also, ruh' mich gerade ein bisschen aus. Du ruhst dich gerade aus. Das ist auch gut, ne? Ja, schön. Ja. Manuel, machst du jetzt auch Feierabend? Ich mache gleich auch Feierabend. Es gibt auch einen sehr guten Sketch von einem deutschen Komiker, Loriot, und da fragt die Frau den Mann: "Was machst du?" Und der Mann sagt: "Ich mache nichts." Und das ist ein bisschen so, wie du,
Pauline, sagst. Ich ruhe mich aus. Wir wissen nicht, was das bedeutet. Du sitzt auf dem Stuhl oder auf der Couch. Du ruhst dich aus. – Tatsächlich stehe ich gerade. Ich weiß nicht, warum, aber oft beim Telefonieren stehe ich und gehe durch den Raum. Das mache ich auch. – Da kann man besser denken. Ja, wenn man so wichtige Fragen beantworten muss wie: Wie war dein Tag? Was machst du gerade? Ja, Pauline. Das war sehr schön, dass wir uns auch mal wieder gesprochen haben. Per Telefon. – Ja, fand ich auch. Dann müssen wir gleich mal Telefonnummern austauschen. Machen wir. Klingt gut. – Ja, war schön, von dir zu hören. Ja, super. Dann wünsche ich euch noch einen schönen Abend und bis dann. Bis dann. Ciao. – Ciao.
Manuel, wir haben jetzt viele interessante Gespräche geführt. Denkst du, das waren typische deutsche Gespräche? – Fand ich schon. Ja. – Es gibt viele solche Gespräche, gerade in der eigenen Familie, wo man vielleicht jede Woche die Mutter anruft oder so und sich aber nicht so viel zu erzählen hat, vielleicht, weil nicht so viel passiert ist, dann gibt es solche Gespräche. Wen rufst du jetzt noch an? – Ich bin wieder rausgegangen. – Ah, raus aus dem Huddle. – Richtig. Ja, ich finde, das war für heute ein toller Livestream, Manuel. – Fand ich auch. Sollen wir das häufiger machen? Dann sagt uns das. – Gibt’s noch Fragen aus der Community? Du, es gibt so viele Fragen, die werden wir nicht alle beantworten können. Diesen Kommentar finde ich noch interessant: „Die Deutschen sagen oft 'na gut'." – Na gut. – Na gut. – Dann bis bald. Das stimmt, ne? – Na gut.
Aber wir können euch einladen, wenn ihr öfter Small Talk machen möchtet mit uns, dann werdet ein Mitglied von Easy German. Dann könnt ihr mit uns jeden Tag Small Talk machen, zum Beispiel in unserer Easy German Discord Community. Hier unten ist der Link: easygerman.org/membership. Fünf Euro im Monat kostet das, Manuel. Dann kriegt man Übungen zu unseren Videos, man kriegt Transkripte zu allen Videos und man kann mit uns jeden Tag schreiben. Wir haben sogar in unserer Discord-Gruppe einen Channel, einen Kanal, der heißt „Small Talk“. Da könnt ihr jetzt hingehen und alles, was ihr gerade gelernt habt, üben. – Und das wäre auch mein Aufruf an alle jetzigen, an alle aktuellen Easy German Mitglieder: Geht jetzt in unseren Discord-Kanal „Small Talk“ und schreibt mal die Antworten oder schreibt mal ein paar Fragen, so: Was machst du gerade? Ja, und schreibt vor allem unbedingt, wie das Wetter gerade ist bei euch. Wie ist das Wetter gerade bei euch? – Ja. Also einer muss fragen und die anderen können antworten. – So machen wir das. Schön, dass ihr dabei wart. – Bis bald! – Bis bald!